Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 31224
Vorher
ALMATEC Maschinenbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.6.1992
Branche
Herstellung von hydraulischen und pneumatischen Komponenten und SystemenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von mechanischen, elektrischen, pneumatischen und hydraulischen Ausstattungen sowie deren Im- und Export

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Edgar Wankum
seit 14.11.2025
Prokura
Lea Regina Enders
seit 14.11.2025
Prokura
Kevin Oliveira
seit 14.11.2025
Prokura
Sebastian Lange
seit 14.11.2025
Prokura
Carsten Girth
seit 14.11.2025
Prokura
Vural Özmen
seit 14.11.2025
Prokura
Ingo Fabritius
seit 14.11.2025
Prokura
Christian Dr. Hansen
seit 14.11.2025
Prokura
Sascha Vogel
seit 14.11.2025
Prokura
Geschäftsführer
Karl Buscher
seit 2.12.2022
Geschäftsführer
Manuela Vogt
seit 20.2.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Dover Luxembourg Participations S.a.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Dover Germany GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dover Germany GmbH

Stuttgart

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht 2021

I. GRUNDLAGE DES KONZERNS

Geschäftsmodell und Einbindung der Dover Germany Gruppe in die Dover Corporation

Die Dover Corporation, Downers Grove, USA (nachfolgend "Dover Corp."), ist ein an der New York Stock Exchange (Ticker Symbol DOV) gelistetes Unternehmen und Bestandteil des Standard and Poor´s 500 Index. Der weltweite Konzernverbund besteht aus rund 20 operativen Einheiten, die sämtlich zu 100% im Besitz der Dover Corporation, Downers Grove, stehen. Alle Dover Gesellschaften sind einer der folgenden fünf Sparten zugeordnet: Engineered Products, Fueling Solutions, Imaging & Identification, Pumps and Process Solutions und Refrigeration & Food Equipment.

In Deutschland beschäftigte der Dover Germany Teilkonzern im Jahresdurchschnitt 1.228 Mitarbeiter (Vorjahr 1.193) an zahlreichen Produktionsstandorten rechtlich selbständiger Unternehmen. Die Unternehmensführung erfolgt im operativen Bereich zum einen durch das lokale Management sowie in den Bereichen Finanzierung, Strategie und den allgemeinen "Corporate Functions" zentral durch die Dover Corporation, Downers Grove, USA, die Dover Luxembourg Participations S.à r.l., Luxemburg, sowie die Dover Germany GmbH, Stuttgart als Landesholding. Das zentrale Cash-Management erfolgt durch die Dover Luxembourg Participations S.à.r.l. Die Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Dover Germany GmbH einbezogen sind, werden gleichzeitig in den übergeordneten Konzernabschluss der Dover Corporation, Downers Grove, USA, einbezogen, die indirekt sämtliche Anteile an der Dover Germany GmbH hält.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT MIT DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DER LAGE DES KONZERNS AN HAND DER WESENTLICHEN KONZERNUNTERNEHMEN

II. 1. Allgemeine Entwicklung, Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedsländern der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) wurde im vergangenen Jahr durch die anhaltende Corona-Pandemie zwar weiterhin beeinträchtigt. Gemessen am preisbereinigten BIP stieg die Wirtschaftsleistung in den Ländern der EWU 2021 jedoch bereits wieder um 5,2% gegenüber dem Vorjahr, nachdem 2020 noch ein Rückgang des preisbereinigten BIP um 6,8% verzeichnet wurde. 1

Auch in Deutschland konnte eine Erholung der Wirtschaftsleistung erreicht werden. Das preisbereinigte BIP stieg hier in 2021 um 2,7%, nachdem es im Vorjahr noch zu einem Rückgang von 5,0% kam. Obwohl sich die deutsche Wirtschaft trotz der weiterhin bestehenden Liefer- und Engpässe aufgrund der Corona-Pandemie gegenüber dem Vorjahr erholen konnte, wurde damit die Wirtschaftsleistung der Vorkrisenzeit noch nicht wieder erreicht. Gegenüber dem Jahr 2019 war das BIP des Jahres 2021 noch 2,0% niedriger. 2

II.2 Geschäftsverlauf und Lage der Dover Germany Gruppe in Deutschland Gesamt

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der deutschen Dover Gruppe in 2021 sehr günstig verlaufen und konnte sich somit erfolgreich gegen die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen behaupten.

Die gedämpften Vorjahresprognosen, die insbesondere im Hinblick auf das weltweite Pandemiegeschehen getroffen wurden, haben sich zum größten Teil für 2021 nicht realisiert. Zum Teil ergaben sich sogar positive Effekte, die konzernweit für Steigerungen bei Umsatz und Ertrag führten.

Der Umsatz des Konzerns ist in diesem Geschäftsjahr um 27,1 % von 411,6 M€ auf 523,0 M€ in 2021 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf starke Umsatzzuwächse bei der PSG Germany GmbH zurückzuführen.

Das Konzernergebnis hat sich von 32,4 M€ auf 71,2 M€ auch in 2021 erneut erheblich gesteigert.

Die Umsatzrendite steigerte sich von 7,9 % auf 13,6 %.

Auf die Umsatzerlöse der wesentlichen in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften gehen wir im Folgenden ein.

Abbildung: Verteilung der Umsätze (HGB-Werte) auf die umsatzstärksten Konzerngesellschaften (in M€)

II.3 Marktentwicklung und Lage der Imaging & Identification Gesellschaft, Markem-Imaje GmbH, Stuttgart

Die Markem-Imaje GmbH vertreibt Drucker für die Warenkennzeichnung und die dazugehörigen Betriebsmittel für nahezu alle industriellen Anwendungen. Die Gesellschaft beliefert hautsächlich Kunden in Deutschland und Österreich mit Abfüllanlagen und Verpackungslinien in der Lebensmittelindustrie, ein zweiter Tätigkeitsbereich ist die Kennzeichnung von industriellen Gütern und Bauteilen, wie z.B. die Kabelindustrie. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermarktung von ganzheitlichen Systemlösungen, wobei hier Softwarelösungen im Vordergrund stehen, welche es unseren Kunden ermöglicht, Kosten zu reduzieren und Produktpiraterie zu verhindern.

Auch im Jahr 2021 hatte uns die Pandemie fest im Griff, die etwas entspannte Situation in den Sommermonaten konnte die Geschäftsentwicklung leider nicht nachhaltig verbessern. Aufgrund des abgemilderten Pandemieverlaufs konnten wir unsere Mobil-Working Policy umsetzen, dies führte wieder zu einer erhöhten Präsenz in unseren Büros. Die Pandemie hat uns gelehrt, dass wir viele Abläufe und Meetings durch mobiles Arbeiten und neue Kommunikations - Tools abbilden können. Markem - Imaje nutzte konsequent die Situation, um die bereits vorhandenen Systeme noch weiter zu verbessern. Unser Geschäftsmodel ist sehr beratungsintensiv, dies setzt den direkten Kundenkontakt (vor Ort) voraus. Aufgrund der beidseitigen Einschränkungen konnten wir diese Aktivitäten auch in 2021 nur bedingt durchführen. Dieser Umstand beeinträchtigte unsere Akquise - Strategie, die gesteckten Ziele konnten nicht erreicht werden. Der angestrebte Wandel zu einem Lösungsanbieter stellt uns ebenfalls vor große Herausforderungen. Der vorhandene Produktmix erfordert bereits ein umfangreiches Fachwissen. Die zusätzlichen Softwarelösungen, welche unter anderem durch die Akquise von "Systech" mit in unser Portfolio gekommen sind, erfordern weit mehr als den klassischen Vertriebsansatz, welchen wir aus dem Kennzeichnungsbereich bereits kennen. Durch umfangreiche Trainingsmaßnahmen und organisatorische Anpassungen stellen wir uns dieser Herausforderung. Der Wandel benötigt noch etwas Zeit, dieser wird uns jedoch einen klaren Vorteil am Markt verschaffen. Diesen Vorteile nutzen wir bereits gezielt, um neue Wachstumsmärkte für MI zu erschließen.

Mit einem Umsatz von 44,7 M€ im Jahr 2021 konnten wir den Umsatz aus dem Vorjahr von 43,6 M€ steigern.

Wiedermals stellte uns die Planung für 2021 vor erhebliche Herausforderungen. Teilweise konnten wir die Erfahrungen aus 2020 berücksichtigen, jedoch war die weitere Entwicklung für 2021 in keinster Weise greifbar. Die negativen Auswirkungen der globalen Logistikketten, und auch die Engpässe bei wichtigen Elektronikkomponenten haben die Verfügbarkeit wichtiger Komponenten und Geräte nachhaltig gestört. Dies führte zu erheblichen Verzögerungen bei den Auslieferungen an unsere Kunden, und zu Mehrkosten über die gesamte Wertschöpfungskette. Den erheblichen Mehrkosten begegneten wir mit einer nicht planmäßigen Preisanpassung zum Jahresende.

Die aktuell geopolitischen Veränderungen tragen leider ebenfalls nicht zu einer Stabilisierung der Gesamtsituation bei. Auf Basis des vorliegenden Forecasts und aufgrund der aktuellen Krisen schauen wir eher pessimistisch in das neue Geschäftsjahr. Derzeit gehen wir nicht von einer kurzfristigen Erholung aus. Wir streben aus diesem Grund ein Ergebnis vergleichbar wie im Vorjahr an. Das bereits umfangreiche Produktportfolio von Markem-Imaje wird im kommenden Jahr durch zahlreiche Produkterneuerungen "aufgefrischt". Dies könnte einen positiven Effekt erwirken und kommende negative Marktentwicklungen etwas abdämpfen.

Die Anzahl der Mitarbeiter zum Geschäftsjahresende ist von 105 auf 102 leicht rückläufig gewesen.

II.4 Marktentwicklung und Lage der Engineered Products Gesellschaften

II.4.1. DESTACO Europe GmbH, Oberursel

Als globaler Anbieter entwickelt und produziert DESTACO eine breite Palette innovativer Produkte und Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen in der Antriebs- und Spanntechnik. Heute ist DESTACO ein weltweiter Anbieter für Entwicklung, Design und Herstellung von Spann-, Greif-, Transport- und Roboterwerkzeugen.

Nach dem Corona-Einbruch in der ersten Jahreshälfte 2020 erholte sich unser Geschäft im Jahr 2021 weiter. Die Entwicklung innerhalb des Jahres war jedoch zweigeteilt. In der ersten Jahreshälfte gab es einen überraschend schnellen Erholungsprozess, wobei dieser von Nachholeffekten profitierte, da Kunden teilweise Projekte und resultierende Aufträge von 2020 nach 2021 verschobenen hatten. In der zweiten Hälfte des Jahres verlangsamte sich das Geschäft merklich.

2021 war ein herausforderndes Jahr, welches durch außergewöhnliche Begleitumstände geprägt war. Nach unterschiedlichen globalen Pandemie-Situationen zu Beginn des Jahres störte ein globaler Lieferkettenmangel nicht nur unsere eigenen Produktions- und Lieferprozesse, sondern wirkte sich auch erheblich auf unsere großen Automobilkunden aus.

Wir sahen uns einer aggressiven Preisdynamik gegenüber, die von unseren Wettbewerbern für die Kraftspanner-Produkte geschaffen wurde, und zwar nicht nur bei OEM-, sondern auch bei Tier-1- und Tier-2-Kunden.. Auch wenn das Automobilgeschäft verhalten war, hatten wir immer noch Dynamik in der E-Mobilität, wofür wir verschiedene Projekte gewannen.

Der Gesamtjahresumsatz erreichte Euro 44,7 Millionen was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von Euro 2,2 Millionen (5,2%) entspricht. Der Anstieg wurde im Wesentlichen durch unsere Kernprodukte Hand- und Kraftspanner getrieben.

Höhere Kosten für Frachten und Material konnten wir durch 2 Erhöhungen unserer Verkaufspreise im Laufe des Jahres weitgehend ausgleichen. Die höheren Personalkosten sind im Wesentlichen auf die Kurzarbeit im Vergleichszeitraum 2020 zurückzuführen.

Das Geschäft unserer Niederlassung in Spanien wurde negativ durch die Folgen der Covid-19 Pandemie beeinflusst. Der Umsatz fiel leicht um 6,4 % von Euro 4,7 Millionen im Vorjahr auf Euro 4,4 Millionen. Auch in unserer spanischen Gesellschaft haben wir versucht, durch Verkaufspreisanpassungen und Einsparmaßnahmen, u.a. beim Personal, das Geschäft abzusichern.

Nennenswerte Qualitätsthemen im Jahr 2021 gab es nicht. Im Februar 2021 fand das jährliche globale Rezertifizierungsaudit unseres integrierten Managementsystems nach DIN EN ISO 9001:2015 statt. Ebenfalls im Februar 2021, wurde das zweite Überwachungsaudit unseres Umweltmanagementsystems gem. DIN EN ISO 14001:2015. durchgeführt.

Die Lagerbestände haben sich im Jahr 2021 um Euro 0.8 Millionen auf Euro 6,5 Millionen verringert. Die Kennzahl für die Lagerumschlagshäufigkeit von 4,1 Ende Dezember 2020 konnte auch im Jahr 2021 gehalten werden. Die durchschnittliche Lagerumschlagshäufigkeit des Geschäftsjahres betrug 4,1. Die weitere Reduzierung der Lagerbestände und damit verbundene Aktionen, wie z.B. Umarbeiten in verkaufsfähige Artikel oder vernichten von nicht verkaufsfähigem Lagerbestand ist nach wie vor eines unserer Hauptziele.

Aufgrund der COVID19-Pandemie und der daraus resultierenden Herausforderungen war unsere Liefertreue, ausgedrückt in OTD (on-time-delivery) im Jahr 2020 mit durchschnittlich 70% unter unseren Erwartungen. Im Laufe des Jahres 2021 konnte die Liefertreue bis zum Jahresende 2021 auf 89% gesteigert werden. Der Jahresdurchschnitt lag bei 84% was in Anbetracht der Verzögerungen in der gesamten Lieferkette ein sehr gutes Ergebnis war. Dies konnte nur durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, Aufbau von Zweitlieferanten und abteilungsübergreifender Koordination von Kapazitäten erreicht werden.

Im Bereich Forschung und Entwicklung lag der Fokus auf der Kostenreduktion verschiedener Produkte. Die positiven Effekte werden wir im Jahr 2022 nach erfolgreicher Markteinführung realisieren. Auch haben wir weitere intensiv an Produktneuentwicklungen wie z.B. Flanschgreifern und kleinen elektrischen Schwenkeinheiten gearbeitet.

Im Jahr 2021 gab es keine wesentlichen Veränderungen in der Anzahl des Personals. Die Anzahl der im Fertigungs- und Lagerbereich beschäftigten Mitarbeiter und Zeitarbeitskräfte wurde kontinuierlich der aktuellen Geschäftslage angepasst. Zum Bilanzstichtag des Jahres 2021 waren unverändert zum Vorjahr 132 Mitarbeiter (inkl. 5 Auszubildenden) in Deutschland beschäftigt. In Spanien reduzierte sich die Mitarbeiterzahl im Administrations- und Fertigungsbereich um 1 Mitarbeiter. Zum Bilanzstichtag des Jahres 2021 waren 13 Mitarbeiter beschäftigt.

Obwohl die allgemeine Marktlage sehr unsicher ist, erwarten wir für 2022 ein Wachstum von rund 10%. Als Haupttreiber sehen wir dabei die Ausweitung unseres Produkt- und Kundenportfolios. Kostensteigerungen bei Material- und Frachtkosten werden wir durch Preiserhöhungen weitgehend an unsere Kunden weitergeben, so daß wir eine dem Umsatzwachstum entsprechende Erhöhung des EBITs erwarten. Für 2023 gehen wir, trotz aller makroökonomischen Herausforderungen, von einem moderaten Wachstum von +5% beim Umsatz aus, was sich dann auch in einem entsprechend steigenden EBIT ausdrücken sollte.

II.4.2. BlitzRotary GmbH, Bräunlingen

Die BlitzRotary GmbH ist als Produzent und Händler für Hebebühnen, Druckluftkompressoren, Schweißgeräte, Batterielader, Reifenmontier- und Reifenwucht-Geräte, Bremsenprüfstände, Mess- und Kalibriertechnik und KFZ-Sonderwerkzeuge, weltweit tätig.

Unser gutes, kompetentes und dichtes Händlernetz in ganz Europa und dem mittleren Osten sorgt dafür, dass wir unsere Kunden gut betreuen und wir weiter unsere Anteile am Markt ausbauen können.

COVID-19 hat in vielen Unternehmungen für Unterbrechungen der Produktion gesorgt. Wir sind von Produktionsausfällen, dank unserer umsichtigen Mitarbeiter, verschont geblieben. Einzelne Krankheitsfälle wurden rechtzeitig erkannt, so dass die betriebliche Leistung nicht im Übermaß beeinträchtigt wurde. Die Ausfälle durch COVID-19 bewegten sich in Maßen wie in Jahren mit Grippewellen.

Die Verkaufszahlen haben sich trotz der verschärfenden Pandemie verbessert. Was sich vielleicht auch darauf zurückzuführen ist, dass COVID-19 langsam als weitere unglückliche Geißel der Menschheit angesehen wird und wieder versucht wird, in ein normales Miteinander zurückzufinden. Das Vertrauen in eine Zukunft ist wieder vorhanden und damit auch die Bereitschaft in Maschinen und Werkzeuge zu investieren.

Trotz eines schrumpfendes Marktvolumen in Teilen unseres Marktes und dem Verdrängungswettbewerb, sind wir weiterhin sehr stark im Markt unterwegs. Zunehmende Billigprodukte aus Asien und Osteuropa haben bei den Endkunden zu einem verstärkten Preisbewusstsein geführt. Diesem harten Wettbewerb begegnen wir durch verschiedene Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren in den entsprechenden Märkten umgesetzt haben.

Unsere Kunden haben Wettbewerbsvorteile durch technische Innovationen, hohe Qualität, einer sehr guten Kundenbetreuung und flexible Reaktionen auf besondere Kundenwünsche. Unser breites Portfolio an Produkten wird in verschiedenen Werken der VSG-Unternehmensgruppe gefertigt. Die Umsätze mit unseren Kunden entstehen durch Produkte die direkt am Unternehmensstandort gefertigt werden und Produkten, die aus der Unternehmensgruppe zugeliefert werden. Dank der Produktionsmöglichkeiten auf drei Kontinenten können wir schnell, kostengünstig und flexibel reagieren, was unsere Kunden mit einem steigenden Auftragsvolumen belohnen.

Mit Innovationen konnten wir unser Geschäft mit den großen OEM weiter ausbauen. Speziell die Anforderungen für Werkzeuge im Rahmen des sich verstärkenden Angebots an Fahrzeugen mit elektrischen Antrieben, haben zu einer verstärken Zusammenarbeit geführt. Die BlitzRotary GmbH ist bei den verschiedenen OEM als zuverlässiger, innovativer Partner mit ausgezeichneter Qualität bestens bekannt.

Im Bereich der Beschaffung hatten wir, wie viele andere auch, mit steigenden Preisen in jedem Segment zu kämpfen. Trotz umfangreicher Maßnahmen, die ansteigenden Kosten zu begrenzen, ist es leider nicht gelungen, Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden zu verhindern. Unsere langjährigen Partner für unsere Produktionsmaterialien haben uns geholfen im Jahr 2021 keine Produktionsausfälle wegen fehlendem Material verzeichnen zu müssen.

Die Mobilität bleibt weiterhin eines der größten Wirtschaftsfaktoren. Dadurch, dass wir ein sehr breitgefächertes Angebot an Werkstattausrüstungen anbieten können, sehen wir das aktuelle Jahr und auch das kommende Jahr weiterhin mit positiven Zahlen.

Auch in Jahren mit Krisen hat die BlitzRotary GmbH gezeigt, dass im Gesamtvergleich mit dem produzierenden Gewerbe immer sehr gutes Ergebnis erzielt wurde. Die wirtschaftliche Lage ist derzeit gut und der weitere Ausblick auf 2022 auch als gut zu beurteilen.

Durch Engpässe im Weltmarkt bei verschieden Rohmaterialien und elektronischen Bauelementen, werden wir sicher auch nicht von Engpässen in der eigenen Produktion verschont bleiben, wir gehen aber nicht davon aus, dass wir Produktionsunterbrechungen befürchten müssen.Derzeit gehen wir davon aus, dass wir weiterhin, wie auch im Jahr 2021, auf unser partnerschaftliches und zuverlässiges Lieferantennetzwerk zugreifen können. Weiterhin können wir auch die Möglichkeiten nutzen, im weltweiten Unternehmensverbund auf alternative Lieferanten oder auf Lagervorräte, zugreifen zu können.

Wir haben unsere Bestrebungen in die Entwicklung von neuen Produkten und Zusammenarbeit mit unseren großen Kunden weiter verstärkt und ausgebaut.

Das Jahr 2022 wird geprägt sein durch eine Vielzahl an neuen Produkten, die auf die Bedarfe unserer Kunden bestens zugeschnitten sein werden.

Zum 31. Dezember 2021 waren bei der BlitzRotary GmbH insgesamt 175 Mitarbeiter beschäftigt. Es ergab sich ein leichter Rückgang zum Vorjahr, der durch Renteneintritte begründet ist (178).

II.5 Marktentwicklung und Lage der Pumps & Process Solution Gesellschaften

II.5.1. PSG Germany GmbH, Duisburg

Die PSG Germany GmbH ist ein führender Hersteller von Druckluft-Membranpumpen sowie von elektrisch angetriebenen Pumpen. Neben der ALMATEC-Produktpalette bieten wir mit der Quattroflow-Serie hoch entwickelte Pumpen für den Biopharma-Bereich sowohl im Multiple-Use als auch im Single-Use Segment an. Neben zukunftsorientierten Serienprodukten bietet die PSG Germany GmbH ihren Kunden innovative Sonderentwicklungen an, welche kundenspezifisch zugeschnitten werden. Ständige Produktinnovationen und -weiterentwicklungen haben zu einer breiten Produktpalette und Eröffnung neuer Märkte geführt. Seit Mai 2020 ist eine weitere Produktlinie HYDRO hinzugekommen, welche wir von unserer Schwesterfirma Hydro Systems UK Ltd. Übernommen haben.

Unter anderem bedingt durch die COVID-19-Pandemie entwickelte sich das Geschäftsjahr zum außergewöhnlichen Rekordjahr in der Firmengeschichte der PSG Germany GmbH. Die Pumpen der Quatroflow-Produktlinie wachsen sit der Akqusition im Jahr 2012 kontinuierlich und überproportional. Im Jahr 2021 war neben dem organischen Wachstum dieser Produktlinie auch die extrem gestiegene, pandemiebedingte Nachfrage ein Wachstumstreiber, da die Pumpen der Qutroflow-Produktlinie zur Impfstoffherstellung im Biopharmabereich eingesetzt werden. Anfang 2021 wurden daher auch Rekord-Auftragseingänge in diesem Bereich verzeichnet. Insgesamt hat sich der Umsatz der PSG Germany GmbH gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 um 104,2% auf EUR 158,9 Mio. erhöht, wobei die Qutroflow-Produktlinie ein Wachstum von 142,5% erzielt hat. Aber auch die anderen Produktlinien ALMATEC, Hydro und Wilden konnten ein deutliches Umsatzplus verzeichnen.

Bei den Auftragseingängen konnte mit + 84,8% ebenfalls eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden - so konnten wir im Geschäftsjahr 2021 Aufträge im Gesamtwert von EUR 172,8 Mio. verbuchen. Einen sehr deutlichen Anstieg der Aufträge wurde ebenfalls wieder durch die Qutroflow-Produktlinie erzielt (+105,3%) - speziell im 1. Quartal 2021 erhielten wir sehr hohe, Covid-19-bedingte Auftragseingänge in diesem Bereich. Aber auch die Auftragseingänge der ALMATEC-PRdouktlinie (+41,5%) und der Wilden-Produktlinie (+44,3%) haben sich sehr positiv entwickelt.

Durch konsequentes Kostenmanagement und Produktivitätssteigerungen konnte auch der Gewinn vor Steuern überproportional zum Umsatzwachstum gesteigert werden.

Nach dem einmaligen Rekordjahr 2021 planen wir für das Geschäftsjahr 2022 mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse auf EUR 149,5 Mio, da die COVID-19-bedingten, sehr hohen Aufträge des Vorjahres für das Geschäftsjahr 2022 in gleicher Höhe nicht mehr erwartet werden können und ein Teil der Umsätze im Quatroflow-Single-Use Bereich aus den vorgetragenenen Auftragsbeständen aus 2021 erzielt werden. Bei den andern Produktlinien ALMATEC und Hydo erwarten wir in 2022 ebenfalls wieder eine positive Geschäftsentwicklung und weiteres Wachstum. Aufgrund einer Konzern-Entscheidung werden wir den Vetrieb der Wilden-Produktlinie ab April 2022 bzw. der All-Flo Produktlinie ab Mai 2022 einstellen. Hierdurch entfällt im Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz von ca. EUR 3,0 Mio.

Nachdem wir im September 2021 den neu gebauten 2. Reinraum für die Quatroflow-Produktion in Betrieb genommen haben, wurde der bestehende Mietvertrag um weitere Produktions- und Lagerflächen erweitert, um dem langfristig geplanten Wachstum gerecht zu werden. Die Übernahme der neuen Büroflächen wird im Mai 2022, die der Produktions- und Lagerflächen zum Juni/Juli 2022 erwartet.

Für das Jahr 2022 planen wir weitere Investiitonen und Personaleinstellungen unter anderem im Bereich Forschung und Entwicklung, Continuous Improvement und Produkt- und Produktionsmanagement, um die Wetttbewerbsfähigkeit unserer Produkte auf dem internationalen Markt zu festigen und zu erhöhen.

Entwicklungen, die bestandsgefährdend für unser Unternehmen sei könnten oder geeignet sind, die Vermögens- Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Auffassung gegenwärtig nicht zu erkennen. Generell führt die Verknappung auf dem Rohstoffmarkt zu einer Verlängerung unserer Lieferzeiten, die damit enhergehende Erhöhung der Einkaufspreise werden durch die gleichzeitige Anhebung unserer Verkaufspreise ausgeglichen. Ebenfalls bestehen auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen keine Einzelkrisen, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens haben könnten.

II.5.2. Maag Automatik GmbH, Großostheim-Ringheim

Der Schwerpunkt der weltweiten Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt in der Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Lieferung und Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen für die kunststofferzeugende und -verarbeitende Industrie sowie Unternehmen aus der Recyclingbranche. Hauptprodukte der Maag Germany GmbH sind Stranggranulieranlagen, Unterwassergranulatoren und Zentrifugaltrockner für die Erzeugung von Kunststoffgranulat. Des Weiteren werden Siebwechsler entwickelt und vermarktet. Die Produktion ist unter anderem an externe Unternehmen ausgelagert.

Der Verschmelzungsvertrag für die Verschmelzung der XanTec Steuerungs- und EDV-Technik GmbH ("XanTec") mit der Maag Germany GmbH wurde am 2.12.2021 notariell beurkundet und am 22.12.2021 im Handelsregister Aschaffenburg eingetragen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum Verschmelzungsstichtag 1. Januar 2021.

Die Maag Germany GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2021 bei einem Umsatz in Höhe von 145,7 M€ (Vorjahr: 137,3 M€) ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von 14,4 M€ (Vorjahr: 14,7 M€). Die Umsatzrendite lag damit mit 9,9% leicht unter der Rendite des Vorjahres von 10,7%.

Der Umsatzanstieg um 6,2% im Vergleich zum Vorjahr wurde durch die wirtschaftliche Erholung und Aufholeffekte infolge der COVID-19 Pandemie als auch durch die Verschmelzung der XanTec ermöglicht, die im Geschäftsjahr 2021 2,0 M€ zusätzlichen Umsatz beigesteuert hat.

Der leichte Rückgang des Ergebnisses vor Ergebnisabführung und die damit verbundene Reduzierung der Umsatzrendite sind primär die Folge des geänderten Produktmixes, zusätzlichen Ausgaben im Rahmen der Verschmelzung der XanTec, erhöhte Konzernumlagen insbesondere für IT Dienstleistungen, stark gestiegene Verpackungs- und Logistikkosten aufgrund pandemiebedingter Verknappungseffekte, als auch Ausgaben und Investitionen in Digitalisierungsprojekte (Investition in automatisierte Messerfertigung & Entwicklung eines eCommerce Portals).

Für Forschung und Entwicklung wurden in 2021 1,2 M€ aufgewendet, was 0,2 M€ unter dem Vorjahresniveau lag. Der Schwerpunkt in diesem Bereich lag auf den Geschäftsfeldern Unterwassergranulierung und Digitalisierung.

Im Laufe des Jahres 2021 ist die Zahl der Mitarbeiter auf durchschnittlich 463 Beschäftigte angestiegen.

Die generelle Nachfrage im Kunststoffmaschinenbau war in 2021 sowohl im After Sales Bereich als auch im Maschinengeschäft deutlich erhöht was durch pandemiebedingte Aufholeffekte als auch neue Investitionen vor allem in China im Bereich Unterwassergranulierung bedingt wurde. Dadurch konnte in 2021 ein Rekordauftragseingang verzeichnet werden.

Aufgrund dieser Entwicklung und des vorhandenen Auftragsbestandes wird im Geschäftsjahr 2022 für die Maag Germany GmbH mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich gerechnet.

Für das Jahr 2022 wird mit einem leicht erhöhten Personalstamm im Vergleich zum Vorjahr geplant.

Die Geschäftsführung erwartet für 2022 eine ähnliche oder leicht verbesserte Umsatzrendite im Vergleich zu 2021. Wesentlicher Grund für eine potenzielle Verbesserung sind das erwartete höhere Volumen und einhergehende Skaleneffekte, weitere Synergien aus der Verschmelzung und Neuausrichtung der Organisation nach Business Units, Investitionen in moderne Maschinen und einhergehende Erhöhung des Automatisierungsgrades in der Fertigung, Insourcing von Kaufteilen, die Weiterentwicklung des Dover Operational Excellence Modells und damit einhergehende Produktivitätssteigerungen. Dies bedeutet eine kontinuierliche und dynamische Optimierung sämtlicher Prozesse und Systeme entlang der Wertschöpfungskette unter dem Gesichtspunkt der Effizienz durch eine Fokussierung auf die Anforderungen der Kundenwünsche und die Ausrichtung des Unternehmens an der Gesamtstrategie.

Risiken für 2022 liegen primär in den Auswirkungen der Ukraine Krise, die zu Verknappung von Rohstoffen und sehr starken Preissteigerungen bei Rohstoffen-, Transport- und Energiepreisen führen, die das noch volatile Marktumfeld im Nachgang der COVID-19 Pandemie verstärken und bestehende Lieferkettenprobleme noch deutlich verschlimmern. Laufende Projekte sind teilweise mit Materialkosten vor dem Ukrainekrieg kalkuliert. Kostensteigerungen in den zuvor genannten Bereichen sind teilweise aufgrund bestehender Verträge nicht oder nur schwer an Kunden weiter verrechendbar. Des Weiteren könnte sich die Pandemie-Politik der chinesischen Regierung negativ auf den Umsatz als auch auf die Umsatzrendite auswirken. Geschlossene Seehäfen, Lockdowns und erschwerte Einreisebedingungen behindern in zunehmendem Maße die termingerechte Auslieferung und Inbetriebnahme von Maschinen. Die Planbarkeit von Projekten als auch die Projektion von Umsatz und Margen wird dadurch noch weiter erschwert. Des Weiteren sind vor allem in China zunehmend Barrieren im Marktzugang zu beobachten.

II.6 BILANZ- UND ERGEBNISVERGLEICH DES GESAMTKONZERNS

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
M€ % M€ % M€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 53,7 8,9 75,5 16,4 -21,8
Sachanlagen 31,1 5,1 27,9 6,1 3,2
Finanzanlagen 0,8 0,1 0,8 0,2 0,0
85,6 14,1 104,2 22,7 -18,6
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzung
Vorräte 84,7 13,9 60,5 13,2 24,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 435,5 71,8 294,5 64,0 141,0
Flüssige Mittel 0,3 0,1 0,2 0,0 0,1
Übrige Aktiva 0,5 0,1 0,5 0,1 0,0
521,0 85,9 355,7 77,3 165,3
606,6 100,0 459,9 100,0 146,7

Passiva

Eigenkapital -101,7 -16,8 -62,8 -13,7 -38,9
Rückstellungen 89,6 14,8 64,9 14,1 24,7
Verbindlichkeiten 610,4 100,6 448,2 97,5 162,1
Übige Passiva 8,3 1,4 9,6 2,1 -1,2
606,6 100,0 459,9 100,0 146,7

Die Bilanzsumme (vor aktivischem Ausweis des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) ist im Vergleich zum Vorjahr um 146,7 M€ auf 606,6 M€ angestiegen. Auf der Aktivsseite ergibt sich die Veränderung insbesondere aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Gesellschaften sowie bei den Vorräten. Bei den immateriellen Vermögensgegenstände führen insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte zu einer Verminderung um 21,8 M€.

Das Eigenkapital veränderte sich durch Ausschüttungen in Höhe von 110 M€ einerseits und dem Konzernjahresüberschusses in Höhe von 71,2 M€ auf nunmehr -101,8 M€. Das negative Eigenkapital ist insbesondere durch planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden. Das negative Eigenkapital hat keinerlei Implikationen auf die Fähigkeit der einbezogenen Unternehmen und des Mutterunternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da es vor allem konsolidierungstechnisch bedingt ist. Die Eigenkapitalquote ist negativ und beträgt -16,8 % (Vorjahr -13,7 %).

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 610,3 M€ entsprechen 100,6 % der Bilanzsumme und bestehen im Wesentlichen gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 162,1 M€ erhöht.

Zur Entwicklung der in den Konzerabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wird auf die unternehmensbezogenen Angaben im vorausgehenden Abschnitt verwiesen. Zusammenfassend lassen sich hinsichtlich der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Aussagen treffen:

31.12.2021 31.12.2020 Veränderung
M€ % M€ % M€
Gesamtleistung 524,3 100,0 409,7 100,0 114,6
Materialaufwand -238,6 -45,5 -200,1 -48,8 38,5
Personalaufwand -98,4 -18,7 -89,1 -21,7 9,3
Abschreibungen -26,8 -5,1 -26,1 -6,3 0,7
Übrige betriebliche Aufwendungen und Erträge -42,9 -11,2 -34,5 -12,4 -8,4
Finanzergebnis -7,8 1,5 8,0 2,0 0,2
Steuern vom Einkommen und Ertrag -38,6 -7,4 -19,5 -4,8 -19,1
Konzernjahresüberschuss 71,2 13,6 32,4 7,9 38,8

Die Gesamtleistung des Dover Germany Konzerns hat sich von 409,7 M€ auf 524,3 M€ erhöht. Von den Einzelgesellschaften haben sich insbesondere die Umsatzerlöse der PSG Germany GmbH sehr positiv entwickelt und ein Rekordergebnis erzielt.

Der Materialaufwand blieb aufgrund von Kosteneinsparungen und einem geänderten Produktmix im Vergleich zum Vorjahr deutlich unterproportional zur Gesamtleistung entwickelt, so dass der Materialeinsatz erneut von 48,8% auf nunmehr 45,5% gesenkt werden konnte.

Die Rentabilität, hier definiert als das Verhältnis des Konzernjahresüberschusses zur Gesamtleistung, steigerte sich von 7,9 % im Vorjahr auf 13,6 %. Damit wurden die eigenen Prognoseerwartungen deutlich übertroffen.

II.7. FINANZIELLE UND NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Der Umsatz und das Ergebnis vor Ergebnisabführung stellen die wesentlichen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren der einbezogenen Unternehmen dar. Aufgrund der diversifizierten Aufstellung des Konzerns wird auf die zukünftige Entwicklung und die Vorjahresvergleiche dieser Indikatoren in den Abschnitten der einzelnen Gesellschaften eingegangen.

Intern erfolgt die Steuerung auf Basis der entsprechenden Werte nach US-GAAP.

Grundsätzlich unterscheidet sich die Rechnungslegung nach US-Rechnungslegung (US GAAP) von der nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB) in der verfolgten Zielsetzung. Während US-GAAP in erster Linie auf die Versorgung der Investoren mit entscheidungsnützlichen Informationen abstellt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Gläubigerschutzes und Vorsichtsprinzips geprägt. Bezogen auf unsere Gesellschaft ergeben sich die wesentlichen Unterschiede wie folgt:

Die aus der Konsolidierung entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach US-GAAP nicht wie im HGB planmäßig, sondern nur bei Vorliegen von Hinweisen auf Wertminderungen vorgenommen.

Die Vorräte werden entsprechend international üblichem Vorgehen nach den Vollkosten bewertet. Unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips orientiert sich die Vorratsbewertung nach US-GAAP stärker am Absatzmarkt als nach HGB. Dadurch ergeben sich im Vergleich zum HGB in der Regel höhere Wertansätze. Langfristige (>1 Jahr) Rückstellungen werden nach HGB unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatzes, nach US-GAAP unter Zugrundelegung eines marktüblichen Zinssatzes, bilanziert.

Des Weiteren bestehen Unterschiede beim Leasing, derivativen Finanzinstrumenten und latenten Steuern.

Bei den Konzerngesellschaften findet ein regelmäßiger Austausch mit den wichtigsten Kunden statt, an denen überwiegend die Geschäftsführer teilnehmen, so dass ein qualifizierter Austausch auf Augenhöhe erfolgen kann. Für diese nicht-finanziellen Leistungsindikatoren bestehen jedoch keine Kennziffern anhand derer die Unternehmen gesteuert werden.

II.8. INVESTITIONEN UND FINANZIERUNG

II.8.1 Investitionen

In 2021 wurden Investitionen im üblichen Rahmen vorgenommen und betrafen im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen.

II.8.2 Cash Management

Über die gesamte internationale Dover Corporation-Gruppe ist die Liquidität der Einzelgesellschaften durch ein zentrales Cash Pooling jederzeit gesichert. Dabei erfolgt ein taggleiches Zerobalancing aller Salden auf ein Zielkonto der Dover Luxembourg Participations S.à r.l. Das Cash Pooling trennt unmittelbar das EURO-Pooling und das US-Dollar-Pooling. Durch spezifische Vereinbarungen kann das Währungsrisiko auf Devisenbestände damit aus den teilnehmenden Gesellschaften herausgehalten werden. Die Verwaltung der liquiden Mittel erfolgt durch die Dover Luxembourg Participations S.à r.l. unter Beachtung der konzernweit vorgegebenen "Dover Policies and Procedures". Für weitere Informationen zur Finanzlage wird auf die Konzernkapitalflussrechnung als Bestandteil des Konzernjahresabschlusses verwiesen.

III. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Aufgrund der dezentralen Aufstellung des Konzerns wird eine Darstellung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten - soweit zutreffend - in der Darstellung der einzelnen Gesellschaften vorgenommen.

IV. CHANCEN UND RISIKOBERICHT

IV.1. Risikobericht

IV.1.1 Risikomanagement

Die Überwachung des operativen Geschäfts der Konzerngesellschaften obliegt unter anderem den Teilbereichen der Dover Corporation-Gruppe und erfolgt über eine Vielzahl von Management Teams.

Das Risikomanagement hat zum Ziel, bestehende Risiken frühestmöglich zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns zu vermeiden. In regelmäßigen Planungsrunden werden deshalb alle Geschäftsaktivitäten auf Chancen und Risiken hin untersucht und bewertet. Daraus werden wiederum Ziele abgeleitet, deren Erfüllungsgrad unterjährig durch das Controlling- und Berichtssystem kontrolliert wird. Sollte es zu Abweichungen oder Veränderungen der maßgeblichen Leistungsindikatoren kommen, werden diese durch dieses Kontrollsystem sofort erfasst und analysiert. Zudem werden die Entscheidungsträger im Unternehmen umgehend darüber unterrichtet. Dieses Vorgehen erlaubt es, negative Entwicklungen zeitnah zu erkennen und sofortige Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Aufgrund des SEC-Listings der Muttergesellschaft, Dover Corporation, wird das interne Kontrollsystem gemäß dem Sarbanes-Oxley Act ausgebaut. Im Rahmen des Sarbanes-Oxley Acts müssen Unternehmensprozesse beschrieben, definiert und Kontrollverfahren festgelegt werden, die das Risiko eines falschen Bilanzausweises minimieren sollen. Zu den Grundsätzen der internen Kontrolle gehören allgemeine Prinzipien der Risikovorbeugung, wie zum Beispiel Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Abläufen. Die Einhaltung dieser Kontrollmechanismen überprüfen und dokumentieren wir regelmäßig.

IV.1.2 Konjunkturrisiken

Auf Basis einer gemeinschaftlichen Studie führender deutscher Wirtschaftsforschungsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose 1-2022), die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt wurde, wird die Wirtschaftsleistung dieses Jahr um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Dabei sorgen der Wegfall der Pandemiebeschränkungen einerseits, die Nachwehen der Corona-Krise sowie die Schockwellen durch den Krieg in der Ukraine andereseits aber für gegenläufige konjunkturelle Strömungen, die aber alle gemeinsam eine preissteigernde Wirkung entfalten. Die Autoren der Studie gehen davon aus, dass die konjunkturellen Auftriebskräfte ab dem zweiten Quartal die Oberhand gewinnen. Voraussetzung dafür sei aber, dass das Kriegsgeschehen in der Ukraine mit Blick auf die ökonomische Aktivität nicht weiter eskaliert. Im Falle eines Embargos für Öl- und Gaslieferungen aus Russland in die Europäische Union würde hingegen die deutsche Wirtschaft in eine scharfe Rezession geraten. 3

Im Hinblick darauf, dass sich die deutsche Gruppe bereits im Vorjahr erfolgreich gegen den allgemeinen, coronabedingt negativen Konjunkturtrend entwickeln konnte, werden gegenüber früheren Berichtszeiträumen die Konjunkturrisiken nicht höher eingeschätzt. Sollte es jedoch in Folge des Ukraine-Kriegs zu weitreichenden Engpässen auf dem Energiesektor kommen, dürfte dies auch auf wirtschafltiche Entwicklung des Konzerns negative Auswirkungen haben.

IV.1.3 Währungsrisiken

Einige Konzerngesellschaften exportieren in den USD-Raum bzw. nach Asien und fakturieren daher auch in US-Dollar. Diese Abhängigkeit von der Wertentwicklung des USD kann nachhaltig Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaften des Konzerns haben.

IV.1.4 Beschaffungsrisiken

Einen großen Einfluss auf das Ergebnis der Gesellschaften der Industriesegmente haben die Beschaffungspreise für Energie und Rohstoffe. Gemäß den Ausführungen des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts treibt der Krieg in der Ukraine die Rohstoffpreise in die Höhe. Der HWWI-Rohstoffpreisindex stieg im März 2022 im Vergleich zum Vormonat um durchschnittlich 37 %. Die Preise unterliegen derzeit einer sehr hohen Volatibilität. 4

Das Risiko, das während einer Pandemie die globalen Lieferketten unterbrochen werden und es somit zu Produktionsausfällen kommt, wird in 2022 etwas geringer als im Vorjahr eingeschätzt, könnte aber bei einem unvorhergesehenen Pandemieverlauf - etwa durch die Ausbreitung von Mutationen - nach wie vor zu Problemen führen.

Einen deutlich stärkeren Einfluss wird in 2022 der Ukraine-Krieg und der daraus resultierende Konflikt mit Russland haben. Bei dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 handelt es sich um ein wertbegründendes Ereignis nach dem Bilanzstichtag. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges stellt eine externe Gefahr für das Unternehmen dar. So können sowohl die aktuellen als auch mögliche weitere zukünftige Sanktionen bzw. deren direkten Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sowie die weltweiten Waren- und Zahlungsströme unser Ergebnis belasten. Aufgrund des vergleichsweisen geringen Umfangs der dortigen Geschäftsaktivitäten unserer Tochterunternehmen hinsichtlich Umsatzvolumen und Lieferantenbasis sowie unterbrochenen Frachtwegen sehen wir derzeit daraus keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Grundsätzlich ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen des Krieges zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses mit einer hohen Unsicherheit behaftet und derzeit noch nicht vollumfänglich vorhersehbar sind.

IV.1.5 Umweltrisiken

Derzeit sind keine Anzeichen erkennbar, dass von den Konzerngesellschaften nennenswerte Risiken für die Umwelt ausgehen.

IV.1.6 Vermögensrisiken

Die Verwaltung liquider Überschüsse (Asset Management) erfolgt durch die European Treasury Funktion in Luxemburg. Bei der Anlage liquider Überschüsse werden generell Vermögensanlagen nur bei einer Reihe von Banken mit erstklassiger Bonität getätigt. Spekulative Finanzprodukte entsprechen nicht der Dover-Philosophie. Es ist klare Aussage unseres verantwortlichen Treasurers, dass das Halten reiner Finanzprodukte genauso wie das Halten überproportionaler Liquidität mit unserer Zielsetzung nicht zu vereinbaren ist. Soweit ein "free Cashflow" nicht im Rahmen der Akquisitions- und Reinvestitionspläne Verwendung findet, wird er in Form einer Dividende an die Shareholder zurückgegeben. Diese Philosophie hat die Dover Corporation über deren langjährige Geschichte zu einer Gesellschaft mit einer der besten Dividendenhistorien an der New York Stock Exchange werden lassen.

Die Finanzierung der Aktivitäten des Dover Germany GmbH Konzerns wird durch den Abschluss eines Darlehensvertrages mit der Dover Luxembourg Participations S.à r.l. und die Einbeziehung in den europäischen Cash Pool gesichert.

IV.1.7 Steuerliche Risiken

Der Dover Germany Konzern ist hauptsächlich in der Bundesrepublik Deutschland ansässig und vertreibt seine Produkte weltweit. Er unterliegt somit zahlreichen deutschen und internationalen steuerlichen Gesetzen. Änderungen der Steuergesetze, der Rechtsprechung und der Auslegung durch die Finanzbehörden sowie Feststellungen der Steuerprüfungen können zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen und Einfluss auf die Steuerrückstellungen und Forderungen sowie die latenten Steuern haben. Die Betriebsprüfungen bei den deutschen Gesellschaften des Dover Konzerns für die Jahre 2008-2011 sind (formalrechtlich) abgeschlossen, für die Jahre 2012-2014 sind die Prüfungen noch im Gange. Finale korrigierte Steuerbescheide liegen für diese Zeiträume noch nicht vor.

IV.1.8 Zusammenfassende Beurteilung der Risiken

Die Analyse der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, hat ergeben, dass zum derzeitigen Zeitpunkt keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen oder für die Zukunft erkennbar sind.

IV.2 Chancenbericht

Aus der engeren Kooperation der verschiedenen Gesellschaften der Pumps & Process Solutions Gesellschaften ergeben sich Synergien, wobei insbesondere auch die Bündelung der Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten verstärkt werden soll. Durch die Einführung des Dover Operational excellence Modells, welches auf Kaizen beruht, werden auch weiterhin Produktivitätssteigerungen erwartet.

Für weitere Details im Prognosebericht der einzelnen Konzerngesellschaften verweisen wir darüber hinaus auf unsere Ausführungen im Wirtschaftsbericht.

IV.3 Zusammenfassender Ausblick

Der Sachverständigenrat für Wirtschaft hat in seiner aktualisierten Konjunkturprognose 2022 und 2023 5 deutlich gemacht, dass der Ukraine-Krieg die Unsicherheit über die wirtschafltiche Entwicklung beträchtlich erhöht, das Wachstum dämpft und zum Anstieg der Enerige- und Verbraucherpreise beiträgt.

Bezüglich der COVID-19-Krise geht der Sachverständigenrat davon aus, dass die ökonomischen Folgen im Rahmen der Omikron-Welle geringer ausfallen dürften als die vorangegangener Infektionswellen. Zwar besteht weiterhin das Risko neuer Virusvaranten, es ist aber davon auszugehen, dass der Einfluss der Pandemie auf die wirtschaftliche Aktivtät weiter zurückgehen dürfte.

Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat eine Zunahme des BIP um 1,8% für 2022 und für 3,6% für das Jahr 2023, im Euroraum liegen die Wachstumsprognosen jeweils bei 2,9%.

Der Konzern-Jahresabschluss 2021 der Dover Germany GmbH wurde auf der Grundlage der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt.

Da die Beeinflussung der geschäftlichen Aktivitäten des Konzerns von COVID-19 in der Vergangenheit gut kompensiert werden konnte, erwartet die Dover Germany GmbH für 2022 keine größeren negative Auswirkungen auf den Umsatz und das Ergebnis mehr.

Angesichts der sich ständig ändernden pandemischen Lage und den geplannten Konjunkturmaßnahmen sowohl durch die Europäische Union als auch durch die lokalen Regierungen in Europa und in den USA, sieht die Geschäftsführung weiterhin eine große Unsicherheit für die Quantifizierung der Auswirkungen für das kommende Geschäftsjahr. Dies ist stark von der Entwicklung der Pandemie im Herbst 2022 beeinflusst.

Dies gilt umso mehr für die ökonomischen Folgen des Ukraine-Kriegs, die sich vor allem aus den Unsicherheiten an den Rohstoffmärkten zeigen.

Bei Unterzeichnung des Konzernabschlusses 2021, ist dem Management der Dover Germany GmbH keine wesentliche Unsicherheit bekannt, welche die Unternehmensfortführung in Frage stellt.

Dieser Konzernlagebericht enthält bestimmte Aussagen über zukünftige Ereignisse und Entwicklungen sowie Angaben und Einschätzungen des Konzerns. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen beinhalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Leistungen, Entwicklungen und Ergebnisse des Konzerns oder der für den Konzern wesentlichen Branchen wesentlich (insbesondere in negativer Hinsicht) von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Eine Gewähr kann folglich für die zukunftsgerichteten Aussagen in diesem Konzernlagebericht nicht übernommen werden.

1 Eurostat, Schnellschätzung für das vierte Quartal 2021, Pressemitteilung vom 15.02.2022
2 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 14. 01.2022
3 Gemeinschaftsdiagnose 1-2022 "Von der Pandemie zur Energiekrise"
4 HWWI Pressemitteilung vom 05.04.2022
5 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Aktualisierte Konjunkturprogrnose 2022 und 2023 vom 30.03.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

EUR 31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 83.844
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.094.568,75 16.457.695
3. Geschäfts- oder Firmenwert 40.877.819,14 58.923.579
4. Geleistete Anzahlungen 741.158,08 8.550
53.713.545,97 75.473.668
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.165.540,60 17.553.898
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.969.230,36 5.180.698
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.590.502,95 4.745.984
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 341.355,10 406.169
31.066.629,01 27.886.749
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 784.186,52 784.187
784.186,52 784.187
85.564.361,50 104.144.603
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 35.935.298,71 23.410.642
2. Unfertige Erzeugnisse 18.814.096,45 9.886.945
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 28.951.947,08 26.508.944
4. Geleistete Anzahlungen 994.124,46 717.117
84.695.466,70 60.523.648
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 67.247.878,81 51.213.975
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 348.432.092,01 227.252.224
3. Sonstige Vermögensgegenstände 19.805.413,22 16.039.567
435.485.384,04 294.505.766
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 338.834,34 217.635
520.519.685,08 355.247.049
C. Rechnungsabgrenzungsposten 504.131,03 500.550
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 101.698.954,21 62.875.772
708.287.131,82 522.767.974

Passiva

EUR 31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 400.000,00 400.000
II. In Vorjahren mit Kapitalrücklagen verrechneter Geschäfts- oder Firmenwert -3.077.015,46 -3.077.015
III. Konzernbilanzverlust -99.424.672,26 -60.571.743
IV. Nicht beherrschende Anteile 402.733,51 372.987
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 101.698.954,21 62.875.772
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 34.562.772,00 32.304.323
2. Steuerrückstellungen 26.082.934,49 9.257.168
3. Sonstige Rückstellungen 28.977.141,66 23.387.728
89.622.848,15 64.949.219
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.758.952,02 29.608.263
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.420.511,55 10.470.069
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.220.039,62 30.307.115
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 515.926.954,73 371.368.726
5. Sonstige Verbindlichkeiten 7.039.881,28 6.425.614
610.366.339,20 448.179.787
E. Rechnungsabgrenzungsposten 832.885,79 781.870
F. Passive latente Steuern 7.465.058,68 8.857.098
708.287.131,82 522.767.974

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

EUR 2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 522.991.507,97 411.624.369
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1.322.332,96 -1.958.845
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 16.747,21 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.162.130,05 5.137.013
529.492.718,19 414.802.537
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 231.054.548,50 192.657.781
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.546.891,04 7.408.572
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 82.277.039,04 74.652.142
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.156.978,05 14.470.218
7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 26.803.089,97 26.067.901
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 116.659
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 47.927.247,43 39.372.822
411.765.794,03 354.746.096
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.481,36 187.406
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.905.816,03 8.159.572
-7.831.334,67 -7.972.166
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 38.603.371,94 19.476.360
12. Ergebnis nach Steuern 71.292.217,55 32.607.915
13. Sonstige Steuern 115.400,07 200.130
14. Konzernjahresüberschuss 71.176.817,48 32.407.784,33
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -60.571.743,37 -92.954.782
16. Gewinnausschüttung -110.000.000,00 0,00
17. Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -29.746,37 -24.746
18. Konzernbilanzverlust -99.424.672,26 -60.571.743

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Eigenkapitalentwicklung Gezeichnetes Kapital
TEUR
In Vorjahren mit Kapitalrücklagen verrechneter Geschäfts- oder Firmenwert
TEUR
Konzernbilanzverlust
TEUR
Stand 31.12.2018/1.01.2019 400 -3.077 -109.650
Konzernjahresüberschuss 2019 0 0 16.695
Stand 31.12.2019/1.01.2020 400 -3.077 -92.955
Konzernjahresüberschuss 2020 0 0 32.383
Stand 31.12.2020/1.01.2021 400 -3.077 -60.572
Ausschüttung 0 0 -110.000
Konzernjahresüberschuss 2021 0 0 71.147
Stand 31.12.2021 400 -3.077 -99.425
Eigenkapital des Mutterunternehmen Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Eigenkapitalentwicklung Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
TEUR
Zwischensumme
TEUR
TEUR TEUR
Stand 31.12.2018/1.01.2019 112.000 -327 327 0
Konzernjahresüberschuss 2019 -16.716 -21 21 0
Stand 31.12.2019/1.01.2020 95.284 -348 348 0
Konzernjahresüberschuss 2020 -32.408 -25 25 0
Stand 31.12.2020/1.01.2021 62.876 -373 373 0
Ausschüttung 110.000 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 2021 -71.177 -30 30 0
Stand 31.12.2021 101.699 -403 403 0

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

2021
EUR
2020
T€
Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 71.176.817 32.408
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 26.803.090 26.068
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 206.281 144
+ Saldo aus Zinsaufwendungen und Zinserträgen 7.831.335 7.972
- Saldo aus Zinsein- und -auszahlungen, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -269.233 -1.694
+ Ertragsteueraufwand 39.995.411 19.476
- Ertragsteuerzahlungen -21.777.605 -23.146
Veränderungen bei Aktiva und Passiva, bereinigt um Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
+ Zunahme der Rückstellungen 6.455.823 3.651
- Zunahme der Vorräte -24.171.818 -7.786
-/+ Zunahme der Forderungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -140.983.199 -68.674
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 128.160.840 82.724
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 93.427.742 71.144
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagevermögens 0,00 47
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.194.672 -651
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -7.234.457 -3.935
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -29.972
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.429.129 -34.511
- Ausschüttungen an Gesellschafter -110.000.000 0
-/+ Veränderung von Darlehen und Cashpoolsalden gegenüber der Gesellschafterin 32.534.000 -59.798
- Zinszahlungen -7.562.102 -6.279
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -85.028.102 -66.077
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -29.489 -29.443
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -29.390.628 52
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode -29.420.118 -29.391

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

1. Rechtliche Verhältnisse

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden von der Dover Germany GmbH, Stuttgart, (Amtsgericht Stuttgart HRB 774721) aufgestellt. Die Gesellschaft hält mit Ausnahme der APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG als Mutterunternehmen direkt oder indirekt jeweils 100 % der Anteile an den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften.

Die Anteile von Minderheiten an der APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG betragen unverändert 5,1 %.

2. Form und Inhalt des Konzernabschlusses

Für den Konzernabschluss werden die Vorschriften der §§ 290 bis 315 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BILRUG) sowie des GmbHG angewendet. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt. Das negative Eigenkapital hat keinerlei Implikationen auf die Fähigkeit der einbezogenen Unternehmen und des Mutterunternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit, da es vor allem konsolidierungstechnisch bedingt ist.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

3. Konsolidierungskreis und Angaben zum Anteilsbesitz

Der Konzern umfasst neben der Dover Germany GmbH als Konzernmuttergesellschaft die folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Konsolidierungskreis Direkte und indirekte Beteiligung
(in %)
Konsolidierungsvermerk *)
Dover Germany GmbH, Stuttgart
DESTACO Europe GmbH, Oberursel 100,00 voll
Markem-Imaje GmbH, Stuttgart 100,00 voll
Markem-Imaje CSAT GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen 100,00 voll
BlitzRotary GmbH, Bräunlingen 100,00 voll
PSG Germany GmbH, Duisburg 100,00 voll
Swep Germany GmbH, Hildesheim 100,00 voll
Colder Products Company GmbH, Mörfelden-Walldorf 100,00 voll
Maag Germany GmbH, Großostheim-Ringheim 100,00 voll
APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Großostheim 94,90 voll
Automatik Plastics Maschinery (Shanghai) Co Ltd, Shanghai, China 100,00 N
Automatic Plastics Maschinery (Taiwan) Ltd., Taipai City, Taiwan 100,00 N
Automatic Plastics Maschinery Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00 N
Ettlinger Kunststoffmaschinen GmbH, Königsbrunn 100,00 voll
Advansor Germany GmbH, Hanau 100,00 voll
Em-tec GmbH, Finning 100,00 voll

*) voll = in den Konzernabschluss auf dem Wege der Vollkonsolidierung gemäß § 300ff. HGB einbezogen

In Folge des jeweils geringen Geschäftstransaktionsvolumens sowie der Größe der einzelnen Unternehmen in Bezug auf die Finanzkennzahlen des Konzerns, werden in der Anteilbesitzliste die mit N gekennzeichneten Konzernunternehmen von der Geschäftsleitung im Hinblick auf die Unternehmensentscheidungen nicht aktiv gesteuert und sind von untergeordneter Bedeutung.

Vor diesem Hintergrund ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Unternehmen sowohl einzeln, als auch hinsichtlich der gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht einbezogenen Unternehmen zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, da sowohl einzeln als auch bei den nach § 296 Absatz 2 HGB nicht einbezogenen Unternehmen in Summe der Umsatz, das Eigenkapital sowie das Jahresergebnis weniger als 5 Prozent bezogen auf die entsprechenden Posten des Konzernabschlusses betragen.

Die folgenden einbezogenen Gesellschaften haben von den Befreiungsvorschriften hinsichtlich der Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften, Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse gem. § 264 Abs. 3 bzw. § 264b Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht:

DESTACO Europe GmbH, Oberursel (Amtsgericht Bad Homburg v.d. Höhe HRB 4699)

Markem-Imaje GmbH, Stuttgart (Amtsgericht Stuttgart HRB 23533)

Markem-Imaje CSAT GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen (Amtsgericht Mannheim HRB 104765)

BlitzRotary GmbH, Bräunlingen (Amtsgericht Freiburg i. Br. HRB 611811)

PSG Germany GmbH, Duisburg (Amtsgericht Duisburg HRB 31224)

Colder Products Company GmbH, Mörfelden-Walldorf (Amtsgericht Darmstadt HRB 97777)

Maag Germany GmbH, Großostheim-Ringheim (Amtsgericht Aschaffenburg HRB 10433)

APM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Großostheim (Amtsgericht Aschaffenburg HRA 4730)

SWEP Germany GmbH, Hildesheim (Amtsgericht Hildesheim HRB 205993)

Ettlinger Kunststoffmaschinen GmbH, Königsbrunn (Amtsgericht Augsburg HRB 9968)

Advansor Germany GmbH, Oberursel (Amtsgericht Stuttgart, HRB 15099)

Em-tec GmbH, Finning (Amtsgericht Augsburg, HRB 108333)

4. Wesentliche Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises

Die Tochtergesellschaft XanTec Steuerungs- und EDV-Technik GmbH, Kevelaer-Kervenheim, wurde im Berichtsjahr auf die Tochtergesellschaft Maag Germany GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung wurde mit Eintragung im Handelsregister am 16.12.2021 wirksam und hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

5. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung von Tochterunternehmen, die nach dem 31. Dezember 2009 beginnenden Geschäftsjahren erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wurden, erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Die Erstkonsolidierung erfolgt jeweils auf der Grundlage der Wertansätze der Tochterunternehmen gemäß § 301 Absatz 1 Satz 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist bzw. gemäß §§ 301 Absatz 2 Satz 3 i.V.m. Satz 4 HGB auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss.

Dabei wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Für Erstkonsolidierungen von Tochterunternehmen wurde in Geschäftsjahren, die vor dem 1. Januar 2010 begonnen haben die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB aF) auf der Grundlage der Wertansätze der Anteile an den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zum Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen. Dabei werden die vorhandenen Beteiligungsbuchwerte gegen das anteilige Eigenkapital aufgerechnet.

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ist der 1. Januar 1999 bzw. der Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt der jeweiligen Gesellschaft.

Soweit positive Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert wurden, werden diese planmäßig linear über die Geschäftsjahre verteilt, in denen er voraussichtlich genutzt wird. Kann die voraussichtliche Nutzungsdauer in Ausnahmefällen nicht verlässlich geschätzt werden, werden 10 Jahre zugrunde gelegt. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern der Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 4 bis 10 Jahre.

Die zum Stichtag ausgewiesenen Restbuchwerte der im Rahmen von Erstkonsolidierungen aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte betragen in der Summe T€ 26.096 (Vorjahr: T€ 40.340). Der Rückgang ist auf die jährliche Abschreibung zurückzuführen.

Die positiven Unterschiedsbeträge, die nicht den Charakter eines Firmenwerts haben und infolgedessen mit Kapitalrücklagen verrechnet wurden, resultierten bei der Markem-Imaje GmbH, Stuttgart, aus entstandenen Verlusten zwischen Erwerbszeitpunkt und Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung. Aufgrund der ausschüttungsbedingten Auflösung der Kapitalrücklage in Vorjahren erfolgt nunmehr der bilanzielle Ausweis unter einer gesonderten Position im Eigenkapital.

Auf die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgten Abschreibungen von T€ 14.244 (Vorjahr: T€ 13.550).

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Ausleihungen sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert.

Auf eine Zwischenergebniseliminierung wird gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Herausrechnung der Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

6. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in Vorperioden angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen.

Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Einzelgesellschaften mussten nicht im Wege des § 308 HGB an eine konzerneinheitliche Bewertung angepasst werden, da die Bilanzierung und Bewertung aufgrund der von der Dover Germany vorgegebenen Bilanzierungsrichtlinien grundsätzlich nach den für das Mutterunternehmen geltenden Grundsätzen erfolgt ist.

Folgende Bewertungsmethoden kamen zur Anwendung:

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 4 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer basiert dabei auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere das 'know-how' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommenen wurden.

Die Abschreibungen erfolgen bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren und beim übrigen beweglichen Anlagevermögen linear oder degressiv über 3 bis 10 Jahre. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Zugänge im Rahmen der Erstkonsolidierung werden nach der Bruttomethode in den Konzernanlagenspiegel aufgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben, wobei deren sofortiger Abgang unterstellt wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, sowie bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vermindert um notwendige Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Anschaffungsnebenkosen sowie Anschaffungspreisminderungen werden entsprechend berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den dem Fertigungsgrad entsprechenden aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Die aktivierungspflichtigen Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Finanzierungskosten werden nicht einbezogen.

Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wie auch bei den Waren wird das Prinzip der verlustfreien Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Abschläge für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalabwertung in ausreichendem Maße Rechnung getragen.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennbetrag.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem zum Bilanzstichtag geltenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 % (Vorjahr: 2,30 %). Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB, der sich aufgrund des geänderten durchschnittlichen Rechnungszinses ergibt, beläuft sich auf T€ 14.378 (Vorjahr: T€ 11.835). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 0,0 % bis 2,5 % (Vorjahr: 0,0 % bis 2,5 %) und Rentensteigerungen von jährlich 1,75 % bis 2,0 % (Vorjahr: 1,75 %) zugrunde gelegt.

Die übrigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag passiviert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Verpflichtungen aus ungewissen Verbindlichkeiten.

Die erhaltenen Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet. Die übrigen Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Unabhängig davon werden im Konzernabschluss latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen bzw. der Neubewertung des Eigenkapitals einbezogener Tochtergesellschaften gebildet, die zu Unterschieden in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz führen.

Von dem Wahlrecht des § 306 Satz 6 HGB, die latenten Steuern aus Konsolidierungsvorgängen mit dem Posten nach § 274 HGB zusammen zu fassen, wird kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt wie im Vorjahr ein effektiver Steuersatz von 28,075 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,250 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 390 %.

7. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2021 ist im Konzernanlagengitter dargestellt.

Forderungen

Davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.117 916

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 348.432 (Vorjahr: T€ 227.252) resultieren im Wesentlichen aus Cashpool-Forderungen gegen Gesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises. Forderungen gegen die Gesellschafterin aus dem Cashpool bestehen in Höhe von T€ 326.949 (Vorjahr: T€ 220.511).

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im wesentlichen Ansprüche aus Rückzahungen aus den teilweise abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfungen und deren Folgewirkungen.

Entwicklung des Eigenkapitals

Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens von T€ 88.214 zusammen mit dem Gewinnvortrag des Vorjahres auf neue Rechnung vorzutragen. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von T€ 110.000 an die Gesellschafterin Dover Luxembourg Participations S.à.r.l., Luxemburg (Vorjahr: T€ 0).

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen zum 31. Dezember 2021 insbesondere sonstige Personalaufwendungen, Prüfungs- und Beratungskosten, Boni-, Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Provisionen.

Verbindlichkeiten

31.12.2021 Davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.759 29.759 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.420 18.420 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.220 39.220 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 515.927 359.685 156.242
Sonstige Verbindlichkeiten 7.040 6.927 113
Summe Verbindlichkeiten 610.366 454.011 156.355
31.12.2020 Davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.608 29.608 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.470 10.470 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.307 30.307 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 371.369 219.678 151.691
Sonstige Verbindlichkeiten 6.426 6.426 0
Summe Verbindlichkeiten 448.180 296.489 151.691

Die Verbindlichkeiten sind, abgesehen von geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalten, unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Cash Pool-Verbindlichkeiten sowie aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Cashpool sowie Darlehensverbindlichkeiten bestehen insgesamt in Höhe von T€ 504.912 (Vorjahr: T€ 365.940) und aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 543 (Vorjahr: T€ 824). Es bestanden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 800 (Vorjahr T€ 752) Steuern und mit T€ 30 (Vorjahr: T€ 54) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.

Latente Steuern

Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach der Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern in Höhe von T€ 5.776. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den höheren steuerrechtlichen Ansätzen der Vorratsbestände bzw. der niedrigeren steuerrechtlichen Bewertung der Pensionsrückstellungen im Vergleich zu den korrespondierenden handelsrechtlichen Wertansätzen.

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen wie im Vorjahr aus den in der Handels- und Steuerbilanz vorliegenden Differenzen aus dem Geschäfts- oder Firmenwert.

Die Aktivierung eines Überhangs der aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB.

Die gemäß der Konzeption des § 306 HGB auszuweisenden Steuerlatenzen resultieren aus folgenden Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen und der Neubewertung von Bilanzposten im Rahmen der Erstkonsolidierungen:

Bilanzposten Differenz
T€
Steuersatz
Prozent
Aktive latente Steuern (Saldiert mit passiven latenten Steuern)
T€
Gewerbliche Schutzrechte 8.758 28,075% -2.459
Grundstücke und Gebäude 6.407 28,075% -1.799
Kundenstammrechte 11.425 28,075% -3.208
-7.465

Zum Bilanzstichtag ergibt sich ein Betrag in Höhe von T€ 7.465 (Vorjahr: T€ 8.857), der als passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen wird.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Konzernkreis bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und Gewährleistungen in einem Gesamtvolumen von T€ 25.418 (Vorjahr: T€ 18.960). Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen ist derzeit nicht absehbar, da die zugrunde liegenden Verträge fristgerecht bedient werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen wie folgt:

Kurzfristig (bis 1 Jahr)
T€
Mittelfristig (2 bis 4 Jahre)
T€
Langfristig (Größer 5 Jahre)
T€
Miet- und Leasingverpflichtungen 835 4.446 4.384

Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Von den angegebenen Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine zu Gunsten bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen.

8. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufteilung nach Geschäftsfeldern und Regionen:

Regionen
Branchen Deutschland
T€
Übriges Europa
T€
Übriges Ausland
T€
Summe
T€
Summe Vorjahr
T€
Engineered Products 126.666 72.013 70.590 269.269 117.788
Imaging & Identification 43.944 3.286 89 47.319 47.717
Pumps & Process Solutions 46.599 74.188 85.617 206.404 246.119
Summe 217.209 149.487 156.296 522.992
Summe Vorjahr 203.049 100.344 108.231 411.624 411.624

Sonstige betriebliche Erträge

Im Geschäftsjahr fielen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 734 (Vorjahr: T€ 1.087) an. Im Berichtsjahr wurden die wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.404 (Vorjahr: T€ 1.009) realisiert. Im Vorjahr wurden zusätzlich Erträge aus Liquidation von Tochtergesellschaften in Höhe von T€ 1.434 realisiert.

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 4.866 (Vorjahr T€ 1.548) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 1.142 (Vorjahr T€ 1.015) an. Periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 467 (Vorjahr: T€ 115) entfallen im Wesentlichen auf einbehaltene Mietaufwendungen aus dem Jahr 2020, Abschreibungen auf uneinbringliche Forderungen sowie auf Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 4) enthalten.

Zinserträge von verbundenen Unternehmen fielen weder im Berichts- noch im Vorjahr an.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In diesem Posten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von T€ 474 (Vorjahr T€ 942) enthalten.

Die Zinsaufwendungen betreffen mit T€ 6.190 (Vorjahr T€ 6.021) Zinsen an verbundene Unternehmen und mit T€ 57 (Vorjahr T€ 0) Zinsen auf Steuernachzahlungen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Von dem Steueraufwand entfallen auf Vorjahre T€ 486 (Vorjahr € 1.022). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen Ertrag aus der Auflösung passiver latenter Steuern in Höhe von T€ 1.392 (Vorjahr: Zuführung T€ 840).

9. Honorar des Abschlussprüfers

Als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 wurde die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt. Die Aufwendungen für Honorare betrugen im Geschäftsjahr 2021 insgesamt T€ 316 (Vorjahr T€ 303). Diese entfallen vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen und enthalten angefallene Auslagen.

10. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds der zum Konzernjahresabschluss gehörenden Kapitalflussrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

2021
T€
2020
T€
Flüssige Mittel 339 218
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -29.759 -29.608
Gesamt -29.420 -29.391

11. Mitarbeiter

(Jahresdurchschnitt)

2021 2020
Angestellte 805 826
Gewerbliche Arbeitnehmer 428 388
Gesamt 1.233 1.214

12. Angabe zu Geschäften mit nahestehenden Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält der Konzern Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Der Konzern unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen Bezug und Erbringung von Dienstleistungen sowie Finanzierungen/Cashpooling. Die Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen sind marktüblich.

Es bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu weiteren nahe stehenden Personen, insbesondere zu Mitgliedern der Geschäftsführung.

13. Zusammensetzung der Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind die nachfolgenden Damen und Herren bestellt:

 

Heike Feldmann, Program Manager, Finance Process Improvements, Rottenburg

 

Lionel Essé, Finance Director, Luxemburg (bis 31.05.2022)

 

Rachid Amir, Reporting & Accounting Manager Europe, Longlaville, Frankreich (ab 1.06.2022)

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021 sind gemäß § 314 Abs. 3 i.V.m. § 286 Abs. 46 HGB unterblieben, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge eines Mitglieds dieser Organe feststellen lassen. Pensionszusagen wurden aktiven oder ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsleitung nicht erteilt.

14. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Blick auf die anhaltende, jedoch abgeschwächte Coronavirus-Pandemie als Ereignis nach dem Konzernabschlussstichtag ergeben sich derzeit auch weiterhin Auswirkungen auf den internationalen Transport, den Reiseverkehr, industrielle Logistikketten sowie Produktionskapazitäten, sowohl in Deutschland als auch weltweite. Der Konzern ist von den genannten Auswirkungen jedoch nicht negativ betroffen.

Bei dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 handelt es sich um ein wertbegründendes Ereignis nach dem Bilanzstichtag. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges stellt eine externe Gefahr für das Unternehmen dar. So können sowohl die aktuellen als auch mögliche weitere zukünftige Sanktionen bzw. deren direkten Auswirkungen auf die globale Wirtschaft sowie die weltweiten Waren- und Zahlungsströme unser Ergebnis belasten. Aufgrund des vergleichsweisen geringen Umfangs der dortigen Geschäftsaktivitäten unserer Gruppe hinsichtlich Umsatzvolumen- und Lieferantenbasis sowie unterbrochenen Frachtwagen sehen wir derzeit daraus keine wesentliche Auswirkunge auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Grundsätzlich ist dabei jedoch zu berücksichtigen, dass die Auswirkungen des Krieges zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses mit einer hohen Unsicherheit behaftet und derzeit noch nicht vollumfänglich vorhersehbar sind.

Am 31. März 2022 verkauft die Dover Fluids UK Ltd., Weymouth, Großbritannien, ein verbundenes Unternehmen der Dover Corporation Gruppe, eine ihrer Tochtergesellschaften, die Quantex Arc Limited, London, Großbritannien, an die em-tec GmbH (seit März 2020 Tochtergesellschaft der Dover Germany GmbH) im Rahmen einer internen und rechtlichen Umstrukturierung.

Am 2. Mai 2022 verkaufte die Dover Luxembourg Participations S.à.r.l. eines ihrer Tochterunternehmen, die Rego Holding GmbH, Gladenbach, an die Dover Germany GmbH. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Konzernabschlusses war zwischen den beiden Gesellschaften noch kein Ergebnisabführugnsvertrag geschlossen.

15. Konzernzugehörigkeit

Konzernobergesellschaft ist die Dover Corporation, 3005 Highland Parkway, Suite 200, 60515 Downers Grove, Illinois/USA, wo der nach US-Rechnungslegungsgrundsätzen (US-GAAP) aufgestellte Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis, dem die Dover Germany GmbH als Tochterunternehmen angehört, erhältlich ist.

 

Stuttgart, den 29. Juni 2022

Dover Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Rachid Amir

Heike Feldmann

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 94.882,67 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.977.653,89 377.064,15 60.358,18
3. Geschäfts- oder Firmenwert 257.857.663,96 85.000,00 238.253,02
4. Geleistete Anzahlungen 8.550,00 732.608,08 0,00
307.938.750,52 1.194.672,23 298.611,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 26.150.018,85 359.563,08 321,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.639.416,58 4.402.235,55 2.857.218,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.674.741,64 2.344.518,09 589.230,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 406.168,84 128.140,50 149.249,99
79.870.345,91 7.234.457,22 3.596.020,05
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.269.554,75 0,00 0,00
5.269.554,75 0,00 0,00
393.078.651,18 8.429.129,45 3.894.631,25
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -94.882,67 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.837,00 50.371.196,86
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 257.704.410,94
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 741.158,08
-18.045,67 308.816.765,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -8.040,35 26.501.220,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.327,25 33.185.760,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.463,02 23.498.492,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -43.704,25 341.355,10
18.045,67 83.526.828,75
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.269.554,75
0,00 5.269.554,75
0,00 397.613.149,38
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 11.038,67 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.519.959,09 4.826.876,21 57.758,18
3. Geschäfts- oder Firmenwert 198.934.085,25 18.130.759,57 238.253,02
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
232.465.083,01 22.957.635,78 296.011,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8.596.120,43 751.580,03 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.458.718,72 1.563.523,09 2.804.132,70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.928.757,33 1.530.351,07 588.205,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
51.983.596,48 3.845.454,19 3.392.338,61
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.485.368,23 0,00 0,00
4.485.368,23 0,00 0,00
288.934.047,72 26.803.089,97 3.688.349,81
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte -11.038,67 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -12.449,01 38.276.628,11
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 216.826.591,80
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
-23.487,68 255.103.219,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten -12.020,48 9.335.679,98
2. Technische Anlagen und Maschinen -1.579,00 25.216.530,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.087,16 17.907.989,65
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
23.487,68 52.460.199,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 4.485.368,23
0,00 4.485.368,23
0,00 312.048.787,88
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 83.844,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.094.568,75 16.457.694,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 40.877.819,14 58.923.578,71
4. Geleistete Anzahlungen 741.158,08 8.550,00
53.713.545,97 75.473.667,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 17.165.540,60 17.553.898,42
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.969.230,36 5.180.697,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.590.502,95 4.745.984,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 341.355,10 406.168,84
31.066.629,01 27.886.749,43
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 784.186,52 784.186,52
784.186,52 784.186,52
85.564.361,50 104.144.603,46

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dover Germany GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dover Germany GmbH, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dover Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 29. Juni 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Norbert Linscheidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Noß, Wirtschaftsprüferin

Gesellschafterbeschluss Shareholders' Resolution
der of
Dover Germany GmbH
Dover Luxembourg Participations S.à.r.l., eingetragen im Registre de Commerce et des Sociétés von Luxemburg unter B 202022 Dover Luxembourg Participations S.à.r.l., registered with the Registre de Commerce et des Sociétés of Luxembourg under B 202022
- nachstehend "Dover Luxembourg" - - hereinafter "Dover Luxembourg" -
ist die alleinige Gesellschafterin is the sole shareholder of
Dover Germany GmbH
- nachfolgend die "Gesellschaft" - hereinafter the "Company" -
mit Sitz in Stuttgart und eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der HRB 774721. with its registered seat at Stuttgart and registered with the Commercial Register of the Local Court of Stuttgart under HRB 774721.
Unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz und/oder Gesellschaftsvertrag vorgesehenen oder sonstigen Form- und Fristerfordernisse für die Einberufung sowie die Durchführung einer Gesellschafterversammlung und das Fassen von Gesellschafterbeschlüssen hält Dover Luxembourg hiermit eine Waiving all requirements imposed by law and/or the articles of association of the Company or other requirements as to form and notice in respect of convening and conducting a shareholders' meeting as well as the passing of shareholders' resolutions, Dover Luxembourg hereby holds a
Gesellschafterversammlung Shareholders' Meeting
der Gesellschaft ab und beschließt was folgt: of the Company and resolves as follows:
1. Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss von 88.213.957,73 Euro sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 werden hiermit festgestellt. 1. The annual accounts as of 31 December 2021 of the Company presented by the Management Board and resulting in a net income of 88,213,957.73 Euro as well as the group annual accounts as of 31 December 2021 are herewith adopted.
2. Der Jahresüberschuss in Höhe von 88.213.957,73 Euro wird für neue Rechnung vorgetragen. 2. The net income of 88,213,957.73 Euro shall be carried forward.
3. Den in 2021 bestellten Geschäftsführern der Gesellschaft, Heike Feldmann und Lionel Essé, wird für die Zeit ihrer jeweiligen Bestellung als Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2021 jeweils einzeln Entlastung erteilt. 3. The managing directors of the Company in 2021, Heike Feldmann and Lionel Essé - each of them individually - are being discharged for the period of their respective appointment as managing director in the business year 2021.
Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst. Die Gesellschafterversammlung wurde daraufhin geschlossen Further resolutions were not passed. The shareholders' meeting was closed thereupon.
Im Zweifelsfalle ist der deutsche Text dieses Gesellschafterbeschlusses maßgeblich. In case of doubt, the German version of this shareholders' resolution shall prevail.

 

Luxemburg / Luxembourg, 28. September 2022

Dover Luxembourg Participation S.à r.l.

by its Managing Directors:

Rachid Amir

Valerie Fisson

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 28. September 2022 gebilligt.

Nachrichten & Medien

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Aktueller Abdruck
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