Bosch KWK Systeme GmbHLiquidiert

35576 Wetzlar, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 1555
Vorher
Köhler & Ziegler Anlagentechnik GmbH
Eingetragen
27.6.1988
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Gegenstand
Die Beratung, Planung und Erstellung von Industrieanlagen, speziell auf dem Gebiet der Energie- und Wärmetechnik sowie der Handel und der Vertrieb von Ausrüstungen für Industrieanlagen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Oliver Rotmann
seit 21.1.2021
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Köhler & Ziegler Anlagentechnik GmbH

Lollar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 und Lagebericht 2009

Lagebericht

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Betriebswirtschaftliche Situation

Das Jahr 2009 war geprägt von der parallelen Entwicklung mehrerer neuer Produktlinien sowie deutlichen Steigerungen bei Absatz und Umsatz (+ 37 %). Durch den Bestandsabbau wird die Entwicklung etwas überzeichnet, der Anstieg der Gesamtleistung von + 23 % bildet das Jahr besser ab. Auch die Auftragseingänge außerhalb der Schmack-Gruppe waren sehr erfreulich. Eine Zunahme im Bereich Großprojekte für Schmack Italien konnte den katastrophalen Trend der restlichen Schmack-Gruppe etwas kompensieren. Hiermit verbunden war aber eine weitere Steigerung des Materialanteils.

Noch bevor die Altgesellschafterin, die Schmack Biogas AG, am 22. Oktober 2009 Insolvenz anmeldete, veräußerte diese ihre Anteile in Höhe von 50,2 % an uns an den weiteren Gesellschafter, Herrn Helmut Ziegler, mit Wirkung zum 12. Oktober 2009. Mit Vertrag vom 18. Dezember 2009 und mit Wirkung zum 1. März 2010 wurden sämtliche Anteile an die Bosch Thermotechnik GmbH (TTDE), Wetzlar, veräußert. Somit gehörten wir zum Abschlussstichtag nicht mehr zum Konzern der Schmack Biogas AG und werden ab 2010 in den Bosch-Konzernabschluss einbezogen.

Die enormen Schwankungen innerhalb des Konzerns bis ins dritte Quartal 2009 hinein und die letztliche Insolvenz der Schmack Biogas AG haben natürlich tiefe Spuren hinterlassen. Nur eine ausgeglichene Kundenstruktur konnte sicherstellen, dass sich die zunächst gespannte Lage bei Kunden und Lieferanten schnell beruhigte. Zwar haben wir bislang keine Zahlungsausfälle aufgrund der Insolvenz zu verzeichnen, jedoch waren die Projektverschiebungen, Budgetkürzungen und Zahlungsverzögerungen im vierten Quartal 2009 nicht mehr vollständig zu kompensieren. Zusammen mit den erwähnten Vorleistungen bei den Produktentwicklungen, die in Erwartung des zukünftigen Geschäfts mit der neuen Gesellschafterin TTDE ungebremst weiterliefen, haben wir daher das Jahr mit einem negativen Ergebnis von TEUR -300 abgeschlossen.

Marktsituation

Der nun über die letzten Jahre anhaltende Einbruch im Biogasbereich sorgte letztlich für die Insolvenz der Schmack-Gruppe in Deutschland. Mittlerweile hat Viessmann die Gruppe übernommen, und das Geschäft zieht seit März 2010 wieder an. Insbesondere im Italien-Markt sind sehr erfreuliche Auftragseingänge zu verzeichnen. Generell ist das Geschäft mit Schmack durch Abnahmeverpflichtungen für die Jahre 2010 und 2011 abgesichert.

Im Erdgasgeschäft geht die Aufwärtsentwicklung durch die Zusammenarbeit mit unserer neuen Gesellschafterin Bosch Thermotechnik GmbH, Wetzlar, weiter. Im Klärgasbereich ist die Marktlage auf dem Niveau der Vorjahre.

Von den Auslandsmärkten wird derzeit Österreich über einen dort ansässigen Partner intensiv bearbeitet. Angesichts der Vergütungssituation in Italien hat sich dieser interessante Markt erfreulich entwickelt. Darüber hinaus wird über unsere neue Gesellschafterin der osteuropäische Markt anvisiert.

Durch unsere Produkte ORC (in der dritten Generation), MEA-Wäsche, Thermische Nachverbrennung und Biogas-Verdichterstationen erwarten wir für die Zukunft weiterhin nennenswerte Umsätze.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme ist von TEUR 10.719 auf TEUR 9.387 gesunken. Ursache sind im Wesentlichen die von TEUR 6.175 auf TEUR 3.792 gesunkenen unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen, während die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sich auf dem Stand des Vorjahres bewegen und die Forderungen einen Anstieg um TEUR 263 zeigen. Auf der Passivseite steht dem vor allem ein Rückgang der erhaltenen Anzahlungen (die im Vorjahr zudem unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden) von TEUR 4.851 auf TEUR 3.218 gegenüber.

Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 885 auf TEUR 1.095 gestiegen. Ursächlich hierfür sind erhöhte Rückstellungen im Personalbereich und für noch auszuführende Arbeiten.

Die Umsätze sind im Berichtsjahr von TEUR 17.115 auf TEUR 23.522 gestiegen. Die Gesamtleistung liegt mit TEUR 21.304 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 17.372), ebenso der Rohertrag mit TEUR 7.780 (TEUR 6.551). Insbesondere die Belastungen nach der Insolvenz der Schmack Biogas AG (Projektverschiebungen, Budgetkürzungen und Zahlungsverzögerungen) konnten die positive Entwicklung in der Absatz- und Umsatzsteigerung nicht widerspiegeln. Hieraus resultiert ein negatives EBIT in Höhe von TEUR -153 (Vorjahr TEUR 140). Unter Hinzuziehung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe TEUR -300 (im Vorjahr Jahresüberschuss von TEUR 7).

Auftragslage

Die Auftragseingänge seit der letzten ordentlichen Gesellschafterversammlung im September 2009 waren per Saldo bis heute erfreulich. Nach einem Knick im vierten Quartal 2009 sowie in den ersten beiden Monaten 2010 haben wir deutlich zugelegt und liegen Mitte April 2010 bereits ca. 10 % über Vorjahr.

Die erfreuliche Auftragslage werden wir mit unserer neuen Gesellschafterin nutzen, um in den kommenden Jahren mit Umstrukturierungen und Optimierungen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum zu legen.

In Summe wurden von Köhler & Ziegler bisher 817 Module mit einer Leistung von ca. 131,6 MW gefertigt.

Ergänzende Produkte

Zusätzlich zu den eigentlichen Gasmotor-Blockheizkraftwerken werden von Köhler & Ziegler weiterhin angeboten:

ORC-Anlagen:

Das Marktpotenzial im Biogassektor ist noch immer stark von der Bonusregelung abhängig. Zusatzmärkte für die ORC-Anlagen sind Erdwärme und industrielle Abwärme. Hierauf konzentrieren wir die Weiterentwicklung. In 2009 wurde die erste Anlage verkauft. Weitere Bestellungen zeichnen sich ab.

BHKW mit Dampf-Schraubenmotor (DSM):

Das in Kooperation mit der Firma IDEA, Dortmund, errichtete und von der EU geförderte Projekt mit 840 kW elektrischer Leistung in Hartberg/Österreich ist sehr gut angelaufen und hat die Planvorgaben übererfüllt. Für dieses Produktsegment wurden uns unter den Nummern 10339880 und -881 zwei Verfahrenspatente erteilt.

Notstromaggregate (auf Basis von Dieselmotoren und Gasmotoren)

Netzersatzanlagen (auf Gasmotorbasis)

Gasreinigungsanlagen für Entschwefelung und Siloxanreduzierung

Anlagen mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung (Absorptionskälteanlagen)

technische Dienstleistungen Eigen- und Fremdanlagen: Austausch von Motoren, Modernisierung von Schaltanlagen und Nachrüstung von Notkühlern und Abgaswärmetauschern (Kläranlagen).

TNV zur Einhaltung (Unterschreitung) der ab 2009 geltenden neuen Grenzwerte für die Emission von Formaldehyd und Methan (CH 4) mit staatlichen Fördermöglichkeiten.

Künftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Das Jahr 2010 wird für unser Unternehmen Entwicklungen in die richtige Richtung bringen. Der Eintritt und die Bearbeitung internationaler Märkte durch die strategische Integrierung in die Bosch-Gruppe werden für uns mit einem enormen Wachstum verbunden sein. Die Serienfertigung der Bosch-Buderus-Module (ab 20 kW) ist im vergangenen Jahr ein fester Bestandteil unserer Produktpalette geworden. Die Entwicklung der 5 kW- und 10 kW-Module wird derzeit vorangetrieben. Im Rahmen des Bosch-Weltkonzerns erwarten wir für die nächsten Jahre ein kontinuierliches Wachstum, dessen Ausmaß und Richtung in Abstimmung mit den strategischen Zielen des neuen Eigentümers erfolgen wird. Durch Synergien innerhalb des Konzerns beispielsweise im Bereich Service erwarten wir enorme Potenziale.

Eckpunkte unserer Strategie sind:

Weitere Forcierung bei Biogas-BHKW's im In- und Ausland, da hier die Rahmenbedingungen (Einspeisevergütung EEG EU-weit) weiterhin gute Absatzchancen bieten und wir in diesem Segment eine langjährige und sehr gute Marktstellung haben.

Ausnutzung der Erfahrung bei den Pilotprojekten der letzten Jahre (kombinierte Notstrom-/Dampf-/Kälteerzeugung), die uns im Markt als Systemanbieter etabliert haben.

Weiterentwicklung der Entschwefelungs- und Siloxanreduktionsverfahren im Klär- und Biogasbereich mit Schwerpunkt biologische Entschwefelungsanlagen für industrielle Anwendungen (z.B. Papierfabrik).

Bei den ORC-Projekten sehen wir beachtliches Potenzial für die nächsten Jahre. Die Weiterentwicklung sieht eine kostengünstigere Variante vor. Für die bonusoptimierte Wärmeauskopplung wurde das europäische Patent Nr. 102005048795 erteilt.

Zusammen mit Schmack Italien wurde ein 1.000 kW AiO-Container entwickelt und die erste Anlage im Dezember 2008 ausgeliefert. Seitdem entwickelt sich der Markt aufgrund u.a. der Einspeisevergütungen für uns erfreulich. Unsere Kapazitäten für den italienischen Markt sind ausgelastet.

Nach einer Warteschleife im Schmack-Konzern (konkurrierendes Verfahren) erwarten wir uns auch von der MEA-Wäsche wieder Potential. Der Markt ist enorm, da BHKW's dann am Ort der Wärmeabnahme gebaut werden können, während derzeit die Wärmenutzung der Biogas-BHKW's meist unzureichend ist. Speziell die großen Energieversorger interessieren sich für diese Technik.

Durch die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG), des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG) und des Gaseinspeisegesetzes (GEG) im Jahr 2009 ist der Erdgasbereich wieder gewachsen.

Die Integrierung in die Bosch-Gruppe hat unserem Unternehmen mittlerweile einen konstanten Auftragsbestand und eine Grundlast gesichert.

Außerhalb von Italien, Österreich und den indirekten Lieferungen über die TTDE steht derzeit das Auslandsgeschäft nicht im Vordergrund. Hier ist aber bereits mittelfristig in Zusammenarbeit mit der TTDE und analog bestehender Vertriebs- und Serviceorganisationen eine Ausweitung für die Länder Großbritannien, Niederlande, Frankreich und Italien geplant.

Risiken sehen wir für unser Unternehmen in externen Entwicklungen, auf die wir keinen bzw. nur geringen Einfluss haben: Da ist zum einen die Abhängigkeit von staatlichen Rahmenbedingungen, die sich verändern können. Insbesondere die Diskussionen im Vorfeld von neuen Regelungen/Gesetzen bewirken Unsicherheiten bei den Investoren, so dass sich Projekte verschieben können. Die Preisveränderungen bei Rohstoffen sowie auf der Kundenseite bei den "Brennstoffen" erschweren das Geschäft zusätzlich. Zudem lockt naturgemäß einer der letzten lokalen Wachstumsmärkte immer wieder neue Wettbewerber an, die sich fast immer über den Preis definieren.

Insgesamt sehen wir dem Jahr 2010 optimistisch entgegen. Die grundsätzlichen Aussichten der Branche sind weiter gut, und für unser Unternehmen zeigen die Planungen aufgrund der abgeschlossenen Rahmenverträge und Konzernvorgaben eindeutig nach oben. In Verbindung mit den erheblichen Vorleistungen, die wir erbringen mussten, und dem damit einher gehenden erhöhten Kapitalbedarf können wir nun den jeweiligen Projektabschlüssen positiv entgegen sehen. Auch der Auftragseingang der letzten Wochen zeigt einen eindeutigen Aufwärtstrend und bestätigt somit unsere optimistischen Aussichten für das laufende Jahr.

Einschätzung Umsatz und Ergebnis für 2010 und 2011

Für 2010 und 2011 gehen wir von einem Umsatz in Höhe von über € 26 Mio. aus. Die endgültige Umsatzhöhe ist abhängig von der Fertigstellung und Abnahme unserer Anlagen, worauf wir nur zum Teil Einfluss haben. Durch den Wegfall der Sonderbelastungen streben wir auf vergleichbarer Basis in 2010 und 2011 ein insgesamt positives Ergebnis an. Allerdings können wir derzeit nicht absehen, welche Kosten uns aus dem Integrationsprozess in den Bosch-Konzern (IT, Personal, bauliche Maßnahmen, Bewertungsmethodik) entstehen.

Sonstiges

Die Folgeaudits gemäß DIN EN ISO 9000:2008 und DIN EN ISO 14001 wurden in der Zeit vom 23. bis 26. März 2009 erfolgreich durchgeführt.

Die Zertifizierung der Module gemäß der europäischen Druckgeräterichtlinie ist abgeschlossen. Ebenso haben wir die Zertifizierung nach dem Wasserhaushalts-Gesetz (WHG) erhalten.

 

Lollar, den 29. Juni 2010

Helmut Ziegler

Ulrich Inderthal

Ralf Klein

Bilanz

Aktiva

  31.12.2009
31.12.2008
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Lizenzen 28.122,00 43.890,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 25.046,00 29.564,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.729,00 10.065,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.944,00 314.914,00
4. Anlagen im Bau 165.174,00 0,00
  513.893,00 354.543,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.350,00 2.350,00
2. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
3. Sonstige Ausleihungen 194.710,99 116.742,76
  197.160,99 119.192,76
  739.175,99 517.625,76
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.989.692,55 1.953.837,77
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.792.008,00 6.175.437,00
  5.781.700,55 8.129.274,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.215.467,20 923.186,75
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 1.029.082,80
3. Sonstige Vermögensgegenstände 78.479,71 100.444,47
  2.293.946,91 2.052.714,02
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 545.333,37 2.965,74
  8.620.980,83 10.184.954,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.828,27 16.425,93
  9.386.985,09 10.719.006,22

Passiva

   
  31.12.2009
31.12.2008
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 1.052.055,12 1.044.559,07
III. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -299.977,67 7.496,05
  1.012.077,45 1.312.055,12
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 103.932,00 105.375,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.094.997,00 884.623,00
  1.198.929,00 989.998,00
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.134.786,64 553.391,51
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.217.579,40 2.335.009,25
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 950.551,54 1.183.806,35
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 3.061.149,96
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.873.061,06 1.283.596,03
(davon aus Steuern: € 169.453,97; Vorjahr € 115.793,26)    
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.562,14; Vorjahr € 262,97)    
  7.175.978,64 8.416.953,10
  9.386.985,09 10.719.006,22

Gewinn- und Verlustrechnung

  2009
2008
1. Umsatzerlöse 23.522.480,50 17.114.749,82
2. Verminderung (-)/Erhöhung des Bestands an    
unfertigen Erzeugnissen -2.383.429,00 257.064,00
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 165.174,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 162.211,85 75.428,78
  21.466.437,35 17.447.242,60
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -12.329.693,63 -10.273.450,46
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.194.371,37 -547.326,04
  -13.524.065,00 -10.820.776,50
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.717.651,44 -3.741.297,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -837.811,37 -682.627,78
(davon für Altersversorgung: € 19.165,13; Vorjahr 16.850,48)    
  -5.555.462,81 -4.423.925,52
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -170.218,76 -148.555,01
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.369.473,14 -1.913.911,85
  -152.782,36 140.073,72
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.788,90 1.019,19
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -153.657,86 -114.166,30
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 30.085,95)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -304.651,32 26.926,61
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.673,65 -19.430,56
13. Jahresfehlbetrag (-)/Jahresüberschuss -299.977,67 7.496,05

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeines

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Die Gesellschaft ist entstanden durch Umwandlung der seit dem 15. Februar 1983 bestehenden Köhler und Ziegler Anlagentechnik OHG, Lollar. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen unter der Nummer HR B 1555 eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung, Planung und Erstellung von Industrieanlagen speziell auf dem Gebiet der Energie- und Wärmetechnik sowie der Handel und der Vertrieb von Ausrüstungen für Industrieanlagen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern werden unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabellen ermittelt und betragen 3 bis 14 Jahre. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 aber weniger als EUR 1.000 werden in einen Jahressammelposten eingestellt. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sammelpostens werden im Jahr der Bildung sowie den folgenden vier Geschäftsjahren jeweils zu einem Fünftel abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Vorräte werden bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Anteile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert bzw. bei langfristigen Forderungen zum diskontierten Betrag bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird grundsätzlich durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Die Finanzmittel (Bankguthaben und Kassenbestände) sind zum Nennbetrag bilanziert.

Die Bewertung des Umlaufvermögens erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und decken sämtliche Verpflichtungen. Hierbei kommen die "Richttafeln 2005G von Prof. Dr. Klaus Heubeck" sowie ein Rechnungszinssatz von 6 % p.a. gemäß § 6a EStG für die Ermittlung zur Anwendung. Es handelt sich somit um den steuerlichen Teilwert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt.

Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält zum 31. Dezember 2009 Anteile von mindestens 20 % an den folgenden Unternehmen:

  Anteil am Kapital
%
Eigenkapital zum 31.12.2009
Ergebnis 2009
VR-Leasing Solidus Achtzehnte GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 94,0 25.056,00 23.811,79

Der Stimmrechtsanteil beträgt 24 %.

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  01.01.2009
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Lizenzen 266.945,99 16.249,45 9.146,19 274.049,25
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 40.904,88 4.618,98 0,00 45.523,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 127.250,40 0,00 0,00 127.250,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 830.125,16 154.268,33 68.976,78 915.416,71
4. Anlagen im Bau 0,00 165.174,00 0,00 165.174,00
  998.280,44 324.061,31 68.976,78 1.253.364,97
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.350,00 0,00 0,00 2.350,00
2. Genossenschaftsanteile 100,00 0,00 0,00 100,00
3. Sonstige Ausleihungen 116.742,76 77.968,23 0,00 194.710,99
  119.192,76 77.968,23 0,00 197.160,99
  1.384.419,19 418.278,99 78.122,97 1.724.575,21
  Abschreibungen
  01.01.2009
Zugänge
Abgänge
31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Lizenzen 223.055,99 32.009,45 9.138,19 245.927,25
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 11.340,88 9.136,98 0,00 20.477,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.185,40 4.336,00 0,00 121.521,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 515.211,16 124.736,33 42.474,78 597.472,71
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  643.737,44 138.209,31 42.474,78 739.471,97
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  866.793,43 170.218,76 51.612,97 985.399,22
  Restbuchwerte
  31.12.2009
31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Lizenzen 28.122,00 43.890,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 25.046,00 29.564,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.729,00 10.065,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.944,00 314.914,00
4. Anlagen im Bau 165.174,00 0,00
  513.893,00 354.543,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.350,00 2.350,00
2. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
3. Sonstige Ausleihungen 194.710,99 116.742,76
  197.160,99 119.192,76
  739.175,99 517.625,76

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen von TEUR 2.215 und sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 78 haben, mit Ausnahme des Körperschaftsteuerguthabens, wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr TEUR 1.029) sowie gegen Gesellschafter (Vorjahr TEUR 778) bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche (TEUR 408), noch auszuführende Arbeiten (TEUR 284), Überstunden (TEUR 214) und Gewährleistungen (TEUR 117). Daneben bestehen weitere sonstige Rückstellungen mit Einzelbeträgen bis zu TEUR 35 in Höhe von insgesamt TEUR 72.

Verbindlichkeiten

Die Angaben zu den Verbindlichkeiten insbesondere zu den Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung (Verbindlichkeitenspiegel):

  mit einer Restlaufzeit  
Bilanzposition der Verbindlichkeit bis 1 Jahr
EUR
von 1 bis 5 Jahren
EUR
über 5 Jahre
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.134.786,64 0,00 0,00 1.134.786,64
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.217.579,40 0,00 0,00 3.217.579,40
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 950.551,54 0,00 0,00 950.551,54
Sonstige Verbindlichkeiten 1.873.061,06 0,00 0,00 1.873.061,06
  7.175.978,64 0,00 0,00 7.175.978,64

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im Vorjahressaldo von TEUR 3.061 waren Verbindlichkeiten gegenüber einem Gesellschafter in Höhe von TEUR 543, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 2.516 sowie Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von TEUR 2 enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 929 (Vorjahr TEUR 929) enthalten.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Schadenersatz, aus Versicherungsentschädigungen und Mieterträge enthalten sowie ferner Erträge aus der Vergütung der Firma Ziegler GmbH & Co. KG für Personalgestellung (TEUR 18).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Versicherungskosten, Kosten für Leasing, Beiträge und Abgaben, Kosten der Warenabgabe, Reparaturen und Instandhaltungen und sonstige Aufwendungen enthalten. Hiervon sind TEUR 95 (Vorjahr TEUR 73) periodenfremd.

IV. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestanden zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 3.387 (Vorjahr TEUR 1.769). Wie im Vorjahr gab es keine Besicherung durch Pfandrechte oder sonstige Sicherheiten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat für die Nutzung von Maschinen, Fahrzeugen und technischen Geräten Leasingverträge abgeschlossen. Die Verpflichtung über die feste unkündbare Grundmietzeit beträgt TEUR 809.

Für Betriebsgebäude beträgt die Verpflichtung aus Leasingverträgen TEUR 3.882.

Ferner bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aufgrund von Mietverträgen und Bestellobligo von TEUR 303.

Mitarbeiter

Im Jahr 2009 wurden durchschnittlich 113 (Vorjahr 95) Arbeitnehmer beschäftigt. Hierbei sind die Geschäftsführer und die Auszubildenden nicht berücksichtigt.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Jahresfehlbetrag nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Ralf Klein, Vorsitzender der Geschäftsführung, Bereich - Produktion und Entwicklung, 74206 Bad Wimpfen (seit 7. Mai 2010)

Helmut Ziegler, Geschäftsführer, Bereich - Kaufmännische Leitung, 35457 Lollar

Ulrich Inderthal, Geschäftsführer, Bereich - Vertrieb und Projektierung, 35457 Lollar

Der Geschäftsführer Helmut Ziegler ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder

Die Angaben der Gesamtbezüge der Organmitglieder unterbleiben mit Bezug auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

 

Lollar, 29. Juni 2010

Köhler & Ziegler Anlagentechnik GmbH

Ralf Klein

Helmut Ziegler

Ulrich Inderthal

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Köhler & Ziegler Anlagentechnik GmbH, Lollar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 30. Juni 2010

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Reinhard Müller, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martin Both, Wirtschaftsprüfer

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