nora systems GmbH
Höhnerweg 4, 69469 Weinheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai Thomann seit 17.6.2025 | Prokura |
Matthias Brenk seit 27.6.2024 | Prokura |
Susanna Hieronimus seit 19.12.2023 | Prokura |
Stefan Müller seit 25.10.2023 | Prokura |
Robert Jan Heeres seit 6.4.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Interface Europe B.V. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
nora systems GmbHWeinheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis 1. Allgemeine Angaben 2. Erläuterungen zu den Bilanzierung- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Gezeichnetes Kapital Rückstellungen und Verbindlichkeiten Fremdwährungsumrechnung Umsatzerlöse 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Eigenkapital Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Erträge Personalaufwand Sonstige betriebliche Aufwendungen Finanzergebnis Ertragsteuern 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Angaben zu den Organen Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Konzernzugehörigkeit Abschlussprüferhonorar Nachtragsbericht 1. Allgemeine Angaben Die nora systems GmbH mit Sitz in Weinheim (AG Mannheim, HRB 703230; im Folgenden auch "die Gesellschaft") produziert und vertreibt Kautschuk-Bodenbeläge und Schuhkomponenten unter der Marke nora ®. Die Gesellschaft ist in 2007 aus dem Erwerb des Geschäftsbereichs Freudenberg Bausysteme KG von der Freudenberg-Gruppe entstanden und ist Obergesellschaft der in der Anteilsbesitzliste im Anhang aufgeführten Gesellschaften. Die Gesellschaft ist 100%ige Tochter der Interface nora GmbH mit Sitz in Weinheim (AG Mannheim, HRB 738030) als Rechtsnachfolgerin der nora Holding GmbH. Oberste Muttergesellschaft der nora systems GmbH ist die Interface Inc. mit Sitz in Atlanta, Georgia/USA. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs und unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1. Nr. 2 HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt gemäß § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Erläuterungen zu den Bilanzierung- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Sofern sie der Abnutzung unterliegen, werden sie entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 7 bis 15 Jahren planmäßig (lineare Methode) und bei Vorliegen dauernder Wertminderungen auf den am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Eigenleistungen sind mit Lohn-, Material- und angemessenen Gemeinkosten aktiviert. Angemessene, auf die Herstellung entfallende Kosten der allgemeinen Verwaltung werden entsprechend einbezogen. Zugänge nach dem Geschäftsjahr 2007 werden ausschließlich linear abgeschrieben. In vorhergehenden Wirtschaftsjahren zugegangene Betriebsvorrichtungen werden noch überwiegend degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt dann, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer bemessen. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 werden im Zugangsjahr in einen Sammelposten eingestellt, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken werden über 10 bis 25 Jahre abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen werden über ihre betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 10 bis 20 Jahre abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden Komponenten, die über vier Jahre abgeschrieben werden. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 4 bis 10 Jahre abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern dauernde Wertminderungen eingetreten sind, werden Anteile an verbundenen Unternehmen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. mit am Stichtag niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Bei der Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse mit Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen. Für unfertige und fertige Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und dem retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Das Lagerrisiko und andere wertmindernde Umstände werden durch die Bildung von Reichweitenabschlägen berücksichtigt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zunächst zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 258,8 (i. Vj. TEUR 286,5) berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferung und Leistung wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von TEUR 221,4 (i. Vj. TEUR 344,6) angemessen Rechnung getragen. Aufrechenbare Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin werden saldiert dargestellt. Flüssige Mittel Kassenbestände und Bankguthaben werden mit ihrem Nominalwert am Bilanzstichtag angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungen sind zeitanteilig vorgenommen und betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital ist zum Nennbetrag bilanziert. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen sind unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck gebildet. Der Barwert der Rentenverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode ("PUC-Methode") ermittelt. Für die Abzinsung wird der von der Deutschen Bundesbank vorgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,83 % (i. Vj. 1,79 %) verwendet. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 522,6 (i. Vj. TEUR 2.647,0). Die erwartete Rentensteigerungen wird mit 2,50 % p.a. berücksichtigt (i. Vj. 2,50 % p.a.). Es werden wie im Vorjahr leichte Fluktuationsraten angesetzt. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Bei der Umstellung auf BilMoG wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Unterschiedsbetrag entsprechend Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Jahresraten in Höhe von mindestens 1/15 bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Der Betrag, der in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellung beträgt zum Berichtszeitpunkt TEUR 207,8 (i. Vj. TEUR 415,6). Die Ermittlung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden. Die Abzinsung der Jubiläumsrückstellung erfolgte mit einem pauschalen Zinssatz von 1,76 % p.a. (i. Vj. 1,45 % p.a.). Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostenentwicklungen angesetzt und berücksichtigen die am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre diskontiert, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Umsatzerlöse Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Im Geschäftsjahr wurden europäische Tochtergesellschaften gemäß untenstehender Aufstellung veräußert.
Der Beteiligungsbesitz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 beinhaltet ausschließlich Anteile an verbundenen Unternehmen und setzt sich wie folgt zusammen:
*) 1% der Geschäftsanteile werden indirekt
über die nora flooring systems GesmbH gehalten
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.274,1 (i. Vj. TEUR 8.427,6) resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25,0. Die Einzahlungen auf das Stammkapital sind vollständig erfolgt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die übrigen Rückstelllungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.829,9 (i.Vj. TEUR 1.976,3) sowie in Höhe von TEUR 1.604,1 (i.Vj. TEUR 3.358,0) aus kurzfristigen Darlehensgewährungen der Tochtergesellschaften im Rahmen des Cash-Pooling. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Interface nora GmbH betragen TEUR 39.194,0 (i. Vj. TEUR 26.937,1) und betreffen sonstige Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung verrechnet mit sonstigen Forderungen aus geleisteten Steuer- und Zinszahlungen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 212.050,5 (i. Vj. TEUR 216.987,2) wurden zu rd. 34 % (i. Vj. 33 %) in Deutschland, zu rd. 19 % (i. Vj. 19 %) in der EU (ohne Deutschland), zu 35 % (i. Vj. 31 %) in Nordamerika und die verbleibenden 12 % (i. Vj. 17 %) in übrigen Regionen erzielt. Der Umsatzanteil mit Kautschuk-Bodenbelägen betrug wie im Vorjahr 96 %, der Restbetrag entfällt auf Schuhkomponenten. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von gesamt TEUR 8.840,5 (i. Vj. TEUR 4.773,1) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.739,5 (i. Vj. TEUR 867,6) enthalten. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Veräußerung mehrerer europäischer Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 2.427,6 (i. Vj. TEUR 0,0), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 541,1 (i. Vj. TEUR 670,9) sowie Erträge wegen in Vorjahren zu hoch erfassten Abwertungen auf Beteiligungsbuchwerte TEUR 497,2 (i. Vj. TEUR 0,0). Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für personelle Einzelmaßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung i.H.v. TEUR 1.572,7 (i. Vj. TEUR 183,0) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 46.840,9 (i. Vj. TEUR 44.122,6) enthalten im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen (TEUR 10.251,8, i. Vj. TEUR 14.532,1), Miet- und Verwaltungsaufwendungen (TEUR 10.329,1, i. Vj. TEUR 9.932,5), Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 4.871,4, i. Vj. TEUR 4.276,1) sowie Währungskursverluste in Höhe von TEUR 2.423,7 (i. Vj. TEUR 2.026,5). Außerdem sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 315,3 (i. Vj. TEUR 128,2) enthalten, die im Wesentlichen Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen betreffen. Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung betreffen, wie im Vorjahr, mit TEUR 207,9 die Zuführung des Unterschiedsbetrags in Höhe von 1/15 der Pensionsrückstellung aus der Umstellung auf BilMoG in 2010 nach Art. 67. Abs. 1 EGHGB. Finanzergebnis Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 3.398,2 (i. Vj. TEUR 0). Diese betreffen die Dividendenzahlung der chinesischen Tochtergesellschaft (TEUR 3.398,2). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 591,1 (i. Vj. TEUR 0) sowie aus dem Zinsanteil der langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 384,3 (i. Vj. TEUR 1.213,4). Ertragsteuern Aufgrund der mit der Interface nora GmbH bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft fielen für das Berichtsjahr keine inländischen Ertragsteuern an. Die Steuern aus Einkommen und Ertrag beinhalteten Quellensteuer auf eine Dividende in Höhe von TEUR 169,9 (i. Vj. TEUR 0). 5. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 70.494,1 (i. Vj. TEUR 76.162,1). Diese setzen sich wie folgt zusammen: 31. Dezember 2023
31. Dezember 2022
Angaben zu den Organen Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung für die Mitglieder der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9 a) HGB wurde unter Inanspruchnahme der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:
Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten Auslagen für Sitzungsgelder von TEUR 9,0 (i. Vj. TEUR 3,0) gewährt. Darüber hinaus wurden keine Vergütungen gewährt. In den angegebenen Gesamtbezügen sind keine weiteren Bezüge enthalten, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Jahresabschluss angegeben worden sind. Es gibt keine Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder. Die Höhe der Pensionsrückstellung für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung zum 31.12.2023 beträgt TEUR 1.736 (i. Vj. TEUR 1.708). Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 784 (i. Vj. 795) Mitarbeiter, davon 595 (i. Vj. 610) in Produktion, 119 (i. Vj. 117) in Vertrieb und 46 (i. Vj. 43) in der Verwaltung sowie 24 (i. Vj. 25) in Forschung und Entwicklung. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 27 (i. Vj. 24) Auszubildende in den Bereichen Produktion und Verwaltung/Vertrieb beschäftigt. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Interface Europe B.V., Scherpenzeel, Niederlande einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Dutch GAAP für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss ist am Sitz der Interface Europe B.V. erhältlich und im dortigen Register ("Kamer van Koophandel") veröffentlicht. Der Konzernabschluss ist damit für die nora systems GmbH nach § 291 HGB befreiend. Abweichungen der angewandten niederländischen Rechnungslegungsvorschriften (Dutch-GAAP) von deutschem Recht betreffen im Wesentlichen den Zinssatz für die Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen. Oberste Konzerngesellschaft ist Interface Inc., Atlanta, Georgia/USA, die als Mutterunternehmen für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt. Mit der Interface nora GmbH, Weinheim (Rechtsnachfolgerinn der nora Holding GmbH, Weinheim), besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Demzufolge führt die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Gewinn in Höhe von TEUR 35.678,8 ab. Abschlussprüferhonorar Für das Geschäftsjahr 2023 beträgt das Gesamthonorar des Abschlussprüfers TEUR 198,3 (i. Vj.: TEUR 171,7), das, wie im Vorjahr, vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen (einschließlich der Prüfung des Konzernpackages) entfällt. Nachtragsbericht Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB vor.
Weinheim, den 28. Juni 2024 nora systems GmbH Anton Hendrik van Keken, Geschäftsführer Robert Jan Heeres, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Inhaltsverzeichnis 1. Informationen zur Gesellschaft 1.1 Produktion 1.2 Beschaffung 1.3 Mitarbeiter 1.4 Forschung und Entwicklung 1.5 Steuerung und Kontrolle Finanzielle Leistungsindikatoren 1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Arbeits- und Gesundheitsschutz 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung 2.2.2. Geschäftsergebnis 2.3 Darstellung der Lage 2.2.3. Ertragslage 2.2.4. Finanzlage Finanzierung Investitionsanalyse Liquiditätsanalyse 2.2.5. Vermögenslage 2.2.6. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht 3.2 Risikobericht 3.3 Chancenbericht 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB - Angabe zur Frauenquote 5. Nachtragsbericht 1. Informationen zur Gesellschaft Die nora systems GmbH (im Folgenden auch "nora" oder "die Gesellschaft") entwickelt, produziert und vermarktet hochwertige elastische Bodenbeläge sowie Schuhkomponenten unter der Marke nora ®. Das Unternehmen mit Stammsitz in Weinheim entstand 2007 aus der Freudenberg Bausysteme KG und prägt seit vielen Jahren die Entwicklung von Kautschuk-Bodenbelägen. Es besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der nora systems GmbH und ihrer Muttergesellschaft, Interface nora GmbH (Rechtsnachfolgerin der nora Holding GmbH), in welchem sich die nora systems GmbH verpflichtet, ihr gesamtes Ergebnis an die Interface nora GmbH abzuführen. Die Muttergesellschaft ist ihrerseits zur Übernahme des Ergebnisses und zum Ausgleich eventueller Verluste verpflichtet. Die nora systems GmbH ist die Obergesellschaft der folgenden Gesellschaften der nora Gruppe:
Über die Gesellschaften der nora Gruppe vertreibt die Gesellschaft ihre Produkte weltweit. 1.1 Produktion Die Gesellschaft hat unverändert seinen einzigen Produktionsstandort in Weinheim. Der überwiegende Teil der Produkte sind vulkanisierte Bodenbeläge aus Kautschuk in Fliesen- oder Bahnenform sowie passendes Zubehör wie Profile und Winkel. Ein kleiner Teil der Produktion entfällt auf Materialien für die Verarbeitung in der Orthopädie und Schuhtechnik. Eine Reihe von technischen Projekten und Investitionen trug dazu bei, die Wirtschaftlichkeit der Produktion weiter zu steigern. Hier wurde vor allem Wert auf eine Verbesserung der Rohstoffausnutzung gelegt. Das Qualitätsmanagementsystem wurde auf Grundlage der ISO 9001:2015 auditiert und zertifiziert. Das Managementsystem ist inhaltlich normkonform aufgebaut, übersichtlich dokumentiert und gut implementiert. 1.2 Beschaffung Die Gesellschaft bezieht rohstoffseitig zum Großteil Synthese- und Naturkautschuk sowie mineralische Füllstoffe. Nachdem die Rohstoffpreise im Laufe des Jahres 2023 deutlich gesunken sind, erwarten wir, dass die Preise im Laufe des Jahres 2024 wieder leicht ansteigen. 1.3 Mitarbeiter Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 784 (i. Vj. 795) Mitarbeiter, davon 595 (i. Vj. 610) in Produktion, 119 (i. Vj. 117) in Vertrieb und 46 (i. Vj. 43) in der Verwaltung sowie 24 (i. Vj. 25) in Forschung und Entwicklung. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 27 (i. Vj. 24) Auszubildende in den Bereichen Produktion und Verwaltung/Vertrieb beschäftigt. 1.4 Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft hat im Berichtszeitraum 4.774,7 TEUR für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Neben anwendungsbezogenen Eigenentwicklungen erfolgten auch Entwicklungen in Kooperationen mit der Freudenberg Technology Innovation SE & Co. KG, Weinheim, und anderen Instituten wie z.B. dem Fraunhofer-Institut. 1.5 Steuerung und Kontrolle Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft benutzt zur Steuerung zwei wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren. Hierzu zählen zunächst die Umsatzerlöse, die sich aus Umsatz abzüglich Erlösschmälerungen (Skonti, Boni und Mängelrügen) ergeben. Umsatzerlöse werden im Rahmen der Budgeterstellung für die einzelnen Vertriebseinheiten, Marktsegmente und Produkte geplant und im Folgenden laufend mit den erzielten Umsatzerlösen verglichen. Der zweite wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist das EBIT, welches sich als Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis definiert. Auch hier findet ein laufender Vergleich von Plan- zu Ist-EBIT statt. Neben Umsatzerlösen und EBIT verwendet die Gesellschaft auch Auftragseingänge und den Auftragsbestand zur Ableitung künftiger Erlös- und Ergebnisentwicklungen. 1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Arbeits- und Gesundheitsschutz Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft das gesetzte Ziel im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz - die Tausendmannquote des Geschäftsjahres 2022 um 10% zu reduzieren - erreichen. Die Tausendmannquote (Anzahl meldepflichtige Unfälle für das Gesamtjahr 2023 pro 1000 Mitarbeitern) lag bei 15,3 und damit deutlich unter dem Vorjahreswert (31,5). Insbesondere die Arbeitsunfälle im Produktionsbereich konnten reduziert werden. Die Gesellschaft investiert in den Arbeitsschutz und arbeitet weiter daran, die Anzahl der Unfälle signifikant zu reduzieren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Da nora nur in einigen speziellen Marktsegmenten (vornehmlich Gesundheitswesen, Bildungswesen, Industrie und Transportation) präsent ist, ist es schwierig hier genau passende Marktdaten zu finden. Im Folgenden wird deshalb auf die Trendaussagen bezüglich der Entwicklung des Nichtwohnbaus oder aber auch der gesamten regionalen Märkte abgehoben. Von diesen kann zumindest ein Trend für die Entwicklung der Gesellschaft hergeleitet werden. Laut der Euroconstruct-Institute, einem unabhängigen Netzwerk für Baumarktprognosen, das Forschungs- und Beratungsunternehmen aus 19 europäischen Ländern vereint, sieht nach einer unerwarteten Wachstumsphase im Jahr 2022 die Bauwirtschaft in den 19-EURO- CONSTRUCT-Ländern für 2023 und darüber hinaus düsterer aus. Die Einschätzungen der Folgen der Zinserhöhungen und des Krieges in der Ukraine haben die Wachstumsaussichten der Branche zunehmend gedämpft. Während das EUROCONSTRUCT-Netzwerk vor rund einem Jahr noch eine Stagnation der gesamten Bauproduktion in den Jahren 2023 und 2024 prognostizierte, rutschten die erwarteten Veränderungsraten im Sommer 2023 in den negativen Bereich. Entgegen den Erwartungen vom Sommer 2023 wird nun auch der Neubau von Nichtwohngebäuden bis 2024 schrumpfen. Die Aussichten für das Jahr 2024 werden nun in elf Ländern vorsichtiger eingeschätzt, wobei es in allen Ländern zu umfangreichen Abwärtskorrekturen kommt. Insgesamt prognostizieren die Länderexperten für das Jahr 2023 nun einen Rückgang von 1,7%, der sich im Jahr 2024 noch verstärken wird. Für die Jahre 2025 und 2026 prognostiziert das Netzwerk ein moderates Wachstum von jeweils rund 1,5%. 1
1 Press Release 96th EUROCONSTRUCT Conference,
December 2023
2.2 Geschäftsverlauf 2.2.1.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betrugen im Berichtsjahr TEUR 212.050,5 (i. Vj. TEUR 216.987,2). Die Umsatzerlöse wurden zu 34% in Deutschland, zu 19% in der EU (ohne Deutschland), zu 35% in Nordamerika und die verbliebenen 12% in übrigen Regionen erzielt.
Der Auftragseingang der Gesellschaft betrug TEUR 222.956,9 (i. Vj. TEUR 224.553,0). Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2023 bei TEUR 51.096,8. Er hat damit eine Reichweite bis in das erste Quartal 2024. In Nordamerika konnte nora in 2023 ein sehr gutes Wachstum realisieren, während der Umsatz in Asien deutlich zurückging. In den südamerikanischen Märkten ist nora kaum präsent. 2.2.2. Geschäftsergebnis Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr ein Ergebnis nach Steuern (vor Ergebnisabführung) in Höhe von TEUR 35.867,8 (i. Vj. TEUR 31.374,5). 2.3 Darstellung der Lage 2.2.3. Ertragslage Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 212.050,5 (i. Vj. TEUR 216.987,2) und somit weniger als prognostiziert und weniger als im Vorjahr. Die rückläufige Absatzmenge (-13% im Vergleich zum Vorjahr) konnte nur teilweise durch gestiegene Verkaufspreise ausgeglichen werden. Das EBIT betrug TEUR 33.459,1 (i. Vj. TEUR 32.711,2) und lag damit ebenfalls deutlich unter der Prognose und nur leicht über dem Vorjahr. Der positive Effekt aus gesunkenen Rohstoffpreisen wurde durch die geringere Produktionsmenge und die damit einhergehende fehlende Fixkostendeckung sowie den durch gestiegene Personalkosten aufgrund von Einmalzahlungen und personellen Einzelmaßnahmen zur Kostensenkung und Restrukturierung gestiegenen Personalaufwand überkompensiert. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 3.398,2 (i. Vj. TEUR 0). Diese betreffen die Dividendenzahlung der chinesischen Tochtergesellschaft (TEUR 3.398,2). Nach Abführung des aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführten Gewinns verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 0. 2.2.4. Finanzlage Finanzierung Die Gesellschaft ist wie im Vorjahr durch Kapitaleinlagen sowie durch eine langfristige konzerninterne Finanzierung (Cash Pool) sowie den operativen Cashflow finanziert. Es wird auf die Liquiditätsanalyse verwiesen. Investitionsanalyse Im Berichtsjahr wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.312,3 getätigt. In Produktionsanlagen wurden TEUR 1.950,0 investiert; dabei handelte es sich im Wesentlichen um Ersatzinvestitionen. Unter den Zugängen zu den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden TEUR 5.829,6 ausgewiesen. Diese Anlagen werden im Wesentlichen im Laufe des Jahres 2024 fertig gestellt werden. Liquiditätsanalyse Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr einen Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von TEUR 53.011,6 erzielt, was einem Anstieg von TEUR 16.338,0 gegenüber dem Vorjahr entspricht, insbesondere aufgrund gesunkener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegener Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 4.416,6 nach einem Mittelabfluss von TEUR 5.103,7 im Vorjahr. Der Zahlungsstrom beinhaltet im Wesentlichen Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 8.312,3 (i. Vj. TEUR 5.188,3). Für Finanzierungstätigkeiten wird ein Cashflow in Höhe von TEUR 32.005,8 verwendet (i. Vj. TEUR 37.618,4), der im Wesentlichen Auszahlungen an den Gesellschafter aus der Ergebnisabführung des Vorjahres enthält. Das kurzfristige Vermögen deckt das kurzfristige Fremdkapital um ein Mehrfaches ab. 2.2.5. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 11.490,9 auf TEUR 150.264,4 erhöht. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen der Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten um TEUR 16.589,2 auf TEUR 38.469,5. Die Rückstellungen sind, insbesondere aufgrund der gestiegenen sonstigen Rückstellungen (TEUR 11.001,2; i. Vj. TEUR 8.269,8), um TEUR 3.968,0 auf TEUR 50.353,1 gestiegen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Abfindungen und personelle Einzelmaßnahmen zur Kostensenkung sowie höheren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Pensionsrückstellungen haben sich um TEUR 1.236,6 auf TEUR 39.351,9 erhöht. Die Verbindlichkeiten sind aufgrund der höheren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um TEUR 7.533,0 auf TEUR 46.747,3 gestiegen. Das Working Capital (ermittelt als Differenz der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) betrug zum Berichtsjahresende TEUR 56.448,5 (i. Vj. TEUR 60.048,0). 2.2.6. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Insgesamt ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden. Das EBIT für den Berichtszeitraum lag aufgrund der unter dem Budget und unter dem Vorjahr liegenden Umsatzerlöse zwar unter den Erwartungen, allerdings konnte die Gesellschaft die schwierige Marktlage besser verkraften als einige Wettbewerber. Der Auftragseingang der Gesellschaft betrug TEUR 222.956,9 (i. Vj. TEUR 224.553,0). Dies ist insbesondere auf gesunkene Auftragseingänge in China zurückzuführen. Der Auftragsbestand zum Berichtsjahresende betrug TEUR 51.096,8 und lag damit um TEUR 7.123,4 über dem Vorjahr. Dies ist insbesondere auf den gestiegenen Auftragsbestand in Spanien zurückzuführen. Der Auftragseingang lag damit unter den Erwartungen, allerdings lässt der gute Auftragsbestand auf eine Verbesserung der Ertragssituation im folgenden Jahr schließen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die europäische Bauindustrie wird laut der Euroconstruct-Institute nach einem moderaten Wachstum in 2022 von +2,7% sowohl in 2023 als auch in 2024 sinken und danach nur moderat bei +1,5% wachsen. Auch für den für nora wichtigen Nichtwohnungsbau wird bis 2024 eine Stagnation prognostiziert, danach wird wieder mit einem Wachstum gerechnet. 2 In Deutschland wird erwartet, dass der Hochbau 2023 über alle Segmente hinweg deutlich schrumpft und 2024 stagniert. Erst für 2025 wird wieder mit Wachstum und einer beginnenden Erholung über alle Sektoren hinweg gerechnet. Diese Erwartung beruht unter anderem auf der Annahme, dass die Inflation sich bis dahin normalisieren und auf ein Niveau von 2% zurückfallen wird, was zu einer deutlichen Dämpfung von Baupreissteigerungen führen würde. Die Branche erwartet, dass sich die Baupreise in naher Zukunft stabilisieren und teilweise sogar reduzieren werden. Diese Annahme wird von der Tatsache gestützt, dass Lieferschwierigkeiten und Engpässe bei Holz und Metall weiter nachlassen. Der für nora wichtige Nichtwohnungsbau entwickelte sich in 2023 ebenfalls rückläufig (-1,6% im Vergleich zum Vorjahr), sollte sich ab 2024 wieder auf dem Wachstumspfad befinden. Zwischen den Jahren 2022 und 2025 kann hier ein leicht positives Wachstum von +0,4% pro Jahr in Summe verzeichnet werden. Insbesondere der für nora wichtige Renovierungsmarkt zeigt im Zeitraum 2023 bis 2025 ein positives Wachstum. 3 In den USA werden die Ausgaben für Nichtwohngebäude, nach einem Anstieg von mehr als 20% im letzten Jahr, in 2024 voraussichtlich mit 4% deutlich bescheidener ansteigen, wobei sich das Wachstum bis 2025 auf knapp über 1% verlangsamen soll. Die Ausgaben für gewerbliche Einrichtungen werden in diesem und im nächsten Jahr stagnieren, der Bau des verarbeitenden Gewerbes wird in diesem Jahr um fast 10% zunehmen, bevor er sich 2025 stabilisiert, und der institutionelle Bau wird in diesem und im nächsten Jahr einen Zuwachs im mittleren einstelligen Bereich verzeichnen. Dabei werden die für nora wichtigen Segmente Gesundheits- und Bildungswesen allerdings ein deutlich höheres Wachstum aufweisen. Für das Gesundheitswesen werden Steigerungen von +3,6% in 2024 und +3,5% in 2025 erwartet. Das Bildungswesen wird noch deutlichere Steigerungen von +5,8% in 2024 und +3,9% in 2025 aufweisen. 4
2 Press Release 96th EUROCONSTRUCT Conference,
December 2023
Im Jahr 2022 hat das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in China nur noch rund 3% gegenüber dem Vorjahr betragen. Für das Jahr 2023 wird das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in China auf rund 5% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die Prognosen zum Wachstum des chinesischen Bruttoinlandsprodukts haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in China wird laut Prognosen zwischen 2023 und 2028 kontinuierlich um insgesamt 1,6 Prozentpunkte sinken. Wir erwarten deshalb, dass die Geschäftslage in China zunehmend schwieriger wird. 5 Für das Geschäftsjahr 2024 sind wir insgesamt aber optimistisch und erwarten leicht steigende Umsatzerlöse, eine entsprechend positive Entwicklung bei den Auftragseingängen und trotz steigender Energie- und Personalkosten sowie niedrigerer Erträge aus Verkäufen von Tochterunternehmen ein EBIT, das nur leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegen wird. Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sowie die unsichere Situation im Nahen Osten stellen derzeit die größte Prognoseunsicherheit dar. Sollten die Konflikte zeitnah gelöst werden, - wovon derzeit nicht auszugehen ist -, rechnen wir mit einer Erholung der weltweiten Bautätigkeit, insbesondere in den für uns wichtigen Segmenten Gesundheits- und Bildungswesen und gehen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass wir unsere Planung für das kommende Geschäftsjahr bezüglich der Umsatzerlöse und des EBIT erreichen können. Das Ziel ist es ferner, die Tausendmannquote (Anzahl meldepflichtige Unfälle pro 1000 Mitarbeiter) um 10% zu reduzieren. 3.2 Risikobericht Die Gesellschaft betreibt ein Risikomanagementsystem, in dem alle bekannten Risiken bewertet sind und neue Risiken sofort gemeldet werden müssen. Alle Risiken werden permanent überwacht. Wenn es möglich ist, werden Maßnahmen ergriffen, diese zu vermeiden, zu minimieren oder aber deren Folgen zu verlagern. Trotz dieses aktiven Risikomanagements und ausgefeilter Planungstools kann die erwartete positive Entwicklung aber durch die nachstehend aufgeführten Risiken negativ beeinflusst werden. Es wurden Risiken im geringen und mittleren Bereich identifiziert, besonders in den Bereichen Produkthaftung, Währungskurse und Änderungen von (Produkt-)Testmethoden sowie Gesetzesänderungen bei Grundstoffen. Ausgewählte Risiken werden im Folgenden der Rangfolge nach beschrieben.
5 Statista.de, Wachstum des realen BIP in China,
Januar 2024
Die Gesellschaft verfügt derzeit nur über einen Produktionsstandort. Etwaige Produktionsausfälle sind durch Betriebsunterbrechungs- und Betriebsausfallversicherungen abgedeckt. Der Produktionsstandort in Deutschland ist durch langfristige Miet- und Energielieferverträge mit entsprechenden Verlängerungsoptionen gesichert. Bei den Risiken aus Produkthaftungsansprüchen ist die Gesellschaft bestrebt, diese Risiken durch umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen und -kontrollen zu vermeiden. Gewährleistungsansprüche sind das größte Risiko, vor allem wenn es sich um Serienschäden handelt. Das Risiko kann sich im Bereich von mehreren Millionen Euro bewegen. Es besteht eine weltweite Produkthaftpflichtversicherung. Als weltweit agierendes Unternehmen unterliegt die Gesellschaft Währungsrisiken, deren Überwachung im Risikomanagementsystem implementiert ist. Der Einfluss auf das EBIT ist 0,7 m€ pro Cent Veränderung des USD-Wechselkurses. Sollten sich rechtliche Voraussetzungen bezüglich der Klassifizierung von Grundstoffen, die zur Herstellung der Produkte notwendig sind oder auch Testmethoden bei Produkten ändern, hätte das auch eine Auswirkung auf die Gesellschaft. Eine permanente Überwachung und zeitnahe Einleitung von Gegenmaßnahmen minimieren das Risiko. Die Ausweitung auf mehrere Zulieferer, vor allem im Rohstoffbereich, vermindert, mit Ausnahme einer weltweit einmaligen inländischen Bezugsquelle, das Beschaffungsrisiko. Mögliche Schwankungen im Bereich der Einkaufspreise für Kautschuktypen hängen insbesondere von der Entwicklung auf den Erdölmärkten ab. Die Gesellschaft erzielt den Großteil ihres Umsatzes über eine Vielzahl von Einzelprojekten. Den einzelnen Auftragskalkulationen liegen detaillierte Mengen- und Preisgerüste zugrunde, die das Risiko von Verlustaufträgen minimieren. Risiken aus Forderungsausfällen sind zum einen durch Warenkreditversicherungen und zum anderen durch entsprechende Zahlungsbedingungen und andere Absicherungen abgedeckt. Die im letzten Jahr teilweise schwierigen ökonomischen Umfeldbedingungen insbesondere in China haben die Gesellschaft beeinflusst und werden dies auch in Zukunft tun. Mit einer angepassten Marktsegmentstrategie und einer systematischen operativen Vertriebssteuerung werden die negativen Einflüsse abgeschwächt werden können. Da die Gesellschaft in diesen Märkten allerdings nicht sehr viel Geschäft hat, ist die Auswirkung einer Verschlechterung der Bedingungen begrenzt. Möglichen Risiken aus dem IT-Bereich begegnet die Gesellschaft mit einer kontinuierlich aktualisierten IT-Sicherheitsrichtlinie. Zeitgemäße technische Schutzvorkehrungen werden getroffen und IT-Sicherheitsprüfungen werden regelmäßig durchgeführt. Darüber hinaus wird durch interne Kommunikation das Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Umgangs mit Informationen und Informationssystemen geschärft. Verschiedene der beschriebenen Risiken sind trotz der geschilderten Gegenmaßnahmen geeignet, die geplanten Resultate im Prognosezeitraum für die nora Gesellschaft negativ zu beeinflussen. Festzustellen ist, dass keines der oben genannten Risiken zu einer Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft führt. Darüber hinaus hat die Geschäftsführung keine Kenntnis über eine Gefahr von etwaigen vergleichbaren Risiken. 3.3 Chancenbericht Gemäß unserer Strategie werden wir uns auf unsere Hauptmarktsegmente fokussieren. Das Gesundheitswesen ist eines der strategisch wichtigsten Segmente, zumal in diesem Anwendungsbereich die Produkteigenschaften der Kautschukbodenbeläge am besten den spezifischen Anforderungen entsprechen. Bildungseinrichtungen und generell öffentliche Gebäude sind weitere Prioritätsmarktsegmente, in denen wir zusätzliche Umsätze erzielen möchten. Des Weiteren werden im Zuge der fortschreitenden Integration in die Interface Gruppe weitere Chancen in anderen Marktsegmenten entstehen, die sich im Laufe der nächsten Jahre realisieren werden. Der Trend der Privatisierung von Kliniken sowie des nachhaltigen Bauens wird sich weiter verstärken. nora erfüllt mit entsprechenden Produkten und Systemen die geforderten Eigenschaften und erwartet weltweit dadurch einen zusätzlichen positiven Effekt. Das Ziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, nachhaltige Produktverbesserungen zu erzielen. Des Weiteren wird an der Optimierung bestehender Produkte gearbeitet, um Kosten zu senken, aber auch mit dem Ziel, durch Verfahrensumstellungen einen Kapazitätsgewinn zu erreichen. Steigende Ergebnisbeiträge können neben der Volumenausweitung auch durch Produktivitätssteigerungen in der Fertigung (Materialausnutzung und Rationalisierungsmaßnahmen) erzielt werden. Die Gesellschaft verfügt über ein etabliertes Vertriebsnetz mit ausgeprägten Kundenbeziehungen. Die Vertriebsaktivitäten werden durch die Zugehörigkeit zur Interface Gruppe signifikant verstärkt, da das Unternehmen über eine globale Präsenz mit entsprechender Vertriebsorganisation verfügt, mit deren Hilfe auch die nora Produkte vertrieben werden können. Die Integration der Vertriebsaktivitäten wird in den verschiedenen Regionen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten vorangetrieben, um die Kundenbedürfnisse optimal befriedigen zu können. So bündeln wir beispielsweise im europäischen Ausland die Vertriebsaktivitäten schneller als in Deutschland, in dem nora bereits auf ein starkes Vertriebsnetz zurückgreifen kann. Durch die Zusammenlegung der Vertriebsorganisationen von nora und Interface können wir zusätzliche Cross-Selling-Potenziale realisieren. nora Kautschukböden sind über den gesamten Produktlebenszyklus CO 2 -neutral. Kontinuierlich arbeiten wir an der Vermeidung von Emissionen. So werden beispielsweise der Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt und die Arbeitsprozesse optimiert, um die Emissionen weiter zu reduzieren. Wir kompensieren die unvermeidbaren CO 2 -Emissionen durch den Erwerb von Emissionsminderungszertifikaten, mit denen Klimaschutzprojekte finanziert werden. Die Absicherung des wirtschaftlichen Erfolgs der Gesellschaft wird ebenfalls durch die geschützten Patente und Marken erzielt. 4. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB - Angabe zur Frauenquote Bei der Auswahl der Mitarbeiter der obersten Führungsebenen sowie der Besetzung des Aufsichtsrates wird bei gleicher Qualifikation auf ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechtergruppen geachtet. Die Gesellschafterversammlung der Gesellschaft hat im Mai 2022 für den Frauenanteil des Aufsichtsrates sowie der Geschäftsführung eine Zielgröße von 33% beschlossen. Ebenso hat die Geschäftsführung der Gesellschaft im Mai 2022 für den Frauenanteil der beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung eine Zielgröße von 33% beschlossen. Für alle Zielgrößen gilt eine Umsetzungsfrist von fünf Jahren bis 2027. 5. Nachtragsbericht Es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Weinheim, den 28. Juni 2024 nora systems GmbH Anton Hendrik van Keken, Geschäftsführer Robert Jan Heeres, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die nora systems GmbH, Weinheim PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der nora systems GmbH, Weinheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der nora systems GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 28. Juni 2024 BDO
AG
Gebhardt, Wirtschaftsprüfer Scheffer-Hüller, Wirtschaftsprüferin MINUTES of the annual general meeting of shareholders of nora systems GmbH having their seat at Weinheim, held on July 12th, 2024 at Weinheim, GermanyATTENDANCE-BOOK
The entire issued capital is represented at the meeting so that valid resolutions may be adopted in respect of all matters coming up for discussion, provided they are adopted unanimously, although the statutory requirements concerning convening and holding of meetings have not been met. Whereby the Shareholder(s) proposes
The Shareholder(s) unanimously adopts the proposals. No other resolutions are taken The meeting is closed.
Recorded on July 12th, 2024 Frank Martin as managing director with sole power of representation of Interface nora GmbH
Weinheim, den 15. Juli 2024 Nigel Stansfield President EAAA -je eine Abschrift an jedes Aufsichtsratsmitglied |
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