Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 33711
Vorher
ROTOP Pharmaka GmH
Eingetragen
15.9.2014
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenGroßhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Diagnostik- und Therapieprodukten, Arzneimitteln und Medizinprodukten sowie alle diesen Gesellschaftszweck fördernde Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Dr. Gottlieb
seit 26.8.2025
Prokura
Antje Dr. Sterger
seit 2.1.2018
Prokura
Jens Dietmar Junker
seit 15.9.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
Dr. W****** Z********
7.80%
J*** D****** J*****
3.75%
M********* J*****
3.75%

Ungelöste Beteiligungen (4)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
515.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROTOP Pharmaka GmbH

Dresden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

Die ROTOP Pharmaka GmbH (im Folgenden ROTOP genannt) ist ein etabliertes Unternehmen in der Pharmaindustrie, das sich auf die Entwicklung, GMP- und FDA-konforme Herstellung sowie den Vertrieb von Radiopharmaka-Arzneimitteln spezialisiert hat. Diese Medikamente finden Anwendung in der Theranostik, einer Kombination aus Diagnostik und Therapie, innerhalb der Nuklearmedizin und zunehmend in der Onkologie. Während diagnostische Dosen bei SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography) und PET (Positron Emission Tomography) verwendet werden, dienen therapeutische Dosen hauptsächlich der Krebsbehandlung.

ROTOP gliedert sich in drei zentrale Geschäftsbereiche:

Diagnostische Radiopharmaka: Entwicklung und Produktion von Radiopharmaka speziell für diagnostische Zwecke. Diese Produkte werden in Kooperation mit führenden medizinischen Einrichtungen entwickelt und erfüllen höchste Qualitätsstandards.

Gebrauchsfertige radioaktive Patientendosen: Herstellung vorgefertigter Ready-to-Use radioaktiver Patientendosen, die unmittelbar für Diagnosen oder Therapien eingesetzt werden können. Diese Dosen bieten Ärzten und medizinischem Personal eine effiziente und sichere Lösung.

CDMO-Dienstleistungen (Contract Development and Manufacturing Organization): Angebot maßgeschneiderter Dienstleistungen in der Auftragsentwicklung und -herstellung von Radiopharmaka für klinische Studien. Diese Services entsprechen den höchsten Standards der pharmazeutischen Industrie und sind für diagnostische und therapeutische Anwendungen vorgesehen.

II. Marktentwicklung und Geschäftsergebnisse

Nach einem pandemiebedingten Rückgang des weltweiten Radiopharmaka-Marktes in den Jahren 2020-2021, erholte sich der nuklearmedizinische Markt vollständig und verzeichnete ab 2023 ein starkes Wachstum. Probleme in den Lieferketten wurden behoben, und der Ukraine-Krieg hat bislang keinen nennenswerten Einfluss auf den Radiopharmaka-Markt.

ROTOP bietet diagnostische Radiopharmaka für SPECT und PET sowie therapeutische Radiopharmaka für herkömmliche Anwendungen in der Nuklearmedizin an. Der Markt für Nuklearmedizin wächst überproportional, insbesondere durch Fortschritte und klinische Studien zur Radio-Liganden-Therapie (RLT) von Krebserkrankungen. Große Pharmaunternehmen fördern dieses Wachstum durch erhebliche Investitionen in neue Radio-Liganden-Therapien, z.B. mit dem Radionuklid Lutetium 177 (Lu-177).

Im Jahr 2023 erzielte ROTOP einen Umsatzanstieg von 8%. Dieser Zuwachs wurde durch die weitere Einführung der neuen radioaktiven Ready-to-Use Patientendose auf dem deutschen Markt und in verschiedenen europäischen Ländern gefördert. Der erhöhte Export von Radiopharmaka und die schrittweise Ausweitung der CDMO-Dienstleistungen trugen ebenfalls signifikant zum Wachstum bei.

ROTOP besitzt Arzneimittelzulassungen für seine eigenen Radiopharmaka in Deutschland sowie in wesentlichen europäischen Ländern und ausgewählten Märkten weltweit. Diese Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil der nuklearmedizinischen Grundversorgung und unterliegen in Deutschland einer stabilen Preisstruktur durch Rückvergütungen der Krankenkassen. In anderen europäischen Ländern variieren die Rückvergütungssysteme, und ROTOP vertreibt seine Produkte über exklusive Vertriebspartner.

Die Hauptmärkte von ROTOP liegen in Europa, insbesondere in Deutschland. Für den US-amerikanischen Markt erhielt ROTOP 2018 die FDA-Zertifizierung und beliefert seit 2019 den US-Markt. Im März 2022 erhielt ein neues Produkt die FDA-Zulassung und wird seit November 2022 gemäß den FDA-Richtlinien produziert und verkauft.

Die Produktion der Radiopharmaka bei ROTOP erfolgt nach GMP-Standards (Good Manufacturing Practice). Alle drei Jahre erfolgt eine Auditierung durch die Sächsische Landesbehörde und das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Die letzte routinemäßige GMP-Inspektion fand im März 2020 statt. Für 2024 ist die nächste Auditierung angekündigt. ROTOP besitzt die offizielle Herstellerlaubnis für Arzneimittel und erfüllt die FDA-Anforderungen für den US-Markt.

ROTOP hat in den letzten Jahren strategisch in den Bereich radioaktiver Ready-to-Use-Patientendosen investiert, um diese unter Einhaltung von arzneimittel- und strahlenschutzrechtlichen GMP-Anforderungen zu produzieren und mittels einer 24-Stunden-Just-in-Time-Logistik europaweit zu vertreiben. Außerdem verstärkt ROTOP die Investitionen in die Kapazitäten für die Auftragsentwicklung, s.g. CDMO-Services, seit 2023 verstärkt.

In den USA wurden zahlreiche neue Radiopharmaka-Unternehmen gegründet, die von Venture Capital finanziert werden und zahlreiche neue klinische Entwicklungen in der Radio-Liganden-Therapie umsetzen. Diese Unternehmen nutzen CDMO-Dienstleistungen für die Entwicklung und Herstellung radioaktiver Patientendosen für klinische Studien gemäß FDA- und EMA-Vorgaben. Derzeit laufen über 300 klinische Studien mit Radionukliden in den Phasen I, II und III, und die Anzahl der Studien nimmt weiter zu. Diese Studien erfordern in den kommenden Jahren eine große Menge an Ready-to-Use-Patientendosen, die durch CDMO-Dienstleistungen entwickelt, GMP-konform hergestellt und mit einer 24-Stunden-Just-in-Time-Lieferung an die Kliniken geliefert werden müssen.

Die ROTOP-Gruppe ist am Standort Dresden-Rossendorf auf dem Campus des Helmholtz-Zentrums Dresden (HZDR) ansässig. Der Vertrieb der eigenen Radiopharmaka-Produkte erfolgt in Deutschland durch ein eigenes Außendienstteam und im Export durch internationale Vertriebspartner.

III. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und Geschäftsergebnisses

Der globale Markt für Radiopharmaka erlebte einen Rückgang von etwa 5,7 Milliarden USD im Jahr 2019 auf ungefähr 5,5 Milliarden USD im Jahr 2020. Seit der Zulassung therapeutischer Radiopharmaka, insbesondere im Bereich Prostatakrebs, und massiver Investitionen von Venture Capital in die Entwicklung neuer therapeutischer Radiopharmaka erfährt der Markt seit 2022 einen überproportionalen Aufschwung und zeigt nun ein signifikantes Wachstum. Laut einem Bericht von MEDraysintell von September 2023 wird erwartet, dass der Markt für Radiopharmaka bis 2028 auf 18 Milliarden USD und bis 2032 auf 37 Milliarden USD anwachsen wird.

In Deutschland zeichnet sich der Markt durch große Kliniken und Krankenhäuser sowie ein Netzwerk niedergelassener Ärzte aus. Die steigende Lebenserwartung, besonders in Industrieländern, führt zu einem erhöhten Bedarf an Organ- und Krebsdiagnostik, was die Zukunft der Radiopharmaka in der Nuklearmedizin und Onkologie positiv beeinflusst. Obwohl das Wachstum im Bereich der klassischen SPECT-Diagnostik in den Industrieländern stagniert, wird ein Wachstum in der Radiopharmaka-Diagnostik, hauptsächlich durch den PET-Bereich, erwartet. Zusätzlich entsteht durch die Einführung neuer Radiopharmazeutischer Therapien, insbesondere der Radio-Liganden-Therapie (RLT), erhebliches Marktpotenzial, da diese sowohl vor als auch nach der Therapie Diagnostik und Monitoring erfordert.

ROTOP und ihre Tochtergesellschaft ROTOP Radiopharmacy GmbH profitieren von diesem Marktwachstum insbesondere im Bereich der Auftragsentwicklung und -herstellung für klinische Studien.

In den letzten Jahren hat ROTOP die Beschaffung von Materialien zunehmend von asiatischen auf europäische Partner verlagert und die Eigenproduktion intensiviert. Dadurch wurden die Auswirkungen der durch Covid-19 bedingten Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten im Jahr 2022 und teilweise noch in 2023 weitgehend abgefedert. Schlüsselrohstoffe, insbesondere die qualitätsbestimmenden und GMP-relevanten Wirkstoffe, werden mittlerweile direkt bei ROTOP produziert.

Im deutschen Markt waren die Aktivitäten von ROTOP durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Besuchsbeschränkungen in den Jahren 2020 und 2021 stark eingeschränkt. Im Jahr 2022 verbesserte sich die Situation, und der Außendienst konnte Kunden in Kliniken wieder persönlich besuchen. Dieser positive Trend hat sich in 2023 gefestigt. Viele Exportmärkte, insbesondere wichtige Kunden in Spanien, Frankreich und Italien, waren in den Jahren 2020 und 2021 stark von der Pandemie betroffen, wobei einige medizinische Einrichtungen bis zu sechs Monate geschlossen blieben. Seit dem Jahr 2022 kehrten viele dieser nuklearmedizinischen Einrichtungen Schritt für Schritt zum Normalbetrieb zurück, was ROTOP in den Exportmärkten, insbesondere bei den eigenen Radiopharmaka, in 2023 zu weiteren Wachstumsraten verhalf.

ROTOP brachte in den Jahren 2016 und 2018 neue eigene Radiopharmaka auf den Markt. Diese Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in neue Zulassungen der Vorjahre trugen im Jahr 2023 weiterhin zum Umsatzwachstum und Geschäftsergebnis bei. Durch intensive Marktbearbeitung mit bestehenden und neuen Distributoren konnte ROTOP insbesondere den Exportumsatz steigern.

Ein weiterer Wachstumstreiber für ROTOP ist ein Ende 2020 neu zugelassenes Radiopharmakon für die SPECT-Diagnostik, das im Tochterunternehmen ROTOP Radiopharmacy GmbH als radioaktive Ready-to-Use-Patientendosis produziert wird.

Im Jahr 2023 fanden alle wichtigen Messen und Kongresse wieder mit voller Anwesenheit (i.V. zu den in hybriden Formen in den Vorjahren), sodass die Teilnehmerzahlen wieder auf Vor-Covid-Niveau waren. ROTOP war mit eigenem Messestand auf dem deutschen Kongress der Nuklearmedizin (DGN), dem europäischen Kongress (EANM) und dem amerikanischen Kongress (SNMMI) vertreten. Die Planung und Organisation der Messestände auf dem DGN und EANM erfolgte mit einem Planungsunternehmen, das auf nachhaltige Realisierung des Konzeptes Wert legt. So werden, wo immer möglich, bereits vorhandene Elemente wiederverwendet oder wiederverwendbare Materialien eingesetzt.

Aufgrund des deutlichen Wachstums hat ROTOP seine Investitionen in Fachpersonal intensiviert. Es wurden weitere hochqualifizierte Beschäftigte eingestellt. Zum Bilanzstichtag waren 162 Mitarbeitende (Vorjahr 148) bei ROTOP beschäftigt, wobei die Zahl der Hochqualifizierten deutlich über 50% liegt. ROTOP legt großen Wert auf fortlaufende Weiterbildungen und Schulungen, um die Einhaltung der GMP-Standards zu gewährleisten und die fachlichen Qualifikationen weiter auszubauen.

Die Finanzierung des Wachstums wird durch langfristige Kredite und kurzfristige Kreditlinien bei drei regional agierenden Finanzinstituten gewährleistet.

IV. Lage des Unternehmens

Im Jahr 2023 konnte ROTOP einen weiteren Anstieg in Umsatz und Ergebnissen im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Die strategischen Investitionen der letzten Jahre in qualifiziertes Personal, moderne Produktionsanlagen sowie in Forschung und Entwicklung wurden auch in 2023 konsequent weitergeführt.

ROTOP schloss das Jahr 2023 mit einer Gesamtleistung von 29.518 T€ ab, was einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr (26.071 T€) entspricht. Der Jahresüberschuss stieg auf 2.636 T€ (Vorjahr 2.318 T€).

Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich auf 13.363 T€ (Vorjahr 10.554 T€), was eine stabile Eigenkapitalquote von 51% bei einer Bilanzsumme von 26.014 T€ (Vorjahr 23.220 T€) ergibt.

Die gesamten Verbindlichkeiten belaufen sich auf 10.799 T€, davon entfallen 8.144 T€ auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und 1.780 T€ auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Zum Bilanzstichtag weist ROTOP ein Anlagevermögen von 19.162 T€ aus, das hauptsächlich aus Sachanlagen im Wert von 9.142 T€ und Finanzanlagen in verbundene Unternehmen im Wert von 9.555 T€ besteht. Das Umlaufvermögen beträgt 6.709 T€ und umfasst überwiegend Vorräte im Wert von 3.299 T€, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände im Wert von 3.189 T€ sowie einen Kassenbestand von 221 T€.

V. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken des Unternehmens

Der Markt für Nuklearmedizin wächst derzeit stark, insbesondere aufgrund neuer Entwicklungen und klinischer Studien zur Anwendung von Radiopharmaka, besonders in der Radio-Liganden-Therapie (RLT) für Krebserkrankungen. Mehrere große Pharmaunternehmen investieren Milliarden in neue Radio-Liganden-Therapien (RLT), einschließlich des Radionuklids Lutetium 177 (Lu-177), was den Markt weiter antreibt.

ROTOP nutzt diese positiven Marktbedingungen aktiv durch mehrere Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Zusammenarbeit mit regionalen und internationalen Partnern. Um die Geschäftsfelder weiter auszubauen, wird intensiv in das Tochterunternehmen ROTOP Radiopharmacy GMBH investiert. Seit 2020 fließen erhebliche Mittel in den Aufbau eines neuen Geschäftsbereichs, der die Nuklearmedizin mit gebrauchsfertigen radioaktiven Patientendosen versorgt.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit: ROTOP ist Teil des dualen Systems für Versand und Verpackungen und fördert das Recycling, indem sie Bleicontainer, die für bestimmte Radiopharmaka verwendet werden, von Kunden zurücknimmt. Auch in der Produktion von heißen Zellen plant ROTOP den Einsatz recycelter Materialien.

Der Ausbau neuer Geschäftsbereiche zur Entwicklung und GMP-konformen Herstellung verschiedener Radiopharmaka für klinische Studien, s.g. CDMO-Bereich, wurde 2021/ 2022 in der ersten Phase abgeschlossen. Diese Investitionen haben im Jahr 2023 zu einer erheblichen Umsatzsteigerung beigetragen. Weitere Ausbauschritte, insbesondere zur Herstellung von Ready-to-Use-Patientendosen nach FDA- und EMA-Standards, wurden in Zusammenarbeit mit ROTOP Radiopharmacy GMBH in 2023 intensiviert und werden 2024 abgeschlossen.

Zu den wesentlichen Risiken gehören potenzielle Störungen der globalen Lieferketten, verschärft durch den Krieg in der Ukraine seit Februar 2022 und die zunehmenden Sanktionen gegen Russland. ROTOP begegnet diesen Risiken durch ein sorgfältiges strategisches Einkaufsmonitoring.

Ein weiteres technologisches Risiko besteht in der sporadischen Verknappung des radioaktiven Technetium-Isotops Mo-99, das zur Herstellung von Tc99m-Generatoren verwendet wird, welche für SPECT-Untersuchungen notwendig sind. Im letzten Jahr führte der Ausfall einiger weniger Forschungsreaktoren, die für die Produktion notwendig sind, zu einem zweimonatigen Engpass. Dank vertraglich abgesicherter Vereinbarungen zwischen den Reaktorbetreibern konnte die Versorgung jedoch stabilisiert werden. Laut Studien, wie der OECD-Studie "High Level Group on the Security of Supply of Medical Radioisotopes" von 2016, sind diese Risiken inzwischen gut beherrschbar und die Versorgungssicherheit hoch.

Der Markt für SPECT-Radiopharmaka steht zudem unter Druck. ROTOP beobachtet die Marktentwicklung sorgfältig und ergreift geeignete Maßnahmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Der Markt für PET-Radiopharmaka zeigt ein starkes Wachstumspotenzial. ROTOP hat bereits 2021 erste PET-Radiopharmaka-Produkte von Geschäftspartnern in ihr Portfolio aufgenommen und plant, weitere Produkte entweder durch Kooperationen oder durch eigene Entwicklungen hinzuzufügen, um die zukünftigen Marktanforderungen zu erfüllen.

VI. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Für das Jahr 2024 hat sich ROTOP ein weiteres Wachstum zum Ziel gesetzt. Dies soll vor allem durch die Erweiterung des Produktportfolios, den Ausbau des internationalen Distributoren-Netzwerks und bedeutende Investitionen in die Erweiterung der Entwicklungs- und Herstellungskapazitäten für den Bereich der Auftragsentwicklung und -herstellung (CDMO-Services) für Radiopharmaka, insbesondere radioaktive Therapiedosen, für klinische Studien erreicht werden. Mit den genannten Erweiterungen insbesondere im Bereich des CDMO-Services wird ROTOP in den kommenden Jahren ein stetiges weiteres Wachstum erreichen. Für das kommende Geschäftsjahr ist eine Steigerung des Umsatzes sowie ein moderater Anstieg der Finanzergebnisse geplant.

Mit den laufenden Investitionen in Kooperations- und Entwicklungsprojekte sowie die europäischen Zulassungsverfahren für weitere Radiopharmaka schafft ROTOP eine solide Basis für mittelfristiges Wachstum und zukünftige Produkte.

Um die angestrebten Umsatz- und Produktionssteigerungen sowie die Markterweiterung zu sichern, plant ROTOP kontinuierlich die Einstellung von weiteren Mitarbeitenden.

VII. Risikobericht

1. Allgemeiner Risikobericht

Die aktuellen Hauptrisiken resultieren aus den anhaltenden globalen wirtschaftlichen Einschränkungen, die durch den Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland verursacht werden. Zusätzlich belasten die hohen Inflationsraten das Unternehmen erheblich.

Dank eines umfassenden Krisenmanagements konnte ROTOP den Betrieb fortführen. Allerdings sind die Dauer der Lieferkettenstörungen und die fortgesetzte Inflation schwer vorhersehbar, weshalb die Geschäftsplanung für 2024 nur ein moderates Wachstum vorsieht.

Aufgrund der abflachenden Inflation ist aber nur noch mit moderaten Preiserhöhungen für Rohstoffe, Handelswaren, Elektrizität, Logistik und Dienstleistungen zu rechnen. Dies betrifft auch Löhne und Gehälter, was die soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen beeinflussen könnte. Um den Lebensstandard der Mitarbeitenden zu erhalten, könnten weitere Lohnanpassungen notwendig werden.

Auf der Verkaufsseite können die Endverbraucherpreise jedoch nicht im gleichen Maße wie die Kosten erhöht werden. Um eine übermäßige Kostensteigerung durch den Einkauf zu vermeiden, hat ROTOP mit einigen Lieferanten langfristige Lieferverträge abgeschlossen und produziert wesentliche Bestandteile in-house.

Die Verfügbarkeit von Ressourcen ist wichtiger als die Kostensteigerungen. ROTOP hat umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um kritische Materialien und Komponenten für die Wartung der Reinraum-Produktionsanlagen in ausreichender Menge vorrätig zu halten und so die Produktionskapazitäten und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Das Managementteam von ROTOP überwacht wöchentlich den Liefermarkt und nutzt intensiv die Einkaufskooperationen regionaler und nationaler Pharma-Verbände, um frühzeitig mögliche Engpässe zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Geschäftsrisiken werden systematisch in allen Unternehmensbereichen identifiziert und analysiert. Geschäftsstrategien werden regelmäßig vom Managementteam überprüft und bei Bedarf angepasst. Durch routinemäßige interne Audits können Schwachstellen erkannt und sofort behoben werden. Das Risikomanagement wird in allen Bereichen gemäß den Vorschriften der Good Manufacturing Practice (GMP) durchgeführt.

Im Produktionsbereich wird ein großer Bestand an Fertigprodukten auf Lager gehalten, um bei Produktionsstörungen die Lieferfähigkeit sicherzustellen.

Im Einkauf wird das Marktgeschehen für die wichtigsten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe kontinuierlich beobachtet, um Preisentwicklungen zu nutzen. Die Beschaffung der Einsatzstoffe wird auf mehrere Lieferanten verteilt, um die Produktionssicherheit zu gewährleisten, eine Diversifizierung zu erreichen und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden.

Der Absatzmarkt wird regelmäßig durch Marktanalysen überprüft, um neue Kundengruppen und Abnahmeregionen zu erschließen.

Die Geschäftsleitung erhält monatliche Berichte, die über die aktuelle Wirtschafts-, Finanz- und Ertragslage sowie wichtige Unternehmenskennzahlen informieren.

2. Spezieller Risikobericht

ROTOP steht vor zunehmendem Preisdruck bei den traditionellen SPECT-Radiopharmaka, wodurch die Erträge einzelner Produkte sinken und möglicherweise nicht durch Absatzwachstum ausgeglichen werden können.

Im Jahr 2024 plant ROTOP die Ausweitung der Markteinführung eines neuen Radiopharmakons auf alle wesentlichen europäischen Länder. Basierend auf den Erfahrungen aus Deutschland, insbesondere dem Aufbau der 24-Stunden-Just-in-Time-Lieferlogistik, sind für 2024 erhebliche Zusatzaufwendungen eingeplant, um auftretende Risiken effizient und umfassend zu managen. Im Exportbereich muss die Zusammenarbeit mit den Kooperations- und Distributionspartnern verstärkt und optimiert werden.

Um den neuen Geschäftsbereich erfolgreich zu etablieren, müssen die laufenden Investitionen planmäßig abgeschlossen und die Produktionskapazitäten in Betrieb genommen werden, um zusätzliche Aufträge zu akquirieren.

Weitere spezifische Risiken für den Geschäftsbereich von ROTOP werden derzeit nicht identifiziert.

VIII. Prognosebericht

Der Markt für Nuklearmedizin wächst derzeit stark, insbesondere aufgrund neuer Entwicklungen und klinischer Studien zur Anwendung von Radiopharmaka, besonders in der Radio-Liganden-Therapie (RLT) für Krebserkrankungen. Mehre große Pharmaunternehmen investieren Milliarden in neue Radio-Liganden-Therapien (RLT), einschließlich des Radionuklids Lutetium 177 (Lu-177), was den Markt weiter antreibt. An diesem Wachstum kann ROTOP maßgeblich partizipieren.

Obwohl es weiterhin Herausforderungen in der Lieferkette gibt, insbesondere durch den Konflikt in der Ukraine und Sanktionen gegen Russland, wird der Radiopharmaka-Markt voraussichtlich stark wachsen bleiben. Die Einführung neuer Anwendungen der Radio-Liganden-Therapie (RLT) zur Behandlung verschiedener Krebserkrankungen fördert erhebliche globale Investitionen in die Nuklearmedizin, wodurch die Zukunftsaussichten für den Radiopharmaka-Markt sehr positiv sind.

ROTOP setzt weiterhin auf umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit internationalen Partnern und plant, auch in Zukunft hohe Investitionen zu tätigen. Insbesondere der neu etablierte Geschäftsbereich der CDMO-Services bietet neue Wachstumschancen, weshalb in den nächsten Jahren bedeutende Investitionen in diesem Bereich vorgenommen werden.

Die bestehenden internationalen Kooperationen und Partnerschaften werden kontinuierlich ausgebaut, was ROTOP die Möglichkeit gibt, bei neuen Markt- und Produktinnovationen frühzeitig eine Rolle zu spielen.

Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung, und ROTOP hat eine Nachhaltigkeitsgruppe ins Leben gerufen. Ein erster Nachhaltigkeitsbericht soll im Jahr 2023 veröffentlicht werden. Geplant sind zudem die Installation und Inbetriebnahme von E-Ladesäulen auf dem Firmenparkplatz sowie die verstärkte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. ROTOP wird auch die soziale Nachhaltigkeit weiterentwickeln, indem es die Beziehungen zu Lieferanten verbessert und Compliance-Regeln einführt. Darüber hinaus beteiligt sich ROTOP an einem Projekt zur Digitalisierung von Gebrauchsanweisungen und Fachinformationen, um Papier zu sparen. Das neu gestartete Digitalisierungsprojekt zielt darauf ab, den Papiereinsatz in Zukunft weiter zu minimieren.

ROTOP hat sich zum Ziel gesetzt, so umweltschonend wie möglich zu agieren, ohne die Patientensicherheit zu gefährden. Wir möchten aktiv zur Sicherung der Lebensgrundlagen für jetzige und zukünftige Generationen beitragen.

 

Dresden, den 13. Juni 2024

gez.

Jens Junker, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 19.162.390,02 16.644.824,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 439.645,08 143.315,84
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 439.645,08 92.551,98
2. geleistete Anzahlungen 0,00 50.763,86
II. Sachanlagen 9.142.448,28 7.527.077,66
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.908.201,35 1.975.419,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.770.108,60 2.258.842,84
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.239.716,54 2.038.990,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.224.421,79 1.253.825,03
III. Finanzanlagen 9.580.296,66 8.974.431,49
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.555.296,66 8.949.431,49
B. Umlaufvermögen 6.709.319,23 6.552.959,48
I. Vorräte 3.299.305,28 1.938.234,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.189.245,27 4.452.593,99
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 321.881,10 396.075,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.867.364,17 4.056.518,49
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 220.768,68 162.130,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.976,68 55.894,35
Summe Aktiva 26.013.685,93 23.253.678,82

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.195.340,58 8.558.961,55
I. Gezeichnetes Kapital 515.000,00 515.000,00
II. Kapitalrücklage 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 7.543.961,55 5.225.825,18
IV. Jahresüberschuss 2.636.379,03 2.318.136,37
B. Sonderposten für Investitionszulagen und für Zuschüsse Dritter 2.167.969,70 1.994.640,27
C. Rückstellungen 1.834.252,99 1.993.761,61
D. Verbindlichkeiten 10.798.878,82 10.687.893,37
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.144.403,18 7.521.711,72
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 240.698,77 847.897,22
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.413.776,87 2.318.284,43
davon aus Steuern 178.099,41 98.354,17
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.380,02 7.569,42
E. Rechnungsabgrenzungsposten 16.437,51 17.437,51
F. Passive latente Steuern 806,33 984,51
Summe Passiva 26.013.685,93 23.253.678,82

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.760.641,81 16.682.644,86
2. Personalaufwand -7.986.663,74 -6.961.624,88
a) Löhne und Gehälter -6.459.485,02 -5.641.598,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.527.178,72 -1.320.025,90
davon für Altersversorgung -101.787,68 -93.212,68
3. Abschreibungen -1.132.042,86 -938.758,47
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.132.042,86 -938.758,47
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -5.632.876,71 -5.308.313,61
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung -593,93 0,00
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 258.067,25 119.867,33
davon Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von verbundenen Unternehmen 255.865,17 119.867,33
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 241,64 3.450,83
davon aus Abzinsung 0,00 1.725,31
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -382.569,58 -191.033,20
davon aus Abzinsung -435,62 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.238.102,21 -1.077.456,02
9. Ergebnis nach Steuern 2.646.695,60 2.328.776,84
10. sonstige Steuern -10.316,57 -10.640,47
Jahresüberschuss 2.636.379,03 2.318.136,37

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die ROTOP Pharmaka GmbH hat ihren Sitz in Dresden OT Rossendorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (HRB-Nr.: 33711).

Die Aufstellung des vorliegenden Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie den einschlägigen Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Angabenerleichterungen der §§ 276 und 288 HGB in Anspruch.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung/Erläuterungen zur Bilanz und GuV

Die Wertansätze der ROTOP Pharmaka GmbH zum 31.12.2022 wurden unverändert als Bilanzvortrag auf neue Rechnung übernommen.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sind zum Barwert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Handelsware wird zu Anschaffungskosten bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen neben den Material- und den Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie den anteiligen Werteverzehr des Anlagevermögens.

Bei der Bewertung der Vorräte wird das strenge Niederstwertprinzip nach § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB in Form der verlustfreien Bewertung angewendet, sofern dies notwendig ist. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen nach § 255 Abs. 3 HGB als Herstellungskosten wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung, ausreichend Rechnung getragen worden.

Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst.

Die Kassen- und Bankbestände sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Eigenkapitalpositionen sind mit dem Nennwert angesetzt.

Seit dem 1. Januar 2009 werden Investitionszuschüsse und -zulagen in einen Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingestellt. Die Auflösung des Sonderpostens folgt entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegüter. Im Geschäftsjahr 2013 hatte die Gesellschaft den Ausweis der Investitionszulage nach dem InvZulG geändert. Die Investitionszulage wurde erstmalig vollständig ertragswirksam verbucht und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In den Vorjahren wurde die Investitionszulage in den Sonderposten eingestellt und entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Umrechnung der Geschäftsvorfälle in fremder Währung erfolgt mit dem Kurs am Entstehungstag bzw. bei Fremdwährungsforderungen mit dem am Bilanzstichtag höheren Stichtagskurs (Briefkurs) mit der Folge eines niedrigeren und bei Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Stichtagskurs (Geldkurs) mit der Folge eines höheren Stichtagswerts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passiv abgegrenzt.

Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Es handelt sich um Anteile an verbundenen Unternehmen und um Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Gesellschaft ist 95%ige Gesellschafterin der ROTOP Radiopharmacy GmbH, Dresden. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 8.108. Der Jahresfehlbetrag 2023 beläuft sich auf TEUR -595.

Die Tochtergesellschaft ist zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 8.108 bilanziell überschuldet. Eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Erinnerungswert von EUR 1 wurde nicht vorgenommen, da die Gesellschaft gemäß ihrer Unternehmensplanung in den nächsten Jahren ein positives Jahresergebnis und einen positiven Cashflow erwirtschaften wird, sodass die Wertminderung voraussichtlich nur vorübergehend ist.

Darüber hinaus haben die Gesellschafter einen Rangrücktritt auf die Gesellschafterdarlehen und auf die stille Beteiligung in Höhe von insgesamt TEUR 10.555 gewährt. Infolge der beschriebenen Rangrücktrittsvereinbarungen liegt keine insolvenzrechtliche Überschuldung der Gesellschaft vor.

Umlaufvermögen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen analog zum Vorjahr den Bereich der Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das Stammkapital von EUR 515.000 ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen wurden wie im Vorjahr teilweise ertragswirksam aufgelöst. Es erfolgte wie im Vorjahr eine Einstellung in den Sonderposten für Investitionszuschüsse.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr 31.12.2023 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten 10.799 5.135 5.664 0
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (241) (241) (0) (0)
(davon gegenüber Gesellschafter) (16) (16) (0) (0)
in TEUR Vorjahr 31.12.2022 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit über 1 Jahr davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten 10.688 7.234 3.454 260
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (478) (140) (338) (195)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (408) (70) (338) (195)

Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.144 (Vj. TEUR 7.522) sind neben der durch die Gesellschafter gegebenen Sicherheiten durch folgende Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert:

Abtretung der Rechte aus Kundenforderungen mit den Anfangsbuchstaben A bis Z,

Abtretung von Außenständen (Globalabtretung) gegen alle Kunden mit den Anfangsbuchstaben A bis Z,

Raumsicherungsübereignung von Inventar und Waren im Betriebsobjekt, Buchgrundschuld in Höhe von EUR 2,5 Mio. im Grundbuch Eschdorf auf eine Teilfläche des Flurstücks Nr. 67/4 der Gemarkung Rossendorf, Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen, technischen Anlagen und Maschinen, Negativerklärung bezüglich Schutzrechte.

Passive latente Steuern

Der Ausweis betrifft abweichende steuerliche Ansätze. Die latenten Steuerschulden betrugen zum Ende des Geschäftsjahres EUR 806,33 (Vj. EUR 984,51). Im Laufe des Geschäftsjahres erfolgte eine Minderung der latenten Steuerschuld um EUR 178,18 (Vj. EUR 289,39).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.352,56 (Vj. EUR 1.360,38) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.950 (Vorjahr TEUR 2.950)
aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 126 (Vj. TEUR 126)

Derzeit bestehen laut Angaben der Geschäftsführung keine Tatsachen, die auf eine Inanspruchnahme aus den gewährten Bürgschaften hindeuten.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Die Gesellschaft hat dem verbundenen Unternehmen durch Darlehensvertrag einen Gesamtbetrag i.H.v. insgesamt TEUR 8.851 mit Rangrücktritt zugesagt. Bis zum Abschlussstichtag ist der Betrag in Höhe von TEUR 8.851 voll zur Auszahlung gekommen.

Im Übrigen bestehen zum 31. Dezember 2023 Verpflichtungen im geschäftsüblichen Umfang.

Arbeitnehmer

Zum Bilanzstichtag waren im Unternehmen 145 (Vorjahr 137) Mitarbeiter beschäftigt.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 131,50 (Vorjahr 118,50).

Arbeitnehmergruppen Anzahl
Arbeiter 0,00
Angestellte 131,50
leitende Angestellte (inklusive Geschäftsführer) 6,25
vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 93,5
teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer 38,0

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.636 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Betrag in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführung

Name, Vorname Tätigkeit/ausgeübter Beruf
Junker, Jens Dipl. Ingenieur/Geschäftsführer

Die Erfordernisse des § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB liegen hinsichtlich dieses Jahresabschlusses nicht vor.

Soweit dieser Anhang keine Angaben über sonstige, nach den §§ 264 ff., 284 ff. HGB angabepflichtige Sachverhalte enthält, haben diese im Geschäftsjahr nicht vorgelegen

Nachtragsbericht

Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf oder die Lage der Gesellschaft haben.

 

Dresden, den 13. Juni 2024

gez.

Jens Junker, Geschäftsführer

Anlagenspiegel vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Anschaffungskosten
Beschreibung 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte 1.044.876,28 240.897,53 0,00 170.032,36 1.455.806,17
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögensgegenstände 50.763,86 119.268,50 0,00 -170.032,36 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.095.640,14 360.166,03 0,00 0,00 1.455.806,17
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 3.020.073,03 29.043,03 0,00 0,00 3.049.116,06
technische Anlagen und Maschinen 8.027.670,12 0,00 0,00 0,00 8.027.670,12
andere Anlagen, BGA 4.221.682,71 603.374,67 -126.836,16 86.005,06 4.784.226,28
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.253.825,03 2.056.601,82 0,00 -86.005,06 3.224.421,79
Sachanlagen 16.523.250,89 2.689.019,52 -126.836,16 0,00 19.085.434,25
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.949.431,49 605.865,17 0,00 0,00 9.555.296,66
Finanzanlagen 8.974.431,49 605.865,17 0,00 0,00 9.580.296,66
Anlagevermögen 26.593.322,52 3.655.050,72 -126.836,16 0,00 30.121.537,08
Abschreibungen
Beschreibung 01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte -952.324,30 -63.836,79 0,00 -1.016.161,09
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände -952.324,30 -63.836,79 0,00 -1.016.161,09
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte -1.044.654,03 -96.260,68 0,00 -1.140.914,71
technische Anlagen und Maschinen -5.768.827,28 -488.734,24 0,00 -6.257.561,52
andere Anlagen, BGA -2.182.691,92 -483.211,15 121.393,33 -2.544.509,74
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen -8.996.173,23 -1.068.206,07 121.393,33 -9.942.985,97
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen -9.948.497,53 -1.132.042,86 121.393,33 -10.959.147,06
Restbuchwerte
Beschreibung 01.01.2023 31.12.2023
Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte 92.551,98 439.645,08
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögensgegenstände 50.763,86 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 143.315,84 439.645,08
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte 1.975.419,00 1.908.201,35
technische Anlagen und Maschinen 2.258.842,84 1.770.108,60
andere Anlagen, BGA 2.038.990,79 2.239.716,54
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.253.825,03 3.224.421,79
Sachanlagen 7.527.077,66 9.142.448,28
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.949.431,49 9.555.296,66
Finanzanlagen 8.974.431,49 9.580.296,66
Anlagevermögen 16.644.824,99 19.162.390,02

sonstige Berichtsbestandteile

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Gemäß der Gesellschafterversammlung vom 06. Juni 2024 wird der gesamte Jahresüberschuss in Höhe von T€ 2.636 in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROTOP Pharmaka GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROTOP Pharmaka GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 13. Juni 2024

eureos gmbh
wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jäkel, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel (brutto)

Wertentwicklung

Handelsbilanzwert Buchwert zum Ende der Periode
1.1.2023 - 31.12.2023 Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
EUR Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode Differenzen zum Endstand Vorperiode
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert Buchwert zum Ende der Periode
1.1.2023 - 31.12.2023 Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Zugänge
EUR davon aktivierte Zinsen für Fremdkapital Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert Buchwert zum Ende der Periode
1.1.2023 - 31.12.2023 Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
EUR Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode planmäßige Abschreibung
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert Buchwert zum Ende der Periode
1.1.2023 - 31.12.2023 Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
EUR außerplanmäßige Abschreibung Sonderabschreibung Herabsetzungsbetrag nach § 7g- Abs. 2 EStG AfA nicht zuordenbar
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00
Handelsbilanzwert Buchwert zum Ende der Periode Buchwert zum Ende der Vorperiode
1.1.2023 - 31.12.2023 Kumulierte Abschreibungen Zuschreibungen
EUR Erfolgsneutrale Zugänge Erfolgsneutrale Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 6.6.2024.

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