Autovertrieb G.E.C.A. GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sascha Lenzen seit 31.10.2025 | Geschäftsführer |
Rolf Roul Mirco Schieritz seit 31.10.2025 | Geschäftsführer |
Sebastian Meister seit 28.3.2024 | Prokura |
Andreas Wolf seit 14.8.2020 | Prokura |
Torsten Heymig seit 24.11.2008 | Prokura |
Klaus Peter Gerards seit 24.7.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Autohaus Am Ruhrdeich GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH, Duisburg1. Geschäftsverlauf 1.1. Wirtschaftliche Lage 1.1.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Im Jahr 2023 wurden rund 3,7 Millionen Fahrzeuge neu zugelassen. Dies entsprach einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um +5,5 %. 2.844.609 Personenkraftwagen (Pkw) wiesen gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von +7,3 % auf. Knapp die Hälfte aller Pkw (1.379.260/48,5 %) waren mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. Batterieelektrische Pkw (BEV) nahmen um +11,4 % zu, Plug-in-Hybride waren mit -51,5 % rückläufig. Pkw mit einem CO 2 -Ausstoß von 121 bis 160 g CO 2 pro km erreichten einen Anteil von 43,5 % (2022: 38,3 %). Hier wurden 1.237.203 Pkw neu zugelassen. Dies entsprach einem Anstieg von +21,7 %. Der durchschnittliche CO 2 -Ausstoß stieg um +4,9 % auf 114,9 g/km (2022: 109,6 g/km). Fast jeder dritte neu zugelassene Pkw (30,1 %) war dem Segment der SUVs zuzuordnen. Rund 1,9 Millionen Pkw (67,1 %) wurden gewerblich zugelassen (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt/KBA). Der Umsatz im deutschen Kfz-Gewerbe ist im Geschäftsjahr 2023 kräftig gestiegen. Gemäß den Angaben des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) nahmen Handel und Werkstätten rund 207,3 Milliarden Euro ein. Begründet wird das Plus von 11,9 % gegenüber dem Vorjahr (185,2 Milliarden Euro) unter anderem mit einer hohen Werkstattauslastung, gestiegenen Reparaturkosten sowie einem Wachstum bei den Pkw-Neuzulassungen, das allerdings zu einem großen Teil auf den Abbau der Lieferrückstände aus 2022 zurück zu führen ist. In diesem Zusammenhang weist der ZDK auf den im Geschäftsjahr 2023 durchgehend zu beobachtenden deutlichen Rückgang der Fahrzeug-Neubestellungen insbesondere bei Privatkunden sowie die zu erwartenden negativen Auswirkungen des Mitte Dezember 2023 plötzlich gestoppten Umweltbonus für E-Fahrzeuge und die Auftragslücke aus dem Vorjahr hin. Somit wird eine schwache Nachfrage nach E-Autos bei Privatkunden erwartet, während die Absatzerwartungen bei Verbrennern sowohl im privaten als auch gewerblichen Markt als stabil beurteilt werden. Eingefordert wird ein klarer Plan für den Ausbau der E-Mobilität mit stabilen und berechenbaren Rahmenbedingungen. Weiterhin sehr optimistisch zeigen sich die Werkstätten beim Servicegeschäft, wo 85 % der Betriebe eine "sehr gute" bis "neutrale" bzw. gleichbleibende Auftragslage prognostizieren. Laut der ZDK-Bilanz ist die Zahl der Kfz-Betriebe im vergangenen Jahr um 250 und damit um 0,7 % auf 36.170 Autohäuser und Werkstätten zurückgegangen. Dabei nahm die Zahl der fabrikatsgebundenen Betriebe (minus 1,2 % bzw. 170 Firmen auf 14.120) stärker ab als die der freien Werkstätten und Händler (minus 0,4 % bzw. 80 Betriebe auf 22.050). Erfasst sind alle organisationsfähigen Betriebe ab einer jährlichen Umsatzgröße von 100.000 Euro aufwärts. Die Anzahl der Beschäftigten in der Kfz-Branche reduzierte sich um 0,9 Prozent auf 430.000. Durch den Rückgang der Auftragseingänge bei den Neuwagenverkäufen, insbesondere bei den batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen (BEV), kommen die Fahrzeugbestände unter Druck. Das betrifft sowohl die Neuwagen, Vorführwagen als auch junge Gebrauchtwagen. 1.1.2. Marktentwicklung Opel Opel erreichte in 2023 bundesweit mit 144.901 (VJ: 144.588) Neufahrzeugzulassungen (PKW) einen Marktanteil von 5,1 %, der damit gegenüber dem Vorjahr (5,45 %) um 6,4% erneut zurückging. Nahezu jeder vierte (23,7 %) in 2023 neu zugelassene Opel-PKW war ein Batterie-Fahrzeug. Seit dem 02.08.2014 ist die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH 100%ige Gesellschafterin der Autozentrum Ruhrdeich GmbH, welche zum Zeitpunkt der Übernahme 6 Opel-Autohäuser betrieb. Seit dem 01.05.2015 ist die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH Inhaberin eines Opel-Vertragshändlervertrags mit insgesamt 6 Standorten: Duisburg-Kaßlerfeld, Duisburg-Neumühl, Duisburg-Rheinhausen, Krefeld, Moers und Kamp-Lintfort. Der Standort in Kamp-Lintfort wurde zum 31.03.2016 aus betriebswirtschaftlichen Gründen geschlossen. Zum 31.12.2019 hat die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH im Einvernehmen mit der Opel Automobile GmbH den Opel Verkaufs- und Service Standort auf der Moerser Str. 30 in Duisburg - Rheinhausen ebenfalls aus betriebswirtschaftlichen Gründen geschlossen. Der Betrieb wird weitergenutzt als Karosserie- und Lackierzentrum für die Betriebe der Ruhrdeichgruppe. 2020 wurden in die Infrastruktur des Betriebes ca. 300.000 Euro investiert. Zum 01.09.2016 eröffnete die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH zwei weitere Standorte als Opel-Vertragshändler in Essen. Im Rahmen der fortlaufenden Reorganisation des Opel-Geschäftsbereiches betreibt die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH seit April 2022 das Opel Handels- und Servicegeschäft auf der Mühlenstraße 3 in Moers. Die Autozentrum Ruhrdeich GmbH beschränkt zeitweise befristet ihre unternehmerische Tätigkeit auf die Vermietung & Verpachtung des Anlagevermögens an verbundene Unternehmen. Die Opel Automobile GmbH hatte mit Wirkung zum 31. Mai 2023 dem gesamten Opel-Händler- und Servicenetz in Deutschland den Händlervertrag ordentlich gekündigt. Im aktuellen Marktumfeld der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH hat sich die Anzahl der Opel-Händler zwischenzeitlich nach der ersten Händlernetzkündigung zum 30. April 2020 bereits deutlich reduziert. Durch die neue ordentliche Opel-Netzkündigung hat sich ab dem 1. Juni 2023 das Opel Handels- und Servicenetz im Marktumfeld der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH weiter reduziert. Die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH hat für alle Opel Verkaufs- und Servicestandorte von der Opel Automobile GmbH ein neues Vertragsangebot erhalten, dass Opel Deutschland mit der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH auch über den 31.12.2026 hinaus unverändert weiterarbeiten möchte. Das regionale Opel-Verkaufs- und Aftersales-Geschäft konzentriert sich somit seit dem 1. Juni 2023 auf noch weniger Opel-Standorte. Im Rahmen der fortlaufenden Reorganisation hat die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH zusammen mit der Netzabteilung der Stellantis Deutschland GmbH vereinbart, dass der Opel-Standort auf der Daimlerstrasse in Duisburg-Neumühl mit Auslaufen des Mietvertrages geschlossen wird. Das Opel-Handelsgeschäft für den Duisburger Markt wird dann von dem Duisburger Hauptstandort auf der Max-Peters-Straße aus betrieben. Aufgrund der zu verzeichnenden rückläufigen Nachfrage nach Opel-Neuwagen und den damit verbundenen Umsatz- und Ertragsrückgängen stellt die Berichtsgesellschaft derzeit weitere Opel-Neuwagenstandorte auf den Prüfstand, so dass spätestens in 2025 entschieden wird, an welchen Standorten die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH zukünftig das Opel-Neuwagengeschäft fortführen wird. Hierbei sind auch die von Opel-Deutschland geforderten sehr hohen Investitionen in eine neue Corporate Identity für den Außen- und Innenbereich der Autohäuser von Bedeutung. Zudem besteht weiterhin Klärungsbedarf hinsichtlich Veränderungen des grundsätzlichen Geschäftsmodells dahingehend, ob Opel das Agentursystem tatsächlich zum 01.01.2027 einführt und ob hieraus ein tragfähiges und rentables Geschäftsmodell für unsere Gesellschaft resultiert. Zum Berichtszeitpunkt lagen hierzu noch keine finalen Entscheidungen und Kostenaufstellungen vor. 1.1.3. Entwicklungen im Wirtschaftsraum Insgesamt ist voranstellend auszuführen, dass die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Geschäftsergebnisse an den nachfolgend aufgeführten Standorten unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 durch die immer noch vorhandenen Störungen bei den Lieferketten, die unter Druck geratenen Fahrzeugbestände und die deutliche Zinserhöhung extrem negativ beeinflusst wurden. Das Opel-Geschäft im Marktgebiet Duisburg wird im Rahmen der fortlaufenden Opel-Reorganisation neu aufgestellt. Der Opel-Standort auf der Daimlerstrasse in Duisburg-Neumühl wurde in der 2. Jahreshälfte 2024 geschlossen. Der Mietvertrag lief im Juli 2024 aus. Die vorhandenen operativen Mitarbeiter werden weiter benötigt und wurden somit auf die umliegenden Stellantis-Standorte verteilt. Das gesamte markenübergreifende Flottengeschäft der Ruhrdeichgruppe wird nunmehr vom aktuellen Peugeot/Citroen-Standort auf der Neumühler Str. in Duisburg betrieben. An dem Standort sind die Service-Verträge für alle Stellantis Marken der Ruhrdeichgruppe vorhanden. Das Geschäft am Opel-Standort in Krefeld war in 2023 vergleichbar mit dem Vorjahr. Hier konnte der Aftersales davon profitieren, dass ein direkter Wettbewerber in Krefeld aus dem Markt ausgeschieden ist. Insgesamt profitiert der Standort außerdem von optimierten Strukturkosten aufgrund der Unterbringung in dem modernen Stellantis Drei-Marken-Autohaus. Der in 2016 eröffnete Opel-Standort in Essen auf der Haedenkampstraße profitiert von den günstigen Strukturkosten, welche sich auf alle drei am Standort vertriebenen Marken Opel, Peugeot und Citroen verteilen. Die Marken Peugeot und Citroen werden von der Schwestergesellschaft Auto Parc France GmbH vertrieben. Die Entwicklung des Opel-Geschäftes verlief in 2023 im Aftersales zufriedenstellend, im Gebrauchtwagenverkauf ordentlich und im Neuwagenverkauf nicht zufriedenstellend. Im exklusiven Opel-Standort in Essen auf der Rellinghauser Straße verzeichnen wir eine positive Entwicklung im After-Sales. Die Entwicklung im Verkauf liegt am Standort auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Das ursprüngliche Vorhaben diesen Standort um die Marken Peugeot und Citroen aufzuwerten, wurde in 2024 wieder verworfen. Durch die rückläufige Nachfrage der Endkunden nach Opel-Neuwagen sowie die darüber hinaus von Opel Deutschland verlangten hohen Investitionskosten in die CI werden wir uns zukünftig vollständig auf den Essener Hauptstandort auf der Haedenkampstrasse konzentrieren. Den noch exklusiven Opel-Standort werden wir zum 31.12.26 schließen und den Mietvertrag auslaufen lassen. Der Opel-Standort an der Daimlerstrasse in Duisburg wurde wie zuvor beschrieben geschlossen. Durch diese fortlaufende Reorganisation werden die Opel-Betriebe kontinuierlich zukunftsfähig entwickelt, die Strukturkosten zum Teil deutlich reduziert und es entstehen weitere Kosten- und Personalsynergien durch die weitere Zusammenlegung der Stellantis-Konzernmarken. 1.2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Steuerung des Unternehmens sowie die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft werden u.a. das Netto-Umlaufvermögen ("working capital"), der Finanzmittelfonds (netto verfügbare flüssige Mittel), der Rohertrag sowie das Ergebnis aus laufendem Betrieb als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Im Rahmen der Steuerung durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen insbesondere die permanente Verbesserung und Messung der Kundenzufriedenheit sowie die ständige Pflege des Kundenstamms einen wesentlichen Schwerpunkt unserer Vertriebsorganisation dar. Die Qualität und Leistungen unserer Mitarbeiter sind der Garant für ein Bestehen am Markt. Es wurden auch im Berichtsjahr neue Mitarbeiter eingestellt, um die weitere Entwicklung des Unternehmens zu sichern. Dennoch bleibt die Personalführung, -entwicklung und -suche ein zentrales Thema. Es ist herausfordernd, gutes und leistungsfähiges Fachpersonal zu finden. Somit können wir in unserer Branche keine Entspannung bei der qualifizierten Personalsuche feststellen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 91 operativ tätige Mitarbeiter (Vorjahr 91), beschäftigt, die über eine fachliche Qualifikation in ihren Tätigkeitsbereichen verfügen und sich entsprechend den Qualitätsstandards weiterbilden. Zudem wird im Bedarfsfall und bei Umsatzspitzen auf fachlich geschultes Personal von Schwesterunternehmen zurückgegriffen. 1.3. Umsatz/-Auftragsentwicklung Die Umsatzerlöse verminderten sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 57.401) um 1,8 % auf T€ 56.349. Von den Umsätzen entfallen 54 % auf Neuwagen (Vorjahr: 47 %), 26 % auf Gebrauchtwagen/Vorführwagen (Vorjahr: 34 %), 11 % auf Ersatzteile (Vorjahr: 10 %), 7 % auf Werkstattleistungen (Vorjahr: 7 %) sowie 2 % auf sonstige Umsätze (Vorjahr: 2 %). In Anbetracht der allgemeinen Marktsituation kann die Umsatzentwicklung im Berichtsjahr als stabil beurteilt werden. 2. Darstellung der Lage 2.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Rohertrag (ohne sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von T€ 10.328 erzielt, der sich damit auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 10.346) darstellt. In Relation zur Betriebsleistung verbesserte sich der Rohertrag des Berichtsjahres mit 18,3 % leicht gegenüber dem Vorjahr (18,0 %). Die Betriebsaufwendungen (insbesondere Personal- und sonstige Aufwendungen bereinigt um neutrale Bestandteile) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.687 auf T€ 11.250. Der Anstieg resultiert u.a. aus allgemeinen Kostensteigerungen im Personalbereich sowie erhöhten allgemeinen Betriebsaufwendungen (z.B. Mieten, Werbung). Das vergleichbare Ergebnis aus laufendem Betrieb leitet sich damit ab aus einem leicht verminderten Rohertrag von 2023: T€ 10.328
Im Berichtsjahr werden neutrale Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 367 ausgewiesen. Unter Berücksichtigung der gegenüber dem Vorjahr um T€ 113 gestiegenen - überwiegend die Vorführwagen betreffenden - Abschreibungen von T€ 914 resultiert ein Jahresverlust in Höhe von T€ 1.151 (Vorjahr: Jahresgewinn T€ 196), der von der Ruhrdeich-Holding GmbH, Duisburg, im Rahmen des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages übernommen wird. Damit hat sich die im Lagebericht der Vorperiode berichtete Prognose, die trotz der als äußerst unsicher einzustufenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 ausging, insgesamt nicht bestätigt. Die Ertragslage der Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 zwar hinsichtlich des Rohertrages in einem schwierigen Marktumfeld stabilisiert werden. Der ausgewiesene Verlust in Höhe von T€ 1.151 resultiert letztlich aus den deutlich gestiegenen Betriebsaufwendungen. Damit entspricht die Entwicklung der Gesellschaft insgesamt nicht unseren Erwartungen. 2.2. Finanzlage Zum Bilanzstichtag wird ein Rückgang des Zahlungsmittelbestandes um T€ 7.089 auf T€ - 19.734 (Finanzmittelfonds) ausgewiesen, der insbesondere aus einem Anstieg der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zur Finanzierung des gegenüber dem Vorjahresstichtag deutlich erhöhten Fahrzeugbestandes resultiert. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Die Gesellschaft konnte ihren finanziellen Verpflichtungen zu jedem Zeitpunkt nachkommen. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 9.749 (44,9 %) auf T€ 31.471. Den überwiegenden Anteil an der Bilanzsumme weist auf der Aktivseite mit 79,7 % (2022: 74,9 %) weiterhin das Umlaufvermögen aus. Hier wird das Vorratsvermögen (Neuwagen, Gebrauchtwagen, Ersatzteile) mit T€ 15.280 über dem Niveau des Vorjahres (T€ 11.170) ausgewiesen. Der Anstieg betrifft insbesondere die Neuwagenbestände. Die Warenbestände stellen, wie für Handelsunternehmen typisch, mit einer Quote von 48,6 % (2022: 51,4 %) einen wesentlichen Bestandteil der Bilanzsumme dar. Auf der Passivseite der Bilanz beträgt das Eigenkapital unverändert T€ 1.023, wobei der Jahresverlust 2023 in Höhe von T€ 1.151 (2022: Jahresgewinn T€ 196) aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages von der Ruhrdeich-Holding GmbH, Duisburg, übernommen wurde. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend die Finanzierung des auf der Aktivseite ausgewiesenen Warenbestandes. Die Finanzierungsstruktur und Liquiditätsausstattung der Gesellschaft waren während des gesamten Geschäftsjahres stets gut und solide ausgestaltet. 3. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft 3.1. Allgemeines Wir gehen nicht davon aus, dass sich der Markt im noch laufenden Geschäftsjahr 2024 sowie im ersten Halbjahr 2025 erholen wird. Durch den hohen Auftragsbestand der Vorjahre werden die Auslieferungszahlen höher sein als in dem aktuellen neuen Auftragseingang wiedergeben. Da im laufenden Geschäftsjahr die Lieferzeiten deutlich kürzer wurden und die Hersteller wieder erheblich mehr Vertriebsmittel in die Neuwagenangebote stecken, kommen die Fahrzeugpreise der Händlerbestände für Neuwagen, Vorführwagen und Gebrauchtwagen erheblich unter Preisdruck. Insbesondere die batteriebetriebenen Fahrzeugbestände sowie die Altbestände können nur mit zum Teil erheblichen Abschlägen verkauft werden, was zu deutlichen Einbußen bei den Bruttoerträgen führt. Fahrzeugbestände aus der Coronazeit wurden nicht rechtzeitig ersetzt, weil es keine Ersatzlieferungen gab. Hieraus resultiert eine Überalterung dieser Fahrzeuge, die darüber hinaus auch während der Coronazeit zu teuer mit zu geringen Unterstützungen durch Vertriebsmittel eingekauft wurden. Das betrifft alle aus den Jahren 2021 bis 2023 bestellten und gelieferten Neuwagen, Vorführwagen und Mietwagen. Mangels Verfügbarkeit wurden ebenfalls in den Jahren 2022 und 2023 zahlreiche Jungwagen eingekauft, die schlussendlich im laufenden Geschäftsjahr nur mit deutlichen Zugeständnissen bei den Bruttoerträgen verkauft werden konnten. Diese Bestandssanierung war notwendig und vorher nicht absehbar. Denn die Lieferzeitensituation sowie die nahezu gegen Null tendierende Nachfrage nach BEV-Fahrzeugen war nicht vorhersehbar. Darüber hinaus schaffte die Politik quasi über Nacht im Dezember 2023 die Umweltprämie in Höhe von 4.500 Euro ab, was einen zusätzlichen erheblichen negativen Impakt auf den Abverkauf der Lagerbestände hatte. Von wesentlicher Bedeutung ist außerdem das Verbraucherverhalten aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Energiekrise. Ob und inwieweit die Folgen des Ukraine-Krieges weitere negative Konsequenzen haben werden, in welcher Form auch immer, ist nicht vorhersehbar. Ungeachtet dessen sehen wir die zukünftige Entwicklung der Marke Opel grundsätzlich positiv. Opel modernisiert und elektrifiziert derzeit weiter die Fahrzeugflotte. Im laufenden Jahr 2024 werden der neue vollelektrische Frontera und Grandland vorgestellt. Die Kernaufgabe wird weiterhin die Ausschöpfung der vorhandenen Marktpotentiale im Fahrzeugverkauf, im Werkstattgeschäft und im Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör sein. Einen weiteren Schwerpunkt stellt nach wie vor die Integration der Gesellschaft in die organisatorischen Strukturen der Ruhrdeichgruppe dar. Hauptziel ist mittelfristig das Erreichen des deutschlandweiten Marktanteils in der Region. Nach wie vor sind die Auslastung im Service und das Ersatzteilegeschäft die tragenden Säulen. Da die Verbraucher ihre Verbrennerfahrzeuge länger nutzen, wird das Aftersales-Geschäft davon weiter profitieren und weiter ausgebaut werden können. 3.2. Entwicklung des Einzelhandelsgeschäfts im Hauptbetrieb Duisburg Für das laufende Geschäftsjahr 2024 und das erste Halbjahr 2025 gehen wir an allen Opel-Standorten davon aus, dass - wenn sich die Nachfrage der Privatkunden nach Opel- Neufahrzeugen nicht verbessert - das Opel-Geschäft sich nicht positiv entwickeln wird. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der Kriegsgeschehnisse in der Ukraine und der hohen Inflation sowie der negativen Zinsentwicklung eine valide Aussage über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung für alle Standorte nur unter großen Unsicherheiten abgegeben werden kann. 3.3. Entwicklung des Filialbetriebs in Krefeld Es wird von einer positiven Entwicklung in Vertrieb und After-Sales ausgegangen. 3.4. Entwicklung der Filialbetriebe in Essen Die Hauptaufgabe ist es, die Kostenentwicklung entsprechend der sicherlich positiven weiteren Umsatzentwicklung gezielt zu steuern. 3.5. Entwicklung des Filialbetriebs Daimlerstraße 1 in Duisburg Die Daimlerstraße wird geschlossen. 4. Risikobericht Insbesondere der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation, die anhaltende Energiekrise und das damit verbundene negative Konsumverhalten sowie die negativen Wirtschaftsaussichten für Deutschland stellen für die weitere Entwicklung des Unternehmens ein markantes Risiko dar. Diese Vielzahl negativer Auswirkungen hat in den letzten Jahren gezeigt, dass die Lieferketten längst nicht so widerstandsfähig sind, wie dies bisher angenommen wurde. Ein weiteres Risiko stellt die nicht ausreichend vorhandene Nachfrage nach Elektrofahrzeugen dar. Aufgrund von europäischen Vorgaben müssen die Hersteller vorgegebene Quoten an CO 2 -armen Elektrofahrzeugverkäufen realisieren, um hohe EU-Strafzahlungen zu verhindern. Werden diese Verkäufe nicht realisiert, drohen hohe Strafzahlungen an die EU und damit verbunden Lieferkürzungen bei den Verbrennerfahrzeugen, was dann zu erheblichen Umsatz- und Ertragsrückgängen führen würde. Es können sich - je nach weiterem Verlauf der aktuellen Entwicklungen - anhaltende Umsatzeinbußen ergeben. Trotz der umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung der wirtschaftlichen Auswirkungen besteht die Gefahr zukünftig nicht ausreichender korrespondierender Kostenentlastungen. Die hohen Energiekosten, die Rücknahme der staatlichen Förderung, ein Mangel an Ladestationen sowie die hohen Anschaffungskosten können sich negativ auf die weitere Entwicklung der E-Mobilität auswirken. In Deutschland ist unbedingt der Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen und zudem die Benutzerfreundlichkeit und Bezahlbarkeit des Ladens zu optimieren. Ein weiteres Risiko könnte darin bestehen, dass sich die Autobranche nicht ausreichend auf die sich ändernden Bedürfnisse der Verbraucher einstellt. Während die älteren Generationen den Besitz eines eigenen Autos noch eindeutig präferieren, sind die jüngeren Generationen offen für den Umstieg auf flexible Mobilitätsalternativen. Risiken und Chancen zugleich bietet der Transformationsprozess, den der Autohandel derzeit durch Digitalisierung und Internet (Online-Handel) durchläuft. Hinzu kommen Umstrukturierungen der Autohersteller bei den Vertriebswegen bis hin zum Agenturmodell. Für etwaige Verluste aus der Rücknahmeverpflichtung von Leasingfahrzeugen sind ausreichende Rückstellungen gebildet worden. Wertminderungen bei den Warenbeständen wurden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Allerdings drohen nicht unerhebliche Ertragseinbußen aus dem Verkauf alter Fahrzeugbestände. Basierend auf der soliden finanziellen Basis des Unternehmens, den vorhandenen Kompetenzen in der Unternehmensführung, dem soliden After-Sales-Geschäft mit hoher händlerbezogener Kundenloyalität und der guten Position im regionalen Wettbewerbsumfeld ist unsere Gesellschaft für zukünftige Herausforderungen gut gerüstet. 5. Prognosebericht Es ist davon auszugehen, dass sich hinsichtlich der PKW-Absatzzahlen im laufenden Geschäftsjahr 2024 sowie auch im Geschäftsjahr 2025 keine signifikante Erholung zeigen wird. Die aktuellen Krisen, das Konsumverhalten, hohe Energiepreise, eine nicht ausreichend vorhandene Infrastruktur für die Elektromobilität, Risiken aus dem Abverkauf von Altbeständen sowie die massiven Zinserhöhungen stellen eine Belastung für die gesamte Branche dar. Die Herausforderung für die Unternehmen besteht darin, die Fahrzeugbestände deutlich zu reduzieren und diese an die neuen Gegebenheiten anzupassen und auszurichten. Die anhaltenden unfassbaren und erschütternden Ereignisse in der Ukraine sorgen dafür, dass sich die mittel- und langfristigen Auswirkungen für Europa, Deutschland und am Ende für die Autobranche weiterhin nicht einschätzen lassen. Die global hohen Energie- und Spritpreise sowie die sehr zurückhaltende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen geben insofern derzeit eher Anlass zu einem pessimistischen Ausblick. Aufgrund der als äußerst unsicher einzustufenden gesamtwirtschaftlichen sowie branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen können wir insgesamt nicht von einer positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 und auch im Geschäftsjahr 2025 ausgehen. Als größte Herausforderung betrachten wir hierbei die zurückhaltende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen sowie die Überproduktion und damit verbundene Bestandsrisiken für Neu-, Vorführ-, Rent- und junge Gebrauchtfahrzeuge. Oberste Priorität haben daher der Bestandsabbau und die Reduzierung der Zinskosten. Es ist möglich, dass die vorstehend beschriebenen negativen Tendenzen länger andauern. Eine Folge hieraus könnte sein, dass potentielle Fahrzeugkäufer sich zurückhalten, weil sie erst ihre eigene berufliche und private Entwicklung abwarten wollen, bevor sie in der jetzigen unsicheren Situation größere Anschaffungen planen. Insofern ist es nach wie vor nur eingeschränkt möglich, eine verlässliche Vorhersage der wirtschaftlichen Auswirkungen der insgesamt krisenbehafteten wirtschaftlichen Gesamtlage auf den Kraftfahrzeughandel insgesamt und unsere Gesellschaft vorzunehmen. Insgesamt ist zu konstatieren, dass der klassische Neuwagenkauf im Autohaus an Bedeutung verlieren wird. Der Gebrauchtwagenhandel wird zunehmend durch Plattformen im Internet gesteuert. Neue Kundenanforderungen erfordern neue Konzepte. Diesen Anforderungen hat sich unsere Gesellschaft gestellt. Die zu erwartende Kaufzurückhaltung wird ganz sicher zu einer weiteren Konsolidierung des Kraftfahrzeughandels in Deutschland führen. Die Ruhrdeichgruppe hat in den letzten Jahren erfolgreich eine solide finanzielle Basis der Unternehmensgruppe geschaffen, die es zu erhalten und weiter auszubauen gilt. Begleitend wird kontinuierlich an effektiven und effizienten Strukturen und Arbeitsabläufen gearbeitet.
Duisburg, 30. November 2024 Peter Gerards, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang nach § 284 - § 288 HGB zum Geschäftsjahr 2023Autohaus Am Ruhrdeich GmbHSitz: Duisburg Registergericht: Duisburg HRB 2998 A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 (2) HGB. Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie den Lagebericht nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gem. § 264 ff HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023. Die Gesellschaft hat mit der Ruhrdeich-Holding GmbH, Duisburg, als herrschendem Unternehmen, einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Das Bestehen dieses Unternehmensvertrages ist bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse (Ergebnisabführungsverpflichtung) entsprechend zu berücksichtigen. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der P.G.-Verwaltung GmbH, Essen, einbezogen. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Unternehmensregister. Nachstehender Anhang enthält die gesetzlich bestimmten Angaben-Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 284 HGB sowie sonstige Pflichtangaben gemäß § 285 HGB, soweit nicht nach § 286 Abs. 4 HGB auf die Angaben verzichtet werden kann. B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt; ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Das Anlagevermögen wurde zu den Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und - soweit es in seiner zeitlichen Nutzung begrenzt ist - um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen wurden dabei nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf linearer Verteilungsgrundlage vorgenommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, welcher über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB angesetzt. Die Waren - bestehend aus Neuwagen, Gebrauchtwagen und Ersatzteilen - wurden zu ihren Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB unter Einbeziehung von Anschaffungskostenpreisminderungen bei den Neuwagen und Ersatzteilen bewertet. Bei den Gebrauchtwagen wurden neben den Einstandspreisen die angefallenen Reparaturkosten (bewertet zu Herstellungskosten) einbezogen. Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Stichtagswert vorgenommen. Bei den Ersatzteilen wurden erforderliche Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Dem strengen Niederstwertprinzip ist bei den grundsätzlich zu ihrem Nennwert bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über die Vornahme von Einzelwertberichtigungen durch den Ansatz des beizulegenden Stichtagswertes nach § 253 Abs. 4 HGB Rechnung getragen. Das allgemeine latente Ausfallrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Von den zum Nennwert bewerteten sonstigen Vermögensgegenständen entfallen € 122.512,55 (2022: € 66.800,57) auf Forderungen gegenüber dem Gesellschafter. Die Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken Rechnung tragen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von € 5.708.386,78 (2022: € 6.250.747,75). II. Angaben zu den einzelnen Positionen der Bilanz zum 31. Dezember 2023 Anlagevermögen Zur Darstellung des Anlagevermögens wird auf den zu diesem Anhang beigefügten Brutto-Anlagenspiegel, aus dem die Entwicklung des Anlagevermögens 2023 ersichtlich ist, verwiesen. Angaben zu Verbindlichkeiten zu § 285 Ziffer 1 HGB Für die Fahrzeug-/Ersatzteilfinanzierungen in Höhe von T€ 20.654 (2022: T€ 12.919) bestehen Sicherungsübereignungen für die finanzierenden Banken. zu § 285 Ziffer 3a HGB Es bestehen folgende Mietverträge:
Von den Verpflichtungen entfallen T€ 103,0 auf verbundene Unternehmen. zu § 285 Ziffer 24 HGB Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUCM) unter Anwendung eines Zinssatzes von 1,82 % p.a. sowie einer Rentendynamik von 1,00 % p.a. Eine Gehaltsdynamik war mangels gehaltsabhängiger Zusagen an aktive Versorgungsberechtigte nicht zu berücksichtigen. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2023 € 152,00. Angaben zu Haftungsverhältnissen gemäß § 251 HGB Es bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 8.049 (2022: T€ 6.331). Die vorstehenden Verpflichtungen betreffen ausschließlich Unternehmen im Konzernverbund der Ruhrdeichgruppe. Aufgrund der soliden finanziellen Ausstattung dieser Gesellschaften, die auch in der Vergangenheit jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachgekommen sind, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. III. Angaben zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 1. Die Gewinn- und Verlustrechnung 2023 ist wie in den Vorjahren nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgebaut. C. Sonstige Pflichtangaben nach § 285 HGB 1. Im Geschäftsjahr 2023 war der Kaufmann Peter Gerards, Xanten, alleiniger Geschäftsführer der Gesellschaft. 2. Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 3. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
4. Die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH hält 100 % der Anteile an der Autozentrum Ruhrdeich GmbH, Kamp-Lintfort. Mit dieser Gesellschaft wurde am 2. Dezember 2014 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ -1.071.
Duisburg, 30. November 2024 Peter Gerards, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.02.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zum vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Autohaus Am Ruhrdeich GmbH, Duisburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Am Ruhrdeich GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Gelsenkirchen, den 30. Dezember 2024 TREUHAND
WEST GMBH
Heyng, Wirtschaftsprüfer |
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