Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Control Techniques GmbHLiquidiert
53773 Hennef (Sieg), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dieter Baumann seit 13.11.2014 | Prokura |
Ralf Ignaz Gross seit 22.9.2014 | Geschäftsführer |
Laurent Jean-Michel Babaud seit 22.9.2014 | Geschäftsführer |
Rainer Peter Crevecoeur seit 22.9.2014 | Geschäftsführer |
Ulrich Buhr seit 13.7.2009 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Control Techniques GmbHHennefJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016/17A. Grundlagen des UnternehmensDie CT GmbH ist Teil der Control Techniques Ltd in UK, deren oberste Muttergesellschaft, die Nidec Corporation, die ihren Sitz in Kyoto, JPN, hat. Die Geschäftstätigkeit der CT GmbH liegt in erster Linie im Vertrieb von Steuerungs- und Antriebstechnologien. Im Detail besteht das Produkt- und Dienstleistungsportfolio aus den folgenden drei Hauptbereichen: Produkte / Komponenten: Verkauf von elektrischen Antriebstechnik - Modulen (Umrichtern, Motoren und Zubehör), die in der Regel auch auf die einzelnen Kunden angepasste Software-Applikationen auf unterschiedlichen Komplexitätseben mit enthalten. Automation Solutions (Systembau): Design und Fertigung von elektrischen Antriebssystemen Service & Repair: Dienstleistungen im Bereich Installation, Inbetriebnahme und Reparatur CT gehört damit im weiteren Sinne zu der Geschäftssparte Elektronikvertrieb. Das Unternehmen Control Techniques GmbH unterhält neben der Zentrale in Hennef weitere Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Bensheim und Chemnitz. In Hennef werden auch Antriebssysteme projektiert und gefertigt. Die Control Techniques GmbH betreibt ferner eine Zweigniederlassung in Asten/Österreich. Die Niederlassung Mechelen/Belgien wurde im Rahmen eines Asset Deals zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2016/17 aus der GmbH herausgelöst. Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind der Auftragseingang, die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis. Die Niederlassung in Chemnitz wird zum 31.03.2018 geschlossen, die Niederlassung in Bensheim zum 30.09.2018. B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Für das Geschäftsjahr erwartet der ZVEI ein Wachstum in der realen Produktion von 4%. Angesichts eines starken weltwirtschaftlichen Umfeldes trotz anhaltender politischer Störungen, welche die Geschäfte spürbar beeinträchtigen können, ist das Ergebnis als zufrieden stellend zu betrachten. Seit Jahren bewegen sich die Rohstoffpreise auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Die Gründe hierfür sind der nach wie vor weltweit hohe Bedarf an Kupfer und Aluminium. Die Preise für Kupfer (+ 20 %) und Aluminium (+ 10 %) sind im Jahresmittel deutlich im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die für unsere neueren Motorengenerationen nötigen "Seltene Erden Magnete" hier im Wesentlichen NeoDym aus China liegen ebenfalls immer noch auf einem unverändert hohen Niveau. 2. Geschäftsverlauf Auch infolge der guten Marktlage erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 der externe Auftragseingang in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um TEUR +2.342 (6,5%). Im Geschäftsbereich Module / Komponenten verringerte sich der Auftragseingang um TEUR -505 (-2,5%) im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Ausbau bestehender Kunden und durch Neukundengewinnung konnten die z.T. massiven Rückgänge im Segment Textil (-20%) und Aufzugstechnik (-50%) zumindest in Deutschland kompensiert werden. Der Auftragseingang im Bereich Systeme konnte über die gesamten Monate um TEUR 2.621 (+20,1%) gesteigert werden. Hier ist insbesondere der Bereich der Prüfstandstechnik hervorzuheben. Um ein nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, wurde der Vertrieb neu organisiert und erweitert. Eine Ausrichtung auf neue Branchen, neben dem bisherigen Kerngeschäft der Prüfstandstechnik im Automobilsektor, soll das Wachstum über definierte Branchen gewährleisten. Hier wird insbesondere ein Anstieg im nächsten Geschäftsjahr erwartet. Neben dem OEM Geschäft soll eine weitere Fokussierung auf Anlagenmodernisierung bei Endkunden mit einer Gewinnsteigerung einhergehen. Der Auftragseingang im Geschäftsbereich Service + Repair war mit TEUR 4.035 (+ 5,9 %) den Erwartungen entsprechend für das abgelaufene Geschäftsjahr. Im Wesentlich war hierfür der Anstieg im Ersatzteilgeschäft mit unseren Altgeräten verantwortlich. Ein weiterer Baustein im Servicegeschäft, die kostenpflichtigen Inbetriebnahmen, sind naturgemäß eng verknüpft mit den Auftragszahlen bei Systemen und Solutions mit entsprechendem Anstieg. 3. Darstellung der Lage 3.1. Ertragslage Der Gesamtumsatz der GmbH sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.437 auf TEUR 36.399. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in diesem Geschäftsjahr keine Umsätze mehr der ehemaligen belgischen Niederlassung berücksichtigt sind, die im Vorjahr noch TEUR 2.570 betrugen. Ohne den Umsatz in Belgien stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr isgesamt um TEUR 1.133 (3,1%). Gleichzeitig blieb das Betriebsergebnis (EBIT) mit TEUR 1.042 um TEUR -333 unter dem Vorjahr zurück. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich mit TEUR 843 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 88 verbessert. Entgegen der ursprünglichen Planung konnten, vor allem durch die ungünstige Entwicklung im Bereich des Modulgeschäftes weder die Umsatz- noch die Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2016/2017 erfüllt werden. Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse (ohne Belgien) in Höhe von TEUR 36.399 (i.Vj. TEUR 35.266) erzielen, die sich wie folgt aufteilen:
Der Bereich Komponenten erreichte einen Umsatz von TEUR 21.632 und verzeichnet damit einen Anstieg von TEUR 127 (+ 0,6%). Im Systembau wuchs der Umsatz um 14,5% auf TEUR 10.831, hauptsächlich auf Basis des guten Auftragsbestandes aus dem Vorjahr. Im Bereich Service/Repair fielen die Umsätze um -8,6% im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 3.936. Dieser Bereich erzielte aber ein vergleichsweise deutlich höheres Rohergebnis und trug daher erheblich zum positiven operativen Betriebsergebnis bei. Die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe verzeichnen einen Zugang um TEUR 51 im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 977. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 39 zurückgegangen und damit im Wesentlichen auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Außerordentlichen Aufwendungen oder Erträge waren in diesem Wirtschaftsjahr nicht zu verzeichnen. 3.2. Finanzlage Unsere Gesellschaft ist in das Gruppen Cashpooling einbezogen, über den auch der Zahlungsverkehr abgewickelt wird. Im abgelaufenen Geschäftsjahr finanzierte sich die Gesellschaft vollständig durch selbst erwirtschaftete Zahlungsmittel. Durch die Zugehörigkeit zum Cashpool ist die Zahlungsfähigkeit jederzeit gesichert. 3.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist in diesem Geschäftsjahr von TEUR 97.793 auf TEUR 98.088 gestiegen. Zum 30.09.2017 weisen wir ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 92.449 und damit eine weiterhin hohe Eigenkapitalquote von ca. 94,3% (Vj.: 93,6%) aus. Die Vorräte verzeichnen einen Anstieg um TEUR 205 auf TEUR 3.427 bedingt durch die Erhöhung des Sicherheitsbestandes im Modulgeschäft und des erhöhten Umsatzes im Systembau. Die externen Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -1.251 gesunken hauptsächlich verursacht durch einen umsatzschwächeren September. Offensives Forderungsmanagement hat auch in diesem Jahr zu einem guten Cash Flow und wenig Ausfällen geführt. Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 2.274) ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung des Cash-Pool Bestandes zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände betrifft die Veränderung der Körperschaft- und Gewerbesteuerforderungen aus dem Geschäftsjahr 2016. Die externen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind verglichen zum Vorjahr um TEUR 343 auf TEUR 632 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit TEUR 1.554 auf dem Niveau des Bestandes des Vorjahres (TEUR 1.693), da die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ähnlich zum Vorjahr in größerem Umfang wieder zum Bilanzstichtag saldiert werden konnten. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 242 und liegen damit etwas unter dem Bereich für das Systembaugeschäft der letzten Jahre. 3.4. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf 2016/2017 lag insgesamt etwas unter unseren Erwartungen. Dies ist vor allem durch den unerwartet schwachen Auftragseingang im Modulbereich und dem daraus resultierenden Umsatz bedingt. Trotz leichtem Umsatzrückgangs und geringerem Jahresergebnis wurden Schwierigkeiten bei der Produkteinführung überwunden und das Unternehmen verfügt nun über einen stabilen Auftragseingang. Da CT zudem über verlässliche Finanzierungsquellen verfügt, besteht für die weitere Entwicklung und Zukunft des Unternehmens eine solide Basis. Zusammenfassend verlief das Geschäftsjahr 2016/2017 im Vergleich zum Vorjahr zufriedenstellend für das Unternehmen. C. Nachtragsbericht (zum Anhang)Die EMERSON ELECTRIC (US) Holding Corporation, St. Louis, USA, hat entschieden, das komplette Geschäftsfeld der Antriebstechnik und Energieerzeugung der Control Techniques Ltd. UK im Wirtschaftsjahr 2016/17 an die Nidec Corporation, Japan zu verkaufen. Dies beinhaltet auch die Control Techniques GmbH, Deutschland. Die Transition würde zum 31.01.2017 vollzogen. Zur Angleichung an das Wirtschaftsjahr des neuen Mutterkonzerns, wurde entschieden das nächste Wirtschaftsjahr als Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 31.03.2018 zu führen. Eine entsprechende Genehmigung liegt vor. D. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtDie Erwartungen für das neue Geschäftsjahr sind unter Berücksichtigung der guten konjunkturellen Situation in Deutschland verhalten optimistisch. Der Markt für Antriebstechnik ist in den letzten Monaten nach Statistiken des ZVEI um 4% gewachsen. Die Bundesregierung geht von einem Wirtschaftswachstum von etwa 2,4 % (2018) für Deutschland aus, das sollte auch auf den Bereich der Antriebstechnik zutreffen. Nach einem Anstieg im Geschäftsjahr 2016/2017 in Deutschland und Österreich erwarten wir erneut eine weitere moderate Erhöhung der Auftragseingänge in unseren Geschäftsbereichen der elektrischen Antriebstechnik im nächsten Geschäftsjahr von etwa 5%, die auf verschiedene Aktionen bei unseren Kunden zurückzuführen ist. Aufgrund des Anstiegs bei den Rohstoffpreisen sind die Beschaffungskosten in 2016/2017 ebenfalls gestiegen. Dieser Trend könnte sich im folgenden Wirtschaftsjahr fortsetzen. Wegen der Tarifabschlüsse der Gewerkschaft IG-Metall aus dem letzten Jahr und der kleinen Inflationsrate werden wir bis zum Jahresende 2017 eine moderate Verkaufspreiserhöhung für Standardprodukte durchführen, zumal sich die Beschaffungspreise ab 1. April 2018 erhöhen werden. Die Zusammenarbeit mit unserer Schwestergesellschaft Leroy Somer Marbaise GmbH in Frankfurt wurde im Geschäftsjahr weiter ausgebaut, von der wir weiterhin Auswirkungen auf unsere kommenden Geschäftsjahre erwarten. Die Leroy Somer Marbaise GmbH ist ein Marktführer im Bereich elektrischer Antriebstechnik (Motoren und Getriebe) und konzentriert sich zusätzlich besonders in dem Bereich der Effizienzsteigerung durch Motoren mit PM-Technologie. Die Gesellschaft betreibt Fertigungs- sowie Forschungs- und Entwicklungszentren in Europa und Asien. Wir haben eine gemeinsame Vertriebsplattform erarbeitet und die Kunden in die beiden Bereiche Manufacturing Industry und Process Industry aufgeteilt. Dadurch werden die Kunden nur noch von einem zuständigen Außendienstmitarbeiter besucht, der die gesamte Produktpalette der beiden Firmen Control Techniques GmbH und Leroy Somer Marbaise GmbH anbietet. Die beiden Organisationen werden weiter an einer gemeinsamen Vertriebs- und Administrationsplattform arbeiten. Durch Synergieeffekte erhoffen wir uns zusätzlich einen leicht gesteigerten Auftragseingang. Insgesamt erwarten wir eine leichte Erhöhung unseres Umsatzes und des Betriebsergebnisses. An dieser Stelle weisen wir aber darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse insbesondere aufgrund der wirtschaftlichen Lage von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Die Chancen der zukünftigen Entwicklung unserer Gesellschaft werden im Wesentlichen durch das Nachfrageverhalten unserer Kunden und unserer Marktpräsenz bestimmt. Insbesondere im Bereich des Systembaus werden weitere Wachstumschancen gesehen. Darüber hinaus können wir durch weiterhin hohe Qualität und erfolgreiche Innovationen unsere Präsenz am Markt behaupten. Hier sind wir jedoch abhängig von anderen Gesellschaften der CT-Gruppe. Risiken sind insbesondere in der Abhängigkeit von Innovationen und hochwertigen Produkten, die von der Muttergesellschaft bezogen werden, zu sehen, da diese im Wesentlichen Treiber der zukünftigen Entwicklung unserer Gesellschaft darstellen. Durch ein detailliertes und regelmäßiges Vertriebscontrolling werden kurzfristige Abweichungen und Trends zeitnah ermittelt. Dies betrifft sowohl die Entwicklung des Umsatzes direkt als auch die Materialmarge. Eine monatliche Soll-Ist-Analyse bis hinunter zum operativen Ergebnis ermöglicht zudem ein schnelleres Erkennen finanzieller Risiken und das Einleiten von Korrekturmaßnahmen. Durch eine weitere Verbreiterung des Kundenportfolios und der Anwendungsbereiche unserer Produkte sollen zukünftige Risiken der Marktentwicklung abgefangen werden. Durch strategisches Marketing und enger Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Entwicklung, sehen wir uns in diesem Bereich gut aufgestellt. Über die benannten Risiken hinaus, ist unser Geschäft nicht mit speziellen Einzelrisiken behaftet. Insgesamt schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit der Einzelrisiken oder auch in Kombination mit anderen Risiken als gering ein.
Hennef, den 01. Oktober 2018 Control Techniques GmbH Geschäftsführung Bilanz zum 30. September 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2016/17(1) Allgemeine AngabenDie Control Techniques GmbH, mit Sitz in Hennef, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegburg unter HRB 4595 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 30. September 2017 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden in diesem Geschäftsjahr erstmals im Rahmen des BilRUG gebildet. Die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge ist dennoch gegeben, da sich nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vorjahresbeträge bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ergaben. Durch das BilRUG wurde im Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung das zuvor enthaltene Zwischenergebnis "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" gestrichen und vor dem Posten "sonstige Steuern" das Zwischenergebnis "Ergebnis nach Steuern" eingefügt. Die Control Techniques GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Aus der seit dem 1. Oktober 2004 in Mechelen/Belgien betriebenen Zweigniederlassung wurden mit Asset Transfer Agreement vom 30. September 2016 alle Vermögensgegenstände der Zweigniederlassung auf die Emerson Industrial Automation Belgium NV zum vereinbarten Übertragungszeitpunkt, 01. November 2016, übertragen. Das Geschäft der Gesellschaft ist somit nur bis zu diesem Zeitpunkt im Jahresabschluss der Gesellschaft enthalten. Eine wesentliche Auswirkung auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr hat sich hieraus jedoch nicht ergeben. Aus dem Asset Deal ergab sich ein in Belgien zu versteuernder Gewinn von TEUR 2. (2) Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeEntgeltlich erworbene Software ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 410 werden sofort im Aufwand erfasst. Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um sie mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Die Bestände der unfertigen Erzeugnisse werden grundsätzlich mit den Herstellungskosten, höchstens jedoch mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich zusammen aus den Materialeinzelkosten, den Fertigungseinzelkosten sowie angemessener Anteile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode gem. IAS 19) unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 3,77 % (Stand 30. September 2017; i. Vj. 4,08 %) und Rentenanpassung von 1,80 % (i. Vj. 1,80 %) zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen zum 30. September 2017 unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 10 Jahre sowie des durchschnittlichen Marktzinssatzes über die vergangenen 7 Jahre beläuft sich auf T€ 40. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre. Eine Saldierung der Verpflichtungen mit Deckungsvermögen hat nicht stattgefunden. Folglich blieben vorliegend auch etwaige Erträge und Wertveränderungen des Deckungsvermögens unberücksichtigt. Als Deckungsvermögen gelten alle Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Die pensionsähnlichen Abfertigungsverpflichtungen der österreichischen Niederlassung werden unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 2,0 % (i. Vj. 2,1 %) ermittelt. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung werden mit dem Monatsdurchschnittskurs bewertet. Zum Bilanzstichtag wurden kurzfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs bewertet. (3) BilanzerläuterungenAnlagevermögen Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben. Anteile an verbundenen Unternehmen Mit Vertrag vom 2./3. Oktober 2009 wurden die Geschäftsanteile der SSB Group GmbH, Salzbergen, erworben. Der Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten betrug TEUR 98.074 und war unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen als Beteiligungsbuchwert ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein noch nicht bezahlter Teil des Kaufpreises in Höhe von TEUR 2.000 beglichen. Die SSB Gruppe, mit der SSB Group GmbH als Obergesellschaft, ist als Hersteller von Steuerungssystemen für Windkrafträder tätig. Die Anteile an der SSB Gruppe wurden aufgrund verschlechterter Zukunftsaussichten in Vorjahren auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 68.560 abgeschrieben. Grundlage dieser Abschreibung war eine Bewertung der Anteile mittels des Discounted Cash Flow Verfahrens. Dieser Bewertung lag die aktuelle interne Unternehmensplanung zugrunde. Da der so ermittelte Unternehmenswert niedriger war als der Beteiligungsbuchwert, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016/17ergab sich kein weiterer Abschreibungsbedarf. Der Anteilsbesitz ergibt sich aus der folgenden Aufstellung:
Forderungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 20.969 (i. Vj. TEUR 18.694) hauptsächlich aus einer Intercompany Loan Vereinbarung innerhalb der GmbH in Höhe von TEUR 16.000. Des Weiteren betreffen TEUR 397 (i. Vj. TEUR 492) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Teilnahme an Messen, Mieten und Versicherungsbeiträge. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage blieb zum Vorjahr unverändert. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern (Gratifikationen, Altersteilzeit, Resturlaub, Weihnachtsgeld) sowie Garantie- und Kulanzverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben sämtlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.554 (i. Vj. TEUR 1.693) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Gesellschafterin. (4) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Durch die Erstanwendung des HGB in der Fassung des BilRUG haben sich keine Veränderungen ergeben und die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge ist gegeben. Die Umsatzerlöse werden durch Verkauf von elektronischen Steuer- und Regelgeräten sowie durch diesbezügliche Serviceleistungen erzielt:
Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Gliederung der Umsätze:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge aus Forderungseingängen bereits in Vorjahren ausgebuchter Forderungen in Höhe von 3 TEUR (i. Vj. TEUR 0,6). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 6TEUR (i. Vj. TEUR 0) sowie periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auch die Aufwendungen für Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 132 enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 22). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten ausschließlich Aufwendungen aus laufenden Steuern und betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. (5) Sonstige AngabenHonorare für Abschlussprüfer Von unserem Abschlussprüfer, der PWC GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurden für das Geschäftsjahr 2016/17 Honorare für Abschlussprüfungsleistungen inkl. Auslagen in Höhe von TEUR 54 berechnet. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
Geschäftsführung
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird auf die Angabe der Bezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Sonstige fina nzielle Verpflichtungen Außerbilanzielle Geschäfte aus dem operativen Geschäft resultieren ausschließlich aus Miet- und Leasingverträgen. Sie beziehen sich auf operative Miet- und Leasingverhältnisse für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Räumlichkeiten im laufenden Geschäftsbetrieb. Die Gesellschaft hat folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Latente Steuern Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz ergaben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellung sowie Unterschieden bei der Bewertung der Finanzanlagen. Unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 31,7 % ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 54 auf die Bewertungsunterschiede. Auf einen Ansatz in der Bilanz wurde unter Rückgriff auf das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 2 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Die EMERSON ELECTRIC (US) Holding Corporation, St. Louis, USA, hat entschieden, das komplette Geschäftsfeld der Antriebstechnik und Energieerzeugung der Control Techniques Ltd. UK im Wirtschaftsjahr 2016/17 an die Nidec Corporation, Japan zu verkaufen. Dies beinhaltet auch die Control Techniques GmbH, Deutschland. Die Transition wurde zum 31.01.2017 01.02.2017 vollzogen. Zur Angleichung an das Wirtschaftsjahr des neuen Mutterkonzerns wurde entschieden, das nächste Wirtschaftsjahr als Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 31.03.2018 zu führen. Dies wurde entsprechend umgesetzt. Konzernzugehörigkeit/Angaben zum Konzernabschluss Sämtliche Anteile werden von der Control Techniques Ltd., Newtown/Großbritannien, gehalten. Konzernobergesellschaft ist seit dem 31.01.2017/01.02.2017 die Nidec Corporation, Kyoto/JPN. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Nidec Corporation, Kyoto/JPN, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird gemäß IFRS aufgestellt und wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt dem Gesellschafter vor, den Jahresüberschuss 2016/17 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hennef, den 23. Oktober 2018 Control Techniques GmbH Geschäftsführung Rainer Peter Crevecoeur Ralf Ignaz Gross Laurent Jean-Michel Babaud
1 Mittelbare Beteiligungen über die SSB
Group GmbH
Entwicklung des Anlagevermögens von 01. Oktober 2016 bis 30. September 2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Control Techniques GmbH, Hennef, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis 30. September 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Bielefeld, den 6. November 2018 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer ppa. Dr. Heinz T. Petermann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.09.2017 wurde am 06.11.2018 festgestellt. |
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