Kolpig Holding UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anne Willemijn Hidma seit 27.11.2024 | Geschäftsführer |
Angelique van Beek - van Doremaele seit 27.11.2024 | Geschäftsführer |
Jens Bergmann seit 15.9.2016 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ASML Germany GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sie hat ihren Sitz in Dresden und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HR B 16063 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften. Angaben, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang gemacht worden. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für im Geschäftsjahr 2023 neu angeschaffte Vermögensgegenstände wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend betriebswirtschaftlichen Erfahrungen linear vorgenommen. Es wurden Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren zugrunde gelegt. Vorräte Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Waren betreffen ausschließlich angeschaffte Erzeugnisse. Sie sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert und sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zur Bilanzierung der latenten Steuern in der Weise aus, dass sie einen entsprechenden Aktivposten in ihrer Bilanz ausweist. Latente Steuern werden auf die Unterschiede zwischen den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich mit steuerlicher Wirkung umkehren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Verwendung eines Ertragsteuersatzes in Höhe von unverändert 31,6%. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit") bewertet. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Berücksichtigung eines Rententrends von unverändert 1,0 %. Als Rechnungszinsfuß wurde der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre von 1,82 % verwendet (Vorjahr: 1,78 %). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtung wurde auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung gebildet und nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit") bewertet. Berechnungsgrundlage sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Bewertung wurde der durchschnittliche Marktzins von 1,74 % (Vorjahr: 1,78 %) sowie ein Fluktuationstrend in Höhe von 4,5 % (Vorjahr: 7,50 %) zugrunde gelegt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die nicht der Altersvorsorge dienen, wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Abzinsungszinssatz der vergangenen sieben Jahre entsprechend der Laufzeit gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Das Ergebnis aus den Abzinsungssatzänderungen wird im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Rückstellungen werden in Höhe ihres Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Vom Wahlrecht der Abzinsung kurzfristiger Rückstellungen mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr wurde kein Gebrauch gemacht. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsposten wurden entsprechend § 256a Satz 1 HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Passive Rechnungsabgrenzungen wurden für Einnahmen im Berichtsjahr gebildet, die in folgenden Jahren für einen bestimmten Zeitraum zu Erträgen führen. IV. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Aktiva Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die gesonderte Darstellung im Anlagenspiegel verwiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen betragen unverändert zum Vorjahr nicht mehr als ein Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.720 (Vorjahr: TEUR 19.687) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 136) abgebildet. In den sonstigen Forderungen sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 71) enthalten. Aktive latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB saldiert und. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung eines Steuersatzes von 31,6 %. In Ausübung des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird der zum Bilanzstichtag ermittelte aktive latente Steuerüberhang bilanziert. Die latenten Steuern resultieren aus insbesondere abweichenden Wertansätzen im Bereich des Anlagevermögens und der Vorräte in Höhe von insgesamt TEUR 1.031 (Vorjahr: TEUR 2.692) sowie aus abweichenden Wertansätzen der Rückstellungen für Pensionen sowie Jubiläen in Höhe von TEUR 211(Vorjahr: TEUR 4). Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital enthält Beträge, die gesetzlichen Ausschüttungssperren unterliegen in Höhe von TEUR 393 (Vorjahr: TEUR 853). Sie resultieren aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 849) sowie aus dem Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4). Pensionsrückstellungen Der Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 4). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden gebildet für:
Verbindlichkeiten Die gesamten Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.221 (Vorjahr: TEUR 16.590) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 233) ausgewiesen. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben folgende Zusammensetzung:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 263 (Vorjahr: TEUR 409) sowie Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 28) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 24) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Im Zinsaufwand sind TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der ausgewiesene Betrag entfällt in Höhe von TEUR 1.774 auf Vorjahre. VI. Sonstige Angaben Anzahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 94 Arbeitnehmer (Vorjahr: 83) dauerhaft im Unternehmen beschäftigt.
Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr
Für die Angabe der Geschäftsführergehälter wird die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. § 285 Nr. 3a HGB setzen sich wie folgt zusammen:
Konsolidierungskreis Die Gesellschaft wird als 100%iges Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der ASML Holding N.V., De Run 6501, 5504 DR Veldhoven, einbezogen (kleinster und größter Kreis). Der Konzernabschluss ist auf der Webseite der Muttergesellschaft einsehbar. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 30 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 326 das auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Dresden, 2. Oktober 2024 ASML Germany GmbH, Dresden gez. Angelique van Beek - van Doremaele, Geschäftsführerin gez. Anne Hidma, Geschäftsführerin gez. Jens Bergmann, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Branche und Positionierung in der Branche Die ASML Unternehmensgruppe (ASML) ist der weltweit führende Anbieter von Lithographie-Systemen für die Halbleiterindustrie. ASML produziert komplexe Maschinen, welche entscheidend sind für die Produktion von integrierten Schaltkreisen oder Chips. Die Konzernzentrale liegt in Veldhoven/Niederlande. 1.2. Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft im Unternehmensverbund Die Gesellschaft ist ein 100%iges Tochterunternehmen der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande (kurz: ASML Holding). Der Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft sind System Sales sowie die Wartung und der Service von komplexen Lithografie-Maschinen. Die Gesellschaft erbringt im Verbundbereich Serviceleistungen, Installationsleistungen sowie Garantieleistungen und erhält dafür von Schwesterunternehmen feste Vergütungen. Diese Vergütungen sind durch Cost-plus-Verträge geregelt. Die Gesellschaft erhält über diese Verträge überwiegend ihre Aufwendungen zuzüglich eines Gewinnbestandteiles von den Schwesterunternehmen erstattet. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 verzeichnete die Halbleiterindustrie weltweit einen Umsatzrückgang von 8,2 %. Für die Jahre 2024 und 2025 wird jedoch ein zweistelliges Umsatzwachstum für die Branche prognostiziert. Der Wachstumstrend wirkt sich auch positiv auf die Geschäftsentwicklung der ASML Germany GmbH aus. Durch den anhaltenden Mangel an Halbleitern ist zu erwarten, dass die Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten weiter steigern werden. Dies wird wiederum die Nachfrage nach unseren Chipherstellungsmaschinen bis 2025 und darüber hinaus erhöhen. Der Bedarf an höherer Rechenleistung, KI und digitaler Konnektivität hat zu einem erheblichen Wachstum des Halbleitermarktes geführt. KI und lokale Produktion sind Wachstumsmotoren für den Halbleitermarkt. Obwohl die Aktien der Halbleiterausrüstungsunternehmen bereits erhebliche Kursgewinne verzeichnet haben, könnten sie noch weiteres Aufwärtspotenzial haben, da Analysten die Branche derzeit am Beginn einer Aufschwung Phase verorten, die in der Regel drei Jahre dauert. Darüber hinaus könnte der Aufschwung diesmal stärker ausfallen und möglicherweise länger anhalten. Dafür sprechen zumindest einige besondere Faktoren wie KI und der weltweite Aufbau von lokalen Chipfabriken. Trotz der aktuell stagnierenden Zulassungszahlen bei Elektrofahrzeugen ist ein stetig wachsender Bedarf an Halbleitern für die gesamte Automobilindustrie zu erwarten. Die Autoindustrie wird bis 2030 zum drittwichtigsten Chip-Abnehmer nach der mobilen Kommunikation und der Datenspeicherung. 2.2. Darstellungen zum Geschäftsverlauf Im Vergleich zu anderen Industrien ist die Halbleiterindustrie weniger von zyklischen Schwankungen betroffen. In Bezug auf den Standort in Dresden konnte ASML auch im Geschäftsjahr 2023 einen stabilen Service für unsere lokalen Kunden gewährleisten. Auch bei unserem Hauptkunden wurde die Produktion in einer ausgelasteten Fabrik stabil fortgesetzt. Ertragslage Die Ertragslage für den Berichtszeitraum hat sich wie folgt entwickelt:
Unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse mit Drittkunden und das Ergebnis nach Steuern, die für die interne Steuerung herangezogen werden. Die Gesellschaft erzielte rd. 70% (Vorjahr. 86%) der Umsätze mit Kunden außerhalb des Konzernverbunds. Für eine Aufgliederung der Umsätze nach Produkten und Leistungen wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Die Umsatzerlöse sind um 52% gesunken. Der Umsatzrückgang entfällt im Wesentlichen auf Net System Sales (rd. 85 %) sowie auf Field Option Sales (rd. 10 %). Der Rückgang ist vor allem durch eine deutlich geringere Anzahl verkaufter Maschinen bedingt. Die Bestandsminderungen resultieren aus dem Abgang der unfertigen Leistungen des Vorjahres, denen kein entsprechender Bestandsaufbau infolge der unter den Erwartungen liegenden Nachfrage gegenübersteht. Dementsprechend ist auch die Gesamtleistung gesunken. Der Materialaufwand hat sich im Zusammenhang mit den gesunkenen Umsatzerlösen ebenfalls rückläufig entwickelt. Die Materialeinsatzquote ist aufgrund der Verschiebung der Umsatzerlösanteile von den System Sales hin zu den Service Sales und dem damit verbundenen niedrigeren Materialeinsatzdeutlich um 16 Prozentpunkte auf 74 %gesunken. Der im Vergleich zu Gesamtleistung überproportionale Rückgang der Materialaufwendungen führte zu einem um rd. 9 % verbesserten Rohergebnis. Die Zunahme der Personalaufwendungen ist vor allem durch die gestiegene Mitarbeiteranzahl sowie tarifliche Gehaltssteigerungen bedingt. Der deutliche Rückgang der Materialaufwendungen konnte die gesunkenen Umsatzerlöse sowie die gestiegenen Personal- und übrigen betrieblichen Aufwendungen nicht vollständig kompensieren. Daraus resultierte ein Rückgang des Betriebsergebnis um rd. 12 %. Das gesunkene Finanzergebnis ist durch die gestiegenen Zinsen für die im Vergleich zum Vorjahr höheren Cashpool-Verbindlichkeiten bedingt. Im Ertragsteueraufwand werden Aufwendungen für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre ausgewiesen (vergleiche hierzu die Angaben im Anhang). Der Ertragssteueraufwand ist aufgrund des deutlich gesunkenen Jahresüberschusses ebenfalls gesunken. Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 und das vorangegangene Geschäftsjahr sind nachfolgend dargestellt:
Im Berichtsjahr ist die Bilanzsumme insbesondere aufgrund gesunkener Kundenforderungen und gesunkener Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf der Aktivseite sowie deutlich geringerer übriger Passiva zurückgegangen. Der Anstieg des Vorratsbestands im Berichtsjahr entfällt vor allem auf Ersatzteile, deren Zunahme im Zusammenhang mit den im vorangegangenen Geschäftsjahr höheren Anzahl verkaufter Maschinen steht. Aufgrund der geringeren Nachfrage im Berichtsjahr sind die Forderungen gegen Kunden und verbundene Unternehmen zurückgegangen. Die Zunahme der übrigen Aktiva entfällt insbesondere auf Forderungen gegen das Finanzamt. Das bilanzielle Eigenkapital veränderte sich im Berichtsjahr um das Jahresergebnis. Ursächlich für den Anstieg der Eigenkapitalquote um 13,8 Prozentpunkte ist die um 42 % gesunkene Bilanzsumme. Der Rückgang der übrigen Passiva betrifft vor allem die in diesem Posten ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen. Die erhaltenen Anzahlungen sind aufgrund der geringen Anzahl von Maschinenverkäufen ebenfalls gesunken. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über eine Cashpool-Vereinbarung mit der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande. Die Gesellschaft unterhält keine eigenen liquiden Mittel. Es gab keine finanziellen Engpässe. Im Berichtsjahr hat sich die Finanzlage wie folgt entwickelt:
Die laufende Geschäftstätigkeit, die Investitionstätigkeit und auch die Finanzierungstätigkeit waren durch den Abfluss an liquiden Mitteln gekennzeichnet. Die Verbindlichkeiten aus der Nutzung des Cashpools sind dementsprechend angestiegen. Im Finanzmittelfonds werden ausschließlich Verbindlichkeiten aus Cashpooling ausgewiesen. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft trotz des Geschäftsrückgangs im Berichtsjahr stabil. Die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 wird aufgrund der erwarteten ansteigenden Nachfrage als positiv eingeschätzt. 2.3. Personal- und Sozialbereich Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 94 Mitarbeiter. Bei der überwiegenden Anzahl der Mitarbeiter (ca. 63 %) handelt es sich um Dipl.-Ingenieure oder Techniker, welche mit der Wartung, Instandsetzung sowie der Fehleranalyse an den Kundenanlagen beschäftigt sind. Etwa 15 % der Mitarbeiter sind Softwareentwickler, und die verbleibenden 22 % arbeiten im kaufmännischen Bereich. Im Jahr 2023 wurden 10 neue Mitarbeiter in Dresden eingestellt, hauptsächlich im Bereich der Softwareentwicklung und im kaufmännischen Bereich. Es werden freiwillige Leistungen an Mitarbeiter gewährt, bei denen es sich um Schichtzulagen, Zulagen für Bereitschaftsdienst, Überstundenvergütungen, Vermögenswirksame Leistungen, Direktversicherungen, Bonuszahlungen, Gewinnbeteiligungen (Gewinn der Muttergesellschaft), Dienstwagen und Umzugskostenerstattungen handelt. Außerdem werden die Mitarbeiter am Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der Muttergesellschaft beteiligt, die sämtliche Kosten des Programms trägt. Die Servicetechniker werden regelmäßig in speziellen Trainingszentren zur Vorbereitung auf die Arbeit beim Kunden ausgebildet. 3. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht Die zukünftige Entwicklung ist eng an die Entwicklung der Halbleiter- und Chipindustrie gekoppelt. 3.1. Risikobericht Dem Risiko eines Umsatzrückganges im Service des existierenden Anlagenparks steht die Erwartung der Bestellung von weiteren neuen Anlagen durch bestehende Kunden sowie der mögliche Ausbau der Fabrikkapazität bei einem wichtigen lokalen Kunden gegenüber. Als Dienstleister für die globale Halbleiterindustrie unterliegt die ASML Germany GmbH den Konjunkturzyklen der Branche, von denen der Zeitpunkt, die Dauer und die Höhe der Schwankungen nur schwer vorherzusagen sind. Die Halbleiterindustrie wird seit jeher durch diese Zyklen bestimmt, und jeder Abschwung kann damit auch zu negativen Beeinträchtigungen führen. Wie viele Lithografie-Systeme letztendlich verkauft werden, hängt größtenteils von der Höhe der Investitionen der Halbleiterhersteller ab. Im Folgenden sind die einzelnen Risiken erläutert und in der Reihenfolge der Bedeutung für das Unternehmen aufgeführt. Als Risiko mit der höchsten Bedeutung können Kürzungen oder Verzögerungen bei geplanten Investitionen auf Kundenseite zu erheblichen negativen Auswirkungen auf die Lieferung von Lithografie-Systemen und damit auf die Ertragslage unseres Serviceunternehmens haben. Weitere Risiken sieht die Gesellschaft in folgenden Punkten:
Die gegenwärtige und erwartete Nachfrage nach Halbleitern und Halbleiterprodukten ist insbesondere abhängig von folgenden Faktoren:
Die Änderungen dieser Faktoren, wie z. B. der Verfall der Halbleiterpreise oder die Erhöhung der Produktionskosten, beinhaltet das Risiko eines Nachfragerückgangs und erschwert damit den Zugang zum Kapital. Ein weiteres Risiko ist, dass unser Erfolg und die Zukunftsaussichten davon abhängig sind, dass wir weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter gewinnen und qualifizierte Fachkräfte an das Unternehmen binden können. ASML führt regelmäßig Benchmark-Analysen mit Hilfe einer Peerliste vergleichbarer Firmen in der Halbleiter- und Technology-Branche durch. Dafür nutzen wir einen Benchmark Survey nach Radford P50. Risiken in Bezug auf den Ukraine-Russland-Krieg können in einem künftigen zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden bestehen, was sich in einer rückläufigen Nachfrage nach unseren Maschinen äußern könnte. Das Risiko wird nach den bisherigen Erfahrungen im Geschäftsjahr 2024 mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Aus diesem Grund wurden in der Planung keine Abschläge wegen kriegsbedingten Umsatzrückgängen berücksichtigt. Der aktuellen Entwicklung auf dem Rohstoffmarkt und der damit verbundenen Güterknappheit und den gestiegenen Preisen begegnen wir mit einer entsprechend vorzeitigen und vorsichtigen Planung. Derzeit können wir alle Lieferverpflichtungen einhalten. Die Risiken werden durch die Geschäftsführung als nicht bestandsgefährdend angesehen. 3.2. Chancenbericht Die Halbleiterindustrie in Dresden wächst weiter. Neben der zunehmenden Nachfrage nach Mikrochips aus der Automobilindustrie hat nicht zuletzt die besonderen Umstände in der Zeit der Coronakrise dafür gesorgt, dass die Nachfrage nach Mikrochips weiter steigt. Die gestiegene Nachfrage wirkt sich auch positiv auf das Geschäft der ASML Germany GmbH aus. Es gilt, die in Dresden ansässigen Chiphersteller als langjähriger und vertrauerter Partner bei dem geplanten deutlichen Ausbau ihrer Produktionskapazitäten bestmöglich zu begleiten. Sei es mit der Lieferung neuer Anlagen, der Bereitstellung von Serviceleistungen oder die Hersteller auf den vorhandenen Maschinen durch die Modifikation der verschiedenen Hardware und Software und einer damit einhergehenden Effizienzsteigerung zu unterstützen. Die Ansiedlung von ESMC mit der Errichtung einer neuen Fabrik bringt langfristig weitere Chancen für die ASML Germany GmbH. Weitere Chancen bestehen in der zunehmenden Nachfrage nach Halbleitern und Halbleiterprodukten, die zu einer höheren Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen könnte. Die weitere zukünftige Entwicklung ist von der Muttergesellschaft, der ASML Holding N. V., Veldhoven/Niederlande, abhängig. 3.3. Prognosebericht Der Markt für Halbleiter wird langfristig weiterwachsen. Dem weltweiten Trend folgend, hat auch ein wichtiger lokaler Kunde Pläne für einen weiteren Ausbau seiner aktuellen Produktionskapazitäten. Wir werden diesen Prozess als vertrauter Partner mit begleiten. Des Weiteren besteht mit diesem Kunden bis einschließlich 2026 ein Full-Service Wartungsvertrag für alle ASML-Systeme. Das Halbleiterwerk von einem weiteren Kunden in Dresden wurde im Jahr 2021 offiziell eröffnet und hat ab dem Jahr 2022 mit der Volumen Produktion begonnen. Auch an diesen Partner werden wir in den kommenden Jahren weitere Maschinen liefern. Im Januar 2024 wurde eine weitere Anlage geliefert und installiert. Aktuell wird mit der nächsten Lieferung und Installation weiterer Anlagen im Jahr 2026 gerechnet. Insgesamt erwartet die ASML Germany GmbH im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz mit Drittkunden in Höhe von TEUR 44.000 sowie einen Jahresüberschuss leicht über dem Niveau des Berichtsjahres.
Dresden, 2. Oktober 2024 gez. Angelique van Beek - van Doremaele, Geschäftsführer gez. Jens Bergmann, Geschäftsführer gez. Anne Hidma, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ASML Germany GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ASML Germany GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ASML Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 4. Oktober 2024 KPMG
AG
Rößler, Wirtschaftsprüfer Hoffmann, Wirtschaftsprüfer |
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