Koch Membrane Systems GmbHLiquidiert

52072 Aachen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 12907
Eingetragen
23.2.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Vliesstoff und nicht-konfektionierten Erzeugnissen daraus
Gegenstand
die Entwicklung, die Fertigung, die Errichtung und der Vertrieb von Membranfiltern und entsprechenden Anlagen sowie damit einhergehenden Dienstleistungen. Die Gesellschaft kann sich auch an anderen Unternehmen mit dem gleichen oder einem verwandten Gegenstand beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Konzern- und Jahresabschlüsse

Koch Membrane Systems GmbH

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

1. Gundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftstätigkeit

Die Koch Membrane System GmbH (KMS) ist in der Membrantechnik mit Focus auf Reinigung / Filtration von Flüssigkeiten wie Wasser und Abwasser tätig. Das Leistungsspektrum in diesem Bereich umfasst neben der Herstellung vollständiger Moduleinheiten, welche in Anlagen eingebaut werden, auch Einzelkomponenten zur Filtration sowie Einzelfasern. Die Produkte der Gesellschaft gelangen über den Vertrieb und die Weiterverarbeitung durch Schwesterunternehmen in alle Kontinente der Welt, mit den Schwerpunkten Europa, den Vereinigten Staaten, Südamerika, Asien und Australien.

Mit Beschluss per September wurde seitens des Gesellschafters die Schließung des Geschäftsbetriebes festgelegt. Die Schließung gliedert sich ein eine Stilllegung der Produktion per 30. November 2015 mit anschließender Auflösung der Produktionsstätte und Übergabe des Mietobjektes an den Vermieter per 31. März 2016. Die Gesellschaft besteht derzeit weiterhin fort und verwaltet die Vermögensgegenstände. In gleichem Zug wird mit der Einzelverwertung von Anlagengegenständen und insbesondere aller Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten im Rahmen eines Net Asset Deals mit der KMS Inc., Wilmington begonnen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung lag in 2015 auf der Kommerzialisierung der Entwicklungsergebnisse aus den Vorjahren und der Entwicklung neuer Produkte. Hierzu wurde in 2015 eine neue Testanlage installiert, welche in 2015 in Betrieb genommen wurde. Diese Testanlage soll ebenfalls von der KMS Inc., Wilmington erworben werden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2015 wuchs die Weltwirtschaft um rund 3,1 % und lag hiermit im Trend der vergangenen Jahre (Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/iwf-weltwirtschaft-103.html). Die konjunkturelle Entwicklung wird gestützt durch den niedrigen Ölpreises sowie der Stärke des US Dollars. Im Euroraum wird aufgrund der Abwertung des Euros weiterhin eine Verbesserung der Exportleistung erwartet (Quelle: www.cesifo-group.de/Konjunkturprognose 15/16). Darüber hinaus stieg der private Konsum und auch die Unternehmensinvestitionen nahmen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen weiterhin zu.

Der ifo Geschäftsklimaindex war im November 2015 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 3,5 Punkte auf 109 gestiegen und zeigt damit die gleichbleibend gute Einschätzung der aktuellen Geschäftslage. Der Optimismus auf künftige Geschäfte blieb weiterhin beständig (Quelle: www.cesifo-group.de).

Der Markt für die Abwasseraufbereitung zeigt weiterhin einen deutlichen positiven Trend. Die Exporterlöse stiegen im Oktober um 15,9% gegenüber dem Vormonat. Insgesamt steigerte sich der Absatz von "Apparaten zum Filtrieren oder Reinigen von Wasser" um 11,31% im Jahr 2015 (Quelle: http://www.euwid-wasser.de/news/international/einzelansicht/Artikel/deutsches-exportgeschaeft-mit-wassertechnik-legt-im-oktober-weiter-zu-erloese-bei-90-mio-EUR.html).

2.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Entgegen dem allgemeinen Markttrend verminderten sich die Umsatzerlöse- im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 20.425 auf T€ 17.357. Der Umsatzrückgang ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass ab Mitte des Jahres keine wesentlichen neuen Aufträge eingegangen sind und im September die Stilllegung der Produktion per Ende November beschlossen wurde. Die Bestandsminderung spiegelt diesen Sachverhalt wieder (T€ 1.786). Der Auftragsbestand beträgt zum Bilanzstichtag T€ 3.655 im Vergleich zu T€ 9.387 zum 31. Dezember 2014 und setzt sich im Wesentlichen aus kleinen Restaufträgen sowie zwei größeren Projekten zusammen. Eines dieser Projekte wurde in 2016 noch in Teilen ausgeliefert. Der Restauftrag sowie das weitere Großprojekt wurden aufgrund der Produktionsstilllegung an die KMS Inc. Wilmington in 2016 verkauft.

2.3 Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen T€ 369 und wurden aufgrund der guten Produktionsauslastung im 1. Halbjahr 2015 zwecks Kapazitätserweiterung überwiegend für den Bereich der Garnherstellung getätigt. Des weiteren wurden Kosten für Patente und den Markennamen PURON® aktiviert. Der vergleichsweise hohe Betrag der Abschreibungen auf Sachanlagen von T€ 2.636 zeigt zu einen das hohe Investitionsvolumen der letzten Jahre. Den wesentlichen Betrag aber stellt die Summe der außerplanmäßigen Abschreibungen dar. Infolge der Produktionsstilllegung und der Einstellung des Geschäftsbetriebes fand eine Neubewertung aller Anlagengüter durch einen Sachverständigen Dritten statt. Die aufgrund des aktuell beizulegenden Marktwertes zu erfolgenden Restbuchwertkorrekturen sind im Dezember über eine außerplanmäßige Abschreibung des Anlagevermögens in Höhe von T€ 1.794 erfolgt, so dass der Gesamtwert des Anlagevermögens auf T€ 4.662 - vor Umgliederung von T€ 1.140 in die sonstigen Vermögensgegenstände - bzw. T€ 3.522 nach Umgliederung sank (Vorjahr T€ 6.996).

2 .4 Finanzierung

Die getätigten Investitionen wurden aus eigener Liquidität finanziert. Derivative Finanzinstrumente wurden nicht abgeschlossen.

2.5 Personal- und Sozialbereich; Umwelt

In 2015 wurden durchschnittlich 91 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 108). In den Bereichen Gesundheits-, Arbeits- und Unfallschutz waren keine besonderen Vorkommnisse zu verzeichnen. Alle Arbeiter- und Angestelltenverträge basieren auf einzelvertraglichen Regelungen. Zum Jahresende waren nach Schließung der Produktion noch 73 Mitarbeiter beschäftigt, von denen zur Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Vorbereitung und Durchführung der vollständigen Schließung des Betriebes zum 31. Dezember 2015 noch 23 beschäftigt waren. Die Arbeitsverhältnisse enden im Laufe des Jahres 2016.

Die gesetzlichen Umweltschutzanforderungen, wie beispielsweise Abwasserauflagen, werden strikt eingehalten.

3 Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2015 war im ersten Halbjahr insgesamt zufriedenstellend. Die produktbezogenen Kosten waren auf Planniveau. Die Gesamtleistung liegt mit T€ 15.571 über dem Vorjahresniveau (T€ 13.231), da im Vorjahr durch Abrechnung eines Großauftrages eine hohe Bestandsverminderung zu verzeichnen war. Die Rohertragsmarge verminderte sich infolge einer leichten Veränderung im abgesetzten Produktmix um 1,3 %-Punkte auf 61,6%.

Als produzierendes Unternehmen betreffen die Aufwendungen der KMS neben den Kosten für Rohmaterialien insbesondere Personalkosten. Diese stiegen trotz eines um durchschnittlich 17 Personen verminderten Mitarbeiterbestandes gegenüber dem Vorjahr infolge der Lohn- und Gehaltserhöhung sowie des verhandelten Sozialplanes und der hiermit verbundenen Rückstellungen für Abfindungen in 2016 deutlich um T€ 1.089 auf T€ 4.744 an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insbesondere aufgrund von verminderten Rückstellungszuführungen um T€ 678 auf T€ 4.456. Sie beinhalten darüber hinaus als weitere Bestandteile Mieten, Strom, Wasser und Gas. Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 711) betreffen im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen, nachdem der Grund hierfür entfallen ist sowie Erträge aus Währungsumrechnung.

Insgesamt musste ein Jahresfehlbetrag von T€ -1.594 (Vorjahr Jahresüberschuss T € 573) ausgewiesen werden, der durch die Sondereffekte Abfindungen und Freistellungen (T€ 1.069) sowie außerplanmäßige Abschreibungen belastet war. Die zum 31.12.2014 für das Jahr 2015 prognostizierte Entwicklung hin zu einem ausgeglichenen Jahresergebnis haben aufgrund des Beschlusses zur Betriebsstillegung keinen Bestand mehr.

3.2 Finanzlage

Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über eigene Liquidität und Anzahlungen von verbundenen Unternehmen. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 292, die nicht gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen, sind vollständig durch flüssige Mittel gedeckt. Aufgrund des insgesamt positiven Cash-Flows erhöhten sich die Flüssigen Mittel um T€ 2.300 auf T€ 7.354.

3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme (T€ 17.795) ist im Vergleich zu 2014 um T€ 1.107 gesunken. Bei einem gesunkenen Anlagevermögen um T€ 3.474 auf T€ 3.522 sanken zum Bilanzstichtag als Konsequenz der erfolgten Auslieferungen zudem die unfertigen und fertigen Erzeugnisse um T€ 1.773 auf T€ 3.200. Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung und der geleisteten Anzahlungen sowie insbesondere die Zunahme der liquiden Mittel um T€ 2.300 aus.

Das bilanzielle Eigenkapital betrug zum 31.12.2015 T€ 12.845 und verminderte sich unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages um T€ 1.594.

Die Gesellschaft weist weiterhin eine hohe Eigenkapitalquote von 72,2% aus (76,4% im Vorjahr). Das Anlagevermögen ist vollständig durch das Eigenkapital gedeckt.

Die Sonstigen Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Schließungsrückstellungen, die mit T€ 1.069 insbesondere Abfindungen und Freistellungen im Rahmen des Sozialplans betreffen, deutlich erhöht (T€ 4.486), während die Verbindlichkeiten vornehmlich infolge der Produktionsstillegung insgesamt um T€ 683 auf T€ 463 sanken.

4 Nachtragsbericht

Der Net Asset Deal, der die Übernahme aller wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden beinhalten wird, wurde auf Basis eines unabhängigen Bewertungsgutachtens verfasst und befindet sich derzeit in der Endabstimmung.

Im Vorgriff konnten bereits im 1. Quartal 2016 Erlöse aus Verkäufen für die wesentlichen Vermögensgegenstände aus dem Anlagevermögen zu Buchwerten sowie umfangreiche Verkäufe der Fertigwaren nebst Roh-/Hilfs- und Betriebsstoffen erzielt werden.

5 Chancen und Risikobericht

Die KMS hat ein internes Kontrollsystem als Bestandteil der operativen Unternehmensplanung - und Steuerung implementiert, um Risiken und Chancen zu erkennen, zu bewerten und auf sie reagieren zu können.

Das Risikomanagementsystem umfasst eine detaillierte Planungsrechnung sowie monatliche Berichtserstattungen, welche auf einem zentralen, standardisierten Reportingsystem beruhen, sowie weitere Informationen über den laufenden Geschäftsbetrieb, auf deren Basis die Geschäftsführung etwaige Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken zu erkennen. Der Betrachtungszeitraum beträgt ca. 1 1/2 Jahre.

Als Grund für die Einstellung des Geschäftsbetriebes ist eine mangelnde Auftragslage zu nennen. Nach Ausbau der Kapazitäten und zunächst guter Produktionsauslastung im 1. Halbjahr 2015 konnten keine größeren Projekte in den Auftragsbestand genommen werden, wodurch eine Fehlauslastung auf Monate zu erwarten war.

Zukünftige Risiken aus der Schließung werden nicht gesehen oder sind bereits in dem vorliegenden Abschluss berücksichtigt.

Im Hinblick auf den mit KMS Inc., Wilmington, vereinbarten und im Abschluss befindlichen Vertrag zur Übernahme aller Vermögensgegenstände und Schulden einschließlich Garantien (Net Asset Deal) wird die Möglichkeit gesehen, alle Buchwerte vollständig zu realisieren.

6 Prognosebericht

Unter Bezugnahme auf die oben dargelegten Gründe, wird im Jahr 2016 ein Gesellschafterbeschluss zur Liquidation der Gesellschaft erwartet mit der Maßgabe eines möglichst kurzen Liquidationszeitraumes.

Unter Berücksichtigung nachlaufender Umsatzerlöse und deutlich geringerer Personalaufwendungen sowie nicht nennenswerter sonstiger betrieblichen Aufwendungen wird ein voraussichtlich ausgeglichenes Ergebnis für 2016 erwartet.

 

Aachen, den 30. März 2016

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
31.12.2014
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.299,52 52.377,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 47,33 27.319,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.339.308,80 5.933.802,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.729,08 963.863,00
4. Anlagen im Bau 0,00 18.656,01
  3.369.085,21 6.943.640,78
  3.522.384,73 6.996.017,78
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.692.421,65 1.508.955,68
2. Unfertige Erzeugnisse 3.199.920,92 4.880.581,09
3. Fertige Erzeugnisse 0,00 91.600,35
4. Geleistete Anzahlungen 38.135,97 21.257,50
  4.930.478,54 6.502.394,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.471,81 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 480.291,54 183.124,60
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.472.549,35 156.560,46
  1.983.312,70 339.685,06
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.354.400,48 5.053.716,48
C. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 4.144,50 9.818,55
  14.272.336,22 11.905.614,71
  17.794.720,95 18.901.632,49

Passiva

   
  31.12.2015
31.12.2014
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 200.000,00 200.000,00
II. Kapitalrücklage 28.168.500,00 28.168.500,00
III. Verlustvortrag -13.929.268,85 -14.502.725,22
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.593.735,17 573.456,37
  12.845.495,98 14.439.231,15
B. Rückstellungen    
1. Sonstige Rückstellungen 4.485.918,58 3.316.095,43
  4.485.918,58 3.316.095,43
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 292.694,83 540.138,31
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 292.694,83; Vorjahr: € 540.138,31)    
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.447,69 599.095,15
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 22.447,69; Vorjahr: € 599.095,15)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 148.163,87 7.072,45
(davon aus Steuern € 147.973,15; Vorjahr: € 0,00)    
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€ 148.163,87; Vorjahr: € 7.072,45)    
  463.306,39 1.146.305,91
  17.794.720,95 18.901.632,49

Gewinn- und Verlustrechnung

2015
2014
1. Umsatzerlöse 17.356.957,66 20.434.970,59
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.785.576,28 -7.204.318,37
3. Sonstige betriebliche Erträge 711.342,87 1.825.332,67
(davon aus Kursgewinnen € 292.967,44; Vorjahr € 243.145,00)    
4. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.045.819,12 -3.623.450,71
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.929.883,45 -1.279.775,58
5. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter -4.237.579,56 -3.088.016,54
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -506.402,90 -567.265,68
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.635.539,47 -776.928,34
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.455.580,14 -5.134.048,03
(davon aus Kursverlusten € 126.566,69; Vorjahr € 136.155,75)    
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17,66 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -64.333,28 -12.263,64
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 62.409,99; Vorjahr € 11.580,27)    
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.592.396,01 574.236,37
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,16 0,00
12. Sonstige Steuern -1.339,00 -780,00
13. Jahresfehlbetrag/ -überschuss -1.593.735,17 573.456,37

Anhang

1. Allgemeiner Teil

Der Jahresabschluss der Koch Membrane Systems GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Dabei werden die gesetzlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266 bzw. 275 HGB im Wesentlichen unverändert angewandt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne von § 267 Abs.2 HGB.

Von den Erleichterungen nach § 288 HGB wird insofern Gebrauch gemacht, als bestimmte Anhangsangaben unterbleiben.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im September 2015 wurde die Schließung des Geschäftsbetriebes sowie die Stilllegung der Produktion zum 30. November 2015 beschlossen.

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt daher unter Veräußerungsgesichtspunkten und Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips (einschließlich des Realisations- und Imparitätsprinzips) gem. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Da im Rahmen eines Net Asset Deals fast alle Vermögensgegenstände und Schulden weitestgehend zu Buchwerten von der KMS Inc., Wilmington, übernommen werden sollen und die unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum ganz überwiegenden Teil im Rahmen eines ordentlichen Geschäftsgangs auf Basis bestehender Aufträge 2016 an Schwestergesellschaften veräußert werden, wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Wesentlichen unverändert angewandt.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (T€ 1.140), die nicht mehr für die Produktion benötigt wurden, wurden entsprechend in das Umlaufvermögen in die sonstigen Vermögensgegenständen umgegliedert und sind innerhalb des 1. Quartals 2016 veräußert worden.

Die Bilanzierung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt höchstens zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. I S. 1, Abs. III HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear bis zum 30. November bzw. bei den Anlagen, die noch zur Produktion eingesetzt wurden, bis Ende Dezember 2015. Sofern die Zeitwerte unter den Buchwerten lagen, erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung (T€ 1.794). Gutachterlich ermittelte und dem Net-Asset Deal zugrunde gelegte Zeitwerte über den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten wurden unter Berücksichtigung des Realisationsprinzips nicht angesetzt. Wesentliche stille Reserven aus Zeitwerten oberhalb der Buchwerte bestehen nicht.

Für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert von € 150,01 bis € 1.000,00 wurde aus Vereinfachungsgründen ein Sammelposten eingerichtet, der mit 20% zum Jahresende berichtigt wurde. Der Posten ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten auf der Basis gewogener Durchschnittswerte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert.

Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Anteile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Daneben wird auch der Werteverzehr der Produktionsmaschinen einbezogen. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt.

Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten wurden mit dem offiziellen Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die liquiden Mittel ohne Fremdwährungsposten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind nach kaufmännischer Beurteilung in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken die erkennbaren Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäfstvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Éntstehung erfasst.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen, liquide Mittel sowie kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
Koch Chemical Technology Group Ltd.,Stafford, England 0,00 (VJ: 20.879,14)
KMS Inc., Wilmington, USA 480.291,54 (VJ: 124.192,73)
John Zink KEU GmbH, Aachen, Deutschland 0,00 (VJ: 1.252,73)
KMS Inc., Australien 0,00 (VJ: 36.800,00)
  480.291,54 (VJ:183.124,60)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen sämtlich aus Liefer- und Leistungsverkehr und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im aktiven Rechnungs - abgrenzungsposten abgegrenzt.

Aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nach BilMoG ergaben sich temporäre Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB, im Wesentlichen aus der Rückstellungsbewertung, die insgesamt zu einem Aktivüberhang in Höhe von € 738.162,31 führten. Unter Berücksichtigung des individuellen Steuersatzes von 31,4 % würden sich aktive latente Steuern in Höhe von € 231.782,97(Vorjahr € 49.059,40) ergeben, auf deren Ansatz unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes verzichtet wurde.

Die Kapitalrücklage blieb im Geschäftsjahr unverändert und beträgt zum Bilanzstichtag per 31.12.2015 € 28.168.500,00.

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Euro
2015 Vorjahr
Gewährleistung 2.942 2.775
Ausstehende Rechnungen 289 355
Urlaubsverpflichtungen 32 78
Abschluss- und Prüfungskosten 53 43
Energiekosten 28 42
Abfindungen und Freistellungen 1.069 22
Aufbewahrungspflicht 19 18
Überstundenverpflichtungen 0 3
Rückbau und Entsorgung 54 0
  4.486 3.336

Rückstellungen für Aufwendungen, die aus der Einstellung der Unternehmenstätigkeit resultieren, betreffen mit TEUR 1.123 vornehmlich Personalkosten (Abfindungen und Freistellungen) sowie die Rückstellung für Rückbau und Entsorgung.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 Abs. V S. 1 HGB, § 285 Nr.1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:

Gesamtbetrag Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
1-5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten        
aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 293 (540) 293 (540) 0 (0) 0 (0)
verbundenen Unternehmen (Vorjahr) 22 (599) 22 (599) 0 (0) 0 (0)
Sonstige (Vorjahr) 148 (7) 148 (7) 0 (0) 0 (0)
SUMME 463 463    
(Vorjahr) (1.146) (1.146) 0 0

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich solche aus Lieferung und Leistung.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse wird in Anlehnung an § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen T€ 396 (Vorjahr T€ 1.548).

Der Personalaufwand enthält Rückstellungszuführungen im Zusammenhang mit der Einstellung der Unternehmenstätigkeit in Höhe von T€ 1.069. Darüber hinaus sind bereits in 2015 Abfindungen in Höhe von T€ 211 ausgezahlt worden, die im Personalaufwand enthalten sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten aperiodische für Rückbau und Entsorgungskosten in Höhe von T€ 54.

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind mit T€ 1.794 auf Basis des Zeitwertgutachtens eines unabhängigen Bewerters vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen enthalten.

5. Mitarbeiteranzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden 91 Mitarbeiter (Vorjahr: 108) beschäftigt, davon 28 Angestellte.

6. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht aus dem Jahresabschluss ersichtlich sind, bestanden zum Bilanzstichtag insgesamt i.H.v. € 8.848,00.

Verpflichtungen aus PKW-Leasing T€
2016 6,6
fällig bis 2017 2,2
2018 0

7. Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Koch Industries Inc., Wichita/USA, als Mutterunternehmen des größten Konsolidierungskreises einbezogen. Der Konzernabschluss der Koch Industries Inc., wird in den USA offengelegt.

8. Angaben zur Geschäftsführung

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2015 bestellt:

 

Mark Christopher Farrell, Massachusetts / USA;, Managing Director and Vice President Global Membrane Manufacturing & Systems Engineering

 

Imran Jafferey , Nashua / USA; Managing Director, Senior Vice President, WATER & WASTEWATER SALES (Austritt: 04. Januar 2016)

 

Manwinder Singh, Reading, MA / USA; Managing Director; Senior Vice President - TECHNOLOGY

Gesamtbezüge:

Die Angabe von Bezügen entfällt, da kein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält.

Frühere Mitglieder der Geschäftsführung erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

9. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird in Anlehnung an § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

10. Mutterunternehmen

Die alleinige Gesellschafterin ist die KMS International LLC, eine Delaware limited liability company, Wilmington, Massachusetts, USA.

 

Aachen, den 30. März 2016

Die Geschäftsführung

Manwinder Singh

Mark Christopher Farrell

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Umgliederung
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.500,00 147.851,69 1,00 0,00 0,00 218.350,69
2. EDV-Software 109.375,06 1.414,25 0,00 0,00 0,00 110.789,31
  179.875,06 149.265,94 1,00 0,00   329.140,00
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 37.625,87 0,00 0,00 0,00 0,00 37.625,87
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.106.777,22 16.210,75 61.830,80 147.896,63 798.665,06 7.410.388,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.067.717,99 56.900,61 31.685,04 17.681,85 341.107,90 1.769.507,51
4. Anlagen im Bau 18.656,01 146.922,47 0,00 -165.578,48 0,00 0,00
  10.230.777,09 220.033,83 93.515,84 0,00 1.139.772,96 9.217.522,12
  10.410.652,15 369.299,77 93.516,84 0,00 1.139.772,96 9.546.662,12
Abschreibungen
01.01.2015
Zugänge planmäßig
Zugänge außerplanmäßig
Abgänge
31.12.2015
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.374,00 27.125,00 0,00 1,00 70.498,00
2. EDV-Software 84.124,06 20.606,42 612,00 0,00 105.342,48
  127.498,06 47.731,42 612,00 1,00 175.840,48
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 10.306,87 2.568,92 24.702,75 0,00 37.578,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.172.974,45 624.437,82 1.291.769,17 18.101,50 4.071.079,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.103.854,99 167.005,17 476.712,22 7.793,95 0,00 1.739.778,43
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00   0,00 0,00
  3.287.136,31 794.011,91 1.793.184,14 25.895,45 5.848.436,91
  3.414.634,37 841.743,33 1.793.796,14 25.896,45 6.024.277,39
31.12.2015
31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.852,69 27.126,00
2. EDV-Software 5.446,83 25.251,00
  153.299,52 52.377,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 47,33 27.319,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.339.308,80 5.933.802,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.729,08 963.863,00
4. Anlagen im Bau 0,00 18.656,01
  3.369.085,21 6.943.640,78
  3.522.384,73 6.996.017,78

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Koch Membrane Systems GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir auf die Ausführungen der Geschäftsführer in Abschnitt "2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs und Abschnitt "1.1 Geschäftstätigkeit und 9. Prognosebericht" des Lageberichts hin, dass die Gesellschaft ihre operative Geschäftstätigkeit eingestellt hat und liquidiert werden soll und der Jahresabschluss daher unter Abkehr vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Absatz 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt wurde.

 

Düsseldorf, den 31. März 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bibiana Bolsenkötter, Wirtschaftsprüfer

ppa. Barbara Hegeler, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 03.05.2016 festgestellt.

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