Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 10904
Eingetragen
16.5.2006
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
Der Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen sowie die Reparatur von Fahrzeugen mit üblichen Serviceleistungen für Gebrauchtfahrzeuge, der Betrieb eines Abschleppdienstes und der Verleih von Mietwagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Priebs
seit 5.4.2019
Geschäftsführer
Lars Thormann
seit 16.5.2006
Geschäftsführer
Frank Motejat
seit 16.5.2006
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus MOTHOR GmbH

Brandenburg an der Havel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Einleitung: Vorwort und Gruppenbetrachtung

Die Autohaus Mothor GmbH wurde im Jahr 1997 gegründet und ist ein bedeutender Teil der Thormann-Gruppe. Der Standort an der Carl-Reichstein-Straße 25 fungiert als Skoda-Vertragshändler, während der Standort an der Carl-Reichstein-Straße 35 einen Händlervertrag für Volkswagen PKW, Life und Commerce innehat. Die entsprechenden Serviceverträge für diese Marken sind ebenfalls etabliert. Die Geschäftsführung liegt in den Händen von Frank Motejat, Lars Thormann und Daniel Priebs. Herr Erik Markwart unterstützt als Betriebsleiter den Volkswagenbetrieb.

Zusätzlich zu den genannten Standorten gehören auch Stendal, Gardelegen und Bismark zur Thormann-Gruppe. Die Gruppe ist darüber hinaus für die Marken Skoda, Mitsubishi und Ford verantwortlich.

II. Wirtschaftliche Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die weitere Entwicklung des Unternehmens muss sowohl im Kontext zur gesamtwirtschaftlichen als auch insbesondere zur branchen- und standortspezifischen Situation betrachtet werden. Ab dem zweiten Halbjahr 2022 war eine herausfordernde Geschäftssituation zu verzeichnen. Die Gründe dafür lagen erneut in Problemen bei den weltweiten Lieferketten und der anhaltenden Halbleiterkrise, die zu weiteren Produktionsverzögerungen führten.

Das Bruttoinlandsprodukt verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Im Vergleich zu 2022 war nun mehr kein Wachstum sondern Stagnation zu verzeichnen. Ein weiterer Anstieg der inflationären Entwicklung im Euroraum und speziell hier in Deutschland von 5,9 % im Jahresdurchschnitt beeinflusste zudem die Kaufkraft der privaten Haushalte in 2023 nachhaltig negativ. Die gestiegenen Preise für bestimmte Güter und Dienstleistungen führten zu einer Verringerung der Konsumausgaben, was sich wiederum auf den Absatz von Produkten im Automobilsektor auswirkte.

Um hier gegen zu steuern, erhöhte die EZB die Leitzinsen von 2,5 % zu Jahresanfang auf 4,5 % zum Ende der Jahresmitte. Dieses wirkte ebenfalls als starker Dämpfer für den Absatz von Automobilen, welcher bis heute seine Wirkung nicht verloren hat.

Insgesamt bleibt die Wirtschaftslage herausfordernd, doch die Autohaus Mothor GmbH hat sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld behauptet. Die genannten globalen Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Lieferketten, erfordern weiterhin eine proaktive und flexible Unternehmensstrategie, um mögliche Engpässe zu bewältigen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

a. Branchen- und standortspezifische Lage

Diese Einflüsse beförderten dann auch noch die gemeinsame preistreibende Wirkung, und Wirtschaft und Politik standen weiterhin unter anhaltendem Dauerstress.

Im Jahr 2023 war der Fahrzeughandel in Deutschland von einer Vielzahl wirtschaftlicher Herausforderungen geprägt. Insbesondere die anhaltenden Auswirkungen der globalen Lieferkettenproblematik, steigende Rohstoffpreise sowie die Unsicherheiten durch die geopolitische Lage (z. B. der Ukraine-Konflikt) stellten die Branche vor große Herausforderungen. Dazu kamen die steigenden Zinssätze, die durch die EZB zur Bekämpfung der Inflation beschlossen wurden und die Finanzierungsmöglichkeiten sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen verteuerten.

Die Nachfrage nach Fahrzeugen war insbesondere bei Elektrofahrzeugen und Hybridmodellen weiterhin hoch, was die Entwicklung im Automobilsektor positiv beeinflusste. Allerdings waren die Produktionskapazitäten in vielen Bereichen eingeschränkt, was zu längeren Lieferzeiten und einem erhöhten Preisdruck führte.

Auch die angespannte Marktsituation im Bereich der klassischen Verbrennungsmotoren machte sich in Lieferengpässen weiterhin bemerkbar.

Die Auswirkungen der Inflation auf Autohäuser und Kfz-Werkstätten im Jahr 2023 waren vielfältig und umfassten sowohl positive als auch negative Aspekte. Die Kostensteigerungen infolge der Inflation wirkten sich negativ aus. Generelle Kostensteigerungen, darunter höhere Energiekosten, steigende Preise für Rohstoffe und Materialien sowie allgemeine betriebliche Ausgaben, führten zu einer Beeinträchtigung der betrieblichen Margen. Die Preiserhöhungen für Fahrzeuge und Ersatzteile aufgrund der Inflation hatten ebenfalls negative Auswirkungen. Dies führte zu höheren Beschaffungskosten für Autohäuser und Werkstätten, was die Profitabilität beeinträchtigte und den Wettbewerb verschärfte. Die Finanzierungskosten wurden ebenfalls negativ beeinflusst, da steigende Inflationsraten zu höheren Zinsen führten. Dies hatte zur Folge, dass die Finanzierungskosten für Autohäuser erheblich stiegen. Dieser Trend begann in der Mitte des Jahres 2022 und hält bis heute an.

Hinzu kommt, dass durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten und der immer stärker werdende Fachkräftemangel eine stete Lohnanpassung der Mitarbeiter notwendig wird, was die Kostenspirale weiter antreibt.

In Bezug auf die Nachfrage und das Verbraucherverhalten ergab sich eine gemischte Bewertung. Der Inflationsdruck beeinflusste das Verbraucherverhalten, wobei höhere Preise die Nachfrage nach Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie Reparatur- und Wartungsdienstleistungen beeinträchtigten. Andererseits waren Verbraucher aufgrund der erwarteten Preissteigerungen geneigt, ihre Fahrzeuge früher zu kaufen oder Wartungsarbeiten vorzunehmen. Das kostenbewusste Verbraucherverhalten erwies sich hingegen als positiv für das Servicegeschäft. In Zeiten der Inflation profitierten sie von einem verstärkten Fokus der Verbraucher auf Wartung und Reparatur, da diese versuchten, die Nutzungsdauer ihrer Fahrzeuge zuverlängern und neue Anschaffungen zu vermeiden. Die Herausforderungen bei der Preisgestaltung waren insgesamt anspruchsvoll. Die volatile Preisentwicklung erschwerte es Autohäusern und Werkstätten, langfristige Preisstrategien festzulegen, und die Anpassung an kurzfristige Preisschwankungen stellte eine Herausforderung dar. Insgesamt hing die Auswirkung der Inflation auf Autohäuser und Kfz-Werkstätten von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Fähigkeit, Kostensteigerungen zu bewältigen, die Anpassung an veränderte Verbraucherpräferenzen und die Flexibilität bei der Preisgestaltung. Es war und ist ratsam, dass Autohäuser und Werkstätten ihre Geschäftsmodelle entsprechend anpassen und ihre betriebliche Effizienz optimieren, um sich den Herausforderungen der Inflation erfolgreich zu stellen.

b. Erwartungen an die zukünftige Entwicklung

Die vorhergesagten Auswirkungen der Inflation auf Autohäuser und Kfz-Werkstätten im Jahr 2023 lassen auf verschiedene Erwartungen für die zukünftige Entwicklung schließen. In Anbetracht steigender Kosten durch die Inflation dürften Anpassungen in den Geschäftsmodellen dieser Unternehmen notwendig werden. Dies könnte eine verstärkte Effizienzoptimierung der Betriebsabläufe, den vermehrten Einsatz digitaler Technologien und die Suche nach kosteneffektiven Lieferketten einschließen.

Aufgrund möglicher Veränderungen im Verbraucherverhalten infolge höherer Preise könnten Autohäuser und Werkstätten vermehrt den Fokus auf Wartungs- und Reparaturdienstleistungen legen. Dies wird durch verstärkte Marketingbemühungen unterstütz, um die Kunden auf die langfristige Werthaltigkeit dieser Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Die volatilen Preisentwicklungen bedingen eine kritische Überprüfung der Preisstrategien von Autohäusern, insbesondere in Bezug auf transparente Kommunikation über Preisänderungen und mögliche Kostensteigerungen. Zudem könnten flexible Finanzierungsoptionen angeboten werden, um den Kunden entgegenzukommen und die Auswirkungen steigender Zinsen zu mildern.

Die Verbesserung der Kundenerfahrung könnte eine entscheidende Strategie sein, um Kunden trotz höherer Preise zu binden. Dies könnte die Integration digitaler Plattformen für den Fahrzeugkauf, klare Kommunikation über Servicekosten und eine insgesamt kundenfreundliche Atmosphäre umfassen.

Angesichts von Lieferengpässen, die durch verschiedene Faktoren, darunter der Konflikt in der Ukraine, verursacht werden, könnten Autohäuser Strategien entwickeln, um besser mit unvorhersehbaren Unterbrechungen in den Lieferketten umzugehen. Dies könnte die Diversifizierung der Lieferanten und eine verbesserte Lagerhaltung einschließen. Abschließend ist das genaue Monitoring der Marktdynamik von entscheidender Bedeutung. Nur so können Autohäuser und Kfz-Werkstätten schnell auf Änderungen in der Verbrauchernachfrage und den allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen reagieren und ihre Geschäftsstrategie kontinuierlich anpassen. Flexibilität und Agilität werden somit Schlüsselattribute für langfristigen Erfolg sein.

III. UMSATZ - UND ERGEBNIS der Autohaus Mothor GmbH Brandenburg

Durch unsere konsequente Ausrichtung auf zentrale Themenbereiche wie schnelles und effektives Krisenmanagement, Umstellung und Fokussierung auf Direktmarketing sowie verstärkte Aktivitäten im Onlinemarketing, Implementierung von Marketingaktionen und maßgeschneiderten Lösungen für Gewerbekunden, einschließlich des Ausbaus des Serviceaußendienstes, Integration von Servicekontakten und Verkaufsaktivitäten, Steigerung der Ankäufe von Jung- und Gebrauchtwagen sowie Erschließung neuer Bezugsquellen, sowie die verstärkte Ausrichtung auf Gewerbekunden und den Ausbau des Gebrauchtwagengeschäfts, konnte sich die gesamte Unternehmensgruppe, einschließlich der Autohaus Mothor GmbH, in einer antizyklischen Entwicklung behaupten und ein ausreichendes Betriebsergebnis erzielen.

So hat die AH Mothor GmbH den nach wie vor geringen Umsatz im Neuwagenbereich durch Zuwächse im Gebrauchtwagenverkauf kompensieren können und erreicht mit 60.469 T€ ein neues Umsatzhoch mit einem Wachstum von über 16,8 % gegenüber Vorjahr.

Durch die oben erwähnten Umstände stieg jedoch der Wareneinsatz von 84,5 % auf 87,1%, die Personalaufwandsquote um 1,1 %, die Kosten um 20,3 % und die Zinsen um 164,5 % gegenüber Vorjahr, so das letztlich noch ein Ergebnis von 250.345 T€ (0,24 %) nach Steuern erzielt werden konnte.

Die Mitarbeiterzahl ist mit durchschnittlich 92 Vollzeit- und 7 Teilzeitkräften gegenüber dem Vorjahr annähernd nicht angestiegen.

Um den anhaltenden Fachkräftemangel weiter entgegen zu wirken, wurde die Anzahl der Ausbildungsplätze stetig erhöht und unser eigens für die Ausbildung der Kfz-Mechatroniker eingestellter Lehrmeister zeigt Erfolge sowohl im Ausbildungsergebnis als auch bei der Anzahl der nach Ausbildungsende übernommenen Mitarbeiter. Dass wir mit dieser Maßnahme auf dem richtigen Weg sind, hat auch der Brandenburgische Ausbildungspreis belegt, mit dem wir im Jahre 2019 als einziges Autohaus im Land Brandenburg ausgezeichnet wurden. Mittlerweile konnten wir seit 2021 jedem Auszubildenden die Übernahme anbieten.

Zum 31.12.2023 befanden sich 18 Auszubildende in einem Ausbildungsverhältnis mit unserem Unternehmen. Von diesen Auszubildenden konnten wir in 2024 6 Personen die Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ermöglichen und auch für die Zukunft ist die Übernahme aller erfolgreich abschließenden Auszubildenden geplant.

Die Autohaus Mothor GmbH beendet somit das Geschäftsjahr mit einem Gewinn nach Steuer von 250.345,48 € und erhöht damit das Eigenkapital auf 3.012.158,83 €. Auf Grund der gestiegenen Warenlager und der damit um ca. 4,6 Mill. € gestiegenen Bilanzsumme (Anstieg um 30 %) sinkt die Eigenkapitalquote auf 15,3 %.

Im letzten Quartal 2023 lagen die durchschnittlichen Standtage für Neuwagen bei 102 Tagen VW und 51 Tagen bei Skoda, bei Gebrauchtwagen weiterhin stabil unter 65 Tagen und damit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 87 Tagen in diesem Zeitraum. Unser Bestand an Fahrzeugen über 180 Tage betrug in diesem Segment weiterhin unter 5 % - was bei der Höhe unserer Bestände Benchmark ist.

Nach den Entwicklungen im Geschäftsjahr 2018 und den Berichterstattungen des "DAT-Dieselbarometers" sind bestimmte Leasingrestwerte für die Zukunft schwer kalkulierbar.

Aus diesem Grund haben wir uns bei diesen Geschäften für das Leasingmodell der Andienung an die VW-Leasing nach Vertragsende entschlossen. Maßgeblich für diese Entscheidung ist die schwer planbare Entwicklung von Restwerten besonders im Bereich der Plugin-Hybrid- sowie der Elektrofahrzeuge. Da dieses VTI-Modell am Ende der Vertragslaufzeit eine Gebühr von 1,5 % (3,0 %) der ursprünglichen Nettoverkaufspreisempfehlung fordert, haben wir diese in Höhe von 257.188,41 T€ als passive Rechnungsabgrenzung gebildet.

Grundsätzlich verlief also das Geschäftsjahr 2023 unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen und den branchenspezifischen Bedingungen zufriedenstellend.

Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut.

Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet.

Da uns ausreichendes Eigenkapital und Kreditlinien zur Verfügung stehen, ist die ständige Liquidität gesichert und alle Geschäftsvorfälle können sofort und vollumfänglich abgewickelt werden.

Ein konsequentes Zahlungsmanagement sorgt für keine wesentlichen Forderungsausfälle.

IV. Abteilungsergebnis Neuwagengeschäft

Der Neufahrzeugabsatz lag mit 16.181 T€ fast auf Vorjahresniveau. Die Erträge blieben aber mit einem DBIII von 1,7 % weit hinter dem Ergebnis der Vorjahre.

Für alle Marken sind wir mit den erreichten Marktanteilen sehr zufrieden, die eigene Marktausschöpfung über 75% zeugt von einer hervorragenden Marktbearbeitung.

Durch umfangreiche Maßnahmen konnten wir erreichen, bei unseren Herstellern nahezu die höchstmögliche Handelsmarge zu erreichen. Dafür analysieren wir die jährlich veränderlichen Margenbestandteile, leiten daraus notwendige Maßnahmen ab und setzen diese mit unserer Mannschaft um. Für die Zukunft gilt es, das Potential im Gewerbekundenbereich noch besser auszuschöpfen, da im Privatkundenmarkt inzwischen eine spürbare Kaufzurückhaltung aufgrund der gestiegenen Inflation und der hohen Zinsen zu verzeichnen ist.

V. Abteilungsergebnis Gebrauchtwagengeschäft

Trotz herausfordernder Marktbedingungen konnten wir den Absatz des Vorjahres um 28 % auf nun mehr 37.888 T€ steigern. Diese Leistung spiegelt nicht nur unsere effektiven Vertriebsbemühungen wider, sondern unterstreicht auch die Resilienz unseres Geschäftsmodells.

Dabei haben wir u.a. die Steigerung durch den Ausbau der Geschäfte im B2B erreicht. Leider konnten wir hier das Ergebnis der Vorjahre nicht halten und so sank der DBIII (EBITDA) auf 2,1 %. Insgesamt stellt der Gebrauchtwagenabsatz eine solide Säule unseres Geschäftserfolgs dar, und wir werden weiterhin bestrebt sein, unsere Position in diesem Segment zu stärken und innovative Strategien für nachhaltiges Wachstum durch Renditeverbesserung zu entwickeln.

VI. Service und Ersatzteileverkauf

Im Service- und Ersatzteilebereich konnten wir dank unserer erfolgreich implementierten Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit und der permanenten Schulung unserer Service Mitarbeiter vom Markttrend eines wachsenden Servicemarktes profitieren und ein Umsatzwachstum von 6,4 % auf 7.155 T€ verzeichnen. Durch die gestiegenen Kosten sowie inflatorisch notwendige Lohnanpassungen hat sich der Deckungsbeitrag III um 4,5 % reduziert. In den Kundenzufriedenheitsauswertungen unserer Hersteller liegen wir immer über Bundesschnitt und schaffen es monatsweise sogar in die TOP20 Gruppen. Markenübergreifend können wir uns über viele relevante Google Bewertung von 4,6 bzw. 4,7 von 5,0 freuen, womit wir ebenfalls zu den Top Handelsgruppen bundesweit gehören.

VII. SYSTEMATISCHES CONTROLLING

Ein durchdachtes Controlling ist für eine erfolgreiche Unternehmensführung unverzichtbar. Innerhalb der Thormann-Gruppe, einschließlich der Autohaus Mothor GmbH, wird ein effektives strategisches und operatives Controlling in Echtzeit implementiert. Dies ermöglicht die tägliche Bereitstellung unternehmensspezifischer Daten, die als Grundlage für Planung und Entscheidungsfindung dienen.

Die jährliche Unternehmensplanung wird dabei in Monats- und Wochenziele heruntergebrochen. Wöchentlich erfolgt ein Vergleich der wichtigsten Steuerungswerte mit dem Plan, der in einem Planungscockpit dargestellt und allen relevanten Mitarbeitern zugänglich gemacht wird. Die Ergebnisse dieser Auswertung werden in regelmäßigen wöchentlichen Besprechungsrunden analysiert. Dabei nutzen wir die CRM- und EDV-Systeme unserer Hersteller sowie individuelle Lösungen und Programme. Für die Arbeitsbereiche des Mitarbeiter-Onboardings sowie des Controllings der Vertriebskennzahlen wurden eigene Programme und Apps in Kooperation mit der Technischen Hochschule Brandenburg entwickelt und eingeführt. Diese Systeme werden künftig weiterentwickelt und auch für den Servicebereich angepasst. Unsere Vorgehensweise ermöglicht es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Handlungsstrategien zu entwickeln.

Die betriebswirtschaftlichen Daten werden gewissenhaft aufgearbeitet, und die Form des Berichtswesens erntet lobende Anerkennung von allen Geschäftspartnern.

VIII. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Durch die strategische Standortauswahl unserer Gruppenbetriebe und die systematische und sinnvolle Erweiterung unseres Produktportfolios gewährleisten wir ein flächendeckendes Angebot unseres Leistungsspektrums direkt "vor Ort", was eine enge Bindung zu unseren Kunden ermöglicht und somit zu einer höheren Kundenzufriedenheit beiträgt. Ergänzend bieten uns unsere stabilen Prozesse und unsere perfekt geschulte Mannschaft die Möglichkeit, besonders im Vertriebsbereich bundesweit erfolgreich zu agieren, um die anspruchsvollen und notwendigen Volumenziele zu erreichen. Innerhalb des bundesweiten Vergleichs aller vertretenen Markenbetriebe nimmt die Autohaus Mothor GmbH einen der vorderen Plätze ein.

Unsere Geschäftspartner setzen sich zunehmend aus privaten Einzelkunden sowie gewerblichen Einzelkunden und regionalen Firmenkunden zusammen. Insbesondere im Bereich kleiner Flottengeschäfte haben wir in größerem Umfang erfolgreiche Abschlüsse verzeichnet. Hier können wir dank der Implementierung und Verstärkung unseres Service-Außendienstes unseren Gewerbetreibenden vor Ort einen nahezu einmaligen Service bieten.

Unsere Mitarbeiterfluktuation liegt weiterhin deutlich unter dem Branchendurchschnitt und kann als sehr gering eingestuft werden. Über 60 % unserer Mitarbeiter (ohne Azubis) können auf eine Betriebszugehörigkeit von über 10 Jahren zurückblicken. Jeder Mitarbeiter profitiert von einem individuellen Schulungsplan und einem persönlichen Entwicklungsprofil, um eine hohe Mitarbeiterloyalität zu gewährleisten. Dazu ergänzen wir ständig die betriebsbindenden Maßnahmen für unsere Mitarbeiter, um Ihnen eine attraktive und individuelle Auswahl bieten zu können von tollen Incentiv-Programmen bis zu hin zu Dienstfahrrädern, um nur zwei der beliebtesten Punkte zu nennen. Unsere erfolgsabhängigen, innovativen, transparenten und wettbewerbsfähigen Lohnsysteme sorgen für eine gerechte und motivierende Entlohnung der Mitarbeiter, die ebenfalls auf eine geringe Fluktuation einzahlt.

Dieses Engagement wird belohnt. Seit nunmehr zwei Jahren wurden wir sowohl von Focus Money zu den Top 100 Wirtschaftsbetrieben im Automobilbereich gewählt und zählen ebenfalls auf dem Firmenbewertungsportal kununu.com zu den 8 % der am besten bewerteten Unternehmen Deutschlands.

Das Problem der fehlenden Fachkräfte und der Abwanderung der ausgebildeten Nachwuchskader wird sich sicher in den nächsten Jahren noch verstärken - Wir reagieren darauf, in dem wir unsere Ausbildungskapazitäten noch einmal um 50% erhöht haben und konnten alle Plätze besetzen. Trotz der herausfordernden Gesamtmarktsituation konnten wir im Mitarbeiterbereich ein leichtes Wachstum verzeichnen und sind in der komfortablen Lage, jede ausgeschriebene Stelle zeitnah besetzen zu können. Es gehen nahezu täglich Bewerbungen in unserem Haus ein.

IX. Zusammenfassung und Zukunftsprognose

Die tatsächliche Entwicklung auf dem Automobilmarkt im Jahr 2024 ist von verschiedenen maßgeblichen Faktoren beeinflusst, wozu die wirtschaftliche Lage, geopolitische Ereignisse, die Verfügbarkeit kritischer Bauteile wie Halbleiter und die Fortschritte im Bereich der Elektromobilität gehören. Im Gegensatz zur anfänglichen Prognose spiegelt sich die Realität in einem komplexen Bild wider. Die wirtschaftliche Erholung, die zu steigenden Verbraucherausgaben und einer gesteigerten Nachfrage nach neuen Fahrzeugen führen sollte, ist mit globalen Unsicherheiten und einer verlangsamten Auftragslage konfrontiert. Die Elektromobilität, die ursprünglich eine weiter zunehmende Bedeutung erwartete, hat im Verlauf des Jahres 2023 aufgrund der schrittweisen Reduzierung staatlicher Anreize und nach Einstellung dieser zum Jahresende einen deutlichen Rückgang der Auftragseingänge verzeichnet. Die Entwicklung der Inflation hat indessen einen spürbaren Einfluss auf die Preisgestaltung von Fahrzeugen und Ersatzteilen, was wiederum die Kaufentscheidungen der Verbraucher beeinträchtigt, insbesondere wenn die Lohnentwicklung nicht im gleichen Maße erfolgt.

Die verhaltene Nachfrage nach Neuwagen (gegenüber der "Vor-Coronazeit") hat sich auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Erzielte Umsatzsteigerung auf Grund des Absatzdruckes durch die zunehmende Alterung der Bestände ließen sich in 2024 nur durch Margenverluste erzielen. Obwohl die schrittweise Einführung des Agenturmodells bei unseren Handelsmarken ab 2026 erst einmal auf Eis gelegt wurde, werden die Hersteller die in diesem Modell geplanten Margenkürzungen zum Teil trotzdem umsetzen, was zu weiteren Einschnitten im Ergebnis führen kann.

Veränderungen im Verbraucherverhalten aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Preise beinträchtigen die Nachfrage. In diesem Kontext setzen wir vermehrt auf Serviceleistungen und Wartung, da Kunden versuchen, die Nutzungsdauer ihrer Fahrzeuge zu verlängern. Fortschritte in der Fahrzeugtechnologie, einschließlich autonomen Fahrens und fortschrittliche Sicherheitsmerkmale, werden die Attraktivität neuer Modelle leicht steigern und die Nachfrage beeinflussen. Die Ausrichtung der Automobilindustrie auf klimafreundliche Technologien wird von regulatorischen Entscheidungen und internationalen Klimazielen beeinflusst. Änderungen in der Politik könnten die Branche beeinflussen, insbesondere in Bezug auf Emissionsstandards. Das war in diesem Jahr besonders gut zu spüren durch das Auslaufen der Fördermaßnahmen für die Elektromobilität.

Insgesamt bleibt die Prognose für den Automobilmarkt 2024 von Unsicherheiten geprägt. Wir werden weiterhin flexibel auf Veränderungen reagieren und unsere Geschäftsmodelle entsprechend anpassen.

Unsere Marketingstrategie trägt maßgeblich dazu bei, unsere Reputation im Markt kontinuierlich zu stärken. Dabei setzen wir intensiv auf Online-basierte Instrumente, die nicht nur angewendet, sondern kontinuierlich weiterentwickelt werden. Eine verbesserte Wettbewerbspositionierung im lokalen Umfeld eröffnet zusätzliche Chancen.

Ein zentraler Aspekt unserer Strategie liegt in der Einbindung und digitalen Verarbeitung von Kunden- und Fahrzeugdaten. Durch diese gezielte Herangehensweise können wir individuell zugeschnittene Angebote erstellen und uns dadurch erfolgreich vom Wettbewerb differenzieren. Dieser Fokus auf personalisierte Dienstleistungen ermöglicht es uns, den Bedürfnissen unserer Kunden auf eine einzigartige Weise zu begegnen und so einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Abschließend beurteilt die Geschäftsführung die Risiken- und Chancenlage als kontrovers.

Vor diesem Hintergrund hatten wir unsere Jahresplanung für 2024 entsprechend gestaltet und werden trotz Umsatzsteigerung nur eine Umsatzrendite (EBT) von 0,1-0,2 % erzielen und verbessern leicht unsere Eigenkapitalausstattung.

Aufgrund der hervorragenden wirtschaftlichen Ergebnisse der letzten drei Jahre befindet sich unsere Wirtschaftskraft aber auf einem Niveau, welches auch einmal ein Jahr ohne Gewinn verkraftet. Unter Berücksichtigung aller uns vorliegenden Tatsachen und Gegebenheiten sind derzeit keine Risiken für die Autohaus Mothor GmbH erkennbar, die einen so erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, dass sie eine Gefährdung des Fortbestands der Gesellschaft darstellen könnten.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 274.286,68 185.897,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.870,00 13.625,50
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 9.869,00 13.624,50
II. Sachanlagen 264.416,68 172.271,63
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.659,50 31.172,00
2. technische Anlagen und Maschinen 12.436,50 10.490,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 211.285,50 114.880,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.035,18 15.729,63
B. Umlaufvermögen 19.298.504,29 14.834.845,66
I. Vorräte 12.649.435,82 9.445.460,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.738.773,01 4.744.356,88
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.265.503,86 1.671.899,81
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.473.269,15 3.072.457,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 910.295,46 645.028,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.312,19 49.232,51
Summe Aktiva 19.633.103,16 15.069.975,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.012.158,83 3.001.812,42
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnvortrag 2.736.248,76 1.946.339,12
III. Jahresüberschuss 250.345,48 1.029.908,71
B. Rückstellungen 840.592,68 669.078,21
C. Verbindlichkeiten 15.523.163,24 11.138.814,08
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.561.551,37 6.459.888,21
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.515.865,35 6.397.983,51
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 45.686,02 61.904,70
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 572.725,99 468.247,54
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 572.725,99 468.247,54
3. sonstige Verbindlichkeiten 4.388.885,88 4.210.678,33
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.848.938,52 3.540.950,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 539.947,36 669.728,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 257.188,41 260.270,59
Summe Passiva 19.633.103,16 15.069.975,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 7.921.469,72 8.251.238,74
2. Personalaufwand 4.304.126,99 4.257.417,36
a) Löhne und Gehälter 3.518.210,35 3.492.446,12
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 785.916,64 764.971,24
davon für Altersversorgung 53.958,83 57.421,54
3. Abschreibungen 94.101,34 87.258,62
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 94.101,34 87.258,62
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.659.992,64 2.211.090,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.353,20 1.459,72
davon aus verbundenen Unternehmen 1.968,75
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 467.146,33 176.626,46
davon an verbundene Unternehmen 131.149,87 36.937,86
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 148.110,14 490.396,68
8. Ergebnis nach Steuern 250.345,48 1.029.908,71
9. Jahresüberschuss 250.345,48 1.029.908,71

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmennamen laut Registergericht: Autohaus Mothor GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Brandenburg an der Havel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Potsdam
Register-Nr.: 10904

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr sowie das Jahr 2021 betreffenden noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und

Verlustrechnung

Brutto-Anlagenspiegel

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden in Anlehnung an die steuerrechtliche Abschreibung 15 Jahre festgelegt.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Geschäftsjahreabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 21.352,03 2.965,00 2.050,81
2. Geschäfts- oder Firmenwert 134.397,16 - -
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 155.749,19 2.965,00 2.050,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.498,45 - -
2. technische Anlagen und Maschinen 33.282,89 6.211,33 3.058,80
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 654.612,82 177.047,51 149.133,05
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.729,63 - 3.694,45
Summe Sachanlagen 745.123,79 183.258,84 155.886,30
Summe Anlagevermögen 900.872,98 186.223,84 157.937,11
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.266,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 134.397,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände - 156.663,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 41.498,45
2. technische Anlagen und Maschinen 36.435,42
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 682.527,28
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.035,18
Summe Sachanlagen - 772.496,33
Summe Anlagevermögen - 929.159,71
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
Euro
Abschreibung Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.727,53 6.719,50 2.049,81 - 12.397,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 134.396,16 - - - 134.396,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 142.123,69 6.719,50 2.049,81 - 146.793,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.326,45 2.512,50 - 12.838,95
2. technische Anlagen und Maschinen 22.792,89 4.264,33 3.058,30 23.998,92
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 539.732,82 80.605,01 149.096,05 471.241,78
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - -
Summe Sachanlagen 572.852,16 87.381,84 152.154,35 - 508.079,65
Summe Anlagevermögen 714.975,85 94.101,34 154.204,16 - 654.873,03
Zuschreibung Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.869,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände - 9.870,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.659,50
2. technische Anlagen und Maschinen 12.436,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 211.285,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.035,18
Summe Sachanlagen - 264.416,68
Summe Anlagevermögen - 274.286,68

Angabe zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr 0,00 Euro).

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 Jahr
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen 3.198,9 3.198,9 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.265,5 2.265,5 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 274,3 274,3 0,0
Summe 5.738,7 5.738,7 0,0

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden folgende Beträge ausgewiesen:

Forderungen ggb. Krankenkasse aus AAG 1.281,85 €
Steuerüberzahlungen 85.981,00 €
Körperschaftsteuerrückforderung 108.447,12 €
DP Leasing 20.807,50 €
DP Gewährleistung / Lifetime 1.543,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen+Leist. 49.322,17 €
DP Visa Karten 6.117,31 €
DP EC Karten 846,32 €
Summe 274.346,27 €

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Beträge für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 11.800,00 Euro. Außerdem wurden wegen Rückkauf AIOI 2023 insgesamt 39.697,99 Euro ausgewiesen.

Betrag der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich auf 10.561.551,37 Euro.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 1 und kleiner 5 Jahren waren in Höhe von 585.086,98 Euro sowie mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahren waren in Höhe von 0,00 Euro auszuweisen.

Darüber hinaus bestehen für Verbindlichkeiten im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetz entstehende Sicherheiten.

Ein Teil der Verbindlichkeiten aus Neuwagen-Finanzierungen laufen über Factoring.

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEuro kleiner 1 J.
TEuro
größer 1 Jahr
TEuro
gegenüber Kreditinstituten 10.561,6 10.515,9 45,7
erhaltene Anzahlungen 672,8 133,4 539,4
aus Lieferungen und Leistungen 3.077,6 3.077,6 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 572,7 572,7 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 638,5 638,0 0,5
Summe 15.523,2 14.937,6 585,6

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken, welche im Rahmen vorgenannter Darlehen gesichert sind.

Für die Thormann-Gruppe, bestehend aus der Autohaus Lars Thormann Team GmbH, der Autohaus Mothor GmbH, der Autohaus Thormann OHG, dem Autohaus Lars Thormann und der Autocenter Mothor GmbH, stehen gemeinsame Kreditlinien zur Verfügung. Diese Kreditlinien können bedarfsgerecht auf die einzelnen Betriebe aufgeteilt werden. Das gesamtschuldnerische Volumen um 15.700.000,- Euro. Die Kreditlinien können innerhalb der Finanzierungsart bedarfsgerecht auf die einzelnen Betriebe aufgeteilt werden.

Des Weiteren hat ein Finanzinstitut für den Händler, bestehend aus Autohaus Mothor GmbH, Autohaus Lars Thormann-Team GmbH, Autohaus Thormann OHG und Autocenter Mothor GmbH, eine Kreditlinie für die Einkaufsfinanzierung von Kraftfahrzeugen in Höhe von 10.000 TEuro eingeräumt. Außerdem gewährt das Finanzinstitut laut Zusatzvereinbarung zum Rahmenvertrag für die Einkaufsfinanzierung von Kraftfahrzeugen einen zusätzlichen Kreditrahmen in Höhe von maximal 1.000 TEuro.

Zudem wird der Unternehmensgruppe, bestehend aus der Autohaus Mothor GmbH, der Autocenter Mothor GmbH sowie der Autohaus Lars Thormann-Team GmbH von der MMV Leasing die Einräumung eines Rahmens zum Abschluss von Einzelverträgen z.B. in Form eines Leasing-, Softwareleasing, Mietkauf oder Softwarenutzungs- oder Darlehensvertrages über einen Betrag in Höhe von insgesamt 150 TEuro eingeräumt. Für den jeweiligen Einzelabruf werden tagesaktuelle Konditionen unter Berücksichtigung des aktuelle Zins- und Kapitalmarktes vereinbart. Der Rahmenvertrag endet mit Ablauf von 12 Monaten nach Unterzeichnung (11.07.2023) automatisch.

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 21.047.480,62 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen. Diese Verpflichtungen betreffen die zukünftigen Ankaufverpflichtungen von Leasingfahrzeugen. Das Leasingverhältnis besteht zwischen dem Kunden (Leasingnehmer) und der Leasingbank (Leasinggeber). Seitens der Autohaus Mothor GmbH besteht jedoch die Verpflichtung, die an die Leasinggesellschaft oder Autovermietung verkauften Fahrzeuge zu einem vorher verbindlich festgelegten Kaufpreis anzukaufen.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden sonstigen finanziellen Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen können mit folgenden Beträgen in TEuro beziffert werden:

2024 2025 2026 2027 2028
Leasing Mobilien 50,4 35,7 24,7 15,8 3,1
Leasing Fahrzeuge 370,9 140,2 19,6 0,0
Leasing Bike 10,1 8,1 1,6
Gesamt: 431,4 184,0 45,9 15,8 3,1

Ferner bestehen Verpflichtungen aus Mietverträgen mit einer Gesamtjahresmiete in Höhe von 392.703,00 Euro.

Vier Mietverhältnisse mit einer Gesamtjahresmiete in Höhe von 387.153,12 Euro haben eine feste Laufzeit bis zum 31.12.2033.

Erläuterung der periodenfremden Erträge

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 38.043,72 Euro enthalten.

Die Erträge wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Erträge erfasst.

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 35.104,23 Euro enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten übrige sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 59
Angestellte 40
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer 99

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Lars Thormann
Frank Motejat
Daniel Priebs

Vergütungen an Geschäftsführer

Unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 250.345,48 Euro.

Nach gesellschaftsrechtlicher Ausschüttung in Höhe von 240.000,00 Euro ergibt sich einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrages in Höhe von 2.736.248,76 Euro ein Betrag in Höhe von 2.986.594,24 Euro, der auf neue Rechnung vorgetragen wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zum Unterzeichner:

 

Brandenburg, den 03. April 2025

gez.

Lars Thormann

Frank Motejat

Daniel Priebs

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Im Rahmen der Offenlegung wurde von den gesetzlichen Erleichterungen Gebrauch gemacht. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Mothor GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Mothor GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Mothor GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Brandenburg an der Havel, 24. April 2025

ges. Detlef Hergaden, Wirtschaftsprüfer für Hergaden Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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