INEOS Cumene GmbH
Brassertstraße 6, 45768 Marl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Angela Schlippes seit 27.2.2026 | Prokura |
Hicham Dr. Fadel seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Dr. Sunderbrink seit 17.4.2025 | Prokura |
Aike Josefina Johanna Meier zu Greffen-Moonen seit 12.4.2024 | Prokura |
Martin A. Smith seit 9.6.2023 | Prokura |
Martin Schmeing seit 18.7.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
INEOS Investment Holdings (Germany) Limited | 95.19% |
INEOS Investment Holdings (Germany) Limited | 3.85% |
INEOS Investment Holdings (Germany) Limited | 0.96% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INEOS Cumene GmbHMarlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gesellschaftsrechtliche Grundlagen Hauptgesellschafter der INEOS Cumene GmbH ist die INEOS Deutschland Holding GmbH mit Sitz in Köln. Mit der INEOS Deutschland Holding GmbH ist ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der mit Wirkung zum Ende des Geschäftsjahres 2018 erstmals Anwendung fand. Die INEOS-Gruppe hat im Jahre 2010 ihren Firmensitz in die Schweiz verlegt. Zur Konzentrierung des Geschäftsrisikos, zur Optimierung des Geschäftes und zur Nutzung von Synergien zwischen den Geschäftsfeldern sind die Entscheidungsträger aller Geschäftsbereiche in der Schweiz tätig und treffen dort nunmehr alle ihre für den Geschäftserfolg relevanten Entscheidungen. Dies gilt auch für die Hauptgeschäftsstelle des Geschäftsbereiches Phenol. Demzufolge agiert die INEOS Cumene GmbH seit Januar 2020 als Lohnfertiger, während das wesentliche unternehmerische Risiko von der INEOS Europe AG getragen wird. Die INEOS Europe AG stellt der INEOS Cumene GmbH hierzu bedarfsgerecht Rohstoffe zur Verfügung, um diese zu dem Fertigprodukt Cumol umarbeiten zu lassen, sie verbleibt dabei immer Eigentümer der Roh-, Zwischen- und Fertigprodukte. Für die Tätigkeit als Lohnfertiger wird die Gesellschaft auf Cost-Plus-Basis vergütet. Trotz der gesellschaftsrechtlichen Struktur sowie des Geschäftsmodells der Lohnumarbeitung für eine Prinzipalgesellschaft treten beide Phenolanlagen (in Gladbeck, Deutschland, und Antwerpen, Belgien) sowie die Cumolanlage (in Marl, Deutschland) in Bezug auf Marketing, Rohstoffbeschaffung und Logistik als Einheit am Markt auf, daher beziehen sich insbesondere die Abschnitte "Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche" und "Prognosebericht" auf ein europäisches Gesamtbild, lassen sich aber dennoch auch auf jeden einzelnen Produktionsstandort anwenden. Der Verwendungszweck für Cumol ist die Umarbeitung zu Phenol und entsprechend wird für die weiteren Erläuterungen auf Phenol abgestellt, da für Cumol kein direkter Absatzmarkt existiert. Die Gesellschaft stellt primär den Produktionsstandort für die europäische Cumolversorgung dar und fügt sich so in das Gesamtbild. Als Leistungsindikatoren sind Auslastung & Arbeitsunfälle (nichtfinanziell) und Umsatz (finanziell) definiert und fortfolgend in die Ausführungen eingebunden. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Globale Wirtschaft - Wachstum und Umfeld im Überblick Das Wirtschaftsjahr 2023, begleitet von einer restriktiven Geld- und Finanzpolitik, war für Welthandel und Investitionstätigkeit kein leichtes Jahr. Geopolitische Konflikte wie der anhaltende Krieg in der Ukraine, die Verschärfung des Nahostkonfliktes infolge des Überfalls der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die daraus resultierenden militärischen Auseinandersetzungen im Gazastreifen sowie erneute klimabedingte Katastrophen stellten die Welt und ihre Märkte vor weitere große Herausforderungen sowohl in politischer, humanitärer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Die mit Beginn dieses Jahrzehnts nicht abreißende Kette an Krisen - Corona-Pandemie, die gestiegene Zahl an bewaffneten Konflikten, der höchste Stand seit 1945, sowie der weltweit starke Anstieg der Lebenshaltungskosten - verschärften die Problematik des Klimawandels mit Blick auf seine Auswirkungen und machen das Erreichen der gesetzten Ziele noch schwieriger. Die globale Wirtschaft zeigte sich mit einem Wachstum von 3,1 % in 2023 dennoch wesentlich widerstandsfähiger als erwartet. Fallende Energiepreise und der abnehmende Druck auf die Lieferketten verbesserten das globale Angebot. In Kombination mit der restriktiven Zinspolitik großer Zentralbanken wie der FED und der EZB führte diese Entwicklung im Verlauf des Jahres zu dem erhofften Rückgang der Inflation. Die wirtschaftliche Entwicklung speziell in den USA sowie in mehreren wichtigen Schwellen- und Entwicklungsländern zeigte sich besser als erwartet. Das Wirtschaftswachstum der USA lag mit 2,5 % über den ursprünglichen Erwartungen, einerseits getragen durch die couragierte Zinspolitik der FED, die zu einer schnellen Abkühlung der Inflation und zu einer Senkung der Verbraucherpreise beitrug, andererseits stimuliert durch die kämpferische Ausgaben- und Investitionspolitik des Staates gestützt durch eine hohe Staatsverschuldung und investitionsfördernde Subventionsprogramme wie dem "Inflation Reduction Act". Die Wirtschaft in China erfuhr allerdings nicht die nachhaltige Erholung, die man nach dem abrupten Ende von Chinas Null-Covid-Politik erwartet hatte. Lange Lockdown-Perioden in den vorangegangenen Jahren, eine anhaltende Immobilienkrise sowie eine hohe Arbeitslosigkeit insbesondere unter jungen Menschen hatte zu nicht unerheblichen Einkommens- und Vermögenseinbußen geführt. Dementsprechend blieb das Konsumverhalten der chinesischen Verbraucher nach einer kurzen Hochphase von März bis Mai weit hinter den Erwartungen für das gesamte Jahr zurück. Vielmehr ging der Einzelhandelsumsatz erneut zurück und zeigte sich von Juni bis September mit wesentlich geringeren Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz anhaltender Preissenkungen im Einzelhandel zeigte sich erst ab Oktober erneut eine deutliche Verbesserung. Doch nicht nur die Einzelhandelspreise, sondern auch die Erzeugerpreise sahen sich einem anhaltenden Abwärtstrend ausgesetzt. Die Deflation, die vor allem in Chinas Industriesektor zu beobachten war, hat zu zahlreichen Schließungen privater Unternehmen geführt und Chinas Position als weltweit größte Fabrik erschüttert. Doch obgleich China mit Deflation und Unternehmensschließungen kämpfte, der heimische Konsum schwach und Exporte infolge der schwachen Weltwirtschaft rückläufig waren, wuchs die chinesische Wirtschaft in 2023 dennoch um 5,2 %. Obwohl auch Europa die Situation etwas besser bewältigte als erwartet, fiel das Wachstum mit 0,5 % im Euroraum vergleichsweise gedämpft aus, was einerseits dem durch die Inflation angeschlagenen Konsumverhalten der Verbraucher geschuldet war, andererseits sich auch auf die gestiegene Kostenbelastung für das produzierende Gewerbe zurückführen ließ. Höhere Energiepreise als auch gestiegene Zinsen belasteten die Europäische Industrie auch mit Blick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Produzenten insbesondere in Asien und Nordamerika. Neben einer gesunkenen Nachfrage in Europa waren es preisgünstige Importe industrieller Produkte speziell aus Asien, die die Absatzmöglichkeiten für europäische Hersteller in Europa darüber hinaus limitierten. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern zeigte sich die deutsche Wirtschaft - auch bedingt durch ihre Abhängigkeit in den Branchen wie Automobilsektor, Maschinenbau und Elektronik/Elektroniktechnik von China - wesentlich empfindlicher und schrumpfte in 2023 um 0,3 %. Die schwache Weltkonjunktur, eine hohe Inflation sowie gestiegene Zinsen führten zu einer allgemeinen Konsumzurückhaltung, einem angeschlagenen Baugewerbe und einer rückläufigen Industrieproduktion. Der deutsche Außenhandel zeigte sich relativ schwach, die Exporte sanken mit 1,4 %. Das deutsche Baugewerbe wurde stark in Mitleidenschaft gezogen infolge schlechter Finanzierungsbedingungen und gestiegener Baukosten. Die Reduzierung der Nachfrage war mit einem Rückgang der privaten Konsumausgaben um 0,8 % und der staatlichen Konsumausgaben um 1,7 % einschneidend. Die schwache Wirtschaft zeigte schließlich auch Wirkung auf der Beschäftigungsseite mit einem stetigen Anstieg der Arbeitslosigkeit in 2023. Rohstoffe und Energie Auch das Jahr 2023 war von starken Preisschwankungen beim Rohöl und nachgelagerten Rohstoffen geprägt. Produktionskürzungen, fiskalpolitische Eingriffe zur Eindämmung der Inflation als auch geopolitische Risiken förderten erneut die Volatilität und schafften Unruhe in den Märkten. Insbesondere die Förderpolitik Saudi-Arabiens aber auch geopolitische Krisen führten zu Preisschwankungen im Verlauf des Jahres. So kündigte OPEC+ unter der Führung Saudi-Arabiens im April eine überraschende Drosselung der Erdölförderung ab Mai an, gefolgt von einer einseitigen Ankündigung Saudi-Arabiens im Juni, ab Juli die Fördermenge um eine weitere Million Barrel pro Tag zu kürzen. Nachdem Brent-Rohöl im Juni unter 70 $/Barrel gesunken war, zeigte bereits die Ankündigung und die darauffolgende Kürzung Wirkung und der Rohölpreis Brent stieg im Verlauf der folgenden Monate stetig bis nahezu an die 100 Dollar Marke. Im Oktober verunsicherte ein weiteres geopolitisches Ereignis die Rohstoffmärkte. Mit Beginn der Auseinandersetzungen im Nahen Osten stieg der Rohölpreis Brent erneut für kurze Zeit auf nahezu 90 $/Barrel, schwächte sich allerdings in den verbleibenden zwei Monaten ab und beendete das Jahr mit einem Schlusskurs von etwa 70 $/Barrel. Die Ausweitung von Fördermengen insbesondere in den USA und mehreren anderen ölfördernden Ländern wie Brasilien, Guyana und Norwegen wurden teilweise kompensiert durch Kürzungen der OPEC-Mitgliedsländer, hauptsächlich von Saudi Arabien. Mit Blick auf den geschätzten Verbrauch von Rohöl und Raffinerieprodukten von ca. 101,1 Millionen Barrel pro Tag in 2023 überstieg die Rohölfördermenge jedoch mit einem Wachstum um insgesamt 1,7 Millionen Barrel pro Tag auf ca. 101,7 Millionen Barrel pro Tag den Verbrauch. Im Schnitt lag der Brent-Rohölpreis bei 82 $/Barrel in 2023. Nach einem erheblichen Anstieg der Strom- und Gaspreise in 2022, der bereits vor der russischen Invasion in der Ukraine einsetzte, dann aber im zweiten Halbjahr 2022 in die Höhe schoss, wurde von den europäischen Ländern zügig nach Ersatz für die entfallenden russischen Gaslieferungen gesucht. Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Terminals für Flüssigerdgas in Betrieb genommen, die über wesentlich größere Speicherkapazitäten verfügten, wodurch die Knappheit gemildert wurde. Die Preise stabilisierten sich infolgedessen, blieben allerdings im Vergleich zu den Preisen in den USA und in China auf wesentlich höherem Niveau. Während die Industriestrompreise in den USA und China im Schnitt mit 8,4 Eurocent pro KWh geschätzt wurden, lag Europa im Durschnitt bei knapp 20 Eurocent pro KWh (Stand Oktober 2023) deutlich über dem Niveau dieser Wirtschaftsgiganten. Deutschland lag beim Industriestrompreis nur leicht über dem Durchschnittsniveau der europäischen Länder. Inflation/Geldpolitik EZB und FED 2023 Mit der Verbesserung der globalen Angebotssituation ist die Inflation in 2023 zurückgegangen und lag in den EU-Staaten im Jahresdurchschnitt bei 6,4 % in 2023 und schloss das Jahr im Dezember mit 3,4 %. Deutschland lag mit 5,9 % im Jahresdurchschnitt leicht unter und mit 3,7 % im Dezember leicht über dem europäischen Durchschnitt. Insbesondere der Preisrückgang bei Energie und Gas sorgte für eine sinkende Inflationsrate. Der Arbeitsmarkt zeigte sich weniger angespannt mit einem größeren Arbeitsangebot und Rückgang der offenen Stellen sowie mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Lohnsteigerungen hielten sich grundsätzlich in Grenzen und blieben hinter den Preissteigerungen zurück. Mit dem Ziel, die Inflation einzudämmen, erhöhten große Zentralbanken auch in 2023 erneut die Leitzinsen, wodurch wiederum die Finanzierungskosten sowohl für private Haushalte als auch Unternehmen weiter stiegen. Im Euroraum stieg der Leitzins gegenüber dem Vorjahr um weitere 2 % auf 4,5 %. Die US-Notenbank FED, die den Leitzins bereits Ende 2022 auf 4,25 - 4,5 % angehoben hatte, legte in 2023 nochmal insgesamt 1 % drauf und erreichte 5,2 - 5,5 %, ein Niveau, das zuletzt in 2006/2007 vor der globalen Finanzkrise in den USA gesehen wurde. Im Gegensatz zu Europa und Amerika zeigte sich in Asien ein gegenläufiger Trend der Zinsentwicklung. Speziell in China, wo sich die Sorgen über die Konsequenzen anhaltender Preissenkungen und das Risiko einer Deflation für das Wirtschaftswachstum häuften, hat die Zentralbank die Geldpolitik gelockert. Die Bank von Japan hat die kurzfristigen Zinssätze nahe Null gehalten. Entwicklung der Downstream Märkte Bau- und Immobiliensektor, Auto, Elektro-/Elektronikindustrie mit Auswirkungen auf den Phenol-/Acetonmarkt Die Zinserhöhungen stellte die Unternehmen mit Blick auf die Refinanzierung ihrer Schulden sowie infolge eines schlechteren Kreditangebots vor erhebliche Herausforderungen und dämpfte die Investitionsbereitschaft beträchtlich. Die Baubranche in Europa spürte die negativen Auswirkungen schmerzlich, wobei gewerbliche Immobilien besonders unter Druck gerieten, da die höheren Kreditkosten die bereits hohen Baukosten infolge gestiegener Ausgaben für Baumaterial und -rohstoffe zusätzlich aufblähten. Die durchschnittliche Jahresproduktion im Baugewerbe für das Jahr 2023 stagnierte nahezu und stieg im Vergleich zu 2022 in der Eurozone lediglich um 0,2 % und in der EU nur um 0,1 %. Insbesondere Deutschland hatte mit einem massiven Auftragsrückgang im Wohnungsbau um 20 % im Vergleich zum Vorjahr zu kämpfen. Der Automobilsektor, ebenfalls ein großer Bedarfsträger für chemische Produkte wie zum Beispiel Nylon und Polycarbonat, zeigte sich weiterhin anfällig und mit großen Herausforderungen für die europäische Autoindustrie mit Blick auf eine starke Konkurrenz in Asien. In den ersten drei Quartalen produzierte China mit 17,5 Millionen Autos fast das Doppelte im Vergleich zu den Produzenten der EU, die mit etwas mehr als 9 Millionen hergestellten Autos in den ersten drei Quartalen 2023 zwar eine relative hohe Wachstumsrate von 14 % im Vergleich zum Vorjahr erreichten, sich aber einem zunehmenden Importstrom mit insgesamt fast 1,8 Millionen Neuwagen (+28 %) im gleichen Zeitraum gegenüber sahen, während die Neuwagen-Exporte aus der EU nur um 16,8 % stiegen bzw. die Neuwagen-Exporte aus der EU nach China sogar um 14 % sanken. China war mit ca. 473 Tausend Neuwagen im Zeitraum von Januar bis September 2023 der größte Importeur in die EU. Zusammen mit den Neuwagenimporten aus Südkorea und Japan betrug die Zahl der aus Asien eingeführten Neuwagen rund 1,15 Millionen Neuwagen in den ersten drei Quartalen 2023. Für die chemische Industrie in Europa war 2023 mit eines der schlechtesten Jahre der Branche. Strukturell höhere Preise für Energie und Rohstoffe in Europa, höhere Zinsen bedingt durch eine restriktive Geldpolitik sowie strikte Reglementierungen bei begrenzter bzw. mangelnder Unterstützung durch die europäische Politik belasteten zunehmend die europäischen Unternehmen und reduzierten die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den USA als auch China signifikant sowohl in den heimischen Märkten als auch in den Überseemärkten. Der signifikante Nachfragerückgang einhergehend mit der starken Zunahme von Importen aus Übersee nach Europa für chemische Produkte, aber auch für Produkte in nachgelagerten Märkten, setzten die europäische Chemieindustrie extrem unter Druck. Geplagt mit Überkapazität, Preisverfall bei einer verhältnismäßig hohen Kostenbelastung, insbesondere durch hohe Energie-, Rohstoff- und Personalkosten sowie eine hohe Steuer- und Abgabenbelastung und der daraus entstehende Mangel an Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere in der Petrochemischen Industrie, führte zu einem starken Rückgang der Produktion und veranlasste eine Anzahl von Unternehmen, Anlagen bzw. Standorte in Europa teilweise oder sogar ganz zu schließen. Das Produktionsvolumen der Chemie in Europa ist im Jahr 2023 um 6,6 % gesunken. Cefic schätzt den Rückgang der Chemieproduktion in der EU im Jahr 2023 auf 8 %. Subventionsprogramme in Ländern außerhalb Europas wie der "Inflation Reduction Act" (IRA) in den USA als auch die Aussicht auf wesentlich höhere Wachstumsraten beim Bedarf in Ländern wie in China oder Indien verstärkten das Interesse von Unternehmen an Investitionen in den USA bzw. in Asien. Europa - bisher zweitgrößter Produzent chemischer Produkte nach China - verlor in 2023 weiter an Attraktivität und Power. So kündigte z. B. BASF im Februar 2023 an, dass sie bis Ende 2024 Anlagen zur Herstellung von Ammoniak, Caprolactam, Toluoldiisocyanat und anderen wichtigen Produkten im Ludwigshafener Werk des Unternehmens schließen wird. Andererseits investiert BASF 10 Milliarden Euro in den Bau eines riesigen Produktionskomplexes in China. Olin legte Anfang 2023 seine 735.000-Tonnen-Cumolanlage still. Einer der größten Polycarbonat-Hersteller, Sabic Innovative Plastics, legte eine seiner Polycarbonate-Produktionslinien in seinem Industriekomplex in Cartagena, Spanien, dauerhaft still. Die Kapazität dieser Anlage betrug 130.000 Tonnen. Der Betrieb dieser Produktionslinie war bereits im Oktober 2022 eingestellt worden. Gemäß den Angaben von Chemical Market Analytics (CMA) betrug der Phenolbedarf in 2023 weltweit ca. 11,6 Millionen Tonnen und lag damit unter dem Vorjahresniveau. Der weltweite Gesamtbedarf bei Aceton lag mit 7,3 Millionen Tonnen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Der europäische Phenolmarkt durchläuft einen Prozess nachhaltiger Veränderungen. Nach mehreren Herausforderungen in den letzten Jahren, wie dem pandemiebedingten Nachfragerückgang in 2020, den starken und sehr schnellen Anstieg der Nachfrage und den darauf einsetzenden starken Preisanstieg in 2021, weitere Preisaufschläge infolge gestiegener Energiekosten in 2022, war das europäische Phenol zum teuersten Phenol weltweit geworden. Mit zunehmender Inflation und rückläufiger Wachstumsrate im Bedarf war der Phenolabsatz bereits vor Beginn des Jahres 2023 stark zurückgegangen. Dieser Trend setzte sich mit Beginn des Jahres 2023 fort. Die Verbraucher hatten Mühe, mit den hohen Preisen fertig zu werden. Die Nachfrage im ersten Quartal 2023 stagnierte relativ stark. Nahezu alle Derivate waren mit einem rückläufigen Bedarf konfrontiert, denn die größten Bedarfsträger, Bausektor und Automobilindustrie, zeigten keine Anzeichen einer Erholung. Zusätzlich erweiterten preisgünstige Importe von Derivaten wie Polycarbonat und Epoxidharz das Angebot und machten den europäischen Produzenten einen Teil der verbliebenen Absatzmöglichkeiten streitig. Die Nachfrage nach Polycarbonat war etwas besser und einer der größten Polycarbonat-Produzenten, Sabic Innovative Plastics, nahm die Produktion in einer seiner beiden Polycarbonate-Anlagen in Cartagena, Spanien, wieder auf, nachdem er die Anlage im September 2022 wegen hoher Energiekosten und schwacher Nachfrage geschlossen hatte. Das Kaufinteresse beim Caprolactam war aufgrund der hohen Kosten sowie infolge einer schwachen Nachfrage in den nachgelagerten Nylon-6-Märkten trotz der leichten Aufstockung der Lagerbestände sehr gering. Zum Ende des ersten Quartals wurde eine leichte Belebung der Aktivitäten im Automobilsektor gemeldet, allerdings ohne wesentliche Auswirkungen auf die Abnahme beim Caprolactam. Die nachgelagerte Teppichgarnindustrie hatte mit hohen Lagerbeständen und geringem Kaufinteresse zu kämpfen. Bei verschiedenen Phenolharzanwendungen setzte sich der langsame, aber stabile Verbrauch fort. Durch den signifikanten Nachfragerückgang waren die Produzenten gezwungen, die Produktion im Laufe des Jahres stark zu senken bzw. Anlagen teilweise abzustellen bzw. außer Betrieb zu belassen. Im Falle von INEOS Phenol blieb die Phenol-/Acetonanlage in Antwerpen, Belgien, weiterhin außer Betrieb. Seqens reduzierte seine Produktion in seiner Phenol-/Acetonanlage in Roussillon, Frankreich, aufgrund des niedrigen Absatzes. Die Produktionskürzungen beim Phenol haben dazu beigetragen, die Lage bei Aceton zu verbessern. Bereits im ersten Quartal zeigte sich eine Erholung der Preisgestaltung. Auf dem Markt waren keine nennenswerten Einfuhren zu verzeichnen. Die Ausfuhren waren angesichts der niedrigen Produktionsraten in den europäischen Anlagen gering. Die Nachfrage verbessert sich etwas, zunächst durch die steigende Abnahme auf dem nachgelagerten MMA-Markt zu Beginn des Jahres 2023. Im Laufe des ersten Quartals setzten Panikkäufe auf dem Spotmarkt ein, getrieben von der Sorge der Einkäufer, angesichts der niedrigen Produktion und fehlender Importe nicht genug Aceton auf dem freien Markt kaufen zu können. Grundsätzlich zeigte die Nachfrage aber auch beim Aceton keine wesentliche Verbesserung, bedingt durch eine anhaltend schwache Konjunktur. Das zweite Quartal, das grundsätzlich die Hochsaison für die Phenolnachfrage im Jahr ist, zeigte nahezu keine Verbesserung der Nachfrage. Inflation und hohe Zinsen schwächten den Konsum in den nachgelagerten Branchen Bau- und Automobilindustrie zunehmend. Die leichte Verbesserung bei den Kfz-Neuzulassungen zeigte sich nicht in den vorgelagerten Märkten der europäischen Chemieindustrie und die Nachfrage nach heimischem Polycarbonat, Caprolactam und nach Phenolharzen blieb auf niedrigem Niveau. Einige nachgelagerte Märkte standen weiterhin unter erheblichem Druck durch Importe aus Asien, was die Nachfrage nach europäischem Phenol zusätzlich reduzierte. Dementsprechend blieb die Auslastung der europäischen Phenol-/Aceton-Anlagen weiterhin niedrig, wenn auch auf einem etwas höherem Niveau als im ersten Quartal. Europas größte Phenol-/Aceton-Anlage - die Anlage von INEOS in Antwerpen - blieb weiterhin außer Betrieb. Mit der immer noch niedrigen Anlagenauslastung blieb auch das Aceton-Angebot im zweiten Quartal eingeschränkt. Importe erhöhten zwar das Angebot, wurden aber später im Quartal durch steigende Exporte ausgeglichen. Doch die Aceton-Nachfrage in Europa blieb auch im zweiten Quartal hinter den Erwartungen zurück und verbesserte sich geringfügig gegenüber dem ersten Quartal. Die hohe Inflation als auch hohe Zinsen zeigten die negativen Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Verbraucher. Die Lösemittelsaison verlief aufgrund der anhaltend schlechten Nachfrage im Bausektor sehr schleppend. Die Märkte für BPA-Derivate wurden weiterhin von Importen geplagt. Ebenso litten die MMA-Märkte unter anhaltenden Importen, während die europäische MMA-Nachfrage hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieb. Die Phenolnachfrage gab im dritten Quartal noch mehr nach, da der andauernde schwache Verbrauch auf den nachgelagerten Märkten vorrangig aus Lagerbeständen bedient und nur das notwendigste neu produziert wurde. Zusätzlich wurden diese nachgelagerten Märkte, Epoxidharze, Polycarbonat und BPA, mit Importen aus Asien belastet, die allerdings im Laufe des Quartals abnahmen. Die Nachfrage aus der Bauindustrie wurde infolge hoher Materialpreise und höherer Zinssätze weiterhin gehemmt. Die Nachfrage aus der Automobilindustrie stieg leicht an, zeigte allerdings noch nicht den erhofften positiven Effekt beim Phenol. Das Phenolangebot blieb auch im dritten Quartal begrenzt bei niedriger Produktion. Die anhaltend schwache Nachfrage sowie geplante Stillstände von europäischen Phenol-/Aceton- Produzenten, wie Seqens in Frankreich im August und Domo in Deutschland im September, führten zu einer sehr niedrigen Gesamtproduktion im dritten Quartal. Eine Störung in der Cumol-Anlage von INEOS Phenol in Marl, Deutschland, wirkte rohstoffseitig für unsere Phenol-/Aceton-Anlage in Gladbeck begrenzend. Infolge sehr niedriger Produktionszahlen blieb die Verfügbarkeit an Aceton auch im dritten Quartal stark begrenzt. Darüber hinaus wurde Aceton nach Amerika exportiert, während wenig Produkt aus Asien nach Europa importiert wurde. Importe von Aceton-Derivaten nahmen im Laufe des Quartals ebenfalls ab. Das Aceton-Angebot wurde immer knapper und das Kaufinteresse verstärkte sich zunehmend. Im September kam es vereinzelt zu erneuten Panikkäufen. Grundsätzlich zeigte sich allerdings keine nachhaltige Verbesserung der Nachfrage. Im vierten Quartal war das Phenolangebot insgesamt stabil. Importe und Exporte hatten nur geringen Einfluss auf den Markt, obwohl die Sorge um eine mögliche Zunahme der Einfuhren von Derivaten aus Asien infolge des Kapazitätsausbaus für Phenol, Aceton und BPA in China größer wurde. Doch der befürchtete Anstieg der Importmengen blieb zunächst aus. Vielmehr zeigte sich im Verlauf des vierten Quartals eher eine Abnahme der Importe von Derivaten. Infolge der Verschärfung des Nahost-Konfliktes häuften sich die Angriffe auf Frachtschiffe im Roten Meer. Reedereien entschieden sich für alternative, weniger gefährliche Lieferwege, was zu Lieferverzögerungen und höheren Transportkosten führte. Der Phenolbedarf blieb im vierten Quartal angesichts der schlechten Weltkonjunktur weiterhin auf niedrigem Niveau. Mit Sabic's Bekanntgabe, die sich noch im Stillstand befindliche Polycarbonate-Produktionslinie dauerhaft zu schließen und somit nur noch mit einer Linie ihre Polycarbonat-Produktion in ihrem Industriekomplex in Cartagena, Spanien, fortzusetzen, war der Nachfragerückgang im nachgelagerten Polycarbonat-Markt für Europa als dauerhaft manifestiert. Die Lichtblicke im Automobilsektor waren nur von kurzer Dauer, denn die ersehnte nachhaltige Erholung blieb aus. Der Bausektor baute insbesondere in den westlichen Ländern Europas weiter ab, so dass die Nachfrage bei den Phenolharzen ebenfalls nachließ. Die über das Jahr anhaltenden Produktionskürzungen führten zu einer wesentlichen Verbesserung in der Preisgestaltung beim Aceton. Das Interesse der Produzenten an Aceton-Verkaufsgeschäft war stark mit Blick auf die zu erzielenden Preise bzw. guten Margen, die ihnen erlaubten größere Abschläge bei den Phenolpreise zu geben, um so das Kaufinteresse beim Phenol zu wecken. Der Cumolabsatz betrug in 2023 0,5 Mio. t (Vorjahr: 0,0 Mio. t). Ertragslage
Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 setzen sich mit 67,3 Mio. € (Vorjahr: 15,6 Mio. €) aus Leistungen aus Lohnumarbeitung für die INEOS Europe AG, mit 11,1 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) aus Produktumsätzen sowie mit 3,3 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) aus sonstigen Erlösen zusammen. Die sonstigen Erlöse beinhalten maßgeblich die Erbringung anderer Dienstleistungen. Die Veränderung des Umsatzes aus Leistungen aus Lohnumarbeitung sowie der Materialaufwendungen für die INEOS Europe AG ergibt sich maßgeblich aus der erfolgreichen Inbetriebnahme der Produktionsanlage im März 2023, wohingegen in 2022 laufende Aufwendungen aus dem voroperativen Geschäft angefallen sind. Dementsprechend ist ein Vergleich von 2023 zu 2022 nur sehr eingeschränkt möglich. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn an die INEOS Deutschland Holding GmbH abgeführt. Produktion Die Produktionsanlage in Marl hatte Ende 2023 eine Nominalkapazität von 750 kt/a Cumol. Die Auslastung der Marler Produktionsanlagen betrug rund 62 % und lag mit Blick auf die Inbetriebnahme unter der Prognose für das Jahr (94 %). Eine Auslastung im Vorjahr gab es noch nicht. Im ersten Quartal 2023 waren die Anlagen zu etwa 14 % ausgelastet. Das zweite Quartal stieg auf 74 % der Produktionsleistung an. Die Auslastung im dritten Quartal erhöhte sich auf 78 % weiter, während im vierten Quartal die Auslastung 81 % betrug. Ein Revisionsstillstand ist für die nähere Zukunft noch nicht geplant. Die geplante Auslastung für 2024 beträgt 96 %. Umweltschutz Im Geschäftsjahr wurde das Umweltmanagementsystem gemäß ISO 14001:2015 sowie das Energiemanagementsystem im Rahmen eines externen Audits gemäß ISO 50001:2018 erfolgreich geprüft. Finanzlage Investitionen Am Standort Marl wurden -2,9 Mio. € investiert (Vorjahr: 39,3 Mio. €). Die Investitionen beziehen sich auf den Bau einer neuen Cumolanlage. Der Negativwert für 2023 resultiert aus verrechneten Vorauszahlungen sowie Abschlägen für nicht fristgerecht erbrachte Leistungen. Unter dem Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Baukostenzuschuss (27,2 Mio. €) für logistische Anbindungen ausgewiesen. In 2024 planen wir kleinere Investitionen zur Optimierung der Anlage. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung des laufenden Geschäftes erfolgt aus eigenen Mitteln und über den konzerneigenen Cash-Pool. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Anlage konnten im Geschäftsjahr 2023 13,7 Mio. € konzerneigene Kredite zurückgezahlt werden. Der abzuführende Gewinn des Jahres 2023 in Höhe von 2,6 Mio. € wurde auf das Gewinnverbindlichkeitskonto der INEOS Deutschland Holding GmbH gebucht. Vermögenslage
Die Vermögens- und die Kapitalstruktur haben sich gegenüber 2022 nur moderat verändert. Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme, beeinflusst durch höhere Finanzforderungen, erhöhte sich um 0,7 %-Punkte auf 4,2 %. Das Fremdkapital veränderte sich aufgrund geringerer Rückstellungen und geringerer Verbindlichkeiten, so dass die Eigenkapitalquote auf rd. 42 % stieg. Das Sachanlagevermögen als maßgebliche Grundlage für die Produktion am Standort Marl ist im Geschäftsjahr zu 6 % abgeschrieben (Vorjahr: 0 %). Aufgrund der Investitionen in eine neue Produktionsanlage werden die Abschreibungen in den nächsten Jahren die Investitionen überschreiten. Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 34 Mitarbeiter am Standort Marl angestellt. Der Personalaufwand wurde durch die tariflichen Veränderungen sowie die Bildung einer Bonusrückstellung beeinflusst und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Arbeitssicherheit Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichneten wir keinen nach den strengen Definitionen des OSHA (Occupational Safety and Health Administration) meldepflichtigen Unfall (Vorjahr: 0). Die Anzahl der Erste-Hilfe-Fälle ist mit zwei Fällen sehr niedrig (Vorjahr: 1). Bestandteil der Betrachtung sind sowohl firmeneigene als auch externe Mitarbeiter bzw. Kontraktoren. Die Prognose des Vorjahres wurde für meldepflichtige Unfälle erreicht. Wir prognostizieren weiterhin das Idealziel "keine meldepflichtigen Unfälle". Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Es ergaben sich keine sonstigen Vorgänge von besonderer Bedeutung. Chancen- und Risikobericht Die INEOS Cumene GmbH ist in das Risikomanagementsystem der INEOS-Gruppe eingebunden; die INEOS-Gruppe ist Teil einer komplexen, globalen Geschäftswelt und vor diesem Hintergrund einer Vielzahl von internen und externen Einflüssen ausgesetzt. Jede unternehmerische Entscheidung wird daher vor dem Hintergrund der damit verbundenen Chancen, aber auch Risiken getroffen. An unserem Produktionsstandort gibt es Mitarbeiter, die für die Themen Anlagen- und Arbeitssicherheit sowie Gesundheits- und Umweltschutz verantwortlich sind. Die INEOS Cumene GmbH stellt monatlich alle wesentlichen betriebswirtschaftlichen Kenngrößen zusammen, erläutert diese und berichtet sie an die Mitglieder des Executive Commitees (EXCO) der INEOS-Phenol-Gruppe. Etwaige Risiken werden in regelmäßigen Abständen überwacht. Kurzfristig erkannte Risiken werden unmittelbar erfasst und in Abhängigkeit von der möglichen Schadenshöhe und -wahrscheinlichkeit gemeldet. Kritische Erfolgsfaktoren können hierbei im Zeitverlauf kontrolliert und gesteuert werden. Die Geschäftsführung wird jederzeit zeitnah über alle geschäftsrelevanten Ereignisse und Entwicklungen informiert. Das gesamte Management der Gesellschaft wird ferner durch einen umfassenden Monatsbericht über aktuelle Entwicklungen maßgeblicher Sachverhalte und Steuerungsgrößen informiert. Zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen aus Haftungsrisiken und Schadensfällen hat die Gesellschaft Versicherungen abgeschlossen, deren Deckungssummen und Konditionen jährlich überprüft werden. Das Unternehmen unterhält folgende wichtige Versicherungen innerhalb der Gruppenversicherung der INEOS Group of Companies bzw. als lokale Versicherung:
Darüber hinaus bestehen Versicherungen u. a. zur Deckung von Executive-, Rechtsstreitigkeits- und Dienstreisekaskorisiken. Größere Investitionen werden über eine Construction All Risks (Bauwesen-) Versicherung abgesichert. Für Mitarbeiter unterhält die Gesellschaft eine Gruppenunfall- und Auslandsreisekrankenversicherung. Im Rahmen eines Risk Management Assessments, das in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird, werden wesentliche Risiken aus allen Geschäftsbereichen der Gesellschaft lokalisiert, bewertet und Möglichkeiten zur Vermeidung von Schäden und Nachteilen für die Gesellschaft werden dokumentiert. Die im Folgenden diskutierten Risiken sind in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft absteigend aufgelistet. Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen. Fast alle Vermögenswerte der Gesellschaft sind verpfändet bzw. sicherungsübereignet. Die INEOS Group Holdings S.A. und ihre Tochtergesellschaften haben mit einer Reihe von Finanzinstituten erhebliche Darlehensverträge abgeschlossen. Das Konjunktur- und Absatzrisiko nimmt lediglich mittelbar auf die Geschäftssituation der INEOS Cumene GmbH in ihrer Rolle als Lohnveredler Einfluss. Aus unserer Sicht hat sich das Geschäftsumfeld nach einem tiefen Fall in der Finanz- und Wirtschaftskrise sehr schnell erholt, die Entwicklung der Märkte seit Mitte 2012 zeigt jedoch die Anfälligkeiten und das stete Risiko einer möglicherweise größeren Korrektur, zum Positiven wie auch zum Negativen. Die unterschiedliche Entwicklung der Preise in Amerika, Europa und Asien kann weitere Chancen in außereuropäischen Märkten eröffnen, jedoch auch dazu führen, dass Exporte wirtschaftlich nicht sinnvoll sind. Ein Abschwächen der Märkte würde zu einem Angebotsüberhang und einem Preis- und Margenverfall führen. In 2017 ging in Saudi-Arabien eine neue Phenolanlage in Produktion. In Asien werden weitere neue Kapazitäten an den Markt gehen und damit das Exportgeschäft möglicherweise abschwächen. Als lohnumarbeitendes Unternehmen ist die Gesellschaft nur sehr begrenzt Wechselkursschwankungen ausgesetzt; Waren und Dienstleistungen werden nahezu vollständig in Euro bezogen, der Umsatz mit der Prinzipalgesellschaft ist ausschließlich in Euro. Die INEOS Phenol GmbH ist kein direkter Darlehensnehmer bei niedergelassenen Geschäftsbanken, sondern finanziert sich - wenn notwendig - über den Mutterkonzern; in Anspruch genommene Darlehen sowie ausgeliehene Geldmittel werden verzinst. Entwicklungs-, Umwelt-, Produktions- und Beschaffungsrisiken, die den Fortbestand der Gesellschaft beeinträchtigen oder gefährden könnten beziehungsweise über das übliche Maß der Vorjahre hinausgehen, sind jedoch weder für das abgeschlossene Geschäftsjahr noch für die Zukunft erkennbar. Prognosebericht Nach einem bereits sehr schwierigen Jahr 2023 hat mit 2024 ein weiteres Jahr der Unsicherheit mit Blick auf noch ausstehende Entscheidungen und damit einhergehende Risiken begonnen. Geopolitische Spannungen wie die zwischen USA und China, zwischen China und Taiwan, zwischen USA und Russland sowie bewaffnete Konflikte, wie der im Nahen Osten oder der Krieg zwischen Russland und der Ukraine als auch eine Reihe entscheidender Wahlen wie die Präsidentschafts- und Kongresswahlen in den USA verschärfen die Ungewissheit und die Sorgen vor weiteren fundamentalen Veränderungen in Politik und Wirtschaft. Das globale Wachstum wird den Prognosen des IMF zufolge in 2024 bei 3,1 % liegen und in 2025 nur leicht auf 3,2 % steigen. Wenn man den Vorhersagen glaubt, wird damit das globale Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 unter dem historischen (2000-19) Jahresdurchschnitt von 3,8 % liegen infolge der restriktiven Geldpolitik und der Rücknahme fiskalischer Unterstützungsmaßnahmen sowie aufgrund eines wesentlich geringeren Wachstums der Produktivität. Für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2024 leicht zurückgeht, bevor es im Jahr 2025 ansteigen wird, wobei sich der Euroraum von seinem niedrigen Wachstum im Vorjahr bereits in 2024 leicht erholen wird, während das Wachstum in den Vereinigten Staaten in 2024 eher abnimmt. So wird für die USA ein Wachstum von 2,1 % im Jahr 2024 und von 1,7 % im Jahr 2025 erwartet, basierend auf der Annahme, dass die verzögerten Auswirkungen einer restriktiven Geldpolitik, eine mögliche Straffung der Finanzpolitik sowie eine Aufweichung der Arbeitsmärkte die Gesamtnachfrage bremsen wird. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer wird von einem stabilen Wachstum in den Jahren 2024 und 2025 ausgegangen, mit entsprechenden regionalen Unterschieden. Für China wird eine sinkende Wachstumsrate prognostiziert, mit 4,6 % in 2024 und mit 4,1 % in 2025. Höhere Staatsausgaben für den Aufbau von Kapazitäten zum Schutz vor Naturkatastrophen können helfen, den Rückgang der Wachstumsrate zu begrenzen. Das Wachstum in Indien soll mit 6,5 % sowohl 2024 als auch 2025 bedingt durch eine robuste Inlandsnachfrage stark bleiben. Das Wachstum des Welthandels wird auf 3,3 % im Jahr 2024 und 3,6 % im Jahr 2025 geschätzt und liegt damit unter der durchschnittlichen Wachstumsrate von 4,9 %. Zunehmende Handelsverzerrungen und geoökonomische Fragmentierung werden den Welthandel voraussichtlich eher belasten. Die Länder verhängten allein in 2022 etwa 3.200 neue Handelsbeschränkungen und im Jahr 2023 etwa weitere 3.000. Im Vergleich dazu lag die Zahl der Handelsbeschränkungen in 2019 noch bei ca. 1.100 (Global Trade Alert-Daten). Diese Prognosen beruhen auf der Annahme, dass die Preise für Brennstoffe und andere Rohstoffe in den Jahren 2024 und 2025 sinken sowie die Zinssätze in den wichtigsten Volkswirtschaften zurückgehen werden. IMF prognostiziert eine Reduzierung der Ölpreise um etwa 2,3 % im Durchschnitt für das Jahr 2024 sowie eine Reduzierung der Preise für andere Rohstoffe um 0,9 %. Die Weltbank ist im Vergleich zum IMF mit Blick auf die Wachstumsrate etwas pessimistischer und geht lediglich von einem Wachstum von 2,4 % in 2024 aus. Die wirtschaftlichen Aussichten für Europa sind schwierig angesichts der nach wie vor hohen Inflation und der hohen Zinssätze. In der Europäischen Union wird das BIP den aktuellen Prognosen zufolge im Jahr 2024 um 0,8 % wachsen, mit Deutschland als Schlusslicht mit einem Wachstum von nur 0,3 %. Mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen ist allerdings ein niedrigeres Wachstum in Deutschland und somit auch in der Europäischen Union wahrscheinlicher. Die Zunahme an Arbeitskämpfen in Form von häufigen und/oder längeren Streikperioden, hohe Energie- und Rohstoffkosten, die Unsicherheit bzw. fehlende Entscheidungen in Politik als auch ein hohes Maß an Bürokratie und Reglementierung machen es der Wirtschaft in der Europäischen Union zunehmend schwerer, im globalen Wettbewerb mitzuhalten. Zunächst wird eine leichte Erholung aufgrund steigender Ausgaben der Verbraucher, die angesichts eines nachlassenden Preisdrucks, steigender Reallöhne und robuster Arbeitsmärkte ein Teil ihrer gewohnten Kaufkraft zurückgewinnen, erwartet. Die anhaltenden und verzögerten Auswirkungen der straffen Finanzbedingungen insbesondere auf Märkten wie den Immobilien- und Bausektor als auch die Rücknahme fiskalischer Beihilfen werden allerdings die positiven Effekte einer höheren Kaufkraft voraussichtlich relativieren. Die Risiken für eine Verschlechterung der Situation bleiben angesichts der angespannten Weltlage zahlreich. Eine weitere Eskalation des Konfliktes im Gazastreifen und in Israel und die potentielle Gefahr, sich auf die gesamte Region auszudehnen, die 35 % der weltweiten Ölexporte und 14 % der Gasexporte abdeckt, wäre fatal. Anhaltende Angriffe im Roten Meer - durch das 11 % des Welthandels fließen - und der andauernde Krieg in der Ukraine könnten zu neuen Lieferengpässen führen und den erhofften Aufschwung weiter hinauszögern. Die Kosten für die Containerschifffahrt sind bereits jetzt schon stark gestiegen und die Lage im Nahen Osten bleibt unbeständig. Die geopolitischen Spannungen verstärken zusätzlich die Auswirkungen des Klimawandels. Die Gefahr durch extreme Wetterbedingungen, wie z. B. Überschwemmungen und Dürren, eine Erholung zu verzögern bzw. zu verhindern, bleibt hoch. Der aus Geopolitik und Klima resultierende Unsicherheitsfaktor in Bezug auf Lieferketten ist maßgeblich für die Anfälligkeit der Preise bei Rohstoffen, Energie und Lebensmitteln und somit ein Risiko für den globalen Desinflationsprozess. Eine Verlangsamung dieses Prozesses könnte die Zinsen weiterhin auf einem hohen Niveau halten und zu weiteren Einkommens- und Vermögensverlusten führen. Damit würden sich die Risiken für die Finanzstabilität drastisch erhöhen, die Finanzmarktbedingungen könnten sich weiter verschärfen und die Investitionstätigkeit nachhaltig hemmen mit entsprechenden negativen Auswirkungen für Handel und Wachstum. Mit Blick auf China bereitet das Risiko einer anhaltenden Deflation und der angeschlagene Immobiliensektor weiterhin Sorgen. Ein dauerhaft sinkendes Preisniveau bei vergleichsweise hohen Rohstoff- und trägen Herstellkosten würde die Profitabilität der Unternehmen nachhaltig schwächen und diese zu Sparmaßnahmen zwingen, die wiederum negative Auswirkungen für Arbeitsmarkt und Verbraucherverhalten nach sich ziehen. Die Schwäche einer Wirtschaftsmacht wie China würde zwangsläufig die globale Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen und eine Erholung eher hemmen. Auch wenn die Risiken in ihrer Zahl hoch und in ihrer Ausprägung komplex bleiben, so gibt es auch Optionen, die auf eine bessere Entwicklung in 2024 bzw. in den kommenden Jahren hoffen lassen. Bei einem stärkeren Rückgang der Inflation könnten es die Zentralbanken ermöglichen, dass die Zinsraten schneller fallen, und damit dazu beitragen, die Stimmung in der Wirtschaft, bei den Verbrauchern und auf den Finanzmärkten zu verbessern. Zusätzliche Reformen im Immobilien- und Bausektor wie zum Beispiel eine Reduzierung der staatlichen Abgaben oder Subventionsprogramme könnten ebenfalls das Vertrauen der Verbraucher stärken und die private Nachfrage ankurbeln. Aber auch mittel- und langfristig gibt es Hoffnung für den Standort Europa. Investitionen in Künstliche Intelligenz und in die dafür notwendige Infrastruktur werden helfen, Produktivität und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Im Februar 2024 wurde bekannt, dass Microsoft plant, ca. 3,3 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren in Deutschland zu investieren, um seine Rechenzentrumskapazitäten für Anwendungen Künstlicher Intelligenz und Cloud Computing massiv auszubauen. Innovation bleibt aber auch eine der Stärken der europäischen Chemieindustrie, die laut Cefic um die 11 Milliarden Euro pro Jahr für Forschung und Entwicklung aufwendet, ca. 17 % der weltweiten Gesamtausgaben. In 2024 bleiben die Herausforderungen für den europäischen Phenol- und Acetonmarkt hoch. Eine nachhaltige Erholung der heimischen Nachfrage ist nicht zu erwarten. Die europäische Produktion von Bisphenol A, einem wichtigen Wachstumstreiber sowohl für Phenol als auch für Aceton, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in 2024 relativ niedrig bleiben und kaum 50 % der europäischen Kapazitäten überschreiten. Die Exporte aus Europa sind beim BPA als auch bei den nachgelagerten Produkten Polycarbonat und Epoxidharze deutlich zurückgegangen oder sogar teilweise zum Erliegen gekommen. Doch eine nachhaltige Erholung wird voraussichtlich erst einsetzen, wenn die globale Nachfrage steigt, der Krieg in der Ukraine vorbei und der Nahostkonflikt zur Ruhe gekommen ist. Mit Blick auf die niedrigen Herstellkosten und Kapazitäten bei den nachgelagerten Produkten Epoxidharzen und Polycarbonat bleibt das Risiko von Importen aus Asien auch für 2024 hoch. Zwar führen die Auseinandersetzungen im Nahen Osten momentan zu einer Reduzierung als auch Verzögerung von Einfuhren aus Asien nach Europa, was das Kaufinteresse für europäisches Produkt gestärkt hat, doch sind Störungen der Lieferketten einem Wachstum mittelfristig eher abträglich. Es bleibt die Frage der Nachhaltigkeit auch mit Blick auf den nachgelagerten Sektoren wie Automobil- und Bauindustrie. Die gestiegenen Importzahlen bei Neufahrzeugen aus Asien sind nicht unproblematisch für die europäischen Produzenten und stellen die europäische Automobilindustrie mit Blick auf die asiatische Konkurrenz vor neue Herausforderungen. Im Gegensatz zur Automobilindustrie zeigt die Bauindustrie mit ihrer Ausrichtung auf den lokalen europäischen Markt weniger Abhängigkeit in Bezug ab Exportaktivitäten. Doch die Erholung des doch stark angeschlagenen Bausektors in Westeuropa wird längere Zeit brauchen und hängt von der Entwicklung der Kosten für Bau und Finanzierung ab. Insbesondere in Deutschland wird nach einer entscheidenden Verbesserung der Rahmenbedingungen verlangt. Staatlich bedingte Kosten beim Bau von Wohnungen, etwa die Grunderwerbsteuer, Umsatzsteuer, technische Baubestimmungen oder energetische Anforderungen, sind in den letzten Jahren stark gestiegen und belasten Bauherren wie auch Bauunternehmer. Es braucht neben der Reduzierung der Zinsen auch politische Maßnahmen wie Förderprogramme und eine Überprüfung der Abgaben, um eine nachhaltige Verbesserung in diesem Sektor erreichen zu können. Die Auslastung der europäischen Phenol-/Aceton-Anlagen sank bereits in 2022 auf durchschnittlich 75 % und in 2023 auf etwa 65 % im Durchschnitt. Gemäß Chemical Market Analytics wird eine wesentliche Erholung für die Produktionsraten in Europa für die nächsten fünf Jahre nicht erwartet, solange sich die Nachfrage nach europäischem Material nicht nachhaltig verbessert. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Importe aus Asien, dem Nahen Osten und den Vereinigten Staaten steigen und gegen Ende dieses Jahrzehnts ihren Höhepunkt erreichen werden. Die europäische Aceton-Produktion wird als relativ stabil für die kommenden Jahre eingeschätzt. Das globale Angebot an Aceton wird mit der Erholung der Konjunktur voraussichtlich steigen, so dass Europa verstärkt als Exportmöglichkeit insbesondere von asiatischen Lieferanten ins Visier genommen wird, was wiederum zu länger andauernden Perioden eines Angebotsüberhangs in Europa führen könnte. Angesichts der prognostizierten Anlagenauslastung in der Chemieindustrie in den kommenden Jahren und mit Blick auf die Kapazitäten in Asien ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Rückbau von Kapazitäten und für Sparmaßnahmen wie ein verstärkter Stellenabbau in Europa hoch. Große Chemieunternehmen wie BASF, Bayer, Lanxess, Merck, Dow und Evonik haben bereits einen signifikanten Stellenabbau angekündigt. Die genannten Gründe dafür sind die gleichen bzw. ähnlich, hohe Energiekosten, signifikante Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Notwendigkeit, Produktivität und Effizienz steigern zu müssen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Größe allein scheint nicht mehr auszureichen, zumindest nicht vom europäischen Standpunkt aus. Vielmehr braucht es viel Innovation, Finanzkraft und Anlageneffizienz, aber auch eine angemessene Unterstützung durch die europäische Politik, um sich im Wettbewerb mit Wirtschaftsgiganten wie China und den USA auch in Zukunft behaupten zu können. Aufgrund des bestehenden Lohnumarbeitungsvertrages und Dienstleistungsvertrages mit der INEOS Europe AG, Rolle, Schweiz, erwarten wir bei moderat steigenden Produktionsmengen Umsatzerlöse, die sich moderat oberhalb des Niveaus des aktuellen Jahres befinden. Hintergrund ist die weiterhin andauernde Außerbetriebnahme des Standortes Antwerpen für das Jahr 2024 und entsprechend die hohe Auslastung zur Belieferung des Standortes in Gladbeck.
Marl, den 17. Mai 2024 INEOS Cumene GmbH Dipl.-Ing. Benie Marotz Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemein Die INEOS Cumene GmbH hat ihren Sitz in Marl und ist unter der Nummer HRB 14918 im Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen eingetragen. Die INEOS Cumene GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in diesem Jahr vom Umsatzkostenverfahren auf das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB umgestellt, um eine einheitliche Darstellung im Konzern zu gewährleisten. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Handelsgesetzbuches sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen - bewertet. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beziehen sich auf die kontinuierliche Verbesserung des Produktionsverfahrens und werden als Aufwand erfasst. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger nutzungsbedingter Abschreibungen bewertet. Investitionszuschüsse werden direkt von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Bei selbsterstellten Anlagen sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten die anzusetzenden Gemeinkosten eingerechnet. Wirtschaftsgüter zwischen € 150 und € 1.000 werden zu Sammelposten zusammengefasst und jährlich um 20 % abgeschrieben. Die Abschreibungen werden ausschließlich linear vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wird anhand der Einschätzung der Mitarbeiter der technischen Abteilungen festgelegt. Die Nutzungsdauern für das Anlagevermögen liegen bei:
Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, im Falle einer dauerhaften Wertminderung unter Berücksichtigung einer entsprechenden Wertberichtigung, bilanziert. Unter den sonstigen Ausleihungen sind überwiegend unverzinsliche Darlehen mit ihrem Barwert (Zinssatz 5,5 %) ausgewiesen. Beim Vorratsvermögen sind die Hilfs- und Betriebsstoffe zu den durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Pensionsrückstellungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Method" unter Berücksichtigung zukünftiger Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen ermittelt. Dabei wird der Erfüllungsbetrag der zukünftigen Verpflichtungen unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen bewertet. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %). Bei diesem Prozentsatz handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Die unter dynamischen Gesichtspunkten nach Eintritt des Versorgungsfalls zu erwartenden Versorgungsleistungen werden über die Beschäftigungszeit der Mitarbeiter verteilt. Die Bewertung erfolgte unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,50 % zugrunde gelegt sowie eine durch den Aktuar berechnete alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im operativen Ergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die INEOS Cumene GmbH hat mit der INEOS Deutschland Holding GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag geschlossen und bildet mit ihr eine ertragsteuerliche Organschaft. Ausführungen zu Ertragsteuern / steuerlichen Latenzen entfallen entsprechend. Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar Two") sehen eine Besteuerung der weltweiten Gewinne großer Unternehmen (mit mindestens Mio. Euro 750 Jahresumsatz) mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15 % vor. Technisch umgesetzt wird die globale Mindestbesteuerung über eine Primärergänzungssteuer, eine Sekundärergänzungssteuer sowie eine anerkannte nationale Ergänzungssteuer. Das Gesetz zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen (Mindeststeuergesetz - MinStG), welches in Deutschland die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung beinhaltet, ist zum Bilanzstichtag bereits in Kraft getreten und grundsätzlich für alle Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Die INEOS Cumene GmbH fällt in den Anwendungsbereich dieser Regelungen. Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Konzernmuttergesellschaft eine erste Analyse hinsichtlich der steuerlichen Auswirkung aus der globalen Mindestbesteuerungsregelung durchgeführt. Hieraus wurden nur unwesentliche Effekte aus der Entrichtung einer Pillar Two Top-Up Tax identifiziert. Währungsumrechnung Forderungen und liquide Mittel in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr liegen zum Abschlussstichtag nicht vor. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Die Umbuchung der geleisteten Anzahlungen in die entgeltlich erworbenen Schutzrechte stellt eine Fehlerkorrektur in laufender Rechnung dar und betrifft Software für das Prozessleitsystem. Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen enthalten unter anderem Darlehen an Belegschaftsangehörige zur Schaffung von Wohnraum sowie durch die Gesellschaft erbrachte Hinterlegungen. Vorräte Der Wert der Vorräte setzt sich aus Hilfs- und Betriebsstoffen zusammen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen zu einer Cumolleitung in Höhe von 11.759 T€ (Vorjahr: 12.422 T€) sowie Vorauszahlungen für Infrastruktureinrichtungen an die Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Essen, in Höhe von 15.421 T€ (Vorjahr: 16.220 T€), die ratierlich über ihre Laufzeiten aufwandswirksam werden. Eigenkapital Das Eigenkapital der INEOS Cumene GmbH umfasst das Stammkapital in Höhe von 25.000,00 € und eine Kapitalrücklage in Höhe von 110.000.000,00 €. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Unterschiedsbetrag zu der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen auf Basis eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Jahre nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Stichtag 1 T€ (Vorjahr: 3 T€). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für Personalaufwendungen in Höhe von 294 T€ (Vorjahr: 446 T€) und Fremdleistungen von 724 T€ (Vorjahr: 5.036 T€). Verbindlichkeiten
Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 5 T€) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 127.755 T€ (Vorjahr: 130.005 T€) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo für Investitionen ist im Hinblick auf die Inbetriebnahme der neu erstellten Produktionsanlage gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Daneben bestehen langfristige Abnahmeverpflichtungen mit Lieferanten zu variablen Preisen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Das sonstige Geschäft beinhaltet Kostenweiterbelastungen an andere Konzerngesellschaften. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterberechnete Frachten an die Prinzipalgesellschaft von 4.947 T€ (Vorjahr: 760 T€), sonstige Erträge von 33 T€ (Vorjahr: 18 T€) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 47 T€ (Vorjahr: 203 T€). Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen 33 T€ (Vorjahr: 18 T€). Personalaufwand Die Personalkosten 2023 beinhalten Effekte aus der Zuführung der Rückstellungen für Bonuszahlungen in Höhe von 53 T€ (Vorjahr: 169 T€). Auf die Altersversorgung entfallen 194 T€ (Vorjahr: 93 T€). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste von 28 T€ (Vorjahr: 24 T€). Zinsergebnis
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf 3 T€ (Vorjahr: 0 T€). Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern in Höhe von 9 T€ (Vorjahr: 9 T€) werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält unsere Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Mit nahestehenden Unternehmen wurden folgende wesentliche Geschäfte getätigt:
Prüfungskosten Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 für Abschlussprüferleistungen berechnete Honorar beträgt 47 T€. Geschäftsführung Herr Dipl.-Ing. Benie Marotz, Düsseldorf, war 2023 alleiniger Geschäftsführer; er übernimmt gleichzeitig die Funktion des Werkleiters für den Standort Gladbeck. Auf die Angaben der Geschäftsführerbezüge wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernabschluss und Veröffentlichung Die INEOS Group Holdings SA, Luxembourg, stellt für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, in den der Jahresabschluss der INEOS Cumene GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird nach IFRS aufgestellt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird beim luxemburgischen Handelsregister unter der Nummer B157810 hinterlegt und in deutscher Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der INEOS Cumene GmbH wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn an die INEOS Deutschland Holding GmbH abgeführt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem 31. Dezember 2023 vor.
Marl, den 17. Mai 2024 INEOS Cumene GmbH Dipl.-Ing. Benie Marotz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die INEOS Cumene GmbH, Marl Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INEOS Cumene GmbH, Marl, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INEOS Cumene GmbH, Marl, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 17. Mai 2024 Deloitte
GmbH
Marco Feldhoff, Wirtschaftsprüfer Alexander Möhring, Wirtschaftsprüfer |
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