ReAL Service GmbH
Selbe AdresseErbringung von haushaltsbezogenen Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eva-Marie Torhorst seit 3.1.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() ReAL gGmbHBad TölzJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Amtsgericht München HRB-Nr. 46637InhaltsverzeichnisBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bilanz zum 31. Dezember 2022 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022 Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ReAL gGmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ReAL gGmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ReAL gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 16. Juli 2025 ALR Treuhand GmbH Denk, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA scroll
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2022(1) Allgemeine Hinweise Die ReAL gGmbH hat ihren Sitz in Bad Tölz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 105799). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurde bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise Gebrauch gemacht. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252 bis 256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zur besseren Einsicht in die Vermögenslage wurden die Eigentumsverhältnisse für Einbauten in fremde Grundstücke durch eine Ausweisänderung innerhalb der Positionen des Sachanlagevermögens gegen- über dem Vorjahr verdeutlicht. Diese Ausweisänderung hat keine Auswirkung auf die Abschreibungshöhe nach sich gezogen. Die Vorjahreszahlen wurden diesbezüglich nicht angepasst. Mit Ausnahme dieser Ausweisänderung wurde das Prinzip der Darstellungsstetigkeit beachtet. Der Abschluss ist in EUR aufgestellt. Bezüglich entwicklungsbeeinträchtigender Tatsachen verweisen wir auch auf die Ausführungen im Lagebericht unter Gliederungspunkt "3.1 Chancen und Risikobericht". (2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen über 1 bis 5 Jahre vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig bezogen auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Folgende Nutzungsdauern werden bei den Sachanlagen angewandt: scroll
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern der Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Guthaben bei Kreditinstituten / flüssige Mittel sind zum Nennwert bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde zum Nominalwert ausgewiesen. Die Auflösung gegen sonstige betriebliche Erträge erfolgt ratierlich entsprechend dem Abschreibungsverlauf der geförderten Anlagegüter. Bei den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. (3) Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) ersichtlich. Die Anpassung des Ausweises innerhalb des Sachanlagevermögens von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Einbauten in fremde Grundstücke war erforderlich, da es sich insoweit um unbewegliches Vermögen handelt; der Umfang wird aus der Spalte Umbuchungen ersichtlich. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 445, Vj.: TEUR 347) ergeben sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Darlehensforderungen. Darin enthalten sind TEUR 97 (Vj.: TEUR 74) Darlehensforderungen gegen Gesellschafter. Bis auf TEUR 147 (Vj.: TEUR 264) haben die Forderungen gegen verbundene Unternehmen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Forderungen gegen Dritten und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, davon ausgenommen sind die Vermögensgegenstände aus Mietkautionen (TEUR 11; Vj.: TEUR 13). Eigenkapital Das Stammkapital der ReAL gGmbH, Bad Tölz, beträgt EUR 25.564,59. In der Gesellschafterversammlung am 9. Oktober 2023 wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag 2021 in Höhe von EUR 262.306,66 sowie den Verlustvortrag in Höhe von EUR 1.575.323,33 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Für die Verbindlichkeiten gegenüber der CIPP GmbH wurde am 20. August 2020 eine Rangrücktrittserklärung zur Vermeidung einer insolvenzrechtlichen Überschuldung abgeschlossen. Diese Erklärung betrifft die Darlehensverbindlichkeit aus dem Vertrag vom 3. September 2019 über eine Höhe von insgesamt TEUR 2.700 (Stand Darlehensverbindlichkeit 31. Dezember 2022 TEUR 2.530, Vj.: TEUR 2.484). Die bilanzielle Überschuldung zum 31. Dezember 2022 wird damit beseitigt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden insbesondere für ausstehenden Urlaub (TEUR 138, Vj.: TEUR 91) und Gleitzeitguthaben (TEUR 106, Vj.: TEUR 96) sowie Prüfungskosten für den Jahresabschluss gebildet. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten: scroll
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Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen dingliche Sichererungsrechte in Form von Sicherungsübereignungen in Höhe von TEUR 112. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 2.706, Vj.: TEUR 2.538) ergeben sich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Darlehensverbindlichkeiten. Es sind keine Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter enthalten. (4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den Umsatzerlösen sind einmalig periodenfremde Umsätze für Entgelterhöhungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 837 enthalten, denen keine laufenden Kosten im Geschäftsjahr gegenüberstehen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 66 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 83 (Vj.: TEUR 83), Erstattungen für die Corona-Tests in Höhe von TEUR 334 (Vj.: TEUR 122) sowie erhaltene Spenden in Höhe von TEUR 41 (Vj.: TEUR 6). (5) Sonstige Angaben Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer verzichtet. Durchschnittliche Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 321 (Vj.: 316); davon 105 Vollzeitkräfte, 156 Teilzeitkräfte und 60 geringfügig Beschäftigte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen: scroll
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 sind folgende, nennenswerte Ereignisse vorgefallen: Insbesondere Verzögerungen bei der Verhandlung von Tagessätzen seitens des Bezirks Oberbayern, welche bis 2020 zurückreichen, führten kurzfristig zu einer deutlichen Belastung unserer Liquidität. Dies konnte mit einer Erweiterung der Kreditlinien bei Banken und Geschäftsführung in 2022 adressiert werden. Inzwischen konnten die Tagessätze mit einer substantiellen Erhöhung nachträglich und mit Rückwirkung fixiert werden. Die Forderungen für die Tagessatzerhöhung ab 1. April 2022 in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurden am 7. November 2023 und 5. Dezember 2023 durch Zahlungen beglichen und sind im vorliegenden Abschluss in den Umsatzerlösen enthalten. Für den Zeitraum 2020 bis Dezember 2022 sind auf die rückwirkend vereinbarten Erhöhungen der Tagessätze bereits weitere Abschlagszahlungen in Höhe von 1.113 Mio. EUR erfolgt. Mit einer Rückzahlung der bereits bezahlten Abschläge ist nicht zu rechnen, weshalb diese im vorliegenden Abschluss als werterhellende Erkenntnisse interpretiert und bereits in den Umsatzerlösen enthalten sind. Mit der GLS Gemeinschaftsbank eG konnte am 31. März 2022 eine Ausweitung des Kreditrahmens um TEUR 200 auf insgesamt TEUR 1.000 erreicht werden. Der Terminkredit wurde inzwischen mehrmals um ein weiteres Jahr bis derzeit 30. September 2024 verlängert. Name und Sitz des Mutterunternehmens Mutterunternehmen ist die ReAL Holding AG mit Sitz in Bad Tölz. Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen der ReAL-Gruppe und derzeit aufgrund von § 293 Abs. 1 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.
Bad Tölz, den 16. Juli 2025 ReAL gGmbH Eva-Marie Torhorst Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022(Anlagenspiegel 2022)scroll
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Der Zugang der Abschreibung entspricht der planmäßigen Abschreibung im Geschäftsjahr. Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Die gemeinnützige ReAL gGmbH unterhält Geschäftsbetriebe in Bad Tölz, München und Rosenheim. Diese untergliedern sich in die Fachbereiche Rehabilitation, Arbeit/Bildung sowie Leben. Die Gesellschaft begleitet Menschen mit psychischen Erkrankungen und sozialen Einschränkungen auf ihrem individuellen Lebensweg. Dabei steht der Aufbau einer stabilen, individuellen Lebensperspektive der Klient:innen im Mittelpunkt. Die ReAL gGmbH ist angesiedelt in der Branche „Gesundheit und Soziales“. Sie erbringt spezialisierte Leistungen für „Menschen mit schwerer psychischer Erkrankung“ jeglichen Alters. ReAL gGmbH betreut Klient:innen im Alter von 16 Jahren bis in ein rüstiges Alter ohne vorrangigen Pflegebedarf. Seit 1995 bietet ReAL gGmbH im Fachbereich Rehabilitation Maßnahmen zur „Wiederherstellung“ und „Wiederbefähigung“ von Menschen mit psychischen Erkrankungen (RPK - Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke Menschen). Das Konzept umfasst Angebote sowohl zur medizinischen als auch zur beruflichen Rehabilitation von Betroffenen unterschiedlichen Alters und mit schweren psychiatrischen Krankheitsbildern. In Bad Tölz stehen sowohl stationäre als auch ambulante Einrichtungen zur Verfügung. Seit 2016 bzw. 2021 werden zusätzlich in München und Rosenheim ambulante RPK-Maßnahmen angeboten. Ergänzend zu dem bestehenden Angebot gibt es seit 2016 spezifische Maßnahmen der Jugendhilfe in Bad Tölz. Dies umfasst zwei therapeutische Jugendwohngruppen sowie seit 2022 eine Übergangswohngruppe in Trägerschaft der Jugendhilfe. Im Fachbereich Arbeit / Bildung werden seit 1999 eine Vielzahl an Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsvorbereitung sowie Berufsausbildung, Beschäftigung und Arbeit angeboten. Das Angebot richtet sich einerseits an Jugendliche und junge Erwachsene mit fehlender beruflicher Orientierung, ohne Schulabschluss oder ohne Ausbildung. Andererseits werden Menschen mit psychischen Erkrankungen, sozialen Einschränkungen oder besonderem Förderbedarf betreut. Ziel ist es, junge Erwachsene dabei zu unterstützen, ihren Weg ins Berufsleben zu finden. Die Klient:innen werden von der zielgerichteten Vorbereitung und Qualifizierung auf die Ausbildung bis hin zum erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung begleitet. Des Weiteren soll es Menschen mit besonderem Förderbedarf ermöglicht werden, einer Beschäftigung oder einem Beruf nachzugehen. Hierzu verfügt ReAL gGmbH u. a. über hauseigene Ausbildungswerkstätten für Metall und Holz, eine Projektwerkstatt, eine Gewürzmanufaktur, ein Einzelhandelsgeschäft, diverse Schulungsräume, eine Ausbildungsküche sowie ein Warenlager. Ein Handwerkerservice erbringt Dienstleistungen im Bereich Renovierungen und Innenausbau. Der Fachbereich Leben bietet eine Vielzahl an Wohn- und Betreuungsangeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen und sozialen Einschränkungen. Vom „Sozialtherapeutischen Wohnen“ (STW) über „Therapeutische Wohngemeinschaften“ (TWG) bis hin zu „Betreutem Einzelwohnen“ (BEW) stehen den Klient:innen individuell angepasste Wohnangebote zur Verfügung. Diese sind auf unterschiedliche Häuser verteilt. Darüber hinaus laden die Tagesstätte „Aufwind“ und das „Kulturcafé“ zur Begegnung, zur Tagesgestaltung und zu diversen Veranstaltungen für die persönliche Tages- und Freizeitgestaltung ein. Die Anteile an der Gesellschaft werden von der ReAL Holding AG, Bad Tölz, gehalten. Die Gesellschaft wird anhand folgender Leistungsindikatoren gesteuert:
Im Bereich der Forschung und Entwicklung ist die Gesellschaft nicht tätig. Personal- und Sozialbereich Der Personalbestand wurde im Geschäftsjahr 2022 von durchschnittlich 316 auf 321 Arbeitnehmer:innen aufgestockt. Das im Geschäftsjahr 2020 begonnene Entwicklungsprogramm für Führungskräfte wurde auch im Jahr 2022 zielgerichtet fortgeführt. Die ReAL Akademie bietet weiterhin Fort- und Weiterbildungsformate für die Mitarbeiter:innen an. Zusätzlich können die Mitarbeiter:innen zahlreiche Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in Anspruch nehmen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Erhalt der Arbeitskraft und ein späteres Renteneintrittsalter ist zum wichtigen Handlungsfeld der Politik geworden. Wie aus dem BKK Gesundheitsreport 2019: „Psychische Gesundheit und Arbeit“ zu entnehmen ist, sind die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen im Vergleich 2017 zu 2018 mit +5,4% am stärksten angestiegen. D. h., fast jeder sechste Fehltag geht auf eine psychische Erkrankung zurück. Auch im Jahr 2021 gab es in Deutschland einen weiteren Anstieg der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen. Laut dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) waren psychische Erkrankungen eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit. Jede zweite Frühberentung geht auf ein psychisches Leiden zurück und die direkten und indirekten Kosten, die dadurch entstehen, betragen 5 % des Bruttoinlandsprodukts. Etwa 30 % der Gesamtbevölkerung erkrankt laut Robert Koch-Institut mindestens einmal im Leben an einer psychischen Störung. Die öffentliche Diskussion des Themas hat zudem dazu beigetragen, dass die Stigmatisierung der Betroffenen abgenommen und gleichzeitig ein deutlicher Anstieg von Maßnahmen und Initiativen zur Förderung psychischer Gesundheit zu verzeichnen ist. Die große Herausforderung in der Arbeitswelt besteht aktuell und zukünftig nicht allein darin, gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, sondern auch psychisch erkrankten Mitarbeiter:innen weiterhin eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Die Deutsche Rentenversicherung veröffentlichte im November 2021 einen Bericht, dass im Jahr 2000 rund 51.500 Menschen erstmals eine Erwerbsminderungsrente wegen einer psychischen Erkrankung erhielten. 2020 betrug diese Zahl bereits rund 73.000. Das ist in einem Zeitraum von 20 Jahren ein Anstieg um rund 42 Prozent. Im Jahr 2000 entfielen 24,2 Prozent der erstmals gezahlten Erwerbsminderungsrenten auf psychische Leiden, im Jahr 2020 bereits 41,5 Prozent. Infolge der aktuellen Ukraine-Krise ist die Arbeitsmarktsituation augenscheinlich in der öffentlichen Diskussion etwas in den Hintergrund gerückt. Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hat spürbare Auswirkungen auch auf deutsche Unternehmen. Stark gestiegene Energiepreise und der Anstieg der Inflation stellen für viele Unternehmen eine hohe Belastung dar. 2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die ReAL gGmbH erbringt Leistungen im Bereich der Sozialgesetzgebung und dem Sozialgesetzbuch (SGB). Dazu gehören Leistungen nach SGB II/III (Arbeitsförderung), SGB V (gesetzliche Krankenversicherung), SGB VI (gesetzliche Rentenversicherung), SGB VIII (Jugendhilfe), SGB IX (Bundesteilhabegesetz) sowie SGB XII (Eingliederungshilfe). Die Klient:innen erhält die ReAL gGmbH über Zuweisungen durch Ärzte und Sozialdienste relevanter Kliniken, durch niedergelassene Praxen, durch gesetzliche Betreuer, Jugendämter sowie diverser Hilfsverbände. In Bezug auf das Leistungsspektrum lässt sich die ReAL gGmbH mit Trägern der Wohlfahrtshilfe vergleichen. Die ReAL gGmbH bedient die Nische vernetzter Maßnahmen für Menschen mit psychischer Erkrankung im Alter von 16 Jahren bis in ein rüstiges Alter. Für dieses spezialisierte Leistungsspektrum besteht in Süddeutschland kein nennenswerter Wettbewerb. Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades gibt es keine direkten Branchenvergleichsdaten. 2.3 Geschäftsverlauf 2.3.1 Lage der Gesellschaft Auch im Geschäftsjahr 2022 gab es unter dem Einfluss der anhaltenden Corona-Krise noch erhebliche Probleme bei der Belegung. Behördlich angeordnete Betretungsverbote und Kontaktbeschränkungen in der ambulanten Sozialarbeit, der fortwährend eingeschränkte Betrieb in allen Maßnahmen sowie Hygieneauflagen haben ReAL gGmbH große Anstrengungen zur Aufrechterhaltung der Angebote abverlangt. Insbesondere die berufliche Rehabilitation wurde empfindlich gestört. Im Bereich der stationären und ambulanten RPK-Maßnahmen konnten, wie in den Jahren 2020 und 2021, deutlich weniger Rehabilitand:innen aufgenommen werden, so dass es im Jahr 2022 wiederum zu einer kumulierten Unterauslastung kam, obwohl die Belegung im Jahresmittelwert von 262,1 auf 269 Plätze gesteigert werden konnte. Die Kostenträger erstattet zwar in Teilen die Aufwendungen für Hygienemehraufwand, coronabedingte Erlösausfälle wurden jedoch an keiner Stelle berücksichtigt und nicht finanziell ausgeglichen. Auch wenn das Jahr 2022 im Hinblick auf die Belegung coronabedingt um 16,32 % hinter den Erwartungen zurück blieb, konnte das Geschäftsjahr mit einem Überschuss von TEUR 1.216 (Vorjahr: Defizit TEUR 262) abgeschlossen werden. Gegenüber der internen Planung für das Geschäftsjahr wurden das Umsatzziel um TEUR 784 und das Jahresergebnis vor Steuern um TEUR 1.032 übertroffen. In den Umsatzerlösen sind einmalig periodenfremde Umsätze für Entgelterhöhungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 837 enthalten, denen keine laufenden Kosten im Geschäftsjahr gegenüberstehen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die seit Anfang 2020 andauernden Entgeltverhandlungen für die bis zum Stichtag erbrachten Leistungen mit dem Bezirk Oberbayern erfolgreich weitergeführt werden konnten und hierauf nach dem Stichtag bereits Zahlungen in Höhe von TEUR 1.113 vereinnahmt wurden. Diese Zahlungen sind nach dem Stichtag erst in 2023 eingegangen. Mit einer Rückforderung der bereits bezahlten Abschläge ist nicht zu rechnen, weshalb für diese bis zum Stichtag erbrachten Leistungen gesichert von einer Realisierung der erfassten Umsätze auszugehen ist. 2.3.2 Ertragslage Die wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich wie folgt entwickelt: Die Umsatzerlöse umfassen die Leistungsentgelte, Betriebskostenzuschüsse und sonstige Umsatzerlöse und haben sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 12.846 auf TEUR 15.020 im Berichtsjahr 2022 erhöht. Diese Zunahme resultiert im Wesentlichen aus einer stabilen Auslastung der therapeutischen Jugendwohngruppe, erhöhten Erlösen im Fachbereich Arbeit und der Nachzahlung auf die rückwirkend seit 2020 neu verhandelten Tagessätze mit dem Bezirk, die im Berichtsjahr unter dem Aspekt werterhellender Tatsachen umsatzwirksam vereinnahmt wurden. Der Materialaufwand sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind von TEUR 451 auf TEUR 570 geringfügig gestiegen, hauptsächlich bedingt durch Corona induzierte Mehraufwendungen. Die Personalaufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 433 (+4,4%) gestiegen und resultieren im Wesentlichen aus tariflichen Gehaltsanpassungen. Die Anzahl der Arbeitnehmer:innen ist im laufenden Geschäftsjahr auf 321 (Vorjahr: 316) angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 2.573 im Vorjahr auf TEUR 2.833 gestiegen. Diese Steigerung von 10 % ist unter anderem auf höhere Miet- und Nebenkosten für die Objekte in München und Rosenheim sowie auf eine Erhöhung der laufenden Betriebskosten, bedingt durch Corona und den Ukraine-Krieg, zurückzuführen. Beim Jahresergebnis vor Steuern resultierte ein Überschuss in Höhe von TEUR 1.216 (Vorjahr: Defizit TEUR 262). Von 280 geplanten Betreuungsplätzen (Vorjahr: 274) konnten im Geschäftsjahr 2022 im Mittel 269 Plätze belegt werden (Vorjahr: 262,1) 2.3.3 Finanzlage Trotz eines Jahresüberschusses i.H.v. TEUR 1.216 (Vorjahr Defizit TEUR 262) lag der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit mit TEUR 132 (Vorjahr TEUR 424) unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen infolge der Aktivierung von Tagessatznachzahlungen der Kostenträger seit 2020 zurückzuführen. Bedingt durch einen positiven Cashflow aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit in Höhe von insgesamt TEUR 668 (Vorjahr TEUR -476), hat sich der Finanzmittelfonds insgesamt um TEUR 800 auf TEUR -41 erhöht. Der Finanzmittelfonds setzt sich dabei aus liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr TEUR 29) sowie in Anspruch genommene Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr TEUR 870) zusammen. Der positive Cashflow aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen auf die Erhöhung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Dem gegenüber standen in deutlich geringerem Maße Investitionen in das Anlagevermögen sowie Zinszahlungen für laufende Bankdarlehen. Neben der Finanzierung über Banken finanziert sich die Gesellschaft im Wesentlichen über ein langfristiges Darlehen einer Schwestergesellschaft sowie über Darlehen eines Gesellschafters der ReAL Holding AG, Bad Tölz. Zum Bilanzstichtag konnte die Gesellschaft auf freie Kontokorrentlinien bei Banken in Höhe von TEUR 181 zurückgreifen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 176 erhöht. Durch die Ausweitung der Kreditlinien um TEUR 200 und ein Darlehen der Geschäftsleitung in Höhe von TEUR 300, welches im Bedarfsfall jederzeit flexibel gemeinsam mit einem Schwesterunternehmen, der ReAL Service UG, zum Abruf bereitsteht, konnten in 2022 deutliche Belastungen der Liquidität überbrückt werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Liquidität durch diese sowie die weiteren im Chancen- und Risikobericht erläuterten Maßnahmen sowie kurz- als auch langfristig gesichert ist. Die zum Teil jahrelangen Verzögerungen der Tagessatzverhandlungen mit dem Bezirk Oberbayern belasten die Liquiditätslage der ReAL gGmbH. Eine Erholung tritt diesbezüglich nach Teilabschlüssen mit dem Bezirk Oberbayern durch Zahlungseingänge und Abschlagszahlungen in 2023 ein. 2.3.4 Vermögenslage Die wesentlichen Posten der Bilanz haben sich wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 7.071 gegenüber TEUR 6.626 im Vorjahr. Diese Veränderung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Ausnutzung der erweiterten Kreditlinien zurückzuführen. Gleichzeitig konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von TEUR 1.812 im Vorjahr deutlich auf TEUR 596 reduziert werden. Dies liegt vor allem an nachträglich verhandelten Tagessätzen mit den die Kostenträgern. Das Anlagevermögen (TEUR 3.190) mit einem Anteil von 45,11 % der Bilanzsumme hat sich durch die höheren planmäßigen Abschreibungen (TEUR 409) im Vergleich zu den Investitionen (TEUR 99) um TEUR 352 gegenüber dem Vorjahr vermindert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Anstieg um TEUR 1.873 auf TEUR 2.679 zu verzeichnen, was auf ausstehende Kostenerstattungen im stationären Bereich zurückzuführen ist. Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 347 auf TEUR 445 resultiert aus der Gewährung von Darlehen an Mutter- und Schwesterunternehmen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt TEUR 596 (Vorjahr: TEUR 1.812). Die Sonderposten für Investitionszuschüsse wurden mit TEUR 83 ratierlich aufgelöst und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen verbucht, sodass sich noch ein Gesamtposten von TEUR 443 ergibt. Die sonstigen Rückstellungen liegen mit TEUR 388 über dem Vorjahreswert von TEUR 214 und betreffen im Wesentlichen Personalkostenrückstellungen sowie Rückstellungen für den Jahresabschluss. Die sonstigen Verbindlichkeiten liegen mit TEUR 1.782 auf Vorjahresniveau (Vorjahr: TEUR 1.782). 2.3.5 Gesamtaussage Die Ertragslage der Gesellschaft beurteilen wir im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 als zufriedenstellend. Trotz noch pandemiebedingter Unterbelegung im Bereich der stationären und ambulanten RPK Maßnahmen sowie der zusätzlichen Personal- und Sachkosten, die durch die Pandemie und die überproportionale Kostensteigerung durch den Ukrainekrieg verursacht wurden, konnte das Geschäftsjahr infolge der Nachzahlungen auf Grund der neu verhandelten Entgelte für 2022 sowie der Verhandlungsergebnisse auch für Vorjahre mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Wobei die Abschlagszahlungen für den Zeitraum 2020 bis Dezember 2021 in Höhe von TEUR 837 periodenfremde Erträge darstellen, denen Kosten bereits in den Jahresabschlüssen 2020 und 2021 gegenüberstanden. 2.4 Nachtragsbericht Insbesondere Verzögerungen bei der Verhandlung von Tagessätzen seitens des Bezirks Oberbayern, welche bis 2020 zurückreichen, führten zwischenzeitlich kurzfristig zu einer deutlichen Belastung unserer Liquidität. Dies konnte mit einer Erweiterung der Kreditlinien bei Banken und Geschäftsführung in 2022 adressiert werden. Inzwischen konnten die Tagessätze mit einer substantiellen Erhöhung fixiert werden. Die Forderungen für die Tagessatzerhöhung ab 1. April 2022 in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurden am 7. November 2023 und 5. Dezember 2023 durch Zahlungen beglichen und sind im vorliegenden Abschluss in den Umsatzerlösen enthalten. Für den Zeitraum 2020 bis Dezember 2022 sind bereits auf die rückwirkend vereinbarten erhöhten Tagessätze Abschlagszahlungen in Höhe von 1.113 Mio. EUR erfolgt. Mit einer Rückzahlung der bereits bezahlten Abschläge ist nicht zu rechnen, weshalb diese im vorliegenden Abschluss bereits in den Umsatzerlösen enthalten sind. Der von der GLS Gemeinschaftsbank eG ausgereichte Terminkredit der über TEUR 1.000 wurde bereits mehrmals um ein weiteres Jahr bis derzeit 30. September 2024 verlängert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Chancen- und Risikobericht Chancen Der Bedarf und auch die Nachfrage nach Maßnahmenangeboten für psychisch Erkrankte wächst kontinuierlich. ReAL gGmbH bietet solche Maßnahmen seit vielen Jahren einzeln oder in Kombinationen an und wächst kontinuierlich. Das Geschäftsmodell wird als haltbar und zukunftsfähig eingeschätzt. Während der Pandemie ist deutlich geworden, dass der Dienstleistungs- und Verwaltungsbereich ohne digitale Kommunikations- und Arbeitsprozesse nicht hätte aufrechterhalten werden können. Die Möglichkeiten für orts- und zeitunabhängiges Arbeiten in der Verwaltung werden auch nach Bewältigung der Pandemie im Vordergrund der zukünftigen Entwicklungen stehen. Das Hauptaugenmerk der Geschäftsführung liegt auf einer kontinuierlichen Erhöhung der Belegungsquote sowie der Verhandlung angemessener Tagessätze, was sich beides direkt auf die Umsatzerlöse niederschlägt. Um dies zu erreichen, wurde das Belegungsmanagement seit dem zweiten Halbjahr 2022 gezielt umstrukturiert und gestärkt. Im Jahr 2022 erfolgte zudem der Aufbau einer Controlling Abteilung. Die Umgestaltung des Berichtswesens ermöglicht es dem Management, künftig zielgerichteter und schneller agieren zu können. Insgesamt sieht die Geschäftsführung im erarbeiteten Maßnahmenpaket große Chancen, zukünftig die Umsatzerlöse zu steigern, die Kosten zu senken und dadurch kurzfristig ausgeglichene und mittelfristig deutlich positive Jahresergebnisse erwirtschaften zu können. Risiken In den vergangenen Jahren hat sich der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um gut qualifizierte Fachkräfte weiter verschärft. Der demographische Wandel und das Ausscheiden geburtenstarker Jahrgänge aus dem Arbeitsmarkt führen mittel- und langfristig zu einem erheblichen Rückgang des erwerbsfähigen Bevölkerungsanteils. Der branchenweite Mangel an Betreuungskräften und Sozialarbeitern kann in Verbindung mit den von Bezirken, Jugendamt, Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern und Arbeitsagenturen vorgegebenen Personalschlüsseln dazu führen, dass Einrichtungen trotz hoher Nachfrage nicht mehr voll ausgelastet werden können. In diesem Fall könnten Fixkosten, die von der Belegung unabhängig sind, nur noch teilweise refinanziert werden. Umso wichtiger wird es in den nächsten Jahren sein, gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter:innen für die Firma zu gewinnen und längerfristig zu binden. Die in den letzten vier Jahren etablierte Marke für ReAL gGmbH hat hierzu einen großen Beitrag geleistet. Firmenveranstaltungen, interne und externe Fortbildungsangebote und das betriebliche Gesundheitsmanagement tragen weiter dazu bei, qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Preise für Gas und Strom bewegten sich 2022 weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Auch für die ReAL gGmbH waren die Auswirkungen der hohen Energiepreise spürbar. Durch jährliche Entgeltverhandlungen mit sämtlichen Leistungsträgern können diese Preissteigerungen jedoch mittelfristig im Wesentlichen in den Tagessätzen abgebildet werden. Das Zinsänderungsrisiko wird als moderat eingeschätzt, da ein Großteil der Darlehen eine langfristige Zinsbindung aufweist. Ein bestandsgefährdendes Risiko kann sich nur bei erheblichem Rückgang der Belegungszahlen sowie bei nicht kostendeckenden Tagessätzen für Therapieleistungen ergeben. Vor dem Hintergrund einer nicht mit der erforderlichen Sicherheit prognostizierbaren Durchsetzbarkeit von erwarteten Nachforderungsansprüchen und damit fehlender Umsatzrealisierung führten insbesondere die jahrelang verzögerten Tagessatzverhandlungen mit dem Bezirk Oberbayern zu einem zunehmend negativen Eigenkapital und noch in 2022 zu deutlichen Belastungen der Liquidität. Aufgrund der inzwischen abgeschlossenen Entgeltverhandlungen mit dem Bezirk Oberbayern sieht ReAL gGmbH hierfür derzeit jedoch keinerlei Anhaltspunkte mehr. In den Corona-Jahren 2020-2022 waren die Akquiseaktivitäten durch Betretungsverbote und damit wegfallende persönliche Kontakte in den zuweisenden Einrichtungen stark eingeschränkt. Hinzu kam eine durch Personalengpässe bei den Leistungsträgern verursachte deutlich verlängerte Bearbeitungszeit für Kostenübernahmen. Diese Effekte führten ebenfalls zu einer Unterbelegung der RPK-Maßnahmen. In den Bereichen der Eingliederungshilfe sind diese Effekte weniger ausgeprägt. Die ReAL gGmbH begegnet diesen Herausforderungen mit der zielgerichteten Überarbeitung und Verzahnung der Prozesse Akquise, Belegung, Personaleinsatz und Controlling. Im Rahmen der unternehmerischen Konzeption wurden weniger volatile sowie zukunftsträchtigere Maßnahmen gestärkt. Aufgrund der abklingenden Pandemiesituation und der o. g. Entwicklung des Marktes ist nach einer nochmaligen Belastung der Lage in 2022 in den Folgejahren mit einer Normalisierung zu rechnen. Das negative Eigenkapital resultiert sowohl aus aufgelaufenen Verlusten aus der Zeit vor der Sanierung und der Zusammenführung der ReAL-Firmengruppe als auch aus nachgelagerten Tagessatzverhandlungen ab 2020. Dieses negative Eigenkapital führt dazu, dass eine Finanzierung der Gesellschaft nur erschwert möglich ist bzw. dass diese nur zu höheren Zinssätzen möglich ist (im Vergleich zu einer positiven Eigenkapitalsituation der Gesellschaft). Ursache war der unwirtschaftliche Zweig der Pflege nach SGB XI. Im Jahr 2015 wurde die Pflege abgewickelt und für zukünftige Geschäftsmodelle ausgeschlossen. Weiters zeigte sich, dass eine grundlegende Modernisierung und Überarbeitung der Firmenstrukturen und aller Abteilungen nötig waren. Dieses Projekt wurde bis Ende 2018 im Wesentlichen umgesetzt. Im Rahmen der Sanierung wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Basis für ein stabiles Geschäftsmodell zu setzen und die Entschuldung der ReAL gGmbH voranzutreiben. In den Jahren 2019 und 2020 konnte das negative Eigenkapital bereits um insgesamt 91 TEUR reduziert werden, bevor im Jahr 2021 die Folgen der Pandemie spürbar wurden. Durch die oben beschriebenen Restrukturierungsmaßnahmen und vorangetriebenen Entgeltverhandlungen mit den Kostenträgern konnte im Geschäftsjahr 2022 wieder ein Jahresüberschuss von TEUR 1.216 und ein positiver Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit erzielt werden. Wir gehen wir davon aus, in 2023 den Entschuldungsprozess weiter wesentlich voranzubringen. Insbesondere Verzögerungen bei der Verhandlung von Tagessätzen, welche mindestens den Zeitraum ab dem 1. April 2020 betreffen, führten kurzfristig zu einer deutlichen Belastung der Liquidität von der ReAL gGmbH. Dies konnte mit einer Erweiterung der Kreditlinien bei Banken und der Geschäftsführung in 2022 adressiert werden. Inzwischen konnte ReAL erste Ergebnisse erzielen und bereits einzelne Tagessätze mit einer substantiellen Erhöhung fixieren. Ein Großteil dieser Forderungen wurde bereits durch Nachzahlungen und Abschlagszahlungen bis Ende 2023 beglichen. Entsprechend sehen wir unsere Liquidität aufgrund von kurzfristigen Zahlungen für vergangene Perioden sowie durch angemessene Tagessätze für die Zukunft als gesichert an. Zudem trägt die organisatorische Einbindung der Gesellschaft zur Sicherung der Liquidität der ReAL gGmbH bei. 3.2 Prognosebericht Wir gehen davon aus, dass die künftige Nachfrage nach stationären, teilstationären und ambulanten Angeboten in der Gesellschaft, insbesondere im Bereich der Sozialpsychiatrie, weiter zunehmen wird. Im Bereich der Jugendhilfe wurden ab Juli 2022 und Dezember 2022 zwei weitere, zusätzliche Maßnahmen angeboten. Auch für das Bildungszentrum konnten für das Schuljahr 2022/2023 weitere Kurse akquiriert werden, die auch im Schuljahr 2023/2024 fortgesetzt werden. Nach einem noch stark pandemiegeprägten Geschäftsjahr 2022 konnte die Gesellschaft bereits in 2023 und 2024 einen positiven Geschäftsverlauf mit einer leicht steigenden Belegung verzeichnen. Die Geschäftsführung geht davon aus, diesen Trend auch in den folgenden Geschäftsjahren fortführen zu können. Für das Geschäftsjahr 2023 verzeichnet die ReAL gGmbH zum aktuellen Stand Umsatzerlöse von rund 16 Mio. EUR sowie ein positives Jahresergebnis von rund 0,75 Mio. EUR. Die Belegung konnte in 2023, trotz Einstellen einer Maßnahme, um ca. 1 % auf einen Jahresmittelwert von 271 Plätzen erhöht werden. Für das Geschäftsjahr 2024 können wir zum aktuellen Stand, unter anderem durch die Erweiterung einer bestehenden Maßnahme, eine weitere Steigerung der Umsätze im zweistelligen Prozentbereich bei einer gestiegenen Belegung von ca. 7 % sowie auf Grund der Verhandlungsergebnisse mit dem Bezirk ein positives Jahresergebnis im niedrigen siebenstelligen Bereich verzeichnen. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die Geschäftsführung mit einer ähnlichen Entwicklung wie 2024. Auf Basis der Unternehmensplanung, welche die oben beschriebenen Maßnahmen sowie die Erhöhungen der Tagessätze enthält, sehen wir den Fortbestand der Gesellschaft als nicht gefährdet und die Liquidität als gesichert an.
Bad Tölz, den 16. Juli 2025 ReAL gGmbH Eva-Marie Torhorst |
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