Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 88386
Vorher
ROXALL GmbH
Eingetragen
20.5.1999
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Handel und Vertrieb von Arzneimitteln und Medizintechnik und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Cem Dr. Gegin
seit 18.9.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Cem Gegin
Glinde
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ROXALL Medizin GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Die ROXALL Medizin GmbH (ROXALL) ist ein pharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt im Bereich der Immuntherapie zur Behandlung allergischer Erkrankungen.

Die ROXALL Medizin GmbH ist am Markt als Anbieter für Hyposensibilisierungslösungen mit innovativen Produkten angetreten und konnte bereits in den ersten Jahren die höchsten Zuwachsraten für sich verbuchen. Besonders hervorzuheben sind Cluster-Präparate und sublinguale Spray-Applikationen, die im Markt ein Alleinstellungsmerkmal haben. Im Bereich der Cluster-Immuntherapie hat die ROXALL daher eine Vorreiterrolle übernommen.

Zum 31.01.2017 hat ROXALL die unter dem Namen BIAL-Aristegui bekannte Allergiesparte der portugiesische Pharmagruppe BIAL erworben. Seitdem ist ROXALL auch einer der führenden Anbieter von Allergietherapieprodukten in Spanien und verfügt über eine moderne Produktionsstätte für Allergietherapeutika in Bilbao/Spanien. Durch die zusätzliche Produktionsstätte wird das Risiko von zukünftigen Lieferengpässen reduziert. Die erworbene Gesellschaft in Spanien firmiert seit 2017 unter ROXALL Medicina España S.A.U. und trägt neben der Produktion auch mit umfangreichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten zu neuen Produktinnovationen bei. Darüber hinaus verfügt ROXALL durch die Akquisition auch über eine Vertriebsgesellschaft in Portugal (seit 2017 unter dem Namen: Roxall Aristegui Portugal S.A.) und eine Vertriebsgesellschaft in Italien (seit 2017 unter dem Namen: ROXALL-Aristegui Italia S.r.l.). Damit wird das Fundament für weiteres Wachstum gelegt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Gesundheitssektor zählt zu den weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweigen. Verglichen mit anderen Branchen ist er weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen und konnte daher in den letzten Jahren deutlich wachsen. Wesentliche Wachstumsfaktoren sind der zunehmende Bedarf an medizinischer Behandlung durch Zunahme der von Allergien betroffenen Patienten, die wachsende Zahl chronisch kranker Patienten, die steigende Nachfrage nach innovativen Produkten und Therapien, der medizintechnische Fortschritt in den Schwellenländern und das zunehmende Gesundheitsbewusstsein. Diese Faktoren bewirken einen steigenden Bedarf an Gesundheitsleistungen und -einrichtungen. Zusätzlich führt die stetig zunehmende Zugangsmöglichkeit und die steigende Nachfrage nach medizinischer Basisversorgung, sowie das steigende Volkseinkommen zu höheren Ausgaben im Gesundheitssektor.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Herbst 2021 hat die ROXALL eine Umstellung der Produktpalette durchgeführt. Der Vertrieb einiger Präparaten für die Sublinguale Spezifische Immuntherapie wurden eingestellt. In den nächsten Jahren soll der Fokus auf den Vertrieb und die Weiterentwicklung der subkutanen Produkte in Deutschland gelegt werden. Nach dem daraus resultierenden deutlichen Rückgang in 2022 konnte das Umsatzniveau in 2023 stabilisiert werden. Die in den Vorjahren getätigten Akquisitionen und die damit verfolgte internationale Ausweitung und Einführung neuer Produkten schlägt sich weiterhin positiv auf den Geschäftsverlauf nieder und wird das organische Wachstum in den nächsten Jahren auch weiter verstärken.

2.2.1. Ertragslage

Die ROXALL erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von 37,3 Mio. € (Vorjahr: 41,3 Mio. €) und konnte den durch die Umstellung der Produktpalette in 2021 bedingten Umsatzrückgang stabilisiert. Der in 2023 zu verzeichnende Umsatzrückgang resultiert noch aus den Folgen dieser Produktumstellung, da zum einen weniger Folgetherapien im sublingualen Bereich vorlagen und es zum anderen auch Einfluss auf das Verordnungsverhalten der Ärzte bei subkutanen Therapieprodukten zu verzeichnen gab. Durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz erhöhte sich des Weiteren zum Jahresbeginn 2023 der Herstellerrabatt für erstattungsfähige Arzneimittel von 7 % auf 12 %. Diese Maßnahme führte - trotz des Umsatzrückganges - zu einer deutlichen Zunahme der Erlösschmälerungen der ROXALL.

Der Wareneinsatz in 2023 ist um rd. 1,0 Mio. € gesunken. Insbesondere der Mengenfaktor war für die Reduzierung maßgeblich. Da die moderaten Preiserhöhungen auf der Beschaffungsseite in 2023 nicht komplett an den Absatzmarkt weitergegeben werden konnten, hat sich die Materialeinsatzquote auf 28,6% (Vorjahr: 28,2%) im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht.

Insgesamt führte diese Entwicklung zu einem Rückgang des Rohertrags um 3,0 Mio. € auf 26,6 Mio. €.

Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund der leicht niedrigeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl auch unter Beachtung von Zuführungen zu den Personalrückstellungen für noch nicht genommen Urlaubstage gegenüber dem Vorjahr um rund 0,6 Mio. € auf 3,3 Mio. € reduziert.

Die Abschreibungen liegen im Geschäftsjahr 2023 mit 0,2 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2023 mit rd. 5,5 Mio. € rund 1,2 Mio € über dem Niveau des Vorjahres. Erhöhungen gab es insbesondere in 2023 bei den Werbekosten, was auch darauf zurückzuführen ist, dass in 2023 der Europäische Allergiekongress in Hamburg stattgefunden hat. Darüber hinaus gab es auch einen Anstieg bei den Kosten für die Produktentwicklung, die in Zusammenhang mit den derzeit durchgeführten Studienprogramm stehen.

Die für die Betriebssteuerung wesentliche Kennziffer, das betriebliche Ergebnis (EBIT) vor einmaligen Aufwendungen, betrug 17,9 Mio. € und liegt damit wie erwartet unterhalb des Vorjahres (21,5 Mio. €). Damit konnte die im Vorjahr prognostizierte Ergebnisentwicklung erneut gut erreicht werden.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Ertragslage durch ein positives Finanzergebnis in Höhe von rd. 1,4 Mio. € (Vj.: - 0,1 Mio. €) beeinflusst. Dieses resultiert im Wesentlichen aus dem wieder positiven Zinsumfeld.

Das Jahresergebnis betrug 14,5 Mio. € (Vorjahr: 16,5 Mio. €) und lag insofern mit rd. 2,0 Mio. € unterhalb des Vorjahresniveaus.

2.2.2.Finanzlage

ROXALL erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Brutto-Cashflow aus Jahresergebnis und Abschreibungen in Höhe von 14,7 Mio. €. Im Vorjahr betrug der Brutto-Cashflow 16,7 Mio. €.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 69,9 Mio. € (Vorjahr: 59,3 Mio. €). Durch die vollständige Eigenfinanzierung der Gesellschaft ist die Eigenkapitalquote mit 96,5% (Vorjahr: 94,2%) weiterhin sehr hoch. Die Finanzlage kann somit insgesamt weiterhin als überaus positiv beurteilt werden.

2.2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr 2023 um rd. 12,7 Mio. € erhöht. Das Finanzanlagevermögen beläuft sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 auf 37,3 Mio. € (Vj.: 36,3 Mio. €). Hierin enthalten sind vor allem die Anteile der drei in 2017 erworbenen Gesellschaft sowie die Anteile an der Dr. Beckmann Pharma GmbH, Hamburg, der ROXALL Medizin GmbH, Wien, und der ROXALL Medizin Srbija d.o.o., Belgrad. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens in 2023 ist insbesondere auf die Darlehensgewährung an Tochtergesellschaften zurückzuführen.

Die Kundenforderungen liegen zum 31.12.2023 stichtagsbedingt mit 1,5 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,1 Mio. € gebildet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen mit 0,2 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau.

Die Summe des Eigenkapitals beläuft sich zum 31.12.2023 auf rd. 108,5 Mio. € und liegt damit um rd. rd. 14,5 Mio. € über dem Vorjahresniveau.

Die Steuerrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 2023 vollständig gezahlt. Die Vorauszahlungen im Geschäftsjahr 2023 wurden nicht angepasst, so dass sich aufgrund des Ergebnisrückganges für das Gesamtjahr ein Rückerstattungsanspruch ergibt. Die sonstigen Rückstellungen resultieren vor allem aus Personalkostenabgrenzungen und ausstehenden Eingangsrechnungen. Wesentliche Veränderungen gab es innerhalb der Rückstellungen nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Geschäftsjahresende 2023 mit rd. 2,1 Mio. € um 0,1 Mio. € über Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 liegen mit 0,2 Mio. € leicht über Vorjahresniveau.

Die Geschäftsleitung beurteilt die Lage des Unternehmens insgesamt weiterhin als positiv.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Die Prognosen aus dem Vorjahr wurden in 2023 im Umsatz- und Ergebnisbereich erreicht. Der Cash-Bestand hat sich durch das positive Ergebnis erwartungsgemäß erhöht.

In 2024 erwarten wir eine Stabilisierung der Umsatzerlöse auf dem Niveau des Vorjahres. Weiter erwarten wir eine deutliche Steigerung der Kosten für die Produktentwicklung und Studienaktivität sowie leichte Steigerungen bei den Personalkosten und beim Materialaufwand.

Insgesamt wird für 2024 mit einem EBIT gerechnet, dass rd. 3,9 Mio. € unterhalb des Vorjahres liegt. Die Finanzlage wird auch in 2024 weiterhin sehr solide sein. Trotz der gesetzlichen Restriktionen und des schwierigen Gesundheitsmarktes hat sich der Geschäftsbetrieb der ROXALL Medizin GmbH bislang im Jahr 2024 erwartungsgemäß entwickelt. Die aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Jahres 2024 liegt noch über unsere Erwartungen für das Gesamtjahr 2024. Wir gehen aber davon aus, dass insbesondere die Produktentwicklungskosten noch erheblich zunehmen werden, so dass die Erwartungen für das Gesamtjahr nach wie vor Gültigkeit haben werden. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebes in weitere europäische Märkte und die Produktionsstätte in Spanien trägt weiterhin zur Stabilität und zum Wachstum des Unternehmens bei.

Die Anforderungen des Gesetzgebers konnten jederzeit vollständig erfüllt werden.

3.2. Risikobericht

3.2.1.Risikomanagementsystem

Die ROXALL ist in einer konjunkturunabhängigen Branche tätig. Jedoch können witterungsbedingte Schwankungen, die einen direkten Einfluss auf den Pollenflug haben, die Umsatzsituation beeinflussen. Gesetzesänderungen und Reformen im Gesundheitswesen können einen Einfluss auf die Ertragslage der ROXALL haben und stellen somit ein Risiko dar. Die Gesetzeslage und mögliche Änderungen werden genau verfolgt, so dass frühzeitig reagiert und entsprechend gehandelt werden kann.

Um Risiken im Bereich der Lieferungen und Leistungen zu minimieren, wurden umfangreiche Neuerungen in der Lieferkette angestoßen, insbesondere der Erwerb der neuen Produktionsstätte in 2017 ist hier zu erwähnen.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch ein aktives, systemgestütztes Forderungsmanagement begegnet. Auf eine Verschlechterung bonitätsrelevanter Daten wird zeitnah reagiert.

Relevante Wechselkurse werden laufend beobachtet. Da der Ein- und Verkauf der Produkte überwiegend in Euro vorgenommen wird, sind die Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft gering.

Die finanziellen Auswirkungen potentieller Schäden in den üblichen Risikobereichen, wie Elementarrisiken, Haftpflichtrisiken, Garantie- und Gewährleistungsrisiken, Betriebsausfälle, Arbeitsunfälle etc., sind über Versicherungen abgedeckt.

Die Liquiditätssituation der ROXALL ist bedingt durch den seit Jahren stark positiven Cashflow komfortabel, wird jedoch fortwährend überprüft, um auf Veränderungen entsprechend reagieren zu können.

3.2.2.Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken der ROXALL bestehen im Wesentlichen aus dem Risiko von Forderungsausfällen sowie Wechselkursrisiken, die jedoch als geringfügig einzustufen sind.

Die Wettbewerbssituation in dem von der ROXALL bedienten Markt ist hoch, jedoch ist die Gesellschaft mit ihrem Produktportfolio sehr gut aufgestellt. Durch die weitere Gründung bzw. den Erwerb von Tochtergesellschaften im europäischen Ausland, kann der Wettbewerbsdruck in Deutschland gemindert werden.

Risiken durch Gesetzesänderungen und Reformen im Gesundheitswesen lassen sich im Vorweg nur bedingt klassifizieren und betreffen nicht nur ROXALL, sondern die gesamte Branche. In der Vergangenheit konnte auf derartige Ereignisse schnell und erfolgreich reagiert werden. Die letzte gravierende Änderung trat mit der Therapie-Allergene-Verordnung (TAV) in Kraft. In dieser wird die arzneimittelrechtliche Zulassung einiger bereits im Markt befindlicher Allergene per Gesetz gefordert. Die ROXALL hat umgehend auf die Anforderungen der TAV reagiert und bereits weitere Studien im Markt platziert. Weitere bisher in der TAV geforderte Studien und Unterlagen werden durchgeführt bzw. fristgerecht eingereicht.

Insgesamt schätzen wir die Risikosituation der Gesellschaft als moderat ein.

3.3. Chancenbericht

Für das Geschäftsjahr 2024 wird davon ausgegangen, dass das Unternehmen bei weitersteigenden Allergieprävalenz - es wird weiterhin eine Quote von mindestens 50 % erwartet - mit den im Markt eingeführten Produkten seine Marktposition behaupten wird. Die Tatsache, dass allergische Erkrankungen seit Jahren stark zunehmen, wird dazu führen, dass das Potential im Allergiesektor steigen wird.

Der weiterhin zu beobachtende Trend des Rückganges der Behandlung mit wässrigen Depotlösungen, hin zu einer verstärkten Anwendung von Allergoiden bzw. Clustoiden wird sich positiv für die ROXALL, die mit Allergoiden in diesem Segment platziert und dadurch sehr stark und sicher aufgestellt ist, auswirken.

3.4. Nachtragsbericht

Zu den Ereignissen nach dem Schluss des Geschäftsjahres verweisen wir auf den Anhang.

 

Hamburg, im Juli 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 572,22 3.726,22
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 120.239,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.924,01 1.023.309,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 66.024,95
1.076.163,01 1.089.333,96
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.411.998,75 32.345.998,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.205.000,00 300.000,00
3. sonstige Ausleihungen 3.706.971,25 3.616.006,09
37.323.970,00 36.262.004,84
38.400.705,23 37.355.065,02
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 722.673,94 647.905,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 226.555,40 14.180,81
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.229.979,11 2.485.282,30
3.456.534,51 2.499.463,11
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 69.921.855,88 59.262.979,17
73.874.508,93 62.396.166,76
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.178,44 11.842,01
112.507.948,00 99.777.254,60

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Bilanzgewinn 108.493.064,63 93.972.133,00
108.518.064,63 93.997.133,01
B. Rückstellungen 1.244.765,97 2.014.668,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 234.440,43 591.341,90
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.510.676,97 3.174.111,59
2.745.117,40 3.765.453,49
112.507.948,00 99.777.254,60

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 27.066.267,25 30.947.584,40
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.877.475,24 3.495.804,73
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 389.437,05 414.700,40
3.266.912,29 3.910.505,13
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.935,98 220.069,34
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.485.082,01 4.255.066,99
18.109.336,97 22.561.942,94
5. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 149.375,17 146.006,56
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.305.693,02 3.385,09
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29.779,35 279.157,51
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.008.599,19 5.900.762,53
-3.583.310,35 -6.030.528,39
9. Ergebnis nach Steuern 14.526.026,62 16.531.414,55
10. Sonstige Steuern 5.095,00 55.079,15
11. Jahresüberschuss 14.520.931,62 16.476.335,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind im Jahresabschluss der ROXALL Medizin GmbH, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 88386), die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter bis zu einer Höhe von EUR 800,00 werden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt.

Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Ausschlaggebend für die Bewertung der latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede. Die Bewertung der Differenzen erfolgt dabei auf der Grundlage der voraussichtlichen Steuersätze, welche im Zeitpunkt des Ausgleichs der Differenzen anzuwenden sind. Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von TEUR 71 (Vj. TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Sämtliche übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr- eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 0 (Vj. TEUR 96) ausgewiesen.

3. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Unter den Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 193 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 68 (Vj. TEUR 793) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 5) ausgewiesen.

C. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

In dem Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11 (Vj. TEUR 10) enthalten.

2. Finanzergebnis

In den Erträgen aus Ausleihungen sind TEUR 55 (Vj. TEUR 52) von verbundenen Unternehmen enthalten.

Die Zinsaufwendungen beinhalten mit TEUR 21 (Vj. TEUR 3) im Wesentlichen Zinsen an verbundene Unternehmen.

D. Sonstige Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

Name Beteiligungsquote % Währung Eigenkapital Jahresergebnis
Dr. Beckmann Pharma GmbH, Hamburg 100 TEUR 7.563 51
ROXALL Medizin GmbH, Wien, Österreich * 100 TEUR 132 0
ROXALL Srbija d.o.o., Belgrad, Serbien 70 TEUR 0 0
ROXALL Medicina España S.A.U., Zamudio, Spanien * 100 TEUR 15.247 2.046
ROXALL-Aristegui Italia S.r.l., Rom, Italien * 100 TEUR 61 -182
Roxall Aristegui Portugal S.A., Villa Nova de Gaia, Portugal * 100 TEUR -35 -180

* Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung lagen nur die Zahlen aus dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 vor.

2. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) beträgt:

Angestellte 38 (Vj. 43)

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt TEUR 379, davon TEUR 282 aus Mietverträgen, TEUR 96 aus Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge sowie TEUR 1 aus Leasingverträgen für Büroausstattung.

4. Organe der Gesellschaft

Alleiniger Geschäftsführer ist:

Dr. Cem Gegin, Geschäftsführer, Glinde

Es wurden langfristige Ausleihungen an Geschäftsführer in Höhe von TEUR 3.707 (Vj. TEUR 3.616) gewährt. Diese werden mit 2,5 % verzinst und haben eine Laufzeit bis Dezember 2028. Die Tilgung des Darlehens hat in einem Betrag am Ende der Laufzeit zu erfolgen.

Die Angabe über Bezüge der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, die die Entwicklung des Unternehmens nachhaltig beeinflussen können.

 

Hamburg, 23. Juli 2024

ROXALL Medizin GmbH

Geschäftsführung

Dr. Cem Gegin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 249.400,45 0,00 0,00 249.400,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 125.466,75 0,00 125.466,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.460.839,26 139.356,08 10.186,85 3.590.008,49
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 66.024,95 0,00 66.024,95 0,00
3.526.864,21 264.822,83 76.211,80 3.715.475,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.345.998,75 75.000,00 9.000,00 32.411.998,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 300.000,00 935.000,00 30.000,00 1.205.000,00
3. sonstige Ausleihungen 3.616.006,09 90.965,16 0,00 3.706.971,25
36.262.004,84 1.100.965,16 39.000,00 37.323.970,00
40.038.269,50 1.365.787,99 115.211,80 41.288.845,69
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 245.674,23 3.154,00 0,00 248.828,23
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 5.227,75 0,00 5.227,75
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.437.530,25 196.554,23 0,00 2.634.084,48
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.437.530,25 201.781,98 0,00 2.639.312,23
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
2.683.204,48 204.935,98 0,00 2.888.140,46
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 572,22 3.726,22
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 120.239,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 955.924,01 1.023.309,01
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 66.024,95
1.076.163,01 1.089.333,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.411.998,75 32.345.998,75
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.205.000,00 300.000,00
3. sonstige Ausleihungen 3.706.971,25 3.616.006,09
37.323.970,00 36.262.004,84
38.400.705,23 37.355.065,02

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und dem Lagebericht handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die ROXALL Medizin GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ROXALL Medizin GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ROXALL Medizin GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 23. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Sven Metzger, Wirtschaftsprüfer

Alexander Schucht, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses 2023

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 28. August 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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