Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 50142
Vorher
GO Germania Petrol GmbH
Eingetragen
21.9.2004
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenEinzelhandel in eigenem Namen mit Motorenkraftstoffen, Freie TankstellenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Der Handel mit Mineralölen und artverwandten Produkten und der Betrieb und die Verwaltung von Tankstellen sowie die Ausübung artverwandter Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Werner Krüger
seit 21.9.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
3.000.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Germania Petrol GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

Germania Petrol GmbH, Berlin

A. Grundlagen unseres Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Germania Petrol GmbH mit Sitz in Berlin wurde 1991 gegründet und war bis zum 31. Dezember 2017 eine eigentümergeführte Gesellschaft, deren Stammkapital zu 100 % vom Geschäftsführer gehalten wurde. Im Rahmen einer strukturellen Neuordnung erfolgte am 31. Dezember 2017 die Einbringung sämtlicher Anteile in die GERMANIA Energy Holding AG, Berlin.

Der Gesellschaftszweck liegt im Betrieb und der Verwaltung von Tankstellen sowie dem Handel mit Mineralölen und artverwandten Produkten.

Der Geschäftsbetrieb begann mit der Teilversorgung der damaligen Minol Tankstellen und liegt bis zum heutigen Tage in der Versorgung von Tankstellen sowie dem Handel mit Mineralölen und artverwandten Produkten.

Der Betrieb von Tankstellen wird aktuell durch die Sun Petrol Oelhandels GmbH als Tochtergesellschaft wahrgenommen. Eine weitere Tochtergesellschaft ist seit Februar 2019 die Germania Trade GmbH, die im Westen Deutschlands ein Handelsgeschäft für Heizöl und Dieselkraftstoff aufbaute. Am 01.05.2022 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Germania Trade GmbH eröffnet.

Der Fokus der Germania Petrol GmbH liegt im Wesentlichen auf dem Handel mit Kraftstoffen, der aus der Hauptniederlassung in Berlin gesteuert wird. Weitere Zweigniederlassungen bestehen nicht.

2. Forschung und Entwicklung

Eigene Forschungs- oder Entwicklungstätigkeiten wurden aufgrund der klaren Konzentration auf den Handel nicht entfaltet.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Negativtrend des Jahres 2023 hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. So fiel das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt zum zweiten Mal in Folge (2024 um 0,2%) und signalisierte somit klar eine Rezession, in die Deutschland gefallen ist. Die Ursachen dafür liegen vor allem in den Problemen bei energieintensiven Unternehmen, die unter den hohen durch den Ukrainekrieg verursachten, Strom- und Gaspreisen leiden. Statt billigem Gas aus Russland muss Deutschland teures LNG importieren.

Die Versorgung mit Rohöl durch die Drushba-Pipeline konnte nur mit einem geringen Anteil an kasachischem Rohöl aufrechterhalten werden. Der restliche Teil des russischen Rohöls wurde durch Importe über Danzig bzw. Rostock ersetzt. Es kam zu keiner Zeit zu Produktionsausfällen (weder in Schwedt noch in Leuna).

Der durchschnittliche Öleinfuhrpreis ist im Jahresschnitt 2024 um ca. 10% gegenüber 2023 gesunken. Die Währungskurse bleiben im Jahresschnitt 2024 im Vergleich zu 2023 nahezu unverändert. Während der durchschnittliche Börsenpreis für ULSD in 2023 noch bei ca. 840 $/t lag, ist er in 2024 durchschnittlich auf ca. 759 $/t gesunken. Dabei hatten wir die höchsten Werte im Februar (im Durchschnitt 870 $/t) und die niedrigsten im September. Die höchste Notierung wurde am 9. Februar 2024 mit 919,25 $/t festgestellt. Die niedrigste Notierung wurde am 11. September 2024 mit 637,25 $/t festgestellt.

Die Versorgung mit Dieselkraftstoff per Seeschiff erfolgte im vergangenen Jahr hauptsächlich über arabische Staaten und die USA. Durch die höheren Frachtkosten für Seeschiffsimporte wurden die Vorteile für die deutschen Raffineriegesellschaften gegenüber Importen deutlich größer, was zu einer überaus hohen Raffineriemarge führte. Dies hatte zu überaus großen Problemen für große Importeure gesorgt, da der Wettbewerbspreis durch die Raffineriegesellschaften bestimmt wurde und die Margensituation für Importeure teilweise katastrophal war.

Die Biodieselversorgung für die Beimischung zum Dieselkraftstoff wurde in 2024 hauptsächlich durch Importe von Double counting Ware aus zum Teil zweifelhaften Produktionsanlagen aus China nach Europa gedeckt. Nach mehrfachen Interventionen durch europäische Biodieselproduzenten sahen sich die Wettbewerbshüter Europas und Deutschlands genötigt, schwierige Untersuchungen zu veranlassen, die einige chinesische Produzenten von Importen ausschlossen, aber vorherige Zertifikate dieser Lieferanten nicht korrigierten oder strichen. Die Überschwemmung des deutschen Marktes mit dieser Ware führte zu einem Preisverfall bei der Bioquote bis unter 100 €/t und zu erheblichen wirtschaftlichen Problemen für die deutschen Biodieselproduzenten. Aus wirtschaftlichen Gründen waren auch wir gezwungen, unsere Beimischung mit Double counting Ware zu erfüllen, wobei wir versucht haben, diese überwiegend von europäischen Produzenten zu kaufen. Der Preisverfall bei der Bioquote wurde auch durch nicht realisierte UER-Projekte (Fake-Projekte) in China verstärkt. Als Folge hat sich die Bundesregierung in 2024 dazu entschlossen, ab diesem Jahr keine UER-Zertifikate zur Bioquotenerfüllung zuzulassen. Außerdem wurde im 4. Quartal 2024 beschlossen, dass Quotenüberhänge aus 2024 nicht wie bisher ins Folgejahr, sondern nach 2027 übertragen werden. Dadurch soll der Quotenmarkt entlastet werden.

2. Geschäftsverlauf

Die wirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen haben den Geschäftsverlauf unseres Unternehmens wesentlich geprägt.

Der Umsatz des Unternehmens sank um 30% auf TEUR 458.972. Grund hierfür waren die gesunkenen Preise, eine Verschiebung des Absatzes in einen größeren Anteil unversteuerter Ware und stark reduzierte Absätze durch Veränderung der Versorgungssituation und durch rezessionsbedingte Effekte. Auch die marktbeherrschenden Effekte durch die Raffineriegesellschaften haben zu diesem Umsatzminus geführt.

Der Jahresüberschuss reduzierte sich auf TEUR 1.095. Damit wurde aber unser wesentlichster finanzieller Leistungsindikator (Jahresüberschuss) in seinen Prognosen überschritten. Der Geschäftsverlauf hat insgesamt die Erwartungen und Planungen trotz der widrigen Umstände übertroffen und ist daher aus Sicht der Geschäftsführung zufriedenstellend.

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

• Jahresüberschuss: Reduzierung von TEUR 1.448 auf TEUR 1.095 und damit über unserer Ergebnisprognose.

• Eigenkapitalquote: Erhöhung um 4,30%-Punkte auf 38,08% und damit oberhalb unserer Planungen. Wir weisen darauf hin, dass aufgrund der Veränderungen globaler Rahmenbedingungen diese Entwicklung verbundenen mit den erheblichen Preisentwicklungen nicht vorhersehbar war. Hierdurch reduzierte sich preis- und mengenbedingt die Bilanzsumme, was im Ergebnis rechnerisch zu einer höheren Eigenkapitalquote führte.

Unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt:

• Mitarbeiter: Wir beschäftigen hochqualifizierte Mitarbeiter, die über langjährige Erfahrungen in unserem Branchenumfeld verfügen. Gradmesser der Mitarbeiterzufriedenheit ist für uns die Betriebszugehörigkeit sowie Fluktuation. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl unserer Mitarbeiter mit insgesamt sieben Mitarbeitern nicht verändert.

• Umweltschutz: Wir beteiligen uns aktiv an der Einsparung und Schonung von Ressourcen. Gesetzlich sind wir verpflichtet unser Handeln an entsprechenden Zielvorgaben zu Emissionseinsparungen zu orientieren. Steuerungsziel in diesem Bereich ist es, eine Abgabe i.S.d. § 37c Abs 2 BImSchG aufgrund von Fehlmengen der zu mindernden Treibhausgasemissionen zu vermeiden und stattdessen durch Beimischung von Biokraftstoffen und Anrechnungsäquivalenten einen eigenen Beitrag zum Emissionsschutz zu leisten. So konnten wir trotz hoher Rückstellungen zum Bilanzstichtag eine mengenmäßige Deckung einzusparender CO 2 -Mengen im ersten Quartal des folgenden Jahres erreichen und sogar übererfüllen.

Der Geschäftsverlauf in den einzelnen Bereichen stellte sich wie folgt dar:

a. Beschaffung

Für das Jahr 2024 hat die Germania Petrol auf der Versorgungsseite drei Termverträge abgeschlossen, mit Glencore London für den seeseitigen Import nach Hamburg, mit der Raffinerie Holborn Hamburg (vertreten durch pbt Ungarn) für Kesselwagenbeladungen ex. Hamburg und mit der Total Deutschland für die Versorgung des Tanklagers Magdeburg.

Weitere größere Zukäufe erfolgten bei bewährten Lieferanten, wie Hoyer Visselhövede, Team Hamburg und Mabanaft Hamburg. Insgesamt war die seeseitige Versorgung nach Hamburg ziemlich schwierig, da die Lieferstrecken nach dem Ausfall der russischen Lieferungen doch erheblich größer waren. So erfolgten neben einigen wenigen Ausnahmen (Lieferungen aus Rotterdam) die meisten Cargo Lieferungen aus den USA und dem arabischen Raum. Dadurch kam es häufig zu verzögerten Lieferungen, die wir aber durch Zukäufe bei den o.g. Spotpartnern ausgleichen konnten.

Wie bereits beschrieben, haben wir die Beschaffung von Biokraftstoffen in 2024 hauptsächlich auf den Import aus ARA umgestellt und mit internationalen Lieferanten gearbeitet. In diesem Bereich waren vor allem Biogra Dubai und Glencore London die Hauptlieferanten.

Für die Erfüllung der 9,3%igen CO 2 -Einsparungsverpflichtung wurden diverse Biokraftstoffquotenverträge geschlossen und Rückstellungen gebildet, die im 1.+2. Quartal 2025 verbraucht werden.

b. Investitionen

Im Berichtsjahr haben keine Investitionen stattgefunden.

c. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Ab 30.04.2019 wurde ein unbefristeter Avalkreditvertrag zur Stellung von Bürgschaften/Garantien im Rahmen von Lieferantenverbindlichkeiten abgeschlossen, der am 04.05.2020 und nochmals am 22.01.2021 erhöht wurde. Ab 21.08.2020 wurde ein weiterer unbefristeter Kreditrahmenvertrag für die Herauslage von Avalen in EUR und USD abgeschlossen. Zur Absicherung gegen Wechselkursrisiken aus Fremdwährungstransaktionen wurden transaktionsbezogene Devisenterminkontrakte abgeschlossen.

d. Umweltschutz

Der Umweltschutz unseres Unternehmens dient der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Auflagen sowie Einsparung von Ressourcen und damit Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Haftungsverfahren oder Schadenersatzansprüche für selbstverschuldete Umweltschäden sind nicht zu erwarten.

3. Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage (Wirtschaftliche Lage)

a. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote ist auf Grund der niedrigeren Bilanzsumme um 4,30 %-Punkte auf 38,08% gestiegen. Die Bilanzsumme (TEUR 38.660) ist um 4,2% niedriger als im Vorjahr. Hauptursächlich ist der mengen- und preisbedingte Abbau von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nehmen einen Anteil von 18,4% (im Vorjahr: 32,2%) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einen Anteil von 28,2% (im Vorjahr: 31,5%) im Verhältnis zur Bilanzsumme ein.

Die Vorräte von TEUR 6.732 beinhalten Waren für kurzfristige Lieferungen und liegen höher als im Vorjahr (TEUR 3.157).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen mit TEUR 329 auf Germania Trade und mit TEUR 1.138 auf die SUN Petrol und resultieren jeweils aus dem laufenden Absatzgeschäft.

Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 6.240 auf TEUR 10.988 resultiert im Wesentlichen mit TEUR 5.619 aus Rückforderungen gegenüber einem Geschäftspartner sowie einer Schadensersatzforderung in Höhe von TEUR 258.

Die Reduzierung der sonstigen Rückstellungen von TEUR 13.300 auf TEUR 11.284 resultiert überwiegend aus geringeren Absatzmengen. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen branchentypische Verpflichtungen, deren Erfüllung noch aussteht (bspw. CO 2 -Abgaben und die Erfüllung der Bioquote).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.782. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 293 sowie Vorsteuern im Folgejahr abzugsfähig in Höhe von TEUR 703 enthalten.

b. Ertragslage

Das Jahresergebnis hat sich von TEUR 1.448 im Vorjahr auf einen Jahresüberschuss von TEUR 1.095 reduziert. Das Ergebnis war wesentlich geprägt von Wechselkurseffekten.

Die Umsatzerlöse reduzierten sich von TEUR 659.881 auf TEUR 458.972 und somit um 30,0%. Dies ist hauptsächlich auf dem reduzierten Absatz zurückzuführen. Auch die Entwicklung des USD hat sich wesentlich auf die Veränderung der Umsatzerlöse ausgewirkt, da die Preisbildung in der Regel auf Basis von USD-Rohstoffpreisnotierungen erfolgt. Der genaue Effekt ist allerdings schwer quantifizierbar. Der Auslandsanteil an Umsatzerlösen lag mit 7,6% leicht unter dem Vorjahr (9,82%).

Die Umsatzerlöse entfallen zu rund 96,5% auf den Handelsbereich. Der übrige Anteil entfällt auf das Tankstellengeschäft und sonstige Pachteinnahmen.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2.323 auf TEUR 4.450 war im Wesentlichen mit TEUR 2.200 auf die Auflösung einer Rückstellung zurückzuführen. Dieser sonstige betriebliche Ertrag hat das Jahresergebnis wesentlich geprägt.

Der Materialaufwand (Aufwendungen für bezogene Waren) reduzierte sich korrespondierend zur Umsatzentwicklung von TEUR 655.197 auf TEUR 457.711. Die hieraus ableitbare Rohertragsmarge verminderte sich von 0,7% auf 0,2%.

Die Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt um TEUR 1.209 auf TEUR 4.059 reduziert.

Aus den o.g. Veränderungen ergibt sich eine Verbesserung des Ergebnisses vor Ertragsteuern um TEUR 259 auf TEUR 1.956.

Das Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 235 auf TEUR 625.

c. Finanzlage

Der Finanzmittelfonds, bestehend aus liquiden Mitteln, hat sich zum Stichtag um TEUR 4.289 auf TEUR 12.250 reduziert.

Zusammenfassend kann die wirtschaftliche Lage einschließlich deren Entwicklung als stabil bezeichnet werden.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Auch für 2025 sind die Konjunkturprognosen vorerst nicht positiv und die deutsche Wirtschaft ist in den ersten zwei Monaten wieder mit negativen Zahlen gestartet. Allerdings verspricht die nach den vorgezogenen Neuwahlen zu bildende Regierung mit ihrem Konjunkturprogramm starke Impulse für ein Erstarken der Wirtschaft. Dies soll insbesondere für die energieintensiven Industrien, sowie für Bau und Logistik gelten. Außerdem wurde durch die EZB in den vergangenen Monaten der Leitzins mehrfach reduziert, was zu konjunktureller Belebung führten sollte. Das ifo Institut geht nach aktuellen Einschätzungen (Pressemitteilung vom 17. März 2025) in diesem Zusammenhang für das Jahr 2025 von einem Wachstum von 0,2% sowie für 2026 von einem Wachstum von 0,8% aus. Das würde zu einer verstärkten Abnahme von Dieselkraftstoff führen, was die Absätze für die Germania Petrol positiv beeinflussen wird. Allerdings weist das ifo Institut auch darauf hin, dass vor dem Hintergrund der anstehenden wirtschaftspolitischen Entscheidungen in Deutschland und den Vereinigten Staaten die Prognoserisiken hoch sind.

Für 2025 hat der Inhaber der Germania Petrol einen Einkaufsvertrag mit der Firma M2MFuelservice Wien abgeschlossen, der die Germania monatlich mit 15kt Cargos aus dem ARA-bereich versorgt.

Außerdem wurden wieder die Termverträge mit Holborn Hamburg und Total Deutschland zu verbesserten Konditionen gegenüber 2024 abgeschlossen.

Auf der Verkaufsseite wurde die Zusammenarbeit mit unseren großen Kunden weiter fortgeführt, so dass eine gute Absatzlage im Kesselwagen- und Bargebereich gegeben ist.

Im Tankwagenbereich haben wir uns zu einer Beendigung des Umschlagsvertrages mit der TABEG mbH Berlin für die Tankläger Kablow und Thüringen entschieden. Alternativ haben wir einen Tankwagenumschlag in den Tanklägern Spreetal und Nürnberg begonnen.

Eine Prognose für ein Jahresergebnis ist wiederum schwierig, aber auch für 2025 ist ein positiver siebenstelliger Betrag avisiert.

Mit Blick auf unsere Leistungsindikatoren erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr Folgendes:

• Stabile Ertragslage mit einem Jahresüberschuss im Bereich eines Zielwerts von ca. EUR 1,0 Mio.

• Leichte Erhöhung der Eigenkapitalquote aufgrund des erwarteten Ergebnisses bei weiterem Abbau der Bilanzsumme

• Kontinuität im Bereich der Mitarbeiteranzahl

• Erfüllung der Umweltziele im vierten Quartal 2025, spätestens im ersten Quartal 2026

2. Chancen- und Risikobericht

Als mittelständisches inhabergeführtes Unternehmen blicken wir auf langjährige Markt- und Branchenerfahrung zurück. Durch flache Hierarchien, gewachsene unternehmensinterne Abläufe sowie langjährigen Lieferanten- und Dienstleisterbeziehungen können wir flexibel auf Veränderungen reagieren und dadurch Marktchancen realisieren. In einer effizienten Logistikabwicklung unser Beschaffungs-, Lager- und Absatztransaktionen sehen wir auch künftig weiterhin Chancen unsere Wettbewerbspositionen zu bewahren.

Im Rahmen unseres Risikomanagements überwachen wir in einem engen zeitlichen Rahmen Unternehmensrisiken. Als Risikogruppe wurden die Risiken der Wechselkurs- und Produktenpreisentwicklung identifiziert. Die Unsicherheiten im Bereich der Produktenpreis- sowie Wechselkursentwicklung werden durch die Minimierung der Lagerbestände und gleichlautenden Durchschnittspreisvereinbarungen sowie gleichlautenden Währungen auf der Ein- und Verkaufsseite so weit als möglich reduziert. Um auftretende Spitzen durch die Cargo Versorgung abzufangen, arbeiten wir seit Q1/2025 mit dem Broker Marex London zusammen und hedgen an der ICE unsere Mengendifferenzen. Ein tägliches Riskmanagement findet statt. Darüber hinaus wird zur Verringerung von Risiken mit den Lieferanten und Kunden die Abnahme von branchenüblichen Mindestmengen vereinbart. Zur Absicherung gegen Wechselkursschwankungen werden transaktionsbezogene Devisenterminkontrakte eingesetzt. Da sich diese auf feststehende und auf USD lautende Grundgeschäfte beziehen und es sich hierbei um effektive Sicherungsgeschäfte handelt, wird das Risiko aus dem Abschluss von Derivaten selbst als gering eingeschätzt.

Durch die Ausweitung des Lieferanten- und Kundenportfolios werden Ausfallrisiken grundsätzlich reduziert.

Finanzausfallrisiken werden durch Bankbürgschaften / Letter of Credits, Vorkassenleistung der Kunden sowie der Zusammenarbeit mit Coface als Kreditversicherer minimiert bzw. vermieden.

Bei den Lieferanten wird die Zusammenarbeit mit internationalen Produzenten sowie großen, international tätigen Handelshäusern zur Absicherung der Versorgung ausgebaut. Eine weitergehende Diversifikation wird insbesondere aufgrund des Importembargos für russische Produktionen erforderlich, da die daraus resultierenden Folgen bislang nicht vollumfänglich bewertbar sind.

 

Berlin, den 11. April 2025

Germania Petrol GmbH

Werner Krüger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 100.003,00 100.006,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3,00 3,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
II. Sachanlagen 0,00 3,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3,00
III. Finanzanlagen 100.000,00 100.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 100.000,00 100.000,00
B. Umlaufvermögen 38.545.180,66 40.222.057,41
I. Vorräte 6.732.190,03 3.156.940,11
1. fertige Erzeugnisse und Waren 6.732.190,03 3.156.940,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 19.562.560,49 20.525.961,92
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.106.926,80 12.986.785,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.467.181,98 1.299.208,57
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr -1.373.000,00 -1.373.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 10.988.451,71 6.239.967,82
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.250.430,14 16.539.155,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.072,31 18.503,57
Aktiva 38.660.255,97 40.340.566,98

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 14.721.142,96 13.625.694,84
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Bilanzgewinn 11.721.142,96 10.625.694,84
davon Gewinnvortrag 10.625.694,84 9.178.003,50
B. Rückstellungen 11.285.154,00 13.300.042,19
1. Steuerrückstellungen 1.476,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 11.283.678,00 13.300.042,19
C. Verbindlichkeiten 12.653.959,01 13.414.829,95
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 370,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 370,95
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.905.625,22 12.687.681,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.905.625,22 12.687.681,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.747.962,84 727.148,49
davon aus Steuern 1.452.200,63 37.539,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.747.962,84 727.148,49
Passiva 38.660.255,97 40.340.566,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 458.971.600,16 659.881.443,61
2. sonstige betriebliche Erträge 4.450.039,38 2.322.526,73
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.949.959,92 1.702.251,22
3. Materialaufwand 458.032.058,28 655.622.345,34
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 457.711.093,10 655.160.299,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 320.965,18 462.045,79
4. Personalaufwand 892.781,72 1.501.994,51
a) Löhne und Gehälter 817.976,24 1.419.436,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 74.805,48 82.558,22
davon für Altersversorgung 2.738,04 2.719,89
5. Abschreibungen 6.815,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.815,00
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.166.146,55 3.766.346,19
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 991.657,49 951.050,06
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 667.716,35 413.593,90
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42.518,63 23.016,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 852.031,30 245.571,23
10. Ergebnis nach Steuern 1.103.819,41 1.451.475,76
11. sonstige Steuern 8.371,29 3.784,42
12. Jahresüberschuss 1.095.448,12 1.447.691,34
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.625.694,84 9.178.003,50
14. Bilanzgewinn 11.721.142,96 10.625.694,84

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

Germania Petrol GmbH, Berlin

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Die Firma Germania Petrol GmbH mit Sitz in Berlin, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 50142, ist zum Abschlussstichtag eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 2 HGB.

2. Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es werden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewandt.

3. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden unter Berücksichtigung von BilRUG stetig angewandt.

3. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden entgeltlich erworben und zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet.

4. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten und - soweit abnutzbar - vermindert um die planmäßigen Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren).

5. Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gem. § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe als Betriebsausgaben angesetzt. Diese Handhabung steht der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegen.

6. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

7. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

8. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Sofern Forderungen eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben, wurden diese verzinst und bedürfen daher keiner Abzinsung.

9. Bei Wegfall der Gründe für Abschreibungen bei Vermögensgegenständen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden Zuschreibungen gem. § 253 Abs. 5 HGB, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen, die zwischenzeitlich vorzunehmen gewesen wären, vorgenommen.

10. Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

11. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf.

12. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Sofern Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, wurden diese nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

13. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

14. Zur Fremdwährungsumrechnung ist festzustellen, dass die betreffenden Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Euro-Referenzkurs (Devisenkassamittelkurs) umgerechnet wurden.

Zum Bilanzstichtag wurden Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Laufzeit von größer als einem Jahr unter Beachtung des Imparitäts- und Realisationsprinzips bewertet, wonach Kursverluste aufwandswirksam und Kursgewinne hingegen nicht berücksichtigt wurden. Die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

15. Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestanden, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, ist die sich daraus ergebene Steuerentlastung bzw. Steuerbelastung als aktive bzw. passive latente Steuern (Rückstellung für latente Steuern) in der Bilanz angesetzt worden. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem kombinierten Ertragssteuersatz von 30,175%. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebener Steuerentlastung nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde im aktuellen Geschäftsjahr nicht Gebrauch gemacht.

III. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

1. Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel). Dort sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt.

2. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben bis auf sonstige Vermögensgegenstände aus hinterlegten Kautionen und dem Darlehen an die Neftol Immobilien Management GmbH (TEUR 3.000; Vorjahr TEUR 3.000) eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

3. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 1.467; Vorjahr: TEUR 1.299) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.355 (Vorjahr: TEUR 1.251) und sonstige Forderungen aus Umsatzsteuerorganschaft in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 48) enthalten. Mit Beschluss des Amtsgerichts Arnsberg vom 10.03.2022 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Germania Trade GmbH angeordnet. Es wurde entsprechende Wertberichtigung der zweifelhaften Forderungen aus L+L vorgenommen.

4. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen den Geschäftsführer von TEUR 0,6 (Vorjahr: TEUR 0,2) enthalten. Die Forderungen werden mit 3,00 % verzinst und sind jederzeit kündbar.

5. Von den flüssigen Mitteln kann die Gesellschaft über einen Betrag in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 2.097) nicht frei verfügen.

PASSIVA

1. Die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags.

2. Die sonstigen Rückstellungen sind überwiegend kurzfristig und entfallen auf Personalrückstellungen, Rückstellungen für Bioquote und CO 2 -Abgabe, Rückstellungen für Ausgleichszahlungen, Kosten im Zusammenhang mit der Abschlusserstellung und -prüfung sowie Archivierungskosten für die mehrjährige Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen.

3. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeiten Spiegel zusammengefasst dargestellt.

gesamt
TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre
TEUR
VB aus Lieferungen und Leistungen Vorjahr: 10.906 10.906
(12.688) (12.688)
VB gegenüber Kreditinstituten 0 0
(0) (0)
Erhaltene Anzahlungen 0 0
(0) (0)
Sonstige Vorjahr: 1.748 1.748
(727) (727)
davon aus Steuern lfd. Jahr 1.452 1.452
Vorjahr (38) (38
davon aus soz. Sicherheit lfd. Jahr 3 3
Vorjahr (3) (3)
gesamt Vorjahr 12.654 12.654
(13.415) (13.415)

4. Zum 31. Dezember 2024 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 2.408

Die Restlaufzeiten betragen:

° bis zu einem Jahr TEUR 1.523
° zwischen einem und fünf Jahren TEUR 528
° mehr als fünf Jahre TEUR 357

Ferner besteht eine Mindestabnahmeverpflichtung aus einjährigem Liefervertrag mit der Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG.

5. Zum 31. Dezember 2024 bestehen zwei Aval-Rahmenkreditverträge über TEUR 5.000 und über TEUR 6.500, von denen TEUR 0 in Anspruch genommen wurden.

6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Zur Begrenzung von Risiken USD-Wechselkursänderungen wurden Devisentermingeschäfte vereinbart, denen Grundgeschäfte mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko zugrunde liegen. Aufgrund des bestehenden Halteabsicht und des engen Sicherungszusammenhangs werden die Lieferantenverbindlichkeiten mit den transaktionsbezogenen Derivaten nach Prüfung des "Critical-Terms-Match" (Kongruenz von Zinssatz, Volumen und Laufzeiten) als Bewertungseinheit nach der "Durchbuchungsmethode" zusammengefasst. Die angegebenen Marktwerte basieren aus der Stichtagsbewertung zum Devisenmittelkurs der jeweils eingegangenen Verpflichtung. Offene Transaktionen bestanden zum Abschlussstichtag nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Umsatzerlöse entfallen zu rund 96 % auf den Handelsbereich. Der übrige Anteil entfällt im Wesentlichen auf das Tankstellengeschäft und sonstige Pachteinnahmen. Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen mit 88,8 % auf den Teilmarkt Deutschland, mit 9,8 % auf den Teilmarkt Europäische Union und mit 1,4 % auf den Teilmarkt Drittland.

2. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beziehen sich im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

3. Der Ergebniseffekt aus Transaktionen in fremder Währung betrug TEUR 958 (Vorjahr: TEUR 751).

4. In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Erträge von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 762) enthalten. Diese betreffen Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

V. Sonstige Angaben

1. Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden 7 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt (Vorjahr: 7).

Im Geschäftsjahr 2024 erfolgte die Geschäftsführung der Firma Germania Petrol GmbH durch den Geschäftsführer, Herrn Werner Krüger, Kaufmann, Berlin.

Herr Krüger ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Unter den Finanzanlagen des Anlagevermögens ist der Anteilsbesitz, der sich wie folgt darstellt, ausgewiesen:

Name Sitz Beteiligungsquote
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
Jahresabschluss
Sun Petrol Oelhandels GmbH * Berlin 100 856 204 31.12.23

* Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 war bei der Fertigstellung dieses Jahresabschlusses noch nicht aufgestellt.

Im Mai 2022 beantragte die Beteiligung Germania Trade GmbH die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen. Auf Grund der untergeordneten Bedeutung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB weitere Angaben.

3. Der Abschlussprüfer hat für das abgeschlossene Geschäftsjahr Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 31 in Rechnung gestellt. Andere Leistungen wurden nicht erbracht.

4. Ergebnisverwendung: Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag sind nicht eingetreten.

6. Die Gesellschaft ist seit dem 31. Dezember 2017 Tochtergesellschaft der GERMANIA Energy Holding AG, Berlin. Das Mutterunternehmen ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet.

 

Berlin, den 11. April 2025

Germania Petrol GmbH

Werner Krüger, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Germania Petrol GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Germania Petrol GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Germania Petrol GmbH, Berlin für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und der Geschäftsführung als Aufsichtsorgan für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Die Geschäftsführung als Aufsichtsorgan ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen. beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 11. April 2025

addVALUE audit&tax GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Wagner, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Blandow, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

16 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.