HBT Beta GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Dirk Hoffmann seit 11.7.2024 | Geschäftsführer |
Valentin Maria Bohländer seit 11.7.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FINVIA Alternative Investments GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31.12.2023FINVIA Alternative Investments GmbH Verwaltung eigenen Vermögens, Frankfurt am MainAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023FINVIA Alternative Investments GmbH Verwaltung eigenen Vermögens, Frankfurt am Main
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die FINVIA Alternative Investments GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter HRB 119799 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a HGB auf. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Risiken eines nicht termingerechten Zahlungseinganges bestehen nicht. Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen waren nicht erforderlich. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. V. Sonstige Angaben Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen oder ähnlichen Verträgen bestehen am Bilanzstichtag nicht. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Mitarbeiter. VI. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 ereignete sich mit der Umsetzung einer Finanzierungsmaßnahme und der damit verbundenen Sicherungsstruktur ein Vorgang von besonderer Bedeutung. Die Gesellschaft vereinbarte am 18.06.2024 nach entsprechender Beschlussfassung ihrer Gesellschafterversammlung mit der FINVIA Invest GmbH, der FINVIA Holding GmbH und der FINVIA Capital GmbH einen Finanzierungsrahmen insgesamt in Höhe von 6,5 Mio. €. Dieser Finanzierungsrahmen wird von der FINVIA Invest GmbH gestellt und setzt sich aus der Durchführung von Bar-Kapitalerhöhungen bei der Gesellschaft und der FINVIA Capital GmbH mit nachfolgenden Darlehensgewährungen an die FINVIA Holding GmbH sowie die direkte Gewährung eines Darlehensrahmens von der FINVIA Invest GmbH an die FINVIA Holding GmbH zusammen. Vor diesem Hintergrund hält die FINVIA Invest GmbH seit dem 19.07.2024 51% der Geschäftsanteile und Stimmrechte an der Gesellschaft gegen Einzahlung in Stammeinlage und Kapitalrücklage von insgesamt 160 T€ und seit dem 08.08.2024 51% der Geschäftsanteile und Stimmrechte an der FINVIA Capital GmbH gegen Einzahlung in Stammeinlage und Kapitalrücklage von insgesamt 1.127 T€. In Höhe dieser Kapitalzuführungen kann die FINVIA Holding GmbH kurzfristige Darlehen von der Gesellschaft und der FINVIA Capital GmbH aufnehmen. Zudem kann die FINVIA Holding GmbH gegenüber der FINVIA Invest GmbH einen Darlehensrahmen in Höhe von 5.213 T€ in Anspruch nehmen. Sofern die tatsächlich in Anspruch genommenen Finanzierungen von der FINVIA Holding GmbH an die FINVIA Invest GmbH, die Gesellschaft und die FINVIA Capital GmbH bis zum 31.12.2027 vollständig zurückgeführt sind, erlangt die FINVIA Holding GmbH durch Ausüben einer entsprechenden Call-Option von der FINVIA Invest GmbH die von dieser gehaltenen Geschäftsanteile und Stimmrechte an der Gesellschaft und an der FINVIA Capital GmbH.
Frankfurt am Main, 27.09.2024 Jan Hoffmann, Geschäftsführer Valentin Bohländer, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der FINVIA Alternative Investments GmbH, FrankfurtA. Grundlage des Unternehmens Die FINVIA Alternative Investments GmbH ("Gesellschaft") ist eine am 17.03.2021 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") nach § 44 Abs. 1 in Verbindung mit § 2 Abs. 4 des Kapitalanlagegesetzbuches ("KAGB") registrierte externe AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft ("AIF-KVG"). Die Gesellschaft betreibt als externe AIF-KVG die kollektive Vermögensverwaltung von Spezial-Alternativen Investmentfonds ("Spezial-AIF") für Fondsgesellschaften der FINVIA Gruppe ("FINVIA-Fondsgesellschaften") in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG. Daneben ist sie auch Komplementärin dieser Fondsgesellschaften. Als Teil der FINVIA Gruppe ist das Geschäftsmodell der Gesellschaft auf die Initiierung der Auflage und kollektive Vermögensverwaltung von Spezial-AIF dieser FINVIA-Fondsgesellschaften mit Blick auf professionelle und semiprofessionelle Anleger ausgerichtet. Dabei haben diese Spezial-AIF folgende Zwecke:
Die Gesellschaft ist integraler Bestandteil der FINVIA Gruppe. Im Mittelpunkt ihrer Analyse- und Verwaltungsexpertise stehen die Segmente Einzel-AIF, Dach-AIF und Direktinvestments. Das Anlageuniversum der Gesellschaft erstreckt sich grundsätzlich weltweit auf Anlagemöglichkeiten in Private Equity, Hedgefonds, Private Debt, Immobilien, Infrastruktur und Forst/Agrar jeweils in Finanzinstrumenten (zusammen "Alternative Anlagen") für die FINVIA Fondsgesellschaften, zu deren Zielinvestments der breite Markt keinen Zugang hat. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, Kunden der FIN- VIA Gruppe einen solchen Zugang zu Konditionen wie für institutionelle Investoren zu ermöglichen. Im Vergleich zu Mitbewerbern ist das Geschäftsmodell der Gesellschaft fokussiert und spezialisiert. Mit dem Vertrieb von Beteiligungen an diesen FINVIA-Fondsgesellschaften ist die FINVIA Capital GmbH beauftragt. Sie ist befugt, zum Vertrieb von Beteiligungen an den FINVIA-Fondsgesellschaften ihre vertraglich gebundene Vermittlerin FINVIA Family Office GmbH und deren für die Anlagevermittlung von und die Anlageberatung in solchen Beteiligungen genannten Beschäftigten einzubinden. Als Hauptvertriebspartnerin der FINVIA-Fondsgesellschaften steuert die FINVIA Capital GmbH den Vertrieb in Abstimmung mit der Gesellschaft. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war geprägt durch Rahmenbedingungen, die man bereits in Vergessenheit wähnte und die jüngeren Generationen noch unbekannt sind: Inflation, politisches Blockdenken und geopolitische Spannungen. Neben dem andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine belastete neben den zahlreichen Krisenherden der Welt eine Eskalation im Nahen Osten das geopolitische Umfeld. Das Jahr war aber auch durch Innovationen und neue Entwicklungen geprägt, die an die Corona Zeit anknüpfen, in der wissenschaftliche Erkenntnisse eine Lösung bzw. einen Weg aus der Pandemie aufgezeigt haben. Die Neuerungen in 2023 waren geprägt durch Entwicklungen aus dem Tech-Sektor, insbesondere durch den Einsatz der Künstlichen Intelligenz ("KI"). Die Bilanz des Börsenjahres 2023 fiel deutlich besser aus, als es zu Beginn des Jahres 2023 und unter der Einwirkung der globalen Spannungen zu erwarten war. Die Zentralbanken führten ihren Kampf gegen die zu hohen Inflationsraten entschlossen fort. Die Leitzinsen erreichten Niveaus, die höher ausfielen als angenommen. Die EZB beendete ihren Zinserhöhungskurs im September mit einem Einlagensatz von 4,0% und einem Hauptrefinanzierungssatz von 4,5% (Quelle: EZB Geldpolitische Beschlüsse vom 14.09.2023). Bei der FED markierte die Zielzins-Spanne von 5,25-5,50% ihren Höhepunkt (Quelle: FED Decision Regarding Monetary Policy Implementation 2023 vom 13.12.2023). Gerade zu Beginn des Jahres waren die Sorgen groß, dass die Weltwirtschaft diesen Schock über das gestiegene Zinsniveau und das Ausmaß der Steigerungen nicht standhalten könnte. Die Anleger hatten zudem Nachrichten zu verdauen, die diese Sorge noch verstärkten. Nachdem die Pleite mehrerer US-Banken im ersten Quartal zu heftigen Turbulenzen führte, strahlte die Entwicklung bis in den Schweizer Bankenmarkt aus. Trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfeldes konnte Private Equity 2023 wieder eine positive Performance von 4,8% erzielen. Im Vorjahr lag die Performance noch bei -1,7%. Buyout Fonds konnten mit 6,1% (Vorjahr: -0,5%) eine starke Performance erzielen. Growth Fonds erzielten 4,4% (Vorjahr: -6,7%). Dies geht einher mit einer leichten Stabilisierung des M&A und IPO- Marktes. Venture Capital Fonds erzielten -3,3% (Vorjahr: - 20,1%) (Quelle: Preqin Datenbankabfrage vom 31.12.2007 bis 31.12.2023). Bewertungsmultiplikatoren für Private Equity Transaktionen sahen 2023 eine Korrektur. In Europa sanken die median Buyout EBITDA Multiplikatoren auf 10,2x von 12,3x im Vorjahr. In Nordamerika verringerten sich die Multiplikatoren auf 12,3x von 13,4x im Vorjahr. Dies indiziert ein attraktiveres Investmentumfeld im kommenden Jahr. Gleichzeitig blieben Ausschüttungen der Private Equity Fonds auf historisch niedrigem Level. Weiterhin waren 2023 eine historische Höchstzahl an Fondsmanagern im Fundraising. Während das Fundraising Volumen stabil blieb, nahm die Anzahl an geschlossenen Fonds deutlich ab. Dies zeugt von einer vermehrten Konzentration auf Mid-to-Large Cap Fonds (Quelle: Pitchbook ANNUAL EUROPEAN/US PE BREAKDOWN 2023). Wir gehen weiterhin von einer steigenden Nachfrage für Private Equity Investments für die Kunden der FINVIA Gruppe aus. 2. Geschäftsverlauf Die Gesellschaft wurde am 22.07.2020 unter der Firma Mainsee 1295. V V GmbH gegründet und am 08.09.2020 in FINVIA Alternative Investments GmbH umbenannt. Die Gesellschaft wurde von der BaFin am 17.03.2021 als externe AIF-KVG registriert und bietet seitdem den FINVIA Fondsgesellschaften ihre Dienstleistungen in der kollektiven Vermögensverwaltung an. Sie hat im Jahr 2023 für die nachfolgenden in Private Equity-Zielfonds investierenden FINVIA Fondsgesellschaften neben der Komplementärstellung auch die Aufgabe der externen AIF- KVG übernommen:
Neben der Komplementärtätigkeit seit Gründung der Spezial-AIFs übernahm die Gesellschaft zum 01.10.2023 für die nachfolgenden in Private Equity-Zielfonds investierenden Spezial-AIFs die Aufgaben der externen AIF-KVG von der CL Capital Management GmbH:
Seit dem 01.10.2023 war die Gesellschaft für den FINVIA EPISO 6 GmbH & Co. KG, einen in einen Immobilien-Zielfonds investierenden FINVIA Spezial-AIF, nicht nur als Komplementärin, sondern auch als AIF KVG tätig. Die Gesellschaft nimmt seit dem 24.11.2021 für die FINVIA Beteiligung 1 GmbH & Co. KG, die am 24.11.2021 gegründet worden ist und in ein Direktinvestment investiert ist, die Aufgaben der Komplementärin und der externen AIF-KVG wahr. Zum Stichtag 2023 verantwortete die Gesellschaft
Zum Stichtag 2023 besteht bezüglich des haftenden Gesellschaftsvermögens und verwalteten Fondsvermögens in 16 FINVIA Fondsgesellschaften ein Nettoinventarwert von insgesamt 64,6 Mio. €. Davon entfallen 38,6 Mio. € auf Einzel-AIF, 20,5 Mio. € auf Dach-AIF und 5,5 Mio. € auf Direktinvestments. Die jährliche Vergütung für die Haftungsübernahme der Komplementärstellung stellt eine stabile Ertragsquelle für die Gesellschaft dar. Die Gesellschaft geht davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren die bestehenden Zeichnungsverpflichtungen der Anleger der FINVIA Fondsgesellschaften weitestgehend vollständig abgerufen und in geeignete Zielfonds für die FINVIA Fondsgesellschaften investiert sein werden. Infolge der Vergütung der Gesellschaft für ihre kollektive Vermögensverwaltungsleistungen anhand des Nettoinventarwertes der Fondsvermögen der FINVIA Fondsgesellschaften wächst die Bemessungsgrundlage erst nach Kapitalabruf der Zielfonds gegenüber den jeweiligen FINVIA Fondsgesellschaften und nach Kapitalabruf der FINVIA Fondsgesellschaften gegenüber ihren Anlegern. So wird sich erwartungsgemäß erst in 2024 eine für die Gesellschaft nennenswerte Vermögensverwaltungsvergütung einstellen. Die Professionalisierung des Geschäftsmodells basiert unter anderem auch im Ausbau standardisierter, IT-unterstützer Arbeits- und Kontrollabläufe innerhalb der FINVIA Gruppe. Die weiterentwickelten Systeme werden immer fort an die Anforderungen der Kunden und deren Anleger angepasst. Vor diesem Hintergrund kann schnell und effizient den wechselnden Anforderungen des Marktes Rechnung getragen werden. Beispielhaft sind die Anpassungen des Vermögensreportings und Vermögenscontrollings in den Anlageklassen Immobilien und Private Equity zu nennen. Die Gesellschaft hat ihre Muttergesellschaft FINVIA Holding GmbH mit der Erbringung von IT- und IT-Informationssicherheitsleistungen auf der Grundlage des Konzerndienstleistungsrahmenvertrages beauftragt. Auch bei der Beratung in rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Angelegenheiten greift die Gesellschaft auf die Expertise in der FINVIA Holding GmbH im Rahmen des Konzerndienstleistungsrahmenvertrages zu. Dies gilt vor allem auch für Konzerndienstleistungen in der Finanzbuchhaltung, im Rechnungswesen, im Datenschutz, in der Personaladministration und im Facility Management. Aufgrund der vorgenannten Belastungen für erbrachte Konzerndienstleistungen und der sich wegen der langsamer als erwartet durchgeführten Kapitalabrufe in den Zielfonds erst in 2024 sichtbar zeigenden Vermögensverwaltungserträge konnte das Jahresergebnis nur mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 29 T€ im Vergleich zum Vorjahr von 4 T€ abgeschlossen werden. Die Rückkehr der Volatilität an die Märkte - positive Entwicklung an den Indizes, jedoch mit erheblichen Schwankungen und regionalen Unterschieden - hat die Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in Alternativen Anlagen auf stabilem Niveau gehalten. Hiervon konnte auch die Gesellschaft profitieren. Zudem ist eine zunehmende Professionalisierung der Investoren zu verzeichnen, die den Zugang zu exklusiven Managern in Private Equity suchen. Vor diesem Hintergrund hat sich die Fokussierung auf transparentes und an institutionellen Maßstäben ausgerichtetes Produktangebot bestätigt. 3. Lage I. Ertragslage
Die Gesellschaft verzeichnete Umsatzerlöse in Höhe von 158 T€ (Vorjahr 102 T€) aus Verwaltungshonoraren und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 39 T€ (Vorjahr 58 T€) davon aus Haftungsvergütungen 36 T€ (Vorjahr 33 T€), periodenfremde Erträge von 3 T€ (Vorjahr 3T€) und Erträgen aus Währungsumrechnungen 0 T€ (Vorjahr 21 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 164 T€ auf 226 T€ deutlich erhöht. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf der Anhebung der Konzernumlage von 137 T€ auf 202 T€. II. Finanzlage Die Finanzlage wird als erwartet und beherrscht eingeschätzt. Das EBITDA aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -29 T€. Die Eigenkapitalausstattung ist ausreichend. Es besteht ein Eigenkapital in Höhe von 49 T€. III. Vermögenslage
Die Bankguthaben sind im Vergleich zum Vorjahr um 31 T€ auf 40 T€ gesunken. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich von 188 T€ auf 232 T€ erhöht. Dieser Anstieg ist darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr nicht nur die Haftungsvergütung als Komplementärin für weitere Fondsgesellschaften und für einen längeren Zeitraum vereinnahmen konnte. Maßgeblich konnte die Gesellschaft auf Basis anwachsender Nettoinventarwerte ("NAV") der von ihr als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft verwalteten bzw. als Komplementärin administrierten Fondsgesellschaften ihre Verwaltungsvergütungen erhöhen. Das gesamte Eigenkapital reduzierte sich um 29 T€ auf 49 T€. Die Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr von 20 T€ auf 24 T€ erhöht. Die Verbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr von 161 T€ auf 199 T€ erhöht. Dies ist vor allem auf den Anstieg der Kosten für Konzerndienstleistungen von 137 T€ auf 202 T€ zurückzuführen. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr eine unter den Planansätzen liegende Entwicklung genommen, die im Wesentlichen auf die höher als erwartet ausgefallenen Kosten für Konzerndienstleistungen zurückzuführen ist. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Kunden- und Anlegerwachstum (Zeichnungsverpflichtungen und Kapitalabrufe), Kunden und Umsatz pro Beschäftigten sowie Gesamtkosten heran. Darüber hinaus werden regelmäßig nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie z.B. Interviews zur Kundenzufriedenheit ermittelt. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Die Gesellschaft agiert in der FINVIA Gruppe und erlangt hierdurch eine größere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Diese positive Dynamik soll auch im Jahr 2024 weiter genutzt werden, um Zugang zu den relevanten Kundengruppen zu generieren. Es ist vorgesehen, die Personalstruktur der Gesellschaft auszubauen. Insbesondere die Stabilität des Geschäftes soll hierdurch sichergestellt und weiterentwickelt werden. Für das Jahr 2024 wird weiterhin eine hohe Volatilität an den Kapitalmärkten erwartet. Volatilität wird jedoch nicht nur als Risiko verstanden, sondern bietet auch die Chancen für günstige Einstiegschancen. Eine dauerhafte Schwächung oder gar Krise an den Kapitalmärkten wird hingegen nicht erwartet. Vor diesem Hintergrund erwarten wir ein volatiles Umfeld und für 2024 ein positives Jahresergebnis. 2. Risikobericht Die Geschäftsführung verantwortet das Risikomanagement der Gesellschaft. Hierzu ist die Risiko- Controlling-Funktion eingerichtet. Ausgestaltung, Aufgaben und Befugnisse der Risiko-Controlling- Funktion richten sich nach den Festlegungen in der schriftlich fixierten Ordnung der Gesellschaft. Im Rahmen einer Risikoinventur wurden die (potenziell) bestehenden Risiken identifiziert, analysiert und bewertet. Sie erachtet auf der Grundlage der durchgeführten Risikoinventur die bestehenden Risiken als gering. Sie hält das Risikomanagementsystem der Gesellschaft für angemessen und wirksam organisiert. Eine angemessene personelle und technische Ausstattung ist vorhanden. Die Geschäftsstrategie und die daraus abgeleitete Risikostrategie der Gesellschaft wird jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Die Überwachung, ob sie den Unternehmenszielen entsprechen und der Zielerreichung dienen, ist eine permanente Aufgabe der Geschäftsführung, die durch ständige Reflektion wahrgenommen wird. Im laufenden Geschäftsprozess erfolgt eine ständige Anpassung an betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten. Die Gesellschaft kennt folgende Risikoarten: Marktpreis-, Adressausfall-, Liquiditäts-, Ertrags- und Reputationsrisiken sowie operative und strategische Risiken. Die Nachhaltigkeitsrisiken stellen eine die Risikoarten übergreifende Risikogruppe dar und sind jeweils im Lichte der jeweiligen Risikoart zu behandeln. Solange die Gesellschaft ihr Gesellschaftsvermögen nicht in Vermögenswerte - insbesondere nicht in Finanzinstrumente - anlegt, gibt es keine Marktpreisrisiken. Während sich die Adressausfall- und Reputationsrisiken sowie die strategischen Risiken bislang nur unwesentlich zeigen, können sich die operativen Risiken der Gesellschaft in einem für die Gesellschaft wesentlichen Umfang verwirklichen. Da die Gesellschaft als Komplementärin und externe Kapitalverwaltungsgesellschaft zurzeit ausschließlich für Fondsgesellschaften mit Sitz in Deutschland tätig ist, die sich in der Zeichnungs- bzw. Investitionsphase befinden, können sich kurzfristig auch nennenswerte Liquiditäts- und Ertragsrisiken ergeben. Das zurzeit bestehende Risikodeckungspotenzial wird zur Risikoabsicherung und Risikosteuerung eingesetzt. Um ein effizientes Risiko-Controlling sicherzustellen, hat die Geschäftsführung den Teil des Risikodeckungspotenzials, welches das Stammkapital übersteigt, auf die jeweiligen Risikoarten verteilt. Die Festlegung und Überwachung der Einhaltung dieser Risikolimite sind wesentliche Instrumente des Risiko-Controlling der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2023 stand ausreichend Risikodeckungspotenzial in der Gesellschaft bereit, um die verwirklichten Risiken zu decken. Die Risikolimite wurden dabei nicht überschritten. Die unverändert wesentlichen Risiken unseres Geschäfts liegen in eventuellen negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten, im Ausbleiben von Anlagemöglichkeiten in geeigneten Zielinvestments für die FINVIA Fondsgesellschaften und in der fehlenden Akquisition potenzieller Investoren in Beteiligungen an FINVIA Fondsgesellschaften. Diesen Risiken begegnen wir vor allem durch eine Nutzung von Synergien innerhalb der FINVIA Gruppe. Mit Entfaltung von Vertriebstätigkeiten über die FINVIA Plattform bleibt die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft weiterhin wenig komplex und deren Risikogehalt vergleichsweise gering. Mit dem Verzicht auf die Anlage von Eigenmitteln in Finanzinstrumente bestehen auch in Zukunft keine Marktpreisrisiken. Zudem sind derzeit weder nennenswerte Adressausfall- noch Reputationsrisiken zu erkennen. Um die Verwirklichung von operationellen Risiken zu vermeiden, werden die Arbeitsabläufe zunehmend IT-unterstützt gestaltet. Die Ertragsrisiken werden durch Kunden- und Anlegernähe, Transparenz und den Bedürfnissen der Kunden und Anleger ausgerichtete Fondsangebote begrenzt. Durch den Ausbau des Liquiditätsmanagements reduzieren wir Liquiditätsrisiken. Mit einer sorgfältigen, die Chancen und Risiken abwägenden Durchführung des Neu-Produkt-Prozesses bei der Umsetzung strategischer Ziele erschweren wir die Verwirklichung strategischer Risiken der Gesellschaft. Im Sinne unserer gesellschaftlichen Mitverantwortung richten wir unsere Unternehmensführung sowie unsere Geschäftsstrategie an Nachhaltigkeitsgrundsätzen aus und beziehen Nachhaltigkeitsrisiken in unser Risikomanagement ein. Dabei rückt die Erzielung eines soliden Unternehmenswachstums bei gleichbleibend stabiler Unternehmensorganisation, effizienter Unternehmensstruktur und Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien zunehmend in unseren Fokus. So stellen wir uns für 2024 der Herausforderung, Wachstum im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitsgrundsätzen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung unter Berücksichtigung unserer organisatorischen, personellen und technischen Ressourcen bei einer überschaubaren Unternehmensstruktur und effizienter Verwaltung zu erzielen. 3. Chancenbericht Wir sehen uns vor der nach unserer Ansicht auch in den nächsten Monaten anhaltenden, weltweit hohen Volatilität an den Kapitalmärkten mit unserem Geschäftsmodell und der Einbindung in der FINVIA Gruppe sowie dem von uns fokussierten Anlageuniversum in Alternativen Anlagen gut aufgestellt, um zum Ende dieses laufenden Geschäftsjahres einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften. Durch die enge, kundenfreundliche und effiziente Zusammenführung digitaler Dienstleistungsangebote mit kundennaher persönlicher Betreuung sind wir überzeugt, erfolgreich unseren Kunden und den Anlegern unserer Kunden sowie unseren Beschäftigten und unserem Gesellschafter einen Mehrwert zu bieten.
Frankfurt am Main, den 27. September 2024 Valentin Bohländer, Geschäftsführer Jan Hoffmann, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die FINVIA Alternative Investments GmbH, Frankfurt am Main Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FINVIA Alternative Investments GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FINVIA Alternative Investments GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins- gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 30. September 2024 DORNBACH
GmbH
Petra Fischbeck-Lohr, Wirtschaftsprüferin Catherine Dentler, Wirtschaftsprüferin |
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