i heart WINES GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thilo Rieser seit 20.9.2024 | Prokura |
Eberhard Benz seit 20.5.2021 | Geschäftsführer |
Andreas Dr. Brokemper seit 20.5.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Deinhard & Co. KGaA | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Geschwister Oetker Beteiligungen KGBielefeldKonzernabschluss zum 31. Dezember 2021Konzernlagebericht 2021Unternehmen und Konzernstruktur2021 ist für die Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG das Jahr der Gründung. Die Gruppe ist aus der Teilung der bisherigen Oetker-Gruppe im November 2021 hervorgegangen, auf welche sich die Gesellschafter der Dr. August Oetker KG im Juli 2021 einigten. Im Zuge der damit verbundenen unechten Realteilung schieden die drei früheren Kommanditisten der Dr. August Oetker KG, Dr. Alfred Oetker, Carl Ferdinand Oetker und Julia Johanna Oetker, aus dieser Gesellschaft aus und erhielten im Gegenzug über die von ihnen gehaltene Geschwister Oetker Beteiligungen KG die Unternehmen Henkell & Co. Sektkellerei KG, Martin Braun Backmittel und Essenzen KG, Chemische Fabrik Budenheim KG, Atlantic Forfaitierungs AG, BELVINI.de GmbH, Columbus Properties Inc. sowie Oetker Hotel Management Company GmbH, Hotel Le Bristol S.A.S., Hotel Château du Domaine St. Martin S.A.S. und Kunstsammlung Rudolf August Oetker GmbH, jeweils mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG dient diesen Unternehmen als Holdinggesellschaft, zusammen bilden sie die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe. Die Holding gewährleistet zentrale Dienstleistungen für die Gruppenunternehmen, darunter die Koordination von Finanzen und Steuern, Recht und Revision, Compliance und Nachhaltigkeit. Sie gewährt und erwartet dezentrales Unternehmertum auf Basis zentral verabschiedeter strategischer Leitlinien und stellt Raum bereit für eine kontinuierliche Wert- und Werteorientierung, innerhalb derer sich Menschen und Unternehmen entwickeln. Außerdem fördert die Holding den Austausch mit und zwischen den Gruppenunternehmen über themen- und fachbezogene Communities, zum Beispiel in Form einer Arbeitsgruppe zur Digitalisierung. Auch wenn die Geschwister Oetker Beteiligungen KG im rechtlichen Sinne ein junges Unternehmen ist, führt es über 130 Jahre erfolgreicher Unternehmertradition fort. Die Verantwortung als Familienunternehmen und die gelebten und vertrauten Werte bleiben weiterhin die Richtschnur des unternehmerischen Handelns. Zu den Geschäftsbereichen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG gehören:
150 Einzelunternehmen in 35 Ländern operieren, zusammengefasst in diesen Sparten, unter einem gemeinsamen Dach: der Geschwister Oetker Beteiligungen KG. Dieser erste Konzernabschluss und -lagebericht umfasst handelsrechtlich das Kalenderjahr 2021. In praktischer und operativer Hinsicht umfasst er jedoch nur den Zeitraum vom 1.11.2021 bis zum 31.12.2021, da alle Tochterunternehmen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG erst seit dem 1.11.2021 zu ihrem Konsolidierungskreis gehören. 2 Der Berichtszeitraum ist vor allem von Einmaleffekten geprägt, die ihre Ursache in der Teilung der ehemaligen Oetker-Gruppe und der damit verbundenen Erstkonsolidierung des Konzernabschlusses der Geschwister Oetker Beteiligungen KG haben. Führungs- und EigentümerstrukturGesellschafter und alleinige Eigentümer der Geschwister Oetker Beteiligungen KG sind die drei Kinder aus der dritten Ehe von Rudolf-August Oetker: Dr. Alfred, Carl Ferdinand und Julia Johanna Oetker. Die Gesellschafter Dr. Alfred und Carl Ferdinand Oetker leiten die neue Holding jeweils als Co-CEO zusammen mit Dr. Harald Schaub als CFO. Das insgesamt siebenköpfige Management Team besteht zusätzlich aus den CEOs der größten Gruppenunternehmen:
GeschäftsbereicheSekt, Wein und SpirituosenHenkell Freixenet ist der weltweit führende Hersteller von Schaumwein und entspricht dem Geschäftsbereich "Sekt, Wein und Spirituosen". Das Unternehmen ist in über 30 Ländern mit eigenen Produktions- sowie Vertriebsstandorten aktiv. Es exportiert Schaumwein, Wein und Spirituosen in rund 150 Länder. Neben dem traditionellen Vertrieb über den Groß- und Einzelhandel sowie die Gastronomie wurden in den letzten Jahren die direkte und indirekte Vermarktung der Produkte über E-Commerce sowie das Direktgeschäft an den Standorten (Direct-to-Consumer) weiter ausgebaut. Henkell Freixenet bietet alle Schaumweingattungen aus eigener Produktion an, darunter Freixenet als weltweit führenden Cava, Mionetto als weltweit meistverkauften Prosecco und Henkell als größte Exportmarke für deutschen Sekt. Das Produktportfolio wird ergänzt durch etablierte Champagner-, Cava-, Crémant- und Sektmarken aus Frankreich, Spanien, den USA, Deutschland, Ungarn, Tschechien, Rumänien und der Slowakei. Eine zunehmend größere Bedeutung nehmen die Stillweine im Sortiment von Henkell Freixenet ein. Freixenet ist die stärkste Importmarke für spanische Weine in Deutschland. Schloss Johannisberg steht für erlesene, weltbekannte Riesling-Weine, und mit den Weingütern in Tschechien, der Slowakei und Ungarn zählt die Gruppe in Zentraleuropa zu den führenden Qualitätswein-Anbietern. Das Unternehmen ist mit renommierten Weingütern in Kalifornien und Mexiko vertreten. Die Marke i heart WINES gehört zu den am schnellst wachsenden Weinmarken Englands. Henkell Freixenet steht auch für ein breites Portfolio an Spirituosen, das nahezu alle relevanten Gattungen von Wodka über Korn, Gin, Creme- und Bitterliköre bis zu Aperitifs abdeckt. Im Spirituosenmarkt ist die Gruppe mit Wodka Gorbatschow Marktführer in Deutschland, bei Gin in Polen und bei Weinbrand in der Slowakei. NahrungsmittelDie Martin Braun-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Hannover entwickelt, produziert und vertreibt ein Vollsortiment an Convenience-Produkten für die Backbranche, Süßwarenindustrie und Gastronomie. Sie liefert ihre Produkte weltweit an den Groß- und Einzelhandel, Bäckereien, Konditoreien und Food-Service- sowie Industrieunternehmen. Die international agierende Martin Braun-Gruppe ist mit ihrer Produktvielfalt in vielen Exportländern in allen relevanten Absatzkanälen vertreten. Mit Fokus auf den Bereich "Großverbraucher Backen" umfasst das Portfolio unter anderem Aromen, Füllungen, Sahnestandmittel, Glasuren, Rohmassen, Dekorartikel, Fertig- und Vormischungen für Backwaren, Biohefe, Gelier- und Bindemittel, Eisprodukte, Toppings, Konzentrate für Getränke und Fruchtpürees. Das umfangreiche Sortiment bietet Zutaten für süße Produkte unter der Marke Braun, Zutaten für Brot und Brötchen unter der Marke Agrano, Fruchtpürees unter der Marke Capfruit sowie Zutaten für Speiseeis unter der Marke Cresco Italia. Zudem produziert die Gruppe Premium-Tiefkühlbackwaren unter den Marken Wolf ButterBack und Diversi Foods mit einem Vollsortiment an Brot und Brötchen, Croissants sowie süßen und herzhaften Snackprodukten. Die Martin Braun-Gruppe sichert durch eine ganzheitliche Produktbetrachtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette das kundenorientierte Angebot an gelingsicheren Backzutaten und Premium-Tiefkühlbackwaren. SpezialchemieBudenheim hat sich auf den Weltmärkten als Mittelständler zu einem international agierenden Produkt- und Serviceanbieter hochwertiger Spezialchemie entwickelt. Die Produkte werden im Direktvertrieb und über Distributoren in rund 100 Ländern vermarktet. Das Unternehmen fasst seine Aktivitäten in drei operativen Business Units zusammen: Food Ingredients, Performance Materials und Material Ingredients. Die Aktivitäten seiner Kunden und Interessenten subsummieren sich in marktorientierten Clustern. Die verschiedenen Cluster, die sich über diese drei Geschäftsbereiche erschließen, fokussieren sich unter anderem auf Innovationen im pharmazeutisch-medizinischen Bereich, neue Wege auf den Feldern Ernährung und Gesundheit sowie Sicherheit und Ressourcenschonung in technisch-industriellen Marktsegmenten. Budenheim hat seinen Ursprung in der gleichnamigen Gemeinde in Rheinhessen. Das Unternehmen ist international aufgestellt und produziert sowohl am deutschen Standort als auch in den USA, Mexiko, Spanien, den Niederlanden und China. Mit seinem Netzwerk aus zahlreichen Handelspartnern und Vertriebsstätten, zum Beispiel in Singapur, Indien und Südamerika, ist Budenheim in den Märkten und bei seinen Kunden präsent. Hotelmanagement und HotelsZur Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe gehören die internationalen Grandhotels Le Bristol Paris und Château St. Martin & Spa in Vence, Frankreich. Die Oetker Hotel Management Company managt die Hotels der Oetker Collection, zu der weltweit elf einzigartige Masterpiece-Hotels gehören. Abgestimmte Marketing- und Vertriebsaktivitäten ermöglichen eine hoch effiziente Marktbearbeitung. Die langjährige Zusammenarbeit mit führenden Reiseagenturen, die Betreuung der Hotels durch ein internationales Netzwerk von PR-Agenturen sowie die enge Kooperation der Hotels bei der gegenseitigen Promotion haben für die Hotellerie-Branche neue Maßstäbe gesetzt. Weitere InteressenDer Geschäftsbereich Weitere Interessen fasst mehrere Unternehmen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG aus unterschiedlichen Branchen zusammen. Hierzu gehören unter anderem das US-Immobilien-Portfolio Columbus Properties Inc., die schweizerische Atlantic Fortfaitierungs AG sowie Belvini.de GmbH, der Online-Retailer für ausgesuchte Weine und andere Spezialitäten. Die Columbus Properties Inc. mit Sitz in New York verwaltet ein Portfolio von hochwertigen Gewerbeimmobilien in den USA. Neben den eigenen Immobilien bietet Columbus Properties Inc. über ihre Tochtergesellschaft Colonnade Management Inc. Dienstleistungen in den Bereichen Immobilienverwaltung, Vermietung, Entwicklung und Akquisitionsanalyse an. Die Atlantic Fortfaitierungs AG mit Sitz in Zürich, Schweiz, ist ein auf Export- und Handelsfinanzierung spezialisierter Dienstleister. In über 60 Jahren hat sich das Unternehmen in diesem Spezialmarkt als feste Größe etabliert und ein hohes Vertrauen bei Exportkunden und Banken erworben. Ein wichtiger Teil seiner Geschäftstätigkeit liegt auf der Übernahme von Handelsforderungen ohne Rückgriff auf den Verkäufer. Außerdem umfasst das Portfolio Importfinanzierungen und Kredite in Schwellenländern sowie die Absicherung von Exportforderungen. Belvini.de GmbH ist in ihrem Segment eine führende E-Commerce-Plattform, die zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Vinocommerce GmbH Weine, Schaumweine und Spirituosen sowie sonstige Getränke gegenüber Fach- und Endkunden vertreibt. Der Schwerpunkt des Produktportfolios, das aus Handelsware und Eigenmarken besteht, liegt bei Weinen und Schaumweinen aus Italien, Deutschland und Frankreich. Wirtschaftliche RahmenbedingungenAllgemeinDas weltweite Wirtschaftsgeschehen im Jahr 2021 war nach wie vor durch die Corona-Pandemie geprägt. Im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 war jedoch eine deutliche Erholung zu erkennen. Im dritten Quartal 2021 stieg das Welt-Bruttoinlandswachstum gegenüber dem Vorquartal um ca. 0,8 % (preisbereinigt und in US-Dollar gemessen). Dies wurde im vierten Quartal 2021 mit einem Wachstum von 1,2 % nochmals übertroffen. Allerdings geriet die Erholung von wichtigen Absatzmärkten ins Stocken. So lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von Westeuropa (EU-19) mit +0,3 % deutlich unter dem Durchschnitt, in Deutschland schrumpfte es sogar um -0,7 %. Ursächlich hierfür waren Maßnahmen aufgrund der Omikron-Variante des COVID-19-Virus und eine Verunsicherung der Konsumenten als Folge des eskalierenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Die Störungen der globalen Lieferketten setzten sich fort und behinderten im zweiten Halbjahr maßgeblich eine wirtschaftliche Erholung auf das Niveau vor der Pandemie. Stark steigende Frachtraten als Folge unzureichender Schiffskapazitäten und erhebliche Engpässe bei Containern führten zu deutlich gestiegenen Kosten und empfindlichen Verzögerungen. Gefördert durch eine expansive Geldpolitik, geopolitische Spannungen und eine geänderte Energiepolitik stiegen die Energiepreise überproportional. Die Knappheit an Rohstoffen und anderen Gütern sowie Versorgungsengpässe aufgrund gestörter Lieferketten trieben die Inflation in der Eurozone und in den USA auf ein Zwanzig-Jahres-Hoch. Als Gegenmaßnahme zeichnet sich eine schrittweise Erhöhung der Zinssätze durch die Zentralbanken ab. Das internationale Geschäft der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe wird vom Wechselkurs des Euros zu zahlreichen Währungen beeinflusst. Die Entwicklung der wichtigen Währungen gegenüber dem Euro stellt die nachfolgende Tabelle dar:
1 Euro-Referenzkurse der EZB und Bundesbank vom 31.12.2021. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Sekt, Wein und SpirituosenDie Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben den Geschäftsbereich weltweit stark beeinflusst. Harte Lockdowns, geschlossene Gastronomie und das fast vollständige Erliegen der Reisetätigkeit und des Tourismus waren dafür die Hauptursachen. Südeuropa als für das Geschäft von Henkell Freixenet wichtige touristische Destination sowie Nordamerika litten am meisten unter den Folgen der Einschränkungen. Die Wiederbelebung der Gastronomie im Laufe des Jahres 2021 zeigte gerade in diesen Regionen schnell positive Impulse. Das Gleiche gilt für den Bereich Global Retail Travel. Die Region Asien hat sich aufgrund der weiter verstärkten Corona-Maßnahmen noch nicht erholt, was sich insbesondere im Absatz der Schaumweine niederschlägt. Das Verbraucherverhalten hat sich in kurzer Zeit verändert. Nachdem Reisen, Gastronomie und kulturelle Veranstaltungen fast vollständig zum Erliegen kamen, investierten die Verbraucherinnen und Verbraucher stattdessen in gestiegene Qualität im häuslichen Konsum. Dies führte weltweit zu einem überproportionalen Anstieg hochwertiger Konsumgüter. Von diesem globalen Trend profitierte Henkell Freixenet mit seinem Prosecco-, Cava-, Champagner-, Crémant- und Premiumsektangebot überdurchschnittlich. Diese Entwicklung verstärkte zusätzlich die ohnehin schon seit mehreren Jahren zu beobachtende positive Entwicklung für Prosecco, Rosé-Schaumweine sowie alkoholfreie Sekte. Auf der Versorgungsseite war 2021 mit jeweils zunehmender Tendenz von Herausforderungen in der Lieferkette und signifikant steigenden Preisen gekennzeichnet, vor allem bei Flaschen, Etiketten, Kartonagen, Energie und Logistik. Auch die Weinpreise haben weiter angezogen. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen NahrungsmittelDie Corona-Pandemie prägte das Geschäftsjahr 2021 im Bereich der Nahrungsmittel durch ein Wechselspiel von Lockdown-Maßnahmen in der ersten Jahreshälfte und Lockerungen im Sommer. Durch einen erneuten Anstieg der Corona-Fallzahlen und neue Virusvarianten gab es Ende des Jahres weiterhin Einschränkungen. Insbesondere der Bereich "Out-of-Home" hatte im letzten Quartal durch Arbeit im Homeoffice und Auslastungsbeschränkungen in der Gastronomie mit Einbußen gegenüber der Vor-Coronazeit zu kämpfen. Auch der Tourismussektor konnte durch Reisebeschränkungen und lokale Lockdowns noch nicht zur alten Stärke zurückkehren, wobei sich diese Bereiche im Vergleich zu den erheblichen Einbrüchen im Jahr 2020 erholt haben. Die starken Bevorratungskäufe im stationären Lebensmittelhandel wiederholten sich nicht. Auch 2021 ließ sich beobachten, dass die COVID-19-Pandemie die globalen Trends Digitalisierung, Nachhaltigkeit und bewusster und gesünderer Konsum verstärkt. Das zeigt sich am wachsenden Bedürfnis nach natürlicheren ("frei von", "bio" und "Clean label"), gesünderen oder pflanzenbasierten bzw. nachhaltigeren (wie "plant based" und "palmoil free") Produkten. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen SpezialchemieDie chemisch-pharmazeutische Industrie konnte den starken Jahresauftakt im vierten Quartal 2021 nicht aufrechterhalten. Engpässe in den Lieferketten und steigende Energiepreise sorgten gegen Jahresende für eine schwächere Entwicklung. Im vierten Quartal legte die Produktion gegenüber dem Vorquartal mit 0,6 % nur leicht zu. Umsatzanstiege waren vor allem auf anziehende Erzeugerpreise (+8,5 % im Vergleich zum Vorjahr) zurückzuführen. Im Vergleich zum dritten Quartal legte der Umsatz um 5,0 % zu. Verglichen mit dem Vorjahr erzielten die Chemie- und Pharmaunternehmen ein Umsatzplus von 23,4 %, wobei dieses vorwiegend auf die positive Entwicklung in der Pharmabranche zurückzuführen ist. Zum Jahresende ging die Auslastung der Anlagen leicht zurück auf 81,5 % und lag damit knapp unter dem üblichen Niveau. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Hotelmanagement und HotelsDer weit überwiegende Teil der internationalen Hotellerie litt auch im Jahr 2021 stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Weitreichende Reisebeschränkungen und regionale Lockdowns stellten die Branche auch im zweiten Jahr der Krise vor große Herausforderungen. Insgesamt verbesserte sich allerdings die Situation gegenüber 2020. Die Auslastungszahlen lagen über denen des herausfordernden Vorjahres. Dabei erholten sich Resort-Destinationen deutlich schneller und stärker als die Metropolregionen. Insgesamt wirkten die Nachholeffekte besonders im Luxussegment positiv. Die erzwungene Reiseenthaltsamkeit führte zudem auf Seiten der Nachfrage zu einer geringeren Preissensitivität. Ab Herbst 2021 verzeichneten auch die internationalen Großstädte wieder eine verstärkte Reiseaktivität und steigende Übernachtungszahlen. Mit Verbreitung der Omikron-Virusvariante hat sich das Bild jedoch im Dezember wieder eingetrübt. Geschäftsbereichsbezogene Rahmenbedingungen Weitere InteressenAls Spezialist für die Vermarktung von Büroimmobilien in den USA leidet die Columbus Properties Inc. unter dem Trend zum Homeoffice. Auch im vierten Quartal 2021 ermöglichten viele Unternehmen ihren Angestellten ihre Tätigkeit von zu Hause auszuüben. Im gleichen Quartal 2021 stieg jedoch zum ersten Mal seit dem Beginn der Corona-Pandemie die Zahl der Neuvermietungen auf dem US-Büromarkt. Auch der Leerstand an Büroflächen stabilisierte sich wieder. In den Zielmärkten der Atlantic Forfaitierungs AG, den Schwellen- und weniger entwickelten Ländern, zeichnete sich im Jahr zwei nach der globalen Pandemie eine klare Zweiteilung ab. Während in den meisten OECD-Ländern dank der Impfprogramme und massiver fiskalischer und monetärer Unterstützung die Wirtschaft eine starke Erholung erfuhr und teilweise bereits die Wirtschaftsleistung der Vor-COVID-Zeit erreicht wurde, sind die mittelfristigen Folgen in einigen weniger entwickelten Ländern wesentlich gravierender. Dem massiven Rückgang des Bruttoinlandsprodukts folgte gerade in den ärmeren Staaten im vergangenen Jahr nur eine zögerliche und relativ schwache Erholung. Wegen der hohen Verschuldung waren die notwendigen Unterstützungsprogramme und Impulse für die Wirtschaft dort nicht realisierbar. Während sich die Schwellenländer, die besser durch die Krise gekommen sind, am Kapitalmarkt wieder refinanzieren konnten und damit das Vertrauen der Investoren zurückgewannen, stiegen für andere die Risikoprämien, sodass sie auslaufende Finanzierungen nicht ersetzen konnten. Sie bedürfen nun der Unterstützung durch den Internationalen Währungsfonds IWF. Für die Belvini.de GmbH, wie für das E-Commerce-Geschäft generell, führen die Lockerungen der COVID-Maßnahmen zu einer Verlangsamung des Wachstums. Das Kaufverhalten, das zwangsweise auf den Online-Kauf angewiesen war, öffnet sich erwartungsgemäß auch wieder schrittweise anderen Kanälen. Ertragslage und GeschäftsverlaufAllgemeinDie im Zuge der Teilung der bisherigen Oetker-Gruppe entstandene Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe existiert erst seit November 2021. Entsprechend erfolgte zum 1.11.2021 die Erstkonsolidierung der Gruppe. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG bestand zwar als Einzelgesellschaft bereits davor, dennoch ist ein Vorjahresvergleich von Kennzahlen auf Konzernebene nicht möglich - dies ist zurzeit ausschließlich auf Ebene der Gruppenunternehmen sinnvoll. Saisoneffekte innerhalb der Gruppenunternehmen erlauben auch keinen Vergleich zwischen den Gruppenunternehmen bei einer Basis von nur zwei Monaten:
Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat in den Monaten November und Dezember 2021 einen Umsatz in Höhe von 484,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Der größte Umsatzbeitrag wurde dabei von der Sparte Sekt, Wein und Spirituosen erzielt, die traditionell ein starkes Jahresendgeschäft aufweist. Die Investitionen beliefen sich für den gleichen Zeitraum auf 22,7 Mio. Euro, getrieben durch den Neubau einer Produktionsanlage mit dazugehörigem Gebäude in Budenheim. Insgesamt waren in der Unternehmensgruppe am Jahresende 7.740 Mitarbeitende tätig; die Anzahl der Mitarbeitenden war im Berichtszeitraum von zwei Monaten weitestgehend konstant. Geschäftsverlauf Sekt, Wein und SpirituosenIn den Monaten November und Dezember erzielte der Geschäftsbereich Umsatzerlöse in Höhe von 298 Mio. Euro gegenüber 263 Mio. Euro im Vergleichszeitraum 2020. Dies entspricht einem Wachstum von 13,5 %. Die Investitionen von Henkell Freixenet beliefen sich im selben Berichtszeitraum auf 9 Mio. Euro gegenüber 5 Mio. Euro in den letzten beiden Monaten des Vorjahres. Der Schwerpunkt lag hierbei auf der Standortentwicklung von Mionetto in Italien. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten war mit -0,3 % und 3.499 Mitarbeitenden gegenüber dem Vorjahr konstant. Der Umsatz der Region DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) lag mit 88 Mio. Euro um 1,5 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Viel Freude bereitete abermals die Entwicklung von Deutschlands führendem Premiumsekt Fürst von Metternich sowie von Henkell und Mionetto Prosecco. Stark wachsen konnte zudem Mangaroca Batida de Côco. In Österreich legten Henkell Trocken als Umsatzmarktführer sowie Freixenet zu. In der Schweiz steigerten Prosecco und Henkell ihre Umsätze. Schloss Johannisberg konnte im Nach-Corona-Jahr ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Der Umsatz in der Region Westeuropa lag in den letzten beiden Monaten des Jahres 2021 bei 100 Mio. Euro (vergleichbares Vorjahr: 77 Mio. Euro). Damit ist es gelungen, die Einbußen aus dem Vorjahr, das unter mehrfachen Lockdowns litt, mit einem rund 33%igem Wachstum zu kompensieren. Überproportional positiv entwickelten sich Frankreich, Italien und Spanien. Aber auch im Vereinigten Königreich konnte der Umsatz zweistellig gesteigert werden. Die Region Osteuropa ist geprägt von den starken Landesgesellschaften Bohemia in Tschechien, Törley in Ungarn und Hubert in der Slowakei. Hinzu kommen Henkell Freixenet Polska sowie Rumänien. Bezogen auf den vergleichbaren Vorjahreszeitraum von zwei Monaten stieg der Umsatz der Region von November bis Dezember 2021 um 16 % auf 66 Mio. Euro. Erfolgreiche Beiträge leisteten unter anderem Bohemia Sekt, Törley, und Hubert de Luxe mit ihrem starken Schaumweingeschäft. Die Nettoumsätze in der Region Americas stiegen in den letzten beiden Monaten des Jahres um 8 % auf 32 Mio. Euro (vergleichbares Vorjahr: 30 Mio. Euro). In den USA konnten sowohl Freixenet als auch Mionetto wieder deutlich zulegen. Auch die Standorte Gloria Ferrer in Sonoma, USA, und Finca Sala Vivé in Mexiko wuchsen in erfreulichem Umfang zweistellig bei den Umsatzerlösen. Brasilien ist auch 2021 einer der Wachstumstreiber insbesondere mit Freixenet Cava, der Freixenet Wine Collection und Freixenet Mia. Die Region Asien-Pazifik umfasst die Aktivitäten der Henkell Freixenet-Gesellschaften in Japan, Australien und China sowie alle weiteren Exportaktivitäten in der Region Asien-Pazifik und Afrika. Insgesamt erzielte die Region im Zeitraum November bis Dezember 2021 einen Umsatz von 6 Mio. Euro und lag damit 26 % unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. In der Division Global Export vereint die Gruppe das Geschäft mit Importeuren und Distributoren in Ländern ohne eigene Vertriebsgesellschaft. Auch das Duty-free-Geschäft, das in Zeiten von Corona gänzlich entfallen ist, zählt zur Region Global. Der Umsatz dieser Region konnte im November und Dezember 2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 5 Mio. Euro wachsen. Die internationalen Kernmarken entwickelten sich im selben Zeitraum in Summe deutlich positiv. Die Absätze der größten Marke Freixenet lagen 3,2 % über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Hierzu trugen die positiven Entwicklungen bei Freixenet Prosecco und Italian Rosé sowie im Weinsortiment die neu eingeführten Weinlinien Freixenet Italian Collection und Freixenet Spanish Collection maßgeblich bei. Mionetto Prosecco zeigte mit seinen Schwerpunktmärkten Italien, USA, Deutschland, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Kanada und Osteuropa ein Absatzwachstum von 42,2 % gegenüber 2020. Die Zuwächse resultierten im Wesentlichen aus den Verkäufen in den USA und dem italienischen Inlandsgeschäft. Auch der im Jahr 2020 weltweit eingeführte neue Mionetto Rosé hatte seinen Anteil an der positiven Markenentwicklung. Henkell lag in den letzten beiden Monaten 2021 mit einem Rückgang von 0,5 % leicht unter dem Absatz des Vorjahrs, wuchs jedoch ganzjährig zweistellig. In Österreich konnte die Marke als Marktführer ebenso Akzente setzen wie auf den kanadischen und australischen Märkten. Auch der sich wiederbelebende Duty-free-Markt trägt zur positiven Entwicklung der meistexportierten deutschen Sektmarke bei. Geschäftsverlauf NahrungsmittelIn den letzten zwei Monaten des Jahres 2021 erwirtschaftete Martin Braun Umsätze von 94,9 Mio. Euro gegenüber 80,0 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Jahres 2020. Auf vergleichbarer Basis konnte Martin Braun wechselkursbereinigt einen Umsatzzuwachs von 22,4 % erzielen. Teilweise belasteten negative Währungseffekte, allen voran die weitere Abwertung der türkischen Lira, die lokale Geschäftsentwicklung. Trotz weiterhin zahlreicher Herausforderungen in vielen Märkten bewies Martin Braun eine erfreulich starke Resilienz und konnte die erheblichen Umsatzrückgänge im Vergleichszeitraum von 2020 über fast alle Länder- und Sortimentsgrenzen hinweg überwinden und wieder deutlich wachsen. Länderübergreifend erhöhte sich der Umsatzanteil am für die Martin Braun-Gruppe wichtigen Lebensmitteleinzelhandel deutlich. Dies ist nicht zuletzt zurückzuführen auf ein umfassendes Maßnahmenpaket als Reaktion auf die schwierigen Marktbedingungen. Beide Divisionen (Bakery Ingredients und Frozen Bakery) kehrten im Berichtszeitraum November bis Dezember 2021 zu ihrer alten Marktstärke zurück. Die Bakery Ingredients Division wuchs im Umsatz um 16,2 % zum Vorjahr, geprägt durch eine sehr erfreuliche Performance in der Türkei sowie in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien. Der Umsatz der Frozen Bakery Division übertraf das Vorjahr um 21 %. In Deutschland konnte bei klassischen Bäckerkunden und dem Lebensmitteleinzelhandel zugelegt werden. Darüber hinaus verzeichnen auch die Regionen UK und Benelux deutliches Wachstum. Geschäftsverlauf SpezialchemieBudenheim sah sich auch im Jahr 2021 mit wettbewerbsintensiven Marktbedingungen konfrontiert, die durch die anhaltende COVID-19-Pandemie und Lieferkettenprobleme noch einmal verstärkt wurden. Als zuverlässiger Partner galt es, die weltweite Versorgungssicherheit für die Kunden sicherzustellen. Gleichzeitig war es nicht sofort möglich, fortlaufende und teils eskalierende Preiserhöhungen, hauptsächlich auf der Rohstoff- und Energieseite, an die Kunden weiterzugeben. So wuchs in den Monaten November und Dezember 2021 der Umsatz von Budenheim um rund 30 % gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das Mengenwachstum war unterproportional, weil die Preise angehoben werden mussten. Die Preiserhöhungen reichten jedoch nicht aus, um höhere Rohstoff- und Energiepreise sowie gestiegene Frachtkosten vollständig zu kompensieren. Geschäftsverlauf Hotel-Management und HotelsDie Hotels der Oetker Collection konnten sich dem Marktumfeld und den Auswirkungen der COVID-19-Krise nicht entziehen. Nachdem das Hotel Le Bristol im Jahr 2020 eine fünfmonatige Hotelschließung zu verzeichnen hatte und das Château St. Martin & Spa seinen Geschäftsbetrieb im Vorjahr pandemiebedingt überhaupt nicht aufnehmen konnte, lagen die Umsätze beider Häuser im Jahr 2021 erheblich über Vorjahresniveau. Gleichzeitig blieben beide Häuser - wiederum pandemiebedingt - deutlich hinter ihren Planungen und dem Vor-Pandemie-Niveau zurück. Das Le Bristol Paris erzielte in den Monaten November und Dezember einen Gesamtumsatz von 13,0 Mio. Euro und konnte trotz der Reiseeinschränkungen und der Omikron-Variante die vergleichbaren Vorjahreszahlen spürbar übertreffen. Das Château St. Martin & Spa, welches traditionellerweise nur über die Sommer-Saison geöffnet hat, befand sich bereits ab Oktober 2021 in der jährlichen Schließphase und hat keine weiteren Umsätze erzielt. In der Oetker Hotel Management Company, die weltweit Hotels im Auftrag von Dritteigentümern führt und vermarktet, war das Jahr 2021 von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Einer starken Nachfrage in den beiden karibischen Hotels der Hotelgruppe standen schwächere Umsätze in London und Baden-Baden gegenüber. Geschäftsverlauf Weitere InteressenDie Columbus Properties Inc. beschäftigte im November und Dezember 2021 zwölf Mitarbeitende. Diese erwirtschafteten in den zwei Monaten einen Umsatz in Höhe von 1,2 Mio. Euro. Im gleichen Zeitraum wurden 0,8 Mio. Euro in die Immobilien der Columbus Properties Inc. investiert. Die sieben Mitarbeitenden der Atlantic Forfaitierungs AG konnten im November und Dezember 2021 einen Bruttoertrag in Höhe von 1,2 Mio. Euro erwirtschaften. Dieser besteht größtenteils aus Zinsüberschüssen und in geringerem Umfang aus Provisions- und Handelserträgen. Investitionen wurden in dem Zeitraum keine getätigt. Belvini hat im November und Dezember einen Umsatz in Höhe von 6,7 Mio. Euro mit seinen 95 Mitarbeitenden erwirtschaftet. Ursächlich ist das saisonale Weihnachtsgeschäft, wodurch der Umsatz im November und Dezember signifikant höher als der Jahresdurchschnitt ist. Investiert wurde in diesem Zeitraum nur in geringem Umfang von knapp 12 Tsd. Euro für die Betriebsausstattung. Vermögens- und FinanzlageDie Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe beendet ihr erstes Geschäftsjahr mit einer Bilanzsumme in Höhe von 7.644 Mio. Euro. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen entspricht 53,8 %. Durch die im Rahmen der Erstkonsolidierung am 1.11.2022 notwendige Neubewertung der Vermögensgegenstände wurden stille Reserven in Höhe von 1.577 Mio. Euro aufgedeckt. Davon entfallen 589 Mio. Euro auf immaterielles Anlagevermögen, 682 Mio. Euro auf Sachanlagen, 76 Mio. Euro auf Finanzanlagen und 230 Mio. Euro auf Umlaufvermögen. Außerdem wurden Firmenwerte in Höhe von 1.882 Mio. Euro identifiziert, welche im Durchschnitt über fünf Jahre abgeschrieben werden. In Summe ergibt sich eine Bilanzverlängerung von 3.459 Mio. Euro. Die wesentlichen Bilanzpositionen des Geschäftsjahres 2021 sind im Folgenden aufgeführt.
Die laufenden Investitionen ohne Erstkonsolidierung betrugen 23 Mio. Euro. Auf den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen entfallen 39 % des Gesamtinvestitionsvolumens, 26 % auf Spezialchemie, 22 % auf Nahrungsmittel, 9 % auf den Geschäftsbereich Hotels und 4 % auf Weitere Interessen und die Holding. Die Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen, das Sachanlagevermögen, die Firmenwerte und das Umlaufvermögen betrugen insgesamt 96 Mio. Euro. Davon entfielen 95 Mio. Euro auf planmäßige Abschreibungen. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden in Höhe von 133 Mio. Euro ausgewiesen. Davon entfallen 72,9 % auf den Geschäftsbereich Chemie, 4,2 % auf den Geschäftsbereich Hotels, 2,0 % auf den Geschäftsbereich Sekt, Wein und Spirituosen und die restlichen 20,9 % auf die übrigen Geschäftsbereiche. Der Buchwert der Vorräte betrug 786 Mio. Euro. Die Forderungen betrugen in Summe 884 Mio. Euro. Davon entfallen 536 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 8 Mio. Euro auf Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Der Buchwert aller Verbindlichkeiten beträgt 1.104 Mio. Euro. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 340 Mio. Euro. Am Bilanzstichtag betrugen die Finanzmittel 1.842 Mio. Euro. Sie setzen sich zusammen aus flüssigen Mitteln in Höhe von 324 Mio. Euro und Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 1.518 Mio. Euro. Die flüssigen Mittel teilen sich auf die Sparten wie folgt auf: 37 % der 324 Mio. Euro entfallen auf die Sparte Sekt, Wein und Spirituosen, 24 % auf die Sparte Weitere Interessen, 9 % auf die Sparte Nahrungsmittel, 7 % auf die Sparte Spezialchemie und 5 % auf die Sparte Hotels sowie 18 % auf die Holding. Das Eigenkapital beläuft sich auf 5.791 Mio. Euro. Davon entfallen 5.376 Mio. Euro auf Rücklagen des Teilkonzerns und 7 Mio. Euro auf die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung. Die Pensionsrückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag 103 Mio. Euro. Der Zugang aus Erstkonsolidierung in Höhe von 103 Mio. Euro wird durch den Verbrauch im Geschäftsjahr um 1 Mio. Euro gemindert und durch die Zinsänderung um 1 Mio. Euro erhöht. Dadurch verbleiben die Pensionsrückstellungen zum 31.12.2021 auf gleichem Niveau. Die Eigenkapitalquote beträgt 76 %. Die Bankverbindlichkeiten beruhen überwiegend auf Krediten mit langfristigen Laufzeiten, die plankonform bedient wurden. Geschäftsprozesse und NachhaltigkeitAllgemeinDie Geschwister Oetker Beteiligungen KG übernimmt sukzessive zentrale Funktionen für die Spartengesellschaften der Gruppe. Die hierfür notwendigen Strukturen und Prozesse werden neu aufgebaut und etabliert. Ziel ist eine schlanke und effiziente Organisation, die für zentrale Funktionen innerhalb der Gruppe Skaleneffekte realisiert. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG wird den Aufbau ihrer Holdingfunktionen fortsetzen. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Sekt, Wein und SpirituosenTrotz erschwerter Bedingungen durch die Corona-Pandemie hat Henkell Freixenet sein Programm zum Heben von Synergie- und Effizienzpotenzialen in der Beschaffung, Logistik, Produktion sowie dem Qualitätsmanagement erfolgreich weiter umgesetzt. Nach dem Zusammenschluss von Henkell & Co. und der Freixenet S. A. im Sommer 2018 wurde inzwischen die Harmonisierung einer gemeinsamen Supply Chain abgeschlossen. Den großen Herausforderungen auf der Beschaffungsseite 2021 konnte damit wirkungsvoll begegnet werden, sodass trotz anhaltender Versorgungsprobleme Engpässe weitgehend vermieden werden konnten. Das Ziel, die Produktion und Logistik zu digitalisieren, wurde mit zahlreichen Projekten weiter vorangetrieben. Im Vordergrund steht die Automatisierung von Prozessen, um dadurch Strukturkosten zu reduzieren. Mithilfe eines digitalen Prozessmanagements kann dank einer gruppenweiten, vollautomatisierten Produktionsplanung der Einsatz moderner Maschinen mit Produktionsrobotern vernetzt werden. Bei den Marketing- und Vertriebsaktivitäten fokussierte sich Henkell Freixenet erfolgreich auf seine "Global Icon Brands" Freixenet, Mionetto Prosecco und Henkell Trocken. Mithilfe marktübergreifender Markenteams für Freixenet, Mionetto, Henkell Trocken sowie i heart WINES und Mangaroca Batida de Côco werden jetzt die Prozesse international und effizient gesteuert. Gemeinsam mit seinen Handelspartnern treibt das Unternehmen den weiteren Ausbau des E-Commerce als Vertriebsweg voran. Das durch die Pandemie induzierte veränderte Verbraucherverhalten hat deutlich gezeigt, dass digitales Marketing entscheidend ist, um mit hoher Präzision die Zielgruppen für die jeweiligen Produkte anzusprechen und zu erreichen. Dieses Momentum gilt es zu nutzen. Um den anhaltenden Trend nach qualitativ hochwertigen Premiumprodukten zu begegnen, hat Henkell Freixenet mit der Freixenet Spanish Wine Collection in der gefrosteten Flasche und der Freixenet Italian Wine Collection in der ikonischen Kristallflasche sein Angebot in diesem Segment erweitert. Mit den Ice-Varianten, wie Freixenet Ice in Spanien und Bohemia Sekt Ice in Tschechien, setzt das Unternehmen erfolgreiche Akzente im Premiumsegment. Im Spirituosenbereich sind entsprechend die Wodka Gorbatschow Limited Edition sowie der Trendsetter Kuemmerling Pfefferminz hervorzuheben. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit NahrungsmittelDie Martin Braun-Gruppe hat das Momentum der Corona-Pandemie genutzt, um vermehrt in die digitale Infrastruktur zu investieren. Webinare, Kundengespräche per Videoberatung und digitale kundenindividuelle Schulungen wurden ausgebaut. Die Kundenbesuche vor Ort, die wegen der Reisebeschränkungen ausfielen, konnten so größtenteils kompensiert werden. Im Geschäftsjahr 2021 entwickelte die Martin Braun-Gruppe ein palmölfreies Siedegebäck-Sortiment ('Berliner Wolke', 'Brauns Quarkbällchen' und 'Brauns Spritzkuchen'), das sich dadurch auszeichnet, dass es komplett auf Palm- oder Tropenfett verzichtet. Es ist eine überzeugende Innovation, die dem aktuellen Food-Trend Nachhaltigkeit Rechnung trägt. In den letzten beiden Monaten des Jahres 2021 hat man sich auf die weitere Marktdurchdringung mit den im September gelaunchten Produkten konzentriert. In Bezug auf die "Clean-Label"-Initiative hat das Unternehmen die Überarbeitung des gesamten Sahnestand-Sortiments weitergeführt. Der Fokus liegt dabei auf dem Einsatz ausschließlich natürlicher Aromen, färbenden Lebensmitteln und der Eliminierung von modifizierten Stärken und Hydrokolloiden. Im Bereich Brot/Brötchen hat die Martin Braun-Gruppe im Frühjahr das Agrano-Konzept Achtsamkeit in Form einer Brotbackmischung inklusive der verkaufsfördernden Werbemittel auf den Markt gebracht. Im letzten Quartal 2021 lag der Fokus auf weiterer Marktdurchdringung des neuen Konzeptes. Gleichzeitig hat sich das Unternehmen in diesem Bereich vermehrt mit der Entwicklung von Backmitteln mit Bioland-Zertifizierung beschäftigt. Auch im Bereich Frozen Bakery konzentrierte man sich in den letzten zwei Monaten des Jahres 2021 auf die im Herbst eingeführten Neuheiten und Konzepte. Wolf ButterBack hat in den Tankstellenfilialen nationaler Mineralölgesellschaften im November und Dezember mit dem Puten-Frischkäse-Croissant, der Laugen-Korn-Ecke und dem Winterzauber sehr erfolgreiche Aktionen durchführen. Diese wurden mit Plakatwerbung am Point of Sale unterstützt. Im November begann Diversi Foods mit der Belieferung der ersten Kunden aus der neu gebauten Linie 4 in Moeskroen (Belgien). Hier werden Brotspezialitäten in traditioneller Qualität gefertigt, die von der Sauerteigherstellung über die Teigruhe bis hin zum natürlichen Gärprozess eine Aufarbeitungszeit von bis zu 30 Stunden haben. Die Brote werden anschließend in dem 60-m-langen Ofen - einem der größten Brotbacksteinöfen der Welt - gebacken. Großkunden aus dem Bereich Lebensmitteleinzelhandel wurden vorrangig mit den hochwertigen Steinofenbroten beliefert. Die Produktrange der traditionellen Sauerteigbrote wurde um zwei Produkte von Diversi Foods erweitert: ein weißes Holzfällerbrot - eine Mischung aus Laib und Baguette - und ein dunkles Baguette mit Walnüssen. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit SpezialchemieDas Geschäftsjahr 2021 zeichnete sich bei Budenheim durch eine gute Nachfrage auf Kundenseite aus. Aber auch hier bestand die Herausforderung darin, die limitierte Angebotssituation auf Seiten der Rohstoff-Lieferanten zu managen. Die hohe Auslastung erforderte zahlreiche, standortübergreifende Projekte zur Erweiterung der Kapazität. Während diese Projekte intensiv in den Monaten November und Dezember fortgeführt wurden, zeigten sich in diesem Zeitraum aber auch schon erste positive Auswirkungen. Der Fokus lag dabei besonders auf Produktlinien für hochwertige Spezialchemie. Im Sommer 2021 wurde eine neue Software zur Lagerverwaltung für das Logistikzentrum in Deutschland in Betrieb genommen. Am spanischen Standort wurde die Produktion für Melaminphosphate ausgebaut. Auch bei Budenheim Mexiko wurden die Produktionskapazitäten erweitert. Mit dem Ziel, die Vorlaufzeiten für Kunden zu verkürzen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Lohnherstellern zu reduzieren, wurde bei Budenheim USA in eine neue Einheit für pulvrige Schmierstoffe investiert. Bei den Zentralfunktionen wurde in die Personalorganisation und den Bereich Nachhaltigkeit investiert. Marktgetriebene Innovationen mit dem besonderen Fokus auf Nachhaltigkeit treiben besonders den Geschäftsbereich Food Ingredients an. Innerhalb dieses Bereiches hat das Cluster Savory Solutions mit dem neuen ABASTOL®-VEG-Portfolio Produkte auf den Markt gebracht, die das steigende Bedürfnis nach pflanzenbasierten Fleischersatzprodukten abdecken. Hier zeichnet sich ein zukünftiges hohes Wachstumspotenzial ab. Aus dem gleichen Ansatz, innovative Antworten auf die veränderte Marktnachfrage zu finden, hat das Cluster Nutrition unter der Marke WowCaps® Fe 300 eine neue Produktfamilie lanciert. Mit Hilfe von Mikroverkapselung werden sichere und hochfunktionelle, mit Eisen angereicherte Sport- sowie weitere Getränke im Markt angeboten, die den Trend nach gesundheitsfördernden Getränken aufgreifen. Darüber hinaus baut Budenheim seine Führungsposition bei hochreinen Mineralien für die Säuglingsernährung und Nutrazeutikaindustrie aus. Sowohl das CAFOS®- als auch das PUREMIN®-Portfolio für eine sichere, zuverlässige und wertvolle Mineralanreicherung wurden erweitert. Im Geschäftsbereich Performance Materials werden im Cluster Metal Treatment zusätzlich zu dem bestehenden Portfolio der ROLLIT®- und PHOSPHATHERM®-Hochtemperaturschmierstoffe jetzt auch Aufbringanlagen angeboten. Das Cluster Pharmaceutical & Medical Products hat seine Präsenz in Asien durch die Registrierung der DICAFOS® und TRICAFOS® -Portfolios für den chinesischen Markt gestärkt. Die Positionierung im Markt als ganzheitlicher Anbieter von Lösungen wurde durch die Präsentation von eigenen Generika-Formulierungen und durch wissenschaftliche Publikationen vorangetrieben. Das Cluster Ceramics Solutions baut seine Kompetenzen im Feuerfestbereich aus und entwickelt jetzt Lösungen für neue Technologien in technischer Keramik. Der Geschäftsbereich Material Ingredients fokussierte sich erfolgreich auf die Integration von QolorTech B.V. und den Aufbau des neuen Kerngeschäftsfeldes Polymer Masterbatching in Vaassen, Niederlande. Das Cluster Polymers präsentierte sich mit seinen umweltfreundlichen Produkten QolorTech® NIR, QolorTech® ReQolor und QolorTech® ReQreate als "grüner Masterbatcher". Im Cluster Paints konnte sich der Geschäftsbereich mit dem flammenhemmenden FR CROS® 585, das sich durch eine einzigartige Verarbeitungsstabilität auszeichnet, entscheidende Zulassungen von Farbformulierungen sichern. Geschäftsprozesse und Nachhaltigkeit Hotel-Management und Weitere InteressenDie Geschäftsprozesse bei der Oetker Hotel Management Company, Atlantic Forfaitierungs AG, Belvini und Columbus Properties Inc. sind aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl funktional und werden bei Bedarf schnell und flexibel auf sich ändernde Gegebenheiten angepasst. Erwähnenswert ist hier insbesondere die Einführung eines neuen ERP-Systems bei Belvini, das Anfang 2022 in den Produktivbetrieb ging. Damit wurde die Basis geschaffen, um die digitalen Vertriebsaktivitäten weiter auszubauen. Die Oetker Hotel Management Company GmbH richtet ihre Nachhaltigkeitsinitiativen bereits seit 2015 nach den Zielen des UN Global Compact aus und veröffentlicht seither jährliche Nachhaltigkeitsberichte. Diese setzen sich aus Projekten in den einzelnen Hotels wie auch globalen Initiativen zusammen. Auch in der Hotellerie erhält dieses Thema immer mehr Aufmerksamkeit. Eine aktuelle Studie von booking.com belegt, dass 81 % der Reisenden das Thema Nachhaltigkeit als wichtig empfinden 3 . Somit rückt Corporate Social Responsibility and Sustainability bei der Oetker Hotel Management Company GmbH weiter in den Fokus. Das Unternehmen wird sich im Jahr 2022 der Verbesserung besonders seiner CO 2-Bilanz widmen. PrognoseberichtAllgemeinAus der Aufteilung der bisherigen Oetker-Gruppe werden keine negativen Auswirkungen auf das zukünftige Geschäft der Spartengesellschaften erwartet. Im Gegenteil: Die Einheit von Gesellschaftern und Management, die kurzen Entscheidungswege und schlanken Strukturen sowie der unternehmerische Ansatz eines Familienunternehmens sind wichtige Voraussetzungen, um schnell auf die sich verändernden Marktbedingungen zu reagieren. Die Planung der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe sieht trotz gestiegener globaler Risiken ein kontinuierliches Umsatzwachstum aller Spartenunternehmen vor. In ihrer Planung geht die Gruppe davon aus, dass es bei den Störungen in den Lieferketten allenfalls zum Jahresende Entlastung geben wird. Die vom ifo Institut für Deutschland angenommene Inflationsrate für 2022 liegt zwischen 5,1 und 6,1 % 4 . Auf die zunehmende Inflation reagieren die Notenbanken bisher uneinheitlich. Während die Federal Reserve der USA bereits im ersten Quartal 2022 damit begonnen hatte, die Zinsen anzuheben, hat die Europäischen Zentralbank (EZB) diesen Schritt erst im Juni 2022 verkündet. Die von der EZB geplante Anhebung um 25 Basispunkte ist dabei deutlich moderater als beispielsweise die Schritte der Federal Reserve. Auch kleinere Notenbanken - etwa in Australien, Neuseeland, Korea und Osteuropa (Polen, Tschechien, Ungarn) und die Bank of England - haben auf die wirtschaftliche Erholung und die höhere Inflation reagiert und ihre Zinsen angehoben. Die Expertinnen und Experten der EZB gehen noch davon aus, dass die Preise durch Faktoren wie die geopolitischen Spannungen, Lieferengpässe, höhere Energiepreise und Basiseffekte weiter in die Höhe getrieben werden. Schon vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine prognostizierte die EZB, dass die Inflation das ganze Jahr 2022 weiter anziehen werde. Zinserhöhungen werden von der EZB trotzdem erst für das dritte Quartal 2022 avisiert. 5 Größter Risikofaktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch der Einmarsch Russlands in die Ukraine. Die daraus resultierenden Risiken sind momentan nur schwer abzuschätzen. Das Eskalationspotenzial dieses Konfliktes erscheint erheblich. Bereits abzusehen sind signifikante Preisanstiege bei Energieträgern, Verpackungsmaterial und Agrarprodukten. Ein eventueller Stopp der russischen Energielieferungen würde der europäischen Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Die Dauer und der Ausgang des Krieges sowie die weitere Entwicklung der Sanktionen gegen Russland sind schwer abzuschätzen. Das ifo Institut hat den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges Rechnung getragen und zwei Szenarien in Betracht gezogen. Das Basisszenario geht nur von einer vorübergehenden Zunahme der Rohstoffpreise, Lieferengpässe und Unsicherheit aus. Im Alternativszenario verschärft sich die Situation zunächst noch, bevor ab der Jahresmitte eine allmähliche Entspannung einsetzt. Unter diesen Annahmen erwartet es noch einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2022 um 3,1 % (Basisszenario) bzw. 2,2 % (Alternativszenario) und damit spürbar weniger als die bislang erwarteten 3,7 %. Im kommenden Jahr erwartet das ifo Institut ein Wachstum zwischen 3,3 % und 3,9 %. 6 Zeitgleich rückt dieser Konflikt andere Probleme wie den Klimawandel oder weitere geopolitische Konflikte aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit.
4 ifo Institut, ifo Konjunkturprognose
Frühjahr 2022, März 2022. Online verfügbar
unter:
https://www.ifo.de/fakten/2022-03-23/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2022-folgen-des-russisch-ukrainischen-krieges.
Prognose Sekt, Wein und SpirituosenDie größte Herausforderung ist angesichts der Lieferengpässe und der Störungen der Lieferketten das Beherrschen des gesamten Prozesses vom Einkauf von Trauben-, Wein-, Hüll- und Packgut bis hin zur Auslieferung an die weltweiten Kunden. Dies geht einher mit dynamischen Preisentwicklungen insbesondere für Energie, Glas und Papier. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von weiter anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie bis zu den wirtschaftlichen Folgen des russischen Einmarsches in die Ukraine und atypischen klimatischen Phänomenen. Die Möglichkeit, diese Rahmenbedingungen als Unternehmen zu beeinflussen, besteht nicht. In Summe kumulieren sich diese Herausforderungen zu einer Situation, die schnelles, flexibles und konsequentes Handeln erforderlich macht. Als Familienunternehmen sieht sich Henkell Freixenet gut aufgestellt. Trotz der bekannten Unsicherheiten ist für 2022 ein leichtes Umsatzwachstum geplant, um die Preissteigerungen vor allem bei den Rohstoffen, aber auch in der Logistik auszugleichen. Prognose NahrungsmittelAuch die Martin Braun-Gruppe erwartet im Jahr 2022 ein schwieriges Marktumfeld, das vor allem von gestörten Lieferketten im Bereich Rohstoffe und Verpackungen geprägt ist. Speziell in der Nahrungsmittel-Industrie machen sich die durch den Krieg in der Ukraine besonders eingeschränkte Verfügbarkeit von zum Beispiel Sonnenblumenlecithin und Sonnenblumenöl sowie ein starker Preisanstieg bei Butter, Sonnenblumenöl, Weizen, Energie und Logistik bemerkbar. Chancen sieht Martin Braun in der weiteren Öffnung des weltweiten Tourismus und der Gastronomie. In der stärkeren Fokussierung der Projekte im Lebensmitteleinzelhandel und dem Ausbau neuer Zielgruppen werden europaweit noch Wachstumspotenziale gesehen. Eine verlässliche Prognose ist aufgrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage und angesichts der Unsicherheit über die Pandemiesituation im Herbst kaum möglich. Die Planung sieht für das Jahr 2022 dennoch eine Erhöhung des Umsatzes vor, schon weil die Verteuerungen insbesondere auf der Rohstoffseite an die Abnehmer weitergegeben werden sollen. Dies wird in einem vertretbaren Rahmen erfolgen. Prognose SpezialchemieDer Verband der Chemischen Industrie e.V. hielt zum Jahresende 2021 einen Anstieg der Produktion von 2 % und eine Zunahme des Umsatzes um 5 % noch für möglich. Man war zuversichtlich, trotz verschiedener Belastungsfaktoren wie anhaltender Lieferkettenprobleme oder rasanter Preisanstiege bei Gas und Strom mehrheitlich das Geschäftsjahr 2022 mit einem Plus im In- und Ausland abschließen zu können. 7 Diese zunächst positive Prognose der Entwicklungen für das Jahr 2022 ist jedoch durch jüngste politische Ereignisse stark getrübt worden. So birgt der Krieg zwischen Russland und der Ukraine unabsehbare Auswirkungen. Budenheim ist von sehr umfangreichen Kostensteigerungen bei den Rohstoffen und vor allem beim Hauptrohstoff betroffen. Zusätzlich belastet die schwere Verfügbarkeit von internationalen Transportkapazitäten. Es ist unvermeidbar, diese Effekte an die Kunden weiterzugeben, weshalb die Planung zur Kompensation ein spürbares Umsatzwachstum für 2022 vorgibt. Die Ende März 2022 begonnene Krise aufgrund des COVID-Lockdowns in Shanghai bekräftigt die hohe Sprunghaftigkeit, mit der Geschäfte gemacht werden. Auch wenn rechtzeitig Vorkehrungen getroffen wurden, wie am Produktionsstandort von Budenheim in Shanghai, an dem man zeitnah und wiederholt Mitarbeitende während des Lockdowns in die Produktion entsenden konnte, so ließ sich, trotz aller Maßnahmen, die übliche Produktionsmenge nicht wie üblich erreichen. In einzelnen Anlagen sind Volumina im April (verglichen mit dem Vormonat) um 40-50 % zurückgegangen. Nach ersten COVID-Lockerungen der Regierung konnte Mitte Mai wieder auf 100 % hochgefahren werden. Ob und wann es jedoch wieder zu verschärften Maßnahmen aufgrund der Null-COVID-Strategie der chinesischen Regierung kommt, ist aktuell nicht absehbar. Frachtpreise von China nach Europa haben sich seit 2020 verdreifacht. Auch diese Entwicklung facht die angespannte Lage weiter an. Prognose Hotelmanagement und HotelsDa die Erholung im Jahr 2021 nur einen Teil der gravierenden Umsatzverluste des Jahres 2020 wettmachen konnte, rechnen die beiden Hotels der Geschwister Oetker Beteiligungen KG ebenso wie die Oetker Hotel Management Company GmbH für das Jahr 2022 mit weiteren Nachholeffekten und erheblichen Umsatzsteigerungen. Dies setzt voraus, dass die Corona-Pandemie spätestens ab dem zweiten Quartal 2022 keine gravierenden Auswirkungen mehr auf das operative Geschäft der Hotels haben wird und internationale Tourismusreisen wieder nahezu uneingeschränkt möglich sein werden. Die potenziellen Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine sind zum heutigen Zeitpunkt überschaubar. Die Hotels der Collection können die fehlenden Gäste aus den betroffenen Regionen, welche auch bereits während der Corona-Krise eine sehr geringe Reisetätigkeit auswiesen, weitgehend kompensieren. Prognose Weitere InteressenDie Columbus Properties Inc. geht davon aus, dass es im US-Vermietermarkt auch 2022 nur wenig Bewegung geben wird und sich das für die Vermieter seit der Pandemie bestehende negative Umfeld nur sehr langsam ändert. Angesichts einer Bauverzögerung sowie sich hinziehender Verhandlungen mit einem neuen Mieter der Immobilie in New York geht Columbus Properties Inc. davon aus, dass bei diesem Marktumfeld das Ergebnis 2022 negativ beeinflusst wird. Einige der Zielmärkte der Atlantic Forfaitierungs AG profitieren von den gestiegenen Rohstoffnotierungen (zum Beispiel die erdölexportierenden Staaten), während andere durch die höheren Importkosten belastet werden. Insbesondere verschärft der Anstieg der Preise von Grundnahrungsmitteln als Folge des Krieges in der Ukraine die Lage in den Ländern, die auf Importe zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung angewiesen sind. Der Zinsanstieg und der daraus resultierende starke US-Dollar verteuern den Schuldendienst insbesondere für Länder mit hoher Auslandsverschuldung. Aus diesen Gründen liegen die Risiken von staatlich besicherten Krediten über den langfristigen Werten. Eine Risikominderung ist durch eine Strategie der geografischen Streuung nur bedingt möglich, da die durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine ausgelösten Verwerfungen weltweit auftreten. Das deutlich gestiegene Zinsniveau sowie der Krieg in der Ukraine führten zu spürbaren Kursrückgängen an den Märkten für festverzinsliche Wertpapiere. Für dieses Jahr könnten daher Buchwertanpassungen auf das Anleihenportfolio erforderlich werden. Im operativen Geschäft rechnet die Atlantic Forfaitierungs AG für dieses Jahr mit einem Bruttoertrag auf dem Niveau des Vorjahres. Für die kommenden Jahre wird, ein stabileres wirtschaftliches Umfeld vorausgesetzt, von einem Anstieg des Bruttoertrags um jährlich ca. 2 % ausgegangen. Dieser Anstieg wird in erster Linie durch neu zu erschließende Geschäftsmöglichkeiten ermöglicht. Zudem wird das erwartete Ende der Negativzinsen zu geringeren Absicherungskosten gegen Währungsrisiken führen. Belvini ist mit einer fortschreitenden Konsolidierung des Wein-E-Commerce-Marktes konfrontiert. Der Gesamtmarkt unterstellt als Folge eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins einen rückläufigen Alkoholkonsum. Der Krieg in der Ukraine und die damit einhergehende Verunsicherung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern machen eine Prognose schwierig, sodass für das Geschäftsjahr 2022 eine sehr verhaltene Umsatzentwicklung unterstellt wird. Chancen- und RisikoberichtAllgemeinDie Aktivitäten der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bieten eine Vielzahl von Chancen, sowohl als Ganzes in ihrer Diversität als auch in ihren jeweiligen Branchen und Märkten. Ziel der Holding ist es, für ein vorteilhaftes Chancen-Risiken-Verhältnis zu sorgen. Dazu gehört auch das Managen von Risiken auf Holdingebene, wie die Entwicklung von Rohstoff- und Energiepreisen oder Währungsrisiken. Hierfür werden die für die Gruppe relevanten Trends in den Branchen kontinuierlich beobachtet. Chancen werden in die Planung eingearbeitet und im Zuge der periodischen Berichterstattung verfolgt. Regelmäßige Markt- und Wettbewerbs-Benchmarks helfen dabei, die kritischen Erfolgsfaktoren für die jeweiligen Märkte zu definieren und zu monitoren. Die einzelnen Sparten unterliegen verschiedenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ein diversifiziertes Produktportfolio hilft dabei, die Risiken innerhalb der jeweiligen Branchen und Industrien zu managen. Schlüssel für Wachstum und Steigerung des Marktanteils sind innovative Produkte, die ein Bedürfnis der Konsumenten abdecken. Das gestiegene Qualitätsbewusstsein und die Nachfrage nach Produkten aus nachhaltiger Produktion und unter Verwendung nachhaltiger Rohstoffe sieht die Geschwister Oetker Beteiligungen KG als langfristigen Trend, dem sie mit Innovationen begegnet. Strategische Chancen bietet auch der Ausbau der Marktpräsenz. Dies gilt besonders für die Märkte in den Schwellenländern. Mit Hilfe strategischer Akquisitionen lässt sich das Produktportfolio erweitern, die Marktposition ausbauen und das Wachstum steigern. Im Rahmen ihrer sowohl nach Branchen als auch nach Regionen diversifizierten Struktur ist die Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG auch differenzierten Risiken ausgesetzt. Hierbei handelt es sich vor allem um konjunkturelle Risiken, um Rohstoffpreisrisiken sowie in geringerem Umfang um Währungsrisiken. Der Umgang mit diesen Geschäftsrisiken ist wesentlicher Bestandteil der unternehmerischen Führung der Gruppe. Geopolitische RisikenDie wirtschaftlichen Auswirkungen als Folge der Invasion Russlands der Ukraine stellen derzeit das größte Risiko für die Ergebnisentwicklung der Gruppe dar. Die damit einhergehende allgemeine Verunsicherung an den Märkten und der Verbraucherinnen und Verbraucher dämpft die gesamtwirtschaftliche Erholung nach der Pandemie. Zum anderen führt der Konflikt zu weiteren Kostensteigerungen bei der Energie und auf der Beschaffungsseite, die ohnehin durch die Inflation schon belastet ist. Auch wenn der Krieg derzeit die anderen Territorialkonflikte im öffentlichen Bewusstsein in den Hintergrund rückt, bedeutet dies nicht, dass sich die geopolitische Situation insgesamt entspannt hat. Der sich abzeichnende Konflikt zwischen den Wirtschaftsräumen China und USA wird langfristig die politische Agenda bestimmen. Kurz- und mittelfristig wird die Fakturierung von Nahrungsmitteln in stark importabhängigen Schwellenländern die politischen Spannungen erheblich erhöhen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass dies zu weiteren Migrationsbewegungen führt. Beschaffungsmarktchancen und -risikenDas Jahr 2022 wird in allen Bereichen der Geschwister Oetker Beteiligungen KG zu steigenden Beschaffungskosten führen. Darüber hinaus sind die Lieferketten ebenfalls in allen Bereichen, in denen die Gruppe aktiv ist, noch fragil, sodass Rohstoff- und Produktionsengpässe oder -ausfälle nicht ausgeschlossen werden können. Sollte es in der Europäischen Union und damit auch in Deutschland zu einem vollständigen Embargo von Erdgas aus Russland kommen, so steht der Geschäftsbereich Spezialchemie vor großen Herausforderungen, da in einer Vielzahl von Produktionsprozessen, insbesondere am deutschen Produktionsstandort, Erdgas zum Einsatz kommt. Sollte es dazu kommen, wird man situativ entscheiden müssen. Im Zweifel sind höhere Preise leichter zu managen als ein Lieferstopp. Eine vergleichbare Situation könnte es im Geschäftsbereich Nahrungsmittel geben. Dieser ist auf unterschiedliche Getreidesorten als Rohstoff angewiesen. Durch den Einmarsch in der Ukraine kommt es zu erheblichen Verwerfungen auf den Getreidemärkten, die im Zweifel ebenfalls situativ gemanagt werden müssen. Für den Bereich Sekt, Wein und Spirituosen liegen die größten Risiken in der Versorgungskette vom Weineinkauf über Glas- und Papierbeschaffung bis hin zur weltweiten Logistik. Besonders die energieintensive Glasherstellung (Flaschen) sowie der unter immer stärkerem Druck stehende Papiermarkt (Etiketten und Kartons) sind hierbei die größten Herausforderungen. Umfeld- und branchenbezogene Chancen und RisikenFür alle Unternehmensbereiche, die sich mit Konsumgütern beschäftigen, ist das Konsumklima von entscheidender Bedeutung. Die Unsicherheit, erst durch Corona und jetzt durch den Krieg in der Ukraine, hat wie auch die steigende Inflation zweifelsohne Auswirkungen auf das Konsumverhalten. Diese variieren zwischen Regionen und Branchen. Das Ausmaß und die Dauer der Verunsicherung sind jedoch nicht abschätzbar. In der Pandemie hat sich gezeigt, dass große Veränderung im Verbraucherverhalten ebenso durch Eingriffe der nationalen Behörden hervorgerufen werden können. Auch diese lassen sich nur schwer antizipieren. Darüber hinaus bergen die sich verschärfenden ökonomischen Risiken an den Finanzmärkten insbesondere in Schwellenländern Risiken für die entsprechenden Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG. Aufgrund der vergangenen Erfahrungen wird diesen Risiken mit einer Fokussierung auf starke Marken und die Trends am Markt treffenden Innovationen begegnet. Der Ausbau und die Nutzung unterschiedlicher Absatzkanäle verringern darüber hinaus das Risiko möglicher Wanderungsbewegungen der Verbraucher zwischen einzelnen Absatzkanälen. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG ist zuversichtlich, dass sie mit diesen Maßnahmen das veränderte Nachfrageverhalten der Konsumenten ausgleichen kann. Finanzwirtschaftliche Chancen und RisikenAngesichts der soliden Ertragsstruktur und Finanzlage der Unternehmensgruppe sowie einer geringen Fremdkapitalquote bei gleichzeitig langfristigen Verbindungen zu verschiedenen Kreditinstituten wird das Liquiditäts- und Zinsrisiko als gering erachtet. Freie liquide Mittel sind in einem breit diversifizierten Dachfonds konservativ angelegt. Die zunehmenden Unsicherheiten der globalen Wirtschaft machen sich auch in einem schlechteren Zahlungsverhalten einiger Kunden bemerkbar. Durch eine Intensivierung des Forderungsmanagements wird dem entgegengewirkt. Rechtliche und regulatorische RisikenAls weltweit tätiges Unternehmen hat die Geschwister Oetker Beteiligungen KG eine Vielzahl rechtlicher und regulatorischer Vorgaben zu beachten. Zu ihrer Umsetzung dienen interne Standards, Leitlinien und Verhaltensanweisungen, die regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Eine gruppenweite Compliance-Organisation ist etabliert. Diese achtet auf alle relevanten rechtlichen und regulatorischen Anforderungen sowie die Einhaltung des geltenden Verhaltenskodex. Daneben wurden branchenübliche Versicherungen zur Abdeckung bestimmter rechtlicher Risiken abgeschlossen. Chancen und Risiken im Bereich IT/DigitalisierungZiel ist eine weitere Vereinheitlichung von Datensystemen und die Harmonisierung sowie Optimierung von Prozessen. Digitalisierungsprojekte, die dafür notwendig sind, werden mit hoher Priorität umgesetzt. Durch eine konsequente Cloudstrategie werden Kosten und Komplexität gering gehalten. Informations- und datenschutztechnische Risiken werden durch eine sorgfältige Auswahl der Sicherheitsarchitektur minimiert. Eine Datenschutzorganisation ist implementiert. Die digitale Transformation ist ein unaufhaltsamer Trend, der das Konsumentenverhalten und die Marktteilnehmer beeinflusst. Neben Risiken, unter anderem durch den Eintritt neuer Marktteilnehmer, erwachsen hieraus auch neue Angebotsformen und Geschäftsmodelle, die der Unternehmensgruppe neue Wachstumschancen bieten. Personalchancen und -risikenDer wirtschaftliche Erfolg der Unternehmensgruppe der Geschwister Oetker Beteiligungen KG wird wesentlich durch die Leistungsbereitschaft und die Fähigkeiten der Mitarbeitenden bestimmt. An fast allen Produktionsstandorten wurden betriebliche COVID-Impfungen angeboten, um den Betrieb sicherzustellen. Dies hat reibungslos funktioniert, sodass Ausfallzeiten durch COVID-Durchbrüche minimiert werden konnten. Gleichzeitig sind das Gewinnen von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften und ihre langfristige Bindung von enormer Bedeutung. Hierfür setzt man auf gezielte Maßnahmen zur Mitarbeitenden-Förderung sowie auf leistungsabhängige Anreizsysteme. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit liegt auf dem Gesundheitsmanagement und der Mitarbeitenden-Beratung in verschiedenen Lebensphasen. Auch ist in allen Gesellschaften der COVID-Krisenstab weiterhin aktiv. Mit seiner Hilfe soll der Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Geschäftspartner gewährleistet und gleichzeitig das Risiko krankheitsbedingter Fehlzeiten in der Belegschaft sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf den Betriebsablauf minimiert werden. Umwelt- und SicherheitsaspekteDie Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe hat sich dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und hohen Umwelt- und Sozialstandards verschrieben. Mit Aktivitäten an zahlreichen Standorten weltweit setzt man Standards im Bereich Umwelt, Sicherheit, Gesundheit und Soziales. Höchste Maßstäbe in den Bereichen Umwelt und Sicherheit, aber auch Zertifizierungen, Beratungen und Schulungen der Mitarbeitenden sind die besten Maßnahmen, um möglichen Risiken, die sich aus regulatorischen Aktivitäten ergeben können, zu begegnen. Das Gleiche gilt für die hohen produktionstechnischen Anforderungen, die die effektivste Absicherung vor möglichen Umwelt- und Sicherheitsrisiken sind. Außergewöhnliche Wetterphänomene, die inzwischen häufiger auftreten, wie Hitzeperioden, Wassermangel oder Starkregenereignisse, können sich negativ auf Ernteerträge und damit auf die Beschaffung der Rohwaren sowie auf die Standorte der Gruppenunternehmen und das Konsumentenverhalten auswirken. Zusammenfassende Darstellung der Chancen- und RisikolageEs liegen weder auf Seiten der Kunden noch auf Seiten der Lieferanten Risiken vor, die eine Bestandsgefährdung der Gruppe bedeuten könnten. Nur eine dramatische Ausweitung des russischen Krieges in der Ukraine würde unabsehbare Risiken mit sich bringen. Es sind keine Risiken, die zu einer Beeinträchtigung der Existenz der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe führen könnten, erkennbar. Die solide Eigenkapitalausstattung bei geringer Fremdverschuldung, verbunden mit einer Stärkung der strategischen Position sind die wirksamsten Maßnahmen, um aus heutiger Sicht die beschriebenen Risikotreiber zu beherrschen. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVA
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Anwendung der handelsrechtlichen VorschriftenDie Geschwister Oetker Beteiligungen KG mit Sitz in Bielefeld, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRA 16997, ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des zweiten Abschnitts des PublG verpflichtet, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Dieser Konzernabschluss und Konzernlagebericht, erstellt nach § 13 PublG i. V. m. §§ 294 bis 315 HGB, haben für die in der Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB gekennzeichneten Unternehmen (veröffentlicht im Bundesanzeiger) befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 4 HGB, § 264 b HGB beziehungsweise § 5 Abs. 6 PublG. Mit Ausnahme der Angaben gemäß § 313 Abs. 2 HGB entspricht dieser Anhang den Regelungen des § 13 PublG in Verbindung mit §§ 294 bis 315 HGB. Die Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe ist aus der Teilung der Oetker-Gruppe im November hervorgegangen. In diesem Zuge wurde die Erstkonsolidierung aller Vermögensgegenstände der Gruppe zum 1. November 2021 vorgenommen. Die Aufwendungen und Erträge der zum 1. November einbezogenen Tochterunternehmen sind für den Zeitraum vom 1. November bis zum 31. Dezember 2021 im Konzernabschluss berücksichtigt. Die Ermittlung von Durchschnittswerten in diesem Anhang bezieht sich auf den Zeitraum ab Erstkonsolidierung bis zum Bilanzstichtag. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss wurden alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, auf die die Geschwister Oetker Beteiligungen KG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Konsolidierungskreis umfasste zum Bilanzstichtag insgesamt 138 Unternehmen, davon 42 deutsche und 96 ausländische Unternehmen. Wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung wurden sieben Unternehmen nicht vollkonsolidiert. Daneben werden fünf Unternehmen at equity bewertet. Im Konsolidierungskreis sind die folgenden nennenswerten Veränderungen eingetreten: Erstmalig in den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG einbezogen sind die in der Aufstellung über den Anteilsbesitz aufgeführten Unternehmen im In- und Ausland. Die Anteilsbesitzliste ist als Bestandteil des Konzernanhangs als Anlage beigefügt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIn den für Konsolidierungszwecke erstellten Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wird nach einheitlichen Kriterien nach den Bestimmungen des Publizitätsgesetzes (PublG) und des Handelsgesetzbuchs (HGB) auf Grundlage der Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinie der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe bilanziert und bewertet (Handelsbilanz II). Die Abschlüsse der at equity einbezogenen Unternehmen sind nicht an die konzerneinheitlichen Richtlinien angepasst. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Anlagewerte sind nach Maßgabe des § 253 HGB bewertet. Von dem in § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB geregelten Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird innerhalb der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe kein Gebrauch gemacht. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Bewertungsobergrenze bei den Herstellungskosten bilden die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Investitionszuschüsse werden anschaffungskostenmindernd berücksichtigt. Planmäßig abgeschrieben wird nach der linearen Methode, im Inland unter weitgehender Verwendung der von der deutschen Finanzverwaltung anerkannten Nutzungsdauern. Im Inland werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 Euro im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Im Ausland wird bei vergleichbaren Sachverhalten ähnlich vorgegangen. Teilweise wird für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten für das einzelne Wirtschaftsgut 150 Euro, aber nicht 1.000 Euro übersteigen, ein jahrgangsbezogener Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre gleichmäßig gewinnmindernd abgeschrieben wird. Finanzanlagen werden höchstens zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht niedrigere Wertansätze geboten sind. Dauernde Wertminderungen im Anlagevermögen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Der Bewertung des Umlaufvermögens liegen die Vorschriften des § 253 HGB und des § 256 HGB zugrunde. Die Herstellungskosten der Vorräte enthalten angemessene Fertigungsgemeinkosten unter Beachtung der Herstellungskostengrenze der Finanzverwaltung; Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Erkennbaren Risiken der Vorratshaltung wird durch verlustfreie Bewertung Rechnung getragen. Ausreichende Einzel- und Pauschalwertberichtigungen decken die Risiken im Forderungsbestand. Fremdwährungsvorgänge werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, aus Vereinfachungsgründen teilweise auch mit Monatsdurchschnittskursen. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach den Regeln des Teilwertverfahrens unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Hierbei wird die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angewendet und mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten Zinssatz für 15-jährige Restlaufzeiten mit dem Stand vom 31. Oktober 2021 und prognostiziert auf den 31. Dezember 2021 gerechnet (1,87 %); daneben werden eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,7 % und eine erwartete Rentensteigerung von 1,4 % zugrunde gelegt. Die Pensionsverpflichtungen der ausländischen Unternehmen werden nach den jeweiligen nationalen Vorschriften bewertet und sind von untergeordneter Bedeutung. Die Differenz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 6,2 Mio. Euro. Bei den Jubiläumsrückstellungen wird dieselbe Lohn- und Gehaltssteigerung wie bei den Pensionsrückstellungen unterstellt. Der Zinssatz wird analog wie dort ermittelt, allerdings auf der Basis des Durchschnitts aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren; er beträgt 1,34 %. Bei den sonstigen Rückstellungen werden erwartete Preissteigerungen von 1,4 % berücksichtigt. Vermögensgegenstände im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden in Höhe von 88 Tsd. Euro mit entsprechenden Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen verrechnet. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Aufgrund eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aus Einzelabschlüssen werden die latenten Steuern ausschließlich nach Maßgabe des § 306 HGB gebildet. Aktive und passive latente Steuern aus Konsolidierungsvorgängen werden miteinander verrechnet, wobei ein Passivüberhang in Höhe von 379 Mio. Euro verbleibt. Es wird ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Bewertungseinheiten im Sinne von § 254 HGB werden in geringfügigem Umfang gebildet. Hierbei kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung. WährungsumrechnungDie Währungsumrechnung von Fremdwährungsposten in den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen richtet sich nach § 256a HGB. Die Bilanzen der ausländischen Tochterunternehmen, sofern nicht bereits in Euro aufgestellt, werden nach der modifizierten Stichtagskursmethode des § 308a HGB umgerechnet. Die Bewegungen im Konzernanlagenspiegel sind zum Durchschnittskurs (November und Dezember 2021) umgerechnet. KonsolidierungsmethodenDie Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Bei der Kapitalkonsolidierung werden zum Erstkonsolidierungszeitpunkt die Anschaffungskosten nach den Grundsätzen der Neubewertungsmethode gegen das anteilige Eigenkapital verrechnet. Die Erstkonsolidierung wird zu dem Zeitpunkt durchgeführt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen wurde. Dabei wird der Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände, übernommenen Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten möglichst aus Marktpreisen im Rahmen vergleichbarer Transaktionen abgeleitet. Die verbleibenden aktivischen Unterschiedsbeträge sind als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und werden in den Folgejahren gemäß § 309 Abs. 1 HGB ergebniswirksam abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear, die Nutzungsdauer beträgt fünf Jahre. Analoges gilt für die at equity einbezogenen Unternehmen. Passivische Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 HGB behandelt. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Unternehmen sind aufgerechnet, aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen stammende Zwischenergebnisse sind eliminiert, ebenso Aufwendungen und Erträge zwischen einbezogenen Unternehmen. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen sind für Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, latente Steuern berücksichtigt. Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit at equity einbezogenen Unternehmen werden nicht eliminiert. Erstkonsolidierung und Neubewertung gemäß § 301 HGBIm Rahmen der Erstkonsolidierung zum 1. November 2021 sind Vermögensgegenstände der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitwert bewertet worden und folgende stille Reserven wurden aufgedeckt (StepUP) (Tabelle 1). Entsprechend § 301 Abs. 3 HGB wird der danach verbleibende aktivische Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über eine Laufzeit oder Restnutzungsdauer (RND) von fünf Jahren abgeschrieben. AKTIVA
*Kunstsammlung: keine planmäßige Abschreibung ** StepUP betrifft Goodwill für die at equity Beteiligung Euro Maroc Phosphore S.A., Marokko, mit Erstkonsolidierungszeitpunkt 31.12.2021 und planmäßige Abschreibung des Goodwills ab 2022 bis 2027. Sonstige AngabenDie Verbindlichkeiten betragen 1.104 Mio. Euro. Nach Restlaufzeiten sind die einzelnen Posten wie folgt zu gliedern:
Es wurden keine angabepflichtigen Sicherheiten für diese Verbindlichkeiten eingeräumt. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB:
Risiken aus der Inanspruchnahme bei den Haftungsverhältnissen werden aufgrund der Bonität der jeweiligen Schuldner nicht erwartet. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB betragen insgesamt 690 Mio. Euro, davon für das nächste Jahr 274 Mio. Euro. Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB wurden nur in einem für die Finanzlage der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe vernachlässigbaren Umfang vorgenommen. Die Geschwister Oetker Beteiligungen KG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen als international operierende Unternehmen Zins-, Preis- und Währungsrisiken. Um diese Risiken zu begrenzen, hat vor allem die Geschwister Oetker Beteiligungen KG derivative Finanzinstrumente (Termingeschäfte, Swaps und Optionen) abgeschlossen. Am Bilanzstichtag bestanden Devisenterminkäufe / -verkäufe mit einem Transaktionsvolumen von 59 Mio. Euro und einem beizulegenden Zeitwert von -0,5 Mio. Euro. Für die nicht in Bewertungseinheiten eingehenden Termingeschäfte, Swaps und Optionen sind keine nennenswerten Rückstellungen gebildet worden. Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente beruht auf bestimmten Annahmen und Bewertungsmodellen, wie zum Beispiel der Barwertmethode. Der Personalbestand der zum Konsolidierungskreis der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe zählenden Unternehmen beläuft sich zum Bilanzstichtag und umgerechnet auf Vollzeitäquivalente auf 7.423 Beschäftigte. Aufgeteilt auf die Geschäftsbereiche ergibt dies: Sekt, Wein und Spirituosen 3.260 Beschäftigte, Nahrungsmittel 2.121 Beschäftigte, Chemie 1.259 Beschäftigte, Hotels 656 Beschäftigte und Weitere Interessen 127 Beschäftigte. Die Differenz zwischen den entsprechenden Buchwerten und dem anteiligen Eigenkapital aller einbezogenen assoziierten Unternehmen beträgt 67,3 Mio. Euro. Der darin enthaltene Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 67,3 Mio. Euro. Das Gesamthonorar gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB beläuft sich auf 525 Tsd. Euro. Davon entfallen 481 Tsd. Euro auf Abschlussprüfungsleistungen und 44 Tsd. Euro auf andere Bestätigungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB wurden nur in unwesentlichem Umfang abgeschlossen. Gewinn- und VerlustrechnungEine Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG nicht veröffentlicht. In analoger Anwendung des PublG für den Lagebericht werden dort ebenfalls keine Aussagen zur Ertragslage und zu finanziellen Leistungsindikatoren, mit Ausnahme der Umsatzerlöse, getroffen. Folgende erforderliche Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG werden in einer Anlage publiziert:
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geografisch bestimmten Märkten und Tätigkeitsbereichen wie folgt:
NachtragsberichtDas Corona-Virus hat Anfang 2020 eine Pandemie ausgelöst, die sich weiterhin auf große Teile des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens auswirken wird. Aussagen zu Art und Umfang der Konsequenzen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe sind aufgrund der vielen Unwägbarkeiten nicht möglich. Im Februar 2022 brach nach der Invasion Russlands eine kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine aus, mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft. Der Krieg heizt die schon zuvor eingeschränkte Verfügbarkeit von Transportkapazitäten und Rohstoffen, vor allem von Öl und Gas, und die damit verbundenen Preiserhöhungen weiter an. Die damit in Zusammenhang stehende Inflation kann Konsumgewohnheiten ändern, zu hohen Lohnforderungen führen und eine Preis-Lohn-Spirale hervorrufen - all das mit nur schwer vorhersehbaren Folgen. Die Unternehmen der diversifizierten Geschwister Oetker Beteiligungen-Gruppe wären davon unterschiedlich betroffen.
Bielefeld, 30. Juni 2022 gez. Dr. Alfred Oetker Geschäftsführung GmbH, Persönlich haftende Gesellschafteringez. Carl Ferdinand Oetker, Persönlich haftender GesellschafterKonzernanlagenspiegel
Wiedergabe des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers für den vollständigen KonzernabschlussAn die Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Geschwister Oetker Beteiligungen KG, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Geschwister Oetker Beteiligungen KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 PublG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Konzernabschlusses und des
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 30. Juni 2022
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Peter Krupp, Wirtschaftsprüfer
Thomas Angele, Wirtschaftsprüfer
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