Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 115045
Vorher
Deutsche Börse Beteiligungen GmbHQontigo Index GmbH
Eingetragen
4.4.2019
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenWagniskapital-BeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute des Sparkassensektors
Gegenstand
Entwicklung, Vermarktung, Linzensierung und der Vertrieb von Indizes und Benchmarks

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Allen Heery
seit 27.5.2024
Prokura
Marc Robert-Nicoud
seit 25.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
78.95%
General Atlantic QO B.V.NLD
19.36%
ISS STOXX GmbHEigenbeteiligung
1.69%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISS STOXX Index GmbH (vormals: Qontigo Index GmbH)

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Geschäftsmodell

Die ISS STOXX Index GmbH (vormals Qontigo Index GmbH) wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 22.03.2019 am 04.04.2019 gegründet und hat den Zweck der Entwicklung, Vermarktung, Lizenzierung und des Vertriebs von Indizes und Benchmarks. Sie ist seit dem 01.09.2019 ein 100%iges Tochterunternehmen der ISS STOXX GmbH (vormals Qontigo GmbH) und ist am Standort Eschborn tätig.

Die ISS STOXX Index GmbH hat zum 01.09.2019 das Indexgeschäft der Deutsche Börse AG übernommen. Sie fokussiert sich damit auf die Entwicklung, Vermarktung, Lizenzierung und den Vertrieb von Indizes und Benchmarks. Diese Produkte dienen sowohl als Basiswerte für verschiedene Finanzprodukte (z.B. Exchange-Traded Funds, Index-Derivate, Zertifikate) als auch als Informationsinstrumente für die Vermögensverwaltung (z.B. in der Portfoliobewertung und Risikosteuerung). Zu den wesentlichen Kundengruppen zählen daher Emittenten von Finanzprodukten, Banken, Vermögensverwalter, Informationsdienstleister und die Eurex Frankfurt AG als Handelsplattform für Derivate.

Haupterlösquelle sind Lizenzeinnahmen. Diese richten sich typischerweise nach der Nutzung der Indizes und Benchmarks durch den Kunden. Im Bereich der Exchange-Traded Funds sind die Erlöse größtenteils variabel und an das Volumen der investierten Vermögenswerte (Assets under Management, AuM) gekoppelt. Im Bereich der börsengehandelten Derivate fallen Erlöse pro gehandeltem Kontrakt an. Datenlizenzen sind üblicherweise mit fixen oder nutzerbasierten Entgelten ausgestattet. Etwa 60 Prozent der Erlöse stammen von Kunden mit Sitz in Deutschland und anderen EU-Ländern. Der Rest entfällt auf Nicht-EU-Kunden.

Darüber hinaus hält die ISS STOXX Index GmbH alle Anteile an der STOXX Ltd. in der Schweiz. Aufgrund der die ISS STOXX Index GmbH deutlich übersteigenden Größe (Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 119,3 Mio. EUR) ist der wirtschaftliche Erfolg der STOXX Ltd. wesentlich für den Geschäftsverlauf der ISS STOXX Index GmbH.

Die ISS STOXX Index GmbH hat die Produktentwicklung und -pflege, den Vertrieb, die Indexadministration und die fortlaufende Erstellung der Indizes und Benchmarks vollständig an die STOXX Ltd. ausgelagert. Die Deutsche Börse AG und Clearstream Services S.A. übernehmen den Betrieb der IT-Systeme für die Indexberechnung sowie die Verteilung der Echtzeit-Indexdaten. Darüber hinaus nutzt die ISS STOXX Index GmbH die Deutsche Börse AG als zentralen Dienstleister für administrative Funktionen (z.B. Rechnungswesen, Steuern, IT-Services, Versicherungen, Treasury).

Der Geschäftserfolg der ISS STOXX Index GmbH sowie ihrer Tochtergesellschaft STOXX Ltd. wird maßgeblich durch externe Rahmenbedingungen mitbestimmt. Einen wesentlichen Einfluss haben dabei makroökonomische Rahmenbedingungen, da sie Umsatztreiber der Gesellschaft direkt beeinflussen können. Dies betrifft vor allem die Umsätze aus ETF-Lizenzen, welche von den in die ETFs investierten Vermögenswerten abhängen, die wiederum von den Indexständen sowie von den Anlagepräferenzen der Anleger beeinflusst werden. Zudem hängen die Umsätze mit Indexderivaten direkt vom Handelsvolumen ab, welches ebenfalls durch makroökonomische Faktoren beeinflusst ist.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das globale Indexgeschäft beläuft sich auf eine Gesamtmarktgröße von ca. EUR 9,3 Mrd. ggü. 8,6 Mrd. in 2022 (Stand 2023, Wachstum von 8% ggü. Vorjahr), gemessen am in Index basierte Anlagen investierten Vermögen. Der Marktführer im Indexgeschäft ist S&P mit fast einem Drittel Marktanteil gemessen am in Index basierte Anlagen investierten Vermögen. Zusammen mit MSCI, FTSE Russel und Bloomberg werden etwa zwei Drittel des Marktes abgedeckt. Der Marktanteil der ISS STOXX GmbH liegt bei 1,2% (Vorjahr 1,1%).

Makroökonomische Rahmenbedingungen hatten und haben einen erheblichen Einfluss auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Dieses beeinflusst sowohl den wirtschaftlichen Erfolg der STOXX Ltd. als auch das Niveau der in Indizes der ISS STOXX Index GmbH investierten Vermögenswerte und das Handelsvolumen in Indexderivaten. Zu den Entwicklungen, die das Berichtsjahr geprägt haben, gehören:

Anhaltend hohe Inflationsraten, die zwar im Jahresverlauf gesunken sind, aber weiterhin über dem angestrebten Niveau der Notenbanken liegen

Eine andauernde restriktive Geldpolitik der Notenbanken in den USA und in Europa und deren Bekräftigung, diese Geldpolitik so lange fortzuführen, bis sich die Inflation dem angestrebten Niveau nähert

Die Zahlungsunfähigkeit einiger US-Banken Mitte März sowie die Konsolidierung auf dem Schweizer Bankenmarkt

Der andauernde Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen und Auswirkungen auf globale Lieferketten und die Energieversorgung

Der Überfall der Hamas auf israelische Siedler am 7. Oktober 2023 und die daraus sich ergebene neue Eskalation im israelisch-palästinensischen Nahostkonflikt

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung 2023 positiv. Das EBIT liegt mit 127.3 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (110.4 Mio. €). Die Umsatzerlöse haben mit 43.3 Mio. € ggü. die Prognose von 39 Mio. € leicht überschritten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 36.1 Mio. € (i.VJ. 28 Mio. €). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 8.1 Mio. € hat die positive Umsatzentwicklung überkompensiert. Der Anstieg des EBIT resultiert aus dem deutlichen Anstieg der Erträge aus Beteiligungen, die um 19.2 Mio. € gestiegen sind.

Das verwaltete Vermögen in ETFs auf Indizes der ISS STOXX Index GmbH beträgt 23,8 Mrd. € ggü. 21,7 Mrd. € im Vorjahr, was einem Anstieg von +9,1% entspricht. Mit dieser Entwicklung liegt der Anstieg über den Erwartungen für das Jahr 2023. Das Handelsvolumen mit Derivaten auf Indizes der ISS STOXX Index GmbH lag bei 52,2 Mio. Kontrakten (-9,2%) und damit leicht unter den Erwartungen. Der Rückgang der Volumina wurde durch einen Preisanstieg für Indexlizenzen kompensiert. Im Bereich der strukturierten Produkte entwickelte sich das Emissionsvolumen mit -11,9% negativ auf 846.305 Produkte.

Das Geschäft mit Datenlizenzen für die Buy-Side entwickelte sich positiv. Die Kundenanzahl liegt nun bei 127 (113 für Vorjahr).

Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an die ISS STOXX Index GmbH liegt mit 127.343 T€ im deutlich positiven Bereich.

Lage

Ertragslage

Die Erträge aus Beteiligungen betragen 119.543 T€ (i.Vj. 100.368 T€) und entstammten gänzlich der Beteiligung an der STOXX Ltd. Die Gesellschaft weist Umsatzerlöse in Höhe von 43.290 T€ T€ (i.Vj. 37.702 T€) aus, welche sich vollständig aus Erlösen aus dem Indexgeschäft zusammensetzen. Davon stammen 19.413 T€ (i.Vj. 13.993 T€) von Kunden innerhalb Deutschlands, 5.219 T€ (i.Vj. 4.202 T€) aus Geschäften mit Kunden innerhalb der EU und 18.658 T€ (i.Vj. 19.507 T€) aus Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus dem Nicht-EU-Ausland (inklusive Großbritannien). Da die Gesellschaft ausschließlich in Euro fakturiert, entstehen hieraus keine nennenswerten Währungsrisiken. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf 226 T€ (i.Vj. 449 T€) und bestehen aus Einkommen aus sonstigen betrieblichen Erträgen für Vorjahre von 0 T€ (i.Vj. 16 T€), aus Auflösung von Rückstellungen von 92 T€ (i.Vj. 75 T€), aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 53 T€ (i.Vj. 214 T€) und Fremdwährungsgewinnen in Höhe von 82 T€ (i.Vj. 121 T€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 36.155 T€ (i.Vj. 28.033 T€) und setzen sich insbesondere aus dem Aufwand für Kurse und Wertpapierdienste gegenüber der STOXX Ltd. In Höhe von 32.637 T€ (i.Vj. 20.573 T€), Prüfungs- und Beratungskosten 197 T€ (i.Vj. 220T€), Aufwendungen aus Kursdifferenzen 72 T€ (i.Vj. 140 T€) und Abschreibung auf Forderungen 54 T€ (i.Vj. 63 T€) zusammen. Diese Aufwendung fallen fast ausschließlich in Euro an, sodass hieraus keine nennenswerten Währungsrisiken entstehen.

Finanzlage

Das Eigenkapital der ISS STOXX Index GmbH beträgt 731.258 T€ (i. Vorperiode 731.258 T€) und setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von 50 T€ und der Kapitalrücklage in Höhe von 731.208 T€.

Dem gegenüber steht das Anlagevermögen in Höhe von 717.425 T€ (i.Vj. 717.563 T€), das aus 717.341 T€ (i.Vj. 717.341 T€) Anteile an verbundenen Unternehmen und 84 T€ (i.Vj. 222 T€) Hardwareausstattung besteht. Der ISS STOXX Index GmbH wurden im Rahmen der Gründung der ISS STOXX GmbH die Anteile an der STOXX Ltd. übertragen. Der Deckungsgrad des Anlagevermögens durch das Eigenkapital beträgt im Geschäftsjahr 101,93 % (i.Vj. 101,91%).

Das Umlaufvermögen der ISS STOXX Index GmbH beläuft sich im Berichtsjahr auf 64.045 T€ (i.Vj. 41.323 T€). Es besteht u.a. aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 510 T€ (i.Vj. 706 T€) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10.669 T€ (i.Vj. 8.782 T€) sowie aus Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 51.643 T€ (i.Vj. 31.563 T€). Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 34.180 T€ (i.Vj. 23.643 T€).

Die ISS STOXX Index GmbH ist in das Cash Pooling der DBAG einbezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Liquiditätsbedarf der ISS STOXX Index GmbH jederzeit gedeckt ist. Diese Kreditlinie i.H.v 15.000 T€ wird von der ISS STOXX GmbH zinslos bereitgestellt. Sie ist täglich fällig und kann von der ISS STOXX Index GmbH jederzeit in Anspruch genommen werden. Zum Bilanzstichtag ist die Kreditlinie ungenutzt. Der Finanzmittelbestand (definiert als Guthaben bei Kreditinstituten, (Forderungen aus Cash Pooling und abzüglich Verbindlichkeiten aus Cash Pooling) beläuft sich auf 41.894 T€ (i.Vj. 20.636 T€).

Die ISS STOXX Index GmbH war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 nachzukommen.

Vermögenslage

Das Anlagevermögen der ISS STOXX Index GmbH beläuft sich auf 717.425 T€ (i.Vj. 717.563 T€). Es besteht aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 717.341 T€ (i.Vj. 717.341 T€) und Hardwareausstattungen in Höhe von 84 T€ (i. Vj 222 T€). Im Rahmen der Gründung wurde die STOXX Ltd. der ISS STOXX Index GmbH als Tochtergesellschaft untergeordnet. Zu diesem Zweck wurden Anteile an der STOXX Ltd. in Höhe von 717.341 T€ (i.Vj. 717.341 T€) vollständig von der Deutsche Börse AG an die ISS STOXX Index GmbH übertragen.

Immaterielle Vermögensgegenstände sind in der Gesellschaft nicht vorhanden. Die zum Betrieb des Indexgeschäftes notwendige Software wird durch die DBAG und die STOXX zur Verfügung gestellt. Neben der eigenen Hardwareausstattung benötigten Betriebsmittel werden von der DBAG und der STOXX zur Verfügung gestellt.

Das Umlaufvermögen beträgt 63.536 T€ (i.Vj. 41.323 T€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 10.669 T€ (i.Vj. 8.782 T€), die vollständig Leistungen im Rahmen des Indexgeschäftes zugeordnet werden können. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 51.643 T€ (i.Vj. 31.563 T€), die im Wesentlichen aus Cash Pooling Forderungen in Höhe von 41.385 T€ (i.Vj. 19.930 T€) gegen der ISS STOXX GmbH bestehen.

Das Eigenkapital der ISS STOXX Index GmbH beläuft sich am Ende des Geschäftsjahres auf 731.258 T€ (i.Vj. 731.258 T€). Die Eigenkapitalquote der ISS STOXX Index GmbH beläuft sich auf 93,56% (i.Vj. 96,35%).

Zum Bilanzstichtag hatte die Gesellschaft Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 34.180 T€ (i.Vj. 23.643 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung belaufen sich auf 8 T€ (i.Vj. 2 T€).

Insgesamt ist die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft als stabil zu bewerten.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen der ISS STOXX Index GmbH werden die originären operativen Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis (EBIT) beurteilt. Letzteres wird maßgeblich durch die Faktoren Umsatz und Kosten beeinflusst. Diese Kennzahlen wurden gewählt, da ein angemessenes Wachstum des originären Geschäfts der Gesellschaft sowie der Erhalt einer attraktiven operativen Gewinnmarge Kernziele der Geschäftsleitung darstellen. Die unterjährige Entwicklung des EBIT wurde regelmäßig durch die Geschäftsführung überprüft und dem jährlichen Budget gegenübergestellt. Das EBIT für das Jahr 2023 beträgt 126.819.506,48 € (i.VJ. 110.305 T€). Die leichte Unterschreitung des erwarteten EBIT von 131 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem deutlicher als erwarteten Anstieg der Kosten für Kurse und Wertpapierdienste, welche die höher als erwarteten Umsatzerlöse überkompensiert haben.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche Leistungsindikatoren werden die in ETFs auf Indizes der ISS STOXX Index GmbH verwalteten Vermögenswerte (2023 Durschnitt: 23,80 Mrd. €), das Handelsvolumen in Indexderivaten (Januar bis Dezember 2023: 52,222 Mio. Kontrakte), das Emissionsvolumen in strukturierten Produkten (Januar bis Dezember 2023: 0,85 Mio. Produkte) sowie die Anzahl der Kunden für Datenlizenzen (Dezember 2023: 127) gesehen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Der Bericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der Geschäftslage der ISS STOXX Index GmbH im Jahr 2024 und darüber hinaus. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Prognoseberichts.

Die Erträge aus dem eigenen Indexgeschäft der ISS STOXX Index GmbH werden in 2024 wesentlich von der Entwicklung der in ETFs auf Indizes der Gesellschaft investierten Vermögenswerte sowie des Handelsvolumens in Indexderivaten abhängen. In diesem Kontext geht die ISS STOXX Index GmbH für 2024 von einem im Wesentlichen gleichbleibenden Niveau der investierten Vermögenswerte bei gleichzeitig höheren Indexständen aus und einer im Wesentlichen stabilen Entwicklung der gehandelten Indexkontrakte aus. Dies ist konsistent mit der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF), der von einer Verringerung des Bruttoinlandsproduktwachstums in Deutschland von -0,3% in 2024 ausgeht im Vergleich zu +1,8% im Jahr 2023 und damit für eine verhaltene Entwicklungen an den Märkten spricht.

Auf dieser Basis geht die Gesellschaft davon aus, dass die Umsatzerlöse insgesamt von 43 Mio. EUR auf ca. 47 Mio. EUR steigen.

Der finanzielle Erfolg des Geschäftsjahres 2024 wird neben der Entwicklung des eigenen Indexgeschäfts maßgeblich von der Entwicklung des Geschäfts der STOXX Ltd. und der von ihrer gezahlten Dividende abhängen. Auf Basis des berichteten Ergebnisses 2023 der STOXX Ltd. geht die ISS STOXX Index GmbH von einer Dividende von 105 Mio. EUR aus.

Gemäß ihrer Planung für 2024 erwartet die Gesellschaft damit einen Rückgang des EBIT von ca 127 Mio. EUR auf rund 116 Mio. EUR.

Chancenbericht

Die Gesellschaft sieht die von ihr angeboten DAX-Indizes weiterhin gut im Wettbewerb positioniert, um Anlagegelder institutioneller und privater Investoren anzuziehen. Sie bildet dabei hauptsächlich das Anlageziel Deutschland ab. Es besteht die Chance, dass sich deutsche Aktien und die Attraktivität Deutschlands als Investitionsziel positiver entwickeln, als die aktuellen Prognosen erwarten lassen. In diesem Fall wäre die Gesellschaft gut positioniert, hiervon zu profitieren.

Darüber hinaus könnte sich das Geschäft der STOXX Ltd. positiv entwickeln, was sich in höheren Dividendenerträgen in zukünftigen Geschäftsjahren niederschlagen würde. Wesentliche Treiber hierfür können verstärkte Mittelzuflüsse in die europäischen Aktienmärkte sowie höhere Handelsvolumina in Indexderivaten sein. Darüber hinaus erwartet STOXX Ltd. Synergien aus der Zusammenarbeit mit ISS Inc. Dies kann sich insbesondere positiv auf den Vertriebserfolg (z.B. durch besseren Kundenzugang in den Vereinigten Staaten) und die Produktentwicklung (durch Zugang zu neuen Datenquellen) auswirken.

Risikobericht

Die Risiken der Gesellschaft lassen sich unterteilen in

Operationelle Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Geschäftsrisiken

Projektrisiken

Die Gesellschaft konzentriert sich im Risikomanagement auf die oben genannten Risiken. Operationelle Risiken in den Bereichen IT und Betrieb werden im Rahmen monatlicher Berichterstattung der Dienstleister (Deutsche Börse Gruppe, STOXX Ltd.) an die Geschäftsführung überwacht 1 . Finanzwirtschaftliche, Geschäfts- und Projektrisiken werden regelmäßig und anlassbezogen durch die Geschäftsführung überprüft. Darüber hinaus ist die Gesellschaft Teil der Risikomanagementprozesse der Gruppe Deutsche Börse. Diese sehen insbesondere die Dokumentation und jährliche Überprüfung der wesentlichen Risiken vor.

Operationelle Risiken

Operationelle Risiken umfassen:

Verfügbarkeitsrisiken (auch abgeleitet aus Cyber-Risiken)

Fehlverarbeitungsrisiken

Schäden an materiellen Gütern

Rechtliche Risiken

Da der Betrieb der IT-Systeme sowie die laufende Pflege der Produkte von Gesellschaften der Gruppe Deutsche Börse und der Tochtergesellschaft der ISS STOXX Index GmbH, der STOXX Ltd., übernommen werden, hängen operationelle Risiken zu einem bedeutenden Teil von der Leistungserbringung durch diese Gesellschaften ab.

Verfügbarkeitsrisiken: Die ISS STOXX Index GmbH ist auf die Verfügbarkeit der für die Indexberechnung notwendigen Mittel und Daten angewiesen. Insbesondere muss die erforderliche technische Infrastruktur unterbrechungsfrei bereitgestellt werden. In diesem Zusammenhang spielt das Risiko eines temporären Ausfalls oder einer Störung der eingesetzten EDV eine zentrale Rolle. Daneben resultieren Verfügbarkeitsrisiken aus temporären oder dauerhaften Ausfällen von Datenlieferanten und der Notwendigkeit, qualifiziertes Personal und sonstige Infrastruktur für die Indexberechnung bereitzustellen. Weiterhin kann es grundsätzlich infolge von Cyber-Angriffen zu Systemausfällen kommen.

Durch Redundanzen von Systemen und Leitungen sowie einem reibungslosen Betrieb, wurden im Jahr 2023 alle vereinbarten Service Level (SLA) mit den entsprechenden System-Verfügbarkeit eingehalten. Störungen der verwendeten Informationstechnologie könnten zu Einnahmeausfällen, Schadensersatzansprüchen und zusätzlichen Kosten für die Behebung des Schadens führen. Im Falle längerer oder häufig wiederkehrender Ausfälle kann es auch zu Reputationsverlusten kommen, die in letzter Konsequenz ein Abwandern der Kunden zur Folge haben könnten (Geschäftsrisiko). 2 Die relevanten IT-Systeme werden von der DBAG und STOXX Ltd. im Rahmen des gruppenweiten Ansatzes zur Risikosteuerung überwacht. Dies beinhaltet regelmäßige Disaster Recovery Tests zur Überprüfung der Wirksamkeit der Notfallmaßnahmen. Außerdem werden von der DBAG Risiken aus der Nichtverfügbarkeit von Systemen berücksichtigt. Die Situation wird auf Basis des Incident and Crisis Management Prozesses der Gruppe Deutsche Börse gehandhabt. Vorsichtsmaßnahmen werden zentral koordiniert, um die Kontinuität der geschäftskritischen Abläufe der Gruppe Deutsche Börse sowie die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sicherzustellen. Failover der Applikationen und Business-Continuity-Management-Tests werden jährlich durchgeführt.

Alle Prozesse unterliegen dem jährlichen Internal Audit der DBG, werden auf Risiken geprüft und auf dem neuesten Stand gehalten. Die innerhalb der Gruppe Deutsche Börse verantwortlichen IT-Bereiche und deren Prozesse sind Teil des Information Security Risk Management, Infrastructure Security Management, Internal Audit Management, Privileged Access Monitoring sowie des Vulnerability Management.

Fehlverarbeitungsrisiken: Bei der Bereitstellung der für die Indexberechnung erforderlichen Mittel und der Erbringung der damit im Zusammenhang stehenden Leistungen kann es zu Fehlern kommen (Fehlverarbeitungsrisiken). Diese Fehler können auf menschlichem Versagen der Mitarbeiter beruhen. Sie können ihre Ursache ferner in Fehlern der mit der Erbringung von Leistungen beauftragten Dritten haben. Insofern spielen für Fehlverarbeitungsrisiken insbesondere Leistungen der Gesellschaften der Gruppe Deutsche Börse und der STOXX Ltd. als Index-Administrator eine Rolle, die Gegenstand der Dienstleistungsverträge zwischen den Gesellschaften sind. Risiken ergeben sich vor allem aus manuellen Eingriffen in die Prozessabläufe. Obwohl der Prozessablauf zu großen Teilen automatisiert ist, haben manuelle Tätigkeiten weiterhin relevanten Einfluss auf die Indexberechnung. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dabei zukünftig Systemstörungen auftreten können. Fehlverarbeitungsrisiken können zudem aus Produktfehlern, z.B. aus Mängeln der im Rahmen der Indexberechnung eingesetzten Soft- und Hardware resultieren. Da die Indexberechnung durch die STOXX Ltd. durchgeführt wird, sind diese Prozesse durch das interne Kontrollsystem dieser Gesellschaft abgedeckt sowie auch im Inventar operationeller Risiken erfasst.

Schäden an materiellen Gütern: Als operationelles Risiko einzuordnen ist auch das Risiko von Schäden an materiellen Gütern, die für Zwecke der Gesellschaft eingesetzt werden, auch wenn diese nicht im Eigentum der Gesellschaft stehen, sondern ihren Dienstleistern gehören. Solche Schäden können durch Naturkatastrophen und Unfälle entstehen. Sie können ihre Ursachen ferner in Sabotageakten oder Terroranschlägen haben. Die relevanten IT-Systeme werden von der DBG und STOXX Ltd. im Rahmen des gruppenweiten Ansatzes zur Risikosteuerung überwacht. Dies beinhaltet regelmäßige Disaster Recovery Tests zur Überprüfung der Wirksamkeit der Notfallmaßnahmen.

Rechtliche Risiken: Die Bereitstellung von Indizes und Benchmarks erfolgt in einem rechtlich regulierten Umfeld, insbesondere aufgrund der europäischen Benchmark-Verordnung. Die hiermit einhergehenden Verpflichtungen als Benchmark-Administrator hat die STOXX Ltd. für die Indizes der ISS STOXX Index GmbH übernommen. Somit entstehen Risiken vor allem aus der korrekten Wahrnehmung aller diesbezüglichen Verpflichtungen durch diese Gesellschaft.

Daneben können Rechtsrisiken aus den zur Durchführung des Indexgeschäfts geschlossenen Verträgen resultieren. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn Vertragsbedingungen vereinbart wurden, die sich später als unzulänglich herausstellen. Allerdings stehen diese nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den für das Indexgeschäft geltenden rechtlichen Anforderungen.

Für materielle operationelle Risiken erstellt die Gesellschaft gemeinsam mit der STOXX Ltd. spezifische Risikoszenarien. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Verlusten > 1 Mio. EUR als unwahrscheinlich beurteilt. Die zugrunde liegende Verteilung möglicher Verluste umfasst auch Szenarien mit sehr hohen Verlusten, welche den Umsatz der Gesellschaft deutlich übersteigen würden, diese werden aber als sehr unwahrscheinlich bewertet.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Finanzkraft der Gesellschaft kann durch verschiedene finanzwirtschaftliche Risiken gefährdet sein:

Marktpreisrisiken,

Kreditrisiken,

Liquiditätsrisiken und

Beteiligungsrisiken.

Marktpreisrisiken können als Zins- oder Währungsrisiken bei der Anlage oder Aufnahme von Geldern durch Zins- und Währungsschwankungen entstehen. Da die ISS STOXX Index GmbH alle Leistungen in Euro fakturiert und Dividenden aus ihren Beteiligungen in Euro erhält, hat sie kein direktes Währungsrisiko. Gleichwohl entstehen wesentliche Teile (>50%) der Kostenbasis der STOXX Ltd. in anderen Währungen als dem Euro (insb. Schweizer Franken und Britische Pfund). Hierdurch kann es zu indirekten Währungsrisiken kommen.

Ein Kreditrisiko besteht darin, dass ein Kontrahent ausfällt und in der Folge seine Verbindlichkeiten gegenüber der ISS STOXX Index GmbH nicht oder nicht vollständig erfüllt. Diese Risiken stehen für die ISS STOXX Index GmbH nicht im Vordergrund. Sie können sich auf die finanzielle Situation auswirken, wenn von den Kunden geschuldete Entgelte nicht entrichtet werden. Kreditrisiken aus Geldanlagen der ISS STOXX Index GmbH sind von untergeordneter Bedeutung. Generell werden die aktuellen Außenstände regelmäßig überwacht. Außerdem werden alle in Rechnung gestellten und noch ausstehenden Forderungen, die älter als ein Jahr sind, einzelwertberichtigt.

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass nicht genügend Liquidität für die Erfüllung der täglichen Zahlungsverpflichtungen vorhanden sein könnte oder im Falle von Liquiditätsengpässen erhöhte Refinanzierungskosten anfallen könnten. Hier kann die ISS STOXX Index GmbH zusätzlich zu ihrem eigenen Liquiditätsmanagement jederzeit durch die im Rahmen des Cash Pooling bereitgestellte Kreditlinie von 15 Mio. € gegenüber der Muttergesellschaft Qontigo GmbH auf ausreichende Liquidität zurückgreifen.

Beteiligungsrisiken bestehen aufgrund der an der STOXX Ltd. gehaltenen Anteile. Diese können sich im Wert verringern, wenn sich das Geschäft der STOXX Ltd. verschlechtert. Ebenso hat die STOXX Ltd. eigene operationelle, finanzielle-, geschäftliche- und Projektrisiken, welche sich materialisieren könnten und dann potenziell zu einem Wertverlust der Beteiligung führen würden. Die Geschäftsführung ist über den Verwaltungsrat direkt an der Governance der STOXX Ltd. beteiligt.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden aufgrund ihrer aktuell geringen Eintrittswahrscheinlichkeit nicht separat quantifiziert.

Geschäftsrisiken

Geschäftsrisiken spiegeln die relative Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und ihre Anfälligkeit für Ereignisrisiken aus externen Gefahren wider. Für die ISS STOXX Index GmbH sind folgende Risiken wesentlich:

Makroökonomische Risiken

Wettbewerbs- und Nachfragerisiken sowie

Risiken aus regulatorischer Entwicklung

Makroökonomische Risiken: Die Ertragslage der Gesellschaft hängt zu großen Teilen unmittelbar an dem Geschäftsvolumen ihrer Kunden (in Indizes der Gesellschaft investierte Vermögenswerte, gehandelte Index-Kontrakte). Diese wiederum werden durch makroökonomische Faktoren (z.B. Zinsniveau, Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, politische Entwicklungen) stark beeinflusst. Anders als in diversifizierten Geschäftsmodellen können negative Entwicklungen hier nur begrenzt ausgeglichen werden. So kann sich eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch signifikant auf die Ertragsentwicklung der ISS STOXX Index GmbH auswirken.

Wettbewerbs- und Nachfragerisiken: Als Anbieter für Indizes und Benchmarks mit besonderem Fokus auf deutsche Aktien ist die Ertragslage von der Wettbewerbs- und Nachfragesituation in diesem Marktsegment abhängig. Inwieweit die Gesellschaft von Veränderungen der Nachfrage betroffen ist, hängt auch von den alternativ verfügbaren Angeboten der Wettbewerber ab. Mit u.a. MSCI, S&P, FTSE und Solactive sind im relevanten Marktsegment weitere global tätige Indexanbieter aktiv. Auch haben Kunden grundsätzlich die Möglichkeit, eigene Indexlösungen für ihre Produkte zu nutzen. Neben dem allgemeinen Nachfragerisiko ist der Verlust von Marktanteilen an Wettbewerber oder das Ersetzen von Indizes der Gesellschaft durch kundeninterne Lösungen ein relevantes Risiko. Weiterhin besteht das Risiko, dass Preise für Indexlizenzen marktweit oder mandatsspezifisch absinken und sich so die Erlöse der Gesellschaft mindern.

Diese Risiken werden im Geschäftsbetrieb durch die regelmäßige Berichterstattung überwacht und bei negativen Entwicklungen werden Maßnahmen ergriffen, um diesen soweit möglich entgegen zu wirken.

Zudem kann die Ertragslage der ISS STOXX Index GmbH auch durch die Weiterentwicklung des regulatorischen Umfelds beeinträchtigt werden. Relevant hierfür sind einerseits regulatorische Entwicklungen, welche direkt die Gesellschaft betreffen, beispielsweise eine Regulierung der Preise für Indexlizenzen. Darüber hinaus kann die Gesellschaft auch von Regulierungen getroffen werden, welche ihre Kunden adressieren. Dies wäre z.B. bei Verkaufsbeschränkungen für strukturierte Produkte der Fall. Generell können regulatorische Veränderungen auch zu dauerhaft erhöhten Aufwänden und daraus resultierend niedrigeren Gewinnmargen führen.

Es gibt eine laufende Überwachung regulatorischer Entwicklungen durch die STOXX Ltd., in die auch die ISS STOXX Index GmbH eingebunden ist.

Zum Bilanzstichtag bergen die makroökonomischen Risiken das größte Risikopotential.

Schlussbemerkung

Insgesamt beurteilt die Gesellschaft ihr Risikoprofil als der Natur des Geschäfts angemessen.

In den aufgeführten Risikokategorien sehen wir keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft im Jahr 2023 grundsätzlich gefährden würden. Die Gesellschaft rechnet aktuell nicht mit einer deutlichen Veränderung des Risikoprofils im Geschäftsjahr 2023.

 

Eschborn, den 14.03.2024

ISS STOXX Index GmbH

Die Geschäftsführung

Frank Prasse

Marc Robert-Nicoud

1 Dieser Prozess wird aktuell überprüft
2 Siehe auch Erläuterungen "Geschäftsrisiken"

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023
In EUR
31.12.2022
In T EUR
ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.030,43 222
84.030,43 222
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 717.340.810,08 717.341
717.340.810,08 717.341
Summe Anlagevermögen 717.424.840,51 717.563
UMLAUFVERMÖGEN
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.669.157,61 8.782
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (i.Vj. 0 T€)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 51.642.553,14 31.563
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 € (i.Vj. 0 T€)
sonstige Vermögensgegenstände 1.223.794,23 272
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.888,61 € (i.Vj. 0 T€)
63.535.504,98 40.617
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 509.782,50 706
Summe Umlaufvermögen 64.045.287,48 41.323
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 101.524,80 98
Summe Aktiva 781.571.652,79 758.984

Passivseite

31.12.2023
In EUR
31.12.2022
In T EUR
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50
Kapitalrücklage 731.207.792,35 731.208
Jahresüberschuss 0,00 0
Summe Eigenkapital 731.257.792,35 731.258
RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 14.028.290,78 3.191
Summe Rückstellungen 14.028.290,78 3.191
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.159,09 2
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 8.159,09 € (i.Vj. 2 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (i.Vj. 0 T€)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.179.840,46 23.643
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 34.179.840,46 € (i.Vj. 23.6 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (i.Vj. 0 T€)
sonstige Verbindlichkeiten 1.248.088,98 891
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 1.248.088,89 € (i.Vj. 891 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 € (i.Vj. 0 T€)
davon aus Steuern 552.550,52 € (i.Vj. 727 T€)
Summe Verbindlichkeiten 35.436.088,53 24.536
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 849.481,13 0
Summe Passiva 781.571.652,79 758.984

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
In EUR
2022
In T EUR
Umsatzerlöse 43.289.618,66 37.702
sonstige betriebliche Erträge 226.317,24 449
davon aus der Währungsumrechnung 81.493,23 € (i. Vj . 121 T€)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -83.972 -180
sonstige betriebliche Aufwendungen -36.154.986,36 -28.033
davon aus der Währungsumrechnung - 72.295,08 € (i. Vj . -140 T€)
Erträge aus Beteiligungen 119.542.528,94 100.368
davon von verbundenen Unternehmen 119.542.528 ,94 € (i. Vj . 100.368 T€)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 704.352,77 67
davon von verbundenen Unternehmen 702.953 ,25 € (i. Vj . 67 T€)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -34.572,94 -4
davon an verbundene Unternehmen 0,00 € (i. Vj . 0 T€)
davon aus der Aufzinsung 0,00 € (i. Vj . 0 T€)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -145.805,67 -10
Ergebnis nach Steuern 127.343.480,64 110.358
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -127.343.480,64 -110.358
Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zur Gesellschaft

Die ISS STOXX Index GmbH ("die Gesellschaft") mit Sitz in Eschborn wird im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 115045 geführt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der ISS STOXX Index GmbH, Eschborn, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft im Rahmen ihrer SAP/S4 Hana Transformation ein paralleles Hauptbuch für die HGB- und IFRS-Buchhaltung implementiert und den bestehenden Kontenplan neu konzipiert. Durch die getrennte Hauptbuchhaltung für HGB und IFRS ist nun eine parallele Verarbeitung der Daten möglich, zudem ermöglicht der neue Kontenplan und die Optimierung von Schnittstellensystemen eine höhere Datengranularität. Dadurch können einzelne Bilanzierungssachverhalte präziser abgebildet werden, welche unter Umständen zu einem unterschiedlichen Ausweis im Vergleich zur bisherigen Vorgehensweise führen. Die Vorjahreszahlen der Gesellschaft wurden nicht angepasst. Die Umstellungseffekte werden bei der Erläuterung des jeweiligen Bilanzpostens gesondert dargestellt.

Einführung der globalen Mindeststeuer

Im Oktober 2021 einigten sich über 135 Länder im Rahmen des "OECD/G20 Inclusive Framework on Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)" auf die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung für multinationale Konzerne mit einem konsolidierten Jahresumsatz von mindestens 750 Mio. €. Das als Pillar II bekannte Reformvorhaben verfolgt das Ziel, eine effektive Mindestbesteuerung von Gewinnen betroffener multinationaler Konzerne mit 15 Prozent pro Jurisdiktion sicherzustellen. Dadurch soll der internationale Steuerwettbewerb begrenzt und eine faire und angemessene Besteuerung sichergestellt werden. Nachdem im Dezember 2021 die Säule-2-Modellregeln von der OECD veröffentlicht worden waren, einigten sich die EU-Mitgliedstaaten am 12. Dezember 2022 auf eine Richtlinie für die effektive Mindestbesteuerung multinationaler Unternehmensgruppen, die bis zum 31. Dezember 2023 in nationales Recht umzusetzen war. Der Deutsche Bundestag beschloss am 10. November 2023 das Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz mit Wirkung für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2024; entsprechende Vorschriften gelten auch in einem überwiegenden Teil der für die Gruppe Deutsche Börse relevanten Jurisdiktionen außerhalb der EU.

Für die Gesellschaft werden keine steuerlichen Auswirkungen für das Erstanwendungsjahr 2024 erwartet.

Anlagevermögen

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die abnutzbaren Sachanlagen werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei beweglichen Anlagegütern werden vereinfachend die steuerlichen Regeln hinsichtlich des Abschreibungsbeginns in ihrer jeweils zum Anschaffungszeitpunkt gültigen Form angewendet.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen bilanziert. Sofern die Gründe, die zu einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung, maximal bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken sind einzelwertberichtigt. Latente Risiken sind pauschalwertberichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung sind unter Berücksichtigung von § 256a HGB zu Kursen von Bloomberg zum Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit dem entsprechenden Referenzkurs erfasst.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten grundsätzlich Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet.

Verbindlichkeiten

Gemäß § 253 Absatz 1, S. 2 HGB sind die Verbindlichkeiten mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten in fremder Währung sind unter Berücksichtigung von § 256a HGB zum zu Kursen von Bloomberg zum Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls mit dem entsprechenden Referenzkurs erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Sachanlagen
EUR
Finanzanlagen
EUR
Summe
EUR
Vortrag zum 01.01.2023 402.378,90 717.340.810,08 717.743.188,98
Währungsdifferenzen 0 0 0
Disagio 0 0 0
Zugänge 0 0 0
Abgänge 80.670,49 0 80.670,49
Umbuchungen 0 0 0
Kapitalherab. 0 0 0
Stand per 31.12.2023 321.708,41 717.340.810,08 717.662.518,49
Abschreibungen
Vortrag zum 01.01.2023 180.252 0 180.252
Abschreibungen 83.972 0 83.972
Abgänge 26.546 0 26.546
Umbuchungen 0 0 0
Stand per 31.12.2023 237.677,98 0 237.677,98
Buchwert zum 31.12.2022 222.126,70 717.340.810,08 717.562.936,78
Buchwert zum 31.12.2023 84.030,43 717.340.810,08 717.424.840,51

Beteiligungen

Die ISS STOXX Index GmbH hält zum 31. Dezember 2023 folgende Beteiligung:

Gesellschaft Sitz Eigenkapital 1) Jahresergebnis 1) Anteil am Kapital unmittelbar
STOXX Ltd. Zug 120.834 119.314 100%

1) Alle Angaben in TEUR und aus dem testierten Abschluss für das Jahr 2022

Für die Umrechnung der Angaben Eigenkapital und Jahresergebnis aus Fremdwährungen, wurde der Kurs von Bloomberg zum 31.12.2022 verwendet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 10.669 T€ (i.Vj. 8.782 T€). Diese umfassen ausschließlich Forderungen aus dem Indexgeschäft.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Gegenüber dem Gesellschafter der ISS STOXX Index GmbH bestehen Forderungen aus dem Cash Pooling. Die aus Refinanzierungszwecken resultierenden Forderungen gegen ISS STOXX GmbH betragen 41.385 T€ (i.Vj. 19.930 T€).

Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten vor allem Forderungen aus der Leistungserbringung des Indexgeschäfts gegenüber der Eurex Frankfurt AG in Höhe von 5.185 T€ (i.Vj. 144 T€), der STOXX Ltd. in Höhe von 3.605 T€ (i.Vj. 4.359 T€), der Deutsche Börse AG in Höhe von 1.032 T€ (i.Vj. 3.216 T€), der STOXX Ltd. Prague in Höhe von 175 T€, der ISS STOXX GmbH in Höhe von 154 T€ (i.Vj. 3.667 T€) und der STOXX Ltd. UK Branch in Höhe von 106 T€.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 41.514 T€ (i.Vj. 19.948 T€) sowie Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von 10.128 T€ (i.Vj. 11.615 T€).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Forderungen aus der Umsatzsteuer in Höhe von 1.224 T EUR T€ (i.Vj. 272 T€).

Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt 510 T€ (i.Vj. 706 T€).

Eigenkapital

Das voll eingezahlte Stammkapital (Gezeichnetes Kapital) beträgt 50 T€.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 731.208 T€ (i.Vj. 731.208 T€). Sie besteht aus Einzahlungen im Sinne von § 272 HGB.

Ergebnisverwendung

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss in Höhe von 127.343.480,64 EUR an die ISS STOXX GmbH abgeführt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 14.028 T€ (i.Vj. 3.191 T€) gliedern sich wie folgt:

Angaben
in T €
In T EUR In T EUR
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 2023 2022
Eurex Frankfurt AG 10.575 0
Deutsche Börse AG 2.135 2.115
STOXX Ltd. - Milano 135 0
Steuerrückstellungen 784 0
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ggü fremden Unternehmen 399 300
ISS STOXX GmbH 0 358
Stoxx Ltd. 0 320
Axioma Inc. 0 71
Clearstream Holding AG 0 28
Summe 14.028 3.191

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie nachfolgend dargestellt:

Angaben
in T €
Gesamtbetrag Davon Laufzeit > 5 J. (§ 285 Nr. 1a HGB)
2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.180 23.643 0 0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen 1.855 23.643 0 0
davon Sonstige Verbindlichkeiten 32.324 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.248 891 0 0
davon aus Steuern 553 727 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 8 2 0 0
Summe Verbindlichkeiten 35.436 24.536 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen ggü. der STOXX Ltd. in Höhe von 1.601 T€ (i.Vj. 20.573 T€), der AXIOMA Ltd. in Höhe von 34 T€ (i.Vj. 1.478 T€), der Clearstream Services S.A. in Höhe von 169 T€ (i.Vj. 946 T€), dem Gesellschafter ISS STOXX GmbH in Höhe von 32.409 T€ (i.Vj. 503 T€) und der Deutsche Börse AG in Höhe von -39 T€ (i.Vj. 143 T€).

Pfandrechte oder ähnliche Rechte wurden für Verbindlichkeiten nicht bestellt.

Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 43.290 T€ (i.Vj. 38 T€) setzen sich im Wesentlichen aus dem Indexgeschäft zusammen. Davon stammen 19.413 T€ (i.Vj. 13.993 T€) von Kunden innerhalb Deutschlands, 5.219 T€ (i.Vj. 4.202 T€) aus Geschäften mit Kunden innerhalb der EU und 18.658 T€ (i.Vj. 19.507 T€) aus Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus dem Nicht-EU-Ausland (inklusive Großbritannien).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 226 T€ (i.Vj. 449 T€) und bestehen aus periodenfremden Erträgen des Vorjahres in Höhe von 0 T€ (i.Vj. 16 T€), Kostenweiterbelastung in Höhe von 0 T€ (i.Vj. 22 T€), Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 92 T€ (i.Vj. 75 T€), Erträgen aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 53 T€ (i.Vj. 214 T€) und Erträgen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von 81 T€ (i.Vj. 122 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 36.155 T€ (i.Vj. 28.033 T€) und gliedern sich wie folgt:

Angaben
in T €
Gesamtbetrag
2023 2022
Kurse und Wertpapierdienste 32.637 22.297
Geschäftsbesorgungsentgelte an verbundene Unternehmen 1.421 2.451
nicht abzugsfähige Vorsteuer 1.088 18
EDV-Kosten 670 2.163
Allgemeine Bertungskosten 197 220
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung 72 145
Aufw. Wertberichtigungen auf Forderungen 54 95
Sonstige 16 558
Personalnebenkosten 0 86
sonstige betriebliche Aufwendungen 36.155 28.033

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge in Höhe von 119.542 T€ (i.Vj. 100 T€) resultieren aus der Beteiligung an der STOXX Ltd.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Deutsche Börse AG einbezogen. Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind gemäß § 285 Nr. 17 HGB Bestandteil des Konzernanhangs der Deutsche Börse AG.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angaben
in T €
Gesamtbetrag Davon bis 1 Jahr
2023 2022 2023 2022
Betriebsführungs- und Geschäftsbesorgungsverträge 2.143 195 2.143 195
Davon gegen. verbundenen Unternehmen 2.143 195 2.143 195
Sonstige Verträge, insbesondere Dienstleistungsverträge 1.002 2.694 1.002 2.694
Gesamtbetrag 3.145 2.889 3.145 2.889
Angaben
in T €
Davon 1 bis 5 Jahre Davon > 5 Jahre
2023 2022 2023 2022
Betriebsführungs- und Geschäftsbesorgungsverträge 0 0 0 0
Davon gegen. verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
Sonstige Verträge, insbesondere Dienstleistungsverträge 0 0 0 0
Gesamtbetrag 0 0 0 0

Geschäftsführung

Bis zu ihrem Ausscheiden gehörten der Geschäftsführung an:

Austrittsdatum

07.07.2023 Sebastian Ceria Ph.D. Unternehmensleitung
17.10.2023 Dr. Joachim Weber Finanzen & Steuern, Governance, Risikomanagement & Compliance, Dipl.-Kaufmann
02.11.2023 Dr. Holger Wohlenberg Unternehmenskauf und -verkauf , Strategie, Dipl.-Kaufmann

Ab dem 30.10.2023 gehören der Geschäftsführung an:

Marc Robert-Nicoud Strategy & Corporate Planning
Frank Prasse Finance & Controlling

Mitarbeiter

Sowohl am 31.12.2023 als auch im Jahresdurchschnitt waren in der ISS STOXX Index GmbH keine Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernzugehörigkeit

Die ISS STOXX Index GmbH (vormals Qontigo Index GmbH) wurde am 04.04.2019 gegründet und ist eine 100-prozentige Tochter der ISS STOXX GmbH, Eschborn. Die ISS STOXX Index GmbH wird in den Teilkonzernabschluss ISS STOXX GmbH einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss des Teilkonzerns ISS STOXX GmbH wird nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die ISS STOXX Index GmbH wird zudem in den Konzernabschluss der Gruppe Deutsche Börse (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Deutsche Börse AG wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Es sind keine berichtspflichtigen Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 eingetreten.

 

Eschborn, den 14.03.2024

ISS STOXX Index GmbH

Die Geschäftsführung

Frank Prasse

Marc Robert-Nicoud

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISS STOXX Index GmbH, Eschborn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISS STOXX Index GmbH, Eschborn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISS STOXX Index GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 14. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Benjamin Kunz, Wirtschaftsprüfer

ppa. Lisa Pfenning, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 07.05.2024 festgestellt.

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