CS Service GmbHLiquidiert
Reiner-Lemoine-Allee 3, 06766 Bitterfeld-Wolfen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ryuhei Sato seit 4.2.2020 | Geschäftsführer |
Göran Riemer seit 14.11.2017 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Cleanpart Group GmbHAspergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018InhaltsverzeichnisKonzernbilanz zum 31. Dezember 2018 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018 Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2018 Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB zum 31. Dezember 2018 Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2018 Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2018 Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Cleanpart Group GmbH, Asperg für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018A. Vorbemerkung/Allgemeine Grundsätze Die Cleanpart Group GmbH, Asperg (Amtsgericht Stuttgart, HRB 753165), ist gemäß § 290 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung der Vorschriften des HGB erstellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt. B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises In den Konzernabschluss wurden zum 31. Dezember 2018 gemäß § 294 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen die Cleanpart Group GmbH, Asperg, sowie vier (i. V. fünf) inländische und sieben (i. V. zehn) ausländische Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Am 11. Oktober 2018 erwarb die Cleanpart Group GmbH, Asperg, sämtliche Kommanditanteile an der Service Real Estate SCS, Luxemburg, Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt des Erwerbs. Im Anschluss an den Erwerb wurde die Service Real Estate SCS, Luxemburg, aufgelöst und sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden sind auf das Konzernunternehmen cleanpart GmbH, Asperg, übergegangen. Zum Bilanzstichtag besteht die Service Real Estate SCS, Luxemburg, rechtlich nicht mehr. Infolge der genannten Erstkonsolidierung sind die bedeutendsten Betriebsanwesen an den deutschen Standorten auf die cleanpart-Gruppe übergegangen. Der Buchwert des übergegangenen Grundvermögens (Grundstücke und Bauten) sowie der übernommenen Finanzierungsverbindlichkeit (TEUR 5.625) zum Bilanzstichtag belaufen sich auf TEUR 5.811 bzw. TEUR 0. Darüber hinaus ergaben sich hieraus nur unwesentliche Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit der des Vorjahres. Im Berichtsjahr fanden diverse Verschmelzungen von Konzernunternehmen statt. So wurde die CP Asia Holding GmbH, Asperg, auf die Muttergesellschaft verschmolzen. Außerdem wurde die Advanced Quartz Solutions SAS, Domene/Frankreich, auf die UP SGI Ultra Proprete SAS, Seysin-net-Pariset/Frankreich, verschmolzen. Des Weiteren wurde die Cleanpart US LLC, Delaware/USA, auf die Cleanpart International Inc., Delaware/USA verschmolzen und anschließend in Cleanpart USA Inc., Delaware/USA umfirmiert. Die Cleanpart Southeast LLC, Delaware/USA, wurde im Anschluss an die Veräußerung des Geschäftsbetriebs liquidiert. Aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebs resultierte nur ein unwesentlicher Ertrag. Die Vergleichbarkeit der Posten des Konzernabschluss mit der des Vorjahres ist durch die genannte Veräußerung des Geschäftsbetriebs nicht wesentlich beeinträchtigt. Hinsichtlich der Endkonsolidierungen zum 31. Oktober 2017 der zum veräußerten Geschäftsbereich healthcare gehörenden Gesellschaften sind folgende Angaben auf der Grundlage von § 265 Abs. 2 S. 2, und 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB zu tätigen: Die angepassten Vorjahresbeträge der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung an den Konsolidierungskreis des Jahres 2018 betragen: Angepasste Erträge und Aufwendungen des Jahres 2017
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in einer separaten Aufstellung einzeln aufgeführt. Diese Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB (Anlage 5) ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. C. Konsolidierungsgrundsätze und Währungsumrechnung Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen bzw. ein Teilkonzernabschluss zu Grunde. Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses bzw. der Stichtag des Teilkonzernabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018. Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der angelsächsischen Methode (Erwerbsmethode), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert. Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode. Für Erwerbsvorgänge wird der Wertansatz der den Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind. Aus der Erstkonsolidierung von in 2015 erworbenen Unternehmen ergaben sich aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von EUR 43.479.600,69 (i. V. EUR 44.044.175,65), die als Geschäfts- oder Firmenwerte aktiviert wurden. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Währungsanpassungen. Der aus der Erstkonsolidierung der im Berichtsjahr erworbenen Service Real Estate SCS, Luxemburg, resultierende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 21.978,91 wurde unter Wesentlichkeitsaspekten in voller Höhe als Aufwand erfasst. Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Währungs- und buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzposten zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet. Unrealisierte Kursgewinne, die im Rahmen der Schuldenkonsolidierung als Aufrechnungsunterschiede aufgedeckt werden, werden im Konzernabschluss erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung eingestellt. Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet. Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert. Auf eine Zwischenergebniseliminierung wurde sowohl im Anlage- wie auch im Umlaufvermögen auf Grund untergeordneter Bedeutung verzichtet. Zwischenergebnisse aus Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen liegen nicht vor. Die Ermittlung der latenten Steuern wurde auf Basis der zukünftigen Steuerbelastung der betreffenden Gesellschaften vorgenommen. Die Abgrenzung latenter Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgte gemäß § 306 HGB insoweit, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht. Die Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Jahresabschlüsse bzw des aus ausländischen Jahresabschlüssen abgeleiteten einbezogenen ausländischen Teilkonzernabschlusses außerhalb des Euro-Raums wurden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt im Geschäftsjahr zu Jahresdurchschnittskursen. Hieraus resultierende Differenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Erstkonsolidierungspflichtige Eigenkapitalien und Beteiligungsbuchwerte werden mit den historischen Kursen im Erstkonsolidierungszeitpunkt umgerechnet. Die Währungsunterschiede, die sich aus der historischen Umrechnung des erstkonsolidierungspflichtigen Kapitals, aus der Umrechnung der Vermögens-, Kapital- und Schuldposten ausländischer Konzerngesellschaften bzw. der entsprechenden Posten des einbezogenen ausländischen Teilkonzernabschlusses und die Währungsunterschiede, die sich aus der Umrechnung des erwirtschafteten Konzernergebnisses von nicht in Euro geführten Gesellschaften ergeben, werden erfolgsneutral der "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" zugeordnet. Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden und der Währungsumrechnung wurde beachtet. D. Rechnungslegungsgrundsätze Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Gesellschaften wurden die nach landesrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse bzw. ein Teilkonzernabschluss der Konsolidierung zu Grunde gelegt. Die Abschlüsse der ausländischen und inländischen Konzernunternehmen wurden, soweit dies erforderlich war, im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze angepasst. Zur Erhöhung der Aussagekraft des Konzernabschlusses wurde gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB das Gliederungsschema der Konzernbilanz innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens um die Posten "Marke" und "Kundenstamm" erweitert. Außerdem wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Posten "Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert" ergänzt. Der Konzernjahresüberschuss umfasst den Anteil am Jahresergebnis, der den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnen ist. Im Berichtsjahr wurden die Grundsätze der Bilanzierungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit beachtet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände, die Geschäfts- oder Firmenwerte, die Marke und der Kundenstamm sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich über die individuell ermittelte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Marke und der Kundenstamm werden über eine Nutzungsdauer von 10 bzw. 15 Jahren linear abgeschrieben. Die aus der Kapitalkonsolidierung sich ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden jeweils über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die Gründe hierfür bestehen jeweils in der Stabilität der Kundenverhältnisse, des angebotenen Leistungsspektrums sowie in der Stabilität und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Zuschüsse zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten gekürzt. Die beweglichen Sachanlagen werden überwiegend nach der linearen Methode über die individuell ermittelte Nutzungsdauer, die sich auf ein bis 20 Jahre beläuft, abgeschrieben. Das unbewegliche Sachanlagevermögen wird über einen Zeitraum von 5 bis 33 Jahren abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Das im Vorjahr vorliegende Assoziierte Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei dem ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden konnte, wurde im Vorjahr gemäß § 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB mit dem fortgeführten Buchwert bewertet. Bei dem assoziierten Unternehmen wurde als Erstkonsolidierungszeitpunkt der Erwerbszeitpunkt der assoziierten Unternehmen gewählt. Unter Wesentlichkeitsgesichtspunkten wurde bei dem assoziierten Unternehmen auf die Ermittlung von stillen Reserven und stillen Lasten verzichtet, so dass für Zwecke der Equity-Bewertung bzw. deren Fortschreibung sämtliche Aufrechnungsdifferenzen in vollem Umfang dem passiven Unterschiedsbetrag zugeordnet wurden. Auf die Anpassung der in dem zu Grunde liegenden Abschluss des assoziierten Unternehmens angewandten Bewertungsmethoden an die konzerneinheitliche Bewertung wurde gemäß § 312 Abs. 5 HGB verzichtet. Wechselkursbedingte Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals wurden erfolgsneutral im Wertansatz der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen berücksichtigt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem grundsätzlich durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in Höhe der handelsrechtlichen Pflichtbestandteile oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag. Gängigkeit und Wertminderungen der Bestände wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Bei Wegfall der Gründe für eine Wertminderung wird eine Wertaufholung nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet worden. Latente Steuern aus den Einzelabschlüssen (Handelsbilanz II - Steuerbilanz-Unterschiede) der einbezogenen Gesellschaften und latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen wurden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der jeweiligen Gesellschaften ermittelt. Aktive und passive latente Steuern nach § 274 HGB aus den einbezogenen Abschlüssen wurden - jeweils saldiert auf Ebene der einbezogenen Abschlüsse - in den Konzernabschluss übernommen soweit ein passiver Überhang vorliegt. Latente Steuern nach §§ 274 und 306 HGB werden zusammengefasst ausgewiesen. Die unter den Pensionsverpflichtungen ausgewiesenen Verpflichtungen zur Gewährung einer Einmalzahlung bei Renteneintritt bzw. bei vorzeitigem Ausscheiden an den französischen Standorten werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Sterbetafeln des Instituts nationale de la statistique et des études économiques, Malakoff/ Frankreich) nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Dabei wurde der Zinssatz zehnjähriger französischer Staatsob+ligationen zum 31. Dezember 2018 verwendet. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,57 % (i. V. 1,30 %). Zukünftig erwartete, auf die Verpflichtungen sich auswirkendende Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,5 % (i. V. 2,5 %) bei den Entgelten ausgegangen. Die Bewertung berücksichtigt eine unternehmensspezifische Fluktuationsrate zwischen 5,0 % bis 9,0 % (i. V. zwischen 1,0 % und 8,0 %). Aufgrund geringer Bedeutung der Pensionsrückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage wurde auf eine Anpassung an die deutschen handelsrechtlichen Wertansätze verzichtet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt in diesen Fällen die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Bestände an flüssigen Mitteln wurden zum Stichtagskurs bewertet. Die im Außenverhältnis für Rechnung und Gefahr fakturierten Umsätze aus dem Verkauf von Scheidegut werden im Hinblick auf den Unternehmensgegenstand des Konzerns als durchlaufender Posten behandelt und mit den Aufwendungen saldiert. Die verbleibenden Erträge werden unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn und Verlustrechnung I. Konzernbilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs. 2. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. 3. Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 195.855,05 (i. V. EUR 208.054,79). 4. Latente Steuern Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, im Wesentlichen bei den immateriellen und materiellen Gegenständen des Anlagevermögens, den Vorräten und auf steuerliche Verlustvorträge. Auf den Ansatz hieraus resultierender Überhänge aktiver latenter Steuern wurde in Anwendung von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Passive Überhänge im Sinne von § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB werden angesetzt. Des Weiteren wurden latente Steuern im Zuge von Konsolidierungsbuchungen entsprechend § 306 HGB gebildet. Aufgrund der erfolgsneutral behandelten Aufrechnungsdifferenzen innerhalb der Schuldenkonsolidierung wurden auch die sich hieraus ergebenden passiven latenten Steuern erfolgsneutral behandelt. Dabei wurde der Steuersatz der betreffenden Gesellschaft verwendet. Der angewandte Steuersatz beträgt 30,0 %. Die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 1.466.809,20 (i. V. EUR 1.469.638,61) enthalten vollumfänglich latente Steuern nach § 306 HGB. 5. Eigenkapital Das Eigenkapital beinhaltet das Stammkapital der Muttergesellschaft Cleanpart Group GmbH. Es beträgt EUR 25.000,00 und ist voll einbezahlt. Der Konzernbilanzverlust enthält einen Verlustvortrag in Höhe von EUR 6.574.545,28. Die im Berichtsjahr erfolgte Einstellung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 40.228,60 resultiert aus einem Forderungsverzicht des ehemaligen Gesellschafters. 6. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich in Höhe von TEUR 2.146, Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 213 sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 191. 7. Verbindlichkeiten Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2018 setzen sich wie folgt zusammen:
Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 11.909.402,23) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 37.047.483,34 (i. V. EUR 0,00) Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber der Mitsubishi Chemical Holdings Europe GmbH, Wiesbaden. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen bei einzelnen Gesellschaften teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 285 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus dem Abgang von Sachanlagevermögen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von EUR 34.738,72 (i. V. EUR 14.285,34) enthalten. 3. Personalaufwand Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 82.330,92 (i. V. EUR 41.410,12) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 190 beinhalten im Forderungsverluste, Buchverluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie Bearbeitungsgebühren und Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit Darlehensaufnahmen im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von EUR 2.517,65 (i. V. EUR 56.687,58) enthalten. 5. Beteiligungsergebnis Das Beteiligungsergebnis enthält Erträge aus assoziierten Unternehmen in Höhe von EUR 1.536.834,59 (i. V. EUR 2.029.628,46). 6. Finanzergebnis Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit EUR 683.096,70 (i. V EUR 2.805.780,47) verbundene Unternehmen. 7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 enthalten. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten einen Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von EUR 197.837,16 (i. V. EUR 209.549,66). 8. Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile Die Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile setzen sich wie folgt zusammen:
9. Außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Erträge in Höhe von TEUR 4.577 (i. V. TEUR 5.905) angefallen, die in voller Höhe im sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen sind. Diese resultieren im Geschäftsjahr 2018 aus dem Verkauf der Geschäftsanteile an dem assoziierten Unternehmen Frontken Corporation Berhad, Singapur. Im Geschäftsjahr sind außergewöhnlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.081 (i. V. TEUR 920) angefallen. Die außergewöhnlichen Aufwendungen des Berichtsjahres sind nahezu vollumfänglich in dem Posten Löhne und Gehälter enthalten. Es handelt sich um Bonuszahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der cleanpart-Gruppe. F. Sonstige Angaben 1. Beteiligungsverhältnisse Hinsichtlich der Beteiligungen der Gesellschaft verweisen wir auf die gesonderte Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB, die integraler Bestandteil des Konzernanhangs ist. 2. Offenlegungserleichterungen- und Aufstellungserleichterungen Für folgende Gesellschaften werden die Offenlegungserleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen:
Für den Jahresabschluss der cleanpart GmbH, Asperg, zum 31. Dezember 2018 wird zudem von der Befreiungsvorschrift gemäß § 264 Abs, 3 HGB insoweit Gebrauch gemacht als auch auf die Aufstellung eines Lageberichts verzichtet wird. 3. Personal Der Konzern beschäftigte ohne Berücksichtigung von Auszubildenden im Jahresdurchschnitt 383 Mitarbeiter. Hierbei entfallen auf den Bereich der Verwaltung 82 Mitarbeiter und auf den Bereich Produktion 301 Mitarbeiter. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.348. 5. Derivative Finanzinstrumente Als derivative Finanzinstrumente werden CAPs zur Zinssatzbegrenzung eingesetzt. Die Kontrakte werden ausschließlich über Banken abgewickelt, die über höchste Bonität verfügen. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende derivative Finanzinstrumente:
Die Bewertung der Finanzderivate wird von externen Finanzpartnern durchgeführt und erfolgt auf der Basis aktueller Marktdaten unter der Verwendung der Markt-to-Market-Methode. 6. Ergänzende Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält den Bestand an Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und jederzeit fällige Kreditaufnahmen bei Kreditinstituten. Er setzt sich wie folgt zusammen:
Folgender wesentlicher zahlungsunwirksamer Geschäftsvorfall hat seinen Niederschlag im Kon- zernabschluss gefunden: Der Ansatz der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen erhöhte sich um EUR 1.536.834,59 (i. V. TEUR 1.738) durch Erfassung des anteiligen Jahresergebnisses. Der genannte Ertrag im Jahr 2018 resultiert aus der Equity-Bewertung zum Zeitpunkt des Abgangs der Beteiligung. Die in der Konzernkapitalflussrechnung enthaltenen Cashflows des Jahres 2017 stellen sich ohne Berücksichtigung der zum 31. Oktober 2017 endkonsolidierten Gesellschaften wie folgt dar (Angaben nach § 294 Abs. 2 HGB):
7. Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapitalspiegel Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital ist ein Betrag in Höhe von TEUR 12.760 dem Mutterunternehmen zuzurechnen, der auch für Ausschüttungen zur Verfügung steht. 8. Organe des Mutterunternehmens Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft obliegt deren Geschäftsführern:
Die Angabe der Höhe der Bezüge der Geschäftsführung wird in analoger Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Bei der Gesellschaft ist ein Beirat eingerichtet. Als Mitglieder sind bzw. waren berufen:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirats betragen TEUR 23. 9. Honorar für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
10. Nachtragsbericht Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2018 erfolgte bei sämtlichen Konzerngesellschaften die Umstellung des Geschäftsjahres auf den 31. März. Im April 2019 hat die US-Holding Cleanpart USA Inc. ein Finanzierungsdarlehen über USD 20 Mio. von einem nicht in den Konzernabschluss einbezogenen nahestehenden Unternehmen erhalten und damit entsprechende konzerninterne Verbindlichkeiten gegenüber der Cleanpart Group GmbH getilgt. Ein Teil der im Jahr 2019 begründeten Cashpooling-Verbindlichkeiten der Cleanpart Group GmbH gegenüber der Mitsubishi Chemical Holdings Europa, Wiesbaden, wurde in entsprechender Höhe zurückgeführt. 11. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.759.889,66 auf neue Rechnung vorzutragen.
Asperg, 15. Juli 2019 Cleanpart Group GmbH Dr. Udo Nothelfer Timo Seeberger Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Cleanpart Group GmbH, Asperg, im Geschäftsjahr 2018
Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB der Cleanpart Group GmbH, Asperg, zum 31. Dezember 2018
Konzernkapitalflussrechnung der Cleanpart Group GmbH, Asperg, für das Geschäftsjahr 2018
Konzerneigenkapitalspiegel der Cleanpart Group GmbH, Asperg, für das Geschäftsjahr 2018
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018A. Grundlagen des Konzerns Die cleanpart-Gruppe erbringt Dienstleistungen für die Halbleiterbranche und angrenzende High-Tech-Industrien in Europa und den USA im Bereich der Präzisionsreinigung, Oberflächenbeschichtung und - bearbeitung sowie dem Ersatz von kritischen Komponenten aus Halbleiter-Produktionsanlagen. In Europa rangiert die cleanpart-Gruppe in ihrer Branche auf Platz eins als absoluter Marktführer und befindet sich unter den Top drei Anbietern am Markt in den USA. Die cleanpart-Gruppe ist in der westlichen Welt an beinahe allen bedeutenden Halbleiter-Produktionsstandorten präsent. Im Vorjahr hatte die cleanpart-Gruppe mit Wirkung zum 31. Oktober 2010 ihren Geschäftsbereich Healthcare veräußert. Im Berichtsjahr wurde die Cleanpart Group GmbH an die Mitsubishi Chemical Corporation, Tokio/Japan, veräußert. Nach Ende des Berichtsjahres erfolgte bei allen Konzerngesellschaften die Umstellung des Geschäftsjahres auf den 31. März 2019. B. Wirtschaftsbericht Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche 2018 war sowohl politisch als auch gesamtwirtschaftlich ein äußerst bewegtes Jahr. Das globale Weltwirtschaftswachstum lag bei knapp 4 % und auch unsere beiden wichtigsten Märkte USA und Deutschland zeigten mit 3 % respektive 1,4 % zwar weiterhin Wachstum, blieben aber etwas hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Auch für die cleanpart-Gruppe war das Jahr 2018 trotz der politischen als auch gesamtwirtschaftlichen Turbulenzen und etwas unerwarteter, stärkerer Eintrübung in der zweiten Jahreshälfte, ein wiederum sehr erfreuliches Geschäftsjahr. Aufgrund einer sehr starken ersten Jahreshälfte war es trotz dieses nicht wirklich optimalen konjunkturellen Umfeldes möglich, dass unsere wichtigste Branche, der weltweite Halbleitermarkt, auch im Jahr 2018 wiederum ordentlich gewachsen ist und mit Umsatz von $ 469 Mrd. ein neuerliches Allzeithoch erklimmen konnte. Überrascht, im positiven Sinne, hat die erneut zweistellige jährliche Steigerungsrate der global diversifizierten Halbleiterindustrie von knapp 10,6 % obwohl in der zweiten Jahreshälfte gerade das hochvolumige Speichersegment schon recht dramatisch eingebrochen ist. Nach diesem außergewöhnlichen Überschwang der letzten Jahre wird es wohl im Nahfeld etwas abgekühlter weitergehen und wir erwarten für das Gesamtjahr 2019 nur äußerst moderates Wachstum. Dagegen verspricht der mittel- und längerfristige Ausblick für die Jahre 2020 und folgend weiterhin enorm lukratives Wachstumspotential. So prognostizierte das Analystenhaus Gartner Mitte Januar auf dem Industry Strategy Symposium (ISS) des Halbleiterverbands Semi im kalifornischen Half Moon Bay, nach 13,4 % Wachstum in 2018 für 2019 ein Jahreswachstum von 2,6 %, gefolgt von 8 % Wachstum in 2020 (CAGR von 5,1 % für die Jahre 2017- 2022). Die Analysten von VLSI prognostizieren für 2019 nun ein Branchenwachstum von 2,7 % und gehen für die Halbleiter Equipmenthersteller sogar von einem negativen Wachstum aus. Längerfristig sieht aber auch VLSI die Branche weiterhin kräftig wachsen und schon die zweite Jahreshälfte 2019 sollte wieder deutlich anziehen. Die kurzfristige Delle ist makroökonomisch getrieben durch Zollprotektionismus, abgekühlte Weltwirtschaft und Handelskriege. Branchenspezifische Schwächen zeigt weiterhin der Speichermarkt wogegen Analog, Power, Logik und andere schon heute in weiterhin positivem Territorium verbleiben. Anwendungstreiber des längerfristigen Wachstums sind Daten Ökonomie, Cloud Computing, Automobilelektronik und loT. Aus europäischer Sicht bleiben die beiden letzteren die entscheidenden Impulsgeber, die das erfreuliche Wiedererstarken der Halbleiterindustrie in dieser Region weiter vorantreiben helfen. Untermauert wird dies durch die massiven Investitionen von Bosch, Infineon und STMicroelectronics in neue europäische Halbleiterfabriken. Strategisch dazu passend sind auch die weiterhin euphorischen Prognosen des US-Marktforschers IC Insights, die Automobilelektronik neben AI bis 2021 als die Anwendersegmente mit den höchsten Zuwächsen sehen. Bereits heute beträgt der Automobilanteil etwas mehr als 9 % am Weltmarkt der Elektroniksysteme. Die industrielle Elektronik, ebenfalls ein Eckstein der europäischen Industrie, wird bis 2021 ebenfalls einen überproportional starken Anstieg hinlegen. Treiber sind die industrielle Robotik, das Gesundheitswesen und das Internet der Dinge. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Betrachtungszeitraum zeigte kontinuierliche Umsatzzuwächse über die ersten drei Quartale des Jahres und einen moderaten Umsatzrückgang im vierten Quartal des Jahres auf ein Niveau zwischen erstem und zweitem Quartal. In Summe kann der Geschäftsverlauf als gut beschrieben werden. Bezogen auf die europäischen Standorte zeigte sich eine abweichende Dynamik des Geschäftsverlaufs. Während das erste Quartal sich am Umsatzstärksten zeigte erodierte der Umsatz von Quartal zu Quartal auf den niedrigsten Wert im vierten Quartal des Berichtszeitraums. Dieser Verlauf war wesentlich bestimmt durch die Entwicklung der deutschen Standorte, zeigte in der Verteilung über die einzelnen Standorte jedoch ein sehr unterschiedliches Bild, In Frankreich ließen sich vom zweiten bis zum vierten Quartal des Jahres kontinuierliche Umsatzsteigerungen erreichen, während der Umsatz des ersten Quartals zwischen dem des zweiten und dritten Quartals lag. In Summe können wir im europäischen Halbleiterbereich von einer weiteren Zunahme der Umsätze im Betrachtungszeitraum sprechen, die jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Der Geschäftsverlauf des US-amerikanischen Teilkonzerns zeigte im Berichtszeitraum ein sehr erfreuliches Umsatzwachstum von rund 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum, welches währungskursbereinigt in EUR lediglich im Bereich von rund 4 % Niveau lag. Während vom ersten bis zum dritten Quartal eine konstante Steigerung erreicht wurde lag der Umsatz des vierten Quartals auf einem Niveau zwischen erstem und zweitem Quartal des Berichtszeitraums. Erwerb und Veräußerung von Unternehmen bzw. Unternehmensanteilen Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 veräußerte die Cleanpart USA Inc. den Geschäftsbetrieb der Cleanpart Southeast LLC (CP SE) an den einzigen Kunden der Gesellschaft. Der Einfluss auf die cleanpart-Gruppe ist sehr begrenzt, da die CP SE lediglich einen sehr untergeordneten Beitrag zum Umsatz und Jahresergebnis liefert. Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 veräußerte die cleanpart-Gruppe ihre Beteiligung an der Frontken Corporation Berhad, Kuala Lumpur. Das Jahresergebnis ist hierdurch um € 4,6 Mio. positiv beeinflusst. Umsatzentwicklung Die konsolidierten Umsätze der cleanpart-Gruppe im Geschäftsjahr 2018 betragen € 51,1 Mio. Der Umsatz entfällt mit € 31,9 Mio. auf den europäischen Teil der Gruppe und mit € 19,2 Mio. auf den US- amerikanischen Teilkonzern. Die Umsatzplanung der gesamten cleanpart-Gruppe für 2018 wurde damit um ca. 6 % unterschritten. Bei Vergleich der Geschäftsentwicklung der cleanpart-Gruppe ergeben sich folgende Feststellungen: Während die Umsatzerlöse in Europa in Summe ein Wachstum von 2,4 % verzeichneten, konnte der Teilkonzern USA ein sehr erfreuliches Umsatzwachstum in Euro von 4,3 % gegenüber dem Vorjahr erreichen. Diese Umsatzsteigerung des Teilkonzerns USA ergab sich aus drei Kunden-Accounts innerhalb der Top 5 Kunden. Als Haupttreiber des Umsatzwachstums in Europa sticht ein Kunde der französischen Gesellschaften hervor, der seine Produktion im Berichtszeitraum massiv ausweitete. Investitionen Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen insgesamt € 10,9 Mio. In den europäischen Gesellschaften wurden in 2018 Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von rund T€ 7.192 getätigt. Daneben wurde die luxemburgische Grundstücksgesellschaft Service Real Estate SCS erworben, die Eigentümerin von Betriebsanwesen an deutschen Standorten war. Hierdurch sowie durch den unmittelbaren Erwerb des Produktions- und Verwaltungsgebäudes in Asperg befinden sich die drei wichtigsten deutschen Betriebsanwesen im Eigentum der cleanpart-Gruppe. Weitere Investitionen der europäischen Gesellschaften erfolgten zur Anpassung an laufende Erfordernisse bei den Betriebsvorrichtungen sowie für Modernisierung der Infrastruktur. Im Teilkonzern Cleanpart USA betrugen die Investitionen im Geschäftsjahr 2018 T€ 3.622 und entfielen vollständig auf das Sachanlagevermögen. Hier handelt es sich sowohl um Modernisierungsinvestitionen bei den technischen Anlagen und Maschinen als auch um weitere Vorlaufinvestitionen im Hinblick auf die Gewinnung zusätzlicher technologisch führender Kunden. Personal Der durchschnittliche Mitarbeiterstand in den Unternehmen der cleanpart-Gruppe betrug 383 Personen. Davon entfielen 301 auf den Produktionsbereich und 82 auf die Verwaltung. Im Rahmen betrieblicher Fortbildungsmaßnahmen wurden unsere Mitarbeiter kontinuierlich entsprechend der Anforderungen unserer Kunden geschult und konnten dadurch eine qualitativ hochwertige Auftragsbearbeitung gewährleisten. Die niedrige Fluktuation bestärkt das Management der operativen Gesellschaften auf dem Weg, als attraktiver Arbeitgeber auch künftig mit engagierten Mitarbeitern die Herausforderungen neuer Generationen von Fertigungsequipment der Halbleiterindustrie zu bewältigen. Dies wird auch durch die, insbesondere in den deutschen Gesellschaften moderate Krankenstandsquote bestätigt. Forschung und Entwicklung Unsere Industrie ist geprägt von den höchsten Innovationsraten überhaupt und deshalb sind kontinuierliche, Roadmap getriebene F&E Tätigkeit, sowie auf Kundenbedürfnisse bezogene Entwicklungstätigkeit, Kernelemente für unseren nachhaltigen Erfolg. "Differenzierung durch Innovation" sehen wir als Schlüssel, um die nächste Phase des Wachstums, insbesondere mit den Technologieführern in den USA, erfolgreich gestalten zu können. Entsprechend haben wir im vergangenen Jahr unsere Strategie weiter verfeinert und durch Intensivierung unserer eigenen Aufwände, aber insbesondere auch durch intensive Zusammenarbeit mit Partnern, unsere Basis erweitert um Innovationsführer unserer Branche zu werden. Entsprechend konnten wir im vergangenen Geschäftsjahr unsere im Vorjahr gestartete "Journey to Innovation Leadership" konsequent weiter voran bringen.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich im Geschäftsjahr geringfügig auf € 74,7 Mio. (VJ. € 78,4 Mio.). Die Verringerung ist wesentlich auf die erfolgte Veräußerung der Beteiligung an der Frontken Corporation Berhad, Kuala Lumpur, und damit einhergehend auf die Verringerung der Nettoverschuldung der cleanpart-Gruppe zurückzuführen. Infolge des Erwerbs sämtlicher Kommanditanteile an der Service Real Estate SCS, Luxemburg, bzw. einem gesonderten Kauf von Grundvermögen erwarb die cleanpart-Gruppe sämtliche Betriebsanwesen in Deutschland. Hieraus ergaben sich Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von € 11,5 Mio. Das Vorratsvermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um € 0,6 Mio. auf € 2,1 Mio. angestiegen. Grund hierfür ist insbesondere eine auftragsbedingte Zunahme der Vorräte in den USA. Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Geschäftsjahres 39,2 % (VJ. 28,4%). Die Zunahme ist im Wesentlichen in der Entschuldung sowie im erzielten Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf der Frontken-Beteiligung begründet. Nach Restlaufzeiten gegliedert belief sich das kurzfristige Fremdkapital zum 31. Dezember 2018 auf € 45,2 Mio. (VJ. € 10,1 Mio.). Das mit € 57,4 Mio. aktivierte Anlagevermögen (VJ. € 64,5 Mio.) ist durch € 29,3 Mio. bilanzielles Eigenkapital (VJ. € 22,3 Mio.) sowie durch € 37,0 Mio. Darlehen (VJ. € 47,3 Mio.) gedeckt. Es bestehen zum 31. Dezember 2018 Darlehen von verbundenen Unternehmen (VJ. Bankdarlehen und Gesellschafterdarlehen) in Höhe von insgesamt € 37,0 Mio. (VJ. € 47,3 Mio.). Finanzlage Die liquiden Mittel der cleanpart-Gruppe beliefen sich am 31. Dezember 2018 auf € 6,4 Mio. (VJ. € 3,7 Mio.). Die Nettofinanzverschuldung als Summe der zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der überschüssigen Barreserven reduzierte sich zum Bilanzstichtag auf € 30,7 Mio. (VJ. € 43,6 Mio.). Das Working Capital, bestehend aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahm zum 31. Dezember 2018 zu auf € 8,2 Mio. (VJ. € 6,9 Mio.). Die Finanzlage ist als sehr gut zu bezeichnen. Aufgrund eines im Berichtsjahr erzielten Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von € 7,1 Mio. (VJ. € 7,4 Mio.), wurde der Kapitaldienst für fällige Zins- und Tilgungsverbindlichkeiten vollumfänglich bedient. Im Zuge der erfolgten Veräußerung des Cleanpart Group GmbH an Mitsubishi Chemical Corporation, Tokyo/Japan, wurden außerdem die vebleibenden Bankverbindlichkeiten sowie die vom ehemaligen Gesellschafter gewährten Darlehen vollumfänglich zurückgezahlt. Der Finanzierung der Rückzahlung sämtlicher zum 31. Dezember 2017 bestandenen Darlehen in Höhe von € 47,3 Mio. und dem Erwerb der wichtigsten Betriebsanwesen an den deutschen Standorten steht der Veräußerungserlös aus dem Verkauf der Anteile an der Frontken Corporation Berhad, Kuala Lumpur, sowie die Aufnahme von Gesellschafterdarlehen in Höhe von € 37,0 Mio. gegenüber. Ertragslage Auf Konzernebene betrug das EBITDA € 14,4 Mio. (VJ. € 15,7 Mio.). Bereinigt um den Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an Frontken in Höhe von € 4,6 Mio. bzw. im Vorjahr bereinigt um den Veräußerungsgewinn des Bereichs Healthcare (EUR 5,8 Mio.) beträgt das EBITDA € 9,8 Mio. (VJ. € 9,9 Mio.). Das bereinigte EBITDA unterschreitet damit das für das Jahr 2018 geplante EBITDA, insbesondere aufgrund erzielter geringerer Umsatzerlöse im Vergleich zu den erwarteten Umsatzerlösen. In den europäischen Konzerngesellschaften konnte für das Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) von € 12,1 Mio. (VJ. € 13,4 Mio.) erzielt werden. Hierin enthalten ist der Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an Frontken bzw. im Vorjahr der Veräußerungsgewinn des Bereichs Healthcare. Die Entwicklung der US-amerikanischen Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Es wurde ein EBITDA von € 2,3 Mio. (VJ. € 2,4 Mio.) bzw. ein Ergebnis nach Steuern von T€ -713 (VJ. T€ 48) erwirtschaftet. Das deutlich schlechtere Ergebnis geht zurück auf gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Personalkosten, gestiegene Abschreibungen, sowie (planmäßig) ausgebliebene Sonstige betriebliche Erträge. Die in den nachfolgenden Ausführungen enthaltenen Vorjahreszahlen sind bereinigt um die laufenden Erträge und Aufwendungen des im Vorjahr veräußerten Bereichs Healthcare dargestellt. Die Umsatzerlöse sind von € 49,8 Mio. auf € 51,1 Mio. gestiegen. Des Weiteren wird auf die Ausführungen im Abschnitt Umsatzentwicklung verwiesen. Der Materialaufwand von € 9,9 Mio. (VJ. € 10,5 Mio.) inklusive bezogener Leistungen entspricht einer Materialeinsatzquote von 19,3 % (Vj. € 21,1 %) in Bezug auf die Gesamtleistung und liegt damit leicht unter Vorjahresniveau. Die Quote war insbesondere beeinflusst durch einen etwas geringeren Einsatz von Leiharbeitern gegenüber dem vorhergehenden Berichtszeitraum. Die Personalaufwendungen betrugen € 22,6 Mio. (VJ. € 21,2 Mio.); bezogen auf die Gesamtleistung beträgt die Personalaufwandsquote 44,0 % und liegt damit über Vorjahresniveau. Im Personalaufwand waren Aufwendungen für Abfindungszahlungen und Gehaltsfortzahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter in Höhe von T€ 211 (VJ T€ 594) enthalten. Im Bereich der Abschreibungen sind planmäßige Abschreibungen auf die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf die Unternehmensmarke "Cleanpart" in Höhe von insgesamt €4,9 Mio. (VJ. € 5,1 Mio.) enthalten. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) vor Abzug von außergewöhnlichen Ergebnisbestandteilen in Höhe von T€ 4.577 im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an Frontken, den laufenden Erträgen aus assoziierten Unternehmen und vor Zinsen und vor Ertragsteuern betrug im Geschäftsjahr T€ 1.819. Das Beteiligungsergebnis für den Zeitraum Januar bis Juli 2018 bis zum Verkauf der Beteiligung betrug T€ 1.537 (VJ. T€ 2.030). Das positive Ergebnis ist überwiegend auf die erfreuliche Entwicklung des assoziierten Unternehmens Frontken zurückzuführen. Das Finanzergebnis lautete auf T€ - 1.672 (VJ. T€ - 3.789). Hier konnte insbesondere durch die Rückzahlung eines bedeutenden Betrages des Gesellschafterdarlehens im Dezember 2017 eine signifikante Reduktion der Zinsaufwendungen an Gesellschafter erreicht werden. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 4.803 (VI T€ 3.995), der damit deutlich über dem für das Geschäftsjahr 2018 geplanten Konzernjahresüberschuss liegt. Obgleich der Konzernjahresüberschuss maßgeblich auf den Gewinn aus der Veräußerung der Beteiligung an Frontken zurückzuführen ist, ist die Geschäftsführung mit dem im operativen Bereich erzielten Ergebnis zufrieden. C. Prognose-, Chancen und Risikobericht Risikomanagementziele und -methoden Die cleanpart-Gruppe versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken anhand verschiedener Parameter quantifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung der Vertriebskräfte sowie von Brancheninsidern herangezogen. Zur Abdeckung von Risiken wird der Versicherungsschutz der Gruppe regelmäßig überprüft und angepasst. Ausstehende Forderungen werden regelmäßig und fortlaufend überprüft und bei Zahlungsverzug durch geeignete Maßnahmen, im äußersten Fall auch mit Lieferstopp, gegengesteuert. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Hinsichtlich der in 2015 aufgenommenen Bankdarlehen zum Erwerb der cleanpart-Gruppe und der Frontken Beteiligung hat die Gesellschaft im Jahr 2016 Zins-CAP-Vereinbarungen abgeschlossen um das Zinssteigerungsrisiko abzusichern. Weitere Derivate wurden nicht abgeschlossen. Die Unternehmensleitung verfolgt in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten eine konservative Risikopolitik. Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Wesentliche Chancen der Geschäftsentwicklung sehen wir durch weitere Investitionen in Technologieausbau und Innovation an unseren Standorten, insbesondere in den USA. Gerade die mit der Übernahme der cleanpart-Gruppe durch den Mitsubishi Chemical Konzern einhergehenden Synergiepotentiale - Ad hoc Erweiterung des Technologieportfolios, geographische Weltmarktpräsenz, Zugriff auf globale Weltklasseressourcen in R&D und Analytik und die nun gegebenen erweiterten finanziellen Möglichkeiten - bieten zukünftig ein ganz anderes Fundament auf dem sich aufbauen lässt um die nächste Phase des Wachstums erfolgreich gestalten zu können. Insbesondere bei den großen Technologieführern in den USA haben wir bereits in 2018 enorme Fortschritte gemacht, um von diesen als Technologieführer und "State-of-the-Art-Dienstleister" anerkannt zu werden. Auch unter dem neuen Dach und gerade mittels Nutzung der erweiterten Fähigkeiten, gilt es nun aber den eingeschlagenen Strategieschwenk mit "Center of Excellence"-Konzentration der Standorte und weiterer Intensivierung strategischer Partnerschaften konsequent weiter zu führen. Weitere Chancen ergeben sich aus dem von allen Analysten vorhergesagten soliden Wachstum des globalen Halbleitermarktes, aber auch durch überproportionales langfristiges Wachstum einiger unserer wichtigen europäischen Kunden in den Segmenten Automobil- und Industrieelektronik, Sensorik sowie Leistungselektronik. Ebenfalls positiv sehen wir die Chancen durch die erfolgte Re-Fokussierung und Innovationsoffensive unserer Technologieentwicklung in Bezug auf umweltfreundlichere, effizientere Reinigungs- und Beschichtungsmethoden, Erweiterung unseres Portfolios differenzierender IP-geschützter Komponenten und Ausbau unserer ganzheitlichen Serviceangebote. Die größten Risiken liegen aktuell im unsicheren makroökonomischen Umfeld, das sich durch Ausweitung von Handelskriegen, ungeordnetem BREXIT, weitere Schwächung des Automobilsegments aufgrund der Abgasaffäre weiter abkühlen könnte. Die Halbleiterbranche als Taktgeber nahezu aller Innovationen bei gesellschaftsrelevanten Herausforderungen sehen wir langfristig äußerst positiv. Risiken können sich ergeben, respektive weiter konkretisieren aus dem teilweise zunehmenden Druck auf die Preise im unteren Technologie-Segment sowie aus möglichen Verschiebungen von großen Auftragskontingenten unserer Kunden zu vorwiegend asiatischen Auftragnehmern, welche auch in der neuen, erweiterten Mitsubishi Chemical-Konzernstruktur heute nicht zu unseren Kunden zählen. Die wesentlichen internen Risiken bestehen verstärkt in der Rekrutierung und langfristigen Bindung qualifizierter Mitarbeiter, insbesondere im technischen Bereich. Hier gilt es verstärkt in Robotik und Automatisierung zu investieren um Wachstums- und Qualitätslimitierungen zu mitigieren. Die Balance zwischen Gesamtrisiken und erweiterten Chancen für die cleanpart-Gruppe hat sich durch den Verkauf natürlich nochmals deutlich zum Positiven verschoben, nichtsdestotrotz muss als neuerliches Risiko aufgenommen werden, dass Probleme und Verzögerungen bei der Integration in den neuen Mutterkonzern nicht auszuschließen sind. Die gesamtheitlich sehr ausgewogene und äußerst moderate Risikolage zeigt, dass die vorhandenen Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen und geplanten Maßnahmen einzeln oder in Wechselwirkung zueinander keine existenzgefährdenden Auswirkungen auf die cleanpart-Gruppe haben. Ausblick Die Cleanpart Group GmbH kann nach zwei maßgeblich transformativen Jahren - 2017 erfolgte Verkauf des Healthcare-Geschäftszweiges an die Fresenius Tochter VAMED und im Jahre 2018 erfolgte der 100%-ige Verkauf des verbliebenen Hauptgeschäftes an die Mitsubishi Chemical Corporation - nun ihren Fokus und ihre Energie wieder voll und ganz dem Kerngeschäft, nämlich dem zielgerichteten Ausbau des Produkt- und Servicegeschäftes mit Industriekunden aus der Halbleiterbranche und angrenzenden High-Tech Industriezweigen, widmen. Mit dieser uneingeschränkten Fokussierung werden wir die Schlagzahl nochmals deutlich erhöhen können und sowohl die Innovations-, als auch die Umsetzungsgeschwindigkeit begonnener, vielversprechender Projekte gemäß vorliegender Kundenwünsche beschleunigen können. Dabei versprechen wir uns zusätzliche Synergieeffekte durch die Einbettung in den neuen Mutterkonzern, da wir über Shinryo, eine andere MCC Tochter, unser Technologieportfolio im Ätzsegment signifikant erweitern und vice versa wir über den selben Kanal unsere führenden Technologien im Abscheidesektor in den asiatischen Raum portieren können. Klares Ziel der Cleanpart Group GmbH ist es, wie in den beiden vergangenen Jahren, in den von uns bedienten Target-Industrien auch in den Folgejahren deutlich über dem von den Analysten prognostizierten Marktwachstum zu liegen, welches insbesondere organisch aber auch durch Akquisitionen erreicht werden soll. Dem anhaltenden Trend der Konsolidierung innerhalb der Halbleiterindustrie wurde durch den Verkauf der cleanpart-Gruppe an einen großen, finanzstarken Konzern Rechnung getragen. Wir sind nun hervorragend aufgestellt, von unseren globalen Großkunden als langfristiger Partner auf Augenhöhe betrachtet zu werden. Durch die Bündelung von Ressourcen, frühzeitiges Erkennen kritischer Handlungsfelder und Auftreten in schlagkräftigen Verbünden gegenüber den führenden globalen Schwergewichten unter unseren Halbleiterkunden werden wir effizienter, innovativer und versprechen uns deutliche "time to market" (TTM) Vorteile gegenüber unserer Konkurrenz. Überaus optimistisch stimmen uns die langfristig vielversprechenden Geschäftsausblicke unserer Kunden und die Prognosen der Analysten über das Jahr 2023 hinaus. Nachdem sich die beiden vergangenen Jahre mit zweistelligem Wachstum überproportional positiv entwickelt hatten, stellen wir uns in 2019 auf eher moderates Wachstum ein. Konsens herrscht unter den Analysten, dass sich das Wachstum unserer Industrie in den Folgejahren in einem unverändert positiven, aber wesentlich gesünderen höheren einstelligen Korridor einpendeln wird. Als weitere positive Marktentwicklung sehen wir, dass die historisch hohe Zyklizität der Halbleiterindustrie mehr und mehr geglättet wird. Waren es in der Vergangenheit zum gegeben Zeitpunkt immer nur singuläre Wachstumstreiber (PC, Smartphone, etc.), sehen wir heute eine wesentlich breitere Front an Applikationen die den Markt treiben und die somit eine wesentlich günstigere Risikoverteilung bedingen. Ganz spezifisch sind dies künstliche Intelligenz, Industrieanwendungen (Industrie 4.0), Automobilelektronik (Elektrifizierung, autonomes Fahren), High Performance Computing (Big Data), Internet der Dinge und last but not least Augmented Reality Anwendungen. Durch die weitere Fortführung von Weiterbildungsmaßnahmen gehen wir davon aus, dass die niedrige Mitarbeiter-Fluktuationsrate auch im Geschäftsjahr 2019/2020 konstant bleiben wird. Die im Zuge der erfolgten Änderung des Geschäftsjahres vom kalendergleichen Geschäftsjahr hin zum Zeitraum 1. April bis zum 31. März erstellten Umsatzplanungen für den Zeitraum vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 beinhalten gegenüber dem Jahr 2018 weitere deutliche Steigerungen. Diese sind wesentlich auf erwartete Umsatzerlöse aus dem weiteren Ausbau von Bestandskunden bzw. der Gewinnung von Neukunden, insbesondere in den USA, zurückzuführen. Hinsichtlich der Ertragslage erwarten wir für das Gesamtjahr vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2020 eine deutliche Erhöhung des EBITDA sowie eine deutliche Reduzierung des Konzernjahresüberschusses. Die erwartete Verminderung des Konzernjahresüberschusses ist maßgeblich auf den Entfall des außergewöhnlichen Gewinns aus der Veräußerung der Beteiligung an Frontken zurückzuführen.
Asperg, den 15. Juli 2019 Cleanpart Group GmbH Geschäftsführung Dr. Udo Nothelfer Timo Seeberger Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Cleanpart Group GmbH, Asperg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Cleanpart Group GmbH, Asperg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Cleanpart Group GmbH, Asperg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellung en, einschließlich etwaige r Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 16. Juli 2019 Ebner
Stolz Gmb H & Co. KG
Markus Heinlein, Wirtschaftsprüfer Michael Rutz, Wirtschaftsprüfer |
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