VG Automotive Germany GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefanie Grimm seit 24.8.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Aptean DACH Beteiligung GmbH | 1.82% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Germanedge GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023der Germanedge GmbH, MünchenI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS Die Germanedge GmbH hat ihren Sitz in München und ist unter der Nummer HRB 277730 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Der vorliegende Konzernjahresabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung der Konzernbilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Die Vorjahreszahlen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Tochterunternehmen zum 1. September 2022 nicht vergleichbar. II. KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konzernabschluss umfasst die Germanedge Development GmbH, Leipzig, sowie die QDA Solutions Verwaltungs GmbH, Lübeck, als direkte Tochterunternehmen und die Germanedge Solutions GmbH (vormals: ORSOFT GmbH), Leipzig, die QDA Solutions Verwaltungs GmbH, Lübeck, die QDA Solutions Beteiligungs GmbH, Lübeck, die QDA Solutions GmbH, Lübeck, die QDA Solutions Inc., Bloomington (USA), sowie die QDA Solutions Nordics ApS, Ringkøbing (Dänemark), als inländische und ausländische Tochterunternehmen.
Für die nachfolgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften wurde von der Möglichkeit zur Befreiung der Anwendung der Vorschriften des ersten, dritten und vierten Unterabschnitts des dritten Buchs des HGB Gebrauch gemacht:
III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Germanedge Gruppe und das Mutterunternehmen Germanedge GmbH sind bilanziell überschuldet, weisen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 einen "Nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag" von T€ 15.437 (Germanedge Konzernabschluss) bzw. T€ 18.761 (Mutterunternehmen Germanedge Jahresabschluss) aus und sind damit bestandsgefährdet. Die Geschäftsführung des Mutterunternehmens geht auf Grundlage vorliegender Rangrücktrittserklärungen für Verbindlichkeiten sowie der Unternehmens- und Konzern- sowie Liquiditätsplanungen für das Geschäftsjahr 2024 von der positiven Annahme der Unternehmensfortführung des Konzerns und der Konzerngesellschaften im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aus. Die Überdeckung der operativen Liquiditätsüberschüsse in der zugrunde liegenden Cash-Planung für das Geschäftsjahr 2024 zeigt, dass die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllt werden können. Die vertraglich vereinbarte Zins- und Tilgungslast beläuft sich jedoch in 2024 auf rd. M€ 12, woraus sich die Notwendigkeit einer Refinanzierung der bestehenden Kredite ergibt. Die Geschäftsführung ist sich dessen bewusst und hat entsprechende Maßnahmen dazu bereits eingeleitet. Im Falle einer weiter bestehenden bestandsgefährdenden Entwicklung des Germanedge Konzerns und des Mutterunternehmens durch Nichteintreten abgegebener Prognosen sowie einer daraus resultierenden wesentlichen Unsicherheit hinsichtlich der Unternehmens- und Konzernfortführung würde die finanzielle Unterstützung des Mutterunternehmens durch die Gesellschafter erforderlich sein. Die Geschäftsführung der Gesellschafter beabsichtigt den Fortbestand des Konzerns und der Konzerngesellschaften durch geeignete finanzielle Mittel und Instrumente sicherzustellen. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Germanedge GmbH einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Dabei waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben. Die im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stillen Reserven (Software) von TEUR 17.025 (Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) bzw. TEUR 14.188 zum 31.12.2023 werden über eine planmäßige Nutzungsdauer von acht Jahren linear abgeschrieben. Die im Rahmen der Neubewertung aufgedeckten stillen Reserven (Kundenstamm) von TEUR 8.644 (Zeitpunkt der Erstkonsolidierung) bzw. TEUR 7.875 zum 31.12.2023 werden über eine planmäßige Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine planmäßige Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Die angenommene Nutzungsdauer überschreitet fünf Jahre, da die Gesellschaft davon ausgeht, mindestens über einen Zeitraum von zehn Jahren von den erworbenen Werten (u.a. Know-how und Mitarbeiterstamm) zu profitieren. 2. Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear entsprechend den folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern vorgenommen:
Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 250,00 werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Die geringwertigen Gegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten bis netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt. 3. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. 4. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. 5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit ihren Nominalwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet. 6. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. 7. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einzahlungen vor dem Stichtag als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. Rückstellungen für Pensionen Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der "Projected unit credit method". Den Berechnungen liegen folgende Annahmen zu Grunde: Rechnungszins: 1,82 %, Rententrend: 0 - 2 %, Sterbetafel: Heubeck 2018 G. Fluktuationsraten werden aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten sowie der Art der Zusagen nicht berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der entsprechenden Pensionsverpflichtungen beträgt insgesamt EUR 459.328,00. Die Pensionsverpflichtung wurde mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert mit insgesamt EUR 209.423,37 bewertet. 9. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem Zinsfuß von 1,22 % abgezinst. 10. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 11. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden 2. Schuldenkonsolidierung, Aufwands- und Ertragskonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in Anwendung von § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet. Umsatzerlöse und andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in Anwendung von § 305 Abs. 1 HGB mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2023
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von TEUR 26 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.250 sind wie folgt besichert:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 4.000 sind wie folgt besichert:
Darüber hinaus sind weitere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 500 durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 57.698 (Vorjahr: TEUR 53.026) enthalten. Ausgewiesen werden diese als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 55.550; Vorjahr: TEUR 52.579) sowie als sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 2.148; Vorjahr: TEUR 447) 7. Latente Steuern Auf der Passivseite kommt es aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen im Handels- und Steuerrecht auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse und durch Konsolidierungsmaßnahmen zu temporär differierenden Wertansätzen. Die Differenzen beruhen im Wesentlichen auf den im Rahmen des Anteilserwerbs der ORSOFT Beteiligungs GmbH, sowie der QDA Solutions Verwaltungs GmbH aufgedeckten stillen Reserven. Der Steuersatz der Germanedge GmbH wurde zu Bewertung der Differenzen verwendet. Bei der Fortschreibung wurden im Geschäftsjahr 2023 passive latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.304 aufgelöst. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse
VII. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG Ertragssteuern wurden in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 279), Zinsen wurden in Höhe von TEUR 1.479 (Vorjahr: TEUR 132) bezahlt. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" zusammen. VIII. ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNEIGENKAPITALSPIEGEL Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2023 keine Beträge zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. IX. SONSTIGE ANGABEN 1. Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 314 Abs. 3 S. 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB analog verzichtet. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nicht bilanzierte finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wie folgt:
3. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
4. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfungen TEUR 146. 5. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung der Germanedge GmbH schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.
München, den 30. April 2024 Germanedge GmbH Geschäftsführung Christian Freiherr von Stengel Stefanie Grimm VI KonzernlageberichtA. Grundlagen des Konzerns I. Darstellung des Geschäftsmodells Die Germanedge GmbH bildet mit dem Tochterunternehmen Germanedge Development GmbH und dem Enkelunternehmen Germanedge Solutions GmbH sowie dem Tochterunternehmen QDA Solutions Verwaltungs GmbH und deren Tochter- und Einzelunternehmen QDA Solutions Beteiligungs GmbH, QDA Solutions GmbH, QDA Solutions Nordics ApS, QDA Solutions Inc. den Germanedge GmbH Konzern. Im Folgenden wird der Germanedge GmbH Konzern in seiner Gesamtheit als Germanedge Gruppe bezeichnet. Die Germanedge Gruppe festigt ihre Position in der Entwicklung, Vermarktung und Implementierung fortschrittlicher digitaler Lösungen für die Fertigungsindustrie. Unser Produktportfolio umfasst Schlüsseltechnologien in den Bereichen Advanced Planning and Scheduling (APS), Supply Chain Management (SCM), Manu-facturing Execution Systems (MES), Computer Aided Quality Assurance (CAQ), sowie weitere Shopfloor IT- Systeme. Die Lösungen werden häufig an die ERP-Lösungen der Kunden angebunden, häufig handelt es sich dabei um SAP-Lösungen. Hierfür verfügt Germanedge über zertifizierte Schnittstellen. Unsere Strategie, branchenübergreifende Speziallösungen anzubieten, zielt darauf ab, global agierenden Großkonzernen spezifische Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Unser Hauptabsatzmarkt liegt in der DACH-Region und Skandinavien, während wir andere Geographien durch ein starkes Netzwerk von Partnern bedienen. Oftmals begleitet die Germanedge Gruppe ihre Kunden ins Ausland, wenn dort beispielsweise neue Fertigungskapazitäten aufgebaut werden. Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus auf dem Vertrieb und der Einführung von Lösungen, die auf unseren Plattformen wie der Manufacturing Workbench, Legato Sapient, QDA-X, Finito und Synoset basieren. Diese Produkte werden zusammen mit der Edge.One Plattform unter dem Begriff "Digital Factory" vermarktet. Unsere Kundenansprache erfolgt über intensive Social Media Marketing-Aktivitäten, unsere Webseite und durch direkte Vertriebsaktivitäten. Mit unseren modernen Produkten stärken wir unsere Position als Innovationsführer und verlässlicher Partner in der digitalen Transformation der Fertigungsindustrie, wodurch wir unser kontinuierliches Wachstum und unseren nachhaltigen Erfolg sichern. II. Forschung und Entwicklung Strategische Entwicklungen Im Geschäftsjahr 2023 wurde substanziell in die Entwicklung der neuen Softwareplattform "Edge.One" investiert. Alle Marktindikatoren zeigen nachhaltigen Trend in Richtung Cloud- und SaaS-Lösungen. Die Zusammenarbeit mit den Partnerfirmen im Rahmen von Germanedge bietet beste Voraussetzungen, um bei der Einführung der Cloud- und Web-Technologien durch gemeinsame Entwicklungsteams und einem integrierten Vertriebsansatz schneller zum Erfolg zu kommen. Die im Jahr 2022 begonnene Entwicklung der webbasierten Planungslösung "Digital Factory Scheduling" wurde fortgeführt. Als Zielmarkt werden kleine und mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 100 Mio. Euro bis 1 Mrd. Euro adressiert. Erklärtes Entwicklungsziel ist es, dass diese moderne Saas-Lösung schnell und kostengünstig eingeführt werden kann, einfach zu bedienen ist und zusammen mit verschiedensten ERP-Systemen genutzt werden kann. Das Produkt ist seit Ende des Jahres 2023 marktfähig. Es wird mit ersten Kunden im Jahre 2024 gerechnet. Um die Zukunftsfähigkeit der bestehenden Lösungen im Bereich Planung zu erhalten, wurde am Anfang das Jahres 2023 die Entscheidung getroffen die bestehende Oberfläche auf eine Webtechnologie umzustellen. Die Entwicklungen werden ca. 24 Monate andauern. Ein erstes marktfähiges Produkt liegt seit Frühjahr 2024 vor. Auf Basis der vorhandenen Technologie zur Kommunikation mit SAP ERP bzw. S/4HANA wurde ein neues Produkt "SAP-Adapter" entwickelt, das als Standard-Konnektor für alle Lösungen der Germanedge zu SAP-Systemen eingesetzt werden kann. Die Anforderungen der Kunden nach einer hohen Informationssicherheit ihrer Partner sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Die im August 2022 erfolgte Zertifizierung der Germanedge Solutions GmbH nach ISO 27001 / TISAX hat sich diesbezüglich bereits bewährt. Eine Zertifizierung nach diesen Kriterien und die damit verbundene Implementierung bzw. Vervollständigung des bestehenden Informationssicherheits- und Managementsystems wird zunehmend zu einem entscheidenden Auswahlkriterium bei Lieferanten. Mit dem Ziel der weiteren konsequenten Ausrichtung unserer Organisation auf eine nachhaltige Entwicklung und verantwortungsvolle Unternehmensführung arbeiten wir weiterhin aktiv im UN Global Compact Netzwerk Deutschland. Vor dem Berichtszeitraums wurde das ERP-System UNIT4 mit allen geplanten Modulen eingeführt und in Betrieb genommen. Nach einer Konsolidierungsphase und der Migration der entsprechenden Daten konnten weitere Mehrwerte durch die Nutzung des Systems im Hinblick auf Kostentransparenz und Controlling erzielt werden. Mit der Einführung und Nutzung des Systems ist eine einheitliche aussagekräftige Auswertung nach verschiedenen Kriterien im Rahmen der Germanedge Gruppe erreicht und somit die Transparenz und Steuerungsfähigkeit der Germanedge für die folgenden Perioden deutlich verbessert werden. B. Wirtschaftsbericht I. Konjunktur und Branchensituation Laut Pressemitteilung Nr. 19 des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 betrug das Wirtschaftswachstum in Deutschland -0,3 % im Vergleich zum Vorjahr (1). Der Markt für IT-Services konnte gemäß Branchenverband bitkom (2) eine Umsatzsteigerung von ca. 4,8% gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die IT-Branche weiterhin auf deutlich höherem Niveau. (3) II. Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage Die Messung der Zielerreichung der Germanedge Gruppe erfolgt über KPIs. Diese Kennziffern sind der Geschäftsführung sowie der erweiterten Führungsebene bekannt und werden monatlich ermittelt, reflektiert, bewertet und ggf. mit Maßnahmen unterlegt.
(1) Vgl.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019
811.html
Wesentliche Kennzahlen in der Erfolgsanalyse sind die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen) sowie das EBITDA (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Die Germanedge-Gruppe erstellt erstmals einen Konzernabschluss (Erstkonsolidierung September 2022), weshalb Vergleiche zu früheren Perioden und eine Ganzjahresbetrachtung 2022 aus Konzernsicht nicht möglich sind. Für Vergleichs- und Analysezwecke wurden für die Ertragslage die pro-forma Zahlen der Geschäftsjahre 2022 herangezogen. Diese stellen das Geschäftsjahr 2022 so dar, als wäre die Germanedge-Gruppe bereits zum 1. Januar 2022 entstanden. Umsatzentwicklung Die Gesamtleistung der Germanedge Gruppe verringerte sich im Jahr 2023 um 11% im Vergleich zum Vorjahr auf insgesamt T€ 30.157 (pro-forma Vorjahr: T€ 33.367; HGB Vorjahr: T€ 12.443). Im gleichen Zeitraum konnten die wiederkehrenden Umsätze bestehend aus Subskription (SaaS und Softwaremiete), AMS (Application Management Services) und SMA (Softwarewartung) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,4% gesteigert werden (T€ 15.705; pro-forma Vorjahr: T€ 14.623). Sie machen damit den größten Teil des Umsatzes aus. Getrieben wird das Wachstum in diesem Bereich insbesondere durch Subskriptionsumsätze, die im Jahr 2023 um 51,1% (T€ 1.752; proforma Vorjahr: T€ 1.141) gesteigert werden konnten. Die Umsätze im klassischen Softwarelizenzgeschäft verzeichnen einen Rückgang von 31,6% (T€ 3.807; pro-forma Vorjahr: T€ 5.564). Dies ist auf interne Reorganisationsmaßnahmen, die zunehmende Umstellung des Geschäftsmodells von On-Premise- Lizenzen zu Subskriptionsverträgen und eine gewisse Zurückhaltung der Kunden für Neuinvestitionen zurückzuführen. Das Consulting- und Entwicklungsgeschäft verzeichnet einen Rückgang von 22,5% (T€ 10.294; pro-forma Vorjahr: T€ 13.281). Ursächlich dafür sind kundenseitige Verschiebungen von Investitionen und Projektstarts aber auch eine generelle Reduzierung des Servicebedarfs durch eine zunehmende Standardisierung der Lösungen. Ertragslage Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt mit T€ -2.098 deutlich unter dem Niveau des pro-forma Vorjahres (T€ 3.257). Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der Reorganisation und Transformation des Geschäfts, was zu erheblichen Einmalkosten in Höhe von T€ 3.995 führte, die 2024 nicht mehr anfallen werden. Das von der Geschäftsführung bereinigte EBITDA beträgt T€ 1.897. Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren mit M€ 1,9 aus einmaligen Personalaufwendungen für Abfindungen und Freistellungen sowie mit M€ 2 aus Rechts-, Beratungs- und Entwicklungsaufwendungen, die u. a. im Zusammenhang mit rechtlichen und organisatorischen Umstrukturierungen (Verschmelzungen) stehen. Auftragslage Der Auftragseingang im Bereich der Lizenzverkäufe verringerte sich von M€ 5,8 im Vorjahr (pro-forma) auf M€ 4,1 im Berichtsjahr. Gleichzeitig stiegen aber die Auftragseingänge für sogenannte Subskriptionsmodelle von M€ 0,5 im Vorjahr (proforma) auf M€ 2,9 im Berichtsjahr. Diese Umsatzart löst in der gesamten Branche die klassischen Lizenzverkäufe ab durch ein Modell wiederkehrender Umsätze für Lizenznutzung und Wartung was wiederum zu einer Verbesserung der Prognosefähigkeit der Germanedge Gruppe führt und weiteres Wachstum nachhaltig unterstützt. Die Germanedge Gruppe wird unabhängiger von einmaligen und zum Teil auch schwer planbaren Lizenzverkäufen. Im Consulting- und Entwicklungsgeschäft stiegen die Auftragseingangswerte von M€ 9,9 im Vorjahr auf M€ 11,0. Im Wartungsgeschäft ergab sich insgesamt ein Plus von ca. 4,1%. Der nachhaltige Umsatzausweis konnte von M€ 13,5 im Vorjahr (pro-forma) auf M€ 14,0 im Berichtsjahr gesteigert werden. Die Kundenabwanderungsrate liegt bei der Germanedge Gruppe bei nur rd. 1,8%, was auf eine sehr stabile Kundenbasis hinweist. Mitarbeiter Der Personalbestand betrug am Anfang der Berichtsperiode 225 Mitarbeiter (ohne Aushilfen und Studierende) und ist im Laufe des Jahres durch Abgänge auf 201 Mitarbeiter gesunken. Die Personalkosten liegen mit M€ 21,8 (pro-forma Vorjahr: M€ 21,3) auf dem Niveau des letzten Jahres. Darin enthalten sind Einmalkosten für Personalanpassungsmaßnahmen wie Abfindungen und Freistellungen in Höhe von M€ 1,9, die im Jahr 2024 nicht erneut anfallen werden. Aufgrund von Kostensynergien aus der Verschmelzung einzelner Gesellschaften und deutlichen Effizienzsteigerungen gepaart mit entsprechenden Personalanpassungsmaßnahmen werden die Personalaufwendungen im Jahr 2024 mit geplanten M€ 18,5 deutlich unter dem Niveau der Vorjahre liegen. In einem konkurrenzbetonten Arbeitsmarkt ist es essenziell, nicht nur ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, sondern auch von aktuellen und potenziellen Mitarbeitern als solcher wahrgenommen zu werden. Vielfältige gute Platzierungen in Arbeitgeberrankings sowie zahlreiche Auszeichnungen, wie beispielsweise drei Jahre in Folge "Top Company" (4) , belegen die Attraktivität der Germanedge Gruppe als Arbeitgeber. Zu den Firmenprinzipien gehört die Arbeit in Teams mit flachen Führungsstrukturen sowie eine gelebte Feedback-Kultur. Die Kombination von Büro- und mobiler Arbeit wurde als neuer Standard übernommen. Die mehrjährige Erfahrung bestätigt, dass sich mobiles Arbeiten nicht negativ auf die Leistung auswirkt. Vielmehr eröffnet diese Option der flexiblen Arbeitsorganisation für viele Kollegen neue positive Gestaltungsmöglichkeiten ihres täglichen Lebens, die sich motivierend und leistungsfördernd auswirken. Vermögenslage Insgesamt 71% der Vermögensgegenstände (M€ 90,9) der Germanedge Gruppe sind langfristig gebunden und betreffen das Anlagevermögen. Es besteht im Wesentlichen aus immateriellen Vermögensgegenständen (überwiegend Firmenwert: M€ 42,0 und im Rahmen der Erstkonsolidierungen aktivierte selbsterstellte Software: M€ 22,1). Unfertige Leistungen (T€ 1.069) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 6.815) entfallen auf das operative Geschäft der Germanedge Gruppe. Sonstige Vermögensgegenstände (T€ 552) betreffen vor allem Steuerforderungen, Kautionen, Geldtransit sowie Kassenbestände (T€ 1.908) und Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 480).
(4) https://www.kununu.com/de/germanedge
Finanzlage Die Germanedge Gruppe weist einen Bilanzverlust von T€ 15.437 aus, der nicht durch Eigenkapital gedeckt ist. Der Fehlbetrag im Konzern ergibt sich im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf den Firmenwert und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aktivierten Software. Die Germanedge GmbH hat die operativen Unternehmensanteile durch Akquisition erworben und ist durch Bankdarlehen und Gesellschaftermittel zum Erwerb der Anteile an den Tochtergesellschaften finanziert worden. Es bestehen daher langfristige endfällige Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von M€ 55,5 sowie langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von M€ 9,3. Im Geschäftsjahr 2023 wurden M€ 2,3 Bankverbindlichkeiten getilgt. Kurzfristige Verbindlichkeiten setzten sich im Wesentlichen aus sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 8.909; Vorjahr: T€ 7.560) und Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 3.641; Vorjahr: T€ 1.904), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.126, Vorjahr: T€ 1.176) und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (T€ 1.388; Vorjahr: T€ 554) zusammen. Liquiditätslage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Berichtsjahr ein operativer Cashflow von T€ 2.729 erzielt. Diesem standen T€ -106 aus Investitionstätigkeit sowie T€ -3.791 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gegenüber, so dass sich unter Berücksichtigung von Kontokorrentverbindlichkeiten (T€ 535) Finanzmittel von T€ 1.373 ergeben (Vorjahr: T€ 2.541). Der operative Cashflow ist vor allem durch die Zunahme von Rückstellungen (T€ 1.534) sowie von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva (T€ 3.857) positiv beeinflusst. Belastend wirken die Ertragssteuerzahlungen für das Jahr 2022 (T€ -1.146). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit setzt sich aus der Tilgung von Bankdarlehen (T€ -2.313) sowie Zinszahlungen (T€ -1.479) zusammen. Die Liquiditätslage wird von der Geschäftsführung als typisch für den Geschäftsverlauf eingeschätzt. Per 31. Dezember 2023 beträgt der Bestand der liquiden Mittel M€ 1,8. Es ist darauf hinzuweisen, dass wegen der Saisonalität der unterschiedlichen Umsatzströme im ersten Quartal ein erheblicher Anstieg der Liquidität zu verzeichnen ist und deutlich über dem Jahresendbestand liegt. Im Jahr 2024 beträgt die vertraglich vereinbarte Zins- und Tilgungslast rd. M€ 12, woraus sich die Notwendigkeit einer Refinanzierung der bestehenden Kredite ergibt. Die Geschäftsführung ist sich dessen bewusst und hat entsprechende Maßnahmen dazu eingeleitet. Darüber hinaus wurde eine Kontokorrentlinie ohne Befristung in Höhe von T€ 1.150 von der Stadtsparkasse München vertraglich vereinbart. C. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen in die Softwareplattform Edge.One sehen wir als entscheidende strategische Innovation und gleichzeitig als große Chance, um von der rasanten Entwicklung des IT-Marktes in Richtung Cloud- und Webtechnologien zu profitieren. In der Erweiterung unseres Lösungsportfolios um diese Technologiekomponenten sehen wir in den kommenden Jahren einen der entscheidenden Faktoren für zukünftiges Wachstum sowie die Erschließung neuer Märkte. Das gilt insbesondere für die im Frühjahr 2023 begonnene Umstellung auf eine vollständig webbasierte Benutzeroberfläche für alle Produkte aus dem Planungsbereich. Neben den Investitionen in Edge.One steht auch die Entwicklung neuer Lösungen auf Basis dieser Plattform im Fokus, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen. Weiterhin sehen wir darin auch die Chance, durch die Bündelung von Kompetenzen und Leistungsangeboten mit den Partnerfirmen der Germanedge Gruppe neue Märkte und Kunden zu gewinnen. Obwohl die verstärkte Investition in die Cloud- und Webtechnologie für uns die wichtigste strategische Innovationsinitiative darstellt, birgt sie gleichzeitig auch ein potenzielles Risiko in sich, indem sie dringend benötigte Investitionen in den bisherigen funktionalen Bereichen verlangsamt. Dies betrifft vor allem die Erhaltung der Marktfähigkeit der bestehenden On-Premise-Produktlinien durch geplante Wartungsarbeiten wie das Ersetzen von End-of-Live-Komponenten, etc. Nachholbedarf besteht aber u.a. auch bei der Auseinandersetzung mit der SAP Cloud Technologie, da die meisten unserer Großkunden SAP-Systeme und -Technologie als Basis in Siten Systemlandschaften nutzen. Im klassischen On-Premise-Umfeld ist unsere tiefe technologische und datentechnische Integration in SAP-Systeme ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen APS- und SCM-Lösungsanbietern vor allem im globalen Großkundenbereich. Diesen Vorteil haben wir aktuell im Bereich der Cloudtechnologie noch nicht. Nach aktueller Einschätzung ist die zeitliche Verschiebung jedoch nicht als kritisch zu bewerten, da die Nutzung dieser neuen SAP-Technologien vor allem bei global agierenden Großkunden erheblich langsamer als erwartet verläuft und mit Blick auf unsere Schwerpunkte APS und SCM nach wie vor eine ausreichend lange Zeitschiene zur Entwicklung besteht. Software- und Informationssicherheit rückt immer mehr in den Fokus unserer Kunden. Um diesbezüglich den zukünftigen Anforderungen in den Prozessen gerecht werden zu können, haben wir eine Zertifizierung unseres Unternehmens ISO 27001 / TISAX erfolgreich abgeschlossen. Die entsprechende Zertifizierung nach diesen Kriterien und die damit verbundene Implementierung bzw. Vervollständigung des bestehenden Informationssicherheit- und Managementsystems wird zunehmend zu einem entscheidenden Kriterium bei der Lieferantenauswahl. Das Thema Software- und Informationssicherheit führt zu ständig neuen funktionalen Anforderungen an die Lösungen. Hier verschärft sich die Erwartungshaltung der Kunden nach möglichst langer Nutzungsdauer bei gleichzeitig steigendem und kontinuierlichen Innovationsbedarf. In diesem Zusammenhang ist der Einsatz von Third- Party-Komponenten zunehmend als Risiko zu betrachten, wenn die garantierte Wartung solcher Komponenten nicht mehr fristenkongruent mit der zugesicherten Nutzungsdauer unserer Lösungen ist. Die Komplexität unserer Lösungen mit kürzer werdenden Wartungszyklen von Third-Party-Komponenten zu synchronisieren, wird als wachsende Herausforderung gesehen. Eine besondere Herausforderung sehen wir im derzeitigen Arbeitsmarkt. Es ist mittlerweile in allen Fachbereichen sehr schwer, neue, qualifizierte und berufserfahrene Mitarbeitende zu finden. Darüber hinaus erhöht der Mangel an verfügbaren Fachkräften die Gefahr einer steigenden Fluktuation und Abwerbung. Risiken, die den Bestand der Gesellschaft generell gefährden oder deren Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, werden derzeit nicht gesehen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass aus aktueller Sicht trotz vorhandener Risiken die Chancen eindeutig überwiegen. Die Organisation verfügt über eine stabile wirtschaftliche Gesamtsituation und ein motiviertes und erfahrenes Team, die es uns erlauben, auch in Zukunft in unseren Kernkompetenzbereichen erfolgreich weiterzuarbeiten und durch zielgerichtete Innovation und Weiterentwicklung der Organisation auf zukünftige Anforderungen bestmöglich vorbereitet zu sein. D. Prognosebericht In ihrer Winterprognose vom 13. Dezember 2023 erwartet das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) für das Jahr 2024 einen Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9%, nach einem Zuwachs von 3,1% im Jahr 2023. Die Inflation geht inzwischen deutlich zurück, und die Geldpolitik beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit Zinssenkungen. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. Die Risiken für die Konjunkturprognose für das Jahr 2024 sind nach Ansicht des IfW Kiel vor allem finanzieller und politischer Natur (5). Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegt sich die IT- und Telekommunikationsbranche (ITK) weiterhin auf deutlich höherem Niveau, verzeichnete aber im Januar 2024 einen Abstieg des Geschäftsklimas in der Digitalbranche von 2,6 Zählern auf 7,3 Punkte. Für die kommenden Monate bewerten die Unternehmen der ITK die Geschäftserwartungen ebenfalls schwächer als noch im Vormonat (-2,8 Zähler auf -2,9 Punkte) (6). Für das Jahr 2024 ist deshalb zu erwarten, dass die geopolitischen und makroökonomischen Herausforderungen weiter anhalten. Diese Rahmenbedingungen führten bereits 2023 zu einer gedämpften Investitionsfreude der Kunden und einer volatilen Nachfrage. Wir erwarten, dass diese Effekte auch 2024 - insbesondere in der ersten Jahreshälfte - anhalten. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein Wachstum der Gesamtleistung von ca. 10% zurück auf das Niveau der Vorjahre. Dieses Wachstum ist unterstützt durch einen erhöhten Auftragseingang zum Jahresende 2023. Die im Jahr 2023 durchgeführten und abgeschlossenen Transformations- und Personalanpassungsmaßnahmen werden aufgrund der abgesenkten Kostenbasis zu einem überproportionalen EBITDA-Wachstum deutlich über dem Vorjahr führen. Darüber hinaus erfolgt eine konsequente Kontrolle der Kosten, die Umsetzung weiterer Maßnahmenpläne erfolgt gegebenenfalls zielgerichtet und wertorientiert. Wie in jedem Jahr trägt das zweite Halbjahr substanziell zur Zielerreichung bei. Zum Zeitpunkt der Berichtslegung ist der Auftragsbestand und die bestehende Pipeline positiv zu bewerten und unterstützt somit die Prognose.
München, den 30. April 2024 Germanedge GmbH Geschäftsführung Christian Freiherr von Stengel Stefanie Grimm
(5)
https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/weltwirtschaft-im-winter-2023-konjunkturelle-dynamik-bleibt-vorerst-gering-32318/
VII Bestätigungsvermerk Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Germanedge GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Germanedge GmbH, München und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sowie Konzernanhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Germanedge GmbH, München für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zu-treffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 30. April 2024 AC
CHRISTES & PARTNER GmbH
Arne Christes, Wirtschaftsprüfer Marcus Hauschildt, Wirtschaftsprüfer 7.1 Schlussbemerkung Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen. Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB weisen wir hin.
Hamburg, 30. April 2024 AC
CHRISTES & PARTNER GmbH
Arne Christes, Wirtschaftsprüfer Marcus Hauschildt, Wirtschaftsprüfer |
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