KAMPOS Vertriebs GmbHLiquidiert

Karlsbergstraße 62, 66424 Homburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 104457
Eingetragen
15.7.2011
Branche
Großhandel mit GetränkenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und SpirituosenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Vertrieb und die Vermarktung von Getränken und sonstigen Konsumgütern jeglicher Art sowie alle Geschäfte, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen oder dem Gesellschaftszweck zu dienen geeignet erscheinen. Die Gesellschaft ist berechtigt, den Gegenstand auf ähnliche und verwandte Betriebszwecke auszudehnen. Gegenstand ist auch die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an anderen Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MINERALBRUNNEN ÜBERKINGEN-TEINACH Beteiligungs GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
MINERALBRUNNEN ÜBERKINGEN-TEINACH Beteiligungs GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Bad Teinach-Zavelstein

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bericht des Aufsichtsrats*

Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten sorgfältig wahrgenommen. Wir haben die Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin bei der Ausübung ihrer Aufgaben regelmäßig überwacht und sie bei der strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe sowie bei wesentlichen Entscheidungen beratend begleitet. Insbesondere in die Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren wir unmittelbar eingebunden. Die Geschäftsführung unterrichtete uns regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die aktuelle Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie die Risikosituation einschließlich des Risikomanagements. Veränderungen des Geschäftsverlaufs sowie Abweichungen von den Plänen wurden uns im Einzelnen erläutert. Zudem stimmte die Geschäftsführung die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit uns ab. Die für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge haben wir auf Basis der Berichte der Geschäftsführung zur Kenntnis genommen und ausführlich erörtert.

* Kapitel ungeprüft

Im Berichtszeitraum fanden insgesamt vier reguläre Sitzungen statt: am 29. März 2022, 19. Mai 2022, 20. September 2022 und am 29. November 2022, an denen alle Mitglieder des Aufsichtsrats in Präsenz oder via Videokonferenz teilgenommen haben. Über die Aufsichtsratssitzungen hinaus standen wir mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und haben uns über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Besondere Schwerpunkte waren:

die regelmäßige Berichterstattung der Geschäftsführung über die jeweils aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanzlage des Konzerns

die Prüfung des Jahresabschlusses 2021 der Gesellschaft und des Konzernabschlusses 2021

die Zwischenergebnisse, der Ergebnisforecast 2022 und die Planung 2023

die aktuellen Risikofelder (insbesondere Covid-19, Russland-Ukraine-Konflikt, Lieferketten, Lieferantenpreise, Verbraucherverhalten) und ergriffene Maßnahmen

die langfristige Strategie 2030+

die entwickelten Vertriebsstrategien

die Produkt- und Gebindepolitik der Marken

die Liquiditätslage und Mittelfristfinanzierung

die Investitionsplanung und -überwachung - die Darlehensgewährung an einen Aktionär - die geplante Einführung einer neuen ERP-Software - der Betrugsfall bei Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung Saarbrücken, hat den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2022 und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sowie den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 nach HGB-Grundsätzen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Die genannten Unterlagen sind von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin rechtzeitig an uns verteilt worden.

Die Entwürfe der Prüfungsberichte der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2023 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. In dieser Sitzung hat die Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin die Abschlüsse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und des Konzerns erläutert. Der Abschlussprüfer ging auf Umfang und Schwerpunkte der Abschlussprüfung ein. Wir stimmen den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer eigenen Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Wir haben in unserem Gremium die von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin aufgestellten Abschlüsse zum 31. Dezember 2022 gebilligt.

Auf Grund der Rechtsform der GmbH & Co. KGaA obliegt die Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 nicht dem Aufsichtsrat, sondern der Hauptversammlung. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin an, den Jahresabschluss festzustellen.

Der Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA belief sich im Berichtszeitraum einschließlich des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr auf 32,4 Mio. EUR. Wir schließen uns dem Vorschlag der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin an, eine deutlich erhöhte Dividende von 4,7 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten.

Der von der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin gemäß § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 wurde uns ebenfalls zur Prüfung vorgelegt.

Nach sorgfältiger Prüfung dieses Berichts erteilte der Abschlussprüfer gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Vermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die im Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als durch die Geschäftsführung sprechen."

Der Abschlussprüfer nahm ferner an unseren Beratungen über den Abhängigkeitsbericht teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Wir haben das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Er prüfte den Abhängigkeitsbericht selbst auf Richtigkeit und gelangte im Rahmen seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen abgegebene und in den zusammengefassten Lagebericht aufgenommene Erklärung der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin zu erheben sind.

Personelle Veränderungen in den Gremien

Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat der Gesellschaft gab es keine personellen Veränderungen.

Persönlich haftende Gesellschafterin

In der Geschäftsführung der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, gab es keine personellen Veränderungen.

Dank des Aufsichtsrats

2022 stellte ein Geschäftsjahr mit deutlichen Einflüssen aus anfangs hohen Covid-19-Inzidenzen, spürbaren Auswirkungen aus dem Russland-Ukraine-Konflikt auch auf dem heimischen Markt jedoch auch einer im Jahresverlauf wiederauflebenden Geschäftstätigkeit in der Gastronomie dar. Als Aufsichtsrat danken wir vor diesem Hintergrund allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretungen sowie der Geschäftsführung für ihren Einsatz und ihre Anpassungsbereitschaft in diesem wechselhaften Geschäftsjahr 2022. Gleichfalls gilt unser Dank den Aktionärinnen und Aktionären für das der Gesellschaft und den Gremien entgegengebrachte Vertrauen.

 

Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2023

Der Aufsichtsrat

Gerhard Theis, Vorsitzender

Zusammengefasster Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäfts- und Organisationsstruktur

Der Konzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist die Muttergesellschaft einer Unternehmensgruppe * von Markenanbietern aus den Produktfeldern Mineralwasser, Heilwasser, fruchthaltige Getränke, Erfrischungsgetränke und Fertigcocktails. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Produktsortiments sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Als Anbieter im gehobenen Preissegment konzentriert sich der Konzern auf starke Marken als Erfolgsfaktor für das Produktangebot sowie auf eine wertschöpfungsorientierte Partnerschaft mit dem Getränkefachgroßhandel, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie der Gastronomie und Hotellerie. Aufbauend auf seinen starken Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland sowie seinen nationalen Gastronomiemarken bietet der Konzern ein breites Produktportfolio von alkoholfreien und alkoholischen Getränken an.

* nachfolgend der "Konzern", die "Unternehmensgruppe" oder die "Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe"

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, gegründet 1923 in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, ist ein börsennotiertes Markenunternehmen im Getränkemarkt mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein, Baden-Württemberg. Die Produktionsstätten verteilen sich auf die vier Standorte Bad Teinach-Zavelstein, Kißlegg, Lauterecken und Merzig.

Die Konzernstruktur

Der Konzern umfasst neben den operativ tätigen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken, und KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg, Minderheitsbeteiligungen an der Karlsberg Service GmbH, Homburg, und an der siro Production GmbH, Neunkirchen (Saarland), die als Zwischenholding fungierende Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein, sowie die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Bad Teinach-Zavelstein als Holdinggesellschaft. Die Geschäftsführung und Vertretung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA obliegt der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg, als persönlich haftende Gesellschafterin. Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH sind Martin Adam, auch Geschäftsführer der Karlsberg Holding GmbH, sowie Andreas Gaupp, Geschäftsführer der operativen Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH und Mineralbrunnen Krumbach GmbH, sowie Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der siro Production GmbH.

Die Verantwortung für das operative Geschäft liegt bei den Geschäftsführern der im Markt operierenden Gesellschaften Mineralbrunnen Teinach GmbH, Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und KAMPOS Vertriebs GmbH. Sowohl zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH als auch zwischen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH und den mittelbaren Konzerntochtergesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Das zentrale Verwaltungs-, Finanz- und Liquiditätsmanagement des Konzerns obliegt der Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH. Nahezu alle Verwaltungsdienstleistungen werden durch die Karlsberg Service GmbH, Homburg, einer 45-prozentigen Beteiligung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, ausgeübt. Die Karlsberg Service GmbH erbringt Dienstleistungen in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen.

Da der Geschäftsverlauf, die wirtschaftliche Lage sowie die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA im Wesentlichen im Konzern abgebildet werden, wurden der Lagebericht des Konzerns und der Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zusammengefasst.

Geschäftstätigkeit

Im Kern konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten des Konzerns auf die Herstellung und den Vertrieb von Mineral- und Heilwasser, fruchthaltigen Getränken, Erfrischungsgetränken sowie Fertigcocktails. Aufbauend auf den Regionalmarken in Süd- und Südwestdeutschland (Teinacher, Krumbach, Hirschquelle u. a.) und Norddeutschland (Klindworth) sowie nationalen Marken (afri, Bluna, Vaihinger, Cocktail Plant u. a.) bietet der Konzern als klassischer Markenanbieter im gehobenen Preissegment ein breites Marken- und Produktportfolio an. Der Konzern deckt mit den Bereichen Entwicklung, Produktion sowie Marketing und Vertrieb die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Geschäftstätigkeit ist auf den süd- und südwestdeutschen Kernmarkt und den nationalen Fruchtsaft- und Limonadenmarkt ausgerichtet und fokussiert sich auf ertragsreiche Markenprodukte. Die Erzeugung der Produkte wird durch eigene Mineralwasserquellen und Produktionsanlagen sowie ein professionelles Einkaufs- und Qualitätsmanagement sichergestellt.

Unternehmerische Steuerungssysteme

Die Leistungsstärke des Konzerns wird durch die Geschäftsführung im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz sowie EBITDA 2 gemessen.

Daneben erfolgt die operative Steuerung über Produktivitätskennziffern, wie zum Beispiel EBITDA/Liter, Kosten pro Produktionsmenge (EUR/Liter) in der Produktion oder abverkaufte Menge pro Outlet pro Woche im Vertrieb Handel sowie Nachhaltigkeitskennzahlen. Diese internen Kennziffern werden im Rahmen des externen Rechnungswesens nicht kommentiert.

Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen finanziellen Leistungsmessung neben diesen Kennzahlen auch EBIT 3, Investitionen sowie der Free Cashflow bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Mit dem dezentralen Organisationsmodell, welches sich nach Einschätzung der Geschäftsführung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet, werden die operativen Tätigkeiten der einzelnen Gesellschaften eigenverantwortlich ausgeübt. Der Konzern setzt hierfür den strategischen Rahmen und sichert die Finanzierung sowie die Liquidität. Darüber hinaus konzentriert sie sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 leicht wachsen. Trotz hoher Inflation, Ukraine-Krieg, Energiekrise und anhaltender Lieferprobleme ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Gesamtjahr 2022 preisbereinigt um 1,8 % (Vorjahr: + 2,6 %) gestiegen. Allerdings ist zu beachten, dass ein beträchtlicher Teil des Wachstums im ersten Quartal erwirtschaftet wurde und sich die Konjunktur zum Ende des Jahres deutlich abgeschwächt hat und im vierten Quartal aufgrund sinkender Konsumausgaben der Verbraucher, die unter der hohen Inflation leiden, preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % zum Vorquartal gesunken ist. 4

Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % (Vorjahr: + 0,4 %) im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022. Die exportorientierte deutsche Industrie nahm trotz starker Preisanstiege im Jahr 2022 zu. Die Exportumsätze von Waren und Dienstleistungen sind laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 3,2 % (Vorjahr: + 9,7 %) gestiegen. Die Importe legten preisbereinigt um 6,7 % (Vorjahr: + 9,0 %) noch stärker zu. 5

2 EBITDA = EBIT zuzüglich Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.
3 EBIT = Ergebnis nach Steuern zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, zuzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen, zuzüglich Abschreibungen auf Finanzanlagen, zuzüglich Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen, abzüglich Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, abzüglich Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens.
4 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 30. Januar 2023.
5 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023.

Die Umsätze im Einzelhandel sind nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 preisbereinigt um 0,6 % (Vorjahr: + 0,7 %) zurückgegangen sowie nominal um 7,8 % (Vorjahr: + 2,9 %) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte preisbereinigt 4,6 % weniger (Vorjahr: - 1,1 %) und nominal 5,6 % (Vorjahr: + 0,8 %) mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. 6 Die Differenz zwischen den preisbereinigten und nominalen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen wider.

Die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes konnten mit dem Nachlassen der Covid-19-Pandemie und dem Wegfall nahezu aller Corona-Schutzmaßnahmen 2022 nach signifikanten Verlusten in den beiden Vorjahren die Umsätze deutlich steigern, blieben jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Gastronomie- und Beherbergungsunternehmen 2022 preisbereinigt 45,4 % (Vorjahr: - 2,2 %) und nominal 55,7 % (Vorjahr: + 0,1 %) mehr um als 2021. Der Umsatzanstieg im Gaststättengewerbe betrug dabei preisbereinigt 38,7 % (Vorjahr: - 4,0 %) und nominal 48,3 % (Vorjahr: - 0,8 %). Im Beherbergungsgewerbe fiel der Umsatzanstieg mit preisbereinigt 63,8 % (Vorjahr: + 1,3 %) und nominal 76,7 % (Vorjahr: + 2,6 %) noch deutlicher aus. 7

Der Markt für alkoholfreie Getränke (AfG) 8

Nach den Absatzverlusten des vergangenen Jahres konnte die deutsche Getränkeindustrie, begünstigt durch einen heißen Sommer und warmen Herbst, im Jahr 2022 wieder Absatzzuwächse verzeichnen.

6 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 31. Januar 2023.
7 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 17. Februar 2023
8 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG (=Alkoholfreie Getränke), Jan-Dez 21/22.

Laut Marktdaten des Haushaltspanels der GfK, die die Entwicklung im Bereich Gastronomie und Hotellerie sowie Veranstaltungen nicht berücksichtigen, hat sich der AfG-Absatz im Gesamtjahr 2022 um 1,5 % verbessert. Auch das Preisniveau ist erneut gestiegen. Im Berichtsjahr erhöhte sich demzufolge der AfG-Umsatz um 3,5 %.

Im Wassersegment, das zunehmend durch ein steigendes Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung profitiert, konnte nach den Absatzrückgängen des vergangenen Jahres die höchste Zuwachsrate unter allen AfG-Kategorien erzielt werden. Laut GfK hat sich der Absatz im Jahr 2022 um insgesamt 3,8 % erhöht. Insbesondere Wasser ohne Kohlensäure konnte den Trend der letzten Jahre fortführen und um 6,9 % überproportional zulegen. Bei den Sorten Wasser mit wenig Kohlensäure war eine Absatzsteigerung von 4,1 %, bei Wasser mit viel Kohlensäure von 0,9 % zu verzeichnen.

Die Getränkekategorie Fruchthaltige Getränke (FHG) verzeichnete laut GfK im Jahr 2022 moderate Absatzverluste von 2,1 %. Innerhalb dieses Segments ergaben sich mit Ausnahme von Smoothies (zum Vorjahr unverändert) bei allen Sorten rückläufige Absätze (Fruchtsäfte - 0,5 %, Fruchtnektare - 6,0 %, Fruchtsaftgetränke - 3,6 %).

Auch die Absätze der Carbonated Softdrinks gingen um 1,7 % zurück. In den restlichen AfG-Segmenten konnten die Absätze im Vergleich zum Vorjahr dagegen gesteigert werden (+ 1,7 %). Höhere Zuwächse konnten hier insbesondere Energy Drinks und Sportgetränke verbuchen.

Gebinde-Entwicklung

Nach ersten Hochrechnungen des VDM haben sich die Anteile der von den deutschen Brunnenbetrieben verwendeten Verpackungsarten im Berichtsjahr nur unwesentlich verändert. Der Marktanteil der Glas-Mehrweggebinde in Höhe von 20,6 % lag geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres von 20,8 %. PET-Einweggebinde legten dagegen zu und ihr Anteil erhöhte sich von 59,4 % auf 59,8 %, der Anteil von PET-Mehrweggebinden ging dagegen auf 13,9 % leicht zurück (Vorjahr: 14,1 %). Der Marktanteil von PETCYCLE-Gebinden betrug unverändert 5,3 %. 9

Im FHG-Segment wird der überwiegende Teil der Produkte laut GfK nach wie vor in Einwegverpackungen abgesetzt. Der Absatz in Gastronomie und Hotellerie, in denen die Glas-Mehrweggebinde vorherrschend sind, ist allerdings im GfK-Haushaltspanel nicht erfasst. 10

9 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), vorläufige Branchendaten 2022 vom 3. Februar 2023.
10 Quelle: GfK Consumer Panel, AfG (=Alkoholfreie Getränke), Jan-Dez 21/22.

Unternehmenssituation des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Anmerkungen zur Berichtsweise

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zum 31. Dezember 2022 wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.

Wesentliche Ereignisse

Auf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Juli 2022, die aus Gründen der Covid-19-Pandemie zum Schutz der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern sowie den beteiligten Beratern und Dienstleistern erneut virtuell stattgefunden hat, wurden alle Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit entsprechend den Empfehlungen der Verwaltung beschlossen. Dazu gehörte auch der Vorschlag von Aufsichtsrat und persönlich haftender Gesellschafterin, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von rund 28,1 Mio. EUR eine Dividende von 0,50 EUR je Stammaktie und von 0,58 EUR je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2021 auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 19. Juli 2022. Die Ausschüttungssumme betrug 4,0 Mio. EUR, dem Gewinnvortrag wurden 24,2 Mio. EUR zugeführt.

Die anwesenden Aktionäre honorierten insbesondere auch vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen den Geschäftsverlauf 2022 und sprachen dem Management und Aufsichtsrat ihr Vertrauen aus.

In 2021 wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt, ein umfangreiches Präventionskonzept gestartet und daraus abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. Der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstanden. Im letztjährigen Konzernabschluss wurden die Risiken auf Basis der damaligen Ermittlungsstände bewertet und in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Ermittlungsstände wurden die Risikobewertungen aktualisiert und die Risiken im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend bewertet.

Genehmigtes Kapital

Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juli 2020 wurde die persönlich haftende Gesellschafterin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 7. Juli 2025 ganz oder in Teilbeträgen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 11.193.728 EUR gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden nennbetragslosen Stammaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Mit der Ermächtigung ist die Gesellschaft in der Lage, möglichen künftigen Finanzbedarf schnell und flexibel zu decken.

Gremien

Im Geschäftsjahr 2022 ergaben sich keine personellen Veränderungen.

Geschäftsverlauf

Der Bruttoumsatz 11 im Konzern konnte im Berichtsjahr um 26,4 Mio. EUR (+ 19,1 %) auf 164,5 Mio. EUR gesteigert werden.

11 Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen

Nach einem verhaltenen Jahresstart im Kontext von hohen Covid-19-Inzidenzen ergaben sich im weiteren Jahresverlauf deutliche Erholungstendenzen. Insbesondere konnten in der Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft hohe Umsatzanstiege verzeichnet werden.

Insgesamt lag der Fokus im Berichtsjahr in verstärktem Maße auf Marketing- und Vertriebsaktivitäten und einem weiteren Ausbau des Markengeschäfts. So wurde beispielsweise im Mineralwasser-Segment für die Heilwassermarke Hirschquelle ein neuer Markenauftritt mit einem neuartigen Kastendesign umgesetzt. Im Saft-Segment wurde für die Marke Vaihinger das Sortiment für Kunden in der Hotellerie erweitert.

Im Geschäftsjahr 2022 konnten bei den Glas-Mehrweggebinden, maßgeblich getrieben durch die Rückkehr der Absätze in Gastronomie und Hotellerie sowie im Veranstaltungsgeschäft, Umsatzzuwächse von 22,7 % erreicht werden. Auch andere Gastronomiegebinde wie Bag-in-Box konnten deutlich zulegen. Darüber hinaus konnten auch die in den vergangenen Jahren rückläufigen PET-Gebinde im Vergleich zum Vorjahr erstmals wieder Zuwächse verzeichnen.

Im Mineralwasser-Segment fielen die Umsatzanstiege der Marken Teinacher mit 20,1 % und Krumbach mit 6,8 % deutlich aus. Das Saft-Segment, das aufgrund des hohen Gastronomie- und Hotellerie-Anteils durch die Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen war, konnte gegenüber Vorjahr noch wesentlich höhere Umsatzwachstumsraten verzeichnen. Der Umsatz der Hauptmarken Vaihinger, Klindworth und Cocktail Plant konnte im Berichtsjahr insgesamt um 49,1 % gesteigert werden.

Mitarbeiter

Entwicklung der Mitarbeiterzahlen

Im Jahresdurchschnitt 2022 reduzierte sich im Konzern die Mitarbeiterzahl inklusive Teilzeitbeschäftigten und Aushilfen auf 405 (Vorjahr: 418 Mitarbeiter).

Personalentwicklung

Die hohe operative Eigenständigkeit der einzelnen Brunnenstandorte und der Fruchtsaftbetriebe erfordert eine gezielte, konzernweite Personalentwicklung, damit gemeinsame Standards umgesetzt, Erfahrungen ausgetauscht und so für die Unternehmensentwicklung genutzt werden können.

Zudem ist sich der Konzern bewusst, wie wichtig die Zusammenarbeit, das Engagement und die Motivation der Menschen im Konzern sind. Eine positive Identifikation der Mitarbeiter mit dem Konzern, den Marken und Produkten sowie den Kollegen wird aus Sicht der Geschäftsführung maßgeblich durch die Führungskräfte beeinflusst.

Der Konzern arbeitet deshalb an einer dialogorientierten Unternehmenskultur und fördert den standortübergreifenden Austausch der Mitarbeiter.

Die operativen Tochtergesellschaften sind zertifizierte Ausbildungsbetriebe und investieren nachhaltig in Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Belegschaften.

Ertragslage

Konzern

Die Umsatzerlöse der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe sind im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der erläuterten Geschäftsentwicklung um 24,6 Mio. EUR (+ 21,5 %) auf 138,8 Mio. EUR deutlich angestiegen.

Steigende Preise bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie und Logistik haben sich auf das operative Geschäft belastend ausgewirkt. Um die Effekte der sehr dynamischen Entwicklung der Einkaufspreise abzufedern, mussten im Berichtsjahr bei den operativen Konzerngesellschaften Preiserhöhungen umgesetzt werden.

Konzernertragslage
(in TEUR)
01.01. 31.12.2022 01.01. 31.12.2021 +/-
Umsatzerlöse 138.837 114.234 24.603 22 %
Waren- und Materialeinsatz -40.881 -32.877 -8.005 24 %
Rohertrag 97.955 81.357 16.598 20 %
Sonstige betriebliche Erträge 3.729 9.702 -5.974 -62 %
Personal -31.348 -28.723 -2.625 9 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -50.114 -40.995 -9.120 22 %
EBITDA 20.221 21.341 -1.120 -5 %
Abschreibungen -11.594 -11.712 118 -1 %
EBIT 8.627 9.629 -1.002 -10 %
Finanzergebnis 300 -1.491 1.790 + //
Ergebnis vor Steuern (EBT) 8.927 8.139 788 10 %
Steuerergebnis -2.903 -2.182 -722 -33 %
Konzern-Jahresüberschuss 6.023 5.957 66 1 %
Gewinnvortrag 21.540 18.041 3.499 19 %
Ausschüttung an Aktionäre -3.981 -2.458 -1.522 62 %
Konzernbilanzgewinn 23.582 21.540 2.043 9 %

Infolge der positiven Umsatzentwicklung im Markengeschäft konnte der Rohertrag 12 gegenüber Vorjahr um 16,6 Mio. EUR auf 98,0 Mio. EUR, gesteigert werden.

12 Rohertrag = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung - Materialaufwand (inkl. Aufwendungen für bezogene Leistungen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,7 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (9,7 Mio. EUR), das durch Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen, enthaltene Buchgewinne aus der Veräußerung einer Lohnabfüllanlage sowie durch hohe Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen insgesamt in Höhe von 6,6 Mio. EUR begünstigt war.

Der Personalaufwand ist aufgrund deutlich unter Vorjahr liegender Zuschüsse und unter Berücksichtigung von Tariferhöhungen sowie erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung um rund 2,6 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR angestiegen. Erforderliche Anpassungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen haben die Personalaufwendungen in Höhe von rund 0,8 Mio. EUR belastet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen aufgrund erhöhter Marketing- und Vertriebsaufwendungen für das Markengeschäft sowie gestiegener variabler Logistikkosten um 9,1 Mio. EUR auf 50,1 Mio. EUR erhöht.

Die Abschreibungen in Höhe von 11,6 Mio. EUR lagen unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen nahezu auf Niveau des Vorjahres (11,7 Mio. EUR).

Das Finanzergebnis in Höhe von + 0,3 Mio. EUR konnte gegenüber Vorjahr (- 1,5 Mio. EUR) deutlich verbessert werden, maßgeblich bedingt durch signifikant unter Vorjahr liegenden Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen.

Der im Berichtszeitraum angefallene Steueraufwand in Höhe von 2,9 Mio. EUR lag unter Berücksichtigung enthaltener Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und der Auflösung von aktiven latenten Steuern 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Aufgrund der positiven Umsatz- und Rohertragsentwicklung konnte trotz der spürbaren Auswirkungen erhöhter Rohstoff- und Energiepreise und höherer Aufwendungen für Marketing und Vertrieb ein auf Vorjahr liegender deutlich positiver Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 6,0 Mio. EUR erzielt werden. Beim Vorjahresvergleich ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahr durch erhöhte sonstige betriebliche Erträge in besonderem Maße begünstigt war.

Die Ergebniskennzahlen EBITDA und EBIT (Definition Kennzahlen vgl. Kapitel "Unternehmerische Steuerungssysteme") lagen bei 20,2 Mio. EUR (Vorjahr: 21,3 Mio. EUR) respektive 8,6 Mio. EUR (Vorjahr: 9,6 Mio. EUR) und damit trotz deutlich unter Vorjahr liegender sonstiger betrieblicher Erträge nur leicht unter Vorjahr. Zum Bilanzstichtag ergibt sich daraus ein Konzernbilanzgewinn von 23,6 Mio. EUR (Vorjahr: 21,5 Mio. EUR). Das Ergebnis je Stammaktie betrug im Berichtsjahr 0,77 EUR (Vorjahr: 0,76 EUR) und je Vorzugsaktie 0,85 EUR (Vorjahr: 0,84 EUR).

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres für den Konzern

Der Konzernumsatz in Höhe von 138,8 Mio. EUR konnte im Berichtsjahr um 21,5 % deutlich zulegen. Damit konnte die Prognose eines moderaten Umsatzanstiegs leicht übertroffen werden.

Unter Berücksichtigung der deutlich verbesserten Umsatz- und Rohertragssituation konnte, trotz erhöhter Aufwendungen für Marketing und Vertrieb sowie gestiegener Rohstoff- und Energiepreise, die im Rahmen des letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Ertragsprognose eines moderat über dem Berichtsjahr 2020 liegenden EBITDA übertroffen werden. Das EBITDA in Höhe von 20,2 Mio. EUR lag deutlich über dem Wert des Berichtsjahres 2020 von 15,1 Mio. EUR und nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (21,3 Mio. EUR), das von erhöhten sonstigen betrieblichen Erträgen in besonderem Maße begünstigt war.

Einzelabschluss

Die Ertragslage im Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA zeigt folgende Entwicklung:

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 0,7 Mio. EUR lagen rund 0,1 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres. Der Personalaufwand ist unter Berücksichtigung von erhöhten Aufwendungen für Altersversorgung aufgrund erforderlicher Anpassungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen um rund 0,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. EUR lagen im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR lagen auf Vorjahresniveau. Das Zinsergebnis ist in geringem Maße auf 1,0 Mio. EUR zurückgegangen.

Nach Verrechnung des Finanzergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des nach der Dividendenzahlung verbliebenen Gewinnvortrages von 24,2 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 32,4 Mio. EUR.

Vergleich mit der Prognose des Vorjahres für den Einzelabschluss

Die im Rahmen des letztjährigen Geschäftsberichtes veröffentlichte Prognose eines moderat über dem Berichtsjahr 2020 liegenden EBITDA 13 konnte deutlich übertroffen werden. Die operative Kennzahl EBITDA in Höhe von 8,5 Mio. EUR lag nicht nur deutlich über dem Niveau des Jahres 2020 (2,3 Mio. EUR), sondern auch über dem Vorjahreswert (7,1 Mio. EUR).

13 EBITDA = Jahresabschluss inklusive Beteiligungserträge.

Operative Tochtergesellschaften

Der Konzern umfasst als wesentliche operative Tochtergesellschaften die Mineralbrunnen Teinach GmbH, die Mineralbrunnen Krumbach GmbH sowie die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH.

Mineralbrunnen Teinach GmbH

Die Mineralbrunnen Teinach GmbH beinhaltet insbesondere die Marken Teinacher und Hirschquelle. Der Umsatz der Gesellschaft lag 2022 bei 54,2 Mio. EUR (Vorjahr: 46,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 140 Mitarbeiter, davon zwei Auszubildende.

Mineralbrunnen Krumbach GmbH

Die Mineralbrunnen Krumbach GmbH produziert Mineralwässer und Erfrischungsgetränke. Zum Portfolio der Gesellschaft gehören die Marken Krumbach und Kisslegger. 2022 verzeichnete die Gesellschaft einen Umsatz in Höhe von 31,8 Mio. EUR (Vorjahr: 30,5 Mio. EUR). Im Berichtsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 117 Mitarbeiter, davon einen Auszubildenden.

Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH vertreibt die Marken Vaihinger, afri und Bluna, Cocktail Plant, Klindworth, Merziger und Lindavia. Der Umsatz betrug im Berichtsjahr 57,1 Mio. EUR (Vorjahr: 41,5 Mio. EUR). Im Jahr 2022 beschäftigte die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH im Durchschnitt 119 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende.

Finanzlage

Wertpapier-Management

Die langfristigen finanziellen Mittel sind in einem Spezialfonds gebündelt. Zum Bilanzstichtag betrug der bilanzierte Wert des Spezialfonds 1,7 Mio. EUR. Der Kurswert lag zum Stichtag bei 1,5 Mio. EUR.

Finanzierung

Die Gesamtfinanzierung des Konzerns wird über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA gesteuert, die im Rahmen eines konzerninternen Cash-Poolings den Konzerngesellschaften ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stellt. Neben der Innenfinanzierung aus dem generierten Cashflow stehen nach Abschluss eines neuen Betriebsmittelkredits Kontokorrentlinien in Höhe von insgesamt 7,0 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum Bilanzstichtag nur in sehr geringem Umfang in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) in Anspruch genommen waren. Zudem bestanden zum 31. Dezember 2022 liquide Mittel in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR).

Zur teilweisen Refinanzierung des Investitionsprogramms der letzten Jahre war Ende 2016 eine bankenunabhängige Finanzierung in Form einer Namensschuldverschreibung über insgesamt 25,0 Mio. EUR vertraglich abgeschlossen worden, die bis Dezember 2024 mehrstufig fällig ist. Nach erfolgter planmäßiger Tilgung in Höhe von 8,3 Mio. EUR betrug die Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR). Zur Besicherung wird auf die Angaben im Anhang sowie im Konzernanhang verwiesen.

Die mit der Finanzierung verknüpften finanziellen Kennzahlen (Covenants) zur Ausnutzung der gewährten Kreditlinien wurden im vergangenen und werden im laufenden Jahr auf Basis der bestehenden Planung jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird auch zukünftig als gering eingeschätzt. Im Berichtsjahr und für das laufende Geschäftsjahr stand bzw. steht somit jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Cashflow-Situation (Liquiditätsstatus)

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 21,8 Mio. EUR, begünstigt durch insgesamt positive bilanzielle Effekte im Zuge der Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit, lag deutlich über dem Vorjahreswert von 15,8 Mio. EUR.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von - 13,9 Mio. EUR war durch über Vorjahr liegende Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 9,6 Mio. EUR sowie Auszahlungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition in Höhe von 5,8 Mio. EUR geprägt und lag leicht unter dem Niveau des Vorjahres (- 13,1 Mio. EUR).

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 13,8 Mio. EUR (Vorjahr: - 3,9 Mio. EUR) war vornehmlich geprägt von der zum Ende des Berichtsjahres planmäßig erfolgten Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von 8,3 Mio. EUR sowie von der Dividendenzahlung an die Aktionäre in Höhe von 4,0 Mio. EUR. Darüber hinaus sind Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten in Höhe 0,5 Mio. EUR sowie Zinszahlungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR enthalten.

Aus den vorstehenden Erläuterungen ergab sich im Berichtsjahr in Summe ein Rückgang des Finanzmittelfonds um 5,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel und die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf einen positiven Saldo von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2022 stand jederzeit ausreichend freie Liquidität zur Verfügung. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien sowie vorhandener liquider Mittel war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Konzern

Die Bilanzsumme des Konzerns zum 31. Dezember 2022 betrug 143,0 Mio. EUR und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (142,2 Mio. EUR).

Das Anlagevermögen in Höhe von 65,6 Mio. EUR hat sich im Berichtszeitraum um rund 2,1 Mio. EUR reduziert. Unter Berücksichtigung von Investitionen und planmäßiger Abschreibungen ist das Sachanlagevermögen um 1,5 Mio. EUR auf 56,4 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2022 betrugen 9,6 Mio. EUR und lagen damit über dem Niveau des Vorjahres (9,0 Mio. EUR).

Die größte technische Einzelinvestition war in eine Füller- und Etikettieranlage am Standort Kißlegg, die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022 in Betrieb genommen wurde. Bereits im Geschäftsjahr 2021 sind für diese Investition in erhöhtem Umfang Anzahlungen geleistet worden.

Am Standort Kißlegg wurde zudem mit dem Bau einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.180 Kilowatt-Peak (KWp) begonnen, für die im Berichtsjahr bereits Anzahlungen geleistet wurden. Die Inbetriebnahme ist für die erste Jahreshälfte des laufenden Geschäftsjahres vorgesehen. Hierdurch werden sich die CO 2-Emission und die Energiekosten deutlich verringern. Darüber hinaus wurden verschiedene kleinere technische Investitionen zur Modernisierung der Produktions- und Abfülltechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung getätigt.

Ein großer Fokus lag im Geschäftsjahr 2022 auf Investitionen im Vertriebsbereich mit hohen Investitionen in die Produktausstattung für die Marken, insbesondere in neue Kisten und Flaschen. So wurden bspw. im Rahmen der Umsetzung des neuen Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle neue Kisten und Individualglasflaschen angeschafft.

Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres um 0,1 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR.

Das Umlaufvermögen hat sich im Berichtszeitraum aufgrund der Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit um 4,7 Mio. EUR auf 70,2 Mio. EUR erhöht, im Wesentlichen bedingt durch einen Anstieg der Vorräte um 3,0 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR. Zudem sind Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Mio. EUR auf 40,8 Mio. EUR angestiegen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind dagegen, im Wesentlichen bedingt durch die zum Ende des Berichtsjahres planmäßig erfolgte Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung, um 5,5 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR zurückgegangen.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 7,0 Mio. EUR sind unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr verbuchten Auflösung latenter Steuern gesunken (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital unter Berücksichtigung des Konzern-Jahresüberschusses (6,0 Mio. EUR) und der Dividende an die Aktionäre (4,0 Mio. EUR) um 2,0 Mio. EUR auf 67,3 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich infolgedessen trotz der erhöhten Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 47,0 % über dem Vorjahreswert (45,9 %).

Die Rückstellungen lagen deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt stiegen die Rückstellungen um 6,1 Mio. EUR auf 48,2 Mio. EUR, maßgeblich bedingt durch erhöhte Rückstellungen für Kundenvergütungen und Verkaufsförderungszuschüsse sowie Pfandrückstellungen aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeit. Der Anstieg der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen fiel aufgrund der Zinswende mit 1,0 Mio. EUR im Vergleich zu den Vorjahren moderater aus.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 27,4 Mio. EUR (Vorjahr: 34,8 Mio. EUR) sind nach planmäßiger Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung deutlich zurückgegangen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dagegen haben sich im Zuge einer Wiederbelebung der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR erhöht.

Einzelabschluss

Im Einzelabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA lag die Bilanzsumme mit 104,9 Mio. EUR rund 3,1 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahres.

Das Anlagevermögen reduzierte sich insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von Markenrechten gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 29,8 Mio. EUR auf 29,3 Mio. EUR.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wiesen ein gewährtes Darlehen in Höhe von 40,0 Mio. EUR an einen Mehrheitsaktionär aus. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren 34,0 Mio. EUR in Anspruch genommen worden.

Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag bei 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR).

Das Eigenkapital erhöhte sich unter Berücksichtigung des Jahresüberschuss in Höhe von 8,2 Mio. EUR und der im Berichtsjahr ausgezahlten Dividende in Höhe von 4,0 Mio. EUR von 68,7 Mio. EUR auf 73,0 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des höheren Jahresüberschusses trotz der erhöhten Bilanzsumme verbessert und lag zum Bilanzstichtag mit 69,6 % über dem Vorjahreswert (67,5 %).

Die Rückstellungen sind aufgrund höherer Steuerrückstellungen und erhöhter Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,4 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR angestiegen.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von 28,4 Mio. EUR lagen nach erfolgter planmäßiger Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von 8,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (30,1 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zum Vorjahr um rund 7,4 Mio. EUR auf 10,9 Mio. EUR angestiegen.

Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG

Die Geschäftsführung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG aufgestellt. Der Bericht enthält folgende Schlusserklärung:

"Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch nicht benachteiligt worden."

III. Risikobericht

Das konzernweit eingerichtete Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. So wurde im Berichtsjahr ein "Präventionskonzept" für die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH erarbeitet, das sich derzeit in Einführung befindet. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen.

Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen geschäftliche Einbußen bzw. Schaden von der Unternehmensgruppe abzuwenden. Zugleich sollen Chancen erkannt werden, die einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Konzerns haben können.

Innerhalb der Unternehmensgruppe wurde hierfür ein systematisches Risikomanagementsystem etabliert, das auf die speziellen Anforderungen und Gegebenheiten der einzelnen zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften ausgerichtet ist.

Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung und dem monatlichen Reporting sowie der Qualitätssicherung, sowohl organisatorisch als auch technologisch vernetzt. Es bedient sich eines internen Kontrollsystems. Damit wird der interdisziplinäre Informationsaustausch sichergestellt.

Die Risikoanalyse erstreckt sich auf einen Planungshorizont von einem Jahr.

Die folgenden Risikogebiete werden für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA als besonders relevant erachtet:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA von einigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren abhängig, die sich dem direkten Einflussbereich der Gruppe entziehen. So können sich Konjunkturrisiken, die derzeit hohe Inflation mit Wirkung auf die Kaufkraft der Marktteilnehmer oder auch die Situation an den Finanzmärkten auf die Unternehmensentwicklung auswirken.

Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen hatten zu Beginn des Berichtsjahres noch einen großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Geschäft der Unternehmensgruppe, im weiteren Jahresverlauf nahmen die Einflussfaktoren jedoch deutlich ab. Das Virus SARS-CoV-2 ist nach wie vor im Umlauf, wenn auch deutlich weniger verbreitet und mit milderen Krankheitsverläufen bei einer Infektion.

Die Virologen beobachten, dass sich in Europa aus der Pandemie eine endemische Lage entwickelt hat. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen werden nach Einschätzung der Geschäftsführung im laufenden Geschäftsjahr in diesem Zusammenhang keine wesentlichen Auswirkungen auf die als wesentlich angegebenen Steuerungsgrößen erwartet.

Jedoch ist die Entstehung neuer, kritischer Virusvarianten nicht auszuschließen.

Aufgrund des nach Einschätzung der Geschäftsführung breit diversifizierten und robusten Geschäftsmodells, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Vertriebskanälen, Märkten und Regionen reduziert sich der Einfluss von Einzelrisiken.

Geopolitische Risiken

Risiken mit potenzieller Auswirkung auf den Waren- und Materialeinsatz und den Absatz von Produkten des Konzerns können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen.

Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in den Märkten der Unternehmensgruppe ergeben.

Der Krieg in der Ukraine bringt weiterhin erhebliche Belastungen für die deutsche Wirtschaft mit sich, hat die Rahmenbedingungen für viele Unternehmen grundlegend verändert und zu einem hohen Ausmaß an politischer und ökonomischer Verunsicherung geführt. Im Falle einer zunehmenden Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts sind weitere negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu erwarten, die aufgrund der hohen Unsicherheit aus heutiger Sicht nicht abschließend bewertet werden können.

Aufgrund nicht vorhandener Geschäftsbeziehungen mit Russland und der Ukraine ergeben sich durch diese geopolitische Krise zwar keine unmittelbaren materiellen Auswirkungen auf den Absatz des Konzerns. Nichtsdestotrotz sind die Risiken auf der Beschaffungsseite weiterhin als hoch einzuschätzen. Hohe Belastungen durch drohende Engpässe in der Energieversorgung sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise könnten die wirtschaftliche Entwicklung negativ beeinflussen.

Branchenrisiken

Die Lebensmittelbranche wird in den vergangenen Jahren verstärkt von Umwelt- und Verbrauchergruppen ins Visier genommen. Mittels selbst gesetzter Kriterien, die häufig weder wissenschaftlich noch rechtlich untermauert sind, erzeugen diese Gruppen eine Aufmerksamkeit, die sich negativ auf das Konsumverhalten auswirken kann. Dies kann in der Mineralwasserbranche die natürlichen Inhaltsstoffe (Mineralstoffe etc.), die Zusatzstoffe in Nearwater- und Süßgetränken (z. B. Zuckerersatzstoffe) oder die verwendeten Verpackungsstoffe betreffen, die unter umweltpolitischen Aspekten thematisiert werden können. Auch die in der Öffentlichkeit häufig einseitig geführte Diskussion über Mineral- und Leitungswasser kann sich auf das Konsumverhalten der Verbraucher negativ auswirken. Eine unausgewogene Berichterstattung über Mineralwasser könnte dazu beitragen, dass viele Konsumenten den Mehrwert des Naturproduktes Mineralwasser im Vergleich zu aufbereitetem Leitungswasser weniger wahrnehmen. In diesem Zusammenhang hat der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) gemeinsam mit den Mitgliedsunternehmen eine Verbandsinitiative "Dialog Natürliches Mineralwasser" ins Leben gerufen, um die Vorzüge des nachhaltigen Naturproduktes aufzuzeigen.

Die Absatz- und Umsatzentwicklung wird im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Um auch in möglichen Nachfragespitzen die Lieferfähigkeit sicherzustellen, sind bei saisonal ausgerichteter Lagerstrategie in der Produktionsplanung vorsorglich flexible Produktionsstrukturen und Personaleinsatzpläne implementiert. Risiken bestehen zudem beim generellen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität der Verbraucher.

Der kontinuierlichen Erweiterung der Mengen- und Preisorientierung im Preiseinstiegssegment um den Faktor Produktmehrwert begegnet der Konzern mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten, Produktinnovationen und hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden zielt darauf ab, den geänderten Kundenwünschen entgegenzukommen. Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach Auffassung der Geschäftsführung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet. Produktmehrwert begegnet der Konzern mit gezielten Marketingmaßnahmen, um die Differenzierung und den Produktmehrwert zu dokumentieren und den emotionalen Markenwert weiter zu steigern. Der strategische Ansatz der Unternehmensgruppe mit Getränkespezialitäten, Produktinnovationen und hoher regionaler Präsenz sowie etablierten Marken in Glasgebinden kommt den geänderten Kundenwünschen entgegen. Dem Risiko weitestgehend gesättigter Märkte wird nach unserer Auffassung mit einem breit diversifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten begegnet.

Marktpreisrisiken

Die Unternehmensgruppe ist in den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz Marktpreisänderungsrisiken ausgesetzt. Mögliche Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten werden zwar durch mittelfristige Verträge abgesichert, auf längere Sicht stellen jedoch insbesondere volatile Energie- und hohe Rohwarenpreise ernstzunehmende Risiken dar.

Eines der wesentlichen Kostenziele ist es, Risiken aus den Preisschwankungen bei Rohstoffen und Energie durch langfristige Liefervereinbarungen möglichst zu verringern.

Das Jahr 2022 brachte in Deutschland die größte Preissteigerung seit mehr als 70 Jahren. Die Verbraucherpreise erhöhten sich dabei laut Statistischem Bundesamt im Jahresdurchschnitt 2022 um 7,9 % gegenüber 2021. 14 Auch für 2023 gehen Wirtschaftsexperten von einer sich zwar abschwächenden, dennoch im Vergleich zu den Vorjahren deutlich erhöhten Inflationsrate aus.

14 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 17. Januar 2023.

Steigende Preise für Rohstoffe, Verpackungen, Energie und Logistik belasten das Geschäft des Konzerns in zunehmend hohem Maße, wenn auch noch ein Teil der Preissteigerungen durch bestehende Kontrakte für das laufende Geschäftsjahr vertraglich abgesichert ist. Um die Effekte der stark gestiegenen Einkaufspreise abzufedern, werden auch im Geschäftsjahr 2023 Preisanpassungen bei den Endprodukten erforderlich sein.

Darüber hinaus werden im Konzern über Devisenkurssicherungsinstrumente die Wechselkursrisiken minimiert.

Produkt-, Beschaffungs- und technische Risiken

Die natürliche Ressource Mineralwasser sowie die im Produktionsprozess eingesetzten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bedürfen sowohl hinsichtlich der Qualität als auch der Verfügbarkeit einer permanenten Kontrolle. Mittels eines kontinuierlich weiterentwickelten Quellenmanagements werden die Rahmenbedingungen beobachtet und entsprechende Aktionsszenarien aktiviert, um die Produktion und Qualitätsstandards sicherzustellen. Innerhalb der Produktionsprozesse hat die Unternehmensgruppe komplexe und hochspezialisierte technische Anlagen im Einsatz.

Hier bedarf es höchster Sorgfalt, um Schäden oder Unterbrechungen zu vermeiden. Dazu werden neben dem Einsatz moderner Steuerungstechnik die Anlagen laufend sachgerecht gewartet, instandgesetzt und die zuständigen Mitarbeiter kontinuierlich geschult. Dem Ausfallrisiko von Abfüllstraßen wird durch regelmäßige vorbeugende Wartungen, Zustandsbeurteilungen der Maschinen und Anlagen, Schulung des Wartungspersonals, Ersatzinvestitionen in Anlagenteile sowie bei Notwendigkeit durch gänzliche Erneuerung der Anlagen begegnet. Risiken durch drohende Verunreinigung von Fertigprodukten werden durch den Einsatz von Kontrollstandards und technischen Einrichtungen minimiert.

Die Qualitätssicherung und die Produktionschargenrückverfolgung zur Kontrolle der Produktwege sind durch ein internes Informationssystem gewährleistet. Die Ausfall- und Störfallrisiken in der Produktion und die damit verbundene eventuelle Nichteinhaltung der Lieferfähigkeit werden durch moderne Verfahrenstechniken und permanent kontrollierte Prozessabläufe minimiert. Die Qualitätssicherung nimmt durch die Bedeutung der Rohstoffe für die Produktqualität bereits bei der Beschaffung eine wichtige Rolle ein. Neben vorab erfolgten Lieferantenaudits werden die eingesetzten Aromen, Inhaltsstoffe und Verpackungsmaterialien sowohl beim Lieferanten als auch während der Produktion einer umfangreichen Qualitätskontrolle unterzogen. Alle Produktionsstandorte sind gemäß International Food Standard (IFS) zertifiziert und werden in jährlichem Turnus auditiert.

Die Konzerngesellschaften beziehen ihre Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von einer Vielzahl verschiedener Lieferanten. Dennoch können Beschaffungsrisiken aufgrund von Lieferantenabhängigkeiten und Lieferengpässen bei bestimmten Produkten wie bspw. Glasgebinden bestehen. Durch eine Verteilung der Bedarfe auf möglichst viele Lieferanten kann dieses Risiko minimiert werden.

Auch in der Logistik können Engpässe auftreten. Diesem Risiko wird mit vertraglicher Absicherung von ausreichend Frachtraum sowie einem Netzwerk an Dienstleistern entgegengewirkt.

Umweltschutzrisiken

Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutzrelevante Gesetze regelmäßig analysiert sowie Emissionswerte durch ein systematisches Energiemanagementsystem einer kontinuierlichen Überwachung unterzogen. Für die Konzernunternehmen spielen Energierückgewinnungsprojekte eine wichtige Rolle. Auch gewinnen Photovoltaik-Projekte zunehmend an Bedeutung. So wurde im Geschäftsjahr in Kißlegg mit der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage begonnen und im laufenden Jahr wird am Standort Lauterecken ein weiteres Photovoltaik-Projekt realisiert. Auch am Standort in Bad Teinach-Zavelstein wird diese Option geprüft.

Darüber hinaus erfolgt eine regelmäßige Sensibilisierung aller im Produktionsprozess eingebundenen Mitarbeiter für aktuelle Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sowie eine Einbindung in verschiedene operative Projekte, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren.

IT-Risiken

Die Unternehmensgruppe setzt moderne Informations- und Kommunikationstechnologien ein, um die Produktions- und Geschäftsprozesse effizient, sicher und kostengünstig zu gestalten.

Generell können Risiken in der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen, bei einem Verlust oder einer Manipulation von Daten, durch Cyberkriminalität oder Compliance-Verletzungen sowie bei Offenlegung vertraulicher Informationen bestehen. Die Unternehmensgrundsätze zur Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie regeln deshalb verbindlich die Nutzung der Informations- und Kommunikationssysteme unter dem Gesichtspunkt der IT- und Datensicherheit.

Hohe Sicherheitsstandards, eine moderne Technologie, Richtlinien und qualifizierte Mitarbeiter tragen aus Sicht der Geschäftsführung dazu bei, IT-Risiken zu minimieren. Die in der Karlsberg Service GmbH, Homburg, organisierte zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter Systeme und Prozesse sind weitere Maßnahmen zur Risikominimierung durch Professionalisierung.

Das Risiko eines möglichen Ausfalls zentraler IT-Systeme wird durch redundante Systeme sowie durch eine Notstromversorgung minimiert, sodass dieses Risiko insgesamt als gering eingeschätzt wird.

Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung der Prozesse hat das Thema Cybersecurity in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Zum Schutz vor potenziellen Bedrohungen werden konzernweit aktuelle Sicherheitssysteme eingesetzt.

Der Karlsberg Verbund plant, eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene Cloudbasierte ERP-Software einzuführen.

Risiken könnten hierbei in einer nicht ausreichenden Kapazität der Projektbeteiligten durch eine hohe Ressourcenbindung der in das Projekt eingebundenen Mitarbeiter bestehen. Zudem könnte die Gefahr bestehen, dass Synergien nicht wie geplant realisiert werden und Effizienzsteigerungen der Prozesse nicht in angestrebtem Umfang erreicht werden könnten. Durch die schrittweise Einführung in nahezu allen Unternehmensbereichen des gesamten Verbundes und einer infolgedessen hohen Projektkomplexität können sich Verzögerungen in der Umsetzungsphase ergeben.

Zur Erreichung der Projektziele und Minimierung der vorgenannten Risiken wurde eine Projektorganisation implementiert, in die alle für die ERP-Einführung betroffenen Ebenen und Funktionen, ein erfahrenes Projektmanagement sowie Mitglieder der Geschäftsführung eingebunden sind.

Die Datenmigration ist ein kritischer Schritt im Rahmen eines ERP-Wechsels. Da Unternehmensdaten aus verschiedenen IT-Systemen voneinander abhängig sind, könnte das Übersehen von Problemen bei Datenabhängigkeiten und Integrationen schnell zu Problemen bei der Implementierung führen. Hieraus könnten sich auch finanzielle Folgerisiken ergeben, wenn beispielsweise über einen längeren Zeitraum keine Rechnungen geschrieben werden könnten.

Der Einsatz von Cloud-Lösungen kann auch ein Sicherheitsrisiko mit sich bringen. Provider und ERP-Betreiber teilen sich dieses Risiko zwar grundsätzlich, letztendlich liegt aber die Sicherheit in der Verantwortung der Organisation, die das ERP-System nutzt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, sind entsprechende Maßnahmen im internen Kontrollsystem und im Zugriffs- und Änderungsmanagement erforderlich. Durch die Erstellung eines Berechtigungskonzeptes mit Protokollierung von Berechtigungsänderungen und einem auf den Bedürfnissen des Unternehmens zugeschnittenen Berechtigungsumfang kann diesem Risiko entsprechend begegnet werden.

Zur ausführlichen Darstellung der Chancen durch das Projekt wird auf den Chancenbericht verwiesen.

Rechtliche und steuerliche Risiken

Im Rahmen des unternehmerischen Handelns ist die Unternehmensgruppe rechtlichen Risiken ausgesetzt und kann in gerichtliche Auseinandersetzungen und Schiedsverfahren involviert werden. Rechtliche Risiken ergeben sich aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, etwa im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen. Darüber hinaus bestehen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten im operativen Geschäft, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits- oder Produkthaftungsrecht. Zunehmend wird der Konzern auch mit dem Lebensmittelrecht und den rechtlichen Konsequenzen europäischer Richtlinien zu gesundheitsbezogenen Wirkungsversprechen ("Health Claims") und der Darstellung von Nährwertangaben konfrontiert. Soweit erforderlich, wird in adäquatem Umfang bilanzielle Risikovorsorge gebildet. Im Schadensfall sind die nach Einschätzung der Geschäftsführung größten Risiken durch ausreichende Versicherungen abgesichert.

In 2021 wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt und verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH sind aus den schädigenden Vorgängen auch Nachteile in Form von Steuerrückzahlungen entstanden. Im letztjährigen Konzernabschluss wurden die Risiken auf Basis der damaligen Ermittlungsstände bewertet und in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. Unter Berücksichtigung der aktuellen Ermittlungsstände wurden die Risikobewertungen aktualisiert und die Risiken im vorliegenden Konzernabschluss entsprechend bewertet.

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns unterliegt zudem den jeweils geltenden nationalen steuerlichen Rechtsvorschriften. Änderungen der jeweiligen Steuergesetze und deren Rechtsprechung sowie unterschiedliche Auslegungen im Rahmen von Betriebsprüfungen können zu höherem Steueraufwand und zu höheren Steuernachzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der Gesetze und Regelungen auch einen wesentlichen Einfluss auf die Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten haben.

Steuerliche Risiken, die sich aus den verschiedenen Themenkomplexen ergeben, werden durch die Steuerabteilung der Karlsberg Service GmbH, die bei operativen und strategischen Entscheidungen mit möglichen steuerlichen Folgen konsequent einzubinden ist, fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert.

Personalrisiken

Für die Konzerngesellschaften ist es von großer Bedeutung, qualifizierte und engagierte Mitarbeiter für alle Bereiche zu gewinnen, zu entwickeln und im Unternehmen zu halten sowie alle Personalressourcen effektiv zu steuern. Ansonsten könnte der Konzern möglicherweise nicht in der Lage sein, seiner Geschäftstätigkeit effizient und erfolgreich nachzugehen. Eine zunehmend größere Herausforderung sind die sich verändernden Anforderungen in der digitalisierten Arbeitsumgebung.

Anpassungs- (Mitarbeiter sind falsch oder unzureichend qualifiziert), Motivations- (Arbeitsleistung wird zurückgehalten) oder Streikrisiken (Produktionsausfall aufgrund der Ausübung des Streikrechts) oder der Verlust von wichtigen Fach- und Führungskräften könnten negative Auswirkungen für die Unternehmensgruppe mit sich bringen. Trotz der anhaltenden, schwierigen Wettbewerbssituation nimmt derzeit angesichts der gesellschaftspolitischen Stimmung der Druck auf die Tarifparteien zu, nicht zuletzt auch infolge einer weiterhin sehr hohen Inflation. Hieraus könnten höhere Tarifabschlüsse resultieren, die zu einem höheren Personalaufwand führen können, als die Planungen bislang vorsehen (Tarifrisiko).

Nach den aus Personalsicht sehr herausfordernden Corona-Jahren zeigt sich zunehmend eine hohe Wechselbereitschaft gepaart mit gestiegenen Anforderungen im sogenannten "War for Talents". Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu binden ist zu einer ernstzunehmenden Aufgabenstellung geworden.

Einzelne oder mehrere dieser Umstände könnten die Fähigkeit beeinträchtigen, die Personalressourcen effektiv zu steuern. Dies wiederum könnte negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Zur Begegnung dieser Risiken werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, um ihre negativen Auswirkungen so weit wie möglich zu mindern, wie zum Beispiel:

Das Aufsetzen einer neuen Bewerber-Plattform mit angeschlossenem Personalmanagementsystem nebst Aktionsplan im Bereich Personalmarketing und Social Recruiting sind wichtige Schritte, um dem Fachkräftemangel "die Stirn zu bieten".

Aufbau von Mitarbeiter- und Führungskompetenzen durch gezielte Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung im Rahmen der jährlichen Mitarbeiterentwicklungsgespräche.

Ausrollen eines verbundweiten Konzepts zur Förderung der Eigenständigkeit und Motivation durch Erkennen und Steuern des eigenen Beitrags zur Strategieumsetzung (Ziel-Umsetzungs-Kreislauf).

Monitoring des Nachwuchspotentials.

Regelmäßige, jährliche Durchführung einer anonymen Mitarbeiterbefragung mit Nachbearbeitung in den Fachbereichen zur Förderung einer positiv geprägten Unternehmenskultur.

Regelmäßige Rücksprachen von Personal und Geschäftsführung mit den Betriebsräten, Abgleich Stimmungsbild, Ausrichtung von Online- und Hybridveranstaltungen mit Beteiligungsmöglichkeit.

Regelmäßige (mind. jährliche) Rücksprache der Mitarbeiter mit ihren Führungskräften (Personalentwicklung in den Bereichen).

Interdisziplinäre Tarifkommissionen begleiten jede Tarifverhandlung im Sinne der einvernehmlichen Erzielung eines angemessenen Ergebnisses.

Forderungsrisiken

Ausfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden der Konzerngesellschaften begründet. Daraus resultieren Gefahren des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen.

Möglichen Forderungsausfällen werden durch ein Debitorenmanagement und bevorzugter Nutzung von Zentralregulierung entgegengewirkt. Ein IT-gestütztes Überwachungssystem sowie eine eintrittsbasierte Forderungsbewertungssystematik gewährleisten die operative Messung und Steuerung der Kreditrisiken. Im Rahmen der Finanzsteuerung werden die Kreditpositionen und Kreditengagements überprüft sowie laufend Bonitäts- und Fristigkeitsanalysen durchgeführt. Absatzfinanzierungen in der Gastronomie werden durch einen effektiven Vertragsüberwachungsprozess abgesichert. Ein effizientes Debitorenmanagement zeigt rechtzeitig Bonitätsveränderungen an und leitet umgehend Gegenmaßnahmen ein. Die Bemessung des Ausfallrisikos basiert auf einzelfallbezogenen Analysen.

Für die Wertpapiere des Finanzanlagevermögens hat sich ein Vermögens-Management unter Einbeziehung eines Wertsicherungskonzepts, das Sicherheit und Renditeerwartung in Einklang bringt, nach Einschätzung der Geschäftsführung bewährt.

Kreditrisiken, Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken

Unter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, bei denen der Konzern gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, oder nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist es, den prognostizierbaren Bedarf zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren und so die jederzeitige Liquidität des Konzerns sicherzustellen. Liquiditätsrisiken sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar. Der Konzern verfügt über ausreichende Kreditlinien. Eventuelle Liquiditätsschwankungen werden bereits frühzeitig durch häufige Analysen auf Abweichungen von der jährlichen Finanzplanung identifiziert. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität sicherzustellen, wird der Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung gesteuert. Fällig werdende Finanzierungen werden frühzeitig auf Refinanzierungsbedarf geprüft und Refinanzierungsgespräche mit Geschäftspartnern zügig angegangen.

Mit der Ende 2016 abgeschlossenen bankenunabhängigen Finanzierung in Form von Namensschuldverschreibungen über insgesamt 16,7 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR) sind Verpflichtungen in Form von finanziellen Kennzahlen (Covenants) verbunden. Das Einhalten der Kennzahlen wird im Rahmen des Finanzreportings regelmäßig überwacht. Im vergangenen Jahr wurden diese jederzeit erfüllt. Die Wahrscheinlichkeit einer Nichteinhaltung wird seitens der Geschäftsführung auch zukünftig als gering eingeschätzt.

Währungsrisiken bestehen beim internationalen Einkauf von Saftkonzentrat für die Herstellung von Fruchtsaftvarianten. Diesen Risiken wird durch Kurssicherungen Rechnung getragen. Diese Sicherungsbeziehungen sind effektiv und werden in der Regel als bilanzielle Sicherungsbeziehungen im Abschluss abgebildet.

Aufgrund des derzeit steigenden Zinsniveaus verteuert sich die Inanspruchnahme von Bankkrediten. Unter Berücksichtigung der nur saisonalen Inanspruchnahme von Kreditlinien und des positiven Zahlungsmittelbestandes zum Bilanzstichtag kann der Effekt aus diesem Risiko für das laufende Jahr nach aktueller Einschätzung als vergleichsweise gering eingestuft werden.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen werden anhand von versicherungsmathematischen Bewertungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung umfasst u. a. Annahmen über Abzinsungssätze sowie künftige Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Vorausschauende Mehrjahresanalysen und Szenarioberechnungen können hierbei die Planungssicherheit erhöhen und zeitnah entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen ermöglichen.

Gesamtbeurteilung

Die Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Risikoposition im Geschäftsjahr 2022 nicht wesentlich verändert. Im Berichtszeitraum konnte sich der Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA aus Sicht der Geschäftsführung im Markt gut behaupten. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken traten 2022 weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikoposition des Konzerns auf und sind auch im prospektiv ausgerichteten Risikoprognosezeitraum von einem Jahr nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht zu erwarten. Die Geschäftsführung erwartet, dass die vorstehend genannten Risiken keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage haben werden.

IV. Chancen- und Prognosebericht

Der Chancen- und Prognosebericht behandelt die erwartete qualitative Entwicklung des Konzerns und des unternehmerischen Umfelds im laufenden Jahr. Dabei werden auch die Chancen aufgezeigt, die sich für die Unternehmensgruppe ergeben können. Unter Chancen der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen für realisierbar gehalten werden.

Für die gesamte Getränkebranche und damit auch für den Konzern der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen Planungsunsicherheiten. Zur ausführlichen Darstellung der Risiken wird im Wesentlichen auf den Risikobericht verwiesen.

Chancenbericht

Für die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA bestehen vielfältige Chancen, die den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe unterstützen. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen.

Chancen durch unsere Markenkompetenz

Ein qualitativ hochwertiges Produktprogramm und schnelle Entscheidungswege versetzen nach Ansicht der Geschäftsführung die Unternehmensgruppe in die Lage, ertragsorientiert Wachstumschancen zu nutzen. Die Marken der Konzerngesellschaften sind nach Einschätzung der Geschäftsführung bei den Konsumenten gut positioniert und bieten den Geschäftspartnern interessante Margen.

Die etablierten Regionalmarken und die nationalen Marken fruchthaltiger Getränke und Fertigcocktails unterliegen dabei einer klaren Markenführung, die auch immer wieder Wachstumsimpulse durch neue Produktinnovationen ermöglichen.

Die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit haben im Getränkemarkt deutlich an Stellenwert gewonnen. Dank der nach Einschätzung der Geschäftsführung starken Marken im Wasser-, Erfrischungsgetränke- und Saftbereich sowie der regionalen und nachhaltigen Ausrichtung ergeben sich deshalb weitere Wachstumspotenziale für den Konzern.

Gute Chancen werden insbesondere bei den Marken Teinacher, Hirschquelle und Krumbach sowie Vaihinger, Cocktail Plant, Klindworth und afri gesehen, die nach Ansicht der Geschäftsführung in ihren Märkten fest verankert sind und ein attraktives und umfangreiches Produktportfolio bieten, das auf die Partner in Gastronomie und Handel sowie deren anspruchsvolle Kundschaft zugeschnitten ist.

Als kompetenter Systempartner für Handel und Gastronomie ergeben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung Wachstumspotenziale. Die strategische Fokussierung liegt regional auf den Kernmärkten in Süd- und Südwestdeutschland und national auf dem Gastronomiemarkt, in der Hotellerie und im Handel. Das Investitionsprogramm der vergangenen Geschäftsjahre insbesondere in die Glas-Mehrwegproduktion erhöht die Chancen der Gruppe, weiter profitabel zu wachsen. Durch den Ausbau von Kapazitäten im Glas-Mehrwegbereich werden die strategischen Marken der Gruppe gestärkt und weitere hochwertige Produktinnovationen ermöglicht. Darüber hinaus werden durch die Investitionen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion weiter gesteigert.

Chancen durch Diversifikation und Synergien

Aufgrund des diversifizierten Produktportfolios, der Besetzung verschiedener Produktkategorien sowie der Präsenz in unterschiedlichen Märkten und Regionen können eventuell auftretende Einzelrisiken nicht nur häufig kompensiert werden, sondern sich auch Chancen beispielsweise durch Know-how-Transfer und Innovationsimpulse ergeben. Darüber hinaus können Synergien durch die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensgruppe der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes realisiert werden. Die enge Verflechtung in den Bereichen Technik, Logistik und Administration sowie eine Straffung der Entscheidungswege führen nach Beurteilung durch die Geschäftsführung zu Effizienzsteigerungen und Synergieeffekten. So wird im Vertrieb durch Kooperation mit den anderen Unternehmen im Verbund eine intensivere Marktbearbeitung, d. h. eine Optimierung der Betreuung und Kontaktpflege von Kunden, erreicht. Darüber hinaus wird im Konzern in den Bereichen IT, Personal, Kommunikation, Rechnungswesen, Treasury, Steuern, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen auf die gebündelte Bearbeitung in der Konzerngesellschaft Karlsberg Service GmbH gesetzt.

Der Karlsberg Verbund plant mit der Warsteiner Gruppe die Gründung einer gemeinsamen eigenständigen Einkaufsgesellschaft, von der auch die Unternehmen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA profitieren können. Ziel der strategisch ausgerichteten Einkaufskooperation ist es, jederzeit eine optimale Warenversorgung der Kunden zu gewährleisten. Gleichzeitig werden durch Bündelung von Beschaffungsvolumen verbesserte Einkaufs- und Lieferkonditionen angestrebt. Durch einen möglichen zukünftigen Beitritt weiterer Partner könnten sich die positiven Effekte aus dieser Einkaufskooperation in der Zukunft noch weiter erhöhen.

Chancen durch Digitalisierung

Digitale Technologien werden für die Märkte und die Arbeitswelt des Konzerns zunehmend wichtiger. Über alle Unternehmensbereiche hinweg wird die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten und somit ein signifikantes Potenzial für die Unternehmensgruppe bieten.

Im technischen Bereich bieten der Einsatz von standardisierten Online-IT-Systemen und die vollständige Vernetzung der Anlagen und Maschinen innerhalb des gesamten Produktionsprozesses Chancen für die Weiterentwicklung des Digitalisierungsprozesses in den nächsten Jahren.

Unter Einsatz neuer IT-Anwendungen und harmonisierter Daten werden sich für Marketing und Vertrieb neue Möglichkeiten ergeben und so den individuellen Bedürfnissen aller Geschäftspartner nach Information, Service oder Dialog zielgerichtet Rechnung getragen.

Auch im Verwaltungsbereich werden durch die Digitalisierung aufgrund der Nutzung von einheitlichen IT-Systemen und Daten signifikante Effizienzsteigerungen erwartet.

Der Karlsberg Verbund plant, zur Optimierung der Geschäftsprozesse, zur konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen in allen Funktionsbereichen sowie zur Integration und Steuerung unterschiedlichster Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Produktion und Abfüllung, Logistik, Finanzen und Vertrieb eine speziell auf die mittelständische Getränkeindustrie zugeschnittene ERP-Software einzuführen.

Durch den Einsatz der gleichen ERP-Software in allen Unternehmen und nahezu allen Bereichen des Karlsberg Verbundes sollen Effizienzsteigerungen durch die Minimierung bzw. den Entfall manueller Abläufe, einer durchgängigen Datennutzung und der Automatisierung von repetitiven Prozessen erzielt werden.

Im Rahmen des Projektes werden unternehmensinterne Prozesse und Arbeitsabläufe analysiert und "auf den Prüfstand gestellt", um mögliche Verbesserungspotentiale für die neue Software bestmöglich auszunutzen. Eine Optimierung aller Prozesse entlang der Wertschöpfungskette wird nach Einschätzung der Geschäftsführung dazu beitragen, dass die Prozessqualität aufgrund einer geringeren Anzahl an Fehlerquellen gesteigert werden kann, unwirtschaftliche bzw. nicht mehr zeitgemäße Abläufe ersetzt und aufgrund einer an den End-to-End-Prozessen ausgerichteten Projektorganisation mit der Cloud-Lösung bereichsübergreifende Synergien gehoben werden können.

Wettbewerbsvorteile könnten sich in der verbundeinheitlichen Systemlandschaft durch beispielsweise eine verbesserte Datenbasis für Entscheidungen und die strategische Unternehmenssteuerung, durch Zeitgewinn aufgrund von schnelleren Abläufen sowie durch eine gesteigerte Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit ergeben. Darüber hinaus ermöglicht das Cloud-basierte ERP-System eine Vereinfachung des Systembetriebes sowie eine leichtere Realisierung von Skaleneffekten.

Zur ausführlichen Darstellung der Risiken durch das Projekt wird auf den Risikobericht verwiesen.

Weitere Digitalisierungsinitiativen im Karlsberg Verbund werden aktuell und in den nächsten Jahren schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen liegen:

Omni Channel: Aufbau und Erweiterung der bisherigen Vertriebskanäle, zum Beispiel B2B-Webshops.

Customer Engagement: Verbesserung des Kundenservice, zum Beispiel Einrichtung von Kunden-Self-Service-Portalen.

Mobile: Mobile Endgeräte als wesentlicher Interaktionskanal für Kunden und Mitarbeiter, Verbesserung des mobilen Zugangs zu Informationen und Prozessen der Unternehmensgruppe; zum Beispiel mobile Teilnahme am Rechnungseingangs-Workflow sowie mobile Self-Service App im HR-Bereich.

Digital Vendor Ecosystem: Organisation der Einkaufsprozesse zwischen den einzelnen Nutzern entlang der gesamten Supply Chain über eine digitale Plattform.

Big Data: Im Rahmen der ERP-Einführung Überarbeitung der Strategie; durch eine Vereinheitlichung aller Stammdaten, Bildung einer gesunden Basis für ein darauf aufbauendes Datenmanagement der Prozess- und Verkaufsdaten.

Digital Finance Operations: Automatisierung von repetitiven Geschäftsprozessen im Rechnungswesen und die Optimierung der Beleg- und Zahlungsflüsse, zum Beispiel Digitalisierung von P2P-Prozessen durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Smart Logistics & Transport: Zum Beispiel Logistikoptimierung durch digitale Tourenplanung, mobile Lagerlogistik und Auslieferung, Hofzeitenmanagement durch Buchen von Zeitslots durch Kunden bzw. Spediteure.

Digital HR Operations: Automatisierung wesentlicher Prozesse im Bereich Personal und die Bereitstellung von Self-Service-Angeboten.

Social Cooperation: interaktiver Austausch von Informationen und Inhalten über soziale Medien.

Ausbau des Chancenmanagements

Auf allen Ebenen des Konzerns werden mögliche Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung bewertet und genutzt. Die am Markt tätigen Konzernunternehmen beobachten die Trends und Entwicklungen in ihren Produktfeldern und identifizieren operative Chancen. Übersteigt der wahrscheinliche Erfolg die mit der Umsetzung verbundenen Kosten, realisieren die Unternehmen das Vorhaben, sofern es in die übergeordnete Strategie des Konzerns passt. Dafür wurde eine Organisationsstruktur etabliert, die sich nach Beurteilung der Geschäftsführung durch schlanke Strukturen und effiziente Abläufe auszeichnet. Zu den Aufgaben der Konzernunternehmen gehört auch, operative Chancen auf den Märkten wahrzunehmen, in denen sie tätig sind. Eine eigenständige Marketing- und Vermarktungsstrategie stärkt nach Einschätzung der Geschäftsführung den regionalen bzw. nationalen Bezug der Marken und ihrer Produkte weiter und trägt den Bedürfnissen der Geschäftspartner in besonderer Weise Rechnung.

Die Konzernebene setzt hierfür den strategischen Rahmen, sichert die Finanzierung und die Liquidität und konzentriert sich auf die Steuerung und Führung der operativen Unternehmenseinheiten. Projektverantwortliche werden so unterstützt und mit Ressourcen ausgestattet, um identifizierte Chancen zu heben.

Prognosebericht

Nach einer deutlichen Konjunkturabschwächung Ende des Berichtsjahres werden auch 2023 einige der Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft fortbestehen. Aufgrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs, der schwachen Dynamik der Weltwirtschaft, anhaltender Lieferprobleme, der Energiekrise sowie durch die Auswirkungen der hohen Inflation wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn noch schrumpfen wird, sich ab der zweiten Jahreshälfte jedoch eine allmähliche Erholung einstellen könnte. Auch die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen Preissteigerungen dürften die wirtschaftliche Entwicklung zu Jahresbeginn 2023 noch belasten. Allerdings könnten die seit einigen Monaten wieder sinkenden Preise bei Energie, Frachtraten und einigen Rohstoffen konjunkturbelebend wirken.

Die Bundesregierung hat im Januar 2023 ihre im Oktober 2022 veröffentlichte Konjunkturprognose angehoben und rechnet nun mit einem leichten Wirtschaftswachstum. Für das laufende Jahr geht die Bundesregierung in ihrer im Jahreswirtschaftsbericht 2023 veröffentlichten Prognose von einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 % aus. 15

Die Getränkeindustrie war von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in besonderem Maße betroffen. Seit Beginn der Covid-19-Pandemie sieht sich die Branche bereits mit Kostensteigerungen und unerwarteten Lieferengpässen konfrontiert. Der Krieg in der Ukraine hat die Probleme nochmals deutlich verschärft. Die seit dem Frühjahr 2022 anhaltende Energie- und Wirtschaftskrise hat die Branche zunehmend unter Druck gesetzt. Stark gestiegene Kosten für Energie, Rohstoffe und Verpackungen sowie angespannte Lieferketten haben das zurückliegende Wirtschaftsjahr dominiert und sich auf die Betriebe ausgewirkt. Der anhaltend hohe Kostendruck ist neben der Aufrechterhaltung einer sicheren Rohstoff- und Energieversorgung die größte Herausforderung für die deutsche Getränkeindustrie im laufenden Jahr. Insbesondere stark steigende Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik belasten die Unternehmen in hohem Maße. 16

15 Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 25. Januar 2023.
16 Quelle: Verband Deutscher Mineralbrunnen e.V. (VDM), Presseinformation vom 3. Februar 2023.

Ziel der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe ist es, das Markengeschäft weiter auszubauen. Die Konzerngesellschaften werden auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Ertragskraft legen und sich hierbei auf margenstarke Marken sowie den weiteren Ausbau der Marktposition ihrer Marken konzentrieren.

Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 werden auf der Erweiterung des Produktportfolios durch Einführung weiterer Gebinde-, Geschmacks- und Getränkesorten im Markengeschäft mit Fokussierung auf Glas-Mehrwegflaschen liegen. Ein stark auf die Hauptmarken fokussierter Distributionsausbau im Lebensmitteleinzelhandel soll zu einem Ausbau der Marktpositionen beitragen. Nach der Weiterentwicklung des Markenauftritts der Heilwassermarke Hirschquelle im abgelaufenen Geschäftsjahr wird im ersten Quartal des laufenden Jahres für die Hauptmarke Teinacher ein umfassender Markenrelaunch durchgeführt, der nach Einschätzung der Geschäftsführung zu einer noch moderneren und hochwertigeren Positionierung der Produkte im Markt beitragen wird.

Angesichts der Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie werden in Teilen des Konzerns im laufenden Jahr weitere Preiserhöhungen eingeleitet.

Darüber hinaus ist im laufenden Jahr die Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen an den Standorten Kißlegg und Lauterecken geplant, wodurch sich die CO 2-Emissionen und die Energiekosten deutlich verringern werden.

Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und der geopolitischen Rahmenbedingungen sowie einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2023 beeinträchtigt. Die Prognose beruht auf der derzeitigen Einschätzung der wahrscheinlichen Konsequenzen, die sich angesichts des herausfordernden Umfelds auf die Getränkeindustrie und die Konzerngesellschaften ergeben könnten. Die Grundlage der Einschätzungen für das Jahr 2023 sind weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen. Die skizzierte Entwicklung unterliegt verschiedenen Chancen und Risiken, die jedoch keine bestandsgefährdende Wirkung entfalten. Diese werden in den Kapiteln "Risikobericht" und "Chancenbericht" detailliert erläutert.

Für die gesamte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach-Gruppe wird im Geschäftsjahr 2023 ein moderater Anstieg der Umsatzerlöse erwartet. Für den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA sowie für den Konzernabschluss wird bei erhöhten Aufwendungen für Marketing und Vertrieb zur Weiterentwicklung der Marken sowie deutlich steigenden Kosten in der Herstellung und Logistik ein EBITDA 17 moderat unter dem Niveau des abgelaufenen Jahres (Konzern: 20,2 Mio. EUR, Jahresabschluss: 8,5 Mio. EUR) prognostiziert.

17 EBITDA = Jahresabschluss inklusive Beteiligungserträge.

 

Bad Teinach-Zavelstein, den 23. März 2023

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Martin Adam

Andreas Gaupp

Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.273.250,08 6.814
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 14.566.346,09 15.189
2. Quellen und Quellenanlagen 829.170,29 950
3. Technische Anlagen und Maschinen 24.229.267,72 22.932
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.519.183,56 14.596
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.281.191,45 4.210
56.425.159,11 57.877
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 442.916,25 526
b) sonstige 35.825,84 36
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.747.007,90 1.747
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 724.590,29 725
2.950.340,28 3.034
65.648.749,47 67.725
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.753.632,44 6.901
2. Unfertige Erzeugnisse 2.021.632,60 2.675
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.689.244,80 3.866
16.464.509,84 13.442
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.380.249,83 8.786
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 40.804.871,72 34.362
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.420.047,61 2.260
52.605.169,16 45.408
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.108.527,28 6.658
70.178.206,28 65.508
C. Rechnungsabgrenzungsposten 141.647,36 139
D. Aktive latente Steuern 6.997.124,27 8.798
142.965.727,38 142.170

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 15.954.365,36 15.954
2. Vorzugsaktien 6.433.090,64 6.433
22.387.456,00 22.387
II. Kapitalrücklage 17.247.847,52 17.248
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 915.710,47 916
2. Andere Gewinnrücklagen 3.127.000,00 3.127
4.042.710,47 4.043
IV. Konzernbilanzgewinn 23.582.477,83 21.540
67.260.491,82 65.218
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 75.366,85 91
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14.802.541,13 13.846
2. Steuerrückstellungen 1.682.216,67 1.807
3. Sonstige Rückstellungen 31.755.085,87 26.449
48.239.843,67 42.102
D. Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung 16.666.666,67 25.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.964.185,97 4.927
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.935,82 251
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 66.438,47 106
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.431.798,11 4.476
27.390.025,04 34.759
142.965.727,38 142.170

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 138.836.725,73 114.234
2. Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 130.315,64 799
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.728.551,31 9.702
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. TEUR 1)
142.695.592,68 124.735
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 39.123.998,36 32.187
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.887.654,27 1.489
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.202.418,99 20.580
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 9.145.906,13 8.143
- davon für Altersversorgung EUR 4.780.323,17 (Vj. TEUR 4.089)
6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens . und Sachanlagen 11.593.924,23 11.712
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 50.114.450,77 40.995
- davon aus der Währungsumrechnung EUR 10.663,60 (Vj. TEUR 12)
134.068.352,75 115.106
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 239,20 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.410.860,42 1.377
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.381.666,62 (Vj. TEUR 1.374)
10. Erträge aus assoziierten Unternehmen 193.114,42 0
11. Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0 130
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.304.685,25 2.738
- davon aus der Abzinsung EUR 311.091,18 (Vj. TEUR 1.719)
299.528,79 -1.491
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.511.758,57 1.166
- davon aus der Veränderung latenter Steuern EUR 1.800.468,43 (Vj. TEUR -35)
14. Ergebnis nach Steuern 6.415.010,15 6.973
15. Sonstige Steuern 391.583,66 1.016
16. Konzern-Jahresüberschuss 6.023.426,49 5.957
17. Gewinnvortrag 17.559.051,34 15.583
18. Konzernbilanzgewinn 23.582.477,83 21.540

Konzern-Kapitalflussrechnung 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 6.023.426,49 5.957
Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.624.893,26 12.141
Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 6.263.051,53 -2.891
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -15.569,47 -16
Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -4.188.023,44 -1.682
Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 24.168,03 774
Gewinn / Verlust aus Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -48.947,84 -721
Zinsaufwendungen / Zinserträge -106.175,17 1.361
Ertragsteueraufwand /-ertrag 2.511.758,57 1.166
Ertragsteuerzahlungen -261.789,08 -241
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 21.826.792,88 15.847
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 74.144,15 1.264
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.626.058,59 -8.901
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 52.602,77 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -52
Veränderungen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1) -5.773.200,00 -6.773
Erhaltene Zinsen 1.410.860,42 1.377
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.861.651,25 -13.086
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -8.842.212,10 -500
Gezahlte Zinsen -941.935,74 -943
Gezahlte Dividenden -3.980.773,90 -2.458
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.764.921,74 -3.901
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -5.799.780,11 -1.139
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.658.307,39 7.798
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 858.527,28 6.658
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.108.527,28 6.658
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -250.000,00 0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 858.527,28 6.658

1) enthält Veränderungen aus dem Cashpooling mit verbundenen Unternehmen

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022

Mutterunternehmen
(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile Summe Kapitalrücklage
Stammaktien
EUR
Vorzugsaktien
EUR
Summe
EUR
Stammaktien
EUR
EUR nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB
EUR
31.12.2020 15.954.365,36 6.433.090,64 22.387.456,00 0,00 22.387.456,00 17.247.847,52
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-)
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 15.954.365,36 6.433.090,64 22.387.456,00 0,00 22.387.456,00 17.247.847,52
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-)
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2022 15.954.365,36 6.433.090,64 22.387.456,00 0,00 22.387.456,00 17.247.847,52
Mutterunternehmen
Rücklagen Gewinn/-Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag, Zurechnung Mutterunternehmen
Gewinnrücklagen Summe
gesetzliche Rücklage
EUR
andere Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
EUR EUR
31.12.2020 915.710,47 3.127.000,00 4.042.710,47 21.290.557,99 18.041.223,02
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden -2.458.458,91
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 0,00 -2.458.458,91
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 5.957.061,13
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 5.957.061,13
31.12.2021 915.710,47 3.127.000,00 4.042.710,47 21.290.557,99 21.539.825,24
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden -3.980.773,90
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 0,00 -3.980.773,90
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 6.023.426,49
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00 6.023.426,49
31.12.2022 915.710,47 3.127.000,00 4.042.710,47 21.290.557,99 23.582.477,83

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022

Nicht beherrschende Anteile Konzerneigen-Kapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne / Verluste
EUR
Summe
EUR
Summe
EUR
31.12.2020 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 61.719.237,01
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden -2.458.458,91
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 -2.458.458,91
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 5.957.061,13
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 5.957.061,13
31.12.2021 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 65.217.839,23
Ausgabe von eigenen Anteilen
Erwerb / Einziehung eigener Anteile
Gezahlte Dividenden -3.980.773,90
Ausschüttung an Minderheitsgesellschafter
Übrige Veränderungen
0,00 0,00 0,00 -3.980.773,90
Jahresüberschuss (+) / Jahresfehlbetrag (-) 6.023.426,49
Konzern-Gesamtergebnis 0,00 0,00 0,00 6.023.426,49
31.12.2022 -8.222.567,67 8.222.567,67 0,00 67.260.491,82

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2022
EUR
01.01.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.541.355,69 0,00 6,00 0,00 38.541.349,69 31.727.220,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.080.057,53 0,00 9.089.565,07 0,00 1.990.492,46 11.080.057,53
49.621.413,22 0,00 9.089.571,07 0,00 40.531.842,15 42.807.278,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 90.250.648,72 23.274,49 2.045,17 105.798,61 90.377.676,65 75.061.904,38
2. Quellen und Quellenanlagen 6.824.235,93 0,00 0,00 0,00 6.824.235,93 5.873.838,64
3. Technische Anlagen und Maschinen 112.981.097,06 587.101,18 701.708,27 3.828.683,49 116.695.173,46 90.048.944,33
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.041.252,60 7.734.491,47 4.839.989,38 275.493,95 47.211.248,64 29.445.187,07
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.209.976,05 1.281.191,45 0,00 -4.209.976,05 1.281.191,45 0,00
258.307.210,36 9.626.058,59 5.543.742,82 0,00 262.389.526,13 200.429.874,42
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 4.625.416,11 0,00 52.166,55 0,00 4.573.249,56 4.099.364,28
b) sonstige 35.825,84 0,00 0,00 0,00 35.825,84 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.754.167,90 0,00 0,00 0,00 1.754.167,90 7.160,00
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 731.026,51 0,00 436,22 0,00 730.590,29 6.000,00
7.146.436,36 0,00 52.602,77 0,00 7.093.833,59 4.112.524,28
315.075.059,94 9.626.058,59 14.685.916,66 0,00 310.015.201,87 247.349.676,72
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 540.885,12 6,00 32.268.099,61 6.273.250,08 6.814.135,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 9.089.565,07 1.990.492,46 0,00 0,00
540.885,12 9.089.571,07 34.258.592,07 6.273.250,08 6.814.135,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 749.426,18 0,00 75.811.330,56 14.566.346,09 15.188.744,34
2. Quellen und Quellenanlagen 121.227,00 0,00 5.995.065,64 829.170,29 950.397,29
3. Technische Anlagen und Maschinen 3.118.669,68 701.708,27 92.465.905,74 24.229.267,72 22.932.152,73
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.063.716,25 4.816.838,24 31.692.065,08 15.519.183,56 14.596.065,53
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 1.281.191,45 4.209.976,05
11.053.039,11 5.518.546,51 205.964.367,02 56.425.159,11 57.877.335,94
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen
a) an assoziierten Unternehmen 30.969,03 0,00 4.130.333,31 442.916,25 526.051,83
b) sonstige 0,00 0,00 0,00 35.825,84 35.825,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 7.160,00 1.747.007,90 1.747.007,90
3. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 6.000,00 724.590,29 725.026,51
30.969,03 0,00 4.143.493,31 2.950.340,28 3.033.912,08
11.624.893,26 14.608.117,58 244.366.452,40 65.648.749,47 67.725.383,22

Konzernanhang 2022

Angaben zum Konzernabschluss

Allgemeines

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst neben der Muttergesellschaft 7 (Vorjahr: 8) inländische Tochterunternehmen.

Die Equity-Bilanzierung der wesentlichen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen wurde nach der Buchwertmethode vorgenommen. Es handelt sich zum einen um die Karlsberg Service GmbH, Homburg, an der die Muttergesellschaft mit Wirkung zum 31. Dezember 2011 45,00 % der Anteile erworben hat. Zum anderen wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2018 40,00 % der Anteile an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion mit Sitz in Neunkirchen (Saarland), erworben. Aufgrund des maßgeblichen Einflusses werden die Anteile an diesen Gesellschaften unter den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen.

Die Zweckgesellschaft Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein, wurde aufgrund der Befreiungsvorschrift § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da sie wegen ihrer untergeordneten Bedeutung keine wesentliche Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns hat.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet, der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Konzerninterne Ergebnisse aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen wurden aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht eliminiert.

Die assoziierten Unternehmen sind aus der Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Es wird gemäß § 312 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode bilanziert und bewertet. Der Wertansatz wird im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren um das anteilige Jahresergebnis sowie Kapitalveränderungen fortgeschrieben.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Die Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen wurden nicht an die konzerneinheitlichen Methoden angepasst.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren. Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Quellenanlagen, technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Für die Erstausstattung an neu eingeführtem Leergut sowie für neu beschafftes Leergut beträgt die Nutzungsdauer 4 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. .

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden neben den erworbenen Anteilen und dem anteiligen Jahresergebnis die Abschreibungen auf die stillen Reserven und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie latente Steuern berücksichtigt.

Die sonstigen Ausleihungen und Genossenschaftsanteile sind zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte zum 31. Dezember 2022 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % (Vorjahr: 1,87 %) und eines erwarteten Rententrends von 1,75 % (Vorjahr: 1,50 %) sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.

Die Erhöhung des Rententrends auf 1,75 % führte zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 752. Der Ausweis des Betrags erfolgte im Personalaufwand.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen grundsätzlich deren Aktivwerte verwendet.

Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führt zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen aus Entgeltumwandlung. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Als Maß für die Finanzierungs- und Erdienungskongruenz der teilweise rückgedeckten Pensionszusagen wurde das Deckungskapitalverfahren zu Grunde gelegt. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Diese Bewertungsanpassung führte zu einer Verminderung der Bilanzsumme und zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 96. Der Ausweis des Betrags erfolgte innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasipermanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die "Einfrierungsmethode" angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften werden in EUR aufgestellt.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt, die alle über eine Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA eingeflossen sind:

Gesellschaft Kapitalanteil
%
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) 1) 100
Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) 1) 100
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) 1) 100
Niefhoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) 1) 100
KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) 1) 100

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Gebrauch gemacht.

Assoziierte Unternehmen

Gesellschaft Beteiligung
%
Karlsberg Service GmbH, Homburg 45
siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) 40

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Beteiligung an der siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland), und dem anteiligen Eigenkapital des assoziierten Unternehmens beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 288. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 155 wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Gesellschaft ebenso aufgrund der Verflechtungen von einer langfristigen Geschäftsbeziehung ausgeht.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenpapiere. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.516 und damit TEUR 231 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung lag der Kurswert bei TEUR 1.493. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.118 (Vorjahr: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. Darüber hinaus sind in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 209) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 40.000 (Vorjahr: TEUR 34.000) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus nachfolgenden Sachverhalten:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
- Sachanlagen -3.191 -2.939
- Sonstiges 0 -6
- Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB -80 -80
-3.271 -3.025
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
- Immaterielle Vermögensgegenstände 731 1.094
- Finanzanlagen 0 78
- Vorräte 101 213
- Pensionsrückstellungen 3.594 3.266
- Sonstige Rückstellungen 129 444
- Bewertungsunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB 255 216
4.811 5.310
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge 5.456 6.513
Latente Steueransprüche netto 6.997 8.798

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,74 % zugrunde gelegt. Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 21.295 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.158 sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 5.456 aktiviert. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verlustvorträge mehr, für die eine Steuerentlastung innerhalb von fünf Jahren nicht erwartet wird.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.

Das gezeichnete Kapital von TEUR 22.387 (31. Dezember 2021: TEUR 22.387), die Kapitalrücklage von TEUR 17.248 (31. Dezember 2021: TEUR 17.248) und die gesetzliche Rücklage von TEUR 916 (31. Dezember 2021: TEUR 916) entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Der Konzernbilanzgewinn umfasst neben dem der Muttergesellschaft die Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält der Posten Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 1.641 (Vorjahr: TEUR 2.411).

Angaben zur Verrechnung nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag 17.899
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 6.610
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag 6.610
Verrechnete Aufwendungen 600
Verrechnete Erträge 405

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 73.687 (Vorjahr: TEUR 73.474); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad-Teinach-Zavelstein.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Pfand in Höhe von TEUR 13.853 (Vorjahr: TEUR 11.428), für Personalkosten in Höhe von TEUR 3.035 (Vorjahr: TEUR 3.102) sowie für ausstehende Rechnungen, Rückvergütungen und Verkaufsförderungen und sonstige Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 14.866 (Vorjahr: 11.919) enthalten.

Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Altersteilzeitverpflichtungen mit zusammenhängenden Vermögensgegenständen verrechnet.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 394
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 233
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 233
Verrechnete Aufwendungen 6
Verrechnete Erträge 0

Ebenso werden die in diesem Zusammenhang entstandenen Aufwendungen und Erträge saldiert unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Betrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR unter einem Jahr
TEUR
von 1-5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Namensschuldverschreibung 16.667 8.333 8.333 0
(Vorjahr) (25.000) (8.333) (16.667) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250 250 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.964 6.964 0 0
(Vorjahr) (4.927) (4.927) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11 11 0 0
(Vorjahr) (251) (251) (0) (0)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 66 66 0 0
(Vorjahr) (106) (106) (0) (0)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.432 2.637 795 0
(Vorjahr) (4.476) (3.163) (1.313) (0)
- davon aus Steuern 715 715 0 0
(Vorjahr) (1.480) (1.480) (0) (0)
Summe 27.390 18.262 9.128 0
(Vorjahr) (34.759) (16.779) (17.980) (0)

Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 16.667 (Vorjahr: TEUR 25.000) ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.

Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 250 durch Mithaftung der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 251) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen wie im Vorjahr auf Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Erlöse
Inland 144.864 118.178
Ausland 5.132 3.863
Handelswaren und Lohnabfüllung 7.280 9.405
Fuhrbetrieb und Sonstiges 7.191 6.691
Bruttoumsatz * 164.467 138.138
. /. Erlösschmälerungen -25.630 -23.904
Umsatzerlöse 138.837 114.234

* Bruttoumsatz = Umsatz vor Abzug von Erlösschmälerungen

Vom Bruttoumsatz entfallen TEUR 143.439 auf die Hauptkategorien Mineralwasser (TEUR 67.298), Saft, Fruchtsaftgetränke und Nektare (TEUR 56.143) und Erfrischungsgetränke (TEUR 19.997).

Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 3.729 (Vorjahr: TEUR 9.702) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.354 (Vorjahr: TEUR 6.631) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.023 (Vorjahr: TEUR 1.885). Der Vorjahreswert war im Wesentlichen aus einmaligen Anpassungen von Pfandrückstellungen aus Vorjahren in Höhe von TEUR 4.135 begünstigt.

Darüber hinaus waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen des Vorjahres Erträge aus erhaltenen Covid-19-Finanzhilfen in Höhe von TEUR 1.746 enthalten.

Im Personalaufwand sind im Berichtsjahr keine Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeitvereinbarungen enthalten (Vorjahr: TEUR 104 als außergewöhnliche Aufwendungen).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr: TEUR 409).

Im Vorjahr wurden durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Ermittlungen aufgenommen aufgrund des Verdachts, dass die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH durch gewerbsmäßigen Betrug in den vergangenen Jahren in hohem Maße geschädigt wurde. Aufgrund dieses Betrugsfalls wurden auch interne Untersuchungen initiiert, Prozesse auf den Prüfstand gestellt, ein umfangreiches Präventionskonzept gestartet und daraus abgeleitete Maßnahmen umgesetzt. Steuerliche Risiken wurden auf Basis der aktuellen Ermittlungsstände bewertet und hierfür in angemessenem Umfang entsprechende Rückstellungen gebildet. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sowie den sonstigen Steuern sind in diesem Zusammenhang periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 179 (Vorjahr: TEUR 820) enthalten.

Darüber hinaus beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 569).

Finanzergebnis

Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 1.791) wurde im Finanzergebnis ausgewiesen.

II. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

TEUR
Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools 17.331

Bei den Verpflichtungen aus Mitgliedschaft in Leergutgebindepools handelt es sich um nicht passivierte Rücknahmeverpflichtungen gegenüber den Pfandsystemen PETCYCLE Entwicklungs- und Arbeitsgemeinschaft GmbH & Co. KG, Bonn, und der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG, Bonn. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist derzeit als gering einzuschätzen, da ein Ausstieg aus diesen Pools derzeit nicht angedacht ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum 31. Dezember 2022 bestehenden finanziellen Verpflichtungen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf:

Restlaufzeit
in TEUR 31.12.2022 bis zu 1 Jahr von 1-5 Jahren mehr als 5 Jahre
Verpflichtung aus Rohstoffkontrakten 10.575 10.575 0 0
Verpflichtung aus Investitionsaufträgen 1.131 1.131 0 0
Verpflichtung aus Leasingverträgen 1.077 512 561 4
Summe 12.782 12.217 561 4

Es bestehen darüber hinaus jährliche Zahlungsverpflichtungen aus zwei Mietverträgen in Höhe von TEUR 23.

Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 6.131 anfallen.

Derivative Finanzinstrumente

Angaben zu Finanzinstrumenten:

Kategorie Nominalbetrag
TUSD
Beizulegender Zeitwert
TEUR
Buchwert (sofern vorhanden)
TEUR
In Bilanzposten (sofern in Bilanz erfasst)
TEUR
Währungsbezogene Geschäfte 7.000 6.666 - -

Es bestehen Devisentermingeschäfte im Nominalwert von TUSD 7.000. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet. Diese Geschäfte dienen zur Absicherung des Rohstoffeinkaufs. Der Marktwert entspricht dem Betrag, der bei vorzeitiger Auflösung dieser Geschäfte erzielbar wäre. Dem Wertansatz liegt eine Mark-to-Market-Bewertung zugrunde. Die Devisentermingeschäfte werden im Rahmen einer Bewertungseinheit bilanziell abgebildet.

Bewertungseinheiten

Folgende Bewertungseinheit wurde gebildet:

Grundgeschäft/ Sicherungsinstrument Risiko/Art der Bewertungseinheit einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Risikos
Fremdwährungsverbindlichkeit Währungsrisiko TUSD 7.231 rd. TEUR 6.860
Devisentermingeschäft micro hedge TUSD 7.000 rd. TEUR 6.666
Bankguthaben micro hedge TUSD 231 rd. TEUR 194

Für bereits kontrahierte Rohstoffeinkäufe des folgenden Geschäftsjahres, die in USD fakturiert werden, wurden Devisentermingeschäfte geschlossen. Für diese schwebenden Geschäfte wurden Bewertungseinheiten gebildet.

Die Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH kauft verschiedene Basisrohstoffe auf USD-Basis ein. Um das diesbezügliche Währungsrisiko beim Einkauf zu minimieren, wird über Devisentermingeschäfte das Wechselkursrisiko minimiert. Darüber hinaus werden USD-Bestände auf Bankkonten als originäre Finanzinstrumente zur Absicherung des Währungsrisikos im Rahmen ausschließlich dieser Einkaufskontrakte verwendet.

Die Grund- und Sicherungsgeschäfte weisen die identischen Risikofaktoren und sonstige identische Merkmale auf, so dass demzufolge der Sicherungserfolg anhand der Critical-Terms-Match-Methode gemessen und erreicht wird.

Organbezüge

2022
TEUR
2021
TEUR
Aufsichtsratsvergütung 68 68

Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge der Muttergesellschaft wird wie im Vorjahr aufgrund der mittelbaren Schutzwirkung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter der in den Konzernanhang einbezogenen Unternehmen:

2022 Gesamt 2021 Gesamt
Gewerbliche Mitarbeiter 253 258
Angestellte Mitarbeiter 146 153
399 411
Auszubildende 6 7
405 418

Konzernverhältnisse

Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, erstellt. Die Offenlegung erfolgt im Bundesanzeiger.

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Folgende Tochterunternehmen nehmen die Erleichterungsvorschriften der § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein

Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein

Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg

Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken

KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg

Prüfungs- und Beratungshonorare

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 155
Steuerberatungsleistungen 0
Andere Bestätigungsleistungen 6
161

Nachtragsbericht

Am 2. Februar 2023 wurde bekannt gegeben, dass Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH - der persönlich haftenden Gesellschafterin der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA - auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2023 die Unternehmensgruppe verlassen wird. Die Aufgabengebiete von Gerd Gründahl werden ab dem 1. Juli 2023 die beiden Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Martin Adam und Andreas Gaupp, bis zu einer Neubesetzung übernehmen. Die Nachfolge wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen.

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

Ertragsteuern wurden in Höhe von TEUR 262 (Vorjahr: TEUR 241) bezahlt.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Aus dem Verkauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren Einzahlungen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 1.264), aus dem Kauf von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen in Höhe von TEUR 9.626 (Vorjahr: TEUR 8.901). Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 3).

An einen Großaktionär wurden im Berichtsjahr Darlehenstranchen von insgesamt TEUR 6.000 ausgezahlt. Die maximale Darlehenshöhe lag bei TEUR 40.000, diese wurde auch zum 31. Dezember 2022 erreicht. Die erhaltenen Zinsen lagen bei TEUR 1.382 (Vorjahr: TEUR 1.374).

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Im Berichtsjahr erfolgte eine Dividendenauszahlung in Höhe von TEUR 3.981 (Vorjahr: TEUR 2.458).

Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 942 (Vorjahr: TEUR 943) sowie Abflüsse aus der planmäßigen Teilrückzahlung der Namensschuldverschreibung in Höhe von TEUR 8.333 (Vorjahr: TEUR 0) und der Tilgung von Krediten in Höhe von TEUR 509 (Vorjahr: TEUR 500) enthalten.

Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Mutterunternehmen

Am Stichtag, dem 31. Dezember 2022, hält die Gesellschaft keine eigenen Stammaktien und keine Vorzugsaktien als eigene Aktien.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2022 wurde eine Dividende von TEUR 3.981 (Vorjahr: TEUR 2.458) ausbezahlt.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2023 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 32.415 eine Dividende von EUR 0,60 (Vorjahr: EUR 0,50) je Stammaktie und von EUR 0,68 (Vorjahr: EUR 0,58) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 4.742 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 27.673 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2023

Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Martin Adam

Andreas Gaupp

Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.271.403,00 6.801
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.109.258,15 1.111
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.200.354,70 16.200
2. Beteiligungen 3.753.549,06 3.754
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.746.750,00 1.747
4. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 202.349,09 203
21.903.002,85 21.904
29.283.664,00 29.816
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 74.670.314,79 65.679
2. Sonstige Vermögensgegenstände 22.707,03 234
74.693.021,82 65.913
II. Guthaben bei Kreditinstituten 873.872,80 6.049
75.566.894,62 71.962
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.266,25 10
104.861.824,87 101.788

PASSIVA

31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
1. Stammaktien 15.954.365,36 15.954
2. Vorzugsaktien 6.433.090,64 6.433
22.387.456,00 22.387
II. Kapitalrücklage 17.247.847,52 17.248
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 915.710,47 916
IV. Bilanzgewinn 32.415.385,14 28.148
72.966.399,13 68.699
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.899.163,70 1.744
2. Steuerrückstellungen 1.231.516,43 987
3. Sonstige Rückstellungen 323.740,43 306
3.454.420,56 3.038
C. Verbindlichkeiten
1. Namensschuldverschreibung 16.666.666,67 25.000
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250.000,00 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 141.965,95 241
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.869.991,52 3.517
5. Sonstige Verbindlichkeiten 512.381,04 1.293
28.441.005,18 30.051
104.861.824,87 101.788

Gewinn- und Verlustrechnung 2022

2022
EUR
2021
TEUR
1. Umsatzerlöse 1.032,00 1
2. Sonstige betriebliche Erträge 728.474,83 643
729.506,83 644
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 168,75 115
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.156.441,06 3.049
- davon für Altersversorgung EUR 3.156.326,28 (Vj. TEUR 3.049)
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 529.979,00 530
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.159.917,45 1.122
4.846.506,26 4.700
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 12.078.648,04 10.605
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 66,60 0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.239.514,43 2.182
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 2.212.060,54 (Vj. TEUR 2.180)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.241.201,98 1.165
- davon an verbundene Unternehmen EUR 216.097,73 (Vj. TEUR 96)
- davon aus der Abzinsung EUR 78.137,95 (Vj. TEUR 163)
13.077.027,09 11.622
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 711.244,81 1.195
11. Ergebnis nach Steuern 8.248.782,85 6.370
12. Sonstige Steuern 956,57 -22
13. Jahresüberschuss 8.247.826,28 6.392
14. Gewinnvortrag 24.167.558,86 21.756
15. Bilanzgewinn 32.415.385,14 28.148

Anhang 2022

Angaben zum Jahresabschluss

Allgemeines

Die Gesellschaft ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Aktiengesellschaft, Bad Überkingen (Amtsgericht Ulm HRB 540111) gemäß § 190 ff. UmwG und ist unter der Firma Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA (MinKGaA) mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 761720 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Erleichterungsvorschriften, die für kleine Kapitalgesellschaften gegeben sind, wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände nach der linearen Methode vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Belieferungs-, Marken- und andere Rechte beträgt zwischen 3 und 15 Jahren.

Die Nutzungsdauer bei Gebäuden und Gebäudeteilen liegt zwischen 12 und 50 Jahren, bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen sowie Genossenschaftsanteile zum Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forderungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden ebenso wie das Eigenkapital mit Nominalwerten bilanziert.

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected Unit Credit Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 1,80 % (Vorjahr: 1,87 %) und einem erwarteten Rententrend von 1,75 % (Vorjahr: 1,50 %) sowie unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. K. Heubeck.

Die Erhöhung des Rententrends auf 1,75 % führte zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 112. Der Ausweis des Betrags erfolgte im Personalaufwand.

Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit den Rückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurden für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen grundsätzlich deren Aktivwerte verwendet.

Im Hinblick auf die Bilanzierung des Deckungsvermögens i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfolgte zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine Anpassung der Bewertungssystematik unter Erstanwendung des Rechnungslegungshinweises IDW RH FAB 1.021. Diese führt zu einer geänderten Bewertung der Rückdeckungsversicherungen im Rahmen teilweise leistungskongruent rückgedeckter Pensionszusagen aus Entgeltumwandlung. Die Änderung der Bewertungsmethode dient der Vermittlung eines besser den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Als Maß für die Finanzierungs- und Erdienungskongruenz der teilweise rückgedeckten Pensionszusagen wurde das Deckungskapitalverfahren zu Grunde gelegt. Die Rückdeckungsversicherungen wurden auf Basis des Passivprimats bewertet. Diese Bewertungsanpassung führte zu einer Verminderung der Bilanzsumme und zu einem negativen Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 9.

Der Ausweis des Betrags erfolgte innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Auf die Darstellung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens im Rahmen eines Anlagespiegels wurde gemäß der Erleichterungsvorschrift nach § 288 Abs. 1 Nr. 1 HGB verzichtet.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA ist unmittelbar (u) und über die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH mittelbar (m) an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Eigenkapital 31.12.2022
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
Tochterunternehmen:
Mineralbrunnen Teinach GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (m) (1) 100 3.372 6.440 2)
Mineralbrunnen Krumbach GmbH, Kißlegg (m) (1) 100 5.087 1.792 2)
KAMPOS Vertriebs GmbH, Homburg (m) (1) 100 25 6 2)
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH, Bad Teinach-Zavelstein (u) 100 16.198 -1.151 2)
Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH, Lauterecken (m) (1) 100 20.970 4.765 2)
Beteiligungen:
Karlsberg Service GmbH, Homburg (u) (3) 45 27 551 2)
siro Production GmbH, Agentur für graphische Produktion, Neunkirchen (Saarland) (m) 40 649 -7

1) Hat von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Aufstellung des Lageberichts und des Anhangs sowie der Offenlegung des Jahresabschlusses Gebrauch gemacht.
2) Ergebnis vor Ergebnisabführung.
3) Stellt aufgrund des Konsolidierungskreises der
Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg, ein verbundenes Unternehmen dar.

Die Kapitalanteile entsprechen den Stimmrechtsanteilen.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Die Wertpapiere des Anlagevermögens betreffen im Wesentlichen Anteile an einem offenen Spezialfonds, an dem die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 100 % der Investmentanteile hält. Bei diesem Spezialfonds handelt es sich um einen Mischfonds. Dieser investiert vorwiegend in Rentenfonds. Der Kurswert des Spezialfonds lag zum Bilanzstichtag bei TEUR 1.516 und damit TEUR 231 unter dem Buchwert von TEUR 1.747; zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs bei einem Kurswert von TEUR 1.493. Eine Abschreibung zum Stichtag ist unterblieben, da nicht von einer dauernden Wertminderung ausgegangen wird. Eine Rückgabe der Anteile kann innerhalb einer Frist von zwei bis fünf Werktagen erfolgen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit TEUR 40.118 (Vorjahr: TEUR 34.123) Forderungen gegen Gesellschafter und betreffen im Wesentlichen sonstige Forderungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie auch im Vorjahr, keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA beträgt 22.387.456,00 EUR und ist in 7.612.115 auf den Inhaber lautende Stückaktien, und zwar in 5.424.755 auf den Inhaber lautende Stammaktien und 2.187.360 stimmrechtslose auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien, jeweils mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 2,94 eingeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft werden im Freiverkehr der Frankfurter und der Baden-Württembergischen Wertpapierbörse gehandelt.

Kapitalrücklage

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Veräußerung an die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein 17.248 17.248

Die Kapitalrücklage enthält das bei Aktienemissionen erzielte Aufgeld sowie die frei verwendbare Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Gesetzliche Rücklage 916 916

Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 24.168 (Vorjahr: TEUR 21.756) enthalten; im Übrigen wird auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns verwiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 371) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden zum Stichtag 3.177
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 1.278
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände zum Stichtag 1.278
Verrechnete Aufwendungen 104
Verrechnete Erträge 26

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter mittelbarer Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf TEUR 51.188 (Vorjahr: TEUR 51.818); er betrifft die Versorgungshilfe für die Betriebsangehörigen der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA 1938 e. V., Bad Teinach-Zavelstein.

Verbindlichkeiten

Betrag davon mit einer Restlaufzeit
TEUR unter einem Jahr
TEUR
von 1-5 Jahren
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Namensschuldverschreibung 16.667 8.333 8.333 0
(Vorjahr) (25.000) (8.333) (16.667) (0)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250 250 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 142 142 0 0
(Vorjahr) (240) (240) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.870 10.870 0 0
(Vorjahr) (3.517) (3.517) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 512 512 0 0
(Vorjahr) (1.293) (1.293) (0) (0)
- davon aus Steuern 445 445 (0) (0)
(Vorjahr) (1.202) (1.202) (0) (0)
Summe 28.441 20.108 8.333 0
(Vorjahr) (30.051) (13.384) (16.667) (0)

Eine Namensschuldverschreibung mit einem Volumen von TEUR 16.667 (Vorjahr: TEUR 25.000) ist in voller Höhe durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.

Darüber hinaus sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 250 durch Mithaftung der Mineralbrunnen Teinach GmbH, der Mineralbrunnen Krumbach GmbH, der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach Beteiligungs GmbH gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten im Rahmen der Finanzierungstätigkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen wie im Vorjahr nicht.

II. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus dem mit der Karlsberg Service GmbH geschlossenen Dienstleistungsvertrag wird im Geschäftsjahr 2023 ein Aufwand aus Kostenumlagen für Service- und Managementdienstleistungen in Höhe von voraussichtlich TEUR 625 anfallen.

Geschäftsführung

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg:

Martin Adam, Saarbrücken

Geschäftsführer

Andreas Gaupp, Bad Teinach-Zavelstein

Geschäftsführer

Gerd Gründahl, Stade

Geschäftsführer

Aufsichtsrat

Gerhard Theis, Waldmohr

Früherer CFO der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)

Vorsitzender

Fritz Engelhardt, Pfullingen

Hotelier

Stellvertretender Vorsitzender

Christian Borck, München

Senior Advisor InfoRoad GmbH

Dr. Hans-Georg Eils, Bremen

Früherer Geschäftsführer Technik der Karlsberg Gruppe (im Ruhestand)

Jürgen Kirchherr, Rutesheim

Hauptgeschäftsführer Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Baden Württemberg e. V.

Claus Pfrommer, Bad Teinach-Emberg

Maschinist, Konzernbetriebsratsvorsitzender der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt keine Mitarbeiter.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, wird in den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, (kleinster Konzernkreis), eingetragen im Handelsregister von Stuttgart (HRB Nr. 761720), einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird außerdem in den Konzernabschluss der Karlsbergbrauerei Kommanditgesellschaft Weber, Homburg, (größter Konzernkreis), eingetragen beim Amtsgericht Saarbrücken (HRA Nr. 1199), einbezogen.

Nachtragsbericht

Am 2. Februar 2023 wurde bekannt gegeben, dass Gerd Gründahl, Geschäftsführer der Niehoffs Vaihinger Fruchtsaft GmbH und der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH - der persönlich haftenden Gesellschafterin der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA - auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2023 die Unternehmensgruppe verlassen wird. Die Aufgabengebiete von Gerd Gründahl werden ab dem 1. Juli 2023 die beiden Geschäftsführer der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Martin Adam und Andreas Gaupp, bis zu einer Neubesetzung übernehmen. Die Nachfolge wird im Laufe des Jahres bekannt gegeben.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA haben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Hauptversammlung im Jahr 2023 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA in Höhe von TEUR 32.415 eine Dividende von EUR 0,60 (Vorjahr: EUR 0,50) je Stammaktie und von EUR 0,68 (Vorjahr: EUR 0,58) je Vorzugsaktie für das Geschäftsjahr 2022 auszuschütten. Die Ausschüttungssumme der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung TEUR 4.742 betragen. Demzufolge werden in Summe TEUR 27.673 auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Bad Teinach-Zavelstein, 23. März 2023

Martin Adam

Andreas Gaupp

Gerd Gründahl

Geschäftsführung der Karlsberg International Getränkemanagement GmbH, Homburg

- ISIN DE0006614001, DE0006614035 -

Dividendenbekanntmachung

Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft vom 18. Juli 2023 hat u.a. beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 32.415.385,14 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 für jede der 5.424.755 dividendenberechtigten Stammaktien für das Geschäftsjahr 2022 € 3.254.853,00
Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,68 für jede der 2.187.360 dividendenberechtigten Vorzugsaktien für das Geschäftsjahr 2022 € 1.487.404,80
Vortrag auf neue Rechnung € 27.673.127,34

Die Gesellschaft hält keine eigenen Stammaktien.

Die Dividende wird ab dem 21. Juli 2023 grundsätzlich unter Abzug von 25% Kapitalertragssteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag auf die Kapitalertragssteuer (Gesamtabzug: 26,375 %) sowie ggf. Kirchensteuer auf die Kapitalertragssteuer durch die in die Dividendenabwicklung einbezogenen Kreditinstitute ausgezahlt.

Zentrale Zahlstelle ist die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart.

Unbeschränkt steuerpflichtigen Aktionären, die ihrer Depotbank eine Nichtveranlagungsbescheinigung ihres Wohnsitzfinanzamts vorgelegt haben, wird die Dividende im Rahmen der gesetzlichen Regelungen ohne Abzug von Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und etwaiger Kirchensteuer gutgeschrieben. Das Gleiche gilt für Aktionäre, die ihrer Depotbank einen Freistellungsauftrag eingereicht haben, soweit das in diesem Auftrag angegebene Freistellungsvolumen nicht durch andere Erträge aus Kapitalvermögen bereits aufgebraucht ist.

Bei beschränkt steuerpflichtigen Aktionären kann der Steuerabzug nach Maßgabe des für den Aktionär anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommens auf Antrag durch das Bundeszentralamt für Steuern ermäßigt werden.

 

Bad Teinach-Zavelstein, im Juli 2023

Mineralbrunnen Überkingen Teinach GmbH & Co. KGaA

Die persönlich haftende Gesellschafterin: Karlsberg International Getränkemanagement

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, 23. März 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Zabel, Wirtschaftsprüfer

Müller, Wirtschaftsprüfer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Bad Teinach-Zavelstein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Bestandteile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks, insbesondere den Bericht des Aufsichtsrats nach § 171 Abs. 2 AktG. Von diesen sonstigen Informationen haben wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; Prüfung des Lageberichts relevanten

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, 23. März 2023

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