Güdel Germany GmbH
Industriepark 107, 74706 Osterburken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniele Marco Galatioto seit 1.7.2025 | Geschäftsführer |
Manfred Matter seit 27.2.2019 | Prokura |
Stephan Diethei seit 27.2.2019 | Prokura |
Erik Longin seit 18.12.2013 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Güdel Germany GmbHOsterburkenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Güdel Germany GmbH, OsterburkenI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind Hersteller von Förder-, Verkettungs- und Automatisierungseinrichtungen, einschließlich der dazu erforderlichen Steuerungstechnik mit Schwerpunkt in den Bereichen Automotive, Railways, General Industries, Logistics und Robotics. Neben vielfältiger Kunden im Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus sind wesentliche Abnehmer die weltweite Automobil- und Zulieferindustrie, Maschinenbaulieferanten und die Eisenbahnindustrie. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Osterburken (Baden-Württemberg). 2. Strategie und Ziele Das Ziel unserer Gesellschaft ist die Sicherung der bestehenden Marktanteile und Zufriedenheit unserer Kunden, im sich wandelnden globalen Umfeld. Die grundlegende Strategie ist dabei, die Erweiterung der einzelnen Bereiche in Bezug auf Märkte und Lösungen mit folgenden Schwerpunkten.
3. Steuerungssystem Wir steuern das Unternehmen im Wesentlichen durch die beiden Kennzahlen Gesamtleistung und Auftragseingang und setzen für diese Kennzahlen entsprechende kurz-, mittel- und langfristige Ziele. 4. Forschung und Entwicklung Unsere Gesellschaft entwickelt ihr Produktportfolio für die kundenspezifischen Anlagen und Systeme stetig fort und passt es an die Anforderungen unserer Kunden an. Forschung und Entwicklung der Standardprodukte im Bereich Robotics erfolgt für alle weltweiten Güdel Gesellschaften ausschließlich in der Schweiz. Die Fortentwicklung der von der Güdel Germany GmbH im Bereich Automotive, Railway, General Industrie und Logistic angebotenen Förder-, Verkettungs- und Automatisierungssysteme erfolgt in Eigenregie. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser wirtschaftliches Umfeld orientiert sich an unseren großen, weltweit agierenden Kunden in der Automobilindustrie und in der Eisenbahnindustrie sowie deren Lieferanten im Anlagenbau. Der deutsche Anlagen- und Maschinenbau hat im Jahr 2023 weiter unter den Folgen u.a. des Ukraine Kriegs, hohen Energiekosten, hohem Bürokratismus und der hohen Inflationsrate gelitten. Die Lieferkettenproblematik hat sich etwas entschärft, jedoch waren die Auftragseingänge im Jahr 2023 um bis zu 13% geringer als im Vorjahr. (Quelle: VDI/VMDA/PwC). 2. Geschäftsverlauf Der Auftragseingang der Güdel Germany GmbH lag in 2023 mit 20,0 Mio.€ nahezu auf dem Wert von 2022 in Höhe von 20,2 Mio.€ und deutlich unter dem geplanten Wert von 27,8 Mio.€. Der Rückgang ist unter anderem mit der im Maschinenbau weiter vorherrschenden Unsicherheit und damit verschobenen Investitionen zu begründen. Ein wichtiger Punkt sind dabei auch die ansteigenden Kosten für Energie und Personal. Einige ausländische Märkte, u.a. China, entwickelten sich mehr und mehr zu einem lokalen Markt, was insbesondere Einfluss auf das Systemgeschäft hatte. Dem entgegengesetzt, konnten im Bereich Robotics der Auftragseingang stabilisiert und neue Marktanteile hinzugewonnen werden. Der Umsatz verringerte sich deutlich um 14,7 Mio.€ von 36,9 Mio.€ in 2022 auf 22,2 Mio.€ in 2023. Planmäßig können mehrere Großprojekte erst im Jahr 2024 fertiggestellt werden. Die Gesamtleistung ging um ca. 2,0 Mio.€ zurück und liegt zum Ende 2023 bei 22,5 Mio.€. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich im Jahr 2023 um 1 Person. Die Güdel Germany GmbH beschäftigt Ende 2023 noch 72 Mitarbeiter. 3. Lage a) Ertragslage Das Geschäftsjahr 2023 wurde mit einem Umsatz in Höhe von 22.244 T€ abgeschlossen. Gegenüber dem Jahr 2022 (36.944 T€) war dies ein Rückgang um 14.700 T€. Mehrere Großprojekten konnten planmäßig in 2023 angearbeitet werden und können erst in 2024 fertiggestellt. Die Gesamtleistung ist hierbei mit 22.499 T€ in 2023 um 2.013 T€ zurückgegangen, Vorjahr 24.513 T€ und liegt auch deutlich unter dem Planwert von 28,2 Mio.€ insbesondere, weil der geplante Auftragseingang nicht erreicht werden konnte. Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) verringerte sich um 2.376 T€ von 12.517 T€ auf 10.141 T€. Der Personalaufwand erhöhte sich um 85 T€ auf 5.875 T€, Vorjahr 5.789 T€. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 795 T€ auf 2.706 T€, bedingt durch den geringeren Umsatz, verringert werden. Somit konnte im laufenden Geschäftsjahr ein positives Betriebsergebnis in Höhe von 1.787 T€ erzielt werden. Dies entspricht einer Verringerung gegenüber 2022 (3.600 T€) von 1.813 T€. Zinsen und ähnliche Aufwendungen konnten in 2023 mit 40 T€, Vorjahr 107 T€, weiter verringert werden, im Wesentlichen aufgrund der Rückführung der Darlehensverbindlichkeiten. Unter Berücksichtigung von sonstigen Steuern in Höhe von 17 T€ und Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von 90 T€ ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.641 T€, was gegenüber 2022 (3.070 T€) eine Verringerung von 1.429 T€ bedeutet. b) Vermögens- und Finanzlage Im Jahr 2023 wurden keine größeren Investitionen durchgeführt. Das Anlagevermögen verringerte sich um 277 T€ auf 5.627 T€. Bezogen auf die Bilanzsumme veränderte sich das Anlagevermögen von 45,6% in 2022 auf 42,7% in 2023. Der Vorfinanzierungsgrad von Aufträgen verringerte sich in 2023 wieder auf ein übliches Niveau. Zum Bilanzstichtag deckten die erhaltenen Anzahlungen ca. 88 % (Vorjahr ca. 130 %) des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen. Die Vorräte erhöhten sich um 678 T€ von 1.990 T€ im Vorjahr auf 2.667 T€ zum Bilanzstichtag 2023. Auch im Geschäftsjahr konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiter reduziert werden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich von 2.538 T€ im Vorjahr um 274 T€ auf 2.265 T€ am Jahresende. Der Geldbestand beträgt zum Jahresende 2023 2.620 T€ nach 2.521 T€ im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Jahr 2023 von 2.484 T€ auf 2.442 T€. Die Erhöhung der Gewährleistungsrückstellung (62 T€) und der Rückstellung für offene Lieferantenrechnungen (125 T€) konnten durch Verringerungen bei den Personalrückstellungen (-35 T€) und den Rückstellungen für Nachlaufkosten von Projekten (-201 T€) kompensiert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbedingt um 400 T€ auf 342 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gruppengesellschaften verringerten sich von 591 T€ auf 567 T€ zum Bilanzstichtag. Die Verbindlichkeiten verringerten sich in Summe von 4,3 Mio.€ im Vorjahr um 1,5 Mio.€ auf 2,8 Mio.€ zum Jahresende 2023. Bezogen auf die Bilanzsumme ist dies eine Verminderung von 33,0 % auf 21,3 % zum Bilanzstichtag 2023. Durch den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.641 T€ erhöhte sich das Eigenkapital auf 7.538 T€. Die Bilanzsumme erhöhte sich durch die vorstehend erläuterten, zum Teil, gegenläufigen Effekte insgesamt um 224 T€ auf 13.180 T€ zum Bilanzstichtag 2023. Unser laufendes Geschäft finanzieren wir aus dem operativen Geldmittelfluss und aus Kundenanzahlungen, die nach Erreichen bestimmter Auftragsstadien fällig werden. IV. Prognosebericht In 2024 planen wir eine Gesamtleistung zwischen ca. 24 Mio.€ und ca. 28 Mio.€ bei einem Auftragseingang zwischen ca. 22 und ca. 26 Mio.€. Der Auftragsbestand zum Jahresende beträgt rund 15,3 Mio.€. Somit sollte eine zufriedenstellende Auslastung in allen Abteilungen gewährleistet sein. Im Geschäftsjahr 2024 wird mit einem operativen Ergebnis von ca. 1,2 Mio.€ und einem Jahresüberschuss von ca. 1,2 Mio.€ gerechnet. Entsprechend der Prognosen der unterschiedlichen Forschungsinstitute muss man für das Jahr 2024 mit einem schwierigen Geschäftsjahr für den Deutschen Maschinen- und Anlagenbau rechnen. Trotzdem geht man bei der Güdel Germany von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus. Dies ist u.a. damit begründet, dass bereits zu Jahresbeginn ein hoher Auftragseingang generiert wurde und speziell im Bereich Railway außerhalb Europas größere Investitionen anstehen. Auch im General Industrie Bereich geht man davon aus, dass ein erhöhter Bedarf an Automatisierung benötigt und damit verbunden auch anstehende Projekte realisiert werden müssen. Aus heutiger Sicht rechnen wir deshalb nicht mit wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage, mittelfristig lassen sich die Auswirkungen durch die täglich wechselnde Lage aber nur sehr schwer abschätzen. Aufgrund folgender Erkenntnisse geht die Geschäftsführung von einer weiteren positiven Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft aus. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Bezüglich der Risiken unserer Geschäftstätigkeit weisen wir auf unsere Abhängigkeit von unseren großen, weltweit agierenden Kunden hin. Insbesondere können die momentanen Sanktionen einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Eisenbahngeschäfts haben. Ein aktuell nicht kalkulierbares Risiko besteht in der politischen Entwicklung zwischen Russland und der Ukraine, welche Auswirkungen auf Energiekosten und Kosten für Rohstoffe haben, sowie die protektionistische Entwicklung in China und das angespannte Verhältnis zwischen Europa und den USA. Diese Faktoren können einen negativen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung für den deutschen Maschinenbau haben. 2. Chancenbericht Unsere zukünftigen Chancen stellen wir spartenbezogen wie folgt dar: Robotics Durch die intensivere globale Zusammenarbeit und gezielte Betreuung von lokal und global aufgestellten OEM's und Integratoren wird eine intensive Kundenbetreuung gewährleistet. Zusätzlich konnten die Lieferzeiten reduziert und die Kapazitäten für kundenspezifische Produkte gesteigert werden. General Industries Durch die gezielte Bearbeitung dieses Marktes und dem damit gewonnen Erkenntnissen wird er auch in 2024 ein wichtiger Bestandteil der Geschäftstätigkeiten sein. Durch Investitionen in steuerungstechnische Kompetenz und der engeren Zusammenarbeit mit anderen Güdel Gesellschaften ist man in der Lage den Kunden ganzheitlich und über die gesamte Projektphase hinweg zu betreuen und passende Lösungen anzubieten. Automotive Gemäß der Strategie der Güdel Germany wird auch in 2024 der Fokus auf unterschiedlichste Bereiche in der Automobilbranche gelegt. Neben Retrofit und Neuanlagen im Bereich Powertrain wird sich das Betätigungsfeld weiter in Richtung Logistik und Sonderanwendungen verschieben. Hier geht es z.B. um Handlingsanwendungen und Speichersystemen von kompletten Batteriepaketen. Railway Durch den beschlossenen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur einiger Staaten u.a. in Indien, wird mit entsprechenden Investitionen innerhalb dieses Geschäftsfeldes gerechnet. Service Die Nutzung der globalen Serviceorganisation, sowie die in 2023 getätigten Investitionen in ein Trainingscenter und zusätzliche Vertriebskapazitäten erweitern die Möglichkeiten, neben dem Ersatzteilgeschäft kundenspezifische Servicedienstleistungen zu akquirieren und durchzuführen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, erhaltene Anzahlungen und Verbindlichkeiten. Wir verfügen grundsätzlich über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absoluten Ausnahmen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im mittelfristigen Bereich finanzieren wir uns überwiegend mit Eigenmitteln. Durch die Güdel Group AG als alleinige Gesellschafterin ist im Bedarfsfall eine ausreichende Finanzierung unserer Geschäfte hinreichend gesichert. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. VII. Internes Kontrollsystem und Risikomanagement-System Ziel unseres Kontrollsystems und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zur Minimierung von Ausfallrisiken unterhalten wir ein adäquates Debitorenmanagement. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Absicherung von Auftragsrisiken stellen wir unseren Kunden ferner Bankbürgschaften zur Verfügung. Da unsere Verträge fast ausschließlich in Euro abgeschlossen werden, besteht für uns nur ein sehr geringes Wechselkursrisiko. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein kurz- und mittelfristiger Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Den Deckungsbeitrag unserer Angebote und der laufenden Projekte überwachen wir permanent durch ein transparentes Projektcontrolling. VIII. Bericht über Zweigniederlassungen Rechtlich selbständige Zweigniederlassungen werden von unserer Gesellschaft nicht unterhalten.
Osterburken, 13. Februar 2024 Dennis Nohr, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023 der Güdel Germany GmbHAllgemeine Angaben Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 und 4 HGB und die des GmbHG beachtet. Die Gesellschaft ist mit Sitz in Osterburken beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 713915 im Handelsregister eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme einer positiven Fortbestehungsprognose. I. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 - 256 a HGB aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Das Anlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Sie basieren auf üblichen Nutzungsdauern. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 € werden sofort voll als Aufwand verbucht. Immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit 20 % bzw. 33 1/3 % p. a. abgeschrieben. Bei den Gebäuden erfolgt die Abschreibung mit Sätzen zwischen 2 % und 3 % p. a. Die Außenanlagen werden mit Sätzen zwischen 2 % und 10 % abgeschrieben. Bei beweglichen Anlagegütern wird die Nutzungsdauer, soweit handelsrechtlich zulässig, in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen der Finanzverwaltung ermittelt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden zu Einstandspreisen (gleitender Durchschnittswert) und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Auf nicht mehr gängige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren wurden pauschale Abwertungen vorgenommen. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung der angefallenen Materialkosten, der angefallenen Arbeitsstunden und dem Fertigungsgrad unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die notwendigen Gemeinkosten wurden ebenfalls in die Bewertung einbezogen. Auf nicht mehr gängige Fertigteile wurden pauschale Abwertungen vorgenommen. Die unfertigen Leistungen wurden mit den Material- und Personaleinzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkostenzuschläge unter Beachtung des Niederstwertprinzips (verlustfreie Bewertung) angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden bis zur Höhe der entsprechenden Vorräte offen von diesen mit ihrem Nennbetrag abgesetzt. Die Anzahlungen, welche die Vorräte übersteigen, wurden in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) am Abschlussstichtag bewertet, sofern sie eine Laufzeit von unter einem Jahr haben. Flüssige Mittel werden zu ihren Nennwerten angesetzt. Guthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) am Abschlussstichtag umgerechnet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden nur für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern werden nach dem sogenannten Temporary Concept ermittelt. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden bilanziert, soweit verlässlich mit einer Nutzbarkeit gerechnet werden kann. Ein aktiver Überhang aus latenten Steuern wird nicht bilanziert. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen; sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) am Abschlussstichtag umgerechnet. II. Bilanzerläuterungen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zu Bruttowerten, einschließlich der Abschreibungen, ist aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu ersehen. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Kautionen i. H. v. 4 T€. Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich um folgende Sachverhalte:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten lauten wie folgt:
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. H. v. 10.000,00 € (Vj.: 0,00 €) enthalten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind die folgenden "Davon - Vermerke" anzugeben:
III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind aus Versicherungsleistungen (38.744,66 €), aus Auflösung von Rückstellungen (47.764,32 €) und Erträge aus Verrechnungen an Gruppengesellschaften (360.983,23 €) enthalten. Die Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung beinhalten Aufwendungen i. H. v. 38.718,73 € (Vj.: 36.416,54 €) für die Altersversorgung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. 4,00 € (Vj.: 0,00 €) im Berichtsjahr angefallen. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 10.000,00 € (Vj.: 68.596,67 €). IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen die folgenden zukünftigen Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen:
V. Nachtragsbericht Steigende Energiepreise und Lieferkettenprobleme haben aktuell für die Güdel Germany GmbH noch keine gravierenden Auswirkungen. Nach wie vor gehen ausreichend Kundenbestellungen ein, sodass der Auftragseingang per heute im Plan liegt. Unser größter Lieferant, die Güdel AG in Langenthal, hat schriftlich bestätigt, dass aus heutiger Sicht keine Lieferverzögerungen zu erwarten sind. Auch sind uns bis dato keine Zahlungsausfälle bekannt. Aus heutiger Sicht rechnen wir deshalb nicht mit wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätslage, mittelfristig lassen sich die Auswirkungen durch die täglich wechselnde Lage nur sehr schwer abschätzen. VI. Sonstige Angaben Angaben zu den Arbeitnehmern: Die durchschnittliche Zahl der angestellten Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr insgesamt 72 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende).
Geschäftsführungsorgane: Als einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war bestellt:
Es bestehen keine Vorschüsse oder Kredite an den Geschäftsführer. Die Gesellschaft ist keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten des Geschäftsführers eingegangen. Von der Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Konzernzugehörigkeit: Der Jahresabschluss der Güdel Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Güdel Group AG, Langenthal / Schweiz, einbezogen, der den größten Kreis von Unternehmen darstellt. Ergebnisverwendung: Der Jahresüberschuss wird mit dem Verlustvortrag verrechnet.
Osterburken, den 13. Februar 2024 Dennis Nohr, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Güdel Germany GmbH, Osterburken Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Güdel Germany GmbH, Osterburken - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Güdel Germany GmbH, Osterburken, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 13.02.2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Peter Schill, Wirtschaftsprüfer Philipp Schütte, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde durch die Gesellschafterversammlung am 11. April 2024 festgestellt. |
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