INNOSYSTEC GmbH
Am Wasserstall 16, 88682 Salem, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Anke Schöller seit 23.1.2026 | Prokura |
Stefan Günzel seit 6.7.2022 | Geschäftsführer |
Camilla von Baer seit 10.2.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (3)
| Name | Anteil |
|---|---|
R*** F****** | 16.55% |
P**** Z***** | 16.55% |
Ungelöste Beteiligungen (3)
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INNOSYSTEC GmbHSalemJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024LageberichtInhalt: 1. Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 3. Forschung und Entwicklung 4. Corporate Social Responsibility 5. Risiko- und Chancenbericht 6. Prognosebericht Die Zahlenangaben dieses Berichtes sind kaufmännisch auf 100.000 € gerundet. Prozentuale Angaben beziehen sich auf die nicht gerundeten Ausgangswerte. 1. Grundlagen des Unternehmens Die INNOSYSTEC GmbH, gegründet im Jahr 2000, ist ein mittelständisches Software-Unternehmen mit Sitz in Salem am Bodensee. Die INNOSYSTEC GmbH entwickelt und vermarktet weltweit IT-Systeme und Dienstleistungen in den Bereichen der Datenprozessierung und -aufbereitung mit Schwerpunkt in der Auswertung großer Datenmengen (Big Data). Das Leistungsspektrum des Unternehmens erstreckt sich von der Planung, Konzeption und Entwicklung von Standard- sowie von kundenspezifischen Softwarelösungen bis zu Installation, Integration am Kundenstandort und Wartungen. Die Lösungen bieten dabei eine einzigartige Plattform für die Korrelation und Analyse von Milliarden von Datensätzen aus unterschiedlichsten Datenquellen. Basierend auf neuesten Technologien finden die Systeme Anwendung bei öffentlichen Auftraggebern, Behörden sowie bei größeren Privatunternehmen und leisten einen zuverlässigen Beitrag "Made in Germany" zur Analyse komplexer Sachverhalte. 2. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 sowie im 1. Quartal 2024 weiterhin geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine sowie von den damit im Zusammenhang stehenden Energiepreiserhöhungen und Material- und Lieferengpässen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderjahrbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Das Geschäftsklima in der Digitalwirtschaft entwickelt sich entgegen des gesamtwirtschaftlichen Trends krisenresistent. Das Geschäftsklima ist positiv, der Markt wächst und es entstehen neue Arbeitsplätze. Laut Bitkom Research sind die Umsätze der Branche im Jahr 2023 im Vergleich zum Jahr 2022 um 2,1 % gestiegen. Geschäftsverlauf: Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Das laufende Jahr, über das wir hier berichten, ist ein Geschäftsjahr von 12 Monaten. Der Vergleich mit dem Vorjahr, einem Rumpfgeschäftsjahr von 3 Monaten, ist daher nur eingeschränkt aussagekräftig. a. Ertragslage Umsatz / Gesamtleistung Die Umsatzerlöse der INNOSYSTEC GmbH betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.181 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 4.274). Die Gesamtleistung in Höhe von TEUR 17.225 für dieses Geschäftsjahr (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 4.500) ist nach Hochrechnung von 3 Monaten auf 12 Monate nahezu konstant. Im Budget für das Geschäftsjahr 2023/2024 war ein Umsatz von TEUR 20.297 geplant. Dies entspricht einer Zielerreichung von 89,57 %, wobei die Differenz auf die Verschiebung von zwei Aufträgen in das nächste Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Die Aufwendungen für RHB-Stoffe und bezogene Waren belief sich im Berichtszeitraum auf TEUR 1.450 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 16). Diese sind bedingt durch größere Wareneinkäufe für Kundenprojekte. Die bezogenen Fremdleistungen betrugen TEUR 1.814 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 1.833). Im Geschäftsjahr 01.04.2023-31.03.2024 hat sich die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 01.01.2023-31.03.2023 um ca. 4 % erhöht. Die Abschreibungen für das abgelaufene Geschäftsjahr betrugen TEUR 724 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 179). Eine Hochrechnung von Quartal auf Jahr ergibt den gleichen Abschreibungsbetrag. Im Zeitraum 01.04.2023-31.03.2024 sind sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.174 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 475) angefallen. Die größten Aufwendungen stellen die Vertriebskosten dar. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.377 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 217). Hochgerechnet von einem Quartal auf ein Jahr wären es TEUR 868 gewesen. Der Jahresüberschuss hat sich damit gegenüber dem hochgerechneten Jahresüberschuss des Vorjahres um 174 % erhöht. b. Finanz- und Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich zum 31.03.2024 auf TEUR 16.499 (im Vorjahr TEUR 18.856) verringert. Die getätigten Investitionen (TEUR 271) sind im Wesentlichen auf den Ausbau der IT-Infrastruktur zurückzuführen. Der Rückgang des Bestandes an unfertigen Leistungen um rund 1 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres ist im Wesentlichen auf die Fertigstellung und Abnahme eines Großprojektes zurückzuführen, welches bereits im Jahr 2022 begonnen wurde. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um TEUR 1.413, da zum Jahresende vermehrt Umsätze realisiert wurden. Die Liquidität der INNOSYSTEC GmbH zum Ende des Geschäftsjahres 2024 hat sich um TEUR 1.915 auf TEUR 2.858 verringert. Durch die starken Umsätze im März 2024 wird die Liquidität rasch wieder das Vorjahresniveau erreichen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von TEUR 1.686 (Vorjahr) auf TEUR 2.108 resultiert im Wesentlichen aus der Verbuchung der Sondervergütung der Mitarbeiter/-innen aufgrund des guten Ergebnisses des Geschäftsjahres. Die erhaltenen Anzahlungen betragen nunmehr TEUR 0 (Vorjahr TEUR 4.000), da der Auftrag, für den die Anzahlung geleistet wurde, zwischenzeitlich erfolgreich abgewickelt wurde. Die Erhöhung des Bilanzpostens "Passive Rechnungsabgrenzung" zum 31.03.2024 von TEUR 668 auf TEUR 743 resultiert hauptsächlich aus einem Anstieg von vorfakturierten Leistungen im Bereich der Wartungsverträge. Leistungsindikatoren Die INNOSYSTEC GmbH nutzt verschiedene Leistungsindikatoren, um die Kernprozesse und Engpassfaktoren zu überwachen und zu steuern. Finanzielle Leistungsindikatoren Die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Auftragseingang, der Umsatz, die Umsatzrendite, die Höhe des EBIT sowie verschiedene Segment-Steuerungskennzahlen. Die Ist-Zahlen werden den Plan-Werten gegenübergestellt und die Abweichungen analysiert. Die Umsatzrendite beträgt in Geschäftsjahr 2023/2024 rund 13 % (Rumpfgeschäftsjahr 2023: rund 5 %). Der EBIT beträgt in Geschäftsjahr 2023/2024 TEUR 3.241 (Rumpfgeschäftsjahr 2023: TEUR 312). Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Das Einführen eines Qualitätsmanagements bietet viele Vorteile. Die Transparenz der Abläufe sowie das Qualitätsstreben in der Prozessorganisation helfen dauerhaft bei der Verbesserung der Unternehmerleistung. Das Qualitätsmanagement wird regelmäßig auditiert. Im November 2023 fand ein Überwachungsaudit statt, die Aufrechterhaltung des Zertifikates nach DIN ISO 9001:2015 wurde der Gesellschaft bescheinigt. In diesem Rahmen wird auch die Kundenzufriedenheit gemessen. 3. Forschung und Entwicklung Zum 31.03.2024 arbeiten drei Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der INNOSYSTEC GmbH im Bereich Entwicklung. Sie entwickeln Lizenzen, forschen, bearbeiten kundenspezifische Aufträge und führen Wartungsarbeiten durch. Forschung und Entwicklung sind fest im Unternehmen verankert. Die Notwendigkeit eines gut implementierten Innovationsmanagements zur Strukturierung, Kanalisierung, Steuerung und Bewertung aller Ideen und Veränderungsvorschläge wird als unabdingbar angesehen. Auf diese Weise können Innovationen den größtmöglichen Nutzen für das Unternehmen erzielen. 4. Corporate Social Responsibility Neben rein wirtschaftlichen Aspekten gehört es zum Leitbild der INNOSYSTEC GmbH, einen wertvollen und nachhaltigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Beispielsweise wird im Unternehmen eine ausgeprägte Mitarbeiterkultur mit zahlreichen Maßnahmen zur Gesundheits- und Entwicklungsförderung gelebt. Die INNOSYSTEC GmbH unterstützt seit langem zukunftsweisende gemeinnützige Organisationen im Bodenseekreis. Im April 2023 wurde die Qualität der Nachhaltigkeitspraktiken der INNOSYSTEC GmbH durch eine unabhängige Organisation bewertet. Die Auszeichnung bescheinigt dem Unternehmen ein solides Nachhaltigkeitsmanagementsystem. Das Unternehmen erfüllt somit die Anforderungen für das seit dem 1. Januar 2024 geltende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG). 5. Risiko- und Chancenbericht Nach Einschätzung der Geschäftsführung haben sich nach Bewertung aller Umstände im Berichtsjahr keine Risiken ergeben, die vom Unternehmen nicht beherrscht werden und die die Existenz der INNOSYSTEC GmbH gefährden könnten. Die Risikopositionen des Unternehmens werden quartalsweise vom Managementteam mit Hilfe von klar definierten Checklisten bewertet. Das formalisierte Reporting wird ergänzt durch quartalsweise angesetzte Reviews. Strategisch werden Risiken und Chancen mittels einer SWOT-Analyse erfasst. Mögliche Risiken werden bis in die Bereichsstrategien heruntergebrochen und strategisch bewertet. Operativ werden daraus Maßnahmen abgeleitet, die mittels Unternehmens-, Bereichs- und Teamzielen quartalsweise getrackt und bewertet werden. Gezielte Cyberangriffe auf Unternehmen haben stark zugenommen. Die INNOSYSTEC GmbH hat daher auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit umgesetzt. Auf operativer Ebene werden kontinuierlich mögliche Risiken in Kundenprojekten bewertet und - sofern relevant - in einer Risiko-Identifikations-Matrix erfasst und qualifiziert. Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensmaß werden ermittelt sowie Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Risikomindernde Maßnahmen werden mit der Geschäftsleitung und in enger Abstimmung mit dem Führungskreis bewertet und eingeleitet. Mitarbeiter-Retention und -Gewinnung sowie Kompetenzen- und Skills-Aus- und Aufbau Eine langfristige Bindung von Mitarbeiter/innen mit speziellem Anwendungs- und Technologiewissen ist für den Geschäftserfolg der INNOSYSTEC GmbH von ganz entscheidender Bedeutung und erfährt daher eine besondere Beachtung. Um diese Risiken bereits frühestmöglich zu adressieren, arbeiten wir an einer Stärkung unseres Employer Branding und gehen auch bei der Ressourcengewinnung neue und innovative Wege. Bspw. soll durch Performance Recruiting der Ressourcenaufbau beschleunigt werden. Durch regelmäßige und unternehmensweit wirksame Talent Talks werden Schlüsselpersonen/Leistungsträger eingeschätzt und erkannt - ggf. einzuleitende Retention-Maßnahmen könnten so im Bedarfsfall zielgerecht und zeitnah greifen. Diese Transparenz über die Personalressourcen erlaubt zudem den kontinuierlichen Ausbau einer Doppelung unternehmenskritischer Positionen. Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Geschäftstätigkeiten der INNOSYSTEC GmbH Der nunmehr seit über zwei Jahren andauernde Krieg in der Ukraine wirkt sich auch auf die geschäftlichen Aktivtäten der INNOSYSTEC GmbH aus. Der Konflikt birgt für uns Chancen, aber auch Risiken, da unsere staatlichen Kunden in einem Modus operieren, in dem sich u.a. Bedarfsplanungen und Beschaffungsprozesse - lagebedingt - kurzfristig ändern können und oft nicht vorhersehbar sind. Risiken sehen wir insbesondere darin, dass in bestimmten Bereichen Produkte/Lösungen - auch aus unserem Portfolio - zeitnah beschafft werden müssen und so auch andere, bislang nicht relevante Wettbewerber auf diesem Wege zum Zuge kommen können (Problem mangelnder oder nicht ausreichend vorgehaltener Produktionsressourcen) oder wir nicht schnell genug liefern können. Um frühestmöglich auf solche Situationen reagieren und entsprechende unternehmensinterne Maßnahmen ableiten zu können, haben wir unsere Kommunikation/unseren Austausch mit den relevanten Stellen/Kunden (Beschaffungsbereiche, Fachbereiche, Nutzer, politische Entscheidungsträger) im Rahmen der rechtlich zulässigen Möglichkeiten intensiviert und stehen mit diesen in noch engerem Austausch. Der Ukraine-Konflikt bietet zugleich Chancen für eine Ausweitung unseres Geschäftes. Auch diesbezüglich arbeiten wir eng und vertrauensvoll mit den entsprechenden Bedarfsträgern zusammen, um zusätzlich entstehende Verkaufschancen frühzeitig zu identifizieren und zu nutzen. Mögliche Probleme beim Einkauf (Lieferkettenproblematik) der von uns benötigten Hardwarekomponenten (u.a. Server) hatten wir bereits im vorangegangenen Jahr adressiert und zum einen ausreichende Lagerbestände angelegt und zum anderen alternative Beschaffungswege etabliert. 6. Prognosebericht Im laufenden Geschäftsjahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 % wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen (Angaben des Verbandes BITKOM). Zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 hat das Unternehmen ein Großprojekt bei einer nationalen Behörde akquiriert, die entsprechenden Umsätze werden im Geschäftsjahr 2024/2025 (01.04.24-31.03.25) und im Geschäftsjahr 2025/2026 (01.04.2025-31.03.2026) realisiert und führen dazu, dass wir ab dem 1. April 2024 mit einem hohen Auftragsbestand starten. Nachdem wir mit der Wachstumsstrategie im Geschäftsjahr 2023/2024 erfolgreich gewesen sind, erwarten wir auch für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 und Folgejahre einen zunehmend steigenden Lizenzverkauf. Wir bauen kontinuierlich unser Softwareprodukt entlang der Produkt-Roadmap aus und standardisieren unsere begleitenden Dienstleistungen weiter. Parallel dazu intensivieren wir unsere Aktivitäten in der Außenwirkung durch Teilnahme an zielgruppengerechten Messen sowie durch flankierende Maßnahmen in den Bereichen Vorträge, Anzeigen und Pressearbeit in Printmedien sowie den sozialen Netzwerken. Für das laufende Geschäftsjahr 2024/2025 erwartet die Geschäftsführung ein Wachstum der Gesamtleistung von mindestens 20 %. Aufgrund von Kostensteigerungen liegt die geplante Umsatzrendite auf dem Niveau des Vorjahres (2023/2024). Die Liquidität der INNOSYSTEC GmbH wird sich im Geschäftsjahr 2024/2025 auf einem dem Geschäftsvolumen und den Geschäftsrisiken entsprechenden Niveau einstellen.
Salem-Neufrach, den 17. Juni 2024 gez. Camilla von Baer, Geschäftsführerin gez. Stefan Günze, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die INNOSYSTEC GmbH mit Sitz in Salem, eingetragen im Handelsregister Amtsgericht Freiburg i.Br. unter HRB 581410, ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. HGB. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Dieses Geschäftsjahr stellt ein abweichendes Geschäftsjahr (01.04.2023 - 31.03.2024) dar. Die Vergleichbarkeit der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ist nur eingeschränkt möglich, da dem Geschäftsjahr 2024 mit einer Dauer von 12 Monaten das Rumpfgeschäftsjahr 2023 mit einer Dauer von 3 Monaten gegenübergestellt wird. Beim Ausweis wurden die größenabhängigen Erleichterungen in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird aufgestellt nach dem Gesamtkostenverfahren. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für den Jahresabschluss waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt und linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Dabei werden die Zugänge pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 250,00 werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Materialeinzelkosten auch die Personaleinzelkosten sowie die anteiligen Gemeinkosten mit einbezogen. Sofern die Herstellungskosten den Wert übersteigen, der sich nach Abzug der weiteren mit der Fertigstellung der einzelnen Projekte verbundenen Kosten vom erwarteten Verkaufserlös ergibt, erfolgt in der Bilanz ein Ansatz zu diesem niedrigeren Wert. Die Fertigen Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung (1 %) berücksichtigt. Liquide Mittel Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital entspricht dem Stammkapital laut Gesellschaftsvertrag sowie der Handelsregistereintragung und ist voll eingezahlt. Der Nennbetrag der eigenen Anteile von EUR 100.000,00 wird gem. § 272 Abs. 1a HGB offen vom Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Mit dem Anlagevermögen im Zusammenhang stehende Investitionszuschüsse werden als Sonderposten abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt analog über die Abschreibungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzung Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens nach den einzelnen Bilanzpositionen ist im Anlagespiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.196.476,81 (Vj. EUR 720.561,78). Diese betreffen in Höhe von EUR 24.332,53 (Vj. EUR 24.332,53) Forderungen gegen die PLATH Corporation GmbH, in Höhe von EUR 1.103.436,54 (Vj. EUR 343.733,64) Forderungen gegen die PLATH GmbH & Co. KG sowie in Höhe von EUR 68.707,74 (Vj. EUR 352.495,61) Forderungen gegen die PROCITEC GmbH. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von EUR 24.332,53 (Vj. EUR 24.332,53) um Forderungen gegen Gesellschafter. Antizipative Aktiva bestehen in Höhe von EUR 220.422,00 (Vj. EUR 113.918,00). Diese betreffen Forderungen im Rahmen des Forschungszulagengesetzes, für die der Antrag in Bearbeitung ist. Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten Es bestehen Verbindlichkeiten von insgesamt EUR 5.118.948,83. Diese setzten sich zusammen aus:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 4.326.148,00 durch Grundpfandrechte besichert. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von EUR 21.870,28 (Vj. EUR 0,00) um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen keine, nicht aus der Bilanz ersichtlichen, Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt EUR 383.295,84. Diese setzten sich zusammen aus:
V. Erläuterungen zur GuV Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus einer Versicherungsentschädigung in Höhe von EUR 18.331,14 und aus Forschungszulagen in Höhe von EUR 111.014,00 (Vj. EUR 0,00). Weitere nennenswerte sonstigen betrieblichen Erträge wurden nicht erzielt. VI. SONSTIGE ANGABEN Geschäftsführung. Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: - Camilla von Baer, Dipl.-Kffr., Geschäftsführerin, Tegernsee - Stefan Günzel, Geschäftsführer, Pulheim - Peter Zerwes, Dipl.-Ingenieur, Geschäftsführer, Frickingen (bis 01.08.2023) Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt. Die Angabe der Bezüge der Mitglieder der Unternehmensorgane unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 285 Nr. 9 HGB. Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 80 (Vj. 77) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Belegschaft besteht aus 23 weiblichen und 57 männlichen Arbeitnehmern. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der PLATH Corporation GmbH, Hamburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet haben und wesentlichen Einfluss auf die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft haben, sind keine zu benennen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Salem, 17. Juni 2024 INNOSYSTEC GmbH gez. Camilla von Baer, Geschäftsführerin gez. Stefan Günzel, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss zum 31. März 2024 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2024 der INNOSYSTEC GmbH wurde der folgende uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen WirtschaftsprüfersAn die INNOSYSTEC GmbH, Salem Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der INNOSYSTEC GmbH, Salem, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INNOSYSTEC GmbH, Salem, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Die lageberichtsfremden Angaben im Punkt 4. "Corporate Social Responsibility" des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Hamburg/ Kiel, den 18. Juni 2024 RBB
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gez. Jörg Bernstein, Wirtschaftsprüfer gez. Jenny Gersch, Wirtschaftsprüferin |
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