Hedrich Immobilien Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benedikt Mutz seit 26.8.2024 | Prokura |
Christoph Peter seit 26.8.2024 | Prokura |
Carsten Dölb seit 26.8.2024 | Prokura |
Holger Zimmermann seit 25.1.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Project Artemis SCSp | 99.27% |
Quadriga Capital IVa Co-Invest L.P. | 0.73% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hedrich Holding GmbHEhringshausen-KatzenfurtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Konzernbilanz zum 31. März 2024
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Die Anhangangaben stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar. Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 / 20241. Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell Weltweit gilt die Hedrich Holding Gruppe GmbH (im Folgenden "Hedrich" oder "Hedrich Gruppe") als eine der führenden Adressen für die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Spezialanlagen in der Vakuumtechnologie. Anlagen der Hedrich Gruppe vergießen, infundieren und imprägnieren mit höchster Präzision in einem technisch sehr anspruchsvollen Umfeld. Hedrich ist Vorreiter in der Verguss-, Infudier- und Imprägniertechnologie, welches das Land Hessen 2021 mit seinem Innovations- und Wachstumspreis in der Kategorie Weltmarktführer gewürdigt hat. Mit gut 3.000 ausgelieferten Anlagen in 54 Ländern kann die Hedrich Gruppe weltweit zufriedene Kunden vorweisen. Die Hedrich Holding GmbH ist die Muttergesellschaft der weltweit operierenden Hedrich Gruppe und hat ihren Sitz in Ehringshausen-Katzenfurt. Die Hedrich Gruppe ist ein Systemanbieter unter anderem für die Elektro-, Windkraft- und Automobilindustrie mit einer breiten Produkt- und Leistungspalette bestehend aus Anlagenbau für Vakuum Gießharz- sowie Vakuum Öl-Papierisolierung, Schließmaschinen- und Formenbau und Steuerungs- und Automatisierungstechnik. Die Hedrich Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023/24 einen Umsatz in Höhe von EUR 45,2 Mio. (Geschäftsjahr 2022/23: EUR 30,1 Mio.). Die wichtigsten Absatzmärkte waren Nordamerika, Deutschland, Frankreich, Indien und China. Der Hedrich Gruppe ist zum 30. November 2012 durch Kauf sämtlicher Kommanditanteile der Wilhelm Hedrich Vakuumanlagen GmbH & Co. KG, Ehringshausen-Katzenfurt, sowie der Wilhelm Hedrich GmbH (Komplementärin der Wilhelm Hedrich Vakuumanlagen GmbH & Co. KG) mitsamt ihren in- und ausländischen Tochtergesellschaften durch die Hedrich GmbH entstanden. Strategien und Steuerung Die Hedrich Gruppe ist spezialisiert auf die Entwicklung, Konstruktion, Montage und Prüfung von maßgeschneiderten Lösungen für die Bedürfnisse ihrer weltweiten Kundschaft. Die Hedrich Gruppe bietet Anlagentechnologie für folgende Industriezweige und Endprodukte an:
Für die erfolgreiche Arbeit stehen der Unternehmensgruppe weltweit 210 Mitarbeiter (2022/23: 224 Mitarbeiter) an eigenen Standorten in Deutschland, der Schweiz, China, Indien, Russland und zukünftig in den USA zur Verfügung. In ihrer Firmengeschichte konnte die Hedrich Gruppe stets mit ihren Produkten und Dienstleistungen die starke Marktposition in den entsprechenden Segmenten behaupten und neue attraktive Segmente mit innovativen Lösungen erschließen. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung zieht zur Steuerung in erster Linie Finanz- und Marktkennzahlen als Entscheidungsgrundlage heran. Diese Steuerungsgrößen sind die wesentliche Grundlage für die Gesamteinschätzung aller zu bewertenden Sachverhalte und Entwicklungen im Unternehmen. Die Planung und Steuerung basiert vor allem auf der Leistungs- und Ergebnisentwicklung. Als Kennzahl wird daher neben dem Umsatz insbesondere das um nicht haltige Einmaleffekte bereinigte, operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verwendet. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wurden im Geschäftsjahr 2023/24 von der Hedrich Gruppe nicht zu Steuerungszwecken herangezogen. Forschung und Entwicklung Hedrich ist ständig bestrebt, neue Produkte und Lösungen im Hinblick auf die Bedürfnisse unserer Kunden zu entwickeln sowie bestehende Lösungen zu verbessern. Bereits seit den Gründungsjahren spielten Forschung und Entwicklung eine große Rolle im Rahmen der Stärkung der Wettbewerbsposition und Gewinnung von Marktanteilen. Diese Aktivitäten sind mit finanziellem Aufwand verbunden und meist an bestehende oder erwartete Aufträge geknüpft. Die Gesellschaft legt ebenfalls großen Wert auf die Kooperation mit Hochschulen und renommierten Forschungsinstituten. Dadurch werden Entwicklungsrisiken niedrig gehalten und spezielle Kundeninteressen berücksichtigt sowie wissenschaftliches Know-how optimal genutzt. 2. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Hedrich Gruppe bietet ihre Lösungen und Produkte weltweit erfolgreich an. Dadurch ergibt sich eine geografische Risikominimierung, da sich die Märkte weltweit nicht konkludent verhalten. Allerdings unterscheiden sich Regionen und Geschäftsfelder deutlich in ihrem Nachfrageverhalten. Im Bereich der Stromverteilungssysteme kann seit geraumer Zeit ein stark gesteigertes Nachfrageverhalten festgestellt werden. Getrieben durch eine erhöhte und veränderte Nachfrage an Elektrizität, müssen Stromnetze adaptiert werden, was die Notwendigkeit an einem höheren Bedarf an Transformatoren impliziert. Elektromobilität, erneuerbare Energien, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz lassen diesen Markt auf unabsehbare Zeit wachsen. Allerdings verhält sich die Nachfrage in den Regionen unterschiedlich. Europa Europa verhält sich auf Grund der Vielzahl an Mitgliedsstaaten heterogen. Allerdings gleichen sich auf Grund der Harmonisierungen die Bedürfnisse der Märkte zunehmend an. Im Bereich Electric Power (GRID) gehen wir von einem weiter verstärkten Nachfrageverhalten unserer Kunden aus. Die bereits erwähnten weltweiten Megatrends haben die Nachfrage - nicht nur in Europa - auf seinem sehr hohen Niveau stabilisiert. Das Segment Wind Energy erfährt eine leichte Belebung, allerdings liegt diese noch hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer und deutlich unter dem Niveau der vorangegangenen Perioden. Ein Kunde investiert bereits wieder verstärkt in neue Anlagen. Es ist davon auszugehen, dass die anderen Marktteilnehmer zeitnah nachziehen werden. Trotz der aktuell einbrechenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen in Europa ist die Nachfrage im Bereich der Anlagen weiterhin stabil. Es bleibt abzuwarten, wie sich die europäischen OEMs in diesem Bereich weiter positionieren und verlorene Markanteile zurückgewinnen können. Asien Auch Asien ist ebenfalls ein sehr heterogener Markt. Unserer Einschätzung nach wird sich der gerade angefangene Boom im Bereich Electric Power (GRID) in Indien weiter fortsetzen. Hier hat das von den USA angestoßene De-Coupling größere Auswirkungen. Lösungen, die zuvor vornehmlich aus China bedient wurden, werden nun aus Indien nachgefragt. Indien ist aktuell in diesem Markt und Marktsegment der Treiber der Region. Bezüglich China und Korea gehen wir weiterhin von einer weiterhin guten Nachfragetätigkeit aus, allerdings auf einem deutlich geringeren Niveau. Der Bereich Wind Energy ist gerade in China und Asien sehr ausgeprägt, da das geringere Lohnniveau arbeitsintensive Prozesse begünstigt. Allerdings ist auch in dieser Region das diesbezügliche Nachfrageverhalten noch sehr eingeschränkt. Der chinesische Markt wird überwiegend von lokalen Herstellern bedient. Im Bereich Elektromobilität ist es schwierig den Zugang zu asiatischen OEMs zu knüpfen. Des Weiteren gibt es im Speziellen in China eine Vielzahl von neuen, alten und wieder verschwindenden OEMs. Deshalb betreut unsere lokale Tochtergesellschaft diesen Markt. Amerika Der Bereich Electric Power (GRID) boomt aktuell in Nord- sowie in Südamerika. Auch hier befeuern die Megatrends den Markt und steigern die Nachfrage auf unabsehbare Zeit. Gerade in Nordamerika ist hier viel Nachholbedarf und der Inflation Reduction Act sowie De-Coupling tragen dazu enorm bei. Um diesem Nachfrageschub Rechnung zu tragen, haben wir uns in dieser Region verstärkt positioniert. Im Bereich Wind Energy werden kurz- bis mittelfristig ebenfalls die von Hedrich angebotenen Anlagen in dieser Region benötigt. Die Investitionsentscheidung wird allerdings überwiegend nicht innerhalb dieser Region getroffen. Zusammenfassung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds Trotz verschiedener lokaler und globaler Krisen war aus unserer spezifischen Sicht ein freundliches Investitionsklima zu beobachten, wobei sich diese allgemein günstige Sichtweise in speziellen Märkten anders darstellte. Die erste Hälfte des Geschäftsjahres zeichnete sich noch mit Zurückhaltung aus. Insbesondere die Märkte in den USA und Indien belebten sich früher als die Märkte in Europa und Asien. In der zweiten Geschäftsjahreshälfte entwickelten sich nahezu alle Märkte im Bereich Electric Power (GRID) günstig. Als schwierig erwiesen sich weiterhin die instabilen Lieferketten, die hohe Preise der Grundmaterialien und Komponenten unserer Anlagen sowie die Verfügbarkeit qualifizierten Personals. Geschäftsverlauf Der Konzernumsatz lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei TEUR 45.188 (Vorjahr: TEUR 30.108) und damit um rund 50% über dem Vorjahr. Das Umsatzbudget 2023/24 wurde deutlich übertroffen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den unterjährig höheren Auftragseingang und einem hieraus resultierenden höheren Leistungsvolumen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Das Budget 2023/24 für das um nicht nachhaltige Ergebniseffekte bereinigte EBITDA wurde deutlich übertroffen. Der Auftragseingang konnte deutlich gesteigert werden und lag bei TEUR 59.837 (Vorjahr: TEUR 38.805). Im Geschäftsjahr 2023/24 konnte ein Konzernergebnis in Höhe von TEUR -1.587 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR -7.943) werden. Das EBITDA beträgt für das Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 5.195 und hat sich somit gegenüber Vorjahr (TEUR -4.555) um TEUR 9.750 deutlich verbessert. Es wurde durch folgende nicht nachhaltige Ergebniseffekte beeinflusst:
Unter Berücksichtigung dieser nicht nachhaltigen Ergebniseffekte ergibt sich ein bereinigtes EBITDA für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von TEUR 6.412 (Vorjahr: TEUR 632). Die Verbesserung des EBITDA gegenüber Vorjahr basiert im Wesentlichen auf einer gegenüber Vorjahr verbesserten Rohergebnismarge aufgrund von Effizienzsteigerungen in der Projektabwicklung sowie auf rückläufigen Personalaufwendungen aufgrund von Personalmaßnahmen. Lage Ertragslage Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2023/24 bei TEUR 45.188 (Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 30.108) und damit um rund 50% über dem Vorjahr. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen in EUR erzielt. Zum 31. März 2023 hatte die Geschäftsleitung eine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von EUR 41,7 Mio. abgegeben. Aufgrund positiver Marktentwicklungen, insbesondere im Bereich GRID, und einer konsequenten Vertriebstätigkeit konnte dieser Wert deutlich übertroffen werden. Die Umsatzkosten betragen im Geschäftsjahr 2023/24 TEUR 29.987 gegenüber TEUR 23.158 im Geschäftsjahr 2022/23. Wesentliche Bestandteile der Umsatzkosten sind Materialkosten TEUR 21.603 (Vorjahr: TEUR 16.484), Personalkosten TEUR 6.985 (Vorjahr: 7.601), Reisekosten TEUR 616 (Vorjahr: 851) sowie Abschreibungen und Raumkosten TEUR 529 (Vorjahr: 449). Insgesamt konnte die Rohergebnismarge mit 33,6% deutlich gegenüber Vorjahr (23,1%) gesteigert werden. Noch im Vorjahr sind im Konzern signifikante Projektkosten, insbesondere in Form von bezogenen Leistungen im Bereich der E-Mobilität angefallen, die in 2023/24 nicht in gleicher Höhe angefallen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.702 (Geschäftsjahr 2022/23 TEUR 2.264) waren im Wesentlichen gekennzeichnet durch Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 1.439 (Vorjahr TEUR 1.538), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen in Höhe von TEUR 973 (Vorjahr TEUR 227) sowie durch Erträge aus der Kfz-Nutzung in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 96). Die Vertriebskosten lagen bei TEUR 4.171 (Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 5.413) und bestehen im Wesentlichen aus Personalkosten TEUR 1.872 (Vorjahr: 1.979), Kosten der Warenabgabe TEUR 1.106 (Vorjahr: 1.906) und Reisekosten TEUR 574 (Vorjahr. TEUR 508). Die Verbesserung ggü. dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf im Vorjahr erhöhte Vertriebsaufwendungen auf Ebene der chinesischen Tochtergesellschaft zurückzuführen, die in 2023/24 nicht wieder angefallen sind. Die Verwaltungskosten lagen im Geschäftsjahr bei TEUR 6.720 (Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 6.573) und setzen sich insbesondere zusammen aus Personalkosten TEUR 3.578 (Vorjahr: 3.675), Abschreibungen TEUR 998 (Vorjahr: TEUR 792) sowie Rechts- und Beratungskosten TEUR 333 (Vorjahr: TEUR 505). Zum 31. März 2023 hatte die Geschäftsleitung eine Prognose hinsichtlich des zweiten wesentlichen finanziellen Leistungsindikators abgegeben. Diese ging für das Geschäftsjahr 2023/24 von einem um nicht nachhaltige Ergebniseffekte bereinigten EBITDA in Höhe von EUR 2,9 Mio. aus. Das unbereinigte EBITDA nach IFRS lag im Geschäftsjahr 2023/24 bei rund TEUR 5.195 (Geschäftsjahr 2022/23: TEUR - 4.555). Nach Bereinigung nicht nachhaltiger Markteintrittskosten im Bereich E-Mobility beträgt das bereinigte, operative EBITDA TEUR 6.412 (Geschäftsjahr 2022/23: TEUR 632). Das Finanzergebnis der Gruppe hat sich gegenüber Vorjahr um TEUR -213 auf TEUR -884 verschlechtert. Die Entwicklung ist zum einen durch gestiegene Zinsen für Kontokorrente sowie zum anderen durch höhere Avalgebühren bedingt. Zum 31. März 2024 belief sich der Auftragsbestand auf EUR 40,8 Mio. (Geschäftsjahr 2022/23: EUR 17,1 Mio.). Die mittlere Auftragsdurchlaufzeit beträgt sechs bis acht Monate. Finanzlage Das Finanzmanagement der Gesellschaft sichert eine kontinuierliche Liquiditätsversorgung. Primäre Ziele sind dabei die Steigerung der Cash Flows und die Reduzierung finanzieller Risiken. Der Gesellschaft stehen Avallinien von insgesamt knapp TEUR 8.000 zur Verfügung. Diese waren zum Bilanzstichtag mit TEUR 5.330 (Vorjahr: TEUR 1.562) in Anspruch genommen. Durch entsprechende Vereinbarungen mit Banken und Versicherungen konnten die notwendigen Avallinien bereitgestellt werden. Kontokorrent-Kreditlinien wurden zum Geschäftsjahresende nicht vollumfänglich in Anspruch genommen. Das bestehende KfW-Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2023/24 planmäßig mit TEUR 580 getilgt und valutierte zum 31. März 2024 mit TEUR 1.305.
Der positive Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus einer im Vergleich zum Vorjahr positiven Ergebnisentwicklung vor Steuern. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände. Der leicht positive Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit ergibt sich einerseits aus der Aufstockung eines Gesellschafterdarlehens und andererseits aus gegenläufigen Tilgungen von Bankdarlehen sowie Leasing- und Zinszahlungen. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände und Bankguthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fällige Kontokorrentlinien. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich von TEUR 32.616 auf TEUR 38.643. Auf der Aktivseite haben sich insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR von TEUR 9.898 auf TEUR 17.289 erhöht. Ursächlich hierfür ist ein gegenüber Vorjahr verbesserter unterjähriger Auftragseingang. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 25.608 wurde aufgrund einer Zuzahlung der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 28.114 vollständig beseitigt. Die Veränderung der Passivseite war im Wesentlichen bedingt durch die Rückführung von Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 28.114, durch die Tilgung von Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.481 sowie gegenläufig durch die Aufstockung des Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 2.500. Die Erhaltenen Anzahlungen sind gegenüber Vorjahr um TEUR 3.034 angestiegen. Die Anlagenintensität der Gesellschaft liegt bei 23% (Vorjahr: 29%). Das Anlagevermögen ist mit TEUR 8.774 gegenüber Vorjahr (TEUR 9.554) leicht gesunken, was im Wesentlichen aus der planmäßigen Abschreibung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände bei geringem Investitionsvolumen resultiert. Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte von 2.673 (Vorjahr: TEUR 1.994) bestehen im Wesentlichen aus verfügungsbeschränkten Festgeldkonten in Höhe von TEUR 2.437 (Vorjahr: TEUR 1.745). Der Vorratsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.364 auf TEUR leicht 3.511 verringert. Die sonstigen nicht finanziellen Vermögensgegenstände betragen TEUR 2.031 (Vorjahr: TEUR 1.871). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Vorsteuerforderungen. Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 3.238 deutlich auf TEUR 4.354 gestiegen. Eine detaillierte Analyse befindet sich im Bereich Finanzlage. Die starke Reduzierung der langfristigen Schulden von TEUR 38.539 im Vorjahr auf TEUR 13.265 im Geschäftsjahr 2023/2024 ergab sich im Wesentlichen aus der teilweisen Rückführung von Gesellschafterverbindlichkeiten auf Ebene der Tochtergesellschaft Hedrich GmbH bei gleichzeitiger Erhöhung der Kapitalrücklage bei der Muttergesellschaft Hedrich Holding GmbH. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von TEUR 19.685 auf TEUR 23.038, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf TEUR 7.719 (Vorjahr: TEUR 4.686) zurückzuführen ist. Des Weiteren sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.010 im Vorjahr auf TEUR 6.482 gestiegen. Die Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich aufgrund planmäßiger Tilgungen von TEUR 6.883 auf TEUR 5.981 reduziert. Gesamtaussage der Geschäftsführung Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hedrich Gruppe für das Geschäftsjahr 2023/24 liegt hinsichtlich Gesamtleistung und bereinigtem EBITDA wieder im Bereich den Erwartungen. 3. Sozialbericht Im Geschäftsjahr 2023/24 waren durchschnittlich 210 Mitarbeiter beschäftigt. Für die Hedrich GmbH sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiter ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor in ihrem technisch sehr anspruchsvollen, internationalen Geschäft. Aus diesem Grund behält die Aus- und Fortbildung der aktuellen und zukünftigen Fachkräfte eine hohe Bedeutung. Im Jahr 2023/24 liegt die Zahl der gesamten durchschnittlichen Auszubildenden mit 14 Personen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ausbildungsquote liegt bei 6,7%. 4. Risikobericht Markt- und Konjunkturrisiken Prognosen über die künftigen ökonomischen Entwicklungen bergen Unsicherheiten. So sind die aktuellen wirtschaftlichen Folgen von lokalen und globalen Krisen und insbesondere die daraus resultierenden Störungen der Lieferketten bei Zulieferprodukten im Jahr 2024/25 weiterhin im Fokus. Zudem schwer abzuschätzen sind die damit verbundenen Wachstumsverlangsamungen weltweit. Des Weiteren sind auch die politischen Einschränkungen im Geschäft mit Kunden aus den USA aufgrund der kürzlich erfolgten Präsidentschaftswahlen zu bewerten. Risiken aus Projektlaufzeiten und Zahlungsschwankungen Das Geschäft im Spezialanlagenbau ist durch seine Langfristigkeit gekennzeichnet. Langfristprojekte, insbesondere Großaufträge, bilden einen festen Bestandteil der Geschäftstätigkeit. Einige dieser Projekte können Risiken bergen, die mit der Anlage an sich, der Projektdauer oder anschließenden Gewährleistungsverpflichtungen nach Abnahme verbunden sind. Des Weiteren ist die Hedrich Gruppe den projektbezogenen und im Anlagenbau üblichen Schwankungen im Bereich der Anzahlungen und Schlusszahlungen von Kunden ausgesetzt. Die Verschiebung von eingeplanten Einzahlungen von Kunden kann zu einer entsprechenden Verschlechterung der Liquiditätslage des Konzerns führen. Die Hedrich Gruppe begegnet diesen Risiken durch ein zentrales Vertragswesen, einer turnusmäßigen Projektrisikoberichterstattung über alle projektrelevanten Risikofelder mit entsprechenden Maßnahmen sowie einer laufenden Liquiditätsplanung. Kostenstrukturrisiken Der Markt im Sonderanlagenbau unterliegt aufgrund der Auftragsgröße sowie unterschiedlicher Projektlaufzeiten gewissen Umsatzschwankungen. Wenn Kosten bei rückläufigen Umsätzen nicht abgebaut werden können, besteht das Risiko, die Profitabilität der Hedrich Gruppe zu gefährden. Um nachhaltiges Wachstum zu schaffen und Unternehmensgewinne vor starken Schwankungen zu sichern, strebt Hedrich eine variable Kostenstruktur an. Im Vordergrund steht das Ziel, die Fixkosten gering zu halten und das Kostenniveau an den Umsatz zu koppeln. Außerdem ist die Hedrich Gruppe ständig bestrebt, Kostensenkungspotenziale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Strukturelle Anpassungen und Änderungen gängiger Prozesse sind Bestandteile solcher Initiativen. Können diese Maßnahmen nicht wie geplant umgesetzt werden oder wird ihre Wirkung geringer als geplant ausfallen, kann das sich auf die Geschäftslage der ganzen Hedrich Gruppe auswirken. Risiken aus der Kundenbasis Die Hedrich Gruppe hat eine marktübliche Abhängigkeit von ihren Kunden, aufgrund einer definierten Kundenstruktur in der Elektroindustrie. Die Diversifizierung über die verschiedenen Anwendungsmärkte mildert hierbei das Risiko. Durch den kostengünstigen Produktionsstandort Xiamen erschließt die Hedrich Gruppe neue, preissensitivere Kunden und verbreitert damit die Kundenbasis. Ferner können mit neuen Produkten in neuen Märkten Projekte umgesetzt werden, um die Kundenbasis noch breiter aufzustellen und die Abhängigkeit von einzelnen Märkten zu verringern. Risiken aus der Wertschöpfung Der Bau von kundenspezifischen Anlagen erfordert bei einigen Projekten eine individuelle Herangehensweise und einen individuellen Leistungserstellungsprozess. Die dafür eingesetzten Ressourcen sind teilweise kundenspezifisch und können alternativ schwierig Verwendung finden. Entsprechend besteht das Risiko innerhalb der Wertschöpfungskette, dass defekte Einzelbestandteile und Maschinenausfälle folgenschwere Kostensteigerungen mit sich bringen, die nicht geplant sind und die die Projekte verlustträchtig machen können. Mit der verstärkten Standardisierung von Einzelbauteilen wird prozessual diesem Risiko begegnet. Stark kundenspezifische Produkte werden im dominierenden Auslandsgeschäft über entsprechende Zahlungssicherungsvereinbarungen gesichert. Bauteile von Zulieferern können neben deren Gewährleistung über Maschinenbruch- und Montageversicherungen abgesichert werden. Währungsrisiken Die Hedrich Gruppe ist Währungsrisiken ausgesetzt, insbesondere Währungsschwankungen zwischen dem Euro und US-Dollar. Ein großer Teil der Umsätze wird im Ausland generiert. Ein starker Euro könnte sich entsprechend negativ auf die Nachfrage aus dem Ausland auswirken. Im Rahmen des Risikomanagements werden diese Risiken teilweise durch Finanzinstrumente abgesichert, da das überwiegende Auftragsvolumen in Euro abgewickelt wird. Falls notwendig, werden entsprechende Anpassungen des Absicherungsumfangs vorgenommen. Personalrisiken Mit starkem Fokus auf Forschung und Entwicklung baut der Erfolg der Gesellschaft auf dem Know-how von qualifizierten Wissensträgern und Führungskräften auf. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter hoch. Um den künftigen Erfolg und nachhaltiges Unternehmenswachstum sicherzustellen, benötigt das Unternehmen qualifizierte Ingenieure und Fachpersonal. Diese müssen nicht nur in die Organisation integriert, sondern auch weiterentwickelt und an das Unternehmen gebunden werden. Dementsprechend hält das Unternehmen speziell auf den Bedarf abgestimmte Aus- und Weiterbildungsangebote vor. Risikomanagement Im Rahmen des Tätigkeitsfelds der Hedrich Gruppe existieren diverse Risiken, denen die Hedrich Gruppe durch ein aktives Risikomanagement begegnet. Unter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und Handhabung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit verstanden. Die Gesellschaften der Hedrich Gruppe verfügen über ein einheitliches Management-Informationssystem, das durch eine regelmäßige Überprüfung der Strategie durch die Geschäftsführung ergänzt wird. So ist die Geschäftsführung in der Lage, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Aufgabe des Risikomanagements ist es, durch frühzeitiges Erkennen von derartigen Risiken Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, die eine langfristige Sicherung bestehender Erfolgspotenziale gewährleisten bzw. den Aufbau neuer Erfolgspotenziale ermöglichen und damit den Fortbestand des Unternehmens sichern. Hierbei werden sowohl die Risiken einbezogen, die sich aus der Geschäftstätigkeit von Hedrich ergeben, als auch diejenigen, die aus der Zugehörigkeit zur Hedrich Gruppe resultieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden insbesondere die marktbezogenen und finanziellen Risiken identifiziert und bewertet. Die Geschäftsführung legt die Richtlinien für das Gesamtrisikomanagement und für spezielle Bereiche, wie zum Beispiel das Kreditrisiko und die Anlage überschüssiger Liquidität, fest. Es erfolgt eine Qualifizierung als Risiko für die Hedrich GmbH, wenn dieses einen Einfluss auf den Umsatz oder das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern und Zinsen hat. Die Effektivität des Risikomanagements wird durch bereits eingeleitete Initiativen deutlich. Die Hedrich Gruppe hat bereits heute als Reaktion auf künftige Marktveränderungen entsprechende Maßnahmen konzipiert und eingeleitet. Unter anderem gibt es ein regelmäßiges Berichtswesen der Projektleiter zum Verlauf einzelner Arbeitsaufträge und potenzieller Risiken. Weiter erhält jede Abteilung der Hedrich Gruppengesellschaften eine Auswertung der jeweilig relevanten Kennzahlen mit den vereinbarten Zielen zum Zwecke eines regelmäßigen Monitorings und frühzeitigen Gegensteuerns. Die Darstellung der wesentlichen Risiken erfolgt dabei vor zu ergreifenden Maßnahmen im Rahmen eines Risikomanagements. Hinzu kommt, dass die Hedrich Gruppe auf nationalen und internationalen Märkten mit Wettbewerb konfrontiert ist und sich schnell auf Veränderungen einstellen muss. Zyklisches Wachstum kann zu einem kurzfristigen Nachfragerückgang führen. Die allgemeine Marktdynamik wird auch weiterhin zu einer fortgesetzten Konzentration unter den Marktteilnehmern führen. Diesen Risiken begegnet die Hedrich Gruppe mit innovativen Technologien und schnellen Reaktionszeiten. Um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, legen wir großen Wert auf die Entwicklung von neuen Lösungen und Anpassungen auf bestehende Produkte. Dieses erfordert ein weiter starkes Engagement in der Forschung und Entwicklung. Hedrich ist damit gut aufgestellt, um den Marktentwicklungen zu begegnen und eine führende Position einzunehmen. Keines der dargestellten Risiken wird von der Konzerngeschäftsführung als bestandsgefährdend erachtet. Gleichwohl könnten die genannten Unsicherheiten nach unserer Beurteilung die innerbetriebliche Entwicklung und die Finanzlage des Konzerns substanziell beeinträchtigen und damit erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz und Ertragslage haben. 5. Chancenbericht Nachfragesituation Electric Power (GRID) Getrieben durch die Megatrends Energiewende, Rechenzentren sowie Künstliche Intelligenz (KI) besteht derzeit eine erhöhte Nachfrage nach Elektrizität. Dies impliziert den Bedarf des Ausbaus und der Modernisierung des bestehenden Elektrizitätsnetzes, um neuartige Energiequellen zu erschließen und vorhandene Kapazitäten besser nutzbar zu machen. Hieraus entsteht aktuell eine erhöhte Nachfrage nach Transformatoren, die mit Hilfe von Hedrich Anlagen hergestellt werden können. Vertrieb Hedrich Mitarbeiter an Standorten in Deutschland, der Schweiz und China sowie zahlreichen Vertretungen stehen für ein weltweites Vertriebsnetz und ein lückenloses Leistungssystem. Durch die Produktionsgesellschaft in China und die damit verbundene Nachfrage nach Vakuumanlagen in Asien ist das Unternehmen gut aufgestellt. Technologie Durch die langjährige Erfahrung der Hedrich Gruppe im Bereich der Vakuumanlagen ist die Hedrich Gruppe sehr erfolgreich darin, für ihre Kunden marktgerechte und qualitativ sehr hochwertige Produkte als auch neue Produktlinien zu entwickeln. Die Hedrich Gruppe entwickelt das Portfolio ständig weiter und hat mittlerweile den Status - insbesondere in der Windkraft - eines Komplettanbieters erreicht. Im Bereich der Elektromobilität konnte der Markteintritt für die Träufeltechnologie aufgrund eines Referenzprojektes realisiert werden. Die Nachfrage nach dieser Technologie ist aufgrund der geplanten Elektrifizierung des Verkehrssektors hoch. Durch einen intensiven Austausch zwischen der Hedrich GmbH und Hedrich Xiamen wird sichergestellt, dass Neuerungen sowie Verbesserungen gruppenweit in Neuentwicklungen einfließen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Hedrich Gruppe gestärkt wird. Produktion Das Unternehmen ist ständig bestrebt, Kostensenkungspotenziale zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dabei geht es unter anderem um Initiativen zu Kosteneinsparungen, Variabilität der Kosten und Prozessverbesserungen. In dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt eine schlanke Kostenstruktur die bestehende Innovationskraft der Hedrich Gruppe und hilft dem Unternehmen, seine starke Position gegenüber Wettbewerbern zu sichern. Sowohl die Mitarbeiter als auch die Geschäftsführung der Hedrich Gruppe hinterfragen fortlaufend die bestehenden Prozesse, um die Qualität weiter zu steigern und die Kosten weiter zu senken. Insbesondere in der Standardisierung von Produktgruppen sieht die Geschäftsführung Einsparpotenziale. 6. Gesamtbild der Chancen und Risiken Die Hedrich Gruppe hat in die Entwicklung und Umsetzung von zukunftsorientierten Projekten im Rahmen der E-Mobilität, welche erhebliche Investitionen verursacht haben, investiert. Der Nachfragerückgang nach Windkraftanlagen hat sich im Geschäftsjahr wieder teilweise erholt. Die Energiewende und der damit verbundene Um- und Ausbau des bestehenden Elektrizitätsnetzes führen aktuell zu einem hohen Bedarf an Transformatoren. Die Hedrich Gruppe sieht sich aufgrund des bestehenden Fertigungskompetenz im Bereich der Vakuumtechnologie in der Lage, die gesteigerte Nachfrage durch die Kunden zu bedienen. Die allgemeine wirtschaftliche Situation der Lieferkettenprobleme und Sanktionen haben sich darüber hinaus im Geschäftsjahr bemerkbar gemacht. Die Geschäftsleitung hat neben dem höheren Fokus auf die Liquiditätsplanung weiterhin den engen Kontakt mit den Banken zur Sicherstellung und Erweiterung der Finanzierung gepflegt. Neben der Intensivierung des Forderungsmanagements wurden auch liquiditätswirksame Maßnahmen im Personalbereich durchgeführt, welche sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv bemerkbar gemacht hatten. Der Markteintritt in das Geschäftsfeld E-Mobilität wird von der Geschäftsführung als Investition in die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft gesehen. Allerdings haben sich die Wachstumsprognosen und -erwartungen aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen in diesem Umfeld zum Bilanzstichtag gegenüber Vorjahren abgeschwächt. Ein Großteil der Investitionen und Aufwendungen sind im vergangenen Geschäftsjahr getätigt worden. Das hohe Interesse im Automobilsektor an Technikums- und Serienanlagen bestätigt die Einschätzung hinsichtlich der Attraktivität des Geschäftsfeldes. Der Rückgang im Windkraftbereich wird als temporärer Effekt gesehen, da hier die Marktpotentiale aufgrund der Energiewende und energiepolitischen Anforderungen wieder deutlich ansteigen müssen. Hier sind bereits Verbesserungen eingetreten. Das bei der Hedrich Gruppe eingerichtete Risikomanagementsystem gewährleistet einen adäquaten Umgang mit den bestehenden Risiken und bildet einen angemessenen Rahmen für die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft. 7. Prognosebericht Im Geschäftsjahr 2024/25 erwartete die Hedrich Gruppe zum Bilanzstichtag einen gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Umsatz sowie ein im Vergleich zur Planung des Geschäftsjahres 2023/24 deutlich höheres bereinigtes EBITDA. Die Prognose des Umsatzes für 2024/25 basiert auf geplantem Auftragseingang sowie einer erhöhten Nachfrage. Der vorhandene Auftragsbestand deckt bereits den wesentlichen Teil der prognostizierten Umsätze für das kommende Geschäftsjahr. Die deutliche Verbesserung beim EBITDA ist im Wesentlichen auf einen aufgrund von Prozessoptimierungen geringeren Materialeinsatz sowie auf gemessen am Umsatz unterproportional steigende Fixkosten zurückzuführen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen abweichen, wenn die genannten Risiken eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Ehringshausen-Katzenfurt, den 26. März 2025 Die Geschäftsführung der Hedrich Holding GmbH Holger Zimmermann Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze Allgemeine Angaben Die Hedrich Holding GmbH ist als Muttergesellschaft des Hedrich Holding-Konzerns (nachfolgend auch als "Hedrich Gruppe" bezeichnet) unter der Firma Hedrich Holding GmbH beim Amtsgericht Wetzlar, Deutschland, HRB 6434 eingetragen. Die aktuelle Anschrift der Gesellschaft lautet Hedrich Holding GmbH, Greifenthaler Straße 28, 35630 Ehringshausen-Katzenfurt. Die Hedrich-Gruppe zählt mit den Bereichen Anlagen für die Vakuum Gießharz-Isolierung, Vakuum Öl-/ Papierisolierung sowie Vakuumpumpsätze zu den weltweit agierenden Unternehmen in der Fertigung von Produktionsanlagen für die Elektro-, Windkraft- und Automobilindustrie sowie Sonderanwendungen im Bereich der Mittelspannung und Hochspannung. Der Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023/24 beinhaltet neben der Hedrich Holding GmbH, als Muttergesellschaft der Hedrich Gruppe, die im Abschnitt "Konsolidierungskreis" aufgeführten Unternehmen (nachfolgend auch als "Hedrich Gruppe" oder "Konzern" bezeichnet). Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben ein zum 31. März endendes Wirtschaftsjahr. Die Hedrich Holding GmbH hat zum 31. März 2024 den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Hedrich Gruppe nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Abschlüsse der Unternehmen, die dieser Konzernabschluss umfasst, werden nach einheitlichen Rechnungslegungs- und Bewertungsprinzipien erstellt. Der Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315e HGB (Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in Tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Grundlagen der Bilanzierung Angewendete IFRS Der Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH zum 31. März 2024 wurde nach den am Bilanzstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
Diese genannten Standards und Interpretationen wurden vom IASB veröffentlicht und zum Teil bereits in das EU-Recht übernommen. Aus der zukünftigen Anwendung der verpflichtend zu berücksichtigenden Standards werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH ergeben. Von der Möglichkeit, Standards freiwillig vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht. Darstellung Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung des IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Darstellung in der Konzernbilanz unterscheidet daher zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr haben. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden als langfristige Posten dargestellt. Die Konzerngesamtergebnisrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Bewertung Der Konzernabschluss ist, mit Ausnahme bestimmter Posten, wie zum Beispiel nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung eingehende derivative Finanzinstrumente, nach dem historischen Anschaffungs- oder Herstellungskostenprinzip aufgestellt. Die für die Ausnahmen angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend beschrieben. Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung Im Konzernabschluss müssen durch das Management in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die einen erheblichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hedrich Gruppe haben können. Schätzungen und Beurteilungen des Managements wirken sich beispielsweise auf die Realisation von Umsatzerlösen aus Fertigungsaufträgen, der Beurteilung der Werthaltigkeit des aktivierten Vermögens, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Werthaltigkeit von Forderungen, die Einschätzung der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und die Bewertung von Rückstellungen aus. Die wesentlichen Ursachen von Schätzungsunsicherheiten betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren wie den Rechnungszins, die Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung, die Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen beruhen auf dem zum Aufstellungszeitpunkt dieses Konzernabschlusses aktuell verfügbaren Informationsstand. In Einzelfällen können die tatsächlichen Werte von den projizierten Ansätzen abweichen. Änderungen hiervon werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis unmittelbar berücksichtigt. Die Buchwerte der betroffenen Posten werden einzeln in den jeweiligen Textziffern dargestellt. Nachfolgend werden schätz- und ermessensbehaftete Bilanzierungsgrundsätze und deren Auswirkungen dargestellt. Fertigungsaufträge Die Hedrich Gruppe wickelt das Geschäft über Fertigungs- sowie Dienstleistungsaufträge mit den Kunden ab. Dabei erfolgt die Umsatzrealisierung Anwendung des IFRS 15. Hedrich teilt jedes Projekt in entsprechende Leistungskomponenten ein. Die Abbildung der Umsatzerlöse innerhalb einer Leistungskomponente wird abhängig von einem anteiligen Gewinnanspruch im Falle einer vorzeitigen Vertragskündigung entweder zeitpunkt- oder zeitraumbezogen gezeigt. Im Rahmen der zeitraumbezogenen Erlösrealisierung ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des zur Erfüllung der aus vertraglichen Verpflichtungen, erforderlichen Lieferungs- und Leistungsumfangs beinhalten. Je nachdem, welche Methodik verwendet wird, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, müssen die Gesamtauftragskosten, die noch bis zur Fertigstellung anfallen, die Gesamtauftragserlöse, die Auftragsrisiken und andere maßgebliche Größen geschätzt werden. Die Leitungen der operativen Bereiche überprüfen kontinuierlich alle Schätzungen in Zusammenhang mit solchen Fertigungs- und Dienstleistungsaufträgen (einschließlich ihrer wirtschaftlichen Umsetzbarkeit) und passen diese gegebenenfalls an. Bei der zeitraumbezogenen Umsatzrealisation können solche Änderungen zu einer Erhöhung oder Verminderung der Umsatzerlöse des entsprechenden Berichtszeitraums führen. Wertminderung der langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte Die Hedrich Gruppe untersucht zu jedem Bilanzstichtag, ob Indikatoren für eine Wertminderung der nicht-finanziellen Vermögenswerte vorliegen. Bei Vorliegen solcher Indikatoren wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswertes geschätzt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes sind die diskontierten künftigen Cashflows des betreffenden Vermögenswertes zu bestimmen. Die Schätzung der diskontierten künftigen Cashflows beinhaltet wesentliche Annahmen, wie insbesondere solche der künftigen Umsatzerlöse, der Kosten und der Diskontierungszinssätze. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die Schätzungen der relevanten erwarteten Nutzungsdauern, die Annahmen bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in denen die Hedrich Gruppe tätig ist sowie die Einschätzungen der diskontierten künftigen Cashflows angemessen sind, könnte durch eine Veränderung der Annahmen oder Umstände eine Veränderung der Analyse erforderlich werden. Hieraus könnten in der Zukunft zusätzliche Wertminderungen oder Wertaufholungen resultieren, falls sich die vom Management identifizierten Trends umkehren oder sich die Annahmen und Schätzungen als falsch erweisen sollten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte Gemäß IFRS 9 ist es nicht länger erforderlich, dass ein Ausfallereignis eintritt damit ein Wertminderungsaufwand erfasst werden kann. Die Wertminderung wird auf Basis der erwarteten Kreditausfälle bestimmt, die dem Barwert der über die erwartete Restlaufzeit des finanziellen Vermögenswerts zu erwartenden Zahlungsausfälle entsprechen. Latente Steueransprüche Die Bewertung und Werthaltigkeit der latenten Steueransprüche basiert auf einer mittelfristigen Planung unter Beachtung der vergangenen Ergebnisentwicklung der Gesellschaft. Der Planung liegen mehrere Annahmen und Schätzungen in Bezug auf Geschäftsentwicklung, Strategiewechsel, Kostenoptimierungen, Geschäftsverbesserung sowie auf die generelle Marktentwicklung und wirtschaftliche Entwicklung zugrunde. Rückstellungen Wesentliche Schätzungen werden für die Ermittlung der Rückstellungen bezüglich Eintrittshöhe, Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Eintrittszeitpunkt zugrunde gelegt. Risiken und Unsicherheiten Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hedrich Gruppe unterliegt Risiken und Unsicherheiten. Faktoren, die sich auf die zukünftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten und deshalb zu Abweichungen der tatsächlichen Erträge von den Erwartungen führen könnten, sind unter anderem Änderungen beim Umsatzvolumen aufgrund einer veränderten gesamtwirtschaftlichen Lage, die Herausbildung von Konkurrenten mit einer aggressiven Preispolitik oder erhebliche Preisänderungen bei den Gesamteinkaufskosten. Rechtsstreitigkeiten oder behördlichen Untersuchungen liegen häufig komplexe rechtliche Fragestellungen zugrunde und sind mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Entsprechend ist die Beurteilung, ob zum Stichtag eine gegenwärtige Verpflichtung als Ergebnis eines Ereignisses in der Vergangenheit besteht, ob ein zukünftiger Mittelabfluss wahrscheinlich und die Verpflichtung verlässlich schätzbar ist, in einem erheblichen Maß mit den Einschätzungen durch das Management verbunden. Für die Hedrich Gruppe bestehen im Ausbau bestehender Technologiegeschäftsfelder (z.B. E-Mobility, GRID, Wind-Energy) erhebliche inhärente Planungsunsicherheiten im Hinblick auf Marktnachfrage bzw. technologischer Entwicklungen. Diese Unsicherheiten umfassen insbesondere unvorhersehbare Marktentwicklungen sowie Projekt- bzw. Kostenstrukturrisiken und die daraus resultierenden Umsatzerlöse bzw. Liquiditätszuflüsse aus Kundenanzahlungen. Keines der dargestellten Risiken wird von der Geschäftsführung als bestandsgefährdend erachtet. Gleichwohl könnten die genannten Unsicherheiten nach unserer Beurteilung die innerbetriebliche Entwicklung und die Finanzlage der Unternehmensgruppe substanziell beeinträchtigen und damit erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz und Ertragslage haben. Konsolidierungsgrundsätze Auf die in den Konzernabschluss der Hedrich Holding GmbH einbezogenen Abschlüsse werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Es werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminiert. Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt abgebildet. Als Erwerbszeitpunkt gilt das Datum, ab dem die Beherrschung an den Konzern übertragen wurde. Ein Geschäfts- oder Firmenwert wird ermittelt, indem der Kaufpreis auf die identifizierten Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Tochterunternehmens verteilt wird. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden werden unabhängig von der Beteiligungshöhe in voller Höhe mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge (Badwill) aus einem Unternehmenszusammenschluss werden gemäß IFRS 3 nach Zuordnung stiller Reserven und stiller Lasten sowie nochmaliger Überprüfung in der Periode, in der der Zusammenschluss stattgefunden hat, unmittelbar erfolgswirksam erfasst. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Vermögenswerte und Schulden fortgeführt, planmäßig abgeschrieben oder aufgelöst. Transaktionskosten in Verbindung mit dem Unternehmenszusammenschluss werden in der Periode ergebniswirksam erfasst, in der sie entstehen. Tochterunternehmen, die aufgrund ihrer ruhenden oder nur geringen Geschäftstätigkeit für die Hedrich Gruppe sowie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind, werden grundsätzlich nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die gesamten Bilanzsummen dieser Gesellschaften haben einen Anteil von weniger als 1% an der Konzernbilanzsumme; die Summe der Umsatzerlöse und der Ergebnisse nach Steuern beläuft sich auf weniger als 1% der Konzernumsatzerlöse und des Konzernergebnisses. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind, neben der Hedrich Holding GmbH, alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, auf die die Hedrich Holding GmbH einen unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Die Hedrich Holding GmbH beherrscht ein Unternehmen, wenn sie durch die Mehrheit der Stimmrechte oder andere Rechte die Fähigkeit besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, dem Risiko schwankender Ergebnisse aus dem Beteiligungsengagement ausgesetzt ist und ihre Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen nutzen kann, um ihre Rendite aus dem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Ergebnisse der im Verlauf der Periode erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften sind in der Gesamtergebnisrechnung die Hedrich Gruppe, ab dem Stichtag des Erwerbs oder bis zum Stichtag der Veräußerung, je nachdem was jeweils zutrifft, enthalten. Die Einbeziehung in die Konzernbilanz endet sobald die Gesellschaft keinen beherrschenden Einfluss mehr ausübt. Neben der Hedrich Holding GmbH werden wie im Vorjahr insgesamt sechs Tochtergesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Hedrich Holding GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt, als Gesellschafterin der Tochtergesellschaft Hedrich GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt, hat beschlossen, die offenlegungspflichtigen Unterlagen dieser Tochtergesellschaft unter Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB nicht offen zu legen. Auf die Einbeziehung der weiteren Beteiligung an der Hedrich vacuum systems (India), Private Limited. Bangalore, Indien, in Höhe von 100 %, der Hedrich Vostok OOO, Moskau, Russland, in Höhe von 100 % in den Konzernabschluss wird wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet. Die Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da dies die funktionale und die Berichtswährung der Hedrich Gruppe ist. Jedes Unternehmen der Hedrich Gruppe legt seine eigene funktionale Währung fest, bei der es sich jeweils um die Währung des wirtschaftlichen Umfelds handelt, in dem das Unternehmen überwiegend tätig ist. Fremdwährungsgeschäfte in den Jahresabschlüssen der Hedrich Holding GmbH und der Tochtergesellschaften werden jeweils mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle in die entsprechende funktionale Währung des Unternehmens umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Posten in fremder Währung unter Verwendung des Stichtagskurses angesetzt. Die vorhandenen nicht monetären Posten werden zum Stichtag weiterhin mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Die resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasst. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der ausländischen Tochterunternehmen erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung anhand der modifizierten Stichtagskursmethode gemäß IAS 21. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung im Wesentlichen identisch mit der jeweiligen Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden aus ausländischen Geschäftsbetrieben, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, die beim Erwerb entstanden sind, werden mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus den ausländischen Geschäftsbetrieben werden mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital ausgewiesen. Die für die Fremdwährungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse wesentlicher Währungen von Nicht-Euro-Ländern entwickelten sich wie folgt:
Die Hedrich Gruppe geht bei Bedarf Sicherungsgeschäfte für Währungskursveränderungen ein, die zwischen der funktionalen Währung der ausländischen Geschäftsbetriebe und der funktionalen Währung des Mutterunternehmens (EUR) entstehen. In dem Umfang, in dem die Absicherung nicht effektiv ist, werden entsprechende Ergebnisse aus Währungskursveränderungen im Gewinn oder Verlust erfasst. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Umsatzerlöse Hedrich realisiert Umsatzerlöse generell, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus zieht. Voraussetzung dabei ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden - wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, zu dem Hedrich voraussichtlich berechtigt ist. Variable Gegenleistungen sind im Transaktionspreis enthalten, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es nicht zu einer signifikanten Rücknahme der Umsatzerlöse kommt, sobald die Unsicherheit in Verbindung mit der variablen Gegenleistung nicht mehr besteht. Der Betrag der variablen Gegenleistung wird entweder nach der Erwartungswertmethode oder mit dem wahrscheinlichsten Betrag ermittelt, abhängig davon, welcher Wert die variable Gegenleistung am zutreffendsten abschätzt. Wenn der Zeitraum zwischen der Übertragung der Güter oder Dienstleistungen und dem Zahlungszeitpunkt zwölf Monate übersteigt und ein signifikanter Nutzen aus der Finanzierung für den Kunden oder Hedrich resultiert, wird die Gegenleistung um den Zeitwert des Geldes angepasst. Wenn ein Vertrag mehrere abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen umfasst, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Falls Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, schätzt Hedrich diese in angemessener Höhe. Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert. Bei den Umsatzerlösen für Fertigungsaufträge ist die Realisierung des Umsatzes maßgeblich davon abhängig, wann konkret die Übertragung der Verfügungsmacht stattfindet. Diese kann zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum erfolgen. Die aus Verträgen mit Kunden der Hedrich resultierenden Leistungsverpflichtungen werden, sofern Hedrich hieraus vertraglich keine andere Nutzungsmöglichkeit hat oder auf Basis des Gesetzes im Falle einer vorzeitigen Vertragskündigung ein anteiliges Recht auf die Vergütung zusteht, entsprechend zeitraumbezogen abgebildet. Im Falle, dass dieses anteilige Gewinnrecht Hedrich nicht zusteht, wendet Hedrich eine zeitpunktbezogene Verumsatzung an. Im Falle einer zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung wird die Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) basierend auf dem Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten angewendet. Ein erwarteter Verlust aus einem Vertrag wird sofort als Aufwand erfasst. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Bei der Percentage-of-Completion-Methode ist die Einschätzung des Fertigstellungsgrads von besonderer Bedeutung; zudem kann sie Schätzungen hinsichtlich des Liefer- und Leistungsumfangs beinhalten, der zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlich ist. Diese wesentlichen Schätzungen umfassen die geschätzten Gesamtkosten, die gesamten geschätzten Umsatzerlöse, die Auftragsrisiken - einschließlich technischer, politischer und regulatorischer Risiken - und andere maßgebliche Größen. Nach der Percentage-of-Completion-Methode können Schätzungsänderungen die Umsatzerlöse erhöhen oder mindern. Außerdem ist zu beurteilen, ob für einen Vertrag dessen Fortsetzung oder dessen Kündigung das wahrscheinlichste Szenario darstellt. Für diese Beurteilung werden individuell für jeden Vertrag alle relevanten Tatsachen und Umstände berücksichtigt. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden linear über einen bestimmten Zeitraum realisiert oder - sofern die Leistungserbringung nicht linear erfolgt - entsprechend der Erbringung der Dienstleistungen, das heißt nach der Percentage-of-Completion-Methode, wie zuvor beschrieben. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden zu dem Zeitpunkt realisiert, zu dem die Verfügungsgewalt auf den Erwerber übergeht, im Regelfall bei Lieferung der Güter. Rechnungen werden zu diesem Zeitpunkt ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor. Funktionskosten Betriebliche Aufwendungen nach Arten werden grundsätzlich nach Maßgabe des Funktionsbereichs der jeweiligen Kostenstellen den einzelnen Funktionen zugeordnet. Aufwendungen in Zusammenhang mit funktionsübergreifenden Projekten werden auf Basis eines geeigneten Zuordnungsprinzips auf die betreffenden Funktionskosten aufgeteilt. Auftragsbezogene Aufwendungen und drohende Verluste aus Aufträgen Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Hedrich zum Zeitpunkt der Umsatzrealisierung in den Umsatzkosten. Die Höhe der Rückstellung wird individuell ermittelt. In die Höhe der Rückstellung gehen sowohl der tatsächlich angefallene Garantieaufwand der Vergangenheit ein, als auch technische Informationen über Produktschwächen, die in der Konstruktions- und Testphase oder bei der Installation des Produkts entdeckt wurden. Bei neuen Produkten bezieht Hedrich darüber hinaus auch Expertenmeinungen und Branchendaten mit ein. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die erwarteten geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Forschungs- und Entwicklungskosten Entwicklungskosten werden als Aufwand in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten, die im Rahmen eines einzelnen Projekts anfallen, werden als immaterieller Vermögenswert aktiviert, wenn die Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt sind. Forschungskosten sind nicht in wesentlichem Umfang angefallen. Vertriebskosten In den Vertriebskosten sind Personal- und Sachkosten, Kosten für Werbung sowie Abschreibungen enthalten. Verwaltungsaufwendungen Die Verwaltungskosten beinhalten Personal- und Sachkosten sowie die anteiligen Abschreibungen, die diesem Funktionsbereich zugeordnet sind. Finanzergebnis Das Finanzergebnis enthält im Wesentlichen den Zinsaufwand aus Verbindlichkeiten und Zinserträge aus der Anlage von Zahlungsmitteln. Zinsertäge und Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Ertragsteuern Tatsächliche Steueransprüche und -schulden für die laufende und für vorhergehende Perioden werden nach dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Zahlung an bzw. Erstattung durch die Steuerbehörde erwartet wird oder Zahlungen erfolgt sind. Die tatsächlich zu bezahlenden Steuern basieren auf dem zu versteuernden Gewinn für die Periode. Die tatsächlichen Steuerschulden der Hedrich Gruppe werden unter Anwendung der Steuersätze berechnet, die zum Bilanzstichtag gelten. In Übereinstimmung mit IAS 12 werden latente Steuern auf temporäre Differenzen ausgewiesen. Latente Steueransprüche werden im Allgemeinen für abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar ist, gegen den diese abzugsfähigen temporären Differenzen aufgerechnet werden können. Latente Steuerschulden werden nicht erfasst, wenn die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts stammt. Latente Steueransprüche und Steuerschulden aus dem ursprünglichen Ansatz (wenn es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt) sonstiger Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einer Transaktion, die sich weder auf den zu versteuernden Gewinn noch den Konzerngewinn auswirkt, werden nicht angesetzt. Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge werden nur dann erfasst, wenn eine ausreichende Wahrscheinlichkeit besteht, dass die daraus folgende Steuerminderung tatsächlich erfolgt. Bei der Bewertung wird vor allem berücksichtigt, dass bei einer Verlusthistorie in der näheren Vergangenheit deutlich erhöhte Anforderungen in Bezug auf die Wahrscheinlichkeit der Verlustnutzung gefordert werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang verringert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar ist, der dazu ausreicht, dass der gesamte Vermögenswert oder Teile davon erstattet werden können. Latente Steueransprüche und -schulden werden zu den Steuersätzen bemessen, von denen erwartet wird, dass sie in der Periode gelten, in der die Verbindlichkeit erfüllt oder der Vermögenswert realisiert bzw. ein steuerlicher Verlustvortrag genutzt wird, basierend auf den Steuersätzen (und der Steuergesetzgebung), die zum Bilanzstichtag gelten. Latente Steueransprüche und -schulden werden gegeneinander aufgerechnet, wenn ein einklagbares Recht auf die Aufrechnung von tatsächlichen Steueransprüchen gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn dieses sich auf Ertragsteuern bezieht, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden und die Hedrich Gruppe beabsichtigt, seine tatsächlichen Steueransprüche und -schulden netto zu erfüllen. Immaterielle Vermögenswerte Forschung und Entwicklung Ausgaben für Forschungstätigkeiten mit der Aussicht zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn sie anfallen. Entwicklungstätigkeiten beinhalten einen Plan oder Entwurf für die Produktion neuer oder wesentlich verbesserter Produkte und Verfahren. Entwicklungsausgaben werden nur aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich bewertet werden können, das Produkt oder das Verfahren technisch und kommerziell geeignet ist, ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist und die Hedrich Gruppe sowohl beabsichtigt als auch über genügend Ressourcen verfügt, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen. Die aktivierten Ausgaben umfassen Materialkosten, Personalkosten für die an der Entwicklung beteiligten Arbeitnehmer und weitere direkt zuordenbare Gemeinkosten, die erforderlich sind, um die beabsichtigte Nutzung des Vermögenswertes vorzubereiten. Sonstige Entwicklungsausgaben werden im Gewinn oder Verlust erfasst, sobald sie anfallen. Zum 31. März 2024 wurden insgesamt TEUR 590 an Entwicklungskosten aktiviert (31. März 2023: TEUR 2.809). Aktivierte Entwicklungsausgaben werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Amortisationen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Erworbene oder selbst erstellte sonstige immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 kapitalisiert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können. Immaterielle Vermögenswerte werden beim ursprünglichen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Nach dem ursprünglichen Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen verbucht. Immaterielle Vermögenswerte werden über den Zeitraum ihrer geschätzten Nutzungsdauern ab dem Zeitpunkt linear abgeschrieben, ab dem sie für die Nutzung bereitstehen. Die Abschreibungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Nutzungsdauereinschätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Zusätzlich zu den planmäßigen Abschreibungen werden immaterielle Vermögenswerte bei Anzeichen für eine über die planmäßige Abschreibung hinausgehende Wertminderung einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts dabei seinen erzielbaren Betrag, ist auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Wenn die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden die jeweiligen Vermögenswerte zugeschrieben. Die folgenden Nutzungsdauern werden jeweils bei der Berechnung der Abschreibung zugrunde gelegt:
Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst. Sachanlagen Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden im jährlichen Rhythmus überprüft und ggf. angepasst. Zusätzlich zu den planmäßigen Abschreibungen werden Sachanlagen bei Anzeichen für eine über die planmäßige Abschreibung hinausgehende Wertminderung einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Übersteigt der Buchwert des Vermögenswerts dabei seinen erzielbaren Betrag, ist auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Hierbei wurde auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten abgestellt. Wenn die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden die jeweiligen Vermögenswerte zugeschrieben. Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagepostens entstehen, werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam erfasst. Den planmäßigen Abschreibungen liegen vornehmlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Übersteigt der Buchwert einer Sachanlage seinen erzielbaren Betrag, so wird sofort eine Abschreibung auf Letzteren vorgenommen. Aufwendungen für Instandhaltung werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Eine Aktivierung erfolgt im Wesentlichen dann, wenn die Leistungen zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögenswerts führen. Miet- und Leasingverhältnisse Die Bilanzierung der bestehenden Miet- und Leasingverhältnisse erfolgte unter Anwendung des IFRS 16. Nach IFRS 16 sind sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen. Ausnahmen bestehen lediglich für geringwertige Vermögenswerte oder bei Leasinglaufzeiten von 12 Monaten oder weniger. Die Hedrich Gruppe wendete den neuen IFRS 16 unter der modifiziert retrospektiven Methode erstmals mit dem Abschluss März 2020 an. Wesentliche Leasingverhältnisse lagen insbesondere in den Bereichen Fahrzeuge und Software vor. Hedrich weist Nutzungsrechte innerhalb des Sachanlagevermögens in derselben Bilanzposition aus wie die zugrunde liegendeden Vermögenswerte, wenn diese sich im Eigentum der Hedrich befänden. Leasingverbindlichkeiten zeigt Hedrich als Teil der Finanzverbindlichkeiten. Für jede Leasingvereinbarung ist von Hedrich als Leasingnehmer eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen anzusetzen sowie ein Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten zu aktivieren. Zu den Leasingzahlungen gehören die festen Zahlungen, variable Zahlungen soweit diese Index-basiert sind, erwartete Zahlungen aufgrund von Restwertgarantien und ggf. der Ausübungspreis von Kaufoptionen und Pönalen für die vorzeitige Beendigung von Leasingverträgen. Hedrich wendet als Leasingnehmer bei der Diskontierung der künftigen Leasingzahlungen den Grenzfremdkapitalzinssatz von 2,95% an. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben. Das Nutzungsrecht wird dagegen planmäßig über die Laufzeit des Leasingvertags abgeschrieben. Die Anwendung des IFRS 16 führt im Konzernabschluss 2023/24 zu einer Aktivierung eines Nutzungsrechts ("right-of-use-asset") in Höhe von TEUR 419 (Vorjahr 2022/23: TEUR 345). Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich zum 31. März 2024 auf TEUR 427 (Vorjahr 2022/23: TEUR 350). In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden keine entsprechenden Leasingaufwendungen mehr ausgewiesen. Stattdessen wird das aktivierte Nutzungsrecht über die Laufzeit der Leasingverhältnisse abgeschrieben. Wertminderung langfristiger nicht-finanzieller Vermögenswerte Hedrich überprüft am Ende des Kalenderjahres, ob Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt Hedrich eine Schätzung des erzielbaren Betrags des Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt Zahlungsmittelzuflüsse, die nicht weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag, wird eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Liegen keine beobachtbaren Marktdaten zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts vor, wird der beizulegende Zeitwert durch Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme mit einem risikoangepassten Zinssatz als Nutzungswert ermittelt. Die Zahlungsströme des Nutzungswertes werden auf Basis einer mehrjährigen Planung bestimmt. Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswerten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Veräußerungserlös abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden in Höhe des geleisteten Betrages angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht in die Anschaffungs- und Herstellungskosten einbezogen. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Veräußerungserlös abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten. Laufende Fertigungsaufträge Laufende Fertigungsaufträge stellen Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden bis zum Stichtag dar. Sie werden zu den angefallenen Kosten zuzüglich der ausgewiesenen Gewinne abzüglich Teilabrechnung und etwaiger ausgewiesener Verluste bewertet. Die Kosten umfassen alle Ausgaben, die direkt mit den spezifischen Projekten verbunden sind, sowie eine Zurechnung von fixen und variablen Gemeinkosten, die bei der Erfüllung von Aufträgen durch die Hedrich Gruppe auf Basis normaler Betriebskapazität anfallen. Laufende Fertigungsaufträge werden als Teil der Forderungen aus Lieferung und Leistungen in der Bilanz für alle Aufträge dargestellt, bei denen die angefallenen Kosten zuzüglich der ausgewiesenen Gewinne die Teilabrechnungen und die ausgewiesenen Verluste übersteigen. Wenn die Teilabrechnungen und ausgewiesenen Verluste die angefallenen Kosten zuzüglich der ausgewiesenen Gewinne übersteigen, wird die Differenz als passivischer Abgrenzungsposten in der Bilanz dargestellt. Reine Anzahlungen von Kunden werden als passivischer Abgrenzungsposten in der Bilanz ausgewiesen. Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, welcher gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden getrennt ausgewiesen. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald Hedrich Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. In der Hedrich Gruppe erfolgt für die Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Erfüllungstag. Die Klassifizierung von Finanzinstrumenten umfasst drei Kategorien, aus deren Bezeichnung sich jeweils unmittelbar die grundsätzlich anzuwendende Folgebewertungsmethode ergibt. Die Kategorien nach IFRS 9 sind:
Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt sowohl in Abhängigkeit von ihrer beabsichtigten Verwendung innerhalb eines Unternehmens als auch auf Basis der sie kennzeichnenden Zahlungsströme. Werden diesbezüglich verschiedene Bedingungen erfüllt, erfolgt die Einordnung in die Kategorie "AC" oder "FVOCI". Alle übrigen Vermögenswerte werden der Kategorie "FVTPL" als Residualkategorie zugeordnet. Darüber hinaus ist es möglich, bestimmte finanzielle Vermögenswerte freiwillig als FVOCI oder FVTPL zu klassifizieren. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorie "AC" eingeordnet, wenn sie gleichzeitig sowohl die strenge Geschäftsmodellbedingung als auch die Zahlungsstrombedingung erfüllen:
Für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten sind weder die strenge Geschäftsmodellbedingung noch die Zahlungsstrombedingung relevant. Stattdessen werden Verbindlichkeiten grundsätzlich in die Kategorie "AC" eingeordnet. Lediglich Verbindlichkeiten des Handelsbestands (einschließlich derivativer Verbindlichkeiten) müssen der Kategorie "FVTPL" zugeordnet werden. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente in der Kategorie AC wird zu fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Sie erfolgt erfolgswirksam und unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Finanzielle Vermögenswerte werden in die Kategorie "FVOCI" eingeordnet, wenn sie gleichzeitig sowohl die gemilderte Geschäftsmodellbedingung als auch die bereits bekannte Zahlungsstrombedingung erfüllen:
Sowohl für die Kategorie "AC" als auch für die Kategorie "FVOCI" ist die Zahlungsstrombedingung gleichlautend. Sie kann von Eigenkapitaltiteln nie erfüllt werden, die daher standardmäßig zur Kategorie "FVTPL" gehören. Allerdings besteht für Unternehmen die Möglichkeit, Eigenkapitaltitel freiwillig der Kategorie FVOCI zuzuordnen, soweit sie nicht zum Handelsbestand gehören. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Vermögenswerten der Kategorie "FVOCI" sind im Normalfall erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis zu verbuchen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht die Zugangsbedingungen für die Kategorien "AC" und "FVOCI" erfüllen, sind grundsätzlich der Kategorie "FVTPL" zuzuordnen, die insoweit als Residualkategorie fungiert. Alle Finanzinstrumente der Kategorie "FVTPL" werden grundsätzlich ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Die Wertminderungsvorschriften für Finanzinstrumente in den Kategorien "AC" oder "FVOCI" müssen auf Grundlage der erwartenden Kreditausfälle bestimmt werden. Hierbei wird dem sogenannten "expected loss" model gefolgt. Im Gegensatz zum "incurred loss" model werden Wertminderungen nicht erst dann erfasst, wenn sie tatsächlich eingetreten sind, sondern werden mithilfe von Erwartungswerten antizipiert. Die erwarteten Kreditausfälle für einen Vermögenswert sind die aufsummierten und nach Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichteten Barwerte der Zahlungsausfälle, die über die Laufzeit hinweg erwartet werden. Soweit keine besonderen Bedingungen vorliegen, ist der Risikovorsorgeposten für einen Vermögenswert (oder eine Klasse von Vermögenswerten) nur auf Basis jener Szenarios von Zahlungsausfällen zu berechnen, die innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag auch tatsächlich eintreten können (12-month expected credit losses). An jedem Bilanzstichtag muss überprüft werden, ob sich die erwartenden Kreditausfälle für einen Vermögenswert (oder eine Klasse von Vermögenswerten) verändert haben, und ggf. den Risikovorsorgeposten entsprechend anzupassen. Dies erfolgt stets ergebniswirksam durch die Erfassung eines Wertminderungsaufwandes bzw. eines Ertrages aus Wertaufholung. Des Weiteren ist an jedem Bilanzstichtag abzuschätzen, ob sich das Kreditrisiko für den Vermögenswert (oder eine Klasse von Vermögenswerten) signifikant gegenüber dem Erstansatz erhöht hat. Wird am Bilanzstichtag für einen Vermögenswert ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos gegen- über dem Erstansatz festgestellt, muss der entsprechende Risikovorsorgeposten nicht mehr nur die erwarteten Kreditausfälle für die kommenden zwölf Monate abbilden, sondern diejenigen für die gesamte Laufzeit (lifetime expected credit losses). Diese Wertminderungsvorschriften finden grundsätzlich auch Anwendung auf Forderungen gegenüber Kunden im Sinne von IFRS 15. Zur Vereinfachung hat der jeweilige Risikovorsorgeposten stets die erwarteten Kreditausfälle auf Laufzeitbasis abzubilden, soweit keine bedeutenden Finanzierungskomponenten in den Forderungen enthalten sind. Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellung für Altersteilzeitvereinbarungen werden in den Zinsaufwendungen bzw. Zinserträgen ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlich oder tatsächlich) aus einem Vorfall in der Vergangenheit gegenüber Dritten besteht, der Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die voraussichtliche Verpflichtung zuverlässig schätzbar sind. Sämtliche wesentliche Kostenbestandteile fließen in die Bewertung der Rückstellungen ein - vor allem die für Gewährleistungen und drohende Verluste aus schwebenden Transaktionen. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. Wird eine Rückstellung unter Anwendung der für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung berechneten Zahlungsflüsse bewertet, so entspricht der Buchwert dem Barwert dieser Zahlungsflüsse. Wenn zu erwarten ist, dass der für die Erfüllung einer Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann. Den Aufwand für Rückstellungen für Produktgewährleistungen berücksichtigt Hedrich zum Zeitpunkt der Umsatzlegung im Posten Umsatzkosten bzw. sobald die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden. Die Höhe der Rückstellung wird individuell ermittelt. In die Höhe der Rückstellung gehen sowohl der tatsächlich historisch angefallene Garantieaufwand, eine Gewichtung aller möglichen Ergebnisse mit den damit verbundenen Wahrscheinlichkeiten als auch technische Informationen über Produktschwächen, die in der Konstruktions- und Testphase oder bei der Installation des Produkts entdeckt wurden, ein. Drohende Verluste aus Aufträgen werden in dem Berichtszeitraum berücksichtigt, in dem die aktuell geschätzten Gesamtkosten die aus dem jeweiligen Vertrag zu erwartenden Umsatzerlöse übersteigen. Eine Rückstellung für belastende Verträge wird erfasst, sobald der erwartete Nutzen, den die Hedrich Gruppe aus einem Vertrag zieht, geringer als die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen ist. Die Rückstellung wird zum Barwert des niedrigeren Betrags von den zu erwartenden Kosten aus der Vertragsbeendigung und den zu erwartenden Nettokosten aus der Vertragsfortführung bewertet. Bevor eine Rückstellung erfasst wird, erfasst die Hedrich Gruppe einen etwaigen Wertminderungsaufwand für die Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind einerseits mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, deren Existenz jedoch erst durch das Eintreten oder Nichteintreten unsicherer künftiger Ereignisse bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Andererseits stellen Eventualverbindlichkeiten gegenwärtige Verpflichtungen dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren, bei denen ein Ressourcenabfluss jedoch als nicht wahrscheinlich, aber zumindest als möglich eingeschätzt wird oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich bestimmt werden kann. Solche Verpflichtungen sind nach IAS 37 nicht in der Bilanz zu erfassen, sondern im Anhang anzugeben. Erläuterungen zur Konzernbilanz 3. Sachanlagen
Die Abschreibungen auf Sachanlagen finden sich in den Umsatzkosten in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 80), den Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 113), den Vertriebskosten in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9) sowie den Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 297) wieder. Wertminderungen und Wertaufholungen nach IAS 36 liegen nicht vor. Zum 31. März 2024 dienen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten mit einem Buchwert von TEUR 3.325 (31. März 2023: TEUR 3.499) zur Sicherung von Bankdarlehen. Leasing Wesentliche Leasingverhältnisse bestehen insbesondere in den Bereichen KFZ und Software. Die Restlaufzeiten der Leasingverhältnisse belaufen sich bei den KFZ auf durchschnittlich 3 Jahre sowie bei der Software auf durchschnittlich etwa 2 Jahre. Nachfolgend werden die Buchwerte der bilanzierten Nutzungsrechte und deren Veränderungen während der Berichtsperiode dargestellt:
In der Berichtsperiode wurden folgende Beträge erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung der Hedrich Gruppe erfasst:
In der Kapitalflussrechnung wurden folgende Beträge erfasst:
4. Immaterielle Vermögenswerte
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte finden sich in den Umsatzkosten in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 132) den Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 187), den Vertriebskosten in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 15) sowie den Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 488) wieder. Wertminderungen und Wertaufholungen nach IAS 36 liegen nicht vor. Unter den immateriellen Vermögenswerten werden selbstgeschaffene Vermögenswerte ausgewiesen. Die fortgeführten Anschaffungskosten betrugen zum 1. April 2023 TEUR 4.072 (1. April 2022: TEUR 2.081). Im Geschäftsjahr ergaben sich Zugänge von selbstgeschaffenen Vermögenswerten von TEUR 590 (Vorjahr: TEUR 2.809). Diese Vermögenswerte werden über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.168 (Vorjahr: 818). Die Abschreibungsbeträge werden in der Gesamtergebnisrechnung entsprechend dem prozentualen Anteil unter den Forschungs- und Entwicklungskosten sowie unter den Verwaltungskosten ausgewiesen. 5. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die Beteiligungen betreffen Anteile an der Hedrich vacuum systems (India) Private Limited, Bangalore, Indien, und der Hedrich Vostok OOO, Moskau, Russland. Die Anteile an der im Geschäftsjahr 2014 entkonsolidierten Hedrich Core Systems AG, Staad, Schweiz sowie der im Geschäftsjahr 2015 entkonsolidierten Hedrich winding systems GmbH, Ehringshausen, sind vollständig wertberichtigt. 6. Vorräte
Die Buchwerte der Vorräte werden voraussichtlich innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten realisiert. 7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo
Am 31. März 2024 betrug die Summe der für die noch nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträge angefallenen Aufwendungen und erfassten Gewinne, abzüglich der erfassten Verluste mit aktivischem Saldo TEUR 10.204 (Vorjahr: TEUR 5.212). Die nachfolgende Darstellung gibt Informationen über die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne die Forderungen aus nicht abgeschlossenen Fertigungsaufträgen) enthaltenen Kreditrisiken:
Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, lagen zum Bilanzstichtag keine Anzeichen einer Wertminderung vor. Die Fertigungsaufträge mit aktivem und passiven Saldo setzen sich insgesamt wie folgt zusammen:
Von dem Saldo TEUR 5.394 zum 31. März 2024 entfallen TEUR 10.204 auf Forderungen mit einem aktivischen Saldo (Vorjahr: TEUR 5.212) sowie in Höhe von TEUR 4.809 auf Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (Vorjahr: TEUR 3.706). 8. Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Die unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Termingelder in Höhe von TEUR 1.396 sind als Sicherheit für eine bestehende Verbindlichkeit hinterlegt. Des Weiteren wurden im Rahmen von Sicherheiten für Bürgschaftslinien Barhinterlegungen von TEUR 1.041 auf Tagesgeldkonten gemacht. Zum 31. März 2024 sind, wie auch im Vorjahr, keine Kreditrisiken in den finanziellen Vermögenswerten enthalten. 9. Kurzfristige sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
Die Übrigen kurzfristigen nichtfinanziellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen debitorische Kreditoren sowie sonstige operative Forderungen. 10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Guthaben bei Kreditinstituten werden ausschließlich zur kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität gehalten. 11. Eigenkapitel Die Entwicklung des Eigenkapitals wird in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Gezeichnetes Kapital Gesellschafter der Hedrich Holding GmbH sind zum 31. März 2024 die Project Artemis SCSp, Luxemburg, mit 99,272 % und die Quadriga Capital IVa Co-Invest L.P., Jersey, mit 0,728 % der Anteile. Das Stammkapital ist aufgeteilt auf 25.000 Anteile mit einem Nennwert von jeweils einem Euro. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 137 vorgenommen. Hiervon entfielen EUR 136 auf die Mehrheitsgesellschafterin. Zum 31. März 2024 weist die Hedrich Gruppe ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 787 (Vorjahr: nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 25.608) auf. Weiter hat die Quadriga Capital IV Beteiligungs Holding L.P., Jersey, Channel Islands, als ursprünglicher Gesellschafter auf die bestehenden Forderungen aus dem Nullkupon-Gesellschafterdarlehen einen Rangrücktritt über alle aktuellen sowie zukünftigen Gesellschafterdarlehen erklärt. Zum 31. März 2024 belaufen sich die Gesellschafterverbindlichkeiten, einschließlich Zinsen, auf insgesamt TEUR 11.495 (am 31. März 2023: TEUR 36.834). Die in Vorjahren durch den Altgesellschafter auf die Gesellschafterdarlehen ausgesprochenen Rangrücktritte wurden durch den Erwerber übernommen. Kapitalrücklagen Unter dieser Position werden sonstige Zuzahlungen des Gesellschafters in Höhe von TEUR 46.779 ausgewiesen. Sonstige Rücklagen Die sonstigen Rücklagen enthalten Währungsumrechnungsdifferenzen von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 493). Die Währungsumrechnungsdifferenzen entstehen durch die Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Geschäftsbetriebe. Die entstandenen Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Fall eines Verkaufs der Tochtergesellschaft aus dem sonstigen Ergebnis umgegliedert.
Gewinnrücklagen In den Gewinnrücklagen wird das Konzernergebnis in Höhe von TEUR -1.587 (Vorjahr: TEUR -7.943) ausgewiesen. 12. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Rückstellungen
Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden 100% der Anteile an der Hedrich Holding GmbH, an einen Dritterwerber veräußert. Im Zuge des Anteilserwerbes hat der Erwerber einen Gesamtbetrag von rd. EUR 28 Mio. in die Kapitalrücklage der Hedrich Holding GmbH eingezahlt. Anschließend hat die Gesellschaft die erhaltenen Mittel in voller Höhe an die Tochtergesellschaft Hedrich GmbH zur anteiligen Tilgung der bestehenden Verlustübernahmeverpflichtung ausgezahlt. Die Hedrich GmbH hat anschließend die bestehenden Verbindlichkeiten ggü. dem mittelbaren Altgesellschafter in Höhe von rd. EUR 28 Mio. zurückgeführt. Im Geschäftsjahr 2023/24 hat der Gesellschafter das Darlehen um weitere TEUR 2.500 erhöht. Im Geschäftsjahr 2015 hat die advacon GmbH, Asslar, ein Darlehen in Höhe von TEUR 210 gewährt. Das Darlehen ist unbefristet und die vertraglich vereinbarte Verzinsung beträgt 5,0 % p. a. Es bestanden zum 31. März 2024 insgesamt TEUR 2 an Zinsverbindlichkeiten. Die Zinsen sind am Ende eines Kalenderjahres zu zahlen. 13. Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurzfristig)
Es bestehen Kontokorrentlinien gegenüber der Sparkasse Wetzlar in Höhe von TEUR 2.750 (Vorjahr: TEUR 2.750) sowie gegenüber der Volksbank Mittelhessen eG in Höhe von TEUR 2.650 (Vorjahr: TEUR 2.650). Darlehensverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den kurzfristigen Teil eines KfW- Darlehens in Höhe von TEUR 580. Das Darlehen valutiert zum 31. März 2024 insgesamt mit TEUR 1.305 (Vorjahr: TEUR 1.885). Eine im Vorjahr gegenüber der Volksbank Mittelhessen ausgewiesene Darlehensschuld in Höhe von TEUR 500 wurde im laufenden Geschäftsjahr vollständig getilgt. Übrige Tilgungen auf Bankdarlehen wurden von der chinesischen Tochtergesellschaft geleistet. Der Verbindlichkeiten gegenüber der Volksbank Mittelhessen eG sind durch Grundschulden und Termingeld gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Wetzlar sind über die Verpfändung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Das KfW-Darlehen ist über eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert. Die Bankverbindlichkeiten werden, wie im Vorjahr, marktüblich verzinst. 14. Kurzfristige sonstige Finanzverbindlichkeiten
15. Steuerschulden Die kurzfristigen Steuerschulden betragen TEUR 348 (Vorjahr: TEUR 442) und betreffen im Wesentlichen ausländische Ertragsteuern. 16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
17. Kurzfristige sonstige Rückstellungen Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden als Prozentsatz vom Umsatz auf Basis von Erfahrungswerten gebildet. Die übrigen Rückstellungen enthalten insbesondere Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 643 (Vorjahr: TEUR 426), projektbezogene Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Pönale und Drohverluste in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 604) und Garantierückstellungen in Höhe von TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 134) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 76). 18. Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
Bei den übrigen kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Verbindlichkeiten ausländischer Tochtergesellschaften von TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 183), um Kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 233) sowie um eine Pönale-Rückstellung einer ausländischen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 90). 19. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten Eine Eventualverbindlichkeit nach IFRS ist eine mögliche Verpflichtung, deren tatsächliches Eintreten von einem oder mehreren unsicheren zukünftigen Ereignissen abhängt, die nicht vollständig unter der Kontrolle die Hedrich Gruppe stehen. Die Hedrich Gruppe geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabschätzung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Überprüfung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Hedrich Gruppe derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden können. Daher schätzt die Hedrich Gruppe das Risiko der Inanspruchnahme bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen als unwahrscheinlich ein. 20. Finanzinstrumente a) Buchwerte und beizulegende Zeitwerte Basierend auf der Bilanzposition des jeweiligen Finanzinstrumens zeigt die nachfolgende Tabelle eine Aufgliederung der Bilanzpositionen nach Bewertungskategorien gemäß IFRS 9. Zudem wird die entsprechende Stufe der dreistufigen Hierarchie für die Durchführung von Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert gemäß IFRS 13 aufgeführt. Die 1. Stufe umfasst alle Finanzinstrumente mit quotierten Preisen auf aktiven Märkten. Die 2. Stufe umfasst alle Finanzinstrumente mit Inputfaktoren mit Ausnahme quotierter Preise, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit beobachtbar sind - entweder unmittelbar oder indirekt. Die 3 Stufe umfasst Finanzinstrumente mit Inputfaktoren zur Bestimmung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
b) Nettogewinne und Verluste Die folgende Tabelle zeigt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie nach IFRS 9, die in der Gesamtergebnisrechnung enthalten sind:
Das Nettoergebnis finanzieller Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, resultiert ausschließlich aus Zinsen. Im Vorjahr beinhalteten die Nettogewinne bzw. - verluste aus Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten folgebewertet werden, Ergebnisse aus Zinsen und Wertberichtigung. c) Gesamtbetrag des Zinsertrags und der Zinsaufwendungen Der Gesamtbetrag des Zinsertrags und der Zinsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellt sich wie folgt dar:
21. Risikomanagement Im Rahmen des Tätigkeitsfelds der Hedrich Gruppe existieren diverse Risiken, denen die Hedrich Gruppe durch ein aktives Risikomanagement begegnet. Unter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung und Handhabung der Risiken aus der Geschäftstätigkeit verstanden. Die Gesellschaften der Hedrich Gruppe verfügen über ein einheitliches Management-Informationssystem, welches durch eine regelmäßige Überprüfung der Strategie durch das Management ergänzt wird. So ist die Geschäftsführung in der Lage, Chancen und Risiken frühzeitig zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Aufgabe des Risikomanagements ist es, durch frühzeitiges Erkennen von derartigen Risiken, Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren, die eine langfristige Sicherung bestehender Erfolgspotenziale gewährleisten, bzw. den Aufbau neuer Erfolgspotenziale ermöglichen und damit den Fortbestand des Unternehmens sichern. Hierbei beziehen wir sowohl die Risiken ein, die sich aus der Geschäftstätigkeit der Hedrich Gruppe ergeben, als auch diejenigen, die aus der Zugehörigkeit zur Hedrich Gruppe resultieren. Im Rahmen des Risikomanagements werden insbesondere die finanziellen Risiken identifiziert und bewertet. Die Geschäftsführung legt die Richtlinien für das Gesamtrisikomanagement und für spezielle Bereiche, wie zum Beispiel das Kreditrisiko und die Anlage überschüssiger Liquidität, fest. Die Effektivität des Risikomanagements wird durch bereits eingeleitete Initiativen deutlich. Die Hedrich Gruppe hat bereits heute als Reaktion auf künftige Marktveränderungen entsprechende Maßnahmen konzipiert und eingeleitet. Unter Anderem gibt es ein regelmäßiges Berichtswesen der Projektleiter zum Verlauf einzelner Arbeitsaufträge und potenzieller Risiken. Die Maßnahmen sollen gute Erträge auch in Phasen mit reduzierten Umsätzen ermöglichen. Die Hedrich Gruppe ist den folgenden Risiken ausgesetzt:
Marktrisiko Marktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwertes der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führt. Für Hedrich sind vor allem Fremdwährungsrisiken von Relevanz. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren. Auswirkungen aus Fremdwährungsrisiken können sich bei Hedrich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Der chinesische Renminbi stellt dabei die wesentliche Fremdwährung dar, durch die die Hedrich Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt ist. Eine Sensitivitätsanalyse stellt das Risiko zum Berichtszeitpunkt dar, das im Rahmen gesetzter Annahmen aufgetreten wäre, wenn bestimmte Parameter auf Basis der Nettorisikoposition verändert worden wären. Wäre der Schweizer Franken am 31. März 2024 um 5% stärker (schwächer) gewesen, so wäre das sonstige Ergebnis um TEUR 101 höher (niedriger) ausgefallen. Bezogen auf den chinesischen Renminbi hätte eine Veränderung um 5% einen Effekt von TEUR 54 gehabt. Kreditrisiken Bei Kreditrisiken geht es um das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt und sich dadurch ein finanzieller Verlust für die Hedrich Gruppe ergibt. Die Hedrich Gruppe wendet eine Strategie an, bei der er nur mit kreditwürdigen Geschäftspartnern arbeitet und wo immer es geeignet scheint, ausreichend Sicherheiten erhält, mit denen das Risiko minimiert wird, durch einen Ausfall einen finanziellen Verlust zu erleiden. Das Risiko der Hedrich Gruppe und die Kreditwürdigkeit seiner Geschäftspartner werden überwacht. Das maximale Ausfallrisiko der Hedrich Gruppe beläuft sich im Wesentlichen auf den bilanzierten Wert aller finanziellen Vermögenswerte. Die Hedrich Gruppe ist durch keinen Geschäftspartner oder keine Gruppe von Geschäftspartnern mit ähnlichen Eigenschaften bedenklichen Kreditrisiken ausgesetzt. Das Kreditrisiko im Zusammenhang mit positiven beizulegenden Zeitwerten von Derivaten sowie den Anlagen der Hedrich Gruppe wird als gering eingeschätzt, da es sich bei den Geschäftspartnern um Banken handelt, die ein hohes Kreditrating bei den führenden internationalen Ratingagenturen vorweisen. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Hedrich Gruppe möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität in der Hedrich Gruppe soll sicherstellen, dass - soweit möglich - stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation der Hedrich Gruppe zu schädigen. Die Hedrich Gruppe hat einen geeigneten Rahmen für die Steuerung von Liquiditätsrisiken in Bezug auf die kurz-, mittel- und langfristige Liquidität festgelegt. Die Hedrich Gruppe steuert ihr Liquiditätsrisiko durch die regelmäßige Überwachung der prognostizierten Cashflows. Die folgende Aufstellung der Fälligkeiten zeigt, wie die Cashflows aus den Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag die Liquiditätssituation der Hedrich Gruppe künftig beeinflussen werden. Die Aufstellung zeigt die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten. Der Mittelabfluss unterliegt folgenden Bedingungen: Kann der Geschäftspartner die Zahlung zu verschiedenen Terminen verlangen, so wird der frühestmögliche Zahlungstermin für die Aufstellung herangezogen.
Kapitalmanagement Das Kapitalmanagement der Hedrich Gruppe steuert sowohl das Eigenkapital als auch die Verbindlichkeiten. Es ist die Strategie der Geschäftsführung eine ausgeglichene Mischung von Verbindlichkeiten und Eigenkapital aufrechtzuerhalten. Die Hedrich Gruppe unterliegt keinen Kapitalvorschriften von außen. Die Eigenkapitalquote stellt sich wie folgt dar:
Unter der Berücksichtigung des nachrangigen Nullkupon-Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 11.495 (Vorjahr: TEUR 36.834) ergibt sich eine Quote von 32% (Vorjahr: 34%): Erläuterungen zur Konzerngesamtergebnisrechnung 22. Umsatzerlöse Die Hedrich Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023/24 folgende Arten von Umsatzerlösen:
Die Erlöse aus Fertigungsaufträgen resultieren aus zum Bilanzstichtag bilanzierten Fertigungsaufträgen. Die Umsatzlöse wurden im Geschäftsjahr 2023/24 zu 43% in Europa, zu 31% in Nord- und Südamerika sowie zu 24% in Asien erzielt. Übrige Umsätze wurden im Mitteleren Osten sowie in Afrika erzielt. 23. Umsatzkosten Die Umsatzkosten betragen TEUR 29.987 (Vorjahr: TEUR 23.158). Sie enthalten vor allem Materialkosten in Höhe von TEUR 21.603 (Vorjahr: TEUR 16.484), Personalaufwendungen der operativen Projektmitarbeiter mit TEUR 6.985 (Vorjahr: TEUR 7.601), Reisekosten TEUR 616 (Vorjahr: TEUR 851), Raumkosten TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 236) sowie Abschreibungen auf das produktionsbezogene Anlagevermögen mit TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 213). Die in den Umsatzkosten aufwandsmindernd ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 176 (Vorjahr: TEUR 2.362). 24. Sonstige Erträge
Die Übrigen Erträge im Geschäftsjahr 2023/24 resultieren im Wesentlichen aus Gutschriften eines Lieferanten der Vogel AG (TEUR 66), aus sonstigen Erlösen der Hedrich Xiamen (TEUR 146) sowie aus der KfZ-Nutzung von Mitarbeitern (TEUR 57). 25. Vertriebskosten Die Vertriebskosten in Höhe von TEUR 4.171 (Vorjahr: TEUR 5.413) enthalten im Wesentlichen die Personalkosten für Mitarbeiter des Vertriebs mit TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 1.979), Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEUR 1.106 (Vorjahr: TEUR 1.906), Reisekosten mit TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 508), Kosten für Werbung und Messen in Höhe von TEUR 189 (Vorjahr: TEUR 244) und verschiedene vertriebsbezogenen Kosten der chinesichen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 620) sowie Abschreibungen TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 25). 26. Verwaltungsaufwendungen Die Verwaltungsaufwendungen betragen TEUR 6.720 (Vorjahr: TEUR 6.573). Sie enthalten Aufwendungen der Verwaltung, die weder der Entwicklung noch den Umsatzkosten oder dem Vertrieb zugeordnet sind. 27. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 386) betreffen Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten, welche die Voraussetzungen des IAS 38 nicht erfüllt haben. 28. Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsansprüche ohne den entsprechenden Zinsanteil, der unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen wird. Mitarbeiter am Stichtag
Von den 210 Mitarbeitern zum 31. März 2024 waren 52 (Vorjahr: 52) gewerbliche und 158 (Vorjahr: 172) angestellte Mitarbeiter. In der Hedrich Gruppe wurden zum Stichtag zusätzlich 14 (Vorjahr: 17) Auszubildende beschäftigt. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Von den durchschnittlichen 209 Mitarbeitern waren 52 (Vorjahr: 54) gewerbliche und 157 (Vorjahr: 175) angestellte Mitarbeiter. 29. Andere Aufwendungen
30. Abschreibungen
31. Finanzergebnis
Von den Finanzaufwendungen waren TEUR 597 im Geschäfsjahr 2023/2024 (Vorjahr: TEUR 400) zahlungswirksam. 32. Steuern
Die laufenden Steuern setzen sich aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer sowie aus länderspezifischen Steuern zusammen. Zu den sonstigen Steuern zählt die Kfz-Steuer und die Grundsteuer. Von den laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag waren TEUR 130 im Geschäftsjahr zahlungswirksam (Vorjahr: TEUR 188). Der erwartete Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Muttergesellschaft der Hedrich Gruppe in Höhe von 28% (Vorjahr 28%) auf das IFRS- Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag laut Konzerngesamtergebnisrechnung überleiten:
Bezüglich der Art der temporären Unterschiede, der Art noch nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge und noch nicht genutzter Steuergutschriften ergaben sich vor Saldierung, die in der folgenden Tabelle dargestellten aktiven und passiven latenten Steuern:
Zum 31. März 2024 bestanden steuerlich unbegrenzt vortragsfähige Verlustvorträge, für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden in Höhe von TEUR 135 in Bezug auf die Körperschaftsteuer (Vorjahr: TEUR 30.642) und in Höhe von TEUR 97 in Bezug auf die Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 26.368). Die Verlustvorträge zum Bilanzstichtag ergeben sich auf Basis einer vorläufigen Steuerermittlung. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung 33. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird unter Beachtung von IAS 7 erstellt. Die Kapitalflussrechnung der Hedrich Gruppe zeigt die Entwicklung des Cash Flows getrennt nach Zuflüssen und Abflüssen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit für den Zeitraum 1. April 2023 bis 31. März 2024. Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst die Kassenbestände und Bankguthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fällige Kontokorrentlinien. Die sonstigen wesentlichen zahlungsunwirksamen Effekte im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von TEUR 973 (Vorjahr: TEUR -588) betreffen in Höhe von TEUR 575 Auflösungen von Rückstellungen und in Höhe von TEUR 398 Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten, einschließlich der Veränderungen durch Cashflows und nicht zahlungswirksame Veränderungen stellen sich im Geschäftsjahr 2023 / 2024 wie folgt dar:
Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten, einschließlich der Veränderungen durch Cashflows und nicht zahlungswirksame Veränderungen stellen sich im Vorjahr wie folgt dar:
Sonstige Angaben 34. Honorar des Abschlussprüfers Das der Hedrich Holding GmbH und ihren Tochtergesellschaften von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar stellt sich wie folgt dar:
Diese Honorare werden unter den anderen Aufwendungen ausgewiesen. 35. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Gemäß IAS 24 sollen Angaben über Personen oder Unternehmen, die die Hedrich Gruppe beherrschen oder von ihm beherrscht werden, gemacht werden, außer wenn diese in der Konsolidierung als Konzerngesellschaft enthalten sind. Die laut IAS 24 bestehende Verpflichtung, entsprechende Angaben zu machen, gilt darüber hinaus auch für Transaktionen mit Personen, die erheblichen Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Hedrich Gruppe haben. Ein erheblicher Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik der Hedrich Gruppe liegt vor, wenn eine Beteiligung von 20% oder mehr an der Hedrich Holding GmbH, ein Sitz im Management der Hedrich Holding GmbH oder eine andere wichtige Position gegeben ist. Gemäß IAS 24 sind der Gesellschafter der Hedrich Holding GmbH, die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen der Hedrich Gruppe und die Geschäftsleitung, der Hedrich Gruppe nahe stehenden Unternehmen und Personen. Gesellschafter Unmittelbarer Gesellschafter der Hedrich Gruppe ist die Project Artemis SCSp, Luxemburg sowie die Quadriga Capital IV A Co-Invest L.P., Jersey, Channel Islands. Beziehungen zu weiteren nahestehenden Personen außerhalb des Konsolidierungskreises der Hedrich Holding GmbH bestehen nicht. Mitarbeiter des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens Geschäftsführer der Hedrich Holding GmbH ist:
36. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Juli 2024 hat die Hedrich GmbH eine Tochtergesellschaft in den USA gegründet und so ihre Vertriebs- und Servicegeschäft auf dem US-amerikanischen Markt weiter ausgebaut. Die US-amerikanische Tochtergesellschaft beschäftigt derzeit einen Mitarbeiter. Der Gesellschafter hat eine Belassungserklärung unterschrieben und damit erklärt, dass er mit der Befriedigung seiner Forderung für die Laufzeit der von den Banken gewährten Krediten hinter die Banken im Rang zurücktritt. Die finanzierenden Banken haben nach dem Bilanzstichtag ihre bestehenden Finanzierungsengagements gegenüber der Hedrich GmbH bis mindestens 30. Juni 2026 prolongiert. Eine finanzierende Bank hat die Verlängerung ihres Kreditengagements bis 30. Juni 2026 unter die auflösende Bedingung der Aufrechterhaltung der per 31. Januar 2025 errechneten Kapitaldienstfähigkeit im Jahresabschluss per 31. März 2025 gestellt. Weiterhin wird die Prolongation unter der Bedingung gewährt, dass die Kapitaldienstgrenze per 31. März 2025 nicht weniger als 105% des von der Gesellschaft jährlich an sämtliche Gläubiger zu leistenden Kapitaldienstes betragen darf.
Ehringshausen-Katzenfurt, den 26. März 2025 Die Geschäftsführung Holger Zimmermann Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers"An die Hedrich Holding GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Hedrich Golding GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2024, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hedrich Holding GmbH, Ehringshausen- Katzenfurt für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Die Prüfung des Konzernabschlusses haben wir unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen in der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 26. März 2025 RSM
Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Christoph Couhorn, Wirtschaftsprüfer Dennis Grimmer, Wirtschaftsprüfer Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Die Anhangangaben stellen einen integralen Bestandteil des Konzernabschlusses dar. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung Hedrich Holding GmbH, Ehringshausen-Katzenfurt zum 31. März 2024
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