WDM Beteiligungs eGbR
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jürgen Heußen seit 18.7.2025 | Prokura |
Bernd Erich Gemmel seit 3.1.2024 | Geschäftsführer |
Sebastian Gohr seit 28.7.2023 | Prokura |
Markus Loeser seit 15.2.2022 | Prokura |
Matthias Johannes Emil Dürr seit 16.3.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Cross II L.P. | 37.93% |
GIMV NVEigenbeteiligung | 25.79% |
WDM Beteiligungs eGbR | 21.13% |
OSU Co-Investment L.P. | 14.10% |
Cross Co-Investment II L.P. | 1.06% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WDM Deutenberg GmbHWolfshagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023(Vergleichsperiode 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022)der WDM Deutenberg GmbH, Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen1. Grundlagen des Unternehmens Die WDM Deutenberg GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen mit Werken in Wolfshagen, Ense und Leisnig. Mit einem Stamm kompetenter Mitarbeiter werden seit über 60 Jahren Drahterzeugnisse aller Art produziert. Die Kunden kommen dabei aus Bereichen wie Industrie, Architektur sowie Handel und Ladenbau. WDM Deutenberg fertigt Industrie- und Schweißgitter, Edelstahlgitter, Drahtkörbe und komplette Auszugssysteme, individuelle Drahtartikel und Drahtbiegeteile. Je nach Anwendungszweck und Einsatzbereich werden unterschiedliche Materialien und Materialstärken verwendet. Die Drahtteile werden aus rohem oder blankem Draht, aus verzinktem bzw. aluverzinktem Draht sowie aus Edelstahldraht gefertigt. Der Durchmesser der verarbeiteten Drähte liegt dabei zwischen 1,6 und 10 Millimeter. Das Unternehmen ist dabei in verschiedenen Branchen und Märkten tätig. Zu den Kernbranchen zählen Tierhaltungssysteme, Lagerlogistik und Transportsysteme, Gabionen, Installationstechnik und Anlagenbau, die Bauindustrie, Schutzgittersystem und andere Märkte. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen. Es werden nicht selbstständige Niederlassungen in Ense (Nordrhein-Westfalen und in Leisnig (Sachsen) betrieben, die in 2019 (Leisnig) und 2021 (Ense) erworben worden sind. Die Gesellschaft wir zu 100% von der WDM Deutenberg Holding GmbH gehalten, die ihren Sitz ebenfalls in Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen hat. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2023 durch die Auswirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere durch die hohe Inflation v.a. in den Bereichen Energie- und Nahrungsmittelwirtschaft, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung und den geopolitischen Krisen geprägt. Das Brutto-Inlandsprodukt ist im Jahr 2023 um 0,3% gegenüber dem Vorjahr zurück gegangen. Im Vorjahr (2022) konnte noch ein Anstieg von 1,8% verzeichnet werden. [Quelle: DESTATIS, Pressemitteilung 019 vom 15.01.2024]. Der Arbeitsmarkt selbst hat sich trotz der schlechten Rahmenbedingungen in 2023 als robust gezeigt. Die Arbeitslosenquote in 2023 betrug 5,7% (in 2022: 5,3%) [Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Jahresrückblick 2023] Die deutschen Exporte sind in 2023 um 1,4 % im Vergleich zu Vorjahr zurück gegangen [Quelle: destatis.de]. Die Spannungen am roten Meer sorgen für neue Handelsrisiken. Eine Besserung ist hier derzeit nicht in Sicht. Die Stahlindustrie verzeichnete in 2023 ihr produktionsschwächstes Jahr seit der Finanzkrise von 2009. Die Drahtindustrie folgt dieser Entwicklung, was zu einem deutlichen Leistungsrückgang in 2023 führte. Der Walzdraht in unterschiedlichen Güten und Oberflächen und die unmittelbar daraus folgenden Erzeugnisse, die auch bei WDM Deutenberg als Rohstoffe eingesetzt werden, sind dadurch preislich im Jahresdurchschnitt zurück gegangen. Die zur Produktion eingesetzten Energiekosten sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Durch die staatlichen Unterstützungen (Energiepreisbremse) konnte der Kostenanstieg gedämpft werden. 2.2 Geschäftsverlauf Produktion Durch die immer weiter zunehmende technische Maschinenausstattung ist der Betrieb in der Lage, Auftragseingangsschwankungen zu egalisieren und dabei auch noch sehr unterschiedliche Drahtprodukte zu fertigen, in nahezu sämtlichen Losgrößen. Die stetige Zielsetzung, Maschinenumrüstzeiten zu vermindern und die weiteren Fertigungsprozesse kontinuierlich zu verbessern, konnte durch gezielte Personalbesetzung und Schulungsmaßnahmen weiter umgesetzt werden. Die Reduzierung von Umrüstzeiten ist kontinuierlich im Fokus. Umsatz WDM Deutenberg konnte abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der eingebrochenen Nachfrage - v.a. im Inland - nicht die gesteckten Ziele erreichen. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr und gegenüber den selbst gesteckten Zielen um rund 17% zurückgeblieben. Ein Teil der fehlenden Rohergebnisse wurden aufgrund einer besseren Marge aufgefangen. Aktuell haben sich Auftragseingang und Umsatz wieder stabilisiert und entsprechen den Erwartungen. Beschaffung Die für die WDM Deutenberg relevanten Rohstoffpreise sind im Berichtszeitraum gefallen. Ein gemeinsamer strategischer Einkauf, der verantwortlich für alle Standorte die A-Artikel verhandelt, erzielt weiterhin gute Resultate. Durch zielgerichtete Warendisposition konnten Lieferengpässe in der Rohstoffversorgung vermieden werden. Bei den Speditionskosten musste in 2023 ein Kostenanstieg verzeichnet werden. Die Frachtkapazitäten der Spediteure waren ausreichend und der Beschaffungsaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert, bleibt aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Warenbestände an Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen konnten deutlich in Menge und Wert reduziert werden. Die Rohstoff-Bestände sind dabei um fast 30% niedriger als im Vorjahr. Die Versorgung mit Strom und Gas wurde durch Rahmenvereinbarungen gedeckt. Die um rund 17% gestiegenen Energiekosten wurden - unter Berücksichtigung der staatlichen Energiepreisbremse - in der Verkaufspreisermittlung entsprechend berücksichtigt. Personal Der Ø Personalbestand beläuft sich in 2023 auf 222 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren im Ø noch 228 Mitarbeiter bei WDM Deutenberg beschäftigt. Der Betrieb in Ense und Wolfshagen bildete weiterhin mit einer Ausbildungsquote von rund 3,6 % im Kalenderjahr aus. Im Verlauf des Berichtsjahres wurde das Zeitpersonal auf ein Mindestmaß zurückgeführt. An strategischen Positionen wurden Neueinstellungen getätigt. So wurden die Herren Ernst Hüffmeier, Peter Staab und Daniel Martin aus der Geschäftsführung verabschiedet. Herr Bernd Gemmel wurde mit Wirkung zum 01.01.2024 als neuer Geschäftsführer berufen. Ergebnis Geschäftsverlauf Die für 2023 gesteckten Ziele konnten aufgrund des schwachen Wirtschaftsumfeldes trotz rückläufiger Einkaufspreise nicht alle erreicht werden. Das Rohergebnis sank gegenüber 2022 um 2,0 Mio. €, was letztendlich auch den Rückgang des Jahresüberschusses widerspiegelt. sich Das Unternehmen ist unter den genannten Parametern gut aufgestellt, verfügt über ausreichend Liquidität und erzielt mit einer EBITDA-Marge von rund 13% zufriedenstellende Erträge. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung die wirtschaftliche Entwicklung in 2023 als zufriedenstellend. 2.3 Lage des Unternehmens Der Erfolg und damit der Unternehmenswert des Unternehmens wird im Wesentlichen anhand des EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) gemessen. Weitere wichtige Erfolgsgrößen sind die Liquiditätsentwicklung und die Kapitalbindung im Unternehmen. Ertragslage Der Auftragseingang war im Geschäftsjahr 2023 durch die unsichere Marktlage und die schwache Inlandsnachfrage rückläufig (-13,2% zum Vorjahr). Die Umsatzerlöse liegen mit 44,9 Mio.€ unter dem Vorjahreswert von 53,8 Mio. €. Dieser Umsatzrückgang von rund 17% gegenüber dem Vorjahr ist v.a. auf eine fehlende Inlandsnachfrage im Bau-Sektor und den damit verbundenen Marktsegmenten zurückzuführen.Der Auftragsbestand ist liegt zum 31.12.2023 bei 10,2 Mio. € (Vorjahr: 11,6 Mio. €) und zeigt somit eine solide Basis für 2024 auf. Durch eine fortgesetzte Diversifizierung auf Kundenseite konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Abhängigkeit von einzelnen Segmenten bzw. einzelnen Marktteilnehmern weiter reduziert werden. Der Umsatzanteil mit Kunden aus dem Ausland liegt bei 23,2% bzw. 10,4 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert: 21,4% bzw. 11,5 Mio. €) und wird im Wesentlichen in Europa realisiert. Mit wesentlichen Marktverschiebungen ist auch im Jahr 2024 nicht zu rechnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,2 Mio. € gesunken. Im Vorjahr sind höhere Erträge durch die Auflösung von Rückstellungen verbucht worden. Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. € auf 22,9 Mio. € gesunken. Die Materialaufwandsquote in Bezug auf die Gesamtleistung liegt - unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge - bei 48,2% (Vorjahreswert: 53,2%). Der Rückgang des Materialaufwands beträgt 7,1 Mio. € und steht im Einklang mit der Entwicklung der Umsatzerlöse. In 2023 wurden geringere Einkaufsaufwendungen für Draht (-27% zum Vorjahr), sowie rückläufige Inanspruchnahme für Fremdleistungen (-0,4 Mio. €) verbucht. Die Personalaufwendungen sind um 0,4 Mio. € zum Vorjahr angestiegen, was auf allgemeine Lohnsteigerungen, sowie auf Einmalaufwendungen zurückzuführen ist. Die Abschreibungen belaufen sich auf 1,9 Mio. € und haben sich um 2,8% zum Vorjahr im reduziert. Dieser Rückgang wurde im Bereich des Sachanlagevermögens verbucht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind geprägt durch Fracht- und Verpackungskosten (1,8 Mio. €), Instandhaltungsaufwendungen (0,6 Mio. €), Vertriebsgemeinkosten (0,2 Mio. €) wie Werbeaufwand und Reisekosten sowie durch Verwaltungsgemeinkosten für Miete (1,0 Mio. €) und Gebäudekosten, Versicherungsaufwendungen, IT, Buchhaltung und Personalwesen, sowie sonstigen Verwaltungskosten. Die Gesamtkostenposition beläuft sich zum 31.12.2023 auf fast 6,2 Mio. € und ist zum Vorjahr kaum verändert. Der Zinsaufwand ist im Geschäftsjahr aufgrund der Tilgung eines Finanzierungsdarlehens der Gesellschafterin auf 0,2 Mio. € gefallen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf rund 5,8 Mio. €. Unter Berücksichtigung von Transaktionskosten und sonstigen Effekten konnte ein bereinigtes EBITDA von fast 6,1 Mio. € (Vorjahr: 8,5 Mio. €) erzielt werden. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beläuft sich auf rund 3,7 Mio. € und ist um ca. 2,1 Mio. gegenüber 2022 gesunken. Vermögens- und Kapitalstruktur Das Anlagevermögen zeigt zum Stichtag 31.12.2023 einen Wert von 9,4 Mio. € auf. Neben Sachanlagewerte im Wert von fast 7,0 Mio. €, immateriellen Wirtschaftsgüter und Firmenwerte in Höhe von knapp 2,5 Mio. € zu verzeichnen. Es wurden im Kalenderjahr Neu- und Ersatzinvestitionen in einem Volumen von rund 0,6 Mio. € getätigt. Alle Abschreibungen wurden planmäßig durchgeführt. Die Vorräte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. € auf jetzt 7,0 Mio. € reduziert werden. Durch den stärkeren Fokus auf das Thema Kapitalbindung wurden im Kalenderjahr Maßnahmen zur Bestandsreduzierung v.a. bei den Rohstoffen, sowie den Fertigerzeugnissen eingeleitet. Im Vorjahr sind aufgrund der ungewissen Marktlage im Beschaffungsbereich noch deutlich höhere Bestände im Rohstoffbereich bereitgehalten worden. Die Bildung einer Wertberichtigung auf die Warenbestände war zum Stichtag nicht notwendig. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 2,2 Mio. € um 0,7 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Dieser Rückgang betrifft hauptsächlich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Spürbare Ausfälle waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen und werden andernfalls über eine Versicherung bzw. gegebenenfalls andere Sicherungsmaßnahmen abgemildert. Die liquiden Mittel bewegen sich auf Vorjahresniveau und betragen zum Stichtag 5,2 Mio. €. Die gute Liquiditätslage ermöglichte der Gesellschaft eine Sondertilgung von 2,3 Mio. € eines Darlehens gegenüber der Muttergesellschaft. Das Eigenkapital ist aufgrund der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft mit 13,8 Mio. € konstant zum Vorjahr. Die Quote entwickelte sich vor dem Hintergrund der Verringerung der Bilanzsumme von 49% auf 58% zum 31.12.2023. Die sonstigen Rückstellungen sind um 0,1 Mio. € auf 0,6 Mio. € angestiegen. Der Zuwachs entfällt überwiegend auf den Personalbereich. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind insgesamt um 4,2 Mio. € gegenüber 2022 gesunken. Der Rückgang entfällt hauptsächlich auf die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und betrifft primär eine geringere Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung im Vergleich zu 2022, sowie die vollständige Tilgung eines Finanzierungsdarlehens mit ca. 2,3 Mio. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf fast 1,0 Mio. € und sind um ca. 0,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, was durch Veränderungen im Lieferantenportfolio begründet wird. Das ausgewiesene Fremdkapital entfällt, wie im Vorjahr, fast überwiegend auf die Gesellschafterin. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist zum Stichtag um 4,1 Mio. € auf 24,0 Mio. € gesunken. Finanzierungsmaßnahmen und Liquidität Zwischen der Gesellschaft und der WDM Deutenberg Holding GmbH besteht aus dem Kauf der Deutenberg Gabionentechnik GmbH eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 3,5 Mio. €. Im Vorjahr beliefen sich diese Verbindlichkeiten noch auf 5,8 Mio. € und beinhaltete noch ein weiteres Finanzierungsdarlehen in Höhe von 2,3 Mio. €, was im Jahr 2023 vollständig getilgt wurde. Mit der Gesellschafterin besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Für das Geschäftsjahr 2023 konnte ein Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit von fast 8,7 Mio. € erzielt werden. Für Investitionstätigkeiten wurden 0,6 Mio. € verbucht und im Bereich der Finanzierungstätigkeit wurde ein Kredit in Höhe von 2,3 Mio. € getilgt, sowie der Ergebnisabführungsvertrag für das Vorjahr in Höhe von 5,7 Mio. (jeweils vor Zinsen). € bedient. Die Barliquidität zum 31. Dezember 2023 lag bei 5,2 Mio. €. Darüber hinaus bestehen bei der WDM Deutenberg Holding GmbH noch nicht ausgenutzte zugesagte Banklinien von 2,0 Mio. €, welche durch die Gesellschaft mit genutzt werden können. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsfrist und unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Unternehmen war im Jahr 2023 zu jedem Zeitpunkt ausreichend mit Liquidität ausgestattet und konnte seinen Zahlungsverpflichtungen vollumfänglich nachkommen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren WDM Deutenberg verfolgt das Ziel, seine ökonomischen Interessen mit den sozialen und ökologischen Anliegen innerhalb und außerhalb des Unternehmens in Einklang zu bringen. Eine langfristige und nachhaltige Kundenzufriedenheit steht dabei für WDM Deutenberg immer im Fokus. Diese kann nur durch überzeugende Produkte, einen hohen Qualitätsstandart (WDM Deutenberg ist ISO 9001 zertifiziert) und durch einen perfekten Service und Zuverlässigkeit erreicht werden. Dabei setz WDM Deutenberg auf eine dauerhafte Zusammenarbeit mit den Lieferanten und Partnerunternehmen, gepaart mit Fairness und gegenseitigem Vertrauen. Es sind motivierte Mitarbeiter, welche nachhaltig Qualität, Innovation und Wachstum für das Unternehmen sichern. Stetiger Austausch zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten, die Förderung von betrieblichen Verbesserungen sowie kontinuierliche interne und externe Schulung und Weiterbildung sichern dabei den Erfolg des Unternehmens ab. Vielfalt, ein gesundes Arbeiten und faire Arbeitsbedingungen unterstützen dabei die Erreichung der Unternehmensziele. WDM Deutenberg berücksichtigt den Schutz geistigen Eigentums, die Pressefreiheit, den Datenschutz und die Achtung der Menschenrechte. Die Berücksichtigung von Umweltbelange, ein verantwortungsvoller Einsatz von Ressourcen (Vermeidung von Verschwendung und Recycling von Rohstoffen), sowie eine umweltbewusste Energie- und Materialbeschaffung gehen mit dem Ziel der Kostenoptimierung einher. Die Nutzung von Biogas zur Wärmegewinnung, die Verwendung von Mehrwegverpackung sowie der Einsatz von LED-Beleuchtung runden dabei den nachhaltigen Ressourceneinsatz dabei ab. Die WDM Deutenberg GmbH benötigt zur Herstellung von punktgeschweißten Drahtgittern elektrische Leistung als Hauptenergie. Luftbelastungsemissionen ergaben sich fast ausschließlich durch Erdgas als Heizenergieträger. Zur Emissionsreduzierung im Bereich Erdgas wird am Standort Ense zusätzlich Wärme und Heizgas von einer Biogasanlange bezogen. Eine Ausweitung dieser Maßnahme für den Standort Wolfshagen wird derzeit untersucht. Getrennte Altstoffe wurden durch zertifizierte Dienstleister entsorgt und sämtliche Wiederverwertungssystemen zugeführt (Stahlschrott, Papier, PE). Die hergestellten Produkte entsprechen der EU-Richtlinie ROHS 2002/95/EG. 3. Zukunftsorientierte Aussagen Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken. 3.1 Prognosebericht Für 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der deutschen Wirtschaft von 0,8% prognostiziert. Auch in der Europäischen Union wird für 2024 ein Wachstum von 1,3% [Quelle EU-Kommission, Winterprognose] erwartet. Zu den Risiken im Euroraum gehören der Konflikt in der Ukraine, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, internationale Handelskonflikte, steigende Rohstoff- und hohe Energiekosten und der Fachkräftemangel. WDM Deutenberg ist durch den Zusammenschluss der beiden führenden Drahtgitterhersteller WDM und Deutenberg gut aufgestellt und erwartet für 2024 wieder einen Umsatzzuwachs von mehr als 5% Dieser Umsatzsteigerung soll in den bestehenden Marktsegmenten, aber auch auf neuen Märkten und mit neuen Kunden erzielt werden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll im Jahr 2024 aufgrund von zusätzlichem Umsatzvolumen sowie durch Prozess-Optimierungsmaßnahmen deutlich über dem EBITDA für das Kalenderjahr 2023 liegen und dabei eine Marge von 17% erreichen. Der Investitionsumfang soll dabei 1,4 Mio.€ betragen. Aufgrund der bereits erläuterten Unsicherheitsfaktoren und stellt sich eine angemessene Prognose schwieriger dar, als dies in früheren Jahren der Fall war. Aktuell entsprechen die Auftragslage sowie die Situation an den Rohstoffmärkten den Erwartungen. 3.2 Risikobericht Zusammenfassend und darüber hinaus lässt sich die Zukunft des Betriebes abschätzend wie folgt betrachten: - Im Bereich der Bezugsquellen setzt WDM Deutenberg auf eine Mehr-Lieferanten-Strategie bei allen Schlüssel-Rohstoffen, um eine dauerhafte Versorgungssicherheit sowie eine entsprechende Markttransparenz zu gewährleisten. Für das Geschäftsjahr 2024 werden keine Lieferengpässe erwartet. - Die Gesellschaft kann sich nicht den weltweiten, wirtschaftlichen Entwicklungen, wie z.B. der hohen Inflationsrate oder den hohen Energiekosten und der allgemeinen Kaufzurückhaltung entziehen. Die zukünftigen Auswirkungen solcher Krisen sind nicht vorhersehbar; der Einfluss auf die zukünftige Geschäftstätigkeit ist daher nicht verlässlich abschätzbar. - Das Unternehmen steht im Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern. Der Geschäftsverlauf des Unternehmens kann durch Dumping-Preise z.B. ausländischer Marktteilnehmer negativ beeinflusst werden. Derzeit besteht dieses Risiko bei den bestehenden Produkten/Kundenstrukturen nicht. Jedoch kann diese Entwicklung nicht vollständig ausgeschlossen werden. - Ein Umweltrisiko ist aufgrund der Tatsache, dass nur Drahtgitter hergestellt werden, praktisch nicht vorhanden. - Zur Reduzierung des Inkasso-Risikos hat WDM Deutenberg eine entsprechende Versicherung abgeschlossen. - Unternehmensrisiken werden auch zukünftig durch die multiple Kundenstruktur eingegrenzt. Durch die Kundenvielfalt, Branchen- und Produktdversifizierungen können Schwankungen innerhalb von einzelnen Branchen teilweise ausgeglichen werden. Das Preisniveau für unseren Rohstoff Draht steigt derzeit leicht. Aufgrund der Tatsache, dass die europäische Walzdrahterzeugung immer stärker auf die Weltmärkte fokussiert ist, werden Preistendenzen immer schwerer einschätzbar. Die Verarbeiter von Walzdrähten zu Fertigprodukten, also die Zulieferer von WDM Deutenberg, nutzen diese Unsicherheiten, um Preisanstiege durchzusetzen. Dem Risiko wird durch das Abfedern der Preisänderungsrisiken mit Anpassungsklausel in Kundenverträgen oder fristenkongruenten Abschlüssen der Vertriebsaufträge entgegengewirkt. - Der Fachkräftemangel, verstärkt durch den demografischen Wandel wird immer mehr zu einer Herausforderung für das Unternehmen. Um einen zukünftigen Personalmangel vorzubeugen, setzt das Unternehmen verstärkt auf Ausbildung neuer Arbeitskräfte, auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, auf attraktivere Angebote für die Arbeitnehmer und auf verstärkte Digitalisierungsbemühungen. - Technische Risiken werden gut kalkulierbar bleiben, da ausschließlich Technik im Einsatz ist und sein wird mit hoher Verfügbarkeit, langfristigem Marktbestand, sehr guten Wiederverkaufswerten und entsprechenden Garantien. - Das wöchentliche und monatliche, umfangreiche Reporting ist für die WDM Deutenberg Gruppe ein zuverlässiges Mittel zum Monitoring und Steuerung der betriebswirtschaftlichen Prozesse. 3.3 Chancenbericht Die größten Chancen auf den relevanten Märkten, die Stellung der Firma zu sichern und weiter auszubauen, sind: - die zuvor erläuterten Strategien, um Umsätze nachhaltig zu verstetigen und auszubauen und damit eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. - die Erkenntnis, dass noch immer im In- und Ausland, sowie in neuen und bestehenden Marktsegmenten große Marktpotentiale vorhanden sind, die bisher nicht ausgeschöpft sind. Dadurch, dass die Auftragseingänge zunehmen und das aktuelle EBITDA in 2024 im Plan liegt, ist derzeit davon auszugehen, dass in 2024 wieder ein Wachstum von über 5% stattfinden wird. - die Tatsache, dass die größten Umsätze mit Kunden in Wachstumsmärkten wie der Lebensmittelerzeugung und dem Internet-Handel erzielt werden. Trotz nicht immer einschätzbarem Konjunkturverlauf werden absehbar neue Kunden und Märkte erschließbar sein. Diese Zuwächse wirken der möglichen Umsatzstagnation bzw. den Umsatzrückgängen in wirtschaftlich schwächeren Märkten wie aktuell dem Bau-Sektor entgegen. - die gute Eigenkapitalausstattung, die bestehenden Finanzierungszusagen und die beidseitigen Verpflichtungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag lassen auch in den nächsten Jahren eine notwendige, Investitionstätigkeit zu. - das WDM Deutenberg durch die Betriebe in Ense und Leisnig sein Produktportfolio erweitern konnte, die Fertigungstiefe erhöhen und neue Marktzugänge gewinnen konnte und dies auch in Zukunft weiter ausbauen kann, so dass zusätzliche Umsätze entstehen können, welche weitere Gewinnchancen mit sich bringen.
Wolfshagen, 20. Februar 2024 Die Geschäftsführung Bernd Gemmel BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Allgemeine AngabenDie WDM Deutenberg GmbH, Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen, wird beim Amtsgericht Neuruppin unter HRB 2474 NP geführt. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. I. Gliederungsgrundsätze / DarstellungsstetigkeitDie Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. II. BilanzierungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. III. BewertungsmethodenDie Werte der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit der Schlussbilanz des Vorjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 1. Immaterielle VermögensgegenständeErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. 2. Geschäfts- und FirmenwertDie im Rahmen von Firmenzukäufen entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei wurde für die aktivierten Firmenwerte jeweils ein Abschreibungszeitraum von sieben Jahren berücksichtigt. 3. SachanlagenDie Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die gewährten öffentlichen Zuschüsse wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der jeweiligen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abgesetzt. Die um die Zuschüsse verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten bilden die Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die bis zum 31. Dezember 2023 angeschafft wurden. Bei Gebäuden wurden die Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen nach linearer und teilweise nach degressiver Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. 4. VorräteDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Die Bewertung zum 31.12.2023 erfolgte zum gleitenden Durchschnittswert. Der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse wird retrograd ermittelt, indem vom jeweiligen Auftragswert bzw. Verkaufspreis ein Abschlag in Höhe von 20% (Vorjahr 20%) angewendet wird. Der Abschlag berücksichtigt die durchschnittliche Gewinnmarge des Geschäftsjahres, die Aufwendungen für die noch fehlenden Arbeitsgänge sowie Aufwendungen, die nicht als Herstellungskosten aktivierbar sind. Eventuelle Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung des Wertansatzes nicht berücksichtigt. 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. 6. Liquide MittelDie liquiden Mittel wurden zum Nennbetrag angesetzt. 7. RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 8. RückstellungenDie Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Bewertung der pauschalen Rückstellung für Gewährleistungen wurde zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 0,20% des Jahresumsatzes bemessen (Vorjahr 0,16 %). Der Bewertungsansatz wurde aus dem Verhältnis der Aufwendungen für Gewährleistungen des Geschäftsjahres zum Vorjahresumsatz ermittelt. 9. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Aktive Rechnungsabgrenzungen für Aufwendungen, die Zeiträume nach dem Bilanzstichtag betreffen, beinhalten Abgrenzungen für Versicherungsbeiträge, Nutzungs- und Wartungsentgelte sowie für freiwillige soziale Aufwendungen. Die wesentlichen sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeitenspiegel
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte vereinbart. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten, Darlehensverbindlichkeiten incl. Zinsen und Verbindlichkeiten aus dem ergebnisabführungsvertrag. Der Umsatz wird ausschließlich mit der Lieferung von Drahterzeugnissen erzielt. Der Umsatzanteil mit Kunden aus dem Ausland liegt bei 23,2% (vergleichbarer Vorjahreswert: 21,4%) und wird im Wesentlichen in Europa realisiert. Außergewöhnliche Erträge wurden in Höhe von EUR 913.735,70 aus der staatlichen Energiepreisbremse erzielt, die als Kürzung der entsprechenden Aufwendungen berücksichtigt wurden. Periodenfremde Erträge waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen. Periodenfremde Aufwendungen sind aus nachträglichen Kostenbelastungen in Höhe von EUR 53.061,78 (Vorjahr: EUR 28.120,63) und aus Nachzahlungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag für Vorjahre in Höhe von EUR 10.875,15 (Vorjahr: EUR 2,86) angefallen. Abweichungen zwischen dem Ausweis in der Handels- und Steuerbilanz ergeben sich aus den unterschiedlichen Nutzungsdauern für die aktivierten Firmenwerte. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuersatz liegt bei 30%. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht gebraucht, die aktiven latenten Steuern nicht in der Bilanz auszuweisen. Im Geschäftsjahr ergibt sich für die Gesellschaft kein Steueraufwand oder Steuerertrag nach dem Mindeststeuergesetz. C. Ergänzende AngabenI. Angaben über Mitglieder der UnternehmensorganeGeschäftsführer im Geschäftsjahr waren: - Herr Ernst Hüffmeier, Pritzwalk, vom 01.01.2023 bis 31.07.2023 - Herr Peter Staab, Lambsheim, vom 01.01.2023 bis 31.07.2023 - Herr Martin Daniel, Bachenbülach (CH), vom 31.07.2023 bis 31.12.2023 - Herr Bernd Gemmel, Overath, vom 01.12.2023 bis 31.12.2023 Die Geschäftsführer sind überwiegend hauptberuflich als Geschäftsführer tätig. Die Gesellschaft hat keine Geschäftsführerbezüge gezahlt. Die Vergütung der Geschäftsführer erfolgte über die Muttergesellschaft WDM deutenberg Holding GmbH. II. ArbeitnehmerWährend des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):
Ferner wurden am Geschäftsjahresende acht Auszubildende beschäftigt. III. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGBDie Gesellschaft haftet für die Verbindlichkeiten ihrer Gesellschafterin WDM Deutenberg Holding GmbH, Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen, aus dem Kreditvertrag mit der Apex Group Ltd., London (ehemalige Sanne Group UK Ltd, London). Die Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 betragen TEUR 22.175. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags und der positiven Ertragsaussichten wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering eingeschätzt. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGBZum Abschlussstichtag bestehen sonstige finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, aus Immobilienmietverträgen mit einem Jahresaufwand in Höhe von EUR 812.323,20 (davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 694.500,00) und aus Mobilienleasingverträgen mit einem Jahresaufwand in Höhe von EUR 83.816,20. V. KonzernrechnungslegungDer Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der WDM Deutenberg Holding GmbH, Groß Pankow Ortsteil Wolfshagen, einbezogen, die den kleinsten und größten Konsolidierungskreis bildet. VI. ErgebnisverwendungZwischen der Gesellschaft und der Gesellschafterin besteht seit dem 01. März 2018 ein Gewinnabführungsvertrag. Die Geschäftsführung schlägt vor den gesamten Bilanzgewinn, bestehend aus Gewinnvortrag, auf neue Rechnung vorzutragen. VII. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage der Gesellschaft hätten..
Wolfshagen, 20. Februar 2024 Bernd Gemmel, Geschäftsführer BestätigungsvermerkA) Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die WDM Deutenberg GmbH, Groß Pankow OT Wolfshagen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WDM Deutenberg GmbH, Groß Pankow OT Wolfshagen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WDM Deutenberg GmbH, Groß Pankow OT Wolfshagen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Der Jahresabschluss und Lagebericht der WDM Deutenberg GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 22. März 2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 04. April 2024 BPG
Beratungs- und Prüfungsgesellschaft mbH
Dr. Uwe Braun, Wirtschaftsprüfer Peter Nappert, Wirtschaftsprüfer Anlagenspiegel (brutto)
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 8.7.2024. |
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