Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 14003
Vorher
DISKUS Dreihundertfünfundsechzigste Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbHKamps Management GmbH
Eingetragen
5.7.2010
Branche
Großhandel mit Mehl und GetreideproduktenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Dauerbackwaren
Gegenstand
die Herstellung, der Vertrieb von und der Handel mit Nahrungsmitteln jeder Art, insbesondere Brot- und Backwaren, sowie verwandte Geschäfte, jeweils einschließlich des Betriebes und der Verpachtung von Geschäftslokalen. Außerdem die zentrale Verwaltung, Führung und Koordination von Unternehmen, die auf dem vorbezeichneten Gebiet tätig sind, der Erwerb sowie die Beteiligung an solchen Unternehmen, auch als persönlich haftender Gesellschafter, sowie die Erbringung aller damit in Zusammenhang stehenden Dienstleistungen jeder Art, insbesondere Management- und Verwaltungsdienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Keil
seit 20.3.2025
Geschäftsführer
Mevlüt Topal
seit 17.1.2025
Prokura
Lionel Ladouceur
seit 11.10.2022
Geschäftsführer
Prokura
Thorsten Saleh
seit 13.11.2017
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
LE DUFF RESTAURATION SASUFRA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
LE DUFF Germany GmbH
Germany
1.000.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kamps GmbH

Schwalmtal

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023
EUR
31. Dezember 2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.324,75 1.590.560,75
130.324,75 1.590.560,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.488.973,55 6.221.918,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.213.544,00 6.945.418,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.213.857,14 10.477.106,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.676,94 155.740,89
20.948.051,63 23.800.184,00
21.078.376,38 25.390.744,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.661.278,49 1.813.954,52
2. Unfertige Erzeugnisse 1.482.224,26 1.993.179,80
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 336.352,34 303.821,92
3.479.855,09 4.110.956,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.872.350,07 3.946.824,09
2. Forderungen gegen Gesellschafter 57.381,76 65.953,94
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.552,87 76.426,16
4. Sonstige Vermögensgegenstände 600.609,73 655.914,90
4.539.894,43 4.745.119,09
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.730.273,36 2.952.367,38
11.750.022,88 11.808.442,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 473.339,71 802.984,31
33.301.738,97 38.002.171,77

PASSIVA

31. Dezember 2023
EUR
31. Dezember 2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 21.742.973,66 21.742.973,66
III. Verlustvortrag -16.446.944,45 -12.850.686,94
IV. Jahresfehlbetrag -370.802,10 -3.596.257,51
5.925.227,11 6.296.029,21
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 160.000,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 6.024.841,05 5.426.601,62
6.184.841,05 5.426.601,62
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.895.459,16 5.473.732,83
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.288.441,01 9.245.015,92
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.752.431,05 2.800.873,09
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.142.135,92 8.042.188,64
5. Sonstige Verbindlichkeiten 755.322,38 411.031,23
davon aus Steuern EUR 195.729,71 (i. Vj. EUR 173.245,46)
20.833.789,52 25.972.841,71
D. Rechnungsabgrenzungsposten 357.881,29 306.699,23
33.301.738,97 38.002.171,77

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 126.095.130,68 115.255.137,92
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 50.476.129,88 47.258.573,00
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 75.619.000,80 67.996.564,92
4. Vertriebskosten 71.069.625,79 67.750.748,45
5. Allgemeine Verwaltungskosten 6.810.936,97 6.201.597,24
6. Sonstige betriebliche Erträge 2.625.334,39 3.227.374,14
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 131.039,08 170.345,37
232.733,35 -2.898.752,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.819,66 12.652,78
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 441.370,65 697.376,50
davon aus der Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen EUR -56.051,71 (Vorjahr EUR -7.218,58)
davon an Gesellschafter EUR 88.577,26 (Vorjahr EUR 272.417,27)
davon an verbundene Unternehmen EUR 196.641,70 (Vorjahr EUR 108.850,08)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 166.701,87 0,00
11. Ergebnis nach Steuern -355.519,51 -3.583.475,72
12. Sonstige Steuern 15.282,59 12.781,79
13. Jahresfehlbetrag -370.802,10 -3.596.257,51

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss der Kamps GmbH, Auf dem Mutzer 11, 41366 Schwalmtal, Handelsregister B des Amtsgerichts Mönchengladbach, HRB 14003, zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Kamps GmbH erfüllt gem. § 267 HGB die Kriterien einer großen Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wurde wie im Vorjahr in Euro aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter Anwendung des Umsatzkostenverfahrens.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

II. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Kamps GmbH lassen sich im Wesentlichen wie folgt zusammenfassen:

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, über betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zwischen 3 und 40 Jahren bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter erfolgt handelsrechtlich in Anlehnung an die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbstständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 800,00 nicht übersteigen (§ 6 Abs. 2 Satz 1 EStG).

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Maschinenkosten und Fertigungslöhne sowie anteilige Fertigungsgemeinkosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen und allgemeinen Risiken durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen mit einer Laufzeit über ein Jahr wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungszinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Flüssigen Mittel erfolgt zum Nennbetrag.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben und Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die als Aufwendungen und Erträge eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen. Sie sind mit den ursprünglichen Zahlungsbeiträgen bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken Rechnung getragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung vertraglicher Rückbau-/ Renovierungsverpflichtungen aus Mietverhältnissen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d. h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden die (jeweilige) Restmietdauer und voraussichtliche Preis- bzw. Kostensteigerungen von 4,99 % p.a. zugrunde gelegt. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Im Geschäftsjahr 2023 fielen, wie im Vorjahr, keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen an.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fälligkeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich nachstehend:

Forderungsaltersstruktur zum 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Insgesamt
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.810.040,41 62.309,66 0,00 3.872.350,07
Forderungen gegen Gesellschafter 57.381,76 0,00 0,00 57.381,76
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.552,87 0,00 0,00 9.552,87
Sonstige Vermögensgegenstände 578.176,01 22.433,72 0,00 600.609,73
4.455.151,05 84.743,38 0,00 4.539.894,43
Forderungsaltersstruktur zum 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Insgesamt
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.933.584,09 13.240,00 0,00 3.946.824,09
Forderungen gegen Gesellschafter 65.953,94 0,00 0,00 65.953,94
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 76.426,16 0,00 0,00 76.426,16
Sonstige Vermögensgegenstände 633.481,18 22.433,72 0,00 655.914,90
4.709.445,37 35.673,72 0,00 4.745.119,09

Im Jahr 2016 wurde zwischen der Kamps GmbH und der LE DUFF Germany GmbH ein wechselseitiger Darlehens-/Kontokorrent Rahmenvertrag bis zu TEUR 5.000 abgeschlossen.

Das Darlehen läuft auf unbestimmte Zeit und kann jederzeit und von jeder Vertragspartei mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden und ist mit einem Zinssatz von 3,2 % pro Jahr zu verzinsen.

Forderungen gegen Gesellschafter aus diesem Rahmenvertrag in Höhe von TEUR 1.018 wurden zum 31. Dezember 2023 mit dem Gesellschafter-Darlehen der LE DUFF Germany GmbH verrechnet und haben dieses Darlehen entsprechend reduziert.

Die bestehenden Forderungen gegen Gesellschafter über TEUR 57 ergeben sich aus der Organschaft und betreffen die Forderung aus dem Umsatzsteuerguthaben Dezember 2023.

Die Forderungen in Höhe von TEUR 10 gegen verbundene Unternehmen sind aus Verträgen und Vereinbarungen mit Schwestergesellschaften und der Holding Le Duff "HLD" entstanden.

3. Latente Steuern

Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanzansätzen bestehen bei den in der folgenden Tabelle aufgeführten Bilanzposten. In der Tabelle ist gekennzeichnet, inwieweit es sich um Differenzen handelt, die zu aktiven oder passiven Steuern führen können, hierbei wurde ein Steuersatz von 30,60 % zugrunde gelegt.

Bilanzposten Aktive Differenzen Passive Differenzen
Rückstellungen x

Insgesamt hat sich ein aktiver Saldo ergeben. Ein Ansatz von aktiven latenten Steuern erfolgt gemäß dem Wahlrecht des § 274 (2) HGB nicht.

4. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag TEUR 1.000.

Die Kapitalrücklage wurde im Vorjahr, durch die Einstellung eines Teilbetrags des Gesellschafterdarlehens, um TEUR 5.000 erhöht und beträgt unverändert zum Bilanzstichtag TEUR 21.743.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Risiken des Shop- und Standortbereiches (Berichtsjahr TEUR 4.709; Vorjahr TEUR 3.878), des Personalbereiches (Berichtsjahr TEUR 1.117; Vorjahr TEUR 1.052), ausstehende Eingangsrechnungen (Berichtsjahr: TEUR 150; Vorjahr TEUR 428) und übrige Rückstellungen (Berichtsjahr TEUR 50; Vorjahr TEUR 68).

6. Verbindlichkeiten

Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten ergibt sich wie folgt:

Verbindlichkeitenaltersstruktur zum 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Insgesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.595.100,89 2.300.358,27 0,00 3.895.459,16
8.288.441,01 0,00 0,00 8.288.441,01
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.431,05 1.750.000,00 0,00 1.752.431,05
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 142.135,92 6.000.000,00 0,00 6.142.135,92
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 753.822,38 1.500,00 0,00 755.322,38
Sonstige Verbindlichkeiten 10.781.931,25 10.051.858,27 0,00 20.833.789,52
Verbindlichkeitenaltersstruktur zum 31.12.2022 Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit > 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit > 5 Jahre
EUR
Insgesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.578.273,67 3.895.459,16 0,00 5.473.732,83
9.245.015,92 0,00 0,00 9.245.015,92
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.833,58 2.768.039,51 0,00 2.800.873,09
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 42.188,64 8.000.000,00 0,00 8.042.188,64
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 409.531,23 1.500,00 0,00 411.031,23
Sonstige Verbindlichkeiten 11.307.843,04 14.664.998,67 0,00 25.972.841,71

Die Finanzierung des im Jahr 2019 erfolgreich beendeten Umbaus der Produktionsstätte erfolgte durch zwei Darlehen (Laufzeit 6 und 7 Jahre) über insgesamt Mio. EUR 9,0. Die Rückzahlung erfolgt durch Tilgung bis jeweils zum Ablauf der Darlehenslaufzeit.

Zur Finanzierung eines neuen ERP-Systems wurde im Jahr 2018 ein Mietkaufvertrag über Mio. EUR 1,0 geschlossen. Ab November 2018 bis November 2020 erfolgte der Abruf in Teilbeträgen. Die Umsetzung des neuen Systems wurde im Geschäftsjahr 2020 vorgenommen und die planmäßige Zahlung der monatlichen Mietkaufraten über eine Vertragslaufzeit von 60 Monaten startete am 01.12.2020.

Eine im Geschäftsjahr 2016 eingeräumte, endfällige Kreditlinie von Mio. EUR 2,0 bei einer Bank hatte eine Laufzeit bis zum 30.6.2022.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden zur Liquiditätssicherung im Jahr 2020 zwei endfällige KfW-Unternehmenskredite zu jeweils Mio. EUR 3,0 mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2022 aufgenommen.

Die Kredite mit einer endfälligen Kreditlinie zum 30.06.2022 über insgesamt Mio. EUR 8,0 wurden an die Banken zurückgeführt und durch ein Intragroupdarlehen von der Holding Le Duff "HLD" refinanziert. Das Intragroupdarlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2026 und ist mit einem Zinssatz von 2,0 % pro Jahr zu verzinsen.

Darüber hinaus wurden von Banken unbefristete Kontokorrentlinien über insgesamt Mio. EUR 1,9 eingeräumt. Diese Linien wurden zum Stichtag nicht genutzt.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter handelt es sich um ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.750 sowie ausstehende Weiterbelastungen von Versicherungsprämien in Höhe von TEUR 2. Ende Mai 2020 wurde die Laufzeit des Gesellschafterdarlehens zu gleichen Konditionen um fünf Jahre verlängert. Das Darlehen hat nun eine feste Laufzeit bis zum 20. Juli 2025 und ist mit einem Zinssatz von 3,2 % pro Jahr zu verzinsen.

Zur Stärkung des Eigenkapitals der Kamps GmbH hat die LE DUFF Germany GmbH mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 einen Teilbetrag von EUR 5.000.000,00 des vorgenannten Darlehens in eine Zuführung zur Kapitalrücklage umgewandelt. Alle übrigen Bestandteile des Darlehensvertrages der beiden Parteien blieben unverändert gültig.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 3 HGB das Umsatzkostenverfahren angewendet.

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023 2022
Umsatz mit Franchisenehmern 117.218 110.311
Filialumsatz 5.322 2.362
Handelsumsatz 3.555 2.581
Summe 126.095 115.255

Von den Umsatzerlösen mit Franchisenehmern entfielen TEUR 632 auf das Ausland (Vorjahr TEUR 509).

2. Materialaufwand (nach Gesamtkostenverfahren)

Im Geschäftsjahr entstanden Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 36.830 (Vorjahr TEUR 33.234), die sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, für bezogene Waren von TEUR 34.787 (Vorjahr TEUR 32.163), und für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 2.043 (Vorjahr TEUR 1.071) zusammensetzen.

3. Personalaufwand (nach Gesamtkostenverfahren)

Der Personalaufwand umfasst Löhne und Gehälter von TEUR 15.331 (Vorjahr TEUR 14.952) und soziale Abgaben von TEUR 2.954 (Vorjahr TEUR 2.852) und Aufwendungen für Altersversorgung TEUR 69 (Vorjahr TEUR -7) sowie übrige Personalkosten TEUR 48 (Vorjahr TEUR 24).

4. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen in 2023 TEUR 2.625 (Vorjahr TEUR 3.227). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben den periodenfremden Erträgen von TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 2.041), Erträge aus geldwertem Vorteil von TEUR 277 (Vorjahr TEUR 239) sowie die Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von TEUR 14 (Vorjahr TEUR 45) und Versicherungsentschädigungen TEUR 7 (Vorjahr TEUR 58) enthalten.

5. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen in 2023 TEUR 131 (Vorjahr TEUR 170). Im Wesentlichen umfassen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forderungsverluste von TEUR 71 (Vorjahr TEUR 34), Gebühren von TEUR 59 (Vorjahr TEUR 42) und Aufwendungen aus Versicherungsschäden von TEUR 1 (Vorjahr TEUR 92).

6. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 2.041) periodenfremd. Sie betreffen vor allem mit TEUR 334 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr TEUR 544), Energiekosten mit TEUR 531 (Vorjahr TEUR 884) und Miet- und Mietnebenkosten mit TEUR 615 (Vorjahr TEUR 598).

Von den gesamten periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 885 (Vorjahr TEUR 884) entfallen TEUR 270 auf Energiekosten (Vorjahr TEUR 303) und TEUR 429 (Vorjahr TEUR 436) auf Miet- und Mietnebenkosten.

7. Zinsen

Bei Zinsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um die Zinsen für das Gesellschafterdarlehen (2023: TEUR 89; Vorjahr TEUR 272) und Zinsen an die Holding Le Duff "HLD" (2023: TEUR 197; Vorjahr TEUR 109) sowie Zinsen für langfristige Bankverbindlichkeiten (2023: TEUR 88; Vorjahr TEUR 195).

Aus gebildeten Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen ergibt sich ein Zinsertrag von TEUR -56 (Vorjahr TEUR -7).

8. Steuern

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 7 für Vorjahre gezahlt und in Höhe von TEUR 160 für das Geschäftsjahr 2023 zurückgestellt (Vorjahr TEUR 0).

Die sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 13) betreffen im Wesentlichen Aufwendungen der KFZ-Steuer des laufenden Jahres sowie Nachzahlungen und Erstattungen für vergangene Jahre.

V. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen aus Mietverträgen beliefen sich bis zum Ablauf der Grundmietzeit auf TEUR 92.977 (Vorjahr TEUR 85.823); davon sind TEUR 22.945 im Folgejahr (Vorjahr TEUR 22.442) fällig.

Die zum Bilanzstichtag bestehenden Verpflichtungen aus Leasing von Fahrzeugen beliefen sich bis zum Ablauf der Grundmietzeit auf TEUR 539 (Vorjahr TEUR 536); davon sind TEUR 323 im Folgejahr fällig (Vorjahr TEUR 309).

2. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr 2023 sind die folgenden Honorare an den Abschlussprüfer KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als Aufwand erfasst worden:

Aufwendungen für Abschlussprüfungsleistungen: 105 TEUR
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen: 16 TEUR
Gesamte Aufwendungen: 121 TEUR

3. Mitarbeiter

Bei der Kamps GmbH waren im Jahr 2023 durchschnittlich 335 (Vorjahr 329) Mitarbeiter beschäftigt, diese entfallen mit 31 (Vorjahr 33) auf die Verwaltung, mit 142 (Vorjahr 156) auf die Produktion, mit 23 (Vorjahr 29) auf die Logistik/Distribution und mit 139 (Vorjahr 111) auf den Vertrieb.

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres bestellt:

Friederike Stöver, CEO, Kauffrau, Hamburg, Vorsitzende

Lionel Ladouceur, COO, Kaufmann, Dallas, USA

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.

5. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresverlust 2023 in Höhe von TEUR 371 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Kamps GmbH wird in den Konzernabschluss der LE DUFF Germany GmbH einbezogen. Die LE DUFF Germany GmbH ist eine 100 %-ige Tochter der Le Duff Restauration S.A.S.U, Rennes/Frankreich und wird über den Konzernabschluss der Holding Le Duff "HLD" S.A.S., Paris/Frankreich, in den Konzernabschluss der Kerleunoc S.C.A., Paris/Frankreich, einbezogen. Die Kerleunoc S.C.A. stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Kerleunoc S.C.A. wird nach den französischen Rechnungslegungsvorschriften erstellt und kann beim Handelsregister in Paris, Frankreich eingesehen werden. Die LE DUFF Germany GmbH, Schwalmtal, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der LE DUFF Germany GmbH wird nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften erstellt und kann bei der Gesellschaft in Schwalmtal eingesehen werden.

 

Schwalmtal, den 6. Juni 2024

Friederike Stöver, Vorsitzende der Geschäftsführung

Lionel Ladouceur, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.068.095,46 66.525,95 0,00 0,00 28.134.621,41
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.173.743,48 0,00 0,00 0,00 2.173.743,48
30.241.838,94 66.525,95 0,00 0,00 30.308.364,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.125.715,12 996.037,71 150.487,74 715.787,99 32.556.452,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.516.574,04 136.506,16 5.253,15 583.212,98 22.075.120,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62.764.718,19 2.451.894,62 0,00 4.058.550,87 61.158.061,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 155.740,89 31.676,94 -155.740,89 0,00 31.676,94
117.562.748,24 3.616.115,43 0,00 5.357.551,84 115.821.311,83
Anlagevermögen insgesamt 147.804.587,18 3.682.641,38 0,00 5.357.551,84 146.129.676,72
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.477.534,71 1.526.761,95 0,00 28.004.296,66
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 2.173.743,48 0,00 0,00 2.173.743,48
28.651.278,19 1.526.761,95 0,00 30.178.040,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.903.796,93 1.879.470,09 715.787,99 27.067.479,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.571.155,61 873.633,74 583.212,98 15.861.576,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.287.611,70 3.715.143,97 4.058.550,87 51.944.204,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
93.762.564,24 6.468.247,80 5.357.551,84 94.873.260,20
Anlagevermögen insgesamt 122.413.842,43 7.995.009,75 5.357.551,84 125.051.300,34
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 130.324,75 1.590.560,75
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0,00 0,00
130.324,75 1.590.560,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.488.973,55 6.221.918,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.213.544,00 6.945.418,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.213.857,14 10.477.106,49
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 31.676,94 155.740,89
20.948.051,63 23.800.184,00
Anlagevermögen insgesamt 21.078.376,38 25.390.744,75

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Der Geschäftszweck der Gesellschaft ist die handwerkliche Herstellung und Vertrieb von Backwaren jeder Art und alle damit verbundenen Verwaltungs- und Dienstleistungsaufgaben.

Die Kamps GmbH bietet in 348 Bäckereien, die zu 99 Prozent von selbständigen Franchise-Partnern betrieben werden, täglich frische handwerkliche Backwaren an. Der Großteil der Kamps-Bäckereien wird von Franchise-Partnern im sogenannten Soft-Franchising-System betrieben, das heißt, dass Kamps sowohl die Investitionen für die Einrichtung und künftige Modernisierungen der Standorte übernimmt als auch die laufenden Mietkosten trägt. Im Gegenzug zahlt der Franchise-Partner eine geringe einmalige Einstiegs- und eine monatliche Franchise- und Pachtgebühr. Neben dem Soft-Franchising-System wird das Investitions-Franchising-System, vergleichbar mit den großen Fast-Food-Anbietern, betrieben. Im Gegensatz zum Soft-Franchising-System trägt dabei der Franchise-Partner die Investitionen für die Einrichtung und künftige Modernisierungen der Standorte und zahlt dafür lediglich eine monatliche Franchisegebühr und keine Pachtgebühr. Die Zahl der Standorte, die im Investitions-Franchising-System betrieben wurden, sank im Jahr 2023 mit 41 gegenüber dem Vorjahr (47) leicht ab. Der Ausbau des Investitions-Franchising-Systems soll in den nächsten Jahren weiterverfolgt werden.

Seit April 2015 ist die Kamps GmbH eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der LE DUFF Germany GmbH, die wiederum zu 100 % eine Tochtergesellschaft der französischen Le Duff Restauration S.A.S.U. ist. Die in Familienbesitz befindliche Groupe LE DUFF mit Sitz in Rennes, Frankreich, betreibt weltweit verschiedene systemgastronomische Konzepte rund um das Thema Backwaren. Mit einem Jahresumsatz von etwa 2,0 Mrd. Euro ist sie ein starker Gesellschafter der Kamps GmbH mit ausgewiesener Expertise im Bereich Produktion von Backwaren und Betrieb von Filialbetrieben sowohl in Eigen- als auch Franchiseregie.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Aufgrund gesunkener Auslandsaufträge, gestiegener Finanzierungskosten, Inflation und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr leicht geschrumpft. Auch die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Fiskal- und Klimapolitik dürfte das Wirtschaftsgeschehen belastet haben. Ein gemäß Daten der Betriebskrankenkassen hoher Krankenstand sowie eine für die Bauwirtschaft ungünstige Witterung, dämpften zusätzlich die Wirtschaftsaktivität. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im Jahr 2023 um 0,3 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach ersten Berechnungen mitteilte. Kalenderbereinigt habe der Wirtschaftsrückgang 0,1 % betragen und liegt damit zusammen mit dem Anstieg im Vorjahr (1,9 %) leicht über dem Vorpandemieniveau.

Die privaten Haushalte blieben vorsichtig und hielten sich mit ihren Konsumausgaben zurück, obwohl sich ihre Ausgabenspielräume durch eine rückläufige Inflation und kräftig gewachsenen Löhnen, vergrößert haben dürften.

Die Arbeitslosenquote lag im Durchschnitt des gesamten Jahres 2023 bei 5,7 %, was einem Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber 2022 entspricht. Dies kam in erster Linie von der großen Zahl an Zuwanderern, vor allem Flüchtlingen. So wurden die ukrainischen Flüchtlinge etwa ab der Jahresmitte 2022 in das Sozialversicherungssystem der Bundesrepublik integriert. Die Aussichten für die nächsten Monate sind weniger ungünstig als zuletzt.

Die Teuerungsrate lag 2023, wie bereits im Vorjahr, außergewöhnlich hoch und betrug im Jahresdurchschnitt 6,0 % (2022: 8,7 %). Wobei die Inflationsrate im Jahresverlauf deutlich rückläufig war. Vor allem die weiter angestiegenen Lebensmittel- und Dienstleistungspreise sorgten für die nach wie vor hohe Teuerungsrate. Ihren Höhepunkt hatte die Inflationsrate am Jahresbeginn mit jeweils 8,7 % im Januar und Februar, danach sank sie bis zum Jahresende auf 3,7 % im Dezember ab.

Aktuellen Prognosen zufolge wird die Inflationsrate im Jahr 2024 deutlich niedriger liegen als 2023, aber es bleibt abzuwarten wie sich Kosten für Energie und Rohstoffe entwickeln und welche Rolle Lieferkettenengpässe noch spielen werden.

Zum Marktumfeld

Backwarenmarkt

Das deutsche Bäckerhandwerk zählt mit einem Gesamtumsatz von über 16 Mrd. EUR im Jahr 2022 (laut Geschäftsbericht des Bäckerhandwerks) zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Deutschlands. Die langjährigen Trends des Backwaren- und Convenience-Marktes wurden auch im Jahr 2023 durch den Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Preissteigerungsraten für den Endverbraucher beeinflusst. Die durch den Krieg weiter verstärkte Inflation und die Verunsicherung über die Energieversorgung belasteten Unternehmen und private Haushalte. Der private Konsum war im vergangenen Jahr eher zurückhaltend.

Der seit Jahren bestehende Trend, dass durch das Angebot von Discountern und dem Lebensmitteleinzelhandel die Preissensibilität der Verbraucher deutlich gestiegen ist, besteht unverändert fort. Angesichts der aktuellen Krise verändert sich das Kaufverhalten für Waren des täglichen Bedarfs. Vor dem Hintergrund einer stark gestiegenen Inflation und finanzieller Mehrausgaben achten die meisten Verbraucher stärker auf den Preis der Produkte und reagieren damit auf knappere Haushaltsbudgets. Das hat auch Auswirkungen auf das Kaufverhalten von Brot und Backwaren, mittlerweile werden laut einer Marktforschung (mafowerk im Januar 2023) bereits knapp 40 % der Backwaren-Menge beim Discounter gekauft. Diese preisaggressiven Marktteilnehmer investieren unverändert weiter und bemühen sich teilweise auch um ein "trading up" durch eine wertigere Warenpräsentation und bessere Produkte.

Der Bereich der Handwerksbäckereien selbst ist von Regionalität und weitgehend mittelständischen Produktions- und Vertriebsstrukturen geprägt. Seit einigen Jahren ist eine anhaltende Tendenz zur stärkeren Filialisierung und damit zur Konzentration und stärkerem (Preis-) Wettbewerb zu verzeichnen. Die Zahl der Bäckereien in Deutschland (mit mehr als 20 Beschäftigten) ist laut dem Verband Deutscher Großbäcker im Jahr 2022 auf 9.607 Betriebe gesunken (im Jahr 2020 waren es noch 10.181). Nach übereinstimmender Auffassung aller Experten wird die Zahl der Bäckereien auch in den kommenden Jahren weiter sinken. Hier bleibt abzuwarten, wie sich dies, gepaart mit geändertem Kundenverhalten, mittelfristig auf die Mietpreisentwicklungen auswirken wird.

Der langjährige Trend zum außer Haus Verzehr und zum "Snacking" erfuhr durch die umfangreichen Beschränkungen der letzten Jahre eine Unterbrechung, war im abgelaufenen Jahr aber schon wieder deutlich zu erkennen. Frühstück, Snacking und Streetfood sind weiterhin die großen Trends bei Food. Hierbei spielt die Weiterentwicklung von gesunden und veganen Convenience-Produkten eine genauso zunehmend wichtige Rolle, wie auch der Fokus auf eine ressourcenschonende Wertschöpfungskette und reduzierte Lebensmittelverschwendung.

Beschaffungsmarkt

Mit Beginn des Ukrainekrieges am 24. Februar 2022, wurden die weltweiten Rohstoffmärkte in Aufruhr versetzt. Die Preise für Öl und Gas, aber auch für Agrarrohstoffe wie Weizen schnellten in atemberaubendem Tempo in die Höhe, teils auf Rekordniveau. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich dies weiterhin direkt auf die Rohstoffpreise und indirekt auf die Logistikkosten (durch Diesel- und Energiefloater unserer Logistikpartner) von Kamps ausgewirkt. Bei den Rohstoffen ist vor allem Weizenmehl als unser wichtigster Rohstoff zu nennen. Beim Weizenmehl ist der im Januar 2023 beginnende Mengenkontrakt für den Kostenanstieg gegenüber dem Vorjahr verantwortlich, da er nach Kriegsbeginn abgeschlossen wurde.

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Rohstoffkosten gegenüber dem Vorjahr insgesamt gewichtet um 23,9 % gestiegen. Sie liegen jedoch 6,6 % unter dem budgetierten Rahmen. Insgesamt zeigte sich bis auf wenige positive Ausnahmen wie Mandeln und Butter, ein homogener Preisanstieg in allen Warengruppen von bis zu fast 60 % (in der Warengruppe Zucker) gegenüber dem Vorjahr. Vor allem in der zweiten Hälfte des Jahres zeigte sich jedoch an den Beschaffungsmärkten eine teilweise Entspannung der Preise.

Im Bereich der Logistik steht die Branche weiterhin vor der Herausforderung von steigenden Faktorkosten. Neben den Tarifabschlüssen fielen zusätzliche indirekte Kosten für Gewinnung, Bindung und Entwicklung der Beschäftigten an. Nach dem Peak bei den Treibstoff- und Energiekosten im Jahr 2022 lag 2023 eine deutliche Entspannung vor. Für das Jahr 2024 wird in der Logistik ein ähnliches Niveau erwartet wie im abgelaufenen Wirtschaftsjahr.

Zur Entwicklung der Preise in 2024: Eine Abflachung der steigenden Preiskurve ist bei den Straßentransporten auch ohne die Zusatzbelastung durch die deutlich höhere Maut im Jahr 2024 nicht zu erwarten. Dafür wachsen die Faktorkosten zu stark. Mit einem größeren Wettbewerb aufgrund mehr freier Kapazitäten durch einen Rückgang von Bauaktivitäten ist zu rechnen. Eine Kapazitätsreduktion durch Marktkonsolidierung ist in geringem Maße wahrscheinlich.

Es zeigt sich immer wieder, dass ein professionelles Management des Rohstoffeinkaufes und vorausschauende Planung unerlässlich ist. Dem tragen wir durch unsere erfahrene Einkaufsabteilung Rechnung, die fortwährend in engem Kontakt zu den verschiedensten Lieferanten steht. Darüber hinaus erfolgt auch ein enger fachlicher Austausch mit Fachleuten aus dem Konzernverbund zur optimalen Analyse der Marktentwicklungen. In Abhängigkeit von der Preisentwicklung und der Abschätzung zukünftiger Preiseffekte variieren wir unsere Einkaufspolitik von länger laufenden Mengenkontrakten bis zum Einkauf am Spot Markt.

Trends

Der Handwerksbäckereimarkt steht seit etlichen Jahren durch Veränderungen im Konsumentenverhalten vor neuen Herausforderungen und muss neuen Konzepten des Lebensmitteleinzelhandels durch Qualität, Service und Dienstleistung begegnen.

Gesundheitsbewusste Ernährung, Genuss sowie schnelle und bequeme Versorgung sind die Ansprüche der Verbraucher. Konsumenten greifen aus Zeitmangel immer öfter zu vorgefertigten Nahrungsmitteln, die dabei gleichzeitig einen gesundheitlichen Zusatznutzen bieten sollen. Von diesem Convenience-Trend können klassische Bäckereien mit Brot- und Salatsnacks grundsätzlich profitieren. Hierbei zeigt sich ein klarer Trend zu starken Marken. Auch der Trend zu veganen und "frei von" Produkten ist ungebrochen und wird von vielen Konsumenten mit einem höheren Gesundheitsnutzen in Zusammenhang gebracht. Diesen stark anhaltenden Trend haben wir mit der Neueröffnung des ersten "Kamps - My Deli" Standortes im Bahnhof Ostkreuz in Berlin aufgegriffen und umgesetzt. Hier werden ausschließlich vegetarische und vegane Backwaren und Snacks angeboten.

Kamps führt in seinen Filialen die Merkmale des Bäckerhandwerks mit der Systemgastronomie zusammen und trägt somit dem veränderten Konsumentenverhalten Rechnung. Wir haben im werblichen Auftritt bereits früh auf unser nicht unerhebliches veganes Sortiment in unseren Filialen hingewiesen und erhalten hierfür regelmäßig positives Kundenfeedback. Darüber hinaus werden für immer mehr Kunden auch Themen der Nachhaltigkeit und des Tierwohls wichtig. Nach der Verpflichtung auf von der Europäischen Masthuhn Initiative geforderten Standards im Jahr 2020 hat Kamps hier mit der Einführung von Fair Trade Kaffee im Jahr 2021 den nächsten wichtigen Schritt unternommen. Dies sind weitere wichtige Schritte, nachdem bereits seit einigen Jahren ausschließlich Eier aus Bodenhaltung verwendet werden. Die ab Januar 2023 geltenden Vorschriften für Mehrwegbehälter für Essen und Getränke aus dem Verpackungsgesetz wurden frühzeitig umgesetzt. Damit trägt auch Kamps dazu bei, Abfälle zu vermeiden, Rohstoffe zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Um den gestiegenen Anforderungen und der Relevanz zu den Themen Nachhaltigkeit und Energie Rechnung zu tragen, beschäftigt Kamps hierfür einen eigenen Energie- und Nachhaltigkeitsmanager.

2. Wirtschaftsbericht

Unsere finanziellen Leistungsindikatoren

Das Geschäft steuern wir im Wesentlichen anhand des EBITDA, der Systemumsätze und des Jahresergebnisses.

Ertragslage

01.01. - 31.12.2023
Mio. EUR
01.01. - 31.12.2022
Mio. EUR
Systemumsatz 215,2 195,8
Net Sales 126,1 115,3
Herstellungskosten 50,5 47,3
Sonstige betriebliche Erträge 2,6 3,2
Zinsaufwand 0,4 0,7

Als Hauptkennziffer für die Umsätze wird nach wie vor der Systemumsatz (ohne Umsatzsteuer) der Bäckereien und Franchisepartner zugrunde gelegt, der den Kassen-Umsatzerlösen (ohne Umsatzsteuer) der Bäckereien entspricht. Dieser ist bedingt durch das Abflauen der Corona-Pandemie und durch die umgesetzten Preiserhöhungen trotz einer geringeren Anzahl von Standorten (348 zum Jahresende gegenüber 358 im Vorjahr) im Geschäftsjahr auf 215,2 Mio. EUR (2022: 195,8 Mio. EUR) angestiegen.

Im Jahresverlauf 2023 reduzierte sich die Anzahl der Bäckereien im Saldo um 10 Filialen. 14 (Vorjahr: 14) Schließungen standen 4 (Vorjahr: 5) Neueröffnungen gegenüber.

Auf bestehender Fläche und tagesbereinigt ergab sich für alle Verkaufsstandorte im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr ein Wachstum der Systemumsätze um +11,4 %.

Die Umsatzerlöse (Net Sales) enthalten Umsätze aus dem Verkauf von Backwaren sowie anderen Produkten an Franchisenehmer, Umsätze in Eigenbetriebsfilialen sowie Franchisegebühren, Pachten und weiterbelastete Kosten. Darüber hinaus auch die Umsätze aus der Lieferung von frischen Backwaren an Handelspartner wie Aldi oder Flink. Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 60,0 % (Vorjahr: 59,0 %).

Von den Umsatzerlösen entfielen TEUR 632 auf das Ausland (Vorjahr TEUR 509). Die Vertriebs- und Marketingkosten im Verhältnis zu den Net Sales sind von 58,8 % auf 56,4 % gesunken. Hier muss berücksichtigt werden, dass die Vertriebs- und Marketingkosten nur teilweise variabel sind und bei starken Umsatzsteigerungen wie vorliegend nicht im gleichen Verhältnis mit steigen.

Die im Unternehmen für die Steuerung der Gesellschaft und des Geschäftsergebnisses verwendete Ertragskennzahl ist EBITDA. Das EBITDA der Kamps GmbH beträgt in der Berichtperiode 8,2 Mio. EUR gegenüber einem Vorjahreswert von 5,8 Mio. EUR. Die weitere Erholung der Umsätze, vor allem in den Verkehrsstandorten, nach der Corona-Pandemie sowie Kosteneinsparungen und eine Stabilisierung der Marge durch gezielte Preiserhöhungen waren hierfür die Hauptgründe.

Das Jahresergebnis liegt mit -0,4 Mio. EUR um etwa 2,4 Mio. EUR über dem geplanten Wert.

Finanzlage

Die Finanzierung der Kamps GmbH erfolgte unter anderem durch ein Gesellschafterdarlehen. Dieses bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 1,8 Mio. EUR (Laufzeit bis Juli 2025) und ist mit 3,2 % zu verzinsen; Tilgung am Ende der Laufzeit. Zinszahlungen für dieses Darlehen erfolgen quartalsweise. Zur Stärkung des Eigenkapitals der Kamps GmbH hatte der Gesellschafter zum 30. November 2020 einen Teilbetrag von 12,0 Mio. EUR dieses Darlehens in die Kapitalrücklage eingestellt. Weitere 5,0 Mio. EUR wurden zum 31.12.2022 in Eigenkapital umgewandelt.

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden zur Liquiditätssicherung im Jahr 2020 zwei endfällige KfW-Unternehmenskredite zu jeweils 3 Mio. EUR mit einer Laufzeit bis zum 30.06.2022 aufgenommen.

Die Kredite mit einer endfälligen Kreditlinie zum 30.06.2022 über insgesamt 8 Mio. EUR wurden an die Banken zurückgeführt und durch ein Intragroupdarlehen von der Holding Le Duff "HLD" refinanziert. Das Intragroupdarlehen hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2026 und ist mit einem Zinssatz von 2,0 % pro Jahr zu verzinsen und bestand zum Bilanzstichtag in Höhe von 6,0 Mio. EUR.

Zur Finanzierung eines neuen ERP-Systems wurde im Jahr 2018 ein Mietkaufvertrag über 1 Mio. EUR geschlossen. Ab November 2018 bis November 2020 erfolgte der Abruf in Teilbeträgen. Die Umsetzung des neuen Systems wurde im Geschäftsjahr 2020 vorgenommen und die planmäßige Zahlung der monatlichen Mietkaufraten über eine Vertragslaufzeit von 60 Monaten startete am 01.12.2020. Zum 31. Dezember 2023 wird ein Darlehensbetrag in Höhe von 0,4 Mio. EUR ausgewiesen.Darüber hinaus wurden von Banken unbefristete Kontokorrentlinien über insgesamt 1,9 Mio. EUR eingeräumt. Diese Linien wurden zum Stichtag nicht genutzt. Die Finanzierung des im Jahr 2019 erfolgreich beendeten Umbaus der Produktionsstätte erfolgte durch zwei Darlehen (Laufzeit 6 und 7 Jahre) über insgesamt 9 Mio. EUR. Die Rückzahlung erfolgt durch Tilgung bis jeweils zum Ablauf der Darlehenslaufzeit. Zum 31. Dezember 2023 werden Darlehen in Höhe von insgesamt 3,5 Mio. EUR ausgewiesen.

Investitionen in Bäckereien und die Produktionsstätte sowie Verwaltung erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR).

Die Kamps GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Vermögenslage

Nachfolgend sind die wesentlichen Positionen der Bilanz dargestellt.

31.12.2023
Mio. EUR
31.12.2022
Mio. EUR
Immaterielle VG 0,1 1,6
Sachanlagen 20,9 23,8
Vorräte 3,5 4,1
Forderungen L+L 3,9 3,9
Sonstige Vermögensgegenstände 0,6 0,7
Eigenkapital 5,9 6,3
Rückstellungen 6,2 5,4
Verbindlichkeiten 20,8 26,0

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere die erworbenen Rechte an der Marke "Kamps", die im laufenden Geschäftsjahr planmäßig und nun vollständig abgeschrieben wurde. Investitionen in Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen entfielen in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) auf die Filialen und in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) auf die Produktionsstätte und den Verwaltungsbereich.

Die Höhe des Vorratsvermögens ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Der Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist nahezu unverändert.

Tilgungen auf Investitionsdarlehen erfolgten planmäßig. Zinszahlungen für gewährte Kredite wurden ebenfalls planmäßig durchgeführt.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Geschäftsentwicklung 2023 war gerade im ersten Halbjahr von Umsatzsteigerungen an den Verkehrsstandorten und Kundenrückgewinnungen nach der Corona-Pandemie geprägt. Die durch die russische Invasion in der Ukraine teilweise enorm gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise haben keinen großen Einfluss auf das Ergebnis, da teilweise bestehende Kontrakte und vor allem Erhöhungen der Bezugspreise für die Franchisepartner verbunden mit einer jeweiligen Erhöhung der unverbindlichen Verkaufspreisempfehlungen dies kompensieren konnten.

Der Systemumsatz übertraf das Budget um 11,6 Mio. EUR. Aufgrund von Mixeffekten lagen die Net Sales jedoch nur 3,3 Mio. EUR über dem Budget. Durch umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen und inflationsbedingte Preisanpassungen konnte das EBITDA sowohl gegenüber dem Budget (6,0 Mio. EUR) um 2,2 Mio. EUR als auch gegenüber dem Vorjahr (5,8 Mio. EUR) um 2,4 Mio. EUR gesteigert werden. Das Jahresergebnis liegt mit -0,4 Mio. EUR um etwa 2,4 Mio. EUR über dem geplanten Wert.

Umsatz und EBITDA 2023 liegen damit deutlich über den Vorjahreswerten und enthalten im Vergleich zu den Jahren 2020 und 2021, wie bereits im Vorjahr keine Fördermittel der "Überbrückungshilfe III" mehr.

Zusammenfassend wird die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der Geschäftsführung als befriedigend bewertet. Dies ist aber weiterhin im Kontext der Folgen des Ukrainekrieges zu sehen. Umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft des Unternehmens wurden initiiert und zeigen bereits Wirkung. Weitere Maßnahmen befinden sich in der Planung und teilweisen Umsetzung.

3. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem

Planungs- und Kontrollprozesse sowie Standards bilden bei der Kamps GmbH die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Dafür sind bei der Kamps GmbH Informations-, Controlling- und Überwachungssysteme eingerichtet.

Organisatorisch wird dem Risikomanagement durch die Abteilungen Controlling und Qualitätssicherung (sowohl für den Bäckereibereich als auch den Produktionsbereich) sowie durch eine Franchise-Akademie Rechnung getragen.

Interne und externe Audits sowohl der Filialen als auch der Produktionsstätte gewährleisten einheitliche Qualitätsstandards. Hygienestandards wurden aufgrund der gestiegenen Anforderungen weiter erhöht und durch externe unabhängige Auditoren in einem unverändert hohen Ausmaß wie im Vorjahr überprüft. Im Jahr 2016 wurde ein Managementsystem nach ISO 9001:2008 erfolgreich in unserer Produktionsstätte eingeführt. Nach Rezertifizierung erfolgte 2019 die Umstellung auf ISO 9001:2015 und im Jahr 2022 nach erneuter erfolgreicher Rezertifizierung eine Verlängerung des Zertifikats bis 2025. Darüber hinaus haben wir bereits vor etlichen Jahren ein zertifiziertes Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und zuletzt 2023 erfolgreich ohne Abweichungen rezertifiziert. Des Weiteren erfolgte im Jahr 2021 erstmalig die erfolgreiche Zertifizierung nach dem IFS GM Food (International Food Standard, Global Markets Food Version 2), welche im Jahr 2022 noch einmal durch die Zertifizierungsstelle SGS Institut Fresenius GmbH bestätigt wurde.

Für den Bereich Energie und Nachhaltigkeit gibt es eine gesonderte Abteilung, die sich mit den Normen und Vorschriften beschäftigt und somit deren Einhaltung sicherstellt.

Im Jahresverlauf wird quartalsweise überprüft, in welchem Umfang Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestehen. Im Zusammenhang mit einem monatlichen Reporting wird so sichergestellt, dass dem Management die erforderlichen Informationen für die Steuerung des Unternehmens zur Verfügung stehen.

Finanzierungsrisiken

Für 2024 gehen wir von einer weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Kamps GmbH gegenüber dem Jahr 2023 aus. Eine in der Budgetplanung für 2024 angenommene moderate Steigerung der Systemumsätze stehen auf der anderen Seite steigende Kosten im Bereich Logistik und Personal entgegen, aber auch eine Entspannung an den Rohstoffmärkten und stabile Energiepreise auf Basis von bestehenden Lieferkontrakten für Strom und Gas.

Die Corona-Pandemie stellt aus unserer Sicht keinen Risikofaktor mehr auf das Geschäft dar. Einer gestiegenen Risikolandschaft im Bereich Rohstoffe und Energie wirken wir mit längerfristigen Einkaufskontrakten und somit notwendiger Planungssicherheit entgegen. Unsere Kontrakte für Strom und Gas haben wir zum Beispiel bereits über das Jahr 2024 hinaus abgeschlossen.

Eine positive Geschäftsentwicklung ist vor allem von der Zielerreichung des Finanzplans, die insbesondere von der Höhe der Systemumsätze beeinflusst wird, abhängig. Hier zeigen die ersten Monate im Jahr 2024, dass wir diesen Plan einhalten werden. Wir gehen daher auf Grund der aktuellen Entwicklung und Prognose der Systemumsätze sowie der getroffenen Maßnahmen von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus und haben den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt. Unser Gesellschafter hat zudem bereits in den vergangenen Jahren bewiesen, dass er gleichermaßen Willens, wie in der Lage ist, der Gesellschaft im Bedarfsfall liquide Mittel zur Verfügung zu stellen. Wir sehen keinen Anlass daran zu zweifeln, dass er dies auch in den Folgejahren im Bedarfsfall tun kann und wird. Hierüber hinaus hat die Holding Le Duff "HLD" im Januar 2024 zugunsten der LE DUFF Germany GmbH, als 100 %-ige Muttergesellschaft der Kamps GmbH, eine Patronatserklärung mit einer allgemeinen Liquiditätszusage bis zu einem Höchstbetrag sowie eine allgemeine Eigenkapitalgarantie in gleicher Höhe abgegeben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Brot- und Backwaren sind überwiegend Grundnahrungsmittel und unterliegen damit wenig konjunkturellen Schwankungen. Auch in den nächsten Jahren dürften der Konsum und die Nachfrage nach Brot und Backwaren in Deutschland weiter leicht sinken. Der Markteintritt der Discounter und des Lebensmitteleinzelhandels in den Markt der frischen Backwaren ist weitgehend abgeschlossen. Kompensiert wird die negative Entwicklung des klassischen Brot- und Backwarenmarktes durch ein Wachstum im Snackbereich.

Die grundsätzliche Volatilität bei den Rohstoffpreisen und der langjährig anhaltende Trend zu Preissteigerungen bei Energie, ist die größte Herausforderung für die klassischen Bäcker und stellt ein wesentliches Risiko dar, da diese aufgrund des Wettbewerbsdrucks nur bedingt an die Kunden weitergegeben werden können. Dieses Branchenrisiko wird durch die derzeitige Ukrainekrise noch einmal verschärft.

Daneben bleibt ein weiteres wesentliches Risiko für die handwerklichen Bäckereien der anhaltende Wettbewerbsdruck in den Bereichen von Brot und Brötchen. Es ist damit zu rechnen, dass der Marktanteil von Supermärkten und Discountern im klassischen Brot- und Brötchen-Segment weiter leicht wachsen wird. Die zunehmend steigenden gesetzlichen Anforderungen an die Prozesse und die Dokumentationen, wie z. B. die seit Ende 2014 verbindliche Angabe von Allergenen oder die zwischenzeitlich wieder eingestellten Überlegungen der Landesregierung NRW zur "Hygieneampel", wirken belastend auf das Geschäft. Diesem Risiko begegnen wir durch fortlaufende Beobachtung des regulatorischen Umfelds durch unsere Fachabteilung Qualitätssicherung, laufenden Dialog mit Branchenverbänden und die systemische Integration gesetzlicher Anforderungen und fortwährende Kontrolle der Umsetzung durch unseren Außendienst. Anders als viele Wettbewerber betrachten wir die seit Anfang 2020 bestehende "Bonpflicht" nicht als zusätzliche Belastung oder gar als falsch. Wir unterstützen vollständige Steuerehrlichkeit und haben schon immer auf ein vollständiges Bonieren und die Ausgabe von Bons an die Kunden plädiert und entsprechende Vorgaben gemacht.

Kamps Filialen werden fast ausschließlich von Franchise-Nehmern betrieben. Insofern besteht das Risiko des Ausfalls einzelner Franchisenehmer. Diesem Risiko begegnen wir durch angemessene Sicherheiten der Franchisenehmer, kurze Forderungslaufzeiten und eine fortlaufende Kontrolle der offenen Posten. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird unter anderem dadurch belegt, dass der Aufwand aus Forderungsverlusten in den letzten Jahren jeweils ein niedriger fünfstelliger Euro-Betrag war.

Beschaffungsmarktrisiken

Der Markt für Agrar- und Lebensmittelrohstoffe ist und bleibt nicht zuletzt wegen des Ukrainekrieges sehr volatil und äußerst schwer einzuschätzen. Er wird zudem durch die steigende Nachfrage der Schwellenländer - bedingt durch geänderte Ernährungsgewohnheiten - und die Hersteller von Biotreibstoffen, wie auch Spekulation und Nachrichten, getrieben. Daneben hat die Qualität weltweiter Ernten aufgrund der inzwischen starken Internationalisierung der Rohstoffmärkte einen erheblichen Einfluss. Vor diesem Hintergrund tritt bei einzelnen Rohstoffen die Verfügbarkeit gegenüber dem besten Preis in den Vordergrund.

Die Kamps GmbH beobachtet die relevanten Rohstoffmärkte eng und ist laufend im Kontakt mit den wesentlichen Lieferanten. Zur Preissicherung von Rohstoffen werden Kontrakte mit festen Bezugspreisen für bestimmte Zeitintervalle mit Rahmenverträgen abgeschlossen. Ein wesentlicher Teil des Rohstoffeinkaufsvolumens für 2024 ist zum 31.12.2023 abgesichert. Die Entwicklungen sowohl der Preise als auch der Verfügbarkeiten von Agrarrohstoffen nach dem Ausbruch des Ukrainekrieges stellen dabei alle Entwicklungen der letzten Jahre in den Schatten. Hier tritt die Verfügbarkeit von Rohstoffen gegenüber dem Preis noch mehr in den Vordergrund. Aufgrund unserer guten und langjährigen Lieferantenbeziehungen waren wir aber auch in diesem Umfeld stets in der Lage alle benötigten Rohstoffe zu beschaffen. Wir sehen uns hierzu auch weiter in der Lage. In den ersten Wochen 2024 war in einigen Bereichen, wie zum Beispiel Weizen, eine gewisse Entspannung am Markt zu erkennen.

Auf der Seite der Energiepreise hat der Krieg in der Ukraine extreme Preiseffekte im Jahr 2022 gezeigt. Sowohl im Laufe des Jahres 2023 als auch zu Beginn von 2024 sind die Beschaffungskosten für Energie wieder gesunken. Trotz unserer mehrjährig angelegten Einkaufsstrategie im Bereich Energie, hatte dies für das Jahr 2023 einen Einfluss auf unser Geschäft. Für die Jahre 2024 und 2025 haben wir daher bereits die notwendigen Tranchen eingekauft und somit die notwendige Planungssicherheit. Wir planen das aktuell günstige Preisniveau für Gas und Strom zu nutzen, um bereits Tranchen für 2026 und 2027 einzukaufen.

Marktchancen

Marktveränderungen bergen wie immer Risiken, aber immer auch Chancen. Während der Corona-Pandemie ist der Brotabsatz gestiegen und Menschen haben mehr Abendbrot gegessen. Das Geschäft hat sich verlagert in Vorkassenzonen und Nachbarschaftsläden. Die Lebensgewohnheiten der Kunden haben sich verändert und darauf heißt es adäquat zu reagieren. Dies ist eine gute Gelegenheit, um Fachkompetenz und ein auf die Bedürfnisse abgestimmtes Angebot zu präsentieren. Frühstücks- sowie Mittagsangebote für einen nach der Corona-Pandemie gewachsene Nachfrage nach außer Haus Verzehr sowie Wachstumspotentiale mit Snack und Bio-Produkten gilt es zu erkennen und zu nutzen. Insbesondere in Großstädten wächst die Anzahl an Singlehaushalten rasant an. Das statistische Bundesamt geht laut einer Vorausberechnung davon aus, dass die Zahl der Einpersonenhaushalte von 17,3 Millionen im Jahr 2018 auf 19,3 Millionen im Jahr 2040 ansteigen wird. Damit würden 24 % aller in Privathaushalten lebenden Menschen allein wohnen.

Das Kamps Produktangebot zeichnet sich hierbei bereits durch gehobene Qualität zu angemessenen Preisen aus. Über die letzten Jahre hat sich unser Geschäft vom reinen Versorgungsbäcker hin zu einem gastronomischen Konzept weiterentwickelt. Diese Sortiments- und Konzeptentwicklung gilt es weiter voranzutreiben und bestmöglich auf die Kundenwünsche und geänderten Rahmenbedingungen anzupassen. Diese Sortiments- und Konzeptweiterentwicklung spiegelt sich mit seinem rein veganen und vegetarischen Sortimentsangebot im neuen "Kamps My Deli" Standort im Berliner Bahnhof Ostkreuz wider.

In Abhängigkeit von Standorttyp und Distanz zur zentralen Produktionsstätte in Schwalmtal werden Produktangebot und Form der Zubereitung (zentral versus dezentral) standortindividuell angepasst. So haben wir für jeden Standort das richtige Angebot. Dabei bleiben wir stets unseren Wurzeln als Handwerksbäcker treu und legen bei unseren Backwaren und Backwaren-Snacks großen Wert auf Qualität der Inhaltsstoffe, der Zubereitung und handwerkliche Herstellung.

Der Ukrainekrieg mit den daraus resultierenden Preissteigerungen bei Rohstoffen und in erster Linie Energie, wird nach der Corona-Pandemie zwangsläufig zu einer deutlich erhöhten Anzahl von Insolvenzen führen. In der Folge erwarten wir für die Folgejahre als Konsequenz einen deutlichen Rückgang der Anzahl der Marktteilnehmer und damit am Ende auch einer Reduktion des hohen Mietniveaus. Durch die Möglichkeit der Entkopplung von Produktion und Filiale wie wir es in unseren Filialen außerhalb von NRW praktizieren, sind unsere Filialstandorte nicht auf eine besondere Nähe zur Produktion angewiesen und wir können jederzeit neue Regionen erschließen und hier auf mögliche Insolvenzen reagieren.

4. Prognosebericht

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) geht sogar von einem Rückgang von 0,5 Prozent aus. Globale Krisen, hohe Zinsen und der Streit um den Bundeshaushalt bilden den Rahmen für die neue negative Konjunkturprognose. Hier wird die spannende Frage sein, wie sich eine verschlechtere Auftragslage, hoher Krankenstand und andauernde Streiks auf den privaten Konsum auswirken werden. Sinkende Inflation und steigende Lohneinkommen sprechen eher für einen steigenden privaten Konsum und Stabilisator der Konjunktur.

Für Kamps gilt es auch im Jahr 2024 weiterhin diesem wirtschaftlichen Umfeld Stand zu halten und die Auswirkungen von Rohstoffpreisen, Logistikkosten und Energiepreisen zu managen. Mögliche Kostensteigerungen für 2024 sollen nicht durch UVP-Preiserhöhungen (wie sie in 2022 und 2023 erfolgt sind), sondern über weitere Kosteneinsparmaßnahmen im Produktions- und Verwaltungsbereich sowie initiierte Maßnahmen zur Logistikoptimierungen in der gesamten Supply Chain ausgeglichen werden. Eine weitere Straffung von Abläufen und Sortimenten sowie Vereinfachung der Prozesse in den Filialen stehen ebenso im Fokus wie die Überarbeitung und Modernisierung des Sortiments. Strikte Kosten- und Ausgabendisziplin wird auch das gesamte Geschäftsjahr 2024 prägen.

Wir gehen bei den Systemumsätzen auf bestehender Fläche von einem Anstieg um etwa 2,4 % gegenüber 2023 aus.

Bei der Anzahl der Filialen planen wir mit einer nahezu unveränderten Filialanzahl zum Jahresende und mit 11 Eröffnungen und 12 Schließungen.

Im Bereich der Rohstoffe gehen wir in Summe von rund 4,3 % geringeren Preisen gegenüber 2023 aus. Der Energieeinkauf der noch offenen Tranchen für Strom und Gas für die Jahre 2024 und 2025 erfolgte im Dezember 2022. Hier werden die absoluten Gesamtkosten in 2024 vergleichbar zu denen aus 2023 sein. Bei der Planung der Personalkosten wurde eine Tariferhöhung von 5 % berücksichtigt. Für das EBITDA und das Jahresergebnis 2024 gehen wir von einer weiteren, moderaten Verbesserung gegenüber 2023 aus und rechnen im Jahr 2024 mit einem Jahresüberschuss.

 

Schwalmtal, 6. Juni 2024

Friederike Stöver, Vorsitzende der Geschäftsführung

Lionel Ladouceur, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Kamps GmbH, Schwalmtal

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kamps GmbH, Schwalmtal‌, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kamps GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023‌ geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB‌‌ erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌‌‌ durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter‌‌ für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften‌‌ in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB‌‌ unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 6. Juni 2024

KPMG AG
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Schumacher, Wirtschaftsprüfer

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