Schwander
GmbH i.L.
Bad
Vilbel
Jahresabschluss zum 20.08.2006
Bilanz
Aktiva
|
|
20.8.2006
EUR |
21.5.2006
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
0,00 |
45.843,29 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
0,00 |
60,00 |
| II.
Sachanlagen |
0,00 |
45.271,00 |
| III.
Finanzanlagen |
0,00 |
512,29 |
| B.
Umlaufvermögen |
726.829,18 |
789.475,20 |
| I.
Vorräte |
22.766,31 |
58.543,41 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen
aktivisch abgesetzt) |
42.670,00 |
1.153.877,28 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
360.190,06 |
408.757,02 |
| III.
Wertpapiere |
511,29 |
0,00 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
343.361,52 |
322.174,77 |
| C.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
3.431.988,45 |
2.455.764,50 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
4.158.817,63 |
3.291.082,99 |
Passiva
|
|
20.8.2006
EUR |
21.5.2006
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
260.000,00 |
260.000,00 |
| II.
Verlustvortrag |
2.715.764,50 |
2.202.367,36 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
976.223,95 |
513.397,14 |
| B.
Rückstellungen |
1.093.781,81 |
357.463,24 |
| C.
Verbindlichkeiten |
3.065.035,82 |
2.933.619,75 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
4.158.817,63 |
3.291.082,99 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der Schwander GmbH i.L., Bad
Vilbel (im folgenden kurz "die Gesellschaft" genannt),
wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Vorschriften
über die Rechnungslegung von Gesellschaften mit
beschränkter Haftung aufgestellt.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine im Sinne
des Handelsgesetzbuches (§ 267 HGB)
kleine Kapitalgesellschaft. Die
größenabhängigen Erleichterungen für
den Anhang gemäß § 288 HGB sind in Anspruch
genommen.
Aufgrund des Liquidationsbeschlusses wurde das
Geschäftsjahr auf den Zeitraum 22. Mai bis 21. Mai des
Folgejahres umgestellt. Durch dieses abweichende
Wirtschaftsjahr wird sichergestellt, dass im Interesse der
Gläubiger kostengünstig und transparent handels-
und steuerrechtliche Jahresabschlüsse auf den gleichen
Stichtag erfolgen können. Mit Eröffnung des
Insolvenzverfahrens durch Beschluss des Amtsgerichts
Frankfurt am Main (810 IN 653/06 Sch) vom 21.08.2006
beginnt wegen § 155 Abs. 2 InsO ein neues
Wirtschaftsjahr. Dieses endet am 21. Mai 2007.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss ist aufgrund der
Geschäftseinstellung unter der Prämisse der
Zerschlagung aufzustellen. Dem folgend wurden die
Bilanzierungsmethoden in der Weise geändert, das
gemäß
§ 71 Abs. 2 S. 2 GmbHG die
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in
das Umlaufvermögen umgegliedert wurden, da diese
nunmehr zu veräußern sind. Weiterhin wurden
Anzahlungen - soweit sie in Zusammenhang mit
Gegenständen des Vorratsvermögens stehen - unter
Vorräten aktivisch abgesetzt, um deren möglichen
Liquidationswert zu dokumentieren .
Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem
Vorjahr vor dem hintergrund der Liquidation der
Gesellschaft angepasst, da der Umfang etwaig erforderlicher
Abwertungen nur mehr durch die zwischenzeitlich weitgehende
tatsächliche Veräußerung der
Vermögensgegenstände im Laufe der Liquidation
erkennbar wurde.
Erläuterungen zur Bilanz
1. Vorräte
Die Vorräte setzen sich aus Unfertigen
Leistungen in Höhe von € 42.670,00 und Waren in
Höhe von
€ 22.766,31 zusammen. Bei den Unfertigen
Leistungen handelt es sich um eine in Bau befindliche
Abwasseranlage. Die Waren betreffen den verbliebenen
Warenbestand und das vormalige Sachanlagevermögen,
welches zur Veräußerung steht.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt
grundsätzlich zu erzielbaren
Veräußerungspreisen, höchsten zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Verwaltungs- und
Sozialkosten sind in die Bewertung nicht mit einbezogen
worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen,
die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer,
geminderter Verwertbarkeit usw. ergeben, werden durch
angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Bewertung
erfolgt
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegenüber Kunden bestehen in
Höhe von € 73.176,63 und sind innerhalb eines
Jahres fällig.
Die Bewertung der Forderungen erfolgt zum
Nominalwert. Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des
Jahresabschlusses waren sämtliche noch offene
Forderungen einbringlich, Pauschalwertberichtigungen, die
das allgemeine Kreditrisiko berücksichtigen wurden
deshalb nicht gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen
Forderungen werden Einzelwertberichtigung vorgenommen.
3. Sonstige Vermögensgegenstände
Die Position beinhaltet mehrere
Rückdeckungsversicherungen zur Abdeckung
unverfallbarer Ansprüche aus Pensionszusagen in
Höhe von € 218.787,00 und
Umsatzsteuer-Forderungen für das Jahr 2005 in
Höhe von
€ 68.133,80. Diesen Umsatzsteuer-Forderungen
stehen Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten des laufenden
Geschäftsjahres und aus Berichtigung der Umsatzsteuer
nach § 17 UStG in Höhe von rund € 102.000,00
gegenüber, die unter Passiva ausgewiesen sind. Die
Aufrechnungslage wird mit Einreichung der
Umsatzsteuererklärung auf den 20.08.2006 für
beide Beträge gegeben sein.
Die Bewertung der sonstigen
Vermögensgegenstände erfolgt zum
planmäßigen Deckungskapital der
Versicherungsgesellschaft bzw. mit dem Nennwert.
4. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks
Insgesamt bestehen Guthaben über €
343.361,52, wobei die größte Einzelposition -
das Commerzbank Festgeldkonto - mit einem Wert von €
183.671,28 und CHF 210.000,00 der Besicherung eines
Avalrahmens für Anzahlungs- und
Garantiebürgschaften in Höhe von €
314.744,50 dient. Die liquiden Mittel belaufen sich zum
Abschlussstichtag auf € 27.139,59.
Die Bewertung der Guthaben erfolgt zum Nominalwert.
5. Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital von € 260.000,00 ist in
voller Höhe einbezahlt. Der Jahresfehlbetrag des
Vorjahres in Höhe von € 513.397,14 wurde in den
Verlustvortrag eingestellt. Es besteht ein nicht gedeckter
Fehlbetrag über € 3.433.785,17.
6. sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Verpflichtungen aus unfertigen Aufträgen
soweit die erhaltenen Anzahlungen den Stand der
Leistungserbringung übersteigen. Daneben wurden
für Gehaltsverpflichtungen aus früheren Jahren,
für Schadenersatz- und Gewährleistungsrisiken
sowie Aufwendungen für die Jahresabschlusserstellung
Rückstellungen eingestellt.
Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in
Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme.
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten, erhaltenen Anzahlungen, aus Lieferung und
Leistung sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind
innerhalb eines Jahres fällig.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum
Rückzahlungsbetrag.
Sonstige Angaben
Zu Leitungsorganen
Die Gesellschaft wird durch den Insolvenzverwalter
Rechtsanwalt André Gabel, Frankfurt am Main,
vertreten. Zum Stichtag des Jahresabschlusses oblag die
Vertretung der Gesellschaft Herrn Diplom-Betriebswirt
Jürgen Aichele, Nieder-Olm als Liquidator.
Ergebnisverwendung
Den Gesellschaftern wird vorgeschlagen, den
Jahresfehlbetrag in Höhe von € 976.223,95 in den
Verlustvortrag einzustellen.
Frankfurt / Main, den 23.07.2007
Der Insolvenzverwalter: Rechtsanwalt André
Gabel
Aufgliederung von aus Gründen der Klarheit in Bilanz
und GuV zusammengefassten Posten
22.5.2006 -
20.8.2006
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 2.783.038,82 EUR. Der Betrag
der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr beträgt 218.787,00 EUR.
22.5.2005 -
21.5.2006
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 2.933.619,75 EUR. Der Betrag
der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr beträgt 218.787,00 EUR.
Angabe der
Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
22.5.2006 -
20.8.2006
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beträgt 197.160,85 EUR.
22.5.2005 -
21.5.2006
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beträgt 197.160,85 EUR.
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