Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 260410
Eingetragen
28.10.2020
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung und Vertrieb von Software aller Art und alle damit zusammmenhängenden Handelsgeschäfte sowie Dienst- und Werkleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Helga Angelika Mehra
seit 24.10.2025
Prokura
Stefan Heide
seit 23.7.2025
Geschäftsführer
Alexander Röthinger
seit 16.8.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
UNITED Marketing Technologies GmbH & Co. KG
Germany
2.752.251 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

censhare GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen des Unternehmens

Die censhare GmbH ist Hersteller der gleich benannten Software "censhare", einer omnichannel Content-Management-Software, die globale Marken als Content-Management-Plattform einsetzen, um die digitale Transformation zu gestalten. Die Marketing- und Kommunikationslösung ermöglicht es globalen Marken, personalisierte Inhalte über beliebige Kanäle, Geräte und Sprachen an ihre Zielgruppen auszuspielen. Somit werden die Zielgruppen mit spezifischen Botschaften angesprochen, kontextuell informiert, in Realtime betreut und mit ihnen interagiert.

Die censhare GmbH übt reine Entwicklungs- und Verwaltungsfunktionen aus, der Vertrieb wird von lokalen Vertriebsgesellschaften übernommen. Die Softwareentwicklung erfolgt im Wesentlichen am Standort in München.

Die censhare GmbH hält hundertprozentige Beteiligungen an Vertriebsgesellschaften in Deutschland, in der Schweiz, in den Niederlanden, in England, in den Vereinigten Staaten sowie eine Servicegesellschaft in Indien.

Die Gesellschaft ist ein 100%-tiges Tochterunternehmen der UNITED Marketing Technologies GmbH & Co. KG, mit dem Sitz in Köln, Deutschland.

2 Strategie und Geschäftsmodell, Produktportfolio

censhare hat sich mit seinen Produkten als Bindeglied zwischen verschiedenen Systemen und Einsatzgebieten etabliert, indem es Informationen (Texte, Bilder, Videos) zentral aggregiert und speichert, um diese je nach Kontext und Relevanz den Empfänger:innen in den Zielgruppen zur Verfügung zu stellen.

Mit censhare können Daten und Inhalte über Verbindungen zu internen und externen Systemen importiert und exportiert werden.

censhare verfolgt folgende Go-to-Market-Strategie: Neben einer Fokussierung auf die heutigen Kernregionen in Europa (Deutschland, Schweiz, Niederlande, Nord-Europa, und Frankreich) werden insbesondere die USA als zukünftiger Wachstumsmarkt adressiert. Zur nachhaltigen Unterstützung dieses Wachstumskurses positioniert censhare hierzu sowohl den Neukundenvertrieb stärker auf vielversprechende Kundenbranchen und baut andererseits das Bestandskundengeschäft durch gezielte Maßnahmen aus.

Im Zuge dessen wurden im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 erste Geschäftsstrukturen und wesentliche Betriebseinheiten einer zentralen Steuerung unterzogen, um damit die internationalen Vertriebsgesellschaften noch besser unterstützen zu können.

Die für censhare wichtige Partnerlandschaft wurde weiter verstärkt und das global ausgerichtetes Partnermanagement weiter ausgebaut. Hierzu wurde zudem der erste Partnerbeirat ("Partner Advisory Board") von censhare ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit mit dem Partner Ecosystem gezielt weiterzuentwickeln.

3 Forschung und Entwicklung

censhare hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 TEUR 5.575 (Vorjahr TEUR 5.323) in die Weiterentwicklung ihrer Technologie-Plattform sowie deren Funktionalitäten und Features investiert. Ein wesentlicher Entwicklungsschwerpunkt stellte dabei die Fertigstellung der censhare Cloud dar.

Von den insgesamt angefallenen Aufwendungen wurden TEUR 2.158 (Vorjahr TEUR 2.352) aktiviert, das entspricht einer Aktivierungsquote von 38,7 % (Vorjahr 44,2 %). Davon wurden TEUR 228 durch Fremdleistungen erbracht (Vorjahr TEUR 203).

4 Wirtschaftsbericht

4.1 Gesamtwirtschaftliche Situation

Die censhare GmbH erwirtschaftete im Jahr 2023 bereits zwei Drittel seines Jahresumsatzes außerhalb von Deutschland. Die gesamtwirtschaftliche Situation in den Kernmärkten von censhare stellt sich wie folgt dar.

4.1.1. Deutschland:

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 beeinträchtigt durch die nach wie vor hohen Preise (v.a. Energie-, Einfuhr- und Erzeugerpreise) auf allen Wirtschaftsstufen. Des Weiteren verschlechterten sich die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen durch stark gestiegene Zinsen. Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr - lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich immer noch bei 5,9 %, wenngleich damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort und zeigt stattdessen anhaltend rezessive Tendenzen. Während die Bruttowertschöpfung im produzierenden Gewerbe zurück ging, stützen die meisten Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft, v.a. die Informations- und Kommunikations-Dienstleister (Statistisches Bundesamt; Wiesbaden; Januar 2024).

4.1.2. Schweiz:

Laut den neuesten Daten des Bundesamtes für Statistik im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schweiz im Jahr 2023 um 2,5 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,8 %. Die schweizerische Wirtschaft sah sich ebenfalls den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, Energiepreissteigerungen und Lieferengpässen gegenüber. Dennoch konnte sie sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um 1,5 % höher lag.

4.1.3. Niederlande

Laut den neuesten Daten des CBS im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Niederlande im Jahr 2023 um 2,3 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,6 %. Die niederländische Wirtschaft wurde ebenfalls durch den Ukraine-Konflikt, steigende Energiepreise und Lieferengpässe beeinflusst. Dennoch konnte sie sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um 1,8 % höher lag.

4.1.4. Großbritanien

Laut den neuesten Daten des ONS im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Vereinigten Königreichs im Jahr 2023 um 1,8 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die britische Wirtschaft sah sich ebenfalls den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, steigender Energiepreise und Lieferengpässen gegenüber. Trotzdem konnte sie sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um 0,5 % höher lag.

4.1.5. Frankreich

Laut den neuesten Daten des INSEE im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Frankreichs im Jahr 2023 um 1,5 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,8 %. Frankreich sah sich ebenfalls den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, steigender Energiepreise und Lieferengpässen gegenüber. Trotzdem konnte es sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um 0,9 % höher lag.

4.1.6. Nordics (Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden)

Laut den neuesten Daten dieser Ämter im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der nordischen Länder im Jahr 2023 um durchschnittlich 2,7 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das durchschnittliche Wirtschaftswachstum 3,0 %. Die nordischen Wirtschaften sahen sich ebenfalls den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, steigender Energiepreise und Lieferengpässen gegenüber. Trotzdem konnten sie sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um durchschnittlich 1,3 % höher lag.

4.1.7. Vereinigte Staaten von Amerika

Laut den neuesten Daten des BEA im Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA im Jahr 2023 um 3,2 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 3,5 %. Die US-amerikanische Wirtschaft sah sich ebenfalls den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, steigender Energiepreise und Lieferengpässen gegenüber. Trotzdem konnte sie sich insgesamt gut behaupten, wobei das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um 1,9 % höher lag.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass in verschiedenen europäischen Ländern, darunter Schweiz, Niederlande, Großbritannien, Frankreich und Nord-Europa, das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Trotz anhaltender Herausforderungen wie dem Ukraine-Konflikt, hohen Energiepreisen und partiellen Lieferengpässen bleibt Europa bemüht, sich in diesem Kontext wirtschaftlich zu behaupten und das BIP auf ein höheres Niveau als vor der COVID-19-Pandemie zu bringen.

4.2 Branchensituation und Marktumfeld

Die IT-Branche in den Kernmärkten, darunter Deutschland, Schweiz, Niederlande, Großbritannien, Frankreich, Nord-Europa und die USA, erlebte im Jahr 2023 ein anhaltendes Wachstum, das durch eine Reihe von Faktoren geprägt war. Die durch die Corona-Pandemie geförderte zunehmende Digitalisierung von Geschäftsprozessen und das verstärkte Interesse an Technologien wie Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und IoT (Internet of Things) trugen zu einer erhöhten Nachfrage nach IT-Produkten und -Dienstleistungen bei.

Trotz globaler wirtschaftlicher und geopolitischer Spannungen blieb die IT-Branche widerstandsfähig. Unternehmen investierten verstärkt in digitale Infrastruktur und Cybersecurity, um sich gegen zunehmende Bedrohungen zu wappnen. Zudem erhielt die Industrie weiteren Auftrieb rund um die Nutzung von generativen AI-Tools, wie zum Beispiel die Markteinführung von ChatGPT.

Insgesamt war das Jahr 2023 geprägt von einem anhaltenden Wachstum und einer positiven Dynamik in der IT-Branche in den genannten Kernmärkten, wobei Unternehmen und Regierungen gleichermaßen bestrebt waren, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und sich den Herausforderungen einer sich ständig verändernden globalen Landschaft anzupassen.

4.3 Geschäftsverlauf

In Anbetracht des skizzierten Wirtschaftsumfeldes kann die Entwicklung des Geschäftsjahres 2023 für die Gesellschaft, auf den wesentlichen Leistungsindikatoren (Gesamtumsatz und Recurring Revenue), als zufriedenstellend bezeichnet werden. Zur Verstärkung der Wachstumsagenda und Ausbau der Ergebnisgrößen wurde am Ende des Geschäftsjahres 2023 ein umfangreiches Optimierungsprogramm initiiert.

4.4 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Gesamtumsätze im Geschäftsjahr 2023 sind von TEUR 9.207,7 um 0,9 % auf TEUR 9.294,5 gestiegen. Im wichtigen Segment der wiederkehrenden SaaS-Erlöse betrug der entsprechende Umsatzanstieg sogar 4,4%.

in TEUR 2023 2022 Veränderung ggü. d. Vorjahr
in %
Verkauf Software 120,4 135,9 -11,4%
SaaS (Software as a Service) 3.545,4 3.396,5 4,4%
SLA 1.255,3 1.283,5 -2,2%
Dienstleistung, Wartung und Support 115,8 126,6 -8,6%
Update Abo 2.061,8 2.105,5 -2,1%
Hosting 1.005,9 772,0 30,3%
Hardware und Software Fremdprodukte 157,7 211,1 -25,3%
sonstige 1.032,2 1.176,4 -12,3%
Summe 9.294,52 9.207,65 0,9%

Die Gesellschaft hat selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Betrag in Höhe von TEUR 2.158 (Vorjahr: TEUR 2.352) aktiviert und weist die Erhöhung in den anderen aktivierten Eigenleistungen aus.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 448 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.507 erhöht. Die Erhöhung resultiert einerseits aus der Auflösung von nicht mehr erforderlichen Rückstellungen sowie andererseits aus Einbuchungen des neu etablierten Hosting-Geschäfts. Die censhare GmbH kauft und veräußert als zentraler Dienstleister Hosting-Services Dritter zu optimierten Konditionen an ihre Tochterunternehmen beginnend in Q4 2023.

Der Materialaufwand ist um TEUR 532 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 1.901 gestiegen und beträgt 20,4 % des Umsatzerlöses (im Vorjahr 14,9 %).

Der Personalaufwand ist um TEUR 502 bzw. 5,8 % auf TEUR €9.233 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Diese Veränderung betrifft im Wesentlichen Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungsgehälter im Rahmen des vorgenannten Optimierungsprogramms. Zum 31.12.2023 beschäftigte die censhare GmbH 81 Mitarbeiter:innen (Vorjahr 31.12.2022: 93) sowie zwei Geschäftsführer:innen (Vorjahr 31.12.2022: 2) und 4 Auszubildende (Vorjahr 31.12.2022: 5). Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter:innen verringerte sich von 99 im Vorjahr auf 77 im Berichtsjahr.

Der sonstige betriebliche Aufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr um TEUR 1.030 auf TEUR 5.785 gegenüber dem Vorjahr. Diese Steigerung setzt sich aus der Erhöhung von Marketing bzw. Messekosten von TEUR 321, Fremdarbeiten bei Hostinganbietern sowie Sonderkosten bei der Einführung eines neuen Rechenzentrums von TEUR 650 und weiteren Beratungskosten von TEUR 150 zusammen.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 beträgt TEUR 4.851 und lag damit über dem Jahresfehlbetrag des Vorjahres von TEUR 1.539. Diese Abweichung ist wesentlich auf höhere Aufwendungen für Fremdleistungen Dritter zurückzuführen. Zudem machten sich temporäre Mehrkosten bei der Ablösung eines Rechenzentrumsanbieters bemerkbar sowie Sonderkosten für Personalmaßnahmen im Zuge des eingeleiteten Optimierungsprogramms.

in TEUR 2023 2022 Veränderung ggü. d. Vorjahr
in %
Umsatzerlöse 9.294,5 9.207,7 0,9%
andere aktivierte Eigenleistung 2.157,8 2.352,3 -8,3%
sonstige betriebliche Erträge 1.506,8 1.058,6 42,3%
Materialaufwand -1.901,4 -1.368,4 38,9%
Personalaufwand -9.233,5 -8.731,7 5,7%
sonstiger betrieblicher Aufwand -5.785,1 -4.755,0 21,7%
Ergebnis aus der Gewinnabführung -120,3 -94,9 26,8%
Summe -4.081,21 -2.331,34 75,1%

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr von TEUR 36.448 im Vorjahr auf TEUR 36.434 verringert. Im Bereich des Anlagevermögens hat die Gesellschaft selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (Softwareentwicklungskosten) in Höhe von TEUR 2.158 (Vorjahr: TEUR 2.352) aktiviert.

Die Reduzierung der Finanzanlagen auf TEUR 21.431 (Vorjahr: TEUR 22.725) summiert sich durch Verringerungen der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.294.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich auf TEUR 2.468 (Vorjahr TEUR 2.128). Wesentlich für den Anstieg des Umlaufvermögens ist die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Eigenkapital erhöhte sich um TEUR 494 von TEUR 22.468 im Vorjahr auf TEUR 22.962 im Geschäftsjahr. Dies resultiert aus einer Zuzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin in Höhe von TEUR 5.345. Gegenläufig hat sich der Verlust des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 4.851 ausgewirkt.

Zum Bilanzstichtag haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 2,6 auf TEUR 3,2 verringert. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 10.936 zum Stichtag des Vorjahres auf TEUR 9.660 zum Stichtag des Berichtsjahres um TEUR 1.276 verringert.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR -4.875 (Vorjahr TEUR -2.147) und ist insbesondere durch den Jahresfehlbetrag, sowie durch marktbedingt steigende Zinsaufwendungen beeinflusst.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Jahr 2023 TEUR -1.611 (Vorjahr TEUR -117). In diesem Betrag sind im Wesentlichen TEUR 2.158 für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, TEUR 549 aus Beteiligungsergebnissen enthalten.

Der Bedarf an finanziellen Mitteln konnte durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 5.345 sowie aus Ausleihungen von TEUR 1.295 gedeckt werden. Die Gesellschaft war in der Lage, jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Insgesamt flossen der Gesellschaft aus Finanzierungstätigkeit TEUR 6.334 (Im Vorjahr: TEUR 2.469) zu.

Insgesamt veringerte sich der Finanzmittelfonds, der sich aus liquiden Mitteln und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten zusammensetzt, von TEUR 339 im Vorjahr auf TEUR 187 zum 31.12.2023.

5 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die stärkere Zentralisierung der Vertriebs- und Serviceorganisationen und personelle Neubesetzung stellte im Verlaufe des Geschäftsjahres 2023 einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltig profitablen Gesellschaft dar. Die Transformation in eine zentralere und internationalere Organisationsstruktur ging mit weitreichenden Prozess- und Organisationanpassungen einher, die im Jahr 2024 abgeschlossen werden.

Das im Oktober iniitierte Optimierungsprogramm im Zuge des CEO-Wechsels fokussiert sich auf ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm primär in den Bereichen Customer Success, Product & Innovation und operational Excellence die Servicequalität in unseres Dienstleistungsportfolio gegenüber Kunden messbar verbessern wird.

Die Geschäftsführung beurteilt die im Geschäftsjahr 2023 erzielten Ergbnisse unter der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Lage und der erreichten cloud-Kompatibilität der censhare Software-Suite bei Bereinigung um temporäre Sonderbelastungen als zufriedenstellend. Dennoch bedarf es weiterer Anstrengungen, um die eingeleitete Skalierung des Geschäftsmodells national und international weiter voranzutreiben.

6 Prognose, Bericht zu Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

6.1 Prognose

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet die Bundesregierung beim BIP ein leichtes Wachstum in Höhe von 0,2 %; perspektivisch für 2025 in Höhe von 1,8%. Damit sind die Aussichten zu Jahresbeginn etwas besser als erwartet. Dennoch sieht das statistische Bundesamt aufgrund des Krieges, der hohen Energiepreise und der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung weiterhin große Unsicherheit.

Für censhare gilt, dass mit der Verstärkung des Geschäfts mit Business- bzw. Technologiepartnern, einem erweiterten Produktangebot mit censhare Cloud, einer international optimierteren Organisationsstruktur mit Fokus auf Customer Sucess sowie Product & Innovation insgesamt eine nachhaltig positive Entwicklung der Gesellschaft erwartet wird. Die Gesellschaft rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Vergleich zu 2023 und einer Zunahme des besonders werthaltigen Anteils der Recurring Revenues am Gesamtumsatz.

Grundlage dafür sind weitere Investitionen in die Fortentwicklung der censhare Plattform, um mittels Cloud-nativer Technologien schrittweise höhere Skaleneffekte zu erzielen. Zudem wird die Zentralisierung wichtiger Funktionsbereiche in Verbindung mit dem eingeleiteten Optimierungsprogramms im kommenden Jahr zu einer deutlich verbesserten Entwicklung des EBITDA beitragen.

6.2 Bericht zu Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Zu den wesentlichen potenziellen Risiken, die negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der censhare GmbH haben können, gehören die eigene Produktentwicklung, das konjunkturelle Marktumfeld, Wettbewerbsumfeld, Mitarbeiterfluktuation, Datensicherheit sowie System- und Netzwerkinfrastruktur.

Die im Jahr 2023 anhaltende Ukraine-Krise hat sich seitens möglicher Risiken für die Gesellschaft als unwesentlich herausgestellt. Einerseits ist Osteuropa kein aktiver Vertriebsmärkt der Gesellschaft, andererseits bestehen auch keine relevanten Abhängigkeiten von Dienstleistern aus der Ukraine, die wesentliche Risiken für den operativen Geschäftsbetrieb bzw. den laufenden Entwicklungsprozess der eigenen Software darstellen.

Risiken

Branchenbezogene Risiken wie Markt und Wettbewerbsrisiken

Auch wenn es in Teil-Produktbereichen wie DAM (Digital Asset Management), PIM (Product Information Management) oder CMS (Content Managemnet Systeme) eine Vielzahl von Anbietern gibt, ist der Kreis an Wettbewerbern, die wie censhare integrierte und cloud-basierte Lösungen im Bereich Marketing Business-Kommunikation anbieten, eingeschränkt. Daher schätzt die Geschäftsführung wie im Vorjahr das Wettbewerbsrisiko als gering ein.

Betriebsrisiken

Die identifizierten operationalen Betriebsrisiken schätzt die Geschäftsführung als handhabbar ein, da in diesem Bereich bereits entsprechende Maßnahmen implementiert wurden, die zum Teil bereits im vergangenen Jahr Wirkung entfalten konnten.

censhare steht im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter:innen aus dem Softwareentwicklungsbereich, insbesondere am Hauptsitz München mit einem knappen Markt an qualifizierten Bewerber:innen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko einerseits durch die Einstellung und Beschäftigung von Mitarbeiter:innen aus anderen geographischen Regionen sowohl in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern sowie Indien.

Als weiteres Betriebsrisiko bewertet die Gesellschaft aktuell die Herausforderung, die Umstellung der Finanzorganisationen auf ein stärker zentral ausgerichtetes Modell zeitnah abzuschließen, wobei wichtige (personelle) Voraussetzungen dafür inzwischen vorliegen.

Des Weiteren arbeitet die Gesellschaft nachhaltig an ausgewogenen und wettbewerbsgerechten Vergütungs- und Incentivierungskomponenten, um den Anforderungen an eine hohe Arbeitgeberattraktivität gerecht zu werden.

Risiken der Produktentwicklung

Die Geschäftsführung der censhare GmbH hat Risiken im Bereich Produktentwicklung identifiziert. Das Risiko wird allerdings durch ein Team, welches nur an dem Einsatz neuer Technologien arbeitet, reduziert. Standardisierung ist ein anhaltendes softwarearchitektonisches Thema. Verschiedene Maßnahmen sind geplant, um die durch den Markt geforderte Standardisierung in Zukunft sicher zu stellen und die Architektur dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. Dem Risiko im Bereich möglicher Verzögerungen bei der Produktentwicklung wird durch Reduzierung ungeplanter Unterbrechungen durch den Einsatz von Entwicklern im Support, durch ein transparentes Planungssystem und einer Fortschrittsanalyse begegnet. Der Entwicklungsprozess soll dabei kontinuierlich weiter verbessert werden.

Darüber hinaus bestehen mögliche Risiken im Bereich der Vertragsgestaltung. Die Gesellschaft versucht, dieses Risiko durch die Verwendung von standardisierten Vertragstexten zu begrenzen.

Jedoch um Produktneuheiten bzw. Produkterweiterungen zur Zufriedenheit der Unternehmenskunden zu entwickeln, sind zeitaufwändige Entwicklungs- als auch Testzeiten notwendig. So könnten Produkte den hohen Qualitätsanforderungen nicht gerecht werden und die Kundenerwartungen und Marktanforderungen nicht erfüllen (sog. Product Readiness). Censhare hat daher ein Qualitätsmanagement (QM) etabliert, um damit eine Verbesserung der Prozessqualität, der Leistungen und natürlich letztlich der Produkte sicher zu stellen und um dieses Risiko zu minimieren. Außerdem wirkt sie durch ein umfangreiches Projektmanagement, Projektmonitoring und Qualitätskontrollen solchen Risiken entgegen.

Finanzrisiken

Die censhare Gruppe ist in das Finanzsystem der DuMont Mediengruppe eingebettet und kann auf Anfrage auch jederzeit darauf zurückgreifen. Besondere Liquiditätsrisiken sind nicht zu verzeichnen. Mit Weiterentwicklung des Procure-to-Pay Prozesses konnten zudem im vergangenen Jahr direkte, positive Cash Auswirkungen erzielt werden.

Für den Bestand an Kundenforderungen und flüssigen Mitteln können sich grundsätzlich Risiken aus Kreditausfällen, Liquiditätsengpässen und Zinsaufwendungen ergeben. Aktuell schätzt die Gesellschaft das Risiko als handhabbar ein, weitere Optimierungen im Hinblick auf Kreditwürdigkeitsprüfungen bei Kunden werden dabei vorgenommen.

Wie im Vorjahr werden die Währungsrisiken von der Gesellschaft als gering eingeschätzt. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um bilanzielle Translationsrisiken, die aus Sicht censhare prinzipiell keinen adäquaten Hedge ermöglichen.

Die Gesellschaft hält Beteiligungen an in- und ausländischen Tochtergesellschaften und hat an diese Darlehen vergeben, deren Werthaltigkeit aufgrund lokaler bzw. regionaler Entwicklungen grundsätzlich beeinträchtigt sein können. Das Risikoprofil hat sich aber durch die positive Gesamtentwicklung der Gruppe verbessert und weist insgesamt ein geringeres Niveau aus. Investitionen in Tochtergesellschaften dienen prinzipiell der Expansion und weiteren Skalierung im Ausland, welche durch die censhare GmbH finanziert und gefördert werden.

Administrative, Human Ressources und sonstige Risiken

Zur Abwendung von Risiken aus der Umsetzung von Incentivevereinbarungen wurden klare Standards eingezogen und entsprechende "Terms & Conditions" in den Mitarbeiterverträgen verankert, die deutlich nuancierter auf die nachhaltige Geschäftsentwicklung einzahlen und den Unternehmenswert langfristig steigern.

Legal, Urheberrechte und Markenrecht

Komplexe Vertragsverhandlungen können bei Außerachtlassung relevanter Faktoren gegebenenfalls negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben. Um die vielfältigen rechtlichen Risikofaktoren in den Bereichen Arbeits-, Gesellschafts-, Marken- und Urheberrecht als auch Steuerrecht auf ein Minimum zu reduzieren, fällt die Geschäftsführung ihre Entscheidungen nach Rücksprache und Beratung mit internen und externen Rechtsexperten.

Allgemeine externe Risiken

Die Unsicherheit in der Weltwirtschaft, auf den Finanzmärkten oder bei den politischen Rahmenbedingen als auch Terroranschläge, Kriegshandlungen (nunmehr auch im Nahen Osten) und potenziell pandemische Lagen könnten sich negativ auf die Gesamtwirtschaft sowie auf die eigene Geschäftstätigkeit und somit nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Diese Risiken lassen sich jedoch nicht vorhersagen und können nicht aktiv gesteuert werden. Die Geschäftsführung beobachtet die externen Risikofaktoren daher laufend und prüft etwaige einzuleitende Gegenmaßnahmen.

Die durch politische Veränderungen hervorgerufene Unsicherheit bei den globalen und transatlantischen Handelsbeziehungen hat die Geschäftsführung als Finanzrisiko identifiziert. Insbesondere durch die global diversifizierte Ausrichtung der censhare Gruppe sieht die Geschäftsführung aktuell nur ein geringes Risiko für die Gesellschaft, das eng beobachtet wird.

Die Geschäftsführung hat Risiken bei der Informations- und Datensicherheit sowie dem Datenschutz erkannt und wirkt diesen durch geeignete Maßnahmen entgegen. Daher schätzt sie diese Risiken als gering ein.

Gesamtbeurteilung der Risikosituation

Die Geschäftsführung betrachtet das Risikoprofil der Gruppe zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Lageberichts insgesamt für beherrschbar und sieht keine den Fortbestand der censhare GmbH gefährdende Einzelrisiken.

Chancen

Chancen durch censhare Cloud

Die Gesellschaft hat in den vergangenen drei Jahren sehr stark in die eigene Plattform investiert, um ihren Kunden mehr Cloud-native Technologien bieten zu können. Die Fertigstellung und Evolution von censhare Cloud wird als große Chance gewertet, da diese massgebliche und nachhaltige Wachstumschancen im Bestandsgeschäft der Gesellschaft ermöglichen. Es wird erwartet, daß ein Großteil der Bestandskunden in den kommenden drei Jahren auf die censhare Cloud migriert und zahlreiche operative Kosten- und Preissynergien durch eine höhere Standardisierung realisiert werden können, die zu höheren operativen Margen führen werden.

Chancen durch Mitarbeiter:innen

Die Mitarbeiter:innen sind Quelle von Innovationen und Wertschöpfung für die Unternehmenskunden der Gesellschaft und somit sind sie auch eine wichtige Triebfeder für Wachstum. Sollte die tatsächliche Produktivität der Mitarbeiter:innen im Zusammenspiel mit effektiverem Technologieeinsatz diese Annahmen übersteigen, hätte dies positive Auswirkungen auf die Umsätze, die Ertragslage sowie Cash-Flows.

Chancen durch Kundenbeziehungen

Die Gesellschaft wird auch weiterhin nach neuen Chancen suchen, um den Mehrwert für ihre Unternehmenskunden zu steigern. Hierzu ist die Gesellschaft in einem kontinuierlichen Dialog mit ihren Kunden. Sollte ihr das in einem Maße gelingen, der die im Ausblick 2023 berücksichtigten Chancen übersteigt, hätte dies positive Auswirkungen auf den Umsatz und die Ertragslage.

Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben deutlichen Einfluss auf das Geschäft der Gesellschaft sowie ihre Finanz- und Ertragslage. Der Ausblick für 2024 basiert auf künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungen und ist auf die Wachstumsstrategie abgestimmt. Die Entwicklung im Markt kommt der Gesellschaft zugute. Für Marketing- und Kommunikationssysteme werden durch einschlägige Marktforschungsinstitute wie Forrester hohe Entwicklungswerte in den Märkten prognostiziert. Durch die Nennung bei maßgeblichen Software-Analysten wird die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Sollte sich die Weltwirtschaft besser entwickeln als in der Prognose angenommen, könnten die Umsätze und Ergebnisse die aktuellen Erwartungen übertreffen.

Gesamtbeurteilung der Chancensituation

Insgesamt schätzt die Geschäftsführung die Chancen aus den oben genannten unterschiedlichen Gebieten grundsätzlich positiv ein. Hieraus sollten sich (perspektivisch) attraktive Wachstumspotenziale für die censhare GmbH ergeben. Insgesamt besteht nach Auffassung der Geschäftsführung ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis.

 

München, den 29. April 2024

Tobias Ackermann, Geschäftsführer

Alexander Röthinger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 33.717.522,40 33.982.316,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.253.599,08 11.206.604,08
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.253.599,08 11.206.517,08
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 87,00
II. Sachanlagen 33.341,45 50.130,45
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.341,45 50.130,45
III. Finanzanlagen 21.430.581,87 22.725.581,87
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.946.123,69 8.946.123,69
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.484.458,18 13.779.458,18
B. Umlaufvermögen 2.468.094,96 2.127.792,67
I. Vorräte 81,75 163,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.277.857,39 1.782.880,48
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.834.156,36 1.183.687,79
2. sonstige Vermögensgegenstände 443.701,03 599.192,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 190.155,82 344.748,70
C. Rechnungsabgrenzungsposten 247.996,39 337.686,17
Aktiva 36.433.613,75 36.447.795,24

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 22.962.074,84 22.468.341,54
I. Gezeichnetes Kapital 2.752.251,00 2.752.251,00
II. Kapitalrücklage 55.831.060,72 50.486.060,72
III. Gewinnrücklagen 27.435,16 27.435,16
IV. Bilanzverlust 35.648.672,04 30.797.405,34
davon Verlustvortrag 30.797.405,34 29.258.210,02
B. Rückstellungen 1.719.153,41 1.260.519,59
C. Verbindlichkeiten 11.005.189,11 12.006.402,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.238,47 5.819,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.238,47 5.819,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.659.591,02 10.935.998,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.570.635,53 2.034.443,41
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.088.955,49 8.901.555,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.342.359,62 1.064.583,47
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.342.359,62 1.064.583,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 747.196,39 712.532,06
Passiva 36.433.613,75 36.447.795,24

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.057.710,42 11.250.228,33
2. Personalaufwand 9.233.488,28 8.731.653,08
a) Löhne und Gehälter 8.036.153,34 7.579.732,34
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.197.334,94 1.151.920,74
davon für Altersversorgung 3.954,73 6.207,85
3. Abschreibungen 1.130.574,27 1.161.912,63
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.130.574,27 1.161.912,63
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.785.148,42 4.755.030,50
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 14.139,78 15.306,09
5. Erträge aus Beteiligungen 1.808.917,33
davon aus verbundenen Unternehmen 1.808.917,33
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 668.758,95 633.071,02
davon aus verbundenen Unternehmen 668.758,95 633.071,02
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 905,41 0,15
8. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (Mutter) 120.285,37 94.885,88
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 307.329,98 485.851,88
davon an verbundene Unternehmen 70.663,32 124.461,65
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.210,72 1.348,23
11. Ergebnis nach Steuern -4.850.662,26 -1.538.465,37
12. sonstige Steuern 604,44 729,95
13. Jahresfehlbetrag 4.851.266,70 1.539.195,32
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 30.797.405,34 29.258.210,02
15. Bilanzverlust 35.648.672,04 30.797.405,34

Anhang

1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die censhare GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 260410 eingetragen.

2 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der censhare GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Eine gesetzliche Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Konzern der censhare GmbH besteht nicht, da die Größenkriterien des § 293 HGB nicht erfüllt sind.

Die Gesellschaft hat mit der censhare Deutschland GmbH einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Darin verpflichtet sich die censhare Deutschland GmbH, ihren ganzen Gewinn entsprechend der Vorschriften des § 301 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung an die Gesellschaft (Organträger) abzuführen.

3 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wird unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gem. § 248 II HGB wird in Ansproch genommen. Sie werden gem. § 255 IIa HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 II HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden planmäßig abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit die Nutzung zeitlich begrenzt ist, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern für erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände betragen 3 bzw. 5 Jahre, sowie für Sachanlagen zwischen 3 und 13 Jahre.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderung, bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt der Leistungsabnahme durch den Kunden bzw. bei zeitraumbezogenen Leistungen entsprechend zeitanteilig realisiert.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Guthaben bei Kreditinstituten in ausländischer Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Sonstige Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Langfristige Rückstellungen werden gem. § 253 II HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank festgesetzten Diskontierungssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für bereits im Geschäftsjahr vereinnahmte Entgelte für noch zu erbringende Leistungen gebildet.

Aktive und passive latente Steuern entstehen, wenn zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen bestehen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht zur Aktivierung aktiver latenter Steuern nicht in Anspruch.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

4 Angaben zur Bilanz

Anlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unternehmen, von denen die Gesellschaft mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt, stellen sich wie folgt dar:

Name Sitz Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
censhare (UK) Ltd. London, UK 100,0 311,8 91,2
censhare (Schweiz) AG Zug, Schweiz 100,0 999,9 337,3
censhare US INC Denver, USA 100,0 -9.933,3 -925,3
censhare NorthWest Europe B.V. Gouda, Niederlande 100,0 -1.262,2 104,2
censhare PTE. LTD. ** Singapur 100,0 0,0 0,0
censhare Deutschland GmbH München 100,0 4.100,1 0,0
censhare India Pvt. Ltd. Gurgaon, India 100,00 475,3 -146,6

** Die Gesellschaft wurde 2017 gegründet, hat jedoch in der Berichtsperiode noch keine Geschäftsaktivität entfaltet.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen Darlehen, die die Gesellschaft auf unbestimmte Dauer gewährt hat. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat von Seiten der Gesellschaft, sie beabsichtigt jedoch, den verbundenen Unternehmen die Darlehen langfristig zur Verfügung zu stellen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26 (im Vorjahr € 146) sind alle innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Stichtag betragen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen TEUR 1.834 (im Vorjahr TEUR 1.184) und betreffen in Höhe von TEUR 1.715 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von TEUR 120 bestehen organschaftliche Umsatzsteuerforderungen gegenüber der censhare Deutschland GmbH als Organgesellschaft.

Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden Forderungen für noch nicht vereinnahmte Steuererstattungen, Forderungen gegen Mitarbeiter sowie gezahlte Kautionen erfasst. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind alle bis auf Kautionen in Höhe von TEUR 210 (im Vorjahr TEUR 221) innerhalb eines Jahres fällig.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zum Stichtag im Wesentlichen Lizenz-, Wartungs- und sonstige Gebühren, Beitragsvorauszahlungen und sonstige Gebühren, welche im Folgejahr aufwandswirksam erfasst werden.

Stammkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 2.752.251. Das Stammkapital ist eingeteilt in 2.752.251 Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils € 1,00.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB erhöhte sich von € 50.486.060,72 im Vorjahr aufgrund von Barkapitalerhöhungen des Gesellschafters auf € 55.831.060,72 zum 31.12.2023.

Gewinnvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von € 30.797.405,34 und ein Jahresfehlbetrag von € 4.851.266,70 einbezogen.

Genehmigtes Kapital

Die Geschäftsführer sind durch Gesellschaftsvertrag vom 16.10.2020 ermächtigt, das Stammkapital der Gesellschaft bis zum 27.10.2025 durch Ausgabe neuer Geschäftsanteile gegen Bar- und/oder Sacheinlage um insgesamt bis zu € 30.284,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/I).

Die Geschäftsführer sind durch Gesellschaftsvertrag vom 16.10.2020 ermächtigt, das Stammkapital der Gesellschaft bis zum 27.10.2025 durch Ausgabe neuer Geschäftsanteile gegen Bar- und/oder Sacheinlage um insgesamt bis zu € 1.184.516,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020/II).

Ausschüttungssperre

Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich ein nicht zur Ausschüttung verfügbarer Betrag von TEUR 12.254. Dem ausschüttungsgesperrten Betrag von insgesamt TEUR 12.254 stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von TEUR 20.210 gegenüber.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten:

Rückstellung für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 83 (im Vorjahr TEUR 89), Urlaubsrückstellung in Höhe von TEUR 95 (im Vorjahr TEUR 108), Gewährleistungsrückstellung in Höhe von TEUR 225 (im Vorjahr TEUR 161), Rückstellung für Prüfung und Erstellung des Jahresabschlusses in Höhe von TEUR 106 (im Vorjahr TEUR 163), Rückstellungen für Rechtskosten TEUR 50 (im Vorjahr TEUR 50) sowie Personalkosten in Höhe von TEUR 1.156 (im Vorjahr TEUR 685).

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.660 (Vorjahr TEUR 10.936) betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.084 (im Vorjahr TEUR 555) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.575 (im Vorjahr TEUR 10.267). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 6.847 (im Vorjahr TEUR 8.974) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Forschung und Entwicklung

Von den insgesamt angefallenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von TEUR 5.549 (Vorjahr TEUR 5.323) wurden TEUR 2.158 (Vorjahr TEUR 2.352) aktiviert, das entspricht einer Aktivierungsquote von 38,9 % (Vorjahr 44,2 %.) Die Abschreibung auf selbst erstellte bzw. geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände beträgt im Berichtsjahr TEUR 1.111 (Vorjahr TEUR 1.134).

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Unter den Löhnen und Gehältern sind Freistellungsgehälter und Abfindungen in Höhe von insgesamt TEUR 545 ausgewiesen, welche für entsprechende Personalmaßnahmen zurückgestellt wurden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand in Höhe von TEUR 1 (im Vorjahr TEUR 1) betrifft laufende Quellensteuern für das Berichtsjahr.

6 Sonstige Angaben

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der censhare GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, Köln, einbezogen. Diese erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, Köln, wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Durchschnitt Berichtsjahr Durchschnitt Vorjahr
Angestellte 77 89
Auszubildende 4 5

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

In € Gesamt Restlaufzeiten
Bis zu 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 3.898.377,35 1.404.860,65 2.493.516,70 0

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen Leasingverträge für KFZ, Software, Hardware etc. sowie Mietverhältnisse.

Es besteht ein Haftungsverhältnis gem. § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB: Die Gesellschaft hat eine Gewährleistungsverpflichtung gegenüber einem Kunden in den USA für Haftungsrisiken im Zusammenhang mit dem Vertrieb von censhare Software übernommen. Die Haftung ist auf TEUR 5.000 begrenzt.

Darüber hinaus bestehen Garantien gegenüber einem Kunden der censhare NorthWest Europe B.V. (ehemals censhare Benelux & Nordics B.V.) im Zusammenhang mit einem Absatzgeschäft (Software Lizenz- und Wartungsvertrag).

Inanspruchnahmen aus diesen Vereinbarungen sind bislang nicht aufgetreten. Aufgrund der positiven Historie wird auch zukünftig mit keiner Inanspruchnahme gerechnet.

Die Gesellschaft haftet als Garant gesamtschuldnerisch für die Inanspruchnahme von Kreditlinien der DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, Köln, sowie vier weiterer verbundener Unternehmen. Die Kreditlinien waren zum Bilanzstichtag mit € 75,0 Mio. in Anspruch genommen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage sowie der Zukunftsaussichten der Kreditnehmer erscheint eine Inanspruchnahme unwahrscheinlich.

Namen der Mitglieder der Geschäftsführung der censhare GmbH

Im Berichtsjahr gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:

Name Funktion Zeitraum Ausgeübter Beruf
Esther Donatz CEO Bis 31.12.2023 Geschäftsführerin und CEO
Alexander Röthinger CTO Seit 01.05.2022 Geschäftsführer und CTO
Tobias Ackermann Managing Director Seit 01.10.2023 Geschäftsführer und CEO

Vorgänge nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung

Ereignisse im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung sind, haben sich nicht ergeben.

 

München, den 29. 04.2024

gez. Tobias Ackermann

gez. Alexander Röthinger

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2023
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.653.342,18 2.157.781,00 0,00 16.811.123,18
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 776.967,12 0,00 0,00 776.967,12
Immaterielle Vermögensgegenstände 15.430.309,30 2.157.781,00 0,00 17.588.090,30
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 801.034,83 2.999,27 0,00 804.034,10
Sachanlagen 801.034,83 2.999,27 0,00 804.034,10
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.613.910,54 0,00 0,00 10.613.910,54
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 14.834.458,18 0,00 1.295.000,00 13.539.458,18
Finanzanlagen 25.448.368,72 0,00 1.295.000,00 24.153.368,72
Anlagevermögen 41.679.712,85 2.160.780,27 1.295.000,00 42.545.493,12
Abschreibungen Nettowerte
Stand am 1.1.2023
Zugänge
Abgänge
Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2023
Stand am 31.12.2022
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446.825,10 1.110.699,00 0,00 4.557.524,10 12.253.599,08 11.206.517,08
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 776.880,12 87,00 0,00 776.967,12 0,00 87,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.223.705,22 1.110.786,00 0,00 5.334.491,22 12.253.599,08 11.206.604,08
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 750.904,38 19.788,27 0,00 770.692,65 33.341,45 50.130,45
Sachanlagen 750.904,38 19.788,27 0,00 770.692,65 33.341,45 50.130,45
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.667.786,85 0,00 0,00 1.667.786,85 8.946.123,69 8.946.123,69
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.055.000,00 0,00 0,00 1.055.000,00 12.484.458,18 13.779.458,18
Finanzanlagen 2.722.786,85 0,00 0,00 2.722.786,85 21.430.581,87 22.725.581,87
Anlagevermögen 7.697.396,45 1.130.574,27 0,00 8.827.970,72 33.717.522,40 33.982.316,40

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die censhare GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der censhare, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der censhare, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 29. April 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann-Josef Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer

Frank Schmid, Wirtschaftsprüfer

Die Offenlegungserleichterungen gem. § 327 HGB wurden in Anspruch genommen. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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