HT Troplast GmbHLiquidiert
12277 Berlin, DEUStammdaten
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HT Troplast GmbHBerlinJahresabschluss und Lagebericht zum 31. Dezember 2021LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021HT Troplast GmbH, Berlin1. Unternehmen Die HT Troplast GmbH mit Sitz in Berlin ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter HRB Nr. 130363 eingetragen. Die Anschrift lautet: Motzener Straße 31-33 in 12277 Berlin. Die HT Troplast GmbH ist die alleinige Gesellschafterin der profine GmbH. Der Unternehmensgegenstand ist der Erwerb, das Halten, die Veräußerung, die Finanzierung und die Verwaltung von Beteiligungen, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Angelegenheiten als auch die Erbringung von Logistik- und anderen Dienstleistungen für Beteiligungsunternehmen. Die 100%ige Tochtergesellschaft profine GmbH, Troisdorf / Deutschland ist mit den Marken KBE, Kömmerling und Trocal sowie Tochtergesellschaften in 23 Ländern weltweit am Markt vertreten und ist ein führender Hersteller von PVC-Profilen für Fenster und Türen sowie von Sichtschutz-Lösungen, PVC-Platten und kundenspezifischen Bau- und Industrieprofilen. 2. Wirtschaftliches Umfeld Die HT Troplast GmbH ist aufgrund ihres Unternehmensgegenstandes im Wesentlichen nur indirekt über ihre Beteiligung an der profine GmbH weltwirtschaftlichen Veränderungen ausgesetzt. Trotz der weiterhin anhaltenden COVID-19 Pandemie entwickelte sich die Weltwirtschaft im 1. Halbjahr 2021 positiv, verlor jedoch in der 2. Jahreshälfte 2021 etwas an Fahrt, was sich in Summe im Wirtschaftswachstum des abgelaufenen Geschäftsjahres widerspiegelte. Gründe hierfür waren stark gestiegene Rohstoffkosten, gestörte Lieferketten, Engpässe auf dem Arbeitsmarkt, aber auch eine erneute Verschärfung der COVID-19 Situation aufgrund neuer ansteckenderer Mutationen des SARS-CoV-2 Virus. Nichtsdestotrotz konnte für das Gesamtjahr 2021 gemäß dem Internationalen Währungsfonds (International Monetary Fund) ein globales Wachstum von 5,9% (Vorjahr -3,1%) verzeichnet werden. Die relevante Bauwirtschaft wurde im Jahr 2021 besonders von gestiegenen Rohstoffpreisen sowie der Rohstoffknappheit aufgrund hoher Nachfrage und gestörter Lieferketten beeinflusst. Weltweit verzeichnete die Bauindustrie zwar ein Wachstum von 4,1% (Vorjahr -0,1%), welches jedoch ohne die vorgenannten Einschränkungen deutlich höher hätte ausfallen können. Das Bauvolumen in den Euroconstruct-Ländern (EC-19) steigerte sich um 5,6% (Vorjahr -4,7%). Dabei zeigten sich, wie bei der Wirtschaftsentwicklung auch, erkennbare nationale Unterschiede. Neben günstigen Finanzierungsbedingungen war eine stabile Größe weiterhin der Bereich Renovierung und Modernisierung, der in nahezu allen Ländern, auch durch die Implementierung von Förderprogrammen für energetische Sanierungsmaßnahmen, profitierte. Insgesamt wurden in den EC-19-Ländern rund 1,8 Millionen Wohnungen fertiggestellt. Frankreich zeigte sich dabei als der größte Markt mit 370.000 Wohnungen, gefolgt von Deutschland und Polen mit 300.000 Wohnungen bzw. 240.000 Wohnungen. Das Bauvolumen in den Eastern European Construction Forecast Association-Ländern (EECFA-8) wuchs um 3,1% im Vergleich zum Vorjahr mit -2,8%. Vor allem die darin enthaltenen beiden großen Märkte Russland und Türkei trugen nach der rückläufigen Entwicklung im vergangenen Jahr wieder zum Wachstum im Jahr 2021 bei. 3. Ertragslage Die HT Troplast GmbH hat im Berichtsjahr ein Rohergebnis von 15.933 TEUR erzielt, was einer leichten Steigerung von 4,1% gegenüber dem Vorjahr mit 15.302 TEUR entspricht. Das Rohergebnis ergibt sich fast ausschließlich aus Erträgen aus der Vermietung von Grundstücken, Gebäuden und von Betriebs- und Geschäftsausstattung an ihre Tochtergesellschaft profine GmbH sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen an diese. Der Personalaufwand ist im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr um 26 TEUR auf -1.425 TEUR gesunken, was sich mit der Anpassung der Pensionsrückstellung begründet. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen reduzierten sich auf -2.114 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit -2.212 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken, was sich in den letztjährig einmalig angefallenen Kosten für die erfolgte Refinanzierung der gesamten Gruppe mit Begebung einer Anleihe begründet. Hierbei handelte es sich größtenteils um Einmalkosten für Anwalts- und Beratungsleistungen. Der gemäß Artikel 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB ausstehende Unterschiedsbetrag auf die Pensionsrückstellung wurde im Jahr 2021 vollständig zugeführt. Das Finanzergebnis im Jahr 2021 hat sich aufgrund des Zinsaufwands der im Jahr 2020 begebenen Anleihe im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf -4.539 TEUR (Vorjahr 21.133 TEUR) reduziert. Darin enthalten ist die Ergebnisabführung der Tochtergesellschaft profine GmbH mit 18.562 TEUR (Vorjahr 40.454 TEUR) aufgrund des bestehenden Abführungsvertrages. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aktive latente Steuern in Höhe von 2.675 TEUR sowie einen Ertrag aus der Auflösung der Ertragsteuerrückstellung in Höhe von 1.210 TEUR. Gegenläufig wurde für die Ertragsteuerzahlung des Jahres 2021 ein Aufwand in Höhe von -1.259 TEUR als Rückstellung bilanziert. Der Jahresfehlbetrag 2021 beläuft sich somit auf -1.390 TEUR (Vorjahr Jahresüberschuss 29.631 TEUR). Der Jahresfehlbetrag ist deutlich geringer ausgefallen und somit hat sich das Jahresergebnis besser entwickelt, als es im Vorjahr prognostiziert wurde. 4. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme hat sich unwesentlich auf 442.632 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 443.290 TEUR reduziert. Beim Anlagevermögen wurden im Jahr 2021 für Sachanlagen Investitionen in Höhe von 1.755 TEUR getätigt. Durch die planmäßigen Abschreibungen hat sich das Sachanlagevermögen auf 20.091 TEUR (Vorjahr: 20.453 TEUR) reduziert. Das Finanzanlagevermögen hat zum Stichtag unverändert zum Vorjahr einen Buchwert von 360.303 TEUR. Darin enthalten ist eine Ausleihung an die Tochtergesellschaft profine GmbH in Höhe von 100.000 TEUR. Der Wert des Umlaufvermögens beträgt zum Geschäftsjahresende 43.153 TEUR (Vorjahr 45.947 TEUR). Diese Reduzierung resultiert hauptsächlich aus dem gesunkenen Guthaben bei Kreditinstituten um -4.217 TEUR auf 1.282 TEUR(Vorjahr 5.499 TEUR). Gegenläufig hat sich die Forderung der HT Troplast GmbH gegenüber ihrer Tochtergesellschaft profine GmbH um 1.402 TEUR auf 41.831 TEUR erhöht. Die HT Troplast GmbH ist mit ihrer Tochtergesellschaft profine GmbH federführend für die gesamte Konzernfinanzierung verantwortlich und agiert mit dieser in einem Cash Pool-Clearing Verhältnis. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Kosten im Rahmen der erfolgten Refinanzierung, welche periodisch über die Laufzeit aufwandswirksam verteilt werden. Die HT Troplast GmbH hat zum Bilanzstichtag unter der Berücksichtigung der voraussichtlichen Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen aktive latente Steuern in Höhe von 18.525 TEUR (Vorjahr 15.851 TEUR) bilanziert. Das Eigenkapital beträgt zum Stichtag 40.671 TEUR (Vorjahr 42.061 TEUR).Darin enthalten ist ein Genussrechtskapital, welches von der profine GmbH im Jahr 2020 an ihre Muttergesellschaft ausgereicht wurde. Die Rückstellungen haben sich von 24.724 TEUR im Vorjahr um -422 TEUR auf 24.302 TEUR im Jahr 2021 reduziert. Diese beinhalten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, welche sich um -288 TEUR reduziert haben. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahr um 1.154 TEUR auf 377.659 TEUR. Die gesamten Verbindlichkeiten enthalten die Anleihe in Höhe von 340.000 TEUR sowie die daraus resultierende Zinsverbindlichkeit über 14.502 TEUR in den sonstigen Verbindlichkeiten. Insgesamt hat sich die Vermögens- und Finanzlage unter Miteinbeziehung der Geschäftsentwicklung ihrer Tochtergesellschaft profine GmbH auch mit Blick auf die erfolgte Refinanzierung konstant entwickelt. 5. Mitarbeiter Zum Jahresende sind in der HT Troplast GmbH 24 Mitarbeiter (Vorjahr 24 Mitarbeiter) beschäftigt. 6. Chancen- und Risikobericht Das Management der Chancen und Risiken als wichtige Aufgabe unternehmerischen Handelns ist ein integraler Bestandteil der wertorientierten Unternehmensführung der profine-Gruppe, deren Muttergesellschaft die HT Troplast GmbH ist. Zur frühzeitigen Identifikation der Chancen und Risiken hat die Geschäftsführung eine Reihe von definierten Kennzahlen implementiert, die sich auf alle Tochtergesellschaften der Gruppe erstrecken. Die regelmäßige Berichterstattung an das Management, mit der Ausarbeitung von Handlungsoptionen, ermöglicht eine kurzfristige Reaktion auf Markt- und Ergebnisveränderungen, die der jeweiligen Situation angemessen ist. Dieses gelebte Kontrollsystem ist Bestandteil des Controllingprozesses und stellt u.a. die frühzeitige Kommunikation, kontinuierliche Überwachung und Steuerung der Chancen und Risiken sicher. Es ergänzt somit die bestehenden Vorgaben, wie z.B. eine konzernweite Bilanzierungsrichtlinie sowie standardisierte Planungs- und Reportinginstrumente. Zur Vermeidung von Verlusten aus Know-how oder sensibler Daten sind geeignete Maßnahmen implementiert. Das interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet somit ein risikobewusstes Handeln auch im Tagesgeschäft, wie auch ein proaktives Gestalten zukünftiger unternehmerischer Entscheidungen. Geschäftsumfeld Da die HT Troplast GmbH nicht direkt operativ am Markt auftritt, beeinflusst das Wettbewerbsumfeld der operativen Tochtergesellschaft profine GmbH die Ergebnissituation. Dieses ist insbesondere innerhalb der etablierten Märkte herausfordernd, da angesichts der dort überwiegend oligopolistischen Marktstrukturen ein Zuwachs von Marktanteilen anspruchsvoll bleibt. Die weiterhin bestehenden Überkapazitäten in der Branche und steigende Fensterimporte aus Osteuropa führen in der gesamten Branche zu einem stetigen Preisdruck. Bezogen auf das notwendige Betriebskapital der Tochtergesellschaft profine GmbH stellt die Saisonalität des Geschäftsumfeldes ein Risiko dar. Auch Konjunkturschwankungen können die Ertragslage beeinflussen. Nahezu alle Absatzmärkte sind durch einen ausgeprägten Wettbewerb gekennzeichnet. Diesem Risiko begegnet die operative Tochtergesellschaft der HT Troplast GmbH mit einer weiterentwickelten Vertriebsstrategie zur Absatzabsicherung und -förderung. Die hohe Produktqualität, eine effiziente Logistik und ein umfassendes Serviceangebot fördern die Kundenbindung und bilden zusammen sowohl national als auch international wichtige Differenzierungsmerkmale. Zu den geopolitischen Risiken gehören alle Risiken, die sich aus der weltweiten Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe in den jeweiligen Absatz- und Beschaffungsmärkten ergeben und die auf politische Einflussfaktoren wie Handelsbeschränkungen, Maßnahmen zur Verstaatlichung oder Enteignung von Vermögenswerten, Kapitaltransferverbote, Krieg, terroristische Anschläge sowie sonstige Unruhen zurückzuführen sind. Unternehmensspezifisches Umfeld Die HT Troplast GmbH ist mit ihrer Tochtergesellschaft den typischen unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Auch politische Risiken betreffen die profine GmbH aufgrund der zunehmenden Internationalisierung der profine-Gruppe. Darüber hinaus spielen auch für ihre rechtlichen Einheiten in den jeweiligen Ländern Gefahren bei der Nichteinhaltung von gesetzlichen Regelungen eine wichtige Rolle. Neben der aktiven Risikovermeidungsstrategie sind wir stets bestrebt, den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns zusätzlich durch Wahrnehmung sich uns bietender Chancen zu sichern. Dazu gehören u.a. die Erschließung neuer Wachstumsmärkte, der Ausbau von Marktanteilen durch Produktinnovationen sowie die qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kunden mit einer schlanken und flexiblen Organisation. Der globale Einsatz von IT-Systemen birgt zunehmend höhere Chancen, aber auch Risiken. Für unsere Geschäftsprozesse, z.B. im Vertrieb, in der Logistik oder auch in der Produktion bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung der Abläufe durch den Einsatz vernetzter Systeme. Aufgrund dieser immer stärker werdenden Vernetzung einzelner Systeme untereinander steigt somit aber auch das Risiko, dass Daten fehlgeleitet werden oder Manipulationsversuche an diesen Systemen stattfinden. Somit wird die IT-Sicherheit ein immer wichtigerer Bestandteil für den Konzern. Dementsprechend optimieren wir unsere IT-Systeme kontinuierlich, insbesondere auch im Hinblick auf die steigenden Sicherheitsanforderungen, um derartige Risiken, soweit wie möglich, zu minimieren. Digitale Technologien werden für unsere Märkte und unsere Arbeitswelt zunehmend wichtiger. Daher haben wir digital-strategische Initiativen gestartet, die sowohl darauf abzielen, unsere internen Prozesse effizienter zu gestalten, als auch darauf, die Chancen der Digitalisierung in Bezug auf unsere Produkte und Vertriebsstrategien zu evaluieren. An allen Standorten kann es durch äußere Einflüsse wie Elementarereignisse, Brände/Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen/Zwischenprodukten zu Betriebsunterbrechungen kommen. Diesem Risiko begegnen wir - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - mit der Fertigung bestimmter Produkte auf voneinander unabhängigen Anlagen und dem Vorhalten von Sicherheitsbeständen. Durch ein umfangreiches Versicherungspaket sowie geeignete präventive, organisatorische und technische Maßnahmen wird angestrebt, die finanziellen Folgen aus Schadensfällen und Haftungsrisiken zu minimieren und ausreichend dimensioniert abzudecken. Als international tätige Gesellschaft sind wir Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt. Hierzu gehören besonders Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Markenrecht und Steuerrecht. Grundsätzlich können nie alle Risiken vollständig ausgeschlossen werden. Mit einer kontinuierlichen Überwachung unserer vertraglichen und steuerlichen Verpflichtungen sowie der Unterstützung von externen Rechts- und Steuerberatern bei Vertrags- und Steueranliegen sollen mögliche Risiken vermieden werden. Die für die Erreichung unserer Unternehmensziele unabdingbare Erhaltung des hohen Qualitätsstandards wird mit Hilfe eines umfassenden und aufwendigen Qualitätssicherungskonzeptes erreicht. Dies beinhaltet die Definition von Regeln für die elementaren Abläufe in der Prozesskette, wie z.B. die laufende Kontrolle von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen. Die Einhaltung dieser Standards wird durch interne und externe Audits überprüft. Finanzwirtschaftliche Risiken Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden, wesentlichen Risiken insbesondere für die Tochtergesellschaft profine GmbH umfassen zinsbedingte Cashflow-Risiken sowie Liquiditäts-, Währungs- und Kreditrisiken. Die Geschäftsführung reagiert darauf mit Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die im Folgenden dargestellt werden. Das Liquiditätsrisiko besteht darin, aufgrund nicht ausreichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln fällige oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Die Begrenzung und die Steuerung des Liquiditätsrisikos zählen zu den primären Aufgaben des Managements. Zur Steuerung des künftigen Liquiditätsbedarfs wird eine rollierende Liquiditätsplanung eingesetzt. Die HT Troplast GmbH hat am 6. Juli 2020 eine Anleihe im Volumen von TEUR 340.000 mit einem Kupon von 9,25% über eine Laufzeit von 5 Jahren emittiert und damit den größten Teil aller bis dato bestehenden Bankdarlehen der Gruppenfinanzierung abgelöst. Aufgrund der nunmehr überwiegend festverzinslichen Finanzierungsstruktur besteht für die gesamte Unternehmensgruppe über deren Laufzeit grundsätzlich kein nennenswertes Zinsschwankungsrisiko. Aufgrund der COVID-19 Pandemie gab es zum Zeitpunkt der Begebung der Anleihe erhebliche Zinsaufschläge auf "High Yield" Anleihen, sodass ohne Pandemieumfeld ein deutlich geringerer Kupon hätte erzielt werden können. Die gegenwärtige Anleihe-Finanzierung ist mit einer Laufzeit bis Mitte 2025 an die Bedürfnisse der gesamten Unternehmensgruppe angepasst und sichert dadurch die finanziellen Rahmenbedingungen für eine kontinuierlich stabile Liquiditätssituation sowie eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung. Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag unverändert zum Vorjahr noch freie Kreditlinien. Pandemische Erkrankungen Weltweit bestehen Risiken durch die Übertragung von Infektionserregern von Tier zu Mensch, von Mensch zu Mensch sowie auf anderen Wegen. Durch epidemische, pandemische oder sonstige Ausbreitungsmuster, wie Bioterrorismus, drohen hohe Krankheitsraten in verschiedenen Ländern, Regionen oder auf Kontinenten. Dies kann kurz-, mittel- und langfristig dazu führen, dass die Nachfrage nach unseren Produkten sinkt. Durch hohe Krankheitsraten der Mitarbeiter könnte zudem der operative Betrieb einzelner Konzerngesellschaften zumindest temporär gefährdet sein. Dem wirkt der Konzern mit Verhaltensregeln und Notfallplänen entgegen. Trotz allem können behördliche Restriktionen aus Angst vor der Einschleppung von Krankheitserregern zu operativen Einschränkungen führen. 7. Prognosebericht Durch ihre Holdingfunktion für die profine GmbH wird die HT Troplast GmbH indirekt durch weltwirtschaftliche Entwicklungen und die Entwicklung der Baubranche beeinflusst. Für die Entwicklung der weltweiten Volkswirtschaften prognostiziert der Internationale Währungsfonds (International Monetary Fund) aktuell ein Wirtschaftswachstum von 4,4% für das Jahr 2022. Allerdings gibt es Risikofaktoren wie z.B. impfstoffresistente SARS-CoV-2 Virus-Varianten, weiterhin andauernde Engpässe in Lieferketten, steigende Energiepreise oder auch geopolitische Risiken, die diese voraussichtliche Entwicklung negativ beeinflussen können. Analog zur Weltwirtschaft wird auch für den Bausektor im Jahr 2022 ein Wachstum erwartet. Die Prognose für den Anstieg des weltweiten Bauvolumens liegt bei 3,7% und für die Euroconstruct-Länder (EC-19) bei 3,6%. In keinem dieser Länder sind gravierende Rückgänge zu erwarten. Auch für die Eastern European Construction Forecast Association-Ländern (EECFA-8) wird ein Anstieg von 2,8% erwartet. Mittelfristig wird sich in Europa der weiterhin hohe Bedarf an Wohnraum in urbanen Regionen und der hohe Bedarf an energetischen Sanierungsmaßnahmen positiv auf die Baukonjunktur auswirken. Steuerliche Anreize und öffentliche Förderungen für den Neubau, aber auch die energetische Sanierung sowie günstige Finanzierungsmöglichkeiten bleiben dabei die wichtigsten Einflussfaktoren. Mit dem am 24. Februar 2022 begonnenen militärischen Konflikt in der Ukraine ergeben sich wirtschaftliche Konsequenzen, deren Ausmaß nicht abschließend beurteilt werden kann. Es wird hauptsächlich davon abhängen, wie sich diese Situation in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickelt. Die damit einhergehenden Sanktionen, wie z.B. Einschränkungen des Zahlungsverkehrs, werden vermutlich einen negativen Effekt auf das erwartete Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 haben. Für die HT Troplast GmbH bedeutet dies aktuell eine Ungewissheit für die Geschäftsfortführung der profine-Tochtergesellschaft TOW profine Ukraina, aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung der russischen profine-Tochtergesellschaft SAO profine RUS, bedingt durch mögliche Beschaffungs-, Produktions- und Absatzeinschränkungen. Ferner werden die Kursentwicklung des russischen Rubel und auch die Anpassung von bestehenden Forderungen an die ukrainische profine-Tochtergesellschaft das Jahresergebnis vermutlich negativ beeinflussen. Auswirkungen der COVID-19 Pandemie Die weltweite Entwicklung der Pandemie hatte im Jahr 2021 keinen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der operativen Tochtergesellschaft profine GmbH. Daher geht die HT Troplast GmbH davon aus, dass auch für das Jahr 2022 keine negativen Absatzauswirkungen aufgrund der COVID-19 Pandemie zu verzeichnen sein werden. Mit einem gleichbleibenden Rohertrag und gleichbleibenden Aufwendungen aufgrund der Anleihebegebung und der niedriger zu erwartenden Ergebnisabführung der profine GmbH wegen des Russland-Ukraine-Konflikts, gehen wir davon aus, dass ein Jahresergebnis erzielt wird, welches voraussichtlich den Jahresfehlbetrag des abgeschlossenen Geschäftsjahres leicht überschreiten wird.
Berlin, den 24. März 2022 HT Troplast GmbH gez. Dr. Peter A. Mrosik BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021HT TROPLAST GMBH, BERLINAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 01.01.2021 BIS 31.12.2021DER HT TROPLAST GMBH, BERLIN
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021der HT Troplast GmbH, BerlinDie HT Troplast GmbH mit Sitz in Berlin ist im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Charlottenburg unter HRB Nr. 130363 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 288 Abs. 2 HGB werden überwiegend in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bilanziert. Bewegliche und unbewegliche Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt im Jahr des Zugangs pro rata temporis. Für die Zugänge an geringwertigen Wirtschaftsgütern zwischen 250 und 1.000 EUR werden jahrgangsbezogene Sammelposten gebildet, die über fünf Jahre linear abgeschrieben werden, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Außerplanmäßige Abschreibungen werden darüber hinaus vorgenommen, wenn eine Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit gegebenenfalls niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit dem Nennbetrag bilanziert und bei erkennbaren Risiken Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Nennwerten abzüglich aller erforderlichen Wertberichtigungen angesetzt. Kurzfristige Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs, Währungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem Anschaffungskurs oder mit dem niedrigeren Briefkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen oder Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitmodellen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet und werden mit der jeweils zugrundeliegenden Verpflichtung verrechnet. Liegen alle für die Eigenkapitalqualifikation eines Genussrechtskapitals notwendigen Kriterien wie die Nachrangigkeit der Kapitalüberlassung, der Verlustteilnahme, der Erfolgsabhängigkeit der Vergütung sowie der Längerfristigkeit der Kapitalüberlassung vor, wird dieses erfolgsneutral mit dem vereinnahmten Betrag im Eigenkapital passiviert. Der Ausweis erfolgt in Anwendung des § 265 Abs. 5 HGB in einer separaten Position innerhalb der Bilanzposition "Eigenkapital". Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) bzw. Barwertermittlung (je nach Zusage) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,87% (i.Vj. durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 2,30%) für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von fünfzehn Jahren angesetzt. Einkommenssteigerungen werden mit 2,00% jährlich erwartet. Mit dem "Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" wurde eine Änderung des für die Bewertung von Pensionsrückstellungen maßgeblichen Zinssatzes beschlossen. Für die Bewertung ist nicht mehr auf den durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abzustellen, sondern es ist ein Durchschnittszinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre zugrunde zu legen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechend, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz (gemäß § 253 Abs. 2 HGB) der vergangenen sieben Geschäftsjahre, abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Währungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs, Währungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr zum Anschaffungskurs oder zum höheren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Verbindlichkeit für die Nachfinanzierung bisher nicht gedeckter unverfallbarer Anwartschaften aus Insolvenzen für den Pensionssicherungsverein a.G. wurde mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. ERLÄUTERUNG DER BILANZ Aktiva Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021 sind in gesonderten Übersichten der Anlagen 1 und 2 zum Anhang dargestellt. Das Anlagevermögen enthält im Wesentlichen das verpachtete Sachanlagevermögen und Anteile sowie Ausleihungen an verbundenen Unternehmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr im Saldo um 22 TEUR auf 41 TEUR gestiegen. Dies sind fast ausschließlich sonstige Forderungen. Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben 0 TEUR (i.Vj. 0 TEUR) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen mit 41.831 TEUR (i.Vj. 40.429 TEUR) fast ausschließlich aus sonstigen Forderungen an die profine GmbH. Darin enthalten ist auch die Gewinnabführung der profine GmbH für das Geschäftsjahr 2021. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind im Rahmen des Cash Pool-Clearings mit der profine GmbH um 4.217 TEUR auf 1.282 TEUR gesunken. Die aktiven latenten Steuern betragen zum Stichtag 18.525 TEUR (i.Vj. 15.851 TEUR) und unterliegen gemäß § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre. Es wird das Wahlrecht der Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern ausgeübt. Passiva Das gezeichnete Kapital der HT Troplast GmbH ist unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Kapitalrücklage enthält Aufgelder aus der Ausgabe von Gesellschaftsanteilen in Höhe von 29.234 TEUR und Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital von 143.399 TEUR. Die profine GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft der HT Troplast GmbH hat dieser ein Genussrechtskapital in Höhe von 40.000 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 ausgereicht. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten auch Ausgleichsverpflichtungen für Rentenzahlungen an ehemalige Mitarbeiter der Hüls Troisdorf AG. Im Zusammenhang mit vorangegangenen Ausgliederungsvorgängen stehende, nach dem Betriebsrentengesetz nicht übertragbare, Pensionsverpflichtungen von insgesamt 3.239 TEUR werden wirtschaftlich von Rockwood Specialties Group GmbH und Albemarle New Holding GmbH, beide Frankfurt a.M. (vorm. Dynamit Nobel Aktiengesellschaft, Troisdorf), (2.728 TEUR) und FPB Holding GmbH & Co. KG, Düsseldorf, (511 TEUR) getragen. Die Verrechnung dieser Pensionsverpflichtungen mit Forderungen gegen die wirtschaftlichen Träger der Pensionsverpflichtungen führen somit zu einem niedrigeren Ausweis der Pensionsrückstellungen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von 909 TEUR (i.Vj. 1.312 TEUR). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 HGB einer Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen enthalten angemessene Beträge für Personalverpflichtungen, fehlende Lieferantenrechnungen und andere ungewisse Verbindlichkeiten. Die HT Troplast GmbH hat am 06. Juli 2020 eine Anleihe im Volumen von 340.000 TEUR mit einem Zinskupon von 9,25% über 5 Jahre begeben. Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in der Anlage 3 zum Anhang dargestellt. Informationen zur Besicherung finden sich im Abschnitt "Sonstige Angaben". Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit 18.926 TEUR (i.Vj. 18.575 TEUR) sonstige Verbindlichkeiten und 3.032 TEUR (i.Vj. 1.903 TEUR) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 18.926 TEUR (i.Vj. 18.575 TEUR) beziehen sich auf die Gesellschafterin. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Nach § 276 HGB wurden für die HT Troplast GmbH, als mittelgroße Kapitalgesellschaft, die Positionen des § 275 HGB Abs. 2 Nr. 1 bis 5 als Rohergebnis zusammengefasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten durch Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes die Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und Abs. 2 EGHGB für die Zuführung von Pensionsrückstellungen gem. ausgeübtem Wahlrecht des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes in Höhe von 1.572 TEUR (i.Vj. 524 TEUR). Damit wurde der gesamte ausstehende Unterschiedsbetrag im Jahr 2021 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten 1.259 TEUR Aufwendungen für die voraussichtliche Ertragsteuerzahlung des Geschäftsjahres 2021 sowie Erträge in Höhe von 1.210 TEUR aus der Auflösung von Ertragsteuerrückstellungen der Vorjahre. Des Weiteren wurde ein Ertrag in Höhe von 2.675 TEUR für latente Steuern bilanziert. Sonstige Angaben
Treuhandvermögen Da das Treuhandvermögen zur Abdeckung der Langzeitkonten von Arbeitnehmern dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen ist, ist es mit den entsprechenden Verbindlichkeiten der Gesellschaft aufgerechnet worden. Treuhandvermögen und Erfüllungsbetrag bestehen in Höhe von jeweils 271 TEUR (i.Vj. 250 TEUR). Haftungsverhältnisse Im Zuge der Anleihefinanzierung bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden in Höhe von 22.000 TEUR. Darüber hinaus sind im Rahmen der gesamtschuldnerischen Haftung für diese Anleihe in Höhe eines Nominalwertes von 340.000 TEUR zuzüglich Zinsen umfangreiche Sicherungsübereignungen, Verpfändungen und Globalabtretungen abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen sehen wir derzeit nicht. Finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine weiteren finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr wird mit Verweis auf § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Konzernabschluss Herrschendes Unternehmen ist die HTT Holding GmbH, Frankfurt, die 94,9% der Anteile an der HT Troplast GmbH hält. Sie erstellt einen für die HT Troplast GmbH von der Konzernrechnungslegungspflicht befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS). Die HTT Holding GmbH ist Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Einreichung erfolgt beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers in Köln. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die Russische Föderation startete am 24. Februar 2022 eine Militäroperation in der Ukraine. Aus diesem militärischen Konflikt werden sich im zukünftigen Geschäftsverlauf Auswirkungen für die HT Troplast GmbH und ihre Tochtergesellschaft profine GmbH ergeben, deren Ausmaß noch nicht abschließend eingeschätzt werden kann. Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HT Troplast GmbH haben. Ergebnisverwendung Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, das Ergebnis des Geschäftsjahres 2021 auf neue Rechnung vorzutragen. Geschäftsführung Dr. Peter Mrosik, CEO Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung von der Gesellschaft wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Berlin, den 24. März 2022 HT Troplast GmbH gez. Dr. Peter Mrosik Entwicklung des Anlagevermögensder HT Troplast GmbH im Geschäftsjahr 2021, Berlin
Anteilsliste der HT Troplast GmbH gem. § 285 HGB zum 31.12.2021
* Abweichendes Geschäftsjahr - Geschäftsjahr endet zum 31. März Verbindlichkeitenspiegel der HT Troplast GmbH zum 31.12.2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HT Troplast GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HT Troplast GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HT Troplast GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. März 2022 Grant
Thornton AG
gez. Achim Krichel, Wirtschaftsprüfer gez. Marianne Reck, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung erfolgte am 24. März 2022. |
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