Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Homburg HRB 4600
Eingetragen
11.8.2003
Branche
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für BeherbergungsdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die Personenbeförderung
Gegenstand
Die Veranstaltung, Vermittlung und Durchführung von Reisen jeder Art, insbesondere von Flug-, Schiffs- und Bahnreisen sowie von touristischen Arragements in Verbindung mit diesen Reisen; ferner der Betrieb von Reisebüros und Agenturer für den Verkauf von Personenbeförderungsleistungen; desweiteren Errichtung, An- und Verkauf, An- und Vermietung, An- und Verpachtung, Betrieb von Hotels, Appartements und Feriendorf-Anlagen und sämtlicher mit dem Gegenstand des Unternehmens im Zusammenhang stehender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ingo Dr. Burmester
seit 30.12.2025
Prokura
Sebastian Spratte
seit 11.7.2025
Geschäftsführer
Andreas Pospiech
seit 30.4.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.585.650 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALDIANA GmbH

Oberursel (Taunus)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021

Bilanz zum 30. September 2021

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01.10.2020 - 30.09.2021

Anhang für das Geschäftsjahr 01.10.2020 - 30.09.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.10.2020 - 30.09.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2017

Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung gerundeter Beträge und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Rundungsdifferenzen auftreten können.

2. Grundsätzliche Feststellungen

2.1. Stellungnahme zur Lagebeurteilung der gesetzlichen Vertreter

Aus dem von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft aufgestellten Lagebericht heben wir folgende Angaben hervor, die unseres Erachtens für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage sowie der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken von besonderer Bedeutung sind:

Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf:

1. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Vorjahresumsatz aufgrund der Corona bedingten Reiseeinschränkungen nicht erreicht werden und liegt mit MEUR 33,9 um MEUR 15,4 unter dem Vorjahr.

2. Das prozentuale Bruttoergebnis nach Abzug der touristischen Aufwendungen liegt mit 18,3 % vom Umsatz unter dem Vorjahresniveau (25,6 %). Das absolute Bruttoergebnis beträgt MEUR 6,2 und liegt damit MEUR 6,4 unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (MEUR 12,6). Die Veränderung im Bruttoergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Provisionsaufwand in Höhe von MEUR 3,0 (Vorjahr MEUR 4,1), der in diesem Jahr unter dem Aufwand touristische Leistungen ausgewiesen wird. Im Vorjahr ist dieser Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Um diese Position bereinigt liegt das Bruttoergebnis bei MEUR 9,2 und entspricht damit 27 % vom Umsatz.

3. Die Aldiana hat eine Bilanzsumme von MEUR 68,7 (Vorjahr MEUR 60,2). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um MEUR 8,5 gestiegen. Die Finanzanlagen haben sich um MEUR 2,9 reduziert. Die verpfändete Sicherheitsleistung an den Insolvenzversicherer Swiss Re in Höhe von MEUR 3,0 wurde aufgrund des Wechsels des Versicherers zu R+V Versicherung zurückgezahlt. Zum 30. September 2021 weist die Aldiana liquide Mittel in Höhe von insgesamt MEUR 17,4 (Vorjahr MEUR 12,7) aus.

4. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt MEUR 31,1 (Vorjahr MEUR 14,8). Dies resultiert vorrangig aus der Einzahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage. Diese erfolgten in zwei Tranchen. Die erste umfasste ein Volumen von TEUR 600 (mit Beschluss zum 1. Februar 2021), die zweite umfasste die übrigen MEUR 14 (mit Beschluss zum 31. März 2021). In Summe erwirtschaftet die Aldiana ein EBT von MEUR 1,7 (Vorjahr MEUR -6,1).

5. Gesamtheitlich betrachtet wurde das Ergebnis des aktuellen Geschäftsjahres maßgeblich durch zwei Elemente beeinflusst. Einerseits konnte durch die Auswirkungen der Pandemie das angepeilte Umsatzziel nicht erreicht werden. Andererseits wurde dies durch die gewährten Überbrückungshilfen zu einem Großteil kompensiert.

Diese Kernaussagen zur wirtschaftlichen Lage und zum Geschäftsverlauf der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zukünftige Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken:

1. Der Blick des Deutsche Reiseverband auf das gesamte nächste Touristikjahr 2021/22 fällt verhalten optimistisch aus. Eine Belebung wird demnach erst ab dem zweiten Quartal erwartet. Ein Umsatzniveau annähernd wie vor der Pandemie würde sich wohl frühestens 2023 einstellen.

2. Im Zuge der Beteiligung der DER Touristik als weiteren Gesellschafter an Aldiana wurde die Zusammenarbeit mit DER Touristik weiter intensiviert. Synergien ergeben sich u.a. durch eine enge Zusammenarbeit im Vertrieb, sowie bei Flugeinkauf, Versicherungen, Buchungssystemen und weiteren Leistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen.

3. Für das Geschäftsjahr 2021/22 plant die Aldiana GmbH mit einem leichten Anstieg der Umsätze gegenüber dem Referenzjahr 2018/19 von knapp 3 % auf rd. MEUR 119. Für das Ergebnis vor Steuern wird ein marginaler Anstieg von TEUR 400 auf rd. MEUR 1,4 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/21 erwartet. Großes Augenmerk wird dabei auch weiterhin auf den allgemeinen, kaum variablen, Verwaltungskosten liegen. Hierbei stellen neben den Personalkosten, die Kosten für Vertrieb, Werbung und Marketing die größten Positionen dar.

4. Aldiana ist daran interessiert, das Portfolio, um weitere Club-Anlagen zu erweitern. Die Akquise neuer Anlagen ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit LMEY und DER Touristik hat Aldiana zwei Gesellschafter, die zusätzliche komplementäre Kompetenz, und Wachstumspotenzial einbringen.

5. Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen Liquiditätslage und -planung davon aus, dass unter den getroffenen Annahmen die Liquidität zumindest kurz- und mittelfristig gesichert ist und eine wesentliche Bestandsgefährdung derzeit nicht gegeben ist.

6. Die deutsche Tourismuswirtschaft wurde von der Corona-Pandemie, die in Deutschland im März 2020 mit der ersten Welle begann, hart getroffen, so das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes in seiner ,Perspektive 2025'. Bereits die Osterferien 2020 wurden durch weltweite Reisewarnungen eingeschränkt, in Deutschland galt der erste Lockdown, Menschen konnten weder im Land in Urlaub fahren noch ins Ausland reisen. Die Umsatzrückgänge und -ausfällenahmen historische Ausmaße an. Nach den Zahlen des Deutschen Reiseverbands (DRV) erreichten die Reiseausgaben der Deutschen 2020 eine Höhe von 31,9 Milliarden Euro, das Vorjahresergebnis hatte 69,5 Milliarden Euro betragen. Das Management von Aldiana hat bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und Gesundheit von Gästen und Mitarbeitern sicherzustellen. Hierzu gehören detaillierte Hygienekonzepte mit regelmäßigen Testungen von Gästen und Mitarbeitern und Änderungen der Arbeitsabläufe in den Clubs z.B. im F&B Bereich, in der Ausführung der Buffets, aber auch Verlagerungen von Aktivitäten, wie z.B. der Shows, in den Außenbereich. Gleichzeitig wird das Management und das Aldiana Servicecenter hierbei durch das Krisenmanagement der DER Touristik unterstützt. So können z.B. Fragen der Gäste vor einer Reisebuchung, oder auch Abreise ins Urlaubsziel, kompetent beantwortet werden. Die abgelaufene Saison hat aus Sicht der Geschäftsführung gezeigt, dass sich die Konzepte bewährt haben und die Gäste diese Änderungen wertschätzen.

Diese Kernaussagen zu den Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sind im Lagebericht ausreichend erläutert, so dass wir in Bezug auf Einzelheiten auf den als Anlage 4 beigefügten Lagebericht verweisen.

Zusammenfassende Beurteilung

Aufgrund der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft, die wir aus den im Rahmen unserer Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts gewonnenen Erkenntnissen abgeleitet haben, sind wir zu der Einschätzung gelangt, dass die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft, insbesondere hinsichtlich des Fortbestands und der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken durch die gesetzlichen Vertreter in Jahresabschluss und Lagebericht angemessen ist.

2.2. Unregelmäßigkeiten

Wir haben bei unserer Prüfung folgende Verstöße gegen sonstige gesetzliche Regelungen festgestellt:

Entgegen § 264 Abs. 1 Satz 3 HGB haben die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss und Lagebericht nicht innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres aufgestellt. Wir verweisen diesbezüglich auf § 335 HGB.

Entgegen §§ 325 ff. HGB haben die gesetzlichen Vertreter den Jahresabschluss, Lagebericht und die sonstigen erforderlichen Unterlagen des Vorjahres nicht frist-gerecht zur Offenlegung beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Wir verweisen diesbezüglich auf § 335 HGB.

3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir den nachfolgend wiedergegebenen Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aldiana GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aldiana GmbH, Frankfurt am Main., - bestehend aus der Bilanz zum 30.09.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aldiana GmbH, Frankfurt am Main v.d.H., für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.09.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2021

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.

4. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung

4.1. Gegenstand der Prüfung

Gegenstand unserer Prüfung waren der Jahresabschluss der Aldiana GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Zu den Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts verweisen wir auf die Ausführungen in unserem Bestätigungsvermerk, der in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben ist. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter umfasst auch die Verantwortung für die Buchführung der Gesellschaft.

Unsere Aufgabe ist es, den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht sowie die gemachten Angaben im Rahmen einer den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung entsprechenden Prüfung zu beurteilen. Unsere diesbezügliche Verantwortung wird in dem Abschnitt "Prüfungsurteile" und in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks beschrieben.

Die Prüfung der Einhaltung anderer gesetzlicher Vorschriften gehört nur insoweit zu den Aufgaben der Abschlussprüfung, als sich aus diesen üblicherweise Rückwirkungen auf den Jahresabschluss oder Lagebericht ergeben.

Gemäß § 317 Abs. 4a HGB hat sich eine Abschlussprüfung auch nicht darauf zu erstrecken, ob der Fortbestand der Gesellschaft oder die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann.

4.2. Art und Umfang der Prüfung

Wir haben unsere Prüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

Zur Zielsetzung unserer Prüfung und zu den wesentlichen Grundzügen unseres prüferischen Vorgehens verweisen wir auf die Ausführungen in dem Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks.

Der Prüfungsplanung und -durchführung lag unser risikoorientierter Prüfungsansatz zugrunde. In diesem Rahmen haben wir Art und Umfang der vorzunehmenden Prüfungshandlungen aus verschiedenen Faktoren abgeleitet.

Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen in der Rechnungslegung aufgrund von Unrichtigkeiten und Verstößen (= Fehlerrisiko) beurteilt. Die Beurteilung dieser Risiken basierte zunächst auf einer Analyse des Unternehmensumfeldes (insbesondere branchenspezifische Faktoren) sowie auf Auskünften der Unternehmensleitung über wesentliche Unternehmensziele und -strategien sowie Geschäftsrisiken (mandantenspezifische Faktoren). Ferner hatte unsere vorläufige Einschätzung der Lage der Gesellschaft sowie die grundsätzliche Beurteilung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems Einfluss auf unsere Risikobeurteilung.

Auf Grundlage der Risikobeurteilung haben wir folgende Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Existenz und Genauigkeit der ausgewiesenen Umsatzerlöse

Auf die vorstehenden Prüfungsschwerpunkte haben wir unser Prüfprogramm ausgerichtet, in dem Art, zeitliche Einteilung und Umfang der durchzuführenden Prüfungshandlungen festgelegt werden. Dabei kamen - soweit wir uns auf die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems für Zwecke der Festlegung von aussagebezogenen Prüfungshandlungen gestützt haben oder dies erforderlich war - sowohl Funktionsprüfungen des internen Kontrollsystems als auch aussagebezogene Prüfungshandlungen bestehend aus Einzelfallprüfungen und analytischen Prüfungshandlungen zum Einsatz. Sowohl die Funktionsprüfungen als auch die Einzelfallprüfungen erfolgten dabei alternativ im Rahmen einer Vollerhebung, einer bewussten Auswahl oder eines (repräsentativen) Stichprobenverfahrens.

Ausgangspunkt unserer Prüfung bildeten der Jahresabschluss und der Lagebericht des vorangegangenen Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020, der von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde. Der Jahresabschluss wurde am 29. Oktober 2021 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Die Eröffnungsbilanzwerte haben wir daraufhin geprüft, ob sie ordnungsgemäß aus dem Vorjahresabschluss abgeleitet wurden. Gemäß IDW PS 205 haben wir zusätzliche Prüfungshandlungen durchgeführt, um eine hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, dass die nicht von uns geprüften Eröffnungsbilanzwerte keine falschen Darstellungen enthalten, die den zu prüfenden Jahresabschluss wesentlich beeinflussen.

Im Rahmen der Prüfung der Forderungen und der Verbindlichkeiten sowie der Guthaben bei Kreditinstituten und der Rückstellungen haben wir in Stichproben von Kunden und Lieferanten Saldenbestätigungen sowie von allen Kreditinstituten und allen Rechtsanwälten sowie Steuerberatern der Gesellschaft Bestätigungen über Guthaben, Ansprüche und Verpflichtungen der Gesellschaft eingeholt.

Bei der Prüfung der Bewertung der Pensionsrückstellungen haben wir die Ergebnisse des von der Gesellschaft bei einem unabhängigen Sachverständigen eingeholten versicherungsmathematischen Gutachtens als Prüfungsnachweis verwendet.

Unsere Prüfungsarbeiten führten wir von Oktober 2021 bis zum 23. Dezember 2021 durch.

Die gesetzlichen Vertreter und die von ihnen benannten Auskunftspersonen haben alle Aufklärungen und Nachweise erbracht. Die gesetzlichen Vertreter haben uns die Vollständigkeit des vorgelegten Jahresabschlusses und Lageberichts schriftlich bestätigt.

5. Feststellungen und Erläuterungen zur Rechnungslegung

5.1. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung

5.1.1. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen

Die Bücher der Gesellschaft sind ordnungsmäßig geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die Buchführung und die weiteren geprüften Unterlagen im gesamten Geschäftsjahr in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften sowie den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und sind die aus den weiteren von uns geprüften Unterlagen entnommenen Informationen in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht abgebildet.

5.1.2. Jahresabschluss

Der von uns geprüfte und diesem Bericht als Anlage 1 bis Anlage 3 beigefügte Jahresabschluss der Aldiana GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

sind die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung ordnungsmäßig aus der Buchführung und den weiteren geprüften Unterlagen abgeleitet,

wurden die gesetzlichen Ausweis-, Ansatz- und Bewertungsvorschriften in allen wesentlichen Belangen beachtet und

sind die im Anhang enthaltenen Angaben in allen wesentlichen Belangen vollständig und zutreffend.

Die Gesellschaft hat unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Organbezüge nach § 285 Nr. 9 a) und b) verzichtet. Wir bestätigen, dass die für das Unterlassen der Angabe erforderlichen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

5.1.3. Lagebericht

Der von uns geprüfte und diesem Bericht als Anlage 4 beigefügte Lagebericht der Aldiana GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 entspricht nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse in allen wesentlichen Belangen den gesetzlichen Vorschriften.

Zu Einzelheiten unseres Prüfungsurteils zum Lagebericht verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt "Prüfungsurteile" unseres Bestätigungsvermerks.

5.2. Gesamtaussage des Jahresabschlusses

5.2.1. Feststellung zur Gesamtaussage des Jahresabschlusses

Der von uns geprüfte und diesem Bericht als Anlage 1 bis Anlage 3 beigefügte Jahresabschluss der Aldiana GmbH vermittelt nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021.

5.2.2. Bewertungsgrundlagen und sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

5.2.2.1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die weiteren wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind in dem als Anlage 3 beigefügten Anhang dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr wurden keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

5.2.2.2. Wesentliche sachverhaltsgestaltende Maßnahmen

Es lag unserer Beurteilung eine sachverhaltsgestaltende Maßnahme mit wesentlichen Auswirkungen auf die Gesamtaussage des Jahresabschlusses vor. Es handelt sich hierbei um die Gewährung staatlicher Zuschüsse aufgrund der Corona Pandemie. Es wurden im Geschäftsjahr MEUR 7,5 staatliche Überbrückungshilfe III beantragt und erfolgswirksam gebucht. Hiervon wurden im Juli 2021 bereits MEUR 7,1 an die Gesellschaft gezahlt.

6. Schlussbemerkungen

Verantwortliche Prüfungspartner im Sinne der Berufssatzung WP sind Herr WP Arndt F. Krüger - als für die Auftragsdurchführung vorrangig verantwortlich - und Herr WP Maximilian Meyer zu Schwabedissen als weiterer verantwortlicher Prüfungspartner.

Diesen Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der Aldiana GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.) erstattet.

Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt 3 dieses Berichts wiedergegeben.

 

Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2021

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. September 2021

Aktiva

30.09.2021 30.09.2020
EURO EURO
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 794.421,00 871.202,65
2. Geleistete Anzahlungen 310.229,50 140.865,50
1.104.650,50 1.012.068,15
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.464,00 44.906,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.288.937,15 31.208.937,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000.000,00 2.000.000,00
3. Sonstige Ausleihungen - 3.000.000,00
33.288.937,15 36.208.937,15
34.446.051,65 37.265.911,92
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Kataloge und Merchandise Artikel 51.184,21 26.960,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.580.811,56 3.577.986,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.560.608,91 5.194.188,38
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.520,54
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
4. sonstige Vermögensgegenstände 4.680.338,99 909.781,95
16.821.759,46 9.683.477,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 17.357.280,82 12.668.233,13
34.230.224,49 22.378.671,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.199,07 524.022,80
68.736.475,21 60.168.606,00

Passiva

30.09.2021 30.09.2020
EURO EURO
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.585.650,00 1.585.650,00
II. Kapitalrücklage 85.805.878,44 71.205.878,44
III. Gewinnrücklagen 13.114,00 13.114,00
IV. Verlustvortrag -57.986.541,00 -51.103.001,09
V. Jahresergebnis 1.679.587,73 -6.883.539,91
31.097.689,17 14.818.101,44
B.
Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 342.165,00 327.807,00
2. Steuerrückstellungen 706.315,54 600.350,68
3. Sonstige Rückstellungen 5.595.816,91 3.308.010,02
6.644.297,45 4.236.167,70
C.
Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 11.226.849,69 12.165.169,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.705.126,64 9.336.317,73
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 5.705.126,64 (Vorjahr: € 9.336.317,73)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.285.910,09 19.360.638,53
- davon gegenüber Gesellschafter € 0,00 (Vorjahr: € 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr € 10.285.910,09 (Vorjahr: € 19.360.638,53)
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.776.602,17 252.211,53
- davon aus Steuern € 59.931 (Vorjahr: € 63.194,42)
30.994.488,59 41.114.336,86
68.736.475,21 60.168.606,00

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21

01.10.2020 - 30.09.2021 01.10.2019 - 30.09.2020
EURO EURO
1. Umsatzerlöse 33.947.993,55 49.259.214,16
2. sonstige betriebliche Erträge 8.677.616,17 1.957.564,50
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 96.607,04 (Vorjahr: € 82.008,19)
3. Aufwendungen für touristische Leistungen fertigen und unfertigen Erzeugnissen -27.666.158,75 -36.627.616,22
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.863.687,81 -3.925.166,72
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -885.580,00 -791.604,87
- davon für Altersversorgung: € 65.121 (Vorjahr: € 43.529,31) -4.749.267,81 -4.716.771,59
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -421.511,18 -355.361,81
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.678.574,15 -12.296.267,84
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: € 335.871,86 (Vorjahr: € 83.618,97)
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 300.838,44 269.431,01
- davon aus verbundenen Unternehmen € 300.838,44 (Vorjahr: € 269.431,01)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 646.554,82 217.178,48
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 133.692,48 (Vorjahr: € 151.834,48)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -3.100.000,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -272.422,50 -735.744,95
- davon an verbundene Unternehmen: € 244.537,97 (Vorjahr: € 114.539,13)
Finanzergebnis 674.970,76 -3.349.135,46
Ergebnis vor Steuern 1.785.068,59 -6.128.374,26
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -105.964,86 -713.076,50
12. Ergebnis nach Steuern 1.679.103,73 -6.841.450,76
13. sonstige Steuern 484,00 -42.089,15
14. Jahresüberschuss 1.679.587,73 -6.883.539,91

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021

A. ERLÄUTERUNGEN UND ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt. Die ALDIANA GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Das gesetzlich vorgeschriebene Gliederungsschema (§ 275 Abs. 1 HGB) für die Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Zwischensummen "Finanzergebnis" und "Ergebnis vor Steuern" ergänzt worden.

Das Geschäftsjahr der ALDIANA GmbH umfasst den Zeitraum 01.10. - 30.09. eines Jahres.

Zum 30. September 2020 hat die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH, Köln, 50 % der Anteile an der ALDIANA GmbH übernommen. In Folge hat die ALDIANA GmbH ihre Geschäftsräume nach Frankfurt, Emil-von-Behring-Str. 6, verlegt. Die entsprechende Eintragung im Handelsregister erfolgte am 19. Oktober 2020. Die Gesellschaft ist nun unter der Firma ALDIANA GmbH mit Geschäftsanschrift in Frankfurt am Main im Handelsregister des Amtsgerichts Bad Homburg v.d.H. unter der Nummer HRB 4600 eingetragen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Oktober 2020 ist Herr Bart Rijnhout als Geschäftsführer der Aldiana GmbH berufen worden. Die Eintragung erfolgte am 8. Januar 2021.

Für die Tourismusindustrie hat der Ausbruch der Corona-Pandemie eine nie dagewesene Situation geschaffen, die die Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Durch die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung und Reisebeschränkungen in vielen Ländern ist der Auslandstourismus besonders betroffen.

Für Aldiana, dessen Gästefokus hauptsächlich auf dem deutschen Markt liegt und dessen Anlagen sich ausschließlich im Ausland befinden, stellt dies eine besondere Beeinträchtigung des Geschäfts dar. Infolge der zweiten Corona Welle im Herbst/Winter 2020 mussten alle Clubs geschlossen werden. Die drei Clubs in Österreich konnten erst ab März, bzw. Mai 2021 wieder geöffnet werden, die Strandclubs erst im Main/Juni des Jahres.

Auf der Grundlage eines konservativen, langfristigen Business- und Liquiditätsplans und der Neuausrichtung der Aldiana Gruppe, sieht die Geschäftsführung eine positive Geschäftsentwicklung und Fortführung der Unternehmensgruppe.

Im April 2021 konnte schließlich eine Vergleichsvereinbarung über eine finale Zahlung der Verbindlichkeiten an Thomas Cook und die Abgeltung sämtlicher wechselseitigen Ansprüche, mit drei Zahlungen bis Ende Juni 2021 geschlossen und durchgeführt werden.

Der Jahresabschluss wurde trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation, insbesondere aufgrund der Corona Pandemie, weiterhin unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt. Im Lagebericht sind in den Angaben zur Vermögens- und Finanzlage sowie im Risikobericht weitere Angaben zum Bestandsrisiko ausgeführt (siehe hierfür 3. Risikobericht im Lagebericht). Die Geschäftsführung hält die Unternehmensfortführung für überwiegend wahrscheinlich.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen, aktiviert.

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um die die IBE- und die ERP-Software, die über fünf Jahre abgeschrieben werden, sowie die Veranstalter-Software DaVinci mit einer Nutzungsdauer von rd. 2 Jahren und die neue Veranstaltersoftware Blank mit einer Nutzungsdauer von 3 Jahren.

Für die geringwertigen Anlagegüter des Sachanlagevermögens mit einem Nettoeinzelwert über 250 EUR und bis zu 1.000 EUR wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird aktiviert und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert, angesetzt. Die Finanzanlagen beinhalten Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen.

Die Aldiana Merchandising Artikel sind zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko wurde eine pauschalierte Einzelwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalwert bilanziert.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung "der Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,98 % (Vorjahr 2,41 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Einkommenssteigerung und Fluktuationsquote betragen jeweils 0 % (Vorjahr: 0 %). Die laufenden Renten gemäß §16 BetrAVG wurden mit 1,13 % (Vorjahr 1,05 %) angepasst.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 23 (Vorjahr TEUR 26) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten sowie erkennbare Risiken (insbesondere drohende Verluste aus schwebenden Geschäften) gebildet und sind der Höhe nach mit dem nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden in Abhängigkeit ihrer Restlaufzeit unter Berücksichtigung der Abzinsungszinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Im Gegensatz zum Vorjahr wurde die Abgrenzung der Umsatzerlöse aus Reiseveranstaltertätigkeit verändert. Wurden die vor dem Stichtag begonnen und nach dem Stichtag beendeten Reisen im Vorjahr noch zeitanteilig erfasst, werden diese im aktuellen Geschäftsjahr vollständig abgegrenzt. Dies dient einer höheren Transparenz des Konzernabschlusses und gleicht die angewandte Methode an das branchenübliche Vorgehen an.

Der Ausweis der Provisionszahlungen wurde im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen vorgenommen. Im aktuellen Jahr erfolgt der Ausweis unter den Aufwendungen für touristische Leistungen, da Provisionszahlungen direkt mit der grundlegenden Tätigkeit als Reiseveranstalter verknüpft sind.

B. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist gesondert im beiliegenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Unter den sonstigen Ausleihungen werden verpfändete Geldbestände in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 3.000) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen solche aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen zwischen Handels- sowie Steuerbilanz in den immateriellen Vermögensgegenständen sowie in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den temporären Differenzen zwischen Handels- sowie Steuerbilanz im Finanzanlagevermögen. Die latenten Steuern berechnen sich auf Basis eines Steuersatzes von 31,92 %. Die Aktivierung des Überhangs der aktiven latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Um die aus der Lockdown Phase resultierenden Umsatzeinbußen und die benötigte Liquidität, auch für die Rückzahlung von bereits geleisteten Gästezahlungen, sicherzustellen, haben die Gesellschafter entsprechende Finanzmittel in Form von Kapitalerhöhungen (in Summe MEUR 14,6) zur Verfügung gestellt bzw. vereinbart. Die Kapitalrücklage beträgt nunmehr MEUR 85,8 (Vorjahr MEUR 71,2).

Die Pensionsrückstellungen betreffen Einzelzusagen an ehemalige leitende Angestellte der ALDIANA GmbH.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Verpflichtungen aus anrechenbaren Stornokosten gegenüber Kunden, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, und Personalrückstellungen. Der Rest entfällt im Wesentlichen auf ausstehende Rechnungen für Dienstleistungen und touristische Vorleistungen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen keine (Vj. MEUR 0). Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse 2020/21 2019/20
EUR EUR
Erlöse Reiseveranstalter 32.531.302,61 47.725.746,16
Management- und Consulting-Gebühren 1.416.690,94 1.533.468,00
33.947.993,55 49.259.214,16

Die Umsatzerlöse enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Reiseveranstaltertätigkeit. Mit dem Ziel eine den HGB-Prinzipien noch stärker entsprechende periodengerechte Umsatzrealisierung zu gewährleisten, wurde im Gegensatz zum Vorjahr sämtliche über den Stichtag hinausführenden Reisen abgegrenzt. Für den Abschluss zum 30.09.2020 wurden die Umsätze und die korrespondierenden Aufwendungen der stichtagsübergreifenden Reisen tagesgenau ermittelt und erfasst. Für das aktuelle Geschäftsjahr folgt dies dem Prinzip der vollständigen Umsatzrealisierung nach Beendigung der Reise. Durch die Umstellung der Abgrenzungsmethodik der Umsätze ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020/21 ein einmaliger Umstellungseffekt von TEUR 1.182. Bei einer zeitanteiligen Umsatzrealisierung von vor dem Stichtag begonnenen und danach beendeten Reisen wäre ein Betrag von TEUR 749 abgegrenzt worden. Durch die nun angewandte Methode den Umsatz aller vor dem Stichtag begonnen Reisen und danach beendeten Reisen nicht zu realisieren, ergibt eine Umfang von TEUR 1.931.

Die Aufwendungen für touristische Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Flugkosten, Transferkosten und Aufenthaltskosten. Darüber hinaus enthalten sie im Gegensatz zum Jahresabschluss zum 30.09.2020 Provisionszahlungen, welche im Vorjahr noch unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden. Da Provisionszahlungen direkt mit der grundlegenden Tätigkeit als Reiseveranstalter verknüpft sind erachten wir diese Darstellung als sinnig, um einen verbesserten Einblick in die Ertragslage der Gesellschaft zu gewähren. Die Quantifizierung des Umstellungseffekts wird im Lagebericht vorgenommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der staatlichen Überbrückungshilfe ÜHIII. Diese hat die Aldiana GmbH für den Förderzeitraum von derzeit November 2020 bis Juni 2021 erhalten (MEUR 7,5; Vorjahr 0). Darüber hinaus bestehen noch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgelaufenen Gutscheinverbindlichkeiten (TEUR 621; Vorjahr TEUR 390).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungsaufwendungen, Aufwendungen für Fremdleistungen, Vertriebsprovisionen, Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten und Rechtskosten, Aufwendungen für Werbemaßnahmen sowie Aufwendungen aus Zuführungen zur Einzelwertberichtigung von Forderungen.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 621 (Vorjahr TEUR 691) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr TEUR 522) enthalten.

D. SONSTIGE ANGABEN

Haftungsverhältnisse

Die ALDIANA GmbH hat zugunsten der Aldiana Management + Consulting AG, Pfäffikon, Schweiz (im Folgenden: AMC), eine Ausfallgarantie bezüglich der von AMC ausstehenden Forderungen übernommen.

Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine potentiell ausfallgefährdeten Forderungen der AMC, die an die ALDIANA GmbH abgetreten und dort wertberichtigt werden müssen.

Die Gesellschaft hat gemeinsam mit der Aldiana Hotel & Resort Consulting Sarl, Djerba/Tunesien, eine Bankgarantie für die Pacht der Anlage auf Djerba abgegeben TEUR 1.500 (Vorjahr TEUR 1.500).

Wir sehen in dieser Bankgarantie derzeit aufgrund der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Eigentümer nur ein geringes Risiko. Ungeachtet der Herausforderungen aus der aktuellen Situation in der Corona Pandemie, sind in Zusammenarbeit mit dem Eigentümer Investitionsplanungen erfolgt, um die Qualitätsstandards zu gewährleisten, die in der Zukunft eine weitere Verbesserung der Umsätze und des Ergebnisses sicherstellen.

Die ALDIANA GmbH hat sich verpflichtet, die verbundenen Unternehmen Mühlbach am Hochkönig Clubhotel GmbH & Co. KG und KB Ampflwang Management GmbH, im Bedarfsfall, mit den, für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen erforderlichen Finanzmitteln, auszustatten.

Für die Gesellschaft Aldiana Clubhotel Bad Mitterndorf GmbH & Co. KG, Bad Mitterndorf, Österreich, wurde ebenfalls eine Patronatserklärung abgegeben, im Bedarfsfall die Gesellschaft mit den für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen erforderlichen Finanzmitteln, auszustatten.

Für eventuelle Risiken aus dieser Verpflichtung wurde entsprechende Vorsorge in Form von Forderungsverzichten getroffen.

Bei der ALDIANA GmbH werden die in den einzelnen Absatzmärkten vorhandenen einzelstaatlichen Regelungen, zur Umsetzung der Richtlinie 90/314/EWG über Pauschalreisen von 1990, voll erfüllt. Die ALDIANA GmbH befolgt sämtliche Standards für Verbraucherinformationen und Formvorschriften für Verträge bei Pauschalreisen und verfügt über alle notwendigen Lizenzierungen in den jeweiligen Absatzmärkten. Der Anspruch der Kunden im Fall der Zahlungsunfähigkeit oder des Konkurses des Reiseveranstalters bzw. des Reisevermittlers auf Übernahme der Rückführungskosten und Erstattung gezahlter Beträge wird innerhalb der bestehenden Sicherungssysteme gewährleistet. Die Absicherung der Kundenansprüche an die ALDIANA GmbH in Deutschland erfolgt über eine Insolvenzversicherung. Zur Absicherung der Versicherungsansprüche gegen die ALDIANA GmbH hat diese an den Versicherungsgeber keine Festgeldkonten abgetreten (Vorjahr TEUR 3.000).

Darüber hinaus bestanden zum 30. September 2021 Haftungsrisiken für künftige GOP-Garantien mit einem Teil der von Aldiana betriebenen Clubanlagen.

Für eventuelle Risiken aus den bestehenden GOP-Garantien wurde entsprechende Vorsorge in Form von Rückstellungen getroffen.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

30.9.2021 30.9.2020
EUR EUR
Mietverpflichtungen
davon bis zu einem Jahr: TEUR 207 (Vorjahr TEUR 207) 264.234,41 464.364,41
davon 1-5 Jahre: TEUR 57 (Vorjahr TEUR 257)
Operating Leasingverpflichtungen
davon bis zu einem Jahr: TEUR 2 (Vorjahr TEUR 31), davon 1-5 Jahre: TEUR 0 (Vorjahr TEUR 11) 2.238,52 42.335,72
266.472,93 506.700,13

Die Mietverpflichtungen beziehen sich auf den bestehenden Mietvertrag hinsichtlich der gemieteten Geschäftsräume der Gesellschaft. Bei den Verpflichtungen aus Operating Leasing handelt es sich im Wesentlichen um Kfz-Leasingverträge. Bei Miet- und Leasingverhältnissen sind die Verpflichtungen bis zur frühestmöglichen Kündigungsfrist angegeben. Zweck und Vorteile der Miete und des Leasings bestehen unter anderem in der Bilanzneutralität und einer transparenten Kalkulationsgrundlage. Risiken sind keine erkennbar.

Anzahl der Mitarbeiter

2021 2020
Anzahl der am Stichtag angestellten Arbeitnehmer 75 76
Anzahl der im Jahresdurchschnitt angestellten Arbeitnehmer 79 79
Davon leitende Angestellte 9 8
Davon Angestellte 70 71

Honorar des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen für Abschlussprüfungs- und Steuerberaterleistungen umfassen:

2021 2020
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 120 307
Steuerberatungsleistungen 60
Summe 120 367

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen

Es sind keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen durchgeführt worden, zu denen die Gesellschaft mittel- oder unmittelbar in weniger als 100-prozentigem Anteilsbesitz steht. Die bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Nachtragsbericht

Es sind keine wesentlichen Sachverhalte nach dem Stichtag eingetreten.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit den bestehenden Verlustvorträgen aus Vorjahren auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zum mittelbaren und unmittelbaren Anteilsbesitz *

Name und Sitz der Gesellschaft Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
in % in TEUR in TEUR
1 Hoteles y Resorts ALDIANA S.L., Chiclana, Spanien 100 % 10.113 87
2 ALDIANA Management + Consulting AG, Pfäffikon, Schweiz 100 % 2.080 36
3 Mühlbach am Hochkönig Clubhotel GmbH, Mühlbach am Hochkönig, Österreich 100 % 45 0
4 Mühlbach am Hochkönig Clubhotel GmbH & Co. KG, Mühlbach am Hochkönig, Österreich 100 % B 123 -80
5 ALDIANA Clubhotel Bad Mitterndorf GmbH, Bad Mitterndorf, Österreich 100 % 94 5
6 ALDIANA Clubhotel Bad Mitterndorf GmbH & Co. KG, Bad Mitterndorf, Österreich 100 % 642 535
7 AHRC ALDIANA Hotel Resort Consulting SARL, Djerba-Midoun, Tunesien 100 % c -14.301 -2.457
8 Blue Dolphin Hotel and Administration Fuerteventura S.L., Fuerteventura, Spanien 100 % A -1,344 -3.670
9 KB Ampflwant Management Gesellschaft m.b.H. 100 % 603 350

* Die dargestellten Angaben bzgl. des Eigenkapitals und des Ergebnisses stammen aus jeweiligen Reporting Packages der Tochtergesellschaften.
A Die Geschäftsanteile werden von der Gesellschaft unter 1 gehalten.

B 2,2 % der Anteile werden von der Gesellschaft unter 3 gehalten.
C 1 % der Anteile werden von der Gesellschaft unter 2 gehalten.

Erklärung: alle negativ dargestellten Werte stellen einen Jahresfehlbetrag dar, alle positiven Werte einen Jahresüberschuss.

Konzernangaben

Die LMEY Investments AG (im Folgenden kurz "LMEY" genannt) hält mittelbar 50 Prozent der Anteile an der deutschen Holding der Aldiana-Gruppe. Die LMEY ist eine in der Schweiz ansässige Investorengruppe.

Am 30. September 2020 hat sich die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH, Köln, mit 50 % direkt am Clubanbieter ALDIANA GmbH beteiligt.

Die ALDIANA GmbH erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis an Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Für das Geschäftsjahr 2020/21 geht die ALDIANA GmbH lediglich noch mit der Gewinn- und Verlustrechnung in den Konzern der LMEY Investment AG ein.

Geschäftsführung

Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Frau Stefanie Brandes bestellt. Als Prokurist war im Geschäftsjahr Herr Bart Rijnhout bestellt. Mit Beschluss vom 26. Oktober 2020 wurde Herr Bart Rijnhout als Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 8. Januar 2021. Alle Geschäftsführer sind hauptberuflich als Geschäftsführer tätig.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft macht von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben über die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a HGB und früherer Mitglieder der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9b HGB.

 

Frankfurt, 23. Dezember 2021

Stefanie Brandes

Bart Rijnhout

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. OKTOBER 2020 BIS ZUM 30. SEPTEMBER 2021

Anschaffungskosten
01.10.2020 Zugänge Abgänge 30.09.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 11.363.413,56 321.603,35 0,00 11.685.016,91
2. Geleistete Anzahlungen 140.865,50 169.364,00 0,00 310.229,50
11.504.279,06 490.967,35 0,00 11.995.246,41
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 368.895,83 30.683,59 0,00 399.579,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 42.774.649,81 80.000,00 0,00 42.854.649,81
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.100.000,00 0,00 0,00 5.100.000,00
3 Sonstige Ausleihungen 3.000.000,00 0,00 3.000.000,00 0,00
50.874.649,81 80.000,00 3.000.000,00 47.954.649,81
Summe Anlagevermögen 62.747.824,70 601.650,94 3.000.000,00 60.349.475,64
Kumulierte Abschreibungen Buchwert
01.10.2020 Zugänge 30.09.2021 30.09.2021 30.09.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 10.492.210,91 398.384,97 10.890.595,89 794.421,02 871.202,65
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 310.229,50 140.865,50
10.492.210,91 398.384,97 10.890.595,89 1.104.650,52 1.012.068,15
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.989,21 23.126,21 347.115,42 52.464,00 44.906,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.565.712,66 0,00 11.565.712,66 31.288.937,15 31.208.937,15
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.100.000,00 0,00 3.100.000,00 2.000.000,00 2.000.000,00
3 Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00
14.665.712,66 0,00 14.665.712,66 33.288.937,15 36.208.937,15
Summe Anlagevermögen 25.481.912,78 421.511,18 25.903.423,97 34.446.051,67 37.265.911,92

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021

1) Geschäft und Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Entwicklung

Im aktuellen "World Economic Outlook" vom Oktober 2021 sagt der Internationale Währungsfons (IWF) weiterhin einen langen, langsamen Anstieg der Wirtschaft voraus. Die Erholung der Wirtschaft ist leicht abgeschwächt. Für das Jahr 2021 hat der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,9 % ermittelt. Für 2022 wird ein erneutes Wachstum von 4,9 % erwartet. Für Deutschland wird ein Wachstum in 2021 von 3,1 % ermittelt und 4,6 % in 2022.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) verzeichnet in seinem Bericht zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Oktober 2021, im zweiten Quartal 2021 eine wieder leicht steigende Wirtschaftsleistung. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,8 %. Trotz der erneuten Unsicherheit durch neue Virusvarianten, haben sich die Konjunkturindikatoren in Gänze weiter aufgehellt. Starke Impulse lieferten hier vor allem die Investitionen in Ausrüstung, private Konsumausgaben, und der Außenhandel.

Der Arbeitsmarkt zeigt sich dem BMWi zu Folge weiterhin positiv. Die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sanken sowohl im kurzfristigen Vergleich des Vormonates, als auch zum Vorjahr. Die Kurzarbeit verringerte sich laut Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im Juni auf 0,9 Millionen Personen.

Die weiterhin leichten Verbesserungen in der Wirtschaft, dürfte sich auch wieder positiv auf die Reiselust der Deutschen auswirken. Das Buchungsverhalten der Kunden zeigt sich weiterhin kurzfristig.

Entwicklung der Tourismusbranche

Für die Tourismusindustrie hat der Ausbruch der Corona-Pandemie eine nie dagewesene Situation geschaffen, die die Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Das Jahr 2021 startete für den europäische Tourismus mit einschneidenden Reiseinschränkungen und einer schleppend anlaufenden Impfkampagne.

Die European Travel Commission (ETC) sieht in ihrem Quartalsbericht 2/2021 die steigende Anzahl an Impfungen als Möglichkeit mit stabil niedrigen Fallzahlen und Erleichterungen bei lokalen Beschränkungen, als Möglichkeit der Erholung des internationalen Reisverkehrs. So zeigt auch die internationale Entwicklung des jeweiligen Bruttoinlandprodukts leichte Steigerungsraten. Für das Jahr 2021 erwartet die ETC ein Wachstum von 6,4 % und 4,6 % in 2022.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) vermeldet basierend auf Auswertungen der Analysten von Travel Data + Analytics (TDA), dass die Vorausbuchungen für Winterurlaube seit September sichtlich anziehen. Zu den Top-Reisezielen zählen u.a. auch die Kanaren, auf die rd. ein Drittel des gesamten Umsatzes bei den pauschal organisierten Veranstalterreisen entfällt.

Der Blick auf das gesamte nächste Touristikjahr 2021/22 sieht der DRV verhalten optimistisch. Ein Umsatzniveau annähernd wie vor der Pandemie wird sich aber wohl frühestens 2023 einstellen.

Marktposition Aldiana

Aldiana gehört weiterhin zusammen mit den Anbietern Club Med und Robinson zu den größten Clubanbietern in Europa.

Gemäß Einschätzung des Managements befindet sich das Clubkonzept von Aldiana auf einem hohen Niveau dank der permanenten Weiterentwicklung der Hotel- und Clubstandards sowie der Schulung der Mitarbeiter in allen Bereichen wie Sport, Kreativität, Wellness, Entertainment und Kinderbetreuung. Hinzu kommt eine professionelle Dienstleistung der klassischen Hotellerie, insbesondere durch ein hochwertiges All-Inclusive-Produkt.

Der Verkauf des Produktes Aldiana konzentriert sich auf die Märkte Deutschland, Österreich und die Schweiz. Auch bei Aldiana werden Online-Buchungen immer wichtiger. Es ist das Ziel, den Anteil der über das Internet gebuchten Reisen weiter auf 25 Prozent bis 30 Prozent zu erhöhen.

Zum Bilanzstichtag betreibt Aldiana neun Clubanlagen.

Im September 2020 hat sich die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH mit 50 % an der Aldiana GmbH beteiligt. Als einer der größten europäischen Reiseveranstalter schaffen die DER Touristik, zusammen mit dem Gesellschafter LMEY, die Voraussetzungen für künftiges Wachstum von Aldiana. Hierbei unterstützt die DER Touristik mit ihrem starken Vertrieb die geplante Expansion.

2) Geschäftsverlauf und Kommentierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Geschäftsverlauf

MEUR IST 2020/21 PLAN 2020/21 IST 2019/20
Umsatz 33,9 81,2 49,3
MEUR IST 2020/21 PLAN 2020/21 IST 2019/20
Ergebnis vor Steuern 1,7 -4,2 -6,1

Gegenüber dem Vorjahr konnte die Aldiana GmbH die Umsatzerlöse aufgrund der Corona Pandemie nicht erreichen. Zum Zeitpunkt der ursprünglichen Umsatzplanung (MEUR 81,2) konnten die staatlich verordneten Schließungen der Clubs in den einzelnen Ländern nicht abgesehen werden. Aufgrund der späten Wiedereröffnungen der Clubs in der Saison 2021, konnte der geplante Umsatz nicht mehr erreicht werden. Das bessere Ergebnis vor Steuern ist im Wesentlichen bedingt durch die erhaltenen staatlichen Überbrückungshilfen ÜHIII in Höhe von MEUR 7,5.

Ertragslage der ALDIANA GmbH

2020/21 2019/20
MEUR % MEUR %
Umsatzerlöse 33,9 49,3
Aufwand touristische Leistungen 27,7 36,6
Bruttoergebnis 6,2 18,3 % 12,6 25,6 %
Sonstige betriebliche Erträge 8,7 2,0
Personalaufwand -4,8 -4,7
Abschreibungen -0,4 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8,7 -12,3
Betriebsergebnis 1,0 2,9 % -2,8 -5,6 %
Finanzergebnis 0,7 -3,3
EBT 1,7 5,0 % -6,1 -12,4 %

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Vorjahresumsatz aufgrund der Corona bedingten Reiseeinschränkungen nicht erreicht werden und liegt mit MEUR 33,9 um MEUR 15,4 unter dem Vorjahr.

Das prozentuale Bruttoergebnis nach Abzug der touristischen Aufwendungen liegt mit 18,3 % vom Umsatz unter dem Vorjahresniveau (25,6 %). Das absolute Bruttoergebnis beträgt MEUR 6,2 und liegt damit MEUR 6,4 unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (MEUR 12,6). Die Veränderung im Bruttoergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem Provisionsaufwand in Höhe von MEUR 3,0 (Vorjahr MEUR 4,1), der in diesem Jahr unter dem Aufwand touristische Leistungen ausgewiesen wird. Im Vorjahr ist dieser Aufwand in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Um diese Position bereinigt liegt das Bruttoergebnis bei MEUR 9,2 und entspricht damit 27 % vom Umsatz.

Das Betriebsergebnis liegt bei MEUR 1,0. Die Verbesserung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (MEUR -2,8) resultiert maßgeblich aus der staatlichen Überbrückungshilfe ÜHIII. Diese spiegeln sich in den stark angestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen wider. Diese belaufen sich für das Geschäftsjahr 2020/21 auf MEUR 8,7 (Vorjahr MEUR 2,0).

Die Personalkosten liegen minimal über dem Vorjahreswert bei rd. MEUR 4,8 (Vorjahr MEUR 4,7).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr die Reisebüroprovisionen (MEUR 4,1), die nun unter den Materialkosten auswegwiesen werden (MEUR 3,0) Um die Provisionen bereinigt, haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um MEUR 0,5 erhöht. Den größten Einfluss hatte hier erhöhte Marketingausgaben in Höhe von TEUR 213.

Das Finanzergebnis in Höhe liegt bei MEUR 0,7 (Vorjahr MEUR -3,3). Im Vorjahr war dies durch eine Wertberichtigung einer Darlehensforderung gegenüber der Tochtergesellschaft AHRC in Djerba in Höhe von MEUR 3,1 belastet.

In Summe erwirtschaftet die Aldiana ein EBT von MEUR 1,7 (Vorjahr MEUR -6,1).

Gesamtheitlich betrachtet wurde das Ergebnis des aktuellen Geschäftsjahres maßgeblich durch zwei Elemente beeinflusst. Einerseits konnte durch die Auswirkungen der Pandemie das angepeilte Umsatzziel nicht erreicht werden. Andererseits wurde dies durch die gewährten Überbrückungshilfen zu einem Großteil kompensiert.

Vermögens- und Finanzlage der ALDIANA GmbH

Die Aldiana hat eine Bilanzsumme von MEUR 68,7 (Vorjahr MEUR 60,2). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanzsumme um MEUR 8,5 gestiegen.

Die Finanzanlagen haben sich um MEUR 2,9 reduziert. Die verpfändete Sicherheitsleistung an den Insolvenzversicherer Swiss Re in Höhe von MEUR 3,0 wurde aufgrund des Wechsels des Versicherers zu R+V Versicherung zurückgezahlt.

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag beträgt MEUR 31,1 (Vorjahr MEUR 14,8). Dies resultiert vorrangig aus der Einzahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage. Diese erfolgten in zwei Tranchen. Die erste umfasste ein Volumen von TEUR 600 (mit Beschluss zum 1. Februar 2021), die zweite umfasste die übrigen MEUR 14 (mit Beschluss zum 31. März 2021).

Langfristig plant die Gesellschaft über die Erschließung neuer Clubanlagen künftig wieder positive Ergebnisse zu erzielen und das Eigenkapital zu stärken.

Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr MEUR 7,5 staatliche Überbrückungshilfe III beantragt und erfolgswirksam gebucht. Hiervon wurden im Juli 2021 bereits MEUR 7,1 an die Gesellschaft gezahlt.

Zum 30. September 2021 weist die Aldiana liquide Mittel in Höhe von insgesamt MEUR 17,4 aus.

Der Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um rd. MEUR 2,0 erhöht. Aufgrund der Umstellung der Provisionszahlungen (im Voraus bei Reisebuchung, im Vorjahr noch nach Reiseende) entfallen rd. MEUR 1,2 hierauf. Aufgrund der unveränderten Abgrenzungen des Provisionsaufwand auf den entsprechenden Reisemonat, hat die Umstellung der Provisionszahlungen keinen Einfluss auf das Betriebsergebnis.

Die Verbindlichkeiten sind um MEUR 9,1 gesunken. Die Darlehensverbindlichkeit an die Tochtergesellschaft HRA wurde im Geschäftsjahr mit rd. MEUR 7,3 getilgt (Verbindlichkeit Vorjahr MEUR 10,3), ebenso sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um MEUR 1,0 bedingt auch durch verminderte Einkäufe im Bereich der Reiseleistungen.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erfordert weiterhin höchste Aufmerksamkeit. Die Verbesserung dieser Punkte wird der Fokus in den kommenden Jahren sein.

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Grundsätze

Das Finanzmanagement der Aldiana schließt alle Konzernunternehmen ein, an denen die Aldiana direkt oder indirekt eine Beteiligung von mehr als 50 % hält. Das Finanzmanagement erfolgt zahlungsstromorientiert.

Ziele

Die Ziele des Finanzmanagements der Aldiana umfassen die ausreichende Liquiditätsversorgung der Aldiana und ihrer Tochtergesellschaften.

3) Risikobericht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Geschäftsführung intensiv mit den spezifischen Risiken des touristischen Geschäfts, vor allem in Verbindung mit der globalen Pandemie auseinandergesetzt. Im Zentrum stand dabei weiterhin, diese touristischen Risiken systematisch zu begrenzen und zu steuern.

Zweck und Ziel dieses Risikomanagements ist es, Risiken jeglicher Art frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie so weit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt. Die Methoden des Risikomanagements sind vom jeweiligen Risiko abhängig.

Liquidität / Going Concern

Aus den Corona bedingten Lockdowns in den meisten europäischen Ländern und der vom Auswärtigen Amt ausgesprochenen Reisewarnung für alle Länder resultieren Umsatzeinbußen für die Aldiana Gruppe. In Folge dessen, sowie den notwendigen Rückzahlungen von bereits geleisteten Gästezahlungen, war die Liquiditätssituation der ALDIANA GmbH und deren Tochtergesellschaften angespannt und es wurden zusätzliche finanzielle Mittel benötigt, um die fehlenden Geldeingänge zu kompensieren, und die laufenden Kosten weiterhin begleichen zu können.

Mit Übernahme von 50 % der Anteile an der Aldiana GmbH durch die DER Touristik Hotels & Resorts GmbH im September 2020, haben sich die Gesellschafter gemeinschaftlich zu einer engen Zusammenarbeit verpflichtet, um Aldiana erfolgreich weiterzuentwickeln und Synergien zu nutzen.

Die Basis bildete eine gemeinschaftlich verabschiedete, neue Geschäftsordnung der Gesellschaft, und die gegenseitige Verpflichtung zur Stärkung und Sicherung des Eigenkapitals der Gesellschaft. Im ersten Schritt wurde eine Einzahlung in die Kapitalrücklage durch beide Gesellschafter in Höhe von jeweils MEUR 9,5 vereinbart und geleistet, im Geschäftsjahr leisteten beide Gesellschafter zusätzlich jeweils MEUR 7,3.

Der Finanzbedarf wurde aus einer gemeinschaftlich erarbeiteten Finanzplanung bis zum 30. September 2022 abgeleitet. Diese Planung geht davon aus, dass ausgehend vom Referenzjahr ohne Pandemie (2018/2019) sich die Umsätze und Kosten auf vergleichbarem Niveau und damit die Netto Cash-Flows vergleichbar zum Referenzjahr darstellen werden. Der operative netto Cash-Flow beträgt demnach rd. MEUR 3,0.

Aufgrund Synergien aus der Zusammenarbeit mit DER ergeben sich Kostenreduzierungen in einzelnen Bereichen, wie z.B. den Flugkosten, aber auch bei Versicherungen und sonstigen Verwaltungskosten, die sich entsprechend positiv auf die Liquidität auswirken. Bei der Zahlung an die eigenen Clubs sind kurzfristige Unterstützungen der Liquidität durch die Obergesellschaft in schwächeren Monaten berücksichtigt, die sich in den umsatzstarken Monaten wieder ausgleichen. Bei den Managed Clubs ist grds. nur die Zahlung der Hotelrechnungen eingeplant, weitere Unterstützungszahlungen kommen dort nicht in Betracht.

Aufgrund der Lockdowns und Reisewarnungen und des damit verbundenen Umsatzrückganges wurde die Überbrückungshilfe III der Bundesregierung über insgesamt rd. MEUR 7,5 im April 2021 beantragt, eine erste Auszahlung in Höhe von MEUR 7,1 erfolgte im Juli 2021. Entsprechende staatliche Unterstützungen, über insgesamt rd. MEUR 7,5, wurden auch für die Tochtergesellschaften in Österreich beantragt und z.T. auch bereits ausgezahlt (rd. MEUR 5,4).

Die Geschäftsführung geht aufgrund der aktuellen Liquiditätslage und -planung davon aus, dass unter den getroffenen Annahmen die Liquidität zumindest kurz- und mittelfristig gesichert ist und eine wesentliche Bestandsgefährdung derzeit nicht gegeben ist.

Hohe Anforderungen durch Kundengeldabsicherung

In Deutschland besteht für Veranstalter das gesetzliche Erfordernis der Kundengeldabsicherung. Kann diese Sicherung nicht erbracht werden, muss die Geschäftstätigkeit eingestellt werden. In Deutschland, dem Veranstaltermarkt von Aldiana, wird diese Absicherung über eine externe Versicherungsgesellschaft gewährleistet. Für Buchungen bis einschließlich 30. September 2020 besteht hierzu ein Vertrag mit der Swiss Re. Buchungen nach dem 30.09.2020 sind über einen Vertrag mit der R+V Versicherung abgesichert, für Buchungen seit dem 1.11.2021 erfolgt die Absicherung über den neu aufgesetzten Deutschen Reisesicherungsfond (DRSF). Reiseveranstalter ab einer bestimmten Umsatzgröße müssen Pauschalreisen zwingend über den DRSF absichern.

Angestrebtes Wachstum zur Absicherung der fixen Produktionskosten

Das Produkt "Cluburlaub" verursacht, bedingt durch seine Organisationsform, höhere Fixkosten als das klassische Hotel- und Veranstaltergeschäft. Aldiana muss zur Wahrung der Qualität und der Einheitlichkeit von Standards zusätzlich zu den hohen fixen Kostengruppen in den Hotels Zentralfunktionen vorhalten. Die wesentlichen fixen und teilfixen Kostengruppen der Aldiana Hotelanlagen sind Personalkosten, Kapitaldienst sowie Abschreibungen.

Daher ist ein wichtiges Augenmerk der Geschäftsführung darauf gerichtet, die Anzahl der Gäste zu erhöhen. Eine Steigerung der Bettenauslastung im Club führt in der Regel zu einem überproportional höheren Deckungsbeitrag. Insbesondere die frühzeitige Buchung durch die Gäste ist zur optimalen Steuerung von Teilen der Kostenblöcke entscheidend. Erreicht wird dies durch den gezielten Einsatz von Frühbucher- und anderen Rabatten.

Aldiana arbeitet in seinen Kernmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz mit Drittveranstaltern zusammen, die diverse Clubs in ihre Vermarktung aufgenommen haben. Dabei wurde die Zusammenarbeit auf wenige Anbieter konzentriert, dafür aber intensiviert. Dadurch sollen Neukunden auf Aldiana aufmerksam gemacht und ein größerer Kundenkreis erschlossen werden. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr wurde zusätzlich die DER Touristik als Drittveranstalter mit aufgenommen. Mit Beteiligung der DER Touristik als weiteren Gesellschafter wird diese Zusammenarbeit deutlich intensiviert und durch deren starken Vertrieb unterstützt.

Die Gesellschafter haben darüber hinaus das gesamte Geschäftsmodell auf den Prüfstand gestellt. Während der Fokus in der Vergangenheit auf der klassischen Veranstaltertätigkeit lag, entwickelt sich Aldiana zunehmend zur reinen Hotelkette. Dies hat den Vorteil, dass neben der Veranstaltertätigkeit das Hotelprodukt direkt verkauft werden kann.

Externe Risiko-Faktoren

Bezogen auf den Gesundheitssektor, dem die Tourismusindustrie stark unterliegt, hat der Ausbruch der Corona-Pandemie eine nie dagewesene Situation geschaffen, die die Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Durch die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung und Reisebeschränkungen in vielen Ländern ist der Auslandstourismus besonders betroffen. Für Aldiana, dessen Gästefokus hauptsächlich auf dem deutschen Markt liegt und dessen Anlagen sich ausschließlich im Ausland befinden, stellt dies eine besondere Beeinträchtigung des Geschäfts dar.

Das "Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes" erwartet, dass international Umsätze auf dem Niveau des Basisjahres 2019 erst im Jahr 2024 realisiert werden können. Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen hat ermittelt, dass die Urlaubsstimmung unter den Deutschen "überraschend positiv" ist. Die Urlaubslust sei gegenüber Januar 2020 nur wenig gesunken.

Beschaffungsrisiken

Aldiana ist indirekt über die Flugpreise den Risiken aus der hohen Volatilität des Kerosinpreises (Aufschlag auf Flugpreise) ausgesetzt.

Fremdwährungs- und Zinsrisiken

Die finanziellen Auswirkungen der Wechselkursrisiken werden durch die überwiegende Konzentration auf den Euro als Regulierungswährung gemindert. Zudem sind alle Pachtverträge der Aldiana Anlagen in Euro ausgestellt.

Für nahezu sämtliche Konzerngesellschaften wird das Management der Währungs- und Zinsrisiken zentral durch die Aldiana durchgeführt. Grundlage für das gesamte Risikomanagement sind zentrale Richtlinien, die eindeutig den Umfang und die Kompetenzen zur Durchführung der erforderlichen Geschäfte festlegen.

Sämtliche Konzerngesellschaften der Aldiana Gruppe melden wöchentlich ihren aktuellen und geplanten Bedarf oder Überschuss an liquiden Mitteln.

Rechtliche Risiken

Bei der Aldiana Gruppe bestehen grundsätzlich allgemeine rechtliche Risiken aus dem Geschäftsverkehr sowie aus steuerlichen Angelegenheiten. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künftigen Verfahren können nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwendungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können.

4) Chancen- und Prognosebericht

Gesamt- und Reisemarkt

Noch im Oktober 2019 ging der Internationale Währungsfonds (IWF) trotz eingetrübter Stimmung von einem moderaten Anstieg der weltweiten Produktionsleistung im Prognosezeitraum aus - hier wurde für das Geschäftsjahr 2020 ein globales Wachstum von 3,4 Prozent erwartet (IWF, World Economic Outlook, Oktober 2019). Auch im Januar 2020 hatte der IWF für 2020 noch ein globales Wachstum von 3,3 Prozent prognostiziert, die Eurozone sollte um 1,3 Prozent zulegen. In seinem ""World Economic Outlook" vom Oktober 2021 sagt der IWF weiterhin einen langen, langsamen Anstieg der Wirtschaft voraus. Die Erholung der Wirtschaft ist leicht abgeschwächt. Für das Jahr 2021 hat der IWF ein Wachstum der Weltwirtschaft von 5,9 % ermittelt. Für 2022 wird ein erneutes Wachstum von 4,9 % erwartet. Für Deutschland wird ein Wachstum in 2021 von 3,1 % ermittelt und 4,6 % in 2022.

So wie bei der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung mussten auch die Prognosen für die Tourismusbranche für das Kalenderjahr angepasst werden. Die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) revidierte ihre Prognose für 2020 deutlich nach unten. Vor dem Ausbruch von COVID-19 prognostizierte die UNWTO für das Jahr 2020 ein Wachstum von 3 bis 4 Prozent für internationale Touristenankünfte. Die Corona-Pandemie führte dazu, dass die UNWTO für das Jahr 2020 einen Einbruch des internationalen Reiseverkehrs um 60 bis 80 Prozent im Vergleich zu 2019 voraussagte.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) stellt eine weiter zunehmende Reiselust der Deutschen fest. Basierend auf Auswertungen der Analysten von Travel Data + Analytics (TDA), vermeldet der DRV, dass die Vorausbuchungen für Winterurlaube seit September 2021 sichtlich anziehen. Zu den Topzielen gehören auch die Kanaren.

Der Blick des DRV auf das gesamte nächste Touristikjahr 2021/22 fällt verhalten optimistisch aus. Eine Belebung wird demnach erst ab dem zweiten Quartal erwartet. Ein Umsatzniveau annähernd wie vor der Pandemie würde sich wohl frühestens 2023 einstellen.

Aktuelle Entwicklungen bei Aldiana

Im Zuge der Beteiligung der DER Touristik als weiteren Gesellschafter an Aldiana wurde die Zusammenarbeit mit DER Touristik weiter intensiviert. Synergien ergeben sich u.a. durch eine enge Zusammenarbeit im Vertrieb, sowie bei Flugeinkauf, Versicherungen, Buchungssystemen und weiteren Leistungen im Rahmen von Dienstleistungsverträgen.

Aldiana ist daran interessiert, das Portfolio um weitere Club-Anlagen zu erweitern. Die Akquise neuer Anlagen ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensstrategie. Mit LMEY und DER Touristik hat Aldiana zwei Gesellschafter, die zusätzliche komplementäre Kompetenz, und Wachstumspotenzial einbringen.

Im Produktbereich arbeiten wir weiterhin kontinuierlich an Verbesserungen der Qualitätsstandards bei gleichzeitiger Beibehaltung von Bewährtem. Hinzugekommen ist die Einführung von umfassenden Hygienekonzepten, um sowohl Gästen als auch Mitarbeiten, ein sicheres Umfeld zu gewährleisten.

Künftige Entwicklung bei Aldiana

Für das Geschäftsjahr 2021/22 planen wir mit einem leichten Anstieg der Umsätze gegenüber dem Referenzjahr 2018/19 von knapp 3 % auf rd. MEUR 119. Für das Ergebnis vor Steuern wird ein marginaler Anstieg von TEUR 400 auf rd. MEUR 1,4 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/21 erwartet. Großes Augenmerk wird dabei auch weiterhin auf den allgemeinen, kaum variablen, Verwaltungskosten liegen. Hierbei stellen neben den Personalkosten, die Kosten für Vertrieb, Werbung und Marketing die größten Positionen dar. Für das Eigenkapital als wesentlichen Leistungsindikator wird keine wesentliche Veränderung, bis auf den Einfluss des Ergebnisses des aktuellen Geschäftsjahres erwartet. Weitere wesentliche Veränderungen sind nicht zu erwarten.

Die deutsche Tourismuswirtschaft wurde von der Corona-Pandemie, die in Deutschland im März 2020 mit der ersten Welle begann, hart getroffen, so das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes in seiner ,Perspektive 2025'. Bereits die Osterferien 2020 wurden durch weltweite Reisewarnungen eingeschränkt, in Deutschland galt der erste Lockdown, Menschen konnten weder im Land in Urlaub fahren noch ins Ausland reisen. Die Umsatzrückgänge und -ausfälle nahmen historische Ausmaße an. Nach den Zahlen des Deutschen Reiseverbands (DRV) erreichten die Reiseausgaben der Deutschen 2020 eine Höhe von 31,9 Milliarden Euro, das Vorjahresergebnis hatte 69,5 Milliarden Euro betragen. Das Management von Aldiana hat bereits frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit und Gesundheit von Gästen und Mitarbeitern sicherzustellen. Hierzu gehören detaillierte Hygienekonzepte mit regelmäßigen Testungen von Gästen und Mitarbeitern und Änderungen der Arbeitsabläufe in den Clubs z.B. im F&B Bereich, in der Ausführung der Buffets, aber auch Verlagerungen von Aktivitäten, wie z.B. der Shows, in den Außenbereich. Gleichzeitig wird das Management und das Aldiana Servicecenter hierbei durch das Krisenmanagement der DER Touristik unterstützt. So können z.B. Fragen der Gäste vor einer Reisebuchung, oder auch Abreise ins Urlaubsziel, kompetent beantwortet werden. Die abgelaufene Saison hat aus Sicht der Geschäftsführung gezeigt, dass sich die Konzepte bewährt haben und die Gäste diese Änderungen wertschätzen.

Wir sind überzeugt, dass Aldiana ein einzigartiges Produkt anbietet, das sich vor allem inhaltlich und in seiner Emotionalität deutlich von allen Wettbewerbern unterscheidet. Auch mit der Umsetzung der Vorgaben zur Bekämpfung des Coronavirus werden sich Chancen ergeben. Diese können wirtschaftlicher oder auch emotionaler Natur sein.

Wir schaffen in unseren Clubs eine Wohlfühlatmosphäre mit hoher Aufmerksamkeit für die individuellen Bedürfnisse aller Gäste, egal welcher Altersgruppe. Dabei legen wir Wert darauf, dass das in über 40 Jahren gewachsene Produkt immer wieder durch Innovationen ergänzt und weiterentwickelt wird. Unser Anspruch ist es, Trends als Erster zu erkennen und umzusetzen und so gerade in Zeiten von Corona neue Wege zu gehen, zum Wohl unserer Gäste. So haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr z.B. das Konzept des ,ClubOffice by Aldiana` in ausgewählten Strandclubs und den Bergclubs eingerichtet. Das Homeoffice im Club.

Der Erfolg des Aldiana-Produkts basiert unserer Ansicht nach auf folgenden Grundlagen:

der Emotionalität und Begehrlichkeit unseres Produktes,

der Kundenzufriedenheit und Erfüllung der differenzierten Kundenwünsche,

der Bereitstellung eines Qualitätsproduktes mit einem adäquaten Preis-/Leistungsverhältnis,

des freundlichen und kompetenten Service, den wir durch das "Fit für Freunde"-Konzept den Mitarbeitern bewusst machen und nachhalten.

Daran werden wir auch in Zukunft als Team gemeinsam arbeiten.

5) Nachtragsbericht

Im Dezember 2021 wurde die Überbrückungshilfe III+ der Bundesregierung über insgesamt rd. MEUR 0,7 beantragt, welche bis heute jedoch noch nicht zur Auszahlung geführt haben.

Darüber hinaus sind keine weiteren wesentlichen Sachverhalte nach dem Stichtag eingetreten.

 

Frankfurt, 23. Dezember 2021

Die Geschäftsführung

Stefanie Brandes

Bart Rijnhout

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Aldiana GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aldiana GmbH, Frankfurt am Main., - bestehend aus der Bilanz zum 30.09.2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Aldiana GmbH, Frankfurt am Main v.d.H., für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.09.2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.10.2020 bis zum 30.09.2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 23. Dezember 2021

Warth & Klein Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer

Arndt F. Krüger, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

5 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.