DM TRADE GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Piet Philemon L. Berens seit 14.7.2025 | Geschäftsführer |
Erik Jagers seit 17.5.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Heider seit 24.7.2012 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BRIDON Limited | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 2.22% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BRIDON INTERNATIONAL GMBHGelsenkirchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die BRIDON INTERNATIONAL GMBH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BRIDON INTERNATIONAL GMBH, Gelsenkirchen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BRIDON INTERNATIONAL GMBH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Bilanzielle Überschuldung und bestandsgefährdendes Risiko" im Anhang und die Angaben in Abschnitt "B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage", Unterabschnitt "1. Bilanzielle Überschuldung und bestandsgefährdendes Risiko", des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft sich grundsätzlich durch einen gruppeninternen Cash-Pool finanziert, welcher jedoch mit einer Frist von vier Wochen kündbar ist. Cash-Pool-Führer ist die Bekaert Coordinatiecentrum NV, Zwevegem/Belgien. Unter Berücksichtigung der aktuellen Planung weist die Gesellschaft im Prognosezeitraum Liquiditätsengpässe auf und wird somit auch zukünftig auf die Zufuhr externer Liquidität angewiesen sein. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, am 5. November 2024 für die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, die Gesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von § 17 InsO oder eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO ausgeschlossen ist. Die Patronatserklärung ist gültig bis zum 31. Oktober 2026. Das Unternehmen ist daher möglicherweise nicht in der Lage, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 21. Mai 2025 EY
GmbH & Co. KG
Crisan, Wirtschaftsprüfer Hafner, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Nummer HRB 2184 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft nimmt die diesbezüglichen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB bzgl. des Anhangs teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzielle Überschuldung und bestandsgefährdendes Risiko Die BRIDON INTERNATIONAL GMBH ist, trotz der im Januar 2022 erhaltenen Kapitalerhöhung von TEUR 44.000, zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich durch einen gruppeninternen Cash-Pool, welcher jedoch mit einer Frist von vier Wochen kündbar ist. Cash-Pool-Führer ist die Bekaert Coordinatiecentrum NV, Zwevegem/Belgien (BCC). Unter Berücksichtigung der aktuellen Planung weist die Gesellschaft im Prognosezeitraum Liquiditätsengpässe auf und wird somit auch zukünftig auf die Zufuhr externer Liquidität angewiesen sein. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, am 5. November 2024 für die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, die Gesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von § 17 InsO oder eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO ausgeschlossen ist. Die Patronatserklärung ist gültig bis zum 31. Oktober 2026. Die Abhängigkeit der Gesellschaft von der Bereitstellung der notwendigen Liquidität durch den Patron stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar, welches bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, und das Unternehmen daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht bei den Erläuterungen zu den einzelnen Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnungsposten etwas anderes gesagt wird. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren, bewertet. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:
Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert über EUR 250,00 und bis EUR 800,00 werden im Anschaffungsjahr als Zugang im Anlagenspiegel erfasst und direkt vollständig abgeschrieben. Sachanlagevermögen mit einem Anschaffungswert unter EUR 250,00 wird direkt aufwandswirksam erfasst. Die Bewertung der Vorräte erfolgt bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den Waren zum gleitenden Einstandspreis oder zu niedrigeren Tageswerten. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bzw. dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne, die Material- und die Fertigungsgemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die verlustfreie Bewertung erfolgt durch Gegenüberstellung der Auftragswerte mit den aufgelaufenen Kosten und den aus den Fertigstellungsgraden abgeleiteten voraussichtlich noch anfallenden Kosten. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Von dem Ausweiswahlrecht nach § 266 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Somit werden die erhaltenen Anzahlungen unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen und nicht offen von den Vorräten abgesetzt. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung von 0,25 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Die Liquiden Mittel bestehen aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten und sind zu Nominalwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern gemäß § 274 HGB werden mit einem Steuersatz von 32,63 % berechnet. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus einem im Vergleich zur Steuerbilanz höheren Ansatz von Pensionsrückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Es sind keine passiven latenten Steuern entstanden. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Die Pensionsrückstellungen werden gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode (PuC-Methode) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit jährlich 2,70 % (Vorjahr: 2,70 %) sowie die jährliche Rentenanpassung mit 2,20 % (Vorjahr: 2,10 %) berücksichtigt. Bei den Pensionszusagen handelt es sich um Altzusagen, daher ist eine Fluktuationsrate nicht zu berücksichtigen. Als Rechnungszins wurde, wie im Vorjahr, der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt; er beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,79 %). Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag von TEUR 757. Das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB, den Unterschiedsbetrag über 15 Jahre zu verteilen, wurde ausgeübt. Der anteilige Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 50 wurde in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 101). Die Pensionsrückstellungen belaufen sich bei Zugrundelegung des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,82 %) zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.356. Die Rückstellung unter Verwendung des 7-Jahres-Durchschnittszinssatzes (1,74 %) beträgt zum Stichtag TEUR 3.387. Somit beträgt der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 144). Für den Unterschiedsbetrag besteht eine Ausschüttungssperre. Die Effekte aus der Auf- und Abzinsung der Pensionsrückstellung sowie die Effekte aus der Zinsänderung werden wie im Vorjahr im Finanzergebnis gezeigt. Die Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Vom Abzinsungswahlrecht für kurzfristige Rückstellungen wurde kein Gebrauch gemacht. Im Rahmen der Restrukturierung zu einer Vertriebsgesellschaft sind bei der Gesellschaft Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.880 entstanden, die durch eine Rückstellung zu passivieren wären. Aufgrund eines bestehenden Weiterbelastungsvertrags mit einer Schwestergesellschaft (Bridon International Ltd., Doncaster/UK - kurz "BDI UK") erfolgte eine Nettobilanzierung entsprechend IDW RS HFA 34. Hierdurch wurden die noch nicht aktivierbaren Ansprüche aus dem Weiterbelastungsvertrag rückstellungsmindernd berücksichtigt. Da dies sämtliche Verpflichtungen, die aus der Restrukturierung resultieren, betrifft, werden bei der BRIDON INTERNATIONAL GMBH selbst keine Rückstellungen aus diesem Sachverhalt gebildet. Im Berichtsjahr 2023 wurden Restrukturierungskosten in Höhe von TEUR 3.306 weiterbelastet, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind. Die korrespondierenden Aufwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Somit bestehen zum 31. Dezember 2023 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.574, die durch eine Rückstellung zu passivieren wären und in den nächsten Jahren an die Schwestergesellschaft weiterbelastet werden. Die Berechnung der unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wird gemäß der Projected-Unit-Credit-Methode durchgeführt. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit jährlich 2,70 % (Vorjahr: 2,70 %) und die jährliche Fluktuation auf Basis des Willis Towers Watson Standards berücksichtigt. Der Rechnungszins beträgt 1,74 % (Vorjahr: 1,45 %). Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Einbuchung mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag erfasst. Beträgt die Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr, werden sie mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht unter Beachtung des Realisationsprinzips bzw. des Imparitätsprinzips erfasst. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden aufgrund der im Oktober 2022 bekanntgegebenen Stilllegung der Produktion in Gelsenkirchen Ende 2023 Maschinen und maschinelle Anlagen hauptsächlich an Schwestergesellschaften im Bekaert Konzern verkauft. Details hierzu sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 4.850 (Vorjahr: TEUR 3.788) betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.062 erhöht. Hauptursache hierfür war die Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen auf Basis des mit einer Schwestergesellschaft bestehenden Kostenübernahmevertrages. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 74) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8.073 (Vorjahr: TEUR 7.993) haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital Das Stammkapital beträgt EUR 9.203.254,00. Zum Bilanzstichtag wurden sämtliche Geschäftsanteile von der Bridon Ltd., Doncaster/Großbritannien, gehalten. Am 17. Januar 2022 wurde von der alleinigen Gesellschafterin eine Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 44.000 beschlossen und am 18. Januar 2022 durchgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 18.740 (Vorjahr: TEUR 20.693) resultieren in Höhe von TEUR 3.507 (Vorjahr: TEUR 9.518) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling in Höhe von TEUR 15.233 (Vorjahr: TEUR 11.174). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten sind, bis auf geschäftsübliche Eigentumsvorbehalte, ungesichert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 5.296 (Vorjahr: TEUR 1.144) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Restrukturierungsaufwendungen an BDI UK von TEUR 3.306, aus Währungskursgewinnen i.H.v. TEUR 974 (Vorjahr: TEUR 1.018), und periodenfremde Erträge aus Anlageverkäufen i.H.v. TEUR 886 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen i.H.v. TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 60). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 10.046 (Vorjahr: TEUR 9.571) beinhalten neben Konzernumlagen insbesondere Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 2.353 (Vorjahr: TEUR 50), Frachtkosten in Höhe von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 1.907), Intercompany Recharges für Royalties und Service Fees von TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 1.013), Entsorgungskosten von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 15), Kosten für Mietpersonal von TEUR 632 (Vorjahr: 1.177), Zuführungen in die Gewährleistungsrückstellung von TEUR 373 (Vorjahr: 784), Reinigungskosten von TEUR 277 (Vorjahr: TEUR 193), Mieten und Pachten von TEUR 221 (Vorjahr: TEUR 209), Zuführungen zur Werteberichtigung auf Forderungen von TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 103), Rechts- und Beratungskosten von TEUR 208 (Vorjahr: 297), Aufwendungen für Provisionen von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 19), Instandhaltungsaufwendungen von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 648), Aufwendungen für Versicherungsprämien von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 171) sowie Kosten für die Qualitätssicherung von TEUR 79 (Vorjahr: 584). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zudem Währungskursverluste in Höhe von TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 1.473) sowie periodenfremde Aufwendungen von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren aus Aufwendungen nach Artikel 66 und 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Bezug auf die Dotierung der Pensionsrückstellung von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) (siehe die Erläuterungen zu den Bewertungsgrundlagen der Pensionsrückstellung). Weitere periodenfremden Aufwendungen beziehen sich auf Buchverluste aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 0). Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze werden zum 01.01.2024 wirksam werden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. Außergewöhnliche Erträge / Aufwendungen In den Umsatzerlöse sind Erträge aus Schadenersatzzahlungen des Produkthaftpflichtversicherers i.H.v. TEUR 1.350 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Weiterbelastungen von Restrukturierungsaufwendungen an BDI UK in Höhe von TEUR 3.306 ausgewiesen. Diese betreffen Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 2.340 und sonstige Kosten für Entsorgung, Reinigung, Abbruch- und Aufräumarbeiten, Rechtsanwälte und Steuerberater in Höhe von TEUR 966, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 4.373 vorgenommen, die über den in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibung liegen. Diese sind durch die Produktionsschließung zu Ende 2023 und damit einhergehende Umstrukturierung des Produktportfolios zurückzuführen. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat aus Leasing-, Miet- und Wartungsverträgen für Betriebs- und Geschäftsausstattungen die nachfolgenden festen Zahlungsverpflichtungen.
Durch den Abschluss von Leasingverträgen ist die Liquiditätsbelastung im Vergleich zum Kauf des Objektes geringer. Es wird jedoch vor Abschluss eines Leasingvertrages geprüft, ob ein Kauf des Objektes und die damit einhergehende Aktivierung im Anlagevermögen eventuell kostengünstiger ist. Außerdem können Leasingraten steuerlich in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden. Der Leasingnehmer trägt kein Investitionsrisiko sowie die Gefahr der Wertminderung oder des zufälligen Untergangs des Leasingobjektes. Wartungs- und Reparaturkosten entstehen für den Leasingnehmer während der Vertragslaufzeit nicht. Sie werden vom Leasinggeber getragen. Aufgrund der Produktionsschließung zu Ende 2023 wurden keine neuen Leasingverträge abgeschlossen. Die über den Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 hinaus noch bestehenden Leasingverträge wurden zum 31. Juli 2024 gekündigt. Weiterhin bestehen mit verbundenen Unternehmen Lizenz- und Service-Verträge für die konzernseitige Unterstützung in den Bereichen Verwaltung, Verkauf, IT und Recht. Der Aufwand hierfür belief sich im Jahr 2023 auf insgesamt TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 1.013). Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 61 Arbeitnehmer (35 gewerbliche Arbeitnehmer und 26 Angestellte) beschäftigt. Im Vorjahr waren es durchschnittlich 88 Arbeitnehmer (50 Arbeiter und 38 Angestellte). Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt nach § 285 Nr. 17 HGB für das Wirtschaftsjahr 2023 TEUR 43. Es bezog sich in vollem Umfang auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft sind: Herr Thomas Lichte, Industriefachwirt, Hamm, hauptberuflicher Geschäftsführer (bis zum 21. Februar 2024), Herr Damien Boffe, Brüssel/Belgien, Vice President der BBRG Finance (UK) Ltd., Großbritannien, hauptberuflicher Geschäftsführer (bis zum 21. Februar 2024), Herr Luc Godefroid, Ellezelles, Belgien, Senior Vice President des Steel Ropes Bereichs von Bekaert (bis zum 8. April 2025), Herr Erik Jagers, De Pinte, Belgien, Vice President Finance der BBRG-Gruppe (seit dem 22. Februar 2024) Herr Piet Philemon L. Berens, Grimbergen, Belgien, Senior Vice President des Steel Ropes Bereichs von Bekaert (seit dem 9. April 2025) Sie vertreten die Gesellschaft gemeinschaftlich. Da nur der Geschäftsführer mit Wohnsitz in Deutschland von der Gesellschaft vergütet wird, wird von der Befreiungsmöglichkeit des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe von Geschäftsführerbezügen Gebrauch gemacht. Im Gesamtbetrag der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 sind Verpflichtungen für ehemalige Geschäftsführer in Höhe von TEUR 1.972 (Vorjahr: TEUR 2.052) enthalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 118) an ehemalige Geschäftsführer getätigt. Konzernangaben Alleinige Gesellschafterin der BRIDON INTERNATIONAL GMBH, Gelsenkirchen, ist seit 18. Oktober 2018 die Bridon Ltd., Doncaster/Großbritannien. Die BRIDON INTERNATIONAL GMBH wird über ihre Gesellschafterin, Bridon Ltd., Doncaster/Großbritannien, in den Konzernabschluss der NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, (Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Der Konzernabschluss wird unter der Gesellschaftsnummer ISIN BE0974258874 bei NYSE Euronect, Brüssel/Belgien, (BEKB) offengelegt. Ergebnisverwendung Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 899 wird dem Verlustvortrag zugeführt. Nachtragsbericht Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, am 5. November 2024 für die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, die Gesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von § 17 InsO oder eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO ausgeschlossen ist. Die Patronatserklärung ist gültig bis zum 31. Oktober 2026. Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen weiteren Vorgängen von besonderer Bedeutung.
Gelsenkirchen, den 24. April 2025 BRIDON INTERNATIONAL GMBH Piet Philemon L. Berens, Geschäftsführer Erik Jagers, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFS 1. Geschäftsfelder, Produktgruppen Die BRIDON INTERNATIONAL GMBH (BIG) produzierte bis Ende des Geschäftsjahres 2023 Drahtseilprodukte. Sie vertreibt Drahtseile für unterschiedliche Anwendungsgebiete. Schwerpunktmäßig wurden im Geschäftsjahr 2023 Kranseile und drehungsarme Seile für die Offshore-Industrie, Brückenseile sowie Seile im Untertage- und im Übertage-Bergbau verkauft. Hierbei ist die BRIDON INTERNATIONAL GMBH über den Konzernverbund global aufgestellt und bedient Kunden in der gesamten Welt. Um das Geschäftsportfolio der europäischen Seilaktivitäten zu verbessern, hat der Bekaert Konzern beschlossen, die europäische Produktionsplattform für Seile in Großbritannien zu konsolidieren und die Produktionsaktivitäten in Gelsenkirchen bis Ende 2023 einzustellen. Die Wettbewerbsposition des Werks in Gelsenkirchen ist unter Druck geraten und das derzeitige Geschäftsniveau bietet nicht mehr die Möglichkeit, eine finanziell nachhaltige Leistung zu erzielen. Ein großer Teil des Maschinenparks wurde im Geschäftsjahr 2023 an unsere Schwestergesellschaft Bridon International Ltd., Doncaster/UK verkauft. Der Restrukturierungsprozess hin zu einer reinen Vertriebsgesellschaft wurde im 1. Quartal 2025 abgeschlossen. Hierzu zählt auch die Schließung unseres Vertriebsbüros in Moskau aufgrund der anhaltenden Sanktionen im Russlandgeschäft. (Vgl. auch D. Prognosebericht) 2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM) verzeichnete das Jahr 2023 einen Produktionsrückgang von 3,3% gegenüber dem Vorjahr. Insbesondere im Schlussquartal des Jahres 2023 hat sich der Produktionsrückgang der WSM-Branchen weiter beschleunigt. Einzelne Wirtschaftszweige der ersten Verarbeitungsstufe verzeichnen geringere Rückgänge als in den Vormonaten oder sogar Wachstum. Diese Entwicklung hat neben der guten Performance der Verteidigungsindustrie ein noch schlechteres Abschneiden der Branche im Jahr 2023 verhindert. Die Nachfrage in diesen Branchen gibt Anlass zu vorsichtigem Optimismus für den weiteren Jahresverlauf. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie nachhaltig die Entwicklung ist und wann die nachgelagerten Branchen profitieren. Insgesamt ist der Auftragseingang der WSM-Branchen im Jahr 2023 um 2,7% zurückgegangen. Die Stimmung in den Stahl und Metall verarbeitenden Industrien in Deutschland bleibt trotz der ersten Anzeichen einer konjunkturellen Stabilisierung zum Jahresbeginn frostig. Zu einem besseren Stimmungsbild fehlen stabile, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen am Industriestandort Deutschland. Insbesondere das fehlende Vertrauen in die Zusagen der Politik wird voraussichtlich zu einem weiteren Rückgang von Investitionen in den Produktionsstandort Deutschland führen. 1 Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen sowie eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. 2
1 Vgl. Wirtschaftsverband Stahl- und
Metallverarbeitung e.V.: Konjunkturbericht Dezember 2023;
https://www.wsm-net.de/wsm-industrie/konjunkturberichte/dezember-2023/
3. Umsatz- und Auftragsentwicklung Insgesamt erzielte die BIG im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von TEUR 30.977 (Vorjahr: TEUR 34.925). Hiervon entfielen ca. 28,6% (Vorjahr: 22,4%) auf das Inland. Schwerpunkte im Export waren insbesondere Kunden im Wirtschaftsraum Europe, Middle East and Afrika (EMEA), im Commonwealth of Independent States (CIS) und Asien. Die Umsätze haben sich wie folgt entwickelt:
Im Vorjahr war der Umsatz im Bereich Kran- und Industrieseile durch außergewöhnliche Bedarfsfälle begünstigt. Daher wurde im Budget 2023 mit einer Abschwächung gegenüber 2022 gerechnet. Diese fiel etwas höher aus als erwartet, da aus dem Neukundengeschäft nicht die erwarteten Aufträge generiert werden konnten. Das Budget 2023 wurde im Segment Bergbauseile weit übertroffen. Einige Großaufträge von Kunden aus Frankreich, China, Großbritannien und Deutschland verhalfen zu den außerordentlich guten Umsätzen. Die Umsätze im Segment Öl & Gas sind gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig. Aufgrund der Schließung der Produktion in Gelsenkirchen wurden Aufträge direkt bei unserer Schwestergesellschaft in UK platziert. Auch gegenüber dem Budget 2023 fiel der Umsatzrückgang in diesem Segment höher aus als erwartet. Das Segment Bauen mit Seilen lag weit über Vorjahresniveau. Die im Budget 2023 prognostizierten Umsätze konnten jedoch nur durch eine Schadenersatzrechnung in Höhe von TEUR 1.350 für ein storniertes Großprojekt übertroffen werden. Die reduzierte Produktionsleistung im Jahr 2023 führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang der Erlöse aus Schrottverkäufen. Die Auftragseingänge der BIG lagen im Jahr 2023 ca. 68,0% unter Vorjahresniveau. Diese Entwicklung wurde aufgrund der Produktionsschließung erwartet, da Aufträge direkt bei unserer Schwestergesellschaft in UK platziert wurden. Der Auftragsbestand beträgt daher am Bilanzstichtag TEUR 3.840 nach TEUR 21.631 zum 31. Dezember 2022. 4. Produktion und Entwicklung Die 2023 produzierte Menge ging um ca. 59,8% gegenüber dem Vorjahr zurück. Im August 2023 wurde das letzte Seil in Gelsenkirchen produziert. Forschung und Entwicklung wird zentral in der Bridon-Bekaert-Gruppe betrieben und spielt in der BIG eine untergeordnete Rolle. Die BIG nimmt lediglich die Entwicklung von kundenspezifischen Seilprototypen vor und hat dementsprechend keine eigene Forschungsabteilung. Im Geschäftsjahr 2023 sind keine Kosten für Forschung und Entwicklung angefallen. Die BIG besitzt ein Qualitätsmanagementsystem in Übereinstimmung mit dem Standard EN ISO 9001:2015. Es umfasst die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Drahtseilen. 5. Beschaffung Die BIG wird vornehmlich von der Bridon International Ltd., Doncaster/UK (kurz "BDI UK") mit Draht versorgt. Der Preis für Walzdraht verminderte sich im Jahr 2023 im Mittel gegenüber dem Vorjahr um ca. 26%. 6. Umweltschutz/Energiemanagement Der Bridon-Bekaert-Konzern ist bestrebt, die Umwelt zu schützen und diese zu bewahren. Die Umweltschutzrichtlinie der Gruppe wird in regelmäßigen Abständen überprüft und schließt ein funktionierendes Managementsystem der Gesellschaften mit ein. Umweltschutz ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenspolitik und wird sowohl bei der täglichen Arbeit als auch bei der Produktentwicklung großgeschrieben. Auf Risiken bzw. Gefährdungen aus Umweltschutz wurde auch im Jahr 2023 entsprechend reagiert. Die BIG ist nach der DIN EN ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) zertifiziert. Zudem war die Gesellschaft bis zum 26. Dezember 2023 nach der DIN EN ISO 50001:2018 (Energiemanagement) zertifiziert. 7. Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden, bedingt durch die Schließung der Produktion in Gelsenkirchen, keine weiteren Investitionen in das Sachanlagevermögen vom Konzern genehmigt. Die übrigen Investitionen des Geschäftsjahres 2023 wurden in Vorjahren genehmigt. Insgesamt wurden 2023 Investitionen von TEUR 0,4 aktiviert. 8. Finanzierung Es besteht eine Finanzierungsvereinbarung im Rahmen eines gruppeninternen Cash-Pool mit der Bekaert Coordinatiecentrum NV, Zwevegem/Belgien (BCC) als Cash-Pool-Führer, um der Gesellschaft die Möglichkeit einzuräumen, liquide Mittel zu beziehen bzw. diese bereitzustellen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Inanspruchnahme TEUR 15.234 (Vorjahr: TEUR 11.174). 9. Personal- und Sozialbereich Personal (durchschnittlich)
Die Entlohnung der tarifgebundenen Mitarbeiter erfolgt grundsätzlich nach den Tarifverträgen, die zwischen den Arbeitgeberverbänden der Elektro-, Eisen- und Metallindustrie und der IG Metall im Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen abgeschlossen wurden. Die Leistungen der gewerblichen Mitarbeiter wurden auf Basis von Monatszeitlöhnen vergütet. Arbeitssicherheit und eine hohe Produktqualität haben in unserem Unternehmen stets einen hohen Stellenwert. Es ist unser Bestreben, ein höchstmögliches Maß an Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Ebenfalls von großer Bedeutung sind Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen auf den Gebieten der Arbeitssicherheit und der Qualitätssicherung. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurden unsere Mitarbeiter in diesen Bereichen intensiv geschult und entsprechende Programme zur Unfallvermeidung wurden aufgesetzt. Die Unfallrate im Jahr 2023 liegt unter Vorjahresniveau. An die Berufsgenossenschaft Holz und Metall wurde 2023 1 Unfall gemeldet, in 2022 waren es 4 meldepflichtige Unfälle. BIG ist nach der ISO 45001 (vormals OHSAS 18001:2018 Arbeitsschutzmanagement) zertifiziert. B. DARSTELLUNG DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 1. Bilanzielle Überschuldung und bestandsgefährdendes Risiko Die BRIDON INTERNATIONAL GMBH ist trotz der im Januar 2022 erhaltenen Kapitalerhöhung von TEUR 44.000 zum Bilanzstichtag bilanziell überschuldet. Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich durch einen gruppeninternen Cash-Pool, welcher jedoch mit einer Frist von vier Wochen kündbar ist. Cash-Pool-Führer ist die Bekaert Coordinatiecentrum NV, Zwevegem/Belgien (BCC). Unter Berücksichtigung der aktuellen Planung weist die Gesellschaft im Prognosezeitraum Liquiditätsengpässe auf und wird somit auch zukünftig auf die Zufuhr externer Liquidität angewiesen sein. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit hat die NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, am 5. November 2024 für die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, die Gesellschaft in der Weise finanziell auszustatten, dass eine Zahlungsunfähigkeit im Sinne von § 17 InsO oder eine Überschuldung im Sinne von § 19 InsO ausgeschlossen ist. Die Patronatserklärung ist gültig bis zum 31. Oktober 2026. Die Abhängigkeit der Gesellschaft von der Bereitstellung der notwendigen Liquidität durch den Patron stellt ein bestandsgefährdendes Risiko dar, welches bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann, und das Unternehmen daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren sowie seine Schulden zu begleichen. 2. Vermögenslage Die Vermögenslage der BIG stellt sich zum 31. Dezember 2023 im Vorjahresvergleich wie folgt dar: Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 26.293 (Vorjahr: TEUR 33.294). Folgende Entwicklungen haben hierzu im Wesentlichen beigetragen: Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 499 im Wesentlichen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen und dem Verkauf von Maschinen und technischen Anlagen, die nach Schließung der Produktion nicht länger benötigt wurden, vermindert. Anders als im Vorjahr wurden keine weiteren außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Anlagenintensität (definiert als prozentuales Verhältnis des Anlagevermögens zur Bilanzsumme) hat sich von 6,5% auf 6,4% vermindert. Das Vorratsvermögen verminderte sich um TEUR 7.414 (= 72,4%) auf TEUR 2.829; die Umschlagshäufigkeit (definiert als Verhältnis der Umsatzerlöse zum Vorratsvermögen) der Vorräte stieg von 3,4 auf 11,0 an. Der massive Rückgang der Vorräte betrifft hauptsächlich die Fertigen Erzeugnisse und Handelswaren, die sich um TEUR 4.271 vermindert haben, sowie die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die sich um TEUR 2.285 vermindert haben. Aufgrund der im Vorjahr angekündigten Änderung des Geschäftsmodells und der damit einhergehenden Änderung des Produktportfolios wird der Fokus zukünftig auf dem Vertrieb von Seilen aus den Bereichen Über- und Untertagebergbau sowie Industrie- und Kranseile liegen. Nach Schließung der Produktionsstätte Gelsenkirchen wurden Seile aus dem Bereich Bauen mit Seilen in der Bridon-Gruppe nicht mehr produziert und angeboten. Diese Gründe führten dazu, dass gut verkäufliche Lagerseile an Kunden ausgeliefert wurden, die als nicht verkäuflich identifizierten Lagerseile jedoch verschrottet wurden. Der Rückgang bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bei den fertigen und unfertigen Produkten ist auf zusätzliche Abwertungen sowie Verschrottungen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen aufgrund des gesunkenen Umsatzes und des Kundenmixes TEUR 43 unter dem Vorjahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen aufgrund gesunkener Umsatzsteuerforderungen um TEUR 941 zurückgegangen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.062 gestiegen. Hauptursache hierfür war die vereinbarte Weiterbelastung der Restrukturierungsaufwendungen im Dezember 2023 an unsere Schwestergesellschaft in UK. Durch das negative Jahresergebnis (TEUR -899) hat sich der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag von TEUR 12.733 auf TEUR 13.632 erhöht. Die wirtschaftliche Überschuldungsquote (definiert als prozentuales Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme nach Abzug des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags) hat sich von -61,9% auf -107,7% erhöht. Insbesondere der gesunkene Rückstellungsbedarf für Gewährleistungen (TEUR 649), ausstehende Rechnungen (TEUR 391), Provisionen (TEUR 217) und ausstehende Urlaubstage (TEUR 109) hat zu einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen um TEUR 1.203 auf TEUR 1.852 geführt. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.287 auf TEUR 1.879 vermindert. Im Vorjahr waren Anzahlungen in Höhe von TEUR 2.394 für ein in 2023 storniertes Projekt enthalten, die im Geschäftsjahr 2023 ausgebucht wurden. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.952 ist auf um TEUR 4.059 gestiegene Cash-Pool-Verbindlichkeiten und um TEUR 6.011 gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Zu der Veränderung der Cash-Pooling Verbindlichkeiten als Teil des Finanzmittelfonds verweisen wir auf die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzlage. 3. Finanzlage Die finanzielle Entwicklung der BIG stellt sich anhand einer aufgestellten Kapitalflussrechnung wie folgt dar:
Der Finanzmittelfonds besteht im Geschäftsjahr wie auch im Vorjahr aus liquiden Mitteln (TEUR 4) und den Cash-Pool-Konten (-TEUR 15.233). Der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist hauptsächlich bedingt durch das erzielte negative Jahresergebnis sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit resultiert aus 2023 eingegangenen Zahlungen (TEUR 41) aus dem Verkauf von Maschinen und maschinellen Anlagen hauptsächlich an Schwestergesellschaften im Bekaert Konzern. Unterstützt durch die Konzernfinanzierungsvereinbarung im Rahmen eines gruppeninternen Cash-Pool, über welchen die BIG liquide Mittel abrufen kann, war die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren fälligen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Inanspruchnahme im Rahmen des Cash-Poolings beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 15.233. Des Weiteren wird die finanzielle Situation durch die Patronatserklärung unterstützt. Zur Stützung der Finanzlage der Gesellschaft haben der Gesellschafter und die oberste Konzerngesellschaft im Vorjahr bzw. Januar 2022 eine Kapitalerhöhung von TEUR 44.000 durchgeführt. 4. Ertragslage Die Ertragslage der BIG stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar: Der Jahresfehlbetrag verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 17.121 auf TEUR 899. Folgende Entwicklungen haben hierzu im Wesentlichen beigetragen: Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Vorjahr - wie obenstehend erläutert - um TEUR 3.948 auf TEUR 30.977. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 4.153 auf TEUR 5.296 ist im Wesentlichen auf die Weiterbelastung der Restrukturierungsaufwendungen an BDI UK von TEUR 3.306, Erträge aus Anlageabgängen von TEUR 886 und höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 32 zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Erträge aus Kursgewinnen um TEUR 44 vermindert. Die Weiterbelastungen von Restrukturierungsaufwendungen an BDI UK in Höhe von TEUR 3.306 beziehen sich auf Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 2.340 und sonstige Kosten für Entsorgung, Reinigung, Abbruch- und Aufräumarbeiten, Rechtsanwälte und Steuerberater in Höhe von TEUR 966, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind. Die Rohgewinnmarge ((Umsatz +/- Bestandsveränderungen - Materialaufwand) / (Umsatz+/- Bestandsveränderungen)) hat sich von 28% auf 50% erhöht. Ursächlich für diese Verbesserung war im Wesentlichen ein gesunkener Materialaufwand. Die im Geschäftsjahr 2022 aufgrund der beschlossenen Werkschließung und Umstrukturierung des Produktportfolios vorgenommenen Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 8.859 konnten in Anspruch genommen werden, da die entsprechenden Bestände verkauft bzw. verschrottet wurden. Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2023 Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 4.373 vorgenommen, die über den in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen liegen. Diese sind ebenfalls auf die Produktionsschließung zu Ende 2023 und damit einhergehende Umstrukturierung des Produktportfolios zurückzuführen. Der Personalaufwand hat sich entsprechend des Personalabbaus von durchschnittlich 88 auf 61 Mitarbeiter um TEUR 2.096 bzw. 29% gegenüber dem Vorjahr vermindert. Die Abschreibungen sind im Vergleich zu 2022 um TEUR 2.535 gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus der im Oktober 2022 bekanntgegebenen Stilllegung der Produktion und den im Vorjahr gebuchten außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.923. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 475 auf TEUR 10.046 ist hauptsächlich auf gestiegene Aufwendungen für Abfindungen um TEUR 2.303, Entsorgung um TEUR 726, Provisionen um TEUR 169, Wertberichtigung auf Forderungen um TEUR 107, Reinigung um TEUR 84, IT-Kosten um TEUR 74 und Verluste aus Anlageabgängen um TEUR 74 zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die Aufwendungen für Gewährleistungen um TEUR 373, Zeitarbeiter um TEUR 545, Qualitätssicherung um TEUR 505, Währungsverluste um TEUR 496, Instandhaltungsaufwendungen um TEUR 473, externe Dienstleistungen um TEUR 330, Frachten um TEUR 303 und Rechts- und Beratungskosten um TEUR 89 vermindert. Die Erhöhung des Zinsaufwandes um TEUR 321 auf TEUR 770 ist auf gestiegene Cash-Pool- Verbindlichkeiten zurückzuführen. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Wichtige finanzielle Steuerungskennzahlen des Unternehmens Die für uns wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die aus der handelsrechtlichen Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet werden, sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis, deren Veränderungen im Geschäftsjahr obenstehend erläutert wurden. Die positive Umsatzentwicklung in den Bereichen Bergbauseile und Bauen mit Seilen wurde durch einen Umsatzrückgang in den Sektoren Öl & Gas und Industrie- und Kranseile überkompensiert, so dass der Gesamtumsatz von TEUR 30.977 unter Vorjahresniveau (TEUR 34.925) liegt. Dennoch liegt der Gesamtumsatz um TEUR 5.564 über Budget. Wie prognostiziert ist der Jahresfehlbetrag von TEUR -899 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR -18.019) stark gesunken. Aufgrund der fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen wurde für das Geschäftsjahr 2023 kein positives Jahresergebnis erwartet. C. RISIKO- und CHANCENBERICHT Risikomanagementsystem und Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung Um vorausschauend handeln und zeitnah reagieren zu können, hat der Konzern ein Steuerungssystem auf Basis definierter Kennzahlen festgelegt. Auf Konzernebene wird die Entwicklung der Kennzahlen anhand eines monatlichen Berichtswesens verfolgt. Damit ist sichergestellt, dass auf aktuelle Geschäftsentwicklungen angemessen reagiert werden kann. Parallel dazu sorgt eine fundierte Ursachenanalyse dafür, dass Risiken minimiert und Chancen genutzt werden. Jährlich werden auf Einzelunternehmensebene Budgets erstellt und auf Konzernebene aggregiert. Auf diese Weise wird eine Transparenz hinsichtlich der Geschäftsentwicklung gewährleistet. Die BIG verfügt über ein Risikomanagementsystem, das neben Vertriebsstatistiken auch Planung, Umsatz, Kosten und die Cash-Entwicklung enthält. In regelmäßigen Zeiträumen werden Management-Meetings abgehalten. Ziel dieser Management- Meetings ist es, die Transparenz zu erhöhen und Entscheidungsprozesse zu formalisieren. Durch die Einbindung in den Konzern werden Ist- und Budgetzahlen durch den Finanzbereich sowohl an die Geschäftsführung der BIG als auch dem Corporate Finance Department des Konzerns berichtet. Im Rahmen des monatlichen Berichtswesens werden Soll-/Ist-Abweichungen aus der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz analysiert. Darüber hinaus werden Auftragsbestand, Personalbestand, Cashflows und Margen sowie wesentliche Kennzahlen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Die Finanzierung findet über ein konzernweites Cash-Pooling statt. Aufgrund der kurzfristigen Kündbarkeit der Cash-Pool Vereinbarung und der bilanziellen Überschuldung zum 31. Dezember 2023 hat die NV Bekaert SA, Zwevegem/Belgien, am 5. November 2024 für die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Die Gesellschaft weist somit ein bestandgefährdendes Risiko aus, wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in Abschnitt B.1. Hohe Forderungsausfälle waren in Vorjahren nicht zu verzeichnen, daher wird das Forderungsausfallrisiko als gering eingestuft; es wird jedoch durch Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen abgedeckt und durch ein regelmäßiges Forderungscontrolling überwacht. Unsere Gesellschaft setzt konzernweit Mechanismen zur Risikoabwägung in den Bereichen Kredit, Markt, Länder und Investitionen ein. In diesem Zusammenhang werden mögliche Risiken in Bezug auf Marktpreisänderungs- und Liquiditätsrisiken sowie die Entwicklung zukünftiger Zahlungsströme analysiert und im Bedarfsfall erforderliche Maßnahmen ergriffen. Beschaffungsrisiken durch unvorhergesehene Preiserhöhungen können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Im Wesentlichen können Preiserhöhungen jedoch an die Kunden weitergegeben werden. Da wir von großen namhaften europäischen Lieferanten versorgt werden, ist das Risiko finanzieller Schwierigkeiten auf Lieferantenseite überschaubar. Wir begegnen diesen Risiken mit einem intensiven Lieferantenmanagement; hierdurch werden Beschaffungsrisiken minimiert und die notwendigen Kapazitäten abgesichert. Die BIG ist Haftungs- und Gewährleistungsrisiken ausgesetzt. Potenzielle Gewährleistungsfälle und Schadensersatzansprüche können einen negativen Effekt auf die Ertrags- und Finanzlage haben. Zur Qualitätssicherung verfügen wir über ein ISO-zertifiziertes Qualitätswesen, in dem Kundenreklamationen nachverfolgt werden. Hier werden Fehlerquellen systematisch analysiert und Produktionsprozesse optimiert. Das Qualitätsmanagement sorgt zugleich für eine deutliche Reduzierung von Gewährleistungsrisiken. Darüber hinaus wurde die BIG im Geschäftsjahr 2023 vornehmlich von BDI UK mit Draht beliefert. Auf diese Weise wird die hohe Qualität des in der Produktion verwendeten Drahtes sichergestellt. Für Gewährleistungsrisiken wird über die Bildung von Rückstellungen bilanzielle Vorsorge getroffen. Politische Einflussfaktoren wie globale Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels können einen Einfluss auf unsere Geschäftssegmente haben, insbesondere bezogen auf den Abbau bzw. die Gewinnung von Rohstoffen im Segment Bergbau. Länderspezifische Risikofaktoren sind nur bedingt vorhanden und beschränken sich in der Regel auf Kurswechselrelationen. Der bereits eingeschlagene Weg, die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender Produkte weiter voranzutreiben, wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Diese Entwicklung wird auf Firmengruppenebene vorangetrieben. Die BIG wird nach Schließung der Produktion Ende 2023 als Handelsgesellschaft weitergeführt und vertreibt zugekaufte Seile, die hauptsächlich von den Schwestergesellschaften in UK und Indonesien hergestellt werden. Es wurden Verträge mit zwei externen Service Centern abgeschlossen, die das Abteilen und Vergießen der Seile mit Seilköpfen und Befestigungen vornehmen und anschließend den Versand zu unseren Kunden organisieren. Es ist vorgesehen, dass der Einkauf von Seilköpfen, Seilbefestigungen und Haspeln zukünftig durch die beiden Service Center erfolgen soll. Das führt dazu, dass BIG außerhalb des Konzernverbundes keine Materialien mehr einkaufen wird. Durch den geplanten Verkauf des Gebäudes und des Grundstücks sowie die erhebliche Reduzierung der Anzahl der Mitarbeiter entfällt ein großer Teil der Fixkosten, was nach Abschluss aller Restrukturierungsmaßnahmen zu einer wesentlichen Verbesserung des Geschäftsergebnisses führen wird. Trotz der im Geschäftsjahr 2024 fortgeführten Restrukturierungsmaßnahmen wurde ein positives Jahresergebnis von TEUR 291 erzielt. D. PROGNOSEBERICHT Risiko bzgl. des Russlandgeschäftes Wir beobachten fortlaufend die Entwicklung und die Auswirkungen der Sanktionen oder Einschränkungen und stellen sicher, dass die Sanktionen entsprechend eingehalten werden. Dies geschieht unter zentraler Führung auf Konzernebene (Bekaert). Prinzipiell haben wir uns aus dem Russlandgeschäft zurückgezogen. Im Zuge der Entscheidung, die Produktion in Gelsenkirchen einzustellen, wurde ebenfalls beschlossen, sich aus dem Segment Bauen mit Seilen zurückzuziehen. Umsätze werden daher in den Folgejahren in diesem Bereich nicht erwartet. Kunden des Öl & Gas Sektors werden seit 2024 von unserer Schwestergesellschaft in UK beliefert, so dass wir in diesem Bereich keine nennenswerten Umsätze verzeichnen werden. Der Umsatz wird sich durch die Produktionsschließung in Gelsenkirchen stark reduzieren. Für das Jahr 2024 verbuchen wir noch Umsätze von über TEUR 15.000. Danach werden sich die Aktivitäten von der weiterhin existenten und agierenden Vertriebsgesellschaft auf die Segmente Kran- und Industrieseile sowie Bergbauseile konzentrieren. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostizieren wir derzeit einen Umsatz von rund TEUR 9.000. Der Auftragsbestand per Dezember 2023 verminderte sich im Vergleich zum Berichtszeitraum Dezember 2022 um ca. 82%, da ein Großauftrag für ein Brückenprojekt storniert wurde, das Russlandgeschäft eingestellt wurde und das Öl & Gas Geschäft über unsere Schwestergesellschaft in UK abgewickelt wird. Der Auftragsbestand zu Ende Dezember 2024 betrug TEUR 2.416. Trotz des Umsatzrückgangs im Jahr 2024 um rund TEUR 16.000 im Vergleich zum Vorjahr sowie der laufenden Restrukturierungsaufwendungen und Kosten, die noch bis zum Verkauf des Grundstücks und Gebäudes entstehen, wurde im Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis erzielt. Die Restrukturierungsaufwendungen bis zum Verkauf des Grundstücks und Gebäudes werden Einfluss auf das Jahresergebnis 2025 nehmen. Wir erwarten jedoch ein positives operatives Ergebnis in Höhe von annähernd TEUR 230 bereinigt um die Kosten der Restrukturierung für das Geschäftsjahr 2025. Das operative Ergebnis ist das Ergebnis vor Zinsen, Wechselkursgewinnen und -verlusten, Steuern, Royalties und Service Fees sowie anderen nicht-operative Kosten. Infolge der Ankündigung, die Produktion in Gelsenkirchen zu schließen, werden die mit der Schließung verbundenen Kosten als nicht-operativ angesehen. Im Vergleich hierzu ergab sich im Jahr 2023 ein positives operatives Ergebnis von TEUR 872.
Gelsenkirchen, den 24. April 2025 BRIDON INTERNATIONAL GMBH Piet Philemon L. Berens, Geschäftsführer Erik Jagers, Geschäftsführer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der BRIDON INTERNATIONAL GMBH, mit Sitz in Gelsenkirchen, wurde am 05.06.2025 festgestellt. |
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