Volksbank Mitte eGLiquidiert

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen GnR 100101
Vorher
Volksbank Eichsfeld-Northeim eG
Eingetragen
2.6.1928
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute des GenossenschaftssektorsKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere: a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Spareinlagen, b) die Annahme von sonstigen Einlagen, c) die Gewährung von Krediten aller Art, d) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften, e) die Durchführung des Zahlungsverkehrs, f) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich Anund Verkauf von Devisen und Sorten, g) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung, h) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten, i) die Vermittlung und der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen und Reisen, sowie sonstigen Dienstleistungen, j) der Erwerb sowie ggf. die Erschließung, die Bebauung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten. Die Genossenschaft kann Zweigniederlassungen errichten und sich an Unternehmen beteiligen. Die Ausdehnung des Geschäftsbetriebs auf Nichtmitglieder ist zugelassen.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Mitte eG

Duderstadt

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

Volksbank Mitte eG, Duderstadt

I. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9 % zu, nachdem es in 2015 um 1,7 % expandiert war. Der Zuwachs hätte allerdings noch höher ausfallen können, wenn das weltwirtschaftliche Umfeld günstiger gewesen wäre. Im Jahresverlauf zeigte das Wachstum merkliche Schwankungen. Im ersten Quartal ist die gesamtwirtschaftliche Produktion stark expandiert, wozu der nochmals deutlich gesunkene Ölpreis beitrug. Die Kostensenkung beim Öl entlastete Privathaushalte und Unternehmen von der Kostenseite her und regte zu höheren Ausgaben an. Wachstumsfördernd wirkte aber auch die milde Witterung, die zu einer vorgezogenen Frühjahrsbelebung führte. In den Folgequartalen hat das Wirtschaftswachstum dann schrittweise an Tempo verloren, bevor es im vierten Quartal wieder anzog. Über das gesamte Jahr betrachtet blieben die Konsumausgaben der zentrale Treiber der konjunkturellen Entwicklung. Vom Außenhandel und den Investitionen gingen hingegen nur begrenzt Impulse aus.

Bei den privaten Konsumausgaben hielt das solide Wachstum an. Sie wurden im Zuge eines weiteren Beschäftigungsaufbaus, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der vielfach deutlichen Reallohnzuwächse um 2,0 % ausgeweitet und damit genauso stark wie im Vorjahr. Darüber hinaus gaben die steigenden staatlichen Transfers, wie etwa die außergewöhnlich kräftige Rentenanhebung zur Jahresmitte, dem Privatkonsum zusätzlichen Schub. Die Konsumausgaben des Staates (+4,0 %) wurden ebenfalls erheblich ausgeweitet. Gründe hierfür waren unter anderem höhere Personalausgaben im Bildungs- und Sicherheitsbereich sowie die Mehrausgaben für Flüchtlinge. Insgesamt trug der Staatsverbrauch mit einem Wachstumsbeitrag von 0,8 Prozentpunkten jedoch etwas weniger stark zum Anstieg des Bruttoinlandsprodukts bei als der Privatkonsum mit 1,1 Prozentpunkten.

Das Außenhandelsgeschäft der deutschen Wirtschaft entwickelte sich eher verhalten. Die Exporte und Importe stiegen mit Wachstumsraten von 2,6 % und 3,7 % weniger deutlich als im Vorjahr (+5,2 % und +5,5 %), wofür vor allem das schwierige internationale Umfeld verantwortlich war. Entgegen der Erfahrung vergangener Jahrzehnte blieb die Expansion des Welthandels abermals hinter der globalen Produktion zurück. Die Gründe hierfür sind unter anderem im Umbau des chinesischen Wachstumsmodells zu sehen sowie in den allgemein zunehmenden Vorbehalten gegenüber der Globalisierung. Gravierend war auch der sogenannte "Brexit". Die Einwohner Großbritanniens entschieden sich in einem Referendum im Juni 2016 mehrheitlich für einen Austritt des Landes aus der Europäischen Union. Die Auswirkungen dieser Entscheidung werden sich erst in Zukunft zeigen.

Die globalen Rahmenbedingungen wirkten sich auch in Hinblick auf das Investitionsklima in Deutschland dämpfend aus. Viele Unternehmen stellten wegen der hohen Unsicherheiten über die wirtschaftspolitische und konjunkturelle Entwicklung in Europa und in der Welt ihre geplanten Investitionsprojekte zurück. Die Ausgaben für Ausrüstungen (+1,1 %) wurden daher vergleichsweise nur wenig ausgeweitet. In Bauten (+3,0 %) wurde hingegen deutlich mehr investiert. Stimulierend wirkten hier Faktoren wie die nach wie vor sehr günstigen Finanzierungsbedingungen, die gute Arbeitsmarktlage, die aufgestockten kommunalen Infrastrukturmittel und der erhöhte Bedarf zur Unterbringung von Flüchtlingen.

Der staatliche Gesamthaushalt schloss das dritte Jahr in Folge mit einem Finanzierungsüberschuss ab. Es handelt sich mit 23,7 Mrd. Euro um den höchsten Überschuss seit der Wiedervereinigung. Hierfür waren einerseits die Steuereinnahmen und die Sozialbeiträge verantwortlich, die angesichts des anhaltenden Konjunkturaufschwungs gestiegen sind. Andererseits blieb das Ausgabenwachstum trotz der migrationsbedingten Mehrausgaben noch im Rahmen, wozu auch die erheblichen Einsparungen bei den Zinsausgaben im Niedrigzinsumfeld beitrugen. Die Relation aus dem öffentlichen Finanzierungssaldo und dem Bruttoinlandsprodukt lag 2016 mit 0,8 % geringfügig höher als im Vorjahr (+0,7 %). Die Staatsschuldenquote sank von 71,2 % in 2015 auf 68,2 % des Bruttoinlandsprodukts.

Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 bedeutend durch die günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Erwerbstätigenzahl nahm gegenüber 2015 um 418.000 auf rund 43,5 Mio. Menschen zu. Getragen wurde der Stellenaufbau alleine durch einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten, der Beamten und der Selbständigen ging dagegen zurück. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken. Im Jahresdurchschnitt wurden knapp 2,7 Mio. Arbeitslose registriert, was einer Arbeitslosenquote von 6,1 % entspricht. Damit lag die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1992.

Die Verbraucherpreise sind 2016 um 0,5 % gestiegen und somit geringfügig stärker als im Vorjahr (+0,3 %). Ihr Verlauf wurde abermals stark durch die Energiepreise beeinflusst. Im April hatte der Ölpreisrückgang vom Winterhalbjahr 2015/2016 die Inflationsrate sogar vorübergehend unter die Null-Prozent-Marke sinken lassen. In den Folgemonaten ist die Teuerungsrate allerdings wieder gestiegen, da sich die dämpfende Wirkung der Energiepreise mehr und mehr abschwächte. Zum Jahresende lag die Inflationsrate mit 1,7 % so hoch wie seit Sommer 2013 nicht mehr. Über das gesamte Jahr betrachtet sind die Preise für Energieprodukte um 5,4 % gesunken. Für Nahrungsmittel (+0,8 %) und Dienstleistungen (+1,3 %) mussten die Verbraucher hingegen etwas mehr Geld aufwenden.

Für die Finanzmärkte war 2016 kein leichtes Jahr. In den ersten drei Quartalen überwog die Unsicherheit. Während zu Jahresbeginn die Furcht vor einem nachhaltigen Abflauen der Weltwirtschaft die Zuversicht an den Märkten dämpfte, fachte ab dem zweiten Quartal die Debatte um einen möglichen Brexit die Sorgen um die Zukunft der Europäischen Union an. Das überraschende Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union sorgte im Sommer für einen Höhepunkt an Verunsicherung an den Finanzmärkten. Zur Belastungsprobe für Anleger und Investoren wurde auch der Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Die unversöhnlich geführte politische Debatte im Vorfeld der US-Wahl und der überraschend starke Zuspruch für den zunächst als Außenseiter gehandelten Donald Trump sorgten für Ratlosigkeit an den Märkten.

Mit dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps kam es aber zu einem Paradigmenwechsel. Nach einem kurzen Innehalten hielt ein spürbar optimistischerer Geist Einzug an den Märkten. Die Ankündigungen Donald Trumps, für die USA ein Investitionsprogramm auflegen und die Unternehmenssteuern senken zu wollen, steigerten die Konjunktur- und Inflationserwartungen für die USA. Neben den politischen Turbulenzen waren die Finanzmärkte aber auch dem Spannungsfeld der gegenläufigen Geldpolitiken dies- wie jenseits des Atlantiks ausgesetzt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) im März und Dezember ihre ultra-lockere Geldpolitik noch einmal verschärfte, nahm die US-Notenbank zum Ende des Jahres ihren Kurs einer schrittweisen Normalisierung der US-Geldpolitik wieder auf, indem sie den Leitzins im Dezember erstmals seit Ende 2015 wieder anhob.

Die EZB hat im vergangenen Jahr ihre extrem expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund eines niedrigen Inflationsdrucks im Euroraum weiter ausgebaut. Dabei griffen die europäischen Notenbanker tief in den geldpolitischen Instrumentenkasten. Im März 2016 beschloss der Rat unter anderem eine erneute Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, zu dem sich die Banken des Währungsraums im Austausch gegen Sicherheiten bei der EZB Geld leihen können, um 5 Basispunkte auf ein neues historisches Tief von 0,0 %. Den Zinssatz für die Einlagefazilität senkte die EZB ebenfalls um 10 Basispunkte auf ein neues Allzeittief von -0,40 %. Der Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität sank derweil um 5 Basispunkte auf 0,25 %. Neben der Senkung der Leitzinsen für den Euroraum beschloss der geldpolitische Rat der EZB auch eine Ausweitung des EZB-Wertpapierkaufprogrammes, indem er das monatliche Aufkaufvolumen von Wertpapieren um 20 auf 80 Mrd. Euro anhob.

Die US-Notenbank Fed hat die Finanzmärkte lange auf die erste Zinserhöhung in 2016 warten lassen. Im Laufe des Jahres hatten die US-Notenbanker einige Male einen Zinsschritt für die USA in Aussicht gestellt, dann aber im Zuge der immer wieder nicht eindeutigen Wirtschaftslage auf eine restriktivere Zinspolitik verzichtet. Erst auf der letzten geldpolitischen Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed beschlossen die führenden US-Notenbanker eine Erhöhung des Zielbandes für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 bis 0,75 %. Grund für die Zinserhöhung waren nach Angaben der Notenbankchefin Janet Yellen in erster Linie die deutlich gestiegenen Inflations- und Konjunkturerwartungen in den USA. Getrieben wurden die Erwartungen in erster Linie von den wirtschaftspolitischen Versprechen des designierten US-Präsidenten Donald Trump.

Die unübersichtliche Lage in Europa, den Schwellenländern aber auch den USA ließen die Anleger in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres vorsichtig agieren. Sichere Anlageformen wie Bundesanleihen waren daher besonders gefragt. Darüber hinaus sorgte der Wertpapierkauf durch die EZB für eine erhöhte Nachfrage nach Staatspapieren aus dem Euroraum. Bundesanleihen konnten davon profitieren. Bis in den Oktober hinein wurden Bundesanleihen an den Rentenmärkten stark nachgefragt. Die Renditen von Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit fielen von Jahresbeginn bis zum Ende des dritten Quartals um rund 78 Basispunkte auf -0,15 %. Ihr Jahrestief von -0,18 %, das zugleich ein neues Allzeittief war, erreichten zehnjährige Bundesanleihen im Anschluss an das Votum der Briten zum Austritt aus der EU in der ersten Julihälfte 2016. Gedrückt wurden die Renditen zu Jahresbeginn von schwachen Konjunktursignalen aus Ostasien sowie der erneuten Lockerung der europäischen Geldpolitik. Im Sommer und Frühherbst verunsicherten der Brexit sowie der mit harten Bandagen geführte US-Wahlkampf die Anleger.

Der Euro hat im vergangenen Jahr ein Wechselbad der Gefühle durchlebt. Meist war er dabei ein Spielball der geldpolitischen Erwartungen dies- wie jenseits des Atlantiks. Der Dollar Kurs konnte bis Mai deutlich zulegen. Sein Jahreshoch zum Greenback von knapp 1,16 US-Dollar je Euro erklomm die europäische Gemeinschaftswährung am 3. Mai 2016. Die Brexit-Furcht sowie die erneute Lockerung der EZB-Geldpolitik konnten den Euro dabei in den ersten Monaten des vergangenen Jahres nicht nachhaltig ausbremsen. Grund für die gute Performance des Euro war die zurückhaltende Gangart der US-Notenbank, die mit einer weiteren Zinsanhebung angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage zögerte. Dies änderte sich allerdings zum Sommer hin. Der Ausblick auf noch weiter auseinanderlaufende Geldpolitiken sowie das überraschende Votum der Bürger des Vereinigten Königreiches, aus der Europäischen Union austreten zu wollen, drückten den Euro-Dollar Kurs in den Sommermonaten zwischenzeitlich unter die Marke von 1,10 US-Dollar. Zwar konnte sich der Euro zwischenzeitlich wieder zurückkämpfen. Im Nachgang zur US-Wahl drehte aber die Stimmung. An den Devisenmärkten verdichteten sich im November die Anzeichen, dass sich die Geldpolitiken im Euroraum und den USA weiter voneinander entfernen werden. Die Verlängerung des EZB-Aufkaufprogrammes sowie die Leitzinsanhebung in den USA bestätigten im Dezember diese Erwartungshaltung. Der Euro-Dollar Kurs sank bis zum Jahresende auf 1,05 US-Dollar. Damit lag er mehr als 3 US-Cent unter seinem Vorjahresultimo.

Für die Aktienmärkte begann das Jahr mit einem deutlichen Kursrutsch. In den ersten sechs Wochen des Jahres kam es zu einem massiven Aktienausverkauf, der zwischenzeitlich an die Herbstturbulenzen des Jahres 2008 erinnerte. In erster Linie belasteten wirtschaftliche Probleme in China und einigen Schwellenländern die Stimmung an den Aktienmärkten. Zudem wurde der sinkende Ölpreis als ein Zeichen für ein Einknicken der Weltkonjunktur gedeutet. Diese Gemengelage wirkte sich negativ auf den DAX aus, der bis Mitte Februar um rund 2.000 Punkte auf rund 8.750 Punkte sank. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Dax aber wieder im Zuge steigender Konjunkturerwartungen und einer lockereren Geldpolitik im Euroraum erholen. Einen vorübergehenden Rückschlag erfuhr der DAX allerdings im Sommer im Anschluss an das überraschende Brexit-Votum des Vereinigten Königreiches. Unsicherheit über den weiteren Kurs der US-Geldpolitik und den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl dämpften bis November den Optimismus an den Aktienmärkten. Erst im Nachgang zur US-Wahl änderte sich das Klima an den Börsen. Steigende Konjunkturerwartungen in den USA sowie die Verlängerung des EZB-Anleiheaufkaufprogramms beflügelten den DAX zum Jahresausklang. Das Jahr beendete der DAX mit einem Stand von 11.481 Punkten. Das waren 6,9 % mehr als zum Vorjahresultimo.

Angesichts der guten konjunkturellen Lage in Deutschland konnten die 972 Volksbanken und Raiffeisenbanken im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung - in den letzten Jahren mit einem überdurchschnittlichen Wachstum - zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina per Ende 2016 deutlich wachsen: So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um 29 Milliarden Euro auf 637 Milliarden Euro (+4,8 Prozent). Auch die Kundenforderungen legten um 23 auf 528 Milliarden Euro (+4,5 Prozent) zu. Die aggregierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg um 33 auf 851 Milliarden Euro (+4,1 Prozent).

Dadurch erhöhte sich auch die durchschnittliche Bilanzsumme je Institut auf 876 Millionen Euro (im Vorjahr 801 Millionen Euro). Die Spannweite bei den Bilanzsummen reicht unter den Kreditgenossenschaften von 17 Millionen Euro für die kleinste bis zu knapp 39 Milliarden Euro für die größte Kreditgenossenschaft.

Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken setzte sich in einem leicht gesteigerten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag Ende 2016 mit 972 Banken erstmals unter der Marke von 1.000 Instituten. Die Anzahl der Kreditgenossenschaften sank fusionsbedingt um 49 Banken.

Unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik der Volksbanken und Raiffeisenbanken ist neben einer jederzeit ausreichenden Liquidität eine angemessene und robuste Eigenkapitalausstattung. Den Kreditgenossenschaften ist es im Jahresverlauf 2016 gelungen, das bilanzielle Eigenkapital mit einem deutlichen Plus von 4,5 Prozent auf 48,4 Milliarden Euro zu steigern. Deutlich zulegen konnten die Rücklagen um 4,5 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro, auch die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,3 Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Mit der im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht gesteigerten Eigenkapitalquote - berechnet als bilanzielles Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme - in Höhe von 5,7 Prozent verfügen die Kreditgenossenschaften über ausreichende Wachstumsspielräume, um den Kreditwünschen von Privat- und Firmenkunden gleichermaßen gerecht zu werden.

2. Entwicklung der Volksbank Mitte eG

Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Bilanzsumme 924.054 881.029 854.875 832.477 812.758
Außerbilanzielle Geschäfte *) 69.087 48.485 21.587 26.498 130.347

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Die Bilanzsumme der Volksbank Mitte eG erhöhte sich um 43 Millionen Euro. Der Grund hierfür ist erneut die signifikante Zunahme der Kundeneinlagen auf jetzt insgesamt 774,3 Millionen Euro.

Aktivgeschäft

Aktivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Kundenforderungen 404.948 401.545 401.314 393.759 400.934
Wertpapieranlagen 372.907 356.503 364.327 339.301 256.983
Forderungen an Banken 95.284 68.760 34.928 51.108 107.568

Die Forderungen an Kunden konnten um 3,4 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Die Neukreditvergabe betrug rund 81,9 Millionen Euro. Durch die stark gestiegenen Kundeneinlagen bei nur geringem Wachstum der Kundenforderungen sind die Wertpapieranlagen um 16,4 Millionen Euro und die Forderungen gegenüber Banken um 26,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Passivgeschäft

Passivgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Bankrefinanzierungen 49.634 44.135 49.877 49.496 49.700
Spareinlagen 276.296 275.180 262.897 272.355 272.120
andere Einlagen 497.988 465.949 448.336 420.471 404.345
verbriefte Verbindlichkeiten 80 80 1.283 1.567 1.576

Die Kundengelder erhöhten sich um 33,2 Millionen Euro. Die schon in den Vorjahren zu beobachtende Präferenz für kurzfristig verfügbare Anlageformen war hierbei erneut bestimmender Faktor bei der Wahl aus unserem Produktangebot. Die täglich fälligen Einlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 45 Millionen Euro. Andere Anlageformen verminderten sich demgegenüber.

Dienstleistungsgeschäft

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 207 205 183 219 241
Vermittlungserträge 3.111 3.136 3.212 3.238 3.110
Erträge aus Zahlungsverkehr 4.481 4.457 4.186 4.150 4.128

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft bleiben für die Bank sehr bedeutsam und haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Das gesamte Vermittlungsgeschäft stellt für uns eine wichtige Ertragsquelle dar. Die Zahlungsverkehrserträge konnten stabil auf dem von 2014 nach 2015 gesteigertem Niveau gehalten werden.

Investitionen

Im Bereich der Grundstücke und Gebäude sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden Instandhaltungsmaßnahmen im üblichen Umfang durchgeführt. Um den technisch aktuellen Stand beizubehalten, haben wir im Bereich EDV-Ausstattung Investitionen in Höhe von 27 TEUR vorgenommen. Um die Bargeldversorgung innerhalb unseres Geschäftsgebietes zu gewährleisten haben wir in Klein Lengden und Sudheim Pavillons mit Geldausgabeautomaten aufgestellt. Unsere neue Telefonfiliale wurde aufgebaut.

Eine mehrjährige Planung berücksichtigt auch langfristig erforderliche Ausgaben und Investitionen.

Beteiligungen

Wir haben an der Kapitalerhöhung unseres Verbundpartners der Teambank AG mit 2 neuen Aktien im Wert von 9 TEUR teilgenommen.

Personal- und Sozialbereich

Mit der Zielsetzung der Verminderung der Kosten hat sich die Mitarbeiterzahl wie beabsichtigt im Jahresverlauf reduziert. Von 238 Mitarbeitern zu Beginn des Geschäftsjahres reduzierte sie sich auf 221 Mitarbeiter zum Jahresende. Darin enthalten sind 17 Auszubildende und 71 Teilzeitkräfte.

Im Jahr 2016 investierten wir insgesamt 392 Tage in die Qualifikation unserer Belegschaft und folgten damit nachdrücklich der strategischen Ausrichtung, unseren Kunden ein hochwertiges und leistungsfähiges Angebot bereitstellen zu können.

Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Wie bereits in den Vorjahren haben wir rund 123 Vereine, Schulen, Kindergärten, karitative und kirchliche Institutionen in unserem Geschäftsgebiet mit Spendengeldern in Höhe von rund 80 TEUR unterstützt. Der größte Teil der Summe stammte aus dem Reinertrag der VR-Gewinnspargemeinschaft. Für die Spendengelder wurden unter anderem Sportgeräte, Lehrmittel, Spielgeräte oder auch moderne Medientechnik wie Beamer oder Laptops angeschafft.

Im Bereich der Bildungs- und Jugendförderung unterstützten wir in 17 Schulen insgesamt 53 Grundschulklassen mit dem Projekt "Klasse 2000" und begleiteten die Unterrichtsgestaltung zu den Themen Gesundheitsförderung und Suchtvorbeugung. Mitarbeiter haben für die einzelnen Klassen Patenschaften übernommen und besuchten diese regelmäßig. Die Volksbank Mitte eG setzt für das Unterrichtsprogramm Projekt "Klasse 2000" 14,7 TEUR ein.

In diversen Schulen in unserem Geschäftsgebiet führten wir für die Abschlussklassen ein qualifiziertes Bewerbertraining durch. Wir vermitteln den jungen Menschen die schriftliche Form einer Bewerbung und trainieren mit ihnen Bewerbungsgespräche. Hierzu gehört auch Mimik, Gestik und Outfit. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die jungen Menschen in unserer Region mit diesem Training zu unterstützen, damit sie einen positiven und erfolgreichen Start ins Berufsleben haben.

Vereine stellen auch in Zukunft eine tragende Säule für unsere Gesellschaft dar, so dass wir hier ein besonderes Augenmerk auf die Förderung legen. Wir unterstützen ehrenamtliche Arbeit in Vereinen und weiteren Institutionen in unserem Geschäftsgebiet, denn dieses ist ein wesentlicher Faktor zur Erhaltung der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Die in 2015 geplante strategische Neuausrichtung wurde in diesem Jahr umgesetzt. 15 Filialen wurden in drei Tranchen geschlossen. Unsere Telefonfiliale wurde am 01.04.2016 eröffnet. Die Akzeptanz der Telefonfiliale und die Inanspruchnahme ihrer Leistungen durch unsere Kunden ist sehr gut. Zum 31.12. waren bereits mehr als 4.000 Kunden für unsere Telefonfiliale registiert und freigeschaltet. In den Betriebs- und Marktfolgebereichen erfolgte eine Reorganisation verbunden mit einer Reduktion der Personalkapazität. Die Personal- und Sachkosten konnten gegenüber dem Vorjahr um 1,36 Millionen Euro gesenkt werden. Der im Geschäftsjahr 2016 erfolgte Personalabbau ist dafür ein maßgeblicher Grund.

Im Geschäftsjahr 2016 haben wir bereits 9 der 14 nicht mehr genutzten Zweigstellenimmobilien veräußern können. Aus diesen Verkäufen konnte gegenüber den Buchwerten ein Mehrertrag von 305 TEUR generiert werden. Davon wurden 208 TEUR im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 vereinnahmt. Der weitere Mehrertrag wird im Jahresabschluss 2017 berücksichtigt.

Für die Bargeldversorgung konnten wir 4 Partnerunternehmen mit EC-Cash-Terminals ausstatten. Ferner wurden in den Orten Klein Lengden und Sudheim in verkehrsgünstiger Lage Pavillions mit einem Geldautomaten neu aufgestellt.

Der Leistungsumfang der Online-Filiale incl. der VR-Banking-App wurde erweitert.

Mit einer ganzen Reihe von Mitarbeitern haben wir bereits im Geschäftsjahr 2015 Altersteilzeitverträge abgeschlossen. Gegenwärtig befinden sich diese Mitarbeiter in der aktiven Phase der Altersteilzeit. Wenn sie mit der passiven Phase der Altersteilzeit beginnen, werden sie nur teilweise ersetzt werden. So sind insbesondere die Personalkosten noch weiter zu reduzieren. Die nachhaltige Kostenreduktion, die das Ziel der strategischen Neuausrichtung war, wird dementsprechend erreichbar sein. Damit kann ein Beitrag geleistet werden, um der absehbaren, weiteren Reduktion des Zinsüberschusses mindestens teilweise entgegenzuwirken.

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden intensive Gespräche mit der Volksbank Heiligenstadt eG mit der Zielsetzung einer Verschmelzung beider Genossenschaften geführt. Am 12. Dezember 2016 haben die Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken einstimmig einer Verschmelzung beider Banken zugestimmt und ebenfalls den Entwurf eines Verschmelzungsvertrages einhellig gebilligt. Die Verschmelzung soll mit Wirkung zum 01.01.2018 erfolgen.

Die Entscheidung über das Fusionsvorhaben treffen allerdings die Mitglieder der Volksbank Heiligenstadt eG in der Generalversammlung am 12. Juni 2017 und die Vertreter der Volksbank Mitte eG in der Vertreterversammlung am 14. Juni 2017. In beiden Versammlungen ist zur Umsetzung der Verschmelzung die in der Satzung vorgeschriebene qualifizierte Mehrheit erforderlich.

II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Volksbank Mitte eG

1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement

In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder und Kunden in allen Finanzierungs- und Vermögensanlagefragen sicherstellt.

Durch eine Eckwertplanung über einen Zeitraum von drei Jahren und mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.

Organisatorische Basis des Risikomanagementprozesses ist unser Risikohandbuch, das aus einer Risikoinventur und -bewertung sämtlicher erkennbarer Risiken hervorgegangen ist. Im Risikohandbuch sind die Risikostrategie der Bank, das Verfahren zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit, Instrumente der Risikoidentifikation sowie die eingesetzten Messverfahren, die Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Berichtspflichten in komprimierter Form festgehalten.

Risikomanagementziele und - methoden

Das Management zur Früherkennung von Risiken bleibt im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung. Unser ganzheitliches Risikomanagement, aufbauend auf den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichten "Mindestanforderungen an das Risikomanagement", liefert uns das Wissen für risikorelevante strategische und operative Entscheidungen und lässt uns Risiken und Chancen differenzierter erkennen. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand. Die Interne Revision überwacht durch regelmäßige Prüfungen die vorhandenen Abläufe und die Funktion des Risikofrüherkennungssystems.

Aufgabe unseres Risikomanagements ist dabei nicht die vollständige Risikovermeidung, sondern eine zielkonforme und systematische Risikohandhabung. Dabei beachten wir folgende Grundsätze:

- Verzicht auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikostrategie und der Risikotragfähigkeit unserer Bank nicht vertretbar sind

- Systematischer Aufbau von Geschäftspositionen, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessem Verhältnis stehen

- Weitestgehende Vermeidung von Risikokonzentrationen

- Hereinnahme von Sicherheiten zur Absicherung von Kreditrisiken

- Schadensprävention und Begrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle

- Verwendung rechtlich geprüfter Verträge

Planung und Steuerung der Risiken erfolgen auf der Basis der Risikotragfähigkeit unserer Bank. Sie wird von uns periodisch ermittelt. Die Risikotragfähigkeit ist gegeben, wenn die wesentlichen Risiken durch das Gesamtbank-Risikolimit laufend gedeckt sind.

Aus der gesamten zur Verfügung stehenden Risikodeckungsmasse leiten wir unter Berücksichtigung definierter Abzugsposten das Gesamtbank-Risikolimit ab. Durch die Berücksichtigung von Abzugsposten stellen wir insbesondere die Fortführung des Geschäftsbetriebes sicher und treffen Vorsorge gegen Verluste auch bei Betrachtung sogenannter "gestresster" Parameter und für nicht explizit berücksichtigte Risiken. Das ermittelte Gesamtbank-Risikolimit verteilen wir auf das Adressenausfall- und das Marktpreisrisiko, das Risiko aus Beteiligungen, das Operationelle Risiko und Planabweichungsrisiko. Auch das Liquiditätsrisiko betrachten wir grundsätzlich als wesentlich. Als Kreditinstitut mit überwiegend kleinteiligem Kundengeschäft und stabilen Refinanzierungsmöglichkeiten ermitteln wir das Liquiditätsrisiko auf der Grundlage einer verursachungsgerechten Verrechnung der Liquiditätskosten und des -nutzens. Andere Risikoarten stufen wir als unwesentlich ein.

Um die Angemessenheit des aus der ermittelten Risikodeckungsmasse und den geschäftspolitischen Zielen abgeleiteten Gesamtbank-Risikolimits im Laufe eines Geschäftsjahres sicherstellen zu können, wird die Auslastung - auch der Teilrisikobudgetlimite - monatlich durch das Risikocontrolling überprüft.

Zum Zwecke der Risikoberichterstattung sind feste Kommunikationswege und Informationsempfänger bestimmt. Die für die Risikosteuerung relevanten Daten werden von dem für das Risikocontrolling zuständigen Stabsbereich aufbereitet und in einem internen Berichtswesen verdichtet. Die Informationsweitergabe an die Geschäftsleitung und an den Aufsichtsrat erfolgt dabei entweder im Rahmen eines festgelegten Rhythmus oder in Form einer Ad-Hoc Berichterstattung. Laufende Prüfungen der Funktionsfähigkeit der Systeme und Prozesse erfolgen durch die Interne Revision.

Die Bank unterscheidet ihre Risiken in Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken, Operationelle Risiken, Beteiligungsrisiko und Planabweichungsrisiko sowie sonstige Risiken.

Adressenausfallrisiken

Für das Kreditgeschäft haben wir unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der Bank die Risiken eingeschätzt und darauf basierend eine Strategie zur Ausrichtung des Kreditgeschäftes festgelegt. Diese Strategie wird jährlich überprüft und, wenn erforderlich, angepasst. Die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften umfassen vorwiegend das Kontrahenten-, Emittenten- sowie das Länderrisiko. Die konservativ ausgerichteten Anlageentscheidungen der Bank im Eigengeschäft führen dazu, dass das Kontrahenten- und Emittentenrisiko für die Bank eine weniger bedeutende Rolle spielen. Aufgrund der regionalen Ausrichtung der Volksbank Mitte eG gilt dieses auch für das Länderrisiko. Zur Begrenzung der Risiken dieses Geschäftsfeldes haben wir ein detailliertes Strukturlimitsystem implementiert, das in unser Risikoüberwachungssystem eingebunden ist. Bonitätsrisiken werden durch uns quartalsweise anhand historischer Bonitätsmigration, Spreadveränderungen sowie Ausfallwahrscheinlichkeiten gemessen.

Von sehr hoher Relevanz ist für uns die sachgerechte und zeitnahe Beurteilung der Strukturen und der Risiken im Kundenkreditgeschäft.

Zur Beurteilung der Bonität von Firmen und Gewerbekunden werden vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. entwickelte und die von der parc IT validierten Ratingverfahren für das Firmenkundengeschäft eingesetzt. Bei diesen Verfahren werden im Wesentlichen die Aspekte wirtschaftliche und finanzielle Stärke, Marktstellung und Merkmale zur Beurteilung der Qualität des Managements berücksichtigt. Darüber hinaus setzen wir im Privatkundengeschäft das ebenfalls vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. entwickelte Privatkundenrating in unserem Hause flächendeckend ein.

Sämtliche eingesetzte Ratingverfahren werden permanent weiterentwickelt und tragen den erhöhten Anforderungen des Konsultationspapieres des "Basler Ausschusses für Bankenaufsicht" vollständig Rechnung.

Die Ermittlung struktureller Adressenausfallrisiken basiert auf einer Einordnung des gesamten Kreditportfolios in Risikogruppen nach bankinternen Beurteilungskriterien. Das aggregierte Ergebnis wird nach Höhe der Inanspruchnahme, des Zusagevolumens und der jeweiligen Blankoanteile ausgewertet und in die Gesamtbanksteuerung einbezogen. Die Einstufungen werden regelmäßig überprüft. Unsere Auswertungen geben außerdem Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Bonitätsgruppen.

Quartalsweise werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Bank über die Entwicklung der Risikosituation im Kreditgeschäft vor dem Hintergrund der aktuellen Risikotragfähigkeit informiert. Der Risikobericht enthält eine zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation und gegebenenfalls Handlungsempfehlungen für zu ergreifende Steuerungsmaßnahmen. Schwerpunkte des Berichtes liegen unter anderem in der Analyse verschiedener Strukturmerkmale des Kreditportfolios wie z. B. Risikogruppen, Blankokreditquote, Risikodeckungsquote, höchste Einzelkredite und höchste Blankoanteile.

Die in 2016 ermittelten Adressenausfallrisiken waren jederzeit tragbar für die Bank. Unsere Risikomanagementsysteme tragen dazu bei, die Strukturen im Bereich Adressenausfallrisiken laufend zu beobachten und die Erkenntnisse daraus in unsere operativen Entscheidungen einfließen zu lassen. Es ist unverändert das Ziel der Geschäftspolitik, Strukturrisiken weiter zu vermeiden bzw. sie zu vermindern.

Marktpreisrisiken

Unter Marktpreisrisiko wird die Gefahr verstanden, dass das tatsächliche Ergebnis aufgrund einer Modifikation bestimmter Marktparameter, die eine Wertveränderung in nicht geschlossenen Positionen im Zins-, Aktien- oder Währungsbereich auslösen, vom geplanten Ergebnis abweicht. Zur Überwachung der Auswirkungen der Marktpreisänderungen setzen wir ein Management- und Controllingsystem ein, das den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vorgegebenen Anforderungen voll entspricht.

Die Bank ist insbesondere aufgrund bestehender Inkongruenzen zwischen ihren aktivischen und passivischen Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Je nach betrachtetem Zinsentwicklungsszenarium ergeben sich positive oder negeative Auswirkungen auf das zu erwartende Zinsergebnis der Bank. Die Zinsänderungsrisiken bzw. die sich aus Zinsänderungen ergebenden Chancen messen wir GuV-orientiert mit Hilfe einer periodischen Zinsergebnissimulation. Ausgehend von unseren Zinsprognosen werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt. Mögliche Ergebnisbeeinträchtigungen werden in unserem Risikomesssystem erfasst und führen nach Abgleich mit definierten Limiten zu entsprechenden Steuerungsmaßnahmen.

Die Wertpapierbestände der Bank werden regelmäßig unter Zugrundelegung tagesaktueller Zinssätze und Kurse, aber auch unter Verwendung definierter Marktpreisentwicklungsszenarien, nach Art und Höhe bewertet.

Die Wertpapierbestände und das Refinanzierungsdarlehn in Fremdwährungen werden regelmäßig unter Zugrundelegung tagesaktueller Devisenkurse bewertet.

Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene traditionell verschiedene Sicherungsinstrumente ein. Hauptsächlich handelt es sich dabei um den Einsatz von bilanziellen Geschäften, unter anderem in Form von Refinanzierungsmitteln im Interbankengeschäft. Ergänzt werden diese bei Bedarf um Geschäfte mit Zinsswaps und Zinsbegrenzungsvereinbarungen, im Rahmen der Aktiv-Passiv Steuerung, die ausschließlich zur Verringerung des Gesamtbankzinsänderungsrisikos eingesetzt werden. Dementsprechend bestehen 4 Cap-Vereinbarungen mit einem Volumen von nominal 40 Millionen Euro.

Die ermittelten Marktpreisrisiken waren in 2016 vollumfänglich und jederzeit tragbar.

Liquiditätsrisiken

Als Volksbank gehören wir dem genossenschaftlichen Liquiditätsverbund an und können uns über unsere Zentralbank, die DZ Bank AG, refinanzieren. Die Fälligkeit unserer Eigengeschäfte ist auf die erwarteten Zahlungsströme aus dem Kundengeschäft und aus eigenen Wertpapieranlagen bzw. Refinanzierungsgeschäften abgestimmt. Bei der Disposition werden ausreichende Reserven berücksichtigt, die außergewöhnliche Liquiditätsabflüsse abdecken. Zusätzlich bestehen durch die Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen ausgleichen zu können. Wir ermitteln mindestens einmal jährlich die entstehenden Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken unter Einsatz eines einfachen Kostenverrechnungssystems. Dies trägt unserem Geschäftsmodell mit überwiegend kleinteiligem Kundengeschäft auf der Aktiv- und Passivseite sowie einer stabilen Refinanzierung Rechnung.

Die Zahlungsbereitschaft der Volksbank Mitte eG war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die durch § 11 KWG vorgegebenen Liquiditätsanforderungen wurden zu jedem Zeitpunkt eingehalten. Die Liquiditätskennzahl lag im abgelaufenen Geschäftsjahr stets deutlich über dem erforderlichen Mindestwert. Die im Artikel 415 CRR, ergänzt durch die delegierte Verordnung der Europäischen Kommission vom 10.10.2014 als Ergänzung zur Verordnung der EU 575/2013, geforderte Liquidity Coverage Ratio (LCR) lag ebenfalls stets deutlich über dem erforderlichen Mindestwert.

Beteiligungsrisiko

Die Volksbank Mitte eG übernimmt strategische Beteiligungen mit dem Ziel der Unterlegung der Beziehungen und Stärkung des genossenschaftlichen Finanzverbundes bzw. zur Stärkung der Wirtschaft in ihrem angestammten Geschäftsgebiet. Die damit verbundenen Risiken sind vertretbar.

Operationelle Risiken

Neben den vorgenannten Risiken sind auch Operationelle Risiken (z. B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, fehlerhafte Bearbeitungsvorgänge, Rechtsrisiken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) zu überwachen. Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir durch Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und durch Verwendung von rechtlich geprüften Vertragsvordrucken und Vertragsformulierungen. Versicherbare Gefahrenpotenziale werden durch Verträge in banküblichem Umfang abgeschirmt. Unser internes Kontrollsystem, die Compliance-Beauftragten und die Interne Revision tragen dazu bei, die Operationellen Risiken zu erkennen, zu beurteilen und soweit wie nötig zu begrenzen. Mit unseren Regelungen zu den Operationellen Risiken schaffen wir die Voraussetzung den gesetzlichen und den eigenen Anforderungen gerecht zu werden und einen effizienten und sicheren Geschäftsbetrieb zu ermöglichen.

Planabweichungsrisiken

Als Planabweichungsrisiko betrachten wir die Abweichung zwischen der Eckwertplanung und der monatlichen unterjährigen Ergebnisvorschaurechnung.

Die Ermittlung der Planabweichung bezieht sich auf die Positionen Zinsergebnis, Provisionsergebnis, Verwaltungsaufwand und Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sowie das Ergebnis aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen.

2. Vermögenslage

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG (bis 2013) bzw. Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten (ab 2014) haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Eigenkapital laut Bilanz 1) 86.765 82.182 78.957 76.009 71.790
Haftendes Eigenkapital 2) -- -- -- 93.876 91.819
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 3) 106.549 106.220 106.759 -- --
Solvabilitätskennziffer 2) -- % -- % -- % 18,8 % 19,2 %
Harte Kernkapitalquote 3) 4) 14,7 % 14,6 % 14,0 % -- % -- %
Kernkapitalquote 3) 4) 14,7 % 14,6 % 14,0 % -- % -- %
Gesamtkapitalquote 3) 19,3 % 20,0 % 19,9 % -- % -- %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

2) bis 2013

3) ab 2014

4) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014

Eine angemessene Eigenmittelausstattung, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden von uns im Geschäftsjahr 2016 jederzeit eingehalten.

Die Eigenmittelausstattung der Volksbank Mitte eG besitzt einen Umfang, der den derzeitigen Anforderungen gemäß CRR (Art. 92 und 465 CRR; §§ 10c-10i KWG) mehr als gerecht wird und genügend Spielraum für das geplante Geschäftswachstum der nächsten Jahren bietet.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung in 2017 werden die Eigenmittel durch Zuführungen zu den Rücklagen in Höhe von 1.714 TEUR weiter gestärkt und an die Mitglieder Dividenden in Höhe von 663 TEUR ausgeschüttet.

Kundenforderungen

Die Vorschriften des Kreditwesengesetzes und der EU-Verordnung Capital Requirements Regulation (CRR) sowie die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für einzelne Kreditnehmer wurden während des gesamten Geschäftsjahres 2016 eingehalten. Allen berechtigen und vertretbaren Kreditwünschen unserer Kunden konnten wir entsprechen.

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2016 nach kaufmännischen Grundsätzen mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Den bestehenden latenten Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen gegenüber. Die für Kreditrisiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Unser Kreditvolumen weist keine Konzentrationen im Bereich der Blankoanteile, bei Einzelkrediten oder bei den Großkrediten auf.

Den Anteil der nicht einwandfreien Engagements in unserem Kreditportfolio betrachten wir als unwesentlich. Durch die intensive Betreuung und Überwachung dieser Engagements halten wir die Risiken für vertretbar.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Anlagevermögen 76.451 78.477 77.691 0 0
Liquiditätsreserve 296.456 278.026 286.637 339.301 256.983

Die Durchschnittsverzinsung der im Eigenbestand gehaltenen Wertpapiere wird durch die anhaltende Niedrigzinsphase weiter zurückgehen. Es wurden, wie in den Vorjahren, handelsrechtliche Gestaltungsspielräume im Spezialfonds genutzt. Somit besteht die Möglichkeit, künftige Ertragsrückgänge zum Teil zu kompensieren.

Bei der Bilanzierung von Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir gemäß analoger Anwendung des § 340e Abs. 2 HGB Abschreibungen auf den Nennwert der Wertpapiere vorgenommen. Dadurch wurden im Berichtsjahr Abschreibungen in Höhe von 353 TEUR vorgezogen.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Derivatgeschäfte

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik haben wir auch in 2016 zwei Zinsbegrenzungsgeschäfte (Caps) abgeschlossen. Diese Zinsbegrenzungsgeschäfte für unsere zinstragenden Geschäftspositionen sollen uns gegen steigende Zinssätze absichern.

Zinsänderungsrisiko

Die Zinsänderungsrisiken und -chancen messen wir monatlich mit Hilfe einer periodischen Zinsergebnissimulation. Ausgehend von unserer eigenen Zinsprognose werden die Auswirkungen hiervon abweichender Zinsentwicklungen auf das Jahresergebnis ermittelt und auch für die Folgejahre simuliert. Nach den auf dieser Grundlage zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres ermittelten Zinsänderungsrisiken / -chancen ergeben sich bedeutende Auswirkungen auf das Betriebsergebnis des laufenden Geschäftsjahres und für das Folgejahr.

Wir rechnen mit einem gleichbleibend niedrigen Zinsniveau an den Märkten und haben uns im Wesentlichen entsprechend positioniert.

Aufgrund der liquiden Märkte und unserer Steuerungsinstrumentarien erwarten wir bei Eintritt dieser Rahmenbedingungen, die Risiken auf einem vertretbaren Niveau halten zu können.

Währungsrisiko

Bei unserem im Jahr 2011 aufgenommenen Refinanzierungsdarlehn von 12,352 Millionen CHF (10,272 Millionen EUR) führen Wechselkursänderungen zu einer Belastung von 80 TEUR.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 haben wir festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 12 Millionen TRY (4 Millionen EUR) erworben. Aus dieser Fremdwährungsposition haben wir eine Abschreibung in Höhe von 481 TEUR vorgenommen.

Operationelle Risiken / Planabweichungsrisiken / Sonstige Risiken

Die Betriebsrisiken steuern wir durch ein internes Kontrollsystem, das aus prozessabhängigen Kontrollen und prozessunabhängigen Prüfungen der Internen Revision besteht. Weitere Risiken können aus System- und Kommunikationsfehlern, technischen Problemen in den EDV-Systemen, Mitarbeiterfehlverhalten oder aus Rechtsrisiken resultieren. Um die vermögenswirksamen Auswirkungen dieser Risiken so gering wie möglich zu halten, haben wir entsprechende Versicherungen abgeschlossen und investieren in die Fortbildung unserer Mitarbeiter.

Als Planabweichungsrisiko betrachten wir die Abweichung zwischen der Eckwertplanung und der monatlichen unterjährigen Ergebnisvorschaurechnung.

Aus den eingegangenen Beteiligungen sind keine wesentlichen Risiken erkennbar.

Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR

Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG gehört die Bank dem BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem) an. Das BVR-ISG Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt.

Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig.

3. Finanz- und Liquiditätslage

Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gegeben. Die Liquiditätskennzahl gemäß § 2 Abs. 1 LiqV sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten.

Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden Jahren nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

4. Ertragslage

Unser Zinsüberschuss ist erwartungsgemäß durch die anhaltende Niedrigzinsphase um 604 TEUR zurückgegangen. Der Provisionsüberschuss verringerte sich geringfügig. Die Verwaltungsaufwendungen insgesamt verringerten sich um 1.358 TEUR. Der geringere Personalbestand im Geschäftsjahr 2016 als Effekt der strategischen Neuausrichtung, aber auch die im Jahresvergleich nicht so hohe Aufstockung der Pensionsrückstellung sind dafür die Ursache.

In den Personalaufwendungen ist im Vorjahr bedingt durch das anhaltend niedrige Zinsniveau und die damit verbundene Absenkung des Abzinsungsfaktors eine Aufstockung der Pensionsrückstellungen erfolgt. Durch die unveränderten niedrigen Zinsen musste in diesem Jahr keine Aufstockung erfolgen. Das Bewertungsergebnis ist auf Grund der geringeren Entlastung aus dem Kreditgeschäft angestiegen.

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr
TEUR
2015
TEUR
2014
TEUR
2013
TEUR
2012
TEUR
Zinsüberschuss 1) 20.133 20.737 21.464 21.204 20.546
Provisionsüberschuss 2) 7.301 7.342 7.139 7.178 7.062
Verwaltungsaufwendungen 17.623 18.981 18.845 18.467 18.706
a) Personalaufwendungen 11.537 12.759 12.504 12.312 12.463
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.086 6.222 6.341 6.155 6.243
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 9.453 6.436 8.995 9.607 8.318
Bewertungsergebnis 4) -1.543 161 -1.770 -1.650 -976
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 7.910 6.597 7.225 7.957 7.342
Steueraufwand 2.533 2.410 3.425 2.916 2.471
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 3.000 2.000 700 1.900 1.400
Jahresüberschuss 2.377 2.187 3.099 3.141 3.471

1) GuV-Posten 1abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,26 % (Vorjahr 0,25 %).

5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine überdurchschnittlich gute Eigenkapitalausstattung geprägt. Die gebildeten Wertberichtigungen für die erkennbaren und latenten Risiken in den Kundenforderungen sind angemessen. Für erhöhte latente Risiken im Kreditgeschäft besteht ein ausreichendes Deckungspotenzial in Form versteuerter Wertberichtigungen.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Die Ertragslage war auch im Jahr 2016 gut.

Aufgrund unserer soliden und risikobewussten Geschäftspolitik sowie der installierten Instrumentarien zur Risikosteuerung und -überwachung bewegen sich die derzeit erkennbaren Risiken der künftigen Entwicklung in einem überschaubaren und für unser Haus tragbaren Rahmen.

Die Verbesserung der Beratungs- und Servicequalität gegenüber unseren Mitgliedern und Kunden, die Sicherung eines breiten Produktangebotes und der wirtschaftliche Erfolg der Volksbank Mitte eG sind unverändert zentrale Ziele unserer Geschäftstätigkeit.

III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht)

Bedingt durch die Verschmelzung der beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen im Jahr 2015 ist eine Umstellung unseres Bankenanwendungsverfahrens im Geschäftsjahr 2017 erforderlich. Der Umstellungstermin ist der 13. Mai 2017. Die Umstellungsarbeiten haben bereits im Jahr 2016 begonnen. Im laufenden Geschäftsjahr werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Hauses geschult werden, damit der Übergang auf das neue Verfahren möglichst reibungslos erfolgt. Im Geschäftsjahr 2017 werden einige einmalige Kosten aufgrund des Umstellungsprozesses anfallen. Für diese entstehenden Kosten bekommen wir eine pauschale Erstattung der genossenschaftlichen Rechenzentrale, die allerdings voraussichtlich nicht ausreichen wird, um sämtliche durch die Umstellung entstehenden Kosten zu decken.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2017 ein leicht steigendes Einlagenvolumen und ein deutliches Wachstum des Kundenkreditvolumens. Das Zinsniveau wird durch die anhaltende Niedrigzinsphase nach unserer Einschätzung nahezu unverändert bleiben. In der Folge reduziert sich abermals durch ablaufende Zinsbindungen unser Zinsüberschuss deutlich. Der Provisionsüberschuss wird nach unserer Prognose steigen. Der Verwaltungsaufwand erhöht sich demgegenüber vornehmlich verursacht durch die beschriebene Umstellung des Bankenanwendungsverfahrens. Nach unserer Ergebnisvorschau rechnen wir insbesondere angesichts des sinkenden Zinsüberschusses mit einem sinkenden Betriebsergebnis vor Bewertung.

Bei dem von uns erwarteten weiter niedrigen Zinsniveau wird sich durch den Ablauf von Zinsbindungen im Kreditgeschäft und bei Eigenanlagen unser Zinsüberschuss in den kommenden Jahren kontinuierlich verringern, da Prolongationen oder Neugeschäfte in der Regel zu einem niedrigeren Zinssatz erfolgen werden. Durch unsere vorgenommenen gezielten Maßnahmen zur Kostensenkung und eine Ausweitung des Kundenvolumens wollen wir das abschmelzende Zinsergebnis teilweise kompensieren.

Für den Fall, dass sich das Zinsniveau unerwartet nach oben bewegt, sind Risiken erkennbar, für die wir aber bereits entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen haben.

Die wesentlichen aktuellen Herausforderungen für Regionalbanken:

- die lang anhaltende Niedrigzinsphase mit dem dadurch bedingten Ertragsrückgang im Kerngeschäft

- die weiter zunehmende Regulatorik und steigende Eigenkapitalanforderungen

- ein verändertes Kundenverhalten durch zunehmende Digitalisierung und steigende Kundenerwartungen hinsichtlich digitaler Leistungen und Angebote der Bank

- der steigende Konkurrenzdruck in einem immer transparenteren Markt

- die zunehmende Bedeutung der Attraktivität als Arbeitgeber für die Gewinnung und Bindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und

- die Folgen der demographischen Entwicklung wie z. B. Bevölkerungsrückgang und Überalterung

bewirken in der genossenschaftlichen Bankengruppe eine verstärkte Diskussion über notwendige Strukturveränderungen. Wir sind der festen Überzeugung, dass zur Bewältigung der genannten Herausforderungen eine veränderte Betriebsgröße durch Verschmelzung mit Nachbargenossenschaften notwendig ist.

Insofern ist die angestrebte Verschmelzung mit der Volksbank Heiligenstadt eG zum 01.01.2018 ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung. Skaleneffekte durch eine veränderte Betriebsgröße und die Zusammenlegung von Zweigstellenstandorten werden mittelfristig zu einer Kostenentlastung in einer fusionierten Bank gegenüber der Weiterführung beider Banken ohne Verschmelzung führen. Im interessanten Marktgebiet der Volksbank Heiligenstadt eG ergeben sich durch eine steigende Risikotragfähigkeit einer fusionierten Bank bessere Möglichkeiten der Kreditvergabe und damit Chancen insbesondere im Firmenkundengeschäft. Gemeinsam wollen wir ein wirtschaftlich starker, wettbewerbsfähiger und innovativer regionaler Partner sowie ein attraktiver Arbeitgeber sein.

Die beabsichtigte Verschmelzung mit der Volksbank Heiligenstadt eG ist für uns ein wichtiges Vorhaben, dessen Umsetzung wir mit hoher Energie anstreben. Wir sehen diese beabsichtigte Verschmelzung jedoch ausdrücklich als Zwischenschritt auf dem weiteren Weg der notwendigen strukturellen Veränderung an.

Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass, soweit wir vorstehend Prognosen und Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können.

IV. Zweigniederlassungen

Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Duderstadt, 25. April 2017

Volksbank Mitte eG

Der Vorstand

Holger Willuhn

Rolf Döring

Björn Henkel

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2016

Volksbank Mitte eG, Duderstadt

Genossenschaftsregisternummer 100101 beim Amtsgericht Göttingen

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve          
a) Kassenbestand     9.338.294,28   12.128
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken     7.043.962,76   6.762
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 7.043.962,76       (6.762)
c) Guthaben bei Postgiroämtern     0,00 16.382.257,04 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind          
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen     0,00   0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00       (0)
b) Wechsel     0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute          
a) täglich fällig     95.284.031,49   68.760
b) andere Forderungen     0,00 95.284.031,49 0
4. Forderungen an Kunden       404.947.788,94 401.545
darunter:          
durch Grundpfandrechte gesichert 82.553.556,63       (79.719)
Kommunalkredite 2.943.892,76       (3.201)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere          
a) Geldmarktpapiere          
aa) von öffentlichen Emittenten   0,00     0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
ab) von anderen Emittenten   0,00 0,00   0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00       (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen          
ba) von öffentlichen Emittenten   10.456.871,73     10.456
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 10.456.871,73       (10.456)
bb) von anderen Emittenten   282.942.273,72 293.399.145,45   266.622
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 253.487.656,01       (246.776)
c) eigene Schuldverschreibungen     48.817,78 293.447.963,23 44
Nennbetrag 46.000,00       (40)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere       79.459.288,41 79.381
6a. Handelsbestand       0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften          
a) Beteiligungen     25.294.572,16   25.287
darunter:          
an Kreditinstituten 535.589,53       (526)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     59.022,00 25.353.594,16 59
darunter:          
bei Kreditgenossenschaften 0,00       (0)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen       0,00 0
darunter:          
an Kreditinstituten 0,00       (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00       (0)
9. Treuhandvermögen       49.088,38 68
darunter: Treuhandkredite 49.088,38       (68)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch       0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte          
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte     0,00   0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten     24.098,00   40
c) Geschäfts- oder Firmenwert     0,00   0
d) geleistete Anzahlungen     0,00 24.098,00 0
12. Sachanlagen       5.386.148,72 6.434
13. Sonstige Vermögensgegenstände       2.667.863,44 2.858
14. Rechnungsabgrenzungsposten       1.052.100,64 585
Summe der Aktiva       924.054.222,45 881.029

Passivseite

         
  Geschäftsjahr Vorjahr
  EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten          
a) täglich fällig     0,00   0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist     49.634.395,44 49.634.395,44 44.135
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden          
a) Spareinlagen          
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten   263.410.076,68     257.496
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten   12.886.328,10 276.296.404,78   17.685
b) andere Verbindlichkeiten          
ba) täglich fällig   466.908.052,50     421.740
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist   31.079.737,00 497.987.789,50 774.284.194,28 44.208
3. Verbriefte Verbindlichkeiten          
a) begebene Schuldverschreibungen     80.016,78   80
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten     0,00 80.016,78 0
darunter:          
Geldmarktpapiere 0,00       (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00       (0)
3a. Handelsbestand       0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten       49.088,38 68
darunter: Treuhandkredite 49.088,38       (68)
5. Sonstige Verbindlichkeiten       749.315,59 951
6. Rechnungsabgrenzungsposten       16.000,00 18
6a. Passive latente Steuern       0,00 0
7. Rückstellungen          
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen     6.960.653,00   7.039
b) Steuerrückstellungen     0,00   0
c) andere Rückstellungen     5.515.549,64 12.476.202,64 5.428
8. [gestrichen]       0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten       0,00 0
10. Genussrechtskapital       0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00       (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken       10.400.000,00 7.400
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00       (0)
12. Eigenkapital          
a) Gezeichnetes Kapital     13.420.913,30   13.482
b) Kapitalrücklage     0,00   0
c) Ergebnisrücklagen          
ca) gesetzliche Rücklage   29.000.000,00     28.259
cb) andere Ergebnisrücklagen   31.567.210,34 60.567.210,34   30.853
d) Bilanzgewinn     2.376.885,70 76.365.009,34 2.187
Summe der Passiva       924.054.222,45 881.029
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten          
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln   0,00     0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen   4.398.049,56     4.901
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten   0,00 4.398.049,56   0
2. Andere Verpflichtungen          
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften   0,00     0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen   0,00     0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen   24.688.651,39 24.688.651,39   23.584
darunter: Lieferverpflichtungen          
aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00       (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus          
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   15.362.528,61     16.920
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen   6.090.353,64 21.452.882,25   6.566
2. Zinsaufwendungen     4.083.244,73 17.369.637,52 4.865
3. Laufende Erträge aus          
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren     2.192.815,78   1.511
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften     570.581,50   602
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen     0,00 2.763.397,28 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen       0,00 0
5. Provisionserträge     8.046.418,48   8.066
6. Provisionsaufwendungen     745.488,00 7.300.930,48 724
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands       0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge       897.269,68 1.230
9. [gestrichen]       0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen          
a) Personalaufwand          
aa) Löhne und Gehälter   9.471.243,74     10.105
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung   2.065.735,10 11.536.978,84   2.653
darunter: für Altersversorgung 374.807,48       (853)
b) andere Verwaltungsaufwendungen     6.086.341,15 17.623.319,99 6.222
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen       734.133,04 952
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen       520.518,03 2.939
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft     1.538.264,34   0
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft     0,00 -1.538.264,34 344
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere     4.745,45   183
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren     0,00 -4.745,45 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme       0,00 0
18. [gestrichen]       0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit       7.910.254,11 6.597
20. Außerordentliche Erträge     0,00   0
21. Außerordentliche Aufwendungen     0,00   0
22. Außerordentliches Ergebnis       0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     2.497.033,22   2.374
darunter: latente Steuern 0,00       (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen     36.335,19 2.533.368,41 35
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken       3.000.000,00 2.000
25. Jahresüberschuss       2.376.885,70 2.187
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr       0,00 0
        2.376.885,70 2.187
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen          
a) aus der gesetzlichen Rücklage     0,00   0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
        2.376.885,70 2.187
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen          
a) in die gesetzliche Rücklage     0,00   0
b) in andere Ergebnisrücklagen     0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn       2.376.885,70 2.187

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2016

Volksbank Mitte eG, Duderstadt

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (folgenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag passiv abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die im Bestand befindlichen Credit Linked Notes wurden entsprechend IDW RS HFA 22 als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei der Bilanzierung von Wertpapieren des Anlagevermögens haben wir gemäß analoger Anwendung des § 340e Abs. 2 HGB Abschreibungen auf den Nennwert der Wertpapiere vorgenommen.

Für die festverzinslichen Wertpapiere besteht eine Vorsorgereserve für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB.

Derivative Finanzinstrumente bestehen in Form von Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken. Die gezahlte Prämie wird dabei über die Laufzeit verteilt. Dazu wird bei Fälligkeit der einzelnen Teiloptionen der auf diese entfallende Prämienanteil erfolgswirksam ausgebucht. Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen zur Absicherung von zinstragenden Geschäften werden zeitanteilig abgegrenzt.

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung sind sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Der vorjährige Aktivierungsposten des Körperschaftssteuerguthabens wurde unter Berücksichtigung des Auszahlungsbetrages mit dem gewichteten Abzinsungsfaktor von 3,87 % aktualisiert.

Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,01 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 3,24% p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die Richttafeln Heubeck 2005 G zugrunde gelegt.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 4,01 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 724.

Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,00 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Projected Unit Credit Method mit einem Zinssatz von 3,24 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Die erstmalige Einbuchung der Rückstellung mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von den positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2016 war keine Rückstellung zu bilden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2016

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Zugang (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des
Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagenwerte        
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 272.348,98 5.943,36 (a) 0,00 (a) 274.723,07
    0,00 (b) 3.569,27 (b)  
Sachanlagen        
a) Grundstücke und Gebäude 17.339.898,84 41.067,00 (a) 0,00 (a) 16.061.878,01
    0,00 (b) 1.319.087,83 (b)  
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.435.738,15 63.217,01 (a) 0,00 (a) 6.221.573,89
    0,00 (b) 1.277.381,27 (b)  
Summe a 25.047.985,97 110.227,37 (a) 0,00 (a) 22.558.174,97
    0,00 (b) 2.600.038,37 (b)  
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b)
EUR
Zugängen (a) Zuschreibungen (b)
EUR
Umbuchungen (a) Abgänge (b)
EUR
Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt)
EUR
Buchwerte Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagenwerte            
b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 232.412,98 21.781,36 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 250.625,07 24.098,00
    0,00 (b) 0,00 (b) 3.569,27 (b)    
Sachanlagen            
a) Grundstücke und Gebäude 12.179.758,48 340.372,81 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 11.620.074,56 4.441.803,45
    0,00 (b) 0,00 (b) 900.056,73 (b)    
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.161.794,33 371.978,87 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 5.277.228,62 944.345,27
    0,00 (b) 0,00 (b) 1.256.544,58 (b)    
Summe a 18.573.965,79 734.133,04 (a) 0,00 (a) 0,00 (a) 17.147.928,25 5.410.246,72
    0,00 (b) 0,00 (b) 2.160.170,58 (b)    
Buchwerte Vorjahr
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 77.503.750,00 -2.000.000,00 75.503.750,00
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 25.345.662,66 7.931,50 25.353.594,16
Summe b 102.849.412,66 -1.992.068,50 100.857.344,16
Summe a und b 127.897.398,63   106.267.590,88

D. Erläuterungen zur Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 95.084.777 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 16.615.279 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 37.443.267 fällig.

In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 94.732.324 68.027.384
Forderungen an Kunden (A 4) 1.717.766 1.826.177
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 9.235.838 3.540.509

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 293.447.963 289.989.625 3.458.339 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 3.137.280 0 3.137.280 0
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) 18.323.176 0 18.323.176  

Wir halten folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %:

Anlageziel Mischfonds mit Renten und Aktien zur Diversifikation "Asset-Allocation" Wert der Anteile i. S. §§ 168, 278 KAGB, § 36 InvG a. F. bzw. vergleichbarer ausländischer Vorschriften (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. Union Investment DEVIF-Fonds 93 84.712.699 13.028.541 2.000.566

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen grundsätzlich nicht. Die Vertragsbedingungen enthalten ausschließlich eine Beschränkung nach § 98 Abs. 2 S. 1 KAGB.

Wir besitzen an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) GENO-Immobilienges. Einbeck-Northeim mbH, Einbeck 50,00 2015 107 2015 0
b) Raiffeisen Warenhandel GmbH, Rosdorf 42,60 2015 11.252 2015 798
c) Kommunale Grundstücks- und Erschließungsges. Rosdorf mbH, Rosdorf 20,00 2015 152 2015 85
d) DZ Bank AG, Frankfurt 0,00 2015 8.008.000 2015 224.000
e) DZ Privatbank S.A., Luxembourg 0,04 2016 640.651 2016 11.382
f) TeamBank AG, Nürnberg 0,01 2015 489.725 2015 0
g) R+V Versicherung AG, Wiesbaden 0,02 2015 2.149.774 2015 0
h) Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs-AG, Hannover 0,85 2016 1.322.633 2016 41.374
i ) GB Genoss.Beteiligungsverwaltung GmbH & Co.KG, Hannover 1,24 2015 151.846 2015 1.587
j ) AGRAVIS Raiffeisen AG, Hannover 0,45 2015 426.379 2015 25.152
k) Wohnungsbauges. Eichsfeld mbH, Duderstadt 2,52 2015 6.637 2015 287
l ) Marktplatz Südniedersachsen GmbH, Göttingen 5,81 2015 72 2015 0
M) Marktplatz Südniedersachsen Internet GmbH & Co.KG, Göttingen 5,81 2015 258 2015 11
N) Fiducia & GAD IT AG, Karlsruhe 0,18 2015 409.743 2015 -338

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 3.449.510 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 944.345 enthalten.

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 693 (Vorjahr EUR 1.284) enthalten.

In den dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 28.226 27.434

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 3.477.472 enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 11.025.971 33.126.400 118.027.309 226.003.942

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 1.017.876 2.904.331 26.055.122 19.629.133
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 13.478 6.374.583 6.496.605 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 8.298.039 9.254.184 12.791.488 715.508

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 19.237.461 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten.

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Passive Steuerlatenzen bestehen dabei nicht. Aktive Steuerlatenzen ergeben sich u.a. in den Posten: "Forderungen an Kunden" (Akiva 4), "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" (Aktiva 5) und "Rückstellungen" (Passiva 7). Für die Berechnung latenter Steuern wurde ein Steuersatz von 28,4 % zugrunde gelegt.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 30.749.091 31.354.616
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 557.375 1.118.204

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 13.176.218 enthalten.

Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben  
a) der verbleibenden Mitglieder 13.046.421
b) der ausscheidenden Mitglieder 374.492

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2016 28.259.000 30.853.414
Einstellungen    
aus Bilanzgewinn des Vorjahres 741.000 713.797
Stand 31.12.2016 29.000.000 31.567.210

Nach § 268 Abs. 8 HGB bestehen keine ausschüttungsgesperrten Beträge. Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 723.898.

Es ergibt sich, dass dem ausschüttungsgesperrten Betrag frei verfügbare Rücklagen in Höhe von EUR 32.280.998 gegenüberstehen.

Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die Posten 1b) und 2c) ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte mit Caps des Nichthandelsbestands. Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices"). Die Adressrisiken sind als risikogewichtete Positionsbeträge entsprechend den aufsichtsrechtlichen Eigenmittelvorschriften angegeben.

(Angaben in TEUR)

Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender Zeitwert Adressenrisiko
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe
Zinsbezogene Geschäfte            
OTC Produkte            
- Sonstige Zins-Kontrakte     40.000 40.000 440 1.040

Die Zins-Kontrakte werden auf Basis von Optionspreismodellen (Black & Scholes) bewertet. Der unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (Aktivposten 14) erfasste Buchwert der Cap-Prämien beläuft sich auf EUR 1.050.092.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 38.122.766

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 66.295 (Vorjahr EUR 99.213) erhöht.

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 70.001 (Reduktion des Zinsertrags) enthalten.

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermögensverwaltung, Immobilienvermittlung, Vermittlung von Reisen, Vermittlung von Bausparverträgen und Vermittlung von Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 79.771 (Vorjahr EUR 1.149.443) Aufwendungen aus der Währungsumrechnung und mit EUR 290.433 (Vorjahr EUR 362.315) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Steuerrechtliche Abschreibungen gemäß § 254 HGB a. F., die aus Vorjahren beibehalten wurden, haben das Jahresergebnis unwesentlich positiv beeinflusst.

F. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB aus datenschutzrechtlichen Gründen verzichtet. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen EUR 59.316. Die früheren Mitglieder des Vorstandes bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 227.786.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 3.091.591.

Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 22.552 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 11.394.013.

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 1.701.955.

Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 3 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 125 72
Gewerbliche Mitarbeiter 6 1
  134 73

Außerdem wurden durchschnittlich 16 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2016 27.313 69.704 13.940.800
Zugang 2016 952 1.655 331.000
Abgang 2016 811 2.261 452.200
Ende 2016 27.454 69.098 13.819.600
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 128.729
Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 121.200
Höhe des Geschäftsanteils EUR 200
Höhe der Haftsumme je Anteil EUR 200

In den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien der nachfolgenden großen Kapitalgesellschaften nehmen Vorstandsmitglieder oder Mitarbeiter unserer Bank Mandate wahr:

Name und Sitz Anzahl der Mandate
Deutsche Genossenschaft-Hypothekenbank AG Hamburg 1

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Das vom Prüfungsverband für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt, aufgeschlüsselt in das Honorar für

- die Abschlussprüfungsleistungen EUR 191.932
- andere Bestätigungsleistungen EUR 15.666
- Steuerberatungsleistungen EUR 12.093
- Sonstige Leistungen EUR 306

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Genossenschaftsverband e.V.

Hannoversche Straße 149

30627 Hannover

G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.376.885,70 wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % 663.098,18
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen  
a) Gesetzliche Rücklage 1.000.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 713.787,52
  2.376.885,70

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Willuhn, Holger, - Sprecher -, Bankkaufmann

Döring, Rolf, Bankkaufmann

Henkel, Björn, Bankkaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Magerhans, Hartwig, - Vorsitzender -, selbständiger Steuerberater

Lintzel, Eckart, - stellvertretender Vorsitzender -, Geschäftsführer/Werkleiter Wasser und Abwasserzweckverband "Eichsfelder Kessel"

Loest, Ekkehard, - stellvertretender Vorsitzender -, Geschäftsführer LOEST Präzisionsmechanik GmbH

Sander, Armin, -stellvertretender Vorsitzender -, selbständiger Tischlermeister

Bollensen, Dietmar, angestellter Metallbaumeister bei Fa. Paland Metallbau

Curdt, Manfred, Pensionär

Diederich, Dr. Matthias, selbständiger Arzt für Allgemeinmedizin

Eberle, Hubert, Dipl. Bauingenieur, Geschäftsführer NTG-Bau GmbH

Ellies, Clemens, selbständiger Rechtsanwalt

Fricke, Willi, Rentner

Wilhelm, Sabine, Dipl. Betriebswirtin (BA), Leiterin Buchhaltung und Verwaltung Raiffeisengenossenschaft "Eichsfeld" eG

Helbing, Tobias, geschäftsführender Gesellschafter der Firmen: Helbing mein Lieblingsbäcker GmbH & Co. KG, Helbing Verwaltungs GmbH, FEB Immobilien UG, HBM Verwaltungs GmbH, Erika Helbing - Tobias Helbing GbR, Immobilien GmbH & Co. KG und HBM GmbH & Co. KG

Joecks Eckhardt, selbstständiger Landwirt

Kehrel, Helmut, Industriekaufmann, Otto Bock Healthcare GmbH

Klöppner, Kai, selbständiger Dachdeckermeister

Kohlrautz, Andreas, Sozialvers.-Fachangestellter der DAK

Kulle, Heinrich, kaufmännischer Angestellter, Nieders. Landges.mbH

Losert, Heribert, Entsorgungstechniker Abwasserverband Seeburger See

Mönnig, Elmar, geschäftsführender Gesellschafter der Firmen Mönnig GbR, Mönnig Bau GmbH & Co. KG, Mönnig Besitz GmbH & Co. KG und Mönnig Verwaltungs GmbH

Overkamp, André, Dipl. Ingenieur Chemie, Produktmanager ContiTech GmbH Uhlendorff, Dirk, selbständiger Landwirtschaftsmeister

 

Duderstadt, 25. April 2017

Volksbank Mitte eG

Der Vorstand

Holger Willuhn

Rolf Döring

Björn Henkel

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 14.06.2017 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2016 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.376.885,70 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Volksbank Mitte eG, Duderstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, 11. Mai 2017

Genossenschaftsverband e.V.

Mahler, Wirtschaftsprüferin

Bodmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Volksbank Mitte eG, Duderstadt

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Um eine effektive Überwachung der Geschäftstätigkeit des Instituts durch den Aufsichtsrat sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte gemäß § 22 Abs. 2 der Satzung und § 4 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates unverändert folgende Ausschüsse eingerichtet: Risikoausschuss, Kreditausschuss, Prüfungsausschuss, Investitionsausschuss und Vorstandsausschuss. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Im Jahr 2016 haben der Aufsichtsrat und seinen Ausschüsse 29 Sitzungen durchgeführt.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Die Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist von hohem gegenseitigen Vertrauen gekennzeichnet.

Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Mit der Volksbank Heiligenstadt eG sind im Geschäftsjahr 2016 Gespräche über eine Verschmelzung beider Genossenschaften geführt worden. In einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken am 12. Dezember 2016 haben die Gremien einer Verschmelzung einstimmig zugestimmt und den Entwurf eines Verschmelzungsvertrages gebilligt. Der Aufsichtsrat teilt die Einschätzung des Vorstandes, dass die aktuellen Herausforderungen für Regionalbanken Strukturveränderungen notwendig machen. Die angestrebte Verschmelzung mit der Volksbank Heiligenstadt eG ist dabei ein wichtiger Schritt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung somit, der Verschmelzung zuzustimmen.

Darüber hinaus erscheinen künftig weitere strukturelle Veränderungen notwendig.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Sabine Wilhelm sowie die Herren Manfred Curdt, Dr. Matthias Diederich, Clemens Ellies, Willi Fricke, Tobias Helbing und André Overkamp aus dem Aufsichtsrat aus. Die Herren Manfred Curdt und Willi Fricke sind wegen Erreichens der satzungsgemäßen Altersgrenze nicht wieder wählbar. Die Wiederwahl aller weiteren in diesem Jahr ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Das Aufsichtsratsmitglied Frau Sabine Wilhelm steht auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeitern Dank für die zum Wohle der Bank sowie ihrer Mitglieder und Kunden geleistete Arbeit aus.

 

Duderstadt, 25. April 2017 Der Aufsichtsrat

Hartwig Magerhans, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2016 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Volksbank Mitte eG, Duderstadt

Die Volksbank Mitte eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Mitte eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Mitte eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2016 TEUR 28.331.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 170,8.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 7.910.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.497 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Mitte eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

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