Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
AVG ROSIER GmbH
Fröndenberger Straße 144, 58706 Menden (Sauerland), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Paul Heinrich Rosier seit 16.4.2025 | Prokura |
Andreas Paris seit 16.4.2025 | Prokura |
Maik Bronner seit 16.4.2025 | Prokura |
Konstantin Felix Kresing seit 16.4.2025 | Prokura |
Uta Gerda Wiethoff seit 21.12.2018 | Prokura |
Marc Eduard Klaus Heinen seit 29.8.2018 | Geschäftsführer |
Heinrich Rosier seit 29.8.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ROSIER Holding GmbHMendenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS Geschäftsjahr 2021ROSIER Holding GmbH, MendenI. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Vorjahr. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. Bei den Arbeitslosenzahlen setze im Sommer eine Erholung ein, sodass im Vergleich zum Vorjahr die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt um 0,2 % sank und durchschnittlich bei 5,7 % lag. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war auch im Jahr 2021 stark von den Corona-Schutzmaßnahmen beeinträchtigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2022 mitteilt, waren die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2021 um 0,2 % niedriger als 2020 und blieben somit im zweiten Corona-Jahr 5 % unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Der Rückgang im Jahr 2021 ist unter anderem auf den Lockdown im 1. Quartal 2021 sowie auf weitere Corona-Beschränkungen zum Jahresende zurückzuführen. Die privaten Haushalte konsumierten in diesen Phasen nicht wie gewohnt, die Konsumausgaben brachen ein. Mit den Lockerungen gaben die Konsumentinnen und Konsumenten wieder mehr Geld aus. Im Automobilhandel liegen die Neuzulassungen im deutschen Gesamtmarkt mit 2,6 Mio. Fahrzeugen deutlich unter Vorjahresniveau. Die einzelnen Marken entwickelten sich wie folgt: Audi: 181.877 Fahrzeuge (- 14,9 %) VW: 489.962 Fahrzeuge (- 6,8 %) MercedesBenz: 225.392 Fahrzeuge (- 25,7 %) Smart : 24.023 Fahrzeuge (+ 49,6 %) Peugeot: 52.660 Fahrzeuge (- 4,9 %) Das Gebrauchtwagensegment liegt mit 6,7 Mio. Besitzumschreibungen unter Vorjahresniveau. Die einzelnen Marken entwickelten sich wie folgt: Audi: 502.517 Umschreibungen(- 7,7 %) VW: 1.376.872 Umschreibungen (- 4,8 %) MercedesBenz: 679.164 Umschreibungen (- 6,5 %) Smart 89.762 Umschreibungen (- 6,9 %) Peugeot: 162.113 Umschreibungen (- 4,8 %) Beim Service (Wartung und Reparaturen) rechnen die Hersteller weiterhin mit einem leicht rückläufigen Markt. Ursache dafür sind u.a. höhere Fahrzeugqualität, sinkende Fahrleistungen, zunehmender Marken und Wettbewerbsdruck und Verlängerung der Wartungsintervalle sowie die steigende Quote an Elektrofahrzeugen mit geringerer Reparaturintensität. Weiterhin findet der Wettbewerb in einem Umfeld der Verdrängung statt, welches erheblichen Einfluss auf die durchsetzbaren Margen hat. Durch die Veränderungen der Corona-Krise, gepaart mit der Halbleiterkrise, haben die Schwerpunkte vom Neuwagen- zum Gebrauchtwagenvertrieb gewechselt. Momentan tragen deshalb die Segmente des Gebrauchtwagenvertriebs und des After-Sales hauptsächlich zur Sicherung der Autohandelsbranche in Deutschland bei. Die Automobilhersteller versuchen ihre Vertriebsnetze im Rahmen der neuen EU-Verordnung zunehmend zu straffen, um eine höhere Effizienz zu erreichen. Die Automobilhersteller haben erkannt, dass die Händler unter den geänderten Marktbedingungen Unterstützung durch ein angepasstes Margensystem benötigen. Deshalb wurden die Händlerverträge bei der Volkswagen AG und Audi AG mit einer Geltung zum 01.04.2020 angepasst. Ab 2023 wird bei der Daimler AG das reine Agenturgeschäft kombiniert mit einem neuen Margensystem eingeführt. Neuere Einschätzungen anerkannter Wirtschaftsinstitute erkennen für Europa eine Tendenz. In diesen Prognosen soll langfristig die Anzahl der selbständigen Automobilhändler bis zu 30 % sinken, während die Zahl der Servicestandorte nahezu gleichbleiben wird. Somit werden hauptsächlich Gruppenbetriebe, die die Normen der Hersteller hinsichtlich der Ausstellungsräume und Werkstatteinrichtungen erfüllen können, Vorteile aus dieser Entwicklung ziehen können. Durch die Förderung der Elektrofahrzeuge seitens der Bundesregierung wird der Kauf dieser Fahrzeuge stark finanziell unterstützt. Ein stark spürbarer Anstieg der Verkaufszahlen ist durch die zusätzliche Corona-Förderung zu verzeichnen. Wir haben die strukturellen Herausforderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage und der Branche angenommen und in unserer strategischen Ausrichtung sowie betrieblichen Prozessen angemessen berücksichtigt. Wir sind der Überzeugung, dass die Konzentration innerhalb der Branche und die von uns eingeleiteten strategischen Maßnahmen eine Sicherung unseres Unternehmens gewährleisten können. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Umsatz des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 427.887 und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 5.867 bzw. 1,4 % erhöht. Die Auftragslage des Geschäftsjahres im Neufahrzeug-Bereich ist wegen der begrenzten Lieferfähigkeit der Automobilhersteller stark angewachsen. Zurzeit ist in vielen Bereichen ein Auftragsbestand von einem Jahr nicht unüblich. Der Auftragsbestand liegt insgesamt unter Berücksichtigung der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Lage und der Branchenentwicklung über dem Branchendurchschnitt. 3. Investitionen Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen im Geschäftsjahr TEUR 23.223 und liegen somit über dem Niveau des Vorjahres. Es entstehen hohe Investitionen durch die relativ hohe Umschlagshäufigkeit der Miet- und Vorführwagen. Wenn diese beiden Bereiche aus dem Anlagevermögen exkludiert werden, weil sie im Autohandelsgeschäft dem Umlaufvermögen zugerechnet werden könnten, betragen die bereinigten Investitionen TEUR 7.428 und betreffen im wesentlichen Geschäftsausstattung. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2021 betrugen insgesamt TEUR 4.908. 4. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Finanzierung des Umlaufvermögens erfolgt, insbesondere bei Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagen, in der Regel über Spezialfinanzierungen mit Herstellerbanken. Zusätzlich stehen dem Unternehmen Kontokorrentlinien verschiedener Banken zur Verfügung. Zum Jahresende belaufen sich die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten auf TEUR 9.730. Zum Jahresende belaufen sich die Bankverbindlichkeiten auf TEUR 16.895. Zins-Sicherungsgeschäfte werden abgeschlossen, soweit es für sinnvoll erachtet wird. Wir verweisen auf die Angaben im Anhang. Leasingverpflichtungen aus der Finanzierung des Anlagevermögens sind nur im geringen Umfang zu verzeichnen. 5. Personal- und Sozialbereich Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 906 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.106) zur Belegschaft unseres Unternehmens. Die Entlohnung orientiert sich bei den gewerblichen Mitarbeitern und auch bei weiten Teilen im Angestelltenbereich an den Tarifvorstellungen des Zentralverbandes der Deutschen Kfz-Handels e. V.; darüber hinaus bestehen in Einzelfällen abweichende einzelvertragliche Regelungen. Seit der Krise wurde die Entlohnung bei den Tarifgehältern allgemein eingefroren, individuell werden leistungsbezogen Erhöhungen vorgenommen. Weiterhin besteht in unserem Hause eine Vereinbarung über die 40 Stunden-Woche ohne Lohnausgleich (Tarif: 36,5). In den Jahren 2010 bis 2020 wurde die Zahlung von Urlaubs und Weihnachtsgeld ausgesetzt. Seit 2013 erhalten alle Mitarbeiter eine Prämie in Abhängigkeit vom Gewinn. Für die Mitarbeiter der Autohaus ROSIER Braunschweig GmbH wurde ein Haustarifvertrag mit der IG Metall Niedersachen abgeschlossen. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. ä., haben sich im Geschäftsjahr 2021 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 6. Umweltschutz Die ROSIER Gruppe hat sich seit Jahren dem Umweltschutz verpflichtet. Die Geschäftsleitung legt größten Wert auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen und der sachgerechten Entsorgung der im Betrieb verwandten umweltgefährdenden Stoffe. Es wurden Konzepte zur Senkung des Energieverbrauches im Bereich der Wärmeerzeugung erarbeitet und unter anderem durch die Inbetriebnahme von Blockheizkraftwerken umgesetzt. Zusätzliche werden an den großen Standorten Photovoltaik-Anlagen in Kombination mit Batteriespeichern ab 2022 zum Einsatz kommen. Derzeit setzt die ROSIER Gruppe ein Konzept zum Ausbau der Infrastruktur im Zuge der Elektromobilität durch. 7. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Für das Geschäftsjahr sind insbesondere folgende Ereignisse hervorzuheben:
II. Darstellung der Lage Die wesentlichen Daten zur Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt, die Vorführwagen werden im Rahmen dieser Betrachtung dem Umlaufvermögen zugeordnet: 1. Vermögenslage Das Sachanlagen ohne Vorführfahrzeuge ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 121 auf TEUR 11.174 angestiegen. Im wesentlichen betreffen die Zugänge Mietfahrzeuge (TEUR 1.396). Der Anteil des langfristigen Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 12,8 %. Die Bestände an Neu- und Gebrauchtfahrzeugen im Vorratsvermögen sowie Vorführwagen haben sich auf TEUR 53.541 verringert. Die erhaltenen Anzahlungen haben sich ebenfalls um TEUR 859 auf TEUR 2.067 verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich planmäßig deutlich reduziert. Im Vorjahr lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 26.231 deutlich über dem aktuellen Jahr (TEUR 20.378). Insgesamt ist das Umlaufvermögen um 8,8 % auf TEUR 101.050 gestiegen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt bei 45,0 % und hat sich deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von 37,7 % erhöht. Zur Darstellung des Eigenkapitals verweisen wir auf den KonzernEigenkapitalspiegel. Das Fremdkapital beläuft sich auf TEUR 63.746 gegenüber TEUR 67.470 zum 31.12.2020. Innerhalb des Fremdkapitals hat sich der langfristige Anteil um TEUR 690 erhöht. Der kurzfristige Fremdkapitalanteil dient überwiegend der Finanzierung der Fahrzeugbestände. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 2. Finanzlage Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden durch zügige Zahlung erfüllt. Es wurde ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 16.328 erzielt. Die liquiden Mittel zum Stichtag betragen TEUR 15.522. Darüber bestehen umfangreiche Kreditlinien, die zum Stichtag in geringem Umfang in Anspruch genommen waren. Das wirtschaftliche Eigenkapital erhöhte sich durch das laufende Jahresergebnis in Höhe von TEUR 11.428 auf TEUR 52.210. Trotz der gestiegenen Bilanzsumme von TEUR 115.957 (Vorjahr TEUR 108.253) verbesserte sich dadurch die Eigenkapitalquote auf 45 %. Die finanzielle Situation des Konzerns ist geordnet. Im Berichtsjahr wurden zwei neue Darlehen in Höhe von TEUR 3.150 aufgenommen. Die bestehenden Darlehen wurden planmäßig getilgt (TEUR 2.600). Die Einkaufskredite wurden zum Stichtag lediglich in Höhe von TEUR 9.729 in Anspruch genommen (Vorjahr TEUR 13.520). 3. Ertragslage Die wesentlichen Daten zur Ertragslage stellten sich wie folgt dar: Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr leicht gestiegen und betragen TEUR 427.887. Bei den einzelnen operativen Gesellschaften sind sowohl Zuwächse als auch Rückgänge bei den Umsatzerlösen zu erkennen. Die Umsätze werden nahezu ausschließlich in Deutschland erzielt. Lediglich im Gebrauchtwagenbereich werden im EU-Ausland regelmäßig Umsätze erzielt. Innerhalb der Geschäftsbereiche Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service/Werkstatt ist der Geschäftsverlauf bei den Konzernunternehmen nicht homogen. Die Entwicklung im Geschäftsbereich Neu- und Vorführfahrzeuge hat das Jahresergebnis im Vorjahresvergleich negativ beeinflusst. Das Rohergebnis beläuft sich auf TEUR 115.920 und ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Die Personalkosten steigen fortlaufend infolge von Gehaltsanpassungen im Rahmen tarifgebundener Arbeitsverhältnisse gestiegen. Im Berichtsjahr ist gegenläufig die Mitarbeiteranzahl gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehend aus Betriebs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind in Summe gestiegen. Das Betriebsergebnis von rd. TEUR 18.319 hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.253 verbessert. Maßgebend hierfür war das verbesserte Rohergebnis aufgrund gestiegener Margen im Gebrauchtwagenbereich. Die Zinsaufwendungen liegen mit TEUR 724 unter dem Niveau des Vorjahres. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen sind in einer ertragsteuerlichen Organschaft verbunden. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden TEUR 35 für Vorjahre ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern beträgt TEUR 11.428 und liegt somit TEUR 4.280 über dem Vorjahr. Das im Geschäftsjahr erzielte Jahresergebnis ist zufriedenstellend. III. Voraussichtliche Entwicklung inkl. wesentlicher Chancen und Risiken 1. Voraussichtliche Entwicklung Die Rosier-Gruppe erwartet ein intensives Geschäftsjahr 2022, welches weiterhin durch die Pandemie und den daraus resultierenden Lieferschwierigkeiten bzw. längeren Lieferzeiten geprägt sein wird. Beim Mercedes-Benz, Volkswagen als auch Audi Neuwagenverkauf gehen wir daher von leicht rückläufigen Absatzgrößen aus. Während wir für die Marke Peugeot wegen des hohen Privatkundenanteils und der größeren Lieferschwierigkeiten von Stellantis Rückgänge erwarten. Im PKW-Gebrauchtwagenbereich wird von gleichbleibenden Absatzzahlen mit weiterhin stabilen, hohen Erträgen gerechnet. Im Servicegeschäft gehen wir von gleichbleibenden Umsätzen aus. Aufgrund der hohen Auftragsbestände im Vertrieb der Rosier-Gruppe werden aus der Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage keine wesentlichen Risiken erwartet. Im EDV-Umfeld entsprechen die Sicherheitsstandards des zentralen Serverraumes, sowie des Datennetzes zwischen den Betrieben entsprechen dem aktuellen Stand der Technik. Im Januar 2020 begann jedoch die weltweite Ausbreitung des sogenannten Corona-Virus, welche bis April 2021 in der 3. Welle ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Die von der Bundesregierung verabschiedeten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben negative Folgen auf die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. Der Konzern hat bereits in 2020 Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus getroffen, die auch dieses Jahr angepasst fortgeführt werden. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Lage und der bis jetzt bereits abgelaufenen ersten Monate im Geschäftsjahr 2022 wird aufgrund der negativen Folgen durch die Ukraine-Krise und in Abwägung der Auswirkungen der Halbleiter-Krise ein Konzernjahresergebnis unter dem Niveau von 2021 erwartet. 2. Wesentliche Chancen und Risiken Zurzeit ist vor allem durch die erheblichen staatlichen Förderungen eine Ausrichtung auf die Elektromobilität zu verspüren. Der Ausbau der Infrastruktur für Elektromobilität führt zukünftig zu nicht unerheblichen Investitionen. Ebenso kann der zunehmende Anteil an Elektrofahrzeugen negativen Einfluss auf das Servicegeschäft nehmen, weil der Reparaturaufwand gegenüber einem Verbrennerfahrzeug geringer ist. Um den oben genannten negativen Einflüssen entgegen zu wirken, haben wir begonnen, an der Ausweitung des Gebrauchtwagen-Geschäftes, sowie des Ersatzteile-Handels zu arbeiten. Der Konzentration innerhalb des Kfz-Handels und der Kfz-Werkstätten kommt durch die Aktivitäten verschiedener Hersteller eine noch höhere Bedeutung zu. Ebenso wird die Weiterentwicklung des Online-Geschäftes in diesen Segmenten durch unser Haus intensiv vorangetrieben. Wir haben und werden weiterhin diesen Entwicklungen besondere Beachtung schenken und rechtzeitig die erforderlichen Maßnahmen einleiten, um eine nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens sicherzustellen.
Menden, den 21.04.2022 ROSIER GmbH & Co. KG gez. Heinrich Rosier, Geschäftsführer gez. Marc Heinen, Geschäftsführer KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021ROSIER HOLDING GMBH, MENDENAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2021ROSIER Holding GmbH, MendenI. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Die Erstellung des Konzernabschlusses der ROSIER Holding GmbH erfolgt gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Arnsberg unter der Nummer HRB 12213 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Menden. II. Abgrenzung des Konsolidierungskreises Die Gesellschaft ist Obergesellschaft eines Konzerns. Die Liste der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen befindet sich am Schluss des Anhanges. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Wirtschaftsjahr. In den Konzernabschluss sind alle konsolidierungspflichtigen Tochterunternehmen vollständig einbezogen. Gründe für ein Verbot oder einen Verzicht der Einbeziehung bestanden nicht. III. Konsolidierungsgrundsätze Bei den im Rahmen der Vollkonsolidierung zusammengefassten Jahresabschlüssen wurde das Kapital gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode konsolidiert. Konsolidierungszeitpunkt ist der Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses, der 1. Januar 2018. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sowie konzerninterne Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert. Eine Zwischengewinneliminierung entfällt, da Verkäufe von Fahrzeugen bzw. Berechnung von Leistungen ausschließlich auftragsbezogen erfolgen und zum Stichtag in der Regel keine solchen Bestände zu verzeichnen sind. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen wurden entsprechend der voraussichtlich geschätzten Nutzungsdauer über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die zugrunde liegenden Abschreibungsdauern basieren auf dem zum Zeitpunkt des Zugangs erwarteten Nutzen der erworbenen Unternehmen und liegen über fünf Jahre. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf die betrieblichen Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben der amtlichen Abschreibungstabellen decken. Vorführfahrzeuge werden gem. BFH-Rechtsprechung im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die im Berichtsjahr angeschafften Miet- und Vorführfahrzeuge werden degressiv abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Neufahrzeuge werden mit Einstandspreisen zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Bei Fahrzeugen mit Standzeiten über 6 Monaten werden Wertberichtigungen gebildet. Die Bewertung der Gebrauchtfahrzeuge wurde im Rahmen der Betriebsprüfung geändert. Ab dem Berichtsjahr erfolgt die Bewertung zunächst auf Basis der Einstandspreise zzgl. Anschaffungsnebenkosten und Aufbereitungskosten. Um dem strengen Niederstwertprinzip Rechnung zu tragen, wird dieser Wert verglichen mit dem retrograd aus dem zukünftigen Verkaufswert ermittelten beizulegenden Wert. Ausgangsbasis für den beizulegenden Wert sind die jeweiligen Auszeichnungspreise um den Bilanzstichtag, gemindert um übliche Preisnachlässe von 6,00 %. Zudem werden Gemeinkosten von 5,11 % sowie der durchschnittliche Unternehmerlohn von 1,50 % mindernd berücksichtigt. Liegt der beizulegende Wert unter dem Einstandswert des Fahrzeugs, wird in Höhe der Differenz eine Wertberichtigung gebildet. Die Bewertung der Ersatzteile erfolgte artikelweise zu gleitenden Durchschnittspreisen. Anschaffungskostenminderungen durch Boni und Skonti fließen direkt in die Einzelbewertung der Artikel ein. Für beschädigte, unverkäufliche oder aus anderen Gründen wertgeminderte Bestände werden die notwendigen Abschläge vorgenommen. Die Bewertung der Werkstattaufträge erfolgt zu Herstellungskosten, bestehend aus Lohnkosten, Teileverbrauch sowie Fremdleistungen. Auf den Nettoteileverbrauch wird ein Materialgemeinkostenzuschlag von 15 % aufgeschlagen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir von jährlichen Anpassungen von 1,75 % bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich zum 31.12.2021 auf 1,35 %; es handelt sich um einen zum 31.12.2021 qualifizierten geschätzten Zins, da der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung noch nicht veröffentlicht war. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Angaben zur Konzernbilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen, der hinsichtlich der kumulierten Abschreibungen eine gegenüber § 268 Abs. 2 HGB erweiterte Darstellung aufweist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Kulanz-/Garantieleistungen, ausstehende Rechnungen, Resturlaub, Jahresabschlusskosten und Verkäuferprovisionen sowie Aufbewahrungsverpflichtungen. Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten einschließlich der gewährten Sicherheiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 1.150 sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 254. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 enthalten. VI. Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag 31.12.2021 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Gesamtumfang von TEUR 7.568 (Verpflichtung pro Jahr: TEUR 7.568), davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 6.950 (pro Jahr TEUR 6.950). VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt worden. Die Umsatzerlöse werden überwiegend in Deutschland erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge enthalten. Diese resultieren aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 62) sowie Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen (TEUR 26). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen (TEUR 104). Im Zinsergebnis werden Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 123 ausgewiesen. Die steuerliche Überleitungsrechnung nach DRS 18.67 stellt sich wie folgt dar:
VIII. Sonstige Angaben zum Konzern Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 906 Arbeitnehmer beschäftigt. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 132 und für sonstige Leistungen TEUR 20. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte die Geschäftsführung durch die Geschäftsführer: Herr Heinrich Rosier, Geschäftsführer Vertrieb Herr Marc Heinen, Geschäftsführer Finanzen Eine Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. ROSIER Holding GmbH
Menden, den 23.04.2022 gez. Heinrich Rosier, Geschäftsführer gez. Marc Heinen, Geschäftsführer Liste des Beteiligungsbesitzes In den Konzernabschluss nach Maßgabe der Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen:
* Auf die Offenlegung des Jahresabschlusses der Gesellschaft wurde gemäß § 264 Abs. 3 HGB verzichtet. Datum der Billigung: 26. April 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ROSIER Holding GmbH, Menden Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ROSIER Holding GmbH, Menden, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ROSIER Holding GmbH, Menden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und - vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Iserlohn, 24. April 2022 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez. Michael Orban, Wirtschaftsprüfer gez. Ole Bogena, Wirtschaftsprüfer KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS Geschäftsjahr 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel
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