FUNKE Niedersachsen Logistik Braunschweig GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manfred Harald Wilhelm Merßmann seit 28.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Andre Vogt seit 28.6.2022 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
ISR Software Consulting GmbH | 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ISR Information Products AGBraunschweigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Vorwort des Vorstandes Liebe Leserinnen und Leser, im Geschäftsjahr 2023 konnte ISR das Wachstum fortsetzen und ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation zum Trotz wurden die richtigen Geschäftschancen identifiziert und aufgrund des fairen und partnerschaftlichen Umgangs mit unseren Kunden konnten wir das Geschäftsjahr erfolgreich abschließen. Mit dem Jahresstart 2023 wurden die Consulting Mitarbeiter der CENIT AG in der ISR Information Products AG aufgenommen und ein echtes Team gebildet, welches nicht mehr nur virtuell zusammenarbeitet. Des Weiteren wurde durch die CENIT AG im Januar 2023 die mip GmbH zu 100% übernommen und so wurde erneut in einem virtuellen Zusammenarbeits- und Partner-Modell die Kooperation für das Thema Analytics vorbereitet und erste gemeinsame Account-Bearbeitungen initiiert und durchgeführt. Getragen von der Strategie zur Nummer 1 für Information Management und Dokumentenlogistik zu werden und dem "ONETeam"-Gedanken konnten neue Kunden und Geschäftschancen erarbeitet werden, in welchen wir die größere und gebündelte Leistungsfähigkeit im Markt positionieren konnten. Es wurden bereits erste Umsätze durch die Kooperation generiert. Es wurden viele Maßnahmen durchgeführt, um das neue, gebündelte Leistungsversprechen als fokussierter Anbieter für Lösungen im Analytics und der Dokumentenlogistik im Markt zu positionieren und die Aufnahme der CENIT EIM Sales Mitarbeiter zum Start 2024 vorzubereiten, um damit in den kommenden Jahren die Synergien aus diesem Zusammenschluss zu realisieren. Hierbei steht der Fokus auf dem Ausbau der Großkunden, die über mehrere Themen des ISR-Leistungsspektrums und entsprechend mit Softwareumsätzen additiv zum Consulting entwickelt werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und weitere Fokussierungen führten in 2023 zu einem Anstieg des Umsatzes um 20,7% und einer Steigung des Rohergebnisses um 26,4%, was als sehr gutes Ergebnis zu bewerten ist. Zur stabilen Weiterentwicklung unseres Geschäfts hat neben den Vertriebserfolgen bei Neukunden vor allem die stabile Bestandskundenbasis von CENIT und ISR beigetragen, in der wir durch hohe Qualität, innovative Lösungen und unsere partnerschaftliche Arbeitsweise immer wieder überzeugen und so die Zusammenarbeit ausbauen konnten. Durch die Partnerschaft mit der CENIT AG wurde des Weiteren das Software-Portfolio erweitert, so dass hier ebenfalls ganze Prozessketten mit Technologie automatisiert werden können und ISR als fokussierter Partner für die Dokumentenlogistik - vom Inputmanagement, über die Akten- und Vorgangsbearbeitung bis hin zum Output-Management - wahrgenommen wird. Belohnt wurde diese Weiterentwicklung z.B. durch die Erlangung des Platinum-IBM-Partner Status im Jahr 2023 und dem positiven Ergebnisbeitrag des Bereichs Buildsimple. 2024 wird durch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sicherlich ein herausforderndes Jahr. ISR ist gut vorbereitet und aufgestellt, die Chancen zu ergreifen. Vor diesem Kontext freuen wir uns auf eine weiterhin so erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern.
gez. André Vogt gez. Manfred Merßmann gez. Bernd Rosemeyer ÜBERBLICK GESCHÄFTSJAHR 2023 Grundlagen des Unternehmens Die ISR Information Products AG ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft nach §267 Abs. 2 HGB mit Sitz in Braunschweig und weiteren Standorten in Münster, Hamburg, Köln, München und Frankfurt am Main. Mit Wachstum und Profitabilität durch das Jahr 2023 Die wirtschaftliche Entwicklung des Jahres 2023 ist mit 29,00 Mio. Euro Gesamtleistung (Vorjahr 24,05 Mio. Euro) um 20,6 % besser als im Vorjahr. Der Umsatz konnte um 20,7% auf 28,50 Mio. Euro und das Rohergebnis um 26,4% auf 26,75 Mio. Euro gesteigert werden. Aus kaufmännischer Sicht ist das Jahr 2023 im Plan und somit sehr erfolgreich verlaufen. Im Jahr 2023 wurde die Integration zwischen der ISR Information Products AG und dem EIM-Bereich der CENIT AG weiter vorangetrieben. Zum Jahresbeginn sind 25 Consulting-Mitarbeiter der CENIT AG zu ISR gewechselt und haben damit die Geschäftsbereiche Business Process Automation (BPA) und Application Management (AM) verstärkt. Da ISR und CENIT im Bereich des unternehmensweiten Informationsmanagement und der Dokumentenlogistik überschneidende Geschäftsthemen haben, konnten nach dem Zusammenschluss in 2023 weitere Synergien gehoben werden. Insbesondere die Positionierung des gesamten Leistungsportfolios von ISR und CENIT EIM in der gemeinsamen Kundenbasis und damit verbundene Cross-Selling Erfolge sind hier zu nennen. Im Rahmen der Bearbeitung der Integrationsthemen wurde vor allem auch das Marketing-Konzept derart überarbeitet, dass das umfangreiche gemeinsame Leistungsportfolio von ISR, CENIT EIM und der mip GmbH in einem Gesamtkonzept darstellt. Die mip GmbH wurde 2023 von der CENIT AG übernommen und wird damit zur Schwestergesellschaft von ISR. In diesem Zusammenhang wurde auch das digitale Marketing weiter ausgebaut. Mit insgesamt ca. 4,16 Mio. Euro Gewinn vor Steuern (EBT) und einer Umsatzrendite (vor Steuern) von 14,61% hat ISR ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaftet. Die Eigenkapitalquote liegt mit einem Eigenkapital von 4,28 Mio. Euro bei 51,9% (Vorjahr 44,3%) auf einem sehr hohen Niveau. Wertvoll für das Unternehmen ist es, dass weiterhin die Unabhängigkeit von Fremdkapitalgebern gewährleistet bleibt.
** Die liquiden Mittel berechnen sich hier aus
Kassen- und Bankbestand.
Umsätze und Ertragslage Umsatzsteigerung mit mehr Effizienz und digitalem Marketing Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 28.499.670 Euro erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 20,7% höher. Das Rohergebnis ist ebenfalls um 26,4% auf 26.750.633 Euro gestiegen. Seit 1993 ist ISR darauf spezialisiert, Unternehmenslösungen für komplexe Problemstellungen im Umfeld des Informationsmanagements zu erstellen, um dabei seinen Kunden zu helfen, den wirtschaftlichen Wert von Informationen zu erschließen. Im Zeitalter der Digitalisierung haben wir uns zum Spezialisten entwickelt, der seinen Kunden auf dem Weg der "Digitalen Transformation" in den Bereichen Dokumenten-Logistik, Prozess-Digitalisierung und Erstellung von Advanced Analytics-Systemen unterstützt: ISR-Experten aus den Geschäftsbereichen Analytics & Insights, SAP Information Management, Business Process Management und Application Management begleiten Unternehmen mit methodischem Know-how sowie der notwendigen Technologiekompetenz bei der zielgerichteten, wertschöpfenden Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Dabei unterstützen wir unsere Kunden bei der Konzeption und Implementierung analytischer Systeme und digitalen End-to-End Prozessen auch unter Nutzung von Cloud-basierten SaaS-Lösungen bis hin zum Betrieb der IT-Systeme. So schaffen wir bei unseren Kunden die Basis für neue digitale Geschäftsmodelle und Wachstum. Über den Geschäftsbereich "Buildsimple" bieten wir unseren Kunden über die gleichnamige Lösung den Einstieg in die Welt der Cloud-basierten SaaS-Lösungen zur Unterstützung der Dokumenten-Logistik, die einfach - ohne umfangreiche Implementierungsprojekte - in die Unternehmens-IT eingebunden werden können und auf innovative Technologien und Methoden der künstlichen Intelligenz zurückgreifen. SAP Information Management Als SAP-Partner pflegen wir langjährige und persönliche Kontakte zum SAP-Produktmanagement und zur Produktentwicklung. Daher freuen wir uns, dass wir unsere Partnerschaft mit SAP auch in diesem Jahr wieder mit dem SAP-Gold-Partnerstatus besiegeln konnten. Neben diesem SAP-Gold-Partnerstatus hat SAP nun auch das Competency Framework als weitere Partnerqualifikation entwickelt. Auch hier sind wir stolz zu verkünden, dass wir im Bereich "SAP Business Technology Platform" das Advanced Level für "Database und Data Management" sowie "Analytics und Planning" erreicht haben. Als SAP-Analytics-Spezialist für Backend und Frontend bieten wir hier tiefgehende Kenntnisse im Umfeld Reporting, Advanced Analytics und insbesondere beim Aufbau HANA-basierter DWH-Architekturen. Mit über 50 SAP-BI-Beratern betreuen wir den gesamten Life-Cycle Ihrer Projekte - von der Strategie über die Umsetzung bis zum Betrieb. Durch die Umbenennung von SAP Data Warehouse Cloud in SAP Datasphere Anfang des Jahres sowie die Ankündigung der perspektivischen Ablösung des SAP Business Warehouse durch SAP Datasphere zum Ende des Jahres, haben wir unsere Marktorientierung in Richtung Cloud weiter verstärkt. Hier konnten wir unter anderem mit einem eigens entwickelten Automatisierungstool namenhafte Kundenprojekte auf Basis der SAP Datasphere und der SAP Business Technology Plattform erfolgreich durchführen. Im Bereich Marketing und Vertrieb haben wir auch in diesem Jahr das digitale Lead Management weiter ausgebaut, indem der vertriebliche Leadgenerierungsprozess mithilfe von Workflows automatisiert wurde. So waren wir in der Lage den vertrieblichen Fortschritt stärker in eine bereichsübergreifende Deal-Pipeline einzubinden und können damit nun die digitale Leadgewinnung weiter professionalisieren. Im Bereich Marketing blicken wir auf einen erfolgreichen Messeauftritt zurück, bei welchem wir durch qualitativ hochwertige Kundenvorträge sowie ein vielfältiges Content-Angebot das Bestandskundengeschäft pflegen und die Beziehung zu Neukunden aufbauen konnten. Analytics & Insights Der Data-Analytics-Markt entwickelt sich weiter und folgt dabei den Entwicklungen der anderen IT-Disziplinen. Nachdem die IT-Abteilungen immer mehr als Engpass bei der Erschließung neuer Daten und der Generierung von Nutzen aus diesen Daten gesehen wurden, wird zunehmend die Dezentralisierung von Aufgaben und Verantwortung als Lösungsansatz propagiert. Die Rolle der IT beschränkt sich dabei auf die Bereitstellung einer analytischen Plattform, in der die Fachbereiche weitgehend eigenständig agieren können. Spezialisten sind entweder direkt im Fachbereich angesiedelt oder werden aus Experten-Pools in der IT projektweise den Fachbereichs-Teams zugeordnet, die zunehmend die Verantwortung für Datenprodukte übernehmen und sie auf Marktplätzen (Unternehmens-intern oder auch -extern) anbieten. Es entstehen neue Governance-Ansätze wie z.B. Data Mesh, die das agile und dezentrale Vorgehen unterstützen. Auf der Datenseite werden weiterhin mehr und unterschiedliche Systeme erschlossen, die Daten und Data-Science-Ergebnisse konsumieren, für eigene Entscheidungen - teilweise in Realtime - nutzen und so wieder neue Daten generieren. Diese werden zusammen mit Prozessmanagementlösungen wie Process Mining, Business Process Automation (BPA) und Robotic Process Automation (RPA) zu neuen Systemlandschaften integriert, die sich dem Automatisierungsgrad der industriellen Fertigungslösungen annähern. Die Verarbeitung neuer Daten, die teilweise nicht so strikt strukturiert sind wie in klassischen Data Warehouses, ist bisher in separaten Technologien, Systemen und Prozessen angesiedelt. In den sogenannten Data Lakes entwickeln Data Scientists statistische und KI-Verfahren, mit denen Aufgaben und Entscheidungen (teil-)automatisiert werden. Dieses Nebeneinander von teilweise identischen Daten in separaten Systemen mit eigenen Datenkopien wurde zunehmend ineffizient, teuer und intransparent. Daher werden Data Warehouses und Data Lakes inzwischen integriert. In der Endausbaustufe werden Daten nur einmal in sogenannten Data Lakehouses gespeichert und über vereinheitlichte Metadatenkataloge in unterschiedlichen Analyseverfahren verwendet. Dabei wird durch die Verfügbarkeit von skalierbarer Rechenleistung aus der Cloud stark virtualisiert. Die neuen Ansätze zu Governance und Datenarchitektur eröffnen Möglichkeiten, erzeugen aber auch Fragen und Veränderungsdruck. Die meisten unserer Kunden betreiben bereits analytische Systeme. ISR untersucht diese Lösungen auf Optimierungspotenziale und empfiehlt Verbesserungen (Modernisierung) oder die schrittweise Überführung in eine neue Lösung (Sanierung). Dabei werden sowohl die Bedarfe aus neuen Geschäftsmodellen als auch neue Möglichkeiten durch neue Datenquellen und Advanced Analytics, wie z.B. Künstliche Intelligenz (KI) in Betracht gezogen. Passende Governance-Modelle runden die Empfehlungen ab. Dabei kommen in Anlehnung an moderne Entwicklungs- und Betriebs-Paradigmen wie z.B. DevOps Ansätze zum Einsatz, die ermöglichen sollen, dass neben der notwendigen Geschwindigkeit bei der Nutzengenerierung auch die langfristige Betreibbarkeit und Qualität sichergestellt werden können. In der Umsetzungsphase zahlt sich die hohe technische Erfahrung der ISR-Berater aus. Neben erprobten Vorgehensweisen kommen teilweise Standardlösungen, wie z.B. Code-Generatoren zum Einsatz. ISR begleitet seine Kunden bei den notwendigen Anpassungen von der fachlichen, technischen und organisatorischen Konzeption über die Umsetzung bis zum Betrieb der Lösung. ISR und seine Kunden sind immer dann besonders erfolgreich, wenn sie gemeinsam eine langfristige Marschroute festlegen und diese zusammen durchlaufen. Nur so kann in stetigem Austausch auf die ständigen Änderungen im Markt und in Technologien reagiert werden. Mehrere langfristige und vertrauensvolle Partnerschaften beweisen dies eindrücklich. Business Process Automation Der Geschäftsbereich Business Process Automation unterstützt seine Kunden in der Entwicklung und Optimierung von effektiven und effizienten Dokumenten-, Workflow- und Prozesslösungen. Im Bereich Business Process Automation wirkte sich die Akquisition der ISR Information Products AG durch die CENIT AG sehr positiv aus und der Prozess der Fusion beider Geschäftsbereiche konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Zum Jahresbeginn 2023 ist durch den Wechsel von 20 Kolleginnen und Kollegen des Enterprise Information Management Bereiches der CENIT AG in den Bereich BPA organisatorisch eine Einheit gebildet worden. Die Expertise und Lieferfähigkeit konnte damit gebündelt und stark ausgebaut werden, was sich sehr positiv auf die Bedienung unserer gemeinsamen Bestandskunden und damit auf die Stabilität des gesamten Bereiches ausgewirkt hat. Das erweiterte Portfolio stärkt weiter unsere Positionierung im Markt als ganzheitlicher Lösungspartner, denn heutzutage geht es nicht lediglich darum die Prozesse zu automatisieren, sondern darum, sie so umzugestalten, dass sie die Möglichkeiten in einer digitalen Welt voll ausschöpfen. Unser Digital Maturity Check als methodischer Ansatz zur Bewertung des Digitalisierungsreifegrades unterstützt unsere Kunden auf ihrem Weg in die Digitalität. Über unser methodisches Business Process Management und eine systematische Process Mining Analyse und Auswertung können wir Optimierungspotenziale entlang von Geschäftsprozessen identifizieren und mit Hilfe von KI-Unterstützung diese Potenziale heben. Unsere Lösungskompetenz erstreckt sich von On-Premise Architekturen bis hin zu modernsten Cloud-Nativen-Szenarien sowie hybriden Modellen, je nach Bedarf und Wunsch unserer Kunden. Bei der Entwicklung smarter Prozesslösungen setzen wir technologisch u.a. auf Camunda BPM, Business Automation-Lösungen von IBM, eigene Produkte zur Akten- und Vorgangsbearbeitung und auf innovative Cloud-Lösungen wie z.B. Amazon Web Services (AWS) oder Microsoft Azure. Durch unsere Position als IBM Platinum Partner und unser produktübergreifendes Selbstverständnis sind wir sehr gut positioniert, um gemeinsam mit unseren Kunden die optimalen Lösungen für ihre Herausforderungen zu gestalten. KI-Lösungen aus dem eigenen Haus und von Drittanbietern ergänzen das Leistungsangebot und werden mehr und mehr zu einem wichtigen Angebot von Prozessautomatisierungslösungen. Über agile, innovative Methoden wie SCRUM oder Design Thinking können wir den begonnenen Kulturwandel innerhalb der Organisationen unserer Kunden optimal begleiten und sie so bei der zielgerichteten, wertschöpfenden Umsetzung von Digitalisierungsprojekten sowie End-to-End Prozessoptimierungen optimal unterstützen. Wir vernetzen Prozesse, Daten und Dokumente. So helfen wir unseren Kunden auf ihrem Weg zum digitalen Erfolg. Application Management In der heutigen digitalen Welt ist die IT für alle Unternehmen ein kritischer Teil des Geschäftsbetriebs. Der reibungslose Betrieb ist daher zur unternehmenskritischen Notwendigkeit geworden. Unsere "Application Management Services" sind Dienstleistungen rund um den Betrieb und Support von Anwendungen und Systemen im Unternehmen. Wir bieten unseren Kunden Hilfe, fokussiert auf die Bereiche, in denen IT-Unterstützung benötigt wird und bieten vor allem auch kundenindividuelle Lösungen an. Unsere Kunden können sich daher auf ihre wertschöpfenden Kern-Prozesse konzentrieren. Unsere Application Management Services teilen sich auf in:
Der Geschäftsbereich ist zudem für die Entwicklung der ISR-Software zuständig, die bei unseren Kunden zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse eingesetzt wird. Die Basis bietet dabei das ISR Information Office, das alle Kundengeschäftsabläufe digitalisieren kann. Auf der Grundlage sind folgende integrierte Module verfügbar:
Durch unsere innovative Produktentwicklung, die unsere Produkte stetig weiterentwickelt, bieten wir unseren Kunden Standardprodukte und individuell auf die Kunden zugeschnittene Lösungen an. Buildsimple Themen um generative allgemeine Künstliche Intelligenz haben die Diskussionen im KI-Markt 2023 dominiert. Dabei ist die Verunsicherung mindestens genauso groß wie die Chancen und Potenziale dieser Technologie. Dazu kommt ein sich nach wie vor bewegliches Zielbild der Auswirkungen des anstehenden European AI-Act auf KI-Systeme, besonders auf solche, die sich als allgemeine oder "General Purpose"-KI verstehen. Unsere intensive Zusammenarbeit im Wirtschaftsrat in der Bundesfachkommission für Künstliche Intelligenz und unsere neue Mitgliedschaft im KI-Bundesverband helfen Buildsimple, diese Technologien und Trends zu verstehen und zu bewerten. Buildsimple wird sein Leistungsangebot in den kommenden Monaten um Funktionen aus dem Kontext Generativer-KI erweitern. Mit der MTU Aero Engines AG konnte ein erster großer und internationaler Kunde in der bedeutenden Luftfahrtindustrie gewonnen werden. Gemeinsam mit der GuideCom AG revolutionieren wir seit Anfang 2023 das Kreditantragsmanagement mit Künstlicher Intelligenz. Die durch GuideCom und Buildsimple trainierten KI-Lösungen beschleunigen Prozesse, sorgen für ein verbessertes Kundenerlebnis und schaffen so einen echten Wettbewerbsvorteil. Durch die Integration von Buildsimple in das Produkt von Guidecom können bis zu 250 Sparkassen profitieren. Die zentrale und sehr wichtige Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche bleibt dabei der aktuell größte Markt für Buildsimple. Mit der Verdopplung des Umsatzes im Vergleich zu 2022 sehen wir uns in unserem Kurs bestätigt und werden auch in den kommenden Jahren unsere Vision für eine leistungsstarke und einfach zu integrierende Künstliche Intelligenz im Input Management weiterverfolgen. Der Buildsimple-Marketplace mit spezialisierten vor-trainierten KI-Anwendungsfällen wird dabei eine zunehmend größere Rolle spielen. Ergebnisentwicklung In allen Geschäftsbereichen konnte ISR im Jahr 2023 eine gute Auslastung im Dienstleistungsgeschäft erreichen. Die insgesamt generierten Umsatzerlöse konnten die Aufwendungen, insbesondere für die Personalkosten und die übrigen Sachaufwendungen in der erwarteten Höhe abdecken, so dass die Ertragslage entsprechend positiv war. Wesentlich ist dabei auch, dass unsere Auftrags- und Umsatzentwicklung den notwendigen Anstieg des Personalbestandes finanzieren konnte. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4.163.814 Euro liegt leicht über der Prognose des Vorjahres für das Jahr 2023. Die prognostizierte EBT-Rendite von 14,3%, konnte mit 14,6% übertroffen werden. Neben der Steigerung des Umsatzes um 20,7% hat sich der Personalaufwand im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl (+34 Mitarbeiter) um 23,7% erhöht. Der Materialaufwand hat sich um ca. 22% vermindert und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um ca. 16% gestiegen. Die im Vergleich zur Planung niedrigeren Umsätze konnten durch den niedrigeren Materialaufwand und die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert werden, so dass die EBT-Planung für das Jahr 2023 erreicht werden konnte. Vermögens- und Finanzlage Eigenkapitalquote deutlich erhöht Die Bilanzsumme der ISR Information Products AG zum 31.12.2023 ist um 28,5% von 7.514.440 Euro auf 8.244.445 Euro angestiegen. Die Vermögens- und Finanzlage ist auch weiterhin durch eine sehr gute Eigenkapitalquote von 51,9% (Vorjahr 44,3 %) und durch eine sehr gute Liquidität geprägt. Das Anlagevermögen hat sich von 807.490 Euro um 14,7% auf 688.665 Euro vermindert. Die Neuanschaffungen betrafen hauptsächlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in den Bereichen IT-Infrastruktur und Büroausstattung. Die "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" zum Bilanzstichtag nahmen von 3.899.590 Euro auf 3.081.473 Euro ab. Der Anteil der Forderungen an den Umsatzerlösen beträgt 10,8% (Vorjahr 16,6%). Die "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" haben sich von 655.816 Euro im Vorjahr um 78,7% auf 139.671 reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände steigerten sich im Wesentlichen durch Steuereffekte und noch nicht ausgezahlte Lieferantenboni von 164.472 Euro auf 178.168 Euro. Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 31.12.2023 erhöhten sich von 2.024.468 Euro auf 3.426.811 Euro. Die Summe der liquiden Mittel berechnet sich aus dem Kassen- und Bankbestand. Das Eigenkapital erhöhte sich von 3.329.093 Euro um 28,5% auf 4.278.571 Euro. Die Summe der Rückstellungen nahm um 55,7% von 1.216.505 Euro auf 1.893.385 Euro zu. Dies resultiert im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen im Personalbereich und höheren Steuerrückstellungen. Zum Bilanzstichtag bestehen, wie in den Vorjahren keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, so dass keinerlei Mittel von Fremdkapitalgebern benötigt werden. Im Rahmen des Unternehmensergebnisses hat sich auch der Cashflow bezogen auf das "ordentliche" Ergebnis von 2.684.240 Euro im Vorjahr auf 5.101.716 Euro erhöht. Die Eigenkapitalrentabilität vor Ertragsteuern veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr von 81,1% auf 96,9%, die der Eigenkapitalrentabilität nach Steuern von 54,6% im Vorjahr auf 65,8% im Jahr 2023. Kapitalflussrechnung:
Der höhere Jahresüberschuss bei gleichzeitig gestiegenen Abschreibungen spiegelt sich ebenfalls in der Kapitalflussrechnung wider und führt neben einem höheren Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit und einem niedrigeren Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit zu einer Erhöhung des Finanzmittelbestandes am Ende der Periode. Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung sind zentrale Bestandteile für den Erfolg eines Unternehmens. Um auf dem Markt konkurrenzfähig zu bleiben ist es wichtig, stetig in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren. In den letzten Jahren haben sich Cloud-Computing und Künstliche Intelligenz als zwei der wichtigsten Technologien etabliert, die das Geschäft und alle Branchen nachhaltig verändern werden. Cloud-Computing hat die Art und Weise, wie Unternehmen Daten und Anwendungen verwalten, revolutioniert. Durch die Nutzung von Cloud-Diensten können Unternehmen ihre IT-Infrastrukturkosten reduzieren und gleichzeitig die Flexibilität und Skalierbarkeit ihrer Systeme erhöhen. Um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden, haben wir in die Forschung und Entwicklung von Cloud-Computing-Lösungen investiert. Ebenso haben wir uns auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz spezialisiert. Durch den Einsatz von maschinellem Lernen und natürlicher Sprachverarbeitung können wir unseren Kunden eine Vielzahl von Anwendungen und Lösungen bieten, die ihnen helfen, ihr Geschäft effizienter und intelligenter zu führen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung arbeitet stetig daran, neue Anwendungen für KI zu entwickeln, um den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Die Zusammenführung der Technologien von ISR und CENIT, sowie dem Know-How zur Prozessdigitalisierung vom Input- bis zum Output Management helfen uns dabei, unsere Vision auf dem Weg zur #1 der Dokumentenlogistik in Deutschland zu verwirklichen. Durch unsere Bemühungen im Bereich Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz sind wir in der Lage, unseren Kunden innovative und nützliche Lösungen anzubieten, die ihnen dabei helfen, ihr Geschäft effizienter und erfolgreicher zu führen. Investitionen Die Investitionen von 151.539 Euro liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau von 249.269 Euro. Zum einen wurde im letzten Jahr Arbeitsplatzausstattung für 25 neue Mitarbeiter angeschafft, die von Cenit zu ISR gewechselt sind. Zum anderen zeichnet sich hier auch unsere "Cloud First" Strategie ab, so dass neue Serverkapazitäten in der Cloud aufgebaut werden (IaaS) und auch Softwarelizenzen werden zunehmend über SaaS-Verträge bezogen. Diese Kosten werden zunehmend im laufenden Aufwand erfasst, was zu einer niedrigeren Kapitalbindung für Neuanschaffungen führt. Wie in den vergangenen Jahren handelt es sich bei den Investitionen im Wesentlichen um Investitionen in Software und Hardware, die für das operative Geschäft erforderlich sind. Risikomanagement Die Markt- und Personalrisiken sind weiterhin die wesentlichen Risiken für ISR. Hier sind vor allem konjunkturelle Preis- und Marktentwicklungen sowie die Abhängigkeit von der Entwicklung wichtiger Kunden bzw. wichtiger Branchen zu nennen. In den letzten Jahren war das wirtschaftliche Marktumfeld durch Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energieknappheit sehr schwierig und mit erhöhten Marktrisiken behaftet. In dieser Zeit hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass ISR seit vielen Jahren große Abhängigkeiten von einzelnen Kunden und Branchen vermieden hat. Hinzugekommen ist ein erhöhtes Risiko durch Cyberangriffe, die in Deutschland als auch weltweit größere Bedeutung erlangen. Seit der Gründung gehört es zur Strategie von ISR, in innovative Themen, Technologien und Produkte von Marktführern (IBM, SAP, AWS, Microsoft, ...) zu investieren, Know-how aufzubauen und diese Technologien in Beratungsprojekten oder auch in der Erstellung von Software-Produkten zu nutzen. Hiermit geht eine gewisse Abhängigkeit von den Geschäftsentwicklungen dieser Unternehmen einher, so dass wir deren Marktentwicklung seitens der Geschäftsleitung laufend verfolgen. Die Fokussierung auf marktführende Technologien ist für ISR ein Element des Risikomanagements. Insgesamt ist es notwendig, das Leistungsportfolio immer wieder an sich verändernde Märkte anzupassen. Hierfür sind über die Organisation in Geschäftsbereiche konkrete Verantwortlichkeiten benannt worden, die permanent den Markt und die Kunden beobachten und neue Trends prüfen. ISR ist mit seiner Organisationsstruktur in der Lage, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und das eigene Leistungsportfolio zu verändern bzw. zu erweitern. Das größte Potenzial und gleichzeitig große Risiken von ISR liegen weiterhin im Bereich Personal. Qualifizierte Mitarbeiter/-innen, die mit Knowhow in innovativen Themen und Produkten in der Lage sind, die Kundenprojekte durchzuführen oder aber auch neue Projekte für ISR zu gewinnen, sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor im ISR-Geschäft. Der Verlust von Leistungsträgern ist meistens mit Umsatzverlusten verbunden. Daher hat die langfristige Bindung der aktuellen Mitarbeiter/-innen sowie das Recruiting neuer Mitarbeiter/-innen eine besonders große Bedeutung für ISR. Im April 2022 wurde die Mehrheit der Aktien der ISR Information Products AG durch die CENIT AG übernommen. Das umfangreiche PMI-Projekt (Post Merger Integration) läuft nun seit 2022 sehr erfolgreich ohne signifikante Steigerung der Fluktuation. Das noch laufende Projekt wird aufgrund des Risikos potenziell steigender Fluktuation nach wie vor eng betreut. Leistungsindikatoren Unsere finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis vor Steuern und die EBT-Rendite vor Steuern. Beeinflusst werden sie durch finanzielle Risiken wie z.B. Ertrags-, Liquiditäts- oder Forderungsrisiken, diese werden permanent überwacht. Über ein individuell auf das ISR-Geschäft entwickeltes und über die Jahre optimiertes Management-Informationssystem kann die geschäftliche und daraus resultierende finanzielle Situation des Unternehmens unterjährig monatlich rollierend über die Blickwinkel "aktuelles Ergebnis", "3-Monats-Forecast" und als Frühwarnsystem der "Jahres-Forecast" betrachtet werden. Dieses System wurde auch im letzten Jahr wieder optimiert und durch neue Kennzahlen erweitert, die die Auslastung und Effektivität der Geschäftsbereiche derart darstellen, dass auch ein recht guter Blick in die zukünftigen Monate ermöglicht wird. Insbesondere ein erweiterter Plan-IST-Vergleich wurde implementiert. Das aktuelle Ergebnis wird in einem Monatsabschluss bewertet, der bereits die wesentlichen Abgrenzungsbuchungen enthält und somit ein abgegrenztes Ergebnis darstellt und in Verbindung mit dem Forecast-System ein effektives und zeitnahes Steuern ermöglicht. Über mehrere Ebenen und bereichsbezogen kann das ISR-Management mit detaillierten Auswertungen von Bereichs-Informationssystemen die entscheidenden Leistungsindikatoren (wie zum Beispiel Auslastung, Tagessätze, Kundenumsatzentwicklung usw.) des Unternehmens steuern und überwachen. Hieraus werden laufend Chancen und Risiken abgeleitet. Das Risikomanagement ist somit als Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und dem Umgang mit den unternehmerischen Risiken zu verstehen. Oberstes Augenmerk ist dabei das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken. Zins- und Währungsrisiken spielen bei ISR eine untergeordnete Rolle. Projektrisiken, die insbesondere bei Werkverträgen entstehen, werden durch das ISR- Projektvorgehensmodell beobachtet und minimiert. Eine frühe Zusammenarbeit im Angebotsprozess mit 3-Punkt-Schätzungen für den Aufwand der Projekte sowie die explizite Diskussion über alle Projektrisiken führt zu einer stabilen Vertragslage und der Minimierung von finanziellen Ausfällen in Projekten. Risiken in der Informationssicherheit Laut einer Studie von Statista hat die Bedrohungslage in Deutschland in den letzten Jahren zugenommen. Im Jahr 2023 haben z.B. 31% der befragten Unternehmen innerhalb der letzten 12 Monate Schäden durch Phishing-Angriffe erlitten. Laut einer Studie von Bitkom aus September 2023 entstehen der deutschen Wirtschaft jährlich Schäden in Höhe von 206 Milliarden Euro durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage. Die meisten Angriffe kommen aus Russland und China. Die intensive Nutzung von IT-Systemen und Cloud-Lösungen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der ISR. Allerdings erhöht dies auch das Risiko von Cyberangriffen und Datenverlusten. Es ist daher wichtig, dass ISR geeignete Maßnahmen ergreift, um ihre IT-Systeme und Cloud-Lösungen zu schützen und die Informationssicherheit zu gewährleisten. Bei einem erfolgreichen Angriff besteht das Risiko, dass Kunden die Verträge mit ISR aufgrund des Vertrauensverlustes und gesunkener Reputation kündigen könnten. Eine weitere Folge wäre der notwendige Neuaufbau von IT-Systemen, der mit hohem Personalaufwand und finanziellen Mitteln verbunden ist. Darüber hinaus kann es zur Nichterfüllung zugesicherter Leistungen an Kunden führen (Nichteinhaltung garantierter SLAs (Service Level Agreements). Aufgrund dieser Risiken ist die "Security-First"-Strategie seit Anfang 2023 ein wesentlicher Eckpfeiler der ISR IT-Strategie. Hieraus abgeleitet wurden folgende Projekte auf den Weg gebracht, um das Sicherheitsniveau zu erhöhen:
Um in einem Schadensfall das Risiko abzumildern und auf zusätzliche Unterstützung zurückgreifen zu können, wurde zudem Anfang 2024 eine neue - im Leistungsumfang erweiterte - Cyber-Versicherung abgeschlossen. Ausblick 2024 Wirtschaftsbericht Die Rahmenbedingungen in der deutschen Wirtschaft haben im Jahr 2023 durch Kombination mit der unklaren Entwicklung im Krieg in der Ukraine, der Energiekrise, der Inflationsentwicklung und der Entwicklung in der Weltwirtschaft weiterhin viel Unsicherheit gebracht. Im Laufe des Jahres 2023 ist der IFO-Geschäftsklima-Index von 90,1 im Januar auf 86,4 im Dezember wieder gesunken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging im Jahr 2023 mit -0,1% leicht zurück. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung ebenfalls 0,1 %. Auch für das Jahr 2024 hat das IFO-Institut seine Prognose für das Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent auf 0,9% gesenkt, da die Sparneigung der Konsumenten sich erhöht und damit verbunden die Investitionsbereitschaft der Unternehmen zurückgehen werden. Damit verzögert sich die Erholung der Wirtschaft. Für ISR ist natürlich nicht die gesamte Wirtschaft der alleinige maßgebliche Faktor, sondern vor allem unsere Bestandskundenbasis und unsere Kundenzielgruppe. Für unsere Geschäftsentwicklung in unserem Kundensegment rechnen wir im Geschäftsjahr 2024 mit einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld, aber einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung. Prognosebericht Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden auch im Laufe des Jahres 2024 weiterhin schwierig einzuschätzen und mit großen Unsicherheiten versehen sein. Weiterhin sehen wir die Unsicherheiten im Kontext des Krieges in der Ukraine sowie die politischen Unsicherheiten. Die Inflation und die damit verbundenen Zinsentwicklungen haben ihren Höhepunkt erreicht, so dass in der zweiten Jahreshälfte mit Zinssenkungen gerechnet werden kann. Auch wenn die Bundesregierung für 2024 ein leichtes Wachstum prognostiziert hat, bleiben Unsicherheiten in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bestehen, die sich auch auf die Geschäftstätigkeit von ISR auswirken können. Eine sehr starke Bestandskundenbasis und ein gesunder Neukundenanteil können wiederum zu einem Wachstum im Jahr 2024 führen. Wie in den vergangenen Jahren erwartet ISR aufgrund der Auftragslage und einer sehr guten Jahresprognose auch im Jahr 2024 gute Finanzkennzahlen. Die gleichmäßige Verteilung der Umsätze auf verschiedene Branchen wie Finanzdienstleister, Handel, Dienstleistungen, Gesundheitswesen, Elektronik, öffentliche Verwaltung als auch auf eine breite Kundenbasis bringen weiterhin eine Risikoreduzierung. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft CENIT AG gibt es weiterhin viele Synergieeffekte. So ist die mip GmbH seit Anfang 2023 Teil der CENIT Gruppe, so dass sich das Bestandskundenpotenzial weiter erhöht. Durch den im Jahr 2024 neu gegründeten Bereich Key Account Sales, der aus 6 erfahrenen Sales Mitarbeiter/-innen aus der CENIT AG hervorgegangen ist, verfolgt ISR das Ziel, additive Software-Umsätze bei Bestands- und Neukunden zu generieren. Die Finanzplanung für das Jahr 2024 sieht durch diese Rahmenbedingungen ein deutliches Wachstum von 15% im Umsatz vor. Weiterhin ist ein EBT von 4,6 Mio. Euro und eine EBT-Rendite von 14,3 % geplant. Mit den jetzt vorliegenden Zahlen bzw. Prognosen sehen wir uns für das 1. Halbjahr 2024 auf einem guten Kurs, um die geplanten Ziele erreichen zu können. Da der weitere Verlauf des Jahres noch mit Unsicherheiten behaftet ist, stellt dies aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen natürlich eine Herausforderung dar. Wir gehen davon aus, dass die Ziele gemäß Finanzplan auch für 2024 erreichbar sind, können aufgrund der Unsicherheiten aber auch nicht ausschließen, dass wir die Ziele möglicherweise nicht ganz erreichen werden. Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung Für das Jahr 2024 sind wie im Vorjahr Risiken durch Unsicherheiten in den Märkten vorhanden. Allerdings hat sich das Risikoprofil durch die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen national, wie international in erhöhte Risiken gewandelt. Besonders die Risiken durch die gestiegenen Energiekosten, Inflationsentwicklung, damit einhergehende Konsumschwächen, speziell im Handel können dazu führen, dass ISR-Bestandskunden in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und daraus möglicherweise Zahlungsausfälle oder aber Projektstopps oder -verzögerungen resultieren. Solche Szenarien schlagen sich direkt auf die Umsatz- und Rohertragsergebnisse nieder. Daher betrachten wir regelmäßig unsere Kundenstruktur. Aus heutiger Sicht rechnen wir zwar nicht mit Zahlungsausfällen oder Umsatzeinbußen, können diese Situation aber nicht mit Gewissheit vorhersagen. Permanente Risiken wie z.B. eine zu hohe Mitarbeiterfluktuation bzw. der Kampf um Talente werden weiterhin intensiv beobachtet. Die Fluktuation liegt weiterhin mit 10 % aktuell weit unter dem Marktdurchschnitt. Durch den Einstieg der CENIT AG als Mehrheitsaktionär bei ISR haben wir ein PMI-Projekt aufgesetzt und organisieren weiterhin eine schrittweise, gut geplante und gut kommunizierte Zusammenführung des Enterprise-Information-Management-Geschäftes (EIM). Der Erhalt der positiven Unternehmenskultur ist ein sehr wichtiger Aspekt. Wir sehen hier die Risiken, dass bei den Mitarbeiter/-innen Unsicherheiten und dadurch eine höhere Fluktuationsrate entstehen könnte. Die Entwicklung der ersten neunzehn Monate nach der Integration ist sehr positiv verlaufen und wir sehen mit unserem breiten Angebot an Sozialleistungen und einer sehr positiven Unternehmenskultur weiterhin hervorragende Perspektiven. Zum 1.1.2024 sind 6 Mitarbeiter/-innen von der CENIT AG zur ISR Information Products AG gewechselt und nun in das ISR-Team integriert worden. Hierbei wurde der Bereich KAS (Key Account Sales) neu gegründet und verfolgt das Ziel Großkunden gezielt mit additiver Software zu entwickeln. Die Chance besteht in der Vergrößerung des ISR-Umsatzes in diesen Accounts gepaart mit dem Risiko der Abhängigkeit von diesen Großkunden. Über Intercompany-Regelungen können diese Sales-Mitarbeiter auch in bestehenden Accounts der CENIT AG weiterarbeiten. Auch wenn die Integration gut vorbereitet ist und positiv verläuft, sind Risiken vorhanden, ob sich die personelle und wirtschaftliche Integration weiterhin positiv entwickelt. Weitere wesentliche Risiken sehen wir für 2024 nicht. Neben den weiterhin positiven Entwicklungen in den Geschäftsbereichen mit Dienstleistungsfokus wird im Jahr 2024 die Ergänzung um die additiven Software-Produkte der EIM-Gruppe (CENIT AG, ISR, mip) im Fokus stehen und im positiven Verlauf einen guten Beitrag auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung liefern. Die Entwicklung der Cloud Plattform "Buildsimple" ist im Jahr 2023 positiv fortgeschritten. Durch eine Reihe von Neukunden sind deutliche Umsatzsteigerungen im Jahr 2024 - besonders im Bereich der Finanzdienstleister - schon jetzt absehbar. ISR wird auch im Jahr 2024 an seiner auf Qualität und Innovation ausgerichteten Unternehmensstrategie festhalten und gemeinsam mit der Muttergesellschaft CENIT AG und der Schwestergesellschaft mip GmbH daran arbeiten, sich zur Nummer 1 für Information Management und Dokumentenlogistik zu entwickeln. Gesamtaussage Der wiederum gute Start in das Jahr 2024, die gewachsene Bestandskundenbasis, das mittlerweile etablierte digitale Marketing und Leadmanagement sowie die Synergieeffekte der Muttergesellschaft CENIT AG lassen uns positiv auf dieses Geschäftsjahr blicken. Insgesamt gehen wir davon aus, dass die dargestellten Chancen überwiegen und die prognostizierte Entwicklung mit einem Jahresergebnis vor Steuern in Höhe von 4,6 Mio. Euro und einer EBT-Rendite von 14,3 % erreicht werden kann.
Braunschweig, den 01. Februar 2024 gez. André Vogt gez. Manfred Merßmann gez. Bernd Rosemeyer Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung 2023
I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft wird unter der Firma ISR Information Products AG geführt und hat ihren Sitz in Braunschweig. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Braunschweig HRB 5191 eingetragen. II. Grundlagen Jahresabschluss 1. Allgemeine Erläuterungen Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Vorschriften des Handels- und Aktienrechtes zugrunde gelegt. Dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip wird dabei Rechnung getragen. ISR weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände werden, soweit absetzbar, zu ihren Anschaffungskosten vermindert um ihre lineare Abschreibung (Nutzungsdauern zwischen 1 bis 6 Jahre) bewertet. Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 1 bis 15 Jahren) bewertet. Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens sind zum Nominalwert aktiviert, soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Die Rückstellungen werden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Wertermittlung erfolgte in Höhe des Erfüllungsbetrages auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend § 250 Abs. 1 und 2 HGB gebildet. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist im Anlagegitter zusammengefasst. Das Grundkapital von ISR betrug zum 31. Dezember 2023 169.710 Euro und ist eingeteilt in 169.710 auf den Namen lautende Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je einem Euro. Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Verpflichtungen im Personalbereich (1.427.540 Euro), ausstehende Rechnungen (56.526 Euro), Kundenboni (17.800 Euro) und für Jahresabschlusskosten (28.342 Euro). Die Verbindlichkeiten des aktuellen Jahres und des Vorjahres sind innerhalb eines Jahres fällig. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 366.628,03 Euro um Forderungen gegen Gesellschafter. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich ausschließlich um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Mietverträgen für genutzte Räumlichkeiten (TEUR 588 p.a.) und Kfz-Leasingverträgen (TEUR 430 p.a.). IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Es bestehen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 43.398 Euro sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 26.517 Euro. Es ergibt sich ein Jahresüberschuss von 2.816.287 Euro. Mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von 646.709 Euro beträgt der Bilanzgewinn 3.462.996 Euro. V. Sonstige Angaben Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 227 Beschäftigte im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB für die Gesellschaft tätig. Die Beschäftigten verteilen sich auf die Bereiche Verwaltung (22), Marketing & Vertrieb (21) und Service & Support (184). Der Vorstand und Auszubildende sind hierin nicht enthalten. Im Kalenderjahr waren inkl. Vorstand und Auszubildende insgesamt 279 Mitarbeiter beschäftigt. Der Vorstand schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor: Ein noch zu bestimmender Teil des Bilanzgewinns soll im Jahr 2024 zur Ausschüttung kommen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CENIT AG Stuttgart einbezogen. Die Konzernabschlüsse sind bei der CENIT AG Stuttgart erhältlich. 1. Vorstand Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern:
2. Aktionäre Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 169.710 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. 25,1% der Aktien befinden sich im Besitz der Vorstände. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Besitz der CENIT AG. Es gibt keine institutionellen Anleger. 3. Aufsichtsrat
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf insgesamt 7.000 Euro.
Braunschweig, den 31. Januar 2024 gez. Bernd Rosemeyer gez. Manfred Merßmann gez. André Vogt Anlagegitter zum 31.12.2023
BERICHT DES AUFSICHTSRATESTrotz der geo-politischen und wirtschaftlichen Herausforderung im deutschen Markt hat die ISR sich im Geschäftsjahr 2023 unbeeindruckt weiterentwickelt und zudem die Integration der ehemaligen CENIT EIM Mitarbeiter vorbildlich vorgenommen. Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen sind insbesondere die menschlichen Emotionen gerade bei einer Integration aus einem Konzerneigenen Unternehmen in die ISR hinein stets im Blickfeld des Vorstands und des Aufsichtsrates gewesen. Kündigungen von erfolgskritischen Mitarbeitern konnten vermieden werden und insgesamt ein sehr effektives Team gebildet werden. Die hat sich positiv im Umsatz sowie besonders in dem ISR - Ergebnis gezeigt. Der Aufsichtsrat war jederzeit in diese Entwicklung eingebunden und hat das Unternehmen auf seinem erfolgreichen Weg beratend unterstützt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Das Gremium hat den Vorstand bei der Unternehmensleitung regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft eng begleitet und überwacht. Dabei arbeiteten beide Gremien stets offen und sehr konstruktiv zusammen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte und zustimmungspflichtigen Vorgänge. Auch außerhalb der turnusgemäßen Sitzungen stand der Vorstand in engem Kontakt mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern und in erster Linie mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. In vierteljährlichen Sitzungen unterrichtete der Vorstand das gesamte Gremium über wichtige operative Kennzahlen, die Erfüllung der Geschäftsplanung und die Beschäftigungssituation - jeweils für das Unternehmen gesamt sowie nach Segmenten. Zusätzlich haben wir das jeweilige Quartal sowie die kurz- und mittelfristigen Perspektiven intensiv erörtert. Regelmäßig hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Umsetzung der Unternehmensstrategie beschäftigt. Wir haben uns zudem kontinuierlich mit der Integration der ehemaligen CENIT Mitarbeiter in die ISR hinein auseinandergesetzt. Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Informationen durch den Vorstand sowie der eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen. Wir können bestätigen, dass der Vorstand in jeglicher Hinsicht rechtmäßig, ordnungsgemäß und wirtschaftlich gehandelt hat. SITZUNGEN UND SCHWERPUNKTE Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt:
Neben den Sitzungsbeschlüssen fasste das Gremium in dem Geschäftsjahr 2023 keinen schriftlichen Umlaufbeschluss. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, haben wir in den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung am 5. März 2023 den Jahresabschluss des Vorjahres gebilligt und diesen somit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 23. Mai 2024 zugestimmt und dieser durch die Gesellschafter in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2024 beschlossen. Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND Im Vorstand der ISR AG gab es zum Ende des Jahres 2023 hin eine Veränderung der Ernennung von Herrn Andre Vogt zum Vorstandssprecher der ISR. Der bisherige Vorstandssprecher Herr Bernd Rosemeyer bleibt der ISR weiterhin als Vorstand erhalten. Ausschüsse wurden durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr nicht gebildet. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2023 Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 hat die Hauptversammlung die Höweler, Rischmann & Partner mbH Wirtschafts- & Steuerprüfungsgesellschaft mbH, Braunschweig gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss der ISR AG für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Gegenstand der Prüfung war auf Wunsch des CENIT Konzern Prüfers Grant Thornton die interne Konzernverrechnung. Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugesandt und im Gesamtgremium eingehend behandelt. An der Bilanzsitzung am 14. März 2024 nahm auch der Abschlussprüfer per Video- Konferenz teil, der ausführlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend beantwortet hat. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung waren keine Einwendungen zu erheben. In der Bilanzsitzung vom 14. März 2024 hat der Aufsichtsrat deshalb den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, wodurch dieser gemäß §172 Satz 1 AktG festgestellt ist. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns und zur Zahlung einer Dividende von 17 € je Aktie schloss sich der Aufsichtsrat an. Wir sind mit Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands einverstanden und halten den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen. WÜRDIGUNG DER LEISTUNG Die Leistungen des Vorstands sowie der Mitarbeiter der ISR sind beeindruckend. Es ist eine Freude zu sehen, wie eng die Mitarbeiter untereinander sowie auch mit CENIT Konzern Mitarbeitern den Austausch pflegen und höchst motiviert sind. Zudem ist die Entwicklung des Geschäftsbereiches Build Simple zu einer Standardlösung im Versicherungsbereich hervorzuheben. Der Dank des gesamten Aufsichtsrats geht daher an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ISR AG, an die Bereichsleiter sowie an die Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat ist stolz, ein solch erfolgreiches und hochgradig motiviertes und motivierendes Unternehmen beratend und kontrollierend zu begleiten.
Braunschweig, 23. Mai 2024 Für den Aufsichtsrat Peter Schneck, Vorsitzender Der Jahresabschluss wurde am 14. März 2024 festgestellt. Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ISR Information Products AG, Braunschweig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ISR Information Products AG, Braunschweig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISR Information Products AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Braunschweig, den 6. Februar 2024 Höweler
| Rischmann und Partner mbB
Fiedrich, Wirtschaftsprüfer Henke, Wirtschaftsprüfer |
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