Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 136037
Eingetragen
5.3.2001
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung, Erwerb, Lizenzierung, Vertrieb, Betrieb und Vermarktung von Software, Softwareplattformen, digitalen Produkten und digitalen Dienstleistungen aller Art, Handel mit Hardware, technischen Systemen, Zubehör sowie sonstigen Waren, die Vergabe, Erwerb, Verwaltung und Verwertung von Rechten, insbesondere von Urheber-, Nutzungs-, Schutz- und Lizenzrechten, Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie (IT), Digitalisierung, Automatisierung, Datenverarbeitung, Telekommunikation, Beratung, Schulung, Wartung, Support, Projektmanagement und sonstige verwandte Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Claus Schmidt
seit 11.4.2023
Vorstandsmitglied
Harm Croppenstedt
seit 17.9.2019
Prokura
Thomas Bindrim
seit 12.7.2018
Prokura
Detlef Robeck
seit 15.1.2015
Prokura
Jens Peter Jacobs
seit 11.8.2007
Prokura
Stephan Guhl
seit 11.8.2007
Prokura
Andreas Kusch
seit 14.11.2001
Vorstandsmitglied

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

avodaq AG

München

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte 24.808,55 19.247,57
2. Geleistete Anzahlungen 135.815,67 160.624,22 0,00 19.247,57
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 533.734,98 728.232,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 194.290,11 432.722,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.649,01 1.010.674,10 317.006,69 1.477.961,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 252.610,83 252.610,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 44.963,95 297.574,78 0,00 252.610,83
1.468.873,10 1.749.819,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. In Arbeit befindliche Aufträge 168.414,23 49.735,75
2. Waren 148.913,44 401.221,01
3. Erhaltene Anzahlungen -287.463,06 29.864,61 -389.697,53 61.259,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.958.766,88 12.861.438,33
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.746,05 9.340,98
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.245.742,86 8.215.255,79 1.265.998,40 14.136.777,71
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.204.577,62 419.059,15
12.449.698,02 14.617.096,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 26.973.012,16 22.639.710,65
40.891.583,28 39.006.626,59

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 78.000,00 78.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 7.800,00 7.800,00
2. Andere Gewinnrücklagen 992.200,00 1.000.000,00 992.200,00 1.000.000,00
III. Bilanzgewinn 6.232.249,53 6.142.752,74
7.310.249,53 7.220.752,74
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 42.000,00 42.000,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.246.982,49 1.928.063,74
1.288.982,49 1.970.063,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten 211.063,58 420.636,94
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 211.063,58 (i. Vj. EUR 209.573,36) -
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 211.063,58) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 476.209,41 2.430.017,76
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 476.209,41 (i. Vj. EUR 2.430.017,76) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 513.331,81 664.380,42
- davon aus Steuern EUR 196.234,34 (i. Vj. EUR 360.954,63) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.765,77 (i. Vj. EUR 23.890,57) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 513.331,81 (i. Vj. EUR 664.380,42) -
1.200.604,80 3.515.035,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.091.746,46 26.300.774,99
40.891.583,28 39.006.626,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 72.338.232,15 77.510.225,39
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge 118.678,48 -62.728,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.416.844,67 1.386.304,06
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -44.955.968,26 -49.498.953,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.043.475,52 -45.999.443,78 -1.166.626,97 -50.665.580,72
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.530.613,05 -17.254.311,89
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -3.327.827,83 -20.858.440,88 -2.725.091,84 -19.979.403,73
- davon für Altersversorgung EUR 69.603,44 (i. Vj. EUR 68.287,78) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -641.320,53 -867.033,52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.354.798,73 -6.822.986,31
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.357,35 9.405,26
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.375,25 -17.656,65
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 37.673,81 7.986,35
11. Ergebnis nach Steuern 103.407,29 498.531,25
12. Sonstige Steuern -13.910,50 -13.325,81
13. Jahresüberschuss 89.496,79 485.205,44
14. Gewinnvortrag 6.142.752,74 5.657.547,30
15. Bilanzgewinn 6.232.249,53 6.142.752,74

Anhang Geschäftsjahr 2023

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss der avodaq AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie unter Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bilanz wird nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt (§ 268 Abs. 1 HGB).

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft ist unter der Firma avodaq AG mit Sitz in München im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 136037 eingetragen.

2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen ein und dreizehn Jahren vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250 wurden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge beweglicher Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 800 wurden linear über ein Jahr abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 S. 3 HGB mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zuordenbaren Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen.

Die Waren werden zu ihren jeweiligen Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit Restlaufzeiten länger als ein Jahr wurden aus Wesentlichkeitsgründen aufgrund des geringen Zinsniveaus nicht abgezinst.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Bewertungen bei den Urlaubsrückstellungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Bewertung erfolgt zu einem Steuersatz von 31,89 %. Die Gesellschaft übt das Bilanzierungswahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern nicht aus.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Entstehungsstichtag bewertet, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener bzw. gestiegener Kurs eine Neubewertung zur Berücksichtigung des Imparitätsprinzips für Forderungen und Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr erforderlich macht. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, erfolgt die Bewertung gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihren zeitanteiligen Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt.

3 ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND GUV

3.1 Anlagevermögen

3.1.1 Anteile an verbundenen Unternehmen

Die avodaq Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur wurde am 11.01.2006 gegründet. Das Stammkapital beträgt TUSD 864 (TEUR 738).

Die avodaq AG gründete mit der avodaq Inc. am 15.06.2015 eine weitere Auslandsgesellschaft mit Sitz in New York. Das Stammkapital beträgt TUSD 3 (TEUR 3).

Die avodaq Ltd. mit Sitz in London wurde am 27.04.2022 gegründet. Das Stammkapital beträgt TEUR 0.

Name und Sitz Anteile am Kapital Ergebnis Eigenkapital
avodaq Pte Ltd., Singapur 100 % TUSD 8 TUSD 113
TEUR 7 TEUR 103
avodaq Inc., New York 100 % TUSD 65 TUSD 283
TEUR 60 TEUR 256
avodaq Ltd., London 100 % TGBP 1 TGBP 0
TEUR 1 TEUR 0

Bei den oben gemachten Angaben handelt es sich um das vorläufige Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit TEUR 253 aktiviert.

3.1.2 Bruttoanlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Bruttoanlagespiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.257.478,35 163.221,24 0,00 0,00 1.420.699,59
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und 1. ähnliche Nutzungsrechte 1.257.478,35 27.405,57 0,00 0,00 1.284.883,92
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte 99.639,42 27.405,57 0,00 0,00 127.044,99
Entgeltlich erworbene 1.2 Software und Lizenzen 1.157.838,93 0,00 0,00 1.157.838,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 135.815,67 0,00 0,00 135.815,67
II. Sachanlagen 3.634.436,81 153.305,08 -113.169,71 0,00 3.674.572,18
1. Mietereinbauten 1.068.790,15 0,00 0,00 0,00 1.068.790,15
Technische Anlagen und 2. Maschinen 1.816.449,64 119.241,65 -98.176,00 0,00 1.837.515,29
Andere Anlagen, Betriebs- 3. und Geschäftsausstattung 749.197,02 34.063,43 -14.993,71 0,00 768.266,74
III. Finanzanlagen 740.807,11 44.963,95 0,00 0,00 785.771,06
Anteile an verbundenen 1. Unternehmen 740.807,11 0,00 0,00 0,00 740.807,11
Ausleihungen an 2. verbundene Unternehmen 0,00 44.963,95 0,00 0,00 44.963,95
Summe 5.632.722,27 361.490,27 -113.169,71 0,00 5.881.042,83
Kumulierte Abschreibungen/Zuschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -1.238.230,78 -21.844,59 0,00 -1.260.075,37
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und 1. ähnliche Nutzungsrechte -1.238.230,78 -21.844,59 0,00 -1.260.075,37
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte -89.383,76 -17.245,61 0,00 -106.629,37
Entgeltlich erworbene 1.2 Software und Lizenzen -1.148.847,02 -4.598,98 0,00 -1.153.446,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen -2.156.475,36 -619.475,94 112.053,22 -2.663.898,08
1. Mietereinbauten -340.557,49 -194.497,68 0,00 -535.055,17
Technische Anlagen und 2. Maschinen -1.383.727,54 -356.406,24 96.908,60 -1.643.225,18
Andere Anlagen, Betriebs- 3. und Geschäftsausstattung -432.190,33 -68.572,02 15.144,62 -485.617,73
III. Finanzanlagen -488.196,28 0,00 0,00 -488.196,28
Anteile an verbundenen 1. Unternehmen -488.196,28 0,00 0,00 -488.196,28
Ausleihungen an 2. verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe -3.882.902,42 -641.320,53 112.053,22 -4.412.169,73
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 160.624,22 19.247,57
Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und 1. ähnliche Nutzungsrechte 24.808,55 19.247,57
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte 20.415,62 10.255,66
Entgeltlich erworbene 1.2 Software und Lizenzen 4.392,93 8.991,91
2. Geleistete Anzahlungen 135.815,67 0,00
II. Sachanlagen 1.010.674,10 1.477.961,45
1. Mietereinbauten 533.734,98 728.232,66
Technische Anlagen und 2. Maschinen 194.290,11 432.722,10
Andere Anlagen, Betriebs- 3. und Geschäftsausstattung 282.649,01 317.006,69
III. Finanzanlagen 297.574,78 252.610,83
Anteile an verbundenen 1. Unternehmen 252.610,83 252.610,83
Ausleihungen an 2. verbundene Unternehmen 44.963,95 0,00
Summe 1.468.873,10 1.749.819,85

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 438 (im Vorjahr TEUR 1.489) enthalten. Diese Forderungen werden per Raten zurückbezahlt, bei denen auch im Jahr 2024 Zahlungen in Höhe von TEUR 170 erfolgen werden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 363 (im Vorjahr TEUR 278) und ein Kaufpreiseinbehalt aus der Beteiligungsveräußerung der A+ Videoclinic in Höhe von TEUR 299 (im Vorjahr TEUR 299) enthalten. Dieser wird im Geschäftsjahr 2024 fällig.

3.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 26.973 (im Vorjahr TEUR 22.640) besteht im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben bzw. Verpflichtungen für eingekaufte Wartungsleistungen der Ingram Micro Distribution GmbH und Cisco International Limited, die Folgejahre betreffen.

3.4 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 78 und ist eingeteilt in 78.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stückaktie (§ 8 Abs. 3 AktG). Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Gesellschaft hält weder direkt noch über Dritte eigene Aktien. Ein genehmigtes Kapital besteht nicht. Die Kusch Verwaltungs GmbH, Hamburg, hat uns mit Schreiben vom 27.06.2022 mitgeteilt, dass diese mit Wirkung zum 20.06.2022 sämtliche Aktien, 43.800 Stückaktien, des bisherigen Aktionärs Andreas Kusch übernommen hat. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 56,153846% am Grundkapital.

3.5 Sonstige Rückstellungen

Im Geschäftsjahr wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.247 (im Vorjahr TEUR 1.928) gebildet.

Rückstellungen TEUR
Bonus/Tantieme 622
Ausstehende Rechnungen 28
Sonstige 11
Provisionen 347
Urlaub 126
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 88
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 14
Bereitschaft 11

3.6 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 31.092 (im Vorjahr TEUR 26.301) besteht im Wesentlichen aus abgegrenzten Einnahmen bzw. Forderungen für verkaufte Wartungsleistungen und verkaufte zeitraumbezogene Nutzungsrechte für Software.

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der avodaq AG betragen für die Geschäftsjahre ab 2024:

2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Miete 1.013 779 459
2027 Ab 2028 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Miete 371 1.173 3.795

3.8 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich zu TEUR 69.471 auf das Inland, zu TEUR 2.058 auf das EU-Ausland und zu TEUR 809 auf Drittstaaten.

Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche:

2023 2022
TEUR TEUR
Projektgeschäft 55.788 60.025
Service 16.892 17.880
Sonstige Erlöse 386 0
Erlösschmälerungen -728 -395
Summe 72.338 77.510

3.9 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 76 aus der Auflösung von Rückstellungen, Abgängen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sowie vereinnahmten Gutschriften enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2023 TEUR 388 für KFZ-Nutzung mit enthalten.

3.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein periodenfremder Ertrag aus Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 49 enthalten.

3.11 Währungsgewinne und -verluste

Aus Umrechnungsdifferenzen von US-Dollar Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben sich im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen Gewinne aus Währungsumrechnung von TEUR 786 (im Vorjahr TEUR 735) (davon nicht realisiert TEUR 223) (im Vorjahr TEUR 1) sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus Währungsumrechnungen von TEUR 867 (im Vorjahr TEUR 727) (davon nicht realisiert TEUR 273) (im Vorjahr TEUR 43).

4 SONSTIGE PFLICHTANGABEN

4.1 Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare, für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Prüfers des Jahresabschlusses betragen TEUR 80, TEUR 72 betreffen Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 Steuerberatungsleistungen.

4.2 Anzahl der Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 233 Angestellte (im Vorjahr 215) ohne Vorstand und Auszubildende beschäftigt.

Vertrieb 49
Advanced Solutions 71
Service Solutions 66
Software Development 11
Marketing 6
Verwaltung 30

4.3 Vorstand

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Andreas Kusch (Vostandsvorsitzender) und Herrn Marc Schmidt (seit 01.04.2023) geleitet.

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.4 Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 bestand der Aufsichtsrat ganzjährig aus folgenden Mitgliedern:

Herr Klaus Genssen (Vorsitzender) Unternehmensberater der Genssen Consulting, Bad Schwartau
Herr Thilo Rohde (stellvertretender Vorsitzender) Rechtsanwalt, Partner in der Kanzlei Boege Rohde Luebbehuesen, Ahrensburg
Herr Matthias Haeseler Steuerberater, Lübeck

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 56.

4.5 Mutterunternehmen

Die avodaq AG, München, ist die Gesellschaft, die den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der avodaq AG kann im Bundesanzeiger beziehungsweise Unternehmensregister eingesehen werden.

5 ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

5.1 Bilanzgewinn

2023 2022
TEUR TEUR
Gewinnvortrag 6.143 5.658
Jahresüberschuss 89 485
Bilanzgewinn 6.232 6.143

Der Vorstand schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.232 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 23. Mai 2024

Andreas Kusch, Vorstandsvorsitzender / CEO

Marc Schmidt, Vorstand / COO

Lagebericht Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die avodaq AG (im Folgenden auch als "avodaq" oder "AG" bezeichnet) in der heutigen Form, ist seit dem Jahr 2000 am Markt aktiv. Sie hat ihre Ursprünge in zwei jeweils im Jahre 1997 gegründeten Gesellschaften.

Die Unternehmensgruppe ist an den Standorten Hamburg, München, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Leipzig, Köln, Singapur, Manila, New York und London vertreten. Die Gesellschaften in Singapur (avodaq Pte Ltd), New York (avodaq Inc.) und London (avodaq Ltd.) sind 100%ige Tochtergesellschaften der avodaq AG. Der Standort Hamburg ist eine eingetragene Niederlassung. In Manila wurde 2021 eine Niederlassung eröffnet (avodaq AG Representative Office Philippines).

Die avodaq AG zählt zu den erfolgreichen Anbietern moderner Kommunikationslösungen in Deutschland. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft liegen in der Systemintegration, umfangreichen Serviceleistungen und Softwareentwicklung. Das Projektgeschäft generiert Einnahmen aus Consulting-Dienstleistungen in der Systemintegration, der Softwareentwicklung sowie der Lieferung von Hard- und Software als auch Lizenzen. Das Servicegeschäft trägt zum Umsatz mit Wartung, Störungsbeseitigung und Managed Service bei.

Kunden der avodaq AG sind Unternehmen aller Art und Größe. Die Gesellschaft kann den Bedarf einer Vielzahl von Unternehmen an internationaler Kommunikation und einheitlichen Plattformen bedienen. Die Präsenz der Unternehmensgruppe in den drei wichtigsten Wirtschaftsräumen - Europa, Nordamerika und Asien - befähigt sie, die Anforderung des global agierenden Deutschen Mittelstands nach einheitlicher IT-Unterstützung in den Regionen lokal zu bedienen.

Unsere Lösungen konzentrieren sich auf die Säulen der IT-Infrastruktur: IT-Sicherheit, Rechenzentrum (RZ), Cloud, Netzwerk, Infrastrukturmanagement und Anwendungen für umfangreiche Echtzeitkommunikation (Collaboration). Hinzu kommen Programme und Anwendungen, die in der hauseigenen Softwareentwicklung programmiert werden.

Für das RZ bieten wir Server, Speicher und spezielle Hochleistungs-Switche an, die die Rechneranwendungen erzeugen, die den Benutzern zur Verfügung stehen und Daten speichern. IT-Dienste und Anwendungen in der Cloud werden nicht im eigenen RZ vorgehalten, sondern werden über das öffentliche Internet erreicht und bedient. Unsere Softwareentwicklung verbindet, unter Beachtung von Sicherheit und Datenschutz, die Anwender unserer Kunden mit den gewünschten Diensten in der Cloud. Im Netzwerk verbauen und konfigurieren wir Koppelgeräte (Router, Switche, Wireless Access Points), die die Datenübertragung im Unternehmen selbst oder beim Service Provider gewährleisten. Bei Collaboration werden den Kunden eine gemeinsame Kommunikationsbasis über die Medien Sprache (Telefon), Video, Conferencing oder integrierte Anwendungen offeriert. In diesem Sektor ist im Schwerpunkt auch Change-Management angesiedelt, das den Benutzern die Handhabung und Einsatzszenarien erklärt und in Schulungen vermittelt. Für den Schutz von Daten, IT-Infrastruktur, Anwendungen und Anwendern bieten wir IT-Sicherheitslösungen, wie zum Beispiel Firewalls oder Virenschutz, an.

In der Softwareentwicklung programmieren wir zudem Anwendungen für Automatisierungszwecke.

Auf der Beschaffungsseite besteht durch langfristige Verträge und das gewählte Partnermodell ein enges Netzwerk mit dem strategischem Partner Cisco. Im Service- und Dienstleistungsbereich beschäftigen wir hochqualifizierte Mitarbeiter, um die Herausforderungen unserer Kunden zu bedienen.

1.2 Ziele und Strategien

1.2.1 Langfristige Ziele und Rahmenbedingungen

Stabiles und ertragreiches Wachstum über dem Marktdurchschnitt ist das langfristige Ziel des Unternehmens. Der Erfolg soll sich in Umsatz, Anzahl der Schlüsselkunden und fortschrittlichen Lösungskompetenzen widerspiegeln. Ein besonderes Augenmerk gilt den wiederkehrenden Ertragssegmenten wie Managed Services und Lizenzerlöse. Aus dem dienstleistungsorientierten Geschäftsmodell erwarten wir uns ein profitables Wachstum. Der Automatisierungsgrad und die Möglichkeiten zur Auswertung der Geschäfte im Unternehmen sind stetig zu erhöhen, um die Handhabbarkeit komplexer werdender Geschäftsprozesse unter Kontrolle zu behalten.

Erweiterte gesetzliche Rahmenbedingungen, Cybercrime sowie üblicher werdende Regeln und Prozesse des Marktes als auch Markthemmnisse beeinflussen vermehrt unsere Zielsetzungen und unser Handeln. Zu nennen sind beispielsweise internationale Datenschutzregeln, die KRITIS-Verordnung des Bundes, die stark gestiegene Bedrohungslage durch Cybercrime, unsichere Beschaffungslagen bei Waren der IT-Industrie oder Gebäudeausstattung, Nachweispflichten über die Einhaltung üblicher Unternehmensrichtlinien oder Umweltstandards.

1.2.2 Entwicklungen 2023

Das Budgetziel für 2023, die Umsatzerlöse des Vorjahres höchstens um 8,6 % zu verfehlen, wurde erreicht. Im umkämpften Marktumfeld und aufgrund aktueller und vergangener Krisen ist die weitestgehende Sicherstellung des Umsatzes mit einer moderaten Reduktion um 6,7 % im Jahresvergleich ein versöhnliches Resultat.

Ein schlechter Jahresstart konnte durch Restrukturierungen, Kostenersparnisse und Optimierungen unserer Prozesse aufgeholt werden. Wir erwarteten ein deutlich spürbares negatives Betriebsergebnis, welches wir auf Jahressicht mit einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 12 deutlich übertreffen konnten.

Der gestiegene Zins in Folge von Krieg und Pandemie und die schwächelnde deutsche Wirtschaft führte zu Aufschüben bei Investitionsentscheidungen unserer Kunden und somit zu einem geringeren Auftragseingang als erwartet. Dies macht sich ebenfalls in einem Umsatzrückgang bei unserem Hersteller Cisco bemerkbar.

Ein weiteres Ziel ist die fortdauernde Positionierung als High-Tech IT-Dienstleister am Markt. Dadurch wird eine Differenzierung von den konkurrierenden Anbietern erreicht und ein passendes Angebot für qualitätsorientierte Kunden geschaffen. So belegte die avodaq AG im Jahr 2023 in einer Umfrage von Channelpartner & Computerwoche in der Kategorie "Bester IT-Dienstleister" bei der Umsatzklasse 50 - 250 Mio. EUR den 7. Platz. Unser wichtigster Partner Cisco Systems hat die avodaq AG ebenfalls ausgezeichnet. Auf dem jährlich stattfindenden Global Partner Summit in den USA wurden wir für Deutschland mit dem "Application Experience Partner of the Year" Award ausgezeichnet.

Zur Kundenzufriedenheit unserer Kunden trägt, neben der Qualität unserer technischen Lösungen, auch unsere Fachkräfte, die diverse Produkte entwickeln und vermarkten, bei. Sie bedienen den Bedarf an Unterstützung bei betrieblicher Zusammenarbeit, Arbeitsplatzdesign, Digitalisierungsprozessen, IT-Sicherheitsfragen und betrieblichen Rahmenvereinbarungen.

Unsere Kunden gehen mehr und mehr dazu über, ihre internen IT-Abteilungen zu reduzieren oder sogar darauf zu verzichten. IT-Abteilungen werden verkleinert oder outgesourct und originär interne Aufgaben auf externe Anbieter verlagert. Damit einhergehend existiert in vielen Unternehmen eine Cloud-First-Strategie, die den Bezug von Anwendungen und Diensten aus der Cloud priorisiert. Bekannte Beispiele für Cloudanwendungen sind Microsoft Office 365 oder Cisco Webex. Diesen Marktveränderungen tragen wir Rechnung durch den massiven Aufbau von Know-how in cloudrelevanten Themengebieten. Diese Entwicklungen führten dementsprechend auch zu einer Verschiebung der Auftragseingänge im Hardwarebereich hin zu unserem Lizenzgeschäft.

Die Veränderungen am Markt, u.a. ausgelöst durch Cloud, Automatisierung, neuartige Analysemethoden, wie Maschine Learning (ML) oder Artificial Intelligence (AI), für extrem große Datenmengen (Big Data) oder das Internet der Dinge, beeinflussen Kundenanforderungen und -bedürfnisse. In der Folge ergeben sich auch für die avodaq strategische Veränderungen. So wird die Nachfrage nach kundenseitigen Installationen in einigen Branchen schrittweise durch Cloud-Angebote ersetzt werden.

Ein weiterer Strategiebaustein liegt in der Fortbildung unserer Mitarbeiter.

1.3 Steuerungssystem

Das finanzielle Steuerungssystem konzentriert sich auf die Kennzahlen der betriebswirtschaftlichen Auswertung, im Wesentlichen Umsatzerlöse und Betriebsergebnis 1. Die Kenngrößen der Prognosen im CRM-System sind die Umsatzerwartung und die Art des Geschäfts. Daraus können Erstellungskosten abgeleitet werden, die wiederum einen zuverlässigen Rückschluss auf die Margen gewährleisten. Aus dem Lizenzgeschäft resultierende periodengerechte Abgrenzungen geschehen automatisiert, sodass die korrekte Periodenabgrenzung sichergestellt wird.

Die für die Steuerung verwendete Kennzahl Umsatzerlöse entspricht der Kennzahl laut der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Überleitungsrechnung für die Ermittlung der Kennzahl Betriebsergebnis für das Geschäftsjahr 2023 ausgehend vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung kann wie folgt nachvollzogen werden.

1 Das Betriebsergebnis ist der Gewinn vor Steuern und Zinsen bereinigt um die neutralen Aufwände und Erträge, wie Wechselkursgewinne und - verluste und periodenfremde Aufwände und Erträge

In TEUR Betrag 2023
Jahresüberschuss 89
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -38
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge -54
+ Neutrale Aufwendungen 889
- Neutrale Erträge -882
= Betriebsergebnis 12

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung des Geschäfts erfolgt typischerweise aus der Beobachtung des Marktes sowie der Adaption an neue Produkte und Lösungen des Herstellers Cisco Systems. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auch auf die Entwicklung eigener Lösungen, die mittels Software erstellt werden können. Unsere bereits bewährte CARY-Videobesuchslösung in der Altenpflege konnten wir zur telemedizinischen Plattform CARY Medical weiterentwickeln. Diese hat die Marktreife erreicht und ist in Verbindung mit der Kommunikationslösung Cisco Webex eine der wenigen in Deutschland, deren Datenschutzstandard vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) mit dem BSI C5-Zertifikat bestätigt wurde. Außerdem ist das geschaffene Produkt vom TÜV abgenommen und bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) als auch beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zertifiziert.

Für die kontinuierliche Weiterentwicklung der verwendeten Technologie-Stacks der Software-Entwicklung, der aktiven Unterstützung von Open Source Bibliotheken und der Erprobung von innovativen Technologien im Bereich von Web3 beschäftigten wir ein Team mit bis zu fünf FTEs. Insgesamt fiel im Geschäftsjahr 2023 ein mittlerer sechsstelliger Betrag für Forschungs- und Entwicklungskosten an. Dieser betrifft im Wesentlichen den Personalbereich.

Ein weiteres neu entstandenes Produkt ist ein leicht zu bedienendes und binnen Minuten einsatzbereites Videoaufnahmestudio.

Forschungsarbeiten erfolgen im Themenkomplex "New Work". New Work ist ein breit verwendeter Begriff, der die durch die in der Pandemie veränderten Arbeitsweisen adressiert. Dabei spielen Homeoffice, Remotezusammenarbeit oder Orts- und Zeitunabhängigkeiten eine wesentliche Rolle.

2 Wirtschaftsbericht

Die folgenden Zahlen basieren auf den Ergebnissen der avodaq AG. Beträge in Klammern () entsprechen den Vergleichswerten 2022.

2.1 Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Nachfragesituation im Projektgeschäft waren durch ein zurückhaltendes Kaufverhalten unserer Kunden bestimmt. Sie investieren mit mehr Bedacht und in längeren Entscheidungszyklen als in den Vorjahren. Hinzu kam die permanente Unsicherheit im Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Während des gesamten Geschäftsjahres war, insbesondere im umkämpften Hardwarebereich, ein sehr starker Konkurrenzkampf mit hohem Preisdruck zu verspüren, welcher sich in der Branchenstudie von BITKOM, welche im Januar 2024 herausgegeben wurde, für das Jahr 2023 in einem im Vorjahresvergleich in Höhe von 5,4 % fallenden Marktvolumen bei IT-Hardware ablesen lässt.

Im Jahresverlauf verbesserten sich die Lieferzeiten seitens der Hersteller und der Distributoren. Mittlerweile sind Lieferzeiten von im Durchschnitt zwei bis drei Monaten üblich.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist nach einem schwachen Start für die avodaq AG zufriedenstellend verlaufen. Durch umgesetzte Kosteneinsparungen, die im zweiten Halbjahr zu wirken begannen, konnte ein Gewinn im Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 12 erzielt werden.

Der Umsatz des gesamten Jahres 2023 belief sich auf TEUR 72.338 (TEUR 77.510). Hauptsächlicher Grund für den Rückgang im Umsatz ist die verringerte Nachfrage im Bereich von Hardware. Allgemein belastete uns die Eintrübung des allgemeinen wirtschaftlichen Ausblicks in Deutschland. Dies zog im Geschäftsjahr 2023 eine nachlassende Nachfrage im Bereich der Kunden aus dem Mittelstand nach sich. Außerdem beeinträchtigte uns im öffentlichen Sektor die anhaltende Diskussion um die angespannte Haushaltslage auf Bundesebene, welche die Investitionen unserer Kunden in diesem Bereich aufschob. Die betriebswirtschaftlich ermittelte Rohmarge lag mit 28,1 % (27,6 %) auf einem konstant guten Niveau. Dies lag vor allem an umgesetzten Maßnahmen zur Stärkung unserer Profitabilität.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte, wie im Vorjahr mit 19 Kunden jeweils ein Umsatz von mehr als einer Million Euro generiert werden.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Ergebnis erwirtschaftete sich aus dem Projekt- und dem Servicegeschäft.

Die Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

Der Jahresumsatz von TEUR 72.338 (TEUR 77.510) liegt 2,5 % über dem Budget und 6,7 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Das Betriebsergebnis liegt mit TEUR 12 unter dem des Vorjahres (TEUR 370) aber konnte den budgetierten Betrag von TEUR -1.266 deutlich übertreffen.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 89 (TEUR 485) und liegt somit 112,2 % über dem budgetierten Zielwert.

Die Anzahl der Mitarbeiter sank im Laufe des Jahres von 259 im Januar auf 253 zum Jahresende 2023, was einem Rückgang von 2,3 % entspricht. Die inflationsbedingte Erhöhung der Personalkosten wirkt sich beträchtlich auf die Ergebnisentwicklung aus. Der Personalaufwand betrug TEUR 20.858 (TEUR 19.979).

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen, u.a. Reisekosten, beliefen sich auf TEUR 6.355 (TEUR 6.823) und sanken über das Jahr aufgrund der getroffenen Maßnahmen.

Der Cashflow als Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen der AG war mit TEUR 731 (TEUR 1.352) positiv.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen insgesamt TEUR 361 (TEUR 631). Diese flossen in unsere IT für Lizenzen, Auf- und Umrüstungen der zentralen Systeme sowie in die Arbeitsplatz- und Mitarbeiterausstattung.

Die Eigenkapitalquote beträgt 17,9 % (18,5 %). Das Eigenkapital beläuft sich auf einen Betrag von TEUR 7.310 (TEUR 7.221). Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt TEUR 40.892 (TEUR 39.007).

Die Aktivseite ist wesentlich von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 6.959 (TEUR 12.861) und dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 26.973 (TEUR 22.640) geprägt. Grund für den Rückgang des Forderungsbestandes ist das geringere Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 476 (TEUR 2.430). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte durch die zeitnahen Zahlungen der Kunden und die dadurch gestiegenen Bankguthaben erreicht werden.

Die Aktivseite zeigt außerdem immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 161 (TEUR 19) sowie Sachanlagen im Umfang von TEUR 1.011 (TEUR 1.478). Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände ist auf geleistete Anzahlungen für ein neues Servicetool zurückzuführen. Die Sachanlagen haben sich aufgrund von Abschreibungen verringert. Die Finanzanlagen beinhalten Anteile in Höhe von TEUR 250 (TEUR 250) an unserer 100%igen Tochtergesellschaft in Singapur und TEUR 3 (TEUR 3) an unserer 100%igen Tochtergesellschaft in New York.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 26.973 (TEUR 22.640) ist auf die Abgrenzung perioden- übergreifender Wartungsverträge mit Lieferanten und Softwareabonnements zurückzuführen. Dem gegenüber stehen passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 31.092 (TEUR 26.301) aus periodenübergreifenden Wartungsverträgen mit den Kunden und verkauften Softwareabonnements mit zukünftiger Laufzeit. Der wachsende Umsatzbereich Lizenzen ist die Ursache für die ansteigenden Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Passivseite ist neben den oben genannten Verbindlichkeiten durch Rückstellungen geprägt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.247 (TEUR 1.928) sind im Wesentlichen dem Personalbereich (Zahlungen aus Provisions- und Zielvereinbarungen und Tantiemen) zuzuordnen. Der Rückgang ist mit dem Ausbleiben eines höheren Betriebsergebnis zu erklären. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten sind aufgrund Tilgungen erneut stark gesunken auf TEUR 211 (TEUR 421).

Durch den positiven Cashflow als Summe aus Jahresergebnis und Abschreibungen in Höhe von TEUR 731 sowie die zum Bilanzstichtag verfügbaren liquiden Mittel von TEUR 4.205 besteht aus Sicht des Vorstands ausreichende Liquidität, um die fälligen Verbindlichkeiten stets zeitnah bedienen zu können. Des Weiteren bestehen über nicht ausgenutzte und verfügbare Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 2.549 weitere Möglichkeiten kurzfristig Liquidität zu beschaffen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei den bestehenden Kreditlinien (Kontokorrentkredite) keine Laufzeit vereinbart ist.

Insgesamt fällt die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 unter den besonderen Umständen der Wirtschaft, die in den Rahmenbedingungen und im Geschäftsverlauf erörtert wurden, zufriedenstellend aus.

2.4 Geschäftsbereich: Projekte

Die Erlöse in Höhe TEUR 55.788 (TEUR 59.415) hatten einen moderaten Rückgang zu verzeichnen, der dem Rückgang des Marktvolumens im ITK-Markt in Deutschland auf Basis der vom Branchenverband BITKOM im Januar 2024 herausgegebenen Marktstudie im IT-Hardware Bereich in Höhe von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Es besteht bei unseren Kunden immer mehr die Notwendigkeit, nicht zuletzt getrieben durch die Coronakrise, Geschäftsvorgänge zu digitalisieren. Dies forciert einerseits eine steigende Nachfrage nach Diensten aus der Cloud, aber auch Investitionen in eigene sichere IT-Infrastruktur gehen mit der Digitalisierung einher. In einigen Fällen sprechen berechtigte Datenschutzgründe oder Regularien gegen eine Lösung aus der Cloud. Dies macht sich im Bedarf nach unseren klassischen Angeboten aus der IT-Infrastruktur bemerkbar. Ein Wandel zu mehr Lizenzerlösen und weniger tatsächlicher Hardware ist allerdings schon Gegenwart und wird uns noch lange begleiten.

2.5 Geschäftsbereich: Service

Service erlöste mit TEUR 16.892 (TEUR 17.880) 5,5 % weniger als im Vorjahr. Der Bereich Managed Services erzielte einen Umsatz von TEUR 4.113 (TEUR 5.256) und konnte somit keinen Anstieg verzeichnen. Bei den HW/SW-Services ist der Umsatz hingegen um TEUR 789 auf TEUR 11.127 gestiegen. Dies ist uns trotz der von den Herstellern gewollten Verlagerung vom HW/SW Geschäft zugunsten des Lizenzgeschäfts gelungen.

Die überdurchschnittlichen Margen im Servicebereich zeichnen diesen Geschäftsbereich im Besonderen aus. Mit 23,3 % (23,1 %) vom Gesamtumsatz trägt Service durch die langfristigen Verträge erheblich zur Stabilität des Unternehmens bei.

3 Angaben zu den Tochtergesellschaften

3.1 Singapur

Die Landesgesellschaft in Singapur, die avodaq Pte Ltd, weist einen Umsatz in Höhe von TEUR 3.582 (TEUR 3.691) aus. Demgegenüber stehen Kosten in Höhe von TEUR 3.575 (TEUR 3.689), sodass ein Gewinn nach Steuern von TEUR 7 (TEUR 2) erzielt wurde.

Die Tochtergesellschaft in Singapur hat sich im Jahr 2023 in einem weiterhin schwierigen Umfeld erneut behaupten können. Die konjunkturelle Situation in Singapur ist, wie auch in Deutschland, von einem hohen Konkurrenzkampf geprägt. Unter diesen Umständen profitiert die Gesellschaft aber davon, dass sie schon früher mit Lizenzgeschäften bei ihren Kunden begonnen hat und somit am Nerv der Zeit agiert.

Aufgrund der in der Pipeline vorhandenen guten Projekte zeichnet sich für 2024 ein erfolgreiches Jahr ab, insbesondere da wir große Hoffnungen und Potenzial in der Softwarebranche sehen und erleben.

Das Ergebnis auf niedrigem Niveau ist auf die anhaltend schwache Konjunktur, mit einer eher geringen Investitionsneigung der Kunden und dem stets sehr harten Wettbewerb zurückzuführen.

Die Entwicklung des Cashflows von TEUR 477 (TEUR 331) war im Geschäftsjahr 2023 positiv.

Der Ausblick für das Jahr 2024 in Singapur ist verhalten positiv. Dies liegt an einem stetig steigenden Erfolg im Softwaregeschäft in der Finanzbranche und dem öffentlichen Sektor sowie dem Gewinn neuer Kunden.

3.2 New York

Die Landesgesellschaft in New York, die avodaq Inc., weist einen Umsatz in Höhe vom TEUR 605 (TEUR 525) aus. Die erzielte Marge lag mit TEUR 78 (TEUR 65) im positiven Bereich und konnte die operativen Kosten und Steuern von TEUR 18 (TEUR 59) vollständig decken, sodass ein Gewinn von TEUR 60 (TEUR 6) erzielt wurde.

Die Gesellschaft in den USA ist profitabel. Das Geschäft, das bisher ausschließlich aus den multinationalen Projekten unserer deutschen Kunden abgeleitet ist, soll sich im Geschäftsjahr 2024 weiter etablieren. Wir rechnen zum aktuellen Geschäftsjahr trotz sinkendem Umsatz mit einem erneut positiven Ergebnis.

In New York verliefen die geschäftlichen Aktivitäten in Summe positiv.

3.3 London

Die Landesgesellschaft in London, die avodaq Ltd., wurde im Geschäftsjahr 2022 gegründet. Hierbei ist die Aufsetzung der Gesellschaft in den Thematiken Steuerregistrierungen und Fertigstellung der Abwicklungsprozesse im ERP-System im Geschäftsjahr 2023 abgeschlossen worden.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 seinen ersten Kundenumsatz und ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1 erwirtschaften können.

Der Ausblick der Gesellschaft für 2024 ist abhängig von multinationalen Projekten unserer deutschen Kunden, welche sich bislang nicht abzeichnen.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikomanagementsystem

Das bei der avodaq bestehende interne Kontroll- und Risiko-Managementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst Richtlinien, Vorgehensweisen und Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass die Rechnungslegung den einschlägigen Gesetzen und Normen entspricht. Die wesentlichen Merkmale können wie folgt beschrieben werden:

avodaq verfügt neben einem Geschäftsverteilungsplan über eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur.

Die Funktionen, der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

Die Integrität und Verantwortlichkeit in Bezug auf Finanzen werden sichergestellt, indem eine Verpflichtung dazu in die gesellschaftseigenen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) aufgenommen wurde.

Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Ein adäquates Richtlinienwesen (zum Beispiel Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.

Bei allen zahlungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind (insbesondere Berechtigungskonzept und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird damit organisatorisch unterstützt, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird vorgesorgt, dass Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

4.2 Risikoidentifikation, -analyse und -dokumentation

Zur Identifikation und Analyse der Risiken führt der Vorstand regelmäßig eine Erhebung der aktuell bestehenden Risiken durch. Zu den obersten Zielen des Risikomanagements zählen das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, um etwaige Schadensfolgen aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen zu minimieren beziehungsweise abzuwenden. Zur Dokumentation, Analyse, Bewertung, Quantifizierung, Steuerung und Kontrolle hat avodaq eine Risikomatrix erstellt, die regelmäßig vom Vorstand aktualisiert und überwacht wird.

Bei der Risikobewertung geht avodaq wie folgt vor: Zunächst werden einzelne Risiken identifiziert. Die identifizierten Einzelrisiken werden anschließend nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe bewertet. Dabei werden Schwellenwerte definiert und Kategorien gebildet. Die Darstellung der Risiken beziehungsweise ihres Schadenspotenzials sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt als Nettodarstellung, also nach der Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen.

Die Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit anhand folgender Kategorien und Prozentsätze unterschieden: (1) < 1 % unbedenklich, (2) 20 % moderat, (3) 50 % mittel, (4) 80 % hoch, (5) > 99 % sehr hoch.

Hinsichtlich der potenziellen Schadenshöhe findet eine Differenzierung anhand der folgenden Kategorien und quantitativen Schwellenwerten statt: (1) < TEUR 250 unbedenklich, (2) um TEUR 500 moderat, (3) um TEUR 1.000 mittel, (4) um TEUR 2.000 hoch, (5) > TEUR 4.500 sehr hoch.

4.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Mit Lieferanten und dem strategischem Partner Cisco besteht ein enges Netzwerk, wobei kein Lieferant, mit Ausnahme von Cisco, eine beherrschende Stellung einnimmt. Mit Cisco besteht durch langfristige Verträge und das gewählte Partnermodell eine enge Verbindung. Wesentliches Erfolgskriterium der avodaq AG sind die überdurchschnittlich gut ausgebildeten Mitarbeiter. Die Expertise konnte mit dem erfolgreichen Abschluss der Master-Networking-Spezialisierung von Cisco im Geschäftsjahr 2023 erneut unter Beweis gestellt werden. Der Abschluss ist die höchste und bedeutendste Auszeichnung von Cisco im Bereich Networking. Ein großer Teil der Senior Consultant Engineers bei der avodaq AG verfügt über die international höchste Auszeichnung im Netzwerkumfeld, die CCIE- Qualifikation (Cisco Certified Internetwork Expert). Die Gesellschaft steht aufgrund des Fachkräftemangels vor der Herausforderung, ausreichend geschultes Personal zu finden und halten zu können. Das Risiko ist mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und mittlerer Schadenshöhe zu bewerten.

Daneben stellt das Risiko der Störung der Beziehungen zum Hauptlieferanten Cisco ein sehr hohes Risiko bezüglich der Schadenshöhe dar, ist jedoch bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit unbedenklich.

Die stetig wachsende Bedrohungslage aus dem Internet per Cybercrime hat den Vorstand dazu veranlasst, das Thema Security strategisch weiter zu forcieren. So wird z.B. die Zertifizierung nach ISO 27001 in 2024 reauditiert, welches die Überprüfung und Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen beinhaltet. Cybercrime stellt sowohl in Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Schadenshöhe ein mittleres Risiko für die Gesellschaft dar.

Die beschriebenen Risiken sind für die Gesellschaft grundsätzlich mit einem Liquiditätsrisiko verbunden, dem der Vorstand durch eine aktive Überwachung und Steuerung Rechnung trägt. Aufgrund der guten Ausstattung mit Liquidität und Eigenkapital, der weitgehend zufriedenstellenden geschäftlichen Entwicklung und der weiterhin erkennbaren Nachfrage nach Lösungen der avodaq, ist derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko für die avodaq AG erkennbar. Der drohende Verlust von Eigenkapital in mittlerer Höhe ist aufgrund ausreichender potenzieller Maßnahmen mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit einzustufen.

Die Geschäftslage ist durch eine Vielzahl von Herausforderungen geprägt. Der Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten, die sich verändernde globale Wirtschaftsordnung sowie die Belastungen durch hohe Energiepreise, Inflation und Finanzierungskosten lassen keine Ruhe in die Wirtschaft einkehren. Kunden könnten ihre Investitionstätigkeiten weiter reduzieren oder aufschieben, Bezahlungen später als üblich leisten oder gar ausfallen lassen. Dies stellt für die Gesellschaft ein mittleres Risiko mit moderater Eintrittswahrscheinlichkeit dar.

Es existieren enge und langjährige Geschäftsbeziehungen mit wichtigen Kunden. Entscheidungen einzelner Kunden können negative Einflüsse auf die Situation der Gesellschaft haben. Ziel der Geschäftsleitung ist es, weitere umsatzstarke Kunden zu akquirieren und mit ihnen eine ebenso enge und langfristige Beziehung aufzubauen.

Den geschilderten Chancen den Umsatz zu steigern, die im Wesentlichen auf vertrieblichen Erfolgen, Kundenbindung und inflationsbedingten Preissteigerungen beruhen, stehen bei ausbleibenden Erfolgen entsprechende Risiken gegenüber. Mit aktiver Qualitätssicherung bei der Projektumsetzung und einer veränderten Sales-Strategie sowie der Verbesserung des CRM-Systems versucht der Vorstand die Erfolgsaussichten zu optimieren.

Die weltweite Halbleiterknappheit hat sich im Laufe des Jahres stetig verbessert und es scheint, als könnten wir in Zukunft Kundenbedürfnisse wieder schneller bedienen. Lieferzeiten von Hardware haben sich im Durchschnitt bei circa 2-3 Monaten eingependelt und sind wieder planbarer geworden. Im Moment ist diese Thematik moderat in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe zu bewerten.

Spürbarer werden die seitens der Hersteller immer mehr favorisierten Lizenznutzungsmodelle. Dabei wird kein Eigentum, sondern nur noch ein Nutzungsrecht für einen Zeitraum zur Verfügung gestellt. Erträge daraus werden zu Vertragsbeginn nicht in voller Summe realisiert, sondern werden periodengerecht über die Laufzeit abgegrenzt. Das Unternehmen federt das finanzielle Risiko aus potenziellen Vorfinanzierungen mit Partnern aus der Finanzindustrie ab. Das sich verändernde Geschäftsmodell der Gesellschaft stellt moderates Risiko dar, welches eine Pause beim Wachstumskurs im Personal und Umsatz für 2024 zur Folge haben könnte. Dem Risiko wird durch diverse Maßnahmen und verstärktem Kostenbewusstsein zur Sicherung des Unternehmens entgegengewirkt. Darin beinhaltet ist ein enger Austausch mit dem Aufsichtsrat über die vom Controlling festgestellten Prognosen des zukünftigen Geschäfts.

Bei der Bewertung des finanziellen Risikos für die Gesellschaft ist der Substanz besondere Beachtung zu schenken. Die gute Eigenkapitalausstattung und vorhandene Liquidität sichern das Unternehmen auch gegen schwerwiegende Marktverwerfungen ab. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Kosten, insbesondere die dominierenden Personalkosten, schnell ggf. über Kurzarbeit bedeutend zu reduzieren. Auf der Einnahmenseite sichern langfristige Serviceverträge eine enge Kundenbindung und ermöglichen einen kontinuierlichen Mittelzufluss. Selbst bei einem langfristig starken Einbruch des Projektgeschäfts würde die Eigenkapitaldecke das Unternehmen noch weit tragen können. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat das Unternehmen genügend Liquidität, um sich über die Zeit an die sich verändernden Bedingungen geeignet anzupassen. Home-Offices, Remote Zusammenarbeit, Onlineshopping und vieles andere mehr sind essenzielle Themen für einen jeden unserer Kunden. Wir erleben veränderte Nachfrageschwerpunkte in einem von neuen Einflüssen geprägten Marktumfeld. Für viele Anforderungen bieten wir Lösungen bereits an oder wir können sie mit unserer gewachsenen Softwareentwicklungsabteilung darstellen. Aktuell haben wir eine gute Beschäftigungslage.

Außerdem bestehen für die Gesellschaft weitere Unwägbarkeiten u.a. in dem allgemeinen Preis-, Technologie-, Konkurrenz- sowie im Finanzierungsrisiko. Technologische Veränderungen bzw. Neuerungen können sich negativ auf die Preissituation oder die Auftragslage auswirken. Bei dem klassischen Systemintegrationsgeschäft der avodaq AG spüren wir Nachfragerückgänge, da sich die Bezugsmodelle unserer Kunden über die Cloud schneller als erwartet geändert haben. Das Risiko nicht schnell genug den neuen Bedürfnissen in den Technologien angepasst zu sein, bewerten wir als moderat, da wir die letzten Jahre verstärkt in diese Felder investiert und Knowhow aufgebaut haben. Das Finanzierungsrisiko wird durch Kreditlinien und bei größeren Projekten durch die Herstellerfinanzierung abgefedert. Es wird darauf hingewiesen, dass bei den bestehenden Kreditlinien (Kontokorrentkredite) keine Laufzeit vereinbart ist.

Dem Risiko von Devisenkursschwankungen begegnet der Vorstand mit einer monatlichen Überprüfung des Status und dem möglichen Abschluss von Devisentermingeschäften. Das Risiko ist in moderater Höhe mit unwahrscheinlichem Eintritt zu bewerten.

Es gelingt uns die Verteuerungen unserer Leistungen an die Kunden weiterzugeben, da die Nachfrage durch die fortschreitende Digitalisierung für alle Unternehmen weiterhin hoch ist. Allerdings belastet uns die Verkleinerung von angemieteten Büroräumen unserer Kunden sowie das Ausbleiben von Neubauten, weswegen das Potenzial zum Verkauf von Bürokommunikations-IT sinken könnte. Dennoch planen wir mit einem wieder ansteigenden Auftragseingang. Dafür haben wir die Strukturen im Vertrieb und in den lösungserstellenden Einheiten verbessert und erschließen neue, zukunftsträchtigere Geschäftsfelder. Außerdem sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen im öffentlichen Sektor Treiber unseres Geschäfts.

Die Inflation wird weiterhin zu ansteigenden Lohnforderungen führen. Wir begegnen den steigenden Personalkosten, indem wir zum Ausgleich unsere Dienstleistungspreise erhöhen und unsere Effizienz verbessern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe sind demnach unbedenklich.

Als Anbieter von gefragten Produkten und Lösungen hat die Gesellschaft die Chance, überproportional in den Wachstumsfeldern zu profitieren. Die hohe Dichte an hochqualifizierten und flexibel einsetzbaren System-Ingenieuren ermöglicht es, neue Geschäftsbereiche erfolgreich anzugehen. Weitere Chancen bestehen im Gewinnen von Großkunden, die mit ihrem Potential einen signifikanten Hebel auf den Umsatz und das Betriebsergebnis der avodaq AG ausüben können.

Zusammenfassend sind die Risiken jedoch durch die beschriebenen Maßnahmen beherrschbar und stellen keine bestandsgefährdenden Risiken dar.

5 Beziehungen

Der Vorstand hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht erstellt, in dem er folgende Erklärung abgegeben hat:

"Als Vorstand der Gesellschaft erklären wir hiermit, dass nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäfte durchgeführt oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde."

6 Ausblick

Das Jahr 2024 ist im ersten Quartal erwartungsgemäß negativ gestartet. Dies ist auf eine Vielzahl von Herausforderungen am Markt zurückzuführen. Für das 2. Quartal ist aus gleichem Grunde noch keine substanzielle Verbesserung der Ergebnissituation zu erwarten. Es besteht jedoch weiterhin große Nachfrage nach sicheren und hochautomatisierten IT-Infrastrukturen, was sich aus den hohen potenziellen Auftragsvolumina der nächsten Monate ablesen lässt. Unser Ziel ist es, nach dem Wachstumskurs der vergangenen Jahre, das Kerngeschäft zu stärken und die Effektivität im Unternehmen durch Prozess- und Personaloptimierung zu verbessern. Wir bauen unseren Vertrieb weiter aus, um unseren Auftragseingang und die Profitabilität zu steigern. Wir erwarten spätestens im zweiten Halbjahr 2024 eine Verbesserung der Ergebnisse. Dies spiegelt auch die erwartete Prognose der BITKOM für den ITK-Markt in Deutschland wider, welche von einem Marktwachstum für das Jahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 von 4,4 % ausgeht.

Aufgrund der beschriebenen Herausforderungen erwartet die Unternehmensführung im Geschäftsjahr 2024 einen moderat steigenden Umsatz mit einem positiven Betriebsergebnis von rund einer Million Euro.

Die Unternehmensleitung ist optimistisch gestimmt, dass die Ziele erreicht werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

München, den 23. Mai 2024

Andreas Kusch, Vorstandsvorsitzender

Marc Schmidt, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die avodaq AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der avodaq AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der avodaq AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 23. Mai 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Duschl, Wirtschaftsprüfer

Elke Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte 24.808,55 19.247,57
2. Geleistete Anzahlungen 135.815,67 160.624,22 0,00 19.247,57
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 533.734,98 728.232,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.269,30 446.430,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 303.378,42 1.055.382,70 343.315,52 1.517.978,32
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an nicht konsolidierte verbundene Unternehmen 44.963,95 0,00
1.260.970,87 1.537.225,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. In Arbeit befindliche Aufträge 168.414,23 49.735,75
2. Waren 148.913,44 401.221,01
3. Erhaltene Anzahlungen -287.463,06 29.864,61 -389.697,53 61.259,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.970.965,49 14.413.123,60
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.248.579,06 9.219.544,55 1.267.523,76 15.680.647,36
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.957.769,12 901.667,75
14.207.178,28 16.643.574,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.116.106,60 22.872.449,10
42.584.255,75 41.053.249,33

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 78.000,00 78.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 7.800,00 7.800,00
2. Andere Gewinnrücklagen 1.076.566,77 1.084.366,77 1.002.229,22 1.010.029,22
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 19.582,02 31.624,13
IV. Bilanzgewinn 6.232.249,53 6.142.752,74
7.414.198,32 7.262.406,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 54.307,69 47.203,45
2. Sonstige Rückstellungen 1.246.982,49 1.936.501,77
1.301.290,18 1.983.705,22
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten 211.063,58 420.636,94
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 211.063,58 (i. Vj. EUR 209.573,36) -
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (i. Vj. EUR 211.063,58) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 876.467,58 3.063.261,16
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 876.467,58 (i. Vj. EUR 3.063.261,16) -
3. Sonstige Verbindlichkeiten 513.395,82 664.380,13
- davon aus Steuern EUR 196.234,34 (i. Vj. EUR 360.954,63) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 29.765,77 (i. Vj. EUR 23.890,57) -
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 513.395,82 (i. Vj. EUR 664.380,13) -
1.600.926,99 4.148.278,23
D. Rechnungsabgrenzungsposten 32.267.840,26 27.658.859,79
42.584.255,75 41.053.249,33

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 76.122.622,33 81.369.542,27
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands in Arbeit befindlicher Aufträge 118.678,48 -62.728,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.454.486,62 1.459.858,15
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -47.511.939,09 -52.219.324,61
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.064.473,85 -48.576.412,94 -1.177.084,12 -53.396.408,73
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -18.785.032,36 -18.430.217,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.327.827,83 -22.112.860,19 -2.725.091,84 -21.155.309,75
- davon für Altersversorgung EUR 69.603,44 (i. Vj. EUR 68.287,78) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -657.634,79 -880.207,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.247.632,62 -6.824.643,17
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.357,28 9.405,26
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.185,37 -18.057,35
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31.326,04 -6.765,20
11. Ergebnis nach Steuern 177.744,84 494.685,57
12. Sonstige Steuern -13.910,50 -13.297,26
13. Konzernjahresüberschuss 163.834,34 481.388,31
14. Gewinnvortrag 6.142.752,74 5.657.547,30
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen(i. Vj. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen) -74.337,55 3.817,13
16. Bilanzgewinn 6.232.249,53 6.142.752,74

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital Rücklagen
Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2021 78.000,00 7.800,00 1.006.046,35 1.013.846,35
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2021 in den Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 0,00 0,00 0,00
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 -3.817,13 -3.817,13
Stand am 31.12.2022 78.000,00 7.800,00 1.002.229,22 1.010.029,22
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2022 in den Gewinnvortrag 0,00 0,00 0,00 0,00
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2023 0,00 0,00 0,00 0,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00 74.337,55 74.337,55
Stand am 31.12.2023 78.000,00 7.800,00 1.076.566,77 1.084.366,77
Eigenkapital
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag Konzernjahresüberschuss
EUR EUR EUR
Stand am 31.12.2021 14.002,26 4.360.476,23 1.453.071,07
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2021 in den Gewinnvortrag 0,00 1.453.071,07 -1.453.071,07
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2022 17.621,87 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 2022 0,00 -156.000,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2022 0,00 0,00 481.388,31
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 0,00 3.817,13
Stand am 31.12.2022 31.624,13 5.657.547,30 485.205,44
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2022 in den Gewinnvortrag 0,00 485.205,44 -485.205,44
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2023 -12.042,11 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 2023 0,00 0,00 163.834,34
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00 -74.337,55
Stand am 31.12.2023 19.582,02 6.142.752,74 89.496,79
Eigenkapital
Bilanzgewinn Summe
EUR EUR
Stand am 31.12.2021 5.813.547,30 6.919.395,91
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2021 in den Gewinnvortrag 0,00 0,00
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2022 0,00 17.621,87
Gewinnausschüttung 2022 -156.000,00 -156.000,00
Konzernjahresüberschuss 2022 481.388,31 481.388,31
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 3.817,13 0,00
Stand am 31.12.2022 6.142.752,74 7.262.406,09
Umgliederung der Konzernjahresüberschusses 2022 in den Gewinnvortrag 0,00 0,00
Umrechnung aus Abschlüssen mit fremder Währung 2023 0,00 -12.042,11
Konzernjahresüberschuss 2023 163.834,34 163.834,34
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -74.337,55 0,00
Stand am 31.12.2023 6.232.249,53 7.414.198,32

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
Konzernjahresüberschuss 163.834,34 481.388,31
1. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 657.634,79 880.207,03
2. +/- Zunahme/Abnahme von Rückstellungen -689.519,28 330.428,05
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3. sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.105.050,05 -5.840.437,36
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie 4. anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.271.202,59 5.403.564,94
5. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -45.171,91 8.652,09
6. +/- Ertragsteueraufwand/Ertragsteuerertrag -31.326,04 6.765,20
7. +/- Ertragsteuerzahlungen 106.341,52 -138.983,78
8. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.538.046,06 1.131.584,48
9. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -163.221,24 -12.893,50
10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.157,57 4.153,62
11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -175.352,14 -657.692,39
12. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -44.963,95 0,00
13. + Erhaltene Zinsen 54.357,28 9.405,26
14. = Cashflow aus Investitionstätigkeit -327.022,48 -657.027,01
15. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -209.573,36 -407.968,69
16. - Gezahlte Dividende an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 -156.000,00
17. - Gezahlte Zinsen -9.185,37 -18.057,35
18. = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -218.758,73 -582.026,04
19. + Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 63.836,52 16.810,37
20. = Veränderung des Finanzmittelbestands 4.056.101,37 -90.658,20
21. + Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode 901.667,75 992.325,95
22. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 4.957.769,12 901.667,75

Konzernanhang Geschäftsjahr 2023

1 ALLGEMEINE ANGABEN

Der Konzernabschluss der avodaq AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie unter Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Bilanz wird nach teilweiser Ergebnisverwendung aufgestellt (§ 268 Abs. 1 HGB).

Die avodaq AG (Mutterunternehmen) mit Sitz in München ist im Handelsregister B des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 136037 eingetragen.

2 KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konzernabschluss wurden die Tochtergesellschaften nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen der avodaq AG unmittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. bei denen die einheitliche Leitung ausgeübt wird. Der Konzernabschluss umfasst neben der avodaq AG, die avodaq Pte Ltd, Singapur, und die avodaq Inc, New York (Anteil am Kapital: jeweils 100 %). Nach § 296 Abs. 2 wurde das Einbeziehungswahlrecht in Anspruch genommen, nachdem folgende Tochterunternehmen wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde, weil die Umsatzerlöse weniger als 1 % des Konzernumsatzes ausmachen: avodaq Ltd, London (Anteil am Kapital: 100 %).

3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Stichtag des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens. Die Abschlüsse sämtlicher einbezogener Gesellschaften werden zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Zum Bilanzstichtag werden bei ausländischen Tochterunternehmen mit nicht auf Euro lautender Währung die Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung resultierende Unterschiedsbeträge werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb des Postens "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Zum Zeitpunkt der Entkonsolidierung des Tochterunternehmens wird die jeweilige kumulierte Umrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erstkonsolidierung. Die sich daraus ergebenden technischen aktiven bzw. passivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung verbundener Unternehmen werden mit dem Gewinnvortrag verrechnet. Aus der Konsolidierung ergaben sich ein aktiver Unterschiedsbetrag von TEUR 188 und ein passiver Unterschiedsbetrag von TEUR 147.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den Konzerngesellschaften werden miteinander verrechnet. Auf Ebene der einbezogenen Konzernunternehmen eventuell entstandene Zwischengewinne werden eliminiert.

Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Latenten Steuern, sofern notwendig, gebildet.

4 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht ausgeübt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen ein und dreizehn Jahren vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250 wurden im Jahr des Zugangs sofort als Aufwand erfasst. Zugänge beweglicher Anlagegüter mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 800 wurden linear über ein Jahr abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 S. 3 HGB mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert, sofern die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zuordenbaren Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen.

Die Waren werden zu ihren jeweiligen Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit Restlaufzeiten länger als ein Jahr wurden aus Wesentlichkeitsgründen aufgrund des geringen Zinsniveaus nicht abgezinst.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Aktive latente Steuern ergeben sich aus unterschiedlichen Bewertungen bei den Urlaubsrückstellungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen Die Bewertung erfolgt zu einem Steuersatz von 31,89 %. Der Ertragssteuersatz in Singapur lag für das Geschäftsjahr 2023 bei 17 %. Die Gesellschaft übt das Bilanzierungswahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern nicht aus.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Die Sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag dotiert. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Entstehungsstichtag bewertet, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener bzw. gestiegener Kurs eine Neubewertung zur Berücksichtigung des Imparitätsprinzips für Forderungen und Verbindlichkeiten von mehr als einem Jahr erforderlich macht. Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, erfolgt die Bewertung gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit ihren zeitanteiligen Aus- bzw. Einzahlungsbeträgen angesetzt.

5 ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER KONZERNBILANZ UND ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

5.1 Anlagevermögen

Die Angaben zu den Tochtergesellschaften ergeben sich wie folgt:

Name und Sitz Anteile am Kapital Eigenkapital
avodaq Pte Ltd., Singapur 100 % TUSD 113
TEUR 103
avodaq Inc., New York 100 % TUSD 283
TEUR 256
avodaq Ltd., London 100 % TGBP 0
TEUR 1

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzernanlagespiegel:

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.257.478,35 163.221,24 0,00
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte 1.257.478,35 27.405,57 0,00
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte 99.639,42 27.405,57 0,00
1.2 Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 1.157.838,93 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 135.815,67 0,00
II. Sachanlagen 3.894.835,37 175.352,14 -113.169,71
1. Mietereinbauten 1.068.790,15 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.976.366,71 140.465,18 -98.176,00
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 849.678,51 34.886,96 -14.993,71
III. Finanzanlagen 0,00 44.963,95 0,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 44.963,95 0,00
Summe 5.152.313,72 383.537,33 -113.169,71
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Umbuchungen Differenzen aus Währungsumrechnung 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 1.420.699,59
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte 0,00 0,00 1.284.883,92
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte 0,00 0,00 127.044,99
1.2 Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 0,00 0,00 1.157.838,93
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 135.815,67
II. Sachanlagen 0,00 0,00 3.957.017,80
1. Mietereinbauten 0,00 0,00 1.068.790,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 2.018.655,89
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 0,00 0,00 869.571,76
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 44.963,95
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 44.963,95
Summe 0,00 0,00 5.422.681,34
Kumulierte Abschreibungen/Zuschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Differenzen aus Währungsumrechnung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -1.238.230,78 -21.844,59 0,00 0,00 -1.260.075,37
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte -1.238.230,78 -21.844,59 0,00 0,00 -1.260.075,37
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte -89.383,76 -17.245,61 0,00 0,00 -106.629,37
1.2 Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen -1.148.847,02 -4.598,98 0,00 0,00 -1.153.446,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen -2.376.857,04 -635.790,20 112.053,22 -1.041,08 -2.901.635,10
1. Mietereinbauten -340.557,49 -194.497,68 0,00 0,00 -535.055,17
2. Technische Anlagen und Maschinen -1.529.936,57 -367.111,63 96.908,60 -246,99 -1.800.386,59
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung -506.362,98 -74.180,88 15.144,62 -794,09 -566.193,34
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe -3.615.087,82 -657.634,79 112.053,22 -1.041,08 -4.161.710,47
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 160.624,22 19.247,57
1. Entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und ähnliche Nutzungsrechte 24.808,55 19.247,57
1.1 Ähnliche Nutzungsrechte 20.415,62 10.255,66
1.2 Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 4.392,93 8.991,91
2. Geleistete Anzahlungen 135.815,67 0,00
II. Sachanlagen 1.055.382,70 1.517.978,33
1. Mietereinbauten 533.734,98 728.232,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 218.269,30 446.430,15
3. Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 303.378,42 343.315,52
III. Finanzanlagen 44.963,95 0,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 44.963,95 0,00
Summe 1.260.970,87 1.537.225,90

5.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 438 (im Vorjahr TEUR 1.489) enthalten. Diese Forderungen werden per Raten zurückbezahlt, bei denen auch im Jahr 2024 Zahlungen in Höhe von TEUR 170 erfolgen werden. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Posten in Höhe von TEUR 363 (im Vorjahr TEUR 278) und ein Kaufpreiseinbehalt aus der Beteiligungsveräußerung der A+ Videoclinic in Höhe von TEUR 299 (im Vorjahr TEUR 299) enthalten. Dieser wird im Geschäftsjahr 2024 fällig.

5.3 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 27.116 (im Vorjahr TEUR 22.872) besteht im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben bzw. Verpflichtungen für eingekaufte Wartungsleistungen von Cisco-Produkten und Lizenzen, die Folgejahre betreffen.

5.4 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 78 und ist eingeteilt in 78.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stückaktie (§ 8 Abs. 3 AktG). Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt. Die Gesellschaft hält weder direkt noch über Dritte eigene Aktien. Ein genehmigtes Kapital besteht nicht. Die Kusch Verwaltungs GmbH, Hamburg, hat uns mit Schreiben vom 27.06.2022 mitgeteilt, dass diese mit Wirkung zum 20.06.2022 sämtliche Aktien, 43.800 Stückaktien, des bisherigen Aktionärs Andreas Kusch übernommen hat. Dies entspricht einem prozentualen Anteil von 56,153846 % am Grundkapital.

5.5 Sonstige Rückstellungen

Im Geschäftsjahr wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.247 (im Vorjahr TEUR 1.937) gebildet.

Rückstellungen TEUR
Bonus/Tantieme 622
Ausstehende Rechnungen 28
Sonstige 11
Provisionen 347
Urlaub 126
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 88
Berufsgenossenschaft/Schwerbehindertenabgabe 14
Bereitschaft 11

5.6 Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passive Rechnungsabgrenzung in Höhe von TEUR 32.268 (im Vorjahr TEUR 27.659) besteht im Wesentlichen aus abgegrenzten Einnahmen bzw. Forderungen für verkaufte Wartungsleistungen und verkaufte zeitraumbezogene Nutzungsrechte für Software.

5.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des avodaq Konzerns betragen für die Geschäftsjahre ab 2024:

2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Miete 1.142 843 459
2027 Ab 2028 Gesamt
TEUR TEUR TEUR
Miete 371 1.173 3.988

5.8 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich zu TEUR 69.471 auf das Inland, zu TEUR 2.058 auf das EU-Ausland und zu TEUR 4.594 auf Drittstaaten.

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 76.123 verteilen sich wie folgt auf die Geschäftsbereiche:

2023 2022
TEUR TEUR
Projektgeschäft 59.122 63.060
Service 17.343 18.705
Sonstige Erlöse 386 0
Erlösschmälerungen -728 -395
Summe 76.123 81.370

5.9 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 76 aus der Auflösung von Rückstellungen, Abgängen aus dem Verkauf von Anlagevermögen sowie vereinnahmten Gutschriften enthalten. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2023 TEUR 388 für KFZ-Nutzung mit enthalten.

5.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein periodenfremder Ertrag aus Steuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 49 enthalten.

5.11 Währungsgewinne und -verluste

Aus Umrechnungsdifferenzen von US-Dollar Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben sich im Geschäftsjahr in den sonstigen betrieblichen Erträgen Gewinne aus Währungsumrechnung von TEUR 792 (im Vorjahr TEUR 757) (davon nicht realisiert TEUR 223) (im Vorjahr TEUR 1) sowie in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus Währungsumrechnungen von TEUR 880 (im Vorjahr TEUR 727) (davon nicht realisiert TEUR 273) (im Vorjahr TEUR 43).

6 SONSTIGE PFLICHTANGABEN

6.1 Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare, für die im Geschäftsjahr 2023 erbrachten Dienstleistungen des Prüfers des Jahresabschlusses betragen TEUR 80, TEUR 72 betreffen Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 Steuerberatungsleistungen.

6.2 Anzahl der Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 253 Angestellte (im Vorjahr 237) ohne Vorstand und Auszubildende beschäftigt.

Vertrieb 50
Advanced Solutions 77
Service Solutions 76
Software Development 11
Marketing 6
Verwaltung 33

6.3 Vorstand

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Andreas Kusch (Vorstandsvorsitzender) und Herrn Marc Schmidt (seit 01.04.2023) geleitet.

Auf die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. mit § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

6.4 Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2023 bestand der Aufsichtsrat ganzjährig aus folgenden Mitgliedern:

Herr Klaus Genssen (Vorsitzender) Unternehmensberater der Genssen Consulting, Bad Schwartau
Herr Thilo Rohde (stellvertretender Vorsitzender) Rechtsanwalt, Partner in der Kanzlei Boege Rohde Luebbehuesen, Ahrensburg
Herr Matthias Haeseler Steuerberater, Lübeck

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 56.

7 ERGEBNISVERWENDUNG

7.1 Bilanzgewinn der Muttergesellschaft

2023 2022
TEUR TEUR
Gewinnvortrag 6.143 5.658
Konzernjahresüberschuss 163 481
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen -74 4
Bilanzgewinn 6.232 6.143

In der Hauptversammlung am 07. Juni 2024 wurde beschlossen den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.232 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 05. Juli 2024

Andreas Kusch, Vorstandsvorsitzender / CEO

Marc Schmidt, Vorstand / COO

Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2023

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Der avodaq Konzern ist seit dem Jahr 2000 am Markt aktiv. Er hat seine Ursprünge in zwei jeweils im Jahre 1997 gegründeten Gesellschaften.

Die Unternehmensgruppe ist an den Standorten Hamburg, München, Frankfurt, Berlin, Stuttgart, Leipzig, Köln, Singapur, Manila, New York und London vertreten. Die Gesellschaften in Singapur (avodaq Pte Ltd), New York (avodaq Inc.) und London (avodaq Ltd.) sind 100%ige Tochtergesellschaften der avodaq AG. Der Standort Hamburg ist eine eingetragene Niederlassung. In Manila wurde 2021 eine Niederlassung eröffnet (avodaq AG Representative Office Philippines).

Der avodaq Konzern zählt zu den erfolgreichen Anbietern moderner Kommunikationslösungen in Deutschland. Die Kernkompetenzen der Gesellschaft liegen in der Systemintegration, umfangreichen Serviceleistungen und Softwareentwicklung. Das Projektgeschäft generiert Einnahmen aus Consulting-Dienstleistungen in der Systemintegration, der Softwareentwicklung sowie der Lieferung von Hard- und Software als auch Lizenzen. Das Servicegeschäft trägt zum Umsatz mit Wartung, Störungsbeseitigung und Managed Service bei.

Kunden des avodaq Konzerns sind Unternehmen aller Art und Größe. Der Konzern kann den Bedarf einer Vielzahl von Unternehmen an internationaler Kommunikation und einheitlichen Plattformen bedienen. Die Präsenz der Unternehmensgruppe in den drei wichtigsten Wirtschaftsräumen - Europa, Nordamerika und Asien - befähigt sie, die Anforderung des global agierenden Deutschen Mittelstands nach einheitlicher IT-Unterstützung in den Regionen lokal zu bedienen.

Unsere Lösungen konzentrieren sich auf die Säulen der IT-Infrastruktur: IT-Sicherheit, Rechenzentrum (RZ), Cloud, Netzwerk, Infrastrukturmanagement und Anwendungen für umfangreiche Echtzeitkommunikation (Collaboration). Hinzu kommen Programme und Anwendungen, die in der hauseigenen Softwareentwicklung programmiert werden.

Für das RZ bieten wir Server, Speicher und spezielle Hochleistungs-Switche an, die die Rechneranwendungen erzeugen, die den Benutzern zur Verfügung stehen und Daten speichern. IT-Dienste und Anwendungen in der Cloud werden nicht im eigenen RZ vorgehalten, sondern werden über das öffentliche Internet erreicht und bedient. Unsere Softwareentwicklung verbindet, unter Beachtung von Sicherheit und Datenschutz, die Anwender unserer Kunden mit den gewünschten Diensten in der Cloud. Im Netzwerk verbauen und konfigurieren wir Koppelgeräte (Router, Switche, Wireless Access Points), die die Datenübertragung im Unternehmen selbst oder beim Service Provider gewährleisten. Bei Collaboration werden den Kunden eine gemeinsame Kommunikationsbasis über die Medien Sprache (Telefon), Video, Conferencing oder integrierte Anwendungen offeriert. In diesem Sektor ist im Schwerpunkt auch Change-Management angesiedelt, das den Benutzern die Handhabung und Einsatzszenarien erklärt und in Schulungen vermittelt. Für den Schutz von Daten, IT-Infrastruktur, Anwendungen und Anwendern bieten wir IT-Sicherheitslösungen, wie zum Beispiel Firewalls oder Virenschutz, an.

In der Softwareentwicklung programmieren wir zudem Anwendungen für Automatisierungszwecke.

Auf der Beschaffungsseite besteht durch langfristige Verträge und das gewählte Partnermodell ein enges Netzwerk mit dem strategischem Partner Cisco. Im Service- und Dienstleistungsbereich beschäftigen wir hochqualifizierte Mitarbeiter, um die Herausforderungen unserer Kunden zu bedienen.

1.2 Ziele und Strategien

1.2.1 Langfristige Ziele und Rahmenbedingungen

Stabiles und ertragreiches Wachstum über dem Marktdurchschnitt ist das langfristige Ziel des Konzerns. Der Erfolg soll sich in Umsatz, Anzahl der Schlüsselkunden und fortschrittlichen Lösungskompetenzen widerspiegeln. Ein besonderes Augenmerk gilt den wiederkehrenden Ertragssegmenten wie Managed Services und Lizenzerlöse. Aus dem dienstleistungsorientierten Geschäftsmodell erwarten wir uns ein profitables Wachstum. Der Automatisierungsgrad und die Möglichkeiten zur Auswertung der Geschäfte im Unternehmen sind stetig zu erhöhen, um die Handhabbarkeit komplexer werdender Geschäftsprozesse unter Kontrolle zu behalten.

Erweiterte gesetzliche Rahmenbedingungen, Cybercrime sowie üblicher werdende Regeln und Prozesse des Marktes als auch Markthemmnisse beeinflussen vermehrt unsere Zielsetzungen und unser Handeln. Zu nennen sind beispielsweise internationale Datenschutzregeln, die KRITIS-Verordnung des Bundes, die stark gestiegene Bedrohungslage durch Cybercrime, unsichere Beschaffungslagen bei Waren der IT-Industrie oder Gebäudeausstattung, Nachweispflichten über die Einhaltung üblicher Unternehmensrichtlinien oder Umweltstandards.

1.2.2 Entwicklungen 2023

Das Budgetziel des avodaq Konzerns für 2023, die Umsatzerlöse des Vorjahres höchstens um 8,7 % zu verfehlen, wurde mehr als erreicht. Im umkämpften Marktumfeld und aufgrund aktueller und vergangener Krisen ist die leichte Steigerung des Umsatzes von 2,5 % im Jahresvergleich ein erfreuliches Resultat.

Ein schlechter Jahresstart konnte durch Restrukturierungen, Kostenersparnisse und Optimierungen unserer Prozesse aufgeholt werden. Wir erwarteten ein deutlich spürbares negatives Betriebsergebnis, welches wir auf Jahressicht mit einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 12 deutlich übertreffen konnten.

Der gestiegene Zins in Folge von Krieg und Pandemie und die schwächelnde deutsche Wirtschaft führte zu Aufschüben bei Investitionsentscheidungen unserer Kunden und somit zu einem geringeren Auftragseingang als erwartet. Dies macht sich ebenfalls in einem Umsatzrückgang bei unserem Hersteller Cisco bemerkbar.

Ein weiteres Ziel ist die fortdauernde Positionierung als High-Tech IT-Dienstleister am Markt. Dadurch wird eine Differenzierung von den konkurrierenden Anbietern erreicht und ein passendes Angebot für qualitätsorientierte Kunden geschaffen. So belegte die avodaq AG im Jahr 2023 in einer Umfrage von Channelpartner & Computerwoche in der Kategorie "Bester IT-Dienstleister" bei der Umsatzklasse 50 - 250 Mio. EUR den 7. Platz. Unser wichtigster Partner Cisco Systems hat die avodaq AG ebenfalls ausgezeichnet. Auf dem jährlich stattfindenden Global Partner Summit in den USA wurden wir für Deutschland mit dem "Application Experience Partner of the Year" Award ausgezeichnet.

Zur Kundenzufriedenheit unserer Kunden trägt, neben der Qualität unserer technischen Lösungen, auch unsere Fachkräfte, die diverse Produkte entwickeln und vermarkten, bei. Sie bedienen den Bedarf an Unterstützung bei betrieblicher Zusammenarbeit, Arbeitsplatzdesign, Digitalisierungsprozessen, IT-Sicherheitsfragen und betrieblichen Rahmenvereinbarungen.

Unsere Kunden gehen mehr und mehr dazu über, ihre internen IT-Abteilungen zu reduzieren oder sogar darauf zu verzichten. IT-Abteilungen werden verkleinert oder outgesourct und originär interne Aufgaben auf externe Anbieter verlagert. Damit einhergehend existiert in vielen Unternehmen eine Cloud-First-Strategie, die den Bezug von Anwendungen und Diensten aus der Cloud priorisiert. Bekannte Beispiele für Cloudanwendungen sind Microsoft Office 365 oder Cisco Webex. Diesen Marktveränderungen tragen wir Rechnung durch den massiven Aufbau von Know-how in cloudrelevanten Themengebieten. Diese Entwicklungen führten dementsprechend auch zu einer Verschiebung der Auftragseingänge im Hardwarebereich hin zu unserem Lizenzgeschäft.

Die Veränderungen am Markt, u.a. ausgelöst durch Cloud, Automatisierung, neuartige Analysemethoden, wie Maschine Learning (ML) oder Artificial Intelligence (AI), für extrem große Datenmengen (Big Data) oder das Internet der Dinge, beeinflussen Kundenanforderungen und -bedürfnisse. In der Folge ergeben sich auch für die avodaq strategische Veränderungen. So wird die Nachfrage nach kundenseitigen Installationen in einigen Branchen schrittweise durch Cloud-Angebote ersetzt werden.

Ein weiterer Strategiebaustein liegt in der Fortbildung unserer Mitarbeiter.

1.3 Steuerungssystem

Das finanzielle Steuerungssystem konzentriert sich auf die Kennzahlen der betriebswirtschaftlichen Auswertung, im Wesentlichen Umsatzerlöse und Ergebnis vor Steuern. Die Kenngrößen der Prognosen im CRM-System sind die Umsatzerwartung und die Art des Geschäfts. Daraus können Erstellungskosten abgeleitet werden, die wiederum einen zuverlässigen Rückschluss auf die Margen gewährleisten. Aus dem Lizenzgeschäft resultierende periodengerechte Abgrenzungen geschehen automatisiert, sodass die korrekte Periodenabgrenzung sichergestellt wird.

1.4 Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung des Geschäfts erfolgt typischerweise aus der Beobachtung des Marktes sowie der Adaption an neue Produkte und Lösungen des Herstellers Cisco Systems. Darüber hinaus setzt der Konzern auch auf die Entwicklung eigener Lösungen, die mittels Software erstellt werden können. Unsere bereits bewährte CARY-Videobesuchslösung in der Altenpflege konnten wir zur telemedizinischen Plattform CARY Medical weiterentwickeln. Diese hat die Marktreife erreicht und ist in Verbindung mit der Kommunikationslösung Cisco Webex eine der wenigen in Deutschland, deren Datenschutzstandard vom Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) mit dem BSI C5-Zertifikat bestätigt wurde. Außerdem ist das geschaffene Produkt vom TÜV abgenommen und bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) als auch beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) zertifiziert.

Für die kontinuierliche Weiterentwicklung der verwendeten Technologie-Stacks der Software-Entwicklung, der aktiven Unterstützung von Open Source Bibliotheken und der Erprobung von innovativen Technologien im Bereich von Web3 beschäftigten wir ein Team mit bis zu fünf FTEs. Insgesamt fiel im Geschäftsjahr 2023 ein mittlerer sechsstelliger Betrag für Forschungs- und Entwicklungskosten an. Dieser betrifft im Wesentlichen den Personalbereich.

Ein weiteres neu entstandenes Produkt ist ein leicht zu bedienendes und binnen Minuten einsatzbereites Videoaufnahmestudio.

Forschungsarbeiten erfolgen im Themenkomplex "New Work". New Work ist ein breit verwendeter Begriff, der die durch die in der Pandemie veränderten Arbeitsweisen adressiert. Dabei spielen Homeoffice, Remotezusammenarbeit oder Orts- und Zeitunabhängigkeiten eine wesentliche Rolle.

2 Wirtschaftsbericht

Die folgenden Zahlen basieren auf den Ergebnissen der avodaq Unternehmensgruppe. Beträge in Klammern () entsprechen den Vergleichswerten 2022.

2.1 Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Nachfragesituation im Projektgeschäft waren durch ein zurückhaltendes Kaufverhalten unserer Kunden bestimmt. Sie investieren mit mehr Bedacht und in längeren Entscheidungszyklen als in den Vorjahren. Hinzu kam die permanente Unsicherheit im Hinblick auf die zukünftigen Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Während des gesamten Geschäftsjahres war, insbesondere im umkämpften Hardwarebereich, ein sehr starker Konkurrenzkampf mit hohem Preisdruck zu verspüren, welcher sich in der Branchenstudie von BITKOM, welche im Januar 2024 herausgegeben wurde, für das Jahr 2023 in einem im Vorjahresvergleich in Höhe von 5,4 % fallenden Marktvolumen bei IT-Hardware ablesen lässt.

Im Jahresverlauf verbesserten sich die Lieferzeiten seitens der Hersteller und der Distributoren. Mittlerweile sind Lieferzeiten von im Durchschnitt zwei bis drei Monaten üblich.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 ist nach einem schwachen Start für die avodaq Gruppe zufriedenstellend verlaufen. Durch umgesetzte Kosteneinsparungen, die im zweiten Halbjahr zu wirken begannen, konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 146 erzielt werden.

Der Umsatz des gesamten Jahres 2023 belief sich auf TEUR 76.123 (TEUR 81.370). Hauptsächlicher Grund für den Rückgang im Umsatz ist die verringerte Nachfrage im Bereich von Hardware. Allgemein belastete uns die Eintrübung des allgemeinen wirtschaftlichen Ausblicks in Deutschland. Dies zog im Geschäftsjahr 2023 eine nachlassende Nachfrage im Bereich der Kunden aus dem Mittelstand nach sich. Außerdem beeinträchtigte uns im öffentlichen Sektor die anhaltende Diskussion um die angespannte Haushaltslage auf Bundesebene, welche die Investitionen unserer Kunden in diesem Bereich aufschob.

Im Geschäftsjahr 2023 konnte, wie im Vorjahr mit 19 Kunden jeweils ein Umsatz von mehr als einer Million Euro generiert werden.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das Ergebnis erwirtschaftete sich aus dem Projekt- und dem Servicegeschäft.

Die Unternehmenszahlen für das Geschäftsjahr 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

Der Jahresumsatz von TEUR 76.123 (TEUR 81.370) liegt 2,4 % unter dem Budget des Konzerns und 6,5 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Ergebnis vor Steuern liegt mit TEUR 146 unter dem des Vorjahres, aber konnte den budgetierten Betrag des avodaq Konzerns von TEUR -333 deutlich übertreffen.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 164 (TEUR 481) und liegt deutlich über dem budgetierten Zielwert von TEUR -755.

Die Anzahl der Mitarbeiter sank im Laufe des Jahres von 281 im Januar auf 273 zum Jahresende 2023, was einem Rückgang von 2,8 % entspricht. Die inflationsbedingte Erhöhung der Personalkosten wirkt sich beträchtlich auf die Ergebnisentwicklung aus. Der Personalaufwand betrug TEUR 22.113 (TEUR 21.155).

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen, u.a. Reisekosten, beliefen sich auf TEUR 6.248 (TEUR 6.825) und sanken über das Jahr aufgrund der getroffenen Maßnahmen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Konzerns war mit TEUR 4.538 (TEUR 1.132) positiv. Die Erhöhung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit ist vor allem auf Mittelzuflüsse aus der Minderung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und dem Anstieg der passiven Rechnungsabgrenzungsposten zurückzuführen.

Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen insgesamt TEUR 384 (TEUR 671). Diese flossen in unsere IT für Lizenzen, Auf- und Umrüstungen der zentralen Systeme sowie in die Arbeitsplatz- und Mitarbeiterausstattung.

Die Eigenkapitalquote beträgt 17,4 % (17,7 %). Das Eigenkapital beläuft sich auf einen Betrag von TEUR 7.414 (TEUR 7.262). Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt TEUR 42.584 (TEUR 41.053).

Die Aktivseite ist wesentlich von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.971 (TEUR 14.413) und dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 27.116 (TEUR 22.872) geprägt. Grund für den Rückgang des Forderungsbestandes ist das geringere Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 876 (TEUR 3.063). Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte durch die zeitnahen Zahlungen der Kunden und die dadurch gestiegenen Bankguthaben erreicht werden.

Die Aktivseite zeigt außerdem immaterielle Vermögensgegenstände von TEUR 161 (TEUR 19) sowie Sachanlagen im Umfang von TEUR 1.055 (TEUR 1.518). Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände ist auf geleistete Anzahlungen für ein neues Servicetool zurückzuführen. Die Sachanlagen haben sich aufgrund von Abschreibungen verringert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 27.116 (TEUR 22.873) ist auf die Abgrenzung periodenübergreifender Wartungsverträge mit Lieferanten und Softwareabonnements zurückzuführen. Dem gegenüber stehen passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 32.268 (TEUR 27.659) aus periodenübergreifenden Wartungsverträgen mit den Kunden und verkauften Softwareabonnements mit zukünftiger Laufzeit. Der wachsende Umsatzbereich Lizenzen ist die Ursache für die ansteigenden Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Passivseite ist neben den oben genannten Verbindlichkeiten durch Rückstellungen geprägt. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.247 (TEUR 1.937) sind im Wesentlichen dem Personalbereich (Zahlungen aus Provisions- und Zielvereinbarungen und Tantiemen) zuzuordnen. Der Rückgang ist mit dem Ausbleiben eines höheren Betriebsergebnis zu erklären. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten sind aufgrund Tilgungen erneut stark gesunken auf TEUR 211 (TEUR 421).

Durch den positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 4.538 sowie die zum Bilanzstichtag verfügbaren liquiden Mittel von TEUR 4.958 besteht aus Sicht des Vorstands ausreichende Liquidität, um die fälligen Verbindlichkeiten stets zeitnah bedienen zu können. Des Weiteren bestehen über nicht ausgenutzte und verfügbare Kreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 2.549 weitere Möglichkeiten kurzfristig Liquidität zu beschaffen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei den bestehenden Kreditlinien (Kontokorrentkredite) keine Laufzeit vereinbart ist.

Insgesamt fällt die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres 2023 unter den besonderen Umständen der Wirtschaft, die in den Rahmenbedingungen und im Geschäftsverlauf erörtert wurden, zufriedenstellend aus.

2.4 Geschäftsbereich: Projekte

Die Erlöse in Höhe TEUR 59.122 (TEUR 62.453) hatten einen moderaten Rückgang zu verzeichnen, der dem Rückgang des Marktvolumens im ITK-Markt in Deutschland auf Basis, der vom Branchenverband BITKOM im Januar 2024 herausgegebenen Marktstudie im IT-Hardware Bereich in Höhe von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Es besteht bei unseren Kunden immer mehr die Notwendigkeit, nicht zuletzt getrieben durch die Coronakrise, Geschäftsvorgänge zu digitalisieren. Dies forciert einerseits eine steigende Nachfrage nach Diensten aus der Cloud, aber auch Investitionen in eigene sichere IT-Infrastruktur gehen mit der Digitalisierung einher. In einigen Fällen sprechen berechtigte Datenschutzgründe oder Regularien gegen eine Lösung aus der Cloud. Dies macht sich im Bedarf nach unseren klassischen Angeboten aus der IT-Infrastruktur bemerkbar. Ein Wandel zu mehr Lizenzerlösen und weniger tatsächlicher Hardware ist allerdings schon Gegenwart und wird uns noch lange begleiten.

2.5 Geschäftsbereich: Service

Service erlöste mit TEUR 17.343 (TEUR 18.705) 7,3 % weniger als im Vorjahr.

Die überdurchschnittlichen Margen im Servicebereich zeichnen diesen Geschäftsbereich im Besonderen aus. Mit 22,8 % (23,0 %) vom Gesamtumsatz trägt Service durch die langfristigen Verträge erheblich zur Stabilität des Unternehmens bei.

3 Chancen- und Risikobericht

3.1 Risikomanagementsystem

Das beim avodaq Konzern bestehende interne Kontroll- und Risiko-Managementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst Richtlinien, Vorgehensweisen und Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass die Rechnungslegung den einschlägigen Gesetzen und Normen entspricht. Die wesentlichen Merkmale können wie folgt beschrieben werden:

Die Unternehmensgruppe verfügt neben einem Geschäftsverteilungsplan über eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur.

Die Funktionen, der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche, sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind eindeutig zugeordnet.

Die Integrität und Verantwortlichkeit in Bezug auf Finanzen werden sichergestellt, indem eine Verpflichtung dazu in die gesellschaftseigenen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) aufgenommen wurde.

Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.

Ein adäquates Richtlinienwesen (zum Beispiel Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert.

Bei allen zahlungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden. Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind (insbesondere Berechtigungskonzept und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher. Im Einzelnen wird damit organisatorisch unterstützt, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird vorgesorgt, dass Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

3.2 Risikoidentifikation, -analyse und -dokumentation

Zur Identifikation und Analyse der Risiken führt der Vorstand regelmäßig eine Erhebung der aktuell bestehenden Risiken durch. Zu den obersten Zielen des Risikomanagements zählen das rechtzeitige Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken sowie das Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, um etwaige Schadensfolgen aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen zu minimieren beziehungsweise abzuwenden. Zur Dokumentation, Analyse, Bewertung, Quantifizierung, Steuerung und Kontrolle hat avodaq eine Risikomatrix erstellt, die regelmäßig vom Vorstand aktualisiert und überwacht wird.

Bei der Risikobewertung geht der avodaq Konzern wie folgt vor: Zunächst werden einzelne Risiken identifiziert. Die identifizierten Einzelrisiken werden anschließend nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe bewertet. Dabei werden Schwellenwerte definiert und Kategorien gebildet. Die Darstellung der Risiken beziehungsweise ihres Schadenspotenzials sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt als Nettodarstellung, also nach der Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen.

Die Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit anhand folgender Kategorien und Prozentsätze unterschieden: (1) < 1 % unbedenklich, (2) 20 % moderat, (3) 50 % mittel, (4) 80 % hoch, (5) > 99 % sehr hoch.

Hinsichtlich der potenziellen Schadenshöhe findet eine Differenzierung anhand der folgenden Kategorien und quantitativen Schwellenwerten statt: (1) < TEUR 250 unbedenklich, (2) um TEUR 500 moderat, (3) um TEUR 1.000 mittel, (4) um TEUR 2.000 hoch, (5) > TEUR 4.500 sehr hoch.

3.3 Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Mit Lieferanten und dem strategischem Partner Cisco besteht ein enges Netzwerk, wobei kein Lieferant, mit Ausnahme von Cisco, eine beherrschende Stellung einnimmt. Mit Cisco besteht durch langfristige Verträge und das gewählte Partnermodell eine enge Verbindung. Wesentliches Erfolgskriterium der avodaq Unternehmensgruppe sind die überdurchschnittlich gut ausgebildeten Mitarbeiter. Die Expertise konnte mit dem erfolgreichen Abschluss der Master-Networking-Spezialisierung von Cisco im Geschäftsjahr 2023 erneut unter Beweis gestellt werden. Der Abschluss ist die höchste und bedeutendste Auszeichnung von Cisco im Bereich Networking. Ein großer Teil der Senior Consultant Engineers bei der avodaq verfügt über die international höchste Auszeichnung im Netzwerkumfeld, die CCIE-Qualifikation (Cisco Certified Internetwork Expert). Der Konzern steht aufgrund des Fachkräftemangels vor der Herausforderung, ausreichend geschultes Personal zu finden und halten zu können. Das Risiko ist mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und mittlerer Schadenshöhe zu bewerten.

Daneben stellt das Risiko der Störung der Beziehungen zum Hauptlieferanten Cisco ein sehr hohes Risiko bezüglich der Schadenshöhe dar, ist jedoch bezüglich der Eintrittswahrscheinlichkeit unbedenklich.

Die stetig wachsende Bedrohungslage aus dem Internet per Cybercrime hat den Vorstand dazu veranlasst, das Thema Security strategisch weiter zu forcieren. So wird z.B. die Zertifizierung nach ISO 27001 in 2024 reauditiert, welches die Überprüfung und Verbesserung von Sicherheitsmaßnahmen beinhaltet. Cybercrime stellt sowohl in Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Schadenshöhe ein mittleres Risiko für die Unternehmensgruppe dar.

Die beschriebenen Risiken sind für den Konzern grundsätzlich mit einem Liquiditätsrisiko verbunden, dem der Vorstand durch eine aktive Überwachung und Steuerung Rechnung trägt. Aufgrund der guten Ausstattung mit Liquidität und Eigenkapital, der weitgehend zufriedenstellenden geschäftlichen Entwicklung und der weiterhin erkennbaren Nachfrage nach Lösungen der avodaq, ist derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko für die Unternehmensgruppe erkennbar. Der drohende Verlust von Eigenkapital in mittlerer Höhe ist aufgrund ausreichender potenzieller Maßnahmen mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit einzustufen.

Die Geschäftslage ist durch eine Vielzahl von Herausforderungen geprägt. Der Krieg in der Ukraine, die Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten, die sich verändernde globale Wirtschaftsordnung sowie die Belastungen durch hohe Energiepreise, Inflation und Finanzierungskosten lassen keine Ruhe in die Wirtschaft einkehren. Kunden könnten ihre Investitionstätigkeiten weiter reduzieren oder aufschieben, Bezahlungen später als üblich leisten oder gar ausfallen lassen. Dies stellt für den Konzern ein mittleres Risiko mit moderater Eintrittswahrscheinlichkeit dar.

Es existieren enge und langjährige Geschäftsbeziehungen mit wichtigen Kunden. Entscheidungen einzelner Kunden können negative Einflüsse auf die Situation der Unternehmensgruppe haben. Ziel der Geschäftsleitung ist es, weitere umsatzstarke Kunden zu akquirieren und mit ihnen eine ebenso enge und langfristige Beziehung aufzubauen.

Den geschilderten Chancen den Umsatz zu steigern, die im Wesentlichen auf vertrieblichen Erfolgen, Kundenbindung und inflationsbedingten Preissteigerungen beruhen, stehen bei ausbleibenden Erfolgen entsprechende Risiken gegenüber. Mit aktiver Qualitätssicherung bei der Projektumsetzung und einer veränderten Sales-Strategie sowie der Verbesserung des CRM-Systems versucht der Vorstand die Erfolgsaussichten zu optimieren.

Die weltweite Halbleiterknappheit hat sich im Laufe des Jahres stetig verbessert und es scheint, als könnten wir in Zukunft Kundenbedürfnisse wieder schneller bedienen. Lieferzeiten von Hardware haben sich im Durchschnitt bei circa 2-3 Monaten eingependelt und sind wieder planbarer geworden. Im Moment ist diese Thematik moderat in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe zu bewerten.

Spürbarer werden die seitens der Hersteller immer mehr favorisierten Lizenznutzungsmodelle. Dabei wird kein Eigentum, sondern nur noch ein Nutzungsrecht für einen Zeitraum zur Verfügung gestellt. Erträge daraus werden zu Vertragsbeginn nicht in voller Summe realisiert, sondern werden periodengerecht über die Laufzeit abgegrenzt. Der Konzern federt das finanzielle Risiko aus potenziellen Vorfinanzierungen mit Partnern aus der Finanzindustrie ab. Das sich verändernde Geschäftsmodell der avodaq stellt ein moderates Risiko dar, welches eine Pause beim Wachstumskurs im Personal und Umsatz für 2024 zur Folge haben könnte. Dem Risiko wird durch diverse Maßnahmen und verstärktem Kostenbewusstsein zur Sicherung des Konzerns entgegengewirkt. Darin beinhaltet ist ein enger Austausch mit dem Aufsichtsrat über die vom Controlling festgestellten Prognosen des zukünftigen Geschäfts.

Bei der Bewertung des finanziellen Risikos für die Unternehmensgruppe ist der Substanz besondere Beachtung zu schenken. Die gute Eigenkapitalausstattung und vorhandene Liquidität sichern den Konzern auch gegen schwerwiegende Marktverwerfungen ab. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Kosten, insbesondere die dominierenden Personalkosten, schnell ggf. über Kurzarbeit bedeutend zu reduzieren. Auf der Einnahmenseite sichern langfristige Serviceverträge eine enge Kundenbindung und ermöglichen einen kontinuierlichen Mittelzufluss. Selbst bei einem langfristig starken Einbruch des Projektgeschäfts würde die Eigenkapitaldecke des Konzerns noch weit tragen können. Nach derzeitigem Kenntnisstand hat die Unternehmensgruppe genügend Liquidität, um sich über die Zeit an die sich verändernden Bedingungen geeignet anzupassen. Home-Offices, Remote Zusammenarbeit, Onlineshopping und vieles andere mehr sind essenzielle Themen für einen jeden unserer Kunden. Wir erleben veränderte Nachfrageschwerpunkte in einem von neuen Einflüssen geprägten Marktumfeld. Für viele Anforderungen bieten wir Lösungen bereits an oder wir können sie mit unserer gewachsenen Softwareentwicklungsabteilung darstellen. Aktuell haben wir eine gute Beschäftigungslage.

Außerdem bestehen für den Konzern weitere Unwägbarkeiten u.a. in dem allgemeinen Preis-, Technologie-, Konkurrenz- sowie im Finanzierungsrisiko. Technologische Veränderungen bzw. Neuerungen können sich negativ auf die Preissituation oder die Auftragslage auswirken. Bei dem klassischen Systemintegrationsgeschäft der avodaq spüren wir Nachfragerückgänge, da sich die Bezugsmodelle unserer Kunden über die Cloud schneller als erwartet geändert haben. Das Risiko nicht schnell genug den neuen Bedürfnissen in den Technologien angepasst zu sein, bewerten wir als moderat, da wir die letzten Jahre verstärkt in diese Felder investiert und Knowhow aufgebaut haben. Das Finanzierungsrisiko wird durch Kreditlinien und bei größeren Projekten durch die Herstellerfinanzierung abgefedert. Es wird darauf hingewiesen, dass bei den bestehenden Kreditlinien (Kontokorrentkredite) keine Laufzeit vereinbart ist.

Dem Risiko von Devisenkursschwankungen begegnet der Vorstand mit einer monatlichen Überprüfung des Status und dem möglichen Abschluss von Devisentermingeschäften. Das Risiko ist in moderater Höhe mit unwahrscheinlichem Eintritt zu bewerten.

Es gelingt uns die Verteuerungen unserer Leistungen an die Kunden weiterzugeben, da die Nachfrage durch die fortschreitende Digitalisierung für alle Unternehmen weiterhin hoch ist. Allerdings belastet uns die Verkleinerung von angemieteten Büroräumen unserer Kunden sowie das Ausbleiben von Neubauten, weswegen das Potenzial zum Verkauf von Bürokommunikations-IT sinken könnte. Dennoch planen wir mit einem wieder ansteigenden Auftragseingang. Dafür haben wir die Strukturen im Vertrieb und in den lösungserstellenden Einheiten verbessert und erschließen neue, zukunftsträchtigere Geschäftsfelder. Außerdem sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen im öffentlichen Sektor Treiber unseres Geschäfts.

Die Inflation wird weiterhin zu ansteigenden Lohnforderungen führen. Wir begegnen den steigenden Personalkosten, indem wir zum Ausgleich unsere Dienstleistungspreise erhöhen und unsere Effizienz verbessern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe sind demnach unbedenklich.

Als Anbieter von gefragten Produkten und Lösungen hat die Unternehmensgruppe die Chance, überproportional in den Wachstumsfeldern zu profitieren. Die hohe Dichte an hochqualifizierten und flexibel einsetzbaren System-Ingenieuren ermöglicht es, neue Geschäftsbereiche erfolgreich anzugehen. Weitere Chancen bestehen im Gewinnen von Großkunden, die mit ihrem Potential einen signifikanten Hebel auf den Umsatz und das Betriebsergebnis der Unternehmensgruppe ausüben können.

Zusammenfassend sind die Risiken jedoch durch die beschriebenen Maßnahmen beherrschbar und stellen keine bestandsgefährdenden Risiken dar.

4 Ausblick

Das Jahr 2024 ist im ersten Quartal erwartungsgemäß negativ gestartet. Dies ist auf eine Vielzahl von Herausforderungen am Markt zurückzuführen. Für das 2. Quartal ist aus gleichem Grunde noch keine substanzielle Verbesserung der Ergebnissituation zu erwarten. Es besteht jedoch weiterhin große Nachfrage nach sicheren und hochautomatisierten IT-Infrastrukturen, was sich aus den hohen potenziellen Auftragsvolumina der nächsten Monate ablesen lässt. Unser Ziel ist es, nach dem Wachstumskurs der vergangenen Jahre, das Kerngeschäft zu stärken und die Effektivität im Konzern durch Prozess- und Personaloptimierung zu verbessern. Wir bauen unseren Vertrieb weiter aus, um unseren Auftragseingang und die Profitabilität zu steigern. Wir erwarten spätestens im zweiten Halbjahr 2024 eine Verbesserung der Ergebnisse. Dies spiegelt auch die erwartete Prognose der BITKOM für den ITK-Markt in Deutschland wider, welche von einem Marktwachstum für das Jahr 2024 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 von 4,4 % ausgeht.

Aufgrund der beschriebenen Herausforderungen erwartet die Unternehmensführung im Geschäftsjahr 2024 einen moderat steigenden Umsatz mit einem positiven Ergebnis vor Steuern von ca. 1,3 Mio. EUR bzw. Jahresüberschuss von ca. 1,0 Mio. EUR.

Die Unternehmensleitung ist optimistisch gestimmt, dass die Ziele erreicht werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

München, den 05. Juli 2024

Andreas Kusch, Vorstandsvorsitzender

Marc Schmidt, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die avodaq AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der avodaq AG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der avodaq AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 22. Juli 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Duschl, Wirtschaftsprüfer

Elke Klopsch-Rauhut, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats Geschäftsjahr 2023

Während des Geschäftsjahres 2023 (01. Januar bis 31. Dezember 2023) hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben wahrgenommen, er hat den Vorstand laufend überwacht und beratend begleitet. Über den gesamten Zeitraum gehörten dem Aufsichtsrat Herr Klaus Genssen als Vorsitzender und Herr Thilo Rhode als stellvertretender Vorsitzender sowie Herr Matthias Haeseler an.

Im Rahmen von vier ordentlichen und vier außerordentlichen Sitzungen während des Geschäftsjahres 2023 hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und über wesentliche Geschäftsvorgänge informiert. Die zustimmungspflichtigen Geschäfte wurden vom Aufsichtsrat beraten und verabschiedet. Des Weiteren hat der Vorstand ausführlich die Umsatz-, Ergebnis- und Investitionsplanung für das Geschäftsjahr 2023 sowie für die Folgejahre dargelegt und erläutert. Der Aufsichtsrat hat die vorgelegte Planung diskutiert und eingehend geprüft.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der avodaq AG zum 31. Dezember 2023 sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes und des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) erstellt worden. Die Gesellschaft ist gem. HGB im Berichtsjahr als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Aufsichtsrat hat für die Prüfung des Jahresabschlusses die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG, München, als Abschlussprüfer bestellt.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Sie waren Gegenstand der Sitzung des Aufsichtsrats am 07. Juni 2024, an der auch die Abschlussprüfer teilnahmen und für Fragen zur Verfügung standen. Dem Jahresabschluss der avodaq AG wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der avodaq AG, des Lageberichts sowie der Ergebnisse der Abschlussprüfung billigt der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der avodaq AG, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 von EUR 6.232.249,53 auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

Hamburg, 07.06.2024

Der Aufsichtsrat

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