MIMO GmbHLiquidiert
Am Mittleren Moos 11, 86167 Augsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Josef Steib seit 23.2.2016 | Geschäftsführer |
Mirco Wieck seit 1.6.2011 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Presse-Druck- und Verlags-GmbHAugsburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017Geschäftsmodell des Unternehmens Die Mediengruppe Pressedruck ist ein Familienunternehmen, das von der Presse-Druck- und Verlags-GmbH mit Sitz in Augsburg geführt wird. Die Geschäftsbereiche umfassen Tageszeitungen, Druckereien, Logistik, Direktwerbung, Briefgeschäft, Call-Center, Hörfunk- und Fernsehen und andere mediennahe Dienstleistungen. In den Jahren 2011 bis 2013 wurden die Geschäftsanteile der Mediengruppe Main-Post aus Würzburg und des Medienhauses Südkurier aus Konstanz erworben und die Unternehmen in die Mediengruppe Pressedruck integriert. Beide 100%-Töchter sind gleichfalls in den Geschäftsbereichen Tageszeitungen, Druckereien, Logistik, Direktwerbung, Briefgeschäft, Call-Center und andere mediennahe Dienstleistungen tätig und stärken damit die Marktanteile der Mediengruppe Pressedruck. Die Mediengruppe Pressedruck bietet ein crossmediales Produktportfolio und erreicht ihre Leser und Hörer in der Region über alle technisch verfügbaren Distributionskanäle. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Aufschwung in Deutschland und im Euro-Raum setzte sich auch 2017 fort, so der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ausgewiesen in seinem Jahresgutachten 2017/18. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Der Sachverständigenrat rechnet mit Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,0 % im Jahr 2017 und 2,2 % im Jahr 2018. Das Wachstum ist somit höher als das Potenzialwachstum von 1,4 %. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Überauslastung. Für den Euro-Raum wird ein Wachstum des BIP von 2,3 % im Jahr 2017 und 2,1 % im Jahr 2018 prognostiziert. 2. Branchenumfeld der regionalen Tageszeitungen Pro Erscheinungstag werden die gedruckten Zeitungen von 62,6 % der Bürger über 14 Jahren gelesen (davon Tageszeitungen: 57,9 % lt. Media-Analyse 2017). Gut 55 % der über 14-Jährigen (38,7 Millionen Unique User) sind auf den Websites der Verlage mindestens einmal im Monat unterwegs. Bei der mit gedruckter Lektüre nur schwer zu erreichenden Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen ist die Reichweite der Verlage im Netz seit Ende 2011 um 22 Prozentpunkte auf 74,7 % gestiegen. Zusammengefasst erreichen die Zeitungsmarken gedruckt und digital 61 Millionen Menschen bzw. 87 % der deutschsprachigen Bevölkerung (Quelle: Best 4 Planning 2017). Die Zeitungsbranche befindet sich weiter auf dem Weg der Digitalisierung, das zeigen die starken Zuwächse bei den e-Paper-Abonnements. Im klassischen Printabonnement sind die Auflagenzahlen leicht rückläufig. So betrug bei den lokalen und regionalen Abonnementzeitungen in Bayern der Rückgang der verkauften Auflage (Print + e-Paper) im 4. Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahresquartal -1,93 %. Die deutschen Zeitungsverlage verkauften im 4. Quartal 2017 insgesamt 17,95 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Erscheinungstag (Print + e-Paper). Die Tageszeitungen kamen dabei auf 14,4 Millionen Exemplare, die Wochenzeitungen auf 1,71 Millionen regelmäßige Verkäufe und die Sonntagzeitungen fanden wöchentlich 1,84 Millionen Käufer laut IVW. Auf Basis der Nielsen Erhebungen sind Zeitungen in Deutschland weiterhin nach dem Fernsehen der zweitgrößte Werbeträger. Der Anstieg in 2017 beträgt 0,9 %, während der gesamte Werbemarkt um 1,5 % wuchs. Die Nielsen-Zahlen berücksichtigen jedoch nicht die für die Zeitungen wichtigen Rubrikanzeigen. 3. Unternehmen 3.1. Presse-Druck- und Verlags-GmbH in Augsburg Der Geschäftsverlauf der Presse-Druck- und Verlags-GmbH wird maßgeblich durch die Entwicklung der Geschäftsbereiche Zeitungsvertrieb (Print- und e-Paper Auflage), Werbemarkt und Druckerei bestimmt. Die verkaufte Auflage der Augsburger Allgemeinen Nordausgabe betrug im 4. Quartal 2017 209.270 Exemplare, im 4. Quartal 2016 lag dieser Wert bei 213.167 Exemplaren. Damit weist die Augsburger Allgemeine mit -1,83 % einen der geringsten Rückgänge unter den regionalen und überregionalen Tageszeitungen in Deutschland aus. Die verkaufte e-Paper Auflage verbesserte sich im 4. Quartal 2017 gegenüber Vorjahr um 1.394 Stück (+ 9,17 %). Aufgrund dieser insgesamt stabilen Auflagenentwicklung und einer Abonnement-Preiserhöhung konnte 2017 ein Umsatzplus über alle Ausgaben von +1,8 % gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet werden. Auf das e-Paper bezogen betrug der Umsatzzuwachs +14,6 %. Der Umsatz bei den Anzeigen und Beilagen war 2017 leicht rückläufig. Das Umsatzminus betrug bei den Anzeigen -1,4 %. Rückläufig waren insbesondere die Rubrikenmärkte Kfz und Immobilien, wohingegen die lokalen Geschäftsanzeigen (+1,0 %), die Großformen des Handels (+1,3%) und, konjunkturbedingt, der Stellenmarkt zulegten. Der Beilagen-Umsatz war 2017 rückläufig, jedoch konnte bei den digitalen Werbeumsätzen erneut ein starker Zuwachs mit +18,4 % gegenüber Vorjahr erzielt werden. In der Druckerei umfasste die tägliche Druckauflage der Tageszeitung "Augsburger Allgemeine" und ihrer Heimatzeitungen durchschnittlich rund 207.000 Exemplare (204.895 Exemplare 4. Quartal 2017) und damit rund 5.700 Exemplare weniger als im Jahr 2016. Die Anzeigenblätter sind mit einer wöchentlichen Druckauflage von durchschnittlich 565.000 Exemplaren um rund 2.000 Exemplare über dem Vorjahresniveau. Insgesamt werden jährlich rund 255,3 Millionen Exemplare der Tageszeitung bzw. Wochenzeitung gedruckt. Der von der Druckerei erzielte Fremdumsatz entwickelte sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr stabil. Insbesondere das langfristige Vertragsmanagement wirkt sich positiv auf die Umsatzentwicklung aus. 3.2 Main-Post GmbH in Würzburg Die Main-Post GmbH ist mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen die führende Gesellschaft der Mediengruppe Main-Post, deren Hauptaufgabe die Herausgabe von Tageszeitungen ist. Über Tochtergesellschaften werden eigene wie fremde Produkte, darunter auch Briefsendungen, an Organisationen und Haushalte zugestellt. Weitere wesentliche Geschäftsfelder der Main-Post GmbH und ihrer Tochtergesellschaften liegen in der Vermarktung sonstiger Kernfähigkeiten an externe Auftraggeber. Dazu gehören im Wesentlichen die Erbringung von Satz- und Vorstufenleistungen sowie Call-Center- und Redaktions-Dienstleistungen. Weitere Umsätze fallen aus der Zustellung von Fremdzeitungen und Briefen an. Die Produkte werden überwiegend über Tochtergesellschaften verteilt. Die verkaufte Auflage der Main-Post GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaft MPO Medien GmbH betrug 2017 im Mittelwert 126.000 Stück (Print und Digital) und verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7 %. Damit lag die Mediengruppe Main-Post unter dem Bundestrend. Bei den Anzeigen und Beilagen war die negative Branchenentwicklung auch bei der Main-Post spürbar. Die Anzeigenumsätze verringerten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 %. Die Umsätze für Beilagen nahmen preisbedingt um 0,2 % zu. Auch die Interneterlöse erhöhten sich um 13,4 % im Jahr 2017. Die Hauptaufgabe der Druckerei besteht in der Herstellung der Tageszeitungen der "Main-Post" mit einer durchschnittlichen Druckauflage 2017 von rund 114.000 Exemplaren sowie der Anzeigenblätter der Main-Post GmbH mit einer wöchentlichen Auflage von rund 581.000 Exemplaren. Die Druckereiumsätze haben sich gegenüber dem Vorjahr um 15,0 % erhöht. 3.3 SÜDKURIER GmbH in Konstanz Die operative Geschäftstätigkeit der SÜDKURIER GmbH konzentriert sich auf die Herausgabe der Tageszeitung SÜDKURIER einschließlich als Bote sowie in zunehmendem Maße auf Online-Medien. Telekommunikationsdienstleistungen und Print-Nischenprodukte runden das Portfolio ab. Neben dem operativen Geschäft ist die SÜDKURIER GmbH gleichzeitig Holding für weitere Tochterfirmen. Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften umfasst die Herausgabe von Anzeigenblättern und Online-Medien, Call-Center-Dienstleistungen, Druckereigeschäft (Rotations- und Bogendruck), Logistik und Direktverteilung sowie Post- und Produktionsdienstleistungen. Die verkaufte Auflage des SÜDKURIER betrug 2017 im Mittelwert rund 119.467 Stück (Print und Digital) und ist gegenüber dem Vorjahr im Branchentrend gesunken. Die Werbeerlöse der Tageszeitung gingen in 2017, nach einem nahezu stabilen 2016, etwas stärker als im Branchentrend zurück. Die sonstigen Erlöse blieben konstant. Die Anzeigen- und Beilagenerlöse der Printprodukte reduzierten sich um -5,1 % zum Vorjahr, die digitalen Werbeerlöse verbesserten sich um 3,9 %. Die Ertragskraft der Tochterunternehmen des SÜDKURIER hat sich zum Vorjahr insgesamt kaum verändert. Die Anzeigenblätter machten, nach deutlichen Ertragssteigerungen in den Vorjahren, in 2017 eine Seitwärtsbewegung. Logistik und Digitales schlossen geringfügig schwächer ab, der zweite Bereich v.a. aufgrund investiver Aufwendungen in künftiges Wachstum. Die Druckereien haben sich zum Vorjahr verbessert. Bei den Logistikunternehmen besteht durch die kurzfristige Beschäftigung von Zustellern ein potentielles Risiko der Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen. Dem Risiko wurde in Form einer Rückstellung bei den jeweiligen Unternehmen Rechnung getragen. 3.4 Personal- und Sozialbereich der Mediengruppe Pressedruck In 2017 beschäftigte die Mediengruppe Pressedruck im Jahresdurchschnitt 1.950 Mitarbeiter, die Mediengruppe Main-Post 1.189 Mitarbeiter und die SÜDKURIER-Gruppe 917 Mitarbeiter. Schwerpunkte der Personalarbeit sind vornehmlich die Mitarbeitergewinnung und -bindung, das Gesundheitswesen sowie das Personalkostenmanagement. Alle Mitarbeiter der Presse-Druck- und Verlags-GmbH werden unabhängig ihres Geschlechts entsprechend der ausgeübten Tätigkeit nach den gültigen und einschlägigen Tarifverträgen vergütet. Differenzierungen gibt es lediglich über individuelle Zulagen, wenn zusätzliche Funktionen übernommen werden. Ein weiterer Bedarf an Maßnahmen zur Sicherstellung der Entgeltgerechtigkeit besteht nicht. 4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Mediengruppe Pressedruck 4.1 Ertragslage Die konsolidierten Umsätze der einzelnen Geschäftsbereiche betragen EUR 479,0 Mio. (Vj. EUR 475,7 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Umsätzen in den Bereichen Verlag und Logistik. Die Konzernumsätze verteilen sich auf die jeweiligen Geschäftsfelder folgendermaßen (in EUR Mio.).
Der Gesamtaufwand im Geschäftsjahr 2017 beläuft sich auf EUR 471,0 Mio. (Vj. EUR 465,8 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um EUR 0,1 Mio. auf EUR 6,0 Mio. (Vj. EUR 6,2 Mio.) verringert. Der Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt EUR 28,9 Mio. (Vj. EUR 29,5 Mio.). Der Personalaufwand beträgt EUR 237,9 Mio. (Vj. EUR 238,7 Mio.). Die Quote des Personalaufwands bezogen auf die Gesamtleistung liegt bei rund 49,6 % (Vj. 49,2 %). Die Abschreibungen belaufen sich auf EUR 39,2 Mio. (Vj. EUR 36,0 Mio.). Die Zunahme entsteht im Wesentlichen durch die Abschreibung der neuen SAP-Software. Im Geschäftsjahr werden EUR 1,3 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen im Wesentlichen für aktuell nicht genutzte SAP Bestandteile ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 63,4 Mio. (Vj. EUR 61,7 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus externer IT-Anwendungsbetreuung und gestiegenen Software Wartungskosten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 15,8 Mio. (Vj. EUR 19,2 Mio.). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres liegt bei EUR 9,7 Mio. (Vj. EUR 11,8 Mio.). 4.2 Finanzlage Die liquiden Mittel betragen EUR 18,5 Mio. (Vj. EUR 23,7 Mio.). Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt EUR 40,7 Mio.. Der Mitteleinsatz aus Investitionstätigkeit beträgt EUR -16,2 Mio. Im aktuellen Jahr beträgt der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit EUR -30,3 Mio. Die Liquiditätssteuerung der Mediengruppe Pressedruck erfolgt zentral und stellt damit die Mittelversorgung sämtlicher Konzernunternehmen sicher, damit diese jederzeit den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Es bestehen langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 52.856. Davon sind TEUR 9.013 innerhalb eines Jahres fällig. Mit der UniCredit besteht eine Vereinbarung, dass Kreditmittel bis zu TEUR 10.000 aufgenommen werden können. Im Berichtsjahr 2017 wurde TEUR 7.000 nicht in Anspruch genommen. 4.3 Vermögenslage Die Konzernbilanzsumme beträgt EUR 384,6 Mio. (Vj. EUR 411,0 Mio.). Die Konzernbilanz zeigt folgende Struktur (Kurzfassung in EUR Mio.)
Die Eigenkapitalquote liegt bei 45,0 % (Vj. 42,2 %). Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Bereich des Sachanlagevermögens EUR 12,9 Mio. und im Bereich Immaterielle Vermögensgegenstände 9,2 Mio. investiert. Ein großer Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen betraf Investitionen für technische Anlagen und Maschinen sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionen für die Immateriellen Vermögensgegenstände betrafen im Wesentlichen die Software SAP. Zum Jahresende besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 3.435. Dies betrifft im Wesentlichen mit TEUR 2.435 Limitbestellungen, mit TEUR 790 Retrofit der Weiterverarbeitungs-Steuerung und mit TEUR 64 Retrofit der Postlinie. Zusammenfassung zur wirtschaftlichen Lage Die finanziellen Rahmenbedingungen der Mediengruppe Pressedruck sind insgesamt sehr gut. Der Konzern verfügt über ein solides, finanzielles Fundament. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Mediengruppe Pressedruck erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein EBIT in Höhe von EUR 22,1 Mio. In Prozent vom Umsatz gerechnet beträgt das EBIT somit 4,6 %. Das EBIT berechnet sich aus dem Jahresüberschuss vor Zinsergebnis und Ertragsteuern. Aperiodische Steuern werden ebenfalls nicht in die Berechnung einbezogen. Das EBITDA errechnet sich dagegen aus dem Jahresüberschuss vor Abschreibungen, Zinsergebnis und Ertragsteuern. Das erzielte EBITDA beträgt EUR 61,4 Mio. d.h. 12,8 % vom Umsatz. 6. Prognose, Chancen- und Risikobericht der Mediengruppe Pressedruck 6.1 Prognosebericht der Mediengruppe Pressedruck Zum Jahresauftakt 2018 ist das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf den höchsten Stand seit sieben Jahren geklettert. Der Indexstand für das erste Quartal beträgt nun 118 Punkte - das sind knapp vier Punkte mehr als im Schlussquartal 2017. Damit liegt das Konjunkturbarometer weit über der 100-Punkte-Marke, bei der ein Wachstum von 0,3 Prozent, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht, zu erwarten wäre. Dementsprechend dürfte die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr deutlich kräftiger zulegen - nach 0,6 Prozent im vierten Quartal 2017 um voraussichtlich 0,7 Prozent im ersten Quartal 2018, jeweils im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr. Die deutsche Wirtschaft profitiert von einem kräftigen weltweiten Aufschwung, so das DIW, der mittlerweile auch den Euroraum erfasst hat. Dennoch dürfte es in diesem Tempo nicht weitergehen: So ist zuletzt der Wechselkurs des Euro gegenüber dem Dollar gestiegen, was Exporte aus der Währungsunion verteuert. Zudem wird die chinesische Wirtschaft, die sich bislang erfreulich robust gezeigt hat, aufgrund des Strukturwandels hin zu mehr Konsumausgaben an Fahrt verlieren. Ein Anzeichen dafür, dass sich dies wohl auch auf die deutsche Wirtschaft auswirken wird, sind die rückläufigen Exporterwartungen. Die konjunkturellen Vorgaben für das Jahr 2018 stellen zum Jahresbeginn eine solide Ausgangsbasis für die weitere Geschäftsentwicklung der Presse-Druck- und Verlags-GmbH bis 2019 dar. In der Planung wird eine moderate Wachstumsrate der Wirtschaft berücksichtigt. Für die Presse-Druck- und Verlags-GmbH wird erwartet, dass sich das Geschäftsfeld Zeitungsvertrieb weiterhin positiv entwickelt. Grund für steigende Umsätze sind geplante Preiserhöhungen im Printbereich und eine größere Marktdurchdringung im digitalen Bereich. Dabei wird sich die Auflage, so die interne Einschätzung, im Vergleich zum Markttrend günstiger entwickeln und die digitalen Produkte setzen neue Wachstumsimpulse. Der Anzeigen- und Beilagenumsatz bleibt trotzt guter Konjunktur unter Druck, wird jedoch aus dem Onlinebereich stark unterstützt. Der Bereich Druckerei wird seine Kapazitätsplanung an die allgemeine Auflagenentwicklung anpassen. Im Jahr 2017 erreichte das EBITDA EUR 61,4 Mio. und war gegenüber Vorjahr (EUR 63,4 Mio.) rückläufig. Im Vorjahr wurde mit einem leicht steigenden EBITDA geplant. Der Rückgang ist vor allem gestiegenen Sachkosten geschuldet. Die Geschäftsführung war mit der Entwicklung des Geschäftsjahres im Wesentlichen zufrieden. Es wird im laufenden Jahr 2018 mit einem EBITDA auf ähnlichem Niveau bei gleichbleibender Kosten- und Ertragsstruktur wie 2017 gerechnet. Insgesamt geht die Geschäftsführung von einer weiterhin stabilen Finanz-, Vermögens- und Ertragslage für die Jahre 2018 und 2019 aus. Bei den im Lagebericht getroffenen Prognosen und sonstigen Aussagen handelt es sich um Annahmen und Erwartungen der Gesellschaft im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensgruppe und der einzelnen Unternehmensbereiche. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Annahmen und Erwartungen u. a. aufgrund von Veränderungen des Marktumfeldes, des gesamtwirtschaftlichen Umfelds oder der Branche abweichen. 6.2 Risikobericht der Mediengruppe Pressedruck 6.2.1 Risikomanagementsystem Die Geschäftsführung sieht im Risikomanagement eine wesentliche Unterstützungsfunktion zur Erreichung der Unternehmensziele der Gesellschaft und verspricht sich durch eine konsequente Umsetzung und Fortentwicklung nicht zuletzt eine Steigerung des Unternehmenswerts. Das Risikomanagementsystem umfasst die Gesellschaft sowie deren Tochterunternehmen. Im Fokus stehen sämtliche Primärfunktionen entlang der Wertschöpfungskette (z. B. Einkauf, Produktion, Vertrieb) sowie die dazu gehörenden Querschnittsfunktionen (z. B. IT, Rechnungswesen, Personal), auch wenn diese ausgelagert sind bzw. über Zentralfunktionen unterstützt werden. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement obliegt der Geschäftsführung. Die operative Umsetzung und somit die Verantwortung für Risikoinventur, -bewertung und -analyse, sowie die Risikohandhabung, erfolgt durch die zweite Führungsebene. Turnusmäßig wird jährlich eine Aktualisierung der Risikoinventur durchgeführt. Ein zentraler Risikomanagementverantwortlicher koordiniert den gesamten Risikomanagementprozess und prüft die Plausibilität und Vollständigkeit der möglichen Risiken und trägt in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung die Verantwortung für die Aktualität und ständige Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems. 6.2.2 Risiken 6.2.2.1 Marktrisiken Trotz einer prognostizierten Zunahme des Wirtschaftswachstums ist das Marktumfeld der Presse-Druck- und Verlags-GmbH vor allem durch Risiken aus dem Strukturwandel aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung geprägt. Diese Risiken werden durch eine ständige Marktbeobachtung überwacht und aktuelle Entwicklungen an die Geschäftsleitung berichtet. Zudem sind Folgen des demographischen Wandels, der sich insbesondere in einer anhaltenden rückläufigen Reichweite der regionalen Abonnementzeitungen äußert, zu erwarten. 6.2.2.2 Externe Risiken Weitere Risiken ergeben sich aus dem politischen oder rechtlichen Umfeld, das bei Veränderung die Planungsgrundlage der Presse-Druck- und Verlags-GmbH erheblich beeinflussen kann. Der eingeführte Mindestlohn bzw. die umgesetzten Durchführungsbestimmungen führen seit der Realisierung zu höheren Verwaltungsaufwendungen, die auch mit optimierter Ablauforganisation nicht ausgeglichen werden können. Für 2018 wird sich diese Entwicklung fortschreiben. Ab Mai 2018 gelten neue gesetzliche Regelungen für den Datenschutz (durch in Kraft treten der Datenschutzgrundverordnung): Erweiterte Anforderungen und erhöhte Sanktionen bei Datenschutzverstößen. 2017 wurde im Rahmen einer Gap-Analyse ermittelt, welche weiteren Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um datenschutzkonform zu sein. In 2018 werden die erforderlichen Anpassungen fristgerecht umgesetzt. 6.2.2.3 Strategische und operative Risiken Strategische Entscheidungen beziehen Investitionen in operative Projekte und Beteiligungen an Unternehmen mit ein. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass Investitionen die geplante Rendite nicht erwirtschaften. Um dieses spezifische Risiko zu minimieren werden derartige Vorhaben im Vorfeld in umfassender Weise bewertet und geprüft. 6.2.2.4 Risiko begrenzter Ressourcen Die SAP Implementierung ist 2016 in der Presse-Druck- und Verlags-GmbH termingerecht und erfolgreich umgesetzt worden. Durch Schulung, Erfahrung und weitere Optimierung der Abläufe hat sich die Belastung der Mitarbeiter in Augsburg 2017 zunehmend entspannt. Die geplante Migration der Standorte Würzburg und Konstanz in 2018 auf den neuen SAP-Standard der Presse-Druck- und Verlags-GmbH wurde bedingt durch derzeit begrenzte Ressourcen verschoben. Begrenzte Ressourcen auf dem Fachkräfte-Beschaffungsmarkt bedingen erhöhte Rekrutierungs- und Personalbindungsmaßnahmen. Durch weiter verknappte Produktions-Ressourcen der Papier-Hersteller ist für 2018 mit einem signifikant erhöhten Papierpreis zu rechnen. 6.3 Chancenbericht Mit Investitionen in innovative Technologien setzt die Presse-Druck- und Verlags-GmbH die bisherige erfolgreiche Strategie konsequent fort und schätzt auch zukünftig die Chancen bei der Erschließung neuer Erlösquellen als positiv ein. Ein breites Spektrum von Produkten und Dienstleistung mit einem hohen Anspruch an Qualität zu konkurrenzfähigen Preisen stellen eine gute Grundlage für den Ausbau der Marktposition dar. 6.4 Risiko- und Chanceneinschätzung Risiken, welche die Presse-Druck- und Verlags-GmbH in ihrem Bestand gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Für wesentliche Risiken wurden Vorsorgemaßnahmen entwickelt, die geeignet sind, bestandsgefährdende Nachteile für das Unternehmen abzuwenden. Die Liquiditätssituation der Presse-Druck- und Verlags-GmbH ist weiterhin stabil. Eine Risikokonzentration oder Abhängigkeiten von Risiken, die zu einem Gesamtrisiko mit dann wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen können, liegen nicht vor. Einflüsse der europäischen Geldpolitik und ihre wirtschaftlichen Konsequenzen lassen derzeit nur sehr schwer bevorstehende Entwicklungen beurteilen. Dennoch wird bei der Beurteilung möglicher Risiken die Verwirklichung der Chancen für die Geschäftsentwicklung insgesamt höher eingeschätzt. Die Risiko- und Chanceneinschätzung für die Presse-Druck- und Verlags-GmbH hat sich damit gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. 7. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Finanzwirtschaftliche Risiken können sich aus dem allgemeinen Zins- und Kreditrisiko ergeben. Das Zinsrisiko wird durch Zinssicherungsinstrumente zur Begrenzung der Verlustrisiken bei Kapitalanlagen minimiert. Ein wesentlicher Teil der Darlehensverträge ist über Zinssicherungen (Zins-Swap, Micro-Hedge) abgedeckt. Zu detaillierten Informationen zu den Zinssicherungsgeschäften verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Das Kreditrisiko aus dem operativen Geschäft wird durch ein allgemeines Vorsorgesystem zum Kreditmanagementsystem begrenzt. Dadurch erfolgt eine systematische Überwachung der Bonität von Geschäftspartnern.
Augsburg, den 31. März 2018 Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017I. Allgemeine HinweiseDie Presse-Druck- und Verlags-GmbH hat ihren Sitz in Augsburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der HRB 6034 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017 wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Anhang übernommen. II. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben dem Mutterunternehmen, der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, (PD), alle direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften einbezogen, sofern nicht besondere Ausschlussgründe vorliegen. Bilanzstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Tochterunternehmen, an denen die Mutter mehr als 50 % der Anteile hält, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Für die PDV Medien Beteiligungs GmbH und die PDV Medien Beteiligungs II GmbH werden freiwillige Teilkonzernabschlüsse aufgestellt. Im Folgenden werden die jeweiligen Teilkonzernabschlüsse als "Mediengruppe Main-Post" und "Medienhaus SÜDKURIER" bezeichnet. Als "Mediengruppe Pressedruck" wird der freiwillige Teilkonzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, ohne die Teilkonzerne "Mediengruppe Main-Post" und "Medienhaus SÜDKURIER" bezeichnet. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB die Tochtergesellschaften, die von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind. Ihre Einbeziehung würde zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss führen. Der vollständige Anteilsbesitz des Mutterunternehmens und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind aus der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes ersichtlich. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. III. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Von dieser einheitlichen Bewertung wurde nicht abgewichen. Realisations- und Imparitätsprinzip wurden beachtet; bei Vermögensgegenständen gelten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten als Wertobergrenze. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (drei bis fünf Jahre; lineare Methode) vermindert. Die Verlags- und Wettbewerbsrechte werden planmäßig auf die Geschäftsjahre verteilt. Kundenstämme werden abhängig vom jeweiligen Geschäftsfeld über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von maximal vier Jahren abgeschrieben. Die im Rahmen der Erstkonsolidierung der Mediengruppe Main-Post GmbH und ihrer Tochtergesellschaften aktivierten Druckaufträge werden entsprechend ihrer individuellen Vertragslaufzeit bis zum Jahr 2021 vollständig abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Mediengruppe Main-Post GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Der Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der SÜDKURIER Medienhaus GmbH und ihrer Tochtergesellschaften wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. In beiden Fällen entspricht dies der durchschnittlichen Nutzung von Marke, Abonnentenstamm und lokalen Werbekunden. Die Firmenwerte der Einzelunternehmen sind zu Anschaffungswerten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung erfolgt aufgrund von branchenspezifischen Erfahrungswerten über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Soweit steuerlich zulässig, wird für bewegliche Anlagegüter (für Zugänge bis 2009) die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, für welches die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Für Zugänge ab 2010 erfolgt die Abschreibung planmäßig linear. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden sofort aufwandswirksam verbucht. Für Zugänge mit einem Wert von über EUR 150,00 bis EUR 410,00 erfolgt eine Aktivierung und Sofortabschreibung. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen, mit Ausnahme der geringwertigen Anlagegüter, grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Zugänge bei Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthalten neben erworbenen Anteilen die Einlagen und anteilige Jahresüberschüsse. Unter den Abgängen sind anteilige Jahresfehlbeträge sowie Dividendenausschüttungen und veräußerte Anteile erfasst. Die Einbeziehung der assoziierten Unternehmen (Allgäuer Zeitungsverlag GmbH, Kempten, und Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG, Neubrandenburg) erfolgt auf Basis der von diesen Gesellschaften erstellten Konzernabschlüsse. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerlichen Mindestumfang berücksichtigt werden (§ 255 Abs. 2 HGB). In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen und im Rahmen eines Abschlags berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Bewertung erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (»projected unit credit method«). Für die Abzinsung wird der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Unterschiedsbetrag zu der bisherigen Berechnung entsprechend dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag TEUR 5.668. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungspflichten dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Es handelt sich dabei ausschließlich um Rückdeckungsversicherungen, die zum Aktivwert angesetzt sind. Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Derivative Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, insoweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Finanzgeschäft und Grundgeschäft besteht. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls unter Berücksichtigung von Kursänderungen zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen werden unverrechnet bilanziert. Die Bilanzierung für nicht aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende Aktivüberhänge unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmenserwerbe bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem auf den Konzern entfallenden Eigenkapital der einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Übersteigt der Buchwert das anteilige Eigenkapital, so werden die im Unterschiedsbetrag enthaltenen stillen Reserven den einzelnen Bilanzposten zugeordnet und über die Nutzungsdauer ergebniswirksam abgeschrieben. Verbleibende Unterschiedsbeträge werden als Firmenwert ausgewiesen. Liegt das anteilige Eigenkapital über dem Beteiligungsbuchwert, wird ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung bei den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Für Unternehmenserwerbe ab dem 1. Januar 2010 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Die stillen Reserven und Lasten werden als Differenz zwischen den Zeit- und Buchwerten zuerst aufgedeckt. Die Beteiligung des Mutterunternehmens wird anschließend mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein dabei eventuell resultierender Unterschiedsbetrag wird je nach Art (aktivisch oder passivisch) als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder als Unterschiedsbetrag auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge wurden innerhalb des Konsolidierungskreises gegeneinander aufgerechnet. Die Zwischenergebnisse wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB aufgrund von Unwesentlichkeit nicht eliminiert. Steuerabgrenzungen wurden aufgrund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. Der Unterschied des Konzernergebnisses gegenüber den Einzelergebnissen der einbezogenen Unternehmen resultiert aus der Kapitalkonsolidierung, at Equity-Konsolidierung bzw. Schuldenkonsolidierung. Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgt mit dem Buchwert nach § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB. Die Wertansätze wurden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung ermittelt. Aus der Erstkonsolidierung des Allgäuer Zeitungsverlags besteht ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.304. IV. Erläuterungen zur KonzernbilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Enthalten ist ein Geschäfts- oder Firmenwert aus Konsolidierungsmaßnahmen in Höhe vonTEUR 134.238 (Vj. TEUR 152.664). Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.047 (Vj. TEUR 3.092) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Der Rückdeckungswert der betrieblichen Altersvorsorge aus "Deferred Compensation" in Höhe von TEUR 2.236 (Vj. TEUR 2.261) wird gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherung saldiert ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag aus der Verpflichtung aus "Deferred Compensation" beträgt zum Stichtag ebenfallsTEUR 2.236 (Vj. TEUR 2.261). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen TEUR 79 (Vj. TEUR 71). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen assoziierte UnternehmenDie Forderungen gegen assoziierte Unternehmen betreffen mit TEUR 55 (Vj. TEUR 90) das anteilige Ergebnis der Singener Wochenblatt GmbH + Co. KG. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält zum 31. Dezember 2017 im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für e-paper / iPad Bundles in Höhe von TEUR 310 (Vj. TEUR 298), abgegrenzte Aufwendungen für Kreditabschlussgebühren in Höhe von TEUR 247 (Vj. TEUR 329), abgegrenzte mehrjährige Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.606 (Vj. TEUR 1.196) sowie abgegrenzte Aufwendungen für diverse Software Nutzungsrechte und Wartungsverträge in Höhe von TEUR 133 (Vj. TEUR 396). Latente SteuernDie zum 31. Dezember 2017 bilanzierten latenten Steuern resultieren unter anderem aus der Erstkonsolidierung der Südkurier GmbH und ihrer Tochterunternehmen. Auf die aus dem Heben von stillen Reserven bei Grundstücken und Gebäuden sowie aus dem Aufdecken von stillen Lasten bei Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen entstandenen temporären bzw. quasi-permanenten Differenzen zwischen handelsrechtlicher Konzernbilanz und steuerlichen Wertansätzen sind erfolgsneutral latente Steuern gebildet worden. Die Veränderungen dieser latenten Steuern werden erfolgswirksam erfasst. Daneben werden latente Steuern auf temporären Differenzen gebildet, die zwischen Handelsbilanz und der in der steuerlichen Ergänzungsbilanz geführten Rücklage nach § 6b EStGbei der Südkurier GmbH & Co. Objekt Konstanz OHG herrühren. Abweichend von den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Presse-Druck- und Verlags GmbH, Augsburg, wurde das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB in Anspruch genommen und aktive latente Steuern aktiviert. Des Weiteren bestand zum 31. Dezember 2017 zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Konzessionen / gewerblichen Schutzrechten, Firmenwerten, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagen, sonstigen Vermögensgegenständen, Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen und ihren steuerlichen Wertansätzen insgesamt ein Überhang der aktiven latenten Differenzen. Der konzernindividuelle Steuersatz beträgt für Körperschaftsteuer und Soli 15,825 %. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer bewegt sich zwischen 14,490 % und 14,700 %. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus immateriellem Vermögen, Sachanlagevermögen, Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage entsprechen den bei der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, ausgewiesenen Bilanzposten. Bei den in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen handelt es sich um andere Gewinnrücklagen nach § 266 Abs. 3 A. III. Nr. 4 HGB. Die Gewinnrücklagen betragen unverändert zum Vorjahr TEUR 49.437 (Vj. TEUR 49.437). Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 77.804 enthalten (Vj. TEUR 76.233). Darüber hinaus verweisen wir auf den separaten Konzern-Eigenkapitalspiegel in Anlage 6. Rückstellungen für PensionenDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte auf Basis eines Zinsfußes von 3,68 %(Vj. 4,01 %) unter Verwendung der DAV-Sterbetafeln (DAV 2004 R). Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,0 % bzw. 2,5 %, Rentensteigerungen mit 2,0 % p. a. sowie ein Verwaltungskostenzuschlag in Höhe von 5 % p. a. berücksichtigt. Übrige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeit, allgemeine Risiken, in den Vorjahren unterlassene Instandhaltungen, Personalkosten, Ausgleichsansprüche Handelsvertreter, Drohverluste, Boni und Rabatte, Urlaub und freie Tage, ausstehende Rechnungen, Aufbewahrungskosten, sowie Jahresabschlusskosten gebildet. Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis eines Zinsfußes für den Teilkonzern der Mediengruppe Pressedruck in Höhe von 2,80 % (Vj. 3,24 %) nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck bewertet. Es wurde unverändert zum Vorjahr mit einem Gehalts- und Rententrend von 2,0 % p. a. gerechnet. Die Jubiläumsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis eines Zinsfußes von 2,80 % (Vj. 3,24 %) nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung sowie den Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck bewertet. Es wurde mit einem Anwartschaftstrend von 2,0 % p. a. gerechnet. Das Beibehaltungswahlrecht gem. Artikel 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 74 (Vj. TEUR 68). Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch eine erstrangige Grundschuld, Grundpfandrechte, Forderungsabtretungen, Sicherungsübereignungen sowie die Verpfändung von Geschäftsanteilen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 877 (Vj. TEUR 920) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 42 (Vj. TEUR 43) Verbindlichkeiten aus Darlehen. HaftungsverhältnisseEs bestehen Höchstbetragsbürgschaften in Höhe von TEUR 22.800 (Vj. TEUR 22.800) sowie eine Kapitaldienstgarantie über TEUR 1.690 (Vj. TEUR 1.690). Die Main-Post GmbH haftet als Trägerunternehmen gesamtschuldnerisch für freiwillig gewährte und widerrufliche Zusagen des Unterstützungs-Vereins der Mediengruppe Main-Post e.V., Würzburg. Zum 31. Dezember 2017 bestehen mittelbare Verpflichtungen aus Zusagen des Unterstützungs-Vereins in Höhe von TEUR 6.226. Die Haftungsverhältnisse betreffen potenzielle zukünftige Ereignisse, deren Eintritt zu einer Verpflichtung führen würde. Zum Bilanzstichtag werden diese als nicht wahrscheinlich angesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Passive latente SteuernDie passiven latenten Steuern i. H. v. TEUR 5.449 (Vj. TEUR 5.498) sind im Wesentlichen im Rahmen der Erstkonsolidierung der rt1.broadcast management GmbH in 2014 entstanden. Der verwendete Steuersatz betrug 30 %.
Sonstige finanzielle VerpflichtungenDer Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht unter Haftungsverhältnissen angegeben sind, beläuft sich am Bilanzstichtag auf TEUR 16.951 (Vj. TEUR 16.943). Im Wesentlichen betreffen diese Verpflichtungen Miet- und Leasingverträge (Gebäudemieten, Miet- und Leasingverträge für Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, EDV- und sonstige Dienstleistungen, Pressedienste und Fremddrucke) in Höhe von TEUR 13.497 (Vj. TEUR 15.560). Das Bestellobligo im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3.435 (Vj. TEUR 1.357) betrifft im Wesentlichen mit TEUR 2.435 Limitbestellungen, mit TEUR 790 Retrofit der Weiterverarbeitungs-Steuerung und mit TEUR 64 Retrofit der Postlinie. V. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Die Umsatzerlöse werden überwiegend im Inland erzielt. Ab dem Berichtsjahr werden die Erträge aus Kostenweiterverrechnungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, das Vorjahr wurde in Höhe von TEUR 1.826 entsprechend angepasst Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge durch Anlagenabgänge, Rückvergütungen und Gutschriften, Auflösung von Rückstellungen und Herabsetzung der Wertberichtigung für Forderungen in Höhe von TEUR 2.873 (Vj. TEUR 2.498) enthalten. Erträge und Aufwendungen aus der WährungsumrechnungUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Währungsgewinne in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 3) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsverluste in Höhe von TEUR 32 (Vj. TEUR 18) enthalten. PersonalaufwandUnter den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung (Geschäftsjahr: Ertrag) in Höhe von TEUR -497 (Vj. TEUR 1.050) enthalten. AbschreibungenIm Geschäftsjahr werden EUR 1,3 Mio. außerplanmäßige Abschreibungen im Wesentlichen für aktuell nicht genutzte SAP Bestandteile ausgewiesen. Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.064 (Vj. TEUR 640) enthalten. Der Verbrauch der Hilfs- und Betriebsmittel in Höhe von TEUR 589 (Vj. TEUR 537) wurde in 2017 aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Materialaufwendungen umgegliedert. Das Vorjahr wurde angepasst. Zinsen und ähnliche AufwendungenVon den Zinsaufwendungen resultieren solche aus der Aufzinsung von Personalrückstellungen i. H. v. TEUR 4.628 (Vj. TEUR 2.374). Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeUnter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind periodenfremde Zinserträge aus Steuerrückvergütungen in Höhe von TEUR 26 (Vj. TEUR 5) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom ErtragPD ist als Organträgerin auch Steuerschuldnerin für die durch Ergebnisabführungsverträge mit ihr verbundenen Unternehmen. Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf TEUR -5.575 (Vj. TEUR -6.902). Im Steueraufwand ist ein latenter Steuerertrag in Höhe von TEUR 18 (Vj. TEUR 60) enthalten. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn TEUR 8.000 an die Gesellschafter auszuschütten. Der Restbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen. Über die endgültige Gewinnverwendung hat die Gesellschafterversammlung noch zu beschließen. VI. Sonstige AngabenGeschäftsführung• Herr Andreas Scherer, Vorsitzender der Geschäftsführung • Frau Alexandra Holland, Geschäftsführung • Herr Edgar Benkler, Geschäftsführung Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Befreiungsvorschrift gem. § 286 HGB Abs. 4 wird in Anspruch genommen. Beirat· Herr Wilfried Mocken (Vorsitzender) · Herr Clemens Bauer · Herr Prof. Mag. Michael Grabner · Herr Dr. Matthias Heisse · Herr Dr. Klaus Leuthe Pensionsrückstellung für frühere OrganmitgliederIn die Pensionsrückstellungen sind für frühere Organmitglieder und deren HinterbliebenenTEUR 10.582 (Vj. TEUR 12.003) eingestellt. Die Angabe der Gesamtbezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung sowie für die früheren Organmitglieder und deren Hinterbliebenen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a und b HGB ist unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. MitarbeiterDurchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Zeitungszusteller):
Derivative Finanzinstrumente und BewertungseinheitenIm Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (zinsbezogene Geschäfte, Payer-Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus einem variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen verwendet. Den Zinsswaps liegen Grundgeschäfte mit vergleichbaren, gegenläufigen Risiken (Zinsänderungsrisiko, Zahlungsstromrisiko) zugrunde. Die mit den aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheiten nach § 254 HGB (Mikro-Hedge) gesicherten Kreditvolumen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 32.100. Die Regelungen zur Bildung von Bewertungseinheiten zur kompensatorischen Bewertung (Einfrierungsmethode) der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, der Basiszinssätze und der Zinstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend aus. Die Laufzeiten der Zinsswaps entsprechen den Laufzeiten der Grundgeschäfte und enden am 29. Dezember 2017 bzw., 30. September 2019 und 31. Dezember 2020. Die Zinsänderungsrisiken aus der vorgenannten Kreditaufnahme sind damit bis zum Ende der Laufzeit des Darlehens abgesichert. Honorare des AbschlussprüfersFür den Abschlussprüfer Baker Tilly GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2017 insgesamt TEUR 263 an Honorar abgerechnet. Davon entfielen auf die Abschlussprüfungen TEUR 263. Die Honorare für Abschlussprüfungen enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare samt Auslagen für die Abschlussprüfung der Konzernrechnungslegung und deren Testierung sowie die Prüfung der vorgeschriebenen Einzelabschlüsse. Auf die Gesellschaft entfielen insgesamt Abschlussprüfungen in Höhe von TEUR 52. Anteilsbesitz des Konzerns Presse-Druck- und Verlags-GmbH, AugsburgDie gemäß § 313 Abs. 2 HGB geforderten Angaben zum Anteilsbesitz des Konzerns erfolgen in einer gesonderten Aufstellung, die Bestandteil des Anhangs ist. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird beim Bundesanzeiger hinterlegt. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 HGB wird Gebrauch gemacht. KonzernverhältnisseDer Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 werden beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und im Bundesanzeiger veröffentlicht. BefreiungFolgende Gesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 und des § 264b HGB in Anspruch: Anzeiger Südwest GmbH a.tv GmbH & Co. KG AUF DRAHT, Telefon- und Direktmarketing-Gesellschaft mbH AZ Verlags-Service GmbH Dialog-Factory GmbH Direkt-Kurier Zustell, Druck & Logistik GmbH Direkt-Kurier Zustell GmbH Direktwerbung Bayern GmbH Druckerei Konstanz GmbH DWB Druck & Zustell GmbH G. J. Manz GmbH HITRADIO RT1 Augsburg GmbH HITRADIO RT1 Nordschwaben OHG J.M. Richter GmbH Logistic-Factory GmbH Logistic-Mail-Factory GmbH MainKonzept GmbH Main-KundenService GmbH Main Medien Service GmbH Main-Post Digitale Medien GmbH Main-Post GmbH Main-Post Logistikgruppe GmbH Main-Post Redaktionsservice GmbH Main-Post Service-Gesellschaft mbH Main-ZustellService GmbH Main-ZustellService Mainfranken GmbH Main-ZustellService Röhn GmbH Main-ZustellService Schweinfurt GmbH Main-ZustellService Spessart GmbH Main-ZustellService Würzburg GmbH Marketing Service Main-Post GmbH Media Favoriten Gesellschaft für interaktive Kommunikation mbh Main-Letter Shop GmbH MediaPro Medienproduktion & Service GmbH Medien-Akademie Augsburg GmbH Medien Dienste Main-Post GmbH Mediengruppe Main-Post GmbH Mediengruppe Pressedruck Service GmbH Mediengruppe Pressedruck Dienstleistungs-GmbH & Co. OHG Medienzentrum Augsburg GmbH MH IMV GmbH & Co. KG MIMO GmbH MPO Medien GmbH Newsfactory GmbH NZG Schwaben GmbH Paar-Anzeiger Verlags GmbH pd-printservice GmbH PDV Inter-Media GmbH PDV Inter-Media Venture GmbH PDV Logistik Holding GmbH PDV Medien Beteiligungs GmbH PDV Medien Beteiligungs II GmbH PDV Vermögensverwaltungs GmbH PSG Presse- und Verteilservice Baden-Württemberg GmbH rt1.broadcast management GmbH rt1.digital broadcast GmbH rt1.media group GmbH rt1.tv production GmbH Schwäbische Neue Presse GmbH Südkurier GmbH Ticket Service Bayern GmbH & Co. KG TLL ZustellDienst GmbH Top Logistiklösungen GmbH TVT Creative Media GmbH vmm Wirtschaftsverlag GmbH & Co. KG werk zwei Print + Medien Konstanz GmbH WIKU-Verlagsgesellschaft mbH ZSP Zustell + Druck GmbH ZSP Zustellservice-Plus GmbH & Co. KG Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Presse-Druck- und Verlags-GmbH von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2017 nicht eingetreten.
Augsburg, den 31. März 2018 Die Geschäftsführung Konzernanteilsbesitz für das Geschäftsjahr 2017Die gemäß § 313 Abs. 2 HGB geforderten Angaben werden in einer gesonderten Aufstellung gemacht. Von den Erleichterungen nach § 313 Abs. 3 Satz 1 HGB wird Gebrauch gemacht.
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Augsburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Konzernkapitalflussrechnung und Konzerneigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Beendigung unserer Abschlussprüfung die Erfüllung der Voraussetzungen des § 264 Abs.3 HGB insoweit nicht beurteilt werden konnte, als diese Voraussetzungen ihrer Art nach erst zu einem späteren Zeitpunkt erfüllbar sind. Die ausstehenden Voraussetzungen betreffen die Offenlegung des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und des Bestätigungsvermerks des Mutterunternehmens sowie die Beschlüsse nach § 264 Abs. 3 Nr. 5a) HGB bzw. § 264b Nr. 4 HGB im elektronischen Bundesanzeiger für die Presse-Druck- und Verlags GmbH, Augsburg.
München, den 12. April 2018 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Stahl, Wirtschaftsprüfer Weilandt, Wirtschaftsprüfer Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017In der ordentlichen Gesellschafterversammlung vom 21. Juni 2018 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 unverändert gebilligt. |
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