STOCKMEIER Fluids GmbH & Co. KG
58802 Balve, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
Kruse Automotive Verwaltungs GmbH | 0.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stockmeier Holding GmbHBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2021 bis zum 28.02.2022Konzernbilanz zum 28. Februar 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. März 2021 bis 28. Februar 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022I. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft Stockmeier Holding GmbH hat ihren Sitz in Bielefeld. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Bielefeld unter HRB 36980 eingetragen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts der Stockmeier Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2021/2022 erfolgte unter Anwendung der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Angaben zum Konsolidierungskreis Die Stockmeier Holding GmbH ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Bekanntmachung erfolgt im Bundesanzeiger. In den Konzernabschluss werden die folgenden Unternehmen nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung einbezogen:
Die mit * markierten Gesellschaften stellen persönlich haftende Gesellschafter im Konsolidierungskreis dar (sogenannte Komplementär-Gesellschaften). Aufgrund des beherrschenden Einflusses gem. § 290 Abs. 1 HGB erfolgt die Einbeziehung der folgenden Unternehmen in den Konzernabschluss nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung:
Die Beteiligung an der CG Chemikalien GmbH & Co. Holding KG wird unverändert von der Stockmeier Chemie GmbH & Co. KG gehalten. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt wie in den Vorjahren als assoziiertes Unternehmen gem. § 311 Abs. 1 HGB nach der Equity-Methode.
Die folgende Beteiligung wird zum Bilanzstichtag in den Konzernabschluss zu Anschaffungskosten einbezogen, da sie dem eigenen Geschäftsbetrieb durch Herstellung einer dauernden Verbindung dient:
Nach § 313 Absatz 3 Satz 4 HGB wird auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses des letzten Geschäftsjahres verzichtet, da dieses von untergeordneter Bedeutung für den Konzern ist. Gemäß § 296 Abs. 2 HGB wurden die folgenden Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese sowohl einzeln als auch in ihrer Gesamtheit aufgrund des geringfügigen Anteils am Konzernumsatz sowie -ergebnis für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nur von untergeordneter Bedeutung sind.
Die KEMTAN AG (Schweiz) wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 von der Stockmeier Holding GmbH erworben. Die Stockmeier Food Kft. (Ungarn) wurde zum 25. September 2019 von der Stockmeier Food Verwaltungs-GmbH erworben. Durch den Kauf von 25 % weiterer Anteile an der Stockmeier Food GmbH & Co. KG und Stockmeier Food Verwaltungs-GmbH zum 1. März 2020 haben sich die Anteile an der Stockmeier Food LLC und Stockmeier Food Kft. auf 100 % erhöht. Zum 1. Januar 2021 wurden 60 % der Anteile an der Cerin GmbH durch Staub & Co. - Silbermann GmbH erworben. Zum 1. Januar 2022 wurden 70 % der Anteile an der New Quimica S.L. (Spanien) durch die Stockmeier Quimica S.L.U., Barcelona (Spanien) erworben. Bezüglich der wesentlichen Veränderungen verweisen wir auf den Lagebericht (Anlage 6). III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Der Konzernabschluss wird gemäß § 299 Abs. 1 HGB analog zum Jahresabschluss des Mutterunternehmens zum 28. Februar 2022 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen sind sämtlich zum 28. Februar 2022 aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung wurde in der Vergangenheit nach der Buchwertmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F. vorgenommen. Für Altfälle wird diese Methode fortgeführt. Die Erstkonsolidierung erfolgte gem. § 301 Abs. 2 HGB a.F. auf den 01.03.1999. Ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften zu dem Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Die Kapitalkonsolidierung bei mehrstöckigen Gesellschaftsstrukturen wird gern. DRS 23 mit der Kettenkonsolidierung durchgeführt. Asset-Deals werden in Anlehnung an den DRS 23 bilanziert. Ein nach Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmäßig abgeschrieben. Sich ergebende passive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ausgewiesen und gemäß § 309 Abs. 2 HGB i. V. m. DRS 23 fortgeschrieben. Die sich ergebenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden von 5 bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Die Abschreibung über 15 Jahre ergibt sich aus Art und Umfang des übernommenen Geschäftsbetriebs und der erwarteten Ertragspotenziale. Die Nutzungsdauer wird betriebsindividuell ermittelt. Die auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallenden Eigenkapitalanteile von einbezogenen Tochterunternehmen (einschließlich Kapital- und Gewinnrücklagen) sowie der auf diese nicht beherrschenden Gesellschafter entfallende Anteil am Jahresergebnis der jeweiligen Tochterunternehmen werden innerhalb des Eigenkapitals unter "nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Unterschiedsbeträge, die sich im Rahmen einer Auf- und Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen ergeben, werden als Kapitalvorgang gemäß DRS 23 abgebildet und erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital verrechnet. Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Auf die Zwischenergebniseliminierung gem. § 304 Abs. 1 HGB wurde gem. § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da die Zwischenergebnisse für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgte gem. § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen. Ebenso wurden Zins- und Beteiligungserträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Latente Steuern, die sich aus Konsolidierungsvorgängen auf Konzernebene ergeben, werden gemäß § 306 S. 5 HGB i. V. m. § 274 Abs. 2 S. 1 HGB mit den unternehmensindividuellen voraussichtlichen Steuersätzen zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. IV. Währungsumrechnung In den Einzelabschlüssen rechnen die Gesellschaften die Transaktionen in fremder Währung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Zugangs um. Zum Bilanzstichtag bestehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB umgerechnet. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden in Euro aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der Stockmeier Urethanes Inc. sowie der Stockmeier Urethanes UK Ltd. wurden gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden erfolgt mit dem maßgeblichen Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Das Eigenkapital wird zu historischen Stichtagskursen, die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Differenzen werden ergebnisneutral in das Konzerneigenkapital eingestellt. V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen wurden folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear abgeschrieben. Die Aktiva enthalten derivative Geschäfts- oder Firmenwerte (aus Einzelabschlüssen) mit einem Buchwert zum 28.02.2022 in Höhe von insgesamt T€ 3.547 (Vorjahr: T€ 3.923), die über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren linear abgeschrieben werden. Die Nutzungsdauer wurde gemäß dem voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfolgten sowohl linear als auch degressiv. Die Abschreibungen werden über folgende Nutzungsdauern vorgenommen:
Die steuerlichen Regelungen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern werden auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss angewandt, da der Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die at-Equity bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen wurden im Zeitpunkt der Erlangung eines maßgeblichen Einflusses bzw. bei Gründung nach der Buchwertmethode gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB zu Anschaffungskosten in der Konzernbilanz angesetzt. In den Folgejahren wird der bilanzierte at-Equity-Wert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen des Beteiligungsunternehmens fortgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten nach einem gewogenen Durchschnittsverfahren; das Niederstwertprinzip fand Beachtung. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Einbeziehung von angemessenen Gemeinkostenzuschlägen bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Forderungen werden zum Nennwert bewertet. Möglichen Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Langfristige, unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährungen wurden zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalkonsolidierung der Anteile an der HDS-Chemie Handels Ges.m.b.H. zum 28.02.2019 führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 407. Die Auflösung des Unterschiedsbetrages erfolgt entsprechend der gewichteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer des übernommenen Vermögens über 7 Jahre. Der Betrag in Höhe von T€ 58 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Bilanzansatz im aktuellen Jahr beträgt T€ 174. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("Projected Unit Credit Method") ermittelt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck sowie die folgenden versicherungsmathematischen Annahmen:
Für eine österreichische Pensionsverpflichtung wird das Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszins von 2 % angewendet. An dieser Stelle weichen wir von der konzerneinheitlichen Bewertung nach § 252 HGB ab, da der Effekt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage hat. Wir verweisen hierzu auf den § 308 (2) HGB. Für eine französische Pensionsverpflichtung wird die "Projected Unit Credit Method" auf Basis der Inflation von 1 % und einem Abzinsungssatz von 0,5 % angewendet. An dieser Stelle weichen wir von der konzerneinheitlichen Bewertung nach § 252 HGB ab, da der Effekt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage hat. Wir verweisen hierzu auf den § 308 (2) HGB. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite nur Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Latente Steuern werden aufgrund zeitlicher Differenzen zwischen den Handels- und Steuerbilanzen der Einzelabschlüsse, im Zuge der Anpassung der Einzelabschlüsse an die einheitliche Bewertung im Konzern sowie auf sonstige ergebniswirksame, sich zeitlich begrenzt auswirkende Konsolidierungsvorgänge berechnet. Das Wahlrecht, die aktiven und passiven latenten Steuern verrechnet in der Bilanz darzustellen, wurde in Anspruch genommen. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die unternehmensindividuellen Konzernsteuersätze von 15,0 %, 16,8 % oder 30,0 % (Vorjahr: 15,0 %, 16,8 % oder 30,0 %) im Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Differenz herangezogen. VI. Angaben zur Konzernbilanz Aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode unter den immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bilanziert. Die aktivischen Unterschiedsbeträge resultieren aus dem Kauf von Anteilen an der
Die aktivischen Unterschiedsbeträge werden analog zur Behandlung derivativer Geschäfts- oder Firmenwerte in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 bis 15 Jahren linear abgeschrieben, da wir davon ausgehen, dass wir mindestens in diesem Zeitraum mit den Kunden und Produkten entsprechende Erträge durch die Gesellschaften erwirtschaften können. Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Konzernanlagenspiegel (Anlage 3 Seite 10) dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben grundsätzlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Unter der Position "sonstige Vermögensgegenstände" haben T€ 35 (Vorjahr: T€ 35) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält diverse Disagien. Diese werden unter Anwendung des § 250 Abs. 3 HGB aktiviert. Der Gesamtbetrag der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Disagien beläuft sich auf T€ 13 (Vorjahr: T€ 12). Die Auflösung erfolgt über die Laufzeit der zugrunde liegenden Darlehen. Die passivischen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung beruhen im Wesentlichen auf Gewinnrücklagen der in den Konzernabschluss einbezogenen Kapitalgesellschaften, die im Zeitraum zwischen Anteilserwerb und Erstkonsolidierung gebildet wurden. Der Ausweis erfolgt unter der Bilanzposition "Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung". Entwicklung des Anlagevermögens (Konzernanlagenspiegel)
Aus der Abzinsung der Rückstellungen der Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 334. Dieser Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Pfandrückstellungen in Höhe von T€ 5.046 (Vorjahr: T€ 3.291), ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 5.384 (Vorjahr: T€ 3.649) und Personalrückstellungen von T€ 7.300 (Vorjahr: T€ 7.013). Die Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
Die Sicherheiten bestehen in Grundpfandrechten, Sicherungsübereignungen von Sachanlagen, Forderungsabtretungen und Sicherungsabtretungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinsituten in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 518). Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Unter den Passiven latenten Steuern werden folgende Beträge ausgewiesen:
Per 28.02.2022 ergaben sich Aktive latente Steuern in Höhe von T€ 423 und Passive latente Steuern in Höhe von T€ 12.497. Diese wurden in der Bilanz saldiert als Passive latente Steuern ausgewiesen.
VII. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Sparten auf:
Nach geographisch bestimmten Märkten ergibt sich folgende Aufgliederung:
In der Position "sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 183 (Vorjahr: T€ 71) enthalten. Weiterhin sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 209 (Vorjahr: T€ 932), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von T€ 118 (Vorjahr: T€ 303) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.715 (Vorjahr: T€ 735) enthalten. Weiterhin enthält diese Position Erträge außerordentlicher Größenordnung aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 4.551). In den Personalaufwendungen, Position "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 435 (Vorjahr: T€ 412) enthalten. In der Position "Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen" sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.000) enthalten. In der Position "Abschreibungen auf Finanzanlagen" sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2.218) enthalten. In der Position "sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus Forderungsausfällen sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen in Höhe von T€ 3.613 (Vorjahr: T€ 759) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.088 (Vorjahr: T€ 888) enthalten. In der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens" sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 36 (Vorjahr: T€ 31) enthalten. In der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 181 (Vorjahr: T€ 28) enthalten. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus Aufzinsungen in Höhe von T€ 324 (Vorjahr: T€ 358) enthalten. Der Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" beinhaltet latente Steuern von T€ -264 (Vorjahr: T€ -559). VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode gem. DRS 21 aufgestellt worden und stellt die Zahlungsströme aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit dar. Das Mindestgliederungsschemata wurde um die Zeilen 3 bis 5 ergänzt. Der Finanzmittelfonds umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Wertpapiere des Umlaufvermögens, den Kassenbestand, die Bankguthaben sowie die kurzfristig fälligen Bankverbindlichkeiten. Die konsolidierungskreis- und wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes von T€ 424 (Vorjahr: T€ 5.727) beinhaltet ausschließlich Wechselkursveränderungen. IX. Erläuterungen zum Eigenkapitalspiegel
X. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB:
Die o. g. Bürgschaften sind betragsmäßig auf T€ 1.000 beschränkt. Sie dienen zur Absicherung von Warenkrediten. Die o.g. Gewährleistungsverträge sind auf T€ 3.000 beschränkt. Sie dient zur Absicherung von Warenlieferungen. Die zugunsten der Vertragspartner eingegangenen Haftungsverhältnisse für Warenkredite und -lieferungen wurden bislang fristgerecht durch die Vertragspartner bezahlt, so dass davon auszugehen ist, dass diese ihre Verpflichtungen auch weiterhin vertragsgemäß erfüllen werden. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft ist folglich nicht zu rechnen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2022/2023 mit Leasingaufwendungen in Höhe von T€ 3.252 und Mietaufwendungen in Höhe von T€ 920. Anzahl der Beschäftigten
Es handelt sich um die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer, die gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB i. V. m. § 267 Abs. 5 HGB anzugeben sind. Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Stockmeier Holding GmbH für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben in den Konzernunternehmen beliefen sich auf T€ 2.029 (Vorjahr: T€ 2.425). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Hinsichtlich der Pflicht zur Angabe von Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, nur die wesentlichen, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommenen Geschäfte anzugeben. Da derartige Geschäfte nicht getätigt wurden, entfallen weitere Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB. Dem Beirat der Muttergesellschaft gehörten im Geschäftsjahr an:
Die Beiratsvergütung betrug im Geschäftsjahr T€ 26 (Vorjahr T€ 39). Honorar des Abschlussprüfers
Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften nach § 264b HGB Die in den Konzernabschluss der Stockmeier Holding GmbH einbezogenen Gesellschaften
sind gem. § 264b HGB von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften befreit. Sicherungsgeschäfte Unsere Gesellschaft sichert Währungsrisiken mit geeigneten Sicherungsinstrumenten ab und bildet zusammen mit dem Grundgeschäft jeweils eine Bewertungseinheit. Die gegenläufigen Wertänderungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts werden im Jahresabschluss durch Anwendung der "Einfrierungsmethode" nicht ausgewiesen. Zum 28.02.2022 wurden Fremdwährungsgeschäfte in USD und CNH in Höhe von umgerechnet T€ 3.654 (Vorjahr: T€ 916) in Form von Micro-Hedges aufgrund von Zahlungsstromänderungsrisiken abgesichert. Nachtragsbericht Die allgemein bekannten Unsicherheiten durch die andauernde Corona-Krise bestehen fort. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus auf unser Unternehmen können wir nicht quantifizieren, wir beurteilen diese jedoch als negativ. Der Angriff Russlands gegen die Ukraine stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der globalen Wirtschaft deutliche Spuren hinterlassen wird und erhebliche Auswirkungen auf deutsche Unternehmen haben wird. Wesentliche Risiken können die Realwirtschaft z.B. aus ihren Lieferketten (insbesondere hinsichtlich des Energiebedarfs), auf ihren Absatzmärkten, hinsichtlich der Kreditversorgung durch Banken oder aus Cyberangriffen treffen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf unser Unternehmen können wir zur Zeit nicht quantifizieren. Die STOCKMEIER Gruppe erwirbt zum 20.07.2022 die Mehrheit an der Gamma Chimica S.p.A. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mailand gehört zu den führenden Chemiedistributoren in Italien. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, traten nach Schluss des Geschäftsjahres nicht auf. Gewinnverwendungsvorschlag MutterunternehmenDie Geschäftsführung hat in der Gesellschafterversammlung beschlossen, dass das Jahresergebnis des Mutterunternehmens, der Stockmeier Holding GmbH, auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Bielefeld, 15. September 2022 gez. Peter-August Stockmeier gez. Matthias Vogt gez. Dr. Uwe Damrau gez. Heinrich Eickmann Kapitalflussrechnung 1. März 2021 bis 28. Februar 2022 nach DRS 21
Eigenkapitalspiegel 1. März 2021 bis 28. Februar 2022 nach DRS 22
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Konzernstruktur und Geschäftsmodell Die Stockmeier Holding GmbH ist die Obergesellschaft einer Unternehmensgruppe in Familien-Eigentümerschaft und bildet somit das Dach über diverse Gesellschaften und Standorte für die Chemie-Distribution sowie für die Entwicklung, die Produktion und den Handel von Aromen, Klebstoffen, Reinigungsmitteln und chemischen Hilfsmitteln für den Papier und Textil-Bereich. Als Verbund von Familienunternehmen ist die Stockmeier-Gruppe zuverlässiger Partner und überzeugt durch eine persönliche und professionelle Beziehung mit hoher Serviceorientierung sowie durch lokale, schnell verfügbare und bedarfsgerechte Lösungen. Die Unternehmensgruppe teilt sich in vier wesentliche Geschäftsbereiche auf. Die Stockmeier Chemie, welche den europaweiten Handel mit Chemikalien sowie die Produktion von chemischen Zwischen- und Spezialerzeugnissen betreibt; die Stockmeier Food, die mit der Herstellung und dem Vertrieb von Aromen im Lebensmittelbereich tätig ist; die Stockmeier Urethanes im Bereich Klebstoffe auf Basis von Polyurethan für den hochtechnischen Anwendungsbereich mit vier Fertigungsstandorten in Europa und USA für den weltweiten Bedarf. Und die Kapp Chemie mit Spezialprodukten für die Textil und Papierindustrie. Die Stockmeier-Gruppe ist mit über 50 Standorten und mehr als 1.800 Mitarbeitern in Europa und den USA vertreten. Die Stockmeier-Gruppe beliefert mit ihrem breiten Produktportfolio eine Vielzahl an Kunden in unterschiedlichsten Branchen innerhalb und außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums. Durch starke Expansion und diverse Zukäufe in den Hauptmärkten Europas hat die Gruppe ihre herausragende Stellung im Markt für Chemikalienhandel weiter ausgebaut. Die Stockmeier Holding GmbH fokussiert sich auf die Strategie der Unternehmensgruppe, die Steuerung der Geschäftsfelder, das Erstellen von Zielvorgaben und Zielvereinbarungen, setzt Leitplanken für wichtige strategische und operative Entscheidungsprozesse, verantwortet die Vorgabe der Unternehmenswerte inkl. Nachhaltigkeit und Führungsleitlinien, und den Bereich Geschäftsentwicklung und Unternehmenskommunikation. Der Geschäftsbereich Stockmeier Chemie steuert den größten Anteil zum Konzernumsatz bei und ist mit einer Vielzahl an Gesellschaften in den Hauptmärkten Europas vertreten. Nach Ländern gliedert sich der Geschäftsbereich im Wesentlichen wie folgt auf: Der deutsche Markt wird durch die an den jeweiligen Standorten betreut, die Stockmeier Chemie, Bielefeld, Stockmeier Chemie, Dillenburg, Stockmeier Chemie, Eilenburg, Bassermann Minerals, Mannheim, Staub & Co. Silbermann, Nürnberg sowie mit einer Minderheits-Beteiligung (16,7 %) an Julius Hoesch in Düren. Die Stockmeier Logistik erbringt schwerpunktmäßig Speditions- und Logistikleistungen für die oben genannten Unternehmen der Stockmeier-Gruppe. In Belgien ist die Chemiesparte über die Stockmeier Belux und die Innochem für den Bereich Spezialchemie vertreten. Über die De Noord Chemicals ist die Stockmeier-Gruppe in den Niederlanden tätig. In Österreich ist die Gruppe durch die Gesellschaften Stockmeier Austria und die HDS-CHEMIE in Wien, vertreten. Über die Stockmeier Chemia Polska wird der polnische Markt bedient. Der Schwerpunkt der Tätigkeit umfasst das Strecken- und Lagergeschäft für Basis- und Spezialchemie und AdBlue®. Die Aktivitäten rund um das Produkt AdBlue® sind unter der Gesellschaft Stockmeier Fluids GmbH & Co. KG zusammengefasst. Stockmeier Fluids ist einer der führenden Anbieter für AdBlue® in Deutschland. In Spanien ist die Stockmeier-Gruppe durch die Stockmeier Quimica S.L.U. und die in 2021 erworbene New Quimica vertreten mit Lagerstandorten in Barcelona und Toledo vertreten. In Frankreich ist der Geschäftsbereich über die Quaron GmbH zu 100 % an der in Frankreich operativ tätigen Quaron S.A.S. beteiligt. Die Quaron S.A.S. repräsentiert das Frankreich-Geschäft der Stockmeier-Gruppe und gehört mit seinen 7 Standorten zu einem der führenden Unternehmen in der Chemikalienhandelsbranche in Frankreich. Die Kemtan AG ist mit 80 % der Aktienanteile im Besitz der Stockmeier Holding GmbH. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen vertreibt Spezialchemikalien. Darüber hinaus ist die Stockmeier Chemie GmbH & Co. KG an der CG Holding GmbH & Co. KG, Laatzen, zu 25 % beteiligt. Die Unternehmensgruppe ist ebenfalls im Chemikalienhandel sowie in der Lackindustrie tätig. Betriebsstätten bestehen in Deutschland und der Schweiz. Der Geschäftsbereich Stockmeier Urethanes fertigt für den weltweiten Bedarf Klebstoffe auf Basis von Polyurethan für den hochtechnischen Bereich. Nach Ländern gliedert sich der Geschäftsbereich wie folgt auf: Die Firma Stockmeier Urethanes, mit Hauptsitz in Lemgo ist jeweils zu 100 % an den Produktionsunternehmen Stockmeier Urethanes SA., Cernay (FRA), Stockmeier Urethanes Inc. in Clarksburg (USA) sowie Stockmeier Urethanes LTD West Yorkshire (GB) beteiligt, die mit den Fertigungsstandorten im Schwerpunkt den französischen, amerikanischen und englischen Markt bedienen. Der Geschäftsbereich Kapp-Chemie mit Sitz in Miehlen entwickelt, produziert und vertreibt chemische Spezialprodukte für die Papier- und Textilindustrie. Darüber entwickelt und produziert die Kapp-Chemie pulverförmige, pastöse oder flüssige chemisch-technische Produkte in Lohnproduktion für strategische Kunden. Dabei handelt es sich überwiegend um Wasch- und Reinigungsmittel. Der Geschäftsbereich Stockmeier Food beliefert die Lebensmittelindustrie mit Aromen und Gewürzmischungen aus eigener Herstellung. Die in Budapest (Ungarn) ansässige Stockmeier Food Kft. ist in der Produktion und im Vertrieb von Aromen tätig. Im Anhang (Anlage 3 Seite 2 ff.) befindet sich eine vollständige Übersicht über alle Beteiligungen der Stockmeier Gruppe. 1.2. Forschung und Entwicklung Der Konzern investiert in die anwendungstechnische Weiterentwicklung vorhandener, sowie in die Entwicklung neuer Produkte. Der Schwerpunkt der Ausgaben fällt in den produzierenden Einheiten der Gruppe an, in denen über 69 Mitarbeiter mit Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraut sind. Der Etat liegt bei T€ 6.520 (Vorjahr: T€ 6.300). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vergangenen Kalenderjahr waren in den für unser Geschäft relevanten Ländern stabil zum Vorjahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) innerhalb der EU ist in 2021 (real) um mehr als 2 % gewachsen. In Deutschland betrug das BIP im Jahr 2021 rund 3,6 Billionen Euro was einem preisbereinigten Wachstum von 2,6 % zum Vorjahr entspricht. Nachholeffekte aus der Corona Krise auf der Konsumentenseite sowie anhaltende Investitionen in Infrastrukturprojekte waren die wesentlichen Treiber dieses Wachstum. Gemäß Verband Chemiehandel e.V. - Statistik weist die Mehrheit der Unternehmen innerhalb der Branche eine positive Umsatzentwicklung im Jahr 2021 aus. Im Folgenden werden die Umsätze der Branche, deren Verteilung sowie die Veränderung zum Vorjahr tabellarisch dargestellt: Veränderung zu 2020
2.2. Geschäftsverlauf Der Geschäftsbereich Stockmeier Chemie trug im Wesentlichen zum Umsatzwachstum der Gruppe von 30,3 % oder T€ 310.297 auf T€ 1.334.607 zum Vorjahr (T€ 1.024.310) bei. Die deutliche Umsatzsteigerung im Bereich der Industriechemikalien beruht im Wesentlichen auf den stark gestiegenen Rohstoffpreisen bedingt durch hohe Nachfrage unserer Kunden und den Einschränkungen auf den Beschaffungsmärkten. Das Rohergebnis stieg um + 8,3 % oder T€ 26.581 auf T€ 346.732. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) von T€ 84.479, nach Anpassung der Sondereffekte 1) von T€ 6.903 aus dem Vorjahr (GJ 2020/21), hat sich verstetigt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Verlauf des Geschäftsjahres für die Stockmeier-Gruppe zufriedenstellend war.
2.3. Darstellung der Lage 2.3.1.Ertragslage Das Konzernjahresergebnis steigt im Vergleich zum Vorjahr (GJ 2020/21) von T€ 60.996 auf T€ 61.008. Die Geschäftsführung ist mit der Ertragslage zufrieden. 2.3.2.Finanzlage Der Jahres-Cash Flow wurde auf T€ 87.164 um T€ 713 oder 1 % zum Vorjahr gesteigert (GJ 2020/21: T€ 86.451). Nahezu T€ 8.700 wurden in den Zukauf neuer Firmen bzw. Geschäftsanteile investiert. In den Kapazitätsausbau und die Optimierung der Standorte flossen weitere T€ 35.000. Die Finanzlage der Gruppe ist als komfortabel zu bezeichnen. Für Liquiditätsspitzen stehen ausreichend Liquidität zur Verfügung. Das Eigenkapital veränderte sich um T€ 33.212 auf T€ 313.744 mit einer Eigenkapitalquote von 45,3 % (Vorjahr: 50,8 %). Die Unternehmensgruppe ist jederzeit und fristgerecht seinen Zahlungsverpflichtungen nachgekommen. Lieferantenrechnungen wurden nach Möglichkeit unter Ausnutzung von Skonto bezahlt. Die Geschäftsführung ist mit der Finanzlage zufrieden. 2.3.3. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns ist weiterhin stabil. 38,4 % des Vermögens wird für das Anlagevermögen verwendet. Eine Ausweitung hauptsächlich der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben die Bilanzsumme deutlich ansteigen lassen. Bei der Betrachtung der horizontalen Bilanzstruktur lässt sich feststellen, dass unter Zusammenfassung von Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital das Anlagevermögen wie in den Vorjahren fristenkongruent finanziert ist. Die Geschäftsführung ist mit der Vermögenslage zufrieden. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.4.1. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertrag, Umsatzrendite und den Jahres-Cash-Flow (Jahresergebnis + Abschreibungen +/- Zu-/Abnahme der langfristigen Rückstellungen) heran. Der Rohertrag erhöhte sich gegenüber den Vorjahreswerten um T€ 26.581 auf T€ 346.732. Die Umsatzrendite (vor Sondereffekten im Vorjahr 1) ) ergibt sich mit 4,8 %. Der erzielte Jahres-Cash-Flow der Unternehmensgruppe verbesserte sich von T€ 86.451 um T€ 713 auf T€ 87.164. 2.4.2.Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Informationen über Qualitätsmanagement/Umweltschutz Bei allen Unternehmen der Stockmeier-Gruppe wurden die vorhandenen Qualitätsnormen im Rahmen jährlicher Audits durch anerkannte Zertifizierungsgesellschaften nach DIN EN ISO 9001:2015 überprüft und bestätigt. Zudem wurde in allen Unternehmen erfolgreich ein Energieaudit nach DIN EN 16247 durchgeführt. Die Stockmeier Chemie, Bielefeld, sowie die Stockmeier Chemie, Dillenburg, erfüllen ebenfalls die Vorgaben des ,Responsible Care' Programms und weisen dieses regelmäßig mit externen Audits nach. Die Stockmeier Food hat sich die Konformität nach dem HACCP-Konzept bestätigen lassen, womit die Umsetzung einer Gefährdungsanalyse im Umgang mit Chemikalien, insbesondere bei den relevanten Produktsegmenten aus dem Lebensmittel-, Futtermittel- und Pharmabereich bescheinigt wird. Darüber hinaus werden die Unternehmensstandorte Bielefeld und Eilenburg dem Umweltaudit ESAD II unterzogen. Alle externen Audits werden durch interne Audits vorbereitet. Begleitend werden monatlich interne Reklamationsauswertungen und -analysen vorgenommen, um die selbst gesetzten Qualitätsstandards zu kontrollieren und wenn möglich zu verbessern. Durch den konsequenten Einsatz von SAP R/3 in der Unternehmensgruppe haben sich auch vor allem im Qualitätsmanagement weitere Verbesserungen ergeben, da wir hiermit auf einem international hohen Standard aufsetzen. So stellen wir beispielsweise durch die Verwaltung der Liefer- und Produktionschargen an allen Standorten der Stockmeier-Gruppe eine hohe Qualität unserer Produkte sicher. Jedes Unternehmen muss heute gewährleisten, dass seine Geschäftspartner und seine Mitarbeiter nicht als terrorverdächtige Personen bzw. Organisationen gelten. Die offiziellen Sanktionslisten, die unter anderem auf die EU-Verordnungen 2580/2001 und 881/2002 zurückgehen, sind für uns verbindlich. Die Stockmeier-Gruppe hat ein in die SAP Software integriertes Compliance System im Einsatz, dass die gesamten Adressdatenbanken fortwährend mit der jeweils aktuellen Version aller relevanten Sanktionslisten abgleicht und im Fall der Fälle eine Auslieferung verhindert. Alle Betriebsflächen, Gebäude, Tankanlagen und Abfülleinrichtungen unterliegen regelmäßigen Überwachungen durch die hierfür zuständigen Ämter und Behörden sowie weiteren Sachverständigen. Tankanlagen, Abfülleinrichtungen und sonstige technische Einrichtungen werden regelmäßig gewartet und falls erforderlich dem Stand der Technik angepasst. Der Umweltschutz wird nicht nur durch aktive Teilnahme an diversen Umweltausschüssen und der Unterstützung von Umweltinitiativen gelebt, sondern findet auch in der vorbildlichen Sicherheitsausstattung unserer Betriebe Ausdruck. Informationen über Arbeitnehmerbelange Die Personalstruktur in der Stockmeier-Gruppe ist durch flache Hierarchien und schnelle Entscheidungswege geprägt. Einheitliche Standards werden durch die Zentralisierung von Dienstleistungen, insbesondere für die Abteilungen Einkauf, Finanzmanagement, Buchhaltung, Personalwesen, IT, Projektmanagement sowie Qualitätsmanagement erreicht. Die Qualität der Führung wird zudem im Rahmen von Führungskreisen verbessert. Ebenso werden Mitarbeiter regelmäßig im Rahmen von internen und externen Schulungen fachlich sowie persönlich gefördert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Die Vorjahresprognose mit einer leichten Steigerung für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 zum Wirtschaftsjahr 2020/2021 ist fast vollständig eingetreten. Im Vergleich zur Vorjahresprognose für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 haben sich die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahres 2022/2023 im Ergebnis und den Umsatzerlösen nochmal besser entwickelt. Das aktuelle Marktumfeld und die damit einhergehende Geschäftsentwicklung ist zur Vorjahresprognose weiterhin von einer hohen Nachfrage, gepaart mit teilweiser Produktknappheit in einigen Bereichen und den damit einhergehend steigenden Marktpreisen geprägt. Die Geschäftsführung prognostiziert für die Stockmeier-Gruppe einen Konzernjahresüberschuss von T€ 65.000 für das Geschäftsjahr 2022/2023. Für Rohertrag, Umsatzrendite und Jahres-Cash-Flow erwarten wir Werte leicht über dem Vorjahresniveau. Insgesamt sind wir der Ansicht, dass die Stockmeier-Gruppe aufgrund des sehr breiten Produktportfolios, der europäischen Präsenz, der Vernetzung in beinahe alle Branchen und dem in den letzten Jahren stark vorangetriebenen Ausbau des Unternehmens mit dem Fokus auf der Erhöhung der Produktionstiefe für die Zukunft gut aufgestellt ist. Vor dem Hintergrund weiterhin hoher Preise für Strom und Gas, neuer Krisen und eine potenzielle Ausweitung des Konflikts um die Ukraine und der potenziellen Restriktionen in China erwarten wir eine Verschlechterung der Fundamentaldaten für den Euroraum und die Weltwirtschaft. 3.2. Chancenbericht Die zukünftigen Chancen für die weitere Entwicklung der Stockmeier-Gruppe fußen in einer starken Unternehmenskultur basierend auf Unternehmergeist und Innovationskraft und den gelebten Werten eines mittelständisch geprägten Chemiehandelsunternehmens. Es bestehen weiterhin Potentiale sowohl für organisches Wachstum in vielen Bereichen des Unternehmens als auch im externen Wachstum durch Zukäufe, um dadurch gezielt unsere Aktivitäten im Europäischen Marktumfeld weiter auszudehnen. 3.3. Risikobericht Die Risikosteuerung ist eine direkte Aufgabe der Geschäftsführung. Insbesondere die Aspekte Betriebssicherheit und Umweltschutz, die IT-Sicherheit und die Abschätzung von Risiken durch Forderungsausfälle werden ständig überwacht. Eine Geschäftsordnung und funktionsbezogene Richtlinien schaffen Klarheit über die jeweiligen Kompetenzen im Unternehmen. Die zur Unternehmenssteuerung erforderliche Transparenz wurde weiter verbessert. Das bestehende Management-Reporting wird ständig ergänzt und um aktuelle Anforderungen erweitert. Währungsrisiken werden, wo relevant, regelmäßig durch Transaktionen in der jeweiligen Fremdwährung abgesichert. Auf der Beschaffungsseite ist es momentan schwer absehbar, wie sich Preise und Verfügbarkeit von Chemikalien entwickeln werden. Die Preissteigerungen, die auf der Einkaufsseite eintreten, können teilweise nur mit einiger Zeitverzögerung an die Kunden weitergegeben werden. Grundsätzlich sind die bestehenden Engpässe bei Materialien und Vorprodukten als eines der wesentlichen Risiken im aktuellen Geschäftsumfeld zu betrachten. Die Stockmeier-Gruppe verfügt über breit gestreute Beschaffungs- und Lagerkapazitäten; mit zahlreichen Produktions- und Lagerstandorten haben wir jederzeit die Möglichkeit, die Versorgung der Kunden sicherzustellen. Die Aufstellung hat sich durch die jüngsten Akquisitionen in Europa nochmals verbessert. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten. Unser zentrales Debitorenmanagement wird auf alle Beteiligungen ausgeweitet als wesentlicher Bestandteil unseres internen Risikomanagements. Sämtliche Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Geschäftsführung ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeder Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden regelmäßig Finanzpläne erstellt. Risiken, welche den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind derzeitig nicht erkennbar. Auch die Zusammenarbeit mit dem Beirat ist vertrauensvoll und gibt dem Management weitere Impulse. Als familiengeführte STOCKMEIER Unternehmensgruppe sind wir bevorzugter und unverzichtbarer Partner für unsere Kunden und Lieferanten. Unsere Vielfalt und Mitarbeiter machen uns einzigartig und sind die Grundlage unseres Erfolges.
Bielefeld, 15. September 2022 gez. Peter-August Stockmeier gez. Matthias Vogt gez. Dr. Uwe Damrau gez. Heinrich Eickmann Sonstige Berichtsbestandteile: Der Konzernabschluss wurde am 11. November 2022 gebilligt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stockmeier Holding GmbH, Bielefeld: Prüfungsurteile Ich habe den Konzernabschluss der Stockmeier Holding GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 28. Februar 2022 und der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Konzernlagebericht der Stockmeier Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2021 bis zum 28. Februar 2022 geprüft. Nach meiner Beurteiluna aufarund der bei der Prüfuna aewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Bielefeld, 9. November 2022 gez. Birger Lange, Wirtschaftsprüfer |
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