Nok Akt Social Engineering GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten von Werbeagenturen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Fabian Philipp Berkemeier seit 21.3.2023 | Geschäftsführer |
Wioletta Kotowa seit 5.2.2021 | Prokura |
Martin Dr. Albrecht seit 1.11.2007 | Geschäftsführer |
Hans-Dieter Nolting seit 21.2.2007 | Geschäftsführer |
Bertram Prof. Dr. Häussler seit 18.11.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
IGES Institut GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die IGES Institut GmbH wurde 1980 von Wissenschaftlern der Technischen Universität Berlins gegründet. Sie ist der Kern der IGES-Gruppe und eines der größten privatwirtschaftlichen Forschungs- und Beratungsunternehmen für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen in Deutschland. Die IGES Institut GmbH ist eine eigentümergeführte, mittelständische Unternehmensgruppe. Sie ist mit ihren im Allein- bzw. Mehrheitseigentum befindlichen 13 Tochtergesellschaften in Deutschland und im europäischen Ausland ein europaweiter Verbund hochspezialisierter Unternehmen, die schwerpunktmäßig im Bereich des Gesundheitswesens, aber auch in anderen Gebieten öffentlicher Infrastrukturen aktiv sind. Die Gruppe beschäftigt mehr als 200 Expertinnen und Experten aus den Fachrichtungen Medizin, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften, Statistik und Informatik. Die Geschäftsaktivitäten der IGES Gruppe konzentrieren sich auf folgende Geschäftsfelder: 1. Geschäftsfeld LifeScience - Value Based Market Access in Europa Das Geschäftsfeld IGES LifeScience kombiniert die Expertise aller Teilbereiche der IGES Gruppe für den Marktzugang von Arzneimitteln, Medizinprodukten und Digital Health Produkten in europäischen Schlüsselmärkten. Kunden sind Unternehmen der pharmazeutischen und Medizinprodukteindustrie. Mit der Dachmarke "IGES LifeScience" wird die in unterschiedlichen Einheiten der IGES Gruppe vorhandene Kompetenz je nach kundenspezifischer Fragestellung und Länderfokus gebündelt zur Verfügung gestellt. Unter der Dachmarke "IGES LifeScience" differenzieren die drei Submarken "IGES Pharma", "IGES Digital" und "IGES MedTech" auf diese drei Produktkategorien, die bezüglich regulatorischen Produktanforderungen, Marktzugang und Kostenerstattung jeweils unterschiedlich reguliert sind. Die europäische Ausrichtung der IGES-Gruppe mit Präsenz in den Ländern Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich ermöglicht im Geschäftsfeld "IGES LifeScience" die Entwicklung länderspezifischer Marktzugangskonzepte und perspektivisch eines europaweiten Angebotes. Die IGES Institut GmbH selbst ist schwerpunktmäßig in den Bereichen Pharmaceuticals und Digital Health tätig. 2. Geschäftsfeld IGES Infrastruktur - Personenbezogene Infrastrukturen in Deutschland Das Geschäftsfeld "Infrastruktur" unterstützt öffentliche und private Stakeholder in den Bereichen
Kunden sind insbesondere Ministerien und nachgelagerte Behörden, Verbände, Stiftungen, Aufgabenträger im Verkehrsbereich, Bildungsunternehmen und Infrastrukturbetreiber, Kommunen, Projektträger, Investoren und Wohnungsunternehmen. Als Wissensunternehmen ist die IGES Institut GmbH stark in der Analyse komplexer Datengrundlagen und der Ableitung von Schlussfolgerungen auch und gerade in der Verbindung und übergreifenden Analyse unterschiedlicher Infrastrukturen wie Bildung, Gesundheit, Wohnen und Mobilität und ihrer Interdependenzen. 3. Geschäftsfeld "Digitale Produkte" Die IGES Institut GmbH beschäftigt Softwareentwickler, die kontinuierlich die eigene ERP-/CRM-Lösung IIS5 "IGES Informations-System 5" und die "IGES-Software-Suite" - hierbei handelt es sich um eine Reihe digitaler Assistenten für die Unterstützung literatur- bzw. textbasierter Analysen - optimieren und weiterentwickeln. In 2022 wurde mit "IGES ARA" eine webbasierte AMNOG-Analyseplattform in Betrieb genommen, die umfassende Einsicht in die Nutzenbewertung neuer Arzneimittel nach dem 2011 eingeführten "Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz" (AMNOG) gibt. ARA wird als Lizenz an externe Kunden angeboten. Im Geschäftsjahr wurde die 2021 begonnene Entwicklung von IGES CLARA weitergeführt. Diese Software wird seit Ende März 2023 produktiv genutzt. CLARA ist ein digitaler Forschungsassistent, der den Prozess der systematischen Literaturrecherche (SLR) optimiert. Zu seinen wichtigsten Funktionen gehört das Filtern und Extrahieren relevanter Studien, die automatische Erkennung relevanter Studienattribute nach dem PICO-Schema, die Bewertung ihrer Relevanz anhand von Zitationsmetriken und Autorendetails sowie die Suche nach Schlüsselwörtern mit CLARAs Autoindex. CLARA vereinfacht mit seinen fortschrittlichen NLP-Fähigkeiten und Kl-gestützten Funktionen die komplexe Aufgabe der Durchführung von SLRs und ermöglicht es den Forschern, sich auf die entscheidende Aufgabe der Analyse und Synthese der Ergebnisse zu konzentrieren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Erholung der Weltwirtschaft wurde in 2023 in vielen Ländern durch hohe Inflationsraten und steigende Zinsen belastet, zeigt sich aber trotz zahlreicher Krisen als überraschend widerstandsfähig. Die Wirtschaftsentwicklung zeichnete sich zudem durch stark regionale und branchenabhängige Unterschiede aus. 2. Branchenbezogene Entwicklung Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen e.V. (BDU) sieht für die Consulting-Branche eine positive Entwicklung, insbesondere der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird als Chance gesehen. Vor allem bei großen und mittelgroßen Marktteilnehmern werden bei Recherche- oder Analyseaufgaben Vorteile durch Zeit- und Produktivitätssteigerung erwartet. Der Geschäftsklimaindex des BDU berichtet seit der 2. Jahreshälfte 2023 von einer konjunkturellen Seitwärtsbewegung der Branche in Deutschland und ist stabil ins Jahr 2024 gestartet. Die Mehrheit der Branche bewertet die Geschäftsaussichten als günstig oder gleichbleibend und vermeldet das die aktuelle Geschäftslage über Budget im Plan liegt. Für die Entwicklung der beiden Geschäftsfelder LifeScience und IGES Infrastruktur deuten zudem weitere Indikatoren auf eine nachhaltige Entwicklung der Auftragslage hin. a. LifeScience Basis für das Geschäftsmodell des Geschäftsfelds LifeScience im IGES Institut sind die Investitionen der pharmazeutischen Industrie und Medizinprodukteindustrie in die Entwicklung neuer Produkte sowie die Neuzulassungsverfahren für Arzneimittel und Medizinprodukten bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) und der U.S. Food & Drug Administration (FDA), die in 2023 auf dem Niveau von 2022 liegen. Gemäß des Branchenberichts des Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) liegt die pharmazeutische Industrie auch 2023 an der Spitze bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung in Deutschland, Europa und der Welt und kann sich als einzige Schlüsselindustrie mit steigenden Investitionen, von Branchen wie dem Automobilbau, der Elektroindustrie, dem verarbeitenden Gewerbe, dem Maschinenbau und der chemischen Industrie, absetzen. b. IGES Infrastruktur Für die Sozial- und Infrastrukturforschung gibt es keine eigenen statistischen Erhebungen über die Größe des Marktes für Beratungsleistungen. Hier können vielmehr die amtlichen Statistiken über die Ausgaben der öffentlichen Haushalte und privaten Bereiche in Deutschland als Indikator dienen. Laut dem statistischen Bundesamt haben sich die Gesundheitsausgaben in Deutschland in 2022 um 4,8% (Vorjahr 7,5%) auf € 497,7 Mrd. erhöht. Schätzungen für 2023 gehen von einem leichten Ausgaben-Rückgang um 0,6% aus. Der Rückgang der coronabedingten Ausgaben um rd. € 25 Mrd. wird durch Erhöhungen der übrigen Gesundheitsausgaben aufgezehrt. Für den Gesundheitsbereich lässt sich feststellen, dass in Unternehmen und öffentlichen Akteuren weiterhin ein hoher Bedarf an forschenden und beratenden Dienstleistungen besteht. Die Beratungsleistungen dienen entweder der Begleitung des Strukturwandels sowie der Optimierung des Ressourceneinsatzes bzw. der Kostenerstattung oder der Ableitung von Annahmen zur künftigen Entwicklung, die den Stakeholdern Rückschlüsse auf die Ausrichtung und Handlungsoptionen darbieten. Für Bildung, Forschung und Wissenschaft wird im Jahr 2022 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Anstieg der Ausgaben um rund 6% (Vorjahr 5%) auf € 370 Mrd. erwartet. Für 2023 liegt aktuell noch keine Prognose vor. Für die Bereiche Mobilität, Wohnen und Umwelt gibt es noch keine belastbaren statistischen Auswertungen. Die Ausgaben der öffentlichen Haushalte werden hier in den kommenden Jahrzehnten einen größeren Stellenwert einnehmen, weil sowohl im Wohnungs- als auch im Mobilitätsbereich starke Impulse zur Reduzierung der Emission von Treibhausgasen zu massiven Investitionen und administrativen Aktivitäten führen werden. Die kontinuierliche Steigerung der Ausgaben in den sozialen und Infrastrukturbereichen gehen einher mit neuen Anforderungen an forschende und beratende Dienstleistungen, wie sie von IGES Institut GmbH angeboten werden. III. Geschäftsverlauf Die Auftragslage hat sich im Jahr 2023 im Großen und Ganzen stabil entwickelt. Auch im Jahr 2023 setzte sich der langjährige Trend einer steigenden Nachfrage nach Beratungs- und Forschungsleistungen der IGES Institut GmbH fort. Der Geschäftsbereich IGES Infrastruktur liegt bei Umsatz und Ergebnis unter der Planung für das Jahr 2023. Verzögerungen bei der Aufstellung des Bundeshaushalts für die Jahre 2023 und 2024 haben sich in untergeordnetem Maße auf das Gesundheitssystem und andere soziale Infrastrukturen ausgewirkt. Vielmehr hat sich gezeigt, dass die geplanten Kapazitäten (Anzahl der Mitarbeiter und FTE) nicht erreicht wurden und in der Folge weniger abrechenbare Leistungen erbracht werden konnten. Der Geschäftsbereich LifeScience hat seine Ziele für das Jahr 2023 sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis übertroffen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Hervorzuheben sind insbesondere die Abwicklung komplexer multinationaler Projekte mit größeren Auftragsvolumina sowie die Übererfüllung der Auslastungsziele. IV. Darstellung der Lage a. Ertragslage Im Prognosebericht des Vorjahres ging die Geschäftsführung trotz belastender Faktoren wie dem verlangsamten globalen Wirtschaftswachstum und Schrumpfen der deutschen Wirtschaft von einer positiven Unternehmensentwicklung aus und plante insgesamt wegen einer bestehenden hohen Auftragslage im Geschäftsbereich Life-Science und einer erwarteten stabilen Auftragslage im Geschäftsbereich Infrastrukturen insgesamt mit einer nennenswerten Steigerung der Umsatzerlöse und Ergebnisse. Inflations- und energiepreisbedingte Kostensteigerungen sowie steigende Personalkosten sollten weitestgehend durch den Anstieg an Umsatzerlösen kompensiert werden. Die geplante Steigerung der Umsatzerlöse um 27 % wurde mit einer Erhöhung um 25 % nicht erreicht. Das geplante Ergebnis vor Steuern von € 2,3 Mio. wurde wegen außerordentlichen Abschreibungen auf Finanzanlagen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt € 3,9 Mio. nicht erreicht und weist einen Verlust von € 1,8 Mio. aus. Im Geschäftsjahr erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr die Umsätze einschließlich Bestandsveränderungen um 20 % auf € 16,9 Mio. Sonstige betriebliche Erträge haben sich um € 0,2 Mio. auf € 0,2 Mio. reduziert. Aufgrund der Steigerung von Fremdleistungen um € 1,3 Mio. auf € 4,0 Mio. hat sich das Rohergebnis im Vorjahresvergleich um 13 % von € 11,8 Mio. auf € 12,1 Mio. erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich um € 0,6 Mio. auf € 9,1 Mio. erhöht. Das beruht auf dem Aufbau von Mitarbeiterkapazität, variablen Gehaltsbestandteilen und Abfindungszahlungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 2,2 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Abschreibungen haben sich um € 3,6 Mio. auf € 4,2 Mio. erhöht. Davon entfallen € 3,9 Mio. auf Finanzanlagen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Beteiligungsergebnis hat sich von € 2,6 Mio. auf € 0,6 Mio. reduziert. Das EBITDA hat sich um € 0,7 Mio. auf € 1,8 Mio. erhöht und geht einher mit höheren Umsatzerlösen und einer gesteigerten Auslastung im Geschäftsjahr. Das Zinsergebnis und der Steueraufwand liegt mit € 0,4 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 0,3 Mio. Dem Jahresfehlbetrag von € 2,2 Mio. (Vorjahr Jahresüberschuss von € 2,6 Mio.) liegt maßgeblich die außerordentlichen Wertberichtungen und das reduzierte Beteiligungsergebnis zugrunde. b. Finanzlage Die wesentlichen Entwicklungen der Liquidität sind im Geschäftsjahr 2023 wie folgt: Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt € 0,5 Mio. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von € 0,7 Mio. beinhaltet Beteiligungserträge von € 0,6 Mio. sowie Mittelabflüsse für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Anlagevermögen von € 0,3 Mio. sowie € 0,5 Mio. in den Erwerb von Beteiligungen. Die Ausreichung von Darlehen an Tochtergesellschaften führte zu einem Mittelabfluss von € 0,6 Mio. im Jahr 2023. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von € 1,0 Mio. beinhaltet die Rückführung von Bankkrediten (€ 1,0 Mio.) und gezahlte Zinsen. Zum Ende des Geschäftsjahres verfügte die IGES Institut GmbH über liquide Mittel von € 1,2 Mio. (Vorjahr € 2,4 Mio.). Die Liquidität war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fristgemäß erfüllt. c. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um € 3,6 Mio. reduziert und ist maßgeblich geprägt von den im Geschäftsjahr vorgenommenen Wertberichtungen. Das Anlagevermögen beträgt € 5,7 Mio. und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr bei Investitionen von € 1,4 Mio. und Abschreibungen von € 3,2 Mio. um € 1,8 Mio. reduziert. Das Anlagevermögen beinhaltet neben Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung im Wesentlichen Beteiligungen an verbundenen Unternehmen, die im Anhang dargestellt sind. Das Umlaufvermögen hat sich um € 1,8 Mio. auf € 4,8 Mio. reduziert (Vorjahr € 6,7 Mio.). Davon entfallen € 0,4 Mio. auf den Bestandsabbau bei den Vorräten, € 0,3 Mio. auf die Verringerung der Forderungen/sonstigen Vermögensgegenständen sowie € 1,2 Mio. auf die Reduzierung der Bankguthaben. Das Eigenkapital hat sich um den Jahresfehlbetrag von € 2,2 Mio. auf € 7,3 Mio. reduziert, was einer Eigenkapitalquote von 68,3% entspricht. Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um € 1,3 Mio. auf € 3,4 Mio. reduziert und geht im Wesentlichen auf die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von € 1,0 Mio. sowie der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 0,1 Mio. zurück. Der Erhöhung von Rückstellungen um € 0,2 Mio. stehen die Reduzierung sonstiger Verbindlichkeiten von € 0,3 gegenüber. d. Gesamtaussage zur Lage Die IGES Institut GmbH weist eine stabile Ertragslage aus. Die Liquidität im kurzfristigen Bereich ist positiv; das Anlagevermögen ist langfristig finanziert. Die Eigenkapitalausstattung hat sich trotz des Jahresfehlbetrages weiter verbessert. Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung haben sich über beide Geschäftsbereiche hinweg nicht vollständig erfüllt. Dennoch ist die Geschäftsführung mit dem Jahresergebnis insgesamt eingeschränkt zufrieden. V. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung der IGES Institut GmbH ist die Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie der betriebliche Rohertrag besonders relevant. VI. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Zudem werden für die interne Unternehmenssteuerung der IGES Institut GmbH weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Hierzu gehören unter anderem Auftragseingang, Akquisevolumen und Auslastung der Mitarbeiter gemessen an der Arbeitszeit für finanzierte Projekte. VII. Chancen und Risiken 1. Risikobericht Aus der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken ergibt sich die Einschätzung der Gesamtrisikosituation. Aufgrund der sich abzeichnenden Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung, der zunehmenden Bedrohungslage durch Cyber-Angriffe und der unsicheren geopolitischen Lage ist die Gesamtrisikosituation im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen, sowie der Veränderungsdruck durch neue Technologien oder strategische Transformationen. a. Abhängigkeit des Unternehmens von Kunden Es besteht das Risiko, dass die IGES Institut GmbH von einzelnen größeren Kunden nicht mehr beauftragt wird oder sich die Abwicklung bestehender Vertragsbeziehungen verzögert und dies einen erheblichen Einfluss auf die Geschäftswicklung hat. Die Eintrittswahrscheinlichkeit für den Ausfall mehrerer größerer Kunden wird als gering eingeschätzt. Die IGES Institut GmbH arbeitet nicht nur mit einzelnen Großkunden zusammen, sondern hat einen breiten Kreis von Auftraggebern, der zudem heterogen ist. Sie wird von verschiedenen Unternehmen der Pharmaindustrie sowie öffentlichen und privaten Stakeholdern des Gesundheitswesens, der Mobilität und Verkehrsinfrastruktur, der Aufgabenträger, Bildungsunternehmen und Infrastrukturbetreiber im Bildungsbereich, von Kommunen, Projektträgern, Investoren und Wohnungsunternehmen im Bereich von Wohnen und Immobilien sowie in allen Bereichen Politik und Verwaltung auf allen staatlichen Ebenen, beauftragt. Die breite Basis von Auftraggebern reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Auftraggebern signifikant und minimiert das Risiko, durch den Verlust einzelner Kunden kritische Einbußen zu erleiden. Das Umsatzvolumen mit den drei/fünf größten Kunden liegt bei 27%/36% (Vorjahr 22%/31%) des Jahresumsatzes. Mit wesentlichen Auftraggebern wurden Rahmenverträge geschlossen, die eine vereinfachte Auftragsvergabe ermöglichen und eine kontinuierliche Zusammenarbeit fördern. Verzögerungen in der Auftragsabwicklung treten selten auf und werden mit den Kunden abgestimmt. Sie haben in der Regel keinen erheblichen Einfluss auf die operative Geschäftstätigkeit. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ausfalls eines einzelnen größeren Kunden werden für das Unternehmen daher als gering und beherrschbar eingeschätzt. b. Branchenspezifische Risiken Die Geschäftsaktivitäten der IGES Institut GmbH konzentrieren sich auf Geschäftsfelder und Dienstleistungen, die relativ unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklung angefragt werden. Zudem liefern das Unternehmen und damit verbundene Firmen Dienstleistungen zur Bewältigung massiver gesellschaftlicher Problemlagen wie der Gesundheit der Bevölkerung und der Bezahlbarkeit der Versorgung, Mobilitätseinschränkungen, und die Bezahlbarkeit des Wohnens und verschiedene Umweltbelastungen in Verbindung mit Wohnen und Mobilität. Auf Leistungen dieser Art können öffentliche und private Auftraggeber nicht ohne weiteres verzichten. Das branchenspezifische Risiko wird daher als gering bewertet. Falls es dennoch zu einem bedeutsamen Rückgang der Auftragslage käme, würde sich dieser in einem mittelfristigen Zeitraum vollziehen, der eine gezielte Reaktion ermöglichen würde. c. Produktionswirtschaftliche Risiken Die IGES Institut GmbH stellt den wesentlichen Teil ihrer Dienstleistungen mit eigenem wissenschaftlichem Personal her. Darüber hinaus kann auf qualifiziertes Personal bei den Tochterunternehmen zurückgegriffen werden. Entsprechend bestehen geringe externen Abhängigkeiten von dritten Gesellschaften, insbesondere hinsichtlich Lieferfähigkeit und Einkaufspreisen. Im Falle eines Ausfalls oder Engpasses eigener Kapazitäten können Freelancer beauftragt werden. Auf etwaige Risiken im Hinblick auf potenzielle Ausfälle der Informationstechnik wurde reagiert, so dass Mitarbeiter auf die IT-Infrastruktur innerhalb und außerhalb des Büros auf Kernfunktionalitäten zurückgreifen können. Um den allgemeinen Risiken zu begegnen, führt das IGES Institut kontinuierlich technische und organisatorische Maßnahmen durch. Wichtige Prozesse und Infrastrukturen zu Informationstechnologie und Sicherheit werden auf der Grundlage von Best-Practice-Rahmenwerken etabliert, regelmäßig aktualisiert und kontrolliert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als sehr gering eingeschätzt. d. Rechtliche Risiken Es können sich aus einem Verstoß gegen geltende Datenschutzbestimmungen potenzielle Rechtsrisiken ergeben. Durch Verträge mit den Auftraggebern können die Eintrittswahrscheinlichkeit von Verstößen hingegen vermieden werden. Gerade bei sensiblen Daten kann ein Verstoß zum Verlust der Reputation und wirtschaftlichen Konsequenzen führen. Um das Risiko zu minimieren, gibt es einen internen und einen externen Datenschutzbeauftragten, welche die getroffenen Maßnahmen regelmäßig überprüfen. Zusätzlich werden die Mitarbeiter hierzu regelmäßig geschult. Aus der Zusammenarbeit mit angelsächsischen Auftraggebern ist die IGES Institut GmbH verschiedenen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Risiken können durch Haftungsfragen oder dem Forderungseinzug außerhalb Deutschlands entstehen. Mit der Einbindung von externen Rechtsanwälten bei Vertragsangelegenheiten werden etwaige Rechtsrisiken auf ein Minimum reduziert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als gering eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird als hoch eingeschätzt. e. Personelle Risiken Die IGES Institut GmbH bewegt sich in einem sehr kompetitiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Diese zu gewinnen und nachhaltig im Unternehmen zu halten, ist von sehr großer Bedeutung für das Unternehmen. Die Gewinnung juniorer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich bislang als unproblematisch erwiesen. Die Gewinnung von Projekt- und Bereichsleitern erfordert einen mit den Jahren zunehmenden Zeit- und Kostenaufwand. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos wird als moderat eingeschätzt. Die Auswirkung der im Falle eines Risikoeintritts resultierenden Konsequenzen für die Gesellschaft wird ebenfalls als moderat eingeschätzt. 2. Chancenbericht Die IGES Gruppe ist im Geschäftsfeld LifeScience in den großen europäischen Märkten vertreten und bietet ihren Kunden neben den klassischen HTA-Dossiers Beratungsansätze über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Für die IGES Gruppe und das IGES Institut bieten sich in der zunehmenden Wahrnehmung als multinationaler Full-Service-Anbieter weitere Chancen zur Gewinnung neuer Kunden in der Pharmaindustrie und die Erschließung neuer Märkte innerhalb von Europa. Für das Geschäftsfeld IGES Infrastruktur lässt sich feststellen, dass in allen Bereichen der Sozial- und Infrastrukturforschung aufgrund des Strukturwandels im Gesundheitsbereichs, der globalen Klimakrise und insbesondere den Megatrends wie die Eindämmung des Klimawandels neue Anforderungen an forschende und beratende Dienstleistung im Bereich Verkehr (Mobilität), Bildung, Wohnen, Umwelt und anderen Infrastruktursektoren entstehen, so dass insgesamt und dauerhaft mit einer erhöhten Nachfrage zu rechnen ist. Die Innovationskraft der IGES Institut GmbH zeigt sich in der Anwendung von Kl-gestützten Funktionen bei der Entwicklung von Forschungsassistenten, die in den komplexen datenbezogenen Projekten zur Auswertung und zur systematischen Literaturrecherche effizienzsteigernd angewendet werden. Die entsprechenden Fähigkeiten und Kapazitäten vom IGES Institut und der IGES Gruppe werden im Vergleich zum Wettbewerb als stark überdurchschnittlich eingeschätzt. Die IGES Institut GmbH ist zuversichtlich, dass die bestehenden Chancen wie in der Vergangenheit geschehen genutzt werden können. 3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken Im Wesentlichen sind die Risiken mit Ausnahme der Inflation in den letzten Jahren unverändert geblieben. Aus heutiger Sicht kann die IGES Institut GmbH diese durch gezielte Gegenmaßnahmen begrenzen und kontrollieren. Es ergeben sich gegenwärtig keine bestandsgefährdenden Risiken. Insgesamt überwiegen die Chancen den Risiken deutlich. VIII. Prognosebericht Auch in 2024 bliebt das makroökonomische und geopolitische Umfeld herausfordernd. Der Krieg in der Ukraine, die anhaltende Inflation, die Wahlen in Europa und den USA, begünstigen die Rezessionsrisiken. Losgelöst davon geht die IGES Institut GmbH davon aus, dass die Gesamtwirtschaftliche Entwicklung sich in 2024 wie in den Vorjahren wenig bis kaum auf die Auftragslage auswirkt. Gradmesser für die eigene Auftragslage sind vielmehr, die Investitionen in Forschung & Entwicklung der pharmazeutischen Industrie sowie die konstant hohen Zulassungsanträge bei der Europäischen Arzneimittelbehörde. Auch die gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Strukturwandel im Gesundheitsbereich oder die Eindämmung des Klimawandels werden von einem Bedarf an Sozial- und Infrastrukturforschungen begleitet. Dies sorgt im Geschäftsbereich IGES Infrastruktur für eine stabile Auftragslage mit einer moderat steigenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Im Geschäftsbereich LifeScience ist für 2024 von einer stabilen Auftragslage auszugehen. Die Nachfrage nach strategisch relevanten multinationalen Projekten nimmt zu. Die langfristige Wettbewerbsfähigkeit wird durch die Gründung von weiteren Tochtergesellschaften in den großen europäischen Märkten gestärkt. Im Zuge der Durchführung multinationaler Projekte unter Einbindung der Tochtergesellschaften werden die Umsatzerlöse auf dem Niveau von 2023 erwartet und weiterhin überdurchschnittlich zum Ergebnis beitragen. Für 2024 erwartet die IGES Institut GmbH moderate Kostensteigerungen, die weitestgehend durch den Anstieg an Umsatzerlösen kompensiert werden. Das Beteiligungsergebnis wird in 2024 auf dem Vorjahresniveau zum Ergebnis vor Steuern beitragen. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass auf Grundlage der bisherigen und der geplanten Entwicklung die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der vergangenen Jahre fortgesetzt werden kann. Die Geschäftsführung rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einem stark positiv gegenüber dem aktuellen Geschäftsjahr gestiegenen Ergebnis.
Berlin, den 2. Oktober 2024 IGES Institut GmbH Prof. Dr. med. Bertram Häussler, Geschäftsführer Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer Dr. Martin Albrecht, Geschäftsführer Fabian Berkemeier, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine ErläuterungenDie IGES Institut GmbH mit Sitz in Berlin wird beim Amtsgericht Charlottenburg unter der HRB Nr. 16067 B geführt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes erstellt worden. Die Vorjahreszahlen sind zu Vergleichszwecken angegeben. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sind die bei den Posten der Bilanz anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Bilanz oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Bei der Erstellung des Anhangs wird von den größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert beibehalten. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatz- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264-277 HGB) aufgestellt. Nachstehend werden nur zu den wesentlichen Posten Ausführungen gemacht. Die Bewertung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte erfolgt mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Angemessene Teile der Gemeinkosten wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert, deren Nutzungsdauern in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen bemessen sind. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - unter Berücksichtigung planmäßig linearer Abschreibungen auf der Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauern, die in Anlehnung an die von der Finanzverwaltung veröffentlichten Afa-Tabellen bemessen sind. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Folgejahr als Abgang ausgewiesen. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Die Vorräte (unfertige Leistungen) wurden auf der Basis des Fertigstellungsgrades mit den Herstellungskosten bewertet, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Der Rechnungsabgrenzungsposten erscheint mit den vorausgezahlten Beträgen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle erkennbaren Risiken zu erfassen. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB Abzinsungen zum durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven latenten Steuern werden gemäß § 274 HGB gebildet. Sie betreffen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz aus der Aktivierung von selbst geschaffenen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Zum Bilanzstichtag vorhandene Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. III. Erläuterungen zur BilanzAktiva Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen ist aus dem als Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023 zu ersehen. Unter den Finanzanlagen werden folgende verbundenen Unternehmen erfasst:
Die Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2023. Umlaufvermögen Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 401.310,23 (2022: € 624.228,81) entfallen € 22.740,56 (2022: € 118.118,92) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und € 378.569,67 (2022: € 506.109,89) auf Darlehens- und Verrechnungskonten. Für Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. € 290.407,33 wurde ein Rangrücktritt erklärt. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Darlehens- und Verrechnungskonten) wurden € 1.029.189,66 abgeschrieben, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen gesondert ausgewiesen werden. Passiva Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt € 128.500,00. Es besteht eine Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB für den Betrag von € 104.769,25. Hiervon entfallen € 150.046,00 auf selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern von € 45.276,75. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Für die Verbindlichkeiten bestehen keine Sicherheiten, ausgenommen die üblichen Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen mit € 116.655,65 (2022: € 75.168,16) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten aus Darlehen sind in 2023 nicht mehr vorhanden (2022: € 146.469,99). latente Steuern Die passiven latenten Steuern betragen am Bilanzstichtag € 45.276,75 (2022: € 67.629,75). Im Geschäftsjahr 2023 wurden € 22.353,00 aufgelöst. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Personalaufwand
V. Sonstige AngabenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt € 3.041.920,05 (davon in 2024 fällig: € 1.001.920,61). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren aus Dauerschuldverhältnissen. Geschäftsführer waren in 2023:
Die Bezüge der Geschäftsführer betragen € 1.099.757,54. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 auf neue Rechnung vorzutragen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die IGES Institut GmbH zum 31. Dezember 2023 aufgrund der Nutzung der größenabhängigen Befreiungsvorschriften nicht verpflichtet. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag ergeben.
Berlin, den 2. Oktober 2024 IGES Institut GmbH Prof. Dr. med. Bertram Häussler, Geschäftsführer Hans-Dieter Nolting, Geschäftsführer Dr. Martin Albrecht, Geschäftsführer Fabian Berkemeier, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2023 erfolgt unter Inanspruchnahme der Erleichterungsvorschrift des § 327 HGB. Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die IGES Institut GmbH, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der IGES Institut GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IGES Institut GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 4. November 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Dr. Dominic Sommerhoff, Wirtschaftsprüfer Marc Jothann, Wirtschaftsprüfer |
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