Apple Retail Germany GmbHLiquidiert
60316 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gene Daniel Levoff seit 1.11.2011 | Geschäftsführer |
Nicholas Severino seit 30.8.2010 | Prokura |
Susan Lorraine Cheetham seit 30.8.2010 | Prokura |
Sally Ann Ashurst seit 30.8.2010 | Prokura |
Gary Joseph Wipfler seit 30.8.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Apple Retail Europe Holding Limited | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Apple Retail Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Allgemeine Wirtschaftslage und Geschäftsentwicklung1.1 Unternehmensstruktur Die Apple Retail Germany GmbH ("das Unternehmen") unterliegt als deutsche GmbH den Regelungen des deutschen Handelsgesetzbuches und dem deutschen Gesetz über Gesellschaften mit beschränkter Haftung. Das Unternehmen bietet eine Reihe von Computerprodukten und mobile Kommunikationsgeräte und tragbare digitale Musik- und Video-Player an sowie eine Auswahl an verbundener Software, Dienstleistungen, Peripheriegeräte, Netzwerklösungen und verschiedene Hardware und Software-Produkte Dritter. Zum 30. September 2014 unterhält das Unternehmen vierzehn Einzelhandelsgeschäfte. Die Geschäfte befinden sich in München (2), Hamburg (2), Frankfurt, Oberhausen, Dresden, Augsburg, Sulzbach, Köln, Sindelfingen, Berlin, Düsseldorf und Hannover. 1.2 Umfeld der Geschäftstätigkeit Gemäß dem Statistischen Bundesamt hat sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2014 stieg um 0,8 %, im dritten Quartal 2014 stieg es aber nur um 0,1 %. Laut der Ifo Unternehmensumfrage im Dezember 2014 drehte das Ifo Geschäftsklima für die deutsche Industrie und den Handel im Dezember 2014 wieder nach drei Monaten ins Positive. Das Ifo Institut erwartet 2015 mehr Schwung für die deutsche Wirtschaft. Die Wirtschaftsleistung wird im kommenden Jahr um 1,5 % steigen. Die fallenden Ölpreise und der Kursverfall des Euro haben mitgeholfen, dass Unternehmen wieder gelassener in die Zukunft blicken. Im Allgemeinen werden gemäß einer im Dezember 2014 herausgegebenen Prognose des BITKOM [der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.] die Verkaufszahlen für Produkte und Dienstleistungen in der ICT Branche 2015 um 2,4 % ansteigen. Die Risiken und Unsicherheiten, mit denen das Geschäft konfrontiert wird, sind typisch für die Technologiebranche, werden aber durch eine historisch starke finanzielle Leistung des Unternehmens und seinen langjährigen Ruf und die Tradition in der Branche abgeschwächt. Die Geschäftsführer betrachten die folgenden Punkte als die Hauptrisiken und Unsicherheiten, mit denen das Unternehmen konfrontiert wird:
Die Geschäftsführer sind der Ansicht, dass diese Risiken effektiv durch einen starken Fokus auf den Wettbewerb, unsere Kostenbasis und unsere Schlüsselmitarbeiter gehandhabt werden. Die Geschäftsführer streben an, die Betriebspolitik beizubehalten, die zum maßgeblichen Unternehmenswachstum der letzten Jahre führte. 1.3 Unternehmensentwicklung 1.3.1 Geschäftsentwicklung in 2013/14 Im Geschäftsjahr 2013/2014 vermarktete das Unternehmen weiterhin alle Kerngeschäfte von Apple, d.h. Mobilkommunikations- und Mediengeräte, Computer und tragbare digitale Musik-Player sowie verschiedenes anderes verbundenes Zubehör. Im ersten Quartal 2014 brachte Apple den neuen iPad Air, das neue iPad Mini mit Retina Display, ein neues MacBook Pro mit Retina Display, und einen neuen Mac Pro auf den Markt. Im vierten Quartal 2014 brachte Apple das iPhone 6 und iPhone 6 Plus, den neuen iPad Air 2, den iPad Mini 3 den neuen iMac mit Retina Display auf den Markt. Die Zielmärkte bestehen sowohl aus den Verbrauchern als auch aus den Bildungsbereichen und werden ebenso wie die Bereiche der professionell Kreativen und Unternehmen weiterhin konsequent angesprochen. 1.3.2 Umsatzentwicklung Der Umsatz erhöhte sich von EUR 310 Millionen im Vorjahr auf EUR 359 Millionen. Dieser wesentliche Anstieg wird durch die Eröffnung von 2 neuen Einzelhandelsgeschäften in 2014 sowie die erfolgreiche Markteinführung der neuen oben erwähnten Produkte angetrieben. 1.3.3 Mitarbeiter Die Gesamtzahl der Mitarbeiter betrug im jährlichen Durchschnitt 1.379 (1.267 Mitarbeiter im Vorjahr). Die Personalkosten des Unternehmens beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf EUR 54,1 Millionen, ein Anstieg um EUR 4,9 Millionen. Dieser Anstieg beruht hauptsächlich auf der höheren Mitarbeiterzahl durch zusätzliche eröffnete Einzelhandelsgeschäfte. 2. Vermögens- Finanz- und Ertragslage2.1 Ertragslage Der Jahresüberschuss der Apple Retail Germany GmbH belief sich im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 auf EUR 5.458.818,38 (EUR 5.043.969,76 im Vorjahr). Die Umsätze des Unternehmens haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wobei der Anstieg der Umsätze größer ausfiel als der entsprechende Anstieg der relevanten Aufwendungen. Der weniger starke Anstieg der Aufwendungen ist auf niedrigere Aufwendungen im aktuellen Geschäftsjahr zurückzuführen. Das im Vergleich zu den Aufwendungen stärkere Umsatzwachstum ist auf die ganzjährigen Einnahmen aus den neuen Geschäften, welche Ende des Geschäftsjahres 2013 eröffnet wurden, zurückzuführen. Darüber hinaus steigerte die Gesellschaft den Fokus auf die Entwicklung der Aufwendungen. Das Unternehmen erwirbt weiterhin Produkte auf Fremdvergleichsbasis Ein Umsatz von EUR 359 Millionen wurde für die 12 Monate bis 30. September 2014 erzielt (EUR 310 Millionen im Vorjahr). Sämtliche Umsätze der Gesellschaft resultieren aus Warenverkäufen im Einzelhandelsgeschäft. Der gesamte Umsatz wird in Deutschland erzielt. Die gesamten betrieblichen Aufwendungen beliefen sich für das Jahr bis zum 30. September 2014 auf EUR 352 Millionen (EUR 304 Millionen im Vorjahr). Das positive Ergebnis der gewöhnlichen Tätigkeit für das Jahr bis zum 30. September 2014 betrug EUR 6,2 Millionen (EUR 5,7 Millionen im Vorjahr). 2.2. Vermögenslage Die Aktiva, einschließlich des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags, am Ende des Geschäftsjahres beliefen sich auf EUR 193.277.875,83 (EUR 164.894.655,98 im Vorjahr). Die Investitionen des Unternehmens ins Sachvermögen im Geschäftsjahr 2013/14 beliefen sich auf EUR 11,2 Millionen (EUR 25,5 Millionen im Vorjahr). Diese Akquisitionen betreffen größtenteils Mietereinbauten und Anlagen im Bau 2.3 Finanzlage Die Geschäftsführer des Unternehmens konzentrieren sich auf den guten Ruf des Unternehmens auf allen Ebenen, einschließlich der Zusicherung der Liquidität, einer Einschätzung der finanziellen Risiken und den Erhalt der finanziellen Flexibilität und finanziellen Stabilität. Die Geschäftsführer arbeiten eigenständig und tragen die alleinige Verantwortung dafür, dass all diese Faktoren durch eine gleichwertige risikobasierte Prüfung bewertet werden, damit das Unternehmen weiter als ein intaktes Unternehmen fortbesteht. Schlüsselleistungsindikatoren, auf die sich die Geschäftsführung konzentriert, sind:
Der Zahlungsmittelbestand belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 7,7 Millionen, eine Steigerung von EUR 3,3 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Die Finanzierung findet weiterhin durch interne Darlehen statt. Das Verhältnis Eigenkapital zu Gesamtvermögenswerten (bereinigt um den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag auf der Aktivseite) war zum 30. September 2014 mit 13,4 % negativ. Wie in der unten erläuterten Patronatserklärung zum Ausdruck gebracht wird, wird die Apple Inc., Cupertino, Californien/USA, die Finanzierung auch in Zukunft sichernstellen. Dies wird die geplante Expansion der Gesellschaft in den nächsten Jahren absichern. Die Direktoren werden sich auf ein starkes Netzwerk konzentrieren, damit das Unternehmen auch weiterhin gute Ergebnisse liefert. Die Geschäftsführung betrachtet die gegenwärtige Finanzlage als zufriedenstellend. 2.4 Bewertung der Wirtschaftslage Zusammenfassend, können wir basierend auf diesem Geschäftsjahr einen positiven Ausblick voraussagen. 3. Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs gab am Ende des Geschäftsjahres keine nachträglichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. 4. FortbestandsprognoseDer Jahresabschluss des Unternehmens zum 30. September 2014, welcher unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt wurde, zeigt eine bilanzielle Überschuldung. Die Überschuldung ist darauf zurückzuführen, dass sich das Unternehmen derzeit noch in der Anlaufphase befindet. Die Muttergesellschaft Apple Inc. hat eine Patronatserklärung abgegeben, um den Zeitraum zu überbrücken, bis die Überschuldung durch das fortgesetzte Wachstum des Geschäftsvolumens des Unternehmens beseitigt werden kann. Diese Patronatserklärung ist auf den nicht durch das Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag begrenzt und gilt bis zum Ende des Kalenderjahres 2015. Unter Einbeziehung dieser Patronatserklärung und der prognostizierten positiven Geschäftsentwicklung ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass der Jahresabschluss und der Lagebericht korrekt und zu Recht unter Annahme der Unternehmensfortführung erstellt wurden. 5. Bericht über Risiken und Chancen (Risikobericht)Durch die monatliche Berichterstattung wird das Unternehmen in das Risikoverwaltungs- und Kontrollsystem des Apple Konzerns in Europa eingebunden. Daraus ergibt sich eine ständige Überwachung von Abweichungen von der Planung in Verbindung mit einer detaillierten Analyse der Ursachen. Das Unternehmen steht weiterhin in starkem Wettbewerb für all seine Produktreihen. Da das Unternehmen in die Gruppenstruktur mit eingebunden ist, ist dieses stark von der Muttergesellschaft der Gruppe Apple Inc., Cupertino, Kalifornien/USA, abhängig. Dies bezieht sich insbesondere auf Entscheidungen im Bereich der Strategie, Preispolitik, Marketingkampagnen und Logistik. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass das lokale Management für alle operativen Tätigkeiten des Unternehmens verantwortlich ist und lokale Entscheidungen und Verfahren festlegt als auch die Einstellung und Ausbildung der Belegschaft koordiniert. Apple's Produktentwicklung sowie das strategische Management werden weiterhin von der Firmenzentrale in Cupertino, Kalifornien, USA vorgegeben. Die Ausführung des Geschäftsplanes erfolgt nach dem Ermessen des lokalen Managements. Die Risiken und Unsicherheiten, mit denen das Unternehmen konfrontiert wird, sind typisch für den Einzelhandelssektor. Das Unternehmen hat wesentlich in die Verbesserung der Ausstattung und der gemieteten Räume investiert sowie auch in Informationssysteme und das Personal. Zusätzlich handelt es sich bei einem relativ hohen Anteil der Filialkosten um fixe Kosten aufgrund von Personalkosten, Abschreibung von Filialbaukosten und Mietkosten. Daher würden erheblich Verluste entstehen, sollten die Filialen aus irgendeinem Grund einen bedeutenden Rückgang im Verkauf erleiden. Potentielle Risiken und Unsicherheiten, die ausschließlich auf Einzelhandelsgeschäfte zutreffen und einen negativen Einfluss auf die Einzelhandelsbranche nehmen könnten, sind u.a. makrowirtschaftliche Faktoren, die sich negativ auf den allgemeinen Einzelhandel auswirken; die Unfähigkeit, Hardware und Software-Produkte Dritter zu angemessenen Margen zu verkaufen; und eine Unfähigkeit, Mietverträge zu angemessenen Kosten an guten Verkaufsorten zu sichern und zu erneuern. Das gute Image der weltweiten Apple Marke präsentiert Chancen für zukünftige positive Entwicklungen auf dem deutschen Markt. 6. Bericht über ZukunftsaussichtenIm Bereich der Apple Hardware und Apple Software werden weitere wichtige Innovationen erwartet. Diese sollten dazu beitragen, dass eine deutliche Abgrenzung zu anderen Anbietern von Smartphones, Tablet-Computern und PCs stattfindet. Nach der Fertigstellung der Planung für das Geschäftsjahr 2015 und einer Überprüfung der erwarteten Verkaufszahlen und Kosten erwarten die Geschäftsführer im kommenden Jahr eine verbesserte und positive Finanzlage. Das Unternehmen erwartet in den Geschäftsjahren 2014/15 und 2015/2016 jeweils einen Umsatz von EUR 375 Millionen bzw. EUR 395 Millionen. Dieser Umsatzanstieg wird hauptsächlich durch neue Filialen und erhöhte Verkäufe von CPUs, iPads und iPhones angetrieben.
Frankfurt am Main, 18.12.2014 Gary Joseph Wipfler, Geschäftsführer Gene Daniel Levoff, Geschäftsführer Bilanz zum 30. September 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Oktober 2013 bis 30. September 2014
Anlagespiegel zum 30.September 2014
Anhang zum 30. September 2014I. Allgemeine AngabenDie Apple Retail Germany GmbH hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 88898 eingetragen. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Oktober 2013 und endet am 30. September 2014. Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Computern und anderen Elektronikprodukten sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Klargestellt wird, dass genehmigungs- oder erlaubnispflichtige Tätigkeiten nicht vom Gesellschaftszweck umfasst sind. Die Apple Retail Germany GmbH führt zum 30. September 2014 in Deutschland vierzehn Ladengeschäfte und zwar in München (2), Hamburg (2), Frankfurt, Oberhausen, Dresden, Augsburg, Sulzbach, Sindelfingen, Köln, Berlin, Düsseldorf und Hannover. Die Apple Retail Germany GmbH ist zum Bilanzstichtag 30. September 2014 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung basiert auf dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden1. Allgemeine Angaben Im Berichtsjahr wurden keine Abweichungen von in der Vorperiode angewandten Darstellungs-, Bilanzierungs- und/oder Bewertungsmethoden vorgenommen. 2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 410; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Für die Berechnung der Abschreibung wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zugrunde gelegt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Einzelwertberichtigungen/Pauschalwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. 3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag liegen weder langfristige noch kurzfristige Fremdwährungsforderungen vor. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,63 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,805 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 451,595 %. III. Erläuterungen zu BilanzpostenAufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs Seit dem Geschäftsjahr zum 30. September 2010 sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG keine Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs als Bilanzierungshilfe aktiviert worden. Eine Abschreibung der Altbestände erfolgte gemäß § 282 a.F. HGB jeweils erst ab dem Folgejahr. Die Bewegungen sind dem Brutto-Anlagespiegel zu entnehmen. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Im Geschäftsjahr zum 30. September 2014 wurden EUR 3.027.357,12 (im Vorjahr EUR 21.649.634,14) unter Anlagen im Bau aktiviert. Die Bewegungen sind dem Anlagespiegel zu entnehmen. Die Erhöhung des Anlagevermögens resultiert aus der Aktivierung von Mietereinbauten/Geschäftseinrichtungen. Vorräte Die Vorräte bestehen ausschließlich aus Handelswaren. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 54.065.839,70. Darin sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Cash-Pooling von EUR 51.154.017,82 (Vorjahr EUR 22.890.177,95) enthalten. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.000,00. Das Eigenkapital wird zu 100 % von der Apple Retail Europe Holding, Cork, Irland, gehalten. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag setzt sich wie folgt zusammen:
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt zum 30. September 2014 EUR 22.812.775,56 (im Vorjahr EUR 28.271.593,94). Aufgrund des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags ist die Gesellschaft zum 30. September 2014 bilanziell überschuldet. Eine Patronatserklärung der Apple Inc., Cupertino, Kalifornien, vom 19. Dezember 2013 liegt vor. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 41.211.911,98 (Vorjahr EUR 26.358.032,14) enthalten. Diese resultieren aus Warenankäufen bei der Apple Distribution International, Cork, Irland in Höhe von EUR 41.020.006,97 (Vorjahr EUR 26.221.633,37), sowie aus dem Verkauf von iTunes Gutscheinen in Höhe von EUR 191.905,01 (Vorjahr EUR 136.398,77). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren zudem aus einem Darlehen in Höhe von EUR 115.000.000,00 (Vorjahr 0,00) gegenüber der Apple Operations, Cork, Irland. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 6.349,18 und resultieren aus dem Intercompany Verrechnungskonto der Apple Inc., Cupertino, Kalifornien/USA, in Höhe von EUR 6.349,18 (Vorjahr EUR 793.269,26). Zusätzlich gibt es noch eine Verbindlichkeit mir Apple Retail UK Limited von EUR 34.978,20 (Vorjahr EUR 0,00). Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 12.687.020,80 (Vorjahr EUR 8.027.692,49) besteht im Wesentlichen aus befristeten Serviceleistungen der Gesellschaft, die vom Kunden im Voraus gezahlt werden, und für die die Leistung erst in Folgejahren erbracht wird. Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren zum einen aus steuerlichen abweichenden Wertansätzen der Urlaubsrückstellung und zum anderen aus steuerlichen Verlustvorträgen. Aktive latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht angesetzt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die gesamten Erträge wurden in Deutschland erwirtschaftet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten im Umfang von TEUR 811 (Vorjahr: TEUR 728) das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. V. Sonstige AngabenArbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 1.379 Arbeitnehmer (Vorjahr 1.267) beschäftigt. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2014 die Herren
Die Geschäftsführung erhält von der Apple Retail Germany GmbH keine Bezüge. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt:
Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. Der Vorteil dieser Miet-, Pacht- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr besteht aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 21 und aus anderen Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 13. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Das Eigenkapital der Gesellschaft wird zu 100 % von der Apple Retail Europe Holding, Cork, Irland, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Apple Inc., Cupertino/CA/USA als vollkonsolidiertes Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss der Apple Inc., Cupertino, Kalifornien/USA, ist unter der Internetadresse http://investors.apple.com/sec.cfm veröffentlicht. Der Abschluss wird an folgendem Ort offengelegt: United States Securities and Exchange Commission, 100 F Street, NE, Room 1580, Washington, DC 20549, USA. GewinnverwendungDer Jahresabschluss zum 30. September 2014 weist einen Jahresüberschuss von EUR 5.458.818,38 aus. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, 18.12.2014 Apple Retail Germany GmbH Gary Joseph Wipfler Gene Daniel Levoff BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Apple Retail Germany GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken weisen wir darauf hin, dass die Gesellschaft zum 30. September 2014 in Höhe von EUR 22.812.775,56 bilanziell überschuldet ist. In diesem Zusammenhang weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "4. Fortbestandsprognose" ausgeführt, dass von Apple Inc., Cupertino, Kalifornien, USA, eine Patronatserklärung ausgestellt wurde, um den Zeitraum zu überbrücken, bis die Überschuldung durch das fortgesetzte Wachstum des Geschäftsvolumens des Unternehmens beseitigt werden kann. Diese Patronatserklärung ist auf den nicht durch das Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag begrenzt und gilt bis zum Ende des Kalenderjahres 2015. Unter Berücksichtigung dieser Patronatserklärung und der prognostizierten positiven Geschäftsentwicklung ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass der Jahresabschluss zu Recht unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt wurde. Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit hängt von der finanziellen Unterstützung der Apple Inc. ab.
München, 2. März 2015 Ernst
& Young GmbH
Neugebauer, Wirtschaftsprüfer Horbach, Wirtschaftsprüfer Feststellungsdatum am 13.04.2015 |
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