Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG
Selbe AdresseGroßhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Wacker seit 25.2.2026 | Prokura |
Bülent Agac seit 30.1.2026 | Geschäftsführer |
Frank Seipelt seit 14.12.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Transgourmet Holding AG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Transgourmet Central and Eastern Europe GmbHRiedstadtKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Konzerns Die Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH (tg CEE) ist einer der führenden Lebensmittelgroßhändler in Deutschland, der im Rahmen einer selektiven Auslandsexpansion in Polen und Rumänien eine ähnliche Marktposition erreicht hat. Mit dem Food Service-Geschäft ist tg CEE unter der Marke Transgourmet in Deutschland und Polen aktiv, unter der Marke Selgros betreibt sie 81 Cash & Carry-Märkte unter anderen in den Ländern Deutschland, Polen und Rumänien. Kernkundengruppen des Konzerns sind im Bereich Foodservice Großverbraucher mit den Schwerpunkten "care" (Krankenhäuser, Altenheime etc.) sowie Betriebs- und Schulverpflegung, HoReCa (Hotels, Restaurants, Catering) und filialisierte Systemkunden aus Gastronomie und Handel. Der Bereich Cash & Carry bedient im Abhol- und Zustellgroßhandel kleine und mittelgroße Unternehmen vor allem aus den Branchen Gastronomie und Handel (kleine, selbständige Lebensmittelhändler und Kioske). Deutschland In Deutschland beliefert der Konzern mit der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG unter der Marke Transgourmet Großverbraucher und HoReCa-Kunden aus 13 Verteilzentren, zugeordneten Transshipment-Points sowie zwei Frischezentren mit integrierter Produktion und einer Fischplattform. Unter der Marke Selgros betreibt die Transgourmet Deutschland 39 Cash & Carry-Märkte sowie drei regionale Cash & Carry-Märkte unter "Transgourmet Cash & Carry" auf einer Gesamtverkaufsfläche von rd. 360.000 m 2. Im Berichtsjahr wurde mit der umfassenden Modernisierung des Cash & Carry-Marktes Heilbronn begonnen. Die Fertigstellung ist in 2022 geplant. In Umsetzung der Multi-Channel-Strategie, welche den Abhol- und Belieferungsgroßhandel, sowie Software-Gesamtlösungen beinhaltet, ist die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG mit mehreren Tochterunternehmen am Markt aktiv. Die EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG gehört zu den Spezialisten für die Belieferung vor allem mittelständischer Großverbraucher in Deutschland und erhöht in der Transgourmet-Gruppe die Kompetenz im Bereich der Molkereiprodukte. Die FrischeParadies-Gruppe ist ein führender Anbieter von hochwertigen Lebensmitteln und Delikatessen im Abhol- und Belieferungsgroßhandel. Die Gesellschaft Niggemann Food Frischemarkt GmbH ist ein regionaler Lebensmittelgroßhändler für Geflügel, Fleisch und Feinkost mit Sitz in Bochum, welche unsere Kompetenz in Zustellung und Abholung im Frischesektor erweitert. Die Sump & Stammer GmbH International Food Supply ist weltweit tätig und auf die Belieferung der Kreuzschifffahrt und internationaler Hotelketten spezialisiert. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde die Sump & Stammer GmbH International Food Supply auf ihre Gesellschafterin, die Richard Sump GmbH, verschmolzen. Im Anschluss wurde am 15. Juli 2021 die aufnehmende Richard Sump GmbH in Sump & Stammer GmbH International Food Supply umfirmiert. Unter dem Dach der F&B - Food and Beverage Services GmbH wird vor allem das neben dem Foodbereich für die Gastronomie zweite Kernsegment "Getränke" bedient. Dabei bietet die Team Beverage AG einen 360-Grad-Marktplatz und somit eine Distributions-, Einkaufs-, Vermarktungs- und Dienstleistungsplattform für Getränkefachgroßhändler, Getränkeeinzelhändler, Convenience-Kunden und für die Gastronomie. GEVA Gesellschaft für Einkauf, Verkaufsförderung und Absatz von Gütern mbH & Co. KG ist ein ganzheitlicher Solution Provider für die Getränkebranche. Sie bietet ihren Kunden eine leistungsfähige Plattform mit zielgerichteten Lösungen u. a. für die Herausforderungen der wachsenden Branche der "systematisierten Gastronomie" oder für eine insolvenzgeschützte zentrale Abrechnung. Dadurch kann ein noch umfassenderes und zukunftsgerechteres Lösungsangebot für den Gastronomie- und Getränkemarkt angeboten werden. Das Geschäftsfeld der Sanalogic Solutions GmbH ist die Entwicklung, Implementierung und Betreuung von Software-Gesamtlösungen für das IT-gestützte Verpflegungsmanagement im Care-Bereich. Die Transgourmet Service GmbH, Riedstadt, wurde am 10. September 2021 gegründet und ist nach deren Eintragung im Handelsregister am 14. Dezember 2021 als 100%iges Tochterunternehmen der Muttergesellschaft dem Konzernkreis zugegangen. Der Zweck der Gesellschaft ist die Bündelung der IT-Aktivitäten und -Assets des Konzerns. Am 31. Dezember 2021 wurde die TMC-Software - Software zur Nutzung eines Warenwirtschaftssystems für den Großhandel auf SAP-Basis - durch den Gesellschafter Transgourmet Holding AG, Basel/ Schweiz, im Wege einer Sacheinlage in Höhe von TEUR 75.376 im Wesentlichen rücklagenerhöhend eingelegt. Osteuropa Transgourmet Polska Sp. z o.o. ist unter dem Label Selgros ein führender Cash & Carry-Anbieter in Polen und mit seiner Marke Transgourmet ein wesentlicher Foodservice-Anbieter mit dem Schwerpunkt Großverbraucher. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Poznań betreibt 19 Märkte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rd. 176.000 m 2 und bietet ein Sortiment mit über 45.000 Food- und Non-Food-Artikeln. Die Vertriebsschiene Foodservice verfügt über ein Verteilzentrum in Warschau sowie fünf Transshipment-Points in Bytom, Poznań, Breslau, Krakau und Siedlce, die an Selgros-Märkte angeschlossen sind. Zwei davon (Bytom und Poznań) wurden vor zwei Jahren umfassend ausgebaut, um in der Belieferung der Kunden im Bereich Foodservice einen wichtigen Schritt voranzukommen. Selgros Cash & Carry S.R.L. Rumänien betreibt landesweit 23 Großmärkte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rd. 193.000 m 2 und ist einer der größten Lebensmittelgroßhändler Rumäniens. Den Kunden wird ein Sortiment von über 46.000 Food- und Non-Food-Artikeln geboten. Die Zentralverwaltung befindet sich in Braşov. Selgros Rumänien ist aus allen 23 Cash & Carry-Märkten heraus auch im Zustellgroßhandel aktiv und hat diesen in den letzten beiden Jahren wesentlich professionalisiert. In Bukarest wird ein an den Cash & Carry-Markt Pantelimon angeschlossenes Verteilzentrum zur regionalen Belieferung von Gastro- und Großverbraucherkunden betrieben. Sonstiges Anknüpfend an die im Geschäftsjahr 2020 begonnene Transaktion brachte der Gesellschafter Transgourmet Holding AG, Basel/Schweiz, am 1. Januar 2021 sämtliche Anteile an der Immobilien haltenden transCoop GmbH, Riedstadt, im Wege einer Sacheinlage in die Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 77.817 kapitalerhöhend ein. Im Anschluss erfolgte die Verschmelzung der transCoop GmbH auf die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2021. Der Gesellschaftsanteil der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH an der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG beträgt nun 21,20 %, anstatt der bisherigen 0,1 %. Nachhaltigkeit (ungeprüft) 2021 wurden in den Bereichen Qualität und Nachhaltigkeit inklusive Tierwohl Mindeststandards für die gemeinsame Beschaffung von Eigenmarken-Produkten weiterentwickelt. Mit Transgourmet Natura bietet Transgourmet Deutschland seinen Kunden seit April 2021 eine Bio-Marke für Küchenprofis. Sie erfüllt alle Anforderungen an ein breites und kontrolliertes Sortiment, das zu günstigen Preisen verfügbar ist. Zuverlässig, kalkulierbar und auf alle Bedarfe der Profiküche ausgelegt. Zusätzlich wird die Beratung rund ums Bio-Speisenangebot angeboten, die Bio-Zertifizierung begleitet und wertvolles Praxis-Know-how rund um Bio weitervermittelt. Weiterhin wurde auch die Konzeptmarke Plant-based eingeführt. Pflanzenbasierte Produkte sind auch in der Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung auf dem Vormarsch. Um Küchenprofis bestmöglich in ihrem veganen und vegetarischen Angebot zu unterstützen, führt Transgourmet "Plant-based" ein: pflanzenbasierte Artikel, die Produkte tierischer Herkunft ersetzen. Die Entwicklung einer eigenen Marke zum Thema "veggie und vegan" ist für Transgourmet die logische Konsequenz aus Beobachtungen aktueller Trends, Branchenerfahrungen und den Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden. Die internationale Marke startete Anfang November 2021 in Deutschland, weitere Länder innerhalb der Transgourmet-Gruppe folgten im Januar 2022. Transgourmet Deutschland ist Gründungsmitglied im Dialogforum Lebensmittelverschwendung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. In 2021 wurde eine Lösung gefunden, mehr von den Lebensmitteln, die nicht verkauft werden konnten, an soziale Organisationen abzugeben. Die bis vor Kurzem bestehenden Risiken bzgl. Steuern, Rückverfolgbarkeit und Dokumentation sind - zumindest für die Transgourmet Belieferungs-Sparte - behoben. Die Cash & Carry-Sparte wird folgen. Ein mehrjähriges und umfangreiches Projekt, welches sich mit umfassenden Plastik- und Verpackungsstrategien befasst, wurde fortgeführt. Das Projekt fokussiert sich auf das Handlungsumfeld Plastik und Verpackung bei Eigenmarken-Produkten, im Bereich Frische bei Cash & Carry sowie im Sortiment der ToGo-Produkte. Die LKW-Flotte wurde weiter mit der Beschaffung von Gas-Lkw's, ausgebaut. Transgourmet Deutschland ist dem deutschen Wasserstoffverband beigetreten und untermauert so sein Interesse an alternativen Antriebsformen. In allen Cash & Carry-Betrieben werden die Kühlanlagen je nach Marktalter schrittweise gegen eine umweltfreundliche CO 2 -Anlage ausgetauscht. In Rumänien wurden weitere zwei Photovoltaik-Anlagen installiert. Alle Märkte der FrischeParadies wurden in 2021 auf energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet. Die EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG hat in 2021 neue Biogas-Lkw bestellt. Weiterhin wurde für eine nachhaltige Ernährung der Fokus bei Neulistungen auf vegetarische und vegane Artikel gelegt. So z. B. in den Bereichen Fleisch- und Wurstwaren mit vegetarischen Snacks und veganem Wurstaufschnitt. Ebenso in den Warengruppen Milch und Käse mit Milchersatzprodukten von frischli, No Milk und veganem Feta. Auch innerhalb der Warengruppen TK wurde der Fokus auf vegan gelegt und Artikel in den Warengruppen Pasta sowie Fleisch- und Fischersatzprodukte aufgeschaltet. Im Bereich Mitarbeitersensibilisierung wurde ein e-Learning zum Nachhaltigkeits-Handeln im Alltag und mit der "grünen Post" ein Newsletter für tg-Mitarbeiter mit Wissenswertem und Aktuellem rund um das Thema aufgelegt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Deutschland 1 Verursacht durch die Covid-19-Pandemie ist die deutsche Wirtschaft zwar temporär in die Rezession abgeglitten, aber im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020 um 2,9 % gewachsen. Die anhaltenden Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung trafen das Gast- und Veranstaltungsgewerbe, Luftfahrt und Verkehr und damit die Verkehrsgastronomie, den Tourismus und damit die Hotellerie sowie über sog. "Homeoffice"-Regelungen die Kantinen wiederum hart. Damit war der Lebensmittelgroßhandel, somit auch die Transgourmet Central and Eastern Eu- rope GmbH (tg CEE) einer der führenden Lebensmittelgroßhändler in Deutschland, nach positivem Wachstum zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 ebenfalls signifikant betroffen. Insbesondere das Foodservice-Geschäft verzeichnete im ersten "lock-down" bis April 2021 massive Umsatzrückgänge, die auch in der Lockerungsphase im Sommer nicht aufgeholt werden konnten. Die Einschränkungen in Gastronomie, Reisetätigkeit und Veranstaltungen sowie Weihnachtsmärkten brachten im vierten Quartal wiederum schwere Umsatzeinbußen. Obwohl der private Konsum im Verlauf des Berichtsjahres signifikant einbrach, stiegen die Ausgaben für Lebensmittel deutlich. Die Cash & Carry-Betriebe waren insgesamt weniger von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Zum einen zeigte sich die mittelständische Gastronomie über "ToGo"-Konzepte resilienter und weniger von Geschäftsreisen abhängig, zum anderen deckten viele gewerbliche Kunden ihren Food-Bedarf in den Selgros-Märkten. Der, wenn auch nicht unter voller Auslastung, wiederangelaufene Kreuzfahrttourismus ermöglichte der Sump & Stammer GmbH ein positives Umsatzwachstum im mittleren zweistelligen Prozentbereich, der sich jedoch nicht wesentlich auf das gesamte Konzernergebnis auswirkt. Wir sehen unser zweites Kernsegment "Getränke" in einer stabilen Wettbewerbssituation und sind gut im Markt als Anbieter für Getränke und Systemlösungen/-vermarktungen aufgestellt. Osteuropa 2 Polen und Rumänien konnten im Jahr 2021 zu deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegenden Wachstumsraten zurückkehren. Ursache waren auch hier die bessere Anpassung an die weniger restriktiven staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung derselben Covid-19-Pandemie.
1 Quelle: Statistisches Bundesamt
Der Arbeitsmarkt zeigte sich jedoch überraschend robust und verzeichnete nur eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit. Auch aufgrund dieser Tatsache sowie deutlich gestiegener Ausgaben für Lebensmittel zeigte sich das Geschäftsmodell der Selgros-Märkte sehr resilient und stabil, wobei das Food Service-Geschäft signifikante Umsatzrückgänge hinnehmen musste. 2.2 Geschäftsverlauf Die im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2020 abgegebene Umsatzprognose (leichter Anstieg) wurde in der Berichtsperiode bestätigt. Der Rohertrag (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) in Relation zum Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen und entwickelte sich gemäß Prognose. Das von EUR -69 Mio vom Vorjahr auf EUR 13 Mio signifikant gestiegene EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und das EBITDA (EUR 146 Mio, i. Vj. EUR 62 Mio) stellen sich besser als erwartet dar und zeigen, dass es dem Konzern schnell gelungen ist, sich auf die Rahmenbedingungen des Geschäfts in der Pandemie einzustellen. Stringent eingeleitete Maßnahmen zur Kostensenkung, die stabile Ertragslage des Cash & Carry-Geschäfts sowie das wieder anspringende Foodservicegeschäft waren die Treiber dafür. In Osteuropa wurde das EBIT zum sehr guten Vorjahresniveau nochmals verbessert. Wichtige finanzielle Steuerungsgrößen (bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren) des Konzerns sind Umsatz, Rohertrag, EBIT sowie EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 5.129 Mio sind in der Berichtsperiode um insgesamt EUR 67 Mio (i. Vj. Rückgang EUR -508 Mio) gestiegen. Im Geschäftsbereich Cash & Carry ist ein leichter Anstieg des Umsatzes von EUR 4 Mio (i. Vj. Anstieg um EUR 98 Mio) zu verzeichnen. Die Umsätze im Food Service-Geschäft sind aufgrund der abgemilderten gesetzlichen Pandemiebestimmungen vor allem im Gastronomiebereich um EUR 98 Mio (i. Vj. Rückgang um EUR 650 Mio) gestiegen. Der Geschäftsbereich "Sonstiges", welcher sich im Wesentlichen aus Dienstleistungen im IT- und sonstigen Bereichen zusammensetzt, erzielte einen Umsatz in Höhe von EUR 351 Mio (i. Vj. EUR 387 Mio). Der Rohertrag ist um EUR 52 Mio (i. Vj. EUR -85 Mio) auf EUR 1.082 Mio (i. Vj. EUR 1.030 Mio) gestiegen und beträgt 21,1 % (i. Vj. 20,4 %) der Umsatzerlöse. Der Materialaufwand in Höhe von EUR 4.047 Mio (i. Vj. EUR 4.032 Mio) ist leicht angestiegen. Das von EUR -69 Mio vom Vorjahr auf EUR 13 Mio signifikant gestiegene EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) und das EBITDA (EUR 146 Mio, i. Vj. EUR 62 Mio) stellen sich besser als erwartet dar. Die Zunahme des Rohertrages, EBIT und EBITDA ist umsatzbedingt. Die sonstigen betrieblichen Erträge steigen um EUR 10 Mio (i. Vj. Anstieg um EUR 13 Mio). Im Wesentlichen resultieren die Erträge aus der Berechnung von sonstigen Dienstleistungen. Der Personalaufwand ist mit EUR 587 Mio (i. Vj. EUR 579 Mio) um EUR 8 Mio gestiegen, auch infolge von tariflichen Anpassungen. Die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen betragen in Summe EUR 132 Mio (i. Vj. EUR 132 Mio). Durch die Sacheinlage der transCoop GmbH hat sich die Abschreibung bei den Sachanlagen um EUR 13 Mio erhöht. Gegenläufig hat sich die Abschreibung für den Goodwill um EUR 13 Mio verringert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf EUR 399 Mio (i. Vj. EUR 429 Mio). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind auch Lizenzaufwendungen für die Nutzung der Transgourmet-Eigenmarken. Weiterhin sind durch die Integration der transCoop GmbH Mietaufwendungen entfallen. Vor Berücksichtigung von Minderheitsanteilen wurde im Geschäftsjahr 2021 ein konsolidierter Verlust von EUR 20 Mio (i. Vj. EUR 101 Mio Verlust) erzielt. Vermögenslage Das Anlagevermögen betrug mit EUR 1.748 Mio (i. Vj. EUR 1.366 Mio) rund 64,4 % (i. Vj. 62,6 %) der Bilanzsumme und vergrößerte sich zum Vorjahr um EUR 382 Mio (i. Vj. Rückgang um EUR 50 Mio). Die Veränderung des Anlagevermögens setzte sich im Wesentlichen aus EUR 429 Mio (i. Vj. EUR 0 Mio) Sacheinlage transCoop und TMC-Software, EUR 119 Mio (i. Vj. EUR 126 Mio) Investitionen, EUR 17 Mio (i. Vj. EUR 11 Mio) Devestitionen und EUR 132 Mio (i. Vj. EUR 126 Mio) Abschreibung zusammen. Innerhalb des Umlaufvermögens sind Vorräte um EUR 70 Mio (i. Vj. Rückgang EUR 17 Mio) gestiegen. Dies steht im Zusammenhang mit den erhöhten Umsatzerlösen und der gestiegenen Nachfrage. Weiterhin sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um EUR 36 Mio (i. Vj. Rückgang um EUR 121 Mio) und die sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 13 Mio angestiegen (i. Vj. Rückgang um EUR 29 Mio). Die flüssigen Mittel nahmen um ER 31 Mio zu (i. Vj. Abnahme um EUR 23 Mio), was im Wesentlichen aus Erhöhungen von Banksalden resultiert. Das Umlaufvermögen nahm somit um EUR 150 Mio zu (i. Vj. Abnahme um EUR 192 Mio) auf EUR 960 Mio (i. Vj. EUR 810 Mio). Dies sind 35,3 % (i. Vj. 37,1 %) der Bilanzsumme, die sich somit auf EUR 2.716 Mio (i. Vj. EUR 2.183 Mio) beläuft. Auf der Passivseite betrugen die Rückstellungen EUR 175 Mio (i. Vj. EUR 169 Mio) bzw. rund 6,4 % (i. Vj. 7,7 %) der Bilanzsumme. Diese setzen sich aus Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (EUR 14 Mio, i. Vj. EUR 13 Mio), Steuerrückstellungen (EUR 3 Mio; i. Vj. EUR 2 Mio) und Posten für sonstige Rückstellungen (EUR 158 Mio; i. Vj. EUR 155 Mio) zusammen. Die Veränderung der Rückstellungen setzte sich aus EUR 405 Mio (i. Vj. EUR 407 Mio) Zugängen, EUR 382 Mio (i. Vj. EUR 418 Mio) Inanspruchnahmen und EUR 16 Mio (i. Vj. EUR 8 Mio) Auflösung zusammen. Bei den Verbindlichkeiten verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 1 Mio (i. Vj. EUR 22 Mio). Ferner nahmen umsatzbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 72 Mio (i. Vj. Abnahme um EUR 74 Mio) zu. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stiegen aufgrund der über Gesellschafterdarlehen finanzierten Investitionstätigkeit um EUR 335 Mio (i. Vj. EUR 14 Mio). Der Anstieg resultiert größtenteils aus den übernommenen Darlehen der transCoop GmbH. Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt mit EUR 1.598 Mio (i. Vj. EUR 1.191 Mio) 58,8 % (i. Vj. 54,5 %) der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen ist mit Eigenmitteln und langfristigen Gesellschafterdarlehen vollständig langfristig finanziert. Finanzlage Die Gesellschaften des Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzerns sind in das Finanzmanagementsystem der Coop Genossenschaft, Basel/Schweiz, eingebunden und können von deren Refinanzierungsmöglichkeiten und -konditionen profitieren. Hierdurch ist die Finanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sichergestellt. Diese erfolgt in der Regel in Lokalwährung. Der Darlehensrahmen beträgt am Bilanzstichtag EUR 1.422 Mio (i. Vj. EUR 1.149 Mio) und wurde mit EUR 1.119 Mio (i. Vj. EUR 784 Mio) genutzt. Der Darlehensrahmen entfällt hauptsächlich auf die Gesellschafterin sowie mit untergeordneter Bedeutung auf zwei ausländische Kreditinstitute. Die Darlehen sind zum größten Teil konzernintern finanziert mit einem 6-Monats-Euribor zzgl. einer Marge. Die Fälligkeit hierzu beträgt zwischen zwei und sechs Jahren. Der Großteil hat eine Fälligkeit von drei Jahren. Die Liquidität ist damit auch in Zeiten der Coronakrise nach Einschätzung der Geschäftsführung in der Planungsperiode 2022 sichergestellt. Die Investitionen des Jahres 2021 (Zugänge von insgesamt EUR 119 Mio; i. Vj. EUR 126 Mio) betrafen den Kauf eines bisher gemieteten Cash & Carry-Marktes in Deutschland sowie den Umbau und die Modernisierung von bestehenden Cash & Carry-Märkten in Deutschland, Polen und Rumänien. Die Finanzierung erfolgte aus der laufenden Geschäftstätigkeit und durch Gesellschafterdarlehen. Auch für künftige Investitionen wird von einer unveränderten Finanzierungsstruktur ausgegangen. Mit dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 95 Mio konnte der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von EUR 102 Mio größtenteils abgedeckt werden. Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 40 Mio resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds (bestehend aus flüssigen Mitteln abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) unter Berücksichtigung von konsolidierungsbedingten Veränderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 32 Mio von EUR 58 Mio auf EUR 90 Mio erhöht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen insbesondere langfristige Miet- und Baurechtsverpflichtungen zum 31. Dezember 2021 in Höhe von EUR 143 Mio (i. Vj. EUR 413 Mio). Die Summe der Verpflichtungen hat sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 423 Mio auf EUR 154 Mio verändert. Die Veränderung entfällt hauptsächlich auf die Verringerung der langfristigen Miet- und Baurechtsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 227 Mio infolge der Verschmelzung der transCoop GmbH. Zum Bilanzstichtag wurde im Vergleich zum Vorjahresstichtag eine um 2,7%-Punkte (i. Vj. 1,5%-Punkte) geringere Eigenkapitalquote von rund 34,3 % (i. Vj. 37,0 %) ausgewiesen. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021 lag im Erwartungshorizont. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage wird nach Einschätzung der Geschäftsleitung als gut beurteilt. 3. Personal Im Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzern waren im Jahr 2021 durchschnittlich 20.087 Mitarbeiter (Köpfe) gegenüber 20.099 in der vorangegangenen Berichtsperiode beschäftigt. Als Handelskonzern sind wir von Mitarbeitern mit einer Vielzahl individueller Qualifikationen in den unterschiedlichsten Funktionen geprägt. Mit ihren Talenten, Fähigkeiten und ihrem persönlichen Einsatz tragen sie jeden Tag maßgeblich zu unserem Erfolg bei. Damit wir im sich verstärkenden Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter weiterhin als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden, investieren wir gezielt in individuelle Aus- und Weiterbildungsprogramme, das Arbeitsumfeld und die Führungskultur, um die besten Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen, sie entsprechend ihrer Leistungsbereitschaft und Fähigkeiten zu fördern und sie langfristig zu binden. Insbesondere in Osteuropa vor allem aufgrund staatlicher Mindestlohnerhöhungen ist weiterhin ein stark wachsendes Gehaltsniveau vorherrschend. In der Pandemie haben sich die Mitarbeiter als außerordentlich loyal und einsatzbereit gezeigt. 4. Chancen- und Risikobericht Um wesentliche Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen ergreifen zu können, sind alle Geschäftsfelder des Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzerns in einen einheitlichen Planungs- und Budgetprozess des Coop-Konzerns eingebunden. Dieser wird sowohl auf Konzernebene als auch auf Geschäftsbereichsebene überwacht. Chancen für den Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzern ergeben sich aus dem unabhängig von der Covid-19-Pandemie langfristig wachsenden Außer-Haus-Verzehr, der Nutzung der wirtschaftlichen Potenziale in Osteuropa, der ständigen Ausrichtung der Gesellschaften und Formate auf die sich ändernden Kundenbedürfnisse in Deutschland wie auch im Ausland und durch die Fokussierung auf Großkunden im Bereich Gastronomie. Die Einbindung in strategische Allianzen durch den Coop-Konzern sowie die Nutzung von Synergien mit der Bell-Food-Group als verbundenem Unternehmen eröffnen mittel- und langfristig weitere Möglichkeiten. Die Risiken wurden im Rahmen des Risikomanagementprozesses in 2021 vollständig neu bewertet. Diese Überarbeitung erfolgt gemäß Konzept alle drei Jahre. Zu jedem Risiko wurden Maßnahmen definiert. Die aufgeführten Risiken werden nach der Nettodarstellungsmethode nach etwaigen Risikobegrenzungsmaßnahmen ausgewiesen. Von den nachfolgend dargestellten Risiken, die identifiziert wurden, ist als eines der neueren der durch die Pandemie katalysierte Trend zum Distanzhandel (E-Commerce etc.) hervorzuheben. Die Rangfolge der weiteren Risiken des Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzerns ergibt sich aus der absteigenden Reihenfolge der Berichterstattung. Im Rahmen eines Risikomanagementprozesses wurden die wesentlichen Risiken identifiziert. Die Risiken aus der fortbestehenden Covid-19-Pandemielage und des Ukraine-Konfliktes werden im Prognosebericht beleuchtet. - Umsatzrückgang Betriebsverpflegung Nachhaltig geändertes Verhalten der Tischgäste im Bereich der Betriebsverpflegung in Verbindung mit dem Trend zu mobilen Arbeitsplätzen und damit verbundene Umsatzrückgänge mit Kantinen und Caterern. - Direkteinkauf der Großkunden beim Hersteller Für Großkunden besteht grundsätzlich die Möglichkeit, unter Umständen direkt beim Hersteller zu bestellen und über Speditionen Waren zu beziehen. Durch Dienstleistungsorientierung, Verlässlichkeit, Effizienz und attraktiven Eigenmarken soll die Sortimentsbildungsfunktion des Transgourmet-Konzerns erhalten werden. - Bereich IT-Sicherheit Wirtschaftliche Betätigung ist ohne IT-Systeme für Kommunikation, Planung, Steuerung und Überwachung in nahezu allen Bereichen und Branchen undenkbar. Vor diesem Hintergrund kommen dem Datenschutz und dem Schutz vor Schadsoftware besondere Bedeutung zu. Diesem Schutz messen wir allergrößte Bedeutung bei. Dennoch lässt sich insbesondere bei mit hoher krimineller Energie vorgenommenen Angriffen auf IT-Systeme ein 100%iger Schutz nicht gewährleisten. Für derartige Fälle sind wir mittels Frühwarnsystemen und Notfallplänen in der Lage, schnell und effektiv zu reagieren, um Schadsoftware zu identifizieren, zu isolieren und zu beseitigen. Sonstige bedeutsame Risiken sind:
Risiken im Zusammenhang mit der Warenqualität im Vertrieb werden durch geeignete Produktionsverfahren und Kontrollen, eine sorgfältige Lieferantenauswahl und sonstige Qualitätssicherungsmaßnahmen minimiert. Absatzrisiken bei Warenbeständen werden durch entsprechende Bewertungsabschläge Rechnung getragen. Zur Steuerung dieser Risiken wird die Entwicklung der Umsatzerlöse und des Rohertrags regelmäßig überwacht. Die operative Geschäftstätigkeit und Ertragslage werden laufend kontrolliert. Regelmäßig werden Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten Ertragslage identifiziert und analysiert. Die kurz- und mittelfristige Liquidität wird ebenfalls laufend überwacht. Insgesamt ergibt die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation nach Einschätzung der Geschäftsleitung, dass keine über die allgemeinen markt- und branchentypischen Einflüsse hinausgehenden, den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. 5. Prognosebericht Nach dem Auslaufen der staatlichen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung erwartet die Geschäftsführung die Rückkehr zu Umsatz- und Ergebniswachstum auf das Niveau vor der Pandemie und den Gewinn weiterer Marktanteile. Getragen ist diese Überzeugung von der soliden Finanzstruktur des Unternehmens und seines Gesellschafters, der auch während der Pandemie gezeigten Leistungskraft des Unternehmens und einer von uns erwarteten Konsolidierung des für uns relevanten Marktes. Die Budgetierung des Jahres 2022 beruht auf der Annahme, dass die kritische Phase der Pandemie spätestens zum Ende des ersten Quartals überwunden sein wird. Wir erwarten ein positives Unternehmensergebnis im Jahr 2022. Dabei rechnen wir mit einem leichten Wachstum im Cash & Carry-Geschäft und einem starken Wachstum des Foodservice, da das Jahr 2021 pandemiebedingt eine sehr schwache Vergleichsbasis aufweist. In Abhängigkeit von der Länge der Pandemie und des Ukraine-Konfliktes wird unser Umsatz, unser Rohertrag und unser EBIT und EBITDA in 2022 voraussichtlich leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Ende Februar begonnene Ukraine-Krieg stellt uns jedoch vor neue, unerwartete Herausforderungen. Die einhergehenden Preisanstiege im Rohstoff- und Energiebereich treffen auf ein ohnehin inflationär geprägtes Wirtschaftsumfeld mit erwarteten Zweitrundeneffekten. Die Flüchtlingswelle sowie höhere Wehretats belasten die Staatshaushalte der Länder, in denen der Konzern tätig ist. Die aus diesen Bedingungen resultierenden Belastungen für die Kaufkraft der Bevölkerung und ein eventuell geändertes Ausgabeverhalten der Unternehmen und Verbraucher sind kaum seriös prognostizierbar. Für das Unternehmen sehen wir daher die Herausforderung, steigenden Waren-, Energie- und Personalkosten begegnen und steigende Preise am Markt durchsetzen zu müssen.
Riedstadt, den 30. April 2022 Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH, Riedstadt John Matthew Frank Seipelt Manfred Hofer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzernkapitalflussrechnung
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Die Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH mit Sitz in Riedstadt ist unter der Registernummer HRB 95033 beim Amtsgericht Darmstadt eingetragen. Der Konzernabschluss der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH zum 31. Dezember 2021 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzernbilanz im Konzernanhang ausgewiesen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind neben der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH alle Unternehmen einbezogen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH stehen. Die Angaben entsprechend § 313 Abs. 2 HGB sind aus der folgenden Übersicht "Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2021" ersichtlich:
• Tochterunternehmen: volle Einbeziehung der Konsolidierung (Vollkonsolidierung) $ Assoziierte Unternehmen: gemäß § 310 Abs. 1 HGB nach der Equity Methode bilanziert • Assoziierte Unternehmen: aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 311 Abs. 2 HGB (Wahlrecht) nicht nach der Equity Methode bilanziert (Einbeziehung mit den Anschaffungskosten) # Tochterunternehmen: aufgrund untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB (Wahlrecht) nicht in den Konzernabschluss einbezogen Bei den assoziierten Unternehmen entsprechen die Anteile an den Stimmrechten den Kapitalanteilen. Das Tochterunternehmen GP Tasko KG wurde aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht in den Konzernabschluss einbezogen, weil sowohl Bilanzsumme als auch Umsatzerlöse weniger als 1 % der jeweiligen Konzernwerte ausmachen. Die Transgourmet Service GmbH wurde am 10. September 2021 gegründet und ist nach deren Eintragung im Handelsregister am 14. Dezember 2021 als 100%iges Tochterunternehmen der Muttergesellschaft dem Konzernkreis zugegangen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 hat die Muttergesellschaft durch Einlage eines immateriellen Vermögensgegenstandes (Transgourmet Multi Channel Software zur Nutzung eines Warenwirtschaftssystems für Großhandel auf SAP-Basis) einschließlich der damit verbundenen Nutzungsrechte und Vermögensgegenstände, der zuvor von der Transgourmet Holding AG, Basel/Schweiz, im Wege der Sacheinlage in die Muttergesellschaft eingebracht worden war, die Kapitalrücklage der Gesellschaft entsprechend erhöht. Insgesamt hat sich hierdurch das Konzernanlagevermögen um TEUR 75.376 erhöht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat der Gesellschafter Transgourmet Holding AG, Basel/ Schweiz, alle Anteile an der transCoop GmbH, Riedstadt, im Wege einer Sacheinlage in Höhe von TEUR 77.817 in die Muttergesellschaft i.W. rücklagenerhöhend eingelegt. Im Zuge der Verschmelzung der transCoop GmbH auf die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG wurde das Festkapital der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG dergestalt erhöht, dass der Anteil der Muttergesellschaft sich von 0,10 % auf nunmehr 21,20 % erhöht hat. Im Anschluss erfolgte die Verschmelzung der transCoop GmbH auf die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2021. Insgesamt hat sich dadurch auf der Aktivseite der Bilanz das Konzernanlagevermögen um TEUR 353.132, im Wesentlichen Grundstücke und Gebäude betreffend, erhöht. Die wesentliche Auswirkung auf der Passivseite betrifft die Erhöhung des Fremdkapitals durch die Übernahme zweier fixer und eines flexiblen Darlehens in Höhe von insgesamt TEUR 273.086. Dies trägt zu einer Veränderung der Eigenkapitalquote des Konzerns von 37,0 % im Vorjahr auf 34,3 % im Geschäftsjahr sowie zu einer Erhöhung des Anteils des Mutterunternehmens am Eigenkapital von 74,7 % im Vorjahr auf 80,3 % im Geschäftsjahr bei entsprechender Verminderung des Anteils anderer Gesellschafter bei. Im Übrigen wird auf den Eigenkapitalspiegel verwiesen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde die Sump & Stammer GmbH International Food Supply auf ihre Gesellschafterin, die Richard Sump GmbH, verschmolzen. Im Anschluss wurde am 15. Juli 2021 die aufnehmende Richard Sump GmbH in Sump & Stammer GmbH International Food Supply umfirmiert. Auf der Grundlage des notariell beglaubigten Anteilskaufvertrages vom 26. November 2021 hat die Team Beverage Großhandel GmbH weitere 24,8 % der Anteile an der A.HOII! networking unit GmbH erworben, sodass sich die bereits bestehende Beteiligung von 25,1 % auf 49,9 % erhöhte. Für die at equity Beteiligungen bestehen keine Unterschiedsbeträge zwischen den jeweiligen Beteiligungsansätzen und den jeweiligen anteiligen Eigenkapital. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die per 1. Januar 2011 erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Erwerbsmethode. Dabei entstandene aktivische Unterschiedsbeträge wurden als Firmenwert behandelt. Passive Unterschiedsbeträge wurden entsprechend ihrem Charakter dem Eigenkapital des Konzerns zugeordnet, da die Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2011 lange nach dem Zeitpunkt des Erwerbs erfolgte und die Unterschiedsbeträge auf zwischenzeitlich thesaurierten Gewinnen beruhten. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die nach dem 1. Januar 2011 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss gegeneinander aufgerechnet worden. In der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung sind darüber hinaus die Innenumsatzerlöse mit den verursachten Aufwendungen der empfangenden Konzernunternehmen verrechnet worden. Darüber hinausgehende Aufwendungen und Erträge wurden ebenso wie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises grundsätzlich eliminiert. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt zu Jahresdurchschnittskursen für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und zu Devisenkassamittelkursen für die Bilanzposten. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz in Höhe von TEUR -82.785 (i. Vj. TEUR -75.305) ist innerhalb des Konzerneigenkapitals gesondert ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die zu konsolidierenden Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsregeln aufgestellt. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände - einschließlich der hierunter ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Kundenstämme bzw. Belieferungsrechte - und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Sie beträgt bei entgeltlich erworbener Software, Lizenzen und ähnlichen Rechten drei bis fünf Jahre, bei Markenrechten und ähnlichen immateriellen Werten bis zu 20 Jahre, bei Gebäuden und Betriebsvorrichtungen zwischen 3 und 50 Jahre. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zwischen 3 und 20 Jahre abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Geschäfts- oder Firmenwerte gelten gemäß § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB als zeitlich begrenzt nutzbarere Vermögensgegenstände. Entsprechend werden sie planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Sie resultieren aus der Erstkonsolidierung der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG und diversen Übernahmen der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, im Wesentlichen aus der Stöver-Übernahme im Jahr 2007. Bei den Übernahmen ist es gelungen, die wichtigsten Kunden an die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG zu binden und den Umsatz zu erhalten bzw. auszubauen. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre wird weiterhin von einer langfristigen Kundenbindung ausgegangen und die Firmenwerte somit weiterhin planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Soweit die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Erstkonsolidierungen der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG im Jahre 2011, der Sump & Stammer GmbH International Food Supply (vormals: Richard Sump GmbH), der EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG und der FrischeParadies GmbH & Co. KG im Jahre 2015 sowie der inzwischen verschmolzenen Der Milchbauer GmbH im Jahre 2016 stammen, wurden diese planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert dabei auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das "Know-how" (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Ertragspotenziale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgeschöpft. Soweit die Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2020 vollständig abgeschrieben waren, wurden sie im Geschäftsjahr 2021 als Abgang gezeigt. Der im Jahre 2017 aus der Erstkonsolidierung der Team Beverage Gruppe entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird ebenso wie der im Jahre 2018 aus der Erstkonsolidierung der Niggemann Food Frischemarkt GmbH entstandene Geschäfts- oder Firmenwert sowie der aus der Erstkonsolidierung der inzwischen verschmolzenen GEVA Beteiligungsgesellschaft mbH neu entstandene Geschäfts- oder Firmenwert über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von jeweils zwölf Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert spiegelt neben unserem Markenportfolio, die langjährige Kunden- und Lieferantenbindung, unsere Geschäftsidee, sowie Individual-Programmierungen und unser Human Capital wider. Diese Einzigartigkeit hat damit für andere Marktteilnehmer hohe Markteintrittsbarrieren geschaffen, auf Basis derer unser Geschäfts- oder Firmenwert linear über zwölf Jahre abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Vom Wahlrecht nach § 253 Abs 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Notwendige Abschläge sind vorgenommen worden. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Bei Roh- Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren wurden darüber hinaus gegebenenfalls niedrigere Wiederbeschaffungskosten berücksichtigt. Bei unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sowie Fertigerzeugnissen und Waren wurde verlustfrei bewertet, d. h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte wurden zum Nennbetrag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Einzelrisiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Darüber hinaus wird eine pauschale Wertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko vorgenommen. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Bei den Rückstellungen sind alle sichtbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Nach den aktuellen Vorschriften werden Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank für diese Zwecke bekannt gegeben wird, abgezinst. Den unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesenen Rückstellungen für Hinterbliebenenbezüge sowie den unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Diese wurden unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden biometrischen Rechnungsgrundlagen (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) mit einem Gehaltstrend von 2,50 % (i. Vj. 2,50 %) sowie einem Rententrend gemäß BetrAVG errechnet. Es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von fünfzehn Jahren für Zwecke der Zinssatzfindung angenommen. Der Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellungen für Hinterbliebenenbezüge wurde zum 30. September 2021 auf den 31. Dezember 2021 prognostiziert und beträgt 1,87 % (i. Vj. 2,31 %). Dabei handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Aus der Verwendung des 10-jährigen Durchschnittszinses ergibt sich im Vergleich zum 7-jährigen Durchschnittszinses ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB von TEUR 825 (i. Vj. TEUR 1.089). Ebenso wurde der Rechnungszins für die Abzinsung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder zum 30. September 2021 auf den 31. Dezember 2021 prognostiziert und beträgt 1,35 % (i. Vj. 1,60 %). Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten der Hamburger Pensionsverwaltung e.G., Hamburg, auf Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von einem Jahr angenommen. Die Rückstellung wird mit einem ebenso prognostizierten Rechnungszins von 0,40 % abgezinst (i. Vj. 0,48 %), der den zum 31. Dezember 2021 von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten fristenkongruenten, durchschnittlichen Marktzins der letzten sieben Jahre um 0,10%-Punkte übersteigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, sofern sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive Steuerlatenzen werden, soweit die gleiche Gesellschaft betreffend, verrechnet. Währungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Geschäftsjahr 2021 wurde teilweise Kurzarbeit genutzt. Beim sogenannten Kurzarbeitergeld handelt es sich aus Sicht des Konzerns lediglich um einen durchlaufenden Posten. Entsprechend den verauslagten monatlichen Zahlungen an die Arbeitnehmer wurde eine Forderung gegen die Agentur für Arbeit zum Abschlussstichtag bilanziert. Hinsichtlich der dem Arbeitgeber gewährten Erstattungen von Beiträgen zur Sozialversicherung wurde vom Konzern ein unmittelbarer Anspruch gegenüber der Agentur für Arbeit erfolgswirksam als Kürzung des Personalaufwandes erfasst. Die vom Konzern gezahlten Aufstockungsbeträge zum Kurzarbeitergeld wurden als laufender Personalaufwand erfasst. III. Erläuterungen der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem beigefügten Konzern- Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 38.438 (i. Vj. TEUR 51.519) enthält Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 272 (i. Vj. TEUR 7.861), die in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden sind. Forderungen Die Restlaufzeiten der Forderungen bis zu einem Jahr sind der Bilanz zu entnehmen. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuerforderungen in Höhe von TEUR 4.178 (i. Vj. TEUR 3.684). Eigenkapital Im Geschäftsjahr erfolgte, wie im Vorjahr, keine Ausschüttung an den Gesellschafter Transgourmet Holding AG, Basel/Schweiz. Der dem Mutterunternehmen zuzurechnende Anteil am Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 14.948 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der im Vorjahr dem Mutterunternehmen zuzurechnende Anteil am Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 14.226 wurde im Berichtsjahr in die Gewinnrücklage eingestellt, wodurch sich diese entsprechend erhöhte. Durch Sacheinlagen hat der Gesellschafter Transgourmet Holding AG, Basel/Schweiz, das gezeichnete Kapital um EUR 1 sowie die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens mit Wirkung zum 1. Januar 2021 durch Einlage zu Buchwerten aller Anteile an der transCoop GmbH, Riedstadt, um TEUR 77.817 sowie mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 durch Einlage eines immateriellen Vermögensgegenstandes (Transgourmet Multi Channel Software zur Nutzung eines Warenwirtschaftssystems für Großhandel auf SAP-Basis) einschließlich der damit verbundenen Nutzungsrechte und Vermögensgegenstände zu Buchwerten um TEUR 75.376, also insgesamt um TEUR 153.193 erhöht. Rückstellungen Neben den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (TEUR 13.803; i. Vj. TEUR 12.675) und den Steuerrückstellungen (TEUR 3.287; i. Vj. TEUR 1.598) enthält der Posten sonstige Rückstellungen (TEUR 157.846; i. Vj. TEUR 154.832). Diese betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 51.330 (i. Vj. TEUR 43.600), Gutschriftsverpflichtungen für Kundenboni in Höhe von TEUR 49.469 (i. Vj. TEUR 49.773) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 32.471 (i. Vj. TEUR 34.671). Verbindlichkeiten Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar (Vorjahreswerte in Klammern):
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert wurden, bestanden zum 31. Dezember 2021 keine (i. Vj. TEUR 0). IV. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2021 rund 67 % (i. Vj. 65 %) seiner Umsatzerlöse im Inland und rund 33 % (i. Vj. 35 %) vor allem in Rumänien, Polen und Österreich erzielt. Der wichtigste Geschäftsbereich im Jahr 2021 war Cash & Carry mit 62 % (i. Vj. 63 %) Umsatzanteil. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Periodenfremde Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von mehreren Rückstellungen, hautsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen Personal und Boni (TEUR 15.902; i. Vj. TEUR 6.988) und aus der Vereinnahmung überfälliger Verbindlichkeiten (TEUR 2.359; i. Vj. TEUR 2.157) vor allem bei der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG sowie aus Zahlungseingängen auf in Vorjahren wertberichtigte Forderungen insbesondere bei der Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG und der Transgourmet Polska Sp. z o.o. (TEUR 2.287; i. Vj. TEUR 2.073 überwiegend bei Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG). Die übrigen periodenfremden Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Anlagenverkäufen und aus Schadensfällen zusammen (TEUR 6.159; i. Vj. TEUR 4.094). Periodenfremde Aufwendungen resultieren vor allem aus Endabrechnungen von auszuschüttenden Konditionen und aus Anlagenverkäufen (TEUR 3.481; i. Vj. TEUR 2.029), hauptsächlich wie im Vorjahr bei dem Team Beverage AG Teilkonzern und bei Transgourmet Polska Sp. z.o.o., sowie aus Steuernachzahlungen (TEUR 363; i. Vj. TEUR 675) und Zinsen hierauf (TEUR 19; i. Vj. TEUR 38). Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr sind folgende Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit der Coronapandemie angefallen:
Außerplanmäßige Abschreibungen Im Geschäftsjahr 2021 wurden aufgrund dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 460 (i. Vj. TEUR 5.294) vorgenommen. Im Vorjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf Geschäfts- und Firmenwert der Sanalogic Solutions GmbH vorgenommen. Zinsen Im Geschäftsjahr 2021 sind Aufwendungen aus Aufzinsungen von TEUR 414 (i. Vj. TEUR 405) angefallen. Erträge aus Abzinsungen wurden, wie im Vorjahr, keine erzielt. Im Saldo wurden in 2021 Zinsen von TEUR 21.256 (i. Vj. TEUR 15.846) gezahlt. Entwicklung latenter Steuern Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 9.529 (i. Vj. TEUR 6.903) werden mit passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 19.979 (i. Vj. TEUR 21.297) verrechnet. Dabei betreffen die aktiven latenten Steuern mit TEUR 4.070 (i. Vj. TEUR 3.012) hauptsächlich Bewertungsdifferenzen im Vorratsvermögen und mit TEUR 2.370 (i. Vj. TEUR 2.325) unterschiedliche Wertansätze bei den sonstigen Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern entfallen mit TEUR 19.797 (i. Vj. TEUR 21.083) fast vollständig auf Bewertungsdifferenzen beim Sachanlagevermögen. Die latenten Steuern wurden auf Basis der unternehmensindividuellen Steuersätze ermittelt. Hierbei kam ein Steuersatz von 16 % (Vj. 16 %) für Rumänien, 19 % ( Vj. 19 %) für Polen, 25 % (Vj. 25 %) für Österreich sowie 15 % (Vj. 15 %) bzw. 30 % (Vj. 30 %) für Deutschland zur Anwendung. Die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge (Gewerbesteuer TEUR 193.042; i. Vj. TEUR 123.975; Körperschaftsteuer TEUR 51.174; i. Vj. TEUR 12.070) wurden nicht angesetzt. V. Sonstige Angaben Derivative Finanzinstrumente Die derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) bilden zusammen mit an hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen nach § 254 HGB eine Bewertungseinheit, deren Einzeleffekte nach der Einfriermethode nicht dargestellt werden. Die Absicherung erfolgt in Form eines Portfolio Hedgings. In der Sump & Stammer GmbH und der Hamburger Feinfrost GmbH werden üblicherweise Wareneinkäufe und in der Sump & Stammer GmbH üblicherweise noch zusätzlich Warenverkäufe in USD getätigt. Auf Basis von bereits eingegangenen Aufträgen und Erfahrungswerten der vergangenen Geschäftstätigkeit wird der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ergebende saldierte Zahlungsstrom aus den Umsatzerlösen und zugehörigen Aufwendungen dieser Fremdwährungsgeschäfte gegen Währungsschwankungen abgesichert. Die Höhe der abgesicherten Transaktionen ergibt sich zum Bilanzstichtag aus dem Nominalbetrag von insgesamt TUSD 2.450 (i. Vj. TUSD 4.390), die eingekauft werden. Dagegen laufen TUSD 0 (i. Vj. TUSD 2.500), die verkauft werden, um USD-Geschäfte mit Kunden abzusichern. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Sicherungsgeschäfte haben in 17 Tranchen Laufzeiten vom 3. Januar bis 13. Juni 2022 (i. Vj. 15 Tranchen Laufzeiten vom 5. Januar bis 3. Mai 2021). Ziel ist es, die Risiken in Höhe der Währungsschwankungen, die auf den Nominalbetrag der Sicherungsgeschäfte entfallen, vollständig abzusichern. Der Marktwert aus diesen Sicherungsgeschäften beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 8 (i. Vj. TEUR 51). Die Bewertungseinheiten werden nur für Derivate gebildet, die zum Stichtag bilanziert sind. Für sonstige Derivate kommen die allgemeinen Prinzipien zum Tragen. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 889 (i. Vj. TEUR 766), aufgeschlüsselt in das Honorar für:
Mitarbeiter Im Konzern wurden im Jahresdurchschnitt 20.087 (i. Vj. 20.099) Mitarbeiter beschäftigt:
Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Am Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von TEUR 2.257 (i. Vj. TEUR 1.644). Auf der Grundlage der Erfahrungswerte der Vergangenheit wird das Risiko der Inanspruchnahme aus diesen Gewährleistungsverträgen als äußerst gering eingeschätzt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 153.904 (Vj. TEUR 423.081) gliedern sich wie folgt:
Die Miet-, und Baurechtsverpflichtungen betreffen im Wesentlichen die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, FrischeParadies GmbH & Co. KG, Fruchthof Handels-GmbH und den Team Beverage AG Teilkonzern. In allen Fällen wie auch bei den Leasingverträgen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt sowohl in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und damit der Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Eigenkapitalquote als auch im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich neben den höheren Refinanzierungskosten aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte. Gezahlte Ertragsteuern Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 3.301 (i. Vj. TEUR 7.337) Ertragsteuern gezahlt und TEUR 1.803 (i. Vj. TEUR 1.133) erstattet. Ergänzende Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich gemäß DRS 21 wie folgt zusammen:
Die Gesellschaften des Transgourmet Central and Eastern Europe-Konzerns sind in das Finanzmanagementsystem der Coop Genossenschaft, Basel/Schweiz, eingebunden und können von deren Refinanzierungsmöglichkeiten und -konditionen profitieren. Hierdurch ist die Finanzierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sichergestellt. Die Einzahlungen sowie die Auszahlungen aus der Aufnahme bzw. Tilgung von (Finanz-)Krediten stellen jeweils einen Saldo aus der täglichen Glattstellung der Cash-Pool-Forderung bzw. Verbindlichkeit mit der Coop Genossenschaft, Basel/Schweiz, dar. Wesentliche nicht-zahlungswirksame Transaktionen stellen im Geschäftsjahr die Sacheinlage der Anteile an transCoop GmbH in die Muttergesellschaft sowie die nachfolgende Verschmelzung der transCoop GmbH auf die Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, die Sacheinlage des Transgourmet Multi Channel Vermögensgegenstandes zunächst in die Muttergesellschaft und im Anschluss von dieser in die Transgourmet Service GmbH sowie die Verschmelzung der Sump & Stammer GmbH International Food Supply auf ihre Gesellschafterin, die Richard Sump GmbH dar. Zu diesen Sachverhalten wird im Einzelnen auf die Ausführungen im Abschnitt I. "Allgemeine Angaben" sowie im Abschnitt III. "Erläuterungen der Bilanz" unter Punkt "Eigenkapital" verwiesen. Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften Die Tochterunternehmen Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG und FrischeParadies GmbH & Co. KG haben im Geschäftsjahr 2021 von der gesetzlichen Befreiungsmöglichkeit des § 264b HGB Gebrauch gemacht und keine Anhänge und Lageberichte erstellt sowie ihre Jahresabschlüsse nicht offengelegt. Die FrischeParadies GmbH & Co. KG hat darüber hinaus auf die Jahresabschlussprüfung verzichtet. Die Tochterunternehmen Sump & Stammer GmbH International Food Supply, EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG, Hamburger Feinfrost GmbH, F&B - Food and Beverage Services GmbH, Niggemann Food Frischemarkt GmbH sowie Transgourmet Service GmbH haben im Geschäftsjahr 2021 von der gesetzlichen Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und keine Anhänge und Lageberichte erstellt sowie ihre Jahresabschlüsse nicht offengelegt. Die EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG, die Hamburger Feinfrost GmbH, die F&B - Food and Beverage Services GmbH und die Niggemann Food Frischemarkt GmbH haben darüber hinaus auf die Jahresabschlussprüfungen verzichtet. Das Tochterunternehmen Sanalogic Solutions GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 von der gesetzlichen Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und keinen Anhang erstellt sowie seinen Jahresabschluss nicht offengelegt. Geschäftsführer und Organbezüge Die Geschäftsführer der Konzernobergesellschaft sind:
Da nur drei Geschäftsführer Bezüge von den Gesellschaften erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält der Konzern Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Geschäfte werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen. Gesellschafter und Konzernverhältnisse Die Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH ist ein Konzernunternehmen der Coop-Gruppe Genossenschaft, Basel/Schweiz, in deren Konzernabschluss als oberstes Mutterunternehmen, aufgestellt nach den Regelungen der Swiss GAAP FER für den größten und zugleich auch kleinsten Kreis von Unternehmen, sie einbezogen wird. Dieser Konzernabschluss ist auf www.coop.ch erhältlich. Nachtragsbericht Der Ende Februar begonnene Ukraine-Krieg stellt den Konzern vor neue, unerwartete Herausforderungen. Die einhergehenden Preisanstiege im Rohstoff- und Energiebereich treffen auf ein ohnehin inflationär geprägtes Wirtschaftsumfeld mit erwarteten Zweitrundeneffekten. Die Flüchtlingswelle sowie höhere Wehretats belasten die Staatshaushalte der Länder, in denen der Konzern tätig ist. Die aus diesen Bedingungen resultierenden Belastungen für die Kaufkraft der Bevölkerung und ein eventuell geändertes Ausgabeverhalten der Unternehmen und Verbraucher sind kaum seriös prognostizierbar. Für den Konzern bestehen daher die Herausforderung, steigenden Waren-, Energie- und Personalkosten zu begegnen und steigende Preise am Markt durchsetzen zu müssen. Die EGV Lebensmittel für Großverbraucher AG, Unna, übernimmt mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. April 2022 den Geschäftsbetrieb der Bauer Frischdienst GmbH, Wasserburg.
Riedstadt, den 30. April 2022 Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH, Riedstadt John Matthew Frank Seipelt Manfred Hofer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021(erweiterte Bruttodarstellung)
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH, Riedstadt Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH, Riedstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Transgourmet Central and Eastern Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 3. Mai 2022 KPMG
AG
Hargarten, Wirtschaftsprüfer Claßen, Wirtschaftsprüfer |
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