Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 96198
Vorher
Shriro Sportvertrieb GmbH
Eingetragen
2.9.1991
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörGroßhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörHerstellung von Sportgeräten
Gegenstand
Vertrieb und Handel mit Waren aller Art, insbesondere Sportartikeln der Shriro-Gruppe.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manfred Rassweiler
seit 25.10.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pryde Group GmbH

Taufkirchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

4. Lage des Unternehmens

a) Vermögenslage

b) Finanzlage

c) Ertragslage

C. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung der Branche

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

D. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen der künftigen Entwicklung

2. Risiken der künftigen Entwicklung

3. Angaben zur Risikokontrolle

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma Pryde Group GmbH (PGG) mit Sitz in Taufkirchen ist zum 31.12.2021 eine 100-ige Tochtergesellschaft der MSRP Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Taufkirchen.

Zweck des Unternehmens ist forthin der Handel mit Waren aller Art, insbesondere Sportartikeln für den Wassersport. Darüber hinaus wird die Herstellung von Produkten der eigenen Marken in Auftrag gegeben.

Pryde Group GmbH vertreibt als Großhändler Fremd- wie Eigenmarken in Europa; Kunden der Pryde Group GmbH sind Einzelhändler, überwiegend in Deutschland, Österreich, der Schweiz, sowie in Frankreich, Italien, den Benelux-Ländern, in Skandinavien und Großbritannien. Darüber hinaus vertreibt die Pryde Group GmbH eigene Marken über die europäischen Grenzen weltweit.

Alleiniger Geschäftsführer der Pryde Group GmbH war seit dem 01. Januar 2021 Herr Manfred Rassweiler, Pähl.

Die Unternehmensleitung ist am Sitz des Unternehmens in Taufkirchen bei München. Dort sind auch der gesamte Verwaltungsapparat, die kaufmännische Leitung sowie ein Großteil des für die Organisation der Wareneinkäufe und -Verkäufe notwendigen Personals ansässig.

Pryde Group GmbH handelt mit Sportartikeln sowohl für die Sommer- als auch für die Wintersaison. Neben dem witterungsbedingten Einfluss auf den Absatz von Sommer-/ Wintersportartikeln ist Pryde Group GmbH insbesondere abhängig von den jeweiligen Wettbewerbern in den entsprechenden Sportartikelsegmenten sowie darüber hinaus von Wechselkurs-Schwankungen, welche starken Einfluss auf die Einkaufspreise des Unternehmens nehmen, da die von Pryde Group GmbH vertriebenen Produkte fast ausschließlich in US-Dollar eingekauft, aber in EURO verkauft werden. In der Bedeutung erheblich zunehmend ist darüber hinaus die Abhängigkeit der Pryde Group GmbH von den Zulieferern im asiatischen Raum.

Bestehende Zweigniederlassungen und sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist nicht börsennotiert und unterhält eine im Firmenbuch Innsbruck eingetragene Zweigniederlassung in Österreich, eine in Lille Metropole eingetragene Zweigniederlassung in Frankreich sowie eine im Companies House eingetragene Zweigniederlassung in Poole/Holton Heath, Großbritannien.

In 2018 hat Pryde Group GmbH die Rechte an der für das Unternehmen sehr bedeutenden Marke "JP" erworben. Mit Wirkung zum 01. Januar 2019 wurden darüber hinaus 100% Anteile an der JP-Marketing GmbH mit Sitz in Österreich erworben; das Tochterunternehmen der Pryde Group GmbH ist zuständig für die Entwicklung und den Vertrieb sämtlicher Sportartikel der Marke JP.

Mit notariellem Vertrag vom 25.09.2020 wurden zudem die Rechte der Marke Neilpryde erworben. Diese Marke stellt - neben den bereits in 2018 erworbenen Markenrechten an JP - einen sehr bedeutsamen Vermögenswert für Pryde Group GmbH dar, der in Zukunft zu einer deutlichen Erhöhung der Rohgewinnmarge der PGG führen wird.

Mit Vertrag vom 20.04.2021 hat Pryde Group GmbH einen Ergebnisabführungsvertrag mit der alleinigen Anteilseignerin, MSRP GmbH, geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat diesem Vertrag mit Beschluss vom 20.05.2021 zugestimmt. Die Eintragung im Handelsregister der Pryde Group GmbH erfolgte am 18.06.2021. Der Ergebnisabführungsvertrag ist erstmals wirksam für das Geschäftsjahr 2021.

B. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp 29% über dem Niveau des Vorjahresumsatzes. Der Umsatzzuwachs betrug insgesamt rund 6.200 t€ und ist im Wesentlichen auf die Marke Neilpryde mit den Produktbereichen Segel, Rigg, Foil, Waterwear und Accessoires in Höhe von 4.469 t€ zurückzuführen. Einen weiteren deutlichen Umsatzanstieg erzielte die Gesellschaft im Produktbereich JP SUP (Stand Up Paddel) in Höhe von 1.400 t€ sowie bei Cabrinha mit der Sportart Kitesurfen in Höhe von 1.000 t€. Den deutlichen Umsatzzuwächsen standen leichte Rückgänge im Wintersport in Höhe von 385 t€ sowie bei JP Windsurfen in Höhe von 140 t€ gegenüber.

Die leichten Umsatzrückgänge bei JP-Windsurfen resultieren in erster Linie aus Lieferengpässen. Im Wintersport hat hingegen die Corona-Pandemie den Markt weiter stark unter Druck gesetzt.

Der Umsatzzuwachs mit der Marke Neilpryde ist auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen. Nach einer turbulenten Übergangsphase zu zwei neuen Segel-Produktionsstätten im Jahr 2020 konnte die Gesellschaft 2021 fast alle bestellten Segel nahezu zeitgerecht produzieren und ausliefern. Bei der Steigerung der Umsätze mit Foils (Tragflächen für den Windsurf- und Wingsport) hielt der bereits Ende 2020 eingeleitete starke Trend für die neue Art des Surfens im gesamten Kalenderjahr 2021 an. Auch das durch die Corona-Pandemie neue Freizeitverhalten verhalf der Gesellschaft im Jahr 2021 zu höheren Umsätzen mit Wassersportartikeln.

2. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Markt mit Freizeitartikeln boomte im Jahr 2021 wie selten zuvor, insbesondere Outdoor Sommersportarten waren der absolute Renner während der Hochphase der Corona-Pandemie. Lediglich limitierte Produktionsmengen und andere Störfaktoren bei der Lieferkette limitierten den ohnehin schon deutlichen Anstieg bei Verkauf von Freizeitartikeln.

Bei den Winterartikeln war die Saison, bedingt durch nach wie vor geschlossene Ski- und Snowboardgebiete nicht zufriedenstellend.

3. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Jahr 2021 war positiv. Die Umsatzentwicklung war nahezu über alle Produktbereiche im zweistelligen positiven Bereich. Deutlich höhere Bestellungen bei den klassischen Wassersportarten Wind- und Kitesurfen sowie bei Stand Up Paddel Produkten verhalfen der Gesellschaft zu erheblichen Umsatzsteigerungen. Der Durchbruch bei der neuen Sportart Wingsurfen erhöhte die Nachfrage nach Wassersportartikel zusätzlich. Die Auftragsentwicklung war deutlich über dem Niveau von 2020.

4. Lage des Unternehmens

Die Gesellschaft finanziert sich wie bereits in den Vorjahren weiterhin wesentlich durch Eigenkapital und darüber hinaus durch Lieferantenkredite und Kontokorrentlinien sowie durch kurzfristige Ziehungen. Zinsrisiken werden nicht, Währungsrisiken werden zum Teil in Form von Macro-Hedges abgesichert.

Der Forderungsbestand hat sich am Bilanzstichtag zum Vorjahr erhöht. Die Erhöhung ist in erster Linie auf die deutliche Umsatzsteigerung in 2021 zurückzuführen. Das Forderungsrisiko bleibt nach wie vor auf einem niedrigen Niveau.

Der Lagerbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 3.255 t€ (Vorjahr) auf zum Bilanzstichtag 7.033 t€ mehr als verdoppelt. Die deutliche Erhöhung des Lagerbestands ist auf die Entscheidung der Geschäftsführung zurückzuführen, die mit dieser Maßnahme sich abzeichnende Lieferengpässe für 2022 vorbeugen wollte um auch in 2022 kurzfristig lieferfähig sein zu können.

a) Vermögenslage

Die Darstellung der Vermögenslage erfolgt anhand wesentlicher Kennziffern:

2020 2021
Anlagevermögen x 100 1.741.107,00 1.524.877,50
Gesamtvermögen 14.212.792,71 17.540.474,06
Anlagenintensität in % 12,25 8,69
Eigenkapital x 100 10.887.600,13 10.887.600,13
Gesamtkapital 14.212.792,71 17.540.474,06
Eigenkapitalquote in % 76,60 62,07
Fremdkapital x 100 3.325.192,58 6.652.873,93
Eigenkapital 10.887.600,13 17.540.474,06
Verschuldungsgrad in % 30,54 37,93

Die Vermögenslage der Pryde Group GmbH ist auch in 2021 unverändert gut. Das Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 3.327 t€ erhöht bei gleichzeitigem Rückgang des Anlagevermögens um rund 216 t€. Das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen beträgt knapp 9%. Die Eigenkapitalquote beträgt in 2021 rund 62 %. Die rückläufige Eigenkapitalquote resultiert letztlich aus dem in 2021 erstmals wirksamen Ergebnisabführungsvertrag zwischen Pryde Group GmbH und der MSRP GmbH.

b) Finanzlage

Die Darstellung der Finanzlage erfolgt anhand einer Kapitalflussrechnung:

Mittelzu-, -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit:

Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
1. Jahresüberschuss (vor Gewinnabführung) 1.512 2.255
2. Abschreibungen 215 251
3. Rückstellungen 180 111
4. Vorräte -400 -4.189
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 783 -1.135
6. Sonstige Aktivmehrung (-) / Aktivminderung (+) 1.205 -582
7. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102 761
8. Sonstige Passivmehrungen (+) / Passivminderungen (-) 327 2.229
9. Gewinne (-) / Verluste (+) aus Abgang AV 0 0
10. Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 331 88
Operativer Cash flow 4.255 -211

Mittelzu-, -abfluss aus Investitionstätigkeit:

Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
1. Einzahlungen (+) aus Abgängen Anlagevermögen 0 0
2. Auszahlungen (-) für Investitionen in Anlagevermögen -1.019 -35
Investiver Cash flow -1.019 -35

Mittelzu-, -abfluss aus Finanzierungstätigkeit:

Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
1. Einzahlungen aus der Gewährung von Darlehen 0 219
2. Auszahlung an Unternehmenseigner (ab 2021: Zahlungsverpflichtung aus Gewinnabführungsvertrag) 423 -2.255
3. Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen 499 0
4. Gezahlte Zinsen -31 -81
Cash flow aus Finanzierungsmaßnahmen 45 -2.117

Finanzmittelbestand am Ende der Periode:

Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
1. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 3.281 -2.363
2. Finanzmittelbestand Periodenanfang 633 3.914
3. Finanzmittelbestand Periodenende 3,914 1,551

Zusammensetzung des Fonds "Finanzmittelbestand" :

Konto Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
1600 0 KASSE 7.987,13 5.134,15
1601 0 KASSE II 468,85 928,23
1800 0 RAIFFEISENBANK 61 71 72 19.228,75 278,32
1805 0 HSBC 001 3491 003 601,13 0,00
1810 0 DEUTSCHE BANK 2000875 00 2.891.923,68 1.316.170,35
1815 0 DEUTSCHE BANK 2000875 150.000,00 150.000,00
1840 0 DEUTSCHE BANK USD 51.799,43 46.748,59
1850 0 COMMERZBANK 4 662 465 00 579.453,18 0,00
1851 0 COMMERZBANK PARIS 11.026,52 17.196,99
1851 1 COMMERZBANK PARIS # 1401189745/77 0,00 0,00
1854 0 COMMERZBANK WIEN 0,00 0,00
1855 0 COMMERZBANK LONDON 0,00 0,00
1856 0 COMMERZBANK MUC GBP 201.363,09 14.410,85
3.913.851,76 1.550.867,48

Die Zusammensetzung des Fonds "Finanzmittelbestand" ist gegenüber dem Vorjahr gemäß obenstehender Auflistung geändert.

c) Ertragslage

Die Darstellung erfolgt anhand folgender Rentabilitätsübersicht:

Vorjahr Geschäftsjahr
T€ T€
Gesamtleistung 21.465 27.686
- Materialaufwand/Wareneinsatz 13.088 17.006
= Rohgewinn I 8.377 10.680
= Rohgewinn II 8.377 10.680
+ Regelmäßige betriebliche Nebenerträge 607 409
- Übrige Kosten 7.041 8.749
= Ordentlicher Betriebserfolg 1.943 2.340
= Ordentliches Betriebsergebnis 1.943 2.340
+ Ordentliches Finanz- und sonstiges neutrales Ergebnis -9 -81
= Ordentliches Ergebnis 1.934 2.259
+ Nicht ordentliches betriebliches Ergebnis 0 -2,254
= Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.934 5
- Steuern vom Einkommen und Ertrag 422 5
= Jahresüberschuss 1.512 0

Der Rohgewinn der Gesellschaft konnte gegenüber dem Vorjahr abermals deutlich erhöht werden; Der höhere Gewinn ist in erster Linie auf die deutlich höheren Umsätz bei prozentual vergleichbaren Kosten und einer gleichbleibenden Marge zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern lag 325 t€ über dem Vorjahresergebnis.

C. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung der Branche

Eine deutlich gesteigerte Nachfrage nach Freizeitartikeln verhalf der Branche zu hohen Umsatzsteigerungen im Geschäftsjahr 2021.

Durch den sehr hohen Absatz im Jahr 2021 wurde eine gewisse Sättigung des Marktes in einigen Bereichen der Freizeitbranche erreicht. Nichtsdestotrotz wird der Freizeitboom nicht über Nacht abreißen. Durch die vielen Neueinsteiger in alle von der PGG vertriebenen Wassersportarten ergibt sich auch für die Zukunft ein größeres Umsatzpotenzial. Durch den Boom konnte die Anzahl derer, die die Sportarten ausüben, deutlich erhöht werden.

Dennoch sind die Sportarten unterschiedlich zu betrachten. Von den vielen SUP (Stand Up Paddel) Neueinsteigern wird nur ein geringer Prozentsatz auch ein Kunde für die Zukunft werden, da eine Erweiterung des Equipements oder wiederholte Neuanschaffungen in dem Sport eher die Ausnahme sind. Beim Wingsurfen hingegen werden die neu hinzugewonnenen Kunden auch in Zukunft weiter konsumieren, da der Verschleiß der Produkte hoch ist und die Innovationen bzw. Neuentwicklungen relevant sind. Somit kann beim Wingsurfen auch für die Folgejahre von einer guten Auftragssituation ausgegangen werden.

Die klassischen Wasser-Gleitsportarten wie Wind- und Kitesurfen haben durch die positive Branchenentwicklung und dem Absatzboom in 2021 eine deutliche Wiederbelebung erfahren. Der Konsum von Materialien für heimische Reviere, bedingt durch weniger Flugreisen, hat dazu geführt, dass Surfer auch zuhause wieder vermehrt ihren Sport ausüben. Dazu benötigen sie anderes Material, das nach ersten Anschaffungen in 2021 in der Zukunft ergänzt und erweitert werden wird.

Trotz des Klimawandels hat der Snowboardsport wieder voll Fahrt aufgenommen. Die Erholung des Snowboardmarktes durch die Öffnung der Skigebiete dürfte sich auch für 2022 und darüber hinaus fortsetzen.

2. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die positiven Auswirkungen durch den Erwerb der Marke Neilpryde werden in 2022 eher noch gering sein, sich jedoch 2023 deutlicher auswirken. Bei den anderen Marken erwarten wir ein positives Geschäftsjahr, sowohl bei der Entwicklung der Umsätze als auch bei der Rendite.

Die Ertragslage für 2022 wird vermutlich etwas schlechter werden als im abgelaufenen Rekordwirtschaftsjahr 2021, da die Kosten, wie Personal, Marketing und Entwicklung wieder auf ein normales Niveau angehoben werden.

Die Liefersituation wiederum sollte sich deutlich verbessern, jedoch noch nicht auf das Niveau vor der Corona- Pandemie. Die Auswirkungen des Risikos der Gesellschaft kann für das Jahr 2022 nach wie vor als einigermaßen entspannt beurteilt werden. Es gibt keine außergewöhnlichen oder unkontrollierten finanzintensiven und sonstigen risikoreichen Vorfälle. Lediglich bei der Lagerbevorratung könnte sich durch die im Frühjahr verspätete Anlieferung der Waren ein Lagerüberhang zum Jahresende ergeben.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen der künftigen Entwicklung

Die Chancen für die Pryde Group für das Jahr 2022 beruhen immer noch auf den positiven Auswirkungen der Corona-Pandemie und das damit verbundene bzw. geänderte Freizeitverhalten. Bedingt durch mehr Freizeit profitieren nach wie vor nahezu alle Sportarten, speziell Outdoor-Sportarten von den neuen Arbeitszeitmodellen, die während der Covid-19-Pandemie eingeführt wurden.

Weitere Chancen ergeben sich durch die positive Entwicklung des Wing-, Wind und Kitesurfens während der letzten 2 Jahre. Eine größere Plattform durch mehr Neukunden und Neueinsteiger erhöhen den Bedarf an Material und ergeben somit ein größeres Potenzial für Verkäufe aller Surfprodukte.

Nach nunmehr 2 Jahren konnte auch der Wechsel zu neuen Produktionsstätten für Neilpryde Produkte final vollzogen werden. Daraus ergibt sich eine effizientere Produktion aller Produkte, die wiederum zu hohen Qualitätsstandards und besseren Bezugspreisen sowie einer guten Verfügbarkeit führen sollte. Die Auswirkungen der unterbrochenen Lieferketten scheinen sich stark zu reduzieren. Die Engpässe beim Güterverkehr, ob auf der Straße, Schiene, oder zu Wasser verbessern sich überdies wöchentlich. Auch die Preise für den Gütertransport sollten sich kurz- und mittelfristig weiter reduzieren.

Auch für das Jahr 2022 vertreibt und produziert die Pryde Group wieder führende Marken im Wasser- und Wintersport. Der Ausblick auf die kommenden Jahre kann somit positiv gesehen werden.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Allgemein

Die größten Risiken für das Geschäftsjahr 2022 liegen in einer reduzierten Kaufkraft und einem verhaltenen Konsumklima. Vor allem der europäische Binnenmarkt könnte durch einen schwachen Euro und den Krieg in der Ukraine große Risiken beinhalten. Die Erholung davon hängt vom Verlauf des Krieges sowie der finanziellen Unterstützung der Bevölkerung und politischen Maßnahmen ab.

Währungsrisiken

Ein bereits zum Jahresende hin schwächelnder Euro könnte in 2022 weiterhin an Wert verlieren und damit den Einkauf der in Dollar fakturierten Waren zusätzlich verteuern.

Ausfallrisiken

Die Risikovorsorge der Gesellschaft ist auf angemessenem, konservativem Niveau. Die eingeleitete, restriktive Kundenüberwachungspolitik hat sich seit Jahren bewährt und wird weiterverfolgt.

Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft besitzt zum Jahresende Liquiditätsreserven in Höhe von rund 1.550 t€. Diese reichen aus, um den Personalaufwand sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2 Monate weiter bezahlen zu können, ohne dass in diesem Zeitraum Umsatzerlöse vereinnahmt werden müssten.

3. Angaben zur Risikokontrolle

Die Gesellschaft unterhält ein mittelmäßiges Risikomanagment und Kontrollsystem. Das Reporting hat sich im Jahr 2021 gegenüber dem Jahr 2020 zwar verbessert, war aber, bedingt durch die Firmen- und Markenübernahme, immer noch nicht aktuell. Die in der Vergangenheit standardisierten und üblichen monatlichen Reports, Planungstools mit Abweichungsanalyse und Managementberichte wurden auch für 2021 nur quartalsweise erstellt.

Das in 2021 zu den Vorjahren unveränderte Risikomanagement und -Kontrollsystem der Gesellschaft muss bedingt durch den Anteilseignerwechsel in 2020 angepasst werden. Die Anpassung ist jedoch in 2021 noch nicht erfolgt.

Die in der Vergangenheit üblichen regelmäßigen Reports, Planungstools mit Abweichungsanalyse sowie regelmäßige Management- und Teambesprechungen sind nach dem Anteilseignerwechsel auf die neuen Erfordernisse anzupassen. Dies betrifft ebenso die existierenden Management-Informationsberichte, welche ebenfalls noch für die neuen Erfordernisse optimiert werden müssen.

 

Taufkirchen, den 22. April 2024

Pryde Group GmbH

Manfred Rassweiler

Bilanz zum 31.12.2021

Pryde Group GmbH Vertrieb und Handel mit Waren aller Art, Taufkirchen

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 692,00 1.591,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.466.251,00 1.661.251,00
1.466.943,00 1.662.842,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.934,50 28.265,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
Summe Anlagevermögen 1.524.877,50 1.741.107,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 7.033.466,89 3.254.887,58
2. geleistete Anzahlungen 1.197.513,09 785.857,82
8.230.979,98 4.040.745,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.858.303,52 1.722.909,99
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 0,00 (EUR -159.000,00)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.726.557,05 2.050.221,18
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 806.557,05 (EUR 2.050.221,18)
3. sonstige Vermögensgegenstände 643.232,90 743.957,38
6.228.093,47 4.517.088,55
6.228.093,47 4.517.088,55
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 101.499,01 (EUR 309.939,80)
6.228.093,47 4.517.088,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.550.867,48 3.913.851,76
Summe Umlaufvermögen 16.009.940,93 12.471.685,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.655,63 0,00
17.540.474,06 14.212.792,71

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.250.000,00 1.250.000,00
II. Gewinnvortrag 9.637.600,13 8.125.991,91
III. Jahresüberschuss 0,00 1.511.608,22
Summe Eigenkapital 10.887.600,13 10.887.600,13
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 392.808,86 387.808,86
2. sonstige Rückstellungen 705.552,71 592.328,96
1.098.361,57 980.137,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 218.644,32 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 218.644,32 (EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.188.162,10 1.426.991,72
2.406.806,42 1.426.991,72
2.406.806,42 1.426.991,72
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.188.162,10 (EUR 1.426.991,72)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.250.201,47 40.829,20
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 57.781,97 (EUR 40.829,20)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 2.192.419,50 (EUR 0,00)
4. sonstige Verbindlichkeiten 897.504,47 877.233,84
- davon aus Steuern EUR 88.824,89 (EUR 51.056,92)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 35.342,04 (EUR 22.317,22)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 394.704,52 (EUR 377.233,84)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 502.799,95 (EUR 500.000,00)
5.554.512,36 2.345.054,76
17.540.474,06 14.212.792,71

Handelsrecht

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Pryde Group GmbH Vertrieb und Handel mit Waren aller Art, Taufkirchen

Geschäftsiahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 27.685.952,70 21.464.709,10
2. Gesamtleistung 27.685.952,70 21.464.709,10
3. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 107,03 211,10
b) Erträge aus der Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung auf Forderungen 0,00 13.000,00
c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.500,00 235.400,78
d) übrige sonstige betriebliche Erträge 406.888,64 358.247,44
409.495,67 606.859,32
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 16.779.205,75 12.880.644,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 226.932,61 206.891,94
17.006.138,36 13.087.536,33
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.969.665,20 2.516.105,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 562.807,01 523.065,27
- davon für Altersversorgung EUR 15.680,46 (EUR 14.864,28)
3.532.472,21 3.039.170,71
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 250.806,51 215.316,94
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 259.489,89 259.680,94
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 42.249,06 49.036,12
c) Reparaturen und Instandhaltungen 180.391,79 98.275,71
d) Fahrzeugkosten 145.403,87 132.711,02
e) Werbe- und Reisekosten 1.447.875,07 776.521,43
f) Kosten der Warenabgabe 1.848.065,58 1.698.216,54
g) verschiedene betriebliche Kosten 710.206,38 435.724,14
h) Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 876,00 12,00
i) Verluste aus Wertminderungen von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellung in die Wertberichtigung zu Forderungen 71.964,68 114.705,26
j) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 256.587,33 219.370,75
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 256.480,35 (EUR 219.370,75)
4.963.109,65 3.784.253,91
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,42 22.224,13
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (EUR 11.875,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 80.524,10 31.111,62
- davon an verbundene Unternehmen EUR 5.937,50 (EUR 0,00)
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen EUR 38,80 (EUR 56,49)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.000,00 421.556,74
11. Ergebnis nach Steuern 2.257.401,96 1.514.846,30
12. sonstige Steuern 2.657,46 3.238,08
13. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.254.744,50 0,00
14. Jahresüberschuss 0,00 1.511.608,22

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31.12.2021 der Pryde Group GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Pflichtangaben, für deren Ausweis der Gesetzgeber Wahlrechte eingeräumt hat, wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit auch in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgenommen.

Die Bilanz ist gemäß § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Pryde Group GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Eine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht nicht.

"Davon"-Vermerke bezüglich Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel des Anhangs angegeben.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht München mit der Nummer HRB 96198, unter der Firma Pryde Group GmbH eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist in Taufkirchen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Manfred Rassweiler, Kaufmann, Pähl.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

Die Firma MSRP Beteiligungs GmbH - mit Sitz in Taufkirchen - (Gesellschafter) und die Firma Pryde Group GmbH - ebenfalls mit Sitz in Taufkirchen - haben mit Vertrag vom 20.05.2021 URNr. 1111/2021 rückwirkend zum 01.01.2021 einen Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 301 ff. AktG geschlossen. Demnach hat die Firma Pryde Group GmbH (Organgesellschaft) Ihren ganzen Gewinn im Jahr 2021 erstmals an die MSRP Beteiligungs GmbH als Organträger abgeführt.

B. Erläuterung der Bilanz

1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das entgeltlich erworbene Markenrecht wird mit einer Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von Euro 250,00 € bis 800,00 € wurden im Jahr des Zugangs erfasst und entsprechend steuerlicher Vorschriften voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 50 betreffen 100% der Anteile an der JP Marketing GmbH, Kirchdorf an der Krems (Österrreich). Das Eigenkapital der JP Marketing GmbH betrug zum 31. Dezember 2021 € 31.130,05 und der Jahresüberschuss des Jahres 2021 betrug € 18.375,56.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) zum Bilanzstichtag ist als Teil des Anhangs dargestellt.

2. Umlaufvermögen

Vorräte bestehen ausschließlich aus Waren, die mit dem gleitenden Durchschnittspreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet wurden. Für Kite- und Surfware der Vorsaison wurden grundsätzlich 30%, für Wintersportware grundsätzlich 15% Nichtgängigkeitsabschlag vorgenommen. Für Waren der Vor-Vorsaison wurde grundsätzlich 60% Nichtgängigkeitsabschlag vom durchschnittlichen Beschaffungspreis vorgenommen. Gebrauchtwaren wurden mit 50% des durchschnittlichen Beschaffungspreises bewertet. Die Bewertungsmethodik ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Bankguthaben sind grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Soweit konkrete Ausfallrisiken bestehen, werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Für die latenten Ausfallrisiken wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen wurden mit ca. 1% auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand ohne Umsatzsteuer gebildet.

Restlaufzeitangabe Forderungen gem. § 268 Abs. 4 HGB

Beträge in T€ Gesamtbetrag Davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr
2021 2020 2021 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.858 1.723 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände
2.727 2.050 2.727 2.050
643 744 101 310
6.228 4.517 2.828 2.360

Der absolute Betrag der Risikovorsorge hat sich, analog dem Forderungsbestand, gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Die Risikovorsorge wurde methodisch nicht verändert. Die Bonitätskriterien wurden konservativ beibehalten.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in € umgerechnet wurden.

Zum Bilanzstichtag bestanden Fremdwährungspositionen aus Lieferungen und Leistungen in folgender Höhe:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: rd. 116 T GBP
rd. 268 T USD

Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen erfolgte bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu den niedrigeren der sich am Buchungsstichtag bzw. Bilanzstichtag ergebenden Umrechnungskursen.

Gegenüber der Alleingesellschafterin bestanden insgesamt Forderungen in Höhe von 2.661 T € (Vorjahr: 1.980 T €).

3. Rückstellungen

Für sämtliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurde die Abzinsung vorgenommen.

Folge: Die Rückstellungen wurden nominal ausgewiesen und die Abzinsungsbeträge sind insgesamt in einem Abzinsungsbetrag zu den Rückstellungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Pryde Group GmbH 31.12.2021

Wesentliche Rückstellungen

01.01.21 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12.21
Steuern KSt-/ GewSt 387.808,86 0,00 0,00 5.000,00 392.808,86
Sonstige Personalaufwand 36.000,00 36.000,00 0,00 25.600,00 25.600,00
Fremdarbeiten 47.864,34 47.864,34 0,00 42.449,29 42.449,29
Abschluß-/Prüfung 106.800,00 54.800,00 0,00 61.900,00 113.900,00
Rücknahmerisiken 35.600,00 35.600,00 0,00 38.900,00 38.900,00
Sonstige 366.300,00 297.600,00 0,00 416.200,00 484.900,00

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag (ohne Abzinsung) angesetzt. Kurzfristige ("monetäre") Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Kassamittelkurs gem. § 256a HGB passiviert.

Beträge in T€ Gesamtbetrag Fälligkeiten bis zu 1 Jahr Fälligkeiten mehr als 1 Jahr Fälligkeiten mehr als 5 Jahre
Vorjahresbeträge in Klammern 2021 2021 2021 2021
(2020) (2020) (2020) (2020)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 219 219 0 0
(0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.188 2.188 0 0
(1.427) (1.427) (0) (0)
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 2.250 2.250 0 0
(41) (41) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 897 397 500 0
(877) (377) (500) (0)
Davon:
- aus Steuern 89
(51)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit 35
(22)
5.554 5.054 500 0
(2.345) (1.845) (500) (0)

Besicherung:

Position Betrag Sicherheit/Bertrag
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 Hinterlegung 150.000,00 EUR Festgeld zur Abdeckung Lastschriftobligo

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über 5 Jahren.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in € umgerechnet wurden.

Zum Bilanzstichtag bestanden Fremdwährungspositionen aus Lieferungen und Leistungen in folgender Höhe:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: rd. -654 T USD
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: rd. 9 T GBP

Die Umrechnung der Fremdwährungspositionen erfolgte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum höheren Umrechnungskurs am Buchungsstichtag und am Bilanzstichtag.

C. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten in Höhe von 312.728,67 € (Vorjahr: 212.980,42 €).

2. Personalaufwand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich

53 Angestellte
1 Geschäftsführer
1 leitender Angestellter

beschäftigt.

Davon Nichtarbeitnehmer i. S. ArbGG/§ 285 Nr. 7 HGB:

0 Auszubildende
1 tätiger Geschäftsführer
4 Arbeitnehmer in Elternzeit
4 Teilzeitbeschäftigte

Im Durchschnitt wurden 2 Aushilfen beschäftigt.

Angaben gem. § 285 Nr. 9a und b HGB

Die Angaben unterbleiben im Hinblick auf § 286 Abs. 4 HGB.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Verpflichtungen aus langfristigen Miet- und Leasingverträgen betragen:

Vertrag € in 2021 € nach 2021 Laufzeit bis
Fahrzeugleasing 48.100,67 € 70.125,93 € 11.01.2026
Büromiete Deutschland 141.240,00 € 282.480,00 € 31.12.2023
Büromiete Österreich 11.998,95 € - € 31.12.2040
Büromiete Frankreich 12.180,00 € 45.675,00 € 30.09.2025
Büromiete Großbritannien 9.301,61 € 26.691,06 € 30.09.2024
Telefonanlage 12.991,64 € 13.199,43 € 30.06.2024
Fotokopierer 9.172,54 € 15.717,24 € 30.04.2026
Gesamt 244.985,41 € 453.888,66 €

Die Jahresleistung in 2021 beträgt damit 244.985,41 € (Vorjahr: 263.514,61 €).

Zweck der Leasinggeschäfte war die Vermeidung zusätzlicher Verbindlichkeiten und somit eine Verbesserung der bilanziellen Kennzahlen. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge, die eine kurzfristige Reduzierung der Anzahl der Fahrzeuge oder deren Austausch nicht ermöglicht.

Angaben gem. § 277 Abs. 5 HGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 256.480,35 € (Vorjahr: 219.370,75 €).

Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGB

Hinsichtlich der Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2021 sind nach wie vor die Auswirkungen der Corona-Pandemie in 2020 und 2021 sowie der anhaltende Krieg in der Ukraine. Bedingt durch den Krieg der Ukraine sind die Kosten für den Erwerb von Waren durch die hohe Inflation gestiegen.

Auf die Darstellung der Auswirkungen auf die Gesellschaft im Lagebericht unter Abschnitt D. wird verwiesen.

D. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Verpflichtungen aus Bürgschaften für Darlehen der Deutschen Bank gegenüber der MSRP Beteiligungs GmbH, Taufkirchen, in Höhe von T€ 2.000. Zum Bilanzstichtag valutierten die dadurch besicherten Verbindlichkeiten mit T€ 1.438 und wurden planmäßig getilgt. Das Risiko der Inanspruchnahme der Gesellschaft wird als gering eingestuft.

Weitere Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten sind nicht bestellt.

Sicherstellung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch branchenüblichen Eigentumsvorbehalt.

Es bestehen zum Bilanzstichtag folgende Bestellobligo:

Bestellobligo: rd. 1.183 T€ (Vorjahr: 1.302 T€)
Bestellobligo: rd. 7.000 T USD (Vorjahr: 5.380 T USD)

davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0 T €.

Es bestanden keine sonstigen, nicht in der Bilanz enthaltenen, Geschäfte zum Bilanzstichtag.

Unverändert bestehen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr die Niederlassung in Österreich und die Betriebsstätte in Lille, Frankreich (gegründet am 31.10.2013 im Registre du Commerce et des Societes unter der Nummer 2013 B 03050 eingetragen).

Darüber hinaus wurde in 2016 eine Zweigniederlassung in Großbritannien gegründet; die Eintragung im Companies House unter der Nummer FC033465 erfolgte am 21.06.2016.

Die Feststellung des Jahresabschlusses 2020 erfolgte am 13.09.2022. Der Geschäftsführung wurde Entlastung erteilt. Der Jahresüberschuss wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Jahresüberschuss 2021 wurde komplett an die MSRP Beteiligungs GmbH abgeführt.

 

Taufkirchen, den 22. April 2024

Pryde Group GmbH

Geschäftsführung

-Manfred Rassweiler-

Anlagennachweis zum 31. Dezember 2021

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Stand am 01.01.2021 Zugänge lfd. Jahr Abgänge Stand am 31.12.2021
1 2 3 4 5
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 505.074,36 0,00 7.593,96 497.480,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.010.000,00 0,00 0,00 2.010.000,00
2.515.074,36 0,00 7.593,96 2.507.480,40
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 513.901,85 35.455,01 77.614,20 471.742,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 50.000,00
3.078.976,21 35.455,01 85.208,16 3.029.223,06
Entwicklungen der Abschreibungen
Bilanzposten Gesamte Abschreibungen Stand am 01.01.2021 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge Gesamte Abschreibungen Stand am 31.12.2021
1 6 7 8 9
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 503.483,36 895,00 7.589,96 496.788,40
2. Geschäfts- oder Firmenwert 348.749,00 195.000,00 0,00 543.749,00
852.232,36 195.895,00 7.589,96 1.040.537,40
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 485.636,85 54.911,51 76.740,20 463.808,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.337.869,21 250.806,51 84.330,16 1.504.345,56
Restbuchwerte
Bilanzposten (Stand 31.12.2021) (Stand 31.12.2020)
1 10 11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 692,00 1.591,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.466.251,00 1.661.251,00
1.466.943,00 1.662.842,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.934,50 28.265,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
1.524.877,50 1.741.107,00

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Pryde Group GmbH, Taufkirchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Pryde Group GmbH, Taufkirchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Pryde Group GmbH, Taufkirchen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, am 22. April 2024

CURACON GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Zweigniederlassung Berlin

Irmscher, Wirtschaftsprüfer

Stolzenburg, Wirtschaftsprüfer

Verwendungsvorbehalt

Wir, die Curacon GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag des Unternehmens vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an das Unternehmen und wurde zu dessen interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegen unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Jahresabschlussprüfung und die "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf, herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zu Grunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anderslautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eingetretener Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke als nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Gesellschafterversammlung der

"Minutes of the General Meeting of the Members of"

Pryde Group GmbH, Taufkirchen

Unter Verzicht auf sämtliche Formen und Fristen der Einladung und Abhaltung halte ich, Manfred Rassweiler, handelnd als Direktor der MSRP Beteiligungs GmbH, Taufkirchen in Vertretungsmacht der Alleingesellschafterin der Pryde Group GmbH, Taufkirchen eine Gesellschafterversammlung der

"Walving the terms and deadlines for convening and announcing a general meeting of members as laid down by law and in the shareholders agreement, 1 (Manfred Rassweiler), acting as Director of MSRP Beteiligungs GmbH, the sole shareholder of Pryde Group GmbH, Taufkirchen, hereby hold a general meeting of the members of'

Pryde Group GmbH, Taufkirchen

ab und beschließe, was folgt:

"and take the following unanimous resolutions,"

1.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2021 wird festgestellt.

"The year-end financial statements as of 31 December 2021 are hereby approved"

2.

Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen.

"The net pro fit for the year will be carried forward to new account"

3.

Dem Geschäftsführer wird für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 Entlastung erteilt.

"The management is hereby granted discharge for the business year 2021«

Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 31.12.2022 wird die Firma CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Platz vor dem Neuen Tor 2, 10115 Berlin, bestellt.

 

"I hereby appoint CURACON GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Platz vor dem Neuen Tor 2, 10115 Berlin as auditor for our annual accounts 2022 "

Damit war die Gesellschafterversammlung beendet. Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst. "With that the general meeting of members was closed. All resolutions were taken unanimously"

 

Taufkirchen, den 22. April 2024

MSRP Beteiligungs GmbH

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MSRP Beteiligungs GmbH, -sole shareholder-

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