Stadt Freyung Veranstaltungs gGmbH
Selbe AdresseÖffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Pradl seit 7.4.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Freyung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 57.65% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadt Freyung Service GmbHFreyungJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens § 289 HGB ist Grundlage für die Aufstellung des Lageberichts für mittelgroße und große Kapitalgesellschaften bzw. Personengesellschaften i.S.d. § 264a Abs. 1 HGB. Photovoltaik Zu Geschäftsjahresbeginn waren 424,78 kWp verteilt auf 11 Anlagen auf Dächern der Stadt Freyung in Betrieb. Im Laufe des Jahres 2023 kamen zwei weitere Anlagen hinzu: eine Anlage mit einer Leistung von 9,96 kWp auf dem Dach der Eishalle als Eigenverbrauchsanlage sowie eine Anlage mit einer Leistung von 24,885 kWp auf einem neu errichteten Bettenhaus der Volksmusikakademie in Freyung, die an die Stadt Freyung zu jährlichen Pachteinnahmen in Höhe von 2.566,31 Euro zzgl. MwSt. verpachtet ist und deren Stromerzeugungserträge der Stadt Freyung zustehen. Aufgrund der gegebenen Sonneneinstrahlung lag die Leistung aller Anlagen im abgelaufenen Geschäftsjahr knapp unterhalb des Planwertes (110.000 EUR). Insgesamt 107.043,52 EUR Umsatzerlöse wurden erzielt. Es gab keine nennenswerten Probleme. Ferienpark Geyersberg Durch die Vermietung von Ferienwohnungen im Ferienpark Geyersberg durch die Stadt Freyung Service GmbH wurden im Jahr 2023 Erlöse in Höhe von 518.130,89 EUR erzielt. Die Überschreitung des Planansatzes (469.905 EUR) erklärt sich durch eine überplanmäßige Steigerung im Bereich von 2-Tages-Buchungen und Frühstücksgästen im Zusammenhang mit der Landesgartenschau, zudem wurden erstmalig Stellplätze in der Tiefgarage Geyersberg an die Feriengäste vermittelt. Nachdem diesen Mehreinnahmen entsprechende Mehrausgaben gegenüberstehen (Planwert Materialaufwand in Höhe von 229.900 EUR gegenüber dem Ergebnis in Höhe von 265.352,92 EUR) und noch sonstige Erlöse (9.709,04 EUR EUR) zu verbuchen waren, entsprach der Rohertrag mit 262.487 EUR in etwa dem Planwert in Höhe von 247.005 EUR (Planansatz in Höhe von 65.000 EUR bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgenommen, nachdem diese dem Bereich "Erlebnisbeitrag" zuzuordnen sind, der in 2023 erstmalig als eigene Kostenstelle dargestellt worden ist). Die deutliche Überschreitung bei den Raumkosten (Plan: 24.000 EUR; Ergebnis: 43.621 EUR) hängt mit der im Laufe des Jahres beschlossenen zusätzlichen Anmietung eines Tagungsraums zusammen, der langfristig das Angebot des Ferienparks ergänzt und stärkt. Mit damit zusammenhängenden außerplanmäßigen Ausgaben für notweniges Inventar sind darüber hinaus Mehrausgaben im Bereich der "sonstigen Kosten" zu erklären (Plan: 65.500 EUR; Ergebnis: 71.785 EUR). Insgesamt hat das Jahr 2023 mit der Durchführung der Landesgartenschau zwar ein Umsatz-Plus beschert. Durch die große Zahl an Kurzzeitbuchungen, die für die Stadt Freyung Service GmbH mit vermehrtem Aufwand im Vergleich zu den erzielten Umsätzen einhergehen, stellt sich das Jahresergebnis allerdings sehr schlecht dar. Hinzukommen die bereits angesprochenen Investitionen in den Tagungsraum, der das Ergebnis zusätzlich verschlechtert, sich aber langfristig positiv auf die Auslastung des Ferienparks auswirken soll. Bei der Vermarktung wird der eingeschlagene Weg der Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung für den Urlaubsgast konsequent weitergeführt. Durch verschiedene Zusatzangebote (Weiterentwicklung "Erlebnisbeitrag", Beitritt Aktivcard Bayerischer Wald, Fest-Anmietung von Wohnungen mit unterdurchschnittlicher Attraktivität und Eigenvermarktung, um Investitionen der Eigentümer anzustoßen usw.) sollen weitere Umsätze generiert und das Angebot für den Feriengast nachhaltig verbessert werden. Um eine Verbesserung des wirtschaftlichen Ergebnisses herbeizuführen, wird zukünftig nicht alleine auf steigende Provisionszahlungen durch mehr Übernachtungen gesetzt, sondern zusätzlich auf höhere Aufschläge für vermittelte Leistungen wie Reinigung und Wäscheservice gegenüber den Eigentümern. Durch diese Maßnahmen wird eine deutliche Senkung des Gesamt-Jahresdefizits erwartet; in 2024 wird noch mit einem relativ hohen Defizit von rund 60.000 EUR kalkuliert, das in den Folgejahren der Wirtschaftsplanung dauerhaft auf unter 10.000 EUR sinken soll. Nahwärme Im Geschäftsjahr wurde ein Umsatz in Höhe von 1.118.948,83 EUR erzielt und somit der Planwert um rund 88.700 EUR unterschritten. Diese Unterschreitung begründet sich darin, dass das Krankenhaus Freyung im kompletten Dezember 2023 vom Netz genommen werden musste, nachdem die Wärmeerzeugungskapazitäten im Heizwerk ausgereizt sind und die für das Krankenhaus benötigte Wärmemenge zu einem Großteil mit dem Öl-Spitzenlastkessel hätte produziert werden müssen, was aufgrund der hohen Ölpreise unwirtschaftlich gewesen wäre. Mit dem verringerten Umsatz geht ein Rückgang der Materialaufwendungen einher (Plan: 415.895 EUR; Ergebnis: 360.429 EUR). Im Verhältnis waren die Materialaufwendungen allerdings überplanmäßig hoch. Zwar konnten im Vergleich zu 2022 (historischer Anstieg der Preise für Hackschnitzel im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg) wieder bessere Lieferkonditionen bezüglich Hackschnitzeln erreicht werden, die marktbedingt aber immer noch als hoch einzuschätzen sind. Der Rohertrag fällt mit 758.520,05 EUR somit deutlich geringer aus als geplant (792.738 EUR). Hinzu kamen in 2023 höhere Stromkosten als kalkuliert, die mit dem äußerst ungünstigen Ausschreibungsergebnis der Stadt Freyung über eine kommunale Sammelausschreibung und der Weitergabe dieser Preise an die Stadt Freyung Service GmbH für den Betrieb des Nahwärmenetzes zusammenhängen. Zwar wurden Preissteigerungen im Planansatz berücksichtigt, ebenso wie die abmildernden Effekte der Strompreisbremse; letzten Endes mussten aber 38.392 EUR mehr für Strom ausgegeben werden. Hiermit erklärt sich dann auch die Differenz zwischen geplantem Jahresüberschuss (247.378 EUR) und dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von 172.855,20 EUR. Insgesamt ist im Bereich der Nahwärme der geplante Ausbauzustand zwar erreicht; es wird jedoch eine konsequente Nachverdichtung des Netzes betrieben, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern sowie im Bedarfsfall auch kleinere Erweiterungen des Netzes durchzuführen. Oberste Priorität hat eine möglichst rasche, dabei aber wirtschaftliche, Ergänzung der Wärmeerzeugungsanlagen. Handel mit Mundschutz In 2023 wurden mit dem Handel mit Mundschutz keine Umsatzerlöse mehr erzielt. Es besteht kein Bedarf mehr nach Mundschutzmasken. Inzwischen ist das Haltbarkeitsdatum einzelner nicht verkaufter Chargen abgelaufen, so dass in 2022 und 2023 entsprechende Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen erfolgen. Das Geschäftsfeld wird aufgegeben. Beteiligung an der Regionale Energiewende Beteiligung Freyung-GmbH In 2023 wurden intensiv die Planungen bezüglich einer ersten PV-Freiflächenanlage im Ortsteil Linden vorangetrieben, die im Jahr 2024 umgesetzt wird und Ende 2024 bzw. Anfang 2025 in Betrieb gehen soll. Die Stadt Freyung Service GmbH unterstützt hier in erster Linie durch die Anbahnung von Pachtverhältnissen und die Mithilfe bei der Schaffung der planungsrechtlichen Grundlagen. Zudem wird in 2024 Eigenkapital für das PV-Projekt in Höhe von 201.950 EUR zur Verfügung gestellt, das aber in Höhe von 200.000 EUR durch eine Kapitaleinlage der Stadt Freyung in die Stadt Freyung Service GmbH fast vollständig refinanziert wird. Die PV-Projekte werden nur dann gemeinsam mit den Mitgesellschaftern realisiert, wenn die Business Cases eine Wirtschaftlichkeit voraussagen. Nachdem das wirtschaftliche Umfeld für den Betrieb großer PV-Anlagen aufgrund der aktuell sehr geringen Erlösmöglichkeiten schwierig ist, sind Gewinnentnahmen derzeit erst mit Auslauf der entsprechenden Finanzierungen, somit in rund 20 Jahren ab Inbetriebnahme, zu erwarten. Insgesamt stellen sich die Projekte aber durch gesunkene Herstellungskosten immer noch lukrativ dar. Zwischeneigentum am sog. "Gattermann-Areal" und Vermietung von Räumlichkeiten im Gebäude Passauer Str. 5a 2022 wurde ein städtebaulich wichtiges Grundstück in zentraler Innenstadtlage mit einer Gesamtfläche von 1.707 qm zu einem Gesamtkaufpreis von 800.000 EUR zzgl. Nebenkosten erworben. Dazugehöriges Gebäude mit der Hausnummer Passauer Str. 5a wird ohne Leerstände vermietet (Gastronomie im EG sowie insgesamt vier Wohnungen in den beiden Obergeschossen). In 2023 konnte ein weiteres Gebäude (Passauer Str. 5), das sich auf diesem Areal befindet, sowie eine Hoffläche zur Schaffung von Stellplätzen, zu insgesamt 270.000 EUR wieder verkauft werden. Durch diesen Verkauf kann in diesem Geschäftsbereich insgesamt ein positives Ergebnis in Höhe von 108.816 EUR erzielt werden, das in etwa dem geplanten Ergebnis in Höhe von 112.187 EUR entspricht. Umsetzung von Projekten im Auftrag der Stadt Freyung Die Stadt Freyung Service GmbH setzt für die Stadt Freyung folgende Aufgaben um: Veranstaltungsmanagement und touristische Fortentwicklung, Projektsteuerung Baumaßnahmen am Gebäude Schulgasse 18 sowie Betrieb der städtischen Eishalle. Nachdem für diese Aufgabenbereiche schriftliche Vereinbarungen zur vollständigen Kostenerstattung zuzüglich eines Aufschlags für den anfallenden Verwaltungsaufwand anfallen, sind die Jahresergebnisse in diesen Bereichen stets ausgeglichen bzw. leicht im Plus und haben für das wirtschaftliche Ergebnis der Stadt Freyung Service GmbH insgesamt keine Bewandtnis. Das rechnerische Defizit in Höhe von 11.814,38 EUR aus dem Eishallenbetrieb wird noch in 2024 gegenüber der Stadt Freyung zum Ausgleich geltend gemacht. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Durch die Geschäftsaktivitäten im Berichtsjahr veränderte sich die Bilanzsumme von 9.954.029,40 EUR (in 2022) auf 10.092.182,77 EUR (in 2023). Die Schulden aus Bankdarlehen sanken zum Geschäftsjahresabschluss auf 7.083.137,93 EUR (Ende 2022 7.856.107,50 EUR), die Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem Vorjahr von 8.248.558,60 EUR auf insgesamt 7.991.108,11 EUR. Die Umsatzerlöse stiegen von 1.405.491,08 EUR in 2022 auf 2.073.427,18 EUR in 2023. Unterm Strich ergibt sich ein Jahresüberschuss von 56.807,36 EUR (im Vorjahr Jahresfehlbetrag in Höhe von 106.131,32 EUR), der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Damit ergibt sich für 2023 eine positive Eigenkapitalrendite von ca. 3,85 % (2022: -9,38%). B. Chancen- und Risikobericht ° Betriebsrisiko PV-Anlagen: Ein Großteil der mit dem Betrieb der PV-Anlagen verbundenen Risiken wurde, soweit möglich, durch Versicherungen abgedeckt. Durch die installierte Fernüberwachung sollten Ausfälle künftig schnell entdeckt und unverzüglich abgestellt werden können. Inwieweit die Alterung der Anlagen zu Wirkungsgradverschlechterungen und damit zu geringeren Einnahmen führt, bleibt abzuwarten. ° Auslastungsrisiko Ferienwohnungen: Durch saisonale, witterungsbedingte Schwankungen und die spezifische Eigentümersituation der Ferienwohnungen etc. besteht ein Risiko, das durch verschiedene Maßnahmen (Marketing, Sammelbestellungen zur Verbesserung der Wohnungsausstattung, bessere Vermarktung der Appartements, Steigerung Umsätze und Attraktivität durch Zusatzangebote etc.) verringert wird, aber im Wesentlichen bestehen bleibt. Demgegenüber stehen die Chancen, die bei gutem Geschäftsverlauf Einnahmen und eine Differenzierung der bisherigen Risikostruktur versprechen. Zudem wurde die Aufenthaltsqualität im direkten Umfeld des Ferienparks durch die Anlagen der Landesgartenschau 2023 deutlich verbessert, was zum einen größere Besucherzahlen auf Dauer verheißt und auch die Attraktivität des Ferienparks durch die Verbesserung der Außenanlagen direkt verbessert. Im Rahmen eines umfassenden Strategiepapiers wurde u.a. die Positionierung im Marktbereich zwischen einfachen Ferienwohnungen und Hotels festgelegt. Dieses Marktsegment soll durch die Zurverfügungstellung von modernen und attraktiven Ferienwohnungen einschließlich von Freizeit- und Komfort-Zusatzangeboten (z.B. Kinderbetreuung, Angebot von Aktivitäten, Zusammenarbeit mit weiteren Freizeiteinrichtungen im Rahmen der "FreYcard" usw.) bedient werden. Durch weitere Maßnahmen der Attraktivitätssteigerung (Vermietung "Almhütte" im Areal der Landesgartenschau, Schaffung eines SB-Kiosks, Beitritt Aktivcard Bayerischer Wald) sollen die Vermietungszahlen dauerhaft steigen. ° Betriebs- und Auslastungsrisiko Nahwärme: Das Betriebsrisiko wird durch das bestehende Fernwartungssystem des Betreibers gesenkt, der jederzeit korrigierend in das System eingreifen kann. Das Risiko, bei sehr milden Wintern jedenfalls kurzfristig nicht die Planwerte zur Wärmeabnahme zu erreichen, kann nicht vermieden werden, wird aber durch entsprechend reduzierte Kosten für Heizmaterial jedenfalls teilweise kompensiert. Durch die stetige Nachverdichtung und die somit nachhaltig wirtschaftlichere Verteilung der hohen Fixkosten des Nahwärmenetzes werden Betriebsrisiken deutlich abgemildert. Mit zunehmender Anschlussleistung besteht in Spitzenauslastungszeiten im Winter die Notwendigkeit, den Spitzenlastkessel, welcher mit Öl betrieben wird, einzusetzen, was mit wirtschaftlichen Nachteilen durch den vergleichsweise hohen Rohstoffpreis einhergeht. Eine kurzfristige Abhilfemöglichkeit konnte durch die Vereinbarung mit der Kliniken am Goldenen Steig gGmbH erzielt werden, wonach das Krankenhaus Freyung als der mit Abstand größte Wärmeabnehmer zeitweise vom Netz genommen werden kann, wenn die Gesamtauslastung des Netzes so groß wird, dass der Ölkessel in Betrieb genommen werden muss. Dieses Kapazitätsproblem bei der Wärmeerzeugung ist durch eine Erweiterung der Wärmeerzeugungsanlagen zu lösen, welche in 2025 erfolgen soll. Als weiteres Risiko ist die Preissituation auf dem Beschaffungsmarkt für Hackgut zu sehen. Hier kam es allerdings im Vergleich zu einer Hochpreisphase im Jahr 2022 wieder zu einer Marktberuhigung mit zuletzt sinkenden Preisen. Preiserhöhungen in diesem Bereich können mit zeitlichem Versatz über eine Erhöhung der Wärmepreise weitergegeben werden. ° Zinsbelastung durch Finanzierung von Grundstücken im Umlaufvermögen Die Service GmbH hält sowohl das Grundstück der ehemaligen GESA-Klinik, auf welchem 2023 die Landesgartenschau zum Teil stattgefunden hat, als auch das innerstädtische "Gattermann"-Areal in ihrem Umlaufvermögen. Beide Grundstücke wurden aus städtebaulichen Gründen erworben und sollen weiterveräußert werden. Im Falle des "Gattermann"-Areals konnte in 2023 bereits ein Bestandsgebäude zu einem Preis veräußert werden, welcher deutlich über dem Erwerbspreis gelegen hat, und welches nunmehr eine Sanierung erfährt. Das weitere, sich auf dem "Gattermann"-Areal befindliche, Gebäude ist voll vermietet (eine Gewerbeeinheit und vier Wohnungen) und trägt somit zur Deckung der laufenden Ausgaben bei. Dieses Gebäude soll Anfang 2025 veräußert werden. Beide Grundstücke bzw. Areale sind fremdfinanziert. Bezüglich des "Gattermann"-Areals besteht aktuell eine Restschuld in Höhe von 672.000 Euro, im Falle des ehemaligen GESA-Areals in Höhe von 3.650.000 EUR. Die zugehörigen Zinskonditionen haben sich seit Beginn des Jahres 2022 im Zuge der allgemeinen Zinsentwicklung deutlich verschlechtert, was zu entsprechend steigenden Zinsbelastungen führt. 2023 konnte ein Teilbetrag in Höhe von 300.000 EUR zur Finanzierung des GESA-Areals durch ein Gesellschafterdarlehen der Stadt Freyung zu deutlich besseren Zinskonditionen abgeschlossen werden. Zudem wurden für die Restschuldbeträge der Bankdarlehen feste Zinskonditionen vereinbart, um dem Risiko weiterhin steigender Zinsen zu entgehen. Im Falle des Verkaufs beider Grundstücke ist mit Einnahmen im Bereich des Erwerbspreises oder höher zu rechnen. Der Verkauf wird, insbesondere bezüglich des GESA-Areals, vorangetrieben; als vorbereitender Schritt wurde hier 2023 eine Rahmenplanung durchgeführt, die die Nutzbarkeit des Areals für Investoren verdeutlichen soll. ° Umsetzung von PV-Projekten durch die Regionale Energiewende Beteiligung Freyung-GmbH Gemeinsam mit den weiteren Gesellschaftern Sparkasse Freyung-Grafenau sowie Bayernwerk AG wird 2024 das erste PV-Freiflächen-Projekt umgesetzt. Sowohl dieses Projekt, als auch folgende, versprechen zumindest auf lange Sicht Jahresüberschüsse und stärken die Liquidität der Service GmbH durch entsprechende Gewinnbeteiligungen bzw. Ausschüttungen im Rahmen des Anteils an der GmbH (seit November 2023: 57,7%). ° Liquiditätsrisiko: Die Haupteinnahmen der Stadt Freyung Service GmbH bestehen aus dem Wärmeverkauf der Nahwärme, den Einspeisevergütungen für die PV-Anlagen und Provisionen aus Vermietung. Fast alle Einnahmen fließen in die Bedienung der Darlehen. Die Sonnenausbeute kann erheblich schwanken und weniger Einspeisevergütung als erhofft generieren, was bei der Größe der Anlagen zu Liquiditätsengpässen führen kann. Die größte der errichteten PV-Anlagen (auf dem Dach der Hauptschule bzw. Turnhalle) wird aufgrund ihrer Größe zudem nicht mit Abschlagszahlungen, sondern monatsgenau, abgerechnet. Daraus ergibt sich eine schlechtere Planbarkeit der monatlichen Einnahmen. Auch die Provisionseinnahmen schwanken saisonbedingt. Erhebliche kurzfristige Liquiditätsschwankungen können sich auch aus einer geringeren Wärmeabnahme aufgrund milder Witterung ergeben. Extreme Steigerungen bei den Brennstoffkosten können insgesamt ein Liquiditätsproblem verursachen, nachdem die sich hieraus ergebende Weitergabemöglichkeit an die Wärmekunden über die Wärmepreise immer erst im Folgejahr besteht und entsprechende Kostensteigerungen somit durch die Service GmbH vorfinanziert werden müssen. Das Risiko steigender Zinsen der variabel vereinbarten Darlehen konnte durch die Festschreibung der Zinskonditionen eingedämmt werden, allerdings hat sich die Zinsbelastung im Bereich der Finanzierung der zur Weiterveräußerung gehaltenen Grundstücke seit Anfang 2022 deutlich erhöht, was mit einer Verschlechterung der Liquidität einhergeht. ° Risiken für das Eigenkapital: Die Zinsbelastung stieg im Vergleich zu 2022 extrem durch den Zinsanstieg der variabel verzinsten Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs des "Gattermann"-Areals (35.505,12 EUR im Vergleich zu 10.088,33 EUR) sowie der Grundstücke des ehemaligen GESA-Areals auf dem Geyersberg (128.809,40 EUR im Vergleich zu 30.185,48 EUR) auf 225.222,03 EUR (Vorjahr: 105.966,05 EUR). Das Jahresergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser, was insbesondere daran liegt, dass das Geschäftsfeld "Nahwärme" wieder positiv abgeschlossen hat (172.855,20 EUR im Vergleich zu -21.713,25 EUR in 2022). Im Bereich der Nahwärme hängt dies damit zusammen, dass die in 2022 deutlich gestiegenen Materialbeschaffungskosten erst ab 01.03.2023 durch entsprechende Mehreinnahmen bei den Wärmeerlösen haben ausgeglichen werden können, was mit der bereits oben beschriebenen verzögerten Weitergabemöglichkeit zusammenhängt. Auch war das Ergebnis des Geschäftsfelds "Ferienpark Geyersberg" in 2023 mit rund -90.000 EUR wiederum sehr schlecht, was mit den immer noch anhaltenden Umstrukturierungsmaßnahmen, aber auch den besonderen Herausforderungen des Jahres der Landesgartenschau zu erklären ist. C. Prognosebericht ° Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung davon aus, dass das Jahresergebnis insgesamt in etwa 40.000 Euro unter dem Planwert (116.430 EUR) liegen wird, aber immer noch ein Jahresüberschuss in Höhe von rund 76.000 EUR zu erwarten ist. Das Ergebnis im sehr wichtigen Geschäftsfeld der Nahwärme wird in etwa dem Planwert entsprechen (Jahresergebnis in Höhe von rund + 210.000 EUR). Hier fallen zwar Mehrkosten im Bereich "Reparaturen" an, nachdem sowohl ein Wärmetauscher repariert und eine Pumpe außertourlich ersetzt hat werden müssen. Diese Mehrausgaben sollten aber durch Mehreinnahmen bei der Abrechnung von Hausanschlusskosten durch den Anschluss mehrerer Gebäude in der zweiten Jahreshälfte ausgeglichen werden. Demgegenüber wird eine Verschlechterung um ca. 10.000 EUR bei der Bewirtschaftung des "Gattermann"-Areals gerechnet, nachdem hier in der Heizungsverteilung (Tausch Boiler) sowie in den Mietwohnungen (neue Duschkabine) unerwartete Reparaturaufwendungen zum Tragen kommen. Im Bereich der PV-Anlagen wird mit einem um 5.000 EUR schlechteren Jahresergebnis (weniger Sonnenstunden) gerechnet; im Bereich des Ferienparks mit einem Ergebnis von -80.000 EUR im Vergleich zum Planwert von - 56.000 EUR. ° Aus Sicht der Geschäftsführung steht zu erwarten, dass auch die Folgejahre Jahresergebnisse im deutlich positiven Bereich bringen werden. Eine kleine Delle ist hier in 2025 zu erwarten, nachdem in diesem Jahr zuletzt die hohen Stromkosten aus der kommunalen Sammelausschreibung zum Zuge kommen und die Strompreisbremse nicht mehr greift. Insbesondere im Bereich der Nahwärme stellt sich die Nachfragesituation aber als sehr positiv dar, so dass mit weiteren lohnenden Neuanschlüssen zu rechnen ist. Im Bereich des Ferienparks ist ebenfalls mit einer weiteren Verbesserung der Ergebnisse zu rechnen, nachdem spätestens ab 2025 die Umstrukturierungsmaßnahmen in Gänze greifen sollten. Durch den für 2025 eingeplanten Verkauf der Grundstücke Geyersberg und "Gattermann"-Areal wird die Zinsbelastung um mehr als 100.000 EUR jährlich sinken. D. Gesamtaussage der Unternehmensführung Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses als angemessen. Die Jahresfehlbeträge der Jahre 2021 und 2022 konnten teilweise in 2023 ausgeglichen werden und das Wirtschaftsjahr 2023 schließt positiv ab. Ab 2024 ist mit einer Verstetigung der positiven Jahresergebnisse zu rechnen. Mit Liquiditätsengpässen ist nicht zu rechnen.
Freyung, 17.12.2024 Michael Pradl, Geschäftsführer BilanzAktiva
Anhang zum Jahresabschluss zum 31.12.2023der Stadt Freyung Service GmbH1. Besonderheiten der Form des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 Die Stadt Freyung Service GmbH hat ihren Sitz in Freyung und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Passau (Reg. Nr. 7434 B). Die Form des Jahresabschlusses wurde entsprechend der Gliederung im Bilanzrichtliniengesetz, insbesondere unter Beachtung der §§ 266 und 275 HGB, gewählt. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer kleinen GmbH im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB auf. Sie hat jedoch aufgrund der Mehrheitsbeteiligungen der Stadt Freyung gem. Art. 94 Abs. 1 Nr. 2 Gemeindeordnung die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB zu beachten. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich der Vornahme steuerlicher Maßnahmen Der Jahresabschluss 2023 der Stadt Freyung Service GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: Aktiva Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 Euro wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennbetrag angesetzt. Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert angesetzt. Im Posten Kapitalrücklage in Höhe von EUR 1.253.500,00 (VJ: EUR 964.700,00) sind Nachschusszahlungen der Stadt Freyung in Höhe von EUR 288.800,00 (VJ: EUR 0,00) enthalten. Als Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Bruttoanlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr beträgt EUR 299.121,41 (VJ: EUR 86.363,28). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaftern betrugen EUR 31.174,92 (VJ: EUR 7.410,92). Sonstige Vermögensgegenstände Der Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr beträgt EUR 126.828,28 (VJ: EUR 141.780,84). Gewinnvortrag
Rückstellungen: Sonstige Rückstellungen wurde gebildet für:
Passive Latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von EUR 66.240,00 (VJ: EUR 75.170,00) beruhen auf steuerlichen Sonderabschreibungen. Die Bewertung erfolgte mit den Steuersätzen 15 % für Körperschaftsteuer, 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 13,3 % für Gewerbesteuer. Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zum Stichtag 31.12.2023 in Höhe von 5.088.808,00 EUR mit einer Ausfallbürgschaft der Stadt Freyung abgesichert. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 168.413,24 (VJ: EUR 52.747,69) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 380.111,00 (VJ: EUR 64.486,10) enthalten. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
4. Sonstige Pflichtangaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, aus dem Gestattungsvertrag zur Installation und dem Betrieb von Solarkraftwerken mit der Stadt Freyung in Höhe von jährlich 6.557,63 €, Restlaufzeit 6 - 8 Jahre. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt 3.750,00 EUR und setzt sich wie folgt zusammen:
5. Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: Mitglieder der Geschäftsführung: Herr Michael Pradl, Beamter der Stadt Freyung, 94078 Freyung Die Vergütungen an die Geschäftsführer betrugen EUR 4.200,00 (VJ: EUR 4.200,00). Mitglieder des Aufsichtsrates: Herr Dr. Olaf Heinrich, Bürgermeister, Aufsichtsratsvorsitzender Frau Renate Ruhland, Lehrerin, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Herr Otto Christoph, Bauhofbediensteter Herr Walter Kern, Krankenpfleger Herr Paul Brunner, KFZ-Meister Herr Sebastian Schlutz, Diplomverwaltungswirt Herr Josef Manzenberger, Landwirtschaftsmeister Herr Sebastian Weber, Ingenieur Die Mitglieder des Aufsichtsrates haben im Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten. 6. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die zu einer Änderung des Betriebsergebnisses für das Jahr 2023 hätten führen können, sind bis zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht bekannt geworden.
Freyung, 26. November 2024 Michael Pradl, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadt Freyung Service GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadt Freyung Service GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadt Freyung Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Passau, 19.12.2024 MBK
Wirtschaftsprüfung
Reinhard Maier, Wirtschaftsprüfer |
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