Bauer Global Technology GmbH

Burchardstraße 11, 20095 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 56555
Vorher
PTG Programm Team Gesellschaft für Redaktionsservice mbH
Eingetragen
7.9.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von IT-Dienstleistungen und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Heinrich Bauer Verlag KG
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bauer Global Technology GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Hamburg, HRB 56555

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Rechte und Werte 11.841.725,78 3.422.546,20
2. geleistete Anzahlungen 5.472.986,86 5.989.358,13
17.314.712,64 9.411.904,33
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.544,06 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.008.006,10 21.074.381,99
3. Sonstige Vermögensgegenstände 104.670,13 58.941,71
9.122.220,29 21.133.323,70
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 5.636.641,88 3.356.551,97
32.073.574,81 33.901.780,00

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II Kapitalrücklage 744.686,15 744.686,15
III Gewinn/Verlustvortrag -347.522,41 -358.166,56
423.163,74 412.519,59
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 315.401,70 238.988,00
2. sonstige Rückstellungen 4.794.502,88 2.276.421,20
5.109.904,58 2.515.409,20
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.821.735,45 959.943,17
- davon aus einer Restzeit bis zu einem Jahr: EUR 2.821.735,45 (Vorjahr: EUR 959.943,17)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 23.088.723,10 28.363.137,74
- davon aus einer Restzeit bis zu einem Jahr: EUR 23.088.723,10 (Vorjahr: EUR 28.363.137,74)
3. sonstige Verbindlichkeiten 630.047,94 1.650.770,30
- davon aus einer Restzeit bis zu einem Jahr: EUR 630.047,94 (Vorjahr: EUR 1.650.770,30)
- davon aus Steuern: EUR 403.767,51 (Vorjahr: EUR 1.436.662,45)
26.540.506,49 30.973.851,21
32.073.574,81 33.901.780,00

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 01.01.2023 BIS ZUM 31.12.2023

01.01.- 31.12.2023 01.01.- 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 48.254.453,39 33.409.385,54
2. Sonstige betriebliche Erträge 462.323,40 139.738,39
- davon aus Kursdifferenzen EUR 59.785,72 (Vorjahr: EUR 109.061,32)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen f. Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe u. für bezogene Waren -41,95 -21,94
b) Aufwendungen f. bezogene Leistungen -42.847.037,82 -30.540.388,84
-42.847.079,77
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.995.472,95 -1.427.425,96
b) soziale Abgaben u. Aufwendungen f. Altersversorgung u. für Unterstützung -258.425,68 -179.163,18
-2.253.898,63
5. Abschreibung für immaterielle Vermögensgegenstände -1.569.083,96 -281.545,80
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.544.293,08 -959.731,05
- davon aus Kursdifferenzen: EUR 111.579,32 (Vorjahr: EUR 85.837,07)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -390.822,67 -14.413,40
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 390.822,67 (Vorjahr EUR 14.413,40)
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -98.272,31 -204.989,00
9. Ergebnis nach Steuern 13.326,37 -58.555,24
10. Sonstige Steuern -2.682,22 -3.198,60
11. Jahresüberschuss (Vorjahr:Jahresfehlbetrag) 10.644,15 -61.753,84

 

Hamburg,

Geschäftsführung

Darius Wilczek

Hendrik Janßen

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Hamburg und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg in Abt. B unter der Nr. 56555 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen für den Anhang nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind nachfolgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um die planmäßige Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von vier bis fünf Jahren angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde für geleistete Zahlungen gebildet, die zu Aufwand des nachfolgenden Geschäftsjahres führen.

Aktive latente Steuern werden entsprechend dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind mir ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Fremdwährung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Transaktionskurs eingebucht und in der Folgezeit zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Kursverluste, die bis zum Stichtag durch Realisation oder Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag entstehen, werden ergebniswirksam berücksichtigt. Nicht realisierte Kursgewinne aus der Währungsumrechnung werden nur bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr ergebniswirksam berücksichtigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten entgeltlich erworbene Rechte und Werte in Höhe von TEUR 11.842 (VJ: TEUR 3.423) sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.473 (VJ: TEUR 5.989)

Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögengegenstände des Anlagevermögens repräsentieren die bisher im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen im Rahmen der Implementierung von SAP S/4Hana in Höhe von TEUR 5.473 (VJ: TEUR 5.989).

Hinsichtlich des Anlagenspiegels verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.008 (VJ: TEUR 21.074) entstammen dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Aktive latente Steuern

Zum 31.12.2023 ergeben sich aktive latente Steuern in Höhe von EUR 35.376,58, die in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert wurden.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.795 (VJ: 2.276) enthalten Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 4.551 (VJ: TEUR 2.197).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 23.089 (VJ: TEUR 28.363) beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 17.325 (VJ: TEUR 23.950). Diese betreffen mit TEUR 19.859 (VJ: TEUR 26.409) sonstige Verbindlichkeiten aus Cash Pooling, die mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.534 (VJ: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.459) saldiert wurden. Im Übrigen resultieren die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wie auch im Vorjahr aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag liegen keine Eventualverbindlichkeiten sowie keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse vor.

Im Rahmen von Lizenzverträgen besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von 9.212 TEUR. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen liegen nicht vor.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 21 Arbeitnehmer (Vorjahr 16 Arbeitnehmer) beschäftigt. Bei diesen Arbeitnehmern handelt es sich um Angestellte ohne tarifliche Basis, davon durchschnittlich 5 weibliche und 16 männliche Arbeitnehmer.

Geschäftsführung

Wilczek, Darius, Geschäftsführer seit dem 31.12.2022

Janßen, Hendrik, Geschäftsführer seit dem 12.01.2023

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB und verbundenes Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB der Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg.

Die Heinrich Bauer Verlag KG, Hamburg, stellt als Konzernobergesellschaft einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf, der im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird.

 

Hamburg, den

Bauer Global Technology GmbH

Geschäftsführer

Darius Wilczek

Hendrik Janßen

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

Die Bauer Global Technology GmbH (GTGH) ist eine 100-prozentige Tochterunternehmung der Heinrich Bauer Verlag KG mit Sitz in Hamburg.

Der Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Bündelung von IT- Dienstleistungen und alle damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben und Geschäfte zur Unterstützung aller weltweit tätigen Unternehmungen der Bauer Media Group.

1.2 Ziele und Strategien

Es ist das Ziel der Bauer Media Group, den unternehmenswert der Gruppe langfristig und nachhaltig zu steigern.

Die Bauer Media Group befindet sich in der fünften Generation im Familienbesitz und setzt auf Langfristigkeit und Kundenorientierung als übergeordnete unternehmerische Prinzipien für alle Teile des wachsenden Portfolios.

In diesem Zusammenhang ist es das maßgebliche Ziel und Strategie der Gesellschaft, die gesamte Bauer Media Gruppe mit professionellen IT-Dienstleistungen langfristig zentral zu versorgen, strukturell notwendige Anpassungen zu erkennen und umzusetzen und IT- Projekte zentral zu steuern.

1.3 Steuerungssystem

Wir haben unser internes Steuerungssystem an der Konzernstrategie der Bauer Media Group ausgerichtet und Leistungsindikatoren (die gleichzeitig unsere Steuerungsgrößen darstellen) definiert, mit denen wir den Erfolg unseres Konzepts messbar machen.

Ein wichtiges Modul unseres internen Steuerungs- und Kontrollsystems sind detaillierte Monatsberichte. Sie enthalten die Monatsergebnisse der wichtigsten Aktivitäten. Anhand dieser Berichte gleichen wir Ziel- und Istgrößen ab und leiten bei Abweichungen weitere Analysen und geeignete Korrekturmaßnahmen ein.

Die Bauer Global Technology GmbH ist als interner Dienstleister innerhalb der Bauer Media Group tätig und verrechnet in diesem Zusammenhang die eingekauften Services im Rahmen von Dienstleistungsverträgen an in Anspruch nehmende Konzerngesellschaften. Die maßgebende finanzielle Steuerungsgröße ist hierbei die Betriebsleistung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes war in den Jahren 2021 und 2022 nach der Corona-Pandemie wieder positiv. Dieser Trend konnte in Geschäftsjahr 2023 nicht fortgesetzt werden, so dass das Bruttoninlandprodukt um 0,3 % 1 gesunken ist. Die Prognose für 2024 liegt bei einem Wachstum von 0,2% 2 , damit würde sich Deutschland in der Stagnation befinden.

2.2 Entwicklung in Deutschland

Das Jahr 2023 war geprägt von einem anhaltenden Kostenauftrieb für die Verlagsbranche. Des Weiteren war die zunehmende Inflation bedeutsam, die sich sowohl auf der Verbraucherseite als auch der Verlagsseite negativ für die Branche und die GTGH auswirkte. Zusätzlich ist eine seit der Corona-Pandemie beschleunigte digitale Transformation der (Medien-)Wirtschaft sowie die Veränderung des Einkaufsverhaltens zu beobachten.

2.3 Branchenspezifische Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2023

Das Jahr 2023 war geprägt von historisch hohen Rohstoffpreisen, Lieferkettenproblemen und rückläufigen Konsum. Zusätzlich ist weiterhin eine durch die Pandemie beschleunigte digitale Transformation der (Medien-)Wirtschaft sowie die Veränderung des Einkaufsverhaltens von Jugendlichen 3 zu beobachten. Der Anteil der Jugendlichen, die Tageszeitungen und Zeitschriften lesen, ist seit 2004 um knapp zwei Drittel erheblich gesunken.

Aus der Implementierung der S/4HANA Software ergibt sich für die gesamte Bauer Media Group weltweit verschlankte, digitale, vereinheitlichte und optimierte Geschäftsabläufe. Durch diese Zentralisierung von Beschaffung und Koordination von Dienstleistungen in der GTGH werden bessere Konditionen in z. B. Lizenzverträgen erzielt und somit der beschleunigten digitalen Transformation der (Medien-)Wirtschaft und deren Veränderungen entgegengestellt.

3. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/73769/umfrage/prognosen-zur-entwicklung-des-deutschen-bip/#:~:text=Laut%20der
%20Prognose%20des%20Internationalen,sich%20Deutschland%20in%20einer%20Stagnation. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168014/umfrage/nutzungsentwicklung-von-printmedien-bei-jugendlichen-seit-2004/

3 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168014/umfrage/nutzungsentwicklung-von-printmedien-bei-jugend-lichen-seit-2004/

3.1 Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft ist der folgenden wirtschaftlichen Erfolgsrechnung zu entnehmen:

2023 2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Betriebsleistung 48.657 33.440 15.217 45,5%
Aufwendungen für bezogene Leistungen -42.847 -30.540 -12.307 40,3%
Personalaufwand -2.253 -1.606 -647 40,3%
Abschreibungen -1.569 -282 -1.287 >100,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.433 -875 -558 63,8%
Sonstige Steuern -3 -3 0 0%
Betriebsaufwand -48.105 -33.306 -14.799 44,4%
Betriebsergebnis 552 134 418 >100,0%
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -391 -14 -377 >100,0%
Finanzergebnis -391 -14 -377 >100,0%
Sondereinflüsse -52 23 -75 >-100%
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -98 -205 107 >-52,2%
Jahresergebnis 11 -62 72 >-100%

Die Gesellschaft nahm im Jahr 2022 ihre Dienstleistungstätigkeit erst vollumfänglich auf. Die generierten Umsatzerlöse aus internen Kostenweiterberechnungen erhöhten sich von TEUR 33.409 im Vorjahr auf TEUR 48.254 im Geschäftsjahr. Diese Entwicklung führte maßgeblich zur Erhöhung der Betriebsleistung um TEUR 15.217 auf TEUR 48.657.

Korrespondierend dazu entwickelten sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen, welche im Wesentlichen den Betrieb und die Wartung der IT-Technik (Soft- und Hardware-Lösungen) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit erworbenen Softwarelösungen betreffen und von TEUR 30.540 im Vorjahr auf TEUR 42.847 im Geschäftsjahr anstiegen.

Aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeit wurde der Personalbestand um 5 Mitarbeiter aufgestockt. Der Personalaufwand erhöhte sich diesbezüglich nahezu proportional von TEUR 1.606 im Vorjahr auf TEUR 2.253 im Geschäftsjahr.

Durch die weiterbelastbaren Aufwendungen aus den Sondereinflüssen und Zinsen ist das Betriebsergebnis um TEUR 418 bzw. >100 % gestiegen.

Die Sondereinflüsse beinhalten die im Geschäftsjahr realisierten Währungsgewinne und -verluste.

Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 übertrifft die Erwartungen des Vorjahres, welche ein ausgeglichenes Betriebsergebnis für 2023 vorhersahen.

3.2 Vermögenslage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Anlagevermögen
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 11.842 3.423 8.419 >100%
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 5.473 5.989 -516 -8,6%
Umlaufvermögen
Forderungen gegenüber verb. Unternehmen 9.008 21.074 -12.066 -57,2%
Sonstiges kurzfristiges Vermögen einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten 5.751 3.416 2.335 68,3%
Summe Aktiva 32.074 33.902 -1.828 -5,4%
Eigenkapital 423 413 10 2,4%
kurzfristiges Fremdkapital
Rückstellungen 5.110 2.515 2.595 >100%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.822 960 1.862 >100%
Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 23.089 28.363 -5.274 -18,6%
Sonstige Verbindlichkeiten 630 1.650 -1.021 -61,8%
Summe Passiva 32.074 33.902 -1.828 -5,4%

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten die aktivierten Aufwendungen im Hinblick auf die Einführung des globalen Produktionssystems SAP S/4Hana, welches an die speziellen Anforderungen der Bauer-Group angepasst wurde. Ferner sind unter den Geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bisher im Geschäftsjahr erbrachten Leistungen enthalten, welche im Rahmen der Implementierung von SAP S/4Hana erfolgten.

Das Geschäftsmodell der zentral gesteuerten IT-Projekte und Versorgung der gesamten Bauer Media Gruppe schlägt sich deutlich in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nieder.

3.3 Finanzlage

Die Nettoliquidität der Bauer Global Technology GmbH als wesentlicher Teil des kurzfristigen Vermögens entwickelte sich gemäß DRS 21 wie folgt:

Angaben in TEUR 2023 2022 Veränderung
Finanzmittelbestand am Jahresanfang -26.409 -4.145 -22.264
Mittelzufluss (+) / -abfluss (-) aus
- laufender Geschäftstätigkeit 16.413 -12.557 28.970
- Investitionstätigkeit in das imm. AV -9.472 -9.693 221
- Finanzierungstätigkeit -391 -14 -377
Finanzmittelbestand am Jahresende -19.859 -26.409 6.550

Die Erfüllung aller Zahlungsverpflichtungen war zu jedem Zeitpunkt gesichert, die Bauer Global Technology GmbH ist in dem Cashpool der Bauer Media Group über das Zerobalancing-Prinzip eingebunden.

Der Finanzmittelbestand repräsentiert die Cash-Pool- Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft.

3.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die geschäftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 übertrifft die Erwartungen des Vorjahres, welche ein ausgeglichenes Betriebsergebnis für 2023 vorhersahen.

4. Prognose -, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Die Wirtschaft der EU wird im Jahr 2024 schwächer erwartet. Nachdem im zweiten Halbjahr 2023 eine technische Rezession knapp vermieden wurde, bleiben die Aussichten für das erste Quartal 2024 gedämpft und das BIP-EU wird auf 0,9Prozent 4 geschätzt.

Die Energieeinzelhandelspreise werden weiter sinken und der EU helfen, einen Teil der während der Energiekrise verlorenen Wettbewerbsfähigkeit wiederzugewinnen. Trotz des leichten Aufwärtsdrucks durch höhere Versandkosten infolge der Handelsstörungen am Roten Meer setzt sich die zugrunde liegende Inflation auf einem stetigen Abwärtskurs fort.

Es wird erwartet, dass die Arbeitsmärkte mit Verzögerung auf die Verlangsamung der Wirtschaftstätigkeit reagieren, aber widerstandsfähig bleiben werden. Die Arbeitslosenquote in der EU wird für 2024 auf unverändert 6,0 % 5 geschätzt.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 negativer. Demnach soll das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in dem Jahr 2024 um 0,5Prozent 6 wachsen. Deutschland ist mit dieser Prognose das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt.

Deutschland leidet als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwächeres Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem Jahr 2023.

Die weltweite Wirtschaftsleistung sieht der IWF leicht im Aufwind. Die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer liegen über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. Allerdings wirken sich die schwache Industrieproduktion und die in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen negativ aus.

Die Bauer Global Technology GmbH versteht sich als interner Dienstleister innerhalb der Bauer Media Group und verrechnet in diesem Zusammenhang die eingekauften Services im Rahmen von Dienstleistungsverträgen an in Anspruch nehmende Konzerngesellschaften. Eigener entstehender Aufwand wird durch den konzernintern vereinbarten Mark-Up gedeckt. Somit wird ein ausgeglichenes jährliches Betriebsergebnis angestrebt.

Die Management Agenda für 2024 sieht daher folgende Schwerpunkte vor:

Die kontinuierliche Optimierung interner Prozesse, Abläufe und der Organisation

Investitionen für die Bindung für kritische Dienstleistungen in dem Technologiebereich - vor allem in Cybersicherheit und digitale Infrastruktur.

Anträge für Personalbedarf überprüfen nach "need to have"

Business Plattformen - höhere SAP bezogene Kosten und neues Projekt für ESG-Berichtsvorschriften

nfrastuktur und Betrieb - neue Projekte, sowie Zieleinsparung durch Outsourcing von I&O Service Now und IGA

Die Geschäftsleitung rechnet für das Geschäftsjahr 2024 mit einer stark steigenden Betriebsleistung gegenüber 2023 sowie mit einer Kostensenkung durch geplante Einsparungsinitiativen im Rahmen des laufenden Geschäftsbetriebs und durch Abschluss einiger Kernprojekte im Geschäftsjahr 2025 und den Folgejahren.

Wir weisen abschließend darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von unseren Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

4 https://germany.representation.ec.europa.eu/news/winterprognose-2024-wirtschaft-der-eu-wachst-langsamer-als-erwartet-inflation-sinkt-schneller-2024-02-15_de

5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/374857/umfrage/prognose-zu-den-arbeitslosenquoten-in-den-eu-laendern/

6 https://de.statista.com/infografik/23188/iwf-prognose-zur-veraenderung-des-realen-bip/

4.2 Chancen- und Risikobericht

4.2.1 Chancen

Die größten Chancen für das Geschäftsjahr 2024 sind:

Durch Produktivitätsverbesserung können Kostensenkungen erreicht werden, welche wiederum an die Bauer Unternehmen weitergerecht werden,

Zentralisierung und Automatisierung von Prozessen und Abläufen

die Innovationsfähigkeit unserer Gruppe

4.2.2 Risiken

Die wirtschaftlichen Aussichten sind nach wie vor mit einem außergewöhnlichen Maß an Unsicherheit belastet. Langwierige geopolitische Spannungen und die Ausweitung des Nahostkonflikts auf das Rote Meer neigen das Risikogleichgewicht hin zu nachteiligeren Ergebnissen. Zusätzliche Handelsstörungen könnten die Lieferketten erneut belasten, die Produktion behindern und den Preisdruck erhöhen. Im Inland könnten eine schnellere Erholung des Konsums, ein höheres als erwartetes Lohnwachstum und ein niedriger als erwarteter Rückgang der Gewinnmargen den Disinflationsprozess zurückhalten. Auf der Abwärtsseite könnte eine anhaltende Übertragung der noch angespannten monetären Bedingungen die Erholung der Wirtschaftstätigkeit weiter verzögern und die Inflation senken.

Klimarisiken und die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse stellen nach wie vor Bedrohungen dar.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der am Markt partizipierenden Verlage und deren Produktpaletten in Zukunft weiter degressiv entwickeln wird.

Vor diesem Hintergrund sind strukturelle Anpassungen innerhalb der Bauer Media Group von Bedeutung. Dazu zählt u. a. die Zentralisierung der IT - Landschaft in die Hand der Bauer Global Technology GmbH.

Die größten Risiken für das Geschäftsjahr 2024 sind nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt:

Unterbrechungen des operativen Geschäftsprozesses, wie Cyber-Attacken, Technologieausfälle und Naturkatastrophen

Veränderungen rechtlicher, steuerlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen

Keine oder schwächere Erholung der Weltwirtschaft, die alle Geschäftsbereiche der Bauer Media Group betrifft und zu deutlich geringeren Umsätzen und daraus resultierenden Folgerisiken führt

Weitere spezielle Risiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Entwicklungen oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit ebenfalls nicht vor. Aufgrund der Einbindung in den Cash-Pool der Muttergesellschaft wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Im Vergleich zum Vorjahr haben wir 2024 nur geringfügige Veränderungen der Risiken festgestellt. Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Unternehmens eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen."

 

Hamburg, den 17. Juni 2024

Bauer Global Technology GmbH

Dariusz Wilczek

Hendrik Janßen

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bauer Global Technology GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Bauer Global Technology GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bauer Global Technology GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Bauer Global Technology GmbH für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 10. August 2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht abgegeben hat.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 17. Juni 2024

Rödl & Partner GmbH
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