Bürgerwerke eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim GnR 700061
Eingetragen
7.4.2014
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBeteiligungsgesellschaftenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
a. Vertrieb und Handel von Energie, b. die Erbringung technischer und kaufrnännischer Dienstleistungen, sowie c. Beratung und Projektentwicklung in den Bereichen Emeuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und Energiemanagement für seine Mitglieder und andere Bürgerenergiegesellschaften. Die Gesellschaft darf auch sonstige Geschäfte betreiben, sofern dies dem Gesellschaftszweck mittelbar oder unmittelbar dienlich ist. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich nach Maßgabe von § 1 Abs. 2 des Genossenschaftsgesetzes zu beteiligten und Zweigniederlassungen zu gründen. Die Genossenschaft darf auch mit Nichtmitgliedern Geschäfte betreiben.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bürgerwerke eG

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

BÜRGERWERKE

1. Grundlagen der Bürgerwerke

Allgemeines

Seit ihrer Gründung am 13. Dezember 2013 verfolgen die Bürgerwerke die Vision, dass alle Menschen sich an der Energiewende beteiligen können. Als genossenschaftlicher Energiedienstleister ist es das Ziel, Bürgerenergiegesellschaften auf diesem Weg zu begleiten und ihnen Möglichkeiten an die Hand zu geben, sich weiterzuentwickeln und weitere Wertschöpfungsstufen in der Energiewirtschaft zu erschließen.

Rechtsform

Die Bürgerwerke eG ist eine Dachgenossenschaft und als solche zu 100 % im Eigentum ihrer 124 Mitgliedsgenossenschaften (Stand 31.12.2023). Die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft eignet sich insbesondere für eine von Bürgerengagement und Mitbestimmung getragene, dezentrale Energiewende.

Organe

Die Bürgerwerke eG setzt sich aus folgenden Organen zusammen:

Mitglieder: Gemäß § 21 der Satzung üben die Mitglieder ihre Rechte in den Angelegenheiten der Genossenschaft in der Generalversammlung aus. Das Stimmrecht jedes Mitglieds bestimmt sich über die Anzahl der Geschäftsanteile. Jedes Mitglied erhält mit dem ersten Geschäftsanteil eine Stimme. Darüber hinaus hat jedes Mitglied eine weitere Stimme je 4 weiterer Geschäftsanteile, die es nach § 31 Abs. 2 erworben hat. Die Anzahl der Stimmrechte eines Mitglieds ist auf maximal 5 Prozent der in der Generalversammlung anwesenden Stimmrechte begrenzt.

Generalversammlung: Einmal pro Jahr haben die Vertreter:innen der Mitgliedsgenossenschaften auf der ordentlichen Generalversammlung die Möglichkeit, über die geschäftliche Entwicklung der Dachgenossenschaft zu beraten.

Aufsichtsrat: Die Aufgaben und Pflichten des Aufsichtsrates werden in § 17 der Satzung geregelt. Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die von der Generalversammlung gewählt werden. Sie werden für maximal drei Jahre bestellt. Wiederwahl ist zulässig. Gewählt werden können nur Personen, die Mitglied einer Bürgerenergiegesellschaft sind, die wiederum Mitglied der Bürgerwerke eG ist. Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Schriftführer sowie einen Stellvertreter. Die letzte Wahl fand im Jahr 2023 statt, bei der Almut Petersen zur Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt wurde. Insgesamt bestand der Aufsichtsrat aus sieben Mitgliedern, von denen bei der Wahl im Geschäftsjahr 2023 fünf wiedergewählt sowie zwei neu gewählt wurden.

Vorstand: Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Er führt die Geschäfte der Genossenschaft gemäß den Vorschriften der Gesetze, insbesondere des Genossenschaftsgesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei Personen. Sie werden für maximal drei Jahre vom Aufsichtsrat bestellt. Wiederberufung ist zulässig. Bestellt werden können nur Personen, die Mitglied einer Bürgerenergiegesellschaft sind, die wiederum Mitglied der Bürgerwerke eG ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte der Genossenschaft von den bei der Gründung im Dezember 2013 berufenen Vorständen Kai Hock und Felix Schäfer geführt.

Unternehmenszweck

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. In der Bürgerwerke-Gemeinschaft schafft die Bürgerwerke eG Angebote, die es jedem Menschen ermöglichen, aktiver Teil der Bürgerenergie zu werden, gemeinschaftlich Erneuerbare Energien zu erzeugen und sich damit erneuerbar, regional und selbstbestimmt zu versorgen.

Geschäftstätigkeit

Die Satzung der Bürgerwerke eG definiert den Rahmen der Geschäftstätigkeit. Er umfasst den Vertrieb und Handel von Energie, die Erbringung technischer und kaufmännischer Dienstleistungen sowie die Beratung und Projektentwicklung in den Bereichen Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Energiespeicherung und Energiemanagement für seine Mitglieder und andere Bürgerenergiegesellschaften.

Derzeitiges Kerngeschäft ist der Geschäftsbereich Energieversorgung. Die Geschäftsbereiche Projektentwicklung Photovoltaik-Freifläche und Netzwerkleistungen befinden sich im Aufbau.

Geschäftssitz

Der Sitz der Bürgerwerke eG befindet sich in Heidelberg.

Aufbau und Geschäftsbereiche

Die Mitglieder der Genossenschaft (zurzeit 124 BürgerEnergieGenossenschaften) wählen im Rahmen der Generalversammlung den Aufsichtsrat (zurzeit 7 Mitglieder) und entlasten den Aufsichtsrat und den Vorstand (zurzeit 2 Mitglieder).

Die Genossenschaft hat drei Geschäftsbereiche:

1. Geschäftsbereich Energieversorgung: Ökostrom für Privathaushalte, Gewerbetreibende, Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge, sowie Gas für Privathaushalte und Gewerbetreibende.

2. Geschäftsbereich Photovoltaik-Freiflächen: Standortanalyse und Flächensicherung für Photovoltaik-Freiflächenprojekte, sowie Projektentwicklung und Bürgerbeteiligung für Photovoltaik-Freiflächenprojekte.

3. Geschäftsbereich Netzwerkmanagement: Förderung der Genossenschaftsmitglieder durch bedarfsorientierte Angebote, sowie Bereitstellung von Netzwerkleistungen in Zusammenarbeit mit den Genossenschaften.

Beteiligungen

GLS Gemeinschaftsbank eG

Volksbank Kurpfalz eG Vianova eG

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wurde im Jahr 2023 weiterhin durch die Folgen des Ukrainekrieges sowie der Coronapandemie geprägt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,3 %, eine Trendumkehr zur deutlichen Steigerung im Jahr 2022 (+1,8 %). Auch wenn die Inflationsrate durchschnittlich von 6,9 % auf 5,9 % sank, konnte ein fortwährender Preisauftrieb beobachtet werden, der von der bereits Ende 2022 im Zuge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine eingetretenen wirtschaftlichen Schwächephase begleitet wurde.

In den ersten Monaten des Jahres 2023 wurde die konjunkturelle Entwicklung insbesondere durch die nur schleppend abnehmende Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gehemmt.

Anschließend dämpften vor allem die immensen Leitzinserhebungen, die die westlichen Notenbanken zur Eindämmung der Inflation vornahmen, die wirtschaftliche Lage in Deutschland wie auch weltweit.

Die Eskalation des Nahostkonfliktes Ende 2023 wie auch das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichtes im November, das hohe Einsparungen und signifikante Kürzungen zur Folge hatte, führten zu einem großen Maß an Ungewissheit über mögliche Konsequenzen sowie den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland.

Nachdem die privaten Konsumausgaben nach dem Auslaufen der Coronamaßnahmen im Vorjahr eine erhebliche Steigerung von 3,9 % aufwiesen, verzeichneten sie im Jahr 2023 einen preisbereinigten Rückgang um 0,8 %. Ursächlich hierfür war der immense Anstieg in den Verbraucherpreisen, der zu einer deutlich reduzierten Kaufkraft vieler Haushalte führte. Hiervon waren an erster Stelle Bereiche betroffen, in denen die Preise das hohe Vorjahresniveau hielten oder sogar übertrafen.

Trotz erheblicher Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie einer stabilen Lage am Arbeitsmarkt, realisierten Privathaushalte vor allem bei Einrichtungsgegenständen und Haushaltsgeräten (-6,2 %) sowie bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (-4,5 %) hohe Einsparpotentiale.

Quelle: "Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023", Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Stand 24. Januar 2024.

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die abnehmende wirtschaftliche Leistung in Deutschland hatte im Jahr 2023 den signifikantesten Einfluss auf den Energieverbrauch, vor allem durch Produktionsrückgänge in den energieintensiven Industriezweigen. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die andauernd hohen Energiepreise.

Der Stromverbrauch reduzierte sich voraussichtlich um 4,2 % auf 517 Mrd. kWh. Eine noch deutlichere Abnahme ist bei der Stromerzeugung mit einem Rückgang um 10,7 % zu beobachten. Den größten Einfluss auf den Erzeugungsmix 2023 hatten die oben beschriebene konjunkturelle Entwicklung, Preiseffekte, Witterung und die Schließung der letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke zum 15. April 2023. Die Witterung ließ den Prozentsatz an aus Wind, Sonne und Wasser erzeugtem Strom merklich ansteigen.

Die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen steigerte sich im Jahr 2023 um insgesamt 4,6 % auf 62,0 Mrd. kWh. Diese Berechnung beinhaltet sowohl die Einspeisungen in das Netz der allgemeinen Versorgung als auch den Selbstverbrauch aus Eigenanlagen vor Ort. Insgesamt konnte die Photovoltaikleistung im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen durch den Bau neuer Anlagen um 13.600 MWp gesteigert werden, so dass am Jahresende eine Gesamtleistung von 81.100 MWp installiert war. Mit diesem Ergebnis konnte der Photovoltaik Zubau im Jahr 2023 den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2012 deutlich übertreffen, in dem eine PV-Leistung in Höhe von 8.161 MWp installiert worden war.

Die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien belief sich im Jahr 2023 insgesamt auf 267,0 Mrd. kWh. Im aktuellen Koalitionsvertrag hat die Ampelkoalition die Zielvorgabe für die Erneuerbaren-Quote im Strombereich in Deutschland mit dem 80 %-Ziel im Jahr 2030 definiert. Bemessen wird diese Quote am Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Bruttostromverbrauch. Nach vorläufigen Berechnungen konnte die Erneuerbaren-Quote im Jahr 2023 um 5,0 %-Punkte von 46,6 % auf 51,6 % gesteigert werden. Mit diesem Ergebnis wird erstmals mehr als die Hälfte des Stromverbrauches in Deutschland durch Strom aus Erneuerbaren Energien gedeckt. Sowohl die günstigen Witterungsverhältnisse als auch der stark angestiegene Ausbau von PV-Anlagen trugen maßgeblich zu diesem Ergebnis bei.

Auch im Jahr 2023 erhöhte sich der Strompreis für Haushaltskunden gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 weiter um 14 % auf durchschnittlich 45,73 Ct/kWh. Ursächlich für diese Entwicklung ist der starke Anstieg der Großhandelspreise im Jahr 2022. Zunächst war nach den Höchstständen im 3. Quartal 2022 zwar eine Minderung der Großhandelspreise zu beobachten, dennoch lagen sie weiterhin noch rund drei Mal höher als vor der Energiekrise. Analog zu den signifikanten Preisanstiegen im Jahr 2022, die erst sehr verzögert und zunächst abgeschwächt bei den Endkundenpreisen ankamen, verhielt es sich auch mit den Preisrückgängen im Großhandel im Jahr 2023. Die durchschnittlichen Strompreise für Haushaltskunden sanken ab dem 1. Quartal 2023 aber kontinuierlich und erreichten im 4. Quartal einen Wert von 44,17 Ct/kWh. Damit lag der Anteil der Kosten für Beschaffung und Vertrieb bei 52 %. Eine merkliche Entlastung für Haushaltskunden ermöglichte die Einführung der Strompreisbremse, durch die der Arbeitspreis im Jahr 2023 für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauches auf 40 Ct/kWh gedeckelt wurde.

Der Durchschnittspreis für Haushalte reduzierte sich auch beim Bezug von Gas nach dem Höchststand im 4. Quartal 2022 deutlich. Als Resultat kostete eine Kilowatt-Stunde für Erdgasheizer in einem Einfamilienhaus (EFH) durchschnittlich 13,99 Ct. Im 4. Quartal 2023 sank der Preis im Vergleich zum 4. Quartal 2022 sogar um 42 % auf 11,53 Ct/kWh. Jedoch sind auch die Gaspreise im Großhandel insgesamt noch drei Mal höher als im Durschnitt der Jahre 2016-2020. Der Anteil der Kosten für Beschaffung und Vertrieb am Gaspreis lag im 4. Quartal 2023 bei 80 %.

Analog zum Strom sorgte auch die Gaspreisbremse mit einer Deckelung des Arbeitspreises für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauches auf 12 Ct/kWh für eine große Entlastung bei den Haushaltskunden.

Quelle: "

Die Energieversorgung 2023 - Jahresbericht des bdew", https://www.bdew.de/media/documents/Jahresbericht_2023_final_18Dez2023_V2.pdf Stand 18. Dezember 2023.

2.3 Rechtliche und politische Rahmenbedingungen

Die energiepolitischen Rahmenbedingungen sind seit einigen Jahren immer schnelleren Veränderungen unterworfen. Somit verändern sich auch relevante Marktbedingungen für die Bürgerwerke. Im Jahr 2023 hatten vor allem folgende Entwicklungen Auswirkung auf die Bürgerwerke:

Preisbremsen: Während der Energiekrise wurden Energieverbraucher vor hohen Strom- und Gaspreisen geschützt. Die Umsetzung erfolgte durch gesetzlich geregelte Preisanpassungen seitens der Energieversorger. 2023 gab es u.a. kurzfristige gesetzliche Veränderungen hinsichtlich der Fristen und Enddaten der Preisbremsen, die von den Bürgerwerke umzusetzen waren.

Energy Sharing und Beteiligungsgesetze: Im Zuge der Dezentralisierung des Energiesystems ist der Gesetzgeber bestrebt, den Menschen vor Ort einfachere Beteiligungsmöglichkeiten an Energieanlagen zu schaffen. Ansätze hierzu sind im europäischen Recht verankert (vgl. Erneuerbare-Energien-Richtlinie II und III). Im Rahmen der Umsetzung in nationales Recht wird auch über eine Privilegierung von "Energy Sharing" debattiert. 2023 gab es hierzu Grundsatzdebatten als Vorläufer einer angestrebten gesetzlichen Regelung. Ferner wurden auf Landesebene Beteiligungsgesetze auf den Weg gebracht, die sich auf die Marktlage der Bürgerwerke und ihrer Mitbewerber auswirken (vgl. Bürgerenergiegesetz NRW).

Veränderungen des Strommarktdesigns: Im Auftrag der Bundesregierung tagte 2023 die Plattform Klimaneutrales Stromsystem (PKNS), um über Veränderungen im Marktdesign zu beraten. Dort wurden etwa Konzepte für die Einführung von dynamischen Stromtarifen erarbeitet, die die Grundlage für weitergehende gesetzliche Anpassungen bilden. So gilt in § 41a EnWG bereits jetzt eine Regelung, die ab 2025 für alle Stromlieferanten eine Verpflichtung zum Angebot von dynamischen Stromtarifen vorsieht. Diese Produkte gilt es als Bürgerwerke frühzeitig entlang der gesetzlichen Regelungen zu entwickeln.

Digitalisierung von Genossenschaften: 2023 hat das Bundesministerium der Justiz Eckpunkte eines Referentenentwurfs für ein Gesetz zur Stärkung der genossenschaftlichen Rechtsform veröffentlicht. Darin geht es unter anderem um die vereinfachte, digitale Mitgliedschaft von Genossenschaften. Für die Bürgerwerke und ihre Mitglieder könnten aus dem angestrebten Gesetz wichtige Regelungen zur Entbürokratisierung folgen.

Förderbedingungen Solarparks: Im Jahr 2023 veröffentlichte das Bundeswirtschaftsministerium eine Solarstrategie und setzte diese im Laufe des Jahres mit der Formulierung eines Solarpakets in Gesetzesvorschläge um. Dabei ging es auch um die Förderbedingungen sowie die Optionen der Flächenauswahl und Netzanschlüsse von Solarparks, wie sie von den Bürgerwerken entwickelt werden.

3. Geschäftsverlauf Bürgerwerke

Zusammenfassung und Einordnung

Der Geschäftsbereich Energieversorgung hatte als Kerngeschäftsfeld im Geschäftsjahr 2023 den größten Einfluss auf den Geschäftsverlauf der Bürgerwerke. Große Preisspannen im Energiemarkt aufgrund fallender Marktpreise nach der Energiekrise sowie die Inflation, die zu mehr Preissensibilität führt, stellen eine große Herausforderung dar und ließen unsere Kundenzahlen im Kerngeschäft im Jahr 2023 von 40.000 auf 38.000 Kund:innen sinken. Gleichzeitig konnte das Geschäftsfeld Projektentwicklung Photovoltaik-Freifläche mit der Sicherung erster Flächen in Höhe von 35 MWp erfolgreich gestartet und auch die Förderung unserer Mitglieder mit dem Geschäftsbereich Netzwerkmanagement deutlich ausgebaut werden. Insgesamt bewerten wir als Vorstand die Erreichung des Geschäftsverlaufs trotz der schwierigen Marktbedingungen im Kerngeschäftsfeld unter Berücksichtigung der positiven Ertragslage (siehe Abschnitt 4) als zufriedenstellend.

3.1 Geschäftsbereich Energieversorgung

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von den Nachwirkungen der Rekord-Großhandelspreise des Vorjahres, hohen regulatorischen Anforderungen aufgrund der Preisbremsen-Gesetze sowie steigendem Wettbewerbsdruck durch fallende Preise.

Für die Belieferung im Jahr 2023 erlebte der Strompreis im Sommer 2022 kurzzeitig mehr als eine Verzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr. Für den Gaspreis war die gleiche Entwicklung zu sehen. Diese Entwicklung hatte zur Folge, dass einige Unternehmen den Gas- und Stromvertrieb einstellen mussten, da sie die benötigten Mengen am Großhandelsmarkt für eine wirtschaftliche Belieferung ihrer Kunden:innen nicht beziehen konnten. Der darauffolgende starke Preisverfall 2022/23 am Großhandelsmarkt führte ebenfalls zu großen Schwierigkeiten am Markt. Es mussten verstärkt und kurzfristig Sicherheiten zwischen Handelspartnern zur Verfügung gestellt werden, was zur Folge hatte, dass viele Vertriebsangebote pausiert oder eingestellt wurden. Aufgrund der erfolgreich implementierten Beschaffungs- und Risikostrategie konnten die Bürgerwerke schnell und flexibel an diesem volatilen Markt agieren, Kunden:innen konnte jederzeit ein Angebot unterbreitet und auch garantiert werden.

Um die hohen Energiepreise von 2022, die 2023 verzögert bei den Verbraucher:innen ankamen, zu dämpfen, hatte die Bundesregierung die sogenannten Preisbremsen eingeführt. Damit wurden die Endkundenpreise effektiv gedeckelt und die Energieversorger übernahmen für den Staat die Auszahlung der Vergünstigungen an die Kunden. Die Gesetze wurden kurz vor Weihnachten 2022 final verabschiedet und traten zum 01.01.2023 in Kraft. Die Bürgerwerke mussten die Regelungen in Rekordzeit nachvollziehen und umsetzen. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Kund:innen ausführlich über die anstehenden Entlastungen informiert wurden. Mit hohem Engagement im Team konnten die Bürgerwerke in dieser herausfordernden Zeit dafür sorgen, dass über 5 Mio. € an Entlastungsbeträgen fristgerecht Anfang März an die Kund:innen ausgezahlt werden konnten.

Im Q1 2023 sanken die Energiemarkt-Preise für das Restjahr 2023 deutlich, blieben im Q2 2023 relativ stabil beziehungsweise fielen leicht. Nach der Umsetzung der Preisbremse gaben die Bürgerwerke die fallenden Marktpreise so schnell und so fair wie möglich an die Kund:innen weiter, die neue, günstigere Tarifhöhe wurde proaktiv im Mai mitgeteilt. In einem Zwischenschritt wurde im März mit einem Laufzeit-Tarif ein neues, befristetes Angebot für alle Kund:innen geschaffen.

Mit den Preissenkungen wurden die Erstattungen der Preisbremsengesetze im 2. Halbjahr 2023 nur noch in geringem Umfang in Anspruch genommen. Die umgesetzte Preissenkung und die damit verbundene Kommunikation wurde von den Kund:innen sehr positiv aufgenommen und hat sich auch positiv auf die Kündigungsquote ausgewirkt. Allerdings waren weiterhin hohe Preisdifferenzen bei den Angeboten für Endkund:innen im Markt festzustellen, die sich im Wesentlichen auf die unterschiedlichen Beschaffungszeitpunkte und die Kalkulationspolitik der Versorger zurückführen ließen. Im Vergleich zu einigen Anbietern waren die Bürgerwerke im 1. Halbjahr 2023 teurer, da diese Anbieter offenbar schon vor der Krise günstigere Teilmengen für 2023 gesichert hatten. Noch günstiger waren neue Anbieter auf den Preisvergleichsportalen, die ohne teurere Altmengen und nur mit den aktuellen Marktpreisen kalkulieren konnten, sodass insbesondere für preissensible Kund:innen durch einen Wechsel kurzfristig relevante Einsparpotenziale bestanden. Zudem führten die hohen Inflationsraten in den Jahren 2022 und 2023 und die entsprechend gestiegenen Lebenshaltungskosten weiterhin dazu, dass Menschen verstärkt auf Einsparungen achteten.

Um der gestiegenen Verunsicherung der Verbraucher:innen durch die Preisentwicklung zu begegnen, wurden laufend passende Antworten zur Preisentwicklung für die regelmäßig eintreffenden Fragen von Kund:innen erarbeitet. Damit konnte die Kundenzufriedenheit mit unserem Service und unserer Kommunikation trotz der schwierigen Marktbedingungen weitgehend hochgehalten werden. Mit fokussierten Marketingmaßnahmen sorgten die Bürgerwerke dafür, dass sich zahlreiche Interessent:innen auch bei den höheren Preisdifferenzen zum Wettbewerb für die Bürgerwerke entschieden. Im Saldo überwogen allerdings in diesem Zeitraum schwieriger Marktbedingungen die Kündigungen, so dass der Kundenstamm 2023 erstmals um rund 2.000 Kund:innen zurückging.

3.2 Geschäftsbereich Photovoltaik-Freiflächen

Um die Bürgerenergiebewegung stärker im Markt der PV-Freiflächen zu verankern, haben die Bürgerwerke im Jahr 2023 ein entsprechendes Angebot für Bürgerenergiegenossenschaften aufgebaut. Dieses beinhaltet insbesondere die risikoarme und fachgerechte Entwicklung von Projektrechten für PV-Freiflächenprojekte. Hierbei tragen die Bürgerwerke alle Kosten für Gutachten und Fachplanungen und übernehmen die Projektentwicklung. Bei erreichten Projektrechten werden diese der lokalen Bürgerenergiegenossenschaft zu einem festen Preis zum Kauf angeboten. Der operative Start der gemeinschaftlichen Photovoltaik-Freiflächen-Projektierung war im März 2023.

Zum Start des Geschäftsfeldes wurde mit acht Bürgerwerke-Mitgliedsgenossenschaften ein Rahmenvertrag geschlossen, der das Verhältnis zwischen den Bürgerwerken und der lokalen Genossenschaft regelt. Bis zum Ende des Jahres waren bereits zwölf Mitgliedsgenossenschaften Vertragspartner.

Im Laufe des Jahres wurde ein dreiköpfiges Team für PV-Freiflächenentwicklung aufgebaut. In dieser Zeit ist es gelungen, Pachtverträge für insgesamt vier PV-Freiflächenprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 35 MWp zu sichern. Zwei der Projekte befinden sich im Bereich der baurechtlichen Privilegierung, wodurch die Baurechte für einen Teil der Projekte besonders schnell erreicht werden könnten. Darüber hinaus laufen bereits Pachtvertragsverhandlungen für weitere Projekte.

3.3 Geschäftsbereich Netzwerkmanagement

Der Geschäftsbereich Netzwerkmanagement organisiert Angebote, die zuallererst der Förderung der Genossenschaftsmitglieder dienen. Indem die Bürgerwerke diese vernetzen, bedarfsorientiert unterstützen und gemeinsam Angebote entwickeln, tragen sie dazu bei, dass Mitglieder die größtmögliche Wirkung für die Energiewende in Bürgerhand entfalten. Alle Netzwerkleistungen außerhalb des Geschäftsbereichs Energieversorgung und der PV-Freiflächenentwicklung werden vom Team Netzwerkmanagement gemeinsam mit den Mitgliedern betreut.

Da der Verlauf des Geschäftsbereiches Netzwerkmanagement nicht anhand finanzieller, sondern nicht-finanzieller Leistungsindikatoren bewertet wird, findet sich die ausführliche Analyse des Geschäftsbereichs unter Punkt 4.5.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Zusammenfassung und Einordnung

Trotz des Rückgangs des Kundenstamms im Kerngeschäft aufgrund der schwierigen Marktbedingungen und der Investitionen in den Aufbau neuer Geschäftsbereiche konnten die Bürgerwerke im Geschäftsjahr 2023 ein positives Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von 886 T€ erzielen.

Mit einem hohen Anteil an wirtschaftlichem Eigenkapital und einer Liquidität in Höhe von 15.089 T€ sowie zusätzlichen Barmitteln zur Stellung von Sicherheiten in Höhe von 6.288 T€ verfügen die Bürgerwerke über eine solide Kapitalausstattung, um auch bei weiterem Wachstum etwaige Schwankungen im Energiemarkt ausgleichen zu können. Zur Erfüllung des Unternehmenszwecks konnten die Bürgerwerke im Geschäftsjahr auch ihre nicht-finanzielle Wirkung deutlich ausbauen. Insgesamt blicken wir als Vorstand der Bürgerwerke im Geschäftsjahr 2023 auf eine erfolgreiche Ertragslage sowie eine stabile Finanz- und Vermögenslage.

4.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr deutlich auf 72.982 T€ (Vorjahr: 38.792 T€) gestiegen. Wesentlicher Grund für den höheren Umsatz waren die aufgrund der Energiekrise notwendigen Tariferhöhungen wegen deutlich gestiegener Kosten der Energiebeschaffung. Entsprechend sind die Materialkosten ebenfalls deutlich auf 66.230 T€ (Vorjahr: 35.239 T€) gestiegen, wobei der Anteil der Kosten der Energiebeschaffung bei 77 % lag (Vorjahr: 58 %). Die Materialkosten inkludieren Drohverlustrückstellungen in Höhe von 3.411 T€ (Vorjahr: 0 T€), die aufgrund der jahresübergreifend kalkulierten Beschaffung und gegenüber Energiekund:innen gewährten wurden.

Insgesamt konnte damit im Berichtsjahr ein betrieblicher Rohertrag von 6.751 T€ (Vorjahr: 3.553 T€) erzielt werden, wovon mehr als 99 % im Geschäftsbereich Energieversorgung erwirtschaftet wurde. Die übrigen Erträge stammen aus Dienstleistungsgeschäft im Geschäftsbereich Netzwerkmanagement. Durch erfolgreiches Risikomanagement in der Energiebeschaffung konnte der Rohertrag zur Kostendeckung im Rahmen der Wachstumsstrategie ausgebaut werden.

Die Personalkosten sind im Berichtsjahr durch den Ausbau des Teams auf 46 Personen (Vorjahr: 33) sowie inflationsbedingter Gehaltsanpassungen planmäßig auf 3.002 T€ (Vorjahr: 1.690 T€) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund des Umzugs in ein größeres Büro, den Ausbau der IT-und Software-Infrastruktur samt deren Wartungsarbeiten sowie externer Unterstützung für Personalsuche planmäßig auf 1.469 T€ (Vorjahr: 929 T€) gestiegen.

Die Zinskosten lagen mit 1.038 T€ (Vorjahr: 886 T€) höher als im Vorjahr, durch Zinsen am Kapitalmarkt konnten die Zinserlöse gleichzeitig auf 63 T€ ausgebaut werden (Vorjahr: 0 T€).

Insgesamt konnte im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1.406 T€ (Vorjahr: 344 T€) erzielt werden. Der prognostizierte Überschuss betrug 1.229 T€ vor Steuer, somit wurde der prognostizierte Überschuss um 177 T€ übertroffen. Unter Berücksichtigung von Ertragssteuern konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 886 T€ (Vorjahr: 344 T€) erzielt werden.

4.2 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 5.993 T€ (Vorjahr: 2.647 T€). Hauptgründe für die positive Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr waren die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 2.969 T€ (Vorjahr: -529 T€) und Zahlungseingängen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 3.411 T€ (Vorjahr: - 2.155 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit fiel mit -195 T€ (Vorjahr: -181 T€) höher aus als im Vorjahr und beinhaltet Investitionen in Geschäftsentwicklung, IT-Infrastruktur und die Ausstattung des Büros.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 1.724 T€ (Vorjahr: 8.882 T€). Nach dem deutlichen Ausbau der Finanzierung im Vorjahr wurden im Berichtsjahr weitere Geschäftsanteile von Mitgliedern sowie Nachrangdarlehen von Mitgliedern und wirkungsorientierten Investor:innen eingeworben.

Damit sind die Finanzmittel bei Kreditinstituten im Berichtsjahr deutlich um 7.522 T€ auf 21.377 T€ (Vorjahr 13.855 T€) angestiegen.

Kapitalflussrechnung 01.01.-31.12.2023 01.01.-31.12.2022
Finanzmittel am Beginn der Periode 13.855 T€ 2.506 T€
Einzahlungen von Kunden 80.591 T€ 49.641 T€
- Auszahlungen an Lieferanten 63.978 T€ 38.491 T€
- Auszahlungen an Beschäftigte 2.226 T€ 1.621 T€
+ sonstige Einzahlungen 213 T€ -3 T€
- sonstige Auszahlungen 8.056 T€ 6.948 T€
- Ertragsteuerzahlungen 551 T€ -69 T€
Cashflow lfd. Geschäftstätigkeit 5.993 T€ 2.647 T€
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung 832 T€ 2.223 T€
- Auszahlungen aus Kredittilgung -1.611 T€ -7.021 T€
+ Erhaltene Zuschüsse/Zuwendungen 54 T€ 96 T€
- Gezahlte Zinsen 773 T€ 458 T€
Cashflow Finanzierung 1.724 T€ 8.882 T€
Einzahlungen aus Verkäufen Sachanlagen 0 T€ 0 T€
- Auszahlungen für Invest. Sachanlagen 111 T€ 56 T€
- Auszahlungen für Invest. immat. Gegenst. 128 T€ 124 T€
+ Erhaltene Zinsen 44 T€ 0 T€
Cashflow aus Investition -195 T€ -180 €
Zahlungswirksame Veränderungen 7.522 T€ 11.349 T€
Finanzmittel am Ende der Periode 21.377 T€ 13.855 T€

4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Bürgerwerke ist im Berichtsjahr deutlich auf 25.637 T€ gestiegen (Vorjahr: 15.993 T€).

Die Aktivseite der Bilanz ist geprägt durch das Umlaufvermögen, von dem zum Abschlussstichtag 21.377 T€ als Guthaben bei Kreditinstituten (Vorjahr: 13.855 T€) lag. Davon waren zum Abschlussstichtag 6.117 T€ (Vorjahr: 1.686 T€) als Sicherheiten gegenüber Energielieferanten abgetreten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.558 T€ (Vorjahr: 729 T€) beinhalten insbesondere ausstehende Abrechnungen von Energiekund:innen, deren Rechnungen für Lieferungen im Berichtsjahr erst im Folgejahr fällig wurden oder deren Zählerwerte erst im Laufe des Folgejahres vorliegen werden und hochgerechnet wurden. Diese Forderungen sind aufgrund des höheren Umsatzes gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr durch Investitionen in die Geschäftsentwicklung, IT-Infrastruktur und die Ausstattung des neuen Büros auf 386 T€ (Vorjahr: 203 T€) gestiegen. Es spielt jedoch weiterhin eine untergeordnete Rolle.

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder wurden durch die Zeichnung zusätzlicher Anteile um 830 T€ auf 3.311 T€ (Vorjahr: 2.481 T€) ausgebaut. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses in Höhe von 886 T€ (Vorjahr: 344 T€) konnte damit der nicht gedeckte Fehlbetrag des Vorjahres ausgeglichen und ein positives Eigenkapital in Höhe von 798 T€ ausgewiesen werden.

Die Rückstellungen sind im Berichtsjahr deutlich auf 7.634 T€ (Vorjahr: 3.254 T€) gestiegen. Der Großteil der Steigerung ist auf die Drohverlustrückstellung in Höhe von 3.411 T€ (Vorjahr: 0 T€) zurückzuführen, die aufgrund jahresübergreifend kalkulierter Beschaffung und Preisgarantie gebildet wurde. Außerdem ist die Rückstellung für Netznutzung unter anderem aufgrund gestiegener Netzentgelte auf 2.336 T€ (Vorjahr: 1.192 T€) gestiegen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen Rechnungen insbesondere von Energielieferanten mit Leistungsdatum im Berichtszeitraum, die erst im Folgejahr gestellt wurden. Diese sind aufgrund der höheren Energiepreise auf 3.862 T€ (Vorjahr: 894 T€) angestiegen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind unverändert zum Vorjahr mit 750 T€.

Die sonstigen Verbindlichkeiten und Anleihen in Höhe von 12.594 T€ (Vorjahr: 11.959 T€) beinhalten insbesondere eine nachrangige Inhaberschuldverschreibung (Crowdinvesting) in Höhe von 5.806 T€ (Vorjahr: 5.607 T€), Nachrangdarlehen der Mitglieder in Höhe von 3.502 T€ (Vorjahr: 2.765 T€) sowie Nachrangdarlehen und Genussrechte von wirkungsorientierten Investoren in Höhe von 1.920 T€ (Vorjahr: 1.390 T€). Insgesamt sind damit 11.228 T€ (89 %) der sonstigen Verbindlichkeiten und Anleihen nachrangig, wovon 9.758 T€ (87 %) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren aufweisen.

Verbindlichkeitsspiegel Restlaufzeit
Verbindlichkeiten <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre SUMME
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - - 750 T€ 750 T€
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.862 T€ - - 3.862 T€
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.252 T€ 1.584 T€ 9.758 T€ 12.594 T€
SUMME 5.114 T€ 1.584 T€ 10.508 T€ 17.206 T€

4.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022
Umsatzerlöse 72.982 T€ 38.792 T€
Rohertrag 6.751 T€ 3.553 T€
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) 2.445 T€ 1.230 T€
Cashflow lfd. Geschäftstätigkeit 5.993 T€ 2.647 T€
Umsatzrentabilität (EBIT/Umsatzerlöse) 3,4 % 3,2 %
Cashflow-Rate (Cashflow lfd. Geschäft/Umsatzerlöse) 8,2 % 6,8 %
Vergütung an Mitarbeitende 3.003 T€ 1.690 T€
Zinsen, Dividenden & Vertriebsprovisionen an Mitglieder 778 T€ 624 T€

Im Berichtsjahr konnte eine branchenübliche Umsatzrentabilität in Höhe von 3,4 % (Vorjahr: 3,1 %) erreicht werden.

Im Berichtsjahr haben die Bürgerwerke für 13 neue Menschen einen Arbeitsplatz geschaffen und insgesamt 3.002 T€ (Vorjahr: 1.690 T€) Vergütung zum Lebensunterhalt von 46 Mitarbeitenden zum Jahresende beigetragen.

Als Sozialunternehmen haben die Bürgerwerke im Berichtsjahr 778 T€ Zinsen, Dividenden und Vertriebsprovisionen an Mitglieder ausgezahlt, die damit ihren Förderzweck der Energiewende in Bürgerhand vorantreiben. Beispiele für Projekte, die damit umgesetzt werden, finden sich in unserem Wirkungsbericht auf wirkung.buergerwerke.de.

4.5 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

2023 lieferten die Bürgerwerke rund 113 Mio. kWh Ökostrom und Biogas an Endkund:innen und sparten damit gegenüber dem aktuellen Energiemix etwa 41.000 Tonnen CO 2 ein. Mit mehr als 2.000 Bürgerenergie-Anlagen mit einer Leistung von über 450 MWp hat die Bürgerwerke-Gemeinschaft im vergangenen Jahr mehr als 535 Mio. kWh Ökostrom mit Solar, Wind- und Biomasseanlagen in Bürgerhand erzeugt und damit gegenüber dem aktuellen Graustrom-Mix rund 232.000 Tonnen CO 2 eingespart.

Der Strom der Bürgerwerke stammt zu 100 % aus Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland. Das bestätigt der TÜV Nord bei seiner jährlichen Überprüfung unseres Bürgerstroms genau wie die Unabhängigkeit der Bürgerwerke von der Kohle- und Atomwirtschaft. Damit garantieren die Bürgerwerke, dass ihre Kund:innen dazu beitragen, eine zukunftsfähige Welt zu fördern. Zudem überprüft der TÜV auch, dass der Bürgerstrom, der durch die Energiegenossenschaften pro Jahr erzeugt und einspeist wird, die Verbrauchsmenge unserer Kund:innen deckt.

Durch das Grüner Strom Label (GSL) garantieren die Bürgerwerke die Investition in neue Anlagen und innovative Energieprojekte. Kund:innen können so sicher sein, dass ihr Geld wirkungsvoll für die Energiewende eingesetzt wird. Das Grüner Strom-Label ist das einzige Ökostrom-Label in Deutschland, das von führenden Umwelt- und Verbraucherverbänden getragen wird. Die Investitionsverpflichtung für neue Energiewende-Projekte nach den Siegelkriterien erbringen die Energiegenossenschaften der Bürgerwerke gemeinsam. Mit 0,5 Cent pro verbrauchte Kilowattstunde fördern Sie z.B. im Privatkundensegment die ökologische Energieerzeugung.

Mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis haben die Bürgerwerke den größten europäischen Nachhaltigkeitspreis erhalten, eine Auszeichnung für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit in Wirtschaft, Kommunen und Forschung. Hierbei setzten sich die Bürgerwerke im Finale gegenüber acht Wettbewerbern und über 1.200 Bewerber:innen durch. Bereits im Jahr 2016 wurden die Bürgerwerke von der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis mit dem Next Economy Award ausgezeichnet, der als Spitzenauszeichnung für Start-ups in der Green Economy gilt. Da die Bürgerwerke mittlerweile sichtbar aus der Start-Up-Phase herausgewachsen sind und sich als Ökoenergie-Anbieter souverän auf dem Markt etabliert haben, erhielten die Bürgerwerke nun die erneute Auszeichnung der Stiftung.

Durch vielfältige Angebote förderte der Geschäftsbereich Netzwerkmanagement die Genossenschaftsmitglieder der Bürgerwerke. Im Schnitt fanden pro Monat knapp vier Netzwerkveranstaltungen zur Förderung von Bürgerenergie statt. Diese setzen sich aus dem Erfahrungsaustausch unserer Mitglieder (9), spezialisierten Arbeitsgruppen-Sitzungen (15) und allgemeinen Veranstaltungen für Mitglieder oder Interessierte zusammen (19). Zusätzlich wurde für zwei Genossenschaften ein strategischer Coaching-Prozess gefördert. Große Unterstützung leistete das Netzwerkmanagement 2023 bei der Übernahme von Erneuerbare-Energien-Anlagen in die Vermarktung durch die Bürgerwerke über Power-Purchase-Agreements (PPA). Besonders erfreulich entwickelte sich 2023 das BürgerLadenetz, das von der Mitgliedsgenossenschaft Inselwerke eG für alle Bürgerwerke-Mitglieder betreut wird. Die Zahl der beteiligten Genossenschaften stieg 2023 von 12 auf 17, diese installierten 2023 weitere 37 Ladesäulen (gesamt: 127) und setzten an diesen über eine halbe Million Kilowattstunden um. Mit dem Ziel, die Digitalisierung von Genossenschaften und die Kommunikation unter den Mitgliedern weiter zu stärken, wurde 2023 ein Mitgliederportal entwickelt, das Anfang 2024 in Betrieb ging. Die Anzahl der Mitgliedsunternehmen der Bürgerwerke stieg 2023 um 13 Neumitglieder von 111 auf 124.

5. Chancen- und Risikobericht

5.1 Risikomanagementsystem

Das frühzeitige Erkennen wesentlicher Geschäftsrisiken sowie die rechtzeitige Einleitung von Maßnahmen zur Risikovermeidung sind wesentliche Erfolgsfaktoren, damit die Bürgerwerke ihre Ziele erreichen und ihren Zweck nachhaltig erfüllen können.

Die Bürgerwerke setzen ein Risikomanagementsystem ein, welches die Risiken nach definierten Kriterien in verschiedenen Kategorien systematisch identifiziert, analysiert und bewertet. Dabei wird ein besonderer Fokus auf wesentliche Risiken gelegt, die in den Dimensionen Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadensausmaß entsprechend hoch bewertet werden.

Für diese Risiken werden im Rahmen eines regelmäßigen Risikoberichts Maßnahmen zur Risikoabwehr definiert und deren Umsetzung durch den Vorstand kontrolliert. Der aktuelle Risikobericht wird regelmäßig in gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat beraten, die bei Bedarf grundlegende Maßnahmen zur Gegensteuerung gemeinsam beschließen.

Im Kerngeschäftsfeld Energieversorgung wird das übergreifende Risikomanagement durch zusätzliche, geschäftsfeldbezogene Prozesse ergänzt, die in einem ausführlichen Risikohandbuch beschrieben und laufend weiterentwickelt werden. In regelmäßigen Sitzungen überwacht das Risikokomitee Energieversorgung insbesondere die preis- und mengenbezogenen Risiken des Geschäftsfelds und beschließt die Umsetzung wesentlicher Maßnahmen zur Risikovermeidung. Diese Struktur hat es den Bürgerwerken ermöglicht, die großen Preisschwankungen der Energiekrise in den Jahren 2021-2023 erfolgreich zu bewältigen.

5.2 Wesentliche Chancen und Risiken

Die wesentlichen, gemäß der oben erläuterten Systematik eingestuften Risiken für die Bürgerwerke werden im Folgenden erläutert. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der jeweiligen Kategorien spiegelt die Einschätzung des relativen Risikoausmaßes in absteigender Bedeutung wider. Zusätzlich werden auch die Chancen erläutert, die den entsprechenden Risiken gegenüberstehen.

Schwierige Marktbedingungen für geplantes Kundenwachstum und Chancen neuer Zielgruppen

Aufgrund der schwierigen Marktbedingungen besteht das Risiko, dass die Bürgerwerke die Steigerung ihres Kundenwachstums nicht wie geplant erreichen können. Äußere Einflussfaktoren sind insbesondere die höhere Preissensitivität aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage sowie der verstärkte Preiswettbewerb aufgrund der fallenden Großhandelspreise. Innere Einflussfaktoren sind insbesondere die Beschaffungsstrategie, die Leistungsfähigkeit der Vertriebsstrukturen, die Flexibilität in der Tarifpolitik sowie die Kostenstruktur im Marktvergleich. Bei fortdauerndem Eintritt des Risikos könnte die Steigerung der Erträge nicht planmäßig erreicht werden, was eine Anpassung der mittelfristigen Finanzplanung erfordern würde.

Die Bürgerwerke haben die Umsetzung mehrerer Maßnahmen eingeleitet, um zukünftig unabhängiger von Marktphasen attraktive Tarifmodelle für verschiedene Zielgruppen anbieten zu können. Mit einer Weiterentwicklung der Produkte bereiten sich die Bürgerwerke außerdem auf zusätzliche Chancen vor, die sich bei steigender Nachfrage für Themen rund um Bürgerbeteiligung und Energy Sharing sowie der Erschließung neuer Zielgruppen ergeben können.

Hohe Marktanforderungen binden Entwicklungsressourcen, Anpassungen fördern Effizienz

Die gewachsenen Anforderungen an das operative Geschäft im Rahmen der Energiekrise und steigende regulatorische Anforderungen haben im Berichtsjahr Kapazitäten gebunden, die damit nur eingeschränkt für strategische Themen und Entwicklungsprojekte zur Verfügung standen. Sollte dieses Risiko mittelfristig durch zusätzliche innere und äußere Anforderungen fortbestehen, könnte es auf mittlere Sicht zu einer suboptimalen Positionierung im Markt führen, was eine verringerte Wettbewerbsfähigkeit und gebremstes Wachstum nach sich ziehen könnte.

Zur Reduktion dieses Risikos wurden im Berichtsjahr mehrere Maßnahmen umgesetzt und weitere begonnen, um Engpässe in der Organisation systematisch aufzulösen. Es wurden mehrere Schlüssel-Stellen besetzt und mit zusätzlichen Ressourcen ein kontinuierlicher, begleitender Organisationsentwicklungs-Prozess durchgeführt. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, um im Folgejahr mit neuen Kapazitäten und Kompetenzen sowie eingespielten Strukturen die Leistungsfähigkeit des Teams deutlich zu erhöhen. So können die Bürgerwerke übergreifende Strategie- und Entwicklungsprojekte effektiv umsetzen und schneller auf Chancen im Markt reagieren.

Wachsende Anforderungen an Controlling-Instrumente durch Marktschwankungen und wachsendes Geschäftsvolumen, Anpassungen fördern Innovationskraft

Die Anforderungen an die Steuerung des Energieversorgungs-Geschäfts sind im Zuge der Energiekrise deutlich angestiegen. Zusätzlich steigt durch das schnell gewachsene preis- und mengenbedingte Geschäftsvolumen die absolute Höhe der Auswirkung von Schwankungen der Umsätze und Materialkosten auf Cashflow, Rohertrag und Ergebnis. Die Weiterentwicklung der Risikomanagement-Instrumente im Rahmen der Energiekrise und die zwischenzeitliche Beruhigung des Marktes haben dieses Risiko zuletzt reduziert. Dennoch können unterjährige Entwicklungen mit den bisherigen Controlling-Instrumenten nur ungenau und mit manuellem Zusatzaufwand erkannt werden. Dadurch ergibt sich eine begrenzte Möglichkeit, auf diese Entwicklungen frühzeitig zu reagieren.

Die Controlling-Instrumente werden folgerichtig kontinuierlich mit geeigneten Software-Lösungen weiterentwickelt, um dem gewachsenen Geschäftsvolumen angemessene, kurzfristige Monitoring- und Steuerungsmöglichkeiten auszubauen. Als Chance aus dieser Entwicklung kann beispielsweise auch die Steuerung der Produktentwicklung und Innovation von verbesserten Controlling-Instrumenten profitieren.

Branchenbezogene Datensicherheit mit steigender Bekanntheit

Die verstärkte Sichtbarkeit und die erreichten PR-Erfolge der Bürgerwerke erhöhen das Risiko eines allgemeinen oder gezielten Angriffes. Auch die zunehmenden gezielten Cyber-Angriffe gegen Unternehmen im Energiesektor, die als Kriegsauswirkungen zu beobachten sind, erhöhen das Risiko für die Bürgerwerke. Ein weiteres Risiko stellt somit der vorübergehende oder wiederholte Ausfall der Online-Services mit entsprechenden Geschäftseinbußen dar, der bei einem anhaltenden Eintritt auch mit Imagerisiken einhergehen würde.

Zur Risikovermeidung wurde das physische IT-Sicherheits-Niveau mit dem Umzug in das neue Büro gesteigert und kontinuierliche Anpassungsprozesse in der technischen Infrastruktur und den kritischen Prozessen durchgeführt, um die Sicherheit personenbezogener Daten weiter zu erhöhen.

Wirtschaftliche Gesamtlage durch Kriege erschwert Planbarkeit

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine sowie der Gaza-Krieg stellen weiterhin ein relevantes Globalrisiko dar. Denn Kriegsfolgen bzw. Kriegsfortsetzungsszenarien sind mit unkalkulierbaren Risiken und unklaren Auswirkungen auf geopolitische Stabilität und in Folge für die Versorgung mit fossilen Energien in Europa und Deutschland verbunden. Mit ihren direkten Auswirkungen auf die Energiepreise und die gesamtwirtschaftliche Situation haben sie großen Einfluss auf Kostenstrukturen und Wachstumschancen der Bürgerwerke.

Die unmittelbare finanzielle Risikoausprägung in Form kurzfristig steigender Kosten hat sich durch Maßnahmen der Risikomitigierung im Rahmen der Energiekrise sowie der gesunkenen Volatilität der Marktpreise im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 weiter reduziert. Gleichwohl verlagern sich die erwartbaren und teils schon eintretenden negativen Auswirkungen insbesondere in den Bereich des Kundenwachstums. Da sich die Kriegslage kurzfristig und ohne Vorwarnung mit signifikanten Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt und die Bürgerwerke im Besonderen ändern kann, ist die Planbarkeit für solche Szenarien deutlich erschwert.

Zur Risikoreduktion werden in der Energiekrise erprobte Prozesse und Strukturen für regelmäßiges Monitoring der Lage fortgesetzt und weiterentwickelt sowie Szenario-Analysen als zusätzliche Steuerungsinstrumente eingeführt, um auf kontinuierliche oder kurzfristige negative Entwicklungen bedarfsgerecht reagieren zu können.

Kurzfristige regulatorische Anforderungen belasten Team und Kundenbeziehungen

Die regulatorischen Anforderungen an Teilnehmende im Energiemarkt sind in der Energiekrise kurzfristig deutlich gestiegen und nehmen im Rahmen der weiteren Dezentralisierung, Dekarbonisierung und Digitalisierung der Energieversorgung noch weiter zu. Kurzfristige Ankündigungen können Stress auf Organisation und Dienstleister bringen, was einerseits negative Auswirkungen auf das Team und andererseits auf die Servicequalität und damit auf das Vertrauen bei Kund:innen haben kann, aber auch Ressourcen für Innovation und Wachstum anderweitig bindet. Bei direkten Auswirkungen der Regulatorik auf Kund:innen, die von den Bürgerwerken kommunikativ vermittelt werden müssen, könnte das Vertrauen sinken und damit Kundenbindung und Wachstum erschweren.

Die Beobachtung der politischen Prozesse sowie der Berichterstattung und die kurzfristige Analyse möglicher Implikationen bleibt daher eine wichtige laufende Aufgabe, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen vorbereiten zu können. Die Chance aus der Implementierung ist eine höhere Sensibilität für neue Geschäftschancen, die sich aus veränderter Regulatorik und neu entstehenden Nischen oder Trends ergeben können. Für die kurzfristige Umsetzung dieser Maßnahmen werden eine hohe Flexibilität und exzellente Kommunikationsfähigkeiten erfolgskritisch sein, die die Bürgerwerke aber bereits im Rahmen der Energiepreisbremse zeigen konnten.

5.3 Gesamteinschätzung zu Chancen und Risiken

Die Bürgerwerke bewegen sich in einem dynamischen Marktumfeld, das von schnellen regulatorischen Veränderungen und einer hohen Abhängigkeit von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen geprägt ist. Die Veränderungen des Energiemarktes für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung sorgen einerseits für ständig wachsende Anforderungen an die Marktakteure, andererseits aber auch stetig für neue Wachstumschancen.

Ein effektives Risikomanagement ist in diesem Markt daher ebenso erfolgskritisch wie die Fähigkeit der Organisation, schnell auf Veränderungen zu reagieren, um neu auftretende Risiken zu begrenzen und Chancen zu nutzen. Auch wenn die kurzfristig schwierige Marktlage für Wachstum eine wesentliche Herausforderung für die Bürgerwerke darstellt, sind wir überzeugt, dass die Bürgerwerke mit den in der Energiekrise weiterentwickelten und erprobten Prozessen, den zunehmend gefestigten Strukturen im gewachsenen Team sowie einer soliden Kapitalausstattung gut aufgestellt sind, um angemessen mit Risiken umzugehen und neue Marktchancen zu nutzen.

6. Prognosebericht

6.1 Künftige Branchenentwicklung

Entwicklung der Endkundenpreise

Die Preise im Energiegroßhandel sind Anfang 2024 weiter gefallen. Da die Endkundenpreise für Bestandskunden-Tarife sich 2024 bei den meisten Versorgern auf Basis von im Vorjahr oder früher zu höheren Preisen beschafften Mengen ergeben und das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds zu einer deutlichen Steigerung der Netzentgelte führen wird, ist bei Bestandskunden-Tarifen für 2024 in der Breite keine deutliche Preissenkung zu erwarten.

Gleichzeitig bieten weiterhin zahlreiche Anbieter Neukunden-Tarife an, die auf Basis der inzwischen deutlich niedrigeren Energiegroßhandelspreise kalkuliert werden. Hinzu kommen neue Angebote mit dynamischen Preisen, die sich am Spotmarkt-Preis orientieren. Daher ist auch für das Jahr 2024 weiterhin von großen Unterschieden zwischen Bestandskunden- und Neukunden-Tarifen für Strom und Gas auszugehen, die insbesondere angesichts der höheren Preissensibilität aufgrund der wirtschaftlichen Lage Kundenbindung und Wachstum erschweren.

Die Bürgerwerke entwickeln ihre Tariflandschaft weiter, um im Jahr 2024 Tarife anbieten zu können, die unabhängiger von der Marktphase ein attraktives Angebot für verschiedene Zielgruppen ermöglichen.

Auslaufen der Energiepreisbremsen

Mit dem kurz vor Jahreswechsel beschlossenen Auslaufen der Energiepreisbremsen zum 31.12.2023 haben die Bürgerwerke beschlossen, daraus resultierende Abschlagssteigerungen für Kund:innen aus der Liquidität so weit wie möglich abzufangen und eine etwaige Anpassung erst mit der regulären Preisanpassung nach Ende der Preisgarantie am 30.04.2024 vorzunehmen.

Nachdem die Umsetzung der Prozesse und Kundenkommunikation für Energiepreisbremsen 2023 einen großen Aufwand verursacht hat, werden uns die Aufgaben für die ordnungsgemäße Endabrechnung und Betreuung von Sonderfällen auch im Folgejahr in geringerem Umfang weiter beschäftigen.

Regulatorische Rahmenbedingungen für Beteiligung

Die Verbesserung von Beteiligungsmöglichkeiten an der Energiewende wird 2024 aufgrund neuer europäischer Regelungen zu Energy Sharing sowie der gesamtpolitischen Lage voraussichtlich mit weiteren gesetzlichen Regelungen umgesetzt. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung arbeitet etwa das BMWK an einem Gesetzesentwurf zur Umsetzung von Energy Sharing. Außerdem befinden sich im neuen Jahr weitere Beteiligungsgesetze auf Landesebene in Umsetzung (u.a. Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt). Wir erwarten daher, dass Kernthemen der Bürgerwerke und ihrer Mitglieds-Genossenschaften für immer mehr Akteure und Menschen eine Rolle spielen werden.

Die Bürgerwerke werden diese Entwicklungen im neuen Geschäftsjahr weiterhin verfolgen, um ihre Angebote zur Beteiligung unter Nutzung von Chancen aus den neuen Regelungen weiter auszubauen.

Regulatorische Rahmenbedingungen für den Photovoltaik-Ausbau

Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurde das lang verhandelte Solarpaket I mit zahlreichen und weitreichenden Gesetzesänderungen zur Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus verabschiedet.

Direkte positive Auswirkungen auf das Geschäft der Bürgerwerke erwarten wir insbesondere bei den Verbesserungen der Regulierung im Bereich Photovoltaik-Freiflächen. So werden etwa die Flächenkulissen und Maximalgrößen für solche Anlagen ausgeweitet, Gebotsmengen und Förderungen erhöht und Netzanschlüsse vereinfacht.

Das Paket beinhaltet außerdem zahlreiche Maßnahmen, die Chancen für das Photovoltaik-Dachflächengeschäft unserer Mitglieds-Genossenschaften und damit indirekt auch Wachstums-Potential für die Bürgerwerke ergeben können.

6.2 Voraussichtliche Geschäftsentwicklung

Geschäftsbereich Energieversorgung

Die Geschäftsentwicklung der Bürgerwerke wird auch 2024 vom Kerngeschäftsfeld Energieversorgung dominiert sein. Entsprechend erwarten wir auch für das Geschäftsjahr 2024 einen weiterhin hohen Einfluss der Marktlage mit erhöhter Preissensitivität bei Endkunden und hohen Preisdifferenzen zwischen Bestands- und Neukundentarifen auf die Geschäftsentwicklung.

Die Endkundenpreise für Ökostrom und Ökogas wurden zum Ende der Preisgarantie am 01.05.2024 neu kalkuliert. Die gesunkenen Beschaffungskosten wurden vollständig an die Kund:innen weitergegeben. Trotz der deutlich gestiegenen Stromnetzentgelte aufgrund des Urteils des Bundesverfassungsgerichts konnte so der Arbeitspreis für den Großteil der Stromkund:innen gesenkt werden. Die Senkung des Arbeitspreises für Ökogas für den Großteil unserer Ökogaskund:innen wurde durch den Wegfall der Umsatzsteuer-Vergünstigung für Gaslieferungen auf 7 % zum 01.04.2024 teilweise kompensiert. Aufgrund der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Netzentgelte und Abwicklungskosten pro beliefertem Zähler war eine Erhöhung der monatlichen Grundpreise erforderlich.

Bei der Kommunikation der Preisanpassung wurde wie bei den Bürgerwerken üblich ein besonderes Augenmerk auf Nachvollziehbarkeit und Transparenz gelegt. Außerdem konnten sich Kund:innen für die in Entwicklung befindlichen Tarife mit Laufzeit und Fixpreisen sowie ohne Laufzeit mit dynamischen Preisen vormerken. So konnten wir trotz der schwierigen Marktlage preissensitiven Bestandskund:innen eine erste Lösung anbieten und deutlich niedrigere Kündigungszahlen erzielen als bei den jüngsten Preisanpassungen.

Gleichzeitig ist zu erwarten, dass die Gewinnung von Neukund:innen in der schwierigen Marktlage im Geschäftsjahr 2024 weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellt. Das Erreichen der Wachstumsziele ist damit wesentlich davon abhängig, wie potenzielle Kund:innen auf die neuen Tarifmodelle und die Marketing-Maßnahmen reagieren und wie sich die Marktlage im Laufe des Jahres 2024 insgesamt entwickelt. Das konsequente Monitoring der Entwicklungen sowie der fokussierten Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen zur Steigerung der Kundengewinnung wird im Rahmen des Risikomanagements daher eine besondere Rolle spielen.

Geschäftsbereich Photovoltaik-Freiflächen

Nach dem erfolgreichen Start des Geschäftsbereichs und dem Aufbau des neuen Teams im Berichtsjahr liegt der Schwerpunkt im Jahr 2024 einerseits auf der Projektentwicklung der gesicherten Flächen bis zur Baureife, und andererseits auf einer weiteren Bekanntmachung des Angebots zur Sicherung weiterer Flächen. Unterstützend wirken dabei die hohe Nachfrage nach Solarparks und Bürgerbeteiligung sowie die verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen, während der steigende Wettbewerb den Markteintritt erschweren könnte.

Auch wenn der Auftragswert der bereits gesicherten Flächen die bisher angelaufenen Kosten übersteigt, sind aufgrund der branchenüblichen Vorlaufzeiten der Projektentwicklung für 2024 noch keine relevanten Erlöse aus dem Verkauf von Projektrechten zu erwarten.

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Während der sinkende Kundenstamm im Berichtsjahr nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis hatte, wird das ausgebliebene Wachstum im Jahr 2024 zu geringeren Roherträgen im Geschäftsfeld Energieversorgung führen als bisher geplant. Gleichzeitig trägt sich der Geschäftsbereich Photovoltaik-Freiflächenentwicklung aufgrund der branchenüblichen Vorlaufzeiten noch nicht selbst.

Aufgrund der planmäßig gestiegenen Budgets insbesondere für den Ausbau des Teams und der Finanzierung zur Umsetzung der Wachstumsstrategie erwarten wir, dass die Roherträge im Geschäftsjahr 2024 nicht zur vollständigen Kostendeckung ausreichen. Insgesamt gehen wir daher von einem negativen Ergebnis vor Steuern in Höhe von rund -1,2 Mio. € aus.

7. Angaben zur Erfüllung der Berichtspflichten gemäß

§ 24 Vermögensanlagegesetz (VermAnlG)

7.1 Angaben zu Genussrechten

Das Genussrechtskapital (mezzanines Kapital) resultiert aus dem Beschluss vom 17.10.2015 vom Vorstand und dem Aufsichtsrat über die Herausgabe eines Genussrechts in Höhe von 500 T€ durch die Bürgerwerke eG als Emittentin. Das Genussrecht ist nicht am Kapitalmarkt notiert. In den Jahren 2017 - 2019 wurden das Kapital der Investoren an den Genussrechten erhöht. Das eingeworbene Kapital wird zum Zweck der "sozialen Mission" der Bürgerwerke verwendet. Das Genussrechtskapital ist als nachrangige Verbindlichkeit mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungssperre ausgestaltet und nimmt nicht an den Verlusten der Emittentin teil. Die Laufzeit wurde bis 2025 verlängert.

Genussrechte 1
Volumen 1.020 T€
Vertriebszeitraum 01.12.2015 - 02.02.2019
Laufzeit 31.12.2025
Emittentin Bürgerwerke eG
Tilgung 0 T€

7.2 Angaben zu Nachrangdarlehen

Die Nachrangdarlehen der Mitglieder sind im Jahr 2023 um 737 T€ auf 3.502 T€ gestiegen, die Nachrangdarlehen werden in der Bilanz unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Nachrangdarlehen von Mitgliedern Nachrangdarlehen von Nicht-Mitgliedern
Volumen 3.502 T€ 900 T€
Laufzeit-Ende 31.12.2030 - 31.12.2033 31.12.2028 -31.12.2030
Tilgungen 0 T€ 0 T€

Für die Einwerbung der Nachrangdarlehen von Nicht-Mitgliedern wurde ein externer Dienstleister beauftragt, die Vergütung belief sich im Berichtsjahr auf 248 T€.

7.3 Angaben zu Anleihen

Crowdinvesting
Volumen 5.806 T€
Laufzeit-Ende 30.06.2029 -30.06.2030
Tilgungen 0 T€

Beim Crowdinvesting handelt es sich um tokenbasierte nachrangige Schuldverschreibungen in Form eines digitalen Wertpapiers, sie wurden in der Bilanz unter Anleihen passiviert.

Unterschrift durch den Vorstand

 

Heidelberg, den 17.05.2024

gez. Kai Hock

gez. Felix Schäfer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile 0,00 2.000,00
B. Anlagevermögen 385.883,50 202.838,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 238.783,00 124.573,64
II. Sachanlagen 132.050,50 63.215,08
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.183,00 43.124,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.867,50 20.091,08
III. Finanzanlagen 15.050,00 15.050,00
C. Umlaufvermögen 25.238.822,50 15.777.224,01
I. Vorräte 294.475,57 641.018,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.567.570,21 1.281.691,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 60.500,00 62.094,80
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.376.776,72 13.854.514,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 12.270,32 10.733,12
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 918.450,50
Aktiva 25.636.976,32 16.911.246,35

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 797.616,23 0,00
I. Geschäftsguthaben 3.311.000,00 2.481.000,00
der verbleibenden Mitglieder 3.311.000,00 2.481.000,00
II. Verlustvortrag 3.399.450,50 3.743.097,07
III. Jahresüberschuss 886.066,73 343.646,57
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 918.450,50
B. Rückstellungen 7.633.979,10 3.253.574,16
C. Verbindlichkeiten 17.205.380,99 13.603.825,47
1. Anleihen 5.806.050,00 5.607.050,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.806.050,00 5.607.050,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 750.000,00 750.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 750.000,00 750.000,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 10.649.330,99 7.246.775,47
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.113.629,51 3.092.117,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.535.701,48 4.154.657,59
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 53.846,72
Passiva 25.636.976,32 16.911.246,35

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.909.785,14 3.859.602,16
2. Personalaufwand 3.002.671,12 1.690.435,63
a) Löhne und Gehälter 2.468.635,22 1.415.543,01
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 534.035,90 274.892,62
davon für Altersversorgung 469,80 475,20
3. Abschreibungen 55.412,17 10.056,06
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 55.412,17 10.056,06
davon außerplanmäßige Abschreibungen 13.624,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.469.878,03 929.030,65
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 43.580,64 18,50
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.289,42 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.038.409,58 886.451,75
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 520.217,57 0,00
9. Ergebnis nach Steuern 886.066,73 343.646,57
10. Jahresüberschuss 886.066,73 343.646,57

Kapitalflussrechnung (indirekt) vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Bürgerwerke eG Vertrieb und Handel von Energie, Heidelberg

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Periodenergebnis 886.066,73 343.646,57
+ Abschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens 55.412,17 10.056,06
+ Zunahme der Rückstellungen 4.404.342,20 1.076.988,09
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge 53.846,72 95.774,90
+ Abnahme der Vorräte 346.543,03 -518.480,40
- Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.411.026,33 -2.154.691,08
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 459.987,49 221.420,84
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.968.844,82 -529.040,36
+ Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 558.249,36 -101.167,32
- Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 190,00
- Zinserträge 43.580,64 18,50
+ Zinsaufwendungen 772.565,89 458.277,17
+ Ertragsteueraufwand 520.217,57 0,00
Ertragsteueraufwand/-ertrag -520.217,57 0,00
Korrektur um nicht zahlungswirksame Vorgänge -30.468,25 69.613,24
+/- Ertragsteuerzahlungen -550.685,82 69.613,24
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5.993.114,77 2.647.179,89
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 127.829,32 124.573,64
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 190,00
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 110.627,63 56.470,14
+ Erhaltene Zinsen 43.580,64 18,50
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -194.876,31 -180.835,28
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführung oder Auszahlungen an Unternehmenseigner (JVZ) 832.000,00 2.223.000,00
Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -1.610.743,16 -7.021.703,80
+ Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 53.846,72 95.774,90
- Gezahlte Zinsen 772.565,89 458.277,17
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.724.023,99 8.882.201,53
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 7.522.262,45 11.348.546,14
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.854.514,27 2.505.968,13
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 21.376.776,72 13.854.514,27

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Bürgerwerke eG
Firmensitz laut Registergericht: Heidelberg
Registereintrag: Genossenschaftsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: GnR 700061

Die Genossenschaft ist nach den in § 267 Abs. 2 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Genossenschaft einzustufen und gemäß § 53 GenG prüfungspflichtig.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.320,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 34.643,18 79.356,82 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 34.643,18 89.676,82 0,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 71.347,99 71.383,24 0,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.091,08 9.400,72 0,00
Summe Sachanlagen 91.439,07 80.783,96 0,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 15.050,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 15.050,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 141.132,25 170.460,78 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.082,96 138.402,96
2. geleistete Anzahlungen 0,00 114.000,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 128.082,96 252.402,96
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.843,67 172.574,90
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 29.491,80
Summe Sachanlagen 29.843,67 202.066,70
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 15.050,00
Summe Finanzanlagen 0,00 15.050,00
Summe Anlagevermögen 157.926,63 469.519,66
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 13.619,96 0,00 0,00 13.619,96
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 13.619,96 0,00 0,00 13.619,96
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.223,99 28.167,91 0,00 0,00 56.391,90
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 13.624,30 0,00 0,00 13.624,30
Summe Sachanlagen 28.223,99 41.792,21 0,00 0,00 70.016,20
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 28.223,99 55.412,17 0,00 0,00 83.636,16
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 124.783,00 0,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 114.000,00 34.643,18
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 238.783,00 34.643,18
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 116.183,00 43.124,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.867,50 20.091,08
Summe Sachanlagen 0,00 132.050,50 63.215,08
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 15.050,00 15.050,00
Summe Finanzanlagen 0,00 15.050,00 15.050,00
Summe Anlagevermögen 0,00 385.883,50 112.908,26

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Emissionszertifikate (nEH-Zertifikate) bei den Vorräten wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Kundenabrechnungen erfolgen im rollierenden Verfahren. Die noch nicht abgerechneten Zeiträume werden durch eine Hochrechnung ermittelt und als Forderungsabgrenzung eingestellt. Die erhaltenen Abschlagszahlungen werden mit dieser Position aufgerechnet.

Die Liquidität wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zeitanteilig gebildet.

Aufgrund des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde auf den Ansatz von aktiven latenten Steuern verzichtet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 60.500,00 € (Vorjahr: 62.094,80 €).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Guthaben bei Kreditinstituten

Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind 6.117.000,00 € (Vorjahr: 1.686.000,00 €) als Sicherheit für Strom- und Gaslieferungen verpfändet.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen zeigt folgendes Bild:

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
T€
Stand zum 31.12.2022
T€
Änderung ggü. d. Vorjahr
in T€
%
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,0 0,0 0,0 -
Pensionsrückstellungen 0,0 0,0 0,0 -
Steuerrückstellungen 583,0 607,0 -24,0 -4,1
Gewerbesteuer 270,0 0,0 270,0 100,0
Körperschaftsteuer 239,0 0,0 239,0 100,0
latente Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
Stromsteuer 74,0 472,0 -398,0 -84,3
Energiesteuer 0,0 135,0 -135,0 -100,0
Sonstige Rückstellungen 7.051,0 2.647,0 4.404,0 166,4
sonstige Rückstellungen 777,0 94,0 683,0 726,6
Netznutzung 2.336,0 1.192,0 1.144,0 96,0
Energiebeschaffung 0,0 1.043,0 -1.043,0 -100,0
Rabatte & Prämien 74,0 53,0 21,0 39,6
Rückstellung für Urlaubsansprüche 117,0 32,0 85,0 265,6
drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 3.411,0 0,0 3.411,0 100,0
Abschluss- und Prüfungskosten 35,0 38,0 -3,0 -7,9
Rückstellung für Aufbewahrung 6,0 0,0 6,0 100,0
Rückstellung für Co2 Zertifikate 295,0 195,0 100,0 51,3
Rückstellungen gesamt 7.634,0 3.254,0 4.380,0 134,6

Nachrangige Schuldverschreibungen

In den Anleihen sind nachrangige Schuldverschreibungen mit vorinsolvenzlicher Durchsetzungessperre in Höhe von 5.806.050,00 € (Vorjahr: 5.607.050,00 €) enthalten.

Genussrechte

Es werden Genussrechte in Höhe von 1.020.000,00 € (Vorjahr 1.020.000,00 €) in der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Nachrangige Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten sind Nachrangdarlehen und nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 11.227.707,59 € (Vorjahr: 9.786.707,59 €) enthalten.

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 628.013,27 € (Vorjahr: 175.817,93 €) und aus sozialer Sicherheit in Höhe von 938,71 € (Vorjahr: 1.427,74 €) enthalten.

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahr)

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 <1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre
gegenüber Kreditinstituten 750.000,00 750.000,00
(750.000,00) (750.000,00)
aus Lieferungen und Leistungen 3.861.880,19 3.861.880,19
(894.403,24) (894.403,24)
sonstige Verbindlichkeiten 12.593.500,80 1.251.749,32 1.584.043,89 9.757.707,59
(11.959.422,23) (2.197.714,64) (1.390.000,00) (8.371.707,59)
Summe 17.205.380,99 5.113.629,51 1.584.043,89 10.507.707,59
(13.603.825,47) (3.092.117,88) (1.390.000,00) (9.121.707,59)

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

1. Termingeschäfte zur Energiebeschaffung in Höhe von 18.118.740,00 €

2. Power Purchase Agreements zur Energiebeschaffung in Höhe von 9.458.107,00 €.

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen und somit mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen
Arbeiter 0,00
Angestellte 35,00
leitende Angestellte 11,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 46,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 29,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 17,00

Vorstandsmitglieder

Name, Vorname Berufsbezeichnung
Hock, Kai Vorstand für Marketing & Personal
Schäfer, Felix Vorstand Unternehmensentwicklung & Finanzen

Die Vorstände Felix Schäfer und Kai Hock haben von der Genossenschaft Bezüge erhalten. Von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Aufsichtsratmitglieder

Name, Vorname, Position, Berufsbezeichnung

Denzinger, Felix, Geschäftsführer

Prof. Dr. Schroeder, Kai Uwe, bis 24.06.2023, Steuerberater

Lang, Pascal, ab 24.06.2023, Geschäftsführer

Petersen, Almut, Vorsitzende, Geschäftsführerin

Müller, Peter, bis 24.06.2023, stellv. Vorsitzender, Unternehmer

Dr. Kobe, Carmen, Schriftführerin, Diplom-Physikerin

von der Ropp, Barbara, ab 24.06.2023, Geschäftsführerin

Welteke-Fabricius, Uwe, Diplom-Ökonom

Golle, Matthias, stellv. Vorsitzender und stellv. Schriftführer ab 24.06.2023, Diplom-Ingenieur

Zahlen der Genossenschaftsmitglieder

Die Anzahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich während des Geschäftsjahres wie folgt verändert:

Genossenschaftsmitglieder Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Geschäftsguthaben
in €
Haftsumme
Mitglieder am Anfang des Geschäftsjahres 111 2.481 2.481.000,00 2.481.000,00
Während des Geschäftsjahres eingetretene Mitglieder 13 53 53.000,00 53.000,00
Während des Geschäftsjahres ausgeschiedene Mitglieder 0 0 0,00 0,00
Erhöhung der Geschäftsanteile von bestehenden Mitgliedern 777 777.000,00 777.000,00
Mitglieder am Ende des Geschäftsjahres 124 3.311 3.311.000,00 3.311.000,00

Die Höhe eines Geschäftsanteils beträgt 1.000,00 €.

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um 830.000,00 € erhöht.

Eine Nachschusspflicht auf die bestehenden Geschäftsanteile besteht nicht.

Forderungen gegenüber Vorstand/Aufsichtsrat

Die Forderungen gegenüber dem Vorstand und Aufsichtsrat betragen 0,00 €.

Angaben zum zuständigen Prüfungsverband

Zuständiger Prüfungsverband der Genossenschaft ist:

Name des Prüfungsverbandes: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.
Anschrift des Prüfungsverbandes: Lauterbergstraße 1, 76137 Karlsruhe

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanz- und Lageberichtseid)

Erklärung nach § 24 Abs. 1 VermAnlG i.V.m. § 264 Abs. 2 Satz 3 und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB der Bürgerwerke eG zum Jahresabschluss 2023:

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Bürgerwerke eG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bürgerwerke eG vermittelt und im Lagebericht der Bürgerwerke eG der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Bürgerwerke eG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Bürgerwerke eG beschrieben sind.

Unterschrift durch den Vorstand

 

Heidelberg, den 17.05.2024

gez. Kai Hock

gez. Felix Schäfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Ergebnisverwendung geprüft, in Ordnung befunden und befürwortet den Vorschlag des Vorstands. Der Vorschlag entspricht den Vorschriften der Satzung.

 

Heidelberg, den 17.05.2024

gez. Almut Petersen, Vorsitzende des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.06.2024 festgestellt.

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.