Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 14937
Eingetragen
8.1.2019
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 3 angezeigt

Parkstraße 46A, 46236 Bottrop
36.246 €
60.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TSC Holding GmbH

Bottrop

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.814.209,43 1.645.315,47
2. Geschäfts- und Firmenwert 4.036,60 4.830,68
1.818.246,03 1.650.146,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 30.692.756,62 28.558.732,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.865.087,15 2.411.180,08
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.938.669,45 4.387.556,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.431.434,42 100.547,75
40.927.947,64 35.458.016,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 859.503,97 859.503,97
859.503,97 859.503,97
43.605.697,64 37.967.666,90
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 30.018.227,61 28.048.382,13
2. Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 12.799.323,83 8.532.266,54
3. Fahrzeuge und Waren 44.101.016,66 37.001.761,87
4. Geleistete Anzahlungen 2.026.542,10 3.355.691,69
88.945.110,20 76.938.102,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.109.356,79 3.494.056,52
2. Forderungen gegen Gesellschafter 8.457.881,56 5.046.239,98
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.755,34 4.479,26
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.529.720,04 3.174.979,87
20.098.713,73 11.719.755,63
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.439.941,02 15.064.768,65
118.483.764,95 103.722.626,51
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 543.239,46 351.460,72
E. AKTIVE LATENTE STEUERN 904.620,18 935.847,64
163.537.322,23 142.977.601,77

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 60.410,00 60.410,00
II. Kapitalrücklage 68.290.893,36 68.290.893,36
III. Gewinnrücklagen 25.600,00 25.600,00
IV. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung 34.017,85 88.246,65
V Konzernbilanzgewinn 38.433.041,75 27.558.039,76
VI. Anteile anderer Gesellschafter 6.081.127,38 5.484.772,31
112.925.090,34 101.507.962,08
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 368.509,34 413.309,60
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 78.833,00 107.974,00
2. Steuerrückstellungen 1.321.858,77 2.774.511,19
3. Sonstige Rückstellungen 4.553.075,42 3.767.037,01
5.953.767,19 6.649.522,20
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.420.366,12 4.658.323,53
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 22.580.327,12 17.709.189,37
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.890.323,59 5.510.875,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.738.949,98 41.537,60
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.781,02 27.615,29
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.352.715,57 6.088.024,17
43.999.463,41 34.035.565,94
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 290.491,95 371.241,95
163.537.322,23 142.977.601,77

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 146.623.250,22 117.388.414,77
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen/Leistungen 13.288.313,35 1.694.214,72
3. Sonstige betriebliche Erträge 987.760,40 961.260,63
160.899.323,97 120.043.890,12
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 95.698.684,69 60.943.724,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.382.140,72 1.083.311,66
97.080.825,41 62.027.035,90
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.177.717,99 16.889.161,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.085.494,00 2.899.287,56
22.263.211,99 19.788.448,99
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.216.951,83 5.492.366,54
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 300.000,00
5.216.951,83 5.792.366,54
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.124.662,42 15.580.934,57
8. Erträge aus Beteiligungen 3.014,65 2.104,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 487.195,25 137.908,55
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 200.000,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 551.959,14 183.480,05
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.232.624,65 5.442.221,95
13. Konzernergebnis nach Steuern 11.919.298,43 11.169.415,17
14. Sonstige Steuern 444.574,58 98.558,59
15. Konzernjahresüberschuss 11.474.723,85 11.070.856,58
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27.558.039,76 18.303.751,89
17. Gewinnausschüttung 0,00 -1.128.000,00
18. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn -599.721,86 -688.568,71
19. Konzernbilanzgewinn 38.433.041,75 27.558.039,76

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
T€ T€
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) +11.475 +11.071
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens und Finanzanlagen +5.217 +5.492
3. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -181 -567
4. = Brutto-Cashflow +16.511 +15.996
5. -/+ Abnahme/Zunahme der übrigen Rückstellungen -696 +3.100
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens +15 +54
7. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -20.547 -11.614
8. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind +5.122 +4.723
9. - sonstige Beteiligungserträge -3 -2
10. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge +65 +45
11. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag +5.233 +5.442
12. -/+ Ertragsteuerzahlungen -5.130 -5.380
13. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit +570 +12.364
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.448 -1.031
15. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens +17 +3.785
16. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -9.461 -16.022
17. + Erhaltene Zinsen +487 +138
18. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -10.405 -13.130
19. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten + 5.295 + 4.000
20. - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -533 -360
21. - Ausschüttungen an Gesellschafter 0 -1.128
22. - Gezahlte Zinsen -552 -183
23. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +4.210 +2.329
24. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5.625 +1.563
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode +15.065 +13.502
26. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode +9.440 +15.065
Zusammensetzung Finanzmittelfonds:
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten +9.440 +15.065
davon von quotal einbezogenen Unternehmen +2.657 +2.567

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Eigenkapital des Mutternunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag
Stand am 31.12.2021 in € 60.410,00 68.290.893,36 25.600,00 10.501.494,14
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr 0,00 0,00 0,00 7.802.257,75
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2022 in € 60.410,00 68.290.893,36 25.600,00 18.303.751,89
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr 0,00 0,00 0,00 9.254.287,87
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 in € 60.410,00 68.290.893,36 25.600,00 27.558.039,76
Eigenkapital des Mutternunternehmens
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Währungsumrechnungsdifferenz Summe
Stand am 31.12.2021 in € 7.802.257,75 126.559,85 86.807.215,10
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr -7.802.257,75 0,00 0,00
Gewinnausschüttung -1.128.000,00 0,00 -1.128.000,00
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 10.382.287,87 -38.313,20 10.343.974,67
Stand am 31.12.2022 in € 9.254.287,87 88.246,65 96.023.189,77
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr -9.254.287,87 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresergebnis 10.875.001,99 -54.228,80 10.820.773,19
Stand am 31.12.2023 in € 10.875.001,99 34.017,85 106.843.962,96
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Währungsumrechnungsdifferenz Summe Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2021 in € 5.425.550,96 -5.107,66 5.420.443,30 92.227.658,40
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 -626.350,80 -1.754.350,80
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 2.111,10 2.111,10 2.111,10
Konzernjahresergebnis 688.568,71 0,00 688.568,71 11.032.543,38
Stand am 31.12.2022 in € 6.114.119,67 -2.996,56 5.484.772,31 101.507.962,08
Umstellung Jahresergebnis Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00 0,00
Erfolgsneutrale Währungsumrechnungsdifferenz 0,00 -3.366,79 -3.366,79 -3.366,79
Konzernjahresergebnis 599.721,86 0,00 599.721,86 11.420.495,05
Stand am 31.12.2023 in € 6.713.841,53 -6.363,35 6.081.127,38 112.925.090,34

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERNABSCHLUSS

Die TSC Holding GmbH als Mutterunternehmen hat ihren Sitz in Bottrop und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter der Nummer HRB 14937 eingetragen.

1. Aufstellungsgrundsätze, Konsolidierungskreis

Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren. Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden gegenüber dem Vorjahr unveränderte, einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage des HGB angewandt.

Konsolidierungskreis

Einen Überblick über den Konsolidierungskreis der TSC Holding GmbH liefert die folgende Darstellung:

Firma und Sitz Gezeichnetes Kapital Beteiligung Erwerbszeitpunkt Einbeziehung in den Konzernabschluss
1. TSC Holding GmbH, Bottrop 60.410 Mutterunternehmen -.- -.-
Konsolidierte Unternehmen
2. BRABUS GmbH, Bottrop 2.559.000,00 100,0 % Gründung 1977 ab 01.01.2019
3. CRD GmbH & Co.KG 25.800,00 100,0 % Gründung 11.11.1987 ab 01.01.2019
4. TSC Immo GmbH 25.000,00 100,0 % Gründung 23.01.2020 ab 23.01.2020
5. TSC Immo OS GmbH 25.000,00 100,0 % Gründung: 21.12.2021 ab 01.01.2022
6. TSC Immo II GmbH 25.000,00 100,0 % Gründung: 24.07.2023 ab 24.07.2023
7. TSC 1. Beteiligungsgesellschaft mbH 25.000,00 100,0 % Gründung: 13.11.2023 ab 13.11.2023
8. BRABUS Service GmbH, Bottrop 25.564,59 100,0 % Gründung 1983 ab 01.01.1999 *
9. BRABUS Automotive GmbH (vormals AAC Autohaus GmbH), Bottrop 26.000,00 100,0 % 01.04.2004/ 31.12.2007/ 12.11.2008 ab 31.12.2004 *
10. BRABUS International U.S., Inc., Newport Beach, Kalifornien/USA 71.007,60 (TUSD 100) 100,0 % Gründung 09.09.2008 ab 09.09.2008 *
11. BRABUS USA Inc.,Irvine, Kalifornien, USA (vormals German Tuning Corporation, Inc.), 121.562,07 (TUSD 220) 90,0 % Gründung 25.10.2010 ab 25.10.2010 *
12. BRABUS Middle East LLC, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 19.464,00 (TAED 100) 100,0 % Gründung 18.10.2010 ab 18.10.2010 *
13. BB Asia Pacific Holding (HK) Limited, Hong Kong/VR China 781.447,68 (THKD 8.000) 100,0 % Gründung 30.09.2011 ab 01.01.2012 *
14. | BRABUS Private Aviation GmbH, Bottrop 25.000,00 100,0 % Gründung 31.01.2012 ab 31.01.2012 *
15. |BBASS ( BOSU) 25.900,00 (RMB 200.000) 100,0 % Gründung 20.02.2019 ab 20.02.2019 *
16. | BRABUS Shanghai Automotive Sales Co., Ltd., Shanghai, China 127.286,38 (TRMB 1.000) 100,0% Gründung 20.05.2021 ab 20.05.2021
17. Gemeinschaftsunternehmen: smart-BRABUS GmbH i.L., Bottrop 1.000.000,00 50,0 % Gründung 2002 ab 06.06.2002 *
18. CSP GmbH, Bottrop 200.000,00 50,0 % Gründung 2014 ab 01.01.2015 *

* Einbeziehung in den (Teil-)Konzernabschluss der BRABUS GmbH

2. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember eines jeden Kalenderjahres, dies ist zugleich der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens und sämtlicher Töchterunternehmen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die Tochterunternehmen BRABUS GmbH, CRD GmbH & Co. KG, BRABUS Service GmbH, BRABUS Automotive GmbH und BRABUS International U.S. nach der Buchwertmethode und für die nach dem 31. Dezember 2009 gegründeten in Mehrheitsbesitz stehenden und im Wege der Vollkonsolidierung einzubeziehenden Tochterunternehmen nach der Zeitwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 S. 2 HGB, jeweils auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss.

Die Zeitpunkte der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss sind in der vorstehenden Tabelle zum Konsolidierungskreis angegeben.

Neben der Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode wurde die ursprünglich zusammen mit der smart GmbH, Böblingen, als Gemeinschaftsunternehmen errichtete smart-BRABUS GmbH i. L., Bottrop, und die zusammen mit einem externen Partner gegründete CSP GmbH, Bottrop, nach der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Einbeziehung wurde gemäß § 310 HGB entsprechend dem Anteil am Kapital des jeweiligen Gemeinschaftsunternehmens mit 50 % durchgeführt.

Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung, eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie eine Zwischenergebniseliminierung durchgeführt. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurden im Bereich der Zwischenerfolgseliminierung durchgeführt.

3. Währungsumrechnung

Die Umrechnung der Bilanzposten der US-amerikanischen Tochtergesellschaften BRABUS International U.S., Inc., Kalifornien/USA, BRABUS USA Inc., Irvine/USA, der Tochtergesellschaft in Dubai, der BRABUS Middle East, LLC sowie der BB Asia Pacific Holding (HK) Limited, Hong Kong, der BBASS ( BOSU ) sowie der BRABUS Shanghai Automotive Sales Co., Ltd., Shanghai erfolgten zum Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023. Das in die Konsolidierung einbezogene Eigenkapital wird mit historischen Kursen umgerechnet. Sich daraus ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral als Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung ausgewiesen.

Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wird in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

II. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER KONZERNBILANZ UND DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Angaben zur Konzernbilanz bezüglich Bilanzierung, Bewertung und Ausweis

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den bei der TSC Holding GmbH geltenden einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige bzw. leistungsbezogene Abschreibungen, angesetzt. Bei aktivierter EDV-Software handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, die linear über Nutzungsdauern von drei bis maximal fünf Jahren abgeschrieben wird sowie um von externen Dienstleistern bezogene Entwicklungsleistungen.

Unter Sachanlagen werden die Grundstücke und Gebäude der BRABUS GmbH, der TSC Immo GmbH und der TSC Immo OS GmbH ausgewiesen. Ebenfalls werden technische Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung unter den Sachanlagen ausgewiesen. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nach der linearen Methode berechnete planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. Dabei wurden zum Zwecke des verbesserten Einblicks in die Altersstruktur des Anlagevermögens die ursprünglichen Anschaffungskosten der Tochterunternehmen als Konzern-Anschaffungskosten fortgeführt.

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abschreibung Währungsumrechnung Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände 4.516.173,83 0,00 0,00 0,00 4.516.173,83
2. EDV- Software 22.887.245,07 1.448.073,07 0,00 0,00 24.335.318,14
3. Geschäfts- und Firmenwert 7.940,83 0,00 0,00 0,00 7.940,83
27.411.359,73 1.448.073,07 0,00 0,00 28.859.432,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 44.106.140,27 3.916.640,70 79.314,82 0,00 47.943.466,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.995.598,20 985.232,35 0,00 8.241,10 6.972.589,45
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.580.900,59 2.227.915,14 48.693,31 89.806,25 43.670.316,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 100.547,75 2.330.886,67 0,00 0,00 2.431.434,42
91.783.186,81 9.460.674,86 128.008,13 98.047,35 101.017.806,19
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 1.559.503,97 0,00 0,00 0,00 1.559.503,97
1.559.503,97 0,00 0,00 0,00 1.559.503,97
120.754.050,51 10.908.747,93 128.008,13 98.047,35 131.436.742,96
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Abschreibung Währungsumrechnung Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände 4.516.173,83 0,00 0,00 0,00 4.516.173,83
2. EDV- Software 21.241.929,60 1.279.179,11 0,00 0,00 22.521.108,71
3. Geschäfts- und Firmenwert 3.110,15 794,08 0,00 0,00 3.904,23
25.761.213,58 1.279.973,19 0,00 0,00 27.041.186,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 15.547.407,75 1.755.783,00 0,00 52.481,22 17.250.709,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.584.418,12 531.322,28 8.238,10 0,00 4.107.502,30
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.193.344,16 1.649.873,36 73.304,27 38.266,53 38.731.646,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
56.325.170,03 3.936.978,64 81.542,37 90.747,75 60.089.858,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 700.000,00 0,00 0,00 0,00 700.000,00
700.000,00 0,00 0,00 0,00 700.000,00
82.786.383,61 5.216.951,83 81.542,37 90.747,75 87.831.045,32
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbstgeschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
2. EDV- Software 1.814.209,43 1.645.315,47
3. Geschäfts- und Firmenwert 4.036,60 4.830,68
1.818.246,03 1.650.146,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 30.692.756,62 28.558.732,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.865.087,15 2.411.180,08
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.938.669,45 4.387.556,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.431.434,42 100.547,75
40.927.947,64 35.458.016,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 859.503,97 859.503,97
859.503,97 859.503,97
43.605.697,64 37.967.666,90

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Als Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind insbesondere Ersatzteile, Reifen und Kompletträder erfasst. Bei der Bewertung wurden angemessene Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Neufahrzeuge sind zu Anschaffungskosten, umgebaute bzw. im Umbau befindliche Fahrzeuge zu Herstellungskosten bewertet.

Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen bewertet. Bonitäts- und Ausfallrisiken im Bestand der zum Abschlussstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Daneben wurden zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
BRABUS GmbH 5.835 3.057
BRABUS USA Inc. 728 831
BRABUS Middle East LLC 580 0
BRABUS Automotive GmbH 478 39
BOSU Shanghai 464 23
CRD 27 29
BRABUS Service GmbH 19 40
CSP GmbH 6 10
Konsolidierungsbuchungen -27 -535
8.110 3.494

Die Forderungen gegen Gesellschafter weisen die Salden von Gesellschafterdarlehen und der verzinslichen Verrechnungskonten gegenüber den Gesellschaftern aus.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals wird in Anlage 4 dargestellt.

Der Konzernbilanzgewinn beträgt T€ 38.433.

Der Konzernjahresüberschuss setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
Jahresergebnisse der
BRABUS GmbH 10.065
BRABUS Middle East, LLC 1.436
BRABUS International US 714
TSC Holding GmbH 136
CSP GmbH 111
TSC Immo OS GmbH 95
TSC Immo GmbH 93
CRD 71
smart-BRABUS GmbH i.L. 30
BRABUS Private Aviation GmbH -1
TSC Immo II GmbH -2
BB Asia Pacific Holding (HK) Limited -3
BRABUS USA Inc. -42
BBASS ( BOSU ) -59
BRABUS Shanghai -1.111
Ergebnis Summen-GuV 11.533
zuzüglich/abzüglich:
erfolgswirksame Konsolidierungsbuchungen -59
Konzernjahresüberschuss 11.474

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält zweckgebundene Landeszuschüsse bei der BRABUS GmbH. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Abschreibung der begünstigten Vermögensgegenstände.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Bei der Bewertung wurde jeweils der Betrag angesetzt, der vernünftiger kaufmännischer Beurteilung entspricht.

Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Richttafeln 2018 G nach dem PUC-Verfahren berechnet, bei der zukünftig erwartete Rentensteigerungen (1,0 %), Gehaltstrends (0,0 %) und ein Diskontierungszinssatz von 1,82 % bei der Ermittlung der Verpflichtung verwendet wurde. Bei dem Diskontierungszinssatz handelt es sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen um den von der Europäischen Zentralbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, anstelle des sieben Jahres-Durchschnittssatzes im Vorjahr, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Mit den in Höhe von T€ 855 (Vorjahr T€ 905) dotierten Pensionsrückstellungen sind Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 776 (Vorjahr T€ 797) verrechnet, so dass sich eine Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 79 (Vorjahr: T€ 108) ergibt.

Der Unterschiedsbetrag bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen zwischen dem 10-Jahres-Durchschnittssatz und dem 7-Jahres-Durchschnittssatz beträgt T€ 1 (Vorjahr T€ 5). In dieser Höhe besteht gem. § 268 Abs. 8 HGB eine Ausschüttungssperre im Einzelabschluss der BRABUS GmbH.

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Stand 01.01.2023 Verbrauch/ Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
T€ T€ T€ T€
Steuerrückstellungen
Gewerbesteuer 1.691 474 56 1.273
Körperschaftsteuer 1.084 1.073 38 49
2.775 1.547 94 1.322
Sonstige Rückstellungen
Gewährleistungen 830 830 1.032 1.032
Ausstehende Rechnungen 337 337 146 146
Übrige 2.600 1.958 2.733 3.375
3.767 3.125 3.911 4.553
6.542 4.672 4.005 5.875

* Pensionsrückstellungen sind im Rückstellungsspiegel zum 31.12.2023 nicht enthalten.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung ergibt sich aus nachfolgender Tabelle:

davon mit einer Restlaufzeit von
Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1-5 Jahre mehr als 5 Jahren
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.420 5.755 1.115 2.550
31.12.2022 4.658 533 1.375 2.750
Erhaltene Anzahlungen 22.580 22.580 0 0
31.12.2022 17.709 17.709 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.890 5.890 0 0
31.12.2022 5.510 5.510 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.739 2.739 0 0
31.12.2022 42 42 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17 17 0 0
31.12.2022 28 28 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 3.353 3.353 0 0
31.12.2022 6.088 6.088 0 0
(davon aus Steuern) 698 698 (0) (0)
31.12.2022 390 390 (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0) (0)
31.12.2022 (0) (0) (0) (0)
43.999 40.334 1.115 2.550

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind ursprünglich T€ 3.977 durch Grundpfandrechte gesichert gewesen. Der Darlehenstand zum 31.12.2023, der mit Grundpfandrechten gesichert ist, beträgt T€ 3.645.

Aktive latente Steuern sind für temporäre Differenzen zur Anpassung der Steuerbelastung aus den Einzelabschlüssen an das Konzernergebnis in Höhe von T€ 905 (31.12.2022: T€ 936) gebildet. Das Wahlrecht zur Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern des § 274 Abs. 1 HGB wird gemäß § 308 Abs. 1 HGB in Übereinstimmung mit dem DRS (Deutscher Rechnungslegungs Standard) Nr. 18 im Konzernabschluss ausgeübt. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge waren nicht zu berücksichtigen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage eines zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehrung der temporären Differenzen gültigen Steuersatzes von 31 %.

Die bilanzierten latenten Steuern, sowohl aktiv als auch passiv, resultieren aus den folgenden Bilanzposten:

31.12.2023 31.12.2022
aktiv passiv aktiv passiv
T€ T€ T€ T€
Anlagevermögen 38 62 181 55
Rückstellungen 104 0 116 0
Verbindlichkeiten 0 14 0 19
Zwischenergebniseliminierung 839 0 713 0
981 76 1.010 74

2. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Umsatzerlöse des Konzerns verteilen sich wie folgt:

2023
T€
BRABUS GmbH 125.632
BRABUS Middle East, LLC 14.974
BRABUS USA Inc. 7.409
Brabus Intern.US 5.930
Brabus Shanghai 5.441
BRABUS Automotive GmbH 2.612
BBASS ( BOSU ) 2.604
BRABU Service GmbH 2.432
CRD 1.144
CSP GmbH * 907
BPA 728
TSC Immo GmbH 265
smart-BRABUS GmbH i.L. * 144
Ergebnis Summen-GuV 170.222
abzüglich
Innenumsatzkonsolidierung -23.599
Konzern-Umsatz 146.623

* Anteilmäßig mit 50 % der Umsatzerlöse einbezogen.

Die Bruttoumsatzerlöse teilen sich geographisch wie folgt auf:

2023
T€
Deutschland 133.864
Europa, Asien und übrige Länder 23.019
Amerika 13.339
170.222

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens in Höhe von T€ 44 (2022: T€ 44), welche unter den neutralen Erträgen ausgewiesen werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Honorare sämtlicher Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen T€ 115, steuerliche Beratung T€ 130 und übrige Beratungsleistungen T€ 70.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 22 enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen aus der Veränderung latenter Steuern von T€ 17.

Die Überleitung des vom handelsrechtlichen Ergebnis erwarteten Steueraufwands zum ausgewiesenen Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

T€
Ergebnis vor Ertragsteuern (Handelsbilanz) 17.152
Erwarteter Ertragsteueraufwand
Steuersatz 31 % 5.317
Überleitung:
Steueraufwendungen für Vorjahre 14
Ausländische Steuereffekte (fehlende Möglichkeit der Verlustverrechnung) 0
Sonstige Steuereffekte -98
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 5.233
Effektiver Steuersatz 30,5%

III. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über T€ 702. Die Verträge haben Restlaufzeiten bis zu 48 Monaten.

2. Mitarbeiter

Eine Übersicht der bei den Konzernunternehmen beschäftigten Mitarbeiter (nach Köpfen) gibt folgende Darstellung:

2023
Im Jahresdurchschnitt
BRABUS GmbH 331
BRABUS Automotive GmbH 12
CRD 7
BRABUS USA Inc. 8
BRABUS Middle East, LLC 13
BRABUS Service GmbH 9
CSP GmbH (50%) 16
396
Davon von quotal einbezogenen Unternehmen 16
Zum Abschlussstichtag
BRABUS GmbH 348
BRABUS Automotive GmbH 14
CSP GmbH (50%) 17
BRABUS USA Inc. 8
BRABUS Middle East, LLC 13
CRD 7
BRABUS Service GmbH 9
416

3. Angaben zum Anteilsbesitz

Es bestehen Beteiligungen an folgenden Gesellschaften mit mindestens 20 %:

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital T€ Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in
% T€
GTC Tianjin Automobile Service Co., Ltd, China * China 34,5 -60 (-443 TRMB) ** -23,3 (-173,2 TRMB) **
BRABUS Beijing GTC, China China 31,0 4.107 ((32.142 TRMB) 7 (54 TRMB)

* mittelbar beteiligt über die BB Asia Pacific Holding (HK) Limited, Hong Kong

** Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Anhangs nicht vor.

Die beiden assoziierten Unternehmen wurden aufgrund der für den Konzern untergeordneten Bedeutung als Beteiligungen zu Buchwerten bilanziert und nicht im Sinne des § 312 HGB nach der Equity- Methode berücksichtigt.

4. Geschäftsführung

Als Geschäftsführer ist Herr Kaufmann Constantin Buschmann, Bottrop, bestellt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge verzichtet.

5. Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss der TSC Holding GmbH auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bottrop, 7. November 2024

gez. Geschäftsführung der TSC Holding GmbH

Weitere Angaben:

Der Konzernabschluss der TSC Holding GmbH zum 31.12.2023 wurde am 17.12.2024 gebilligt.

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Der TSC Holding Konzern (nachfolgend kurz "TSC-Konzern") besteht aus der CRD GmbH & Co. KG, der TSC Immo GmbH, der TSC Immo OS GmbH, der TSC Immo II GmbH, TSC 1. Beteiligungsgesellschaft mbH sowie aus dem BRABUS Teilkonzern, d.h. aus der BRABUS GmbH als Obergesellschaft und diversen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften:

Name der Gesellschaft Sitz Beteiligungs -quote
CRD GmbH & Co. KG Bottrop 100,0 %
TSC Immo GmbH Bottrop 100,0 %
TSC Immo OS GmbH Bottrop 100,0 %
TSC 1. Beteiligungsgesellschaft GmbH Bottrop 100,0 %
BRABUS GmbH Bottrop 94,0 %
BRABUS Automotive GmbH Bottrop 100,0 %
BB Asia Pacific Holding (HK) Ltd. Hong Kong, VR China 100,0 %
Beijing BRABUS Automobile Sales & Service Co., Ltd. (BOSU Beijing) Beijing, VR China 100,0 %
Shanghai BRABUS Automobile Sales & Service Co., Ltd. (BOSU Shanghai) Shanghai, VR China 100,0 %
BRABUS Middle East LLC Dubai, UAE 100,0 %
BRABUS International U.S., Inc. Newport Beach, USA 100,0 %
BRABUS Private Aviation GmbH Bottrop 100,0 %
BRABUS Service GmbH Bottrop 100,0 %
BRABUS USA, Inc. (ehemals GTC) Irvine, USA 90,0 %
smart-BRABUS GmbH i.L. Bottrop 50,0 %
CSP GmbH Bottrop 50,0 %
TSC Immo II GmbH Bottrop 100 %

I. Grundlagen des Konzerns

Der TSC Konzern ist durch Einbringung von 94,0 % der Geschäftsanteile der BRABUS GmbH und durch Einbringung von 100,0 % der CRD GmbH & Co. KG im Jahr 2019 entstanden.

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die BRABUS GmbH als Hauptgesellschaft des Konzerns mit Sitz in Bottrop ist der weltweit größte konzernunabhängige Veredler für Fahrzeuge der Marken Mercedes- Benz, AMG und Maybach. Neben dem Verkauf von BRABUS Supercars und veredelten Komplettfahrzeugen gehören auch der Verkauf von Tuningzubehör wie Leichtmetallräder, Aerodynamikteile, Hubraummotoren, Leistungssteigerungen oder luxuriöse Innenausstattungen zum Angebotsumfang der BRABUS GmbH. Darüber hinaus werden unter der Rubrik "BRABUS Classic" Old- und Youngtimer restauriert und verkauft. Des Weiteren entwickelt und vertreibt die BRABUS GmbH unter der Rubrik "BRABUS Marine" hochveredelte Boote und Marine-Zubehör. Zusätzlich ist im Berichtsjahr das in Kooperation entwickelte Motorrad "BRABUS 1300 R" an internationale Kunden ausgeliefert worden.

Die CRD GmbH & Co. KG entwickelt und vertreibt unter der Marke "STARTECH" Veredelungsprodukte für Kraftfahrzeuge weitestgehend analog derer der BRABUS GmbH.

Die TSC Immo GmbH, TSC Immo OS GmbH sowie die TSC Immo II GmbH wurden zur Verwaltung der Immobilienprojekte der Gesellschaft gegründet.

Die TSC 1. Beteiligungsgesellschaft mbH wurde im Jahr 2023 gegründet und soll für den Konzern eine Beteiligung an einem Carbon-Fertigungsunternehmen verwalten. Die Akquisition dieses Unternehmens ist für das Jahr 2024 vorgesehen.

Die BRABUS GmbH produziert am Standort Bottrop in sechs Werken. Werk 6 wurde im Jahr 2023 fertig gestellt und an die operative Nutzung übergeben.

Der Vertrieb der Produkte erfolgt sowohl im Direktgeschäft als auch über BRABUS- Importeure bzw. BRABUS-Händler weltweit. Dabei bedient sich die BRABUS GmbH auch eigener Landesgesellschaften oder Gesellschaften, mit denen Beteiligungsverhältnisse bestehen. Das sind die BRABUS Middle East LLC in Dubai, German Tuning Corporation, Inc., in Kalifornien, U.S.A. sowie die BRABUS Shanghai Automobile Sales & Service Co. Ltd. (BOSU Shanghai) in Shanghai, V.R. China.

Die BRABUS Automotive GmbH (im Folgenden "BaG") betrieb bis September 2009 ein smart-Center in Oberhausen. Im September 2009 hat sie ihren Geschäftsbetrieb verkauft, ihren Sitz von Oberhausen nach Bottrop verlegt und wurde umfirmiert. Gegenstand der Gesellschaft ist der Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen, die Entwicklung von Kraftfahrzeugkomponenten, deren Herstellung und Vertrieb, der Umbau von Kraftfahrzeugen, der Verkauf umgebauter Kraftfahrzeuge und damit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Im Jahr 2013 hat sie einen mehrjährigen Großauftrag erhalten, der in Q2 2020 abgeschlossen wurde. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft im Wesentlichen an einem Projekt für die Entwicklung und die mehrjährige Belieferung eines OEM-Herstellers.

Die BB Asia Pacific Holding (HK) Ltd. (BB Asia) wurde 2012 gegründet. Die Gesellschaft dient als Holding für Beteiligungen in Asien.

Im Jahr 2010 wurde die BRABUS Middle East LLC in Dubai gegründet. Gegenstand der Gesellschaft ist der Vertrieb von BRABUS-Produkten im Mittleren Osten. Den Geschäftsbetrieb hat die BRABUS Middle East LLC im Jahr 2011 aufgenommen.

Die BRABUS International U.S., Inc., wurde 2008 als Vertriebsgesellschaft gegründet.

BRABUS Private Aviation GmbH hat das Design und die Veredelung von Flugzeugen zum Gegenstand. Die Gesellschaft wurde 2012 gegründet.

Die BRABUS Service GmbH ist ein autorisierter Servicepartner der Mercedes-Benz AG für Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz.

Beijing BRABUS Automobile Sales & Service Co., Ltd. ("BOSU Beijing") ist für die Abwicklung von Transaktionen gegründet worden, die nicht Gegenstand der Zusammenarbeit mit der Pang Da Gruppe waren. Die Kooperation mit der Pang Da Gruppe ist inzwischen beendet worden.

Als neues Hauptquartier der Unternehmensgruppe für die Geschäfte in der V.R. China wurde im Jahr 2021 die Shanghai BRABUS Automobile Sales & Service Co. ("BOSU Shanghai") gegründet.

Die BRABUS USA, Inc. wurde 2010 als German Tuning Corporation, Inc. gegründet und im Berichtsjahr umbenannt. Sie vertreibt sowohl BRABUS-Produkte als auch Produkte anderer deutscher Automobilveredler in den USA und Kanada. Im Jahr 2021 hat die BRABUS GmbH 10% der Anteile von Techart Automobildesign GmbH übernommen. Im Berichtsjahr wurde die Gesellschaft umbenannt in "BRABUS USA".

Die smart-BRABUS GmbH ist ein Joint-Venture zwischen der BRABUS GmbH und der Daimler AG. Gegenstand dieser Gesellschaft ist die Entwicklung der leistungsstärksten Fahrzeuge der Marke smart sowie die Entwicklung und die Produktion von Tuningteilen für Fahrzeuge der Marke smart. Die BRABUS GmbH hält an der smart BRABUS einen Anteil von 50 %. Die Gesellschaft befindet sich im Prozess der Liquidierung.

Die Firma CSP GmbH Carbon Super Parts wurde Ende 2014 als Joint Venture gegründet zur Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Carbon Komponenten für die Luftfahrt- und Automobilindustrie. Die BRABUS GmbH hält an der CSP GmbH einen Anteil von 50 %.

Darüber hinaus ist die BRABUS GmbH an folgender im Konzernabschluss nicht konsolidierter Gesellschaft beteiligt:

Die BRABUS Beijing GTC Ltd., Peking, China, an der die BRABUS GmbH mit 31 % beteiligt ist, betrieb bis 2020 den BRABUS Flagship Store in Peking. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2013 gemeinsam mit unserem chinesischen Importeur, der Pang Da Gruppe, gegründet. Die Gesellschaft ist seitdem inaktiv.

2. Forschung und Entwicklung

Komplettfahrzeuge:

Mit der Markteinführung der BRABUS 1300R MY23, zu Beginn des Jahres, wurde die Kooperation mit KTM im Motoradbereich weitergeführt. Das Modelljahr 2023 der BRABUS 1300R wurde in vielen Bereichen überarbeitet und weiter industrialisiert, um den höheren Stückzahlen bei noch höherem Qualitätsstandard gerecht zu werden.

Mit dem BRABUS G900 DEEP BLUE und dem BRABUS GLS900 SUPERBLACK wurde die Produktpalette um den BRABUS 900PS Hubraummotor um zwei spezielle Sondermodelle erweitert.

Im Laufe der ersten Jahreshälfte wurden der BRABUS G800 4x42 mit zwei Sonderversionen, STEALTH GREEN und SUPERBLACK, vorgestellt.

Im Rahmen der BRABUS Signature Night im Juni erfolgte die Präsentation und Markteinführungen einer ganzen Reihe an neuen BRABUS Supercars.

Mit den Modellen BRABUS XLP800 6x6 und XLP900 6x6 wurde eine der aufwendigsten BRABUS Entwicklungen abgeschlossen und präsentiert.

Der BRABUS XLP 6x6 zeichnet sich durch: 3-Achsen, 6 Räder, Einzelradaufhängung rundum, Portalachsen, Pickup Aufbau und extremste Off Road Performance aus.

Auf Basis des Porsche 911 (992) Turbo S wurde mit dem BRABUS Rocket R ein 900PS starker Supersportler vorgestellt. Neben hoher Fahrperformance zeichnet den BRABUS Rocket R eine sehr hohe Alltagstauglichkeit mit hohen Komfortlevel aus. Dabei ist der zu 70 % aus Carbon bestehende Exterieur Umbau 62 mm breiter als das Basisfahrzeug.

Der BRABUS 600 auf Basis des Range Rovers erweitert das BRABUS Modellprogramm um einen weiteren luxuriösen SUV. Mit 600PS und einer aufwendigen BRABUS Masterpiece Exterieur und Interieur Umbau zeigt das Fahrzeug die üblichen BRABUS Differenzierungen.

Als Hommage und Erinnerung an den Gründer der BRABUS GmbH, Prof. h.c. Bodo Buschmann, wurde zu Beginn der BRABUS Signature Night der BRABUS SL750 Bodo Buschmann Edition präsentiert. Das auf 25 Exemplare limitierte Sondermodell, auf Basis des SL63, wird in einer Bodo Buschmann spezifischen Ausstattung (All Black) produziert und ist nur so erhältlich.

Karosserie/Aerodynamik:

Für den neuen Mercedes-AMG SL (Baureihe R232) wurden Exterieur Umfänge aus Prepreg Carbon, entwickelt. Der Umfang bestehend aus Frontspoiler, Frontaufsätzen, Kotflügelaufsätzen, Heckspoiler und Heckdiffusor.

Ein ebenfalls aus Frontspoiler, Frontaufsätzen, Kotflügelaufsätzen, Heckspoiler und Heckdiffusor bestehendes Prepreg Carbon Exterieur Paket wurde für den Mercedes- AMG S63 (BR 223) und den modellgepflegten Mercedes-AMG GT63 (X290) entwickelt.

Für die Erweiterung der Produktpalette wurde für den Range Rover ein komplettes Karosserie-Programm entwickelt. Dieses umfasst eine Frontschürze und Heckschürze, welche aus Polyurethan bestehen und aus aufwendigen Aluminiumwerkzeugen produziert werden.

Für die GLC-Klasse (X/C 254) wurde ein neues Exterieur Paket bestehend aus Frontspoilerecken, Frontaufsätzen und Heckspoiler, passend für die AMG-Line, entwickelt.

Das umfangreiche Produktprogramm für die Mercedes-Benz G-Klasse wurde um eine speziellen BRABUS Widestar Kit mit Carbon Verbreiterungen für den Mercedes-AMG G63 4x42 ergänzt.

Motor / Leistungssteigerung/Sportauspuffanlagen:

Die BRABUS Produktlinien BRABUS PowerXtra wurden ausgebaut, und diverse neue Varianten für die verschiedenen Mercedes-Benz Modelle in den Markt eingeführt. Insgesamt wurden 16 neue Leistungskits (Diesel-, Benzin- und Hybrid-Motoren) für die Mercedes-Benz Produktpalette entwickelt bzw. adaptiert.

Die in 2022 begonnene Entwicklung für einen V12 Hubraummotor mit 6,3 Liter Hubraum und 850PS für den neuen Mercedes Maybach S680 wurde abgeschlossen und in den Markt eingeführt.

Das bestehende Programm an BRABUS Sport- und Klappenauspuffanlagen wurde für die neuen Mercedes Baureihen erweitert. Für den Range Rover wurde eine spezielle Klappenauspuffanlage entwickelt.

Aluminium Räder & Fahrwerk:

Mit der BRABUS Monoblock P wurde das BRABUS Felgen Programm erstmals um eine Aero-Designfelge erweitert. Die BRABUS Monoblock P zeichnet sich dabei durch aus Aluminium und Carbon gefertigte, integrierte, Aero-Blades aus. Entwickelt wurden zwei Versionen in 21- und 22-Zoll mit einer Zentralverschlussanbindung für den BRABUS Rocket R und eine 5-Lochanbindung für den BRABUS Rocket 1000.

Das BRABUS Radprogramm wurde um ein neues Flächendesign ergänzt. Die BRABUS Monoblock ZM wurde als 22-Zoll Rad-Reifenkombination entwickelt und mit dem BRABUS Tuning Programm für den Mercedes-AMG S63 in den Markt eingeführt.

Für den Smart #1 in 19-Zoll und den Smart #3 in 20-Zoll wurden BRABUS Monoblock Z Räder entwickelt, welche 2024 in den Markt eingeführt werden. Diese Räder sind in den jeweiligen Seriengrößen ausgeführt und sind zunächst, im BRABUS Radprogramm, nach der ECE R124 homologiert. Ergänzend dazu wurde für beide Smart Modelle eine 21-Zoll Schmiederad Rad-Reifen-Kombination entwickelt, welche ebenfalls in 2024 den Kunden präsentiert wird.

Nach der in 2022 gestarteten Entwicklung, der BRABUS Monoblock II EVO, einer neuen Interpretation des legendären BRABUS Monoblock II Designs, wurde diese mit der BRABUS SL750 Bodo Buschmann Edition erfolgreich in den Markt eingeführt.

Das bestehende Programm von BRABUS Monoblock Rädern wurde in verschiedenen Größen und Kombinationen für die neuen Mercedes Baureihen GLC-Klasse (X/C 254), C 43AMG (BR206), EQE Lim. (V295) und S-Klasse (BR223) erweitert.

Für die bestehende Steuergeräte-Hardware, zur Tieferlegung von Fahrzeugen mit Airmatic und Magic-Body-Control-Fahrwerken, wurde das Anwendungsportfolio auf die neuen Mercedes-Benz Baureihen erweitert. Zudem wurde die Anwendung auf den Range Rover erweitert.

Technologien:

Durch die im Jahr 2022 angefangenen Modernisierungsmaßnahmen in der Sattlerei (Anschaffung Tajima, Zünd Cutter, 2. KSL Portalsteppmaschine) wurde begonnen die Produktionsabläufe zu industrialisieren, um eine Steigerung der Quantität mit konstanter Qualität zu erreichen. In diesem Zusammenhang ist zur Erreichung dieses Ziels ein spezieller Postprozessor für die Anbindung der Konstruktion auf die Tajima programmiert worden. Dieser ermöglicht eine schnellere Umsetzung der Designidee bei Muster und Perforation in das fertige Bauteil. Parallel wurde der Zünd Cutter um einen visuell unterstützten Entnahmebereich und eine In-house gefertigte Beschattung ergänzt. Ein weiterer großer Fortschritt im Bereich der Qualitätssicherung im Wareneingang der Sattlerei ist durch die Anschaffung der Lederqualifizierungsanlage "DIVA" gemacht worden. Hiermit wurde es möglich, die Qualität und die Quantität des angelieferten Leders zu begutachten, die Daten zu archivieren und für Folgeprozesse zur Verfügung zu stellen.

Aufbauend auf den Investitionen aus 2022 zur Steigerung der Produktion in der Zerspanung wurde der Maschinenpark um eine CNC Biegemaschine "Trumpf TruBend5170" und eine Entgrat- und Verrundungsmaschine erweitert. Damit ist es möglich geworden Kapazitäten bei den Facharbeitern für andere Aufgaben freizusetzten. Die Biegemaschine ist ein technologischer Meilenstein, da die Qualität der Biegungen, die Umsetzungsgeschwindigkeit der einzelnen Projekte sowie die Länge der Biegungen und die verarbeitbare Materialstärke ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist. Das Personal wurde für die jeweiligen Maschinen intensiv geschult.

Alle diese Maßnahmen sind darauf ausgerichtet, das Unternehmen technologisch modern und zukunftsorientiert auszurichten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingung

Weltweit wurden im Jahr 2023 79,5 Mio. Personenkraftwagen produziert, was gegenüber dem Jahr 2022 ein Zuwachs von + 7,4 Mio. Personenkraftwagen bzw. + 10,3 % ausmacht. Dabei haben sich die meisten relevanten PKW-Produktionsländer positiv entwickelt, wenn auch in unterschiedlicher Größenordnung. So ist zum Beispiel die Automobilproduktion in China (abermals) um + 2,3 Mio. Einheiten bzw. + 10,0 %, in den U.S.A. um + 0,5 Mio. Einheiten bzw. + 5,4 % sowie in Deutschland um + 0,6 Mio. Einheiten bzw. + 18,1 % gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten diesmal auch die wesentlichen Autoproduktions-Länder Großbritannien mit + 0,1 Mio. Einheiten bzw. + 16,8 % und Japan mit + 1,2 Mio. Einheiten bzw. + 18,3 % von dem positiven Trend profitieren. Absolut wurden 2023 in Deutschland etwa 4,1 Mio. Personenkraftwagen produziert, in China 25,9 Mio. Einheiten und in den USA 10,3 Mio. Einheiten.

Die Weltautomobilproduktion deutscher Hersteller war nach einer längeren Phase des Rückgangs nach 2022 im Berichtsjahr zum zweiten Mal in Folge im "Vorwärtsgang" Insgesamt wurden 14,1 Mio. Personenkraftwagen hergestellt, was nach 13,1 Mio. Personenkraftwagen im Jahr 2022 einem Zuwachs von + 7,8 % darstellt. Von dem Aufschwung konnte im Berichtsjahr zum zweiten Mal in Folge nach vielen Jahren des Rückgangs auch die Inlandsproduktion partizipieren (+ 18,1 %), sogar deutlich mehr als die Produktion im Ausland (+ 4,1 %). Absolut wurden im Inland 4,1 Mio. Personenkraftwagen deutscher Hersteller produziert gegenüber 3,5 Mio. im Vorjahr. Im Ausland wurden 10,0 Mio. Einheiten produziert gegenüber 9,6 Mio. im Vorjahr.

In Deutschland ist die Pkw-Produktion deutscher Hersteller im Jahr 2023 wie berichtet zwar um + 18,1 % auf 4,1 Mio. Einheiten gestiegen, was aber dennoch nur zu etwa dem Produktionsstand des Jahres 1985 entspricht. Zudem wurden in Deutschland 2,8 Mio. Personenkraftwagen im Jahr 2023 zugelassen, was gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg in Höhe von + 7,3 % entspricht. Dabei hatten die deutschen Automobilhersteller einen Marktanteil von 68 % erreicht. Dieser lag somit leicht über dem Niveau des Vorjahres (67 %).

Der Umsatz in der deutschen Automobilindustrie war mit 564,2 Mrd. € im Jahr 2023 um + 11,5% gegenüber dem Vorjahreswert angestiegen. Dieser weit über dem Mengenwachstum (+ 7,8 %) liegende Wert ist vor allem dem Umstand geschuldet, dass die Nachfrage nach wie vor über dem Angebot lag (z.B. in Folge der noch immer nicht völlig entspannten Teileverfügbarkeit), so dass Automobilhersteller deutlich bessere Durchschnittserlöse pro Fahrzeug erzielen konnten. Im Übrigen stiegen die Durchschnittserlöse pro Fahrzeug auch, weil im Vergleich zum Vorjahr vor allem der Absatz an größeren bzw. teureren Fahrzeugklassen zugenommen hat. Die Exportquote der in Deutschland produzierten Personenkraftwagen betrug in 2023 75,7 % und lag damit leicht unter dem Vorjahr.

Die deutsche Automobilindustrie hat sich im Jahr 2023 weiter erholt nach einem schwierigen Verlauf in 2022. Ungeachtet der Entwicklung des Gesamtmarktes ist für BRABUS vor allem der weltweite Absatz von Mercedes-Benz Fahrzeugen des relevanten Bereichs "Mercedes-Benz Cars" maßgeblich, der im Berichtsjahr annähernd identisch mit dem Vorjahr war bei 2,0 Mio. Einheiten. Hier kommt beinahe die gesamte für BRABUS relevante Modellpalette sehr gut bei den Kunden an und auch immer noch die für unser Haus besonders relevante Baureihe W463A ("G-Klasse"). Die Branche kommt aber aufgrund der immer noch nicht völlig abgeschlossenen Diesel- Abgas-Affäre, den allgemeinen Umweltdiskussionen und des auf Basis politischer Vorgaben notwendigen Wechsels auf batterieelektrische bzw. alternative Antriebe immer mehr unter (Kosten-) Druck. Welche Konsequenzen sich hieraus ergeben ist nach wie vor noch nicht abschließend einschätzbar. Zudem könnten sich jederzeit weitere Konsequenzen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ergeben z.B. in Folge von weiteren Sanktionen oder insbesondere durch den sich anbahnenden "Wirtschaftskrieg" zwischen der EU und der V.R. China.

2. Geschäftsverlauf

Das Konzernergebnis war mit 10,9 Mio. € deutlich, d.h. + 1,6 Mio. € bzw. + 14,8 % über dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 9,3 Mio. €.

3. Lagebeurteilung

a. Ertragslage

Der TSC-Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Konzernumsatz in Höhe von 146,6 Mio. € und liegt damit +29,2 Mio. € über dem Umsatzniveau des Konzerns im Vorjahr. Dies liegt insbesondere an einem sehr starken Zuwachs in dem Geschäftsbereich "Tuning" der BRABUS GmbH.

Im Einzelnen entwickelten sich die Umsätze in den Gesellschaften wie folgt:

Gesellschaft Umsatz 2023 in Umsatz 2022 in Differenz in Differenz in
Mio. € Mio. € Mio. € %
CRD GmbH & Co. KG 1,1 1,7 - 0,6 + 32,2
TSC Immo GmbH 0,7 0,4 + 0,3 + 60,1
TSC Immo OS GmbH 0,3 0,2 + 0,1 + 49,5
TSC 1. Beteiligungsgesellschaft GmbH 0,0 N/A N/A N/A
BRABUS GmbH 125,6 102,8 + 22,8 + 22,2
BRABUS Automotive GmbH 2,6 3,5 - 0,9 - 24,5
BB Asia Pacific Holding (HK) Ltd. 0,0 0,0 0,0 N/A
Beijing BRABUS Automobile Sales & Service Co., Ltd. (BOSU Beijing) 2,6 0,8 + 1,8 > 100 %
Shanghai BRABUS Automobile Sales & Service Co., Ltd. (BOSU Shanghai) 5,4 0,2 + 5,2 > 100 %
BRABUS Middle East LLC 15,0 8,1 + 6,9 + 85,9
BRABUS International U.S., Inc. 5,9 3,3 + 2,6 + 79,7
BRABUS Private Aviation GmbH 0,0 0,0 0,0 N/A
BRABUS Service GmbH 2,4 2,0 + 0,4 + 19,3
BRABUS USA, Inc. 7,4 6,7 + 0,7 + 9,9
smart-BRABUS GmbH i.L. 0,1 0,3 - 0,2 -51,9
CSP GmbH 0,9 1,0 - 0,1 - 13,5
Konsolidierungs-Buchungen -23,6 -13,6 - 10 N/A
Summe 146,6 117,4 + 29,2 + 29,9

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die BRABUS GmbH einen Umsatz in Höhe von 125,6 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Umsatz um + 22,8 Mio. € oder + 22,2 %. Der Zuwachs ist insbesondere Geschäftsbereich "Tuning" zuzuschreiben.

Die BRABUS Automotive GmbH hat im Berichtsjahr mit einem Umsatz von 2,6 Mio. € das Vorjahresergebnis um - 0,9 Mio. € verfehlt.

Die BRABUS Middle East LLC hatte im Berichtsjahr erneut einen deutlichen Umsatzanstieg, was insbesondere auf das sehr starke Geschäft mit Fahrzeugen des Typs W463A und daraus abgeleiteten Derivaten zurückzuführen ist.

Seit 2019 bezieht die BRABUS International US Inc. nach mehrjähriger Abstinenz wieder Fahrzeuge über MBUSA, die als umgebaute Komplettfahrzeuge auch in 2023 lukrativ vermarktet werden konnten. Der Umsatz hat sich entsprechend um + 2,6 Mio. € bzw. + 79,7 % erhöht.

BRABUS USA (vormals German Tuning Corporation) erzielte einen Umsatz von umgerechnet 7,4 Mio. €, was einer Erhöhung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von + 0,7 Mio. € bzw. + 9,9 % entspricht.

Die smart-BRABUS GmbH befand sich im Berichtsjahr im Prozess der Liquidierung, die im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen wurde.

Der Umsatz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland lag im Berichtsjahr im TSC- Konzern bei 64,7 % gegenüber 63,7 % im Vorjahr.

Die Rohmarge betrug 62,8 Mio. € bei einer Rohertragsquote in Höhe von 39,3 %. Der Personalaufwand lag bei 22,3 Mio. €. Die Abschreibungen betrugen 5,2 Mio. €. Der sonstige betriebliche Aufwand betrug 19,1 Mio. €. Dies entspricht einem Zuwachs zum Vorjahr in Höhe von 4,1 Mio. € und ist insbesondere dem Anstieg von Personal-, Marketing-, Instandhaltungs- und Entwicklungskosten bei der Brabus GmbH geschuldet. Das Zinsergebnis war mit - 65,0 T€ leicht negativ.

Insgesamt hat der TSC-Konzern im Jahr 2023 ein Betriebsergebnis in Höhe von 16,8 Mio. € und ein Konzernergebnis von 10,9 Mio. € erwirtschaftet. Die Steuerquote betrug etwa 31,3 %.

b. Finanzlage

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von 34,0 Mio. € um + 10,0 Mio. € auf 44,0 Mio. €. Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Verbindlichkeiten 2023 in 2022 in Diff. in
Mio. € Mio. € Mio. €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9,4 4,7 + 4,7
Erhaltene Anzahlungen 22,6 17,7 + 4,9
Verbindlichkeiten aus L. u. L. 5,9 5,5 + 0,4
Übrige Verbindlichkeiten 6,1 6,1 0,0
Summe 44,0 34,0 + 10,0

Die bisherigen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr planmäßig mit 0,5 Mio. € getilgt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten leicht um + 0,4 Mio. €. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um + 4,9 Mio. €.

Die Rückstellungen reduzierten sich von 6,6 Mio. € um - 0,6 Mio. € auf 6,0 Mio. €, was im Wesentlichen aus reduzierten Steuerrückstellungen der Brabus GmbH resultiert.

Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Das wirtschaftliche Eigenkapital des TSC Konzerns hat sich von 101,5 Mio. € um + 11,4 Mio. € oder + 11,2 % auf 112,9 Mio. € erhöht.

Die Bilanzsumme hat sich von 143,0 Mio. € um +20,6 Mio. € auf 163,5 Mio. € erhöht. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist insbesondere den folgenden Faktoren geschuldet:

(a)

Erhöhung der Sachanlagen um + 5,5 Mio. € auf 40,9 Mio. €

(b)

Erhöhung der Vorräte um + 12,0 Mio. € auf 88,9 Mio. €

(c) Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um + 8,4 Mio.€ auf 20,1 Mio. €.

Die Eigenkapitalquote hat sich trotz des positiven Konzernergebnisses infolge der entsprechend gestiegenen Bilanzsumme von 71,0 % im Vorjahr auf jetzt 69,0 % reduziert.

Die vorhandenen Finanzmittel sowie weitere Liquiditätsreserven gewährleisten nicht nur die ständige Zahlungsfähigkeit, sondern auch die Inanspruchnahme von Lieferantenskonti. Darüber hinaus verfügt der TSC-Konzern über ausreichend freie Kreditlinien zur Finanzierung künftigen Wachstums.

c. Vermögenslage

Die Vorräte haben sich deutlich erhöht von 76,9 Mio. € um + 12,0 Mio. € auf 88,9 Mio. €. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich ebenfalls deutlich von 11,7 Mio. € um + 8,4 Mio. € auf 20,1 Mio. €.

Die darin enthaltenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich von 3,5 Mio. € um + 4,6 Mio. € auf 8,1 Mio. €.

Insgesamt entwickelt sich das Umlaufvermögen wie folgt:

Umlaufvermögen 2023 in 2022 in Diff. in
Mio. € Mio. € Mio. €
Vorräte 88,9 76,9 + 12,0
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20,1 11,7 + 8,4
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9,4 15,1 - 5,7
Summe 118,4 103,7 + 14,7

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden insbesondere die Kennzahlen Personalwertschöpfungsfaktor (PWF), Eigenkapitalrentabilität und Brutto-Cashflow herangezogen. Die Eigenkapitalrentabilität wird mit dem Jahresergebnis im Verhältnis zum Eigenkapital berechnet, der Brutto-Cashflow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen/Erträgen.

Der Personalwertschöpfungsfaktor (PWF) als Verhältnis von Wertschöpfung zu Personalaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 2,8, was aber insgesamt als ein sehr guter Wert aufgefasst werden kann. Die Anzahl der Beschäftigten stieg stichtagsbezogen um 42 von 386 auf 428. Im Monatsdurchschnitt hat sich ein Personalstand in Höhe von 408,1 ergeben.

Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich im Berichtsjahr auf 9,6 % nach 9,1 % im Vorjahr. Die Verbesserung resultierte insbesondere aus einem starken Kerngeschäft.

Der Brutto-Cashflow als Maß für die Finanzierungskraft erhöhte sich leicht um ca. + 3,7 % bzw. + 0,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 16,6 Mio. €.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Mitarbeiter & Ausbildung

Der Erfolg des TSC-Konzerns basiert ganz maßgeblich auf dem Know-how und dem Engagement ihrer Mitarbeiter. Um auch weiterhin den Anforderungen der Märkte gerecht zu werden und die internationale Führungsrolle in ihrem Segment zu behaupten sowie die Basis für ein nachhaltiges Wachstum zu stellen, ist eine stetige Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter von fundamentaler Bedeutung. Zu diesem Zweck bestehen diverse Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und Universitäten. Darüber hinaus genießt die Ausbildung im TSC-Konzern und speziell in der BRABUS GmbH traditionell einen sehr hohen Stellenwert, um den demographischen Herausforderungen zu entsprechen und die für das Unternehmen spezifischen Kenntnisse zu vermitteln. Im Berichtsjahr betrug die Quote der Auszubildenden an der Gesamtbelegschaft stichtagsbezogen 7,2 %.

b. Entwicklung & Innovation

Die Entwicklung immer neuer Produkte und die Implementierung neuer Technologien in einer höheren Geschwindigkeit als der Serienhersteller ist Teil des Erfolgskonzepts unseres Konzerns. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter 1.2.

c. Markt & Kunde

Um die Innovationskraft der Organisation und das Engagement der Mitarbeiter in einen nachhaltigen Erfolg zu münzen, ist es erforderlich, die Wünsche der (potentiellen) Kunden genau zu kennen, um ein optimales Produkt- und Dienstleistungsangebot bereitstellen zu können. Dies ist nur über ein konsequentes Feedback aus den Märkten zu erreichen. In diesem Zusammenhang bekommt das Internet eine immer größere Bedeutung und vor allem auch die Interaktion mit den Kunden und Interessenten über entsprechende "Soziale Medien". Permanent werden Daten wie "Anzahl Follower" (z.B. Facebook 593.630, Instagram 2.9 Mio. und Youtube 187.000 per 31.12.2023) auf den entsprechenden Kanälen detailliert analysiert. Die anlässlich des Automobilsalons Genf 2019 veröffentlichte vollkommen überarbeitete BRABUS Homepage wird kontinuierlich weiterentwickelt, um bei den aktuellen und potentiellen Nutzern interessant zu bleiben, was sich auch in den Zugriffszahlen in Höhe von 12,9 Mio. (Sitzungen gesamt, 2,4 Mio. neue Nutzer) im Jahre 2023 eindrucksvoll widerspiegelt. Nichtsdestotrotz bleibt der direkte Kundenkontakt z.B. auf Präsenzmessen oder kundenspezifischen Events ein wichtiger Gradmesser bezüglich der Ermittlung von Kundenzufriedenheit und Kundenerwartung.

Von entscheidender Bedeutung ist überdies, die sich durch die Globalisierung ergebenden Chancen für das Unternehmen bestmöglich zu nutzen. Die Brabus GmbH baut weiter permanent Ihr Vertriebsnetz aus, um überall dort präsent zu sein, wo entsprechende Umsatzpotenziale generiert werden können. Derzeit ist das Unternehmen mit eigenen Vertriebsgesellschaften oder über Vertragspartner in über 100 Ländern der Welt aktiv.

III. Prognosebericht

Erwartete Entwicklung der gesamt- und branchenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen:

Angesichts vieler Krisen liegen frühere Wachstumsraten außer Reichweite. So prognostiziert der IWF (Internationale Währungsfonds) in seiner Mittelfristprognose für die nächsten Jahre ein Wachstum der Weltwirtschaft um ca. 3 %, was historisch betrachtet sehr niedrig ist.

Für das aktuelle Jahr pendelt die Erwartung für das Wachstum der Weltwirtschaft gemäß des IWF ebenfalls um die 3 % (Projektion Juli 2024) und liegt damit gleich auf mit der Erwartung der OECD. Dabei ist die Einschätzung der Wirtschaftslage für unterschiedliche Regionen durchaus sehr abweichend. So wird die Entwicklung für die Bundesrepublik Deutschland recht pessimistisch gesehen und es wird erneut vom "kranken Mann Europas" gesprochen. Die Wachstums-Erwartung liegt für das laufende Jahr 2024 bei ca. 0,2% und liegt damit deutlich unter dem Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt. Dagegen wird speziell in Indien (+ 7,0%) und China (+ 4,8%) eine vergleichsweise dynamische Entwicklung erwartet.

Dessen ungeachtet sind die Trends, die das Geschäftsmodell der BRABUS prägen, intakt. Dies gilt ungeachtet der Tatsache, dass sich im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Kumulation von ungünstigen Effekten, insbesondere Lifecycle-Effekten von relevanten Fahrzeugen, gemäß der operativen Planung des Geschäftsjahres und des aktuellsten Forecasts ein Jahresüberschuss deutlich unter dem Niveau des Berichtsjahres erwarten lässt. Dabei ist zu beachten, dass, historisch betrachtet, das Berichtsjahr ein außerordentlich gutes Geschäftsjahr war.

Bezogen auf die wesentlichsten finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir wegen der Kumulation ungünstiger Umstände für das Geschäftsjahr 2024 entsprechend der "Operativen Jahresplanung" vorübergehend eine deutliche Reduktion der Eigenkapitalrentabilität auf 3 % bis 4 % bevor diese in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 wieder deutlich anziehen sollte. Daneben erwarten wir einen Brutto Cashflow von 8 Mio. € bis 10 Mio. €.

Bei den bedeutsamsten nicht finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir eine gleichbleibende Quote unserer Auszubildenden und planen eine gleiche Qualität an Ausbildung zur Verfügung zu stellen. Daneben planen wir die Zugriffszahlen bei unseren Online-Aktivitäten in 2024 leicht zu steigern im Vergleich zum Berichtsjahr.

IV.Chancen- und Risikobericht

Die BRABUS GmbH und BRABUS Automotive GmbH als wesentlichste Gesellschaften innerhalb des TSC-Konzerns verfügen über ein eigenes Risikomanagementsystem. Die Gesellschaften besitzen damit geeignete Instrumentarien zur Risikofrüherkennung und Risikosteuerung bzw. -bewältigung.

1. Risikobericht

Im Berichtsjahr hat der TSC-Konzern weltweit weitere Vertriebspartner akquirieren können. Es ist ein Fokusziel des TSC-Konzerns dauerhaft neue Märkte und/oder Vertriebspartner zu erschließen, um Risiken zu minimieren, so dass im Berichtsjahr die Vertriebsaktivitäten weiter intensiviert wurden. Dabei kann sich der TSC-Konzern - wie andere Anbieter auch - naturgemäß nicht von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder sonstigen branchenspezifischen Sondereffekten abkoppeln, so dass der Konzern konjunkturellen Schwankungen unterliegt. Es liegt in der Natur des Haupt-Geschäfts des TSC-Konzerns, dass der modische Geschmack der Kundschaft getroffen und mit immer wieder neuen Produkten die Faszination und damit die Kaufbereitschaft für die Produkte geweckt werden muss. Die unternehmerische Aufgabe besteht darin, schnell und flexibel auf die ständig wechselnden Marktgegebenheiten zu reagieren und durch Schnelligkeit und Kreativität sowie Vertrauen in die Qualität die Chancen zu nutzen, ohne ein überhöhtes Risiko einzugehen.

Die Hauptaufgabe der internen Überwachung ist eine ständige Kontrolle der Warenbestände auf Ihre Gängigkeit und Menge, die Überwachung der Forderungen und Verbindlichkeiten, die Kontrolle der Liquidität und der Inanspruchnahme der Kreditlinien sowie der Abläufe und Prozesse. Es findet eine enge Zusammenarbeit der Geschäftsleitung mit den Abteilungen Einkauf, Forschung & Entwicklung, Marketing und Finanzen statt, wobei eine klare Aufgaben- und Entscheidungsstruktur definiert ist.

Die Sicherheit im Bereich der IT-Struktur wird ständig überprüft. Die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen ist gewährleistet.

Im Abstand eines Monats erfolgt das Controlling der Bestände auf Höhe und Altersstruktur, ebenso der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ebenfalls monatlich werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen abgestimmt. Täglich erfolgt eine Kontrolle der Konten auf unbefugten Zugriff. Ferner wird wöchentlich eine Kassenprüfung durchgeführt. Zudem werden im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Managementbesprechungen die Umsätze in den jeweiligen Produktgruppen besprochen und Lagerrisiken lokalisiert. Im Bedarfsfall werden Abhilfemaßnahmen eingeleitet.

Risiken aus Produkthaftpflichtfällen sind in ausreichendem Maß versichert. Darüber hinaus bestehen Rückgriffs-Möglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Regelungen auf die jeweiligen Hersteller der Veredelungsteile. Weiterhin existieren interne Qualitätskontrollen sowie Qualitätsaudits im Rahmen von ISO-Zertifizierungen.

Das Forderungsmanagement spielt bei der Eingrenzung des Finanzrisikos eine große Rolle. Ein straffes und klares Forderungsmanagement sichert der Brabus-Gruppe die notwendige Liquidität und bewahrt vor unerwarteten Forderungsausfällen. Die Planbarkeit anstehender Investitionen ist somit ebenfalls gegeben.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind gegenüber dem(n) Vorjahr(en) stark rückläufig und haben den TSC-Konzern nicht mehr einschränkend getroffen. Die Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine (insbesondere Energiesektor) haben Deutschland insbesondere Im Jahr 2022 stark getroffen und wirken auch noch bis in die Gegenwart fort. Durch die Einführung vorläufiger Strafzölle der EU auf E-Fahrzeuge aus der V.R. China könnten sich durch entsprechende Gegenmaßnahmen ernstzunehmende Handelskonflikte entwickeln. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zuvor genannten Themen zukünftig auch negativ auf das Ergebnis des TSC-Konzerns auswirken könnten, auch wenn dies zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts nicht erkennbar ist.

2. Chancenbericht

Chancen werden insbesondere in einer Wiederbelebung der Aktivitäten in Ländern gesehen, die derzeit rückläufige Absatzzahlen aufweisen. Zudem wird in der permanenten Fort- und Neuentwicklung fortschrittlicher Technologien und deren Adaptierung in das bestehende Produktprogramm versucht weiteres Potenzial zu generieren und auszuschöpfen. Ebenfalls werden weiterhin komplett neue Geschäftsfelder erschlossen und dadurch eine gesteigerte Diversifikation angestrebt. Darüber hinaus wird die digitale Präsenz der Unternehmen des TSC-Konzerns laufend erweitert. Zudem wird von der Produktseite her (z.B. Basisfahrzeuge Mercedes-Benz) insbesondere durch die Einführung des Facelifts der Mercedes-Benz G-Klasse W465 ab Q3/2024 entsprechenden "Rückenwind" für die Verkäufe erwartet. Dies wird zudem untermauert durch den erfolgreichen Start der Tuningprodukte für Nicht-Mercedes- Benz Fahrzeuge Mitte des Jahres 2022 und dem kontinuierlichen Ausbau dieses Bereichs mit z.B. sehr erfolgreicher Markteinführung von Veredelungs-Produkten auf Basis von Porsche 992 oder des Range Rover.

3. Gesamtaussage

Alle zum Jahresabschluss erkannten Risiken sind in der Bilanz erfasst und gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet worden. Risiken, die den Fortbestand der Unternehmen des TSC-Konzerns gefährden könnten, waren für den Berichtszeitraum nicht erkennbar. Zukünftig können möglicherweise Gegenmaßnahmen der V.R. China auf Importzölle für Elektrofahrzeuge aus chinesischer Produktion durch die EU oder die Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine auch negative Auswirkungen für den TSC- Konzern haben, die aber zum Erstellungszeitpunkt nicht abschätzbar sind.

 

Bottrop, 7. November 2024

gez. Geschäftsführung der TSC Holding GmbH

Constantin Buschmann

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TSC Holding GmbH, Bottrop

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der TSC Holding GmbH - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TSC Holding GmbH, Bottrop, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der in der Anlage genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 7. November 2024

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