Adam Opel AGLiquidiert

Opelring 1, 44803 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 89558
Eingetragen
5.1.2011
Branche
Herstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und PersonenkraftwagenmotorenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Beförderungsmitteln, insbesondere von Kraftfahrzeugen, von Teilen, Bestandteilen und Zubehör von Beförderungsmitteln, von krafterzeugenden Maschinen und ähnlichen mechanischen Vorrichtungen, von für Haushaltungen und Landwirtschaft bestimmten maschinellen Einrichtungen, von Erzeugnissen ähnlicher Art sowie der Abschluss solcher Geschäfte, die in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit dem Gegenstand des Unternehmens stehen

Historie

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Management

NameRolle
William F. Bertagni
seit 28.4.2016
Vorstandsmitglied
Michael Lewald
seit 10.7.2015
Prokura
Ralph Wangemann
seit 29.9.2014
Prokura
Andreas Graffe
seit 29.9.2014
Prokura
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

Adam Opel AG

Rüsselsheim am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit

Die 1862 gegründete Adam Opel AG (Opel) mit Sitz in Rüsselsheim gehört zu den größten europäischen Fahrzeugherstellern. Seit 1931 befindet sie sich vollständig im Besitz des amerikanischen Automobilkonzerns General Motors (GM), Detroit, Michigan, USA.

Neben dem Stammwerk in Rüsselsheim unterhält Opel weitere Produktionsstandorte in Eisenach, Kaiserslautern und bis Ende 2014 in Bochum. Am Standort Rüsselsheim werden die Modelle Insignia (Stufenheck, Fließheck und Sports Tourer) und Astra (Fünftürer) sowie Getriebe und Fahrzeugkomponenten produziert. Am Standort Rüsselsheim befindet sich außerdem ein Warenverteilzentrum. Die Produktion des Corsa (Dreitürer) und des ADAM erfolgt im Werk Eisenach. Das Werk in Kaiserslautern fertigt ausschließlich Fahrzeugkomponenten und Motoren. In Bochum wurden der Zafira (Tourer und Family) und der Astra (Classic) gefertigt. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Produktion im Werk Bochum eingestellt. Die Produktion des Zafira Tourer wurde Anfang 2015 von Bochum nach Rüsselsheim und die des Astra von Rüsselsheim in andere europäische Werke verlagert. Das Warenverteilzentrum in Bochum bleibt bestehen und wird weiter ausgebaut.

Am Standort Rüsselsheim befindet sich außerdem das Internationale Technische Entwicklungszentrum (ITEZ). Das ITEZ ist integraler Bestandteil des globalen GM Forschungs- und Entwicklungsnetzwerks und der größte Entwicklungsstandort von GM außerhalb von Nord-Amerika. Hier erbringen mehr als 6.700 Ingenieure Entwicklungsleistungen für den weltweiten GM-Konzern.

Auf Grund von gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen innerhalb der GMF Germany Holdings GmbH - Gruppe besteht seit dem Geschäftsjahr 2014 eine durchgängige Kette von Ergebnisabführungsverträgen mit allen operativ tätigen Tochterunternehmen der GMF Germany Holdings GmbH mit Ausnahme der GM Financial GmbH, Potsdam.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der vorliegende Jahresabschluss betrifft die rechtliche Einheit Adam Opel AG und basiert auf deutschen Rechnungslegungsvorschriften. Im Gegensatz dazu erfolgt die Steuerung, die konzerninterne Berichterstattung und die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Gesellschaften des GM Konzerns auf Basis von US-amerikanischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (US GAAP) auf konsolidierter Ebene für die Region Europa (GM Europe).

Neuorganisation der Geschäftstätigkeiten in Europa im zweiten Halbjahr 2014

Seit dem 1. Juli 2014 agiert die Adam Opel AG als Auftragsfertiger und Vertriebsorganisation für Deutschland für ihre Schwestergesellschaft Opel Group GmbH (Opel Group), Rüsselsheim. In Übereinstimmung mit GMs globaler strategischer Ausrichtung und zur Unterstützung der Neuorganisation der Geschäftstätigkeiten des GM-Konzerns in Europa wurde die Opel Group gegründet, die mit Wirkung zum 1. Juli 2014 ihre operative Geschäftstätigkeit aufgenommen hat. Der Vorstand der Adam Opel AG hat in Übereinstimmung mit GM beschlossen, die unternehmerische Verantwortung für Produktion und Verkauf der Fahrzeuge sowie für das Teile- und Zubehörgeschäft in Europa und bestimmten außereuropäischen Märkten auf die Opel Group zu übertragen. Die rechtliche Grundlage dieser Neuorganisation bildet das GM Europe Business Restructuring Agreement, das zwischen der General Motors LLC, der General Motors Holdings LLC, der Opel Group GmbH, der Adam Opel AG, der General Motors España S.L.U. und der General Motors UK Ltd. geschlossen wurde.

Die Adam Opel AG sowie die beiden anderen bisherigen Original Equipment Manufacturer (OEM) General Motors España S.L.U. und General Motors UK Ltd. sind seitdem als Auftragsfertiger und Vertriebsorganisationen in ihren jeweiligen Ländern mit begrenztem Funktions- und Risikoprofil für die Opel Group tätig. Die Adam Opel AG übernimmt darüber hinaus bestimmte europäische Verwaltungstätigkeiten für die Opel Group auf Basis einer marktüblichen Vergütung.

Die Zahlenangaben der Adam Opel AG sind aufgrund dieser Neuorganisation im zweiten Halbjahr 2014 nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar.

Im Rahmen der Neuorganisation der GM Geschäftstätigkeit in Europa mit der Opel Group als zentralem OEM, hat die Adam Opel AG neben dem Business Restructuring Agreement nachfolgende langfristige Verträge mit der Opel Group abgeschlossen:

Contract Manufacturing and Supply Agreement
Die Adam Opel AG wird für die Opel Group als Auftragsfertiger (Fahrzeuge sowie Teile und Komponenten) tätig und erhält eine marktübliche Vergütung.

Distribution Assignment Agreement
Die Adam Opel AG hat die Rechte und Pflichten aus den bisherigen mit den europäischen und außereuropäischen Vertriebsgesellschaften/-organisationen bestehenden Distribution Agreements mit Wirkung zum 1. Juli 2014 an die Opel Group übertragen, die seither an diese Gesellschaften in der Funktion des OEM Produkte veräußert.
Die Adam Opel AG erhält nunmehr von der Opel Group eine funktions- und risikoadäquate Marge für die Ausübung ihrer Eigenhändlertätigkeit auf dem deutschen Markt.

Services Agreement
Die Adam Opel AG stellt der Opel Group gegen eine marktübliche Dienstleistungsvergütung bestimmte europäische Verwaltungsleistungen zur Verfügung.

Aufgrund der bestehenden komplexen Prozess- und Systemstrukturen findet die operative Umsetzung der Neuorganisation in mehreren Phasen statt. Die systemseitige Umstellung des innereuropäischen Fahrzeuggeschäfts erfolgte bereits Mitte August 2014. Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte die Lieferung und Abrechnung von durch die Adam Opel AG produzierten Fahrzeugen direkt an die europäischen Vertriebsgesellschaften unter Anwendung der Vergütungsregelung des Auftragsfertigungsvertrags; danach hat die Opel Group dies übernommen.

Für Fahrzeuge, die außerhalb von Europa verkauft werden sowie für Teile und Zubehör, sind die Prozess- und Systemumstellungen in 2014 noch nicht vollständig erfolgt. Beim inner- und außereuropäischen Teile- und Zubehörgeschäft werden von den bisherigen OEMs weiterhin, ebenfalls unter Anwendung der Vergütungsregelung des Auftragsfertigungsvertrags, Teile und Zubehör direkt an die jeweiligen Vertriebsgesellschaften/organisationen geliefert und abgerechnet.

Der bisherige Profit-Split-Vertrag zwischen der Adam Opel AG, der General Motors UK Ltd. und der General Motors España S.L.U., wonach die drei Parteien vereinbarten, den Gewinn bzw. Verlust aus dem Fahrzeuggeschäft in Europa nach einem bestimmten Schlüssel aufzuteilen, wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2014 gekündigt. Sowohl der mit der General Motors LLC (GM LLC) bestehende Vertrag über die Business System Royalty als auch das mit der Opel Special Vehicles GmbH abgeschlossene Trademark License Agreement für die Nutzung der Marke "Opel" wurden mit Wirkung zum 30. Juni 2014 gekündigt. Die Opel Group hat zum 1. Juli 2014 gleichlautende Vereinbarungen mit den jeweiligen Lizenzgebern geschlossen.

Forschung und Entwicklung

Gemäß Engineering-Service-Vertrag vom 10. Januar 2005 (modifiziert durch das Amendment Nr. 1 vom 31. Mai 2009) erbringt die Adam Opel AG Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die GM Global Technology Operations LLC (GTO). Diese werden der GTO in Rechnung gestellt. Die Erträge aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen betrugen im Geschäftsjahr EUR 1.269,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1.200,0 Mio.). Zum 31. Dezember 2014 waren im Bereich Forschung und Entwicklung 6.717 Mitarbeiter beschäftigt.

Durch den im Dezember 2013 zwischen der Adam Opel AG und der General Motors LLC geschlossenen Vertrag über die "Business System Royalty" (BSR) wurde Opel Zugang zu geistigem Eigentum in den Bereichen globale Automobiltechnologien, Beschaffung, Produktplanung und Programmmanagement, IT und Geschäftsprozesse verschafft. Gemäß der Vereinbarung zahlte Opel bis zum Ende des ersten Halbjahres 2014 eine Lizenzgebühr, die sich am Nettoaußenumsatz bemisst und abhängig vom konsolidierten Opel/Vauxhall Geschäftsergebnis (EBIT 1) ist. Im ersten Halbjahr 2014 sind hieraus Lizenzgebühren in Höhe von EUR 33,7 Mio. angefallen.

Der Vertrag über die Business System Royalty zwischen Opel und der General Motors LLC wurde im Rahmen der geschäftlichen Neuordnung mit dem "Business System Royalty Termination Agreement" mit Wirkung zum 30. Juni 2014 gekündigt. Ein neuer Vertrag wurde zwischen der Opel Group und der General Motors LLC am gleichen Tag geschlossen und gilt zwischen diesen Gesellschaften mit identischen Bedingungen ab dem 1. Juli 2014.

Im Folgenden werden die bedeutendsten F&E-Projekte des Geschäftsjahres dargestellt.

Nachhaltige Mobilität

Im Rahmen der breit angelegten Antriebsoffensive sind im Jahr 2014 mehrere komplett neu entwickelte Benzin- und Dieselmotorenfamilien erfolgreich in Serie gebracht worden. Dazu gehören der 1.0 SIDI Turbo Dreizylinder Benzinmotor sowie der 1.6 CDTI ECOTEC Vierzylinder Turbodiesel. Motorengeräusche und Vibrationen wurden minimiert und die Effizienz der Motoren gesteigert. Weiterhin zu nennen sind der reibungsoptimierte Vierzylinder Turbodiesel 1.3 CDTI ECOTEC sowie der 2.0 CDTI ECOTEC mit Ausgleichswellen. Mit den genannten CDTI ECOTEC Motoren erfüllt Opel die strengen Regularien der künftigen EURO 6 Schadstoffklasse. Entwicklungsaktivitäten für weitere neue Motorenfamilien sind im Laufe des Jahres gestartet worden, um künftige CO2-Ziele sowie neue Abgasgesetzgebungen zu erfüllen. Auch im Bereich der Getriebeentwicklung erfolgte ein erfolgreicher Serienstart des neuen manuellen 6-Gang Schaltgetriebes, der zweiten Generation eines automatisierten 5-Gang Schaltgetriebes sowie der dritten Generation des bewährten GF6 Automatik Getriebes.

Autonomes Fahren und C2X (Carto X)

Auf dem Intelligent Transport Systems (ITS) World Congress in Detroit präsentierte Opel erstmals einen autonom fahrenden Insignia. Die Limousine ist in der Lage, voll automatisch sowohl mit geringer Geschwindigkeit und im Stop-and-Go-Betrieb als auch mit Autobahn-Tempo zu fahren. Der Insignia erkennt seine Umwelt mit sechs LiDAR-Sensoren (Light Detection and Ranging) in den Stoßfängern, die das Umfeld permanent nach anderen Objekten ableuchten. Zusätzlich erkennt eine nach vorne gerichtete Dachkamera die Straßenmarkierungen und Objekte aller Art. Neben der visuellen Wahrnehmung steht der autonome Insignia in Kontakt mit anderen Fahrzeugen (C2C - Car to Car) sowie der Verkehrsinfrastruktur (C2I - Car to Infrastructure) wie etwa Ampeln. Dies erfolgt über eine Dachantenne, die auch Satellitenkontakt (GPS) hält, um permanent die Fahrzeugposition zu bestimmen. Die GM Sensor Fusion Technology ist dann in der Lage, all diese Informationen miteinander zu einem 360-Grad-Rundumblick zu verknüpfen. Opel ist in verschiedenen Forschungsinitiativen wie UR:BAN, CONVERGE, oder AdaptIVE auf nationaler sowie europäischer Ebene engagiert. Darüber hinaus sind zwei weitere Projekte mit hochautomatisiertem und kooperativem Fahren in der Vorbereitung, die in 2015 und 2016 starten werden.

Fahrer-Assistenz-Systeme

Bereits 2011 führte Opel beim Zafira Tourer gefolgt vom Insignia das Opel Eye (Frontkamera mit Adaptive Cruise Control-Funktion) ein. ACC ist dabei die Basistechnologie für automatisiertes Fahren kombiniert mit Sensoren, weiteren Kameras und Radar. Um hochwertige Technologie für alle Kunden erreichbar zu machen, gibt es nun auch beim neuen Corsa Fahrer-Assistenz-Systeme wie den Toter-Winkel-Warner, Kollisions-Warner und Spurhalteassistenten. Auch beim Kleinstwagen KARL wird eine Frontkamera zum Angebot gehören.

1 Gewinn vor Zinsen und Steuern

Digitale Vernetzung

Zukünftig erwarten die Käufer von ihrem Auto die mühelose Vernetzung mit ihrer digitalen Umwelt -vor allem mit dem Smartphone. Der Kunde möchte auch im Auto auf seine Daten zurückgreifen können, sucht schnellen Zugang zu allen Informationen und benötigt im Fahrzeug eine Mensch-Maschine-Schnittstelle, die keine andere Bedienlogik erfordert und so gut funktioniert wie beim privaten Handy. Dafür bietet Opel richtungsweisende Lösungen an:

IntelliLink: Das für ADAM und Corsa verfügbare Infotainment-System mit der Schnittstelle zu Android- und iOS-Smartphones ist bei Kunden wie Kritikern äußerst beliebt. Die Fachzeitschriften Auto Bild und Computer Bild verliehen IntelliLink im Vorjahr den Connected Car Award. IntelliLink ist auch für weiteren Baureihen wie Insignia, Astra, Meriva und Zafira Tourer erhältlich.

OnStar: Mit OnStar wird Opel Teil des mit sieben Millionen Kunden weltweit größten digitalen Pkw-Netzwerks. OnStar bietet neben einem leistungsvollen 4G LTE Hotspot für bis zu sieben Geräte pro Fahrzeug zusätzliche Sicherheitsdienste, Fahrzeugferndiagnose oder die Ortung eines gestohlenen Opel.

Senkung des CO2-Ausstoßes

Opel verfolgt das Ziel, die CO 2 -Emissionen und den Kraftstoffverbrauch der konventionell angetriebenen Fahrzeuge kontinuierlich zu senken. Dabei konzentriert sich Opel nicht auf eine einzige technische Lösung -wie die Elektrifizierung -, sondern verfolgt effiziente, bezahlbare Technologien in allen Modellen. Davon profitieren Umwelt und Kunden zugleich. Neben neuen Motoren und Getrieben gehören dazu auch:

Leichtbau: Gewichtsreduktion steht bei jeder Neukonstruktion im Fokus. Von geringen Fahrzeuggewichten profitiert der Kunde nicht nur durch Kraftstoffersparnis, sondern auch durch besseres Handling, bessere Fahrleistungen und eine höhere Zuladung.

Reduzierung der Fahrwiderstände: Opel entwickelt komplett neue Kühlerjalousien, die die gesamte Kühlerfläche verschließen können und somit die Aerodynamik und damit die Kraftstoff-Effizienz deutlich verbessern. Der so genannte Full-face Active Shutter kann den Windwiderstand dabei um bis zu zehn Prozent reduzieren, was im kombinierten Verbrauch eine Kraftstoffersparnis von rund zwei Prozent bedeutet. Wird mit konstant 130 km/h gefahren, senkt das System den Verbrauch sogar um fünf Prozent, bei schnellen Autobahnfahrten erhöht sich der Einspareffekt entsprechend. Weitere Reduzierungen der Fahrwiderstände werden durch rollwiderstandoptimierte Reifen, Antriebsstränge und Bremsen erzielt.

Kosteneffiziente CO 2 -Technologien zur Reduzierung der Verlustleistungen: Elektrische Lasten werden durch Bremsenergierückgewinnung und effizientere Lichtmaschinen abgesenkt. Dazu kommen bedarfsgerecht geregelte Verbraucher wie Kraftstoffpumpen sowie die Weiterentwicklung der Start/Stop- und Thermal-Management-Systeme.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Europäische Wirtschaft konnte 2014 ihren Wachstumspfad fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt der EU-Länder erhöhte sich um 1,4% gegenüber 2013 2 Jedoch ist die wirtschaftliche Erholung weiterhin äußerst fragil. Zum einen sind die strukturellen Probleme in den südlichen Kernmärkten der Eurozone nicht gelöst - Italien befand sich bis zum vierten Quartal 2014 in Rezession. Zum anderen schlugen sich ein nur verhaltenes Geschäftsklima sowie eine niedrige Kreditvergabe seitens der Banken in andauernd niedrigen Bruttoanlageinvestitionen nieder: Während sich das Bruttoinlandsprodukt insgesamt bis zum vierten Quartal 2014 auf nahezu Vorkrisenniveau erholt hatte, blieben die Bruttoanlageinvestitionen bis zu diesem Zeitpunkt etwa 14% hinter dem Niveau des ersten Quartals 2008 zurück 3. Auf der Konsumseite zeichnet sich ein etwas anderes Bild ab: Zwar sind auch die Einzelhandelsverkäufe noch nicht zu ihren Höchstständen vor Beginn der Finanzkrise zurückgekehrt, wiesen im Laufe des Jahres 2014 jedoch -trotz weiterhin hoher Arbeitslosigkeit -einen deutlich positiven Trend auf. Die Arbeitslosenquote innerhalb der EU-Länder ging im Laufe von 2014 nur leicht auf zuletzt 9,9% im Dezember 2014 4 zurück. Eine signifikante Dämpfungswirkung ging von der sich im Frühjahr 2014 verschärfenden Ukraine/Russland-Krise aus. In deren Folge rutschte die Ukraine in eine tiefe Rezession und Russland leidet in zunehmendem Maße unter den westlichen Sanktionen, dem niedrigen Ölpreis sowie der damit einhergehenden Abwertung der heimischen Währung. In Griechenland spiegelt ein deutlicher Anstieg der Zinsen auf Staatsanleihen im vierten Quartal 2014 die gestiegene Unsicherheit über das politische Geschehen sowie die langfristige Schuldentragfähigkeit wider. Vor dem Hintergrund eines schwieriger werdenden weltwirtschaftlichen Umfelds überraschte Deutschland mit einem überdurchschnittlich hohen Wachstum von 1,5% gegenüber Vorjahr in 2014 5, welches vor allem durch eine starke Binnennachfrage erreicht wurde. Die Arbeitslosenquote in Deutschland entsprach zuletzt mit 4,8% im Dezember 2014 6 lediglich der Hälfte des EU-Durchschnitts. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand 7.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Der Fahrzeugmarkt in Gesamteuropa verzeichnete in 2014 einen Anstieg der Zulassungen um 2% gegenüber dem Vorjahr auf 18,7 Mio. Einheiten. In Westeuropa lag das gesamte Jahr 2014 um 5% über dem Vorjahresergebnis. Dieser Anstieg wurde vor allem durch Spanien (+20% im Vergleich zu 2013), UK (+10%), Italien (+5%) und Deutschland (+3%) verursacht. Während die zentraleuropäischen Länder in 2014 einen leichten Aufwärtstrend mit einem Plus von 2% verzeichneten, zeigte sich in der Türkei ein Rückgang um 10% im Vergleich zum Vorjahr. Osteuropa verzeichnete einen Rückgang von 12%, der vor allem durch Russland (-10%) und die Ukraine (-54%) aufgrund der Währungsentwicklung, des Kriegs und der Kaufzurückhaltung der Kunden durch die unbeständige wirtschaftliche Prognose verursacht wurde. In Deutschland wurden in 2014 3,4 Mio. Fahrzeuge (PKW sowie Nutzfahrzeuge) zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg von 2,4% gegenüber dem Vorjahr.

2 EUROSTAT, Haver Analytics
3 EUROSTAT, Haver Analytics, interne Berechnungen
4 EUROSTAT, Haver Analytics
5 Deutsche Bundesbank, Haver Analytics
6 EUROSTAT, Haver Analytics
7 DESTATIS

Auswirkungen auf die Adam Opel AG

Im ersten Halbjahr 2014 konnte die Adam Opel AG an der positiven Entwicklung des Automobilmarktes in Europa und Deutschland partizipieren und das operative Ergebnis verbessern, die Verkaufszahlen steigern und Marktanteile hinzugewinnen. Aufgrund der erfolgten Neuordnung des Geschäfts hat die Adam Opel AG im zweiten Halbjahr 2014 als Auftragsfertiger und als Vertriebsorganisation für den deutschen Markt an der positiven Marktentwicklung in Deutschland partizipiert. Jedoch wird die Automobilindustrie durch die aktuelle Krimkrise und die Russland-Sanktionen der Europäischen Union stark belastet. Die Krise hat nur mittelbar Auswirkungen auf die Adam Opel AG, da der Absatzrückgang in Russland negative Auswirkungen auf das Produktionsvolumen der Gesellschaft hat.

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2014 erzielte die Adam Opel AG einen Gewinn in Höhe von EUR 770,7 Mio. Dies stellt eine Verbesserung um EUR 974,5 Mio. im Vergleich zum Vorjahr da. Davon entfallen EUR 899,7 Mio. auf Sondereffekte, die sich im Wesentlichen wie folgt zusammensetzen: In 2013 war im Ergebnis ein Aufwand von EUR 257,9 Mio. enthalten, der sich aus geleisteten Sanierungszuschüssen sowie der Bildung und Auflösung von Wertberichtigungen im Verbundbereich zusammensetzt. In 2014 haben zwei Sachverhalte positiv zum Ergebnis beigetragen. Die Zuschreibung auf eine Finanzanlage in Höhe von EUR 439,2 Mio. sowie EUR 220,5 Mio. aus der Erstattung von Restrukturierungsaufwendungen. Diese Positionen sind im Betriebsergebnis enthalten. Des Weiteren trug die Einführung des Opel Group Geschäftsmodells positiv zur Entwicklung der Gesellschaft bei.

  2014
Mio. EUR
2013
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Betriebsergebnis (EBIT) 948,3 -192,4 1.140,7
Finanzergebnis -232,2 -20,4 -211,7
Außerordentliches Ergebnis -54,1 -52,1 -2,0
Steuern 108,7 61,2 47,5
Jahresüberschuss / -fehlbetrag 770,7 -203,8 974,5

Der Marktanteil der Marke Opel in Deutschland (PKW- sowie Nutzfahrzeuge-Markt), als wichtigster nicht finanzieller Leistungsindikator, konnte von 6,68% auf 6,89% gesteigert werden. Der Gesamtmarkt in Deutschland stieg auf 3,4 Mio. Fahrzeuge.

Für das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einer leichten Verbesserung bei Umsatz, Cashflow, Marktanteil und Ergebnis gerechnet. Die Neustrukturierung der Geschäfte in Europa und die damit verbundene Übertragung der Verantwortung für das gesamte GM Geschäft in Europa an die Opel Group, führte dazu, dass sich -auf Grund des geänderten Geschäftsmodells sowie der aufgeführten wesentlichen Sondereffekte -das Ergebnis der Adam Opel AG wesentlich verbessert hat.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Adam Opel AG lagen mit EUR 13.487,2 Mio. im Geschäftsjahr2014 um EUR 1.646,7 Mio. bzw. 13,9% über dem Niveau des Vorjahres. In den Umsatzerlösen sind aufgrund einer Ausweisänderung im Geschäftsjahr 2014 erstmalig Erträge aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen für GTO in Höhe von EUR 1.269,7 Mio. enthalten. Im Vorjahr wurden diese Erträge (EUR 1.200,0 Mio.) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Bereinigt um diese Ausweisänderung ergibt sich ein Anstieg um EUR 446,7 Mio. Diese Umsatzsteigerung resultiert zum einem aus einem Anstieg der Umsatzerlöse mit Dritten in Deutschland und zum anderen aus Umsätzen aus dem ab dem 1. Juli 2014 geltenden Auftragsfertigungsvertrages.

Die Gesamtproduktion von Fahrzeugen der Adam Opel AG war im Geschäftsjahr 2014 um 4.840 Einheiten höher als im Vorjahr.

Produktion der Adam Opel AG

  Stückzahlen 2014 Stückzahlen 2013 Veränderung (Stückzahlen) Veränderung
in %
Anteil Gesamtproduktion 2014
Insignia 99.509 90.722 8.787 9,7% 27,2%
Zafira 89.775 91.638 -1.863 -2,0% 24,6%
Corsa 60.125 49.656 10.469 21,1% 16,5%
ADAM 58.614 53.778 4.836 9,0% 16,0%
Astra 57.407 74.796 -17.389 -23,2% 15,7%
Fahrzeuge insgesamt 365.430 360.590 4.840 1,3% 100,0%

Dem Anstieg der Produktion von Corsa, Insignia und ADAM steht ein Rückgang von Astra und Zafira gegenüber. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Produktion des Astra Classic und Zafira Family im Werk Bochum eingestellt. Die Produktion des Zafira Tourer wurde Ende 2014 von Bochum nach Rüsselsheim und die des Astra von Rüsselsheim in andere europäische Werke verlagert. Insgesamt lag die Auslastung der Werke der Adam Opel AG gemessen an der technischen Kapazität bei 61 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge weisen im Vergleich zum Vorjahr eine Verminderung um EUR 1.717,8 Mio. auf EUR 1.376,2 Mio. auf. Die Erträge aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an die GTO in Höhe von EUR 1.269,7 Mio. (Vorjahr: EUR 1.200,0 Mio.) werden im Geschäftsjahr 2014 erstmalig unter den Umsatzerlösen anstatt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Weiterhin waren im Vorjahr die Erträge aus der Auflösung der Wertberichtigungen auf Cashpoolforderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 377,6 Mio.) und die Erträge aus der Auflösung der Wertberichtigung auf ein kurzfristiges Darlehen an die GM Automotive UK (EUR 375,3 Mio.) enthalten. Dem gegenüber stehen Erträge aus der Zuschreibung von Finanzanlagen in Höhe von EUR 439,2 Mio.

Der Materialaufwand hat sich im Geschäftsjahr 2014 um EUR 451,1 Mio. auf EUR 10.715,4 Mio. erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass im Rahmen einer Ausweisänderung erstmalig Materialaufwendungen in Höhe von EUR 434,7 Mio. enthalten sind, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an GTO stehen. Im Vorjahr wurden diese unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Vorjahresausweis wurde diesbezüglich nicht angepasst.

Die Materialeinsatzquote hat sich im Wesentlichen durch die Ausweisänderung der Erträge aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an GTO sowie des Wegfalls der Lizenzaufwendungen an die General Motors LLC im zweiten Halbjahr von 86,0% auf 80,1% vermindert. Bereinigt man die Materialeinsatzquote um diese Effekte, weist sie eine Verminderung von 81,0% auf 79,9% auf.

Die Abschreibungen weisen gegenüber dem Vorjahr eine Verminderung um EUR 173,7 Mio. auf EUR 443,3 Mio. auf. Dies resultiert zum einen aus dem Rückgang der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (-EUR 90,8 Mio.). Weiterhin sind die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens um EUR 82,9 Mio. auf Null zurückgegangen. Im Vorjahr wurden die Cashpoolforderungen der GM Holdings U.K. No. 1 (EUR 62,9 Mio.) und GM Automotive UK (EUR 20,0 Mio.) auf Null abgeschrieben.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2014 um EUR 1.645,7 Mio. auf EUR 1.168,8 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus dem Wegfall der in 2013 vorgenommenen Sanierungszuschüsse an verbundene Unternehmen (-EUR 927,9 Mio.), da in 2014 kein derartiger Sondersachverhalt vorlag. Des Weiteren haben sich die Währungsverluste um EUR 237,0 Mio. und die Lizenzaufwendungen um EUR 61,9 Mio. vermindert, was auf den Wegfall der Lizenzaufwendungen für die Nutzung des Markennamens "Opel" von der Opel Special Vehicles GmbH (OSV) im zweiten Halbjahr 2014 zurückrückzuführen ist. Die Lizenzaufwendungen werden seit dem 1. Juli 2014 entsprechend den geänderten vertraglichen Regelungen von der Opel Group an die OSV entrichtet.

Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2014 um EUR 211,7 Mio. auf EUR -232,2 Mio. vermindert. Der Rückgang resultiert in gleichem Maße aus einem gesunkenen Beteiligungsergebnis und einem verschlechterten Zinsergebnis. Im Vorjahr wurde hier die Dividende der GM Europe Holdings S.L. ausgewiesen (EUR 302,9 Mio.). Im Geschäftsjahr 2014 hat die GM Europe Holdings S.L. keine Dividende deklariert.

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen haben sich wie folgt entwickelt:

  2014
Mio. EUR
2013
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Veränderung
in %
GMF Germany Holdings GmbH, Rüsselsheim (ehemals GM Europe Service GmbH) 204,3 0,0 204,3  
Opel Special Vehicles GmbH, Rüsselsheim 35,6 40,1 -4,5 -11,1%
  239,9 40,1 199,8  

Weiterhin sind die Zinsen und ähnliche Erträge im Geschäftsjahr um EUR 31,8 Mio. auf EUR 4,8 Mio. gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus geringeren Zinserträgen von verbundenen Unternehmen (-EUR 31,1 Mio.) bedingt durch das niedrigere Zinsniveau im Cashpool.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen weisen außerdem einen Anstieg um EUR 76,9 Mio. auf EUR 476,8 Mio. auf. Der Anstieg beruht auf einer Erhöhung der Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen einschließlich der Ergebniswirkungen aus dem geringeren Diskontierungssatz der Pensionsrückstellungen (+EUR 123,1 Mio.). Demgegenüber steht ein Rückgang des Zinsaufwandes an verbundene Unternehmen aufgrund eines geringeren Darlehen-Volumens und eines niedrigeren Zinsniveaus innerhalb des Cashpools.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten hauptsächlich Erträge aus latenten Steuern. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge bedingt durch die verbesserte Ergebnisplanung der Jahre 2015 bis 2019, was vor allem auf die Neustrukturierung des Geschäfts in Europa und die damit verbundene Übertragung der wirtschaftlichen Chancen und Risiken an die Opel Group GmbH zurückzuführen ist. Darüber hinaus haben sich die Aufwendungen für die Körperschaftsteuer (+EUR 9,3 Mio.) und die Gewerbesteuer (+EUR 8,7 Mio.) für das Geschäftsjahr 2014 erhöht.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Adam Opel AG ist um EUR 253,2 Mio. bzw. 2,7% auf EUR 9.619,8 Mio. gesunken.

In die immateriellen Vermögensgegenstände wurden im Jahr 2014 EUR 58,3 Mio. investiert. Dies entspricht einem Rückgang von EUR 95,7 Mio. Demgegenüber standen Abschreibungen von EUR 208,2 Mio. und Abgänge zu Nettobuchwerten von EUR 0,4 Mio.

Den Investitionen in Sachanlagen in Höhe von EUR 244,5 Mio. standen Anlagenabgänge zu Nettobuchwerten von EUR 38,4 Mio. und Abschreibungen von EUR 235,0 Mio. gegenüber.

Die Gesamtinvestitionen entfielen im Wesentlichen auf produktbezogene Maßnahmen. Ein Schwerpunkt der Investitionen der nächsten Jahre sind Investitionen in neue Test- und Entwicklungsanlagen. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2014 EUR 64,7 Mio. in den Neubau eines Motoren-Testzentrums am Standort Rüsselsheim sowie in das Testzentrum Rodgau-Dudenhofen investiert.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt EUR 3.477,0 Mio. wovon EUR 1.522,9 Mio. auf die Anteile an der GM Europe Holdings SL, Spanien entfallen. Die Gesellschaft fungiert als Holding für alle nationalen europäischen Vertriebsgesellschaften, mit Ausnahme von Spanien, England, Russland und der Türkei. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Anteile an verbundenen Unternehmen um EUR 605,7 Mio. erhöht. Der Anstieg ist mit EUR 439,2 Mio. auf die Wertaufholung des in Vorjahren aufgrund der nachhaltigen Verlustsituation abgeschriebenen Beteiligungsbuchwerts der GM España S.L.U. zurückzuführen. Grund für die nachhaltig verbesserten Ertragsaussichten sind die mit der Opel Group GmbH zum 1. Juli 2014 geschlossenen Auftragsfertigungs- und Vertriebsvereinbarungen. Ferner haben sich die Aussichten für den spanischen Automobilmarkt nachhaltig verbessert. In die GMF Germany Holdings GmbH wurde im September 2014 eine Eigenkapitaleinlage in die Kapitalrücklage aus anderen Zuzahlungen (EUR 166,5 Mio.) vorgenommen.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist zum 31. Dezember 2014 auf 48,4% gestiegen (Vorjahr: 45,2%). Der Abnutzungsgrad der Sachanlagen (kumulierte Abschreibungen im Verhältnis zu den historischen Anschaffungskosten) ist von 85,5% im Vorjahr auf 85,2% im Geschäftsjahr 2014 marginal gesunken.

Die Vorräte sind im Geschäftsjahr um EUR 328,9 Mio. auf EUR 846,1 Mio. gesunken. Dies ist vor allem auf das ab dem 1. Juli 2014 gültige Auftragsfertigungskonzept mit der Opel Group GmbH zurückzuführen. Des Weiteren hat sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vermindert, was hauptsächlich auf die Schließung des Werks in Bochum zum Jahresende 2014 zurückzuführen ist.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 1.146,4 Mio. auf EUR 1.577,1 Mio. erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die neu gegründete Opel Group (+EUR 1.267,9 Mio.).

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten weisen einen Rückgang um EUR 142,5 Mio. auf EUR 0,9 Mio. auf. Im Vorjahr befand sich Ende Dezember auf dem Bankkonto ein Saldo in Höhe von EUR 102 Mio. für eine Mehrwertsteuer-Zahlung in England, welche erst am 2. Januar 2014 nach England überwiesen wurden. In 2014 lag kein derartiger Sondersachverhalt vor.

Der Anstieg der aktiven latenten Steuern um EUR 138,1 Mio. betrifft im Wesentlichen die Aktivierung weiterer latenter Steuern auf Verlustvorträge, da aufgrund des 2014 geänderten Geschäftsmodells in den kommenden fünf Jahren insgesamt mit einem positiven zu versteuernden Einkommen und damit einer Nutzbarkeit eines höheren Betrags der steuerlichen Verlustvorträge gerechnet wird.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag ist von EUR 2.803,8 Mio. auf EUR 1.815,6 Mio. gesunken. Die Veränderung ergibt sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 770,7 Mio. sowie den Einzahlungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 217,5 Mio. Die Überschuldungsquote beträgt somit 18,9% bzw. unter Berücksichtigung der Unterdotierung der Pensionsrückstellungen 24,3%. Das bestehende Finanzierungskonzept deckt den Liquiditätsbedarf der Adam Opel AG bis Anfang 2018 ab. Deshalb sieht der Vorstand aufgrund der positiven Fortbestandsprognose trotz der negativen Eigenkapitalsituation keine Anzeichen, die den Bestand der Adam Opel AG beeinträchtigen. Aufgrund der aus dem Geschäftsplan bis 2018 abgeleiteten positiven Fortbestehensprognose liegt gemäß §19 Abs. 2 Insolvenzordnung keine Überschuldung vor. Die Eigenkapitalsituation und die daraus abgeleitete Überschuldungsquote werden sich aufgrund weiterer Einzahlungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 412,4 Mio. bis zum 30. April 2015 und des im Geschäftsjahr 2014 eingeführten Auftragsfertigungskonzepts in den folgenden Jahren nachhaltig positiv entwickeln.

Insgesamt sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um EUR 206,8 Mio. auf EUR 4.272,5 Mio. gestiegen. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen durch reguläre Zuführungen von EUR 390,7 Mio. bei Zahlungen an Versorgungsberechtigte von EUR 238,0 Mio. Zudem wurde aufgrund des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ein Mindestbetrag von EUR 52,3 Mio. zugeführt, die verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf EUR 523,2 Mio.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 223,2 Mio. auf EUR 1.370,9 Mio. zurückgegangen. Dies ist vor allem auf die Verminderung der Rückstellungen für Restrukturierungsprogramme (- EUR 187,4 Mio.) -hauptsächlich für Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Bochum stehen - zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen weisen einen Anstieg in Höhe von EUR 288,1 Mio. auf EUR 2.337,5 Mio. auf. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, einem Rückgang der Cashpoolverbindlichkeiten sowie einer Verminderung der revolvierenden Kreditlinie.

Finanzlage

Nachfolgend werden die Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt:

  2014
Mio. EUR
Vorjahr
Mio. EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 494 347
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -471 -422
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -165 45
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -142 -30
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 143 173
Finanzmittelfonds am Ende der Periode ( = liquide Mittel) 1 143

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein um EUR 975 Mio. gegenüber dem Vorjahr verbessertes Jahresergebnis erzielt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich dagegen nur von EUR 347 Mio. auf EUR 494 Mio. Ursächlich hierfür waren hohe zahlungsunwirksame Erträge aus Zuschreibungen auf Finanzanlagen und der Aktivierung latenter Steuern im Geschäftsjahr, während zahlungsunwirksame Aufwendungen das Vorjahresergebnis belasteten. .Aus Veränderungen des Working Capital ergaben sich keine signifikanten Auswirkungen auf den Cashflow.

Gleichzeitig wurde im Geschäftsjahr ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von EUR-471 Mio. erzielt (Vorjahr: EUR-422 Mio.). Als Ursachen sind im Wesentlichen die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände (EUR-303 Mio.) und in Finanzanlagen (EUR-167 Mio.) sowie die Auszahlungen aus der Ausgabe von Finanzkrediten im Cashpool (EUR -71 Mio.) zu nennen. Die Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und Immateriellen Vermögensgegenständen (EUR 52 Mio.) sowie die Rückzahlungen von Finanzkrediten im Cashpool (EUR 18 Mio.) konnten diese Auszahlungen nicht kompensieren.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist von EUR 45 Mio. auf EUR-165 Mio. gesunken. Den Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten aus dem Cashpool (EUR 237 Mio.) und den Kapitaleinlagen der Gesellschafter (EUR 217 Mio.) stehen Auszahlungen aus der Rückzahlung von Finanzkrediten im Cashpool (EUR-561 Mio.) und des Darlehens von der General Motors Europe Ltd. (EUR -58 Mio.) gegenüber.

Das Anlagevermögen wird zum Jahresende 2014 zu 95,6% durch mittel- und langfristig zur Verfügung stehendes Fremdkapital gedeckt (31. Dezember 2013: 107,3%). Die Gesellschaft verfügt demnach insgesamt über eine fristenkongruente Finanzierung.

Die Gesellschaft verfügt gemeinsam mit der Opel Group über eine mittelfristig von einem verbundenen Unternehmen eingeräumte Kreditlinie, die von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag mit EUR 237,1 Mio. in Anspruch genommen wurde. Die im Vorjahr bestehenden Regelungen zur Einhaltung von bestimmten Finanzkennzahlen ("Covenants") durch die Kreditnehmer bestehen nicht mehr.

Belegschaft

Am 31. Dezember 2014 waren bei der Gesellschaft 19.521 Arbeitnehmer sowie 617 Auszubildende und Aushilfen beschäftigt (31. Dezember 2013: 19.430 Arbeitnehmer und 596 Auszubildende und Aushilfen). Aus der Schließung des Werkes Bochums ergeben sich zum Stichtag keine Effekte, da der Übergang der Mitarbeiter in die Transfergesellschaften in 2015 erfolgte.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Adam Opel AG

Die wirtschaftliche Entwicklung der Adam Opel AG in 2014 hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Die Umsatzerlöse konnten bereinigt um Ausweisänderungen um 3,4% gesteigert werden und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Geschäftsjahr mit EUR 716,1 Mio. positiv. Dies basiert im Wesentlichen auf den beschriebenen Sondereffekten, die sich im Geschäftsjahr positiv auf das Ergebnis auswirkten. Des Weiteren hat die Veränderung des Geschäftsmodells in der zweiten Jahreshälfte positiv zur Entwicklung der Gesellschaft beigetragen.

Nachtragsbericht

Die Gesellschafter der Adam Opel AG haben in 2015 Kapitaleinlagen in Höhe von EUR 412,4 Mio. geleistet.

Die Entscheidung der Opel Group GmbH vom 18. März 2015 sich mit der Marke Opel vollständig aus dem russischen Markt zurück zu ziehen hat -auf Grund des Opel Group Geschäftsmodells -keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Jahresergebnis der Adam Opel AG.

Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland sowie in Europa haben direkte Auswirkungen auf die Entwicklungen in der Automobilindustrie. Durch die Beendigung der Fahrzeugproduktion im Werk Bochum hat die Adam Opel AG auf die weltweit bestehenden Überkapazitäten im Automobilsektor reagiert. Weiterhin werden Effizienzsteigerungsprogramme sowie die Anfang 2013 gegründete Allianz mit PSA Peugeot Citroen (PSA) für die Bereiche Einkauf, Logistik und Entwicklung fortgeführt.

Unternehmensspezifische Risiken

Die Adam Opel AG finanziert sich ausschließlich über die vom GM-Konzern zur Verfügung gestellte Kreditlinie sowie den Cashpool. Das bestehende Finanzierungskonzept deckt den Liquiditätsbedarf der Adam Opel AG über die komplette Geschäftsplanperiode ab. Deshalb sieht der Vorstand aufgrund der positiven Fortbestandsprognose trotz der negativen Eigenkapitalsituation keine Anzeichen, die den Bestand der Adam Opel AG beeinträchtigen.

Durch die Neustrukturierung ist die Adam Opel AG seit Juli 2014 als Auftragsfertiger und nicht mehr als OEM tätig. Sie ist damit zukünftig abhängig von Aufträgen und Allokationsentscheidungen der Opel Group, erhält aber gleichzeitig eine funktions- und risikoadäquate, marktübliche Vergütung. Durch die bestehenden Verträge mit der Opel Group ist sichergestellt, dass die Adam Opel AG als Auftragsfertiger Zugang zu allen notwendigen Rechten und Technologien erhält, die für ihre Produktionstätigkeiten notwendig sind.

Bezüglich der Währungsrisiken ist der Vorstand bestrebt, drohende Risiken aus Währungsschwankungen zu minimieren. Die Gesellschaft erbringt und bezieht Lieferungen und Leistungen an und von Unternehmen auch außerhalb des Euro-Währungsraumes. Auf Ebene der Gesellschaft werden, mit der folgenden Ausnahme, seit 2011 grundsätzlich keine Sicherungsgeschäfte mehr vorgenommen, da GM Sicherungsgeschäfte nur noch auf globaler Ebene durchführt. Zur Absicherung eines spezifischen Währungsrisikos wurden seit September 2013 Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die im Zusammenhang mit einem langfristigen Vertrag mit einem Lieferanten stehen. Es werden über einen rollierenden Zeitraum von 24 Monaten monatliche Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, die 75% des totalen Währungsrisikos (maximal EUR 175 Mio.) abdecken. Die Gegenpartei dieser Sicherungsgeschäfte ist das GM Treasury Center (GMTC), das über eine Back-to-Back-Vereinbarung ihrerseits das Währungsrisiko mit Drittgesellschaften absichert. Zum Stichtag betrug der Wert der Derivate EUR 5,7 Mio.

Zum Jahresende 2014 gibt es offene Forderungen in Fremdwährungen in Höhe von EUR 23,2 Mio. und offene Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von EUR 88,2 Mio.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzanlagen und Forderungen unterliegen Risiken in Bezug auf Ausfall und Wertänderungen. Diese wurden zum Bilanzstichtag analysiert. Soweit erforderlich, wurden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus werden die Ausfallrisiken durch ein entsprechendes Forderungsmanagement minimiert. Es ist darauf hinzuweisen, dass die Werthaltigkeit der Finanzanlagen und Forderungen gegen Verbund- und Tochterunternehmen maßgeblich von deren künftigen Entwicklung abhängig ist. Auf die Schätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit den zugrundeliegenden Basisannahmen wird hingewiesen. Die aufgeführten Maßnahmen dienen sowohl der Verminderung von Wertänderungs- als auch Zahlungsstromschwankungen.

Leistungsorientierte betriebliche Altersversorgungszusagen gegenüber Mitarbeitern werden auf der Basis von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Für die Abzinsung künftiger Pensionszahlungen wird der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Die Marktzinssätze der letzten Jahre liegen deutlich unter dem zum Bilanzstichtag verwendeten, die Marktzinsschwankungen aufgrund der Durchschnittsbildung nur mit Verzögerung abbildenden Diskontierungssatz in Höhe von 4,57 %. Eine aus der anhaltenden Niedrigzinsphase resultierende weitere Anpassung der Zinssätze, die für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen angewendet werden, führt unmittelbar zu Ergebniswirkungen. Auch Veränderungen weiterer Parameter wie beispielsweise Gehaltstrends und eine höhere Lebenserwartung haben Einfluss auf die Höhe der Pensions- bzw. Zahlungsverpflichtungen. Je nach Veränderung dieser Parameter resultieren daraus Chancen oder Risiken.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung in der Automobilindustrie ergeben sich Wertänderungsrisiken auch bezüglich der Anteile an verbundenen Unternehmen. Im Rahmen des Risikomanagements werden die Beteiligungsbuchwerte dieser Anteile regelmäßig sorgfältig analysiert, um bei Bedarf Ab- bzw. Zuschreibungen vorzunehmen. Wichtige Basisannahmen hängen hierbei von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen ab. Diese sind mit Schätzungsrisiken verbunden, die über Sensitivitätsanalysen gemessen werden.

Es ist darauf hinzuweisen, dass Prognosen in der Automobilindustrie aufgrund der volatilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin mit Schätzungsunsicherheiten behaftet bleiben. Insbesondere kann sich dieses Schätzungsrisiko verbunden mit den leistungs- und finanzwirtschaftlichen Abhängigkeiten im GM-Konzern bei Änderungen der Basisannahmen künftig auf die Bewertung der in der Bilanz ausgewiesenen Finanzanlagen und auf die dem Umlaufvermögen zugeordneten Cashpool-Forderungen auswirken.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement der Adam Opel AG ist Aufgabe des Vorstands und wird durch den European Risk Officer koordiniert. Der Vorstand bedient sich der Identifizierung und Definition von Risiken, die zum einem auf Ebene der General Motors Company und zum anderen auf Ebene der Opel Group GmbH vorgenommen wurden. Der Vorstand definiert dann die Risiken und nimmt eine Einteilung in drei unterschiedliche Risikoklassen vor. Auf Basis der Einteilung in die Klassen wird festgelegt, in welcher Frequenz Risiken überwacht werden und welche Organe/Gremien im Unternehmen die Angemessenheit der getroffenen Einschätzungen/ Maßnahmen kontrollieren. So werden zum Beispiel Risiken der Klasse 1 kontinuierlich überwacht und die Kontrolle erfolgt durch den Vorstand.

Der Vorstand der Adam Opel AG überzeugt sich in regelmäßigen Abständen davon, dass die für die Gesellschaft getroffenen Einschätzungen im Rahmen des Risikomanagementsystems der Opel Group GmbH sachgerecht und vollständig sind. Nach Auffassung des Vorstands hat die Gesellschaft keine Risiken, die nicht durch das Risikomanagementsystem der Opel Group GmbH abgedeckt sind. Jedes Risiko wird einem Mitglied der Geschäftsführung der Opel Group oder einem Direktor als Verantwortlichem zugeordnet. Für jedes Risiko werden die Auslöser des Risikos ermittelt und Maßnahmen zur Risikoeindämmung definiert. Des Weiteren werden Indikatoren bestimmt, an Hand derer die Wirksamkeit der Risikoeindämmung gemessen werden kann. Es wird eine Einschätzung vorgenommen, wie hoch das inhärente Risiko für das Unternehmen vor Risikoeindämmung und wie hoch das verbleibende Restrisiko (finanzielles Risiko, strategisches Risiko und Reputationsrisiko) nach Durchführung der risikominimierenden Maßnahmen ist. Für die Durchführung der risikominierenden Maßnahmen werden Verantwortliche und Zeitpläne definiert. Der Vorstand entscheidet für jedes identifizierte Risiko ob nach Durchführung der risikominierenden Maßnahmen das verbleibende Restrisiko auf ein akzeptables Maß reduziert wurde.

Gesamtaussage zur Risikolage des Unternehmens

Die Adam Opel AG unterliegt lediglich geringen externen Risiken, da sie aufgrund der Verrechnungspreisvereinbarungen mit der Opel Group und GTO eine marktübliche Vergütung erhält. Dabei handelt es sich um eine marktübliche Vergütung basierend auf dem Funktions- und Risikoprofil der Gesellschaft. Diese wird regelmäßig anhand externer Verrechnungspreisstudien auf Angemessenheit und Fremdüblichkeit überprüft. Die unternehmerische Verantwortung für Produktion und Verkauf der Fahrzeuge sowie von Teilen und Zubehör in Europa liegt bei der Opel Group.

Chancenbericht

Chancen durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung

Positive gesamtwirtschaftliche Entwicklungen in Europa und Deutschland bieten der Adam Opel AG -wie der gesamten Automobilwirtschaft -die Chance, Absatzmengen und Preise der Fahrzeuge im Inland sowie das Produktionsvolumen zu steigern.

Chancen durch Imageverbesserung, Produktoffensive und eine Steigerung des Marktanteils

Im Jahr 2014 hat die Adam Opel AG den Marktanteil in Deutschland weiter ausgebaut. Im PKW-Markt wurde ein Marktanteil von 7,2% erreicht, was einem Plus von 0,2 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Wesentlichen haben dazu ein erfolgreicher Auslauf des Corsa, ein weiteres Wachstum beim Mokka sowie der Ausbau des Segmentmarktanteils für den Insignia beigetragen. Auch im Nutzfahrzeugmarkt konnte der Marktanteil aufgrund eines sehr erfolgreichen Vivaro Modellwechsels um 0,4 Prozentpunkte auf 3,8% Marktanteil gesteigert werden.

ADAM

Der Opel ADAM sammelte in 2014 weitere Auszeichnungen. Neben dem Internet Auto Award "Das günstigste Auto" konnte der ADAM im Innovationswettbewerb Plus X Award die Leserwahl von auto motor und sport ("Die besten Autos") und den Connected Car Award der Redaktionen Auto Bild und Computer Bild gewinnen. Im Jahr 2014 wurden die Personalisierungsmöglichkeiten für den ADAM um den dreitürigen urbanen Mini-Crossover ADAM Rocks ausgeweitet. Die ADAM Verkäufe konnten im zweiten Jahr um 1.700 auf 23.000 Einheiten gesteigert werden. Ab 2015 wird der ADAM S als leistungsstarke Topvariante das Angebot erweitern.

Corsa

Im Auslaufjahr konnte der Corsa seinen Segmentanteil um 10% ausbauen und bleibt auf dem zweiten Platz im Kleinwagensegment. Das Verkaufsvolumen in Deutschland erreicht über 55.000 Einheiten und liegt damit fast 6.000 Einheiten über 2013. Seit Ende 2014 wird nun die fünfte Generation des Corsa mit frischem Look, neuem Fahrwerk, digitaler Vernetzung und einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. In Europa liegen bereits rund 100.000 Bestellungen für das neue Modell vor.

Meriva

Der Meriva behauptet trotz neuer Wettbewerber nach wie vor den ersten Platz in seinem Segment. Nachdem der Opel Meriva beim TÜV-Report 2014 den Gesamtsieg aller PKW in Deutschland errang, fährt er auch in diesem Jahr an die Spitze und gewinnt die Kategorie der Vans. Zudem ist zum zweiten Mal in Folge der Opel Meriva das Fahrzeug mit der höchsten Kundenzufriedenheit in seinem Segment in der J.D Power Kundenzufriedenheits-Studie Deutschland 2014.

Zafira

Die Verkäufe des Zafira Tourer konnten in 2014 leicht gegenüber 2013 gesteigert werden. Der Opel Zafira Tourer 1.6 CNG wurde zum umweltverträglichsten Fahrzeug im Segment der Vans gewählt. Sparsamen Verbrauch und erstklassige Laufruhe sowie eine außergewöhnlich niedrige Geräuschentwicklung bietet auch der seit August angebotene 120 PS Flüsterdiesel.

Insignia

Der Opel Insignia wurde als komplett überarbeitetes Modell im Herbst 2013 im Markt eingeführt. Die Modellpalette umfasst seither zusätzlich den Country Tourer mit dynamischem Design und ausgezeichneten Fahreigenschaften. Das Verkaufsvolumen in Deutschland stieg in 2014 um über 30% gegenüber dem Jahr 2013.

Mokka

Der Opel Mokka belegte Platz zwei aller SUV-Zulassungen und landete bei der diesjährigen Leserwahl der Fachzeitschrift Auto Bild Allrad erneut auf dem Spitzenplatz. Mit diesem Ergebnis verteidigte der Mokka den Titel "Allradauto des Jahres" in der Kategorie "Geländewagen und SUV bis 25.000 Euro". In Deutschland wurden in 2014 rund 28.000 Einheiten verkauft, was einem Plus von 8.000 Einheiten gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Vivaro

Dank eines erfolgreichen Auslaufes des alten und der Einführung des neuen Vivaro im September 2014 wurden insgesamt rund 8.800 Vivaro in Deutschland verkauft, was einer Volumensteigerung um 16% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch der Segmentanteil konnte um 6% ausgebaut werden. Im multifunktionalen Vivaro kommen komplett neue Turbodiesel zum Einsatz, die Kraftstoffverbrauch und CO 2-Emissionen auf Bestwerte senken. Seit seiner Vorstellung wurde der neue Vivaro bereits von den Lesern des spanischen "The Economist" sowie durch die international besetzte Jury beim Innovationswettbewerb Plus X Award zum "Besten Nutzfahrzeug" gekürt.

Die Adam Opel AG wird in den nächsten Jahren 27 neue Modelle und 17 neue Motoren am Markt etablieren und erwartet aus dieser jungen und wettbewerbsfähigen Produktpalette für die Zukunft erhebliche positive Effekte auf den Marktanteil. 2015 folgt nach der Einführung des neuen Corsa im Sommer das neue Einstiegsmodell KARL und zum Jahresende der neue Astra. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Zukunfts- und Wachstumsstrategie "DRIVE!2022" ist es, die Marke Opel weiter zu schärfen. Der äußerst erfolgreichen "Umparken im Kopf"-Kampagne wird im Jahr 2015 eine Kampagne für den neuen Corsa folgen.

Chancen durch die Neuordnung des europäischen Geschäftsmodells

Das operative Risiko des europäischen Geschäfts wurde bei der Opel Group zentralisiert. Die Neustrukturierung reduziert wesentlich das ökonomische Risiko und stabilisiert die Finanzierung der Adam Opel AG. Durch das Auftragsfertigungskonzept wird die Adam Opel AG nachhaltig profitabel und generiert einen positiven Cashflow. Die Neuordnung führt zu einer Verbesserung der Eigenkapitalsituation der Gesellschaft.

Chancen durch Innovationen

Insbesondere durch die Entwicklung in den Bereichen der Getriebeentwicklung, CO 2 -Optimierung, digitale Vernetzung sowie Autonomes Fahren, ergeben sich für die Adam Opel AG Chancen, Technologien bereitzustellen, die die Attraktivität der Fahrzeuge für die Kunden erhöht. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen im Bereich Forschung und Entwicklung.

Prognosebericht

Mit der derzeitigen Prognose von 18,4 Mio. Einheiten wird der europäische Automobilmarkt in 2015 als Folge der unbeständigen wirtschaftlichen Entwicklung in den osteuropäischen Ländern voraussichtlich ein wenig zurückgehen. In Zentraleuropa rechnet man damit, dass die Türkei etwas stärker als im Vorjahr agieren wird, während man in Osteuropa -vor allem in Russland -weiterhin einen Abwärtstrend erwartet. Diese Entwicklung des europäischen Marktes betrifft die Adam Opel AG in ihrer Funktion als Auftragsfertiger von Produkten für die Opel Group GmbH, die in ganz Europa verkauft werden.

In ihrer Funktion als Vertriebsgesellschaft ist für die Adam Opel AG der deutsche Markt relevant. Für diesen wird mit einer leichten Verbesserung der Zulassungszahlen im Vergleich zu 2014 gerechnet.

Für das Jahr 2015 erwartet die Gesellschaft folgende Entwicklung bei den Umsatzerlösen:

Fahrzeuge: Einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse an Dritte gegenüber Vorjahr, welcher durch einen starken Rückgang der Umsatzerlöse an verbundene Unternehmen deutlich überkompensiert wird.

Teile, Zubehör und Komponenten: Einen leichten Anstieg gegenüber Vorjahr

Auftragsfertigung: Einen starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr

F&E Leistungen: Einen leichten Anstieg gegenüber Vorjahr

Hierauf basierend wird ein operativer Verlust im niedrigen dreistelligen Millionenbereich für das Jahr 2015 erwartet. Dieser ist wesentlich durch erwartete negative Effekte aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen beeinflusst. Ein weiterer Effekt resultiert aus den planmäßigen handelsrechtlichen Abschreibungen. Auf Grund der in 2012 nach US GAAP vorgenommenen Sonderabschreibung auf das Anlagevermögen übersteigen die handelsrechtlichen Abschreibungen die Abschreibungen nach US GAAP. Da für die Vergütungsregelungen der Auftragsfertigungsvereinbarungen die nach US GAAP ermittelten Abschlüsse relevant sind, erhält die Adam Opel AG keine Kompensation für die Differenz der Abschreibungen.

Zweigniederlassungen

Die Adam Opel AG unterhält eingetragene Niederlassungen in Bochum, in Eisenach sowie in Kaiserslautern. Im Werk Bochum wurden der Astra Classic, der Zafira Family und der Zafira Tourer produziert. Aufgrund der Werksschließung wurde die Produktion des Astra Classic im ersten Quartal 2014 und die des Zafira Family im dritten Quartal 2014 eingestellt. Die Produktion des Zafira Tourer wurde Anfang 2015 von Bochum nach Rüsselsheim verlagert. Im Werk Eisenach erfolgt die Produktion des Corsa (Dreitürer) und des Adam. Das Werk Kaiserslautern fertigt ausschließlich Fahrzeugkomponenten und Motoren. Im Geschäftsjahr 2014 wurden im Werk Bochum insgesamt 94.314 Fahrzeuge produziert. Die Gesamtproduktion von Fahrzeugen in Eisenach belief sich im Geschäftsjahr 2014 auf 118.739 Einheiten. Am Standort Kaiserslautern wurden 147.146 Motoren hergestellt sowie 7.650 Motoren und Zylinderköpfe aufbereitet. Zum 31. Dezember 2014 waren im Werk Bochum 2.893, im Werk Kaiserslautern 2.133 und im Werk Eisenach 1.413 Mitarbeiter beschäftigt.

Erklärung gem. § 312 AktG

Der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach §312 AktG enthält die Erklärung, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.

 

Rüsselsheim, 27. Mai 2015

DER VORSTAND

Ulrich Schumacher

Charles J. Klein

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

  31.12.2014
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   416.583.867,11 480.805.512,00
2. Geleistete Anzahlungen   33.112.377,52 117.064.251,70
    449.696.244,63 597.869.763,70
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   210.103.551,35 233.311.657,74
2. Technische Anlagen und Maschinen   312.982.737,58 395.231.136,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   26.541.808,70 28.605.309,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau   182.209.269,35 105.834.247,17
III. Finanzanlagen   731.837.366,98 762.982.350,58
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   3.476.996.940,86 2.871.319.325,41
2. Beteiligungen   964.114,26 962.438,26
    3.477.961.055,12 2.872.281.763,67
    4.659.494.666,73 4.233.133.877,95
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   198.334.587,75 223.212.151,25
2. Unfertige Erzeugnisse   68.355.680,44 97.535.901,20
3. Fertige Erzeugnisse und Waren   579.433.845,43 854.316.981,32
    846.124.113,62 1.175.065.033,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   128.498.198,90 107.958.796,56
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   1.577.137.550,70 430.786.796,13
3. Sonstige Vermögensgegenstände   79.685.466,88 103.277.548,71
    1.785.321.216,48 642.023.141,40
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   939.319,39 143.400.220,84
    2.632.384.649,49 1.960.488.396,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten   10.780.076,59 7.260.847,29
D. Aktive latente Steuern   500.004.206,74 361.892.952,78
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   1.549.224,39 0,00
F. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   1.815.626.800,80 2.803.818.676,50
    9.619.839.624,74 9.366.594.750,53

Passiva

     

EUR
31.12.2014
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   664.679.600,00 664.679.600,00
II. Kapitalrücklage   4.153.815.726,99 3.936.325.726,99
III. Gewinnrücklagen      
andere Gewinnrücklagen   311.666.513,03 311.666.513,03
IV. Bilanzverlust -6.945.788.640,82   -7.716.490.516,52
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt (siehe Aktiva F.) 1.815.626.800,80   2.803.818.676,50
    -5.130.161.840,02 -4.912.671.840,02
    0,00 0,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   4.272.550.688,72 4.065.707.322,75
2. Steuerrückstellungen   5.598.266,77 2.947.094,73
3. Sonstige Rückstellungen   1.370.893.107,85 1.594.126.150,03
    5.649.042.063,34 5.662.780.567,51
C. Verbindlichkeiten      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   7.246.731,72 5.736.553,32
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.414.938.976,34 1.421.240.988,38
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern   816.579,00 53.312.695,37
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   2.337.512.759,38 2.049.375.405,63
5. Sonstige Verbindlichkeiten   208.996.857,81 170.428.628,41
    3.969.511.904,25 3.700.094.271,11
D. Rechnungsabgrenzungsposten   1.285.657,15 3.719.911,91
    9.619.839.624,74 9.366.594.750,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014

2014
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 13.487.243.617,19 11.840.459.382,38
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -126.036.339,45 82.318.245,86
  13.361.207.277,74 11.922.777.628,24
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 14.335.655,06 11.257.311,62
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.376.213.032,81 3.094.029.455,63
  14.751.755.965,61 15.028.064.395,49
5. Materialaufwand    
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.007.260.383,85 9.721.822.795,19
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 708.114.890,54 542.437.564,82
  10.715.375.274,39 10.264.260.360,01
6. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 1.272.184.790,28 1.212.463.818,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 203.888.919,23 312.282.503,02
  1.476.073.709,51 1.524.746.321,54
7. Abschreibungen    
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 443.270.438,26 534.060.801,49
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,00 82.912.317,09
  443.270.438,26 616.973.118,58
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.168.775.967,74 2.814.495.353,28
9. Erträge aus Beteiligungen 23.830,10 302.921.392,77
10. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 239.853.054,90 40.048.998,17
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.815.557,24 36.571.650,44
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.249,00 0,00
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 903,15
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 476.850.775,27 399.980.940,86
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 716.089.993,68 -212.850.560,55
16. Außerordentliche Erträge 0,00 1.472.375,74
17. Außerordentliche Aufwendungen 54.080.778,00 53.569.339,87
18. Außerordentliches Ergebnis -54.080.778,00 -52.096.964,13
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (Ertragsposten) -119.572.513,04 -70.698.643,35
20. Sonstige Steuern 10.879.853,02 9.522.330,62
21. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 770.701.875,70 -203.771.211,95

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2014

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2014
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.465.277.139,94 53.282.109,51 774.446.643,06 91.176.304,10 1.835.288.910,49
2. Geleistete Anzahlungen 117.064.251,70 5.003.594,17 0,00 -88.955.468,35 33.112.377,52
  2.582.341.391,64 58.285.703,68 774.446.643,06 2.220.835,75 1.868.401.288,01
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.400.400.889,36 2.889.933,47 12.495.477,83 1.107.981,33 1.391.903.326,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.644.227.774,45 119.927.127,70 520.590.593,46 23.113.706,28 3.266.678.014,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.044.401,00 16.826.363,73 20.863.909,55 2.040.952,18 119.047.807,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105.834.247,17 104.858.497,72 0,00 -28.483.475,54 182.209.269,35
  5.271.507.311,98 244.501.922,62 553.949.980,84 -2.220.835,75 4.959.838.418,01
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.310.508.629,55 166.488.311,31 0,00 0,00 3.476.996.940,86
2. Beteiligungen 3.108.688,26 22.125,00 8.200,00 0,00 3.122.613,26
  3.313.617.317,81 166.510.436,31 8.200,00 0,00 3.480.119.554,12
Summe Anlagevermögen 11.167.466.021,43 469.298.062,61 1.328.404.823,90 0,00 10.308.359.260,14
  kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2014
EUR
Zugang
EUR
Zuschreibung
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.984.471.627,94 208.241.019,45 0,00 774.013.121,25 -5.517,24 1.418.705.043,38
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.984.471.627,94 208.241.019,45 0,00 774.013.121,25 -5.517,24 1.418.705.043,38
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.167.089.231,62 27.129.405,07 0,00 12.418.861,71 0,00 1.181.799.774,98
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.248.996.638,26 195.939.568,12 0,00 491.242.502,83 -1.573,84 2.953.695.277,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 92.439.091,52 11.960.445,62 0,00 11.886.447,40 7.091,08 92.505.998,66
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.508.524.961,40 235.029.418,81 0,00 515.547.811,94 5.517,24 4.228.001.051,03
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 439.189.304,14 0,00 439.189.304,14 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.146.250,00 12.249,00 0,00 0,00 0,00 2.158.499,00
  441.335.554,14 12.249,00 439.189.304,14 0,00 0,00 2.158.499,00
Summe Anlagevermögen 6.934.332.143,48 443.282.687,26 439.189.304,14 1.289.560.933,19 0,00 5.648.864.593,41
  Buchwerte Buchwerte
  Stand am 31.12.2014
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 416.583.867,11 480.805.512,00
2. Geleistete Anzahlungen 33.112.377,52 117.064.251,70
  449.696.244,63 597.869.763,70
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 210.103.551,35 233.311.657,74
2. Technische Anlagen und Maschinen 312.982.737,58 395.231.136,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.541.808,70 28.605.309,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.209.269,35 105.834.247,17
  731.837.366,98 762.982.350,58
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.476.996.940,86 2.871.319.325,41
2. Beteiligungen 964.114,26 962.438,26
  3.477.961.055,12 2.872.281.763,67
Summe Anlagevermögen 4.659.494.666,73 4.233.133.877,95

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

Allgemeine Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Adam Opel AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Jahresabschlüsse der Adam Opel AG, Rüsselsheim, und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der General Motors Company, Detroit, Michigan, USA, einbezogen, der nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt ist. Dieser kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission File Number 001-34960 eingesehen werden. Dieser Abschluss ist der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen.

Darüber hinaus wird der Jahresabschluss der Adam Opel AG auch in den Konzernabschluss der General Motors Automotive Holdings S.L., Saragossa, Spanien, einbezogen, der nach spanischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist. Dieser ist der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen und wird beim Handelsregister der Stadt Saragossa, Buch 2887, Seite Z-32722, hinterlegt.

Die Adam Opel AG hat aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB in Verbindung mit der vom Bundesministerium der Justiz herausgegebenen unbefristeten Konzernabschlussbefreiungsverordnung darauf verzichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Abschluss des Konzernmutterunternehmens, der General Motors Company, wird in deutscher Sprache beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und bekannt gemacht.

Erläuterung der im befreienden Konzernabschluss angewandten abweichenden

Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden

Der befreiende Konzernabschluss ist nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt. Dabei fanden insbesondere folgende im Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens angewandte Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden, die in folgender Hinsicht von deutschem Recht abweichen, Anwendung:

Firmenwerte entstehen nur, soweit Unterschiedsbeträge nicht auf die Abgeltung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände zurückgeführt werden können. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Für rechtliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Ausscheiden langlebiger Sachanlagen (bspw. Entsorgungsverpflichtungen) sind unter bestimmten Voraussetzungen sogenannte "Asset Retirement Obligations" anzusetzen. Im Entstehungszeitpunkt sind die Verpflichtungen sowohl als Rückstellung zu passivieren als auch dem zugehörigen Vermögensgegenstand zuzuschreiben. Der Ansatz erfolgt dabei in Höhe des Barwerts der voraussichtlich entstehenden Kosten.

Entgegen den Vorschriften des HGB ist eine Wertaufholung nach erfolgter außerplanmäßiger Abschreibung im Anlagevermögen grundsätzlich nicht gestattet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem beizulegenden Wert angesetzt, auch wenn dieser aufgrund von Kursänderungen über den Anschaffungskosten liegt.

Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt die Abzinsung mit dem jeweils aktuellen Marktzins. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach US GAAP erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Sonstige langfristige (größer 1 Jahr) Rückstellungen werden nach HGB unter Zugrundelegung eines von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatzes der letzten 7 Jahre, nach US GAAP soweit erforderlich unter Zugrundelegung eines aktuellen Marktzinssatzes bilanziert.

Nach HGB ist das Leasingobjekt dem Leasingnehmer zuzuordnen, wenn der wirtschaftliche Charakter einem Ratenkauf unter Eigentumsvorbehalt entspricht. In der unkündbaren Grundmietzeit müssen mindestens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten gedeckt sein. Nach US GAAP hat der Leasingnehmer das Leasingobjekt zu bilanzieren, wenn der Leasingnehmer alle Chancen und Risiken am Leasingobjekt trägt. Es ermöglicht dem Leasinggeber den Rückfluss des investierten Kapitals einschließlich einer entsprechenden Verzinsung.

Bestimmte Finanzinstrumente werden mit den beizulegenden Zeitwerten bewertet, auch dann, wenn diese über den Anschaffungskosten liegen.

Nach HGB besteht für passive latente Steuern eine Ansatzpflicht, wohingegen für aktive latente Steuern, sofern werthaltig, mit § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht eingeräumt wird. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge dürfen nur soweit gebildet werden, als deren Nutzung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre erwartet werden kann.

Nach US GAAP besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen nach US GAAP und nach Steuerrecht. Daneben sind auch aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zu bilanzieren. Der Buchwert eines latenten Steueranspruchs ist zu jedem Bilanzstichtag auf seine Werthaltigkeit zu überprüfen.

Ausweisänderungen

Unter den Umsatzerlösen werden im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der Veränderung der Organisationsstruktur von General Motors in Europa nach Gründung der Opel Group GmbH, Rüsselsheim, (Opel Group) und den daraus resultierenden strukturellen Veränderungen in der Geschäftstätigkeit der Adam Opel AG, die seit dem 1. Juli 2014 Auftragsfertigung für die Opel Group, Auftragsforschung und -entwicklung für den General Motors-Konzern sowie den Vertrieb von Fahrzeugen, Teilen und Zubehör auf dem deutschen Markt betreibt, erstmalig die Erlöse aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen für die GM Global Technology Operations LLC, Detroit, USA, (GTO) in Höhe von EUR 1.269,7 Mio. ausgewiesen. Diese sind unter Berücksichtigung des geänderten Geschäftsmodells, ihrer nachhaltigen Erbringung und des beträchtlichen Umfangs als unter die gewöhnliche Geschäftstätigkeit fallend zu subsumieren. Im Vorjahr wurden diese Erträge (EUR 1.200,0 Mio.) unter den sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde diesbezüglich nicht angepasst und ist somit nicht vergleichbar.

Vor diesem Hintergrund wurden auch die im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Kosten in Höhe von EUR 434,7 Mio., die im Zusammenhang mit der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an GTO stehen, erstmalig unter den Materialaufwendungen erfasst. Der Vorjahresausweis wurde diesbezüglich nicht angepasst und ist somit ebenfalls nicht vergleichbar.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr angewendet worden.

Fremdwährung

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Kursen zum Zeitpunkt der Buchung der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten bewertet und zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst; die in den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" enthaltenen Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden durch entsprechende Aufgliederung der Posten im Anhang gesondert ausgewiesen.

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung einer planmäßigen Abschreibung nach der linearen Methode bewertet und, soweit erforderlich, außerplanmäßig abgeschrieben.

Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und, soweit erforderlich, außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Grundstücke sind zu Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen aktiviert.

Anlagen im Bau werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden die Fertigungslöhne, das eingesetzte Material sowie angemessene Gemeinkostenzuschläge aus dem Konstruktions- und Fertigungsbereich im Rahmen von Stundenverrechnungssätzen berücksichtigt.

Den Abschreibungen liegen geschätzte Nutzungsdauern in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen zugrunde. Die Berechnung der planmäßigen Abschreibung erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3-5 Jahre
Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 20 - 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Die innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände aktivierten Werkzeugnutzungsrechte werden linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen der EDV-Software und der erworbenen Rechte an EDV-Software erfolgen linear über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Die Abschreibungen von Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken werden grundsätzlich nach der linearen Methode berechnet. Bei in der Zeit vom 1. Januar 1988 bis 31. Dezember 1993 aktivierten Bauten erfolgte eine Abschreibung nach der degressiven Methode mit einem Übergang auf lineare Abschreibungen, falls diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führen.

Die Abschreibungen für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Degressive Abschreibungen auf Zugänge bis 2008 werden fortgeführt. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang zur linearen Abschreibungsmethode in dem Jahr, in dem die lineare Abschreibung die degressive übersteigt.

Spezialwerkzeuge werden grundsätzlich über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu je EUR 150 werden im Jahr der Anschaffung vollständig in den Aufwand gebucht. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von EUR 150 bis EUR 1.000 werden als Sammelposten aktiviert und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Seit 2008 werden Vermögensgegenstände, deren ursprüngliche Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 liegen, im Jahr nach der vollständigen Abschreibung als fiktive Abgänge aus dem Anlagevermögen erfasst.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Von Gesellschaftern eingelegte Finanzanlagen werden im Zeitpunkt der Einlage mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei erwarteter dauerhafter Wertminderung werden diese auf Basis von Werthaltigkeitsanalysen auf den niedrigeren beizulegenden Wert außerplanmäßig abgeschrieben. Bei erfolgter Werterholung werden Zuschreibungen bis zur Obergrenze der historischen Anschaffungskosten der Finanzanlagen vorgenommen.

Umlaufvermögen

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Anschaffungskosten werden auf Grundlage der gleitenden Durchschnittskosten ermittelt. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird gegebenenfalls auf den niedrigeren Einkaufs- oder Absatzpreis (Überbestände) abgeschrieben. Der Niederstwerttest für die Waren erfolgt zum einen ausgehend von den Wiederbeschaffungskosten und zum anderen von dem Absatzpreis abzüglich etwaiger noch anfallender Aufwendungen im Zuge einer Veräußerung.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie entsprechende Gemeinkostenzuschläge und den Werteverzehr des Anlagevermögens. Hierfür werden pro Werk die Fertigungskosten pro Stück ermittelt, indem die gesamten Fertigungskosten für das jeweilige Modell durch die jeweiligen Stückzahlen geteilt werden. Dabei werden bei den gesamten Fertigungskosten sowohl die Fertigungsgemeinkosten als auch Teile der allgemeinen Verwaltungskosten sowie Kosten der betrieblichen Altersversorgung einschließlich des Zinsanteils aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Ansonsten werden Fremdkapitalzinsen sowie Entwicklungskosten nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Darüber hinaus werden das Niederstwertprinzip bzw. das Prinzip der verlustfreien Bewertung unter Beachtung der Marktpreise beachtet. Hierbei werden unfertige Erzeugnisse entsprechend ihres Fertigungsgrades bewertet.

Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch ausreichende Wertabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich angemessener Wertberichtigungen und unverzinsliche, nicht kurzfristige Forderungen mit dem Barwert angesetzt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt.

Allen erkennbaren Ausfallrisiken bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist durch angemessene Wertberichtigung Rechnung getragen.

Latente Steuern

Die unter Anwendung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgte Aktivierung latenter Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen. Ferner werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert. Latente Steuern aus Organgesellschaften werden bei der Adam Opel AG berücksichtigt.

Auf temporär abweichenden Wertansätzen beruhende aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Differenzen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen, aus steuerlicher Sicht nicht vorgenommenen Wertberichtigungen im Forderungsbestand, Pensionsrückstellungen, Rückstellungen für Abfindungsprogramme von Arbeitnehmern sowie Drohverlustrückstellungen. Nennenswerte passive Unterschiedsbeträge bestehen nicht.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge zum Bilanzstichtag wurden in Höhe der nach der aktuellen Planungsrechnung bis zum Ende 2019 zu erwartenden Verrechnung angesetzt.

Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein kombinierter Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuersatz des Organkreises von 30,57% (Vorjahr 30,88%) zugrunde gelegt. Die Veränderung zum Vorjahr beruht auf einer Verminderung des durchschnittlichen Gewerbesteuersatzes nach Schließung des Werkes in Bochum.

Vermögensverrechnung (Deckungsvermögen)

Nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB hat die Gesellschaft Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von diesen Vermögensgegenständen zugeordneten Schulden aus einem Gehaltsumwandlungsprogramm zur Altersvorsorge sowie aus einer Erfüllungsübernahmeverpflichtung für Pensionszusagen ehemaliger Mitarbeiter dienen, mit diesen Schulden verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der bei Wertpapieren (Fondsanteilen) dem Börsenkurs, bei Rückdeckungsversicherungen dem Aktivwert entspricht. Ergibt sich aus der jeweiligen Verrechnung ein Verpflichtungsüberhang, so wird dieser unter den Rückstellungen ausgewiesen. Sofern der Wert der Vermögensgegenstände den Wert der Verpflichtungen übersteigt, wird dieser Überhang als ,aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung' auf der Aktivseite der Bilanz dargestellt.

Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Erträgen und Aufwendungen aus der entsprechenden Verpflichtung verrechnet und die Salden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Als Bewertungsmethode wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt unter Berücksichtigung zukünftiger Gehaltssteigerungen und Rentenanpassungen. Im Hinblick auf die Sterblichkeit, Verheiratungs- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit liegen der Bewertung die Richttafeln Heubeck 2005G zugrunde.

Dabei wurden folgende Bewertungsannahmen verwendet:

• Rechnungszinsfuß 4,53%
• Dynamik der anrechenbaren Bezüge 2,30% Lohnempfänger 2,55% Gehaltsempfänger
• Fluktuation Towers Watson Standardtafeln
• Anpassung der laufenden Renten 0,00% bis 1,65% *
• Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung EUR 72.600
• Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 2,30%
• Finanzierungsendalter frühester Rentenbeginn in der Rentenversicherung bzw. vertraglich geregelter Rentenbeginn bei Altersteilzeitmitarbeitern

* Betrifft Zeiträume, für die nach §16 BetrAVG eine Anpassung zu erfolgen hat.

Bei der Ermittlung des Rechnungszinsfußes hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und die Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der aus der Aufzinsung resultierende Aufwand wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Des Weiteren werden die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungszinssatzes im Zinsaufwand ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen bestehen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen ermittelten notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten, durchschnittlichen Zinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Drohverlustrückstellungen werden für Verpflichtungen aufgrund vertraglicher Zusagen, insbesondere für den Fall von Minderabnahmen aus Beschaffungsverträgen, gebildet. Die Bewertung wird hierbei auf Basis von Vollkosten aufgrund der zugrunde liegenden Vertragspreise, Volumina bzw. Restwertberechnungen von Gebrauchtfahrzeugen vorgenommen.

Für künftige Leistungen im Rahmen von Dienstjubiläen wurden die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Beträge zurückgestellt.

Als Rückstellung für Altersteilzeit wird der Barwert aller zukünftigen zu leistenden monatlichen Aufstockungsbeträge ermittelt und mit Vertragsabschluss sofort zurückgestellt. Mit Beginn der Aktivphase der Altersteilzeit wurden die Erfüllungsrückstände zurückgestellt, die dann im Rahmen der Passivphase entsprechend verbraucht werden. In 2014 wurden keine neuen Verträge abgeschlossen.

Rückstellungen für Garantieverpflichtungen werden im Inland anhand der verkauften Stückzahlen ermittelt und modellabhängig mit unterschiedlichen Faktoren (Per-Unit Werte) multipliziert, die jedes Jahr im Januar aufgrund von aktuellen Erfahrungswerten festgelegt werden. Diese Beträge werden laufend kontrolliert und unterliegen regelmäßigen Anpassungen.

Beim Großteil der Fahrzeugverkäufe der Adam Opel AG werden nicht alle den Händlern zugesagten Verkaufsfördermaßnahmen direkt vom Rechnungsbetrag abgezogen. Verkaufsförderungen werden zu einem beträchtlichen Teil erst nach Überprüfung der den jeweiligen Verkaufsfördermaßnahmen zugrunde liegenden Bedingungen und deren Einhaltungen zeitlich nachgelagert ausgezahlt. Für diese Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet. Die Höhe der erforderlichen Rückstellung pro verkauftem Auto wird auf Basis der aktuell gültigen Verkaufsprogramme unter Berücksichtigung der verschiedenen Verkaufskanäle ermittelt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. In Bezug auf die Nachzahlung an den Pensionssicherungsverein aus dem Jahr 2006 erfolgt die Bewertung mit dem Barwert.

Die Verpflichtungen aus Erfüllungsübernahmeverträgen betreffen Pensionsansprüche und sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagengitter - Anlage zum Anhang - dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Werkzeugnutzungsrechte sowie geleistete Anzahlungen für Werkzeugnutzungsrechte.

Die Abgänge der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen vor allem voll abgeschriebene Werkzeugnutzungsrechte für nicht mehr produzierte Fahrzeuge in Höhe von EUR 646,1 Mio. und abgelaufene Nutzungsrechte aus der Zusammenarbeit mit der Firma Renault in Höhe von EUR 128,2 Mio.

Sachanlagen

Die Anlagenzugänge des Geschäftsjahres beinhalten im Wesentlichen Investitionen in Werkzeuge und Fertigungsanlagen für neue Modelle und Komponenten sowie Modellpflegemaßnahmen und Investitionen in die Verbesserung von Produktionsprozessen und des Arbeitsumfeldes.

Die Abgänge der Sachanlagen betreffen hauptsächlich Spezialwerkzeuge für nicht mehr produzierte Fahrzeuge in Höhe von EUR 285,7 Mio., den Verkauf von Maschinen an Dritte sowie Verschrottungen, wovon EUR 99,6 Mio. der Abgänge in Zusammenhang mit der Schließung des Fertigungsstandortes Bochum zum 31. Dezember 2014 stehen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die zum Bilanzstichtag in diesem Posten ausgewiesenen Beteiligungen an Unternehmen sind in der Tabelle "Anteilsbesitz der Adam Opel AG" aufgeführt.

Im Geschäftsjahr 2014 ergaben sich folgende wesentliche Veränderungen:

GM España S.L.U

In 2014 wurde eine Zuschreibung auf die Beteiligung an der GM España S.L.U. in Höhe von EUR 439,2 Mio. vorgenommen, da die Gründe für die in 2011 vorgenommene Abschreibung weggefallen sind.

GMF Germany Holdings GmbH

Mit Wirkung zum 8. Mai 2014 wurde die GM Europe Service GmbH in GMF Germany Holdings GmbH umfirmiert. Am 25. September 2014 hat die Adam Opel AG eine Einzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 166,5 Mio. vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

  Mio. EUR
  31.12.2014 Vorjahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 128,5 107,9
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,0 0,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.577,1 430,8
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.510,5 430,8
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,0 0,0
Sonstige Vermögensgegenstände 79,7 103,3
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2,5 1.785,3 2,7 642,0

Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden im Rahmen eines konzerneinheitlichen Netting-Verfahrens mit bestehenden Verbindlichkeiten verrechnet. Sofern zum Bilanzstichtag die Aufrechnungsvoraussetzungen gegeben sind, erfolgt ein saldierter Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum 31. Dezember 2014 Cashpoolforderungen in Höhe von EUR 28,9 Mio. (Vorjahr: EUR 17,5 Mio.) und mit den Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr verrechnete Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr: EUR 183,1 Mio.) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten zum 31. Dezember 2014 im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von EUR 49,0 Mio. (Vorjahr: EUR 64,6 Mio.), vor allem aus ausländischer Umsatzsteuer.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Im Rahmen der Restrukturierung am Standort Bochum und im Zusammenhang mit der Absicherung von Betriebsrenten von ehemaligen Mitarbeitern hat die Adam Opel AG bei unterschiedlichen Banken Sicherungsleistungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. hinterlegt, die der Gesellschaft nicht zur freien Verfügung stehen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet abgegrenzte Vorauszahlungen für den laufenden Geschäftsbetrieb.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern betreffen mit EUR 319,4 Mio. (Vorjahr: EUR 286,4 Mio.) latente Steuern auf temporäre Differenzen und mit EUR 180,6 Mio. (Vorjahr: EUR 75,5 Mio.) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge einschließlich Zinsvortrag. Der Anstieg der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen beruht maßgeblich auf der Erhöhung der temporären Differenz im Bereich der Pensionsrückstellungen. Die Erhöhung bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge resultiert aus der verbesserten Ergebnisplanung der Jahre 2015 bis 2019, was im Wesentlichen auf die Neustrukturierung der Geschäfte in Europa und die damit verbundene Übertragung der wirtschaftlichen Risiken an die Opel Group GmbH zurückzuführen ist.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von EUR 1,6 Mio. betrifft den Aktivwert einer verpfändeten Rückdeckungsversicherung in Höhe von EUR 1,9 Mio., der mit sonstigen Verbindlichkeiten aus der Erfüllungsübernahme von Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. verrechnet wurde. Die fortgeführten Anschaffungskosten und damit der beizulegende Zeitwert entsprechen dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung. Der Saldo aus den Erträgen aus dem Deckungsvermögen (EUR 0,2 Mio.) und den Aufwendungen aus der Verpflichtung (EUR 0,1 Mio.) in Höhe von EUR 0,1 Mio. ist im Zinsergebnis enthalten.

Passiva

Eigenkapital

Das Grundkapital (gezeichnete Kapital) ist in voller Höhe eingezahlt. Es beträgt EUR 664.679.600,00 und ist eingeteilt in 499.020.992 auf den Namen lautende, nennbetragslose Stammaktien und 165.658.608 auf den Namen lautende, nennbetragslose Vorzugsaktien.

Die Aktien an der Adam Opel AG werden zum 31. Dezember 2014 weiterhin wie folgt gehalten:

General Motors Automotive Holdings S.L., Saragossa, Spanien (SR 1) EUR 440.733.702
General Motors Automotive Holdings S.L., Saragossa, Spanien (VA 2) EUR 165.658.608
General Motors Holdings LLC, Detroit, Michigan, USA (SR 1): EUR 58.287.290
  EUR 664.679.600

Der rechnerische Nennbetrag einer Aktie beträgt einen Euro.

Ebenfalls unverändert zum Vorjahr werden insgesamt 100% der Anteile mittelbar von der General Motors Company gehalten.

Im Geschäftsjahr 2014 haben die GM Automotive Holdings S.L. (EUR 198,4 Mio.) und die GM Holdings LLC (EUR 19,1 Mio.) jeweils vier Einzahlungen in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB vorgenommen, so dass sich die Kapitalrücklage der Adam Opel AG insgesamt um EUR 217,5 Mio. erhöht hat.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 500,7 Mio. Dieser Betrag entfällt auf die Aktivierung latenter Steuern (EUR 500,0 Mio.) und auf den Unterschiedsbetrag nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (EUR 0,7 Mio.).

Angaben nach § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

Die GM Automotive Holdings S.L., Saragossa, Spanien, hat der Adam Opel AG gemäß § 20 Abs. 1 und 4 AktG mitgeteilt, dass sie unmittelbar mehr als 25% der Aktien und unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung (Mehrheit der Kapitalanteile und der Stimmrechte) an der Gesellschaft hält. Diese Mitteilung wurde von der Adam Opel AG im elektronischen Bundesanzeiger am 21. Januar 2003 veröffentlicht.

Darüber hinaus liegen keine weiteren Mitteilungen gem. § 20 Abs. 1 und 4 AktG vor.

1 Anteil mit vollen Stimmrechten
2 Stimmrechtsbeschränkte Vorzugsaktien

Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzverlust

Der Jahresüberschuss lässt sich auf den Bilanzverlust wie folgt überleiten:

  31.12.2014
EUR
Vorjahr
EUR
Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 770.701.875,70 -203.771.211,95
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -7.716.490.516,52 -7.512.719.304,57
Bilanzverlust -6.945.788.640,82 -7.716.490.516,52

Rückstellungen

Die Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

  Mio. EUR
  31.12.2014 Vorjahr
  gesamt kurzfristig gesamt kurzfristig
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.272,5 270,2 4.065,7 236,4
Steuerrückstellungen 5,6 5,6 3,0 3,0
Sonstige Rückstellungen 1.370,9 1.001,4 1.594,1 958,3
  5.649,0 1.277,2 5.662,8 1.197,7

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen und daher wird aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellungen ab 1. Januar 2010 die daraus resultierende Zuführung bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr mit mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Die Zuführung erfolgt in gleich hohen Jahresraten. Der noch nicht bilanzierte Rückstellungsbetrag beläuft sich auf EUR 523,2 Mio.

Im Rahmen eines Gehaltsumwandlungsprogramms zur Altersvorsorge für Führungskräfte besitzt die Gesellschaft Wertpapiere. Die Anlage erfolgt dabei altersabhängig in Aktien-, Renten- und/oder Geldmarktfonds bei einem externen Finanzdienstleister. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB werden die Wertpapiere mit den Verpflichtungen aus dem Gehaltsumwandlungsprogramm zur Altersvorsorge für Führungskräfte verrechnet.

Die Werte setzen sich wie folgt zusammen:

  Mio. EUR
Anschaffungskosten der Wertpapiere 1,4
Beizulegender Zeitwert der Wertpapiere * 2,4
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2,5
Ertrag aus den Wertpapieren 0,2
Aufwand aus dem Gehaltsumwandlungsprogramm 0,2

* Kurswert der Fondsanteile zum Bilanzstichtag

Die Steuerrückstellungen bestehen hauptsächlich für Gewerbesteuerzahlungen für das Jahr 2014.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit EUR 791,7 Mio. (Vorjahr: EUR 821,9 Mio.) sachbezogene Rückstellungen (im Wesentlichen Vergütungen, Provisionen und Rabatte, Garantien und Rückstellungen für Vertragsstrafen aufgrund von Minderabnahmen) und mit EUR 579,2 Mio. (Vorjahr: EUR 772,2 Mio.) personalbezogene Rückstellungen (im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen, Sondervergütungen, Urlaubsansprüche und Urlaubsgeld).

Die Insolvenzabsicherung der Rückstellungen für den Erfüllungsrückstand der Altersteilzeit erfolgt über ein Bürgschaftsmodell mit der Barclays Bank PLC. Per 31. Dezember 2014 beläuft sich die Bürgschaftssumme auf EUR 47,0 Mio.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

  Mio. EUR
  31.12.2014 Vorjahr
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7,2 5,7
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7,2 5,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.415,0 1.421,3
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.415,0 1.421,3
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,8 53,3
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0,8 53,3
davon aus Lieferungen und Leistungen 0,5 53,3
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,8 53,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen    
Unternehmen 2.337,5 2.049,4
davon aus Lieferungen und Leistungen 403,4 0,0
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.337,5 2.049,4
davon Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren 0,0 0,0
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 209,0 170,4
davon aus Steuern 55,1 42,8
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 3,1 1,6
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 127,2 93,1
davon Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren 6,6 6,6
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 75,2 70,7
  3.969,5 3.700,1

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden im Rahmen eines konzerneinheitlichen Netting-Verfahrens mit bestehenden Forderungen verrechnet. Sofern zum Bilanzstichtag die Aufrechnungsvoraussetzungen gegeben sind, erfolgt ein saldierter Ausweis von Forderungen und Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist eine revolvierende Kreditlinie bei der General Motors Europe Ltd. enthalten, von der die Adam Opel AG per 31. Dezember 2014 EUR 237,1 Mio. (Vorjahr: EUR 294,6 Mio.) in Anspruch genommen hat. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Des Weiteren beinhalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Cashpoolverbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.775,1 Mio. (Vorjahr: EUR 1.915,7 Mio.) und mit Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr verrechnete Cashpoolforderungen in Höhe von EUR 42,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Die Erfüllungsübernahmeverpflichtung von Pensionsverpflichtungen der Adam Opel AG gegenüber der Neovia Logistics Supply Chain Services GmbH, Rüsselsheim und sechs weiteren Service-Gesellschaften betragen zum 31. Dezember 2014 EUR 72,2 Mio. (Vorjahr: EUR 66,2 Mio.) und sind innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind weder durch Pfandrechte noch durch ähnliche Rechte gesichert.

Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Posten betrifft zum Bilanzstichtag abgegrenzte Erbbauzinsen.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2014 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften EUR 82,1 Mio. (Vorjahr: EUR 85,3 Mio.)

Gegenüber dem polnischen Wirtschaftsministerium gab die Adam Opel AG für Investitionszuschüsse, die die GM Manufacturing Poland Sp. z o.o., Polen, (GMMP) erhalten hat, eine Bürgschaft bis zu einem Betrag von EUR 58,5 Mio. ab. Mit einer Inanspruchnahme der Adam Opel AG ist derzeit nicht zu rechnen, da alle Bedingungen des Zuschussvertrages bis dato erfüllt worden sind.

Die Adam Opel AG gab am 8. August 2011 eine Bürgschaft in Höhe von EUR 23,1 Mio. gegenüber dem Nationalen Wirtschaftsministerium von Ungarn für einen an die Opel Szentgotthard Automotive Manufacturing Ltd., Ungarn, (Opel Szentgotthard) gewährten Zuschuss ab. Die Opel Szentgotthard benötigt diesen Zuschuss für den Aufbau der Produktion von drei neuen Motorengenerationen. Die Bürgschaft läuft am 30. September 2020 aus. Mit einer Inanspruchnahme der Adam Opel AG ist derzeit nicht zu rechnen, da alle Bedingungen des Zuschussvertrages bis dato erfüllt worden sind.

Weiterhin bestehen Bürgschaften von insgesamt rund EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) für Forderungen der GMAC Financial Services GmbH gegen bonitätsmäßig als schwach eingestufte Händler. Da alle Händler, für die gebürgt wird, ihre gegenwärtigen Zahlungen planmäßig geleistet haben, ist derzeit mit einer Inanspruchnahme der Adam Opel AG nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2014 ergeben sich zukünftige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie anderen Verträgen in Höhe von EUR 189,3 Mio. Die wesentlichen Verpflichtungen sind in der folgenden Tabelle zu ersehen:

  31.12.2014
Mio. EUR
Immobilien 174,0
IT-Einrichtungen 14,5
Andere 0,8
Gesamtbetrag 189,3

Außerdem besteht aufgrund der mit Tochtergesellschaften unbefristet abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge die Verpflichtung zur Übernahme etwaiger Verluste (siehe hierzu auch die Tabelle "Anteilsbesitz der Adam Opel AG").

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Regionen:

  2014 Vorjahr  
  Mio. EUR % Mio. EUR % Veränderung absolut
Inland 6.064,2 45,0 3.980,2 33,6 2.084,0
-davon Verbund 1.786,8 13,2 2,1 0,0 1.784,7
-davon Dritte 4.277,4 31,8 3.978,1 33,6 299,3
Ausland 7.423,0 55,0 7.860,3 66,4 -437,3
-davon Verbund 7.079,6 52,5 7.302,4 61,7 -222,8
-davon Dritte 343,4 2,5 557,9 4,7 -214,5
  13.487,2 100 11.840,5 100 1.646,7

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Segmente:

  2014 Vorjahr  
  Mio. EUR % Mio. EUR   Veränderung absolut
Fahrzeuge 7.804,3 57,9 9.085,8 76,7 -1.281,5
Teile, Zubehör und Komponenten 2.588,4 19,2 2.722,2 23,0 -133,8
Auftragsfertigung 1.786,3 13,2 0,0 0,0 1.786,3
Erbringung von F&E Leistungen 1.269,7 9,4 0,0 0,0 1.269,7
Dienstleistungen und sonstige 38,5 0,3 32,5 0,3 6,0
  13.487,2 100 11.840,5 100 1.646,7

Seit dem 1. Juli 2014 produziert die Adam Opel AG Fahrzeuge, Teile, Komponenten und Zubehör grundsätzlich als Auftragsfertiger ausschließlich für die Opel Group GmbH. Darüber hinaus ist sie als Vertriebsgesellschaft nur noch auf dem deutschen Markt tätig. Bis Mitte August 2014 erfolgte die Lieferung und Abrechnung von durch die Adam Opel AG produzierten Fahrzeugen direkt an die europäischen Vertriebsgesellschaften unter Anwendung der Vergütungsregelung des Auftragsfertigungsvertrags. In einer über den Bilanzstichtag hinausgehenden Übergangszeit werden Teile, Komponenten und Zubehör noch direkt durch die Adam Opel AG an die europäischen Vertriebsgesellschaften, ebenfalls unter Anwendung der Vergütungsregelung des Auftragsfertigungsvertrags, geliefert und abgerechnet.

In den Umsatzerlösen sind erstmalig Erträge aus der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an GTO in Höhe von EUR 1.269,7 Mio. enthalten. Im Vorjahr wurden diese Erträge (EUR 1.200,0 Mio.) unter den sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde diesbezüglich nicht angepasst.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen inklusive der Erträge aus dem Profit Split Vertrag für das erste Halbjahr 2014 (EUR 669,3 Mio.), aus der Zuschreibung auf die Beteiligung an der GM España S.L.U (EUR 439,2 Mio.) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung (EUR 63,6 Mio.; Vorjahr: EUR 253,1 Mio.).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt EUR 45,0 Mio. aus der Anpassung der Garantierückstellungen (EUR 28,9 Mio.) und der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (EUR 16,1 Mio.) enthalten.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 wurde zwischen der Adam Opel AG, der Opel Eisenach GmbH, der General Motors UK Ltd. sowie der GM España S.L.U. ein Profit Split Vertrag abgeschlossen. Nach diesem Vertrag teilten sich die nach der Verschmelzung der Opel Eisenach GmbH auf die Adam Opel AG verbliebenen europäischen Original Equipment Manufacturer (OEM) ihren gemeinsamen operativen Gewinn bzw. Verlust nach einem Schlüssel, der Kapital-, Beschäftigungs- und Umsatzkomponenten enthält, auf. Aufgrund dessen hat sich für die Adam Opel AG im ersten Halbjahr 2014 eine Gutschrift von EUR 195,7 Mio. ergeben. Im Rahmen der geschäftlichen Neuordnung wurde der Vertrag mit dem "GME OEM Profit Split Termination Agreement" zum 30. Juni 2014 gekündigt.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen von EUR 708,1 Mio. beinhalten Lizenzaufwendungen für den von der General Motors LLC zur Verfügung gestellten Zugang zu geistigem Eigentum in den Bereichen globale Automobiltechnologien, Beschaffung, Produktplanung und Programmmanagement, IT sowie Geschäftsprozesse für das erste Halbjahr 2014 (EUR 33,7 Mio.). Der Vertrag wurde mit dem "Business System Royalty Termination Agreement" zum 30. Juni 2014 gekündigt und am gleichen Tag ein entsprechender Vertrag zwischen der Opel Group und der General Motors LLC geschlossen.

In den Materialaufwendungen sind erstmalig Aufwendungen in Höhe von EUR 434,7 Mio. enthalten, die im Zusammenhang mit der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsleistungen an GTO stehen. Im Vorjahr wurden diese in vergleichbarem Umfang unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Vorjahresausweis wurde diesbezüglich nicht angepasst.

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung, einschließlich der Effekte aus der Änderung von versicherungsmathematischen Annahmen, mit Ausnahme der Zinssatzänderungen. In 2014 haben sich aufgrund einer Änderung des Rententrends insgesamt Erträge in Höhe von EUR 17,1 Mio. (Vorjahr: Aufwendungen EUR 98,4 Mio.) aus der Altersversorgung ergeben.

Abschreibungen

Die im Geschäftsjahr vorgenommenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 420,8 Mio. (Vorjahr: EUR 526,9 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 22,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.), die im Zusammenhang mit der Einstellung der Produktion am Standort Bochum stehen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Dieser Posten beinhaltet insbesondere Aufwendungen für Werbung und Verkaufsförderungen (EUR 251,3 Mio.), für Fremdleistungen (EUR 194,3 Mio.), für Frachten (EUR 134,7 Mio.), Gewährleistung und Kulanz (EUR 122,7 Mio.), für Instandhaltung und Reparaturen (EUR 85,1 Mio.) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (EUR 37,0 Mio.; Vorjahr: EUR 274,0 Mio.).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Lizenzaufwendungen für die Nutzung des Markennamens "Opel" von der Opel Special Vehicles GmbH für das erste Halbjahr 2014 in Höhe von EUR 36,8 Mio. (Vorjahr: EUR 99,5 Mio.) enthalten. Der Vertrag wurde mit dem "Termination Agreement" zum 30. Juni 2014 gekündigt und am gleichen Tag ein entsprechender Vertrag zwischen der Opel Group und der Opel Special Vehicles GmbH abgeschlossen.

Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

  Mio. EUR
  2014 Vorjahr
Erträge aus Beteiligungen 0,0 302,9
davon aus verbundenen Unternehmen 0,0 302,9
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 239,9 40,1
Beteiligungsergebnis 239,9 343,0

Die Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen betreffen Dividenden der GM Europe Holdings S.L., Saragossa. Im Vorjahr hat diese diverse Gesellschaften verkauft und dabei entsprechende Gewinne erzielt, die an die Adam Opel AG ausgeschüttet wurden. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte keine Gewinnausschüttung.

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beinhalten das Ergebnis der GMF Germany Holdings GmbH, Rüsselsheim, (ehemals GM Europe Service GmbH) in Höhe von EUR 204,3 Mio. und der Opel Special Vehicles GmbH, Rüsselsheim, in Höhe von EUR 35,6 Mio. (Vorjahr: EUR 40,1 Mio.).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

  Mio. EUR
  2014 Vorjahr
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,8 36,6
davon aus verbundenen Unternehmen 4,8 35,9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 476,8 400,0
davon an verbundene Unternehmen 14,9 60,0
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen 458,8 335,7
Zinsergebnis -472,0 -363,4

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 54,1 Mio. ergeben sich im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Übergangserleichterungen bei der Bewertungsumstellung der Pensionsrückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB. Hiernach wird spätestens bis 2024 jedes Jahr mindestens ein Fünfzehntel des Differenzbetrags aus der aufgrund des BilMoG durchgeführten Neubewertung der Pensionsrückstellungen unter den außerordentlichen Aufwendungen gezeigt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steuerertrag resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus latenten Steuern (EUR 138,1 Mio.; Vorjahr: EUR 70,4 Mio.). Siehe hierzu auch unsere Ausführungen unter den "Latenten Steuern". Demgegenüber steht ein laufender Steueraufwand aus Gewerbesteuer (EUR 8,8 Mio.) und Körperschaftsteuer (EUR 8,5 Mio.), die hauptsächlich das laufende Geschäftsjahr betreffen. Darüber hinaus enthält die Position ausländische Quellensteuer in Höhe von EUR 0,8 Mio.

Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern beinhalten Grundsteuer in Höhe von EUR 8,3 Mio. sowie Kraftfahrzeugsteuer in Höhe von EUR 2,6 Mio.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer

  Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
  2014 Vorjahr
Rüsselsheim 12.947 12.692
Bochum 3.007 3.318
Kaiserslautern 2.161 2.147
Eisenach 1.398 1.388
Zwischensumme 19.513 19.545
Auszubildende 559 540
Summe 20.072 20.085
-davon Lohnempfänger 11.673 11.910
-davon Gehaltsempfänger 7.840 7.635
-davon Auszubildende 559 540

Bezüge von Organmitgliedern

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 2,4 Mio. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung und ihrer Hinterbliebenen betragen EUR 2,4 Mio.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der geschäftsführenden Organe und ihrer Hinterbliebenen sind EUR 26,0 Mio. zurückgestellt.

Die Vergütungen an Mitglieder des Aufsichtsrates belaufen sich auf EUR 0,4 Mio.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar einschließlich der Prüfung des Konzernberichtspakets für die GM Company beträgt EUR 2,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Dieses setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen von EUR 1,5 Mio., anderen Bestätigungsleistungen von EUR 0,5 Mio. und Steuerberatungsleistungen von EUR 0,2 Mio. zusammen.

Derivative Finanzinstrumente

Die Adam Opel AG ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsänderungsrisiken sowie Preisrisiken beim Bezug von Einsatzmaterialien und Waren ausgesetzt. Eine Absicherung durch derivative Instrumente erfolgt mit Ausnahme der Absicherung des Währungsrisikos aus einem langfristigen Liefervertrag grundsätzlich nicht. Im Zusammenhang mit diesem spezifischen Vertrag schließt die Gesellschaft rollierend über eine Laufzeit von 24 Monaten konzernintern Devisentermingeschäfte ab. Zum Bilanzstichtag betragen die Nominalwerte EUR 92,7 Mio., die nicht bilanzierten positiven beizulegenden Zeitwerte EUR 5,7 Mio. Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Marktpreisen entsprechender Devisentermingeschäfte.

Anteilsbesitz der Adam Opel AG (Stand 31. Dezember 2014)

Anteil am gezeichneten Kapital
(%)
Eigenkapital
(TEUR)
Jahresergebnis
(TEUR)
I. Inländische verbundene Unternehmen      
Unmittelbar      
1. Opel Special Vehicles GmbH, Rüsselsheim 1),4) 100 877.300 0
2. GMF Germany Holdings GmbH, Rüsselsheim (bis zum 8. Mai 2014 GM Europe Service GmbH) 1),4) 100 590.309 0
3. GM Deutschland GmbH, Rüsselsheim 4) 100 11 1
Mittelbar      
1. GM Financial GmbH, Potsdam (bis zum 23. März 2015 GMAC Financial Service) 4) 100 2.577 499
2. Master Lease Germany GmbH, Hattersheim 2),4) 100 23.646 0
3. Opel Bank GmbH, Rüsselsheim (bis zum 23. März 2015 GMAC Bank GmbH) 2),4) 100 419.750 0
4. Opel Leasing GmbH, Rüsselsheim (bis zum 23. März 2015 GMAC Leasing GmbH) 3),4) 100 31 0
5. GM Financial Real Estate GmbH & Co. KG, Rüsselsheim (bis zum 23. März 2015 GMAC Real Estate GmbH & Co. KG) 100 335 197
II. Ausländische verbundene Unternehmen      
Unmittelbar      
1. GM España S.L.U., Figueruelas / Saragossa, Spanien 4) 100 75.317 -40.166
2. GM Europe Holdings S.L., Saragossa, Spanien 4) 100 1.431.055 54.237
3. GM Türkiye Ltd., Sirketi, Türkei 4) 99,77 6.916 10.410
4. GM Automotive UK, Großbritannien 4) 100 18.813 -773
5. GM Holdings U.K. No. 1 Ltd., Großbritannien 4) 100 -10.309 -7.731
Mittelbar      
1. GM Belgium N.V., Belgien 4) 100 6) 21.140 21.309
2. Opel Danmark A/S, Dänemark 4) 100 2.010 531
3. GM Portugal Lda., Portugal 4) 100 7) 16.274 183
II. Ausländische verbundene Unternehmen      
Mittelbar      
4. Opel Sverige AB, Schweden 4) 100 2.727 546
5. GM Nederland B.V., Niederlande 4) 100 7.877 -3.676
6. GM Global Purchasing and Supply Chain Romania, Rumänien 4) 100 373 101
7. GM Austria GmbH, Österreich 4) 100 17.987 -1.652
8. Opel Southeast Europe LLC, Ungarn 5) 100 671 251
9. GM Ireland Ltd., Irland 5) 100 2.246 731
10. GM Italia S.r.l., Italien 4) 100 32.047 8.992
11. Aftermarket Italia S.r.l., Italien 4) 100 10 -33
12. Aftermarket UK Ltd., Großbritannien 4) 100 0 -921
13. GM Finland Oy , Finland 4) 100 3.336 -155
14. GM Hellas S.A., Griechenland 4) 100 60 4.774
15. GM Suisse S.A., Schweiz 4) 100 4.643 3.101
16. GM France S.A.S., Frankreich 4) 100 18.756 5.700
17. GM Poland Sp. z o.o., Polen 4) 100 37.634 10.787
18. GM Automotive Services NV., Belgien 4) 100 8) 1.087 11
19. Opel Norge AS, Norwegen 4) 100 7.763 1.083
20. GM Holdings U.K. No. 3 Ltd., Großbritannien 4) 100 38.657 0
21. VHC Sub-Holdings (UK), Großbritannien 4) 100 13.659 -25.643
22. General Motors UK Ltd., Großbritannien 4) 100 -816.575 -37.627
23. Vauxhall Motors Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0
24. GM Retirees Pension Trustees Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0
25. Vauxhall Defined Contribution Pension Plan Trustees Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0
26. IBC Pension Trustees Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0
27. GM (U.K.) Pension Trustees Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0
28. IBC Vehicles Ltd., Großbritannien 4) 100 25.629 -10.341
29. Millbrook Pension Mgt. Ltd., Großbritannien 4) 100 0 0

1) Ergebnisabführungsvertrag mit der Adam Opel AG
2) Ergebnisabführungsvertrag mit der GMF Germany Holdings GmbH
3) Ergebnisabführungsvertrag mit der Opel Bank GmbH
4) Jahresabschluss noch nicht geprüft; vorläufige Zahlen per 31. Dezember 2014
5) Geprüfte Zahlen per 31. Dezember 2013
6) 1 Aktie unmittelbar von der Adam Opel AG gehalten
7) 0,01% Anteile unmittelbar von der Adam Opel AG gehalten
8) 1 Aktie von GM Belgium N.V. gehalten

Vorstand

Dr. Karl-Thomas Neumann

Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG (bis 31. Juli 2014)

Michael F. Ableson

Entwicklung (bis 31. Dezember 2014)

Charles J. Klein

Entwicklung (ab 1. Januar 2015)

Peter C. Küspert

Vertrieb und Aftersales (bis 31. Juli 2014)

Michael Lohscheller

Finanzen (bis 31. Juli 2014)

Tina Müller

Marketing (bis 31. Juli 2014)

Ulrich Schumacher

Personal

Sprecher des Vorstands (ab 19. November 2014)

Peter Thom

Fertigung (bis 31. Juli 2014)

Susanna Webber

Purchasing and Supply Chain (bis 31. Juli 2014)

Johan Willems

Kommunikation (bis 31. Juli 2014)

Aufsichtsrat

Daniel Ammann, New York, USA, Vorsitzender (ab 28. Februar 2014 Vorsitzender) President, General Motors Company
Stephen J. Girsky, New York, USA, Vorsitzender (bis 27. Januar 2014) Vice Chairman, General Motors Company
Dr. Wolfgang Schäfer-Klug *, Darmstadt, stellv. Vorsitzender Gesamtbetriebsratsvorsitzender, Adam Opel AG
Michael F. Ableson, Birmingham, USA (ab 1. Januar 2015) Vice President Global Planning and Program Management, General Motors Company
Mary T. Barra, Novi, USA (bis 27. Januar 2014) Chief Executive Officer, General Motors Company
John A. Calabrese, Northville, USA (bis 14. Mai 2014) Vice President Global Vehicle Engineering, General Motors Company
Stephen K. Carlisle, Rochester, USA (bis 8. Dezember 2014) Vice President Global Planning and Program Management, General Motors Company
Petra Deichmann *, Rüsselsheim Stellv. Betriebsratsvorsitzende, Adam Opel AG
James B. DeLuca, Clarkston, USA (ab 26. Februar 2014) Executive Vice President Global Manufacturing, General Motors Company
Rainer Einenkel *, Witten (bis 31. März 2015) Betriebsratsvorsitzender Werk Bochum, Adam Opel AG
Dirk Grützner *, Castrop-Rauxel (bis 31. Dezember 2014) Bereichsbetriebsrat Werk Bochum, Adam Opel AG
Melissa A. Howell, Clarkston, USA (bis 8. Mai 2014) Senior Vice President Global Human Resources, General Motors Company
Steven A. Kiefer, Northville, USA (ab 1. Januar 2015) Vice President Global Product Development, Purchasing and Supply Chain, General Motors Company
Robert T. King *, Ann Arbor, USA President United Allied Workers (UAW), Nordamerika
Timothy E. Lee, Lake Orion, USA (bis 24. Februar 2014) President GM International Operations, General Motors Company
Grace D. Lieblein, Berkley, USA (bis 8. Dezember 2014) Vice President Global Purchasing and Supply Chain, General Motors Company
Michael Lohscheller, Bad Soden/Ts. (ab 24. September 2014) Vice President & CFO, Board Member, Opel Group GmbH
Bernd Lösche *, Eisenach Betriebsratsvorsitzender Werk Eisenach, Adam Opel AG
Kenneth E. Morris, Lapeer, USA (bis 28. August 2014) Vice President Global Product Development, Purchasing and Supply Chain, General Motors Company
Dr. Karl-Thomas Neumann, Königstein (ab 24. September 2014) GM Executive Vice President and President GM Europe, Opel Group GmbH
John J. Quattrone, Bloomfield Hills, USA (bis 3. September 2014) GM Vice President Global Human Resources General Motors Company
Mark L. Reuss, Bloomfield Hills, USA (ab 26. Februar 2014) Executive Vice President & President North America, General Motors Company
John Stapleton, Rochester, USA (bis 27. Januar 2014) Vice President Performance Improvement, General Motors Company
Armin Schild *, Frankfurt am Main (bis 5. Februar 2015) Bezirksleiter Frankfurt am Main, IG Metall,
Charles K. Stevens III., Oakland Township, USA (ab 26. Februar 2014) Executive Vice President & CFO, North America, General Motors Company
Julia Steyn, New York, USA (ab 26. Februar 2014) Vice President Corporate Development and Global Mergers & Acquisitions, General Motors Company
Lothar Sorger *, Olsbrücken Betriebsratsvorsitzender Werk Kaiserslautern, Adam Opel AG
Felix Stumpf *, Frankfurt am Main Jurist, IG Metall Vorstand Frankfurt
Riccardo Ventura, Turin, Italien Vice President & General Counsel Europe, General Motors Powertrain - Europe S.r.l.
Friedhelm Wenzel *, Kelkheim Regional Tax Director, Adam Opel AG

* Arbeitnehmervertreter

 

Rüsselsheim, 27. Mai 2015

DER VORSTAND

Ulrich Schumacher

Charles J. Klein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Adam Opel AG, Rüsselsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Adam Opel AG, Rüsselsheim, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 27. Mai 2015

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Giere, Wirtschaftsprüfer

Witte, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Pflichten wahrgenommen, den Vorstand beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Insgesamt fanden vier turnusmäßige Sitzungen, und zwei außerordentliche Sitzungen statt. Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2014 keinen Beschluss im schriftlichen Verfahren gefasst.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die Aufsichtsratssitzungen hinaus, mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Abweichungen von der Geschäftsplanung und die strategische Entwicklung des Unternehmens wurden zudem in gesonderten Gesprächen zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Vorstand erörtert sowie in den Ausschüssen und im Aufsichtsratsplenum weiter diskutiert.

Arbeit in den Ausschüssen

Der Aufsichtsrat hat insgesamt fünf Ausschüsse eingerichtet. Diese bereiten u.a. die Beschlüsse des Aufsichtsrats und die Tagesordnung des Plenums vor. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsrat jeweils in der auf eine Beratung folgenden Sitzung, über die Arbeit im jeweiligen Ausschuss. Der Vermittlungsausschuss musste im Berichtszeitraum nicht einberufen werden.

Das Präsidium tagte im Berichtszeitraum acht Mal. Auch zwischen diesen Sitzungen hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit den Mitgliedern des Präsidiums Themen von besonderer Bedeutung für das Unternehmen besprochen, insbesondere die Entwicklung der Finanzkennzahlen, die langfristige Finanzierung der Adam Opel AG, notwendige Restrukturierungsmaßnahmen. Von besonderer Bedeutung für das Gremium war zudem die Schließung des Werkes in Bochum sowie die Veränderungen in den Produktionsstandorten in Zaragoza und Szentgotthard. Außerdem diskutierte das Präsidium intensiv die strukturellen Veränderungen, im Geschäftsmodell und dem Funktions- und Risikoprofil der Adam Opel AG, die seit dem 1. Juli 2014 als Auftragsfertiger Fahrzeuge, Teile, Komponenten und Zubehör für die Opel Group GmbH produziert oder für diese beschafft, als Vertriebsgesellschaft auf dem deutschen Markt tätig ist und darüber hinaus Auftragsforschung und -entwicklung für den General Motors-Konzern betreibt, sowie bestimmte zentrale Produktions-, Verwaltungs- und Marketingdienstleistungen für die Opel Group GmbH erbringt.

Der Finanzausschuss tagte fünf Mal. Im Fokus des Finanzausschusses stand u.a. die Finanzberichterstattung des Jahres 2014 und die dazugehörigen Berichte sowie auf fortlaufender Basis die Finanzkennzahlen und der Finanzausblick inklusive der Cash-Flow Analyse und das Risikomanagement. Der Finanzausschuss hat sich intensiv mit der Änderung des Geschäftsmodells von GM in Europa und der Gründung der Opel Group GmbH, insbesondere mit den Auswirkungen der geänderten Struktur auf die Adam Opel AG befasst. Zudem galt das Augenmerk des Finanzausschusses dem Risikomanagement. In den Sitzungen wurde auch die Darlehenssituation besprochen. Der Finanzausschuss hat den MidTermPlan (mittelfristige Planung) erörtert und Ergebnisse bzw. Finanzziele neuer Produktvorhaben analysiert und kritisch hinterfragt.

Im Produktplanungsausschuss tagte nur einmal und erörterte die Portfolio-Strategie und die Produktentwicklung, inklusive Motoren-, Getriebe und CO 2 Strategie.

Der Personalausschuss tagte insgesamt fünf Mal, einige Sitzungen waren bedingt durch die Veränderungen im Management der Adam Opel AG und Folge der Umstrukturierung zur Opel Group im Berichtszeitraum bedingt. Daneben war der Ausschuss mit der Vorstandsvergütung und der Prüfung der Ziele des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 befasst.

Themen im Aufsichtsratsplenum

Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum des Aufsichtsrats der Adam Opel AG waren die allgemeine Markt- und Unternehmenssituation, die Produktentwicklung und der Finanzstatus. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Absatzentwicklung (Vertriebsergebnisse), die Entwicklung des Geschäftsumfeldes und deren entsprechende Auswirkungen auf die Unternehmensplanung informiert sowie die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenslage vorgestellt. Zudem wurden die strukturellen Veränderungen in der Geschäftstätigkeit und dem Funktions- und Risikoprofil der Adam Opel AG vorgestellt und diskutiert.

Um die Veränderungen im Management auf GM Ebene und deren Auswirkungen auf die Besetzung des Aufsichtsrates nachzuvollziehen, wurde eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates am 28. Februar 2014 einberufen, bei der notwendig gewordene Nachwahlen in die Positionen und Ausschüsse stattfanden. Basierend auf der Empfehlung des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat in dieser außerordentlichen Sitzung ebenfalls entschieden, das Mandat von Dr. Karl-Thomas Neumann als Vorstandsvorsitzenden um weitere vier Jahre zu verlängern.

In der ordentlichen Sitzung am 26. März 2014 wurde insbesondere durch den Aufsichtsrat genehmigt, dass das Werk Bochum zum Ende des Jahres 2014 geschlossen wird. Daneben wurde der Aufsichtsrat über die allgemeine Unternehmenssituation, den Finanzausblick und die weitere Budgetplanung des Jahres 2014 informiert.

In der Sitzung am 18. Juli 2014 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht der Adam Opel AG zum 31. Dezember 2013 erörtert und gebilligt. Zudem hat der Aufsichtsrat nach eingehender Erörterung in dieser Sitzung den Beschluss zur Genehmigung der Opel Group - Geschäftsstruktur gefasst und sich sowohl mit den Themen Produktsicherheit, als auch den erweiterten Vereinbarungen zum gemeinsamen Einkauf mit PSA befasst. Dem Aufsichtsrat wurde neben der Erörterung der allgemeinen Geschäftslage in dieser Sitzung auch das Projekt zur Einführung von OnStar in Europa vorgestellt.

Die Sitzung am 9. Oktober 2014 war die erste Sitzung nach der Umstrukturierung des europäischen Geschäftsmodells mit der Opel Group GmbH und dem dort vorhandenen separaten Beirat. In Folge dieser Umstrukturierung wurde in der Sitzung am 9. Oktober 2014 die Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates beschlossen, dies betraf im Wesentlichen die Abschaffung des Produktplanungsausschuss auf Ebene des Aufsichtsrates der Adam Opel AG, als eine Folge der Änderungen zum Prozess der Portfolioplanung für Fahrzeuge und Motoren / Getriebe sowie der Veränderungen in der Definition der zustimmungspflichtigen Geschäfte in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates. Außerdem fanden verschiedene Nachwahlen in die Aufsichtsratsausschüsse statt und der Vorstand erläuterte die Entwicklungen zum Compliance Management.

In der außerordentlichen Sitzung am 19. November 2014 wurde der neue Geschäftsverteilungsplan des Vorstands der Adam Opel AG genehmigt und Charles J Klein ab dem 1. Januar 2015 zum Vorstandsmitglied der Adam Opel AG ernannt, nachdem in Folge der Umstrukturierung zum Opel Group - Geschäftsmodell die Mitglieder des Vorstands, bis auf Ulrich Schumacher und Michael F. Ableson, sukzessive von Ihren Vorstandspositionen in der Adam Opel AG zurückgetreten waren um Geschäftsführer der Opel Group GmbH zu werden.

In der letzten ordentlichen Sitzung am 10. Dezember 2014 hat sich der Aufsichtsrat mit der allgemeinen Markt- und Unternehmenssituation und dem Finanzstatus befasst.

Veränderungen im Vorstand und im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestellte zunächst Dr. Karl-Thomas Neumann am 28. Februar 2014 für weitere vier Jahre zum Vorstandsvorsitzenden. Alle Vorstände der Adam Opel AG traten im Jahr 2014 nach der Genehmigung zur Opel Group - Umstrukturierung sukzessive von ihren Vorstandsämtern zurück, um Ihre Geschäftsführerpositionen bei der Opel Group GmbH anzunehmen. Lediglich Ulrich Schumacher und Michael F. Ableson verblieben als Vorstand in der Adam Opel AG. Auch Michael F. Ableson trat dann allerdings zum 31. Dezember 2014 von seiner Position als Vorstand der Adam Opel AG zurück, daher wurde bereits am 19. November 2014 Charles J. Klein zum Vorstandsmitglied der Adam Opel AG ab dem 1. Januar 2015 ernannt.

Die Arbeitnehmerseite betreffend ergaben sich folgende Änderungen im Aufsichtsrat:

Dirk Grützner schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Aufsichtsrat der Adam Opel AG aus. Die Arbeitgeberseite betreffend ergaben sich folgende Änderungen:

Stephen J. Girsky war bis zum 27. Januar 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Adam Opel AG, auf ihn folgte Daniel Ammann als neuer Vorsitzender zum 28. Februar 2014.

Mary T Barra und John T. Stapleton traten am 27. Januar 2014 von ihrem Amt als Aufsichtsratsmitglieder zurück, ebenso Timothy E. Lee zum 24. Februar 2014, Melissa A. Howell zum 8.Mai 2014, John A. Calabrese zum 14. Mai 2014, Stepehen K. Carlisle und Grace D. Lieblein beide zum 8. Dezember 2014. Daneben waren Kenneth E. Morris vom 7. Juli 2014 bis zum 28. August 2014 und John J. Quattrone vom 7. Juli 2014 bis 3. September 2014 bestellte Aufsichtsräte der Adam Opel AG.

Soweit nicht bereits vorgenannt und zum 31. Dezember 2014 bereits wieder ausgeschieden wurden in Folge der personellen Veränderungen auf GM Ebene und der Umstrukturierungen im Rahmen des Opel Group - Geschäftsmodells folgende Unternehmensvertreter zu Aufsichtsräten bestellt: Charles K. Stevens III, Mark L. Reuss und Julia Steyn ab 26. Februar 2014, Daniel Ammann ab 28. Februar 2014, James B. DeLuca ab 26. Februar 2014, Dr. Karl-Thomas Neumann und Michael Lohscheller ab 24. September 2014.

Jahresabschlussprüfung

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche, Frankfurt am Main, hat den Jahresabschluss, und den Lagebericht 2014 der Adam Opel AG geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Gleiches gilt für den Abhängigkeitsbericht nach § 312 AktG für 2014. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Finanzausschusses am 12. Juni 2015 intensiv erörtert. Der Finanzausschuss empfahl dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht 2014 zu billigen. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben dem Ergebnis der Prüfung zugestimmt und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, Lagebericht und Abhängigkeitsbericht 2014 in seiner Sitzung am 16. Juni 2015 gebilligt. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Hauptversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Abhängigkeitsberichts 2014 in der vorgelegten Form.

 

Juni 2015

Daniel Ammann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Adam Opel AG

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