Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 505494
Eingetragen
14.8.2003
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Betrieb eines Ensorgungsfachbetriebes, der Handel mit Schrott und Metallen sowie der Betrieb eines Containerdienstes.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
René Fehse
seit 22.5.2020
Prokura
Leon Louis Schweitzer
seit 22.5.2020
Prokura
Roman Binhack
seit 4.7.2012
Prokura
Prokura
Roman Schweitzer
seit 21.7.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Roman Schweitzer
Pforzheim
17.500 €
70.00%
Leon Louis Schweitzer
Pforzheim
7.500 €
30.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Weick Recycling GmbH

Pforzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Lagebericht

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

1 | Unternehmensprofil

Die WEICK Recycling GmbH betreibt in Pforzheim eine der modernsten Recyclinganlagen zur Lagerung, zur Behandlung und zum Umschlag von Eisen- und Nichteisenschrotten in Deutschland. Neben den Hauptumsatzträgern Schrott (Eisenmetalle) und Nichteisenmetallen, erbringt das Unternehmen weitere Entsorgungsdienstleistungen und berät seine Kunden proaktiv unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten.

Unser Betrieb arbeitet nach den modernsten Qualitäts- und Umweltstandards mit neuester Prozesstechnologie. Ein dem Stand der Technik entsprechender Maschinenpark und erstklassig ausgebildete Mitarbeiter tragen hierfür Sorge. Wir planen und agieren kundenorientiert und nachhaltig in Bezug auf den Umwelt- und Klimaschutz.

Die Gesellschaft bilanziert in einem abweichenden Wirtschaftsjahr vom 01. Juli bis zum 30. Juni.

2 | Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Umsatzentwicklung in der Schrott- und NE-Metallbranche ist in erster Linie von der Preisentwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten sowie von der umgeschlagenen Schrottmenge abhängig. Ein rückläufiger Umsatz ist daher nicht zwangsläufig mit einer Ergebnisverschlechterung verbunden, sofern die umgeschlagene Menge durch geschicktes unternehmerisches Handeln positiv beeinflusst wird.

Nachdem sich die deutsche Wirtschaft bis in den Spätsommer 2022 hinein kräftig erholen konnte, trübte sich die konjunkturelle Lage im Herbst 2022 wieder deutlich ein. Ursächlich hierfür waren die seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 erheblich angestiegen Kosten für Energieträger und Rohstoffe sowie sich weiter zuspitzende Lieferketten- und Logistikprobleme. Der Großhandelspreis für Gas verteuerte sich um ein Vielfaches und es entstand eine Preisspirale, welche auch die Strom- und Kraftstoffpreise mit sich nach oben zog. Obwohl sich die Energiepreise im vierten Quartal 2022 wieder deutlich abminderten und sich der direkte Beitrag auf die Produktions- und Dienstleistungskosten abschwächte, nahm die Inflation bei allen Waren und Dienstleistungen kontinuierlich zu und erreichte im Oktober 2022 mit 8,8% ihren Höhepunkt im Berichtzeitraum. Im Jahresmittel 2022 wurde vom Statistischen Bundesamt eine Inflationsrate in Höhe von 6,9% ermittelt. Die hohen Teuerungsraten führten zu einer massiven Einkommens- und Ertragsentwertung, wes-halb es zu einer Schwächung der Konsum- und Investitionsnachfrage kam. Zudem begannen die großen Notenbanken der hohen Inflation mit Zinsanhebungen entgegenzutreten. Die Europäische Zentralbank beendete die seit März 2016 andauernde 0% Zinspolitik und hob den Zinssatz am 27.07.2022 zunächst auf 0,5% an. Weitere Zinsanhebungen erfolgten sukzessive bis auf 3,5% im März 2023.

Die Weltwirtschaft wurde im zweiten Halbjahr 2022 zunehmend durch die Straffung der Geldpolitik, ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in China und die Auswirkungen des Ukraine Konflikts beeinträchtigt, was zu einer Verlangsamung der Aktivitäten der stahl- und metallverarbeitenden Branchen geführt hat und damit auch Auswirkungen auf unsere Branche hatte. Produktionskürzungen führten zu einer geringen Schrottnachfrage und die erhoffte Belebung stellte sich nicht ein. Trotzdem zeigte sich die deutsche Wirtschaft widerstandsfähig und die von vielen Wirtschaftsforschungsinstituten prognostizierte Rezession im ersten Quartal 2023 blieb aus.

Die Logistikprobleme nahmen im dritten Quartal 2022 weiter zu. Containerschiffe stauten sich nunmehr nicht nur in den asiatischen, sondern auch in den europäischen Häfen Rotterdam, Antwerpen und Hamburg. Durch die trockene sommerliche Wetterlage fielen die Pegelstände der Flüsse und die Binnenschifffahrt wurde vielerorts beeinträchtigt. Auch im Bereich des Straßen- und Schienenverkehrs hatte sich die Situation aufgrund des allgemeinen Fahrermangels weiter verschärft, was sich in Kombination mit den stark gestiegenen Treibstoffkosten erheblich auf die Frachtraten auswirkte. Die ab dem vierten Quartal 2022 wieder deutlich rückläufigen Treibstoffkosten haben sich aufgrund der mittlerweile deutlich gestiegenen Lohn- und Beschaffungskosten in der Logistikbranche nicht lindernd ausgewirkt und die Frachtkosten sind weiter angestiegen.

Nachlassende Lieferengpässe und ein kräftiger Rückgang der Energiepreise sorgten im Frühjahr 2023 zwar für eine Erholung der Industriekonjunktur, allerdings belasteten die hohen Inflationsraten sowie die gestiegenen Finanzierungskosten zunehmend die Kaufkraft und damit die Konsum- und Baukonjunktur, welche im zweiten Quartal 2023 spürbar abkühlten.

Nachdem die Eisen- und Nichteisenschrottpreise nach dem Ausbruch des Ukraine Krieges und den folgenden Sanktionen gegen das rohstoffreiche Russland aufgrund von Versorgungsängsten zunächst stark anstiegen, normalisierten sich diese im Berichtzeitraum wieder. Nur der Nickelpreis konnte sich merklich über dem Vorjahresniveau halten, da die günstigen Bezugsmöglichkeiten aus Russland weggebrochen sind. Im ersten Halbjahr lagen die Kupfer- und Aluminiumpreise wieder annähernd auf Vorkriegsniveau.

Preisentwicklungen:

Metall 2022 2021 Differenz
Kupfer EUR 8.319, - /to. EUR 7.863, - /to. EUR 456, - /to.
Aluminium EUR 2.556, - /to. EUR 2.101, - /to. EUR 455, - /to.
Nickel EUR 24.225, - /to. EUR 15.683, - /to. EUR 8.542, - /to.
Stahlschrott Sorte 2/8 EUR 415, - /to. EUR 399, - /to EUR 16, - /to.
Metall Jan.- Jun. 2023 2022 Differenz
Kupfer EUR 8.052, - /to. EUR 8.319, - /to. - EUR 267, - /to.
Aluminium EUR 2.156, - /to. EUR 2.556, - /to. - EUR 400, - /to.
Nickel EUR 22.405, - /to. EUR 24.225, - /to. - EUR 1.820, -/to.
Stahlschrott Sorte 2/8 EUR 361, - /to. EUR 415, - /to. - EUR 54, - /to.

3 | Geschäftsverlauf

Auf Grund der verhaltenen Wirtschaftslage war der Wareneingang im Wirtschaftsjahr rückläufig und der Umsatz reduzierte sich im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr trotz höherer Rohstoffpreise um ca. 11%. Der Rohertrag lag mit EUR 3,8 Mio. annähernd auf dem Vorjahresniveau, so dass die um 11% gestiegen Kosten gut kompensiert werden konnten und dennoch ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 728 erwirtschaftet wurde. Die im Vorjahresbericht prognostizierte Geschäftsentwicklung wurde erreicht und teilweise übertroffen.

Aufgrund unserer stabilen Liquiditätssituation ist es uns, trotz des hohen Kapitalbedarfs, jederzeit gelungen, die Schrottlieferungen unserer Lieferanten zeitnah zu bezahlen. Alle unsere Lieferungen sind zu 90% über eine große deutsche Kreditversicherungsgesellschaft abgesichert.

4 | Beschaffung

Zu fast allen Lieferanten (Kunden), bei welchen es sich überwiegend um metallverarbeitende Betriebe handelt, bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen. Der Materialzulauf erfolgt kontinuierlich und unterliegt in der Regel lediglich saisonalen und konjunkturellen Faktoren. Die Materiallieferungen erfolgen größtenteils über die Infrastruktur unseres Unternehmens. Hierbei werden unseren Lieferanten Container und Behälter von uns zur Verfügung gestellt und über unseren eigenen Fuhrpark abgeholt und zu uns transportiert. Dadurch können wir die Abholungen zeitnah, effizient sowie umwelt- und klimafreundlich disponieren, ohne dass es zu Engpässen bei der Schrotterfassung bei unseren Kunden kommt.

Ferner wird unser Betrieb durch zahlreiche kleine Unternehmen, Handwerksbetriebe, Containerdienste und Baufirmen aus der Region sowie von Privatkunden direkt beliefert. Der Umsatzanteil dieses Lieferantensegments liegt jedoch deutlich unter 5% unseres Gesamtumsatzes.

Wie auf dem Absatzmarkt werden auch auf dem Beschaffungsmarkt die Preise durch das Weltmarktgeschehen und die Entwicklung der Rohstoffpreise bestimmt. Unsere Ankaufspreise werden daher stets aktuell an die Entwicklung der Rohstoffpreise angepasst und es ist für uns selbstverständlich, unseren Kunden im Rahmen einer auf Dauer ausgerichteten sowie partnerschaftlichen Zusammenarbeit transparente Ankaufspreise zu vergüten.

Unsere betrieblichen Beschaffungen beziehen sich überwiegend auf den Einkauf von Fahrzeugen, Maschinen und Betriebsstoffen.

5 | Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen

Im Geschäftsjahr 2011 wurden mit der Errichtung unserer neuen Recyclinganlage die Weichen für eine nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens gestellt. Aufgrund der sehr hohen Umweltstandards unserer Anlage sind hier in den nächsten Jahren keine größeren Investitionen zu erwarten.

Im September 2020 erfolgte durch eine Schwestergesellschaft der Kauf eines weiteren Betriebsgrundstücks im Norden von Pforzheim. Das Grundstück wurde vollständig von uns angemietet und wird derzeit als Containerplatz genutzt.

Die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsunterlagen für den Neubau eines weiteren Standortes mussten nochmals überarbeitet werden und werden voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2024 eingereicht. Damit haben wir die Weichen für eine nachhaltige Betriebserweiterung gestellt, die sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Aspekte und klimafreundliche Maßnahmen berücksichtigt.

Unser Maschinenpark ist auf dem Stand der Technik. Ersatzinvestitionen werden regelmäßig vorgenommen, so dass keine Investitionsstaus vorhanden sind. Im Geschäftsjahr 2023 waren daher keine wesentlichen Investitionen erforderlich, was uns angesichts der deutlich gestiegenen Preise für Fahrzeuge und Maschinen zugutekam. Im kommenden Geschäftsjahr gehen wir von rückläufigen Beschaffungskosten für Fahrzeuge und Maschinen aus. Unsere Investitionsplanung wird sich am Bedarf und den Preisniveaus orientieren.

Im Geschäftsjahr 2023 liefen weitere Finanzierungsmaßnahmen aus, was zur Verringerung unseres Kapitaldienstes beitrug.

6 | Personal- und Sozialbereich

Im Berichtszeitraum waren im Durchschnitt 18,75 Personen beschäftigt. Lediglich ein Mitarbeiter ging in den Ruhestand. Diese Stelle wurde vorausschauend mit einem neuen Mitarbeiter besetzt, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Die personellen Ressourcen waren ausreichend und angemessen verteilt, sodass keine weiteren Mitarbeiter eingestellt werden mussten.

Unsere Kunden schätzen unsere Qualität und Zuverlässigkeit - dies setzt qualifizierte und zufriedene Mitarbeiter voraus, die diese Leistungen bei unseren Kunden für uns erbringen.

7 | Qualitätsmanagement, Umwelt - und Klimaschutz

Die Lager- und Umschlagplätze sowie technische Anlagen entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Unser Betrieb wird, nach entsprechenden Erfahrungen der Wirksamkeit und anschließender Bewertung, ständig weiter optimiert.

Unsere Recyclinganlage ist als Entsorgungsfachbetrieb gemäß §56 KrWG zertifiziert. Ferner wurde ein Qualitätsmanagementsystem nach DIN ISO 9001:2015 sowie ein Umweltmanagementsystem nach DIN EN ISO 14001:2015 implementiert und unsere Treibhausgas-Emissionen werden jährlich ermittelt.

Um den Anforderungen unserer Kunden, der Gesellschaft sowie dem Umwelt- und Klimaschutz auch in Zukunft sicher und nachhaltig gerecht werden zu können, haben wir ein integriertes Managementsystem eingeführt, in dem das Qualitäts-, Umwelt- und Klimamanagement in einem System stetig verbessert werden.

Gute Beziehungen zu unseren Kunden und eine hohe Qualität unserer Leistungen, sind die Voraussetzung für einen langfristigen Geschäftserfolg. Unser Handeln orientiert sich daher stets am Kunden. Als Dienstleister wollen wir unsere Kunden bei der Fokussierung auf ihr Kerngeschäft stärken.

Die Vision "Umwelt- und Klimaschutz" ist für uns als Entsorgungsdienstleister die Grundlage jeglichen Handelns und bedeutet für uns: Umwelt- und Klimaschutz ist Teil unserer unternehmerischen Verantwortung. Der sparsame Einsatz von Ressourcen und die Verminderung der Umwelt- und Klimabelastungen sind entscheidend für unseren langfristigen Erfolg. Neben der Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen sind wir bestrebt, unser Umwelt- und Klimamanagement kontinuierlich zu verbessern und aktiven Umwelt- und Klimaschutz nach innen und außen zu betreiben.

Unsere Mitarbeiter werden fortlaufend sensibilisiert, um durch ihr tägliches Handeln Ressourcen zu schonen und Umwelt- sowie Klimabelastungen zu reduzieren (ECO-Fahrerschulungen, Schulungen im sach- und fachgerechten Umgang mit den zu handhabenden Abfällen und der angewendeten Infrastruktur).

So weit wie möglich kommen immissionslose, elektrische Arbeitsgeräte, wie z.B. elektrische Flurfördergeräte, zum Einsatz. Unser Fahrzeug- und Maschinenpark wird ständig um neue, energieeffizientere und CO 2 ärmere Maschinen erneuert und optimiert. Unser gesamter Fuhrpark ist seit 2020 klimaneutral unterwegs, indem wir den CO 2 -Ausstoß unserer gesamten Fahrzeugflotte durch die Unterstützung wirkungsvoller Klimaschutzprojekte kompensieren. Alle geeigneten Dachflächen sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, um eine maximale Eigenversorgung mit elektrischer Energie zu gewährleisten. Bereits seit den Jahr 2021 übersteigt die Summe der von uns vermiedenen und kompensierten CO 2 -Emissionen unsere eigenen Scope 1 und 2 Emissionen.

Im Berichtzeitraum waren keine umweltrelevanten Vorkommnisse zu verzeichnen.

II. Darstellung der Lage

1 | Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich das Anlagevermögen überwiegend aufgrund von Abschreibungen um 8,7 % auf TEUR 2.865,1. Das Umlaufvermögen (einschließlich Rechnungsabgrenzungsposten) der Gesellschaft verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 26,3 % auf TEUR 2.691,5. Die Bilanzsumme sank im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 % auf TEUR 5.556,6.

2 | Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr ausschüttungsbedingt leicht um 2,5 % auf 49,1 % gesunken, was im Branchenvergleich dennoch einen hervorragenden Wert darstellt.

Die Zahlungsbereitschaft war im Geschäftsjahr 2023 stets gewährleistet und sämtliche Eingangsrechnungen wurden mit Skontoabzug fristgerecht beglichen.

3 | Ertragslage

Im berichtsgegenständlichen Geschäftsjahr erwirtschafteten wir einen Rohertrag von TEUR 3.775, was einer Steigerung von 3,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund von Lohnerhöhungen um 7,9 % auf TEUR 1.357 an. Die Abschreibungen erhöhten sich um 15,7 % auf TEUR 493,8. Bei den sonstigen Kosten war ein Anstieg um 13,8 % auf TEUR 818,4 zu verzeichnen, wobei die Planungs- und Beratungskosten für unser Neubauvorhaben hier maßgeblich ins Gewicht fielen.

Trotz der leichten Steigerung des Rohertrags reduzierte sich das Betriebsergebnis aufgrund der gestiegenen Personalaufwendungen, höherer Abschreibungen und der Sonderkosten für unser Neubauvorhaben um 13,4 % auf TEUR 728.

III. Risikomanagement

Als wesentliche Risiken haben wir die üblichen betriebswirtschaftlichen Risiken sowie Umweltrisiken identifiziert. Die betriebswirtschaftlichen Risiken überwachen wir mithilfe unseres Controllinginstrumentariums laufend. Umweltrisiken behalten wir durch unser Qualitätsmanagementsystem, laufende Schulungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter sowie Zertifizierungen im Griff.

IV. Prognosebericht

1 | Voraussichtliche Entwicklung

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das ifo Institut prognostizieren, dass sich das Wachstumstempo der deutschen Wirtschaft verlangsamen wird, aber dennoch auf einem positiven und soliden Niveau bleiben soll (DIW, 2023; ifo Institut, 2023). Diese Prognosen stützen sich auf verschiedene Faktoren wie die globale Konjunktur, die Binnenkonjunktur sowie politische und wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland und anderen Ländern.

Nach zwei sehr guten Geschäftsjahren gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der erreichten Zahlen bei stabiler Kundenstruktur und Leistungsangebot von einem Rückgang des Betriebsergebnisses aus. Obwohl sich eine Abschwächung der Inflation abzeichnet, erwarten wir einen weiteren Anstieg der allgemeinen Kosten. Unsere Zinsaufwendungen gehen hingegen weiter zurück, so dass wir auch im kommenden Geschäftsjahr mit einem soliden und sicheren Ergebnis vor Steuern von mindestens TEUR 350 rechnen.

2 | Risiken der künftigen Entwicklung

Bestandsrisiken aus dem laufenden Geschäft sind nicht zu erwarten.

 

Pforzheim, 30. April 2024 / 10. Januar 2025

WEICK Recycling GmbH

Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.298 9
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.681.379 1.786.220
2. Technische Anlagen und Maschinen 117.644 129.506
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 968.302 1.128.481
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.969 90.900
III. Beteiligungen 1.500 1.500
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 617.390 781.008
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.774.670 1.824.862
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 92.822 20.109
III. Kassenbestand , Guthaben bei Kreditinstituten 282.389 1.037.246
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.018 7.470
5.556.559 6.787.201

PASSIVA

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Bilanzgewinn 2.704.303 3.476.724
B. Rückstellungen 239.165 415.260
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.396.609 1.701.924
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (841.280 ) (409.727 )
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 789.173,01 1.056.600
3. Sonstige Verbindlichkeiten 390.110,89 97.480
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ( 390.111 ) (97.480 )
- davon aus Steuern ( 354.759 ) (72.839)
D. Passive latente Steuern 12.199,00 14.214,00
5.556.559 6.787.201

Gewinn- und Verlustrechnung

Vorjahr
T€
1. Rohergebnis 3.774.998 3.666.490
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.125.236 1.036.784
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 231.771 221.308
- davon für Altersversorgung ( 15.061 ) ( 14.611 )
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 493.797 426.665
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 818.450 718.903
5. Erträge aus Beteiligungen 45 30
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.950 1.696
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.377 30.753
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 334.236 383.436
9. Ergebnis nach Steuern 738.126 850.367
10. Sonstige Steuern 10.547 10.702
12. Jahresüberschuss 727.579 839.666
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.476.724 2.786.740
14. Ausschüttung 1.500.000 149.682
15. Bilanzgewinn 2.704.303 3.476.724

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Weick Recycling GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Weick Recycling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Pforzheim
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: HRB 505494

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Zahlungen vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen, die Auflösung dieser Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern wurden gebildet auf Basis von temporären Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 92.822 Euro (Vorjahr: TEUR 20.109 Euro).

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen antizipativen Aktiva belaufen sich auf 25.321 Euro ( Vorjahr: TEUR 3.024 Euro ).

Die Abgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter.

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von 1.976.724 einbezogen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstige Rückstellungen entfallen mit 117.547 Euro (Vorjahr: 101.905 Euro) auf das Personal und mit 28.900 Euro (Vorjahr: 26.000 Euro) auf den Jahresabschluss, die Archivierung und die Offenlegung.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben mit TEUR 841 (Vj. TEUR 410) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit TEUR 477 (Vj. TEUR 940) eine Restlaufzeit von einem bis zu fünf Jahren und mit TEUR 78 (Vj. TEUR 352) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Den Verbindlichkeiten dienen als Sicherheiten die Sicherungsübereignung bestimmter darlehensfinanzierter Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie eine Buchgrundschuld über TEUR 2.500, die mit TEUR 1.397 valutiert.

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf einer unterschiedlichen Abschreibung des Anlagevermögens.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %.

Der Saldo der passiven latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 12.199 Euro.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: Minderung um 2.015 Euro.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 122 (Vj. TEUR 132).

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet mit TEUR 500 für Verbindlichkeiten einer Schwestergesellschaft. Mit einer Inanspruchnahme ist wegen deren wirtschaftlicher Situation nicht zu rechnen.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die während des Geschäftsjahres durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betragen 19. (Vj. 20).

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt:

Geschäftsführer: Roman Schweitzer ausgeübter Beruf: Kaufmann

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Pforzheim, 07.01.2025

Roman Schweitzer

Anlagenspiegel

Stand am 01.07.2022
Anschaffungskosten kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte Bewegung der Anschaffungskosten
Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.851,21 20.842,21 9,00 3.770,50 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.945.544,44 1.159.324,44 1.786.220,00 3.441,90 648,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 264.328,04 134.822,04 129.506,00 3.647,87 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.111.584,32 1.983.103,32 1.128.481,00 250.477,47 546.806,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 90.900,00 0,00 90.900,00 2.069,00 0,00
6.412.356,80 3.277.249,80 3.135.107,00 259.636,24 547.455,21
III. Beteiligungen 1.500,00 0,00 1.500,00 0,00 0,00
6.434.708,01 3.298.092,01 3.136.616,00 263.406,74 547.455,21
Bewegung der kumulierten Abschreibungen Stand am 30.06.2023
Zugänge *) Zuschreibungen Abgänge Anlagenabgänge zum Restbuchwert Anschaffungskosten kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 481,50 0,00 0,00 24.621,71 21.323,71 3.298,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
2. Technische Anlagen und Maschinen 108.282,90 648,52 0,00 2.948.337,82 1.266.958,82 1.681.379,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.509,87 0,00 0,00 267.975,91 150.331,91 117.644,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 369.522,47 505.672,69 41.134,00 2.815.255,10 1.846.953,10 968.302,00
0,00 0,00 0,00 92.969,00 0,00 92.969,00
493.315,24 506.321,21 41.134,00 6.124.537,83 3.264.243,83 2.860.294,00
III. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 1.500,00 0,00 1.500,00
493.796,74 506.321,21 41.134,00 6.150.659,54 3.285.567,54 2.865.092,00

*) Abschreibungen des Geschäftsjahrs

Bestätigungsvermerk

Der Jahresabschluss und der Lagebericht in der zur Offenlegung bestimmten Form entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht erteilen wir aufgrund unserer Prüfung den folgenden Bestätigungsvermerk:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Weick Recycling GmbH, Pforzheim:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Weick Recycling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Weick Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Pforzheim, den 13. Januar 2025

gkm . glück . kock . mäschke
partgmbb . wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mäschke, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Der vollständige Jahresabschluss wurde am 14. Januar 2025 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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