Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 30791
Eingetragen
24.9.2014
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und ReststoffenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Recycling und Großhandel von Ne-Metallen und Sonderlegierungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Rerich
seit 21.6.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Andreas Rerich
47441 Moers, Franzstraße 21
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RS-Recycling GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

RS-Recycling GmbH, Duisburg

A. Grundlagen des Unternehmens

Die RS-Recycling GmbH wurde 2014 gegründet und befindet sich seit 2018 am logistisch günstigen Standort in Duisburg auf der Sympherstraße. Die Gesellschaft betreibt weltweit Handel mit Spezialmetallen, Sonderlegierungen und Schnellarbeitsstählen. Aufgrund unserer Erfahrung bieten wir Lösungen im Bereich Recycling und Wiederaufbereitung der Schrotte. Unseren Schwerpunkt setzen wir in der Sortierung von Sonderlegierungen, wobei wir Wert auf große Genauigkeit bei der Analyse der Metalle und Legierungen legen. Als Ergebnis erhalten unsere Kunden, bei denen es sich überwiegend um global tätige Schmelzbetriebe handelt, sortenreine Rohstoffe. Recycling bedeutet für uns verantwortungsvoll mit Ressourcen umzugehen.

Das Geschäft wird seit jeher entscheidend von der Entwicklung der Rohstoffmärkte und der konjunkturellen Entwicklung der Stahlindustrie geprägt, insbesondere den Bereichen Schnellarbeitsstahl, Hartmetalle, Molybdän und Wolfram sowie Superlegierungen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 war von einer weiterhin angespannten globalen Wirtschaftslage geprägt. Der Krieg in der Ukraine, die Inflation sowie die Nachwirkungen der Pandemie sorgten für Unsicherheiten auf den Märkten. Trotz dieser Herausforderungen hat die Weltwirtschaft mit einem Wachstum von rund 3,0 Prozent eine gewisse Stabilität bewiesen, auch wenn das Wachstum ungleich verteilt war. Die deutschen Wirtschaftssektoren spürten weiterhin die Belastung durch hohe Energiepreise und gestiegene Inputkosten, insbesondere in der Stahlindustrie. Die Nachfrage nach recycelten Spezialmetallen und Legierungen blieb jedoch stabil, was auf eine zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung zurückzuführen ist.

2. Ertragslage

Der Start in das Geschäftsjahr verlief solide, und die Auftragslage war über das gesamte Jahr hinweg zufriedenstellend. Die positive Entwicklung der Absatzmärkte im Ausland wurde fortgesetzt und weiter ausgebaut. Die RS-Recycling GmbH konnte im Berichtsjahr erneut hohe Ertragswerte realisieren. Insbesondere die Nachfrage nach sortenreinen Rohstoffen und hochwertigen Recyclinglösungen trug zu einem hohen Umsatz und Tonnageumschlag bei. Das Jahresergebnis war daher erneut erfreulich.

Das Rohergebnis 2023 betrug 10.807 TEUR und verringerte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 1.117 TEUR (-9,37 %). Betrachtet man die in 2023 erzielten Handelsumsätze nach Regionen, so entfielen auf das Inland 41,94 % (VJ 45,34 %) und auf Abnehmer im Ausland 58,06 % (VJ 54,63 %).

Das im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte Vorsteuerergebnis (EBT) entwickelte sich proportional zum Rohergebnis. Es beträgt 8.479 TEUR und sinkt somit im Vergleich zum Vorjahr um 586 TEUR (-6,46 %). Nach Abzug der Steuern wird insgesamt ein positives Jahresergebnis in Höhe von 5.596 TEuro ausgewiesen, das um 352 TEUR unter dem des Vorjahres liegt (- 5,92 %).

3. Finanzlage

Die Finanzierung der RS-Recycling GmbH wurde weiterhin durch Eigenmittel gewährleistet. Zusätzlich wurden Fremdkapitalmittel effizient genutzt, um strategische Investitionen am Standort Duisburg zu finanzieren. Die Liquidität war während der gesamten Berichtsperiode in ausreichendem Umfang vorhanden, und die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit in vollem Umfang fristgerecht nachkommen.

Die liquiden Mittel sind kurzfristig verfügbar und betragen zum Bilanzstichtag 9.231 TEUR (VJ 10.037 TEUR). Die Gesellschaft konnte Ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit in vollem Umfang fristgerecht nachkommen.

Der Cashflow der Gesellschaft (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen zuzüglich Veränderung der längerfristigen Rückstellungen) für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 5.781 TEUR (VJ: 6.295 TEUR).

4. Vermögenslage

Zum 31.12.2023 betrug das Anlagevermögen 523 TEUR und war damit im Vergleich zum Vorjahresabschluss um 71 TEUR höher. Es wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen zur Optimierung des technischen Equipments von 170 TEUR vorgenommen. Die Abschreibungen umfassten 98 TEUR. Es waren geringfügige Buchwertabgänge zu verzeichnen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag lediglich 1,76 % (VJ 1,64 %).

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das Umlaufvermögen um 2.139 TEUR auf 29.256 TEUR, was zum 31.12.2023 98,24 % der Bilanzsumme ausmacht. Der Hauptanteil entfällt dabei mit 9.956 TEUR auf Metallvorratsbestände (VJ 10.069 TEUR). Insgesamt werden, einschließlich geleisteter Anzahlungen und von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen, Vorräte in Höhe von 10.449 TEUR (VJ 10.102 TEUR) ausgewiesen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt somit 35,09 % (VJ 36,64 %).

Das Eigenkapital beträgt Ende 2023 21.894 TEUR (VJ 16.298 TEUR), was einer gegenüber dem Vorjahr erhöhten Eigenkapitalquote von 73,52 % (VJ: 59,12 %) entspricht.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Da die RS-Recycling GmbH trotz der erreichten Größenkriterien einer großen Kapitalgesellschaft weiterhin stark mittelständisch geprägt ist, möchten wir mit wenigen, gezielten Maßnahmen die Relevanz nichtfinanzieller Leistungsindikatoren in unserem Unternehmen darstellen. Unser Fokus liegt insbesondere auf Umweltbewusstsein, Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Pflege von Kunden- und Lieferantenbeziehungen.

Umweltbewusstsein

Als Zulieferer für große Werke tragen wir indirekt zur Recyclingwirtschaft bei, indem wir Materialien bereitstellen, die dort umgeschmolzen und wiederverwertet werden. Eine effiziente Materialsortierung im Lager unterstützt diesen Prozess. Zudem achten wir darauf, Transportwege effizient zu gestalten, um unnötige Emissionen zu vermeiden.

Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitssicherheit

Um eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit zu gewährleisten und Personalfluktuation zu vermeiden, setzen wir auf ein sicheres und stabiles Arbeitsumfeld. Dazu gehören regelmäßige Schulungen und Auffrischungskurse im Bereich Arbeitssicherheit, insbesondere für unser Lagerpersonal. Zudem fördern wir die Qualifikation unserer Mitarbeiter durch Weiterbildungsmaßnahmen, die ihre Fachkompetenz stärken.

Kunden- und Lieferantenbeziehungen

Kundenzufriedenheit steht für uns an oberster Stelle. Wir führen regelmäßige Feedbackgespräche mit unseren Kunden und suchen den persönlichen Austausch, sei es durch Besuche vor Ort oder auf Fachmessen. Auch die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Spediteuren basiert auf langjährigen Partnerschaften, um eine zuverlässige und effiziente Abwicklung zu gewährleisten. Durch diese Maßnahmen stellen wir eine hohe Servicequalität und langfristige Stabilität sicher.

Mit diesen gezielten Maßnahmen tragen wir dazu bei, dass sowohl ökologische als auch soziale und wirtschaftliche Faktoren in unsere Geschäftsprozesse integriert werden

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Die Wachstumsprognosen für 2024 bleiben verhalten optimistisch. Der IWF rechnet mit einem globalen Wachstum von 2,9 Prozent. Nachhaltigkeit und Recycling gewinnen weiterhin an Bedeutung, was der RS-Recycling GmbH langfristige Chancen bietet. Wir gehen davon aus, dass die Ausgangstonnage und der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden können und das kommende Geschäftsjahr erneut positiv abgeschlossen wird.

Chancen

Unser Fokus liegt weiterhin auf dem weltweiten Handel mit legierten Schrotten. Die Fähigkeit der RS-Recycling GmbH, flexibel zu bleiben und trotzdem hohe Qualität zu liefern, stellt weiterhin einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Im Jahr 2023 wurde die Erweiterung des Standorts in Duisburg eingeleitet. Diese wird ab 2024 durch die Platzerweiterung und die Anbindung an Binnenwasserwege neue Wachstumschancen schaffen. Dies ermöglicht zusätzliche Kapazitäten und unterstützt die Optimierung unseres Materialportfolios. Durch den weiteren Ausbau des Standortes Duisburg, insbesondere der infrastrukturellen Anbindung an Straße, Schiene und Wasser, sehen wir weitere Potenziale zur Optimierung und Erweiterung unseres Materialportfolios. Ebenso wird die Erweiterung der Produktpalette und der gesamten Wertschöpfungskette angestrebt.

Es wird davon ausgegangen, dass die Ausgangstonnage und Umsatz auf dem Vorjahresniveau gehalten werden und es scheint auch realistisch, das kommende Geschäftsjahr insgesamt positiv abzuschließen. Die solide und erfolgreiche Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie der vergangenen Jahre werden konsequent weiterverfolgt und umgesetzt.

Risikobericht

Durch eine solide Liquidität und Finanzierungsstruktur können Lieferanten sowie Kunden immer schnelle und optimale Rahmenbedingungen für die Geschäfte angeboten werden.

Zu den wesentlichen Aufgaben des Risikomanagements der Geschäftsführung gehört es, neben den unternehmensspezifischen auch die gesamtwirtschaftlichen Risiko- und Belastungsfaktoren eng zu verfolgen und entsprechend bei Bedarf risikominimierende Maßnahmen zeitnah einzuleiten und zu überwachen.

Hierzu haben wir ein funktionierendes Risikomanagementsystem eingerichtet, das aus einem kurzfristigen Berichtswesen, einem effizienten Forderungsmanagement, einer kontinuierlichen Beobachtung der Beschaffungs- und Absatzmärkte im In- und Ausland, einer Liquiditätsplanung sowie der stetigen Kontaktpflege und dem Ausbau bestehender Kontakte zu Kunden und Lieferanten besteht.

IT-Risiken werden durch regelmäßige Softwareupdates und Sicherungskonzepte sowie laufende Softwareschulungen abgedeckt.

Insgesamt gehen wir davon aus, dass die RS-Recycling GmbH durch die regelmäßige Beobachtung der Marktentwicklungen frühzeitig geeignete Risikominimierungsmaßnahmen ergreifen kann. Die Entwicklungen der früheren Jahre und die Umsetzung der geplanten Vorhaben lassen derzeit keine Risiken erkennen, die den Fortbestand der RS-Recycling GmbH bedrohen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 523.240,00 451.748,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 979,00 1.879,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 979,00 1.879,00
II. Sachanlagen 522.261,00 449.869,00
1. technische Anlagen und Maschinen 354.718,00 341.186,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 167.543,00 108.683,00
B. Umlaufvermögen 29.245.840,09 27.112.353,52
I. Vorräte 10.448.644,95 10.101.788,84
1. fertige Erzeugnisse und Waren 9.955.530,11 10.069.155,04
2. geleistete Anzahlungen 543.114,84 111.201,57
3. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 50.000,00 78.567,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.566.496,95 6.973.502,73
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.958.488,67 6.375.387,45
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.608.008,28 598.115,28
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.230.698,19 10.037.061,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.471,87 5.411,95
Aktiva 29.779.551,96 27.569.513,47

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 21.894.375,57 16.298.035,78
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 16.273.035,78 10.324.429,60
III. Jahresüberschuss 5.596.339,79 5.948.606,18
B. Rückstellungen 3.363.918,44 3.885.879,67
1. Steuerrückstellungen 1.920.311,99 2.239.524,25
2. sonstige Rückstellungen 1.443.606,45 1.646.355,42
C. Verbindlichkeiten 4.521.257,95 7.385.598,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.200.000,00 1.200.000,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.200.000,00 1.200.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.370.419,59 3.905.976,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.370.419,59 3.905.976,36
3. sonstige Verbindlichkeiten 950.838,36 2.279.621,66
davon aus Steuern 752.967,88 2.041.767,75
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.725,44 20.049,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 950.838,36 2.279.621,66
Passiva 29.779.551,96 27.569.513,47

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 68.136.604,34 71.864.427,92
2. sonstige betriebliche Erträge 694.821,19 699.404,04
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 9.877,66 31.973,68
3. Materialaufwand 58.024.077,96 60.639.193,42
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 56.721.575,36 59.371.334,08
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.302.502,60 1.267.859,34
4. Personalaufwand 1.235.819,41 1.034.371,99
a) Löhne und Gehälter 1.064.314,58 893.492,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 171.504,83 140.879,47
davon für Altersversorgung 18.176,00 17.896,00
5. Abschreibungen 164.797,69 326.003,18
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 98.196,87 56.597,15
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 66.600,82 269.406,03
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 943.786,55 1.480.708,72
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 167.661,98 197.805,83
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37.577,19 79,35
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.063,10 18.231,40
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 4.209,76 1.378,06
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.880.569,22 3.115.631,42
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 20.661,00
10. Ergebnis nach Steuern 5.598.888,79 5.949.771,18
11. sonstige Steuern 2.549,00 1.165,00
12. Jahresüberschuss 5.596.339,79 5.948.606,18

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firmenname laut Registergericht: RS-Recycling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Duisburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Duisburg
Register-Nr.: HRB 30791

Nach den Merkmalen gem. § 267 HGB ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss wird gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRuG) sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Für die Bilanz wurde das gesetzliche Gliederungsschema verwendet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden werden stetig angewendet, sofern nicht anders angegeben.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Unterjährige Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger), liquide Mittel in Fremdwährung sowie kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erworbene immaterielle Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Anlagevermögen wird gem. § 255 HGB zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibung (Nutzungsdauer zwischen drei und zwanzig Jahren) angesetzt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert vorgenommen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert in Höhe von 800,00 EUR werden in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften gem. § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens (Warenbestand) erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten mit Anwendung der Durchschnittsmethode unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Posten mit verminderter Marktgängigkeit sind auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen auf Vorräte erfolgte mit dem Nennbetrag. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden in der Bilanz offen von den Vorräten unter dem Posten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" abgesetzt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich mit Ihrem Nominalbetrag. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Unsichere Forderungen sind mit dem beizulegenden Wert bewertet.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das vorherige Geschäftsjahr betreffenden, am Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden entsprechend den Restlaufzeiten der Rückstellungen die durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz

1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens - Anlagenspiegel

Die nach § 284 Abs. 3 HGB erforderlichen Angaben zu den Posten des Anlagevermögens sind dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.810,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 20.810,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 478.700,64 70.383,00 0,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 245.895,64 99.308,87 62.937,91
Summe Sachanlagen 724.596,28 169.691,87 62.937,91
Summe Anlagevermögen 745.406,28 169.691,87 62.937,91
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 20.810,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 20.810,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 549.083,64
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 282.266,60
Summe Sachanlagen 0,00 831.350,24
Summe Anlagevermögen 0,00 852.160,24
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.931,00 900,00 0,00 0,00 19.831,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 18.931,00 900,00 0,00 0,00 19.831,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 137.514,64 56.851,00 0,00 0,00 194.365,64
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.212,64 40.445,87 62.934,91 0,00 114.723,60
Summe Sachanlagen 274.727,28 97.296,87 62.934,91 0,00 309.089,24
Summe Anlagevermögen 293.658,28 98.196,87 62.934,91 0,00 328.920,24
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 979,00 1.879,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 979,00 1.879,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 0,00 354.718,00 341.186,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 167.543,00 108.683,00
Summe Sachanlagen 0,00 522.261,00 449.869,00
Summe Anlagevermögen 0,00 523.240,00 451.748,00

2. Forderunge

Die Forderungen gegen Gesellschafter betragen 19.901,83 EUR (Vorjahr: 13.448,83 EUR)

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Gewährleistungsrückstellung von 1.034.016,23 EUR (Vorjahr: 998.069,11 EUR) sowie die Rückstellungen für Personalkosten von 198.455,37 EUR (Vorjahr: 183.224,70 EUR). Die Bildung der Gewährleistungsrückstellung erfolgt mit einem pauschalen Prozentsatz von 1,0 % (im Vorjahr: 1,0%) auf die gewährleistungsbehafteten Umsätze der beiden letzten Geschäftsjahre.

4. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.200.000,00 EUR (Vorjahr 1.200.000,00 EUR) sind durch Sicherungsübereignung von Vermögensgegenständen und durch Abtretungen von Forderungen gesichert.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Stichtag in Höhe von jährlich ca. 120.000,00 EUR. Es ist davon auszugehen, dass zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit entsprechende Anschlussverträge geschlossen werden. Daher wird die Angabe auf den Jahresbetrag beschränkt.

Durchschnittlich wurden während des Geschäftsjahres 19 Arbeitnehmer beschäftigt. Auf gewerbliche Arbeitnehmer entfallen dabei 10 Mitarbeiter, auf Angestellte 9 Mitarbeiter.

Die Geschäftsführung oblag dem Kaufmann Andreas Rerich.

Zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB keine Angabe gemacht.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 13.000,00 EUR.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Duisburg, 29.01.2025

gez. Andreas Rerich, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.01.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RS-Recycling GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RS-Recycling GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RS-Recycling GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Duisburg, 29. Januar 2025

Dipl.-Kfm. Thorsten Caspers, Wirtschaftsprüfer

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