Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 21740
Vorher
Blitz F20-106 GmbHIngmar HoldCo GmbH
Eingetragen
28.9.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
das Ausüben einer Management Holding-Funktion sowie die Erbringung von Dienstleistungen gegenüber Tochtergesellschaften und der Erwerb, die Veräußerung und das Halten und Verwalten von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Sporket
seit 15.12.2025
Geschäftsführer
Thorsten Wolf Louis
seit 11.10.2025
Geschäftsführer
Heinz Knolle
seit 5.3.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Ingmar LuxCo SARLLUX
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ingmar LuxCo SARL
Luxembourg
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Inwerk Holding GmbH

Meerbusch

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht 2023

Grundlagen des Konzerns

Inwerk ist ein führender E-Commerce-Händler von Büromöbeln und -systemen in Deutschland und seit ca. 20 Jahren am Markt. Inwerk richtet sich konsequent auf B2B und den spezifischen Bedarf von Firmenkunden aus. Der Kundenstamm umfasst tausende Unternehmen quer durch alle Branchen, darunter viele Dax 40-Mitglieder. Das Vertriebsgebiet fokussiert sich aktuell auf die D-A-CH-Region. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen eine stetige, evolutionäre Weiterentwicklung genommen - vom reinen Handelsgeschäft zum ganzheitlichen Anbieter von modernen, auf neue Arbeitsformen (New Work) fokussierte Einrichtungslösungen.

Zentraler Verkaufskanal ist der Online-Shop, in dem Kunden aus den Segmenten Bürostühle, Bürotische, Büroschränke, Akustikelemente, Büroleuchten, Büro Lounge, Raumsysteme, Empfangstheken, Küchen und Zubehör eine Vielzahl von Varianten und Optionen auswählen können. Im Programm sind neben der Eigenmarke "Made by Inwerk" die Sortimente von führenden deutschen und europäischen Herstellern, u. a. Dauphin, Haworth und Bisley. Fast zwei Drittel des Umsatzes werden jedoch über den persönlichen Kundenkontakt und Beratung im Telefonverkauf und im Projektgeschäft generiert.

Kunden von Inwerk bekommen an den beiden Standorten Meerbusch bei Düsseldorf und Biebertal bei Gießen auf zusammen über 5000 qm ein eindrückliches Erlebnis modern gestalteter Bürowelten geboten. Sowohl die Büros der Inwerk-Mitarbeiter als auch die Show-Räume von renommierten Büromöbelmarken aus ganz Europa zeigen die Produkte in realen und gestalteten Arbeitsumgebungen. Die Showräume im "Forum für Bürokultur" am Standort Meerbusch können auch online in einem 360-Grad-Rundgang virtuell entdeckt werden. Innovative Lösungen für die räumliche Gestaltung und Ausstattung von New Work-Arbeitswelten zeigt Inwerk auch im "LAB-3" am Standort Biebertal, das im Jahr 2021 eröffnet wurde. Dort können Kunden variable Einrichtungskonzepte im authentischen Praxisbetrieb in der Bürolandschaft der Inwerk-Teams erleben. Den hohen Anspruch an Bürodesign und -ausstattung hat Inwerk auch an seinen beiden eigenen Standorten verwirklicht. Das LAB-3 am Standort Biebertal wurde dafür als Best Workspace ausgezeichnet.

Mit der Entwicklung und Herstellung von eigenen Produkten unter der Marke "Made by Inwerk" stellt das Unternehmen seine kreative Leistungsfähigkeit in der Produktinnovation unter Beweis. Sie findet Ausdruck in vielen nicht nur neuen, sondern auch neuartigen Büromöbeln und Möbelsystemen und in einem umfassenden kundenorientierten Service. Für seine Innovationsstärke wurde Inwerk 2023 erneut als TOP 100 Innovator ausgezeichnet.

Die Produkte der Eigenmarke "Made by Inwerk", die exklusiv vertrieben werden, decken alle wesentlichen Segmente der Büroeinrichtung ab. Sie erzeugen einen Umsatzanteil von knapp 40 %. Eine besondere Rolle im Sortiment spielen elektrisch höhenverstellbare Schreibtische.

Neben einer hohen Funktionalität und hochwertigen Materialien stehen ein anspruchsvolles Design bei den Produkten der Eigenmarke "Made by Inwerk" im besonderen Fokus. Bis heute hat Inwerk mehr als 100 Patent-, Marken- und Designeintragungen eingereicht. Wiederholt konnten Produkte in nationalen und internationalen Wettbewerben Auszeichnungen holen, zum Beispiel den iF Award, Red Dot Award oder Stahl-Innovationspreis. Zuletzt wurde die Tischplatte Akustix in der Kategorie Excellent Product Design Office Furniture mit einem German Design Award 2024 ausgezeichnet.

Das einzigartige Möbelbausystem Masterbox® entwickelt sich zu einem Produktportfolio weiter, das zur Handschrift von Inwerk als Designmarke wird. Durch werkzeugloses Zusammenfügen über Magnetfolien lassen sich die Elemente aus Stahlkuben in vielseitige Stauraummöbel-Lösungen für moderne Arbeitswelten erstellen. Für diese Flexibilität und seine stilvolle Ästhetik wurde Masterbox® ebenfalls mit Design-Awards ausgezeichnet.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltweit war 2023 durch den Nachfragerückgang in den USA, China und Europa ein schwaches Wirtschaftsjahr. Eine positive Entwicklung im Dienstleistungshandel, vor allem mit China, konnte die Einbrüche im Warenexport nicht wettmachen. 2024 werden geopolitische Krisen, neue Risiken in den Handelsketten durch den Konflikt im Roten Meer, die Dürre und Stau am Panamakanal oder der schwelende Konflikt zwischen Taiwan und China den Welthandel weiter hemmen. Einen positiven Einfluss wird dagegen ein weiterer Rückgang der Rohstoff- und Energiepreise haben. Sinkende Inflation und mögliche erste Zinssenkungen gegen Ende des Jahres dürften auch die konsumgetriebene Nachfrage stimulieren. Der digitale Handel wird weiter zunehmen und sich zu einer entscheidenden Triebkraft für die Weltwirtschaft entwickeln. Die exportorientierte deutsche Wirtschaft wurde vom Nachfragerückgang im Jahr 2023 stark getroffen, wird aber von einer Erholung des Welthandelsvolumens profitieren.

Das konjunkturelle Umfeld in Deutschland war 2023 durchweg von Pessimismus geprägt. Dies schlägt sich in einem rückläufigen Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr nieder. Die deutsche Wirtschaft wurde dabei von der Energiepreiskrise, weltwirtschaftlicher Schwäche, restriktiverer Geldpolitik und einem ungewöhnlich hohen Krankenstand belastet. Auch zu Jahresbeginn 2024 blieben die kurzfristigen Erwartungen der Wirtschaft hinsichtlich einer Belebung der konjunkturellen Dynamik branchenübergreifend zurückhaltend. Die Bundesregierung geht in seiner Jahresprojektion für 2024 von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um nur 0,2 Prozent aus.

Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands im internationalen Vergleich hat sich 2023 weiter verschlechtert. Als die wichtigsten Standortfaktoren, die es zu verbessern gilt, werden dabei Bürokratiebelastung, Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte, Energiepreise, Arbeitskosten und Steuerbelastung genannt. Mit dem "Gesetz zur Stärkung von Wachstumschancen, Investitionen und Innovation sowie Steuervereinfachung und Steuerfairness" - kurz " Wachstumschancengesetz" sollten durch Verbesserung der Liquiditätssituation Unternehmen zu mehr Investitionen und Innovationen bewegt werden. Nach mehrmonatigen Vermittlungen zwischen Bundestag und Bundesrat wurde das Gesetz erst Ende Februar 2024 im Bundestag angenommen, ohne die ursprünglich vorgesehene Investitionsprämie für Energieeffizienzmaßnahmen. Geblieben sind Vereinfachungen im Steuersystem sowie die Anhebung von Schwellenwerten und Pauschalen, mit denen insbesondere kleine Betriebe von Bürokratie entlastet werden sollen. Während zuletzt positive Impulse von steigenden Investitionen für Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) kamen, die sich im Jahr 2024 fortsetzen sollten, gingen die Bauinvestitionen zurück. Der Wohnungsbau wird nach wie vor durch das allgemein anziehende Zinsniveau belastet. Das Ziel, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu schaffen, wird verfehlt; es dürften 2023 nur rund 245.000 werden mit weiter stark sinkenden Zahlen in den nächsten Jahren. Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptbewerbe ist im Jahr 2023 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Während die Materialknappheit sich deutlich verbessert hat, belasten Auftragsstornierungen, Auftrags- und Fachkräftemangel die Branche. Im Wirtschaftsbau zeigte sich eine ambivalente Situation: Während Handels- und Lagergebäude leicht zulegten, zeigen Bürogebäude eine nachlassende Investitionsneigung von -20 % beim umbauten Raum.

Der Bundeshaushalt schloss nach vorläufigem Jahresabschluss 2023 erneut mit einem Finanzierungsdefizit ab, das mit 64,9 Mrd. Euro jedoch deutlich niedriger als im Vorjahr (2022: 115,4 Mrd. Euro) ausfiel. Die investiven Ausgaben sind dagegen um knapp 19 % gestiegen. Auch für das Fiskaljahr 2024 wird ein geringeres Finanzierungsdefizit und höhere Investivquote angestrebt.

Die Wirtschaft, aber auch private Haushalte, wurden durch einige innenpolitische Auseinandersetzungen verunsichert. Anhaltende Diskussionen um eine Transformation zu mehr Klimafreundlichkeit und die Abfederung der finanziellen Belastungen enttäuschten Bürger und Unternehmen. Die hohen Strompreise sind in der produzierenden Industrie zu einem wichtigen Standortkriterium für Investitionen geworden - Investitionen, die für eine Stärkung der exportorientierten deutschen Wirtschaft dringend notwendig wären. Zusätzliche Verunsicherung entstand, als das Bundesverfassungsgericht den Haushalt 2023 beanstandet hat und Mittel in Höhe von 60 Milliarden Euro nicht in den Klima- und Transformationsfonds fließen durften. Erst im Dezember 2023 konnte die Bundesregierung einen Nachtragshaushalt verabschieden, indem es die Schuldenbremse erneut ausgesetzt hat.

In all dem negativen Umfeld blieb der Arbeitsmarkt weitgehend robust mit einem Zuwachs in der Erwerbstätigkeit und Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat weiter zugenommen, der Anstieg fiel jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr. Auch wenn die gemeldete Nachfrage nach neuen Mitarbeitern sich abschwächte, bleibt der Kräftebedarf nach wie vor hoch. Die Stellenzugänge, ein Indikator für die aktuelle Einstellungsbereitschaft der Betriebe, spiegelt die schwächelnde Konjunktur wider: Mit 1.633.000 gemeldeten Stellen sind es 251.000 weniger als 2022.

Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr beruht dabei allein auf Ausländern. Der Rückgang der Erwerbstätigkeit von Deutschen dürfte dabei auf die demographische Entwicklung und Alterung der erwerbsfähigen Bevölkerung zurückzuführen sein. Dies zeigt wichtige Handlungsfelder in der Arbeitsmarktpolitik auch für die kommenden Jahre: Fachkräfte-Gewinnung und Integration von Ausländern in den deutschen Arbeitsmarkt. Die Fachkräftestrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2022 setzt dabei auf den Aufbau von beruflichen Kompetenzen über das ganze Erwerbsalter hinweg, eine inklusivere, familienfreundlichere und gesündere Arbeit sowie Initiativen zur gezielten Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland.

Der allgemeine Pessimismus machte sich 2023 auch spürbar in zurückhaltendem Konsum bemerkbar. Der Kaufkraftverlust aufgrund des Verbraucherpreisanstiegs bremste den privaten Konsum. Der anhaltende Krieg in der Ukraine führte zu weiterhin anhaltend hohen Preisen bei Energie und Lebensmitteln. Die Binnennachfrage sank um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Durch verbesserte Einkommenserwartungen stieg zuletzt jedoch das Konsumklima. Die steigenden Realeinkommen aus hohen Lohn- und Gehaltszuwächsen bei zuletzt sinkender Inflation können 2024 zu einer Belebung des privaten Konsums führen.

Branchenspezifische Entwicklung

Ein Großteil der Beschäftigung in Deutschland findet im Büro statt. Arbeitnehmer schätzen an der "Schreibtischarbeit" vor allem die Möglichkeit für flexible Arbeitszeitmodelle und im Homeoffice arbeiten zu können. Der Anteil ist über das Alter und zwischen Männern und Frauen sehr ähnlich verteilt. Mit zunehmendem Ausbildungsniveau, Führungsverantwortung und Arbeitspensum steigt der Anteil an Bürotätigkeit jedoch. Knapp 80 % der Bürobeschäftigten arbeiten dabei an fest zugewiesenen Arbeitsplätzen. Ein fester Arbeitsplatz hat bei Bürojobs daher trotz flexiblerer Gestaltungsmöglichkeiten seit der Corona-Pandemie weiterhin einen sehr hohen Stellenwert.

Eine repräsentative Onlinebefragung des Industrieverbandes Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) und des Meinungsforschungsinstituts forsa im Mai 2023 zeigte den Stand der Transformation der Arbeitswelt in Büros. Während das Homeoffice als Ort für Fokusarbeit bevorzugt wird, sehen Beschäftigte das Firmenbüro als Ort der Kommunikation. Der Kontakt zu Kollegen wird aus Arbeitnehmersicht als wichtigster Grund für den Weg (zurück) ins Büro genannt. Arbeitskräfte honorieren eine hochwertige Arbeitsplatzausstattung mit hohen Zufriedenheitswerten. Auch die Gewinnung und das Onboarding neuer Mitarbeiter gelingt besser in Präsenz mit Kollegen. Der Arbeitsplatz im Büro ist dabei bei über der Hälfte der Befragten ergonomisch besser ausgestattet als der Arbeitsplatz im Homeoffice.

Eine Transformation der Arbeitswelt, die gute Bedingungen für Kommunikation, informelle Gespräche, kreative Arbeitsformen, Teamarbeit und permanentes Lernen bietet, erfordert dagegen ein multifunktionales Raumangebot aus Kommunikationsbereichen, Projekträumen, Begegnungszonen und Rückzugsbereichen mit entsprechender Ausstattung, die über mehr verfügt als nur einen ergonomischen Bürostuhl und einen höhenverstellbaren Schreibtisch. 2023 wurde in Großprojekte, die meist auch mit einer Transformation in der Unternehmensorganisation verbunden sind, deutlich weniger investiert - die IBA spricht von einer angezogenen Bremse im internationalen Wettbewerb um mehr Innovationsfähigkeit. Angesichts des Fachkräftemangels, wachsendem Innovationsdruck und dem Wunsch nach höherer Produktivität müssen sich Firmen aber über kurz oder lang neuen Formen in der (Büro-) Arbeitswelt öffnen. Dafür wird eine Ausstattung verlangt, die Fokusarbeit, Kommunikation, physisches und psychisches Wohlbefinden und kreatives Arbeiten parallel ermöglicht: Ein breites Produktportfolio in Rahmen einer ganzheitlichen, individuell zugeschnittenen Lösung.

Der Produktionsumsatz der in Deutschland ansässigen Büromöbelindustrie ist ein Indikator für die Büroausstattungsbranche in Deutschland und Europa, da der Absatz fast ausschließlich in diesen Ländern stattfindet. Er verharrte auf Vorjahresniveau. Verzögerte Fertigstellungen von Neubauten, die aktuelle Wirtschaftslage und widersprüchliche Signale aus der Politik werden als Gründe für die Rückstellung geplanter Investitionen genannt. Die Stagnation betrifft sowohl den Markt in Deutschland als auch das europäische Ausland. Hohe Tarifabschlüsse und steigende Logistikkosten dürften auch 2024 bei Büromöbeln zu steigenden Preisen führen.

Positiv in der Branche stimmt der Ausgabenreport von Pleo, einem Anbieter für Software für die Ausgabenverwaltung in Unternehmen, der für das dritte Quartal 2023 über steigende Ausgaben für Büroausstattung und Arbeitsmittel berichtet. Der Branchenverband IBA rechnet mit einer Auflösung des Innovationsstaus - sprich, wieder steigenden Umsätzen - bei der Ausstattung in moderne Bürowelten in absehbarer Zeit.

Der Fachkräftemangel stellt sich für die Branche einerseits als Herausforderung, andererseits als Wachstumstreiber wie oben ausgeführt, dar. Die Nachfrage nach qualifizierter Beratung bei der Einrichtungsplanung und verknüpften Dienstleistungen mit Organisationsberatung oder Change Management stellt die Branchen-Unternehmen vor Herausforderungen in der Gewinnung engagierter und qualifizierter Mitarbeiter. Gleichzeitig wird das Arbeitsumfeld im Büro, Homeoffice und alternativen Arbeitsorten als Faktor für Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeiterbindung und Inspiration für Innovationen immer wichtiger, und viele Unternehmen gestalten ihre Büros und Aufenthaltsflächen im Sinne und als Teil ihrer Innovations-, Kommunikations- und Arbeitskultur neu.

Ertragslage

Der Konzern der Inwerk-Gruppe ist mit der Erstkonsolidierung der Inwerk Management GmbH und Inwerk GmbH Ende Dezember 2020 entstanden. Die finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2023 sind analog den Vorjahren Umsatz und EBITDA.

Die Inwerk Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2023 konsolidierte Umsatzerlöse in Höhe von 45,3 Mio. EUR und blieb damit unter Vorjahresniveau. Von diesem Umsatz wurden 96 % im Inland erzielt (Vorjahr 95 %). Das EBITDA der Unternehmensgruppe lag mit 0,7 Mio. EUR um -1,7 Mio. EUR (-71 %) unter dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen sank um -3,5 Mio. EUR auf -18,2 Mio. EUR. Wesentliche Gründe für den Umsatzrückgang können in der aktuellen konjunkturellen Flaute gefunden werden. Neben höheren operativen Logistik-, Personal- und Sachkosten drücken auch fortgesetzte Beratungsleistungen im Rahmen der ERP-Einführung bzw. Professionalisierung des Online-Vertriebskanals sowie externe Beratungskosten das Ergebnis.

Im Geschäftsjahr wurden in der Unternehmensgruppe Rückzahlungen für Ertragsteuern erhalten bzw. Erträge aus latenten Steuern in Höhe von -0,28 Mio. EUR (Vorjahr: 11,5 TEUR) generiert. Der Aufwand für Abschreibungen von Firmenwert lag wie erwartet in etwa auf Vorjahresniveau, wohingegen die Zinsen aufgrund der Entwicklung der Leitzinsen deutlich gestiegen sind.

Während für die Büromöbelindustrie 2023 ein Jahr der Stagnation war, wurde Inwerk von der konjunkturellen Flaute und der damit verbundenen Zurückhaltung bei der Ausstattung von Büro-Arbeitsplätzen getroffen. Die von der 2022 amtierenden Geschäftsführung ausgelegte Prognose für Umsatz und Ergebnis (EBITDA) für das Geschäftsjahr 2023 wurde nicht erreicht. Entgegen dem allgemeinen Trend konnte Inwerk seine Erlöse im Projektgeschäft jedoch leicht steigern und damit trotz der allgemein zurückhaltenden Investitionsneigung seine Positionierung als Anbieter von umfassenden Lösungen für innovativen Arbeitswelten ausbauen. Damit zeigt Inwerk seine Stärke im Zukunftsmarkt für transformative Bürowelten.

Die anhaltend hohen Investitionen in das ERP- und Online-Shop-System fokussieren sich auf effizientere Prozesse und bessere Kundenerlebnisse. Mittelfristig können durch gesteigerte Kundenzufriedenheit Marktanteile gewonnen werden und Ressourcen aus der Reklamationsabwicklung eingespart werden. Die Verbesserung des Scores auf der Bewertungsplattform TrustPilot von 2,9 zu Beginn des Jahres 2023 auf 4,3 im Februar 2024 sind fassbare Erfolge dieser Anstrengungen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe sank im abgelaufenen Geschäftsjahr von 111,8 Mio. EUR in 2022 um 2,2 Mio. EUR auf 109,6 Mio. EUR. Das Anlagevermögen ging gegenüber dem Vorjahr um 12,9 Mio. EUR (-13,2 %) auf 84,6 Mio. EUR zurück. Grund hierfür sind insbesondere die planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 11,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023.

Neben weiteren Abschreibungen in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. EUR und Abgängen von 34,09 TEUR wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 12,7 TEUR und in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 0,8 Mio. EUR getätigt. Diese betrafen insbesondere die Weiterentwicklung des im Jahr 2021 eingeführten ERP-Systems sowie der Shop-Software.

Zum Bilanzstichtag wiesen die liquiden Mittel mit 1,9 Mio. EUR einen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. EUR geringeren Bestand auf. Durch strikte Working Capital-Maßnahmen sank das gesamte Umlaufvermögen der Unternehmensgruppe auf 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR). Die Bestände an fertigen Erzeugnissen wurden zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit bei 4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,8 Mio. EUR) gehalten. Die ausstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden auf 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) gesenkt. Die Steuervorauszahlungen reduzierten sich um 0,4 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR.

Auf der Aktivseite ist im Jahr 2023 auch erstmals ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 17,9 Mio. EUR ausgewiesen.

Der Rückgang der Bilanzsumme zeigt sich auf der Passivseite vor allem durch einen Rückgang des Eigenkapitals sowie der Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital weist einen nicht gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 17,9 Mio. EUR auf (Eigenkapital Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) und ist im Wesentlichen durch den Jahresfehlbetrag beeinflusst, der wiederum wesentlich von den Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert geprägt ist. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote per 31.12.2023 von -16,3 % (Vorjahr: 0,3 %). Zu diesem Stichtag deckte das Eigenkapital das Anlagevermögen zu -21,2 % (Vorjahr: 0,3 %).

Die Rückstellungen betrugen 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) zum Stichtag im Geschäftsjahr 2023. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um langfristige Verbindlichkeiten. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 58,3 Mio. EUR (Vorjahr: 56,1 Mio. EUR) und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 41,7 Mio. EUR (Vorjahr: 45,2 Mio. EUR) zusammen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 5,4 Mio. EUR) und die im eCommerce wichtigen erhaltenen Anzahlungen 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR).

Im Jahr 2023 ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr mit 3,3 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Cashflows aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -0,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,9 Mio. EUR) und aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -6,9 Mio. EUR (Vorjahr: -1 Mio. EUR) ergibt sich für 2023 eine Veränderung des Finanzmittelfonds um -1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR).

Die Unternehmensgruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang nachzukommen.

Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 108 Mitarbeiter (Vorjahr: 116 Mitarbeiter) bei der Inwerk Gruppe beschäftigt. Während des Geschäftsjahres 2023 wurden insgesamt 23 (Vorjahr: 38) neue Mitarbeiter eingestellt, gleichzeitig verließen 45 (Vorjahr: 33) Mitarbeiter das Unternehmen.

Inwerk konnte sich erneute als "kununu Top Company" qualifizieren, durch die sich das Unternehmen in einem umkämpften Arbeitsmarkt auch weiterhin als attraktiver Arbeitgeber präsentieren kann.

In der Geschäftsführung wurde Jan Kegelberg durch Patrick Heinen als CEO zum 25.09.2023 abgelöst. Zum 01.02.2024 trat Heinz Knolle die Nachfolge von David Weidemann als CFO der Inwerk Gruppe an.

Für Löhne und Gehälter einschließlich der Sozialabgaben sowie der Aufwendungen für Altersversorgung wurden im Berichtsjahr 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR) aufgewendet.

Nachhaltigkeit

Als mittelständisch geprägte Unternehmensgruppe betrachtet Inwerk verantwortungsvolles Handeln als seine gesellschaftliche Verpflichtung. Aus dieser Grundhaltung heraus sucht und implementiert das Unternehmen Lösungen für die wirtschaftlichen, ökologischen und demographischen Herausforderungen der Zukunft.

Die Inwerk-Gruppe versteht Nachhaltigkeit als kooperativen Lern- und Innovationsprozess, den wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern, unseren Investoren und externen Anspruchsgruppen aktiv weiter vorantreiben, um einen wertvollen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft zu leisten. Nachhaltigkeit im Sinne eines unternehmerischen wie ökologischen Denkens ist eine von drei Säulen in der Markenstrategie von Inwerk. Dabei steht die langfristige Sicherung des Unternehmens und seiner Umwelt im Fokus und spiegelt sich bereichsübergreifend in zahlreichen Einzelaspekten wider: Das beginnt bei dem 100% elektrischen Fuhrpark des Unternehmens, geförderter E-Mobilität und Nahverkehrsnutzung der Mitarbeiter bis hin zu geförderter Mitarbeiterfitness.

Inwerk pflegt enge und bevorzugte Beziehungen zu Herstellern, die ihre Produktion und Produkte an ökologischen Richtlinien ausrichten. Einige dieser Hersteller konnten in diesem Bereich Zertifizierungen und Auszeichnungen für Büromöbeln mit neuen nachhaltigen Materialien erringen - unter Anderem Nowy Styl (Platinum EcoVadis) oder Girsberger (Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2023).

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Chancenbericht

Chancen im Markt werden regelmäßig sowohl im Rahmen der langfristigen Strategieüberprüfung und im unterjährigen Planungsprozess analysiert und hinsichtlich ihres potenziellen Wertbeitrags bewertet. Sofern Chancen hinreichend wahrscheinlich sind, werden diese in die Unternehmensplanung aufgenommen. Sie werden zudem in den regelmäßig stattfindenden Geschäftsführungs- und Geschäftsleitungssitzungen detailliert diskutiert und überprüft.

Nach einer Priorisierung von Homeoffice während der Corona-Pandemie hat sich das Präsenzbüro wieder einen größeren Platz bei der Wahl des Arbeitsplatzes zurückerobert. Die Erfahrungen zeigen einige Vorteile, die der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. in "10 Gründen, 2024 wieder mehr im Büro zu arbeiten" zusammengefasst hat. Darin werden Kernpunkte aufgezählt, mit denen Inwerk bereits in den vergangenen Jahren visionär seine Produktwelten beworben hat. Stichworte sind dabei "Mehr Mensch als Mail" oder "Gemeinsam mehr schaffen" - der persönliche und inspirierende Kontakt zu den Vorgesetzten und Kollegen als entscheidendes Argument für die Arbeit im Büro, aber auch "Das Büro bewegt" oder "Mental Health braucht Raum" - eine physische Veränderung des Ortes durch den Weg ins Büro und im Büro oder das Büro als Möglichkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation und Pflege von Beziehungen für eine gesunde Arbeitszeit.

Inwerk profitiert von einer Stärkung der Arbeitsumgebungen in Unternehmen (B2B) gegenüber den "Work from Home"-Lösungen im privaten Arbeitsbereich (B2C) besonders, da der geschäftliche Fokus der Inwerk Gruppe im B2B-Bereich liegt. Mehrere Großaufträge im letzten Quartal 2023 für Komplettausstattungen von Büros im Sinne einer ganzheitlichen Lösung mit Möblierung und Akustik- und Beleuchtungselementen unterstreichen dabei den Bedarf an professioneller Ausstattungsplanung, die von Inwerk bedient werden kann. Mit seinem integrierten Angebot einer umfassenden Office-Planung kann Inwerk damit seine Geschäftskunden dabei unterstützen, die Mitarbeiter wieder zurück ins Büro zu holen - in eine inspirierende Arbeitsumgebung mit einer maßgeschneiderten Büroraumlösung. In diesem Kontext sollen auch werthaltige Partnerschaften mit Multiplikatoren im direkten Möbelhandel sowie im weiteren Businessumfeld entlang der Wertschöpfungskette ausgebaut werden. Das bietet zusätzliche Chancen, die Eigenprodukte der Marke "Made by Inwerk" zu positionieren, um Bürowelten mit einer Handschrift im Design von Inwerk zu schaffen.

Die Wirtschaftswoche, ein Magazin des Handelsblatts, prämierte Inwerk mit einer Top-Bewertung als B2B-Dienstleister für den Mittelstand. Dabei wurden auch Chancen angesprochen, mit der sich weiter Boden gewinnen lässt: Durch eine höhere Service-Orientierung, die für die gesamte Branche bisher als unterdurchschnittlich wahrgenommen wird. Inwerk positioniert sich hier mit einer weiteren Optimierung der digitalen Customer Journey zur nachhaltigen Optimierung aller Kunden-Touch-Points. Dies spiegelt sich in einer neuen Sales & Service Organisation bei Inwerk wider, für die im Jahr 2023 personell durch entsprechende Neueinstellungen, die weiteres und neues digitales Know-How mitbringen, die Weichen gestellt wurden. Einkommende Calls können zielgerichteter und schneller zu den jeweiligen Ansprechpartnern geroutet werden für eine höhere Kundenzufriedenheit und Effizienz, gerade in der After-Sales-Betreuung. Ein neu gestaltetes Reklamationsformular, das online über die Homepage von Inwerk ausgefüllt und abgeschickt werden kann, erleichtert den Kontakt der Kunden zum richtigen Ansprechpartner und gibt die Möglichkeit, Bilder und Unterlagen zur Reklamation anzuhängen. Auf häufig wiederkehrende Fragen und Probleme wird sofort online Hilfe durch Anleitungen und Erklärvideos angeboten.

Auch Möglichkeiten im europäischen Ausland sollen mittelfristig besser genutzt werden. Eine Stärkung der Vertriebsaktivitäten in Österreich steht hier für den Anfang.

Risikobericht

Zu den wesentlichen externen Risiken, denen die Inwerk-Gruppe ausgesetzt ist, sind konjunkturelle Einflüsse zu zählen, die ihre Ursachen in makroökonomischen oder politischen Krisen haben können. Ein schwaches weltweites Wirtschaftswachstum, politische Krisen und Handelshemmnisse treffen dabei die exportorientierte deutsche Wirtschaft, und damit das wesentliche Kundensegment von Inwerk, besonders. Geringere oder verzögerte Investitionsbereitschaft sind mögliche Folgen.

Neben dem positiven Trend zu neuen modernen Arbeitsumgebungen (siehe Chancenbericht) zeigt sich ein gegenläufiger Trend aus weniger Investitionen in Bürogebäude um -20 % beim umbauten Raum. Auch der Anstieg der Leerstandsquote von Büroflächen seit der Pandemie weist auf einen sich insgesamt verengenden Markt hin, der durch möglichen stärkeren Wettbewerb geprägt sein kann.

Im insgesamt schlechten Handelsumfeld im Jahr 2023 konnte der Online-Handel weiter zunehmen. Insbesondere Plattformen mit einem Consumer-to-Manufacturer-Geschäftsmodell wie Temu oder Shein, auf denen Hersteller ihre Produkte aus dem Consumer-Bereich direkt an den Endkunden verkaufen, konnten mit Verdrängungspreisen hohe Marktanteile erreichen - trotz der wahrgenommenen Kritik und Beschwerden. Die Inwerk-Gruppe ist daher nicht nur den Risiken durch konjunkturelle Einflüsse oder Veränderungen in der Arbeitswelt ausgesetzt, sondern bewegt sich mit seinem Geschäftsmodell im Online-Handel auch in einem kompetitiven Umfeld, das durch sich rasch ändernde Geschäftsmodelle, einem veränderten Kaufverhalten der jungen Generation und hohen möglichen Skalierungseffekten schon für neu eintretende Wettbewerber gekennzeichnet ist.

Während die Inwerk-Gruppe keine eigenen Aktivitäten in Russland und der Ukraine aufweist und auch von keinem anderen Konfliktherd unmittelbar in seinen Aktivitäten betroffen ist, kann sich Inwerk den globalen Auswirkungen auf Material- und Transport- und Logistikkosten in den Wertschöpfungsstufen seiner Produkte nicht entziehen. Der Preisauftrieb bei Möbeln hat sich zwar gegenüber 2022 deutlich abgeflacht, zeigt jedoch weiter nach oben.

Durch die laufende Überprüfung und Anpassung des Produktportfolios mit einer Priorisierung margenstarker Eigenprodukte, sowie der Gewinnung neuer Kunden reduziert die Inwerk-Gruppe im Rahmen seiner strategischen Ausrichtung so weit wie möglich die Abhängigkeit von einzelnen Produktsegmenten oder Lieferanten. Die Margen haben sich aufgrund durchgeführter Preiserhöhungen in 2023 positiv entwickelt.

Seit Jahren häufen sich Meldungen über Hackerangriffe bei E-Commerce Unternehmen in verschiedenen Ländern, u. a. auch in Deutschland. In besonderem Maße ist dabei die Handelsbranche betroffen. Neben einer Cyber-Versicherung, die im Ernstfall Schäden abdeckt, wird konsequent in die Qualität der IT-Infrastruktur investiert. Inwerk setzt hier auf ein Hard- und Software-Ökosystem von Microsoft und setzt konsequent die empfohlenen Schutzmaßnahmen um, um die Sicherheit der operativen Systeme und Daten sicherzustellen. Im Bereich der ERP- und Shop-Software-Entwicklung wird dafür auch mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet, die ein breiter aufgestelltes Know-How mitbringen. In der Netzwerktechnologie inklusive Firewall setzt Inwerk auf eine One-Source-Lösung eines branchenführenden Unternehmens, um den gesamten Datenstrom sicher zu managen.

Darüber hinaus wurde 2023 begonnen, das IT-Team um einen System-Administrator mit einem Schwerpunkt im Bereich IT-Security zu verstärken. Dieser Prozess konnte im Jahr 2023 allerdings noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Eine Anstellung wird im ersten Halbjahr 2024 umgesetzt. Neben der Hard- und Software-Ausstattung spielt die Sensibilität der Mitarbeiter für Daten- und IT-Sicherheit in ihrer täglichen Arbeit eine entscheidende Rolle. So wurde begonnen, die Mitarbeiter in verschiedenen Aspekten zu schulen, beispielsweise in der Nutzung von Microsoft SharePoint hinsichtlich der Ablage und dem Zugang zu kritischen Dokumenten und Wissens. Um Lücken und weiteres Verbesserungspotential zu entdecken, wird an der Durchführung und Evaluierung von IT-Prüfungen gearbeitet.

Die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien ist für die Inwerk-Gruppe selbstverständlich und wird von der Geschäftsführung genauestens überwacht.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken der Inwerk-Gruppe werden überwiegend als Risiken mit einer geringen Bedeutung eingestuft. Nennenswerte Währungsrisiken bestehen nicht. Der anhaltend hohe Zinsaufwand durch die im vergangenen Jahr stark gestiegenen Leitzinsen ist in der Budgetplanung entsprechend berücksichtigt. Es wird erwartet, dass die Leitzinsen zum Ende des Geschäftsjahr 2024 wieder zu sinken beginnen und den Zinsaufwand senken werden. Ausfallrisiken aus Forderungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement und Wertberichtigungen in der Bilanz berücksichtigt. Insbesondere wurden 2023 zahlreiche Altfälle einer Klärung zugeführt und der Forderungsbestand durch aktives Management der offenen Posten bereinigt. Ende 2022 wurde zudem ein Zahlungsdienstleister integriert, durch den sich die Ausfallrisiken bei Rechnungszahlern mitigieren lassen.

Die Inwerk-Gruppe ist über ein Bankenkonsortium finanziert. Der zugrunde liegende Konsortialkreditvertrag beinhaltet Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Covenants). Diese werden regelmäßig überwacht, kommuniziert und mit dem Konsortium besprochen. Die Gesamtbewertung der Risikosituation der Unternehmensgruppe zeigt, dass der Fortbestand des Konzerns unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten nicht gefährdet ist.

Prognosebericht

Für das laufende Geschäftsjahr 2024 geht die Inwerk-Gruppe von einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr aus. Spezifische operative Maßnahmen wurden erarbeitet, um sich gegenüber der allgemeinen Marktsituation auch weiterhin positiv abzusetzen und den Marktanteil auszuweiten. Insbesondere durch Optimierungen im Bereich der Logistik werden Kostenreduktionen angestrebt. Gleiches gilt für den Bereich des Materialaufwands durch Verhandlungen der Konditionen mit unseren Vertragspartnern. Mit einem leichten Zeitverzug wird erwartet, dass sich sinkende Leitzinsen in einem verringerten Zinsaufwand für die Inwerk-Gruppe niederschlagen werden.

Das operative EBITDA wird dabei im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 deutlich ansteigen und auch das Niveau des Geschäftsjahrs 2022 übersteigen.

 

Meerbusch, den 22. April 2024

Inwerk Holding GmbH
Amtsgericht Neuss, HRB 21748

Patrick Heinen

Heinz Knolle

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 429.415,00 858.847,00
2. Entgeltl. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 3.531.343,16 4.341.217,42
3. Geschäfts- oder Firmenwert 80.274.690,57 91.742.502,57
84.235.448,73 96.942.566,99
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405.303,44 566.355,73
84.640.752,17 97.508.922,72
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 4.016.534,51 6.756.207,16
2. Geleistete Anzahlungen 44.427,94 170.321,30
4.060.962,45 6.926.528,46
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 409.764,17 2.696.725,21
2. Sonstige Vermögensgegenstände 442.342,03 1.041.597,49
852.106,20 3.738.322,70
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.930.054,77 3.404.645,11
6.843.123,42 14.069.496,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 248.882,76 252.814,62
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.910.201,17 0,00
109.642.959,52 111.831.233,61

PASSIVA

Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 25.918.398,22 25.918.398,22
III. Verlustvortrag -25.658.729,58 -10.945.915,65
IV. Konzernjahresfehlbetrag -18.194.869,81 -14.712.813,93
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.910.201,17 0,00
0,00 284.668,64
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.115.691,07 634.706,46
1.115.691,07 634.706,46
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.731.268,85 45.233.081,36
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.731.268,85 (Vorjahr € 5.233.081,36)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.298.438,69 2.892.660,59
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 2.298.438,69 (Vorjahr € 2.892.660,59)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.088.454,34 5.358.639,48
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.088.454,34 (Vorjahr € 5.358.639,48)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 58.295.148,24 56.088.620,55
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 0,00 (Vorjahr € 0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 977.406,33 1.065.744,53
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 977.406,33 (Vorjahr € 1.065.744,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 59.053,45 (Vorjahr € 18.128,18)
- davon aus Steuern € 519.675,66 (Vorjahr € 708.342,18)
108.390.716,45 110.638.746,51
D. Passive latente Steuern
136.552,00 273.112,00
109.642.959,52 111.831.233,61

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 45.335.394,20 53.260.829,32
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 12.344,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 212.680,20 330.164,28
- davon aus Währungsumrechnung € 6.015,03 (Vorjahr € 50.397,80)
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Waren 24.759.506,94 31.519.000,09
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.661.278,28 5.520.882,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.095.052,39 1.017.978,36
- davon für Altersversorgung € 23.297,90 (Vorjahr € 12.105,80)
6.756.330,67 6.538.861,22
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13.648.156,38 13.209.041,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.314.236,83 13.162.418,78
- davon aus Währungsumrechnung € 11.566,80 (Vorjahr € 30.524,02)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.722,63 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen € 0,00 (Vorjahr € 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.557.736,94 3.875.314,09
- davon aus verbundenen Unternehmen € 2.206.527,69 (Vorjahr € 2.116.429,75)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -277.300,92 11.516,17
11. Ergebnis nach Steuern -18.194.869,81 -14.712.813,93
12. Konzern-Jahresfehlbetrag -18.194.869,81 -14.712.813,93

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Erläuterungen

(1) Der Konzernabschluss der Inwerk-Gruppe, Meerbusch, ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften in EURO aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert das Gesamtkostenverfahren nach 275 Abs. 2 HGB angewendet.

Zur verbesserten Darstellung der Vermögens- und Finanzlage wurde das gesetzliche Gliederungsschema des § 266 HGB um den Posten Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaftern erweitert.

(2) Konsolidierungskreis

Konzernobergesellschaft ist die Inwerk Holding GmbH. In den Konzernabschluss sind neben der Inwerk Holding GmbH zwei inländische Gesellschaften einbezogen, bei denen der Obergesellschaft unmittelbar oder mittelbar 100 % der Stimmrechte der Gesellschafter zustehen.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, aufgestellt.

Die Berichtswährung ist der Euro. Es sind keine Abschlüsse in fremder Währung zu konsolidieren.

Die für die Gruppe relevanten Wechselkurse sind US-Dollar und Schweizer Franken.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Aufstockung von Anteilen oder ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Das Eigenkapital wird nach § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Zeitwert, der den in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten im Zeitpunkt der vorgenannten Verrechnung beizulegen ist, angesetzt. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Zwischenergebnisse, Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den nach den Regeln der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. In dieser Position ist auch die Marke, die über einen Zeitraum von 4 Jahren linear abgeschrieben wird. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über seine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern sind durch ein langfristig gewachsene Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie einen langen Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Gesellschaft begründet. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 11,5 Mio. EUR Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen (Vorjahr: 11,5 Mio. EUR).

Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut 800 € nicht übersteigen, und im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben. Anzahlungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Vorräte an Waren werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgt zum Nennwert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern enthalten Steuerlatenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

(5) Anlagevermögen

Wir verweisen auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens als Anlage zum Anhang.

(6) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Im Berichtsjahr hat Inwerk als zusätzlichen Service für Geschäftskunden als weitere Zahlungsmöglichkeit den Rechnungskauf über einen Zahlungsdienstleister implementiert. Der Kunde kann sich hier für ein Zahlungsziel von 30 Tagen ab Rechnungs-/Lieferdatum entscheiden. Das Angebot nehmen ca. die Hälfte der Kunden wahr.

(7) Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen zum überwiegenden Teil Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für Personalaufwendungen und Jahresabschlussprüfungen.

(8) Verbindlichkeiten

31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41.731 45.233
davon mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr 4.731 5.233
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 37.000 40.000
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 0 27.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.298 2.893
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.088 5.359
davon mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr 5.088 5.359
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 58.295 56.089
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 58.295 56.089
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahre 57.370 55.163
Sonstige Verbindlichkeiten 977 1.066
Summe 108.391 110.639

(9) Passive latente Steuern

Passive latente Steuern entstanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Marke entstanden. Die Bewertung ist mit einem Steuersatz in Höhe von 31,8 % vorgenommen worden.

Die Entwicklung der latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres und deren Änderungen im Laufe des Geschäftsjahres stellen sich wie folgt dar:

01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
Aktive latente Steuern 0 0 0
Passive latente Steuern 273 -137 137

(10) Umsatzerlöse

31.12.2023 31.12.2022
Inland 43.641 50.412
Ausland 1.695 2.849
Summe 45.336 53.261

(11) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 4) und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 50). Periodenfremde Erträge sind in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr TEUR 100) angefallen.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr TEUR 31) enthalten. Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr TEUR 150) angefallen.

Durch das allgemeine hohe Zinsniveau im Jahr 2023 haben sich die Aufwendungen für Zinsen für langfristige Verbindlichkeiten auf Mio. EUR 3,35 (Vorjahr Mio. EUR 1,75) erhöht. Die Zinsen für die Bankdarlehen sind an die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank gekoppelt, die im September 2023 einen Höchststand von 4,50 % seit Anfang 2000 erreicht haben. Mit einer Senkung der Leitzinsen und nachgelagerten Verringerung der Zinsbelastung für Unternehmen rechnen Experten erst Ende 2024.

Sonstige Angaben

(13) Mitarbeiter

In allen drei Konzerngesellschaften sind ausschließlich Angestellte beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Inwerk GmbH 98 107
Inwerk Management GmbH 10 9
Inwerk Holding GmbH 0 0
Summe 108 116

(14) Aufwendungen für Organmitglieder der Muttergesellschaft

Unter Berufung auf HGB §286 Abs. 4 werden keine Angaben zu Aufwendungen für Organmitglieder der Muttergesellschaft gemacht.

(15) Außerbilanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen in Höhe von 8,1 Mio EUR.

(16) Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2 HGB

Sonstige finanzielle Verpflichtungen entstehen, sobald bei Lieferanten platzierte und eventuell bereits angezahlte Bestellungen noch nicht vollständig ausgeliefert und damit bilanziell erfasst wurden. Diese Posten belaufen sich per 31.12.2023 auf 3,5 Mio EUR.

(17) Aufstellung des Anteilsbesitzes nach § 313 Abs. 2 HGB

Die Inwerk Holding GmbH hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:

Inwerk Management GmbH, Meerbusch: 100%

Die Inwerk Management GmbH hält folgende Anteile an anderen Unternehmen:

Inwerk GmbH, Meerbusch: 100%

Bei allen Beteiligungen handelt es sich um in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen.

(18) Abschlussprüferhonorar

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 96 und entfällt in Gänze auf gesetzliche Abschlussprüfungsleistungen.

(19) Offenlegung

Die Inwerk Holding GmbH veröffentlicht den Konzernabschluss und Konzernlagebericht im elektronischen Unternehmensregister. Bei der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, handelt es sich um das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Meerbusch erhältlich und wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Damit greift die befreiende Wirkung für die einzelnen Konzerngesellschaften gemäß § 264 Abs. 3 HGB.

(20) Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bestehen nicht.

(21) Der im Konzernabschluss ausgewiesene Fehlbetrag hat seine Ursache im Wesentlichen in den Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert sowie die Marke. Auch die höheren Zinsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr haben zum deutlich negativen Ergebnis beigetragen. Die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgte entsprechend §§ 253 bis 256a HGB, da die Geschäftsführung basierend auf einer positiven Fortführungsprognose unter Initiierung der dargestellten eingeleiteten Maßnahmen von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht.

(22) Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag vollständig auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Meerbusch, den 22. April 2024

Patrick Heinen

Heinz Knolle

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.717.711 1.717.711
2. Entgeltl. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 8.353.766 785.038 9.138.803
3. Geschäfts- oder Firmenwert 114.678.127 114.678.127
124.749.603 785.038 125.534.641
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.502.868 12.712 -34.087 1.481.492
126.252.471 797.750 -34.087 127.016.133
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 858.864 429.432 1.288.296
2. Entgeltl. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 4.012.548 1.594.912 5.607.460
3. Geschäfts- oder Firmenwert 22.935.624 11.467.812 34.403.436
27.807.036 13.492.156 41.299.192
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 936.512 156.001 -16.324 1.076.189
28.743.548 13.648.156 -16.324 42.375.381
Buchwert
31.12.2023
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 429.415 858.847
2. Entgeltl. erworb. Konzessionen, gewerbl. Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 3.531.343 4.341.217
3. Geschäfts- oder Firmenwert 80.274.691 91.742.503
84.235.449 96.942.567
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 405.303 566.356
84.640.752 97.508.923

Konzernkapitalflussrechnung

31.12.2023 t
31.12.2022 t
Periodenergebnis -18.195 -14.718
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Anlagevermögen 13.648 13.209
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 481 -664
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2 5
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 5.542 3.881
+ Ertragsteueraufwand -277 12
- Ertragsteuerzahlungen 269 -4
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.756 1.384
-/+ Abnahme/Zunahme/ der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.081 223
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.141 3.328
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -785 -696
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 19 8
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -13 -193
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
+ Erhaltene Zinsen 16
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -763 -881
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 1.000 359
- Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -5.733 -2.649
+ Einzahlungen durch Gesellschafter 0 3.000
- Gezahlte Zinsen -2.120 -1.750
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.853 -1.040
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -1.475 1.407
= Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 1.930 3.405
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.930 3.405

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2023

Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Summe Rücklagen
Konzernjahresfehlbetrag
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag
Konzern-Eigenkapital
Stand 31.12.2019 0 0 0 0 0
Einzahlung der Einlagen 25.000 25.000
Einstellung in Rücklagen 20.650.000 20.650.000 20.650.000
Konzernjahresfehlbetrag (wird vorgetragen) -5.392 -5.392
Stand 31.12.2020 25.000 20.650.000 20.650.000 -5.392 20.669.608
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag (wird vorgetragen) -10.940.524 -10.940.524
Stand 31.12.2021 25.000 20.650.000 20.650.000 -10.945.916 9.729.084
Einstellung in Rücklagen 5.268.398 5.268.398 5.268.398
Konzernjahresfehlbetrag (wird vorgetragen) -14.712.814 -14.712.814
Stand 31.12.2022 25.000 25.918.398 25.918.398 -25.658.730 284.669
Einstellung in Rücklagen 0 0 0
Konzernjahresfehlbetrag (wird vorgetragen) -18.194.870 -18.194.870
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 17.910.201 17.910.201
Stand 31.12.2023 25.000 25.918.398 25.918.398 -43.853.599 17.910.201 0

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Inwerk Holding GmbH, Meerbusch

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Inwerk Holding GmbH, Meerbusch, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Inwerk Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reza Bigdeli, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dario Nikolic, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 30.04.2024 gebilligt.

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