Stammdaten

Register
Amtsgericht Wuppertal HRB 24299
Eingetragen
6.6.2012
Branche
Großhandel mit elektrischen HaushaltsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von elektrischen HaushaltsgerätenEinzelhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Gegenstand
Der Handel mit, der Import, der Export, die Lieferung und die Reparatur von Elektrogeräten nebst Zubehör für die Industrie und Haushalte, einschließlich Leasing und alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Winter
seit 30.11.2025
Prokura
Antje Verhoek
seit 30.11.2025
Prokura
Daniel Ernst
seit 30.11.2025
Prokura
Benjamin-Nils Federle
seit 23.2.2024
Prokura
Verena Andermahr
seit 30.11.2020
Prokura
Sascha Wien
seit 6.6.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Electrolux Professional ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schneidereit GmbH

Solingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Das Unternehmen (nachfolgend auch kurz als "Schneidereit" bezeichnet) wird in der Rechtsform der GmbH geführt. Die Gesellschaft wurde im Berichtszeitraum von einem Geschäftsführer vertreten. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Solingen. Am Markt agiert die Gesellschaft als "Schneidereit Professional".

GESCHÄFTSMODELL

Schneidereit wurde 1957 von Helmut Schneidereit als Elektroeinzelhandel gegründet. Unter der jetzigen Geschäftsführung ist das mittelständische Unternehmen, Mitglied im Fachverband der Desinfektoren und ISSA Mitglied (internationale Vereinigung der Reinigungsindustrie), ein führender und innovativer Anbieter für die Systemwäsche geworden.

Im Vordergrund stehen für Schneidereit maßgeschneiderte Lösungen für die vielschichtigen Anforderungen, die jeder Gebäudedienstleister, jeder Krankenhaus-, Alten- und Pflegeheimbetreiber, jedes Unternehmen des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs in den Bereichen Waschen und Trocknen täglich zu bewältigen hat.

Die Moppwäsche gehört zur Kernkompetenz von Schneidereit Professional, über die das Unternehmen weitere Bereiche, wie Bewohner- und Münzwaschsysteme in sozialen Einrichtungen, entwickelt hat.

Zudem bietet Schneidereit für denselben Markt ein Zeiterfassungssystem an, das Arbeitszeiten der Mitarbeiter registriert und über eine selbst entwickelte Internetsoftware zur Bearbeitung bereitstellt, woraufhin diese dann ggfs. über Schnittstellen in die beim Kunden genutzten Abrechnungsprogramme eingespielt werden können.

Das gesamte Produktangebot zeichnet sich dadurch aus, dass es fast ausschließlich in Full-Service-Agreements, d.h. in Mietverträgen mit Übernahme von notwendigen Reparatur- und Wartungstätigkeiten, offeriert wird. Als Finanzierungsarten bietet das Unternehmen Fremdfinanzierung (Verkauf des Vertrages an die Bank) über Banken und die Eigenfinanzierung (Vermietung durch uns) an. Die Geschäftstätigkeit findet im Wesentlichen in Deutschland, den Niederlanden und Österreich statt.

WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine, sowie den volatilen Energiemärkten und allgemeinen Preissteigerungen. Die Energiepreise sind nach einem Peak in 2022 rückläufig, liegen aber immer noch über dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg.

Nach einem leichten Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2022 von 1,8%, ist das BIP im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. 1

Außergewöhnlich verlaufen auch die Inflationsrate und Zinsentwicklung seit 2022. Zwischen Juli 2022 und September 2023 wurde der EZB-Leitzins mehrfach erhöht. Seit dem 20-Jahres-Hoch im September 2023 (4,5%) kehrt sich der Trend um und der EZB-Leitzins verringerte sich in drei Schritten auf zuletzt 3,40% (Oktober 2024). 2

Die Erwerbslosenquote im Dezember 2023 war auf einem geringen Niveau bei 3,1%. 3

BRANCHENENTWICKLUNG

Die relevanten Absatzmärkte sind grundsätzlich stabil (Gebäudereinigung, Krankenhäuser) bis wachsend (Altenheime, Pflegeheime), jedoch ist insbesondere im Pflege- und Gesundheitssegment ein vermehrter Kosten- und Margendruck zu spüren. Zudem stehen nahezu alle relevanten Segmente vor der Herausforderung des Fachkräftemangels.

Die Gebäudereinigung ist die beschäftigungsstärkste Handwerksbranche Deutschlands. Die Anzahl der Betriebe wächst seit Jahren konstant (auf über 30.000 Betriebe in 2023), bei den Umsätzen wurde 2023 die 25 Milliarden Euro-Grenze überschritten. Die Branche entwickelt sich zunehmend weiter von der klassischen Gebäudereinigung zum ganzheitlichem Facility Management und die Marktdurchdringung von Schneidereit schreitet weiter voran. Dies sind Indikatoren für eine positive Einschätzung. 4

1 Quelle: Statista, Abrufdatum 02.10.2024
2 Quelle: https://www.euribor-rates.eu/de/ezb-leitzins/, Abrufdatum 19.11.2024
3 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 040 vom 31. Januar 2024, Abrufdatum 02.10.2024
4 Quelle: Daten und Fakten des Bundesinnungsverbands der Gebäudedienstleister, Abrufdatum 02.10.2024

Der Kernmarkt, in dem sich Schneidereit bewegt, ist der Markt für professionelle, gewerblich genutzte Waschmaschinen und Trockner. Diese Maschinen finden vorwiegend im Bereich der Reinigung (Gebäudereinigung, Verkehrsmittelreinigung, etc.) zur Reinigung von Wischbezügen und Tüchern, aber auch vereinzelt im Bereich der Münzwäsche in sozialen Einrichtungen und Studentenwerken Anwendung.

Damit bewegt sich Schneidereit in einem Nischenmarkt, in dem es einen der wesentlichen Anbieter darstellt. Die Marktsituation in Deutschland wird in den letzten Jahrzehnten durch Miele Professional dominiert. Diese dominierende Position bildet aber auch eine Markteintrittsbarriere für andere potenzielle Anbieter von Waschtechnik.

Die zunehmende Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung aller Geschäftsbereiche verändern die Industrie insgesamt und die Branche grundlegend und sind weiterhin die dominierenden Themen im Markt. Weiterhin spielen einfache Maschinenhandhabung, Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich (verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen dank Dosieranlagen), schnelle Problemlösungen und Serviceleistungen eine zunehmend größere Rolle in der aktuellen Marktentwicklung. Dies nutzt Schneidereit, um ihren Kunden innovative und maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

Es ist wahrzunehmen, dass Wettbewerber ähnliche Miet-/Leasingkonzepte wie Schneidereit in den Markt bringen. Diese Konzepte bieten aber in der Regel nicht denselben Leistungsumfang wie das 360 Grad-Servicekonzept von Schneidereit. Zusätzlich findet ein verstärkter Preiskampf unter den Konkurrenten statt.

FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN UND DEREN ENTWICKLUNG

Die Unternehmenssteuerung erfolgt auf Basis detaillierter Budgetplanungen und daran anschließender Reporting- und Abweichungsanalysen. Hierbei werden als bedeutsamste Leistungsindikatoren die Umsatzerlöse sowie das EBIT geplant und überwacht.

Die Umsatzerlöse betragen T€ 22.374 (Vorjahr: T€ 23.528).

Verglichen mit der Prognose des Jahres 2022, bei dem wir für das Geschäftsjahr 2023 von einem Wachstum der Umsatzerlöse im hohen einstelligen Bereich ausgegangen sind, ist auf Grund der dargestellten stark veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Zinsentwicklung und gesamtwirtschaftliche Entwicklung, die teilweise zur Stagnation in den Kernmärkten führte), insbesondere der erhöhten Refinanzierungskosten, eine entsprechende negative Abweichung feststellbar.

Die Umsatzrendite in der Definition EBIT/Umsatz beträgt 2,5% (Vorjahr: 9,9%).

Das Jahresergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern (EBIT) liegt bei T€ 554 (Vorjahr: T€ 2.334). Die Veränderung beruht i.W. auf rückläufigen Umsatzerlösen und Kostensteigerungen im Bereich der Personal- und Werbekosten.

Damit wurde die im Berichtsjahr 2022 getroffene Prognose erheblich verfehlt, in der wir für das Geschäftsjahr 2023 lediglich von einem leichten Rückgang des EBIT ausgegangen sind.

GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

VERMÖGENS -, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme beläuft sich auf T€ 16.654 (Vorjahr: T€ 20.979) und liegt mit einer Minderung von 20,6% unter dem Vorjahresniveau.

Das Anlagevermögen stellt 21,3% (Vorjahr: 15,3%) des Vermögens dar und beläuft sich auf T€ 3.545. Es ist zu 199,8% (Vorjahr: 220,9%) durch Eigenkapital gedeckt.

Die Rückstellungen weisen insgesamt eine Erhöhung in Höhe von 17,7% auf. Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen liegen mit T€ 666 um T€ 283 über dem Vorjahr und betreffen hauptsächlich zurückgestellte Verpflichtungen aus Gehalt, Bonuszahlungen, Ausgleichsabgabe, und Berufsgenossenschaft. Die Urlaubsrückstellung ist um 24,5% gesunken, was mit dem Abbau von Urlaubsrückständen aus den Vorjahren zusammenhängt.

Die Rückstellung für Gewährleistungen verzeichnet einen Anstieg von 3,4% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Gewährleistungsrückstellung begründet sich durch einen Anstieg der Vertragsanzahl (Mengeneffekt).

FINANZLAGE

Die Finanzlage des Unternehmens stellt sich im Jahr 2023 weiterhin positiv dar. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf T€ 991 und entfallen in Höhe von T€ 85 auf immaterielle Vermögensgegenstände und in Höhe von T€ 906 auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens. Die Finanzierung erfolgte aus eigenen Mitteln.

Bei dem Sachanlagevermögen wurde überwiegend in die Erneuerung und Erweiterung des Fuhrparks sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung investiert.

Die planmäßigen Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt T€ 637. Die darin enthaltenen Abschreibungen auf an Kunden vermietete Geräte beliefen sich auf T€ 222.

Die liquiden Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand) belaufen sich zum Stichtag auf T€ 27 (Vorjahr: T€ 50). Durch die Cash-Pool-Vereinbarungen mit der Electrolux-Gruppe verfügt die Schneidereit GmbH über einen soliden und langfristigen finanziellen Rahmen sowohl für das operative Geschäft als auch für zukünftige Investitionen. Die Geschäftsführung geht damit davon aus, Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote (inkl. Kapitalrücklage sowie insbesondere Gewinnvortrag) beträgt zum Bilanzstichtag 42,5% (Vorjahr: 33,8%).

ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 22,4 erwirtschaftet, was mit 4,9% unter dem Umsatz des Vorjahres liegt. Begründet ist die Minderung durch erhöhte Refinanzierungssätze und einen Anstieg der eigenfinanzierten Verträge, die größtenteils erst in den Folgejahren zu Umsatzerlösen führen.

Bei den Finanzierungsarten stellt die Fremdfinanzierung den überwiegenden Anteil (im Vergleich zur Eigenfinanzierung) dar. Der Umsatz aus dem Bereich Zubehör (Chemie, Mopps, etc.) stellt nur einen sehr geringen Teil des Umsatzes dar: Der Umsatz aus der Fremdfinanzierung betrug Mio. € 18,5. Der Umsatz aus Eigenfinanzierungsverträgen und Zubehör betrug Mio. € 3,9, dies machte 17,4% des Gesamtumsatzes aus.

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist um 0,7 Prozentpunkte gestiegen und liegt mit 35,9% über dem Vorjahresniveau. Während inflationäre Kostensteigerungen bei Bezugspreisen der Primärmaterialien zu einer leichten Steigerung führten, wurde der Materialeinsatz durch Verlängerungen von Verträgen insgesamt im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht reduziert.

Der Personalaufwand beträgt T€ 8.620 (Vorjahr: T€ 8.178). Der Anstieg ist insbesondere durch notwendige Gehaltsanpassungen bedingt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,6% gestiegen. Ursache hierfür sind im Wesentlichen die erhöhten Repräsentationskosten. Diese belaufen sich auf T€ 552. Im Jahr 2023 fanden wieder regelmäßig Messen, u.a. die CMS Berlin, statt.

Das Jahresergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt T€ 1.191 (Vorjahr: T€ 2.831).

Der Rückgang des EBIT von T€ 2.334 auf T€ 554 ist im Wesentlichen auf die dargestellten Effekte (insb. Zinsentwicklung, davon die Rückwirkung des Zinsniveaus auf die wirtschaftliche Lage der Kunden und die Kosten der Finanzierung, sowie die Verteilung zwischen direkter Fremdfinanzierung und Eigenfinanzierung gemäß unserem Geschäftsmodell) in den Umsatzerlösen sowie im Personalaufwand und im sonstigen betrieblichen Aufwand zurückzuführen.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

Die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ist in Anbetracht der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen.

PERSONAL- UND SOZIALBEREICH

Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 120 Mitarbeiter und 14 Auszubildende (Vorjahr 125 Mitarbeiter und 11 Auszubildende) zur Belegschaft des Unternehmens.

Im technischen Kundenservice wird das Netz eigener angestellter Servicetechniker weiterhin ausgebaut und zusätzliche Kooperationen mit externen Technikern eingegangen. Neben wachstumsbedingtem Ausbau der eigenen technischen Abteilung soll die bisher erfolgreiche Kooperation mit vorhandenen Subunternehmern, als hauseigene Kompetenzzentren, fortgeführt und vertieft werden.

Um dem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken und weniger von der externen Arbeitsmarktlage abhängig zu sein, wird in allen Bereichen des Unternehmens kontinuierlich Nachwuchs ausgebildet. Die im Branchenvergleich gesehen hohe Ausbildungsquote von insgesamt rund 12% zeigt den wachstumsbedingt hohen Bedarf an gezielt ausgebildeten Fachkräften in den kaufmännischen, gewerblich-technischen, lagerlogistischen und informationstechnischen Fachbereichen des Unternehmens. In nahezu allen Unternehmensbereichen werden Praktikumsplätze angeboten. In den Unternehmensbereichen Marketing sowie Entwicklung bieten wir Werkstudenten den Einstieg ins Unternehmen an.

Weiterhin besitzen individuelle Förderung und gezielte Weiterentwicklung der Mitarbeiter im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen sichern eine individuelle Förderung und gezielte Weiterentwicklung der Mitarbeiter.

ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN

Mit ihren Entwicklungsaktivitäten verfolgt Schneidereit das Ziel, die Geräte einfacher in der Bedienung, effizienter in der Benutzung und insgesamt sparsamer und intelligenter zu machen sowie Anwendungsbereiche des bestehenden Produktportfolios zu erweitern. Weiteres zentrales Spektrum der Tätigkeit bildet die Individualisierung und Anpassung der Systemlösungen an Kundenanforderungen. Der Einfluss der Maschinenbenutzung und Waschprozesse auf die Personalkosten des Kunden bildet für Schneidereit den wesentlichen Hebel für Mehrwerte.

Investitionen wurden und werden weiterhin im Bereich der Vernetzung, Übertragung und Dokumentation von Daten aus den Waschmaschinen und Trocknern getätigt. Ebenfalls wird eine stetige Verbesserung und Individualisierung von Prozessen im Wasch- und Desinfektionsverfahren angestrebt. Angepasste Hard- und Softwarelösungen sollen den Nutzungsgrad der Maschinen verbessern und eine optimale Auslastung ermöglichen.

Insgesamt ist es Aufgabe der Entwicklungsabteilung, Lösungen zu entwickeln, die eine Verbesserung der Prozesssicherheit beim Kunden gewährleisten können. Der Ausbau von Synergieeffekten mit dem Mutterkonzern wird weiter vorangetrieben. Durch die Expertise und Erfahrung der Entwicklungs-Mitarbeiter von Schneidereit profitiert der Mutterkonzern durch Feedbacks und entsprechenden Lösungsansätzen.

Digitalisierung, Flottenmanagement und IoT ("Internet of Things") begegnet Schneidereit mit einer Mischung aus Nutzung der von Electrolux Professional im Rahmen der OnE Connected Applikationen zur Verfügung gestellter Systeme und der Nutzung von herstellerunabhängigen Systemen.

Im Jahr 2023 bestand das Entwickler-Team aus 7 Mitarbeitern.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Insbesondere durch die klare Trennung vom klassischen Maschinen-Verkaufsgeschäft und dem Schneidereit Full-Service-Mietangebot lassen sich nur sehr bedingt Synergiepotenziale mit dem Mutterunternehmen Electrolux Professional nutzen, was den eigenständigen Charakter des Unternehmensbeibehält. Schneidereit tritt stets weiterhin als autarke Marke und in einer Parallelstruktur zum heutigen Angebot von Electrolux auf dem Markt auf. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist neben den individualisierbaren Maschinen das Full-Service-Mietkonzept.

Die bisherige Unternehmensstrategie soll keine wesentlichen Veränderungen erfahren. Jedoch ist im wesentlichen Absatzbereich "Healthcare" (d.h. der Sozial- und Gesundheitsbereich) die Marktentwicklung auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen und Rahmenbedingungen stagnierend. Für Schneidereit steht dennoch der Ausbau der stabilen Position auf den bisherigen Kernmärkten im Vordergrund. In diesem Bereich soll der Markt durch gezielte Projekte und Maßnahmen durchdrungen werden.

Rechnungslegungsbezogenen IT-Risiken wird durch die Einbindung in die Electrolux Professional Gruppe begegnet. Gleiches gilt für die Implementierung und Weiterentwicklung von vorhandener und neuer Software.

In den Zielmärkten und Kundensegmenten von Schneidereit (Gebäudereinigungen, Altenheime, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser) ist festzustellen, dass durch die vergangenen und aktuellen Krisen (insbesondere durch Corona) ein erhöhter Fokus der Kernmärkte aus desinfizierende Waschlösungen und entsprechender Hygieneprozesse besteht.

Einige Kunden im Bereich Gebäudereinigung, die viele Objekte in der Hotel-, Restaurant-, und Eventreinigung haben, haben fortwährend Umsatzausfälle zu verzeichnen.

Im Hinblick auf Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten gilt: Die Gesellschaft hält als Finanzinstrumente im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenüber verbundenen Unternehmen, Flüssige Mittel sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Flüssige Mittel sind bestehen nur in Euro auf in Deutschland ansässigen Banken.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten aus Verträgen mit Fremdfinanzierung Forderungen gegenüber dem Finanzierungspartner. Die historische Erfahrung und verfügbare Informationen über die Bonität lassen nicht auf Ausfallrisiken schließen. In Bezug auf die Ausfallrisiken unserer Erlöse wird das Risiko in diesem Modell durch die Abtretung an die Bank, inklusive Übergang des Bonitätsrisikos, gemindert.

Forderungen aus Verträgen im Wege der Eigenfinanzierung bestehen aus langfristigen Verträgen mit unseren Kunden. Die Ausfallrate liegt regelmäßig im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich und wird sowohl über Einzelwertberichtigungen als auch einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt, welches das Delkredererisiko der nicht einzeln erfassten Wertberichtigungen auf Basis der historischen Erfahrungen abbildet. Das Ausfallrisiko und das damit verbundene Liquiditätsrisiko erachten wir deshalb als gering.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben überwiegend Zahlungsziele von 45 Tagen und werden regelmäßig innerhalb der Fristen - gegebenenfalls unter Inanspruchnahme von Skonto-Möglichkeiten bedient.

Mögliche Zahlungsausfallrisiken für insolvente Endkunden sind dadurch, dass mit Ausnahme des Pools Ausfallrisiken an die Schneidereit Finance GmbH abgetreten sind, größtenteils abgesichert (echtes Factoring).

In der Gesamtbetrachtung werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken als gering eingeschätzt. Marktpreisrisiken erachten wir als nicht zutreffend.

Die Wichtigkeit desinfizierenden Waschens rückt für den Kunden - nicht nur aufgrund der Corona Thematik aus jüngster Vergangenheit mehr und mehr in den Fokus. Studien (z.B. Ricarda Schmithausen - Universität Bonn - et al., Applied and Environmental Microbiology 5 ) zeigen klar die Risiken von Haushaltswaschmaschinen in sozialen Einrichtungen, und es ist mit einer steigenden Sensibilität bezüglich dieses Themas zu rechnen. Haushaltswaschmaschinen sind für Schneidereit insbesondere in kleineren Einheiten (z.B. Kindergärten, privaten Altenpflegeheimen) ein größerer Wettbewerber als andere Industriegeräteanbieter und der Trend zu desinfizierendem Waschen kommt dem Unternehmen sehr entgegen. Schneidereit ist durch seine dahingehende Maschinentechnik und sein breites Fachwissen gut aufgestellt, um die Nachfrage nach desinfizierendem Waschen zu bedienen. Die neuen Produkte Membranpumpe und ProTec bieten in diesem Bereich eine erhöhte Prozesssicherheit. Auch die Vernetzung der Maschinen mit App-Anbindung und Überwachung von Desinfektionsprozessen ist ein wichtiges Argument in der Branche. Zum 01.01.2024 ist der Branchenmindestlohn auf € 13,50 angehoben worden. 6 Dies führt auf der einen Seite zu steigenden Personalkosten der Dienstleister, erhöht auf der anderen Seite jedoch die Notwendigkeit zu Prozessoptimierungen auch in den Reinigungsprozessen.

5 Quelle: Universität Bonn, Veröffentlichung 30.09.2019, Abrufdatum: 02.10.2024
6 Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund, Stand: Mai 2024, Abrufdatum 23.05.2024

Eine stetig wachsende Herausforderung für die Branchen unserer Kunden ist die Zunahme von nicht-deutschsprachigen Mitarbeitern und zudem hohe Fluktuationen in der Belegschaft. Mit einfachen Bedienkonzepten und klar verständlichen Anwendungen nimmt Schneidereit unmittelbar positiven Einfluss auf diese Tatsache und unterstützt somit bei der Sicherstellung der Leistungsbereitschaft. Durch die demographische Entwicklung und somit die Zunahme an Alten- und Pflegeeinrichtungen gewinnt die Reinigung und Wäsche in diesen Einrichtungen immer mehr an Stellenwert auf dem Markt.

Das Unternehmen agiert auf etablierten, traditionellen und stabilen Märkten, die vereinzelt durch Änderungen der Kundenbedürfnisse gekennzeichnet sind. Den Eintritt möglicher neuer Wettbewerber hat es in der Vergangenheit nur vereinzelt gegeben.

Wettbewerber werden weiterhin versuchen, die Alleinstellungsmerkmale von Schneidereit insbesondere hinsichtlich Finanzierung, Full-Service und ggfs. Innovation zu kopieren. Auch der gestiegene interne Wettbewerb durch Electrolux macht es für Schneidereit notwendig, sich gegen die Angebote des klassischen Maschinenverkaufs abzugrenzen. Spezielle, individuelle Nischenlösungen sind aufgrund der Gesamtgröße der Wettbewerber allerdings unwahrscheinlich. Um Bedürfnisse unserer Kunden zu erfüllen und uns dadurch von möglichen Wettbewerbern zu differenzieren, versuchen wir stetig, bestehende Produkte und Dienstleistungen zu verbessern sowie in die Entwicklung neuer Technologien zu investieren. Individualisierte Lösungen in Abhängigkeit von den spezifischen Anforderungen der Benutzer stehen dabei im Vordergrund.

Im Rahmen der Geschäftsaktivitäten können sich Risiken mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit und ohne wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage aus Rechtsstreitigkeiten ergeben, hauptsächlich auf Arbeitsrecht, Wettbewerbs-, Patent-, Steuer-, oder Vertragsrecht. Durch interne Richtlinien und rechtliche Beratung werden diese Risiken aktiv behandelt, und es wird versucht, diese bereits im Vorfeld zu begrenzen.

Durch die Belieferung von wesentlichen Teilen des zukünftigen Maschinenportfolios durch Electrolux Professional bestehen - mit Ausnahme der typischen globalen Effekte wie Rohstoffpreissteigerung und Lieferengpässen - keine weiteren Risiken hinsichtlich der Lieferantenstruktur. In den verbleibenden Lieferantenbereichen pflegt Schneidereit nach wie vor langfristige strategische Partnerschaften, um Einkaufspreise zu stabilisieren und auch für die Folgeperioden wettbewerbsfähige Konditionen zu sichern.

Die Steigerung der Zinsen hat einen erheblichen Effekt auf die Profitabilität und die Preispolitik von Schneidereit. Kurzfristig kommt es aufgrund fixierter Preise in Rahmenverträgen dabei zu geringerem Ertrag, da die höheren Finanzierungskosten der Banken zu einer verringerten Marge der Verträge für Schneidereit führen. Langfristig ist das Unternehmen gezwungen, diese Kostensteigerungen an seine Kunden weiterzugeben, und setzt dies auch um.

Die kritische Prüfung der sowohl der einzelnen als auch der aggregiert betrachteten Risiken lässt die Feststellung zu, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere keine bestandsgefährdenden Risiken bestanden haben.

PROGNOSEBERICHT

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir, dass sich die gesamtwirtschaftliche Situation auf Basis der letzten Wachstumsprognosen als weiterhin herausfordernd darstellen wird. Insbesondere im Absatzbereich Healthcare erwarten wir stagnierende Entwicklungen.

Dennoch erwarten wir für die Schneidereit GmbH für das Geschäftsjahr 2024 einen im höheren einstelligen Prozentbereich steigenden Umsatz im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Die Umsatzsteigerung soll im Wesentlichen in dem Kernmarkt (Deutschland und Österreich) und mit dem Kernportfolio des Unternehmens durch eine Intensivierung der vertrieblichen Aktivitäten und Verbreiterung der Marktdurchdringung erzielt werden. Auch die verbesserte Refinanzierungssituation durch sinkende Zinsen unterstützt diese Annahme. Organisatorisch erwarten wir außerdem durch die Konzentration von Leistungsfunktionen in einer Hand einen weiteren positiven Einfluss auf die Erlösentwicklung.

Die Anzahl der im Jahr 2024 weiter einzustellenden Mitarbeiter ist aufgrund der geringen Arbeitslosigkeit in Deutschland und der nur geringen Verfügbarkeit von guten Vertriebsmitarbeitern und Technikern am Markt nicht sicher zu einem bestimmten Zeitpunkt planbar. Nach wie vor werden die Wettbewerber, aber auch andere Unternehmen aus anderen Branchen, versuchen, Mitarbeiter von Schneidereit abzuwerben.

Jedoch ist insgesamt die Ressourcenverfügbarkeit (vor allem im Bereich der Techniker) sehr angespannt, so dass offene Stellen nicht schnell besetzt und auf externe, kostenintensivere Ressourcen zurückgegriffen werden muss. Die Entwicklung der Profitabilität wird trotz der weiterhin zu erwartenden volatilen Marksituation als merklich positiv im Vergleich zum Vorjahr eingeschätzt: Ein Rückgang des Zinsniveaus war 2024 zu verzeichnen, jedoch erwarten die Marktteilnehmer nun erstmal nur noch kleine weitere Zinssenkungsschritte. Wie sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes zeigt, sind diese am Stichtag getroffenen Erwartungen eingetroffen. Wiederum ist auf Grund unserer Preisanpassungen und der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen auch eine leichte Kauf- bzw. Investitionszurückhaltung seitens der Kunden nicht ausgeschlossen. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der zu erwartenden Profitabilität (EBIT) ist außerdem der Anteil von eigen- und fremdfinanzierten Kundenverträgen. Diese Quote ist im Vorfeld nur mit erheblicher Unsicherheit abzuschätzen und hängt von jeweils individuellen Verhandlungen mit Kunden ab. Als wahrscheinlichste Entwicklung gehen wir hier von einem gleichbleibenden Verhältnis im Vergleich zum Vorjahr aus.

Das Unternehmen verfolgt nach wie vor eine gefestigte Preispolitik, und die gestiegenen Einkaufspreise der Maschinen werden größtenteils an den Markt weitergegeben und akzeptiert, da der Wettbewerb analog agiert.

Auf Grund der aufgeführten allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und unserer dargestellten Annahmen (insbesondere die Zinsentwicklung und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Investitionsentscheidungen unserer Kunden, welche sich aus den Kosten der Refinanzierung unserer Verträge ergibt) sowie der erwarteten Entwicklung der Finanzierungsarten zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses und des Lageberichtes im Dezember 2024 mit einem leicht positiven EBIT, bei einer Umsatzsteigerung im höheren einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023.

 

Solingen, den 13. Dezember 2024

gez. Sascha Wien

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Schneidereit GmbH, Solingen

Aktiva

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.631,00 10.861,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.238,00 161.849,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 56.872,00
189.871,00 229.584,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 869.548,00 913.230,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.928,00 39.571,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.440.443,50 2.015.378,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.968,17 8.968,17
3.354.887,67 2.977.147,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,23 1,23
3.544.759,90 3.206.733,03
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.274.693,54 2.073.243,30
2. Waren 4.087.696,90 3.632.925,63
3. Geleistete Anzahlungen 10.416,00 54.108,57
6.372.806,44 5.760.277,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.618.856,94 5.561.945,35
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100.583,46 5.319.183,19
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 914.260,83 1.010.635,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 868.888,14 (Vj. EUR 987.731,89)
6.633.701,23 11.891.763,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.572,26 50.064,31
13.033.079,93 17.702.105,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.774,43 70.603,45
16.653.614,26 20.979.442,09

Passiva

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 852.526,63 852.526,63
III. Gewinnvortrag 6.131.777,90 6.131.777,90
7.084.304,53 7.084.304,53
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 6.846.847,58 5.820.259,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 338.886,22 676.390,96
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 338.886,22 (Vj. EUR 676.390,96)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.397.928,73 6.428.785,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 1.397.928,73 (Vj. EUR 6.428.785,84)
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 0,00 (Vj. EUR 6.428.785,84)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 967.272,20 953.659,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 909.370,86 (Vj. EUR 902.590,54)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 57.901,34 (Vj. EUR 51.068,84)
davon aus Steuern: EUR 113.141,74 (Vj. EUR 150.660,57)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 17.584,13 (Vj. EUR 29.155,26)
2.704.087,15 8.058.836,18
D. Rechnungsabgrenzungsposten 18.375,00 16.041,67
16.653.614,26 20.979.442,09

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der Schneidereit GmbH, Solingen

Vorjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 22.373.556,83 23.527.781,34
2. Sonstige betriebliche Erträge 475.442,61 689.480,69
davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 692,81 (Vj. EUR 268,65)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -6.339.552,98 -6.809.403,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.699.560,44 -1.475.523,07
-8.039.113,42 -8.284.926,14
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.300.546,49 -6.953.465,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.319.575,94 -1.224.539,07
davon für Altersversorgung: EUR 3.859,86 (Vj. EUR 4.122,52 )
-8.620.122,43 -8.178.004,19
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -637.452,84 -497.283,62
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.983.675,51 -4.906.417,43
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 390,72 (Vj. EUR 677,07)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 77.972,32 16.682,59
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 77.972,32(Vj. EUR 0,00)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -868,04 -208,53
davon an verbundene Unternehmen: EUR 261,24 (Vj. EUR 0,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 28,58
10. Ergebnis nach Steuern 645.739,52 2.367.133,29
11. Sonstige Steuern -14.316,68 -16.890,31
12. Aufwendungen aus Ergebnisabführung -631.422,84 -2.350.242,98
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Schneidereit GmbH hat ihren Sitz in Solingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter HRB 24299 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 II HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Im Berichtszeitraum bestand ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Electrolux Professional GmbH mit Sitz in Nürnberg als herrschendem Unternehmen. Die Gesellschaft ist ertragsteuerliche Organgesellschaft.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 II HGB) werden zu Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Den Abschreibungen liegt eine Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren zugrunde.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen wurden unter anderem die Anschaffungskosten für eine Domain aktiviert. Diese stellt ein nicht abnutzbares immaterielles Wirtschaftsgut des Anlagevermögens da und unterliegt keiner planmäßigen Abschreibung. Den übrigen entgeltlich erworbenen Vermögensgegenständen liegt überwiegend eine Nutzungsdauer von 3 bis 6 Jahren zugrunde.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die kürzere der voraussichtlichen technischen oder wirtschaftlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I1, III HGB).

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Bauten auf fremden Grundstücken 33 Jahre, Einbauten in fremde Grundstücke 10 bis 20 Jahre, Außenanlagen und Hof- und Wegebefestigungen 5 bis 20 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 8 bis 25 Jahre, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 15 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 lla EStG im Erwerbsjahr als Aufwand erfasst. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten größer 250,00 EUR bis 1.000,00 EUR wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Geschäftsjahre mit jeweils einem Fünftel ergebnismindernd aufgelöst wird. Im Anlagengitter werden diese nach vollständiger Abschreibung als Abgang dargestellt.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem geleisteten Zahlungsbetrag angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert (§ 253 III 4 HGB).

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu den Einzelanschaffungskosten, soweit nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 IV HGB).

Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem geleisteten Zahlungsbetrag angesetzt, sofern nicht ein niedrigerer Wert beizulegen ist (§ 253 IV HGB).

Die Forderungen werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind verfügungsbeschränkte Guthaben aus Hinterlegungen enthalten.

Flüssige Mittel werden zu Nenn- bzw. Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB).

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz abgezinst (§ 253 II HGB).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Gewährleistungen, die auf Einzelvertragsbasis unter Berücksichtigung der Restvertragslaufzeit ermittelt werden. Hierzu werden die empirisch ermittelten, durchschnittlichen Kosten je Reparatureinsatz unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Kostensteigerungen nach der zu erwartenden Reparaturquote je Branche entsprechend kalkuliert.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB).

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet (§ 256a HGB).

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im "Anlagenspiegel" (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Zum Bilanzstichtag sind 4.631,00 EUR als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Aufgrund dieser Aktivierung entsteht ein Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 Satz 1 HGB in Höhe von 4.631,00 EUR. Ein Abzug der darauf entfallenden latenten Steuern erfolgt nicht, da diese beim Organträger berücksichtigt werden. Diesem grundsätzlich ausschüttungsgesperrten Betrag stehen frei verfügbare Eigenkapitalkomponenten von 6.131.777,90 EUR gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Laufzeit Summe
bis 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.596.953,64 4.525,33 17.377,97 5.618.856,94
(Vorjahr) 5.527.788,78 17.612,07 16.544,50 5.561.945,35

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 9.553,84 EUR), die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Sie betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Ansprüche der Gesellschaft auf anzurechnende Vorsteuerbeträge (§ 268 Abs. 4 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen und Gewährleistungsverpflichtungen. Dabei betragen die Gewährleistungsrückstellungen 5.390.595,00 EUR (Vorjahr: 5.215.665,00 EUR).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Laufzeit Summe
bis 1 Jahr > 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 338.886,22 0,00 0,00 338.886,22
(Vorjahr) 676.390,96 0,00 0,00 676.390,96
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.397.928,73 0,00 0,00 1.397.928,73
(Vorjahr) 6.428.785,84 0,00 0,00 6.428.785,84
Sonstige Verbindlichkeiten 909.370,86 57.901,34 0,00 967.272,20
(Vorjahr) 902.590,54 51.068,84 0,00 953.659,38
Summe 2.646.185,81 57.901,34 0,00 2.704.087.15
(Vorjahr) 8.007.767,34 51.068,84 0,00 8.058.836,18

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte gesichert sind, bestehen nicht.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) gegliedert

V. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (§ 267 V HGB) ohne Geschäftsführer, Auszubildende und Praktikanten beträgt 124 (Vorjahr: 123). Die Aufteilung der Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen ist wie folgt:

Gewerbliche Arbeitnehmer: 43 (Vorjahr: 49)

Angestellte: 81 (Vorjahr: 74)

Angaben über Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Unternehmensorgane

Zum Bilanzstichtag sind an der Gesellschaft beteiligt:

Electrolux Professional GmbH, Nürnberg, mit einer Stammeinlage in Höhe von 100.000,00 EUR.

Im Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Sascha Wien (Kaufmann, Alleiniger Geschäftsführer).

Herr Sascha Wien war im Geschäftsjahr einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung unterbleiben gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben über Unternehmensbeziehungen

Die Gesellschaft ist weiterhin alleinige Anteilseignerin der sich in Liquidation befindlichen Schneidereit UK Ltd. mit Sitz in Luton, Bedfordshire, United Kingdom.

Diese Beteiligung ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. Daher unterbleiben weitere Angaben (§ 286 III HGB).

Konzernverhältnisse

Alleinige Gesellschafterin ist die Electrolux Professional GmbH, Nürnberg.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Electrolux Professional AB (publ.) mit Sitz in Stockholm, Schweden, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird veröffentlicht auf der Internetseite des Unternehmens (https://www.electroluxprofessional.com/, Investor Relations) und ist auf dem von der schwedischen Bolagsverket betriebenen Register verfügbar.

 

Solingen, den 13. Dezember 2024

Sascha Wien

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 133.384,15 0,00 0,00 0,00 133.384,15
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 583.060,80 73.859,00 0,00 68.172,00 725.091,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.345.778,51 0,00 0,00 0,00 1.345.778,51
4. Geleistete Anzahlungen 56.872,00 11.300,00 0,00 -68.172,00 0,00
2.119.095,46 85.159,00 0,00 0,00 2.204.254,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.154.833,28 0,00 0,00 0,00 1.154.833,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 76.904,97 0,00 0,00 0,00 76.904,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.638.829,26 905.539,71 -65.910,43 0,00 8.478.458,54
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.968,17 0,00 0,00 0,00 8.968,17
8.879.535,68 905.539,71 -65.910,43 0,00 9.719.164,96
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,23 0,00 0,00 0,00 1,23
10.998.632,37 990.698,71 -65.910,43 0,00 11.923.420,65
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 122.523,15 6.230,00 0,00 128.753,15
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 421.211,80 118.642,00 0,00 539.853,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.345.776,51 0,00 0,00 1.345.776,51
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.889.511,46 124.872,00 0,00 2.014.383,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 241.603,28 43.682,00 0,00 285.285,28
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.333,97 3.643,00 0,00 40.976,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.623.450,63 465.255,84 -50.691,43 6.038.015,04
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.902.387,88 512.580,84 -50.691,43 6.364.277,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
7.791.899,34 637.452,84 -50.691,43 8.378.660,75
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.631,00 10.861,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 185.238,00 161.849,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 2,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 56.872,00
189.871,00 229.584,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 869.548,00 913.230,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 35.928,00 39.571,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.440.443,50 2.015.378,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.968,17 8.968,17
3.354.887,67 2.977.147,80
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,23 1,23
3.544.759,90 3.206.733,03

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schneidereit GmbH, Solingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Schneidereit GmbH, Solingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der Schneidereit GmbH, Solingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 18. Dezember 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julius Pinckernelle, Wirtschaftsprüfer

Stefan Saber, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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