Oppermann & Fuß GmbH
Quickborn/Krs. Pinneberg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A. Grundsätzliche Informationen über die Gesellschaft
Geschäftsmodell
Das Unternehmen Oppermann & Fuss GmbH ist im Wesentlichen in folgenden Bereichen tätig:
- Großhandel von Baustoffmaschinen - Vermietung von Baustoffmaschinen - Reparatur und Ersatzteil-Service von Baustoffmaschinen
Die Gesellschaft ist auf ein weiteres und nachhaltiges Wachstum fokussiert.
Die Oppermann & Fuss GmbH ist eine 100%ige Tochter der Crush Holding GmbH in dessen
Konzernabschluss sie einbezogen wird. Seit 2023 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
mit der Crush Holding GmbH.
B. Wirtschaftsbericht
Nach zwei Jahren mit kräftigem Umsatzwachstum verzeichnete die Branche 2023 einen
nominalen Umsatzrückgang. Überraschend kam dieses Ergebnis nicht, hatte sich doch
die Stimmung in der Bauwirtschaft insbesondere in den letzten Monaten des Jahres nochmals
deutlich eingetrübt. Entsprechend lag der Gesamtumsatz der Branche im vergangenen
Jahr um minus 5 % unter dem starken Vorjahresergebnis. Dies zeigte sich im Januar
2024 in der bbi-Umsatzumfrage unter den bedeutendsten Branchenunternehmen. Dort wurde aber auch deutlich, dass die Ergebnisse in den einzelnen Produkt- und Dienstleistungssparten
mitunter stark vom Gesamtergebnis abweichen. Während im Technischen Service und im
Teilehandel ein gutes Plus von 7 % bzw. 5 % erreicht wurde, wuchsen die Vermietung
und der Bereich Schulungen jeweils um 2 %. Ein leichter Zuwachs von 1 % wurde auch
im Handel mit Gebrauchtmaschinen und -geräten verbucht. Dagegen verzeichnete der Handel
mit Neumaschinen und -geräten jedoch einen Umsatzrückgang von minus 8 % gegenüber
dem Vorjahr, zu dem insbesondere der schwächelnde Hochbau mit einem Umsatzrückgang
von 15 % beitrug. (vgl. bbi Bundesverband der Baumaschinen, Baugeräte-, und Industriemaschinen-Firmen
e.V.)
Geschäftsverlauf
Die Nachfrage der Kunden nahm 2023 gegenüber den Vorjahren spürbar ab, allerdings
verschob sie sich auch von Neumaschinen zu Gebrauchtmaschinen. So konnten wir den
Absatz an Gebrauchtmaschinen deutlich erhöhen. Auf Grund der Entspannung in den weltweiten
Lieferketten veränderte sich die Liefersituation bei unseren Hauptlieferanten zum
Positiven, so dass wir auch im Handel mit Neumaschinen trotz der sinkenden Nachfrage
zulegen konnten, da wir die noch offenen Aufträge aus 2022 bedienen konnten. Weiterhin
trugen die gestiegenen Einkaufspreise, die wir an unsere Kunden weitergeben mussten,
zu einem wachsenden Umsatz bei. So konnten wir unsere Position am Markt erfolgreich
behaupten und lagen in den vorgenannten Kategorien deutlich über dem Durchschnitt
der Branche. Einzig im Ersatzteilhandel konnten wir nicht wachsen und lagen unter
dem Durchschnitt der Branche.
1. Lage der Gesellschaft
1.1. Ertragslage
Für unser Unternehmen verlief das abgelaufene Jahr 2023 erneut erfolgreich. Die Auftragslage
sank zwar gegenüber dem Vorjahr 2022, durch die bessere Lieferfähigkeit konnte der
Umsatz allerdings um 5,8 Prozent auf TEUR 25.623 (2022: TEUR 24.220) gesteigert werden,
so dass wir unsere letztjährige Prognose eines leicht sinkenden Umsatzes positiv übertreffen
konnten und somit einen leicht wachsenden Umsatz verzeichneten. Die umsatzstärksten
Sparten waren auch in diesem Jahr der Handel mit Baumaschinen und Ersatzteilen. Der
Hauptumsatz wurde, wie in den vergangenen Jahren, erneut mit dem Handel von Baumaschinen
erzielt. Der Materialaufwand ist im Jahr 2023 auf TEUR 16.346 verglichen mit dem Vorjahr (2022:
TEUR 16.411) um TEUR 65 geringer ausgefallen. Der Personalaufwand ist mit TEUR 1.368
gegenüber Vorjahr (2022: TEUR 1.816) um TEUR 448 deutlich gesunken. Die Abschreibungen
sind von TEUR 2.380 im Jahr 2022 um TEUR 403 auf TEUR 2.783 im Jahr 2023 gestiegen.
Ergebnis
In 2023 betrug das Ergebnis nach Steuern TEUR 3.161. Dies lag deutlich über der Prognose
für 2023 und ist darauf zurückzuführen, dass der Anstieg des Handels mit Gebrauchtmaschinen
zu einer deutlich erhöhten Marge geführt hat, außerdem gab es wider Erwarten ein sehr
positives Jahresendgeschäft, indem schon Aufträge aus 2024 in das Jahr 2023 vorgeholt
werden konnten.
1.2. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beläuft sich per 31. Dezember 2023 auf insgesamt TEUR 24.447 (2022:
TEUR 20.526). Das Eigenkapital bleibt mit TEUR 12.394 unverändert. Die Eigenkapitalquote
hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozentpunkte auf 50,7 Prozent vermindert.
Das Vorratsvermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.018) zum Bilanzstichtag
um TEUR 465 auf TEUR 2.553 reduziert. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
sind gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.764) auf TEUR 5.322 gestiegen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2023 um TEUR
3.448 auf TEUR 7.050 (2022: TEUR 3.602) erhöht.
1.3. Finanzlage
Das Unternehmen hat eine konservative Kapitalstruktur zum Ziel, die der Gesellschaft
ein hohes Maß an finanzieller Flexibilität bietet.
Wie in den Vorjahren ist festzustellen, dass unsere Finanzlage stabil ist. In aller
Regel werden Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen und unter Ausnutzung
von Skonto beglichen.
Die Laufzeiten unserer Forderungen konnten wir durch unser aktives Forderungsmanagement
erneut auf einem guten Niveau halten. Die Forderungsausfälle konnten, wie bereits
in den letzten Jahren, geringgehalten werden.
2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Wir nutzen verschiedene Kennzahlen zur Steigerung der Leistungen im Hinblick auf Unternehmensziele.
Die zentralen Ziele Wachstum und Profitabilität beziehen sich dabei auf die Kennzahlen
Umsatz und das Ergebnis nach Steuern.
Die Gesellschaft verpflichtet sich, qualifizierte Mitarbeiter einzustellen und langfristig
an das Unternehmen zu binden. Das Jahr 2023 haben wir genutzt, uns im Hinblick auf
unser Employer Branding neuaufzustellen. In der zweiten Jahreshälfte konnten so die
ersten Erfolge verzeichnet werden und die vakant gewordenen Stellen mit qualifiziertem
Fachpersonal besetzt werden.
Der Ausbau der bestehenden Synergien mit der OF Mietpark GmbH & Co. KG wurde noch
stärker vorangetrieben, so dass die Verschmelzung dieser Gesellschaft auf die Oppermann
& Fuss GmbH mit Wirkung zum 01.01.2024 beschlossen wurde.
C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
1. Prognosebericht
Geschäftsprognose und Investitionen
Die wirtschaftliche Entwicklung und das gestiegene Zinsniveau, die schon im Vorjahr
zur Verunsicherung unserer Kunden geführt haben und somit zur Zurückhaltung bei Investitionen,
scheinen Anfang 2024 ihren Höhepunkt erreicht zu haben. Selbst wenn die Investitionsbereitschaft
vorhanden ist, werden Anschaffungen möglichst lange aufgeschoben. Trotz allem sehen
wir weiterhin einen hohen aufgestauten Investitionsbedarf in der Branche, weshalb
wir unter Berücksichtigung der ersten Monate des aktuellen Geschäftsjahres für unser
Unternehmen eine zwar herausfordernde Lage, aber ein dennoch stabiles Ergebnis sehen.
Unter Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren und der mit wirtschaftlicher Wirkung
zum 01.01.2024 vollzogenen Verschmelzung des Geschäfts der OF Mietpark GmbH & Co.
KG auf das Geschäft der Oppermann & Fuss GmbH planen wir schon allein auf Grund der
Verschmelzung im aktuellen Wirtschaftsjahr mit einem Umsatz deutlich über dem Vorjahr
(Umsatzwachstum: 10 % - 20 %). Die Verschmelzung wird auch das Ergebnis nach Steuern
erhöhen, allerdings planen wir mit steigenden Kosten und Investitionen in Personal
und IT, so dass wir ein Ergebnis nach Steuern auf etwa gleichem Niveau (+/- 500 TEUR)
wie im Vorjahr annehmen.
Auch wenn es aktuell Zurückhaltung in der Investitionsbereitschaft gibt, ist die Erhöhung
der Recyclingquote und die Transformation in die Investition elektrisch angetriebener
Anlagen ein nicht mehr umkehrbarer Trend, so dass wir hier weiterhin ein sehr gutes
Absatzpotential sehen. Wichtige Erfolgsfaktoren sind wie bisher die bestehenden sowie die potenziellen Kundenbeziehungen,
Qualität, Zuverlässigkeit, umfassender und schneller Service sowie der große Mietpark,
die zu einer immer stärkeren Kundenbindung führen.
2. Risikobericht
Risikomanagement
Dem Grundsatz des Risikomanagements entsprechend, werden ein nachhaltiges Wachstum
und die Generierung von Wertschöpfung bei gleichzeitiger Vermeidung und Minimierung
von unangemessenen Risiken angestrebt.
Risikoklassen
Nachstehend werden Risiken beschrieben, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf
die finanzielle Lage oder das Betriebsergebnis haben können. Die hier beschriebenen
Risiken sind nicht notwendigerweise die Einzigen, denen das Unternehmen ausgesetzt
ist. Zusätzliche Risiken, die der Geschäftsleitung unbekannt sind oder die die Geschäftsleitung
als gegenstandslos betrachtet, könnten die Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinträchtigen.
a.) Geschäftsrisiken Das Geschäftsumfeld der Gesellschaft ist von der Konjunktur im Handel und in der Vermietung
von Baumaschinen und Baugeräten beeinflusst. Die Unsicherheit ökonomischer und politischer
Verhältnisse kann Auswirkungen auf die Nachfrage haben und die Erstellung von Finanzplänen
und Prognosen erschweren.
b.) Personalrisiken Es zeigt sich bei uns nach wie vor, sowie bei dem Rest der Branche, dass das Finden
und Binden von qualifizierten Personal immer schwieriger wird. Generell sehen wir uns mit unserem Mitarbeiterstamm unverändert sehr gut aufgestellt.
Die Entwicklung zeigt, dass wir weiterhin qualifiziertes Fachpersonal für uns gewinnen
können.
c.) Marktrisiken Unser Unternehmen agiert in einem Markt, der kontinuierlichen Veränderungen unterworfen
ist. Durch unseren Mietpark und die hohe Qualität unserer Produkte sehen wir unser
Unternehmen, selbst bei einer etwas abflauenden Investitionstätigkeit, gut für die
Zukunft aufgestellt.
d.) Finanzwirtschaftliche Risiken Forderungsrisiken: Die Geschäftsleitung sieht grundsätzlich keine nennenswerten Risiken
im Hinblick auf den Einzug von bestehenden Forderungen. Zahlungsunfähigkeit: Des Weiteren sieht die Geschäftsleitung keine Risiken im Hinblick
auf ihre Fähigkeit, bestehende und zukünftige Verbindlichkeiten zu begleichen. Devisenkursrisiken: Da unsere Hauptlieferanten und Kunden sich in der Eurozone befinden,
unterliegen wir keinen wesentlichen Risiken aus Fremdwährungsgeschäften.
3. Chancenbericht
Wir sehen, trotz der genannten wirtschaftlichen Entwicklungen und Schwierigkeiten
der zukünftigen Entwicklung optimistisch entgegen. Dies resultiert aus unserer Auftragslage
und unseren Kunden, die aus der Natursteingewinnung/Industrie, dem Tief/Erd- und Straßenbau
sowie der Recyclingbranche kommen. Die oben beschriebenen Risiken – speziell die Markt- und Geschäftsrisiken – beinhalten
gleichzeitig auch Chancen für die Gesellschaft. Durch die Vielzahl der Kunden unterschiedlicher
Größe und Branchen ergeben sich keine Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden.
Quickborn, 6. März 2024 Peter Oppermann -Geschäftsführer-
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023 EUR |
31.12.2022 EUR |
| A. Anlagevermögen |
13.483.518,64 |
11.474.393,50 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
2.561,00 |
6.908,00 |
| II. Sachanlagen |
13.480.957,64 |
11.467.485,50 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken |
1.276.211,00 |
1.389.820,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen |
75.970,00 |
82.240,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
12.110.968,00 |
9.982.653,00 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
17.808,64 |
12.772,50 |
| B. Umlaufvermögen |
10.936.182,35 |
9.033.693,64 |
| I. Vorräte |
2.552.706,26 |
3.018.404,32 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände |
5.322.402,92 |
3.764.348,01 |
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
3.860.511,33 |
3.287.333,99 |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände |
1.461.891,59 |
477.014,02 |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks |
3.061.073,17 |
2.250.941,31 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten |
27.183,78 |
17.594,96 |
| Summe Aktiva |
24.446.884,77
|
20.525.682,10 |
Passiva
|
|
31.12.2023 EUR |
31.12.2022 EUR |
| A. Eigenkapital |
12.394.410,29 |
12.394.410,29 |
| I. Gezeichnetes Kapital |
26.500,00 |
26.500,00 |
| II. Kapitalrücklage |
2.556,00 |
2.556,00 |
| III. Gewinnrücklagen |
178.952,15 |
178.952,15 |
| IV. Gewinnvortrag |
12.186.402,14 |
10.797.234,09 |
| V. Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
1.389.168,05 |
| B. Rückstellungen |
291.998,50 |
304.279,38 |
| C. Verbindlichkeiten |
11.760.475,98 |
7.826.992,43 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
7.050.242,72 |
3.602.471,50 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
1.051.554,72 |
904.893,38 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
5.998.688,00 |
2.697.578,12 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
4.005.525,75 |
685.283,96 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
4.005.525,75 |
685.283,96 |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten |
704.707,51 |
3.539.236,97 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
704.707,51 |
3.539.236,97 |
| Summe Passiva |
24.446.884,77 |
20.525.682,10 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023 EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022 EUR |
| 1. Rohergebnis |
8.847.916,78 |
7.750.686,37 |
| 2. Personalaufwand |
1.367.954,09 |
1.816.294,69 |
| a) Löhne und Gehälter |
1.125.654,68 |
1.429.919,60 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung |
242.299,41 |
386.375,09 |
| davon für Altersversorgung |
690,44 |
135.723,87 |
| 3. Abschreibungen |
2.783.549,40 |
2.379.615,69 |
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
2.782.664,19 |
2.379.615,69 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft
üblichen Abschreibungen überschreiten |
885,21 |
|
| 4. sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.370.083,30 |
930.996,96 |
| davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung |
27.198,83 |
25.027,51 |
| 5. Erträge aus Beteiligungen |
1.430,00 |
|
| 6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
164.377,27 |
38.128,52 |
| davon aus verbundenen Unternehmen |
162.529,20 |
28.410,46 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
330.897,12 |
56.698,24 |
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
631,50 |
1.151.027,26 |
| davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern |
|
147.100,00 |
| 9. Ergebnis nach Steuern |
3.160.608,64 |
1.454.182,05 |
| 10. sonstige Steuern |
4.799,00 |
65.014,00 |
| 11. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags
abgeführte Gewinne |
3.155.809,64 |
|
| 12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
1.389.168,05 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung
der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für
die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren das Gesamtkostenverfahren
gewählt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde von der Fortführung des Unternehmens
ausgegangen. Von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 286 IV und 288 II HGB,
die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten, wurde Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
| Firmenname laut Registergericht: |
Oppermann & Fuß GmbH |
| Firmensitz laut Registergericht: |
Quickborn/Krs. Pinneberg |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Pinneberg |
| Register-Nr.: |
4989 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern
sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und,
soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.
Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen,
in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen Maschinen und Ersatzteile wurden zu Anschaffungskosten
abzüglich ggf. notwendiger Abwertungen bilanziert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt.
Hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung
in Höhe von 1 % auf den Nettoforderungsbestandes gebildet.
Die Kassenbestände sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert
angesetzt.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern der vorangegangenen
Jahre.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu
entnehmen.
Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang
ausgewiesen.
Die Gesellschaft hatte zur Absicherung einer in der Vergangenheit erteilten Pensionszusage
in den Jahren 2007 und 2008 insgesamt sechs Beteiligungen an Personengesellschaften
gezeichnet. Die Beteiligungen wurden in den Geschäftsjahren 2016 und 2019 aufgrund
dauernder Wertminderung auf EUR 0,00 abgeschrieben.
|
Anschaffungs-, Herstellungs- kosten 01.01.2023 EUR
|
Zugänge EUR
|
Abgänge EUR
|
Umbuchungen EUR
|
Anschaffungs-, Herstellungs- kosten 31.12.2023 EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
78.224,16
|
0,00
|
9.747,66
|
0,00
|
68.476,50
|
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
|
78.224,16
|
0,00
|
9.747,66
|
0,00
|
68.476,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
|
1.734.211,62
|
7.799,65
|
0,00
|
0,00
|
1.742.011,27
|
2. technische Anlagen und Maschinen
|
125.161,08
|
0,00
|
13.800,00
|
-11.000,00
|
100.361,08
|
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
13.500.093,05
|
11.317.353,54
|
9.286.138,64
|
11.000,00
|
15.542.307,95
|
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
12.772,50
|
5.036,14
|
0,00
|
0,00
|
17.808,64
|
Summe Sachanlagen
|
15.372.238,25
|
11.330.189,33
|
9.299.938,64
|
0,00
|
17.402.488,94
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Beteiligungen
|
210.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
210.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
210.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
210.000,00
|
Summe Anlagevermögen
|
15.660.462,41
|
11.330.189,33
|
9.309.686,30
|
0,00
|
17.680.965,44
|
|
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 EUR
|
Abschreibung Geschäftsjahr EUR
|
Abgänge EUR
|
Umbuchungen EUR
|
kumulierte Abschreibung 31.12.2023 EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
71.316,16
|
4.340,00
|
9.740,66
|
0,00
|
65.915,50
|
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
|
71.316,16
|
4.340,00
|
9.740,66
|
0,00
|
65.915,50
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
|
344.391,62
|
121.408,65
|
0,00
|
0,00
|
465.800,27
|
2. technische Anlagen und Maschinen
|
42.921,08
|
6.268,00
|
13.799,00
|
-10.999,00
|
24.391,08
|
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.517.440,05
|
2.650.647,54
|
2.747.746,64
|
10.999,00
|
3.431.339,95
|
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
3.904.752,75
|
2.778.324,19
|
2.761.545,64
|
0,00
|
3.921.531,30
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
Beteiligungen
|
210.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
210.000,00
|
Summe Finanzanlagen
|
210.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
210.000,00
|
Summe Anlagevermögen
|
4.186.068,91
|
2.782.664,19
|
2.771.286,30
|
0,00
|
4.197.446,80
|
|
Zuschreibung Geschäftsjahr EUR
|
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023 EUR
|
Buchwert Vorjahr 31.12.2022 EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
2.561,00
|
6.908,00
|
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
|
0,00
|
2.561,00
|
6.908,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
|
0,00
|
1.276.211,00
|
1.389.820,00
|
2. technische Anlagen und Maschinen
|
0,00
|
75.970,00
|
82.240,00
|
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
12.110.968,00
|
9.982.653,00
|
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
17.808,64
|
12.772,50
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
13.480.957,64
|
11.467.485,50
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
13.483.518,64
|
11.474.393,50
|
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen gegenüber
der alleinigen Gesellschafterin, der Crush Holding GmbH aus Darlehensgewährungen sowie
gegenüber der OF Mietpark GmbH & Co. KG aus laufenden Leistungsbeziehungen. Das der
Crush Holding GmbH gewährte Darlehen über TEUR 3.672 (inkl. Zinsen) wird mit 4,0%
p.a. verzinst.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber
dem Geschäftsführer (EUR 29.035,83) aus laufenden Verrechnungen, Überzahlungen an
Lieferanten (debitorische Kreditoren) sowie Steuererstattungsansprüche. Das Verrechnungskonto
des Geschäftsführers wird mit 4,0% p. a. verzinst.
Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für noch nicht genommenen
Urlaub 28 T€, (Vorjahr: 25 T€), Beiträge zur Berufsgenossenschaft 12 T€ (Vorjahr:
0 T€), ausstehende Kostenrechnungen 31 T€ (Vorjahr 0 T€) sowie Jahresabschlusskosten
15 T€ (Vorjahr: 11 T€).
Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein
bis fünf Jahren beträgt EUR 5.998.688,00 (Vorjahr: EUR 2.697.578,12). Die Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 7.050.242,72 (Vorjahr EUR 3.602.47,50)
sind durch Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen besichert.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich nicht aus der
Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind wie folgt:
Miet- und Leasingverträge bis 1 Jahr TEUR 130 Miet- und Leasingverträge 1-5 Jahre TEUR 521 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist wie im Vorjahr keine nennenswerten periodenfremden
Erträge oder Aufwendungen aus.
Aufgrund des im Geschäftsjahrjahr abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags wird ein
Jahresüberschuss in Höhe von € 0,00 ausgewiesen; die Gewinnabführung beläuft sich
auf einen Betrag in Höhe von € 3.155.809,64.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 25 Arbeitnehmer.
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch
Herrn Peter Oppermann (Sportökonom und Kaufmann) geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer
Die in § 285 Nr. 9 a.) HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der dort benannten
Personen unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.
Konzernzugehörigkeit
Die Oppermann & Fuss GmbH wurde in den Konzernabschluss der Crush Holding GmbH einbezogen.
Die Crush Holding GmbH stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis
auf.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Aufgrund der Ergebnisabführung an die Organträgerin entfällt ein Vorschlag zu Ergebnisverwendung.
Entsprechend wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 aufgestellt.
Nachtragsberichterstattung
Der Angriff Russlands gegen die Ukraine als auch der Nahostkonflikt haben erhebliche
Auswirkungen auf globale und somit auf die deutsche Wirtschaft. Die verhängten Sanktionen
gegen Russland waren in Deutschland unmittelbar spürbar. Die langfristigen Konsequenzen
auf die Weltwirtschaft sind kaum absehbar. Wesentliche Risiken ergeben sich aus den
Lieferketten, Absatzmärkten und potenziellen Cyberangriffen. Dies kann sich somit
nachteilig auf die Geschäfts-, Ertrags- und Finanzlage sowie den Cash-Flow der Gesellschaft
auswirken.
sonstige Berichtsbestandteile
Unterschrift der Geschäftsführung
Quickborn, den 5. März 2024
|
Peter Oppermann (Geschäftsführer)
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.12.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Oppermann & Fuss GmbH Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der Oppermann & Fuss GmbH, Quickborn – bestehend aus
der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht
der Oppermann & Fuss GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang
mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen
gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung
mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung
mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe
meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend
und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss
und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses,
der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften
in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,
die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche
Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie
in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die
Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für
die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss
als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen
oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür,
dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen
Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische
Grundhaltung. Darüber hinaus - identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern,
plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile
zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können;
- gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen
und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser
Systeme der Gesellschaft abzugeben;
- beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
- ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit
im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel
an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen
können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht,
bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss
und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,
mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen
auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.
Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft
ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
- beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle
und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
- beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung
und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;
- führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben
von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko,
dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten
Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung
feststelle.
|