Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 95143
Vorher
Altstadtsee 357. V V GmbH
Eingetragen
19.7.2018
Branche
Geld- und WertdiensteErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer ArtErbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.
Gegenstand
die Erbringung von Zahlungsdiensten, für die das Unternehmen über eine entsprechende Erlaubnis verfügt, sowie von sonstigen Dienstleistungen, die mit der Erbringung dieser Zahlungsdienste verbunden sind, diese unterstützen oder ergänzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Tobias Robert Ragge
seit 19.9.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HRS PaySol GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

A. Geschäftsverlauf

1.1 Allgemeines

Die HRS PaySol GmbH ("PaySol") ist eine Tochtergesellschaft der HRS GmbH.

Als Inhaberin einer ZAG-Lizenz erbringt die PaySol Zahlungsdienstleistungen gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und Nr. 6 ZAG für HRS-Firmenkunden (siehe Abschnitt 1.2). Der Erlaubnisbescheid der BaFin datiert auf den 17.06.2019. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2020 ist die PaySol als Zahlungsdienstleister tätig.

Die Rolle der PaySol ist gewissermaßen die eines "internen Dienstleisters" für die HRS GmbH: Durch die Erbringung von Zahlungsdienstleistungen erhöht die PaySol die Attraktivität des Produktportfolios ihrer Muttergesellschaft und trägt somit zu einer nachhaltigen Bindung von Firmenkunden an die HRS GmbH bei.

1.2 Grundlagen des Unternehmens

Viele große Unternehmen und Institutionen legen Wert auf eine zentrale Bezahlung und Abrechnung von Geschäftsreisen. Transparente Hotelreisekostenprozesse sind eine Voraussetzung für deren Steuerung und Optimierung.

Die HRS-Gruppe verfolgt im B2B-Segment eine nachhaltige Unternehmensstrategie und bietet ihren Kunden einen ganzheitlichen Service rund um das Thema Hotelübernachtung und Bezahlung der Hotelkosten an. Sie hat Produktlösungen entwickelt, die eine volldigitale Abwicklung der gesamten Hotelkostenabrechnung unterstützen.

Die HRS-Gruppe bietet als globaler Provider mehr als 3.000 Unternehmen, darunter zahlreichen Global Playern der Fortune 500 Companies, Lösungen rund um ein optimiertes Hotelkostenmanagement.

Für Firmenkunden, die mit PaySol einen "Invisible Pay Prime" - Vertrag geschlossen haben, wird die Zahlung der Hotelleistungen über PaySol als Zahlungsdienstleister ausgeführt. Neben der Übermittlung einer virtuellen Kreditkarte an das gebuchte Hotel übernimmt die PaySol auch die Beschaffung, Prüfung und Digitalisierung der Hotelrechnung. Somit integriert die PaySol Zahlung und Abrechnung von Hotelübernachtungen in den (Hotel-) Buchungsprozess und trägt maßgeblich zu der Ganzheitlichkeit des Leistungsangebots der HRS-Gruppe bei.

1.3 Entwicklung der Gesamtwirtschaft i

Auch in 2021 war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland geprägt von der Corona-Pandemie. Nach dem historischen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts im Vorjahr um 4,6% sollte sich das BIP im Jahr 2021, laut der Prognose der Bundesregierung, wieder um 2,6% gegenüber dem Vorjahr erholen. Trotz der 3. Pandemie-Welle im Frühling 2021 und die 4. Welle im Herbst 2021 konnte diese Prognose nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes bestätigt und sogar leicht übertroffen werden. So hat sich im Jahr 2021 die deutsche Wirtschaft letztendlich und trotz andauernder Pandemie und Lieferengpässen insgesamt um 2,7% ggü. dem Vorjahr gesteigert.

Die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 wurde von durchschnittlich 44,9 Millionen Erwerbstätigen im Inland erbracht. Das waren mit einer Steigerung von 0,1 Millionen in etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor.

1.4 Branchenentwicklung

Im Vergleich zu 2019 ist die Nachfrage für Geschäftsreisen im Jahr 2021 branchenweit um bis zu 90% eingebrochen ii. Diese Entwicklung hat sich insbesondere in den ersten beiden Quartalen des Jahres in minimal abgeschwächter Form auch bei HRS gezeigt. Die PaySol war hiervon unmittelbar betroffen, sodass die Nachfrage für Invisible Pay Prime deutlich reduziert war.

In der zweiten Jahreshälfte stabilisierte sich das Marktumfeld ähnlich wie auch in 2020 auf ca. 35% des Niveaus von 2019. Aufgrund der Auswirkungen der Omikron-Variante brach die Nachfrage in Q4 2021 jedoch erneut leicht ein (-70% im November und Dezember 2021 im Vergleich zu 2019).

Als ausschließlich auf die Bezahlung von Hotelübernachtungen im Rahmen von Geschäftsreisen spezialisierten Anbieter stellen diese Bedingungen die PaySol naturgemäß vor große Herausforderungen - siehe Abschnitt 2.1.

B. Lage des Unternehmens

2. Erläuterungen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

2.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 1.631 TEUR. Hiervon entfallen rd. 167 TEUR auf Zahlungsdienstleistungen und ca. 1.464 TEUR auf Intercompany-Aufwandsentschädigungen.

Um die Markteinführung in Zusammenarbeit mit der HRS Group zu beschleunigen und die Durchsetzung bei den Geschäftskunden zu maximieren, erstattet die HRS GmbH der PaySol die im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ausweisbaren, operativen Kosten.

Im Gegenzug unterstützte die Paysol durch Rabattierung der Kommissionen für die Payment-Lösung Invisible Pay Prime für gewisse HRS-Großkunden die Muttergesellschaft HRS GmbH, um konsolidiert auf Gruppenebene profitables Neugeschäft, bzw. Absicherung von bestehendem Transaktionsvolumen zu ermöglichen.

Insgesamt blieb die Umsatzentwicklung in 2021 hinter den Erwartungen der Geschäftsleitung zurück. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Corona-Pandemie und der damit einhergehende Nachfrageeinbruch für Geschäftsreisen. Die untenstehende Tabelle gibt die Planung vor Corona, die Halbjahresplanung zur Mitte des Geschäftsjahres sowie das tatsächliche Transaktionsvolumen am Ende des Geschäftsjahres wieder.

Anzahl Transaktionen 2021 Transaktionsvolumen 2021
Szenario TEUR
Planung vor Corona 154.404 23.160
Halbjahresplanung 59.199 8.880
Tatsächliches Volumen 52.266 7.770

Die Personalkosten betrugen im Berichtsjahr 933 TEUR. Wesentliche weitere Kostenpositionen sind die Nebenkosten des Geldverkehrs (Disagio der Zahlungsdienstleister-Partner sowie Transaktionsgebühren des Dienstleisters Itelya) mit 251 TEUR, Software-Lizenzen mit 191 TEUR sowie Rechtsberatungskosten mit 130 TEUR.

Die Rechtsberatungskosten erklären sich vornehmlich aus dem Beratungsbedarf im Kontext der Formalisierung bestehender Auslagerungsverhältnisse und einer BaFin-Anfrage zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit, der ausgelagerten Innenrevision and die FAS AG sowie der Auslagerung des stellvertretenden Geldwäschebeauftragten an die Kanzlei Schalast.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 1.521 TEUR auf 3.993 TEUR. Auf der Aktivseite setzt sich dies hauptsächlich aus gestiegenen Forderungen gegenüber Kunden (435 TEUR, VJ 80 TEUR) aus der Erbringung von Zahlungsdienstleistungen und den gestiegenen Forderungen an Kreditinstitute/Zahlungsdienstleister (174 TEUR; VJ 0 TEUR) zusammen. Die Forderungen gegenüber Kunden beinhalten seit dem Geschäftsjahr 2021 auch die Zahlungen, die die PaySol im Namen ihrer Kunden an Hotels geleistet hat, bevor die entsprechenden Erstattungsansprüche einzeln bei PaySol erfasst worden sind. Dies wurde auch entsprechend bereits in unserem vierteljährlichen Reporting an die Bundesbank korrigiert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände aus Zahlungsdiensten sind um 1.044 TEUR gestiegen und setzen sich im Wesentlichen aus den Forderungen ggü. Verbundenen Unternehmen mit 2.038 TEUR (VJ 1.398 TEUR) zusammen.

Des Weiteren wurde eine Erhöhung der Barreserve um 900 TEUR durchgeführt, um die Liquiditätsreserven zu steigern.

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch einen Gewinn in Höhe von rund 34 TEUR auf 1.013 TEUR. Die Eigenkapitalquote beträgt 25%. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden zudem die Verbindlichkeiten (im Wesentlichen aus dem Cashpooling) gegenüber der HRS GmbH in Höhe von 2.659 TEUR (VJ 0 TEUR) ausgewiesen.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risiken

Im Wesentlichen bestehen die Risiken der PaySol in dem bereits beschriebenen, Coronabedingten Einbruch der Nachfrage für Hotelübernachtungen durch Geschäftsreisende bzw. Firmenkunden. Diesem Risiko wird auf Ebene der Einzelgesellschaft PaySol GmbH (im Gegensatz zur HRS-Gruppe) insbesondere durch die im Dienstleistungsvertrag festgeschriebene Aufwandsentschädigung Rechnung getragen.

Aufgrund der o.g. Vereinbarung zur Erstattung der operativen Kosten durch die HRS GmbH sowie durch die Teilnahme an deren Cashpooling sind etwaige Risiken auf Ebene der Muttergesellschaft ebenfalls für die PaySol relevant. Das Risiko des Ausfalls der HRS GmbH als Cashpoolführerin und Vertragspartnerin wird derzeit als gering eingestuft, da die Muttergesellschaft ihrerseits entsprechende Maßnahmen getroffen und die Finanzierung über den Prognosezeitraum sichergestellt hat. Daher geht die Geschäftsführung der PaySol von einer Werthaltigkeit aller Forderungen im Verbundbereich, sowie von der Erfüllung sämtlicher künftiger Verpflichtungen aus den vorgenannten Verträgen durch die HRS GmbH aus. Die Geschäftsführung sieht daher keine bestandsgefährdenden Risiken für die PaySol.

Darüber hinaus bestehen auf Seiten der PaySol grundsätzlich Planungsrisiken, Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken.

Planungsrisiken betreffen unerwartet hohe Aufwände; diese Risikoklasse wird durch monatliches Kosten-Controlling inkl. Abgleich mit der entsprechenden Planung überwacht. Insgesamt waren die Planungsrisiken im Berichtszeitraum gering.

Kreditrisiken betreffen die Zahlungsunfähigkeit der PaySol-Kunden, sodass vorfinanzierte Hotelleistungen durch die Firmenkunden der PaySol nicht beglichen werden. Das Ausfallrisiko ist besonders dadurch begrenzt, dass der Kundenkreis ausschließlich aus großen Firmenkunden besteht. Die grundsätzliche Zahlungsfähigkeit dieser Unternehmen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dauerhaft gegeben. Zusätzlich liegt das Ausfallrisiko lediglich für den Zeitraum bis zur Belastung der Kreditkarte bei der PaySol. Etwaige Zahlungsschwierigkeiten werden erst bei Rechnungsstellung des Kreditkartenproviders gegenüber dem Kunden einschlägig. In 2021 waren diese Risiken gerade auch wegen der Corona-Pandemie sehr begrenzt. Im dritten Quartal betrug die durchschnittliche Kreditnutzung der PaySol-Kunden insgesamt 469 TEUR; zum Bilanzstichtag beliefen sich die Außenstände aus Zahlungsverkehr auf 326 TEUR. Hiervon entfielen rund 152 TEUR auf Forderungen gegenüber Kunden und 174 TEUR auf Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern.

Liquiditätsrisiken umfassen alle Risiken, die eine Zahlungsunfähigkeit zur Folge haben können. Bereits 2020 hat die PaySol hier eine konsequente Vermeidungsstrategie implementiert: durch ihre Teilnahme am Cash Pooling der HRS-Gruppe kann sie zur Bedienung ihrer Verbindlichkeiten auf die Liquiditätsreserven der Muttergesellschaft zurückgreifen. Die HRS Paysol GmbH hält eigene liquide Mittel in Höhe von TEUR 900 vor, die auf einem gesonderten Konto außerhalb des bestehenden Cashpoolings zur Verfügung stehen.

Darüber hinaus findet ein tagesgenaues Monitoring der Zu- und Abflüsse aus Zahlungsdienstleistungen statt, sodass jederzeit Transparenz über die Liquiditätslage der PaySol besteht.

Operationelle Risiken umfassen alle betrieblichen, rechtlichen und sonstigen Risiken. Hier waren auch in 2021 einige (Bestands-)Kundenbeschwerden hinsichtlich Verzögerungen bei der Migration auf das PaySol-Produkt Invisible Pay Prime zu verzeichnen. Operationell waren diese Verzögerungen noch immer unmittelbare Konsequenzen der Kurzarbeit bzw. der durch Kurzarbeit bedingten Kapazitätsengpässe. Durch eine Priorisierung der Kunden, sowie der Etablierung einer Taskforce zur Abarbeitung dieser Migrationen konnte in 2021 der aufgelaufene Backlog um 60% reduziert werden.

In der Verlustdatenbank wurden bis Ende Q3/2021 insgesamt elf Verluste in einer Gesamthöhe von rund 35 TEUR verbucht. Diese Verluste entstanden überwiegend in der Kategorie "Ausführung, Lieferung und Prozessmanagement".

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Durch die Anpassung der Struktur der HRS Gruppe in die Profitcenter "Stay", "Pay" und "Work" entsteht für die HRS Paysol GmbH, als integralen Bestandteil der Einheit "Pay", eine Wachstumschance für das Geschäftsjahr 2022. Durch die Konzentration aller bestehenden Payment-Ressourcen innerhalb der Gruppe, der Etablierung eines übergreifenden Management-Teams und dem Aufbau eines separaten Business Development und Sales-Teams werden in Q1/2022 neue Zielkunden definiert und daraus neue Geschäftsmodelle abgeleitet.

Die HRS Paysol GmbH hat in 2019 den Erlaubnisbescheid (ZAG-Lizenz) von der Bafin für die volldigitale Abwicklung rund um das Thema Hotelübernachtungen und Bezahlung der Hotelkosten im Auftrag des Kunden erhalten und mit der Produktlösung Invisible Pay Prime erfolgreich umgesetzt. Im September 2021 wurde bei der Bafin eine Anfrage zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit auf die Annahme von Vorauszahlungen für die Abwicklung der Services für das sogenannte Meeting & Groups-Geschäft (kurz M&G) der HRS GmbH gestellt. Der Regulator (BaFin) hat diese Anfrage im Januar 2022 positiv beantwortet; somit ist sichergestellt, dass die HRS PaySol den entsprechenden Service innerhalb ihrer bestehenden Erlaubnis anbieten kann. Die HRS Paysol GmbH sieht hier, bei einem fast identischen Abwicklungsprozess, großes Umsatzpotential für das Geschäftsjahr 2022 und darüber hinaus, da das zugrundeliegende Buchungsgeschäft der Abwicklung von Großveranstaltungen unserer B2B-Kunden leicht in den sechsstelligen Umsatzbereich gehen kann.

Darüber hinaus erwarten wir durch die weiter konsequente Abarbeitung des Backlogs von Migrations-Kunden in Richtung Invisible Pay Prime und nicht zuletzt auch aufgrund einer Erholung der Geschäftsreisetätigkeit ab dem 2. Halbjahr 2022 eine deutliche Steigerung von Transaktionsvolumen und Umsatzerlösen.

D. Prognosebericht

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte das Geschäftsvolumen in 2021 die Erwartungen der Geschäftsführung nicht erfüllen. Diese Situation besteht zunächst auch in 2022 fort: In einer aktuellen Umfrage des Verbands der Reiseindustrie gaben 92% der Unternehmen an, ihre Geschäftsreisen um 50% oder mehr reduziert zu haben. Nur 8% der Unternehmen verzeichnen im Dezember 2021 Geschäftsreisen auf einem Level von mehr als 50% des Niveaus von 2019 iii. Langfristig erwarten fast zwei Drittel der Unternehmen eine Reduktion von Geschäftsreisen um 30% oder mehr.

Als Reaktion auf die verpassten Umsatz- und Ertragsziele des Vorjahres wurden zusätzliche Maßnahmen insbesondere zum Kostenmanagement erfolgreich umgesetzt. So wurden Neu- und Ersatzeinstellungen verzögert bzw. nur teilweise durchgeführt, sowie Marketingkosten nahezu gänzlich gestrichen.

Auf dieser Basis der im Chancenbericht erläuterten Maßnahmen erwarten wir trotz der weiter unsicheren Branchenentwicklung für die PaySol in 2022 ein Umsatzplus aus Zahlungsverkehr von +64%. Aufgrund der bestehenden Vereinbarungen mit der HRS GmbH erwarten wir für 2022 einen Jahresüberschuss über Vorjahresniveau.

 

Köln, 31. März 2022

gez. Florian Hein

gez. Markus Linss

i Statistisches Bundesamt (2021), Statement zur Pressekonferenz am 14. Januar 2022, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2022/BIP2021/statement-bip.pdf?blob=publicationFile
ii Verband Deutsches Reisemanagement, https://www.vdr-service.de/corona/ergebnisse-der-vdr-barometerumfrage-zum-coronaviruscovid-19-corporates-2021
iii Verband Deutsches Reisemanagement, https://www.vdr-service.de/corona/ergebnisse-der-vdr-barometerumfrage-zum-coronaviruscovid-19-corporates-2021#

Bilanz

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Barreserve 900.000,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 900.000,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
2. Forderungen an Kreditinstitute 174.473,12 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 174.473,12 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
3. Forderungen an Kunden 435.169,08 79.753,34
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 435.169,08 79.753,34
davon
aa) aus Provisionen 0,00 0,00
bb) aus Krediten 435.169,08 79.753,34
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.482.968,03 1.438.945,95
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 2.482.968,03 1.438.945,95
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 2.291,25
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 2.291,25
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
Summe der Aktiva 3.992.610,23 1.520.990,54
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 24.324,94
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 0,00 24.324,94
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 24.324,94
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
aa) täglich fällig 0,00 0,00
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 151.865,37 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 151.865,37 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 2.722.872,69 448.088,78
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 2.722.872,69 448.088,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
4. Rückstellungen 104.450,60 68.981,13
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 104.450,60 68.981,13
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
5. Eigenkapital 1.013.421,57 979.595,69
a) Eingefordertes Kapital 0,00 0,00
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Beträge 0,00 0,00
b) Kapitalrücklage 900.000,00 900.000,00
c) Bilanzgewinn/Bilanzverlust 88.421,57 54.595,69
Summe der Passiva 3.992.610,23 1.520.990,54

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
1. Zinserträge 16.355,16 7.250,02
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 16.355,16 7.250,02
aa) Kredit- und Geldmarktgeschäft 16.355,16 7.250,02
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
2. Zinsaufwendungen 15.138,13 1.371,91
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 15.138,13 1.371,91
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
3. Provisionserträge 1.631.018,77 1.994.553,41
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.631.018,77 1.994.553,41
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
4. Provisionsaufwendungen aus Zahlungsdiensten 250.633,61 126.207,10
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 250.633,61 126.207,10
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
5. Sonstige betriebliche Erträge 296,82 594,75
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 296,82 594,75
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 1.331.705,98 1.810.366,86
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 1.331.705,98 1.810.366,86
aa) Personalaufwand 933.150,78 1.103.835,82
aaa) Löhne und Gehälter 816.514,55 980.150,88
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 116.636,23 123.684,94
darunter: für Altervorsorge 0,00 0,00
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 398.555,20 706.531,04
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 300,00 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 300,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 49.893,03 64.452,31
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 49.893,03 64.452,31
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.067,15 26.227,89
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 16.067,15 26.227,89
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
10. Jahresüberschuss 33.825,88 38.224,42
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 33.825,88 38.224,42
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 54.595,69 16.371,27
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 54.595,69 16.371,27
b) aus sonstigen Tätigkeiten 0,00 0,00
12. Bilanzgewinn 88.421,57 54.595,69

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist in Euro, nach den Vorschriften des dritten Buches des HGB aufgestellt. Die HRS PaySol GmbH ist als reguliertes Zahlungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1 ZAG (Gesetz über die Beaufsichtigung von Zahlungsdiensten) und somit als Zahlungsdienstleister seit dem 17. Juni 2019 bei der BaFin zugelassen. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit als Zahlungsinstitut erfolgte ab dem Geschäftsjahr 2020.

Da Zahlungsdienstleistungen im Sinne von § 1 Abs. 1 ZAG erbracht werden, gelten die ergänzenden geschäftszweigabhängigen Vorschriften für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute gem. §§ 340 ff. HGB. Obgleich die Gesellschaft nur die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft erfüllt, sind gem. § 340a Abs. 1 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. DesWeiteren werden die Vorschriften der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahIV) sowie die Anforderungen des GmbH-Gesetzes zugrunde gelegt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt dementsprechend nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und den ergänzenden Regelungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV). Die Bilanzgliederung bestimmt sich nach den Formblättern für Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute. Für die Gliederung der Bilanz haben wir das Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt? (Staffelform) gemäß § 2 RechZahlV verwendet.

1.2 Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzposten

Die Gesellschaft führt keine anderen Geschäftstätigkeiten außer solche aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld aus. Dies ist ersichtlich anhand der Zuteilung der Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung-Positionen. Für das Geschäftsjahr 2020 erfolgte die Gliederung erstmals gemäß der RechZahlV.

Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zu Nennwerten angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Geringwertige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, bis EUR 800 im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Bewertung der unter Sonstige Vermögensgegenstände bilanzierten Ansprüche erfolgt, unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips, zu Nennwerten.

Transitorische Posten sind ordnungsgemäß in die aktive und passive Rechnungsabgrenzung eingestellt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, erfolgt eine Abzinsung des Erfüllungsbetrages entsprechend § 253 Abs. 2 HGB.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, bestanden zum 31. Dezember 2021 nicht.

2. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Erläuterungen zur Bilanz

Eine Erhöhung der Barreserve um TEUR 900 wurde durchgeführt, um die Liquiditätsreserven zu steigern.

Die Forderungen an Kreditinstitute haben die folgenden Restlaufzeiten:

mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten TEUR 174
(Vorjahr TEUR 0)
mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren TEUR 0
(Vorjahr TEUR 0)

Die Forderungen an Kunden haben die folgenden Restlaufzeiten:

mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten TEUR 435
(Vorjahr TEUR 80)
mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren TEUR 00
(Vorjahr TEUR 0)

Grundpfandrechtliche Sicherungen bestanden bei den Aktivposten der Bilanz nicht.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 2.483; Vorjahr TEUR 1.439) betreffen im Wesentlichen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Aufwandsentschädigung.

Pfandrechtliche Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestanden nicht. Verbindlichkeiten, für die sonstige Sicherungen bestellt wurden, sind nicht zu verzeichnen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 24).

Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 2.723; Vorjahr TEUR 448) betreffen im wesentlichen Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen (TEUR 2.659; Vorjahr TEUR 0).

Die Rückstellungen für Steuerverbindlichkeiten betragen zum Bilanzstichtag TEUR 35 (Vorjahr TEUR 26) und beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für Gewerbesteuer (TEUR 22) sowie die Rückstellungen für Körperschaftssteuer (TEUR 13).

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 27 gestiegen (TEUR 69, Vorjahr TEUR 43) und beinhalten im wesentlichen Urlaubsrückstellungen (TEUR 19), Rückstellung für die Jahresabschlussprüfung (TEUR 18), Bonusrückstellungen (TEUR 11) sowie für die Erstellung des Jahresabschlusses (TEUR 9).

Zum Bilanzstichtag setzte sich das Eigenkapital der Gesellschaft wie folgt zusammen:

Gezeichnetes Kapital 25.000 EUR
Kapitalrücklage 900.000 EUR
Gewinnvortrag 54.596 EUR
Jahresüberschuss 33.826 EUR

2.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinserträge (TEUR 16; Vorjahr TEUR 7) und Zinsaufwendungen (15 TEUR; Vorjahr TEUR 1) stammen insgesamt aus den Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Inland.

Die Provisionserträge (TEUR 167; Vorjahr TEUR 68) entfallen ebenfalls insgesamt auf Vermittlungsdienstleistungen im Inland. Zusätzlich sind Provisionserträge aus der Aufwandsentschädigung betreffend aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Muttergesellschaft sowie weiteren Unternehmen für die Erbringung von Dienstleistungen aus dem Finanztransaktionsgeschäft angefallen (TEUR 1.464; Vorjahr TEUR 1.926).

Die Provisionsaufwendungen (TEUR 251; Vorjahr TEUR 126) betreffen im Wesentlichen die Transaktionskosten gegenüber den Transaktionsdienstleistern (TEUR 90) sowie Provisionen und Disagios gegenüber Zahlungsdienstleistern (TEUR 157).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind Erträge aus der Vermietung von Stellplätzen am Standort Köln an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr TEUR 0,6).

Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 1.332; Vorjahr TEUR 1.810) entsprechen den Löhnen und Gehältern (TEUR 817), den sozialen Abgaben (TEUR 116) sowie den anderen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 399).

Zu den anderen Verwaltungsaufwendungen (TEUR 399; Vorjahr TEUR 707) zählen im Wesentlichen die laufenden Kosten für Software Lizenzen (TEUR 191) sowie Rechts- und Beratungskosten (TEUR 130).

Es haben keine wesentlichen Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen stattgefunden.

3. Sonstige Angaben

3.1 Haftungsverpflichtungen und sonstige nicht aus der Bilanz ersichtliche finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

3.2 Organe der Gesellschaft

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammen:

Nicole Mantow, Geschäftsführerin, 63452 Hanau (bis 4. Juni 2021)

Markus Linss, Geschäftsführer, 61440 Oberursel (Taunus)

Florian Hein; Geschäftsführer, 14612 Falkensee (seit 19. November 2021)

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer für das Jahr 2021 wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3.3 Firma, Sitz und Registergericht

Die HRS Paysol GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 95143 eingetragen.

3.4 Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2021 waren durchschnittlich 10 Angestellte (Vorjahr 11 Angestellte) beschäftigt, hiervon Vollzeitbeschäftigte und Angestellte im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses.

3.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers der HRS Paysol GmbH für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 18 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

3.6 Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der HRS Ragge Holding GmbH, Köln, die Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, und in den Konzernabschluss der RoRa Familien Holding GmbH & Co. KG, Köln, die den Konzernabschluss für den größten Teil von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss der HRS Ragge Holding wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3.7 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 88.421,57 aus. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3.8 Nachtragsbericht

Durch die derzeitige Kriegssituation in der Ukraine, welche maßgeblichen Einfluss auf einige wirtschaftspolitische Bereiche nimmt, unter anderem auch die Reisebranche in Deutschland und auch International, gehen wir von spürbaren Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell aus, welche sich jedoch zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht messen lassen.

 

Köln, den 31. März 2022

gez. Florian Hein

gez. Markus Linss

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HRS PaySol GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HRS PaySol GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HRS PaySol GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 23. Mai 2022

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Groll, Wirtschaftsprüfer

gez. Palmersheim, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 13. Juni 2022 festgestellt.

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